Reisetipps Spanien – Andalusien

  • Andalusien ist eine der schönsten Regionen in Spanien und definitiv eine Reise wert!

  • Man kann Andalusien ganz wunderbar mit einer Mietwagen-Rundreise besuchen, erleben und besichtigen.

  • Granada mit der Alhambra ist ein MUSS in Andalusien.

  • Sevilla, die Hauptstadt von Andalusien, ist einfach nur traumhaft – für mich unverständlich, warum sie nicht häufiger für Städtereisen in Betracht gezogen wird!

  • An der Atlantik- und Mittelmeer-Küste gibt es wunderschöne Orte direkt am Meer, wie zB. Cadiz, Tarifa oder Marbella.

Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?

Impressionen aus Andalusien – ein kleines „Best-of“

Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps

Folgend möchte ich euch ein paar wertvolle Hinweise zur Planung und zum Besuch selbst geben:

  • Generell
    Andalusien ist ein Traum! Es gibt ausgesprochen viel zu sehen, weshalb auch selten eine Rundreise so perfekt zu einem Zielgebiet passt wie zu Andalusien. Als reine Städtereise würde ich nur Sevilla empfehlen, für einen Badeurlaub kann man nach Marbella (und die Umgebung) reisen, aber alles andere sollte man bei einer Rundreise entdecken.
  • Highlights
    Die Städte, die man unbedingt gesehen haben sollte, sind ganz klar:
    – Granada
    – Cordoba
    – Sevilla
    – Malaga
    Alles andere kommt nach Zeit und Lust hinzu.
    Der Vorteil ist aber, dass diese Städte quasi eine Rechteck bilden und man so mal in jeder Ecke von Andalusien gewesen ist bzw. wahlweise noch Stopps einbauen kann.
  • Planung
    Ich würde immer eine Rundreise mit einem Mietwagen empfehlen. Ganz klar. So kann man sich seine Route selbst zusammenbauten, überlegen, wo meine seine Schwerpunkte setzt und seinen eigenen Zeitplan gestalten.
    Die Strecken zwischen den Highlights sind nicht kurz, aber auch nicht zu lange.
  • Anreise
    Die beiden Zielflughäfen sind Sevilla (SVQ) und Malaga (AGP).
  • Distanzen
    Einfach mal zur groben Übersicht:
    Malaga – Granada -> 130km, Fahrtzeit 1h 30min
    Granada – Córdoba -> 165km, Fahrtzeit 2h 15min
    Cordoa – Sevilla ->  140km, Fahrtzeit 1h 40min
    Sevilla – Malaga -> 200km, Fahrtzeit 2h 20 min
  • Wieviel Zeit sollte man einplanen?
    Wie immer schwierig zu sagen, weil jeder andere Ideen & Wünsche hat, aber ich würde sagen 12-14 Tage sind eine gute Größenordnung.
  • Meine perfekte Reise
    Wenn ich einem Freund eine erste Reise nach Andalusien organisieren sollte, würde ich folgende Tour vorschlagen:
    Ankunft Malaga
    3 Nächte Granada
    2 Nächte Cordoba
    3 Nächte Sevilla
    1 Nacht Cadiz
    2 Nächte Tarifa
    1 Nacht Ronda
    2 Nächte Malaga
    Zuheros & Gibraltar würde man auf dem Weg mit besuchen.
    Hier kann man durchaus auch 2-3 Tage herausstürzen, aber dann wird es etwas straffer. Ich hatte beispielsweise nur 11 Tage zur Verfügung.

Hier erstmal eine erste ganz grobe Übersichtskarte:

Die besten Spots in Andalusien

Folgend eine Auflistung der verschiedenen Spots mit Erklärungen zu dem jeweiligen Besuch.

Granada

Bei einer Reise nach Andalusien darf Granada natürlich nicht fehlen. Egal wer sich mit Andalusien beschäftigt, wird an irgendeiner Stelle über die Alhambra stolpern, eine der größten Sehenswürdigkeiten, die diese Region zu bieten hat, aber Granada ist definitiv viel mehr als diese wirklich ausgesprochen schöne Burganlage.

Ich wusste tatsächlich nicht wirklich was mich in Granada erwarten wird und ich wurde mich mit einer stimmungsvollen, abwechslungsreichen und atmosphärischen Stadt überrascht.

Das Angenehme ist, und das ist mir bei Städtereisen immer am liebsten, dass man Granada wunderbar zu Fuß erkunden und entdecken kann. Auch wenn es durchaus etwas hügelig ist, so kann man doch alle Sehenswürdigkeiten sehr gut ablaufen und so auch durch viele kleine und große Gassen wandern oder schlendern – je nachdem.

Ein besonderer Teil ist zudem, dass sich direkt hinter Granada die durchaus besuchenswerte Gebirgsregion Sierra Nevada befindet. Ich hatte dafür leider keine Zeit mehr, aber die Kulisse ist definitiv mehr als eindrucksvoll.

Alhambra

Diese weltberühmte Burganlage ist wie schon angesprochen eine der größten Sehenswürdigkeiten in ganz Andalusien. Übersetzt bedeutet Alhambra „Die rote Burg“ (arabisch: Kala-al-Hambra), was speziell in der Nachmittagssonne voll und ganz zutrifft.

Die Alhambra erstreckt sich mit ihren kilometerlangen Festungsmauern fast zentral in Granada auf einer Anhöhe, wodurch sie nahezu ehrfurchtsvoll über der Stadt thront. Speziell vom Stadtteil Albaicin, welcher sich ebenfalls auf einem Hügel – direkt gegenüber von der Alhambra – befindet, hat man eine großartige Aussicht und kann fantastische Fotos machen (nachmittags!). Der beste Spot hierfür ist der Mirador San Nicola (siehe Karte – nördliche Markierung in gelb).

WICHTIG! Wer die Alhambra besichtigen möchte, sollte sich frühzeitig online um Karten bemühen, denn man kann die Burg nur im Rahmen einer Führung besichtigen. Und mit frühzeitig ist nicht am Abend vorher gemeint, sondern idealerweise mindestens ein paar Tage vorher.

Kathedrale

Hierzu eine lustige Geschichte – ich hätte tatsächlich fast die Kathedrale von Granada „verpasst“, obwohl ich direkt daran vorbeigelaufen bin. DENN, die Kathedrale ist so gr0ß, sowohl in der Höhe, als auch in der Fläche, dass man sie wenn man durch die durchaus engen Gassen streunt, gar nicht bemerkt. Der Vorplatz Plaza de la Pasiegas ist auch relativ klein, weshalb man kaum ein vollumfängliches Foto machen kann.


Unmittelbar angrenzend an die Kathedrale liegt mit der Capilla Real – der königlichen Grabstätte – ein weiteres Highlight von Granada.


Fast direkt daneben befindet sich mit dem Plaza de Bib Rambla noch eine schöner, nur für Fußgänger zugänglicher, Platz, der ideal für eine Mittagspause ist.

Albaicin

Für einen wunderschöner Spaziergang (mit ein paar Höhenmetern) bietet sich das Stadtviertel Albaicin an, welches direkt gegenüber dem Hügel der Alhambra liegt. Das ehemals maurische Viertel ist bekannt für seine verwinkelten Gassen, die blumengeschmückten Wände, die einladende Atmosphäre, einige schöne Marktplätze und wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestuft.

