Reisetipps Italien / Apulien

  • Apulien ist für mich eine der schönsten Regionen in Italien – und das will was heißen!

  • Die größten Städte Bari und Lecce sind sehr unterschiedlich, aber sehr reizvoll. Wobei ich Bari deutlich interessanter fand.

  • Alberobello ist ein unglaublich romantischer und einzigartiger Ort mit seinen weltberühmten Trulli-Häusern.

  • Geographisch zählt Matera zwar nicht zu Apulien, sondern zu Basilikata, aber als eine der ältesten Städte der Welt handelt es sich um Highlight der Region.

Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?

Impressionen aus Apulien – ein kleines „Best-of“

Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps

Folgend möchte ich euch ein paar wertvolle Hinweise zur Planung und zu einer Reise nach Apulien geben:

  • Wo genau liegt Apulien überhaupt?
    Nun, um es einfach zu machen, Apulien ist der Stiefelabsatz Italiens…
  • Generell
    Apulien fliegt, wenn man über Italien spricht, meistens komplett unter dem Radar! Als ich mich mit Apulien beschäftigt habe, war ich überrascht, wie wenige Freunde / Bekannte bereits einmal dort waren.
    ABER die Region ist traumschön, die Städte sind sehr abwechslungsreich, die Strände sind klasse und es gibt sogar einige echte Highlights! Sprich, Apulien ist ein echter Tipp!!!! Ich würde jederzeit sofort wieder dorthin reisen und kann es wirklich nur jedem empfehlen.
  • Erreichbarkeit
    Der einzige Grund, warum Apulien nicht bekannter / beliebter ist, kann eigentlich nur daran liegen kann, dass man es kaum mit dem Auto erreichen kann, sondern eben fliegen muss.
    Aber die Anbindung ist erstaunlich gut. Es gehen sehr viele Flüge non-stop von Deutschland aus nach Bari (BRI). Von München hat der Flug lediglich 80 Minuten gedauert, was ich als extrem angenehm empfunden habe. Der Flughafen dort ist auch klein, so dass die Abwicklung rund um die Ankunft sehr schnell geht.
  • Norden oder Süden?
    Wenn man nach Bari fliegt, muss man sich quasi entscheiden, ob man von dort aus Richtung Norden oder Süden fährt. Bari liegt nämlich fast direkt in der Mitte Apuliens.
    Im Norden ist der Gargano Nationalpark das Highlight, allerdings war ich dort NICHT. Ich habe mich für den Süden entscheiden und kann nur sagen, dass dieser Teil mehr als fantastisch war.
  • Was ist mit der Nachbarregion Basilikata?
    Ein Highlight des südlichen Italiens ist die Stadt Matera. Diese befindet sich allerdings in der Nachbarprovinz Basilikata. Wer allerdings in Apulien ist, sollte Matera unbedingt mit einplanen und besuchen!
  • Planung
    Meine Empfehlung wäre, dass man in Apulien per Mietwagen bereisen sollte. Nur so kann man die verschiedenen Highlights der Region ideal kennen lernen. Die Distanzen zwischen den unterschiedlichen Spots sind nicht groß, was eine Rundreise ausgesprochen angenehm und unkompliziert macht.
  • Wieviel Zeit sollte man einplanen?
    Wie oben schon erklärt, gibt es unterschiedliche Ansätze Apulien zu erkunden. Ich kann nur über den Süden sprechen, aber ich würde sagen, dass man mit 10-11 Tage recht gut liegt. Wobei auch klar ist, dass jeder seine Reise anders plant und unterschiedliche Schwerpunkte setzt.
  • Meine perfekte Reise
    Wenn ich einem Freund eine erste Reise durch Apulien organisieren sollte, würde ich folgende Tour vorschlagen:
    Ankunft Bari
    2 Nächte Bari
    1 Nacht Polignano a Mare
    2 Nächte Alberobello
    2 Nächte Otranto
    2 Nächte Gallipolli
    2 Nächte Matera
    Abflug Bari
    Ich hatte für diese Tour beispielsweise nur 9 Tage zur Verfügung.
  • Was ist der Unterschied zwischen Salento und Apulien?
    Eine Frage, über die ich vor Ort immer mal wieder gestolpert bin, denn wenn man sich in Apulien südlich von Bari aufhält, ist immer wieder die Rede von Salento. Ich will es nicht komplizierter machen, als es ist, aber Salento ist ein Teil Apuliens und umfasst die südlichen Provinzen bzw. Teile davon (Lecce, Brindisi und Talent).

Die besten Spots in Apulien und Umgebung

Folgend eine Auflistung der verschiedenen Spots mit Erklärungen zu dem jeweiligen Besuch.

Bari

Die Hauptstadt Apuliens und zweitgrößte Stadt (hinter Neapel) von Süditalien ist eines der „Tore“ in diese wunderschöne Region. Ich bin nämlich nach Bari geflogen, was ausgesprochen angenehm und einfach war, weil der Flughafen klein, übersichtlich und schnell in der Abwicklung ist.

Bari selbst war für mich eine der schönsten Überraschungen bei dieser Reise, denn irgendwie hatte ich keine echten Erwartungen. ABER, sowohl die Neustadt, als auch die Altstadt verdienen das Prädikat der vier A’s: Ausgesprochen atmosphärisch, ansprechend und angenehm.

Natürlich liegt der Fokus meist auf der Altstadt (Bari Vecchia) und diese ist in Bari mehr als großartig. Alleine die Basilica San Nicola (also vom Heiligen Sankt Nikolaus – DEM Nikolaus) ist selbstverständlich ein echtes Highlight, aber die kleinen Gassen und schönen Plätze sind generell ein großer Spaß. Ich habe aber auch einen fantastischen Strandtag an einem Stadtstrand eingelegt, was nach einer Stadtbesichtigung durchaus eine prima Abwechslung ist. Und die Neustadt wirkt erstaunlich jung und auf eine besondere Art modern. Nicht durch die Gebäude, sondern der Spirit. Es sind viele junge Menschen auf der Straße, die Stadt wirkt sehr lebendig und überall gibt es neue, innovative und bemerkenswerte Restaurants und Cafés…

Wer denkt Bari ist nur der Ort mit dem Flughafen, der irrt! Hier sollte man unbedingt ein paar Nächte einplanen…

Basilika San Nicola

Wie oben schon angedeutet ist Bari definitiv die Stadt des Heiligen Nikolaus. Ich meine, eine solche weltweit bekannte, historische Figur hebt jede Stadt natürlich auf ein anderes Level – vor allem touristisch. Jedes Kind kennt den Nikolaus! Und dementsprechend will auch jeder die Kirche (eine Basilika ist nicht anderes als eine Kirche, die eine besondere Anerkennung bekommen oder generell eine besondere Bedeutung hat) dieses Mannes sehen…

Sie befindet sich recht weit nördlich in der Altstadt und gefühlt muss man durch ein Labyrinth an Gassen, bevor man dann auf einmal durch ein Tor schreitet und sich ein weiter Platz mit einem wuchtigen Bau auftut. Ich wusste erst nicht, ob „sie“ es tatsächlich schon ist, aber ein Blick nach links zu seiner Statue lässt jedes Fragezeichen verschwinden.

Von außen wirkt die Basilika beeindruckend, auch wenn sie jetzt nicht außergewöhnlichem Verzierungen glänzt. Mir gefällt das ja sehr gut. Von innen erkennt man dann die Ausmaße und ich muss sagen, dass ich die generelle Gestaltung als sehr geschmackvoll empfunden habe. Nicht zu viel und nicht zu wenig.

Der Höhepunkt ist natürlich die Besichtigung der Krypta mit dem Grab des Sankt Nikolaus. Ich weiß nicht, wie es anderen Besuchern ging, aber ich muss sagen, dass es für mich ein außergewöhnliches Gefühl war diesen Raum zu betreten. Ein kleiner Säulenwald bildet hier den perfekten Rahmen für diesen besonderen Ort.


Warum ist der heilige Nikolaus eigentlich so besonders?

Nun, anscheinend sind von ihm mehrere Wundertaten überliefert und er gilt als der Schutzpatron der Seefahrer, Bäcker, Kaufleute und vor allem der Kinder! Und da sein Todestag der 6te Dezember ist, ist dies ein wichtiger Termin in „unserem“ Kalender.

Kathedrale San Sabino

Noch eine Kathedrale? Genau, Bari hat gleich zwei (wobei die des Heiligen Nikolaus mittlerweile eine Basilika ist) davon. Und auch hier ist Schlichtheit Trumpf, was mir wirklich sehr gut gefällt.

Zum Hintergrund, bis der Heilige Nikolaus kam, war der gute San Sabino der Schutzheilige von Bari, daher diese zweite Kathedrale.

Piazza Mercantile

Der alte Markplatz von Bari ist heute der Treffpunkt überhaupt in der Stadt. Speziell abends erwacht die Piazza so richtig zum Leben und die vielen Cafés und Restaurants füllen sich mehr und mehr.

Dadurch, dass der Platz sehr großflächig und sogar ein wenig verwinkelt ist, wirkt es aber selbst dann nicht wirklich aufdringlich voll. Letztlich ist auch für jeden etwas dabei, weshalb hier auch durchaus mal länger bleiben in den „Abend hinein wachsen“ kann.

Mein Tipp: Die Eisdiele Martinucci ist großartig – wie in ganz Apulien. Nahezu in jedem Ort findet man eine Filiale und ich wurde nirgends enttäuscht, im Gegenteil. 

Fast direkt angrenzend befindet sich die Piazza Ferrarese, allerdings verliert sich hier die Atmosphäre ein wenig. Trotzdem, den Schlenker kann man problemlos einbauen.

Altstadt

Wie schon oben erwähnt ist die Altstadt einer der Gründe, warum ich Bari auf eine besondere Stufe stelle. Ich war insgesamt drei Nächte in Bari und habe es geliebt abends in der Altstadt herumzuschlendern. Irgendwie war das ganze Ambiente dort besonders. Bari ist eben kein klassischer Touristenort, weshalb hier nicht massenhaft Influencer oder Bus-Gruppen durch die Gassen drücken, sondern alles bleibt in einem sehr angenehmen Rahmen (ich war Mitte / Ende Juli vor Ort, also durchaus zur Hochsaison). Die ganze Altstadt wird in ein warmes Licht gehüllt, was ganz sicher auch zu dieser schönen Atmosphäre beiträgt.


Erwähnen möchte ich das typische Streetfood in Bari, und zwar die Sgagliozze! Es handelt sich um eine frittierte Polenta, die ein bisschen wie Popcorn schmeckt. Alleine bei der Zubereitung zuzuschauen ist ein kleines Happening!

Castello Svevo di Bari

Direkt am Rand der Altstadt befindet sich diese mittelalterliche Festungsanlage.

Der wuchtige Bau aus dem 13ten Jahrhundert diente früher als Gefängnis und /oder Militärstützpunkt, während er heute weitestgehend für Ausstellungen verwendet wird.

Ich selbst habe das Schloss nicht besucht, aber für Freunde von Museen und Kultur ist das sicherlich ein wichtiger Tipp in Bari. Zumindestens wird es in jedem Reiseführer klar hervorgehoben.

Was ich aber gemacht habe, ist dass ich einmal (unbewusst) um das Castello herumgelaufen bin und dabei die Ausmaße sehr gut erahnen konnte.

Tipp: Direkt gegenüber kann man die immer gut besuchte Gelateria Gentile (siehe Restauranttipps) kaum übersehen. Hier gibt es sensationell leckeres Eis und ich hier macht sogar das Anstehen Spaß, weil es immer etwas zu „Schauen“ gibt. Man kann sich dann hervorragend auf die Burgmauer setzen und dort sein Eis genießen. 

La Via delle Orecchiette

Direkt gegenüber vom Castello Svevo di Bari findet ihr einen – wie ich finde – recht fotogenen Platz und ganz am Rande verbirgt sich einer der größten Schätze von Bari. Und zwar die so genannte Orecchiette-Straße, in der, wie der Name schon sagt, die für Apulien typischen Nudeln von Hand hergestellt werden.

Aber der Reihe nach. Der eigentlich Name der Straße lautet Strada Arco Basso, wobei Arco übersetzt Torbogen bedeutet und man erreicht die Straße durch einen tunnelartigen Torbogen. Sobald man diesen durchquert hat, tut sich eine ganz neue Welt auf. Eine Welt voller Pasta, wie in einem alten Film. 

Es gibt hier nämlich zahlreiche kleine Stände, an denen die Damen des Hauses ihre Arbeitsfläche auf der Straße aufgebaut haben und dort live die ohrenähnlichen Orecchiettes formen. Mit welcher Geschwindig- und Geschicklichkeit sie das schaffen ist fantastisch anzuschauen. Die frisch zubereiteten, bunten Orecchiettes werden sogar auf der Straße auf Gittern getrocknet.         

Natürlich kann man sich hier auch ein paar Nudeln als Souvenir mitnehmen, aber VORSICHT! Diese müssen natürlich bereits getrocknet sein. 

Generell ist diese Ecke der Altstadt aber bilderbuchschön. Die kleinen Gassen, die bemalten Türen, die Balkons und liebevollen Verzierungen sind einfach großartig. Hier sollte man seine Kamera oder sein Kamera erst gar nicht verstauen, weil es so viele herrliche Motive gibt.   

Corso Vittorio Emanuele II

Hierbei handelt es sich nicht wirklich um eine Sehenswürdigkeit, aber es ist nun mal die für einen Bari-Besuch prägnanteste Straße. DENN der Corso Vittorio Emanuele II trennt die Altstadt von der Neustadt. Und wenn man schon zwischen diesen beiden „Welten“ liegt, dann überquert man diese Prachtstraße auch dementsprechend häufig.

Begrenzt wird diese Hauptstraße auf der einen Seite von der Parkanlage Giardino Garibaldi (ist auch einen kleinen Abstecher wert) und auf der anderen Seite vom Teatro Margherita.

Wie man auf den Fotos gut erkennen kann, gibt es hier jede Menge Restaurants, was schön aussieht, aber ich würde dann doch lieber irgendwie in der Altstadt zum Essen gehen.

Via Sparano da Bari

Neben der Piazza Mercantile sicherlich so etwas wie das „Wohnzimmer“ von Bari – in dieser elegant, stilvollen Fußgängerzone trifft man sich, schaut herum, entspannt und kauft ein. 

Die circa 700 Meter lange Via Sparano de Bari zieht sich wie eine Hauptader durch den Neustadt-Teil Baris. Sie beginnt an der Piazza Aldo Moro (beim Bahnhof) und endet am Corso Vittorio Emanuele II, also am Rand der Altstadt.   

Neben den vielen namhaften Shops, gibt es immer wieder Sitzgelegenheiten, wodurch speziell abends ein reges Treiben herrscht.  

Erwähnen möchte ich, dass auch die Parallelstraßen durchaus interessant sind und speziell dieser Bereich sogar das neue und hippe Bari ausmacht. Hier wurden im Laufe der letzten Jahre viele Cafés und Restaurants eröffnet, weshalb es wirklich Spaß macht, einfach mal die Straßen zu erkunden…  

Uferpromenade & Molo San Nicola

Die für mich klare Empfehlung ist der Damm (Molo) San Nicola, zum einen weil er sich nahe direkt am Rande Altstadt befindet und man von hier einen wunderschönen Blick auf die langgezogene Uferpromenade hat. Hier man in Ruhe zu sitzen, aufs Meer und Bari zu blicken, ist wirklich großartig.

Zudem gibt es hier auch den Fischmarkt der Stadt und mit der Bar El Chiringuito einen weiteren Hotspot der Stadt. Ein lässiger Ort und ein lustiger Treffpunkt.

Die Uferpromenade beginnt am Teatro Margherita und geht über 3 km Länge bis hin zum Stadtstrand Pane e Pomodoro (siehe unten Strände).

