Reisebericht Ägypten – Hotels Soma Bay, El Qusier & Marsa Alam

  • Ausführliche Hotelbesichtigungen:

  • Soma Bay – ein absoluter Trendspot

  • El Qusier – die vielleicht besten Hausriffe in Ägypten

  • Marsa Alam – tolle Taucherhotels und komfortable Badehotels

Liebe Tauchfreunde,

sehr gerne möchte ich hier von einer Tour zu verschiedenen, sehr beliebten Hotels in entlang der Küste von Ägypten berichten…

Soma Bay – The Breakers

Das erste Hotel auf meiner Tour ist das sehr beliebte Hotel „The Breakers“ in der Soma Bay. Ich weiß noch genau, als ich das erste Mal hier war und mir direkt dachte: „Wow, dieses Hotel ist anders als die meisten Hotels in Ägypten“. Auch wenn das Hotelgebäude architektonisch jetzt nicht komplett außergewöhnlich ist, so ist das Flair in der ganzen Anlage doch besonders und speziell vorne am Strand nach meinem Empfinden einzigartig in Ägypten. Auf Ibiza würde man bei solch einer Beachbar einen Eintritt von € 50 pro Person bezahlen. Die vielen Sitzgelegenheit, die Bar, die Hängematten, die Sitzsäcke im Sand, dazu abends die Musik… Ich würde mal sagen, genau so sollte man einen Urlaubstag angemessen ausklingen lassen.

Bei meinem Besuch vor Ort spielt an einem Abend ein DJ chilligen Sound und ein Gitarrist klampft dazu. Der Mond samt Sternenhimmel spendet warmes Licht. Ein toller Moment. Gefühlt ist hier jeden Abend Sommernacht…

Der Inhaber und Manager Stefan Reichl hat im The Breakers einen Spielplatz für Erwachsene geschaffen. Das Fitnessstudio hat 24h auf, auf dem Dach der Tauchbasis wird jeden Donnerstagabend ein Kinofilm angeboten und es gibt jede Menge weitere abwechslungsreiche Freizeitaktivitäten im Hotel. Hin und wieder gibt es außerdem Spezialabende im Restaurant. Wir haben großes Glück und erwischen eine orientalische Nacht, bei der sogar alle Gäste traditionelle Kleidung aufs Zimmer gelegt bekommen und sich so entsprechend anziehen können. Natürlich nur wer mag, aber so gut wie alle Gäste nehmen dieses lustige Angebot gerne an. Am Restaurant wird sogar extra ein fantastisch riechender Gewürzstand aufgebaut, so dass man durchaus auch ein paar stilvolle Souvenirs mit nach Hause nehmen kann. Der Grill qualmt, der Ofen heizt und die verschiedenen Töpfe duften. Jedes einzelne der vielen unterschiedlichen Gerichte schmeckt köstlich und alle Gäste haben ganz offensichtlich großen Spaß an diesem Themenabend…

Beim Abendessen sitzt Stefan neben mir und erzählt mir, wie er dieses Hotel konzipiert hat. Man spürt sofort, wie sehr er für seine Arbeit und sein Hotel brennt. Sein Ansatz war, wie ein Gast zu denken, und das merkt man. So gibt es zum Beispiel extra lange Decken, sowie unterschiedliche Kissengrößen. Er denkt auch einen Schritt weiter und setzt auf Nachhaltigkeit. So bekommt jeder Gast eine Metallflasche, die man immer wieder mit Wasser auffüllen kann. Seit März 2023 gibt es neue Zimmer und auch hier hat er einen, wie ich finde, bemerkenswerten Weg gewählt. Er selbst kommt aus einer Schreinerfamilie und konnte so beim Design der Möbel und Zimmerausstattung entscheidend mitwirken. Am Ende hat er zwei unterschiedliche „Testzimmer“ fertig gestellt und seine Stammgäste diese Zimmer besuchen bzw. besichtigen lassen. Anhand des Feedbacks konnte er anschließend eine fundierte Entscheidung für die künftige Zimmergestaltung treffen. Klasse, wie ich finde!

Ein echter Trumpf des The Breakers ist natürlich auch die direkt ins Hotel integrierte ORCA-Tauchbasis. Was mir hier gefallen hat, ist, dass das Frühstück auf den Tauchablauf abgestimmt ist und deshalb bereits um 6.30 Uhr startet. So hat jeder genügend Zeit, entspannt den Morgen zu beginnen.

