Reisetipps USA – Massachusetts / Boston
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Boston gilt als die „Wiege der Nation“ und ist historisch von großer Bedeutung für die USA.
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Der Freedom Trail führt mit vielen interessanten Stationen wie ein Schnitzeljagd durch die Geschichte des Freiheitskampfes.
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Das Baseball-Stadion der Boston Red Sox – der Fenway Park – ist das älteste, aktive Baseball-Stadion der Major League Baseball (MLB).
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Wer gerne Fisch und Meeresfrüchte isst, wird in Boston viel Freude haben.
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Die Eliteuni Harvard im Vorort Cambridge kann im Rahmen von Führungen sehr gut besucht werden.
Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?
- Impressionen aus Boston – ein kleines „Best-of“
- Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps zu Boston
- Die besten Spots in Boston
- Freedom Trail
- Cambridge & Harvard
- Fenway Park – Baseballstadion der Boston Red Sox
- Stadtparks Boston Common & Public Garden
- John F. Kennedy Presidential Library
- Boston Tea Party Ships & Museum
- Gillette Stadium – Footballstadion der New England Patriots
- Back Bay
- Little Italy
- Ausflugsziel Plymouth – Mayflower II
- Ausflugsziel Martha’s Vineyard
- Whalewatching
- Meine besten Spot-Tipps in Boston auf einer Karte
- Meine Hoteltipps für Boston
- Meine Restaurant-Empfehlungen in Boston
- Filmtourismus – wo kann ich Drehorte von berühmten Filmen finden?
- Fun-Facts zu Boston
Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps
Folgend möchte ich euch ein paar wertvolle Hinweise zur Planung und zum Besuch selbst geben:
- Generell
Boston ist einfach zu besichtigen, weil der Stadtkern zu Fuß gut zu erkunden ist. Sogar der Flughafen ist erstaunlich zentrumsnah. - Wieviel Zeit sollte man einplanen?
Die ganz großen Strecken muss man nicht zurücklegen und die Sehenswürdigkeiten sind relativ „kompakt“ beisammen, aber dennoch sollte man ein paar Tage für Boston einplanen. Es gibt sehr viel zu sehen und irgendwie kann man die Stadt auch sehr gut „nur“ erleben. Ich war 3 Nächte dort und hätte gerne noch einen weiteren Tag gehabt, insofern wären 4 Nächte vielleicht ideal. - Sightseeing mit dem Freedom Trail
Welche Information ich sehr gerne VOR dem Besuch erfahren hätte ist, dass ich mit dem Freedom Trail nahezu alle wichtigen Sehenswürdigkeiten von Boston besuche. Sprich, man braucht sich im Vorfeld quasi nicht zu überlegen wie man Boston erkunden möchte, sondern es reicht, wenn man den Freedom Trail abläuft. Aus dem Grund sind Spots wie das Old State House auch nicht in meiner obigen Liste aufgeführt. - Wo befinden sich die meisten Sehenswürdigkeiten?
Der touristische interessanteste Bereich von Boston liegt südlich des Charles River. Mit Ausnahme der Stadtteile Cambridge und Charlestown, die sich beide nördlich des Charles River befinden. - Wie nutze ich die Metro in Boston?
Ein wie ich finde immer wichtiger Punkt. Für einen Städtebesuch mit ca. 2-4 Übernachtungen machen die Charlie-Tickets (Nicht Charlie-Card!) Sinn. Dies sind quasi Einzelfahrten, die man auch im voraus kaufen kann. Die Tickets werden dann beim Eingang entwertet. Hier spielt es keine Rolle wohin man fährt, denn alle Strecken kosten gleich viel. Eine Fahrt nach Harvard, kostet genauso viel zum Fenway Park oder innerhalb von Downtown.
Es gibt auch einen 7-Tagespass, der erstaunlich günstig ist, aber nur Sinn macht, wenn man mehr als ca. 12 Fahrten macht. Da in Boston alles sehr eng beisammen ist und man zu Fuß alles gut ablaufen kann, ist nur selten notwendig.
Die besten Spots in Boston und Umgebung
Folgend eine Auflistung der verschiedenen Spots mit Erklärungen zu dem jeweiligen Besuch.
Ein persönlicher Hinweis: Ich bin kein Museum-Fan! Wer also hier nach Tipps für Museen sucht, den muss ich leider enttäuschen.
Freedom Trail
Der Freedom Trail (Pfad der Freiheit) ist eine 4 km lange Schnitzeljagd durch Boston, bei der man alle wichtigen Stätten des Freiheitskampfes besucht. Insgesamt sind es 16 Station, wobei sich zwei davon ins Charlestown befinden. Der „Pfad“ wird dabei durch eine leicht zu verfolgende, rote Linie auf dem Boden markiert.
Ich finde, dass das eine sehr gute Variante ist, Boston und die Geschichte kennen zu lernen und zu entdecken. Zum einen ist es für die Touristen extrem hilfreich und zum anderen ist es auch etwas spielerisch…
Beginn ist hierbei der Stadtpark Boston Common, danach geht es weiter durch die Stadtteile Downtown und North End und endet schließlich auf der anderen Seite des Flusses Charles River in Charlestown.