Córdoba

Córdoba war für eigentlich mich immer „nur“ die Mezquita, aber als die Stadt dann besuchen konnte, habe ich festgestellt, dass Córdoba so viel mehr ist. Auch wenn die Mezquita natürlich die alles überstrahlende Sehenswürdigkeit der Stadt ist, so gibt es doch viele weitere sehr schöne Locations, die man besuchen, besichtigen und erleben kann. Da wäre zum Beispiel die Judería, Córdoba altes Judenviertel, wo im Mittelalter die jüdische Gemeinde lebte. Dieses Viertel gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und verzaubert mit engen Kopfsteinpflaster-Gassen, versteckten Geschäften und kleinen Plätzen. Ja, einige Bereiche sind sehr touristisch, andere wiederum versprühen eine sehr besonderen Charme – vor allem, wenn man einige der schönen Hinterhöfe, Torbögen oder Balkone entdeckt. Hier kann ganz wunderbar umher flanieren, ein bisschen in den Läden stöbern oder sich einfach treiben lassen. So habe ich zum Beispiel eine kleine, regionale Köstlichkeit probiert, die ich zu Hause niemals essen würde, und zwar ein Bocadillo (Sandwich) mit Serrano-Schinken…

Mezquita in Córdoba

Direkt zwischen der Judería und dem Guadalquivir, dem größten Fluss Andalusiens, befindet sich die Mezquita – eines der größten islamischen Gebäude der Welt – sehr zentral in Córdoba. Man kommt gar nicht umhin diese prachtvolle Moschee zu bewundern, so überwältigend ist alleine die Fassade. Mit dem Bau der Mezquita wurde  ab 785 begonnen, allerdings wurde sie bis ca. 1236 immer wieder erweitert. Das Resultat ist ein Symbol für die islamische Kultur, aber zeitgleich für das weltoffene Córdoba, schließlich lebten zu damaliger Zeit Moslems, Christen und Jeden Seite an Seite.

Direkt nach dem Eingang erwartet die Besucher erstmal der charakteristische Glockenturm, welcher auf allen Luftaufnahmen der Mezquita sehr gut zu erkennen ist. Diesen kann man auch besichtigen und die großartige Aussicht genießen. Da die Mezquita ja mitten im Zentrum liegt, ist der kurze Aufstieg wirklich lohnenswert. ABER, nur 20 Personen werden pro 30 Minuten zugelassen! Tickets kann man direkt am Eingangstor (Puerto del Perdón) kaufen.

Anschließend folgt ein Innenhof voller Orangenbäume (Patio de los Naranjos), welcher früher einen Waschbereich vor dem Betreten der Moschee darstellte.

Und dann geht es los!

Sicherlich hat jeder der nach Córdoba kommt schon einmal Bilder von der Mezquita gesehen, aber wenn man dann selbst dieser Wunderwerk betritt erwischt es einen doch irgendwie. Der für mich beeindruckendste Teil ist der Säulenwald. Die 856 rot-weißen Gewölbebögen sind das beliebteste Fotomotiv, allerdings muss man ein bisschen mit dem Licht aufpassen, damit die Atmosphäre nicht zu düster daher kommt. DENN, richtig hell ist es hier nicht. Trotzdem, ich habe diese Bereich geliebt und hätte ewig hier herumstreunen können!

Darüber hinaus gibt es noch den größten Schatz der Mezquita, und zwar die Gebetsniesche (Mihrab) und vor allem die Capilla Mayor, die christliche Kathedrale inmitten (!) dieses islamischen Gebäudes!

Die Meqzuita gehört seit 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Alcázar de los Reyes Christianos

Quasi unmittelbar neben der Mezquita geht es auch schon direkt mit dem nächsten Highlight Córdoba weiter, nämlich der „Burg der christlichen Könige“. Dieses mächtige Festungsgebäude wurde im 14ten Jahrhundert errichtet und diente später den katholischen Königen als Residenz.

Hier empfingen im Übrigen die katholischen Könige auch das erste Mal Christoph Kolumbus!

Die Gärten und die ganzen Anlage sind wirklich wunderschön angelegt. Hier kann man sich auch gerne mal ein bisschen verlieren…

Ich habe die Burg im Rahmen einer ca. 1-stündigen Tour besucht und kann diese nur empfehlen. Der Guide war sehr nett, interessiert und man konnte auch viele Fragen stellen. Zudem fand ich den Preis fair (ca. € 18,–) und den (zeitlichen) Umfang genau richtig.

Puente Romano

Mit dieser römischen Brücke ist dann das touristische Dreieck, bestehend aus Mezquita, Alcázar und eben dieser hübschen Brücke, komplett. Alles liegt eng beisammen, was es sehr angenehm zu besichtigen macht. Tatsächlich kann man dies alles wunderbar in einen Nachmittag packen.

Plaza de las Tendillas

Ich habe diesen Platz tatsächlich in keinem Reiseführer gefunden, obwohl ich ihn – speziell abends – richtig toll fand. Die Atmosphäre hier war bei dämmrigen Licht schon fast magisch. Der ideale Ort um einen ereignisreichen Tag in einer stimmungsvollen Sommernacht ausklingen zu lassen…

Sevilla

Wie ganz oben schon mal erwähnt, Sevilla ist für mich eine absolut großartige Stadt, die eigentlich viel mehr „im Gespräch“ sein müsste, wenn man über Städtereisen in Europa spricht. Warum das nicht der Fall ist, verstehe ich 0,0. Die Fluganbindung ist gut, man fliegt in den Süden, will sagen der Sonne entgegen, und die Stadt bietet die richtige Mischung aus Sehenswürdigkeiten, schöner Atmosphäre und vielfältigen Möglichkeiten.

Plaza de España

Für mich ein absoluter Kracher, aber in den meisten Reiseführern taucht dieser Platz – inmitten des Parque de Maria Luisa – eher weiter hinten auf den Hitlisten auf. Für mich unverständlich. In Andalusien hat jede Stadt eine Kathedrale, die allesamt imposant sind, gar keine Frage, aber einen solch beeindruckenden Platz hat keine andere Stadt zu bieten.

Entworfen wurde der Platz 1929 für die iberoamerikanische Ausstellung 1929 und ist mit einem Durchmesser von 200 Metern wirklich gewaltig. Die Ausmaße kann man eigentlich nur erkennen, wenn man wirklich auf dem Platz steht und Distanzen so richtig wirken. So ging es mir zumindestens und ich habe auch gemerkt, dass ich aufgrund der Weite viele Motive unglücklich fotografiert habe, sprich zu viel Plaza,  zu wenig Inhalt.

Es handelt sich im Übrigen „nur“ um einen Halbkreis, aber das macht es irgendwo noch spannender. Es gibt einen sehr fotogenen Springbrunnen in der Mitte und am Rande des Halbkreises einen ansprechenden Kanal mit zahlreichen Rundbrücken, für den man sogar – a la Venedig – Ruderboote mieten kann.

Das wirklich besondere sind aber die Gebäude im äußersten Ring, sowie die 52 Bänke, welche die 52 spanischen Provinzen darstellen sollen. Hier wurde ausgesprochen schön mit Mosaikfliesen gearbeitet, was wirklich sehr sehenswert ist.

Ich fand den Platz fantastisch und gerade als Fotograf wird man hier seine wahre Freude haben, denn es gibt unzählige Motive!

TIPP: Das beste Licht hat man am späten Nachmittag / abends, wenn die Sonne die vielen Torbögen und den gesamten Halbkreis mit warmem Licht ausfüllt.

Alcázar von Sevilla

Die vermeintliche TOP-Sehenswürdigkeit in Sevilla!