Zum Hausriff gelangt man über einen sichelmondförmigen Steg, wobei sogar Shuttlefahrten zum Einstieg angeboten werden. Alles wirkt top organisiert und die Ausstattung der Basis ist exzellent. Neben dem Hausriff werden natürlich auch noch Bootstauchgänge angeboten, und zwar zu den Top-Spots der Region, wie zum Beispiel das oben bei der Tauchsafari bereits erwähnte Panorama Reef.

Unterm Strich überzeugt mich das Paket, denn hier wird gutes Tauchen mit einem sehr guten Hotel kombiniert.

El Qusier – Flamenco Beach Resort

Weiter geht es Richtung Süden, und zwar nach El Qusier. Mein Ziel ist das Flamenco Beach Resort, welches ich speziell aufgrund des außerordentlich guten Preis-Leistungs-Verhältnisses sehr gerne empfehle.

WICHTIG! Hier gibt es zwei verschiedene Hotelbereiche, nämlich einen am Strand und einen auf der anderen Seite der Straße. Diese Zimmer verfügen „nur“ über Garten- und Poolblick und werden von uns eigentlich nicht verkauft. Ich konzentriere mich auf die Zimmer am Strandbereich, denn dieser Bereich der Anlage ist nicht nur schöner, sondern liegt auch viel näher an der Diving.de-Tauchbasis.

Die Basisleiterin Pezi ist ein absoluter Sonnenschein und kümmert sich bereits seit vielen Jahren um die gemütliche Tauchbasis. Das merkt man auch, denn hier hat in Sachen Organisation alles Hand und Fuß. Die Tauchbasis wurde sehr durchdacht angelegt, so dass alle Abläufe tadellos funktionieren.

Bei meiner Besichtigung begleitet mich der deutsche Manager durchs Hotel und man spürt richtig, dass er sich sehr freut, dass ich seine Anlage besuche, was ich ausgesprochen sympathisch finde.

Wer preisbewusst sehr gutes Tauchen in El Qusier erleben möchte, ist im Flamenco Beach Resort genau richtig. Ich empfehle das Hotel oft und gerne und das prima Feedback der vielen Besucher ist sicherlich die bestmögliche Visitenkarte…

UPDATE: Die Tauchbasis diving.de ist ins Nachbarhotel Silver Beach umgezogen!

El Qusier – Mövenpick Resort

Anschließend reise ich weiter in eines der beliebtesten Hotels in Ägypten, und zwar geht es ins Mövenpick Resort – ebenfalls in El Qusier.

Die Tatsache, dass sich diese Anlage über außerordentlich viele Stammgäste freuen kann, liegt sicherlich zum einen an dem hervorragenden Hausriff und zum anderen an dem sehr stilvollen und ansprechenden Hotel, das ohne Glitzer in seiner urbanen Schönheit besticht. Ich meine, wir reden hier von der absoluten Spitzenklasse – auf allen Ebenen. Die Zimmer sind großartig, die Küche ist auf jeden Fall mit die beste in ganz Ägypten und das Hausriff ist fast schon legendär. Das Besondere: Die Anzahl an Tauchern ist limitiert! Es gibt jeden Tag bestimmte Zeitslots und für diese muss man sich auch entsprechend eintragen. Ist die Liste voll, geht in diesem Zeitfenster nichts mehr. Auf diesem Wege ist das Hausriff nie überfüllt und das kommt allen zugute. Ich kenne das Hausriff erfreulicherweise bereits von einigen vorigen Besuchen und muss sagen, dass es extrem vielfältig und voller Leben ist. Erfreulicherweise hatte ich jetzt auf dieser Reise auch nochmal die Möglichkeit „kurz reinzuspringen“ und es hat sich gelohnt, denn so viele Blaupunktrochen auf einem Fleck habe ich ganz sicher noch nie gesehen! Das Riff ist nach wie vor voll intakt, artenreich, bunt und extrem abwechslungsreich.

