Reisetipps Frankreich – Elsass
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Die Nähe des Elsass zum süddeutschen Teil von Deutschland ist natürlich ein großer Trumpf.
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Selten kann man drei so spannende Städte wie Mulhouse, Colmar und Straßburg in so kurzer Zeit besuchen.
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Speziell in Mulhouse und Colmar wird sehr viel Deutsch gesprochen!
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Wer möchte, Freiburg ist auch gar nicht so weit weg…
Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?
Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps
Folgend möchte ich euch ein paar wertvolle Hinweise zur Planung und zum Besuch selbst geben:
- Generell
Unfassbar, was alles in dieser kleinen Region steckt: tolle Städte, Kultur, kulinarische Highlights (sprich, leckeres Essen & viel Wein), der Rhein, die Landschaft, Geschichte… Keine Ahnung, warum ich nicht viel früher mal im Elsass war, aber wie so oft: Das was ganz nah ist, weiß man nicht zu schätzen. - Highlights
Die Städte
– Straßburg
– Colmar
– Mulhouse / Mülhausen
sind natürlich gesetzt und die klaren Eckpfeiler des Elsass.
Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, aber das ist dann sicherlich eine Frage der Zeit. - Planung
Ich würde das Elsass auf jeden Fall mit dem Auto bereisen, denn hier empfiehlt sich wirklich ein Spot-Hopping. Das Schöne ist, dass es so viele Varianten gibt.
Variante:
So kann man z.B. an einem Tag Mulhouse besichtigen und dort auch eine Nacht verbringen, dann am nächsten Tag Colmar besuchen und aber gleich weiter nach Straßburg fahren. Dort übernachtet man dann, um am nächsten Straßburg zu erkunden. So schafft man in drei Tagen / zwei Nächten die drei Top-Spots. - Maut
Wenn man mit dem Auto fährt ist es zudem gut zu wissen, dass die meisten Autobahnen im Elsass kostenfrei sind, sprich man muss keine Maut bezahlen. So ist zum Beispiel die wichtigste Autobahn A35, die von Nord nach Süd die Städte Straßburg, Colmar und Mulhouse verbindet, kostenlos!
Lediglich die Autobahnen nach / von Paris sind oftmals kostenpflichtig. - Anreise
Wie gesagt, das Elsass ist wirklich überraschend nah:
Straßburg – Frankfurt -> 217 km, Fahrtzeit 2h 20 min
Straßburg – München -> 370 km, Fahrtzeit 3h 45 min - Distanzen
Einfach mal zur groben Übersicht:
Mulhouse – Colmar -> 40km, Fahrtzeit 30min
Colmar – Straßburg -> 70km, Fahrtzeit 50min - Wieviel Zeit sollte man einplanen?
Immer eine knifflige Frage, weil jeder unterschiedliche Dinge anders gewichtet, aber ich würde sagen drei Nächte insgesamt sind eine gute Sache. Klar, man kann auch locker mehr Zeit dort verbringen, aber in 4 Tagen (3 Nächte) kann man schon viel machen. - Meine perfekte Reise
Ich glaube, wenn ich nochmal ein erstes Mal ins Elsass fahren würde und dabei „gut“ aber nicht extrem viel Zeit hätte, würde ich die Reise wie folgt planen:
-> Ankunft in Mulhouse am Vormittag
Mittag / Nachmittag Mulhouse
1. Nacht in Mulhouse
Vormittag Mulhouse (Automobilmusuem)
-> Fahrt nach Colmar
Mittag / Nachmittag Colmar
2. Nacht Colmar
-> vormittags Fahrt nach Straßburg
Mittag / Nachmittag Straßburg
3. Nacht Straßburg
(wahlweise)
-> Vormittag Fahrt nach Wissembourg
Mittag Wissembourg
-> Abreise abends - Good to know
Elsass heißt auf französisch Alsace – das hilft, wenn man das weiß, denn über dieses Worts stolpert man logischerweise überall.
Die besten Spots im Elsass
Folgend eine Auflistung der verschiedenen Spots mit Erklärungen zu dem jeweiligen Besuch.
Straßburg
Straßburg ist die Hauptstadt und zudem auch mit ca. 280.000 Einwohnern die größte Stadt des Elsass.
Bei meiner Tour bin ich ja vom Süden nach Norden gefahren, sprich Straßburg war die letzte Station und das war vom Verlauf eigentlich ganz spannend, denn so habe ich mir die städtischste Stadt bis zum Schluss aufgehoben. Der Stadtkern wirkt gleich deutlicher größer und auch „intensiver“.
Aber mich hat Straßburg vor allem positiv überrascht, denn auch wenn es diese klaren Highlights und Sehenswürdigkeiten gibt, so ist der Charme einer echten Altstadt definitiv geblieben. Plus, die Ill und die Ausläuferarme des Rheins geben der Stadt nochmal ein schöneres Bild mit tollem Flair…
Straßburger Münster
So ähnlich wie den Eiffelturm in Paris sieht man auch das Straßburger Münster in der ganzen Stadt. Kein Wunder, mit 142 Metern Höhe ist der Nordturm auch wirklich sehr beachtlich.
Wer sich an der Stelle – wie ich – fragt, was der Unterschied zwischen einem Münster und einer Kirche ist: Ein Münster ist eine Kirche als Teil eines Klosters. Der Begriff Münster leistet sich im Übrigen vom lateinischen Wort „monasterium“ für Kloster ab.
