Reisetipps Italien – Basilikata / Matera

  • Matera gilt als eine der ältesten Städte der Welt.

  • Zwei der größten Highlights sind die Felsenwohnungen (Sassi) und die Felsenkirchen.

  • Matera zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und war sogar 2019 Europas Kulturhauptstadt.

  • Die verwinkelte und labyrinthähnliche Altstadt ist absolut einzigartig.

Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?

Impressionen aus Matera – ein kleines „Best-of“

Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps

Folgend möchte ich euch ein paar wertvolle Hinweise zur Planung und zum Besuch von Matera geben:

  • Generell
    Matera gilt als eine der ältesten Städte der Welt und ist vor allem für die oben erwähnten Sassi bekannt – Sassi bedeutet übersetzt Steine und der Ausdruck bezeichnet die in den Tuffstein gehauenen Felsenwohnungen. Die Einzahl lautet übrigens Sasso.
    Matera ist zwar sehr alt, aber einer Einwohnerzahl von knapp 60.000 nicht klein. Will sagen, Matera ist deutlich mehr als die Altstadt, allerdings beschränkt sich der touristisch spannende Teil weitestgehend auf das historische Zentrum.
  • Lage
    Matera liegt NICHT im Bundesland Apulien, sondern in Basilikata. ABER wenn man in Apulien unterwegs ist und Matera auslässt, wäre das einfach extrem schade.
    Zudem macht die Grenze zur Region Basilikata quasi (nur wegen Matera) einen Schlenker – bei einem geraden Grenzverlauf wäre Matera ein Teil von Apulien. Will sagen, Matera liegt sehr nah dran am Bundesland von Apulien! Ich meine, wenn ich jemandem Reisetipps für Schleswig-Holstein gebe, erwähne ich vielleicht auch mal, dass sich Hamburg ganz in der Nähe befindet, oder?
  • Was macht Matera zu einem solch besonderen Highlight?
    Für mich war es direkt die Optik, die mich so fasziniert hat. Die ganze (Alt)Stadt scheint nämlich nur aus hellem Stein zu bestehen. Und sowohl aus der Ferne, als auch von Nahem sieht das schon extrem besonders aus. Ebenso ergeben sich tagsüber und nachts völlig unterschiedliche Farbwelten.
    Dazu muss man wissen, dass Matera an einer schlichtartigen Flusstal liegt und die Häuserreihen dadurch gestaffelt nach unten abfallen.
    Zudem zählt Matera zum UNESCO-Weltkulturerbe und war sogar 2019 Europas Kulturhauptstadt.
  • Wie besichtige ich Matera?
    -> Um ehrlich zu sein, die beste und wichtigste Frage, denn ich denke, hier sollte man gar nicht erst anfangen sich einen Plan zurecht legen. Die Straßen und Gassen sind einfach viel zu klein und / oder verwinkelt, als dass man tatsächlich richtig gut einer Route folgen könnte.
    -> PLUS, ganz wichtig, auf Google Maps kann man ja Höhenunterschiede nicht wirklich erkennen und die sind hier in Matera wirklich teilweise schon auf kurze Distanzen gewaltig.
    -> Daher mein Ratschlag: Einfach drauf los laufen! Klingt seltsam, aber ich würde wirklich ein paar Punkte grob im Visier laufen und dann nach Gefühl dorthin laufen. Man wird in Sackgassen landen und auch mal einen Umweg laufen, aber das gehört beim Erlebnis Matera eben einfach mit dazu.
    -> Zudem ist die Altstadt auch nicht soooo groß, als dass man nicht auch mal falsch laufen könnte. Ich bin in zwei Tagen vor Ort sicherlich drei oder sogar viermal bei den diversen Hauptspots gewesen. Dies lag auch daran, dass man durchaus Fotos vom gleichen Spot zu unterschiedlichen Tageszeiten machen kann und sogar sollte. Je nach Sonnenstand verändert sich nämlich das Licht und damit auch das Motiv gravierend.
  • Wieviel Zeit sollte man einplanen?
    Bleibt unbedingt mindestens einmal über Nacht in Matera! Diese wandelbare Stadt sieht morgens nun mal anders aus als abends. Und nachts ist das Ganze sowieso nochmal eine ganz andere Nummer. Ich finde Matera ist KEIN Ziel für einen Tagesausflug.
  • Praktische Hinweise
    -> Um Verwirrungen vorzubeugen: Auf Karten kann man leicht durcheinander kommen, weil die beiden Viertel in der Altstadt Sasso Barisano und Sasso Caveoso heißen. Hier werden also keine Sassi-Spots markiert!
    -> Wie oben erwähnt, in Matera geht es hoch und runter, was bedeutet man muss viele Treppenstufen bewältigen. Wer also nicht so richtig super zu Fuß ist, sollte sich besser eine motorisierte Tour zB mit einem TukTuk buchen.
    -> Innerhalb dieses Labyrinths an Gassen gibt es an den Mauern immer wieder Hinweisschilder mit dem Titel itinerario turistico – diese sollen die Touristen anscheinend zu den größten Attraktionen führen. Mir hat das ehrlich gesagt nicht geholfen, aber das muss nichts heißen…
  • Wie kann ich in Matera parken?
    Man kann in der Altstadt NICHT mit dem Auto parken. Demzufolge muss man nah an der Altstadt nach freien Parkplätzen suchen. Im Norden der Stadt kann ich folgende Straßen empfehlen: Via piave, Via santa cesarea und Via Santo Stefano
    Ein guter Zeitpunkt für die Parkplatzsuche ist mittags! Da ist deutlich mehr frei, als am Nachmittag.