Teatro Margherita

Ohne genau zu wissen, worum es sich bei diesem wirklich auffälligen Bau genau handelt, ist er mir sofort aufgefallen – und das nicht nur einmal. 

Zum einen befindet sich das Teatro Margherita genau an der Grenze zwischen Neustadt und Altstadt, und zum anderen kann man die rosarote Fassade vom Piazza Ferrarese, vom Corso Vittorio Emanuele II und sogar vom Hafenbereich San Nicola sehen. Selbst wenn man von der Einkaufsstraße Via Sparano da Bari kommt, stößt man schnell auf diese beeindruckende Bauwerk. 

Doch was verbirgt sich dahinter? 

In den 2000er Jahren wurde eine größere Restaurierung angestoßen und seit der Eröffnung 2010 handelt es sich um ein Kulturzentrum mit einem international sehr guten Ruf. 

Dies war lange nicht so, denn das 1914 errichtete Teatro war einst ein echter Prachtbau Baris, wurde dann aber im Krieg teilweise zerstört und schließlich in ein „Gran Cinema“ umgewandelt. Ein Jammer für solch ein beeindruckendes Gebäude in bester Lage. Zum Glück wurde der Wert dann aber doch wieder erkannt, wodurch es schließlich einen „neuen Anstrich“ bekam…  

Strände

Bari ist eine klasse Stadt. Aber in Italien, gerade im Sommer, tut ein bisschen Abkühlung hier und da schon mal gut. Insofern ist ein Stadtstrand wirklich ein dickes Plus! Und in Bari gibt es davon gleich zwei.

1) Lido San Francisco

Ein Lido ist ein Strandbad, sprich es gibt am Strand auch Liegen, eventuell ein Restaurant und Umkleiden mit Toiletten und Duschen.

So auch hier, die Ausstattung ist klasse und das ganze Ambiente ist sehr angenehm. Klar, am Wochenende ist es hier voll, aber man hat immer genügend Platz. Unter der Woche dagegen ist es komplett entspannt. An der Stelle sei erwähnt, dass ich Mitte Juli vor Ort war, also zur Ferienzeit in Italien!

Die Preise variieren je nach Wochentag. Von Montag bis Freitag kosten zwei Liegen und ein Sonnenschirm EUR 25, am Wochenende dagegen EUR 30. Kein Schnapper, aber ich finde es angemessen.

Es gibt schöne Duschen (wirklich angenehm, wenn man zB danach direkt etwas essen möchte) und sogar einen guten Eisverkauf.

Ein Tipp für die Suche nach einem Parkplatz: Ich würde es in der Via Pietro Mascagni oder Viale Saverio Mercadante an der Seite probieren. Idealerweise sollte der Parkplatz eine weiße Markierung haben!

Anmerkung: Man kann sich am Strand selbst auch ohne Liegestühle und dementsprechend ohne Kosten auf sein Handtuch legen! ABER, dieser Teil ist zum Beispiel am Wochenende immer ziemlich voll.

Via Giuseppe Verdi, 59, 70123 Bari 

2) Pane e Pomodoro

Ein zugegeben etwas seltsamer Name (Brot und Tomaten), aber der Strand an sich ist wirklich sehr schön. Es handelt sich um einen öffentlichen Strand, sprich er kostet nichts. Dementsprechend fehlen die oben erwähnten Einrichtungen.

Wenn es um das Baden und den Strand an sich geht, ist Pane e Pomodoro aber wirklich eine schöne Alternative zu einem Lido.

Corso Trieste, 70126 Bari

Lecce

Hier komme ich zu einem Teil, den vielleicht nicht jeder teilen oder verstehen kann, aber Lecce war für mich eher das Gegenteil von Bari. Nämlich tendenziell eine kleine Enttäuschung. Die Erwartungshaltung ist einfach immer ein Faktor und ich hatte so viel Positives über Lecce im Vorfeld gelesen, dass ich hier sicherlich einfach eine zu hohe Messlatte angelegt hatte.

Was hat in Lecce gefehlt?

Schwer zu sagen. Das gewisse Etwas. In Bari war es die Atmosphäre in der Altstadt, die mich so erwischt hat. Das war besonders. Dort hatte ich einen Wow-Moment. In Lecce habe ich genau so etwas vermisst. Bitte nicht falsch verstehen, Lecce ist eine klasse Stadt mit vielen beeindruckenden Bauwerken, aber der Funke ist einfach nicht so richtig übergesprungen.

Lecce wird ja oftmals als das Florenz des Süden betitelt (genau solche Vergleiche finde ich immer schwierig) oder die Barockhauptstadt des Südes und ich kann durchaus erkennen wieso. Vieles ist hier sehr reichlich verziert oder aufwendig geschmückt. Und um hier nochmal den Vergleich anzustellen, mir sind dann eben eher schlichte und trotzdem nicht weniger beeindruckende Kirchen, wie die des Sankt Nikolaus in Bari, lieber.

Ein Knaller in Bari ist aber definitiv der Piazza del Duomo mit der Kathedrale und dem Glockenturm (Campanile)! Ich muss wirklich sagen, dass der Besuch der Plattform ein Highlight war. Immer wenn man die Möglichkeit hat in einer Stadt so zentral einen solchen Ausblick zu bekommen, bin ich dabei! Und ich war begeistert…

Unterm Strich, bitte nicht abschrecken lassen von meiner Meinung, vielleicht hatte ich auch einfach Pech oder die Stadt hat sich nicht ideal „zeigen“ können. So wurden beispielsweise sowohl das römische Theater, als auch das Amphitheater  (beides hätte mir sicherlich sehr gut gefallen) gerade restauriert.

Piazza del Duomo 

Ein guter Start in Lecce ist auf jeden Fall die gefühlte Hauptattraktion der Stadt und das wäre der Piazza del Duomo.

Dieser großzügige Platz alleine wäre schon eine tolle Sache, aber hier befinden sich zudem zwei der klaren Top-Spots überhaupt in Lecce. Und zwar die Kathedrale und der Glockenturm (Campanile).

Wie man diese am besten besichtigt, erkläre ich in den folgenden Abschnitten…

LeccEcclesiae

Hierbei handelt es sich um keine eigene Sehenswürdigkeit, sondern vielmehr um ein Sammelticket für fünf Attraktion in der Altstadt von Lecce. Dabei handelt es sich um:

  • Kathedrale von Lecce
  • Musuem Diocesano di Arte Sacra
  • Basilika Santa Croce
  • Chiesa di San Matteo
  • Chiesa Santa Maria della Grazia

UP!

Ein schmissiger Name für ein prima Highlight in Lecce. Hinter UP! verbirgt sich nämlich die Besichtigung des Glockenturms (Campanile del Duomo) oder vielmehr die Fahrt mit dem Aufzug zur Aussichtsplattform.

LeccEcclesiae + UP!

Man kann beide Tickets auch kombinieren und dabei gutes Geld sparen. Ich würde dieses Kombi-Ticket immer empfehlen, denn jede der sechs Attraktionen für sich ist absolut sehenswert und die Fahrt zur Aussichtsplattform sogar ein MUSS. Gekostet hat das Ganze € 20 pro Person.

Alleine kosten die vier Kirchen plus das Museum € 11 und der Glockenturm € 12. Jeweils pro Person.  

Das Ticket-Office befindet sich gegenüber vom Glockenturm im Museo Diocesano di Arte Sacra.

Hier geht es noch zur offiziellen Website, wer Öffnungszeiten, etc. prüfen möchte.

1) Campanile del Duomo

Die Besichtigung des Glockenturms alleine kostet schon € 12 pro Person, aber ganz ehrlich, diese sensationelle Aussicht darf man sich nicht entgehen lassen! Vor allem, weil sich der Piazza del Duomo mitten im Herzen der Altstadt befindet und man so wirklich ganz Lecce sehr gut überblicken kann.

2) Kathedrale von Lecce

Direkt neben dem Campanile (Glockenturm) findet man den dazugehörigen Dom. Ich habe nur diese Reihenfolge gewählt, weil der Glockenturm preislich separat von den anderen fünf Attraktionen läuft.

Der Dom hat mich ehrlich gesagt sehr beeindruckt. Von außen und von innen.

Auf keinen Fall verpassen sollte man die Krypta, die seitlich über einen eher unauffälligen Abgang zu erreichen ist. Krypta leitet sich übrigens aus dem Griechischen ab und bedeutet „die Verborgene“. Sehr zutreffend.

Auf der linken Seite kann man inmitten des Säulenwaldes sogar noch einen Totenkopf (durch ein Fenster nach unten) entdecken und das beklemmende Krematorium befindet sich hinter dem Eingang.

3) Museum Diocesano di Arte Sacra

Und das dritte große Gebäude am Piazza del Duomo ist das Museum Diocesano di Arte Sacra – ein Kunstmuseum. Der Innenhof ist zwar sehr ansprechend angelegt, aber ansonsten fand ich diesen Teil eher nicht so spannend. Ist sicherlich auch Geschmacksache.

4) Basilika Santa Croce

Ich habe oben in der Einleitung zu Lecce davon gesprochen, dass ich eventuell das Schlichte leicht bevorzugen würde, aber ich muss sagen, dass mich diese üppig verzierte Basilika wirklich positiv erwischt hat.

Kurzer Einschub, weil ich es nicht wusste, eine Basilika ist ein architektonischer Begriff und er bezieht sich darauf, dass eine Basilika eine Kirche mit drei Schiffen ist. Hier muss das mittlere Schiff höher, als die beiden äußeren Schiffe, sein.  

Hier findet man also ein sehr gutes Beispiel für den so oft angesprochenen Barock-Stil, den man in Lecce so ausgeprägt bestaunen kann.

Mein Tipp: Nicht seitlich über die Vicolo Saponea oder die Via Umberto I., sondern besser von vorne über den Piazetta Gabriele Ricardi kommen. So schaut man direkt frontal auf die wirklich imposante Fassade und hat damit auch gleich die beste Perspektive für ein klasse Foto.

Innen ist vor allem die Decke ein echter Hingucker!

Die folgenden beiden Kirchen sind auch noch Teil des Kombi-Tickets und vor allem weil sie innen etwas kleiner und gemütlicher sind, durchaus einen Besuch wert. Ich fand sie irgendwie recht charmant und denke, dass sie das, was Lecce so sehr ausmacht, auch hervorragend widerspiegeln.

5) Chiesa di San Matteo

6) Chiesa Santa Maria della Grazia

Altstadt

Anders als in Bari ist die Altstadt nicht ganz so verwinkelt, sondern die Straßen sind insgesamt etwas größer und gefühlt ist es mehr eine Innenstadt, als eine Altstadt. Keine Ahnung, ob es da offizielle Unterschiede gibt, aber so hat es sich angefühlt.

Und dennoch gibt es natürlich richtig tolle Spots in der Innenstadt/Altstadt von Lecce.

Ein zentraler, recht touristischer Ort wäre zB der Piazza Sant’Oronzo ganz in der Nähe der Basilica di Santa Croce. Ebenso grenzt das römische Amphitheater (siehe unten) direkt an den diesen weitläufigen Platz. In der Mitte ragt die Colona di Sant’Oronzo, dem Stadtheiligen, auf. Leider konnte ich sie nicht bestaunen, da Sie gerade zu Restaurationszwecken abgebaut war.

Sehenswert sind auf jeden Fall auch noch die drei imposanten Tore zur Altstadt. Einmal das Porta Napoli im Norden, dann das Porta Rudiae im Westen und schließlich das Porta San Biagio im Südosten.

Parken konnte man übrigens sehr gut rund um das Porta Rudiae.

Santa Chiara di Lecce

Unweit vom Piazza Sant’Oronzo entfernt, liegt diese außergewöhnliche Kirche. An sich fand ich sie schon recht ansprechend, aber in dieser Kirche versteckt sich ein Geheimnis!  Kleiner Hinweis, nicht alles was man als echt vermutet, ist echt. Und dann noch, der Boden ist es nicht. Einfach mal suchen…

SPOILER! Wer erstmal selbst probieren möchte die Fälschung zu finden, der sollte hier nicht weiterlesen.

Und zwar sieht die Decke aus wie aus Holz, aber das ist sie nicht. Im 18ten Jahrhundert wurde sie renoviert und bei dieser Gelegenheit komplett aus Pappmaschee gestaltet. Kaum zu glauben!

Römisches Amphitheater & Römisches Theater

Hier wird es spannend und zugleich etwas verwirrend, DENN es gibt in Lecce ein Anfiteatro Romano und ein Teatro Romano. Klingt ähnlich und wenn man nicht genau aufpasst, könnte es sein, dass man eines der beiden verpasst.

Das römische Amphitheater befindet sich sehr zentral direkt am Piazza Sant’Oronzo und gegenüber von der Chiesa di Santa Maria della Grazia. Leider wurde es bei mir gerade restauriert, weshalb es alles andere als fotogen war.

Das römische Theater liegt etwas versteckter, aber immer noch zentral, direkt hinter der Chiesa di Santa Chiara in der Via Del Teatro Romano. Dieses war leider sogar komplett geschlossen, insofern kann ich hier leider gar keine Bilder präsentieren, ABER die Bilder, die ich kenne sahen klasse aus.

Polignano a Mare

Ich finde ja dass alleine der Name schon etwas melodisches in sich trägt, oder!?! Polignano a Mare ist nämlich für zwei Sachen berühmt und bekannt:

  • Es ist der Geburtsort von Mr. Volare! Den Namen des Sängers Domenico Modugno werden vermutlich die wenigsten kennen, aber seinen Megahit „Nel blu dipinto di blu“, besser bekannt als „Volare“, haben sicherlich die meisten im Ohr. Sowohl Dean Martin als auch die Gipsy Kings haben diesen Titel erfolgreich gecovert. Dazu weiter unten noch ein wenig mehr, aber wenn man sich das Lied aus dem Jahre 1958 einmal ganz bewusst anhört, muss man sagen, dass es wirklich ein außergewöhnlicher guter Song und der Weltrum definitiv berichtigt ist.
  • Eine der spektakulärsten Buchten von ganz Süditalien befindet sich hier in Polignano a Mare, und zwar die Lama Monachile. Jetzt mag man sagen „noch so eine Bucht“, aber ich kann euch versprechen, dass diese hier anders ist. Wenn sogar Red Bull seine Klippensprung-Wettbewerbe hier abhält, ist das schon mal ein Gütesiegel. Aber nach meinen Erlebnissen kann ich definitiv sagen, dass die Kulisse am Lama Monachile einzigartig ist. Wer gerne fotografiert, wird an diesem außergewöhnlichen Motiv seine Freude haben…

Generell möchte ich sagen, dass mir Polignano a Mare extrem gut gefallen hat. Natürlich fokussiert sich alles auf den Stadtstrand direkt im Zentrum, aber auch drumherum ist dieser kleine Ort richtig richtig schön. Es gibt mehrere bemerkenswerte Seitenstraßen und Gassen, ein kleines Altstadt-Zentrum mit gefühlt griechischen Zügen (wegen der weißen Häuser und farbigen Fenstern) und die ganze Stadt befindet sich am Rande einer Klippe. Dadurch findet man immer wieder tolle Aussichtspunkte und auch Grotten.

Zu einer Apulien-Rundreise gehört Polignano a Mare unbedingt dazu!

Lama Monachile

DAS Aushängeschild von Polignano a Mare und sicherlich auch eine der Hauptattraktionen in Apulien! Ich habe diesen außergewöhnlichen Stadtstrand sogar oben als Hauptbannerbild für diese wunderschöne Region verwendet – so spektakulär ist der Lama Monachile…

ABER, was man nicht erwarten darf ist ein sandiger und weitläufiger Strandbereich. Hier geht es eher um die Szenerie, die Umgebung und die Kulisse.

DENN, beim Lama Monachile handelt es sich ganz sicher um einen der ungemütlichsten Strände, schließlich besteht der Strand aus sehr grobem Kiesel. Dazu ist im Sommer quasi jeder Zentimeter belegt und Schatten gibt es auch erst am Nachmittag. Zudem gibt es keine Duschen, was schade ist, denn viele Besucher sind hier für einen Tagesausflug.