Ach, im französischen heißt das Münster Cathédrale Notre-Dame de Strasbourg. Notre Dame bedeutet wörtlich übersetzt „unsere Dame“ und das Straßburger Münster heißt offiziell auf Deutsch Liebfrauenmünster.
Das auffälligste Merkmal ist definitiv die Asymmetrie, denn auch wenn es wohl wieder Pläne für einen zweiten Turm gab, so hat das Straßburger Münster nur einen Turm, und zwar den Nordturm. Diesen kann man sogar besichtigen – dazu weiter unten mehr.
Mein Tipp: Schaut euch das Äußere des Münsters mal ganz bewusst aus der Nähe an. Ich fand die detailreiche Fassade extrem beeindruckend.
Innen ist die astronomische Uhr ein echtes Highlight! Sie ist nicht optisch sehr spannend, auch die Technik ist äußerst beeindruckend. Das Figurenspiel der Uhr startet – weltweit einmalig – jeden Tag um 12.30 Uhr!
Straßburger Münster – Plattform
Unbedingt empfehlenswert ist ein Besuch der Plattform des Straßburger Münsters. Dieses befindet sich auf 66 Metern Höhe und quasi genau dort, wo der zweite Turm NICHT ist. Dadurch hat man von der Plattform nicht nur eine großartige Aussicht auf die Altstadt von Straßburg, sondern auch auf den Nordturm. Zudem sind, wie ich finde, lustige „Fernrohre“ am Geländer angebracht, wodurch der Blick direkt auf verschiedene Sehenswürdigkeiten (z.B. besondere Plätze) gelenkt wird.
Außerdem kann man zwei imposante Laufränder und ein altes Uhrwerk bestaunen. Die 332 Stufen lohnen sich also allemal.
Vor allem, weil ich finde, dass man beim Abstieg ebenfalls eine sehr gute Perspektive auf das Münster bekommt.
Es gilt aber die Öffnungszeiten zu beachten, denn es gibt vor allem immer eine Mittagspause!
La Petite France
Der für mich mit schönste Teil des Elsass ist das Stadtviertel La Petit France. Um ehrlich zu sein würde Klein Venedig, aufgrund der vielen Brücken und des Flusses Ill genauso passen, aber den Namen hat sich wohl Colmar schneller geschnappt (siehe weiter unten).
Tatsächlich befindet sich dieser Teil unzählige, wunderschöne weiße Fachwerkhäuser, kleine Gassen, die oben angesprochenen Brücken, herrliche Plätze und malerische Spots direkt am Ufer Ill.
Mir haben besonders die Rue du Bain-aux-Plantes, die Rue de Molins und der Place Benjmin Zix gefallen.
PLUS, ich habe einen schönen Café-Insidertipp im Petit France! Siehe unten bei Restauranttipps.
ABER, man muss sich darüber im Klaren sein, dass hier im Sommer an den Wochenenden wirklich viel los ist. Sprich, Adjektiv wie verträumt oder einsam werden hier leider nicht zutreffen…
Und mein ganz besonderer Tipp! Es gibt in der Rue de Molins ein Geschäft, das sich auf Weihnachtsschmuck spezialisiert hat. Dieser Laden ist so kitschig und so außergewöhnlich, dass man sich dem irgendwie nicht entziehen kann. Ich war dort im Juni, bei strahlendem Sonnenschein, und das Ding war richtig voll. Sogar ich konnte nicht anders und habe tatsächlich ein paar schöne Weihnachtsgeschenke mitgenommen. Dieser besondere Laden heißt La Magie de Noël und liegt direkt an der Pont Saint-Martin.
Der Fluss Ill, Schleuse & Brücken
Die Ill ist ein Zufluss des Rhein und ganz eng mit dem Stadtviertel Petit France verbunden. DENN, vor allem die vielen Arme der Ill verleiht diesem bezaubernden Teil Straßburgs diese ganz besondere Atmosphäre. So stehen immer wieder Touristen an den vielen Geländern, schauen auf die Ill und träumen vor sich.
Man kann sogar eine Bootstour (Dauer ca. 1 1/4 Stunden) auf der Ill machen, was vermutlich ganz nett, mir ein wenig zu touristisch, ist. Wobei ich zugegebenermaßen die länglichen Ausflugsboote durchaus lustig finde.
Was mir aber sehr gut gefallen hat ist die Schleuse (siehe Markierung auf meiner Karte), bei der die Boote auf eine höhere Höhe des Flusses gehoben werden. Ob als Teilnehmer einer Bootstour oder als Zuschauer von außen, wenn solch ein Boot auf dem Fluss nach oben gepumpt wird, ist das schon klasse. Als Zuschauer steht man wirklich direkt daneben und kann den Vorgang sehr gut beobachten.
Ein ähnliches, kleines Highlight ist die Fasanenbrücke (Pont du Faisan – siehe Markierung auf der Karte), denn diese kann zur Seite weggedreht werden. Das passiert immer genau dann, wenn eines der eben in der Schleuse noch oben gepumpten Boote passieren will. Dann müssen die Touristen hinter einer niedlichen Kette warten, was sich auch schon ein kleines Schauspiel ist.
Und dann noch ein Fototipp, denn von der Brücke Saint-Martin kann man vermutlich eines der schönsten Fotos in Petit France machen.