Das Wort Alcázar leitet sich aus dem arabischen Al-Quasr ab, welches Festung bedeutet.

Diese umwerfende Palastanlage geht auf die maurischen Zeiten zurück und war zunächst als Festung gedacht. Später wurde dieses wundervolle Bauwerk (nach diversen Eroberungen) aber als ein christlicher, königlicher Palast erweitert und umgestaltet. Dementsprechend vereinen sich hier auch die Einflüsse der maurischen und der christlichen Kultur.

Auf die einzelnen Bereiche Palastes möchte ich gar nicht im Detail eingehen, denn es sind
a) zu viele und
b) wäre das sehr verwirrend.
Welcher König was gebaut hat – das ist wirklich zu komplex – so habe ich es zu mindestens empfunden. Was ich aber sagen möchte ist, dass dieses ganze Areal außerordentlich beeindruckend ist.

Ich würde in jedem Fall empfehlen, de Alcázar im Rahmen einer geführten Tour zu erkunden, denn auch wenn dabei SEHR viel über die Geschichte und die Entstehung des Palastes gesprochen wird, so lernt man doch einige richtig spannende Details. Wenn man sich ein wenig davon löst die KOMPLETTEN geschichtlichen Zusammenhänge zu verstehen, kann man diese herrliche Gebäude samt der Gartenanlage hervorragend genießen, denn die Guides bauen durchaus immer wieder lustige Seiteneinschübe ein, die die Zusammenhänge etwas anschaulicher machen.

Was ich besonders interessant finde, ist dass dieser Palast noch aktiv genutzt wird! Wenn also der spanische König in Sevilla zu Besuch ist, residiert er hier im Alcázar!

WICHTIG! Speziell zur Hochsaison sind die Tickets tendenziell rar, denn es dürfen nur 750 Besucher parallel die Anlage des Alcázar besichtigen! Dementsprechend sollte man sich frühzeitig um Tickets bzw. eine Tour bemühen.

Wie nicht anders zu erwarten, zählt dieses besondere Monument Andalusiens zum UNESCO-Weltkulturerbe!

Sevilla Kathedrale & La Giralda

Was für ein Riesentrumm! Von nahezu überall in Sevilla kann man die Kathedrale bzw. den Glockenturm (La Giralda) sehen, was durch die zentrale Lage innerhalb der Altstadt auch noch mal mehr unterstützt wird.

Spannend, es handelt sich um die drittgrößte Kirche der Welt – hinter dem Petersdom in Rom und der St. Pauls Kathedrale in London! Bei einer Länge von 127 Metern, einer Breite von 83 Metern und einer Höhe von 43 Metern ist das aber auch kein Wunder. Der Glockenturm ist sogar 104 Meter hoch!

Auch hier vereinen sich wieder unterschiedliche Einflüsse, denn die Kathedrale wurde auf den Überresten einer einstigen Moschee gebaut. So umhüllt die Giralda (der Glockenturm) zum Beispiel das ehemalige Minarett (Turm einer Moschee)!

Folgend die Highlights der Kathedrale:

  • Ich war sofort von der Kathedrale begeistert, als ich erfahren habe, dass sich dort das Grab von Christoph Kolumbus befindet. Gestorben ist er 1506 in Valladolid, danach wurden seine Gebeine viermal umgebettet, bis sie schließlich in Sevilla gelandet sind. Das Grab ist sehr eindrucksvoll und definitiv ein Highlight!
  • Besonders prunkvoll ist die Capilla Mayor  (große Kapelle) mit einem vergoldeten Altargemälde, welches Szenen aus dem Leben von Jesus darstellt.
  • Die königliche Kapelle (Capilla Real) für die silberne Urne des christlichen Eroberers der Stadt.
  • Sorry, aber ich mag die Patios mit Orangenbäumen! Im Patio de los Naranjos verleihen die 60 Bäume dem Besuch irgendwie etwas „erfrischendes“.

Mein Tipps für den Besuch:

  1. Zeit einplanen! Wer hier nur schnell durchhuscht, um die verschiedenen Spots abzuhaken, verpasst etwas. Dieses außergewöhnliche Bauwerk mit allen den Gemälden,Deckengewölben und Schätzen ist ein echtes Kunstwerk!
  2. Ob ich die Kathedrale mit einer Tour besuchen würde, weiß ich nicht, das ist Geschmacksache. Ich fand es klasse alleine durch die Kirche zu gehen, um wie gesagt diese besondere Atmosphäre bewusst aufzunehmen. Aber es gibt Führungen!
  3. Unbedingt Tickets für die Kathedrale UND den Turm (Giralda)  zusammen kaufen! Ca. € 16 pro Person sind auch ein fairer Preis.
  4. Es gibt auch Kombi-Tickets mit dem Alcázar!
  5. Die Kathedrale wirkt bei Nacht nochmal etwas mystischer. Ich fand zum Beispiel das Spiel mit dem Licht vom direkt davor befindlichen Plaza de los Reyes faszinierend.

Setas de Sevilla

Setas bedeute übersetzt Pilze und diese bildliche Beschreibung trifft hier voll und ganz zu! Denn diese riesige Holzkonstruktion (150m Tiefe, 70m Breite, 26m Höhe) erinnert direkt und unmittelbar an Pilze! Der Architekt dieses außergewöhnlichen Gebildes ist tatsächlich ein Deutscher, der mit dem Entwurf für die Setas de Sevilla einen Designerwettbewerb gewann.

Fun Fact! Es war geplant hier Bürogebäude und Parkplätze zu bauen, allerdings wurden dann überraschend römische Ruinen gefunden, wodurch die Tätigkeiten gestoppt wurden und es dem Architekten Jürgen Mayer anscheinend besonders gut gelungen ist, diese Überreste in den Bau der „Pilze“ zu integrieren.

Der Vollständigkeit halber, der Platz auf dem die Setas de Sevilla gebaut wurden, heißt Plaza  de la Encarnación und die Konstruktion heißt offiziell Metropole Parasol.

Plaza de Jesús de la Pasión, Altstadt (Santa Cruz) und Calle Mateos Gago

Wenn man sich von der Kathedrale zu Fuß Richtung Setas de Sevilla aufmacht, kommt man ziemlich sicher am Plaza de Jesús de la Pasión vorbei und was soll ich sagen, mir hat dieser Platz sehr gut gefallen. Direkt am Eck gibt es eine super Eisdiele (Heladeria Maria Limones Centro) und auf dem Platz selbst war eines meiner Lieblings-Restaurants in Sevilla (El Pan Nuestro Restaurante). Ein prima Ort für einen Stopp, eine Pause oder ein atmosphärisches Abendessen…

Im Übrigen ist der Teil zwischen der Kathedrale und dem Plaza de Jesús de la Pasión generell sehr reizvoll. Genauso wie der Altsadtbereich Santa Cruz. Die gefühlte Hauptstraße der Altstadt ist die Calle Mateos Gago (Calle bedeutet Straße), denn hier befinden sich links und rechts malerische Bodegas, Bars und Restaurants. Hier an einem Sommerabend draußen sitzen, vielleicht sogar mit Blick auf die erleuchtete Kathedrale… Ein Traum!

Die ersten vier Punkte sind für mich klare Musst-Sees! Ohne Wenn und Aber. Alles andere danach kann man machen, aber da kommen dann wirklich auch persönliche Interessen und Vorlieben ins Spiel.