Als ich mich an der Tauchbasis noch zu einem gemütlichen Drink hinsetzen will, kommt ein Pärchen, gerade frisch vom Tauchen zurück, mit den Worten „Ich kenne dich“ auf mich zu. Anfangs bin ich leicht irritiert, aber natürlich gespannt, woher die beiden mich (vermeintlich) kennen. Nach einem lustigen Hin und Her, fällt der Groschen! Sie haben meine Bubble-Talks, also die Online-Talks mit verschiedenen Tauchbasen, ganz treu verfolgt und deshalb mein Gesicht wiedererkannt. Was für ein schönes Kompliment und Feedback!

Die Extra Divers-Tauchbasis hier im Mövenpick läuft wie eine geölte Maschine. Es gibt ausreichend Platz zum Umziehen und fürs Equipment, das Angebot der Tauchausfahrten ist großartig und das Restaurant direkt am Meer ist der perfekte Ort, um nach den Tauchgängen noch ein bisschen zu quatschen und dabei eine Kleinigkeit zu essen.

Ich kenne Urlauber, die bereits zehnmal im Mövenpick Resort waren und jedes Mal wieder happy waren. Sie meinten zum Beispiel, dass sich die Köche und die Crew immer wieder an ihre Namen erinnern konnten, was ich tatsächlich auch bemerkenswert finde. Man spürt hier sofort eine sehr angenehme, fast familiäre, aber nie aufdringliche Atmosphäre

Alles in allem ist das Mövenpick ganz sicher eines der besten Hotels in ganz Ägypten. Ja, es gibt moderne Anlagen, zum Beispiel in El Gouna oder in der Soma Bay, aber wenn man alles zusammennimmt, also das Hotel, das Restaurant, die Tauchbasis und die Tauchplätze, dann sprechen wir hier von den Top 3 in Ägypten. Mindestens. Meiner Meinung nach.

El Qusier – Mangrove Bay

Nach solch überschwänglichen Worten ist es natürlich immer etwas undankbar, für das folgende Hotel bzw. es ist für mich etwas schwierig, hier nun glaubhaft anzuschließen. Aber das Schöne ist, das Mangrove Bay Resort will sich gar nicht mit dem Mövenpick Resort messen. Die Philosophie und die Ausrichtung sind komplett unterschiedlich.

Für mich ist das Mangrove Bay Resort immer so ein bisschen wie das Hotel Maria la Gorda in Cuba. In Sachen Ausstattung und Komfort gibt es ganz sicher bessere Hotels, aber die Herzlichkeit des Teams, die Atmosphäre eines echten Taucherhotels, dazu die fantastische Ducks Diving-Tauchbasis und das überragende Hausriff machen dieses Hotel zu einem waschechten Klassiker. Für kein Hotel in Ägypten haben wir derart viele Wiederkommer, denn hier sind Taucher unter sich. Die Tauchbasis steht unter der Leitung von Karim und Essam Hassan und was soll ich sagen, die beiden sind einfach unfassbar lieb. Essams Lachen ist immer wieder die pure Freude und Karims Euphorie ist in der Tat ansteckend.

Das Aushängeschild des Mangrove Bay Resorts ist definitiv das Hausriff, welches so – neben dem Mövenpick Resort und damit messen sich die beiden Hotels dann doch irgendwie – sicherlich mit das beste in ganz Ägypten ist. In meinen Augen ist es sogar das beste Hausriff. Nicht wenige Gäste vertauchen ihr ganzes Paket nur hier vor der Haustür!

Wer mag, ich habe hier sogar ein extra Video nur über das Mangrove Bay Hausriff zusammengeschnitten.

Karim freut sich sehr, dass wir auf unserer terminlich recht engen Reise auch noch Zeit für einen Tauchgang bei ihnen eingeplant haben, denn er möchte uns gerne zeigen, welche schönen Spots dieses Hausriff zu bieten hat.

Wir starten früh morgens, zuerst auf einen Kaffee an der Basis und treffen uns dann alle an dem breiten Hausriffsteg. Jede Menge Tauchflaschen werden dort bereitgestellt, was ja auch schon zeigt, wie beliebt dieser Tauchplatz ist.