Gedeckte Brücken & Barrage Vauban
Jetzt hätte ich noch zwei weitere, nebeneinanderliegende Brücken am Rande von Petit France, die beide zu den bekanntesten Bauwerken von Straßburg zählen:
1) Zum einen direkt in der Verlängerung von Petit France die Gedeckten Brücken. Der etwas sperrige Name kommt daher, dass die Brücken früher mal überdacht waren. Sie waren ein Teil der Befestigungsanlagen und logischerweise ein guter Schutz. Vor allem die drei massiven Türme sind hier schöne Fotomotive.
2) Und direkt gegenüber befindet sich der Barrage Vauban. Vauban war ein Marschall unter Ludwig dem XIV und Barrage bedeutet übersetzt „Damm“. Auch dieser diente als Verteidigungsanlage von Straßburg.
Das Spannende ist, dass man innen durch den Damm laufen kann, vor allem aber auch oben drauf. Von dieser Terrasse hat man einen klasse Blick auf die oben beschriebenen Gedeckten Brücken und im Hintergrund auf das Viertel Petit France.
Mit den dreizehn Bogen ist der Barrage Vauban zwar keine Augenweide, aber dennoch eine interessante Sehenswürdigkeit von Straßburg.
Genau bei den beiden Brücken fächert sich der Fluss Ill auf, was diesen Bereich besonders schön macht.
Place-des-Tripiers
Diesen Geheimtipp habe ich zufällig entdeckt, als ich ohne große Checken des Stadtplans durch die Altstadt flaniert bin. Er befindet sich unweit vom Straßburger Münster entfernt und ist immer wieder der Ort für unterschiedliche Märkte. Vor allem durch die schöne Begrünung wirkt der Place-des-Tripiers wie eine kleine Oase mitten in der Stadt. Zentral schmückt eine ca. 2,5m hohe Statue eines Ritters, sowie ein 50 Jahre altes, eine Tonne schweres Holzfass diesen kleinen Platz.
Mir haben auch die Gassen vom und zum Place-des-Tripiers besonders gut gefallen.
Place Gutenberg
Wenn man von der Kathedrale die Rue Mercière hinunter läuft (by the way ein guter Fotospot, wenn man ein schönes Bild von der Kathedrale machen möchte) kommt man direkt zum Place Gutenberg, der generell ein bisschen unterschätzt wird. Vor allem das traditionelle Karussell ist ein echter Hingucker.
Aber warum dieser Platz nach dem deutschen Erfinder der modernen Druckpresse benannt? Nun, anlässlich der Vierhundertjahrfeier der Erfindung der Druckerpresse durch Gutenberg wurde dieser Platz nach ihm benannt. DENN, und jetzt kommt es, Gutenberg hat von 1434 bis 1444 in Straßburg gelebt und gearbeitet.
Place Kléber
So etwas wie der Hauptplatz, was angesichts der großen Flächen rund um das Münster durchaus bemerkenswert ist. Es ist in jedem Fall der größte und bekannteste Platz im Zentrum von Straßburg. Er wurde einige Male umgestaltet und ist mittlerweile sogar verkehrsberuhigt, was ihn nochmal enorm aufwertet.
Der Namensgeber war ein Straßburger General aus der Französischen Revolution und zentral auf dem Platz befindet sich eine Statue von ihm.
Am Wochenende finden hier auch immer wieder verschiedene Märkte statt. Generell pulsiert hier das Einkaufsleben von Straßburg!
Thomaskirche
Die evangelische Thomaskirche ist ein sehr gutes Beispiel für die elsässische Baukunst. Sie ist die zweitgrößte Kirche in Straßburg und ich will ehrlich sein, mir hat sie einfach richtig gut gefallen. Das Muster der Steine, natürlich auch das gewaltige Äußere und zudem ist der Vorplatz sehr lauschig. Plus, die Thomaskirche ist einfach auch ein tolles Fotomotiv.
Colmar
Wenn ich bisher Bilder vom Elsass gesehen habe, habe ich meistens – ohne dass ich es wusste – Bilder aus Colmar gesehen. Dieser verhältnismäßig kleine Ort ist nämlich wirklich Schmuckkästchen. Ein Bildband über Colmar ist sicherlich so lächerlich hübsch, dass man sagt „ach komm, das ist jetzt aber wirklich übertrieben“. Denn das Stadtbild ist geprägt von bunten Fachwerkhäusern, einem schönen Flüsschen, das sich durch das Zentrum schlängelt, Kopfsteinpflaster-Gassen, jeder Menge Restaurants mit leckerem Flammkuchen, Souvenirs mit Störchen und einem Ambiente wie in einem Disney-Film. Plus, ich war extrem überrascht, als ich beim Ortseingang auf einmal die Freiheitsstatue gesehen haben! Nicht irgendein lumpiges Imitat, nein, DIE Freiheitsstatue.
Ich habe nach dem Tag in Colmar abends in einem Telefonat gesagt, Colmar war für mich ein Fünffach-F: Fachwerk, Fluss, Flammkuchen, Freiheitsstatue, fantastisch.
Colmar macht es einem wirklich ausgesprochen leicht, die Zeit dort zu genießen…
Freiheitsstatue
So, um das Rätsel direkt mal aufzulösen, habe ich diese Sehenswürdigkeit gleich nach ganz oben gepackt. Für mich war es nämlich eine extrem lustige Überraschung, plötzlich in Colmar vor der Freiheitsstatue zu stehen, schließlich war zu dem Zeitpunkt schon klar, dass ich ein paar Monate später in New York sein würde…
Was kaum jemand weiß, der Schöpfer der Freiheitsstatue stammt aus Colmar! Dass sie eine Geschenk von Frankreich an die USA war, hat man vielleicht schon mal gehört, aber wo genau „Lady Liberty“ geplant wurde, ist sicherlich eher ein Insider.