Ich will aber ehrlich sein, all das hat mich 0,0 interessiert.

Ich habe mich mit meinem Handtuch auf die Steine gelegt und irgendwie eine halbwegs gemütliche Position gefunden. Dazu hatte ich Sandwiches aus dem Ort mitgebracht und kühle Getränke kann man am Strand bei privaten Verkäufern bekommen.

Das Wasser ist durch die Steine herrlich klar und bietet eine willkommene Erfrischung.

Vor allem springe ich aber gerne ins Wasser und nirgends geht genau das besser als hier. Für die Red Bull-Events wird hier ein extra Absprungbereich errichtet, aber für uns Amateure gibt es auf der linken Seite der Bucht eine sehr gute Möglichkeit verschiedene Höhen auszuprobieren. Man könnte auch ums Eck schwimmen, aber einfacher ist es den Tunnel zu benutzen. Auf der anderen Seite findet man mehrere gute Abstufung und kann in dieser sensationellen Kulisse prima seinen Mut unter Beweis stellen. Ich selbst habe mich in diesem Fall an ca. 8,50 Meter herangewagt und hatte großen Spaß bei meinen diversen Sprüngen.

Das Highlight ist aber natürlich, wenn ein Klippenspringer von ganz oben springt! Dies geht allerdings nur auf der anderen Seite der Bucht, was für die Zuschauer noch besser ist. Sobald einer der waghalsigen Künstler in die Nähe des Absprungbereichs klettert, geht ein Raunen durch die badende Menge. Es wird applaudiert, skandiert und angefeuert. Wir sprechen hier immerhin von anscheinend ca. 28 Metern!!! Bei dem klaren Wasser kann man für den Springer gefühlt nochmal fünf Meter dazu addieren. Der Beifall für jeden Springer ist in jedem Fall gigantisch und ein tolles Erlebnis.  


Wem der Steinstrand zu unbequem ist, direkt zu Beginn des Strandes befindet sich auf der linken Seite ein kleiner Sonderbereich mit Stühlen und Schirmen. Ab 14 Uhr wird dieser geöffnet. Die Kosten betragen Montag bis Freitag € 40 und Samstag und Sonntag € 50 inklusive zwei Wasser und Chips. Teuer, aber durchaus eine Überlegung wert, wenn man länger bleiben möchte.

Am Strand selbst herrscht die ganze Zeit ein konstantes Kommen und Gehen, will sagen, eigentlich findet man immer einen Platz.

ABER, man muss den Italiener in sich entdecken, denn hier liegt man – wie oben schon erwähnt – wirklich Handtuch an Handtuch.

Mir war das alles komplett egal, denn der Strand, das Wasser, diese steilen, umrandenden Felsen, diese unglaubliche Areal… Ich war von Anfang bis Ende einfach nur fasziniert!

Belvedere su Lama Monachile

Den schönsten Blick auf die gesamte Bucht hat man von diesem Aussichtspunkt, der sich in den Tiefen der Altstadt verbirgt. Klingt schlimmer als es ist, aber eine Beschilderung gibt es in der Tat nicht, Von daher einfach rein in die Altstadt und grob nach hinten links orientieren. Irgendwann findet man schon irgendwie diesen besonderen Spot.

Für gute Fotos sollte man allerdings vor 11 Uhr dort sein, denn danach hat man die Sonne Gesicht. Vorher versteckt sich die Sonne noch hinter den Gebäuden auf der linken Seite. Meine Bilder sind genau um 11 Uhr entstanden und das hat in der Tat sehr gut gepasst.

Scalinata „Volare“

Direkt hinter der Statue von Domenic Modugno befindet sich eine Treppe auf eine weitere Ebene. Diese wiederum liegt direkt hinter dem „Sprungbereich“ der Bucht des Lama Monachile. Nicht unbedingt der beste Aussichtspunkt, weil man von hier den Strand nicht sehen kann, aber dennoch eine schöne Perspektive auf die Bucht an sich.

Ponte Borbonico su Lama Monachile

Die Hauptbrücke von Polignano a Mare ist mittags ideal für Fotos vom Lama Monachile, denn dann hat man die Sonne im Rücken.

Abends herrscht ein reges Treiben auf der Brücke und viele Urlauber genießen immer noch die wunderschöne Aussicht auf den dann nicht mehr ganz so vollen Stadtstrand…

Statue von Domenico Modugno

Ich habe weiter oben schon ein bisschen etwas zu diesem außergewöhnlichen Sänger und seinem Welthit erzählt, denn natürlich wurde für ihn auch eine entsprechende, ausgesprochen stilvolle Statue errichtet.

Kurzer Einschub an der Stelle zu dem Lied „Volare“, denn ich finde die Geschichte dahinter durchaus spannend. Und zwar belegte Domenico Modugno mit diesem Titel 1958 beim im Italien sehr beliebten Sanremo Festival den ersten Platz, weshalb er dadurch auch beim Grand Prix Eurovision (heute Eurovision Song Contest) teilnahm. Dort kam es zu einer besonderen Situation, denn als erster Sänger des Wettbewerbs gab es wohl Bildstörungen bei der Übertragung, weshalb Domenico Modugno am Ende noch ein zweites Mal singen durfte. Wer sich das Video oben angesehen hat, wird sich vielleicht gewundert haben, warum dort „Second Performance“ steht, nun genau das ist der Grund. Am Ende erreichte Domenico Modugno den dritten Platz, wobei die ersten beiden Plätze schnell wieder in Vergessenheit geraten sind. Nicht so „Volare“! Der Song belegte anschließend sogar in den USA Platz eins der Charts und wurde darüber hinaus 1959 zweifach mit dem Grammy ausgezeichnet (das erste Jahr der Grammy-Verleihung). Was für ein Hit!

Zum Lied selbst, denn es heißt ja eigentlich nicht „Volare“, sondern Nel blu dipinto di blu, was übersetzt in etwa „Ins Blaue, blau bemalt“ heißt. Das mag erstmal komisch klingen, aber wenn weiß, dass volare fliegen bedeutet wird es schon etwas klarer. Denn das Lied handelt ganz grob von einem Träumer, der erst fröhlich blau bemalt in den Himmel fliegt und singt, um dann danach gedanklich in den blauen Augen einer Frau zu versinken.

Zurück zur Statue – mein erste Gedanke war ja, dass „man es wirklich geschafft hat“, wenn einem sein Heimatort ein solches Denkmal setzt! Ich meine, der charismatische Ausdruck, die gefühlt weltumarmende und zugleich fliegende Geste, der zentrale Ort… Meiner Meinung ist diese Statue extrem gut gelungen und sie ist eine tolle Sehenswürdigkeit auf einem schönen Platz.

TIPP: Die besten Bilder kann man am späten Nachmittag machen, wenn die Sonne von vorne kommt, denn so sieht man die Konturen des Gesichts besser und Schatten dahinter sind fantastisch aus…

Altstadt

Die Altstadt von Polignano a Mare ist recht kompakt, hat aber für mich durchaus ihren eigenen Charme. Sicherlich unter anderem weil es hier keinerlei Autoverkehr gibt.

Die Pforte zur Altstadt ist vom zentralen Hauptplatz des Ortes Piazza Giuseppe Verdi das Porta Vecchia bzw. der Arco Marchesale. 

Direkt danach stößt man auf den Piazza Vittorio Emanuele II – dazu aber weiter unten etwas mehr.

Gefühlt sind die Gassen hier nochmal ein klein wenig enger und noch labyrinthischer (gibt es das Wort?), was mir richtig gut gefallen hat. Das macht das Entdecken wirklich lustig, denn hinter jeder Ecke verbirgt sich ein neues gemütliches Café oder ein kleiner Shops. Ja klar, die Altstadt ist touristisch, aber ich fand es nicht „too much“. Und ich war im Juli hier, sprich es war definitiv viel los.

Einer der Top-Spots innerhalb der Altstadt ist natürlich der Aussichtspunkt Belvedere su Lama Monachile, der wirklich die perfekte Perspektive auf den Stadtstrand bietet. Diesen Spot in dem Straßengewirr zu finden ist aber alleine schon eine lustige Herausforderung.

Piazza Vittorio Emanuele II

Dieser oben bereits angesprochene, erstaunlich großflächige Hauptplatz der Altstadt hat mich sofort an eine Filmkulisse erinnert. Weiße Häuser, eine Handvoll Cafés, einen baufällige Palazzo inklusive altem Zifferblatt, eine Kirche und zahlreiche Pflanzentöpfe.

Tagsüber blenden einen die Hauswände fast schon, so strahlend ist das weiß. Abends dagegen entwickelt dieser Platz eine angenehme Sommernachtsatmosphäre und ich habe es geliebt mich hier mit einem Eis einfach nur entspannt hinzusetzen und die Umgebung zu genießen.

Die Kirche Chiesa Madre di Santa Maria Assunta und der Palazzo dell’Orologio sind jetzt keine echten, touristischen Highlight, aber wie schon gesagt, ich durch sie bekommt der Platz eine gewisse Ausstrahlung.

Via Roma

An sich ist diese Straße keine echte Sehenswürdigkeit, aber mir hat sie so gut gefallen, dass ich sie unbedingt separat erwähnen wollte.

An sich war ich nur auf der Suche nach einem Bistro, um etwas zu Essen für den Strand zu besorgen, aber durch Zufall bin ich dann in der via Roma gelandet. Und was soll ich sagen, diese Fußgängerzone ist ein kleiner Schatz. Hier reihen sich gemütliche Cafés und Restaurants aneinander ohne dabei aufdringlich zu wirken. Dazu die vielen Balkons, Markisen sowie die Lampen und Schriftzüge über der Gasse…

Tagsüber ist die Straße schon ein prima Tipp, denn nur die wenigsten Tagestouristen finden den Weg hierher und so kann man hier entspannt Mittagessen. Ab dem späten nachmittag entfaltet sich hier dann die ganze Magie einer italienischen Kleinstadt.

Mein Tipp: Im Olio su pane bekommt ihr sensationell gutes Puccia!!! Das typisch apulische, gefüllte Fladenbrot war einfach nur großartig. Plus der Service war außergewöhnlich herzlich.

Grotta Palazzese

Eines der beliebtesten Bilder in Reiseführern ist das der Grotta Palazzese und aus dem Grund erwähne ich es hier auch.

Es handelt sich um ein Hotel und zugleich eines der spektakulärsten Restaurants in Polignano a Mare. Wie mir gesagt wurde, ist das Restaurant selbst leider etwas überteuert, aber die Location ist definitiv spektakulär. Aus einer Art „Höhlenrestaurant“ heraus hat man einen wunderschönen Blick auf das Meer und zudem kann zudem ein ziemlich einzigartiges Ambiente genießen.

Wem das Restaurant zu teuer ist, der kann vom Aussichtspunkt Belvedere di Grotta Palazzese wenigstens einen Blick auf diesen außergewöhnlichen Spot erhaschen.

TIPP: Wenn man schon hier ist, kommt man über den Piazza San Benedetto wieder zurück in die Altstadt, was ein sehr schöner Schlenker bzw. Rundgang ist. 

Alberobello

Eines der absoluten Highlights in Apulien!

Und schon wieder so ein klangvoller Name… Alberobello ist ein einzigartiger Ort und  zählt seit 1996 sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe. Grund dafür sind die gut 1.400 Zipfelhuthäuser, die so genannten Trulli (Einzahl Trullo).

Ein Spaziergang durch Alberobello fühlt sich an wie eine Zeitreise, denn die kleinen Rundhäuser mit ihren Steindächern (es wurde damals ohne Mörtel gebaut!) sind teilweise über 300 Jahre alt.

Ja, Alberobello ist sehr touristisch. Tagsüber reisen hier jede Menge Besucher an, weshalb viele der Trulli mittlerweile auch nicht mehr bewohnt sind, sondern als Restaurant oder Geschäfte dienen. ABER morgens und abends herrscht eine ganz besondere Magie in den Straßen von Alberobello.

Deshalb ist meine dringende Empfehlung auch in Alberobello ein zwei Nächte einzuplanen, denn nur dann kann man diesen besonderen Ort wirklich „fühlen“. Ich habe zum Beispiel jeden Morgen vor dem Frühstück eine kleine Runde durch die Trulli-Straßen gedreht und es war jedes Mal ein ganz außergewöhnliches Gefühl.  Zudem kann man so auch richtig tolle Fotos machen.


Zur Orientierung: Wenn man von Alberobello im touristischen Sinne spricht, dann handelt es ich sich immer um die Altstadt, also den Bereich der Trulli. In diesem Bereich gibt es einen zentralen Platz, und zwar den Largo Martelotta.

Der Stadtteil nördlich dieses Platz heißt Rione Mia Piccola und ist der etwas beschaulichere Bereich.

Südlich des Largo Martelotta befindet sich der Stadtteil Rione Monti, in welchem die Trullidichte besonders hoch ist.


Ein Hinweis zur Reiseplanung: Alberobello kann beispielsweise auch als Ausgangspunkt für die Nachbarorte Ostuni und Locorotondo verwendet werden. So kann man hier problemlos zwei Nächte einbauen.

Largo Martelotta

Jeder Ort hat ein Zentrum oder ein Hauptplatz. In Alberobello handelt es sich um den Largo Martelotta an den auch noch der Parco Largo Martelotta grenzt. Er liegt genau zwischen den beiden oben erwähnten Stadtteilen Rione Monti und Rione Mia Piccola.

Der Platz ist tatsächlich richtig richtig groß und speziell abends ein richtig angenehmer Treffpunkt. Kinder tollen umher, die Eltern schlendern herum und die vielen Restaurants bieten jede Menge Sitzplätze.

Teilweise wird der Platz wohl auch für unterschiedliche Events oder Veranstaltungen genutzt. Bei mir gab es zum Beispiel an einem Abend so etwas wie eine Spätfilm-Kinovorstellung, bei der auf eine weiße Wand projiziert wurde.

Die beleuchteten Schriftzeichen und Wände, die vielen Pflanzenkübel, das bunte Treiben – ein Ort für eine perfekte Sommernacht.

Panorama Point – Kirche Santa Lucia

Lustigerweise habe ich diesen Spot entdeckt, ohne zu wissen, dass es einer der besten Orte für ein schönes Foto des gesamten südlichen Stadtteils Rione Monti ist.

Die Kirche Santa Lucia liegt im Stadtteil Rione Mia Piccola, wobei es vom Platz Largo Martelotta recht zügig sehr steil nach oben geht. Dadurch thront die Kirche so ein klein wenig über dem Hauptplatz und man hat von der Aussichtsterrasse eine wunderschönen Blick auf den gegenüberliegenden Stadtteil Rione Monti.

Ich empfehle diesen Panorama Point unbedingt mal morgens aufzusuchen, denn dann  stehen die vielen Trulli wunderschön im Sonnenlicht und man kann ein Superbild machen!

Painted Rooftop Trulli

Was auffällig ist, viele der Trulli-Dächer sind mit Symbolen verziert, was zum einen sehr schick aussieht, zum anderen aber früher durchaus auch eine Bedeutung hatte. So finden sich unter den Bemalungen zum Beispiel Tauben (für Frieden), Kreise (für die Sonne) oder das Jupitersymbol (Glück). Generell dienten die Symbole zum Schutz oder die Einwohner haben auf diesem Wege einfach ihre Wünschen ausgedrückt. Klar, die Bedeutung ist nach und nach ein wenig in den Hintergrund gerückt, aber faszinierend sehen sie trotzdem weiterhin aus.

Die definitiv schönste Reihe an Trulli mit entsprechenden Verzierungen findet sich in der Verlängerung der Via Monte S. Michele. Die einzelnen Straßen bzw. Wege habe ich weiter unten etwas detaillierter erklärt, aber diese Trulli-Kombi ist definitiv einer DER Fotospots in Alberobello.