Die besten Spots in Matera und Umgebung

Folgend eine Auflistung der verschiedenen Spots mit Erklärungen zu dem jeweiligen Besuch.

Kathedrale

Schon alleine aufgrund der exponierten Lage ist die Kathedrale die größte Sehenswürdigkeit Materas. Am gefühlt höchsten Punkt thront die prächtige Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert über der Altstadt und ist so etwas wie die Trennung der beiden Viertel Sasso Barisano und Sasso Caveoso. Der Eintritt kostet nur einen Euro und ist jeden Cent wert.

Ich war tatsächlich insgesamt dreimal auf dem Vorplatz der Kathedrale (Piazzo Dumo) – morgen, nachmittags und nachts. Das Licht und die Stimmung war jedes Mal komplett unterschiedlich. Mal hat man die Sonne im Rücken und die Altstadt leuchtet richtig hell vor dem Aussichtspunkt der Kathedrale. Mal taucht die Nachmittagssonne die Häuser von Matera in ein warmes Beige. Und wenn dann abends die Lichter der Stadt vor einem angehen, ist das einfach ein unbeschreibliches Bild. Oftmals herrscht hier abends eine großartige Stimmung – der Aufstieg lohnt sich also in jedem Fall. Egal wann.  

Die Felsenkirchen

Matera verfügt über zwei Wahrzeichen. Die oben erwähnten Sassi (dazu gleich mehr) und die außergewöhnlichen Felsenkirchen.

Das klingt nicht nur schon gewaltig, das ist es auch. Selbst wenn man sich vielleicht ansonsten nicht wirklich für Kirchen interessiert, so sind diese doch ganz anders und unbedingt sehenswert. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um Kirchen in einem Felsen. Dementsprechend ist das Innere auch deutlich kompakter und gedrungener als bei „gewöhnlichen“ Kirchen und genau das wirkt extrem beeindruckend, ein wenig Ehrfurcht einflößend und man wird schon auch demütig. Mich haben die Besuche wirklich fasziniert, weshalb ich jedem empfehlen würde mindestens zwei Felsenkirchen zu besuchen.

Die drei bekanntesten lauten:

  • Chiesa Rupestre di Santa Maria de Idris (von außen sensationell gut zu fotografieren)
  • Chiesa di Santa Lucia alle Malve
  • Chiesa di San Pietro Barisano (größte und für mich spektakulärste Felsenkirche – mit eigener Krypta)

Alle drei Kirchen sind in meiner Karte in einer eigenen Rubrik markiert.

Der Besuch dauert jeweils nur ca. zehn Minuten, aber wenn man mal in einer solchen Kirche war, kann man Matera sicherlich ein bisschen besser „fühlen“.