Es gibt zum Beispiel noch eine Stierkampf-Arena (Plaza de Toros), nicht weit entfernt von der Kathedrale. Ich habe mich schließlich dagegen entschieden und lieber mehr Zeit in die Kathedrale investiert, Ob das gut oder falsch war, werde ich vermutlich erst bei meinem zweiten Besuch in Sevilla feststellen.

Außerdem wird das Arbeiterviertel Triana auf der anderen Seite des Flusses Guadalquivir immer wieder als „sehenswert“ eingestuft, wobei hier erlebenswert sicherlich die treffendere Umschreibung ist.


Alles in allem war ich vollkommen begeistert von Sevilla. Die sensationelle Unterkunft (siehe unten bei Hoteltipps) hat ganz sicher auch geholfen, aber mich hat die Stadt als solche auch fasziniert. Das Gefühl einer Sommernacht mag ich ja sowieso unheimlich gerne (wer nicht???), aber hier war das nochmal ein anderes Level…

Cádiz

Auch wenn Cádiz, aufgrund der vielen faszinierenden anderen Städte, in Andalusien gefühlt komplett unter dem Radar fliegt, so ist so doch voller Geschichte und aufgrund ihrer besonderen Lage sehr spannend.

Der Ortsname Cádiz hat eine vielfältige Entwicklung hinter sich, aber der Ursprung kommt von dem „Gadir“, was „die Festung“ bedeutet.

Den ganzen großen Entwicklungssprung hat Cádiz mit der Entdeckung der neuen Welt hingelegt, denn dadurch gewann der Hafen an enormer Bedeutung.

Ich fand Cádiz sehr schön, wenngleich nicht so überragend wie einige andere Spots in Andalusien. Will sagen, eine Nacht würde mir komplett reichen oder man besucht Cádiz auch nur auf der Durchreise.

WICHTIG! Parken ist ein Thema! Demnach sobald man irgendwo einen Parkplatz bekommt, sollte man ihn nehmen. Ich bin tatsächlich einmal um die ganze Halbinsel gefahren, um dann doch einen Parkplatz mehr oder weniger am „Eingang“ der Altstadt zu nehmen…

Altstadt

Cádiz ist ja mehr oder weniger eine relativ langgezogene Halbinsel in der Form einer Stecknadel und der oberste Knopf ist die Altstadt. Nahezu komplett vom Wasser umgeben hat dieser Teil durchaus seinen Charme. Das enge Wirrwarr an Gassen, Straßen und Plazas entfaltet – gerade in der späten Nachmittagssonne – eine warme (im wahrsten Sinne des Wortes) Magie.

Wie oben schon erwähnt, würde ich in Cádiz weniger Sightseeing betreiben, sondern eher ein bisschen durch die kleinen schmalen Wege streunen und mich treiben lassen.

Der Plaza de la Catedral und die Catedral de Cádiz sind natürlich die Highlights in der Altstadt und der Anblick auf die Kathedrale ist von allen Seiten beeindruckend. Gerade am Abend kommt die Sonne wunderbar vom Meer, wodurch die Fassade der Kathedrale wunderbar strahlt. Vom Plaza de la Catedral sieht der Eingang definitiv gewaltig ist und bietet ein tolles Fotomotiv. Mit einem Ticket für die Kathedrale bekommt man einen Audioguide und kann sogar den Torre del Reloj (den östlichen Turm) besichtigen, von dem man eine grandiose Aussicht hat.

Strand

Eigentlich ist der Strand von Càdiz kein spektakuläres Highlight, aber als Filmfan musste ich hier einfach mal „vorbeischauen“. DENN hier wurde die bekannte Szene des James Bond Films „Stirb an einem anderen Tag“ gedreht, in der Halle Berry aus dem Wasser steigt.

Wie in Spanien so üblich ist der Strand ordentlich voll, aber trotzdem finde ich solche Stadtstrände immer klasse. Gerade noch im Meer und wenig später direkt in der Altstadt – das hat schon was.

Ronda

Ronda ist seit jeher ein extrem beliebtes Ausflugsziel, was komplett verständlich ist, denn ich fand Ronda absolut umwerfend. Das Besondere ist sicherlich, dass hier eine Stadt auf zwei Seiten einer Schlucht erbaut wurde, was im ersten Moment erstmal komisch klingt. Dazu aber gleich mehr.

Ronda ist eigentlich nicht besonders groß, hat aber in meinen Augen trotzdem das gewisse Etwas und ich empfehle hier auch eine Nacht zu verbringen. DENN ich spreche hier immer vom Capri-Phänomen – die Insel ist tagsüber voller Touristen und abends um ca. 90% leerer. Erst dann entfaltet die Insel ihre wahre Magie. Genauso ist es in Ronda, denn es kommen unheimlich viele Tagestouristen hier, während abends eine angenehme, ruhige Atmosphäre entsteht…

Puente Nuevo

Die oben angesprochene Toja-Schlucht ist bis zu 200 Metern tief und wirkt vor allem deshalb so gewaltig, weil die Wände wirklich dramatischer steil abfallen. Durch die Schlucht fließt im Übrigen der Fluß Rio Guadalevin.

ABER das wahre Highlight ist natürlich die verbundene Brücke, und zwar die Puente Nuevo. Man könnte anhand des Namens meinen, dass diese Brücke besonders neu, aber dem ist nicht so. Gebaut wurde sie ab 1759, allerdings handelt es sich um die neuere Brücke in Ronda. Es gibt ein wenig nach hinten versetzt noch eine weitere, kleinere Brücke, und zwar die Puente Viejo (alte Brücke).

Die Puente Nuevo ist für mich eine schönsten Brücken überhaupt, denn sie wirkt für mich wie eine Filmkulisse. Unwirklich schön. Genau so würde eine Brücke in Herr der Ringe aussehen. Vor allem der große, mittige Torbogen, der sogar noch einen weiteren Torbogen darunter hat, ist für mich besonders beeindruckend. Wie bitte sehr hat man das gebaut…?!

Die besten Spots zur Besichtigung sind folgende:

  1. Man parkt beim Parkplatz Aparcamiento Miradores und läuft von dir relativ steil bergauf, Hier sollte man wirklich gute Schuhe haben!
    Von dort gelangt man zum Arco del Cristo – hier hat man eine ausgesprochen gute Sicht und vor allem den richtigen Winkel. Man muss durch das Tor hindurchklettert und hat dann freie Sicht sauf die Puente Nuevo. Ein toller Spot!
  2. Die andere Variante ist, dass man von oben kommt, sprich von der Altstadt hinunter. Man startet am Mirador de María Auxiliadora und geht von dort den kleinen Weg hinunter zum Puente Nuevo Viewpoint. Hier ist man noch ein bisschen näher dran und hat ebenfalls den idealen Winkel auf die Brücke.

Ich habe beide Wege auf meiner Karte für Ronda entsprechend markiert.

WICHTIG! Um gutes Licht für die Brücke zu haben, empfehle ich diese beiden oben erklärten Spots so zwischen 16-17 Uhr anzusteuern, denn dann hat man die Sonne ideal im Rücken und die Brücke im vollen Licht. Morgens kommt die Sonne sogar von vorne, sprich diese Bilder werden leider nicht wirklich gut. Die beste Zeit hängt natürlich auch von der Jahreszeit ab, aber ich war beispielsweise genau in dem angegeben Zeitfenster dort und hatte wirklich ideale Bedingungen.

Altstadt

In der Altstadt spürt man den angesprochenen Capri-Effekt natürlich am meisten. Mir hat zum Beispiel der Plaza del Soccoro unheimlich gut gefallen.