Basilica of Saints Cosmas and Damian

Eines der bedeutendsten Bauwerke Alberobello ist diese sehr beeindruckende Kirche mit den zwei Glockentürmen. Leider liegt sie etwas weiter im Norden, weshalb sicherlich nicht jeder den Weg auf sich nimmt.

ABER, man kann aus der Not eine Tugend machen, denn DIREKT HINTER der Basilika liegt mit dem Trullo Sovrano das größte Trullo von Alberobello. Ich hatte diese Information leider nicht, weshalb ich diese Sehenswürdigkeit verpasst habe.

Piazza Mercantile

Auf dem Weg zur Basilika of Saints Costas and Damian und direkt hinter der Kirche Santa Lucia befindet sich der Piazza Mercantile, quasi der frühere Handelsplatz. Dieser wird nirgends als besonderer Spot erwähnt, dabei hat er mir eigentlich sehr gut gefallen. Ich würde hier auf jeden Fall mal vorbeischauen, vor allem abends, wenn die Beleuchtungen den Platz nochmal mehr erstrahlen lassen…

Maffei Touristenladen

Einer der für mich besten Tipps in ganz Alberobello!!!! Denn die Zipfelhuthäuser sehen so oder so immer klasse aus, ABER, von oben wirkt der „Zipfelhutwald“ nochmal etwas beeindruckender. Auch als Fotomotiv wirken die versetzen Dächer einfach großartig.

Also, sollte man schauen, dass man irgendwie in eine erhöhte Position kommt! Und der Maffei Touristenladen ist hier die – meiner Meinung nach – beste Variante. Er befindet sich nämlich zentral inmitten des besten Areals mit der höchsten Zipfelhutdichte und verfügt über eine wunderschöne, kleine Dachterrasse! Von hier aus kann man das ganze Viertel traumhaft überblicken und hat demnach die perfekte Aussicht.

Der Haken: Es handelt sich nicht um eine freizugängliche Dachterrasse, sondern NUR Kunden des Ladens dürfen hier nach oben.
Der Vorteil: Es kann sehr gut passieren, dass man diese besonderen Ort ganz für sich alleine hat!

Deshalb wäre meine Empfehlung, geht in den Laden, seid freundlich, höflich und kauft ein paar Sachen ein. Normalerweise erlaubt der Inhaber dann auch den Zutritt zu seinem Schmuckkästchen. Dummdreist direkt danach zu fragen funktioniert NICHT! Es wurden wirklich nur handverlesene Kunden nach oben gelassen.

Ich habe beispielsweise nur für ca. EUR 15 eingekauft, habe aber ein bisschen mit ihm geplaudert, woraufhin er mir sehr herzlich den Zugang ermöglicht hat.

Fun Fact: Ich habe bei meinem Besuch habe ich den Reality-TV-Star Cosimo Citiolo genau dort kennen gelernt und er hat auf dieser Dachterrasse seiner Freundin Nathalie Gaus einen Heiratsantrag gemacht. Cosimo war extrem nett, sympathisch und lustig! Wirklich ein prima Kerl.

Auch wenn der Altstadt-Kern von Alberobello recht klein wirkt, ganz so klein ist er dann doch nicht. Vor allem geht es gut hoch und runter, sprich, wer nicht ganz so gut zu Fuss ist, wird hier durchaus etwas ins Schnaufen kommen.

Aus dem Grund liste ich hier mal die schönsten Wege mit den besten Geschäften und natürlich den besten Trulli auf.

Diese sind auch oben in der Karte markiert, so dass ihr sofort erkennen könnt, wo genau welcher Weg ist. Einfach auf das Icon links oben im Eck clicken und meine Markierungen werden angezeigt.

1) Stadtteil Rione Monti (südlich)

Via Monte S. Michele

Gefühlt so etwas wie „Hauptstraße“ des Altstadtkerns. Das liegt schon alleine daran, dass am oberen Ende viele Autos parken, um von dort Alberobello zu besichtigen.

Direkt zu Beginn befinden sich auch die weiter oben bereits erwähnten Painted Rooftop Trulli. Danach geht es spürbar bergab und viele ansprechende Geschäfte von Alberobello reihen sich aneinander.

Fototipp: Von unten nach oben kann man im letzten Drittel wunderschöne Aufnahmen machen. Dort befinden sich die Häuser mit dem Bewuchs auf meinen Bildern.

Via Monte Nero

Hierbei handelt es sich um den vielleicht schönsten Weg in ganz Alberobello, und zwar aus mehrerlei Gründen:

  1. Die Backsteinmauer, der Bewuchs der Häuser, kombiniert mit den Kurven des Weges sind herrliche Fotomotive.
  2. Vor den Häusern standen (bei mir) recht viele kleine Blumentöpfe, die vor den weißen Häusermauern einfach bezaubernd aussehen.
  3. Erstaunlicherweise war dieser Weg oftmals deutlich ruhiger als zB die gerade eben erklärte Via Monte S. Michele.
  4. Wenn man vom Hauptplatz Largo Martelotta den Weg nach oben geht, kommt vor einem harten Knick nach rechts auf der rechten Seite ein Souvenirladen. Auch hier gibt es eine Dachterrasse und diese ist sogar frei zugänglich. Allerdings ist die Aussicht nicht ganz sooo schön, wie beim oben aufgeführten Souvenirshop Maffei. Trotzdem eine prima Sache!
  5. Nach dem Knick erreicht man einen besonders fotogenen Bereich, denn hier treffen zwei Wege aufeinander, wobei am Ende sogar vier Wege eine Kreuzung bilden. Und genau an dieser Kreuzung befindet sich der Maffei Touristenladen.

Alles in allem, die Via Monte Nero ist für mich in Alberobello die Hauptattraktion- und sehenswürdigkeit. Unbedingt besuchen!

Via Monte S. Gabriele

Quasi der Parallelweg der Via Monte S. Michele. Und er ist einer der vier Wege, die an der oben erklärten Kreuzung aufeinandertreffen. Ein schöner Weg, der auch etwas ruhiger ist (oder sein kann). Ich mochte ihn sehr gerne, weil speziell abends hier das Licht sehr angenehm warm war.

Via Duca D’Aosta

Mein Geheimtipp! Der Verbindungsweg zwischen Via Monte S. Michele und Via Monte S. Gabriele. Hier waren mit die schönsten Geschäfte und abends konnte man hier aufgrund der vielen Olivenbäumchen tolle Bilder machen.

Vico Francesco Lippolis

Noch ein Geheimtipp, denn hierbei handelt es sich um eine Sackgasse ohne Geschäfte. ABER, am Ende gibt es eine Reihe von recht dichten Trulli mit farbigen Türen, die ein prima Fotomotiv bilden.

In diesem Weg befindet sich mein Hoteltipp, und zwar das Zipfelhuthaus Enjoy Trulli.

2) Stadtteil Rione Aia Piccola (nördlich)

Via Giuseppe Verdi

Jetzt springen wir in den nördlichen Stadtteil von Alberobello, wo sich die immer wieder in vielen Reiseführern erwähnte Via Giuseppe Verdi befindet.

Der Name klingt vielversprechend und die Trulli in diesem Weg sind auch wirklich entzückend, ABER ich fand diesen Weg dennoch ganz leicht enttäuschend, und zwar weil es hier keine Kopfsteinpflasterwege und Geschäfte gibt! Dadurch wirkt alles einfach etwas „steriler“, etwas weniger atmosphärisch.

Der Vorteil, es ist weniger los…

Via Duca degli Abruzzi

Der „zuführende“ Weg zur Via Giuseppe Verdi. Ebenfalls sehr schöne Trulli, aber es fehlt mir ein wenig das lebendige.

ABER, von hier aus hat man teilweise (durch die Trulli hindurch) eine schöne Aussicht auf den anderen Stadtteil.

Locorontondo

Ich finde der Name alleine ist schon sehenswert! Sehr klangvoll und mit den fünf o’s im Namen hat es der Ort sogar ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft.. Glückwunsch!

Ursprünglich hieß Locorotondo übrigens Locus Rotundus, sprich „runder Ort“, was komplett Sinn macht, denn wenn man sich den Ort bei Google Maps ansieht, kann man das runde Stadtzentrum erkennen. Sogar aus der Ferne sieht die Stadt gleich rund aus.

Tatsächlich hatte ich keine extrem große Erwartung an den Ort, weil ich irgendwie den Eindruck, dass der Ort außer dem klasse Namen nicht allzu viel zu bieten, aber, wie so oft, ich wurde positiv überrascht. Locorotondo ist nämlich ein wirklich schnuckliger, weitestgehend untouristischer Ort mit einer richtig schönen Altstadt. Schon alleine anhand der Anzahlender Restaurants merkt man, dass hier nicht allzu viel los ist, was extrem angenehm wirkt.

Tatsächlich kommt Locorotondo ohne echte Sehenswürdigkeiten aus, hier ist es vielmehr die Stadt selbst, die der Star ist.

Spoiler! Auch wenn die Orte kaum zu vergleichen sind – ich fand Locorotondo sogar schöner als Ostuni… Ostuni ist größer und bietet mehr, aber atmosphärisch fand ich Locorotondo angenehmer, weil untouristischer.

Chiesa Madre di S.Giorgio Martire

Wirklich mitten im Zentrum von Locorotondo befindet sich diese zauberhafte Kirche mit einem malerischen Vorplatz.

Piazza Vittorio Emanuele II

Wie oben schon erwähnt, es gibt keine klassischen Sehenswürdigkeiten, „nur“ atmosphärische oder fotogene Spots. Einer davon ist der Platz am Rande der Altstadt. Hier zu sitzen, einen Kaffee zu trinken oder vielleicht in den kleinen Läden zu stöbern ist pure Seelenfreude.

Via Aprile

Ich vermute, dass diese kleine Gasse in Rom oder Florenz ein Instagram-Hotspot wäre, denn diese enge Passage mit den vielen Blumenverzierungen, den Restaurants und den Dekorationen ist einfach nur traumhaft. Ich habe sie komplett zufällig entdeckt, wobei anfangs gar nichts los war. Eine halbe Stunde später war dann deutlich mehr los…

Altstadt

Generell kann ich nur empfehlen, einfach mal plan- und ziellos durch die Gassen zu streunen und diese kleine Labyrinth auf sich wirken zu lassen.

Fotografen werden ihre Freude haben, denn quasi hinter jeder Ecke verbirgt sich ein neues Motiv.

Viel Spaß!

Panorama Point

Dieser Spot wird überall als prima Aussichtspunkt angepriesen, aber ich muss sagen, dass man hier leider etwas veralbert wird. Ich dachte, es handelt sich um eine Anhöhe und man kann den Stadtrand richtig gut erkennen, aber dem ist nicht so. Der Winkel ist nicht ideal und man ist schlichtweg viel zu weit weg.

Von daher, ja, klar, wenn man von Martina Franco kommt, kann man hier schon mal Halt machen, ansonsten würde ich mir den Umweg sparen.

Sollte jemand eine Drohne dabei haben, sieht das Ganze schon wieder anders aus, denn dann wäre dieser Bereich der absolute perfekte Spot.

Ostuni

Die weiße Stadt. Gefühlt lese ich diesen Titel zwar etwas zu häufig, aber hier ist der Titel wohl verdient. Die weißen Häuser strahlen einem, aufgrund der exponierten Lage von Ostuni, schon aus der Ferne entgegen. Ostuni liegt nämlich auf drei Hügeln (scheint ein Thema in Italien zu sein, denn Rom hat ja auch seine sieben Hügel) und das Centro Historico befindet sich gut sichtbar auf dem höchsten davon.

Für mich persönlich ist die Erwartungshaltung für die Città Bianca (weiße Stadt) ein wichtiger Aspekt. Denn mir wurde sie in vielen Reiseportalen etwas „zu gut“ beschrieben, weshalb ich vermutlich etwas zu hohe Erwartungen hatte. Was oftmals ein Problem ist. Ostuni ist nämlich eine durchaus schöne und definitiv besuchenswerte Stadt, aber für mich ist sie kein extremer Ausreißer nach oben. Ja, die Altstadt ist herrlich verwinkelt und die weißen Häuser sind sehr fotogen, aber sie ist ist halt doch auch ziemlich touristisch. Prinzipiell ist das fein und auch kein Problem für mich, aber Ostuni verliert dadurch ein kleines bisschen an Charme, eben weil alles relativ kompakt ist und die Gassen eng sind.

Trotzdem, man sollte Ostuni unbedingt einplanen, nur dann vielleicht eher früh morgens vor Ort sein, um dem ganz großen Ansturm etwas zu entgehen.

Piazza della Libertà & Colonna di Sant’Oronzo

Gewissermaßen als Tor zur Altstadt dient der großzügige Piazza della Libertà. Der Platz befindet sich in einer kleinen Senke, unmittelbar vor dem Beginn der Altstadt. Wer früh morgens ankommt, kann sich hier wunderbar nochmal mit einem Kaffee und einem Cornetto (das italienische Croissant) stärken, bevor es hinauf ins Centro Historico geht.

Der Piazza della Libertà ist ausgesprochen schön angelegt, auch wenn sich leider recht viel Straßenverkehr mitten durch den Platz zwängt.

Zentral zieht die Säule des heiligen Oronzo, den Schutzpatron von Ostuni, die den Platz – für mich – optisch etwas auflockert, jegliche Aufmerksamkeit auf sich.

Noch auffälliger und ein echter Blickfang ist aber das Rathaus, welches in einem ehemaligen Kloster untergebracht ist, samt dem riesigen Vorplatz.

Rund um den Piazza della Libertà gibt es viele Cafés und Restaurants,  wie zum Beispiel das Café Blom Bistro (richtig tolle Aussicht!)  und das Drogheria Pugliese (sehr gut fürs Mittagessen). Das Café direkt auf dem Rathaus-Platz (Café Trieste) kann ich übrigens NICHT empfehlen – davon hat mir jeder abgeraten.

Altstadt

Nach dem Piazza della Libertà geht es in die Altstadt und damit auch erstmal gut bergauf. Vorbei an der majestätischen Chiesa di San Vito Martire, sowie einigen Souvenirläden geht es hinein in ein charmantes Gewirr an kleinen Gassen mit schmalen Stufen, Pflanzentöpfen und erstaunlich vielen Fahrrädern. Hier kann ich nur empfehlen, einfach mal ein bisschen herumschauen, denn gefühlt finden sich überall tolle Fotospots und -motive.

Duomo di Santa Maria Assunta & Arco Scoppa

Der Dom ist das was man aus der Ferne sofort als erstes sieht und auch im Ort selbst dient er immer wieder als gut sichtbarer Orientierungspunkt. Vor allem dann, wenn man sich die Stufen nach oben hinauf auf den Hügel kämpft…

An sich ist der Dom nicht wirklich spektakulär, außer das große runde Fenster, aber klar, es ist schon ein beeindruckendes Bauwerk.

Für mich viel schöner ist der Torbogen Arco Scoppa, der sich direkt vor der Dom befindet und zwei Kirchengebäude verbindet. Hier kann man sich als Fotograf auch ziemlich gut spielen.

La casa con la porta blu (die blaue Tür)

Lustig, dass ich diesen Spot erwähne, denn eigentlich mag ich so etwas nicht wirklich. Und zwar handelt es sich um einen echten Instagram-Knaller! Eine bunt bemalte Tür, ein altes Fahrrad (das mittlerweile kaputt ist) und der blaue Himmel im Hintergrund. Fertig ist ein Social Media-Hotspot.