Ich habe für die ersten 14 Stationen mit Fotopausen und einem kleinen Canolo-Stopp in Little Italy (im North End) ca. 2 1/2 Stunden gebraucht. Für die letzten beiden Stationen in Charlestown sind es dann nochmal ca. 30 Minuten (allerdings ohne Besuch der Stationen).
Boston Common
Boston Common wurde 1634 gegründet und ist damit Amerikas ältester öffentlicher Park. Die Station hier ist eigentlich „nur“ das Visitor Center. Hier gibt es viele gute Informationen und man kann diverse Führungen buchen, die dann auch hier direkt beginnen. Zum Park selbst habe ich weiter unten noch ein paar Details.
Massachusetts State House
Das Old State House ist eines der ältesten und bedeutendsten öffentlichen Gebäude der amerikanischen Geschichte vor der großen Revolution. John Adams, einer der Gründerväter der USA, bestand darauf, dass im Old State House die Unabhängigkeit geboren wurde.
Das Haus wurde 1713 erbaut. Bis 1798 war hier der Sitz der Legislative von Massachusetts untergebracht und 1776 wurde vom Ostbalkon aus zum ersten Mal die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten in dem Bundesstaat vorgelesen. Löwe und Einhorn – Symbole der britischen Monarchie – wurden vom Dach entfernt und in einem Freudenfeuer angezündet.
Park Street Church
Die Kirche wurde 1809 an der Ecke Park Street und Tremont Street auf dem Gelände des städtischen Getreidelagergebäudes oder Getreidespeichers von Boston gegründet. Der von Peter Banner entworfene 217 Fuß hohe Kirchturm der Park Street Church war einst das erste Wahrzeichen, das Reisende sahen, als sie sich Boston näherten.
Granary Burying Ground
Hier ruhen einige der angesehensten Bürger Amerikas, das 1660 gegründet wurde. Benannt nach dem 12.000-Scheffel-Getreidelagergebäude, das sich einst nebenan befand, verfügt die historische Grabstätte über etwa 2.300 Grabsteine.
King’s Chapel und King’s Chapel Burying Ground
King’s Chapel wurde 1686 als erste anglikanische Kirche Bostons gegründet und beherbergt über 330 Jahre Geschichte. Das Granitgebäude aus dem Jahr 1754 steht noch immer am ursprünglichen Standort der Kirche: an der Ecke von Bostons ältestem englischen Friedhof.
Boston Latin School Site/Statue of Benjamin Franklin
Die Boston Latin School wurde am 23. April 1635 gegründet und ist die älteste öffentliche Schule in Amerika. Es bot Jungen – ob reich oder arm – kostenlose Bildung, während Mädchen zu Hause Privatschulen besuchten. Ein Mosaik und eine Statue des ehemaligen Schülers Benjamin Franklin markieren derzeit den Standort des ursprünglichen Schulhauses.
Old Corner Bookstore
Der 1718 erbaute Old Corner Bookstore ist das älteste Geschäftsgebäude in der Innenstadt von Boston und war im 19. Jahrhundert die Heimat eines Verlagsgiganten. Das 1960 vor dem Abriss gerettete Gebäude trägt mit seinen Mietverträgen dazu bei, wichtige Denkmalschutzprojekte in Bostons Stadtteilen zu subventionieren.
Old South Meeting House
Hier begann die Boston Tea Party! In diesem Saal erklangen Worte aus puritanischen Predigten, öffentlichen Versammlungen und den Debatten über die Teesteuer – besuchen Sie das Old South Meeting House und tragen Sie Ihre Stimme zur Geschichte bei.
Old State House
Trotz Massaker, Revolution und Feuer ist das Old State House das älteste erhaltene öffentliche Gebäude in Boston. Das 1713 erbaute Gebäude diente als Zentrum des bürgerlichen, politischen und geschäftlichen Lebens.
Boston Massacre Site
Am 5. März 1770, nach monatelangen Spannungen aufgrund von Besetzung und Besteuerung, kam es in den Straßen von Boston zu Zusammenstößen zwischen Bostonern und Rotröcken. Was damit endete, dass fünf Zivilisten, Crispus Attucks, Samuel Gray, James Caldwell, Samuel Maverick und Patrick Carr, durch Schüsse getötet wurden, führte zum Aufstand der Bostoner gegen die Krone und zur Evakuierung der Truppen in Boston. Sie würden erst 1774 zurückkehren.
Faneuil Hall
Faneuil Hall wird oft als „Heimat der freien Meinungsäußerung“ und „Wiege der Freiheit“ bezeichnet und war Gastgeber des ersten Town Meetings Amerikas. Die entscheidende Rolle der Halle in der revolutionären Politik war nicht Teil ihrer ursprünglichen Pläne gewesen, aber sie wurde zum Schauplatz einer komplexen Sammlung von Ereignissen, die die Geschichte der Nation prägten.
Paul Revere House
Das Paul Revere House stammt noch aus dem Jahr 1680 und ist somit das älteste Bauwerk in Downtown Boston und gleichzeitig das einzige Wohnhaus, das Teil des Freedom Trails ist. Das Haus gehörte einst Paul Revere – einem berühmten Freiheitskämpfer.
Revere lebte hier mit seiner Familie, als er am 18. April 1775 mitten in der Nacht von Boston bis nach Lexington und Concord ritt, um die Menschen dort vor der Ankunft der britischen Truppen zu warnen.