Hinweis: Der Eintritt für eine Kirche liegt bei vier Euro, es gibt aber auch ein Kombiticket  für drei Kirchen für acht Euro.

Wichtig! Fotografieren ist in den Kirchen NICHT erlaubt. Nicht mal ohne Blitz.

Tipp: In den Kirchen lagen am Eingang immer Flyerbroschüren in verschiedenen Sprachen aus. Diese waren meiner Meinung nach eigentlich immer recht gut aufbereitet und informativ zusammengestellt.

Chiesa di San Pietro Caveoso (Kirche)

Was für ein spektakulärer Vorplatz! Er sieht nicht nur aus wie eine Filmkulisse, es handelt sich um eine – nämlich im James Bond-Film „No Time to Die“.

Diese überraschend schlichte, katholische Kirche heißt bei den Locals auch öfters mal Peter und Paul-Kirche und man hat vom Vorplatz eine großartige Aussicht über die angrenzende Schlucht.

Der Eintritt in die Kirche ist frei.

Aussichtspunkte

In ganz Matera verteilt finden sich einige richtig tolle Spots, von denen man aus unterschiedlichen Perspektiven jeweils eine großartige Aussicht auf die Altstadt hat.

Hier spielt viel zusammen – speziell die unterschiedlichen Positionen rund um die Altstadt, die Hanglagen und auch die Tageszeit ergeben sich immer wieder ausgesprochen spannende Fotomotive.

Keine Sorge, man muss die einzelnen Aussichtspunkte nicht separat ansteuern, sondern diese befinden sich meist immer ganz in der Nähe einer Sehenswürdigkeit oder auf dem Weg dorthin.

Hier meine persönlichen Lieblings-Spots:

Aussichtspunkt Luigi Guerricchio – (nahe Palombaro Lungo)

Von hier hat man eine richtig schöne Perspektive auf die Kathedrale.

Der ideale Zeitpunkt ist nachmittags, weil dann die Abendsonne die Katehdrale in ein herrlich warmes Licht taucht.

Aussichtspunkt Convent of Saint Agostino

Ein hervorragender Fotospot, weil man von hier nicht nur einen perfekten Winkel auf die Kathedrale, sondern auch noch eine wunderschöne Umgebung hat.

Die ideale Zeit gibt es in dem Fall leider nicht, einzig, mittags ist es vermutlich nicht wirklich gut, denn dann hat man die Sonne im Gesicht. Ich würde es vermutlich am späten Nachmittag probieren…

Aussichtspunkt Piazza Giovanni Pascoli

Gefühlt läuft dieser Spot etwas unter dem Radar, dabei ist die Aussicht von hier ebenfalls richtig schön. Der Winkel ist nicht ganz so perfekt, wie bei anderen Spots und dennoch hat man die ganze Altstadt vor sich.

Hier ist ebenfalls der Nachmittag die empfehlenswerteste Zeit.

Aussichtspunkt Murgia Timone

Eine ganz andere Perspektive! Hier befindet man sich nämlich auf der anderen Seite der Schlucht und hat die komplette Altstadt von Matera vor sich. Und erst oder vor allem hier merkt man, wie camouflageartig sich die Häuser in der Felswand „verstecken“. Unglaublich!

Ich bin mit dem Auto direkt zu dem entsprechenden Parkplatz gefahren – Platz gibt es genug. Um ehrlich zu sein, es war eigentlich kaum jemand sonst hier. Es werden auch aber Shuttle (klingt größer als es ist) von der Altstadt hierher angeboten. Alternativ kann man auch durch die Schlucht wandern, was ungefähr 45-60 Minuten dauert.

Aussichtspunkt Belvedere Raffaele Giura Longo

Noch so ein eher unbekannter Spot – die meisten Touristen laufen glatt vorbei. Dabei ist es ein ganz anderer Blickwinkel, was ich eigentlich ganz fein fand.

Aussichtspunkt Piazza Duomo

Direkt an der Kathedrale hat man vom Vorplatz eine sensationelle Aussicht – quasi das genaue Gegenstück zum Aussichtspunkt Luigi Guerricchio.

Speziell morgens, wenn man die Sonne im Rücken hat, ist das Licht phänomenal.