Der Künstler und Erfinder heißt Auguste Bartholdi und ist zweifelsohne das berühmteste Kind Colmars. Und um ihn entsprechend zu würdigen hat man eine 12m hohe Nachbildung aus Kunstharz an einem Kreisverkehr aufgebaut. Dieser befindet sich auf von Norden kommenden Route de Strasbourg.
Erstaunlicherweise habe ich dieses Highlights eher selten in Reiseführern oder Reisetipps gefunden, was ich extrem schade finde. Ich würde aber jedem empfehlen dort mal vorbeizuschauen, denn auch wenn sie um einiges kleiner ist, als das Original, die Schönheit kann man trotzdem erkennen…
Little Venice
Einer der Gründe warum es aus Colmar so viele hübsche Bilder gibt, ist Klein-Venedig. Dort wo sich der Fluss Lauch durch die zahlreichen, bunten Fachwerkhäuser schlängelt und die kleinen Fußgängerbrücken dies Venedig-Feeling entstehen lassen, finden sich jede Menge Fotomotive. Am Besten entdeckt man Little-Venice in dem man sich einfach treiben lässt und diese märchenhafte Ecke von Colmar einfach nur genießt. Hier geht es nicht um irgendwelche Sehenswürdigkeiten, sondern um die pittoresken Kopfsteinpflastergassen und malerischen Häuserfassaden.
WICHTIG! Der Vorteil an den süßen Gassen ist, dass sie auf Fotos ganz bezaubernd aussehen können. Der Nachteil ist, dass sie allerdings auch sehr schnell überfüllt aussehen. Deshalb, wer tolle Bilder machen möchte, muss früh aufstehen! Aber dann wird man normalerweise auch mit ganz besonderen Fotos belohnt, denn nochmal, Little Venice bietet reichlich Möglichkeiten….
Herzschlösser
Dass Pärchen Schlösser an irgendwelchen Brücken als Zeichen ihrer Liebe befestigen ist natürlich nichts Neues. Aber in Colmar hat das Ganze eine andere Qualität, DENN es sind nicht irgendwelche Schlösser, sondern es handelt sich fast ausschließlich um rote Herzen. Diese kann man bei nahezu allen Souvenirshops in Colmar kaufen und so ergibt sich in vielen Bereichen ein ausgesprochen charmantes Bild. Zwei besonders schöne Bereiche sind an der Pont Rue des Ecoles und der Rue Turenne.
Unterlinden
Ich werde ja nicht müde zu erwähnen, dass ich kein Museumsgänger bin, aber natürlich lasse auch ich mi r die wichtigsten Museen nicht entgehen. Ein solches ist sicherlich das Musée D’Unterlinden. Irgendwo habe ich sogar gelesen, dass es am zweithäufigsten besuchte Museum in Frankreich ist – hinter dem Louvre!
Besonders ist sicherlich schon einmal, dass es sich um das ehemalige Gebäude eines Klosters handelt.
Das größte Highlight ist aber zweifelsohne der Isenheimer Altar aus dem 16ten Jahrhundert von Mathias Grünewald. Die Geschichte dazu fand ich etwas verwirrend, aber durch das Behandeln der Krankheit von Wahnvorstellungen häufte das Kloster wohl gutes Geld an und konnte so diverse Kunstobjekte erleben und / oder Kunst unterstützen. Der Isenheimer Altar zeigt das Leiden Christi und zwar auf elf beweglichen Tafel aus Lindenholz. Die Malerei ist wirklich wuchtig und eindringlich.
Darüber hinaus ist das Museum wie eine kleine Zeitreise, denn man findet hier eine Sammlung von Kunst aus vielen Zeitepochen.
Erwähnen möchte ich noch, dass ich den Platz vor dem Museum besonders schön fand. Hier wurde sogar ein unterirdischer Fluss wieder an die Oberfläche geholt!
Maison Pfister
Dadurch, dass sich das Haus mitten an einer der beliebtesten Strassen Colmars (Rue des Marchands) befindet, könnte man es fast übersehen, dabei ist dieses Haus eines der Wahrzeichen von Colmar.
Maison bedeutet Haus und eben dieses Haus wurde 1537 erbaut. Hauptmerkmal ist natürlich der Erker am Eck, der sich über zwei Etagen erstreckt.
Altstadt
Viele der Besonderheiten der Altstadt sind separat aufgeführt, wie zum Beispiel das Pfisterhaus, das Bartholdi-Musuem und die beiden Kirchen, aber ich wollte den Innenstadbereich nochmal separat erwähnen, weil man auch einfach „nur“ durch die Altstadt laufen kann und ganz sicher eine wunderbare Zeit hat.
Und ich kann an der Stelle nochmal zwei interessante Infos unterbringen. Denn, wenn man genau hinschaut, kann man erkennen, dass einige der Fachwerkhäuser im oberen Bereich etwas breiter aussehen. So ging es mir zumindestens und ich habe das mal recherchiert. Plus, es gibt sogar noch eine weitere Besonderheit, denn die Erdgeschosse sind aus Stein gebaut! Aus meiner Heimatstadt Wolfenbüttel kenne ich es tatsächlich so, dass die Fachwerkhäuser komplett aus Holz sind.