Old North Church
Hier besucht man den Spot, an dem die Amerikanische Revolution ins Leben gerufen wurde! Die 1723 erbaute älteste Kirche Bostons ist vor allem für den Mitternachtsritt von Paul Revere und „Einer auf dem Landweg, zwei auf dem Seeweg“ bekannt.
Copp’s Hill Burying Ground
Copps Hill Burying Ground wurde nach dem Schuhmacher William Copp benannt und ist die letzte Ruhestätte und Begräbnisstätte von Kaufleuten, Handwerkern und Kunsthandwerkern, die im North End lebten.
USS Constitution
Die USS Constitution ist das älteste noch seetüchtige Kriegsschiff der Welt. Die hölzerne Fregatte stammt aus dem späten 18. Jahrhundert und trägt auch den Spitznamen „Old Ironsides“, da das Kanonenfeuer der britischen Fregatte Guerriere im Jahr 1812 einfach von den Seiten der Constitution abgeprallt sein soll. Das Schiff ist eines der schönsten Highlights des Freedom Trails und auch bei Kindern sehr beliebt. Es werden regelmäßig Besichtigungen veranstaltet, sodass man dieses Stück lebendige Geschichte aus der Nähe betrachten kann.
Bunker Hill Monument
Die Schlacht von Bunker Hill am 17. Juni 1775 war die erste große Schlacht des Unabhängigkeitskrieges und sagte den Charakter und Ausgang des weiteren Krieges voraus.
Cambridge & Harvard
Die meisten werden irgendwie schon einmal von der Elite-Uni Harvard gehört haben. Wo sie ist und warum sie zu dem geworden ist, was sie heute ist, wissen allerdings die wenigsten.
Harvard liegt im Stadtteil / Vorort Cambridge, welcher sich auf der anderen Seite des Charlesriver nordwestlich von Boston Downtown befindet.
Irritierend ist, dass es ja auch ein durchaus bekanntes Cambridge in England gibt, was aber daran liegt, dass der Bostoner Stadtteil zu Ehren des Cambridge in England benannt wurde, weil dort einige der Gründerväter studiert hatten.
Cambridge ist vor allem bekannt durch das Massachusetts Institute of Technology (MIT), eine „Kaderschmiede für unter anderem Hightechforschung“, und eben die Harvard University.
Zur Besichtigung von Harvard kann ich wirklich wärmstens eine Walking-Tour mit einem Studenten empfehlen (auf Englisch)! Ich fand die Tour perfekt, weil sie eine prima Mischung aus Geschichte, lustigen Anekdoten und dem Alltag an dieser Universität bietet. Die Tour dauert ca. 70 Minuten dauert und führt durch die wichtigsten Bereiche des riesigen Areals.
Bei dieser Tour bekommt man ein sehr gutes Gefühl für die Bedeutung dieser besonderen Universität (gegründet 1636 und benannt nach dem Theologen John Harvard), denn einige der ca. 400 Gebäude sind extrem außergewöhnlich.
So ist zum Beispiel die Harvard University Library die älteste Bibliothek in den USA. Das Hauptgebäude bildet hierbei die Widener Library, benannt nach einer sehr gönnerhaften Spenderin, deren Mann auf der Titanic verstorben ist. Die Bibliothek ist so groß, dass man zwei Marathons dort laufen könnte, ohne an einem Buch zweimal vorbeizukommen.
Oder aber das Studentenhaus Wigglesworth Hall, welches aufgrund der U-Bahn tatsächlich anfängt zu wackeln (engl: wiggle), weshalb die U-Bahn sogar in diesem Bereich abbremst und langsamer fährt.
Ebenfalls ein Aushängeschild der Universität sind natürlich die berühmten Studenten/Absolventen, wie zum Beispiel John F. Kennedy, Mark Zuckerberg, Barack Obama, Bill Gates oder Matt Damon. Die Studentin bei meiner Tour hatte sehr viele lustige Geschichten zu den jeweiligen Personen und ihren Zimmer am Campus parat.
Meine Empfehlung ist eine der ersten Touren zu nehmen, denn dann ist die Teilnehmerzahl deutlich geringer. Wir waren um 9.30 Uhr ca. 10 Teilnehmer und als wir fertig waren hatten, hatte die nächste Tour bestimmt eine Teilnehmerzahl von 30-40 Personen. Das ist schon ein Unterschied.
Für ein Frühstück hätte ich dann noch eine tolle Empfehlung, ganz in der Nähe des Harvard Square (Beginn der Tour), nämlich das Bluestane Lane Café – siehe unten.
Direkt neben dem Café befindet sich zudem noch der größte Store (Harvard Coop) mit Harvard Produkten (Sweatshirt, T-Shirts, Büchern, Tassen, etc.).
Fenway Park – Baseballstadion der Boston Red Sox
Diese Rubrik wird es bei meinen Reisen immer wieder mal geben, denn ich liebe es berühmte und berüchtigte Sportstätten zu besuchen. Insofern war es klar, dass ich den Fenway Park, das älteste Baseball-Stadion in den USA, in welchem noch gespielt wird, erleben musste. Der Fenway Park ist die Heimstätte der Boston Red Sox und verfügt über eine Kapazität von ca. 37.500 Zuschauern.