Aussichtspunkte Ostuni Altstadt

Hier gibt es zwei Panaroma-Points, die man erwähnen sollte:

  1. Wer mit dem Auto da ist (weil es ein klein bisschen weiter von der Altstadt entfernt ist), sollte diesen Spot auf jeden Fall einplanen. Und zwar den Piazzetta Martiri delle Foibe – Belvedere di Ostuni. Von hier aus hat man quasi den Signaturen-Blick auf die Altstadt von Ostuni.
    VORSICHT! Es handelt sich um eine Einbahnstraße (Corso Vittorio Emanuele), sprich, man muss hier etwas weiter ausholen, um diesen Aussichtspunkt besuchen zu können.
  2. Die etwas kleinere Version ist nahe an der Altstadt und damit fußläufig erreichbar, und zwar der Platz rund um das Dish Restaurant. Die Terrasse dort ist klasse und man hat einen leicht seitlichen Blick auf den Hügel der Altstadt.

Parken

Hier würde ich den Bereich rund um den Park Villa Comunale Sandro Pertini empfehlen, denn man kommt dort zu Fuß sehr schnell in die Altstadt und es gibt reichlich Parkplätze.

Otranto

Aufgrund der strategisch wichtigen Lage wurde Otranto in früheren Jahren gerne als das Tor zum Orient bezeichnet. Kein Wunder, es handelt sich schließlich um die östlichste Stadt Italiens und zum albanischen Festland sind es von hier auch nur ca. 80 Kilometer. Dementsprechend wurde der Hafen auch ausgebaut und die Stadt als Festung angelegt. Geschichtlich ist Otranto also durchaus relevant. Für mich war die Zeit zu knapp, um hier tiefer einzutauchen, aber nach allem was ich gelesen habe, gibt es hier kulturell sehr viel zu entdecken.

Für mich ist Otranto vor allem eine Stadt mit einem ausgesprochen schönen Stadtstrand und einer Altstadt mit griechischem Flair (aufgrund der vielen weißen Häuser)…

Stadtstrand / Spiaggia dei Gradoni

Wenn eine Stadt über einen eigenen Strandbereich verfügt, finde ich das generell schon mal richtig klasse. Ich finde, das verleiht jedem Ort das gewisse Etwas. Denn oft ist dort wo ein Strand ist, auch eine Strandpromenade. Und dort wo eine Strandpromenade ist, herrscht meistens auch gute Stimmung, es gibt Eisdielen und jede Menge Orte für eine atmosphärische Sommernacht (wo man sein Eis genießen kann).

So auch hier in Otranto. Der Strand (Spiaggia) ist ausgesprochen breit und in drei Teile aufgeteilt: zwei Strandbäder und einen öffentlichen Strandbereich. Drumherum gibt es jede menge Cafés, Restaurant und die oben angesprochenen Eisdielen. An der Stelle möchte ich gerne mal erwähnen, dass ich für mich die Eisdielen-Kette Martinucci entdeckt habe. Zuerst wusste ich nicht, dass es sich um eine Kette handelt, aber nach und nach habe ich festgestellt, dass es in fast jeder Stadt in Apulien eine Martinucci-Filiale gibt – mal größer und mal kleiner. Fakt ist, das Eis dort ist sensationell, weshalb ich auch jedes Mal ordentlich zugeschlagen und mehr Eis gegessen habe, als ich eigentlich haben wollte.

Anmerkung: Ich habe mich hier bewusst für eines der beiden Strandbäder entschieden, nicht nur weil ich gerne auf einer Liege liege, sondern weil es hier auch Duschen mit Umkleiden gibt. Da sich der Parkplatz (siehe meine Karte) direkt am Strand befindet, konnte ich mich so duschen, umziehen, mein Badezeug zum Auto bringen und danach frisch und locker in die Altstadt schlendern…

Torre Alfonsina & Monumento agli Eroi e Martiri

Wenn man vom Stadtstrand leicht bergauf Richtung Altstadt geht, stößt man unweigerlich auf den Torre Alfonso, der quasi so etwas wie ein Tor in die Altstadt ist, und das auf dem Vorplatz befindliche Denkmal.

Ich fand diesen Platz generell einfach richtig klasse, weil man von dort einen ausgesprochen schönen Blick hinab auf die Bucht und das Meer hat.

Altstadt

Das Besondere an der Altstadt von Otranto war für mich die Möglichkeit am Rand entlang das Zentrum zu umrunden – teilweise auch auf einer Mauer mit einem prima Blick auf den Hafen (Torre Matta / Crazy Bastion).

Wenn man sich dann mal ins Getümmel hineinwagt, wird man schnell feststellen, dass hier vieles an Griechenland erinnert: die weißen Häuser, die weißen Pflastersteine, die blauen Türen, usw.

Die Altstadt ist zwar klein, die Gassen aber auch! Dadurch wirkt alles nochmal etwas verwinkelter, als es ohnehin schon ist. Ich muss aber sagen, dass mir dieses Labyrinth gefallen hat, denn speziell abends entfaltet sich hier eine großartige Stimmung. Touristisch, ja, auf jeden Fall, aber nicht drüber.

Ganz zentral in der Altstadt findet man die Cattedrale di Santa Maria Annunziata, in welcher sich ein riesig großes Bodenmosaik befindet, welches man unbedingt besichtigen sollte.

Und abschließend ein wichtiger Teil einer solchen Altstadt ist natürlich das Essen. Wie immer in Italien! Hier war es aber so, dass ich eigentlich vorher schon eine Kleinigkeit gegessen habe und nur noch auf der Suche nach einem Happen war. Und was gibt es da besseres, als ein für diese Region typisches Spezialgericht, nämlich das so genannte Puccia!? Gefühlt ist das ein italienischer Döner, nur dass der Inhalt komplett variabel ist. Meistens sind Mozzarella und Tomaten Teile davon, plus wahlweise Meeresfrüchte, Schinken, Salami, Gemüse, Hühnchen und / oder Gemüse. Extrem lecker. Ich bin hierbei zufällig auf den Imbiss Postofisso Pucceria Agricola gestoßen, weil die Schlange vor dem Laden extrem lang war. Manchmal ist das abschreckend, manchmal anziehend. In dem Fall habe ich die erstaunlich kurze Wartezeit in Kauf genommen und wurde mir einem sensationellen Puccia belohnt! Definitiv empfehlenswert.

Parken

Wie oben bereits erwähnt, gibt es viele Parkmöglichkeit direkt hinter dem Strandbereich. Ja, das kostet etwas, aber dafür ist man auch jederzeit schnell am Auto, was speziell nach dem Baden wirklich ein unschätzbarer Vorteil ist.

Ich habe in der Karte die Parkplätze entsprechend markiert.

Santa Maria di Leuca

Der südlichste Spot Apuliens – nicht Italiens!

Trotzdem, ich finde solch einen Spot irgendwie immer reizvoll. Gerade hier, im Stiefelabsatz Italiens. Vor allem, wenn man bedenkt, dass hier das Ionische und das Adriatische Meer aufeinandertreffen. Ein lieber, italienischer Bekannter aus Apulien hat mir diesen Spot besonders ans Herz gelegt, weil man teilweise wohl sogar das Aufeinandertreffen der beiden Meeresströme sehen kann. Ich konnte es leider nicht erkennen, aber das mag auch tages- und generell jahreszeitenabhängig sein.

Nichts desto trotz, Santa Maria di Leuca wollte ich unbedingt besuchen und ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Wieder so ein kleiner, malerischer Ort, der nicht zu touristisch und aufdringlich ist und dadurch ausgesprochen charmant wirkt.

Sehr viel Zeit braucht man nicht unbedingt, weil der Ort selbst wirklich übersichtlich ist, aber einen schönen Nachmittag und Abend kann man hier wunderbar verbringen…

Südlichster Punkt Apuliens

Fangen wir also direkt mit DEM Spot an, der Santa Maria de Leuca so bekannt macht. Der Punto più a sud del Salento, also der südlichste Punkt von Salento (Salento ist der Stiefelabsatz bzw. ein Teil von Apulien – siehe Erklärung ganz oben), liegt ganz leicht außerhalb von Santa Maria de Leuca, ist aber mit dem Auto schnell erreichbar. Parkplätze sind in großer Zahl vorhanden und man kann von dort zu Fuß hinab zur Felsspitze am Meer kraxeln. Gerade in der Nachmittags-/Abendsonne ist die Szenerie schon spannend und ein besonderes Erlebnis.

Lidos (Strandbäder)

Wenn man vom südlichsten Punkt Apuliens Richtung Santa Maria de Leuca fährt, kann man sehr gut rund vor dem Linksknick zum Zentrum hinab um die Chiosco Bar herum parken. Von dort hat zum einen sehr schönen Blick auf die Bucht und zum anderen läuft man entlang der verschiedenen Strandbäder von Santa Maria de Leuca:

  1. Lido Gulia – Hier sind die Liegen recht ansprechend auf einer Terrasse auf einem Felsen platziert, was ich irgendwie recht spannend fand.
  2. Samarinda Fine Beach – Direkt darunter kommt dann der vermutlich schickste Bereich mit Liegen und einem Restaurant. Ich muss zugeben, das Areal sah sehr gut aus.
  3. Lido Azurro – Und schließlich das vielleicht hemdsärmeligste Strandbad direkt am Public Beach mit einem klasse Restaurant ebenfalls direkt am Meer. Hier bin ich am Ende gelandet…

Ortszentrum & Hauptstrand

Hier hatte ich zuerst Altstadt als Überschrift stehen, aber dann dachte ich mir, dass das irreführend ist, denn einen echten Altstadtbereich gibt es hier gar nicht. Tatsächlich besteht das Zentrum vielmehr nur aus der Uferpromenade (Lungomare C. Colombo) und einer Parallelstraße dahinter (Via Cavaliere Tommaso Fuortes). Santa Maria di Leuca ist wirklich klein und kompakt.

Das schönste Bauwerk im Ort selbst, ist dann sicherlich die Kirche Parrocchia Cristo Re Leuca.

Der Stadtstrand ist wie der Ort: sehr übersichtlich. Trotzdem, abends ist es an der Promenade herrlich, vor allem dann, wenn man sich mit einem Eis von der Eisdiele Martinucci (Via Cavaliere Tommaso Fuortes 8,) vorne auf eine Mauer setzt und einfach nur aufs Meer schaut…

Faro Capo Santa Maria di Leuca, Piazza Giovanni XXIII & Santuario di Santa Maria

Und wie es sich für den südlichsten Punkt Apuliens gehört, thront hoch oben über der Stadt ein monumentaler Leuchtturm, der Faro Capo Santa Maria di Luca. Bei meinem Besuch wurde er in den italienischen Nationalfarben angestrahlt, was schon ein großartiges Bild war.

Direkt daneben befindet sich der Piazza Giovanni XXIII mit einer Statue der Heiligen Maria. Ein sehr schöner Platz, vor allem aufgrund der exponierten Lage.

Den, im wahrsten Sinne des Wortes, passenden Rahmen bildet dann noch die Kirche Chiesa della Annunciazione di Santa Maria Vergine. Ein schlichter Bau, aber dennoch sehr eindrucksvoll.

Wer den Berg nicht mit dem Auto hinauffahren, sondern laufen möchte, sollte den Weg über den Hafen vorbei an der Statue Colona Romana wählen. Abends sind die Treppenstufen ebenfalls beleuchtet.

Spaggia di Pescoluse

Wenn man die „schönsten Strände Apuliens“ googelt, landet man sehr schnell bei einem Strand (Spaggia), der „die Malediven Apuliens“ verspricht.

Aber da möchte ich gleich mit zwei falschen Infos / Angaben aufräumen:

  1. Die Malediven Apuliens (den Slogan liest man wirklich häufig) sind kein Strand, sondern ein Beachlcub. Einer von vielen! Und zwar am Spaggia di Pescoluse. Das ist der Strand um den sich eigentlich handelt.
  2. Und der Beachclub „Malediven von Apulien“ ist NICHT der schönste Strandbereich geschweige denn der beste Beachclub!

Ich werde das hier mal etwas aufschlüsseln und dann kann jeder selbst auswählen, was ihm am besten gefällt…


Zur Info, der Strand Spaggia di Pescoluse befindet sich nur ca. 15 Minuten von Santa Maria di Leuca entfernt.

Lido Elite & Lido Tropical

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob die beiden zusammen gehören oder nicht, aber sind zumindestens nicht optisch getrennt. Oftmals ändert sich die Schirmfarbe oder die Liegen haben ein anderes Muster – hier nicht, weshalb ich vermute, dass sie zusammen gehören.

Es handelt sich um den westlichsten Beachclub am Spaggia di Pescoluse. Und um den für mich schönsten Bereich.

Meine Vermieterin hat mir den Lido Elite empfohlen und sie hatte damit vollkommen Recht.

Man kann hervorragend parken, es gibt ein sehr stilvolles und gutes Restaurant mit luftiger Terrasse, sowie ausreichend Liegen mit gutem Abstand und nicht allzu vielen Reihen (genau gesagt sind es nur zwei). Dazu ist der Strand schön sandig und läuft flach ins Wasser. Ja, es gibt ein paar Felsen im Wasser, aber die kann man locker umschwimmen.

Insgesamt eine richtig klasse Adresse! Ich würde den Lido Elite immer weiter empfehlen.

Papeete Salento Beach

Eins weiter nach Osten (vom Meer aus gesehen rechts) kommt man zum Papeete Salento Beach Club. Auch ein vielversprechender Name, aber im Vergleich zum Lido Elite muss ich sagen, dass der Bereich etwas „gedrungener“ wirkt. Enger.

Das Restaurant habe ich nicht getestet, aber alleine vom Strandbereich würde ich mich klar für den Lido Elite entscheiden.

Seychelles del Salento

Der nächste Beachclub lockt ebenfalls mit einem prima Namen! Und hier kann ich gerne sagen, dass das Ambiente zum Namen passt. Ein sehr schöner Strandbereich und auch das Restaurant wirkt einladend.

Reem Beach

Ab hier wird der Strand dann schon deutlich felsiger.

Im Gegensatz zu den bisherigen Lidos, handelt es sich beim Reem Beach um einen klassischen Beachclub. Sprich, die Liegen sind nicht einfach nur im Sand platziert, sondern es wurde ein echter Club angelegt. Ja, vorne am Wasser sind Cabanas, aber der Hauptteil sind die Liegen im Garten. Und einen Pool gibt es auch.

Wer es lauter und voller mag und gerne einen Wodka Bull am Strand trinkt, ist hier sicherlich richtig.

Aber Vorsicht, der Strand ist wie gesagt schon nicht mehr nur sandig.

Maldive del Salento

Und damit kommen wir zum bekanntesten Abschnitt: den Malediven von Apulien.

Leider hat dieser Lido so gar nichts von Malediven, im Gegenteil. Der Strandbereich ist einer der am wenigsten schönen. DENN, es ist sehr steinig. Auch das Restaurant ist eher gewöhnlich, als jetzt besonders charmant.

Insgesamt war ich hier eher enttäuscht.

Le Cinque Vele Beach Club

Und damit kommen wir zum Beverly Hills des gesamten Strandes. Ähnlich wie der Reem Beach gibt es hier einen weitläufigen Garten mit verschiedenen Zelten, Poolbereichen und Restaurants. Alles im stilvollen weiß. So schön die Anlage auch wirkt, sie ist extrem teuer und lockt auch das entsprechende Publikum an.

Bitte nicht falsch verstehen – jedem seins! Die Anlage ist sehr ansprechend und der Strand ist ebenfalls wieder deutlich schöner, aber ich trinke nun mal nicht sonderlich gerne Champagner. Zudem ist es mir persönlich einfach ein bisschen „drüber“, aber das ist Geschmacksache.

Öffentlicher Strand

Dieser Strandbereich ist dann wieder komplett offen, aber dadurch auch sehr sehr voll. Plus, das Parken ist wirklich recht kompliziert.

Gallipoli

Was für eine besondere Stadt! Als ich mir Gallipolli bei Google Maps angesehen habe, hat sie mich sofort an Cádiz in Andalusien erinnert, denn auch diese Stadt ist quasi eine eigene Insel. Klingt komisch, ist aber so. Die „Neustadt“ liegt auf dem Festland, während sich die Altstadt auf einer vorgelagerten Insel befindet.