Aber anscheinend wurde das Holz irgendwann knapp, woraufhin die Stadt entschieden hat, dass das Erdgeschoss künftig aus Stein gebaut wird. Und dass einige Häuser oben etwas breiter aussehen, will sagen einen Überhang (nach vorne) haben, hat einen simplen Grund, denn hier wurde schlichtweg gemogelt. So wurde der erste Stock auf einfache Art leicht vergrößert…
Kirche Saint Martin
Inmitten der engen Altstadt wirkt diese ohnehin schon massige Kirche nochmal etwas gewaltiger. Es handelt sich um eines der beeindruckendsten gotischen Bauwerke dieser Region.
Im Inneren habe ich mich gefühlt wie in einem Her der Ringe Film, aufgrund der hoch gemauerten Wände.
Marché Couvert
Direkt am Fluss Lauch (schicker Name) findet man im Fischhändler-Bereich (Quai de la Poissonnerie Colmar) passenderweise die Markthalle der Stadt.
Sie wurde 1865 erbaut und ist seit 2010 wieder geöffnet. Ich mag ja Markthallen nicht sonderlich, wo sehr aufdringlich Fleisch an Haken, Käserollen so groß wie Autoreifen, etc angeboten werden, aber hier gibt es eine angenehme Mischung. Es werden nämlich neben jeglichen regionalen Besonderheiten, sprich neben den kulinarischen Köstlichkeiten, auch Handwerkskunst und kleinere Souvenirs angeboten. Ein Bummel durch die Halle lohnt sich allemal, denn es gibt ja durchaus einige Elsässer Spezialitäten!
Störche als Souvenir
Colmar gilt als Stadt der Störche und demzufolge gibt es auch sehr viele Storchsouvenirs in allen unterschiedlichen Varianten. Als Kuscheltier, auf einer Kochschürze oder als Kühlschrankmagnet. Ich fand das sehr charmant, aber was steckt dahinter?
Generell gilt das Elsass als ein bekanntes Zuhause für Störche. Aber im Speziellen rund um Colmar, wo Störche bereits im Mittelalter erwähnt wurden.
Dominikanerkirche
Wenn man durch die Altstadt schlendert, kommt man irgendwann auch an dieser eher schlichten Kirche vorbei. Als eines der ältesten Bauwerke der Stadt gehört sie aber auch auf eine Liste der Sehenswürdigkeiten von Colmar.
Im Inneren wirkt das Gemälde Madonna im Rosenhang aus dem Jahr 1473 vor allem deshalb so sehr, weil sich die Schlichtheit der Kirche auch hier fortsetzt.
Rue des Marchands
Hierbei handelt es sich um eine der schönsten Straßen in der Altstadt, die zugleich eine der beliebtesten Einkaufspassagen ist. Das ist aber nicht der Grund, warum ich die Rue des Marchands hier erwähnen wollte, sondern es gibt am Ende der Gasse einen ausgesprochen schönen Fotospot, nämlich dort wie Rue des Marchands auf die Grand Rue trifft. Von dem kleinen Vorplatz hat man eine großartige Perspektive auf das wunderschöne Fachwerkhaus mit vier Stockwerken.
Musée Bartholdi
Die Nachbildung der Freiheitsstatue gibt es leicht außerhalb von Colmar (siehe oben), aber das Museum zum Erfinder dahinter gibt es mitten der Altstadt. Im Geburtshaus von Auguste Bartholdi findet man diverse Gegenstände aus dem Leben rund um das Schaffen des Künstlers zu bestaunen. Vor allem dreht es sich dabei natürlich um die Freiheitsstatue! Neben diversen Skizzen und Plänen gibt es ebenso das Ohr der Freiheitsstatue in Originalgröße.
Ich fand es fein, am Ende aber ehrlich gesagt zu teuer! Kann man machen, muss man aber nicht.
Im Übrigen gibt es in ganz Colmar überall versteckte Hinweise auf die Freiheitsstatue – einfach mal ein bisschen suchen…
Roesselmann Brunnen
Wieder so ein kleiner Liebling von mir, denn ich fand es extrem angenehm rund um den Brunnen eine kleine Pause einzulegen. Es gibt ausreichend Sitzgelegenheiten, was im Zentrum ja durchaus wertvoll ist. Generell ist der Platz sehr stillvoll und ansprechend gestaltet und er wird zudem von bunten Fachwerkhäusern umgeben.
Mulhouse / Mülhausen
In der allgemeinen Wahrnehmung der schönsten Orte im Elsass ist Mulhouse sicherlich eher ein Außenseiter. Im Vergleich zu Colmar und Strassburg auch zu Recht, aber trotzdem sollte man Mulhouse nicht unterschätzen.
Generell kann man sagen, dass Mulhouse zum einen die vermutlich französischste Stadt ist und zum anderen hat sie den kleinsten Altstadtkern. ABER, das ist heißt nicht, dass der Recht interessant wäre, ganz und gar nicht!
In meinen Augen hat Mulhouse vielleicht den Charme der anderen beiden Städte, aber zu sehen und zu entdecken gibt es dennoch einiges!
Den Place de la Reunion mit dem Rathaus und der Stephanskirche fan dich zum Beispiel richtig klasse! Hier wäre ich gerne mal an einem Samstag in einer warmen Sommernacht…
Place de la Reunion
Im Gegensatz zu Colmar, wo der Altstadtkern erstaunlich groß und weitläufig ist, ist es hier in Mulhouse deutlich kompakter. Ausgangspunkt ist in jedem Fall der Place de la Reunion, an dem sich auch das L’Hôtel de Ville (ehemalige Rathaus) und die Temple du Saint-Etienne / Stephanskirche befindet.