Idealerweise besucht man den Fenway-Park im Rahmen eines Liga-Spiels (die Saison geht grob von Anfang April bis Anfang Oktober PLUS Play-Off-Spiele), aber es gibt auch außerhalb der Saison geführte Touren durch das Stadion. So oder so, der Fenway Park ist ein wichtiger Teil von Boston – das wird auch jeder Einwohner von Boston so bestätigen.
Das Gute beim Baseball in den USA ist, dass man die Tickets nicht ewig weit im voraus kaufen muss (außer es geht gegen den Erzfeind New York Yankees) und dass sie auch nicht zu teuer sind. Diese Aussage ist in Relation zu anderen Sportevents in den USA zu setzen und nicht mit deutschen Maßstäben vergleichbar. Dennoch, ich würde immer versuchen Karten im unterste Rank zu bekommen, denn nur dann ist man als Neuling so „dabei“, dass es auch Spaß macht.
Der Fenway gilt in den USA als eine heilige Sportstätte. Hier kann man die Tradition gefühlt sehen, schmecken und einatmen. Die Backsteine, die Bauweise und die Optik, all das wirkt alt, nicht modern, nicht (komplett) kommerziell, besonders und charmant. Es gibt zum Beispiel Sitzplätze, die mit einer klaren Sichteinschränkung versehen sind, aber so war das eben damals – da mussten noch Stützpfeiler gesetzt werden, egal wo.
Wenn man an einem Spieltag dort ist, empfehle ich ca. 1-2 Stunden vorher dort zu sein. Rund um das Stadion wird eine kleine Party gefeiert, die man sich unbedingt gönnen sollte. Zudem gibt es viele Fan-Shops, unter anderem den größten offiziellen Store direkt neben dem Stadion.
Zur Anreise mit der Metro ist es wichtig zu wissen, dass man NICHT an der Station Fenway aussteigt, sondern an der Station Kenmore. Klingt komisch, aber der Stadtteil heißt Fenway / Kenmore.
Insidertipp: Man kauft immer Einzelfahrten für die Metro – ruhig auch schon Tickets für die Rückfahrt kaufen, dann muss man nach dem Spiel nicht so lange anstehen.
Stadtparks Boston Common & Public Garden
Für mich als Kind vom Land sind die Parks in großen Städten immer besonders wichtig, denn ich finde Parks kreieren eine lockere Atmosphäre und geben die Möglichkeit für eine städtische Auszeit. Insofern war ich sehr gespannt auf die beiden aneinander grenzenden Parks Boston Common und Public Garden.
Was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht! An einem eher bedeckten Tag, kam plötzlich die Sonne raus und das satte Grün der schön angelegten Rasenflächen kam voll zur Geltung.
Ich muss sagen, die ganze Anlage ist unheimlich schön und wirkt besonders durch die beiden Teiche, die stilvoll angelegten Wege, die zahlreichen Weidenbäume und die vielen Parkbänke sehr ansprechend.
Apropos Parkbank – ein ausgesprochen toller Film hat hier im Public Garden eine bemerkenswerte Szene. Und zwar Good Will Hunting – hier unterhalten sich Robin Williams und Matt Damon in aller Ruhe auf einer Parkbank mit Blick auf den Teich. Die genaue Location der Bank habe ich in meiner Boston-Karte eingezeichnet.
Der Boston Common ist im Übrigen Teil des Freedom Trails – siehe auch meine Beschreibungen weiter oben.
John F. Kennedy Presidential Library
Die erste Info, wer über den Begriff „Library“ stolpert, sollte nicht irritiert sein, denn es ist keine Bücherei, sondern vielmehr eine Führung durch das Leben von John F. Kennedy.
Da sich das John F. Kennedy Library etwas außerhalb vom Zentrum befindet (mit dem Auto / Uber ca. 10-15 Minuten), ist die wichtigste Frage:
Lohnt sich der Ausflug dorthin? Die Frage kann ich relativ klar beantworte: Wer sich für John F. Kennedy, seine Geschichte und seine Präsidentschaft interessiert, sollte dieses Museum definitiv besuchen. Andernfalls ist es sicherlich eher nicht sonderlich spannend.
Wichtig: Man muss Englisch sprechen!
Insgesamt hat mein Besuch ca. 90 Minuten gedauert und ich fand es extrem spannend, emotional und gut aufbereitet. Mich fasziniert die Geschichte der Kennedys allerdings auch wirklich sehr (ich war auch bereits in Dallas und habe dort das entsprechende Museum besucht)!
Das Gebäude an sich ist schon mal außergewöhnlich und auf jeden Fall ein Blickfang. Auch der Eingangsbereich mit einer imposanten Halle und einer riesigen Glasfront ist sehr beeindruckend. Was mich aber direkt abgeholt hat, war direkt zu Beginn ein Film über die Jahre von John F. Kennedy bis hin zu seiner Präsidentschaftskandidatur.
Mit dem Ende des Films wird man dann in eine kleine Zeitreise geschickt und spaziert durch die Anfänge von John F. Kennedys präsidialer Karriere. Es gibt viele wunderschöne, einzigartige und besondere Exponate – unter anderem auch von seiner Frau Jaqueline Kennedy. Dazu werden wirklich sehr informative Filme gezeigt, die immer wieder spannende Hintergründe erklären.