Ursprünglich war Gallipolli eine griechische Siedlung und daher rührt auch der Name der Stadt. Denn die Griechen nannten die auf der Insel befindliche Stadt Kalépolis – die schöne Stadt.

Mir hat Gallipolli sehr gut gefallen, denn auch wenn man meinen könnte, dass es auf einer Insel etwas enger ist, so ist dem nicht so. Die Altstadt war erstaunlich entspannt zu besichtigen und die Möglichkeit ringsherum am Meer entlang zu spazieren ist auch etwas ganz besonderes. In meinem persönlichen Apulien-Ranking war Gallipolli eine sehr positive Überraschung…

Spiaggia della Purità

Ein Stadtstrand ist immer etwas besonderes und auch wenn der Spiaggia della Purità nicht unbedingt der schönste Vertreter ist, so ist das Setting dort schon irgendwie außergewöhnlich. Dafür, dass es sich um eine Halbinsel handelt, ist der Strand nämlich zum einen erstaunlich groß und zum anderen wird er ja quasi von der Stadtmauer (mit sehr vielen schöne Bars!) umrahmt.

Und nachdem Gallipoli nicht extrem touristisch ist, kann man hier schon sehr gut einen richtig tollen Beachtag verbringen…

Basilica Cattedrale di Sant Agata

Von außen musste ich irgendwie an die Felsenstadt Petra in Jordanien denken, weil direkt vor dem Eingang der Kirche quasi gar kein Platz ist und man so die gewaltige Fassade kaum richtig bestaunen kann. Gerade nachts – fand ich – wirkt diese Kathedrale nochmal etwas faszinierender… Bitte auch unbedingt innen besichtigen! Sowohl die vielen Gemälde, als auch die Decke sind sehr beeindruckend.

Altstadt

Um es einfach auszudrücken: Das historische Zentrum von Gallipolli macht einfach Spaß. Es ist klein und kompakt, mit vielen charmanten Restaurants und es wirkt eben nicht überladen oder aufdringlich. Verlieren kann man sich quasi nicht, den mittig durch die Altstadt verläuft die Hauptgasse Via Antonietta de Pace, an der sich auch die Basilica Cattedrale di Sant’Agata befindet.

Vor allem aber, dass man den Stadtkern wunderbar umrunden kann, hat mir sehr gut gefallen. Dabei passiert man dann so schöne Kirche wie die Chiesa di San Francesco D’Assisi oder die Chiesa di San Domenico al Rosario und hat nebenbei immer eine wunderbare Aussicht aufs Meer.

Das für mich schönste Special war aber der Fischmarkt nahe der Burg Castello di Gallipoli. Es handelt dabei wirklich nur um ein paar kleine Stände, die aber sehr ansprechend angerichtet sind.  Hier kann frischen Fisch genießen, Austern schlürfen oder einfach nur das Treiben beobachten. Herrlich!

Mein Tipp: La Lampara!

Punta Prosciutto

Wer kennt sie nicht, die Pizza Prosciutto?! Warum ich das frage, nun, weil einer der bekanntesten Strandabschnitte in Apulien den leicht seltsamen Namen Punta Prosciutto trägt. Hintergrund – eine der Klippen in dieser Region hat die Form eines Schinken. Naja…

Wie dem auch sei, auf der westlichen Innenseite von Apulien gibt es zahlreiche, malerische Buchten mit ebenso schönen  Stränden. Zwischen den beiden Türmen Torre Colimena und Torre Lapillo (oder auch Torre di San Tommaso) findet man mit dem Punta Prosciutto aber ein wirklicher Traumstrand mit weißem Sand und türkisblauem Wasser.

Ja klar ist diese Ecke touristischer und speziell im Sommer ist hier einiges los, aber der Strand ist so weit und breit, dass es sich nicht voll oder überlaufen anfühlt.

Lido Teranga Bay

Meine Empfehlung hier ist in jedem Fall der Beachclub Lido Teranga Bay.

Wie immer, es gibt sehr viele, öffentliche Strandabschnitte, aber wer gerne direkt am Strand parken, sich auf einer Liege sonnen und gleichzeitig ein prima Beachrestaurant in der Nähe haben möchte, der ist hier genau richtig.

Selten habe ich einen so stillvollen Beachclub gesehen, der an sich komplett locker und entspannt ist. Es gibt Daybeds, aber auch ganz normale Liegen. Das Ganze in einer chilligen und loungigen Atmosphäre. Ich fands klasse!

Lido Elios

Wer es gerne etwas kleiner und lockerer haben möchte, dem kann ich noch den Beachclub Lido Elios empfehlen. Ein gutes Stück weiter im Süden, nahe dem Torre Chianca (Torre di Santo Stefano), befindet sich dieser sehr überschaubare Strandbereich mit einem ebenfalls richtig guten Restaurant. Ein Zufallstreffer, den ich aber hier nicht unerwähnt lassen möchte…

Gravina

Gravina ins Deutsche übersetzt bedeutet Schlucht oder Felsspalte. Diese Info finde ich schon mal sehr aussagekräftig, denn tatsächlich liegt der Ort Gravina an einem schluchtartigen Canyon, in dem auch noch der Bach Gravina fließt. Will sagen, der Name der Ortes macht komplett Sinn.

Touristisch hat Gravina viele Jahre eher ein Schattendasein gefristet, ganz einfach weil die nahegelegene Stadt Matera (siehe weiter unten) einfach alles überstrahlt. Bis, ja bis eine der ikonischsten James Bond-Eröffnungsszenen hier gedreht wurde! Und zwar in Daniel Craigs letztem Auftritt als 007 – No time to die. Hierbei springt James Bond in einer schier aussichtslosen Situation von einer gewaltigen Steinbrücke und entkommt so auf spektakuläre Art und Weise. Diese Brücke hat Gravina seitdem einen regelrechten Aufschwung und viele Filmtouristen beschert.

Lustigerweise war Gravina schon einmal Schauplatz einer (in Deutschland) bekannteren Filmproduktion, und zwar wurde der Film Maria, ihm schmeckt’s nicht mit Christian Ulmen hier gedreht. Der fiktive Ort Campobello ist nämlich eigentlich Gravina.

Mir hat Gravina sehr gut gefallen, allerdings muss man auch sagen, dass es für mich eher ein Tagesausflugsziel ist.

Ponte Acquedotto

Die oben angesprochen James Bond-Brücke führt über die 37 Meter tiefe Schlucht, die die Altstadt von Gravina mit der ehemaligen Höhlenstadt verbindet. DENN ähnlich wie die weltweit bekannte und benachbarte Felsenstadt Matera, gibt es auch in Gravina vom Wasser ausgewaschene Kalksteinhöhlen zu bestaunen. Nicht so spektakulär wie in Matera, aber man kann erkennen, dass es sich jeweils um zwei sehr sehr alte Städte handelt. Auf meinen Bild Nummer zwei sind diese Höhlen sehr gut zu erkennen.

Die Brücke an sich ist schon klasse, denn der wie ein Aquädukt anmutende Bau ist immerhin 90 Meter lang und fünf Meter breit. Von der anderen Seite hat man außerdem eine richtig tolle Aussicht über die Schlucht hinweg auf den Ort Gravina (sofern nicht gerade irgendwelche Baukräne aufgebaut sind).

Altstadt

In Gravina selbst gibt es auch einige Sehenswürdigkeiten, wobei jetzt keines davon ein absolutes „Must-See“ ist. Die Altstadt ist relativ kompakt, es geht hoch und runter, über kleine Brücken und durch schmale Gassen. Plus, es gibt unzählige Kirchen, wie zum Beispiel die Höhlenkirche San Michele, in der es mit vielen menschlichen Schädeln und Knochen einige makabre Überreste gibt.

Außerdem hat mir der Piazza Benedetto gut gefallen, um den herum sich auch einige besondere Bauwerke gruppieren, wie zum Beispiel das Kloster S.Maria Delle Suore Domenicane, die Bibliothek Capitolare Finia mit ihrem schönen Zifferblatt oder die Kirche Chiesa del Purgatorio.

Mein Tipp, einfach mal ziellos umher schlendern und sich in Gravina verlieren…

Matera

Zunächst das wichtigste vorab: Ich weiß, dass Matera NICHT im Bundesland Apulien, sondern in Basilikata, liegt. ABER wenn man in Apulien unterwegs ist und Matera auslässt, wäre das einfach extrem schade. Zudem macht die Grenze zur Region Basilikata quasi (nur wegen Matera) einen Schlenker – bei einem geraden Grenzverlauf wäre Matera ein Teil von Apulien. Will sagen, Matera liegt sehr nah dran am Bundesland von Apulien! Ich meine, wenn ich jemandem Reisetipps für Schleswig-Holstein gebe, erwähne ich vielleicht auch mal, dass sich Hamburg ganz in der Nähe befindet, oder?

So, dann zu Matera! Denn – und das schließt nahtlos an den einleitenden Absatz an – ich habe Apulien gerade wegen Matera (wieder) auf meine Reiseliste gesetzt! Mich hat nämlich der James Bond-Film No Time to Die mit Daniel Craig auf diese ganz besondere Stadt aufmerksam gemacht. Die Szenen aus Matera waren tatsächlich so außergewöhnlich, dass ich angefangen habe zu recherchieren und habe dann schnell entschieden, dass ich die Stadt der Sassi (dazu gleich mehr) kennen lernen möchte.

Also, was macht Matera zu einem solchen Highlight?!

Matera gilt als eine der ältesten Städte der Welt und ist vor allem für die oben erwähnten Sassi bekannt – Sassi bedeutet übersetzt Steine und der Ausdruck bezeichnet die in den Tuffstein gehauenen Felsenwohnungen. Die Einzahl lautet übrigens Sasso.

Daran anknüpfend, für mich war es nämlich direkt die Optik, die mich so fasziniert hat. Die ganze (Alt)Stadt scheint nämlich nur aus hellem Stein zu bestehen. Und sowohl aus der Ferne, als auch von Nahem sieht das schon extrem besonders aus. Ebenso ergeben sich tagsüber und nachts völlig unterschiedliche Farbwelten.
Dazu muss man wissen, dass Matera an einer schlichtartigen Flusstal liegt und die Häuserreihen dadurch gestaffelt nach unten abfallen.

Zudem zählt Matera zum UNESCO-Weltkulturerbe und war sogar 2019 Europas Kulturhauptstadt.

Wie besichtige ich Matera?

  • Um ehrlich zu sein, die beste und wichtigste Frage, denn ich denke, hier sollte man gar nicht erst anfangen sich einen Plan zurecht legen. Die Straßen und Gassen sind einfach viel zu klein und / oder verwinkelt, als dass man tatsächlich richtig gut einer Route folgen könnte.
  • PLUS, ganz wichtig, auf Google Maps kann man ja Höhenunterschiede nicht wirklich erkennen und die sind hier in Matera wirklich teilweise schon auf kurze Distanzen gewaltig.
  • Daher mein Ratschlag: Einfach drauf los laufen! Klingt seltsam, aber ich würde wirklich ein paar Punkte grob im Visier laufen und dann nach Gefühl dorthin laufen. Man wird in Sackgassen landen und auch mal einen Umweg laufen, aber das gehört beim Erlebnis Matera eben einfach mit dazu.
  • Zudem ist die Altstadt auch nicht soooo groß, als dass man nicht auch mal falsch laufen könnte. Ich bin in zwei Tagen vor Ort sicherlich drei oder sogar viermal bei den diversen Hauptspots gewesen.
  • Dies liegt auch daran, dass man durchaus Fotos vom gleichen Spot zu unterschiedlichen Tageszeiten machen kann und sogar sollte. Je nach Sonnenstand verändert sich nämlich das Licht und damit auch das Motiv gravierend.
  • Und damit anschließend gleich eine weitere, wichtige Empfehlung: Bleibt unbedingt mindestens einmal über Nacht in Matera! Diese wandelbare Stadt sieht morgens nun mal anders aus als abends. Und nachts ist das Ganze sowieso nochmal eine ganz andere Nummer. Ich finde Matera ist KEIN Ziel für einen Tagesausflug.

Praktische Hinweise:

  • Um Verwirrungen vorzubeugen: Auf Karten kann man leicht durcheinander kommen, weil die beiden Viertel in der Altstadt Sasso Barisano und Sasso Caveoso heißen. Hier werden also keine Sassi-Spots markiert!
  • Wie oben erwähnt, in Matera geht es hoch und runter, was bedeutet man muss viele Treppenstufen bewältigen. Wer also nicht so richtig super zu Fuß ist, sollte sich besser eine motorisierte Tour zB mit einem TukTuk buchen.
  • Innerhalb dieses Labyrinths an Gassen gibt es an den Mauern immer wieder Hinweisschilder mit dem Titel itinerario turistico – diese sollen die Touristen anscheinend zu den größten Attraktionen führen. Mir hat das ehrlich gesagt nicht geholfen, aber das muss nichts heißen…
  • Matera ist zwar sehr alt, aber nicht klein. Insgesamt hat Matera eine Einwohnerzahl von knapp 60.000. Will sagen, Matera ist deutlich mehr als die Altstadt, allerdings beschränkt sich der touristisch spannende Teil weitestgehend auf das historische Zentrum.
  • Man kann in der Altstadt NICHT mit dem Auto parken. Demzufolge muss man nah an der Altstadt nach freien Parkplätzen suchen. Im Norden der Stadt kann ich folgende Straßen empfehlen: Via piave, Via santa cesarea und Via Santo Stefano
    Ein guter Zeitpunkt für die Parkplatzsuche ist mittags! Da ist deutlich mehr frei, als am Nachmittag.

Kathedrale

Schon alleine aufgrund der exponierten Lage ist die Kathedrale die größte Sehenswürdigkeit Materas. Am gefühlt höchsten Punkt thront die prächtige Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert über der Altstadt und ist so etwas wie die Trennung der beiden Viertel Sasso Barisano und Sasso Caveoso. Der Eintritt kostet nur einen Euro und ist jeden Cent wert.

Ich war tatsächlich insgesamt dreimal auf dem Vorplatz der Kathedrale – morgen, nachmittags und nachts. Das Licht und die Stimmung war jedes Mal komplett unterschiedlich. Mal hat man die Sonne im Rücken und die Altstadt leuchtet richtig hell vor dem Aussichtspunkt der Kathedrale. Mal taucht die Nachmittagssonne die Häuser von Matera in ein warmes Beige. Und wenn dann abends die Lichter der Stadt vor einem angehen, ist das einfach ein unbeschreibliches Bild. Oftmals herrscht hier abends eine großartige Stimmung – der Aufstieg lohnt sich also in jedem Fall. Egal wann.  

Die Felsenkirchen

Matera verfügt über zwei Wahrzeichen. Die oben erwähnten Sassi (dazu gleich mehr) und die außergewöhnlichen Felsenkirchen.

Das klingt nicht nur schon gewaltig, das ist es auch. Selbst wenn man sich vielleicht ansonsten nicht wirklich für Kirchen interessiert, so sind diese doch ganz anders und unbedingt sehenswert. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um Kirchen in einem Felsen. Dementsprechend ist das Innere auch deutlich kompakter und gedrungener als bei „gewöhnlichen“ Kirchen und genau das wirkt extrem beeindruckend, ein wenig Ehrfurcht einflößend und man wird schon auch demütig. Mich haben die Besuche wirklich fasziniert, weshalb ich jedem empfehlen würde mindestens zwei Felsenkirchen zu besuchen.

Die drei bekanntesten lauten:

  • Chiesa Rupestre di Santa Maria de Idris (von außen sensationell gut zu fotografieren)
  • Chiesa di Santa Lucia alle Malve
  • Chiesa di San Pietro Barisano (größte und für mich spektakulärste Felsenkirche – mit eigener Krypta)

Alle drei Kirchen sind in meiner Karte in einer eigenen Rubrik markiert.