Diese beiden Tipp-Sehenswürdigkeit in Mulhouse werde ich gleich noch kurz beschreiben, aber für mich hatte vor allem die bunte Häuserfront etwas. Mich persönlich hat es sehr an Curacao erinnert, wo es ebenfalls solche eine Kette an bunten Häusern gibt. Ich bin tatsächlich eine Stunde einfach nur über den Platz gelaufen, habe mir die Fassaden genauer angesehen, an dem einen Ende steht ein altes Karussell, an dem anderen Ende plätschert ein Brunnen, so dass es einfach reichlich zu fotografieren gibt.
Leider war bei meinem Besuch nicht das allerbeste Wetter, aber ich stelle es mir hier bei Sonnenschein traumhaft vor. Die Olivenbüsche, die Cafés und die Restaurants… Ein wirklich besonders schöner Platz!
L’Hôtel de Ville
Geschrieben sieht das hier sehr wild aus, aber übersetzt heißt es schlichtweg Rathaus. Bitte beachten, es handelt sich um das ehemalige Rathaus, denn heute beherbergt dieser besondere Bau ein historisches Museum (kostenlos!).
Besonders auffällig sind natürlich vor allem der bemerkenswerte Rosaton, in dem das ganze Haus gehalten ist, und die kunstvolle Bemalung. Hier lohnt sich ein genauerer Blick aus der Nähe!
Das Museum selbst befasst sich mit der Geschichte Mühlhausens und der historischen Lebensart der Elsässer.
TIPP: Von dem Treppenvorbau kann man wunderbare Bilder vom Place de la Reunion machen.
Temple du Saint-Etienne / Stephanskirche
Eine echte TOP-Sehenswürdigkeit in Mulhouse! Ich meine die Kirche ist natürlich innerhalb der Altstadt durchaus sehr „bestimmend“, schon alleine aufgrund der Größe – 97 Meter Höhe sind natürlich auch Statement. Umso bedauerlicherweise, dass man den Turm nicht besichtigen kann. Dennoch, mir haben die Frontfassade und die Fenster außergewöhnlich gut gefallen.
Was ich vor Ort gelesen habe ist, dass es sich um die einzige protestantische Kirche an einem Hauptplatz in ganz Frankreich handelt!
Altstadt
Wie oben schon erwähnt, ist die Altstadt von Mulhouse relativ schnell erkundet, was ich aber sogar sehr charmant finde. Man kann einfach völlig entspannt drauf los spazieren und wird sich kaum verlaufen. Der Place de la Reunion bildet das Zentrum und wenn man sich grob kreisförmig drumherum bewegt, wird man viel Freude an den kleinen Straßen und Gassen haben.
Es gibt sehr viele kleine Läden, Geschäfte, Cafés und Restaurants und man kann überall etwas entdecken.
Zum Beispiel direkt hinter dem L’Hôtel de Ville macht die Rue de Guillaume einen Knick und an dem Restaurant am Eck des Gebäudes findet man eine Wilhelm Tell Statue! Hier zeigt sich die enge Verbundenheit zur Schweiz…
Europaturm
Der Name klingt irgendwie schon groß und tatsächlich, der Europaturm ist mit 112m durchaus wuchtig. Mich hat aber weniger die Größe, sondern vielmehr das Design beeindruckt. Denn, der Turm hat die Form eine Dreiecks, wobei die Seiten nicht gerade, sondern nach innen gewölbt sind. Dieses Dreieck soll das Drei-Länder-Eck bestehend aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland symbolisieren. Gerade wenn die Sonne scheint, sind die drei gewaltigen Fensterfronten durchaus ein echter Hingucker.
Irgendwie wusste ich nicht wirklich, was ich mit dem Europaturm anfangen soll, denn besuchen kann man ihn leider nicht (er wird hauptsächlich gewerblich genutzt). Es gab wohl mal ein Drehrestaurant im obersten Stock, aber dem ist nicht mehr so. Insofern kann man dieses Wahrzeichen von Mulhouse tatsächlich nur von unten bestaunen und fotografieren.
Direkt daneben befindet sich übrigens noch eine ganz nette Mall.
Bollwerk
Fast direkt neben dem modernen Europaturm findet man das historische Bollwerk. Dieses aus dem Jahr 1390 stammende Überbleibsel der ehemaligen Stadtbefestigung steht in einem spannenden Kontrast zum Europaturm.
Ich hatte bedauerlicherweise eine andere Route der Stadtbesichtigung und habe das Bollwerk erst ganz am Ende des Tages besucht, als das Licht und Sonne bereits weg waren. Ansonsten kann man hier definitiv ein schönes Foto mit beiden Motiven machen.
Streetart
Ich hätte nicht zwingend damit gerechnet, dass Mulhouse eine echte Streetart-Metropole ist, aber tatsächlich ist dem so. So war zum Beispiel mein erstes Highlight in Mulhouse die Parkgarage Kinopolis. Hier wurden die Wände wohl für Graffiti freigegeben, weshalb es in diesem Parkhaus sehr sehr bunt zugeht. Und natürlich findet man dort auch das wirklich lustige Milhouse-Bild (aus der TV-Serie „Simpsons“).