Wie die Ausstellung endet, will ich nicht spoilern, ich fand es aber ausgesprochen passend und gut gewählt.
Man kann sagen was man will, aber diese Art von Museum / Ausstellung sind in den USA einfach meistens besonders gut. Man lernt nicht nur viel über John F. Kennedy kennen, sondern auch über den Zeitgeist und die historischen Ereignisse rund um die Präsidentschaft Kennedys. Ich fand es klasse und bin froh, dass ich mir die Zeit dafür genommen habe…
Boston Tea Party Ships & Museum
Der Name klingt etwas merkwürdig, ist aber tatsächlich vollkommen passend.
Um das genau zu verstehen muss man wissen, was bei der Boston Tee Party passiert ist, DENN es handelt sich nicht um eine fröhliche Feier, sondern um einen Aufstand aus dem Jahre 1773 gegen die britische Kolonialpolitik. Hierbei stürmten 50 Bostoner, als Indianer verkleidet, die Handelsschiffe der Briten und warfen deren angelieferten Tee über Bord ins Wasser, während die Menge am Ufer ihnen zujubelte. Diese Aktion wird als so etwas wie der Beginn Unabhängigkeitskrieges gesehen.
Aus diesem Grund handelt es sich hierbei um ein schwimmendes Museum, sprich Schiffe sind ein wichtiger Bestandteil des Museums.
So, jetzt zum Wesentlichen: Ist es sehenswert? Ich finde schon, bin aber auch generell an der amerikanischen Geschichte interessiert! Plus, man muss zwingend Englisch sprechen, da in dem Museum viele Informationen durch verkleidete Schauspieler und Filme vermittelt werden. Ich fand das klasse, aber klar, das Ganze ist durchaus sehr patriotisch, was vielleicht nicht jeder mag. Unterhaltsam ist alle mal.
Insidertipp! Direkt am Museum gibt es einen Souvenirshop, der durchaus gut ausgestattet ist. Der eigentlich Tipp ist aber, dass man durch den Souvenirshop über einen Steg zu einem schönen Café (Abigail’s Tea Room) gelangt, in dem leckeren Tee & frisches Gebäck genießen kann. Hier gibt es die so genannte Bottomless Cup (Tasse ohne Boden), sprich unbegrenzt Tee – unbedingt probieren. Ach ja, und auch hier sind die Mitarbeiter kostümiert, was ich wirklich sehr charmant fand.
Gillette Stadium – Footballstadion der New England Patriots
Die New England Patriots sind in Deutschland sicherlich eines der beliebtesten Football-Teams, was vor allem an der überaus erfolgreichen Tom Brady-Ära liegt. So waren die Patriots zwischen 2002 und 2019 alleine 8x im Super Bowl und haben davon 6 x gewonnen. Alleine schon deshalb ist ein Besuch des Gillette-Stadiums, Heimat der New England Patriots, etwas sicherlich sehr Außergewöhnliches.
Ich hatte das Glück bei dem Spiel dabei zu sein, als Tom Brady seine Retirement Ceremony (quasi seine Verabschiedung vom Profisport) gefeiert hat. Ganz Boston war in Aufregung und ich bin froh dabei gewesen zu sein.
Das Stadion ist klasse, gar keine Frage. Es wirkt monströs und irgendwie wird wohl immer so ein bisschen der ganz große Erfolg über dieses Stadion wabern.
Das größere Problem ist die Anreise, denn das Stadion befindet sich NICHT in Boston, sondern in Foxborough, ca. 45 Kilometer außerhalb von Boston Downtown. Mit dem Auto braucht man an einem Spieltag ca. eine Stunde plus Parkplatzsuche, weshalb sich die Anreise per Zug empfiehlt.
Es gibt nämlich den so genannten Patriots- Event-Train, der nur für die Spiele einmal hin und einmal zurück fährt. Die Fahrtzeit beträgt eine Stunde.
Hinfahrt: Ankunft ca. 1 Stunde vor Spielbeginn
Rückfahrt: ca. 30 Minuten nach Spielende
Das Besondere: Der Zug hält nur an drei Stationen in Boston Downtown:
- South Station
- Back Bay
- Dedham Corporate Center
Das Roundtrip-Ticket kostet USD 10 pro Person, ABER man kauft das Ticket auf der App mticket.
WICHTIG! Man sollte so früh wie möglich das Ticket kaufen, denn diese sind irgendwann ausverkauft!
Back Bay
Um ehrlich zu sein hatte ich dieses Viertel nicht sofort auf meiner Highlight-Liste für Boston, denn gefühlt rutscht es doch immer mal bei einigen Reisetipps hinten runter. Aber es ist definitiv einen Besuch wert! Alleine schon beim Blick auf einen Stadtplan von Boston, fällt das Stadtviertel Back Bay direkt auf. Unterhalb des Charles River verlaufen nämlich mehrere schnurgerade Straßen parallel zu einander, was das ansonsten eher quirlige Stadtbild auf einer Karte verändert.
Sagen wir es, wie es ist: In Back Bay kann man gut einkaufen und lecker essen!