Der Besuch dauert jeweils nur ca. zehn Minuten, aber wenn man mal in einer solchen Kirche war, kann man Matera sicherlich ein bisschen besser „fühlen“.

Hinweis: Der Eintritt für eine Kirche liegt bei vier Euro, es gibt aber auch ein Kombiticket  für drei Kirchen für acht Euro.

Wichtig! Fotografieren ist in den Kirchen NICHT erlaubt. Nicht mal ohne Blitz.

Tipp: In den Kirchen lagen am Eingang immer Flyerbroschüren in verschiedenen Sprachen aus. Diese waren meiner Meinung nach eigentlich immer recht gut aufbereitet und konnten ein paar gute Informationen bieten.

Chiesa di San Pietro Caveoso (Kirche)

Was für ein spektakulärer Vorplatz! Er sieht nicht nur aus wie eine Filmkulisse, es handelt sich um eine – nämlich im James Bond-Film „No Time to Die“.

Diese überraschend schlichte, katholische Kirche heißt bei den Locals auch öfters mal Peter und Paul-Kirche und man hat vom Vorplatz eine großartige Aussicht über die angrenzende Schlucht.

Der Eintritt in die Kirche ist frei.

Aussichtspunkte

In ganz Matera verteilt finden sich einige richtig tolle Spots, von denen man aus unterschiedlichen Perspektiven jeweils eine großartige Aussicht auf die Altstadt hat.

Hier spielt viel zusammen – speziell die unterschiedlichen Positionen rund um die Altstadt, die Hanglagen und auch die Tageszeit ergeben sich immer wieder ausgesprochen spannende Fotomotive.

Keine Sorge, man muss die einzelnen Aussichtspunkte nicht separat ansteuern, sondern diese befinden sich meist immer ganz in der Nähe einer Sehenswürdigkeit oder auf dem Weg dorthin.

Hier meine persönlichen Lieblings-Spots:

Aussichtspunkt Luigi Guerricchio – (nahe Palombaro Lungo)

Von hier hat man eine richtig schöne Perspektive auf die Kathedrale.

Der ideale Zeitpunkt ist nachmittags, weil dann die Abendsonne die Katehdrale in ein herrlich warmes Licht taucht.

Aussichtspunkt Convent of Saint Agostino

Ein hervorragender Fotospot, weil man von hier nicht nur einen perfekten Winkel auf die Kathedrale, sondern auch noch eine wunderschöne Umgebung hat.

Die ideale Zeit gibt es in dem Fall leider nicht, einzig, mittags ist es vermutlich nicht wirklich gut, denn dann hat man die Sonne im Gesicht. Ich würde es vermutlich am späten Nachmittag probieren…

Aussichtspunkt Piazza Giovanni Pascoli

Gefühlt läuft dieser Spot etwas unter dem Radar, dabei ist die Aussicht von hier ebenfalls richtig schön. Der Winkel ist nicht ganz so perfekt, wie bei anderen Spots und dennoch hat man die ganze Altstadt vor sich.

Hier ist ebenfalls der Nachmittag die empfehlenswerteste Zeit.

Aussichtspunkt Murgia Timone

Eine ganz andere Perspektive! Hier befindet man sich nämlich auf der anderen Seite der Schlucht und hat die komplette Altstadt von Matera vor sich. Und erst oder vor allem hier merkt man, wie camouflageartig sich die Häuser in der Felswand „verstecken“. Unglaublich!

Ich bin mit dem Auto direkt zu dem entsprechenden Parkplatz gefahren – Platz gibt es genug. Um ehrlich zu sein, es war eigentlich kaum jemand sonst hier. Es werden auch aber Shuttle (klingt größer als es ist) von der Altstadt hierher angeboten. Alternativ kann man auch durch die Schlucht wandern, was ungefähr 45-60 Minuten dauert.

Aussichtspunkt Belvedere Raffaele Giura Longo

Noch so ein eher unbekannter Spot – die meisten Touristen laufen glatt vorbei. Dabei ist es ein ganz anderer Blickwinkel, was ich eigentlich ganz fein fand.

Aussichtspunkt Piazza Duomo

Direkt an der Kathedrale hat man vom Vorplatz eine sensationelle Aussicht – quasi das genaue Gegenstück zum Aussichtspunkt Luigi Guerricchio.

Speziell morgens, wenn man die Sonne im Rücken hat, ist das Licht phänomenal.

Palombaro Lungo (Zisterne)

Ein Hauch von Herr der Ringe weht durch Matera – hier kommt man sich vor wie in einer der übermächtigen Hallen des Zwergenreichs!

Wie im Film ist der Eingang leicht versteckt, schon alleine, weil er sich eine Etage unter dem Piazza Vittorio Veneto befindet.

Die aus dem 16. Jahrhundert stammende, unterirdische Zisterne war für mich eines der Highlights, und das nicht nur, weil es in den gewaltigen Hallen erfrischend kühl ist. Ich möchte mir nicht ausmalen, wie schwierig es war ein funktionierendes Trinkwassersystem in früheren Zeit zu ermöglichen, aber hier bekommt man immerhin einen kleinen Eindruck vermittelt.

Zunächst läuft man leicht gebückt durch einen etwas engeren Bereich, bis sich dann die tiefe Weite auftut und man die Ausmaße erkennen kann. Die Besichtigung an sich dauert zwar nur ca. 20 Minuten (es ist kein Rundgang, sondern man geht „nur“ hin und zurück), aber ich fand es insgesamt großartig.

Meine Empfehlung wäre recht spät am Nachmittag zu kommen, denn dann sind die großen Massen schon weg und man hat durchaus die Chance auf gute Bilder ohne viele Menschen auf den Verbindungsstegen.

Der Eintritt kostet drei Euro.

Für mehr Informationen, wie zum Beispiel die Öffnungszeiten, kann man die offizielle Homepage des Palombaro Lungo besuchen.

Casa Grotta nei Sassi di Matera

Ich habe bewusst im Intro zu Matera nicht allzu viel zu den Sassi, also den Felsenwohnungen, gesagt, denn anders als in Alberobello, wo man ja durch einen echten „Zipfelhutwald“ geht und die Häuser (die Trulli) damit der ganz klare Fokus in der Stadt sind, sind die Sassi nur ein (wichtiger) Teil von Matera. Sie sind in meinen Augen allerdings nicht Matera.

Und trotzdem sind diese Felsenwohnungen natürlich extrem besonders und einzigartig. Genau deshalb sollte man ja auch versuchen eine solche Höhlenwohnung als Unterkunft zu finden (siehe Hoteltipps).

Zu sehen, wie die Menschen früher in Matera in diesen Wohnungen gelebt haben, sollte aber sehr wohl ein wesentlicher Bestandteil eines jeden Materabesuchs sein.


Hierbei ist wichtig zu wissen, bis in die 1950er Jahre einige der Sassi noch bewohnt waren. Die Umstände damals waren sehr ärmlich – es gab weder fließendes Wasser noch Elektrizität. Bis entschieden wurde,  dass die Sassi geräumt werden, damit man die Häuser mit entsprechenden Zuschüssen restaurieren kann.

Wie damals in den Sassi gelebt wurde, kann man anhand der Casa Grotta erahnen, welche man heutzutage besuchen kann. Auch wenn der Besuch an sich nicht wirklich spektakulär ist, so finde ich doch, dass es sich lohnt.

Der Eintritt kostet fünf Euro und man kann sich eine Audio-Erklärung auf seinem Handy anhören.

Insgesamt umfasst der Besuch drei Bereiche, wobei einer davon die engen Räumlichkeiten des letzten Jahrhunderts sehr gut vermittelt.

Altstadt

Neben den hier aufgeführten Sehenswürdigkeiten gibt es noch viele weitere schöne, interessante, einzigartige, faszinierende und fotogene Spots.

Da wäre zum Beispiel der Piazza San Giovanni (einer der Hauptspots im James Bond-Film No Time to Die) mit einer für mich besonders stimmungsvollen Kirche.

Außerdem wären da noch die beiden, recht nah bei einander liegenden Kirchen Chiesa di San Francesco d’Assisi und Chiesa del Purgatorio.

Mir hat außerdem (vor allem abends) der Piazza S. Francesco und die stimmungsvolle Straße Via del Corso (vom Piazza S. Francesco zum Palombaro Lungo) richtig gefallen.

Abends am Piazza S. Francesco sitzen und ein leckeres Eis aus der Gelateria Cardinale genießen, ist ein Sommernachtstraum…

Meine besten Spot-Tipps in Apulien auf einer Karte

Ich habe auf der Karte die wichtigsten Spots markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.

Meine Hoteltipps in Apulien

Jeder plant seine Tour durch Apulien sicherlich anders, aber bei meine Überlegung war immer so, dass ich gerne Orte hätte, von denen aus ich diverse Spots anfahren und besuchen kann:

Bari -> Bari, Polignano a Mare

Alberobello -> Alberobello, Locorondo, Ostuni, Lecce

Otranto -> Otranto, Santa Maria di Leuca, Gallipoli

Matera -> Matera, Gravina

Dementsprechend habe ich mir auch jeweils in den vorne angegebenen Ortschaften eine passende Unterkunft gesucht und ich muss sagen, dass alle vier Schüsse voll getroffen haben. Ich war vollkommen zufrieden und aus dem Grund kann ich meine ausgewählten Hotels auch sehr gerne weiterempfehlen:

Bari – KiBari B&B

Natürlich versucht man immer möglichst zentral zu wohnen, aber in dem Fall war ich direkt von dieser Unterkunft begeistert, und zwar weil ich es einfach liebe, morgens und abends die Möglichkeit zu haben, mich auf eine Terrasse oder einen Balkon zu setzen. Und der Balkon ist hier definitiv einer der massiv dicken Pluspunkte! Er ist groß, stilvoll gestaltet und das Beste ist, dass man hier auch noch morgens frühstücken kann (das Essen wird serviert!). Man muss natürlich schauen, dass man auch das Zimmer mit diesem Balkon bekommt (es gibt glaube ich insgesamt zwei oder drei Zimmer)!

Das Frühstück war klasse, denn es wurde jeder Wunsch berücksichtig und da waren wirklich tolle Sachen dabei. So gab es immer Croissants, süße Teilchen, Joghurt, Mandeln, Früchte, Müsli, etc. Alles lecker und ansprechend zubereitet.

Plus, es gibt im Hinterhof einen Parkplatz, der, wenn man mit einem Mietwagen unterwegs ist, natürlich ein klarer Trumpf ist. Kein Gesuche, kein Stress, einfach nur abstellen.

Hinzu kommt, dass die Inhaberin überragend lieb und hilfsbereit war. Bei der Ankunft hat sie sich mit uns hingesetzt, ist die verschiedenen Bereiche von Bari durchgegangen, hat Empfehlungen für zB Restaurants gegeben und uns auch prima Tipps gegeben.

Ja, man ist nicht mitten im Zentrum, aber die 10 Minuten zu Fuß waren es mir allemal wert, so gut und klasse zu wohnen.

Via Garruba 118, 70122 Bari

Alberobello – Enjoy Trulli

Wie oben beschrieben, ich würde es dringend empfehlen in Alberobello selbst zu übernachten, denn abends – wenn die Tagestouristen weg sind – entwickelt die Stadt einen ganz besonderen Zauber.
-> Und wenn man sich in Alberobello wohnt, dann sollte man sich auch ein Trullo aussuchen.
-> Und hier kann es unmöglich eine bessere Wahl als das Enjoy Trulli geben!

Dieses Zipfelhuthaus in Familienbesitz ist einfach traumhaft! Eine 10/10, es kann eigentlich wirklich nicht schöner sein. Hier die Vorteile:

  • Zentrale Lage bei den Painted Rooftop Trulli – in einer Seitenstraße, so dass es schön ruhig ist.
  • Das Trullo ist innen sehr geräumig und extrem ansprechend eingerichtet.
  • Es gibt einen großen Garten, eine richtig schöne Terrasse UND einen Whirlpool! Nach einem Tag auf den Beinen, gibt es doch nichts entspannenderes, als sich nochmal kurz in einen Whirlpool zu legen…?!?!
  • Die Inhaber sind überragend. Der Sohn wickelt die Buchung ab und die Mutter kümmert sich ums Frühstück. Sie kommt jeden Morgen zur gewünschten Uhrzeit vorbei, deckt den Tisch und richtet das Frühstück an. Weltklasse!
  • Man kann in der Altstadt nirgends mit dem Auto parken, aber mögliche Parkplätze sind verhältnismäßig nah.

Alles in allem die perfekte Wahl! Es hätte auf keinen Fall schöner sein können.

11 Vico Lippolis, 70011 Alberobello

Otranto – Il Palmento B&B

WICHTIG! Diese Unterkunft befindet sich nicht direkt in Otranto, sondern in einer Ortschaft vor Otranto, sprich, für jemanden ohne Mietwagen ist diese Pension leider nicht geeignet.

Wer dagegen mobil ist, für den kann es in dieser Region nur das Il Palmento B&B geben. Ich will nicht mit Superlativen um mich schmeißen, sondern bin schlichtweg komplett ehrlich. Eine fantastische Unterkunft, die alle Erwartungen übertroffen hat.

  • Die Zimmer sind groß, geräumig, sehr stilvoll eingerichtet und die Betten sind sehr bequem. Die Bäder bieten viel Platz und sind einfach nur Klasse.
  • Es ist ruhig!
  • Direkt vor der Tür gibt es problemlos Parkplätze.
  • Die Inhaber waren unfassbar herzlich, hilfsbereit, zuvorkommend und herzlich. Unglaublich! Wir haben mehrfach sensationell gute Tipps bekommen und es wurde uns aktiv geholfen. Wir wollten an einem Tag an den Strand und die Inhaberin hat extra bei einem Beachclub angerufen und etwas für uns reserviert, was tadellos geklappt hat!
    Bei der Abreise haben sie aktiv gefragt, ob sie etwas verbessern könnten – was ich verneint habe, weil einfach alles top war.
  • Im Innenhof gibt es einen wunderschönen kleinen Garten mit Jacuzzi.
  • Auf einem kleinen Balkon ist ein Wäscheständer aufgebaut, auf dem man abends seine Badesachen zum Trocknen aufhängen kann. Praktisch und hilfreich.
  • Das Frühstück war klasse – ich habe ein paar Unverträglichkeiten, es wurde alles berücksichtigt und extra separat eingekauft.
  • Es gab jeden Tag kostenlos aufgefüllte Wasserflaschen.

Ja, man ist NICHT direkt in einem Ort, den man besucht, aber die ca. 5 Minuten mit dem Auto nach Otranto haben mich nicht gestört. Den Komfort, den ich hier bekommen habe, hätte ich kaum woanders gefunden. Einfach nur großartig… Ich freue mich für jeden, der sich für das Il Palmento entscheidet.

via Roma 68, 73020 Palmariggi

5 Elementi Sassi Matera

Ähnlich wie in Alberobello, will man in Matera ebenfalls in einer Unterkunft wohnen, die ganz typisch für diese Region bzw. diese Stadt ist und das sind nun mal die Sassi – die Felsenwohnungen.

Im Gegensatz zu den bisherigen Unterkünften habe ich beim 5 Elemente Sassi Matera ein paar Kritikpunkte, möchte es aber dennoch empfehlen. DENN, ich fand es gut, dass man sich bei booking.com genau DAS Appartement aussuchen konnte, das man dann auch bekommt. Sprich, jedes Zimmer sieht anders aus und dementsprechend kann man genau aussuchen, was man möchte. Bitte beachten, nicht jedes Zimmer ist eine Felsenwohnung!

Im ersten Zimmer, welches ein normales Appartement war, war beispielsweise das Bett kaputt, weshalb ich mich bei der Vermieterin gemeldet habe. Das Zimmer an sich war wirklich sehr schön und die Aussicht sogar richtig toll, allerdings mit einem durchbrochenen Lattenrost wäre die Nacht kein Vergnügen gewesen. Ich fand es klasse, wie schnell reagiert wurde und wir wurden in ein anderes, teureres Zimmer upgegradet – in eine Felsenwohnung.