Kinopolis / Graffitipolis
175 Av. Robert Schuman, 68070 Mulhouse
Die anderen Spots verteilen sich in der Altstadt, teilweise wird man die Kunstwerke einfach zufällig entdecken, einige sind sogar in Reiseführern aufgeführt.
Ich habe die Spots auch in meiner Karte entsprechend markiert.
Fotospot 2
Fotospot 3
Fotospot 4
Dieses Gemälde fand ich besonders beeindruckend, denn ganz ehrlich, es ist täuschend echt. Ich konnte anfangs gar nicht wirklich erkennen, dass die Fassade nur aufgemalt ist…
Fotospot 5
Dieser Spot sieht jetzt erstmal nicht sooo spektakulär aus, ABER das besondere ist, dass hier regelmäßig neue Bilder entstehen. Sprich, vermutlich wird mein Bild, wenn jemand von euch vor Ort ist, nicht mehr da sein, sondern es gibt mittlerweile ein neues Kunstwerk!
Clet Abraham Straßenschilder
So, und dann zu einer sehr lustigen und besonderen Sache in Mulhouse! Streetart ist das Eine, aber die von dem Künstler Clet Abraham gestalteten Straßenschilder sind das Andere. Ungefähr 200 Verkehrsschilder (ich habe nur Einbahnstraßenschilder gesehen) wurden umgestaltet, so dass der weiße Strich auf roten Hintergrund immer in einem anderen Zusammenhang verwendet wird. Mal wird der Strich getragen, mal geöffnet und mal wird an ihm gesägt. Lustig sind diese Variationen fast immer! Einfach mal in den Straßen genauer hinschauen, wie gesagt, das Ganze kann zu einem spaßigen Zeitvertreib werden…
Weitere Sehenswürdigkeiten
Neben den oben angegeben Sehenswürdigkeit, hat Mulhouse noch einiges mehr zu bieten. Diese teils doch besonderen Spots, möchte ich hier auf jeden Fall auch noch erwähnen:
- Da wäre der General de Gaulle Square, direkt am Ufer des Rhein-Rhône-Kanal.
- Einfach der Hauptstraße Richtig Altstadt folgen und man kommt zu keiner echten Sehenswürdigkeit, aber ich fand es trotzdem irgendwie lustig. Und zwar das komplett runde Wohnhaus mit einem kleinen Park in der Mitte.
- Etwas weiter nördlich am Rhein-Rhône-Kanal befindet sich das Musée de l’Impression sur Etoffes (Stoffdruckmuseum), was oftmals als Tipp angegeben wird, wobei ich zum Museum selbst nichts sagen kann, aber die Reflexion im Wasser fand ich ziemlich lustig (siehe mein Bild).
- Wenn man Europaturm ist und dem Boulevard de l’Europe bzw. der Rue de Nordfeld Richtung Osten folgt, kommt man erst nochmal einem schönen Streetart-Kunstwerk (siehe Bild mit Pavillon und Weide), dann am Straßenbahn-Haltepunkt Nordfeld vorbei (Foto mit den lila-rosa Bögen), bevor man schließlich zum Nouveau Bassin gelangt – einem schön angelegten (Skulpturen-)Park mit einer sehr fotogenen Fontäne in einem Kanalbecken.
- Und schließlich, ich bin kein Auto-Fan, deshalb war ich nicht dort, aber das Musée National de l’Automobile (Automobilmusuem) im Norden von Mulhouse muss ein Knaller sein. Für Autofans! Hier findet man Bugatti, über Lamborghini oder Rolls Royce bis hin zu Ferrari alles.
Doch woher stammt diese durchaus besondere Autosammlung? Nun, diese zweifelhafte Ehre gebührt den beiden Mühlhausener Textilunternehmern Fritz und Hans Schlupf, die anstatt in ihre Firma zu investieren, ihr Geld lieber für Autos ausgaben. Als dann aber die Firma pleite ging und das ganze Malheur aufflog, entstand dieses spektakuläre Museum.
Zum Museum gehört auch eine Rennstrecke für Vorführungen. Und wer mag, kann sich sogar den einen oder anderen Wagen für eine kleine Spritztour ausleihen.
Hohkönigsburg
Ein wirklich sehr schöner Ausflug! Die wuchtige Burg sieht man schon aus weiter Ferne, denn sie thront wirklich über der Rheinebene. Der Weg nach oben führt über ein paar Serpentinen und gehört sicherlich zum Erlebnis dazu.
Burg
Die im 12ten Jahrhundert erbaute Burg ist von innen und außen ein Top-Sehenswürdigkeit im Elsass. Sie wurde vor allem durch Kaiser Wilhelm II. berühmt, der die Hohkönigsburg restaurieren ließ, nachdem sie zwischendurch mal in Brand gesetzt wurde.
Es gibt sogar ab und zu Mittelalterfeste auf dem Burggelände, die in einer solchen Umgebung natürlich besonders authentisch wirken.
Mir hat die Burg wirklich gut gefallen und ich war froh, dass ich diesen Stopp noch eingebaut habe.
Parken
Ein wichtiger Aspekt ist das Parken, denn die Hohkönigsburg wird sehr sehr stark besucht.
Die Straße bis ganz nach oben zur Burg ist eine Einbahnstraße, sprich ein Umkehren ist nicht möglich. Sowohl auf dem Weg hoch zur Burg, als auch wieder runter (!), gibt es viele Parkplätze am Straßenrand – auf beiden Seiten. Ich könnte mir nur vorstellen, dass diese vormittags sehr schnell voll sind. Ich war am späteren Nachmittag dort und habe relativ schnell, recht weit oben einen Parkplatz gefunden. Falls man nicht so viel Glück hat, hat man durchaus noch eine (kurze) steile Wanderung vor sich.