Es handelt sich um ein nach Pariser Vorbild konzipiertes Stadtviertel, mit prächtigen Häusern, eleganten Backsteingebäuden, schicken und einfach nur guten Restaurants und auffälligen Geschäften. Eingekauft habe ich hier nicht, aber ich fand es klasse durch die Straßen zu schlendern und einfach mal nur links und rechts zu schauen.
Das Zentrum bildet quasi die edle Shoppingmeile Newbury Street, die in der Mitte durch einen kleinen Park geteilt wird.
Südlich der Parallelstraßen befindet sich der von architektonischer Vielfalt geprägte Copley Square, an dem man den verglasten und bläulich schimmernden Hancock Tower und gleichzeitig die aus dem 19. Jahrhundert stammende Trinity Church finden kann. Beide liegen direkt nebeneinander und gerade diesen Kontrast aus Alt und Modern finde ich auf Bildern immer spannend.
Nur einen Block weiter gibt es dann noch die Boston Public Library, ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert, mit einem wirklich beeindruckenden Atrium, und nochmal zwei Blocks weiter südlich kann man im Einkaufszentrum Copley Place fantastisch einkaufen.
Will sagen, Back Bay ist durchaus ein spannendes Viertel, das man in jedem Fall gesehen haben sollte.
Little Italy
Eigentlich gibt es offiziell kein Little Italy in Boston, zu mindestens habe ich in keinem Reiseführer etwas darüber gefunden. Für mich war es aber klar, dass ich davon erzählen möchte, denn im Stadtteil North End fühlt man eine besondere Atmosphäre, die Straßen wirken anders und sie sind anders dekoriert. Zudem gibt es auffällig viele italienische Restaurants und beliebte Cafés.
Eigentlich müsste ich Little Italy nicht gesondert herausstellen, denn wer den Freedom Trail abläuft, kommt sowieso hierher. Das Paul Revere Haus, die Paul Revere Statue und die Old North Church befinden sich hier in North End.
Aber, wer den Freedom Trail nicht komplett machen möchte – und die mehrspurige Cross Street ist hier eine kleine, magische Grenze – der könnte ja vielleicht Lust auf gutes italienisches Essen oder einen leckeren Kaffee haben?!?!
Ich stelle weiter unten einige der Restaurants genauer vor, aber wer durch Little Italy läuft, wird sich früher oder später über ein Café mit einer extrem langen Warteschlange vor der Tür wundern. Es handelt sich um Mike’s Pastry, ein typisch italienischer Backladen, der besonders gute Cannoli anbietet.
Ausflugsziel Plymouth – Mayflower II
Wenn man schon mal in Boston ist und vielleicht die Region auch noch kennen lernen möchte, sollte Plymouth auf der Liste relativ weit oben stehen.
Auch wenn ich im Vorfeld gar nicht so viel über Boston wusste, eine Sache wusste ich sehr wohl, und zwar, dass die Mayflower – das Schiff mit dem einige Pilgerväter 1620 in Neuengland landeten – in Plymouth liegt. Ich wusste nicht wo Plymouth ist und wie die Mayflower genau aussieht, aber interessiert hat es mich definitiv.
Also:
- Plymouth liegt ca. 40 Minuten südlich von Boston Downton.
- Die Mayflower ist ein knapp 30 Meter langes Zwei-Mast-Segelschiff, ABER in Plymouth besichtigt man die Mayflower II, sprich eine Nachbildung des Originals.
- Die Mayflower II wurde in England gebaut und überquerte 1957 den Atlantik.
- Die Besichtigung ist durchaus spannend, denn es gibt vor dem Schiff eine anschauliche Ausstellung über die Geschichte des Schiffes und man kann dann an Bord alle Räume gut besuchen. In jedem Bereich gibt es einen Guide, der Hintergrunde zu der jeweiligen Station erklärt.
- Der Besuch dauert ca. 45 Minuten.
Ein weiteres Highlight in Plymouth ist der Plymouth Rock. Er wird als der Ort betrachtet, an dem die Pilgerväter an Land gingen. An sich, nichts spektakuläres, denn es handelt sich wirklich nur um einen eingerahmten Felsen, aber es ist eben ein besonders, geschichtsträchtiger Ort.
Ich fand den Ort als Ganzes aber durchaus besuchenswert, weil es eine schöne Uferpromenade mit vielen Cafés, Restaurant und kleinen Boutiquen gibt. Meinen Frühstücks-Tipp habe ich unten bei den Restaurants erklärt.
Insgesamt reicht aber ein halber Tag locker aus.
Ausflugsziel Martha’s Vineyard
Kombi mit Plymouth für einen Tagesausflug gesucht? Mein persönlicher Favorit: die Insel Martha’s Vineyard!
Die zeitliche Entfernung von Boston Downtown zum Hafen Woods Hole sind ca. 90 Minuten (von Plymouth ca. 45 Minuten), von wo aus man dann nochmal eine Stunde mit einer Fähre übersetzen muss. Ja, das wäre ein langer Tag, aber ganz sicher ein besonderer Trip! Ich bin ein großer Fan von Martha’s Vineyard…
Die Ortschaften Vineyard Haven, Oak Bluffs und Edgartown sind alle wie aus dem Bilderbuch. Absolut bezaubernd. In Oak Bluffs gibt es sogar einen Häuserbereich der sich Gingerbread Village (Lebkuchenhäuser-Dorf) nennt – diesen Bereich könnte man problemlos in jedem kitschigen Weihnachtsfilm verwenden.