Direkt zu Beginn wartet am Steg ein riesiger Fischschwarm auf uns. Kreisende Bewegungen in einer fleckigen Wolke. Viele Flötenfische mischen sich in den dichten Pulk. Ich liebe ja Schwärme, von daher könnte der Start für mich nicht besser sein. Danach wartet hinter jedem Riffblock eine neue Überraschung auf uns. Auch hier sind viele Blaupunktrochen zu Hause und lassen sich bereitwillig filmen. So geht es 60 Minuten lang weiter, denn hinter jedem Riffblock wartet ein kleines Highlight. Ich habe hier ein kleines Video zusammengestellt, welches aus Videos von diesem einen Tauchgang plus sechs Videos von Karim besteht. So bekommt man sicherlich einen guten Eindruck von diesem beeindruckenden Tauchgebiet.

Beim Abschied kommt etwas Wehmut auf – zumindest bei mir. Aber so ist das wohl bei Plätzen, die man irgendwie ins Herz geschlossen hat. Siehe Maria la Gorda.

Marsa Alam – The Oasis

Den Abschluss meiner Tour bildet ein weiteres sehr bekanntes Taucherhotel, nämlich das The Oasis in Marsa Alam. Demzufolge geht es noch einen Zacken weiter Richtung Süden.

Die Gründer-Kombination – bestehend aus Werner Lau und den Sinai Divers – hat mit dem The Oasis ein Hotel genau nach den Bedürfnissen der Taucher geschaffen. Es ist völlig klar, dass hier das Tauchen im Vordergrund steht, kein Trubel drumherum, kein Schnick-Schnack, sondern ideale Tauchbedingungen, angenehmes Relaxen (dazu zählt WLAN NUR an der Lobby) und ein ansprechendes Restaurant. Eine Taucher-Oase quasi. Aber bitte nicht irreführen lassen, auf eine künstliche Begrünung wird bewusst verzichtet, was definitiv absolut sinnvoll ist.

Die Anlage macht optisch dennoch etwas her, denn der nubische Baustil passt perfekt in die ägyptische Landschaft. Zudem sind die Zimmer stilvoll gestaltet und verfügen über schöne Terrassen bzw. Balkone. Dazu ist der Infinity-Pool mit Blickrichtung Meer natürlich ein echtes Highlight.

Die Tauchbasis bildet das Herz der Anlage, hier gibt es einen großen Equipment- und Lagerraum, von welchem aus alles zu den Tauchplätze transportiert wird. Das Angebot für die Ausfahrten ist extrem groß und vielfältig, wodurch die Tafel für die verschiedenen Ausflüge manchmal so etwas wie die Qual der Wahl darstellt. Viel Spaß bei der richtigen Auswahl…

Rückreise

Ich möchte an der Stelle erwähnen, dass ich mir noch weitere Hotels angesehen habe, die ich hier jetzt nicht mehr detailliert erklären möchte. Es handelt sich um die folgenden Resorts:

Soma Bay – Viva Blue Resort

Safaga – Coral Garden, Shams Safaga, Shams Lodge & Orca Village

Marsa Alam – Shoni Bay, Steigenberger Coraya, Three Corners Equinox, Shoni Bay & Marsa Shagra

Das Marsa Shagra hat mir durchaus imponiert.

Im Steigenberger Coraya fand ich die Tauchbasis Weltklasse, ebenfalls super organisiert und trotz der Größe mit einer sehr angenehmen Atmosphäre.

Alles in allem eine sehr sehr gute, erfolgreiche und informative Reise. Ich habe viel gesehen, viel Neues erfahren und auch viel gelernt. Hier eine kleine Geschichte:

Vielleicht hat sich der eine oder andere auch schon gewundert, warum in Ägypten so viele „Ruinen“ herumstehen. Also Häuser oder Hotels, die vermeintlich nicht fertig gebaut werden. Der Grund ist der, dass man, wenn man ein Grundstück kauft, auch bauen muss. Baut man nicht, wird einem das Grundstück wieder weggenommen. Die ersten Bauaktivitäten verschaffen dem Käufer also Zeit. Eine interessante Information, wie ich finde, denn diese vielen halbfertigen Gebäude wirken durchaus immer irgendwie etwas irritierend.

Wer Fragen rund um die Hotels in Ägypten oder die Tauchsafari hat, kann sich jederzeit gerne bei mir melden. Ich freue mich immer über jede Art von Feedback, Hinweisen oder Schilderungen von eigenen Erfahrungen.

Bis dahin, alles Gute,

herzliche Grüße

Euer

Johnny Bongo