Ein MUSS ist aber vor allem der Plaza del Torros – eine der ältesten Stierkampfarenen Spaniens. Bei einem Besuch des Museums erfährt man mehr über diese tief verwurzelte spanische Tradition OHNE selbst einen Stierkampf zu besuchen. Die Arena selbst ist mit 66 Meter Durchmesser eine der größten und deshalb auch gefährlichsten. Hier in Ronda wurde der moderne Stierkampf im 18ten Jahrhundert quasi erfunden.

Unmittelbar vor der Arena erstreckt sich ein Park (Alameda del Tajo) inklusive einer beeindruckenden Aussichtsplattform (Mirador de Ronda).

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Málaga

Ganz lange war Málaga vor allem als Zielflughafen für die bei deutschen Touristen beliebte Baderegion Costa del Sol bekannt. Der Zielflughafen für Andalusien ist geblieben, aber die Stadt Málaga hat ihren Ruf enorm verbessert und ist mittlerweile eine der vier großen Städte auf der touristischen Landkarte Andalusiens.

Die Stadt hat durchaus eine spannende Geschichte hinter sich und verfügt dadurch auch über einige interessante Sehenswürdigkeiten , die Altstadt wird immer „jünger“ und die vielen stimmungsvollen Bars und Restaurants verleihen Málaga ein frisches Gesicht. Wer gerne abends ausgeht, ist in Málaga genau richtig!

Einen großen Popularitätsschub hat Málaga bekommen, als man die Tatsache, dass Pablo Picasso hier geboren wurde, weiter nach vorne gestellt hat. So ist sein Geburtstagshaus im Zentrum von Málaga mittlerweile ein durchaus interessantes Museum.
Palacio de Buenavista, C. San Agustín, 8

Apropos Kunst (genau meine Stärke): Am Hafen von Málaga gibt es nach dem Pariser Vorbild ein Centre Pompidou mit einem auffällig farbigen Würfel als Blickfang. Die dauerhafte Ausstellung lockt sehr viele Kunstinteressierte an – mich nicht…

Direkt am Hafen befindet sich auch der Stadtstrand Malagueta.

Am Besten hat mir in Málaga aber der Stadtkern gefallen.  Auch wenn es als Altstadt bezeichnet, so finde ich, dass dieser Bereich eine ideale Mischung als Alt und Modern ist. Die Gebäude wurden nicht fehlgeleitet restauriert, aber die ganzen Straßen und Gassen haben ein kleines Lifting bekommen. In den Einkaufsstraßen herrscht eine angenehme Atmosphäre und die vielen Geschäfte und Cafés tragen ihren Teil dazu bei, Nirgends in Andalusien hat das Einkaufen mehr Spaß gemacht als hier!

Eine Besonderheit aus Málaga möchte ich nicht unerwähnt lassen, und zwar die so genannten Sardinen am Spieß – Espetos. Diese lokale Köstlichkeit sollte man unbedingt mal probieren, und zwar idealerweise im Stadtteil El Palo. Dieser befindet sich bei den Stränden Playa Las Acacias und Playas del Palo. Hier werden in Strandbars alte Boot zum Grill umfunktioniert und die Sardinen brutzeln in der Hitze vor sich hin. Ein leckeres und lustiges Erlebnis!

Und zu guter Letzt noch die Info, dass in Málaga eine „deutsche Brücke“ gibt, nämlich die Puente de los Alemanes ganz in der Nähe der Markthalle (C. Atarazanas, 10), die man sich durchaus auch mal angesehen haben kann.

Alcazaba von Málaga

Gefühlt so etwas wie die „kleine Alhambra“, auch wenn der Vergleich natürlich gnadenlos hinkt. Dennoch, wenn man zuerst in der Alhambra war, wird man die eine oder andere Parallele entdecken können.

Ein Highlight erwartet einen schon zu Beginn, und zwar das Römische Amphitheater direkt vor der Burganlage.

Für die Besichtigung an sich würde ich einen Guide empfehlen, denn ansonsten irrt man relativ planlos durch die an sich sehr interessante Anlage. Als Dauer würd eich ca. 1 1/2 Stunden ansetzen und das passt auch wunderbar. Die vielen Tore, Bögen, Innenhöfe, Patios, und Aussichtsplattformen sind wirklich sehr schön. Ich habe genau diese Tour gemacht und fand die Tour gut gestaltet.

Gibralfaro Schloss

Auf dem Berg hinter dem Alcazaba thront das Castillo de Gibralfaro über der Stadt Málaga. Der Berg Gibralfaro wurde früher als Leuchtturm genutzt.

An sich ist das Schloss ganz nett, aber ganz ehrlich, eigentlich ist man nur wegen der Aussicht hier oben. Die meisten Sognature-Bilder von Málaga wurden hier aufgenommen, nämlich vor allem der Schuss auf den Hafen mit der Stierkampfarena  Plaza de Toros im Vordergrund.

Kathedrale

Dieser wuchtige Kirchenbau steht – wie auch schon in Cordoba oder Sevilla – an der stelle einer maurischen Moschee. Gebaut wurde sie ab 1528 und ist mit 15m Länge und 52m Höhe durchaus beeindruckend. Für mich erfreulich, weil ich diese Patios einfach sehr gerne mag, ist von der Moschee noch der Hof mit Orangenbäumen übrig geblieben.

Kurioserweise ist einer der beiden Glockentürme nicht ganz fertig geworden (für mich als Münchner nichts Unbekanntes), weshalb sich die Kathedrale den Spitznamen La Marquita verdient hat – die einarmige Dame.

Tarifa

Die Lage von Tarifa ist aber durchaus sehr außergewöhnlich, denn die Stadt befindet sich genau an diesem südlichsten Zipfel Spaniens, an dem der Atlantik und das Mittelmeer aufeinander treffen. Zudem befindet sich Afrika nur ca. 14 km entfernt, so dass man bei klarem Wetter sogar bis nach Marokko schauen kann.

Aufgrund dieser besondere geographischen Umstände ist es in Tarifa auch immer extrem windig und deshalb war Tarifa in meiner Wahrnehmung auch immer DER Surfspot in Spanien überhaupt. Ich selbst war nie hier surfen, aber ich kenne viele Surfer, die sich im VW-Bus Richtung Tarifa aufgemacht haben. Und da wo die Surfer sind, findet man oftmals einen besonderen, lockeren Life-Style… So auch in Tarifa, wenngleich die Altstadt durchaus alleinstehend ebenfalls punkten kann!

Strand

Der Strand von Tarifa ist unheimlich breit, aber es ist halt auch ziemlich windig. Es gibt mehrere Beachclubs oder Beachbars mit Liegestühlen, die allesamt wirklich sehr angenehm sind. Es gibt gutes Essen, leckere Drinks und eine entspannte Atmosphäre…

Whale-Watching

Das absolute Highlight in Tarifa waren für mich auf jeden Fall das Whale-Watching! mehr oder weniger zufällig bin ich in der Altstadt von Tarifa über eine Information der gemeinnützigen Organisationen FIRMM gestolpert,  die vornehmlich die Wale erforschen und erfassen. Das klingt wie ein Slogan, aber ich kann aus meiner Erfahrung bestätigen, dass sie eben nicht nur auf „möglichst nah dran“ geachtet haben, im Gegenteil. Ich habe mich also für eine Ausfahrt mit FIRMM entschieden und kann sagen, dass die ganze Tour sehr respektvoll verlaufen ist.