Palombaro Lungo (Zisterne)

Ein Hauch von Herr der Ringe weht durch Matera – hier kommt man sich vor wie in einer der übermächtigen Hallen des Zwergenreichs!

Wie im Film ist der Eingang leicht versteckt, schon alleine, weil er sich eine Etage unter dem Piazza Vittorio Veneto befindet.

Die aus dem 16. Jahrhundert stammende, unterirdische Zisterne war für mich eines der Highlights, und das nicht nur, weil es in den gewaltigen Hallen erfrischend kühl ist. Ich möchte mir nicht ausmalen, wie schwierig es war ein funktionierendes Trinkwassersystem in früheren Zeit zu ermöglichen, aber hier bekommt man immerhin einen kleinen Eindruck vermittelt.

Zunächst läuft man leicht gebückt durch einen etwas engeren Bereich, bis sich dann die tiefe Weite auftut und man die Ausmaße erkennen kann. Die Besichtigung an sich dauert zwar nur ca. 20 Minuten (es ist kein Rundgang, sondern man geht „nur“ hin und zurück), aber ich fand es insgesamt großartig.

Meine Empfehlung wäre recht spät am Nachmittag zu kommen, denn dann sind die großen Massen schon weg und man hat durchaus die Chance auf gute Bilder ohne viele Menschen auf den Verbindungsstegen.

Der Eintritt kostet drei Euro.

Für mehr Informationen, wie zum Beispiel die Öffnungszeiten, kann man die offizielle Homepage des Palombaro Lungo besuchen.

Casa Grotta nei Sassi di Matera

Ich habe bewusst im Intro zu Matera nicht allzu viel zu den Sassi, also den Felsenwohnungen, gesagt, denn anders als in Alberobello, wo man ja durch einen echten „Zipfelhutwald“ geht und die Häuser (die Trulli) damit der ganz klare Fokus in der Stadt sind, sind die Sassi nur ein (wichtiger) Teil von Matera. Sie sind in meinen Augen allerdings nicht Matera.

Und trotzdem sind diese Felsenwohnungen natürlich extrem besonders und einzigartig. Genau deshalb sollte man ja auch versuchen eine solche Höhlenwohnung als Unterkunft zu finden (siehe Hoteltipps).

Zu sehen, wie die Menschen früher in Matera in diesen Wohnungen gelebt haben, sollte aber sehr wohl ein wesentlicher Bestandteil eines jeden Materabesuchs sein.


Hierbei ist wichtig zu wissen, bis in die 1950er Jahre einige der Sassi noch bewohnt waren. Die Umstände damals waren sehr ärmlich – es gab weder fließendes Wasser noch Elektrizität. Bis entschieden wurde,  dass die Sassi geräumt werden, damit man die Häuser mit entsprechenden Zuschüssen restaurieren kann.

Wie damals in den Sassi gelebt wurde, kann man anhand der Casa Grotta erahnen, welche man heutzutage besuchen kann. Auch wenn der Besuch an sich nicht wirklich spektakulär ist, so finde ich doch, dass es sich lohnt.

Der Eintritt kostet fünf Euro und man kann sich eine Audio-Erklärung auf seinem Handy anhören.

Insgesamt umfasst der Besuch drei Bereiche, wobei einer davon die engen Räumlichkeiten des letzten Jahrhunderts sehr gut vermittelt.

Altstadt

Neben den hier aufgeführten Sehenswürdigkeiten gibt es noch viele weitere schöne, interessante, einzigartige, faszinierende und fotogene Spots.

Da wäre zum Beispiel der Piazza San Giovanni (einer der Hauptspots im James Bond-Film No Time to Die) mit einer für mich besonders stimmungsvollen Kirche.

Außerdem wären da noch die beiden, recht nah bei einander liegenden Kirchen Chiesa di San Francesco d’Assisi und Chiesa del Purgatorio.

Mir hat außerdem (vor allem abends) der Piazza S. Francesco und die atmosphärische Straße Via del Corso (vom Piazza S. Francesco zum Palombaro Lungo) richtig gefallen.

Abends am Piazza S. Francesco sitzen und ein leckeres Eis aus der Gelateria Cardinale genießen, ist ein Sommernachtstraum…

Meine besten Spot-Tipps in Matera auf einer Karte

Ich habe auf der Karte die wichtigsten Spots markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.