Das Erlebnis in einem solchen Zimmer ist natürlich schon sehr sehr besonders. Die Atmosphäre, kein Licht, die Wände aus Fels… Eine einmalige Sache! Dazu war die Wohnung wirklich besonders schön gestaltet, inklusive Badewanne.

Wichtig ist, im Raum sollte immer ein Luftentfeuchter stehen, denn die Luftfeuchtigkeit ist schon spürbar. Morgens muss man dann auch direkt das gute Stück entleeren, weil so viel Wasser „gezogen“ wurde.

Positiv ist auch die sehr gute Lage, sehr zentrumsnah, mit prima Aussicht und man kann auch in akzeptabler Nähe kostenlos parken.

Demnach, ein problembehafteter Beginn für mich, aber es wurde klasse reagiert und danach war ein prima Aufenthalt.

Vico Santa Cesarea 22, 75100 Matera

Meine Restaurant-Empfehlungen in Apulien

Geschmäcker sind natürlich unterschiedlich, aber diese Restaurants fand ich während meiner Reise besonders klasse:

Bari – Mamapulia

Ein Tipp von meiner Vermieterin – und was für einer. Ich war insgesamt sogar dreimal dort (einmal extra noch kurz vor dem Heimflug), weil es so gut ist. Aber Stichwort Erwartungshaltung, es handelt sich um ein kleines Restaurant mit einer schöne Terrasse an einem gemütlichen Platz. Man kann also vor allem schön draußen sitzen. Meine Empfehlung: Puccia Tonno.

Eigentlich ist Puccia quasi ein italienischer Döner, nur dass der Inhalt komplett variabel ist. Meistens sind Mozzarella und Tomaten Teile davon, plus wahlweise Meeresfrüchte, Schinken, Salami, Gemüse, Hühnchen und / oder Gemüse. Extrem lecker.

Anmerkung: Es handelt sich um frischen Thunfisch!

Via Roberto da Bari, 150, 70122 Bari 

Bari – Santa Lucia dal 1950

Ein Streetfood-Restaurant! Ich war dort im Rahmen meines Badetages am Lido San Francisco. Dieser kleine Insidertipp liegt dort ganz in der Nähe und war für mich der perfekte Abschluss eines großartigen Strandtages. Ich hatte nämlich schon Hunger, wollte aber nicht extra nach Hause, um mich nochmal frisch zu machen und da kam mir dieser tolle Laden gerade Recht.

Eigentlich sieht das Restaurant recht stylisch aus, aber man bestellt eben Essen zum Mitnehmen oder man setzt sich in den zugegebener dann etwas weniger stylischen Bereich am Rand zum Essen. Wobei, es war wirklich eine lustige Stimmung dort, denn die meisten Besucher kamen vom Strand und ein paar Locals wussten anscheinend auch, dass es hier ganz gutes Essen gibt.

Von den Köchen konnte kaum einer Englisch, aber mit viel Spaß, viel Lachen und ein wenig Mühe konnten wir uns doch irgendwie verständigen. Alleine das war schon großartig, denn gefühlt haben sie mir in der Küche danach extra große Portionen gemacht.

Mein Tipp: Polpette Classiche – italienische Hackfleischbällchen. Und Bombette di capocollo – kleine Fleischröllchen.

Natürlich gibt es auch Pizza, die extrem gut aussah.

Lungomare Starita, 9b, 70132 Bari 

Bari – Antica gelateria Gentile

Ganz offensichtlich ist diese Eisdiele ein absoluter Hotspot, denn jedes Mal, wenn ich hier vorbei gelaufen bin, war die Hölle los. Zu Recht! Das Eis war absolut sensationell und extrem lecker. Alleine schon das Aussuchen ist ein Erlebnis, weil alles so klasse aussieht. Ganz spontan – vermutlich weil ich so überwältigt war – habe ich dann sogar noch ein kleines Gebäckteilchen mitgenommen. Das Anstehen lohnt sich also!

Tipp: Danach kann man sich entspannt mit seinem Eis gegenüber auf die Mauer des Castello Svevo di Bari setzen und das Treiben beobachten.

Piazza Federico II di Svevia, 33, 70122 Bari

Polignano a Mare – Olio su pane

Ein echte Überraschung! Eigentlich war ich nur auf der Suche, um schnell etwas zu schnabulieren, aber dann hat sich dieses kleine, unscheinbare Restaurant als wahrer Volltreffer erwiesen. Die Pucce mit Thunfisch, Lachs und Oktopus waren allesamt sensationell gut. Wirklich herausragend.

Tipp: Auch zum Mitnehmen!

Via Roma, 60, 70044 Polignano a mare 

Polignano a Mare – Malidea

Wieder so ein kleiner Laden, der relativ unscheinbar wirkt, aber irgendwie doch etwas sehr Besonderes hat. Soweit ich das gesehen besteht das Malidea nur aus ein paar Tischen auf der Terrasse, von denen man dafür aber auf die Domenico Mudogno-Statue blickt.

Die klare Empfehlung hier sind Pinsa, die nicht nur schmackhaft aussehen, sondern auch genauso lecker sind. Sogar so gut, dass zwei Influencer neben mir länger ihr Essen gefilmt als gegessen haben.

Lungomare Domenico Modugno, 11, 70044 Polignano a Mare 

Ostuni – Drogheria Pugliese

Direkt am Piazza della Libertà befindet sich dieses eher touristisch aussehende, aber dann doch überraschend gute Restaurant. Es ist ja immer ein wenig knifflig so direkt an einem Hauptplatz ein gutes Restaurant zu finden, dass sich nicht wie ein „Touristenfalle“ anfühlt, aber hier muss ich sagen, dass mich alles überzeugt hat: der Service, das Essen und das Ambiente. Alles war großartig zubereitet. Die Kellnerin hat mich sogar darauf aufmerksam gemacht, dass es etwas dauern könnte, weil eben alles frisch ist. Klasse!

Piazza della Libertà, 14, 72017 Ostuni 

Lecce – 00 Doppiozero

Ein glatter Zufallstreffer. Dieses großartige Restaurant lag direkt auf dem Weg zum Piazza del Duomo, weshalb ich hier sogar 2 x Halt gemacht habe. Einmal für einen Caffè Leccese, eine salentinische Kaffeespezialität, die aus Kaffee, Eiswürfel und Mandelmilch besteht. Und einmal fürs ausgesprochene Mittagessen.

Beachten sollte man, dass man erst ab 13 Uhr Mittagessen kann!

Im Übrigen ist das Restaurant auch im Innenbereich ausgesprochen stilvoll und ansprechend. Ein klarer Tipp, vor allem auch aufgrund der zentralen Lage und der Nähe zum Piazza del Duomo.

Via Guglielmo Paladini, 2, 73100 Lecce 

Lecce – Café Flow Bar

Ein toller Tipp für eine typisch, regionale Nachspeise, und zwar die Pastocciotti Leccesi – ein mit Vanillecreme gefülltes Mürbeteiggebäck, dessen Zubereitung hier in Lecce ihren Ursprung hat – ist dieses kleine Café.

Ich habe zwei Stücke nachmittags bestellt, allerdings gibt es dieser Leckerei eigentlich zum Frühstück!!! 

Via Giuseppe Libertini, 31 b, 73100 Lecce 

Santa Maria di Leuca – Lido Azurro

Gefühlt ist dieses Restaurant eine logische Wahl, wenn man durch den kleinen Ort spaziert. Die Lage direkt am Meer ist fantastisch und zentral, die Aussicht ist klasse und es wirkt sofort ausgesprochen stilvoll. Ich hatte Orecchiette und ein vorzügliches Tartar und muss sagen, dass das vom Ambiente einer der schönsten Abende in Apulien war…

Via Cristoforo Colombo, 73040 Marina di Leuca

Otranto – Postofisso Pucceria

Was gibt es besseres, als ein für diese Region typisches Spezialgericht zu probieren, nämlich das so genannte Puccia?! Gefühlt ist das ein italienischer Döner, nur dass der Inhalt komplett variabel ist. Meistens sind Mozzarella und Tomaten Teile davon, plus wahlweise Meeresfrüchte, Schinken, Salami, Gemüse, Hühnchen und / oder Gemüse. Extrem lecker. Ich bin hierbei zufällig auf den Imbiss Postofisso Pucceria Agricola gestoßen, weil die Schlange vor dem Laden extrem lang war. Manchmal ist das abschreckend, manchmal anziehend. In dem Fall habe ich die erstaunlich kurze Wartezeit in Kauf genommen und wurde mir einem sensationellen Puccia belohnt! Definitiv empfehlenswert.

Via Costantino I, 15, 73028 Otranto 

Otranto – Maestrale

Der perfekte Spot für einen späten Nachmittag bis zum Sonnenuntergang. Ein loungiges Café-Restaurant direkt im Hafen für einen Snack und einen Drink. Die Atmosphäre dort ist wirklich sensationell, eine super Location. Sogar mit DJ!

Molo, Via SS. Martiri, 73028 Otranto

Gallipolli – La Taverna

Wieder einmal so ein Spot, den man zufällig beim Vorbeilaufen irgendwie sympathisch findet. Hier war es so, dass der Inhaber gerade draußen saß (wir waren sehr früh dran) und wir irgendwie ins Gespräch gekommen sind. Von da hat er sich fantastisch um uns gekümmert (er konnte sogar etwas Deutsch) und uns die perfekten Tipps gegeben. Ein wohlfühliges, familiäres Restaurant – genau wie ich es mag.

Riviera Nazario Sauro, 10, 73014 Gallipoli

Matera – Austin

Direkt bei einem der schönsten Aussichtspunkte der Stadt, und zwar beim Convent di Sant Agostino, liegt dieser wunderbare Tipp. Die kleine Terrasse sieht gar nicht so einladend aus, aber das Essen war einfach nur vorzüglich.

Ich hatte krokante Paprika als Vorspeise und Trüffelpasta als Hauptgang – beides fantastisch.

Am Ende hat mir der Inhaber sogar noch eine kleine Führung durch das Innere des Restaurants gegeben, was wirklich ausgesprochen interessant war.

Insgesamt ein prima Erlebnis!

Via D’Addozio, 8, 75100 Matera

Eisdielen Martinucci

Hier fehlt bewusst die genaue Ostsangabe, denn diese Eisdielen sind in Apulien sehr weit verbreitet. Und das ist gut so, denn das Eis und die anderen Leckereien dort sind fantastisch! Ich kann sie nur dringend empfehlen…

Fototipps, die ich euch gerne mitgeben möchte

Meine Lieblings-Fotospots für das Hollywood-Sign sind ganz klar das Griffith Observatory und die Sunset Ranch Hollywood.

Filmtourismus – wo kann ich Drehorte von berühmten Filmen finden?

Ich bin tatsächlich durch einen Film (wieder) auf Apulien und die Region aufmerksam geworden! Und zwar durch den James Bond – Keine Zeit zu sterben. Die Anfangssequenz wurde nämlich in Matera (Basilikata) und Gravina (Apulien) gedreht.

Ich liebe es ja generell, Locations eines Film zu sehen, sprich wo „es“ passiert ist bzw. wo der Film gedreht wurde. Und die Anfangssequenz des James Bond war definitiv mehr als eindrucksvoll!

James Bond – Keine Zeit zu sterben (No Time to Die)

Der letzte 007-Film von Daniel Craig beginnt mit einem Kracher. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Eröffnungssequenz hat nämlich extrem viel zu bieten: Action, eine besondere Location und das gewisse Etwas. Genau deshalb wollte ich unbedingt auf den Spuren von James Bond wandeln…

Hier die verschiedenen Locations:

1) Matera

Piazza San Giovanni

Die vielleicht prägnanteste Szene ist, wenn der Aston Martin DB5 unter Beschuss gerät und dies passiert auf dem Piazza San Giovanni. Tatsächlich kann man den Platz sehr gut wieder erkennen.

Via Murro

James Bond und Madeleine gehen abends zu ihrem Hotel. Eine schöne Szene, vor allem weil sie im Abendlicht gedreht wurde.

Der Spot ist etwas schwer zu finden, weil er deutlich weiter oben ist, als man bei der ersten Suche meinen möchte. Also einfach immer weiter nach oben gehen und der Via Murro gehen, bis man den Spot findet.

Chiesa di San Pietro Caveoso (Kirche)

Hier startet die Auto-Verfolgungsjagd.

Ein phänomenaler Spot, der im Film und in Wirklichkeit großartig ist.

Kathedrale

Eine der für mich besten Bond-Szenen ever, und zwar wie 007 mit einem Motorrad von einer Straße (Via Gradoni Duomo) eine Rampe hinauf rast und anschließend auf dem Vorplatz der Kathedrale landet. Sensationell!

ABER: Die Rampe wurde installiert, diese gibt es tatsächlich nicht!

2) Gravina

Ponte Acquedotto

Hier wurde die wirklich ikonische Szene gedreht, in der James Bond von dem Aquädukt springt. Ein absolutes Highlight des Films.

Man beachte, im Film wurden auf der Brücke innen seitlich Steine platziert, damit sich James Bond hinter einem dieser Blöcke verstecken kann. In der Realität gibt es diese Steine allerdings nicht.

Zusätzliche Informationen:

  • Das Hotelzimmer gibt es so leider nicht. Es wurde auf einer speziellen Plattform nur für die Dreharbeiten am Belvedere di Piazza Giovanni Pascoli gebaut (ein Aussichtspunkt mit Blick auf die Stadt).
  • Im Film fährt der Aston Martin DB5 in einen Tunnel. Dies wurde auf einer Straße zwischen Sapri und Acquafredda gedreht, wobei der Tunnel allerdings mit CGI erstellt wurde.
  • Szenen des Friedhofs in Matera wurden in Gravina gedreht. Im Parco Archeologico Madonna Della Stella wurden dafür künstliche Gräber errichtet. Hier wurden auch Gebäude durch CGI er- und eingesetzt, damit es wie ein Panorama von Matera aussieht.
    Eine Szene ist auch noch besonders, und zwar als James Bond zum Grab von Vesper geht. Ein Teil des Friedhofs mit dem Grabmal wurde in der Nähe der Kirche Chiesa Rupestre della Madonna delle Vergini auf einer Hochebene mit Blick auf Matera extra angelegt.
    Unterm Strich, den Friedhof kann man so leider nicht besuchen / besichtigen.
  • Folgend noch einige weitere Spots in Matera, die im Film in ganz kurzen Schnitten vorkommen:
    – Via Fiorentini
    – Via D’Addozio
    – Via S. Potito
    – Via Bruno Buozzi

Maria, ihm schmeckt’s nicht

Die Szenen dieses wirklich lustigen, deutschen Film in der fiktiven Stadt Campobello in Italien wurden in Gravina gedreht.

Leider habe ich nirgendwo irgendwelche Informationen gefunden, welche Spots hier genau verwendet wurden, noch habe ich vor Ort eine Filmlocation gefunden, weshalb ich leider keine korrekten Tipps geben kann.

Dennoch, ich mochte den Film und ich mochte Gravina…

Fun Facts zu Apulien

  • In der Vergangenheit war Apulien als der „Brotkorb Italiens“ bekannt. Dies ist auf die große Produktion von Nudeln und Brot in der Region zurückzuführen.
  • Apulien hat die längste Küstenlinie aller italienischen Festlandregionen.
  • Apulien ist die Wiege vieler einzigartiger italienischer Gerichte, die auf lokalen Produkten basieren. Dazu gehören Burrata-Käse, Orecchiette-Nudeln und Tiella, die italienische Variante der spanischen Paella.
  • Apulien liefert über 60 % des in Italien produzierten Olivenöls.
  • Ungefähr ein Achtel der Wein-Anbaufläche Italiens liegt in Apulien. Vor allem der Primitivo ist hier hervorzuheben.