Zur Info, im Frühjahr und Spätsommer Europas (grob April bis Oktober) wechseln Wale und Delfine oftmals zwischen Atlantik und Mittelmeer hin und her, weshalb in diesem Zeitraum Sichtungen nahezu garantiert sind. Solch eine Aussage ist immer knifflig, aber nach allem was ich gehört habe, ist das wohl wirklich recht zuverlässig.

Es gibt die Möglichkeit auf Delfine, Grindwale, Finnwale, Pottwale und Orcas und ich hatte wirklich Glück. Wir hatten jede Menge Sichtungen, wobei die Begegnungen mit den Orcas schon besonders spannend waren. Aber auch jedes Mal, wenn die Delfine auftauchen ist die Euphorie groß!

Es wurde auf dem Boot sehr gut informiert, man hat auch viel über Wale und Delfine erfahren und insofern hatte ich auch immer ein gutes Gefühl bei dieser Tour.

Die Touren sollte man in der Hochsaison mindestens einen Tag vorher buchen, weil die Plätze limitiert sind und Whale-Watching durchaus eine sehr beliebte Aktivität in Tarifa ist. Die Tickets kann man direkt auf der Homepage reservieren oder aber auch telefonisch buchen. Die Kosten für  € 45 bis € 65 sind auch fair, denn es handelt sich wirklich um ein außergewöhnliches Erlebnis und eine seltene Gelegenheit.

Ganz nebenbei passiert man noch die Isla de Tarifa, der südlichste Punkte des europäischen Festlandes!

Altstadt

Der alte Stadtkern von Tarifa ist klein aber fein. Wenn man durch die engen Gassen bummelt, kommt an schönen, kleinen Plazas, stylischen Bars und atmosphärischen Restaurants vorbei. Speziell abends herrscht schon eine besondere Stimmung in der Stadt…

Was man auf keinen Fall verpassen sollte, ist ganz nach Süden zum Spot Miramar (bei den Burgmauern) zu gehen, denn von dort hat meine sensationelle Aussicht auf das Meer und idealerweise sogar bis nach Afrika.

Marbella

Ich selbst habe in Marbella nur einen kurzen Stopp eingelegt, zum einen aus Zeitgründen, zum anderen weil dieser Ort tendenziell eher nicht so „meins“ ist. Aber das ist natürlich Geschmacksache! Bei Deutschen ist der Ort durchaus beliebt, deshalb wollte ich ihn auf jeden Fall hier auch mal mit aufgeführt haben.

Was ich lustig fand, ist das Arco bienvenida Marbella – ein Begrüßungsbogen über der nach Marbella hineinführenden Stadt-Autobahn.

Bekannt ist Marbella aber natürlich aufgrund seiner langgezogenen Strände inklusive der Bars und Clubs drumherum. Genannt wird dieser Abschnitt „goldene Meile“. Alles ist etwas schicker und gestylter. Jedem seins.

Nicht verschweigen möchte ich an der Stelle, das Marbella durchaus über eine sehr schöne, schnucklige Altstadt verfügt. Die stilvollen weißen Häuser, die kleinen Gassen mit Blumenschmuck und die ansprechenden Cafés lassen hier einen Vormittag schon mal ganz schnell wie im Fluge vergehen.

Caminito del Rey

Als ich das erste Mal vom Caminito del Rey gehört habe, hieß es nur, dieser Weg ist zu gefährlich. Das war allerdings vor einigen Jahren! Damals war diese Aussage wohl sogar gerechtfertigt. Mittlerweile ist das aber alles kalter Kaffee, denn der Weg wurde 2015 saniert, überholt, gesichert und neu angeordnet. Seitdem ist (wohl) nichts von dem spektakulären Erlebnis verloren gegangen, aber es ist eben ein Schuss Sicherheit dazu gekommen.

Aber von Anfang an:

  1. Woher kommt der Name?
    Caminito bedeutet auf Spanisch „kleiner Weg“. Und Rey ist der „König“. Sprich der kleine Weg des Königs. Entstanden ist dieser Name nachdem ihn König Alfons (die Zahl erspare ich uns) zur Eröffnung eines Staudamms in der Nähe 1921 begangen hat.
  2. Woher kommt die Aussage, dass der Weg so gefährlich ist?
    Der Weg wurde viele Jahre schlichtweg vernachlässigt. Im Laufe der Jahre haben Witterungseinflüsse dem Weg und der Konstruktion einfach zugesetzt. Dazu ist der weiche Sandstein ebenfalls durchaus anfällig.
    Ende der 90er Jahre gab es tatsächlich einige Todesfälle! Im Laufe der Zeit wurde der Caminito del Rey (sogar fast nur noch) ein Ziel für Extremkletterer.  2001 wurde dann die Reißleine gezogen und der Weg musste geschlossen werden.
  3. Ist er jetzt sicher?
    Schnelle Antwort: Ja! Aber man muss sich darüber im Klaren sein, dass der Weg durch eine Schlucht in ca. 100 m Höhe führt, sprich schwindelfrei sollte man schon sein.
    Der Caminito del Rey wurde sehr aufwendig mit mehreren Millionen Euro durch Spezialkräfte restauriert und gesichert.
    In diesem Kontext – es handelt sich um ein One-Way-Weg, sprich man kann nicht umdrehen. Wenn man einmal losgewandert ist, kann man nicht mehr umdrehen!
  4. Wie lang ist der Weg und wie lange dauert die Wanderung?
    Der Weg ist 2,9 km lang, ABER man muss vom Parkplatz zum Eingang laufen UND vom Ausgang zum Shuttle-Bus. Das wären nochmal ca. 1,5 km und ca. 2 km. Insgesamt würde ich tippen sind es ungefähr 7 km und man sollte vielleicht 2 1/2 Stunden einplanen.
  5. Wie weit ist der Caminito del Rey von Málaga entfernt?
    Ca. eine Stunde.
  6. Wie komme ich an Tickets?
    Dies ist mit der wichtigste Punkte, denn die Zahl der Besucher ist limitiert. UND die Tickets sind oftmals schon relativ weit im Voraus weg.
    -> Deshalb unbedingt frühzeitig online buchen! Dies ist offizielle Seite des Caminito del Rey – auf Englisch und Spanisch. Der Buchungsprozess ist etwas aufwendiger, aber gut, das ist halt so.
    Wer lieber auf Deutsch buchen möchte, kann dies hier tun. 
    Generell gibt es zwei Varianten:
    a) Auf eigene Faust
    Kosten € 10
    b) Mit Guide im Rahmen einer (Gruppen)Tour
    Kosten € 18 – hier läuft ein erfahrener Guide mit einer Gruppe von maximal 30 Personen. Es wird nach Sprachen sortiert!
    Ich würde immer die Tour auf eigene Faust wählen, aber wenn man irgendwie Bedenken oder Angst hat, kann die Variante mit einem Guide durchaus sinnvoll sein.
    !!! Man muss bestimmte Zeitslot buchen und diese sind auch einzuhalten!!!
  7. Wie und wo parke ich?
    Ein weiterer extrem wichtiger Punkt, denn man muss ja pünktlich zu seiner Startzeit am Eingang sein. Und da ich eher der karibische Typ bin, sprich, ich tendiere dazu zu spät zu kommen, war ich froh genau das hier vorher gelesen zu haben. DENN, die Parkplätze sind NICHT am Eingang.

    Es gibt zwei Möglichkeiten zu parken:
    a) Parking El Caminito del Rey
    b) Restaurante El Kiosko

    Und jetzt kommt es: Danach muss man zum Eingang laufen – das sind die oben angesprochenen 1,5 km. Hier geht es ca. 250 Meter entfernt vom Restaurant durch einen Tunnel.
    Es gibt auch noch einen anderen Weg, dies wären ca. 2,7 km. Der Beginn ist hier beim Sillón del Rey.