Man kann sehr gut und günstig mit einem Bus über die Insel fahren und die diversen Orte abklappern. Tatsächlich würde ich das auch empfehlen.
Im Übrigen wurde der Film Der weiße Hai hier gedreht! Plus Martha’s Vineyard ist immer wieder mal in den Schlagzeilen, weil es als „der Ort an dem Präsidenten Urlaub machen“ gilt. So ist zB Barack Obama ein oft gesehener Gast und gefühlt hat jeder Einwohner eine Geschichte mit den Obamas zu erzählen.
Kulinarisch ist Martha’s Vineyard ebenfalls ein absolutes Highlight! Hier hatte ich eines meiner besten Lobster-Gerichte in ganz Massachusetts! Siehe meine Restaurant-Tipps weiter unten…
Für mehr Details findet ihr hier meine detaillierten Informationen zu Martha’s Vineyard.
Whalewatching
Für mich ein absolutes MUSS an der nördlichen Ostküste der USA: Whalewatching! Es gibt ein paar Ecken dieser Erde, an denen man eine sehr gute Chance hat, Wale zu beobachten und die vielleicht mit beste ist hier rund um Boston.
Ich selbst habe eine Whalewatching-Tour von Provincetown (Cape Cod) aus gemacht, aber es geht genauso von Boston.
So oder so, Wale zu beobachten ist etwas außergewöhnlich. Die Vorfreude, wenn man auf das Boot geht, die Neugier, wenn das erste Briefing erfolgt, die Spannung, wenn man auf der Wasseroberfläche nach einer Bewegung sucht und dann das pure Glück, wenn man ein Wal sich blicken lässt. Einmalig! Ein sensationelles Erlebnis…
Zwischen Mai und Oktober hat man sehr sehr gute Chancen auf Wale und ich habe von niemanden gehört, der kein Glück hatte (ich war im September vor Ort).
In Provincetown wurde mir ganz klar empfohlen die Walbeobachtungen mit Boston Harbour City Cruises zu machen und ich gebe diesen Ratschlag gerne weiter.
By the way, ich würde mir auf jeden Fall auf dem Oberdeck einen Platz suchen. Klar, vorne hat auch seinen Charme, aber den Überblick von oben würde ich doch jederzeit vorziehen. Wo man dann sitzt, ist übrigens fast egal, denn man rennt sowieso von links nach rechts, abhängig davon wo ein Wal gesehen wird.
Meine besten Spot-Tipps in Boston auf einer Karte
Auf dieser Karte sind Sehenswürdigkeiten, Filmlocations, Sportlocations, Restaurants, Hotels und Ausflugsziele markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.
Meine Hoteltipps in Boston
In Boston war ich mit meinem ausgewählten Hotel ausgesprochen zufrieden und das aus mehreren Gründen: Das Harborside Inn!
Zum einen ist das Hotel preislich halbwegs im Rahmen, wenn man überlegt wie zentral es liegt. DENN das Hotel befindet sich direkt neben Hafen und ganz nahe an der Faneuil Hall. Und somit erreicht man eigentlich alle Sehenswürdigkeit zu Fuß sehr schnell und sehr gut. Zur nächsten Metro-Station sind es auch nur ca. 5 Minuten.
PLUS, eine große Mietwagenstation ist direkt auf der anderen Straßenseite, was einem auch gute Möglichkeiten eröffnet.
Ein kleines Special ist zudem die umfangreiche VHS-Mediathek des Hotels, aus der man sich jederzeit Videos ausleihen und auf dem Zimmer anschauen kann. Ein schönes nostalgisches Gefühl!
Was mir auch noch gut gefallen hat, war dass es leihweise im Zimmer einen sehr guten Reiseführer über Boston (Top Ten Boston) gab. Eine schöne und praktische Idee.
Generell würde ich den folgenden Bereich in Boston für ein Hotel empfehlen:
Meine Restaurant-Empfehlungen in Boston
Yankee Lobster
In Boston MUSS man Lobster essen (außer man ist Vegetarier) – das habe ich im Vorfeld immer wieder gehört. Ich wollte aber in kein schickes Restaurant, bei dem man neben dem Essen auch noch für die Möbel bezahlt, sondern habe einen Spot gesucht, bei dem der Fokus zu 100% auf dem Essen liegt. Und genau das habe ich im Yankee Lobster gefunden!
Schon wenn man davor steht, weiß man worum es sich dreht. Man bestellt an der Kasse und dann wird das Essen an den Platz geliefert. Der ganze Laden strahlt hemdsärmelig und das ist gut so.
Eines der Gerichte ist beliebtesten Lobster-Gerichte ist die so genannte Lobster-Roll, bei der man Lobster-Fleisch in einem Brötchen bekommt, was eigentlich mein Favorit ist. Ich habe mich hier aber für einen klassischen Lobster entschieden. Eine gute Wahl!!!
Ein klarer und starker Tipp – eine echte Empfehlung!!!