Selestat
Sélestadt wurde in quasi jedem Reiseführer als eine besonderer Attraktion angepriesen, aber ich muss ehrlich sagen, ich war ein kleines bisschen von der Stadt enttäuscht. Aus dem Grund fasse ich mich hier auch etwas kürzer, denn tatsächlich hatte die Stadt weder die echten Highlights noch eine besondere Atmosphäre. Vielleicht hatte ich auch Pech, weil ich erst am Nachmittag dort war, aber unterm Strich würde ich in Sélestat maximal nur kurz anhalten.
Fürs Protokoll, es gibt hier eine humanistische Bibliothek und ein paar schöne Kirchen. Und einen sehr guten Dönerladen!
Meine besten Spot-Tipps im Elsass auf einer Karte
Ich habe auf der Karte die wichtigsten Spots markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.
Meine Hoteltipps im Elsass
Folgend mal meine Hoteltipps von den Unterkünften, die ich WIRKLICH empfehlen kann:
1) Straßburg – Hôtel Les Haras
Ein sehr sehr stilvolles Hotel! Ich war komplett überrascht, wie groß das Areal ist. Es befindet sich nicht direkt in der Altstadt, aber in ca. 5-10 Minuten zu Fuß ist man im Zentrum.
Der Wellnessbereich war außergewöhnlich schön, auch wenn ich es seltsam fand, dass man nur eine Stunde Zugang hat.
Die Zimmer waren sehr modern und stilvoll eingerichtet – wirklich ausgesprochen ansprechend.
23 Rue des Glacières, 67000 Strasbourg
2) Colmar – James Boutique Hôtel Colmar centre
Als Übernachtungsmöglichkeit hatte ich im Vorfeld einen recht guten Tipp von einer Freundin bekommen, und zwar das James Boutique Hotel. Stylisch, preislich fair und zentrumsnah. Die Bewertungen bei booking.com sprechen ebenfalls für sich.
15 Rue Saint-Eloi, 68000 Colmar
3) Mulhouse – ibis budget Mulhouse Centre Gare
Das Hotel war ein bisschen eine Notlösung, weil schlichtweg kaum noch etwas verfügbar war, aber was soll ich sagen, es war absolut wunderbar. Klar, die Zimmer sind nicht besonders fancy, aber ich muss extrem positiv erwähnen, dass ich einen Toper (für eine weichere Matratze) angefragt habe und diesen auch bekommen habe! Plus, man kann sehr gut an recht freien Straße parken. Für € 81 im Doppelzimmer war das ein echter Schnapper.
Ach ja, nicht direkt im Zentrum, aber zu Fuß waren es nur ca. 10 Minuten. Direkt gegenüber des Hotels ist außerdem ein schöner Park und eine Tramstation.
42 Av. du Général Leclerc, 68100 Mulhouse
Fototipps, die ich euch gerne mitgeben möchte
Die für mich wichtigsten Tipps wären:
- Strassburg – Am Besten kann man den vorderen Teil des Münsters am Nachmittag fotografiere. Dann hat man die Sonne im Rücken. Wenn man das Münster von der Seite haben möchte, wäre der Vormittag der ideale Zeitpunkt.
- Colmar – Den Fotospot an der Rue de Merchands sollte man früh Morgens besuchen, denn dann hat man die Sonne hinter sich. Ab dem späteren Vormittag verdeckt das Haus an der linken Seite die Sonne.
Fun Facts zum Elsass
- Strassburg – Das Münster war bis 1875 das höchste Gebäude der Welt.
- Strassburg – Der Hintergrund für den Namens des Stadtviertels „Petit France“ ist deutlich unromantischer als man es vermuten möchte. Denn, früher grassierte mal in dem damaligen Gerberviertel die Syphillis und diese wurde Franzosenkrankheit genannt.
- Colmar – Colmar diente als Vorlage für die Disney-Filme „Die Schöne und das Biest“ – sowohl für den Animations-, als für den Realfilm.
- Mulhouse – Mulhouse hat die größte Sammlung historischer Autos in Europa im Cité de l’Automobile (Schlumpf-Sammlung) – über 400 Oldtimer, darunter zahlreiche Bugattis. Auch das Cité du Train ist das größte Eisenbahnmuseum Europas.
- Das Elsass war im Laufe der Geschichte abwechselnd deutsch und französisch – insgesamt wechselte es fünfmal die Nationalität zwischen 1681 und 1945!
- Viele Elsässer sprechen (oder verstanden zumindest früher) Elsässisch, einen alemannischen Dialekt, der dem Schweizerdeutschen und Schwäbischen ähnelt.
- Der Storch ist DAS Symbol des Elsass – in Dörfern gibt es eigene Storchenplattformen auf den Dächern, und im Frühjahr klappert’s überall.
- Flammkuchen ist kein Pizza-Verschnitt: Der beliebte Tarte flambée (Elsässisch: Flàmmeküeche) wurde ursprünglich zum Testen der Temperatur von Holzöfen genutzt – mit Teig, Crème fraîche, Zwiebeln und Speck.
- Die 170 km lange Elsässische Weinstraße schlängelt sich durch Weinberge und pittoreske Dörfer – mit Riesling, Gewürztraminer & Co.