    Unterm Strich, man muss diese Gehzeit mit einkalkulieren, um seinen Startzeitpunkt zu schaffen. PLUS, man sollte auch noch etwas Zeit am Tickethäuschen einplanen!

  8. Was ist erlaubt? Was ist nicht erlaubt? Was muss ich beachten?
    – Wie schon erwähnt, handelt es sich um einen Einbahnweg, sprich, man geht NUR in eine Richtung und kann nicht umdrehen.
    – Es gibt keine Toilette auf dem Weg!!! Deshalb entweder nochmal die Toilette am Restaurant oder am Eingang verwenden.
    – Am Kassenhäuschen bekommt man einen Helm, den man die ganze Zeit tragen muss.
    – Selfiesticks oder Drohnen sind verboten.
    – Ebenso sind GROSSE Rücksäcke nicht erlaubt. Kleine Rucksäcke sind ok.
  9. Wie komme ich wieder zurück zum Parkplatz?
    Da Start- und Endpunkt unterschiedlich sind muss man ja irgendwie wieder zurück zum Parkplatz kommen.
    Dies erfolgt relativ gut organisiert und zwar gibt es ab der Busstation El Chorro alle 30 Minuten einen Shuttle-Transfer. Dieser kostet aber nicht viel (unter € 5,-).
    Vom Endpunkt des Caminito del Rey zur Busstation sind es die oben erwähnten ca. 2 km.

Das wären meine wichtigsten Hinweise! Über das Erlebnis schreibe ich hier an der Stelle mal nicht allzu viel, denn ganz ehrlich, das ist ein Spot, bei dem man sich überraschen lassen darf. Wenn man sich entscheidet diese Tour zu machen, dann sieht man traumhafte Natur, sensationelle Felsformationen und immer wieder großartige Highlights, wie zum Beispiel die Hängebrücke am Ende, einen hundertjährigen Wacholderbaum und einen Glasbalkon.

Ich sage: UNBEDINGT MACHEN!

Zuheros

Das malerische Örtchen Zuheros ist ein idealer Zwischenstopp von Granada nach Còrdoba. Zugegeben, zeitlich gesehen ist das nicht ganz der schnellste Weg, aber den kleinen Umweg von ca. 20 Minuten würde ich jederzeit in Kauf nehmen. Von den Kilometern ist es übrigens deutlich kürzer (ca. 165 km gegenüber 200km auf der schnelleren Autobahn)!

Warum Zuheros? Nun, der Ort liegt auf einer Art Felsvorsprung, was an sich schon wirklich spektakulär ist. Ich bin aber darauf aufmerksam geworden, weil ich die Bilder von der Burg auf diesem zerklüfteten Felsen direkt am Rand extrem reizvoll fand. Und da ich meine Drohne dabei hatte, dachte ich mir, dass sich dieser Ausflug lohnen würde… Und was soll ich sagen, es hat sich definitiv gelohnt!

Die kleine Burg wurde im 9ten Jahrhundert von den Mauren erbaut und bietet einen phänomenalen Panoramablick. Touren werden nur am Wochenende angeboten, unter der Woche muss man die Burg auf eigene Faust besichtigen. Die Tickets gibt es im gegenüberliegenden Museo Arqueológico Municipal de Zuheros.

Gibraltar

Ein Stück England in Spanien! Kaum zu glauben, aber so ist es ist. Die britische Enklave auf dem Felsen zwischen Spanien und dem Atlantik ist eine spannende Abwechslung bei einer Andalusien-Rundreise, denn der Kontrast zu den weißen Dörfern könnte drastischer kaum sein.

WICHTIG! Wenn man vom spanischen Festland einreisen möchte, benötigt man seit dem Brexit einen Reisepass!

Das ganz große Markenzeichen Gibraltars ist natürlich „The Rock“ – der ca. 425m hohe und ca. 5km lange Kalksteinfelsen.
Die beste Variante für einen Besuch ist mit der Seilbahn. Die Talstation ist relativ weit im Süden von Gibraltar Stadt (Red Sands Rd, Gibraltar GX11 1AA, Gibraltar).
Ich würde empfehlen ganz nach oben zur Top Station zu fahren, dort das Upper Rock Nature Reserve (dazu gleich noch mehr) zu besuchen und dann zu Fuß wieder nach unten abzusteigen. DENN so kann man an der Mittelstation vorbeilaufen und dort das zweite Markenzeichen von Gibraltar zu besuchen: den Affenfelsen (Ape’s Den). Dort findet man nämlich die meisten der auf fast jedem Foto von Gibraltar vertretenen Berberaffen. Man kann aber natürlich auch an der Mittelstation aussteigen und von dort zum Affenfelsen laufen.
Für die Tickets gibt es mehrere Optionen:

  1. Seilbahn (Hin und Zurück) + Upper Rock Nature Reserve -> Pfund 37 = ca. € 45
  2. Seilbahn (Hin und Zurück) -> Pfund 19 = ca.  € 22
  3. Seilbahn (Hin) + Upper Rock Nature Reserve -> Pfund 34,50 = ca. € 39

Die Tickets kann man online auf dieser Webpage kaufen.

Die Fahrtdauer von unten nach oben beträgt übrigens nur ca. 6 Minuten.

WICHTIG! Mit dem Ticket zum Upper Rock Nature Reserve sind nicht alle Sehenswürdigkeiten bzw. alle Spots auf dem Felsen abgedeckt! So zum Beispiel ein Geschützstand auf dem Gipfel oder die WWII Tunnels.

Inkludiert ist aber St. Michael’s Cave – eine fantastische Höhle mit Stalagmiten und Stalaktiten, in der gelegentlich sogar Konzerte stattfinden.

Ein weiteres Highlight ist der Gorham’s Cace Complex, in welchem vor langer zeit Neandertaler gelebt haben. Hier gab es mehrere beeindruckende und geschichtlich relevante Funde, weshalb dieser Höhlenkomplex auch zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Infos zur Besichtigung findet man hier.

Für Wanderer empfehle ich noch die Mediterranen Steps – ein Wanderweg der am jüdischen Friedhof (Jews’ Gate) startet, von dort am südlichen Ende des Naturschutzgebietes 180 m über dem Meeresspiegel hinauf zu O’Hara’s Battery auf 419 m Höhe führt. Anstrengend und herausfordernd, denn schindelfrei sollte man hier schon sein. Ich habe diese Wanderung NICHT gemacht, aber mir wurde davon berichtet.

Nicht hinten runter fallen soll, dass Gibraltar Stadt durchaus auch sehenswert ist. Mir ist vor allem der Trafalgar Friedhof und das Denkmal des siegreichen Admirals Horatio Nelson in Erinnerung geblieben. Nelson war der Kapitän der HMS Victory und der Oberbefehlshaber der englischen Mittelmeerflotte, die bei der bekannten Seeschlacht von Trafalgar gegen die spanisch-französische Flotte erfolgreich war. Er selbst wurde bei dieser Schlacht allerdings getötet.

Comares

Dieser kleine Insidertipp bietet sich als Ausflug aus der Region rund um Málaga an. Oder man macht es so wie ich, denn ich habe einen kleinen Abstecher auf dem Weg von Málaga nach Granada eingebaut.