300 Northern Ave, Boston
Bluestone Lane
Dieses Frühstücks-Café ist für mich die besten Empfehlung, sofern man morgens eine Harvard-Tour macht. Der Harvard-Square, wo die Touren starten, ist nämlich nur ca. ein bis zwei Minuten entfernt. Genauso wie der Shop der Universität Harvard (COOP).
Aber generell, ich hatte hier mit das beste Frühstück auf meiner ganzen Ostküsten-Reise. Die Karte war insgesamt klasse, aber mein Frühstück mit Avocado-Toast mit Rührei plus ein leckerer Smoothie-Shake war ausgezeichnet.
Harvard Square – 27 Brattle St, Cambridge
Café Bonjour
Speziell aufgrund der zentralen Lage ein prima Tipp. Wenn man nicht früh da ist, sollte man etwas Wartezeit einplanen, aber dafür gibt es sogar Sitzplätze auf der Straße, wo man schon mal die Karte studieren kann.
Mein French Toast und die Norwegian Eggs waren klasse!
Erwähnen möchte ich noch die extrem freundliche Crew – sehr sehr herzlich.
55 Temple Pl, Boston
Mike’s Pastry
Wie oben unter Little Italy schon angerissen, diese Backstube ist ein Erlebnis. Ein Happening. Sobald man nach Little Italy kommt, sieht man schon viele Leute mit einer weiß-blauen Mike’s Pastry-Papiertüte herumlaufen. Dann kann die Schlange vor dem Laden richtig richtig lang sein, was an sich schon ein gutes Foto ist. Aber was soll man sagen, die Cannolis (gefühltes Gebäck) sind absolute Weltklasse. Gegründet in 1946, nennt sich Mike’s Pastry „Home of the Cannolis“. Und gefühlt passt der Titel…
Tipp 1: Nicht hungrig (ohne Mittagessen) dort hingehen!
Tipp 2: Wenn man sich ein oder zwei Cannolis geholt hat, kann man sich sehr gut rund um die Paul Revere Statue in den Park setzen und seine Süßigkeit genießen.
300 Hanover St, Boston
Neptune Oyster
Ganz sicher eines der besten Fisch- und Meeresfrüchte-Restaurants in Boston, zu mindestens war das mein Eindruck und das wurde mir auch mehrfach bestätigt.
WICHTIG! Keine Reservierung , sondern „first come, first serve“.
Ja, es ist eng und voll, aber die Jakobsmuscheln, die Muscheln und der Thunfisch waren exzellent.
63 Salem St # 1, Boston
Legal Sea Foods
Sicherlich kein Geheimtipp, aber ich fand das Restaurant an sich sehr gut. Zum einen liegt es direkt am Hafen, was an sich schon mal eine prima Location ist. Plus, die Speisekarte ist klasse und das Essen sehr gut. Tatsächlich wurde mir dieses Restaurant sogar mehrfach empfohlen.
255 State St, Boston
Carmen’s Café Nicole
Wenn man einen Ausflug nach Plymouth macht, sollte man hier frühstücken! Ein klassisches, amerikanisches Frühstücksrestaurant mit ganz viel Charme!
114 Water St, Plymouth
Filmtourismus – wo kann ich Drehorte von berühmten Filmen finden?
Für meinen Besuch habe ich mir ein paar, für mich persönlich, besondere Highlights herausgesucht. Filme oder Serien, die mag, die für mich eine Bedeutung haben oder die ganz einfach „Geschichte geschrieben“ haben. Ich liebe es ja, genau diese Location eines Film zu sehen, wo „es“ passiert ist, sprich wo der Film gedreht wurde.
Good Will Hunting
Ein toller Film! Eine besondere Szene spielt auf einer Park Bank und genau diese Bank kann man besuchen. Den Spot habe ich oben in meiner Boston-Karte markiert. Wenn man vom Boston Common kommt und die Suspension Bridge überquert kommt die Brücke auf der rechten Seite.
Public Garden
Spirited
Ein, wie ich finde, sehr amüsanter Weihnachtsfilm aus dem Jahre 2022 mit Ryan Reynolds und Will Ferrell, der sich an Charles Dickens „Weihnachtsgeschichte“ orientiert. Der Film wurde komplett in und rund um Boston gedreht. Eine recht einprägsame Szene spielt im historischen London und diese Filmlocation kann man heute sehr gut besuchen, weil sie recht zentral liegt und auch gut zu erkennen ist (sprich, wenn man den Film kennt). Und zwar handelt es sich um die kleine Gasse Marshall Street, in der sich einige „traditionelle Pubs“ befinden. Auch ohne den Film fände ich diese Seitenstraße im Übrigen durchaus besuchenswert.
Marshall Street
Fun Facts zu Boston
- Immer wieder mal gibt es Filme, die in Harvard spielen und deshalb auch vermeintlich dort gedreht worden. Dem ist nicht so! Der letzte Film, der in Harvard gedreht wurde, ist der Film Love Story. Allerdings hat man dann erkannt, welcher Aufwand dahinter steht bzw. welche Einschränkungen damit verbunden sind. Seitdem darf zwar auf dem Gelände nicht mehr gedreht werden, ABER die Filme dürfen den Namen Harvard weiterhin verwenden. Sprich, die Handlung des Films spielt auf dem Uni-Gelände, gedreht wurde dann aber woanders.