Der Ort an sich ist nicht außergewöhnlich spektakulär, aber ich mag eben diese kleinen Orte in den Bergen. Und bei Comers ist genau dies nochmal etwas besonderer, DENN die Anfahrt ist hier schon Teil des Vergnügens. Gefühlt leuchten einem nämlich die weißen Häuser schon eine Stunde vor der Ankunft entgegen! Bis man dann endlich dort ist, gilt es aber noch unzählige Serpentinen zu überwinden.

Wenn man schließlich angekommen ist, parkt man vor dem Tor zum Ort und darf dann die Abgeschiedenheit dieses kleinen Dorfes genießen. Vom Aussichtspunkt direkt am Hauptplatz (Mirador Balcón de la Axarquía) wird man mit einer sensationellen Aussicht belohnt. An jenem Hauptplatz kann man auch sehr gut Mittagessen.

Der Grund warum ich Comers hier mit in meine Liste aufgenommen habe, ist aber unzweifelhaft die Burgruine Castillo de Comares mit dem angrenzen Friedhof direkt dahinter. Der Friedhof an sich ist schon außergewöhnlich, aber die Aussicht ins Tal UND auf den Ort Comers (siehe meine Bilder) ist einfach nur traumhaft.

Wenn man von Málaga nach Granada fährt, dauert der Umweg zeitlich ungefähr eine Stunde plus Aufenthalt.

Ab Granada fährt man ca. eine Stunde, sprich Comares wäre ein prima (Halb-)Tagesausflug.

Meine besten Spot-Tipps in Andalusien auf einer Karte

Ich habe auf der Karte die wichtigsten Spots markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.

Meine Hoteltipps in Andalusien

Folgend mal meine Hoteltipps von den Unterkünften, die ich WIRKLICH empfehlen kann:

1) Granada – Palacio De Los Navas

Einer der absoluten Volltreffer meiner Andalusien-Rundreise.

Für verhältnismäßig „kleines“ Geld (€ 90 im Doppelzimmer – bessere Kategorie – im Juli!!!) ist diese Unterkunft in zentraler Lage eine Top-Location.

Die Zimmer waren ausgesprochen geschmackvoll gestaltet, der Innenhof ist sehr atmosphärisch und das Team war auch sehr hilfsbereit bei der Erklärung des Weges zum Parkhaus. Top!

C. Navas, 1, 18009 Granada

2) Cordoba – El Mirador Altos de Santa Ana

Diese Unterkunft hat ein paar klare Vorteile und zwei kleine Nachteile. Trotzdem war ich sehr sehr zufrieden mit der Wahl dieses Appartements. Zunächst ganz kurz die Nachteile, und zwar wird man sonntags von der direkt nebenan befindlichen Kirche relativ offensiv geweckt und man muss vom Parkhaus zum Appartement durch die Altstadt laufen. ABER, damit kommen wir gleich zum größten Vorteil, denn die Lage ist fantastisch. Mitten in der Stadt! Man fällt aus dem Haus hinaus und ist direkt dort, wo man sein möchte. Dazu war das Appartement sehr gut ausgestattet!

Calle Ángel de Saavedra 9 Zona A 1 B, 14001 Córdoba

3) Sevilla – Genteel Home Santa Teresa

OK, das war Last-Minute-Glück. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Unterkunft normalerweise kurzfristig verfügbar ist. Die Dachterrasse mit kleinem Pool und phänomenaler Aussicht ist unschlagbar. Abends hier nochmal auf dem Balkon zu stehen oder sich vielleicht sogar nochmal schnell in den Pool zu legen ist unvergleichlich. Diese Dachterrasse verändert den Aufenthalt in Sevilla entscheidend. Man kann zwischendurch auch mal kurz entspannen und sich erholen, was ich richtig gut fand. DENN dieses Appartement liegt sehr zentral.

Ideal für 4 Personen, zB zwei Paare.

17 Calle Santa Teresa, Altstadt, 41004 Sevilla

4) Tarifa – Tarifa Beach Rentals Sunset

Eine sehr geräumige Unterkunft mit klasse Ausstattung. Man merkt, dass hier auf die Surfer geachtet wird, denn es gibt viel Platz und viele Säuberungsmöglichkeiten für das Surfequipment. Leicht außerhalb, aber das macht sich auch positiv preislich bemerkbar.

Calle Mar Adriatico 46, Marina 2,, 11380 Tarifa

5) Malaga – iloftmalaga Deluxe Calle Nueva V

Und nochmal so ein Treffer wie in Sevilla. Wieder eine großartige Dachterrasse mit Whirlpool, die schöner kaum sein könnte. Die Inneeinrichtung war mir persönlich einen Ticken „too much“, aber die großzügige Terrasse ist der ganz entscheidende Trumpf. Ein heißer Sommertag, man erkundet die Stadt, ist leicht müde und kann dann mit einem Getränk oben im Pool nochmal entspannen… Besser geht es nicht!

3 Calle Nueva, Malaga Centro, 29005 Málaga

Fototipps, die ich euch gerne mitgeben möchte

Die für mich wichtigsten Tipps wären:

  1. Ronda – man will die Puente Nuevo im perfekten Licht haben und das ist immer nachmittags zwischen 16-17 Uhr (abhängig von der Jahreszeit). So kommt die Sonne von hinten.
  2. Sevilla – der Plaza de Espana ist wunderschön. Ideal fotografieren kann man ihn am späten Nachmittag, weil dann die Sonne von hinten kommt. Zudem ist das warme Licht hier besonders wirkungsvoll.
  3. Granada – die vielleicht größte Sehenswürdigkeit Andalusiens, die Alhambra, kann man leider nie wirklich im perfekten Licht fotografieren, weil die ideale Anhöhe (zB am Mirador de San Nicolas) Richtung Süden zur Alhambra blickt. Daher wäre auch der späte Nachmittag bis Abend die beste Empfehlung, weil man dann das Licht wenigstens von der Seite hat.

Filmtourismus – wo kann ich Drehorte von berühmten Filmen finden?

Für meinen Besuch habe ich mir ein paar, für mich persönlich, besondere Highlights herausgesucht. Filme oder Serien, die mag, die für mich eine Bedeutung haben oder die ganz einfach „Geschichte geschrieben“ haben. Ich liebe es ja, genau diese Location eines Film zu sehen, wo „es“ passiert ist, sprich wo der Film gedreht wurde.

Cordoba

Puente Romano – diese Römische Brücke wurde in Games of Thrones als Lange Brücke von Volants verwendet.

Sevilla

Auch hier wurde Games of Thrones gedreht, und zwar im Alcázar von Sevilla.

Cadiz

Wenn man schon nicht Havanna drehen kann, dann ist Cadiz immer die erste Alternative als Ersatz für die kubanische Hauptstadt. So auch im James Bond Film Stirb an einem anderen Tag. Die Uferpromenade soll den Malecon in Havanna darstellen…

Und wer erinnert sich nicht an die Szene als Halle Berry aus dem Wasser steigt…?! Auch dies wurde in Cadiz gedreht und zwar am Strand La Celata.

Fun Facts zu Andalusien

  • Tarifa ist die südlichste Stadt des europäischen Festlandes.
  • Die Asche von Orson Welles wurde in Ronda beigesetzt.
  • Der amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway war ein begeisterter Stierkampf-Fan, weshalb Bilder von ihm sogar im Museum Plaza de Torres zu finden sind.
  • Der griffige Name Costa del Sol (Sonnenküste) war  ein Werbegag aus dem Jahr 1928. Als Costa del Sol wird ein Küstenabschnitt Andalusiens rund um Malaga bezeichnet.