Meine Hoteltipps in Matera

Ähnlich wie in Alberobello, will man in Matera ebenfalls in einer Unterkunft wohnen, die ganz typisch für diese Region bzw. diese Stadt ist und das sind nun mal die Sassi – die Felsenwohnungen.

5 Elementi Sassi Matera

Ich habe beim 5 Elemente Sassi Matera zwar ein paar Kritikpunkte, möchte es aber dennoch empfehlen. DENN, ich fand es gut, dass man sich bei booking.com genau DAS Appartement aussuchen konnte, das man dann auch bekommt. Sprich, jedes Zimmer sieht anders aus und dementsprechend kann man genau aussuchen, was man möchte. Bitte beachten, nicht jedes Zimmer ist eine Felsenwohnung!

Im ersten Zimmer, welches ein normales Appartement war, war beispielsweise das Bett kaputt, weshalb ich mich bei der Vermieterin gemeldet habe. Das Zimmer an sich war wirklich sehr schön und die Aussicht sogar richtig toll, allerdings mit einem durchbrochenen Lattenrost wäre die Nacht kein Vergnügen gewesen. Ich fand es klasse, wie schnell reagiert wurde und wir wurden in ein anderes, teureres Zimmer upgegradet – in eine Felsenwohnung.

Das Erlebnis in einem solchen Zimmer ist natürlich schon sehr sehr besonders. Die Atmosphäre, kein Licht, die Wände aus Fels… Eine einmalige Sache! Dazu war die Wohnung wirklich besonders schön gestaltet, inklusive Badewanne.

Wichtig ist, im Raum sollte immer ein Luftentfeuchter stehen, denn die Luftfeuchtigkeit ist schon spürbar. Morgens muss man dann auch direkt das gute Stück entleeren, weil so viel Wasser „gezogen“ wurde.

Positiv ist auch die sehr gute Lage, sehr zentrumsnah, mit prima Aussicht und man kann auch in akzeptabler Nähe kostenlos parken.

Demnach, ein problembehafteter Beginn für mich, aber es wurde klasse reagiert und danach war ein prima Aufenthalt.

Vico Santa Cesarea 22, 75100 Matera

Meine Restaurant-Empfehlungen in Matera

Austin

Direkt bei einem der schönsten Aussichtspunkte der Stadt, und zwar beim Convent di Sant Agostino, liegt dieser wunderbare Tipp. Die kleine Terrasse sieht gar nicht so einladend aus, aber das Essen war einfach nur vorzüglich.

Ich hatte krokante Paprika als Vorspeise und Trüffelpasta als Hauptgang – beides fantastisch.

Am Ende hat mir der Inhaber sogar noch eine kleine Führung durch das Innere des Restaurants gegeben, was wirklich ausgesprochen interessant war.

Insgesamt ein prima Erlebnis!

Via D’Addozio, 8, 75100 Matera

Café Altieri

Ein kleines, aber sehr gutes und praktisches (Frühstücks-)Café. Hier gibt es eine kleine Terrasse, auf der man entspannt im Schatten sitzen und einen wunderbaren Cappuccino genießen kann.

Via Bruno Buozzi, 99, 75100 Matera

Fototipps, die ich euch gerne mitgeben möchte

Aussichtspunkt Luigi Guerricchio – (nahe Palombaro Lungo)

Der ideale Zeitpunkt ist nachmittags, weil dann die Abendsonne die Katehdrale in ein herrlich warmes Licht taucht.

Aussichtspunkt Convent of Saint Agostino

Die ideale Zeit gibt es in dem Fall leider nicht, einzig, mittags ist es vermutlich nicht wirklich gut, denn dann hat man die Sonne im Gesicht. Ich würde es vermutlich am späten Nachmittag probieren…

Aussichtspunkt Piazza Giovanni Pascoli

Hier ist ebenfalls der Nachmittag die empfehlenswerteste Zeit.

Aussichtspunkt Murgia Timone

Ich würde versuche diesen Spot – im Sommer der Hitze trotzend – mittags zu besuchen, denn dann hat man die Sonnen von hinten.

Aussichtspunkt Belvedere Raffaele Giura Longo

Ein recht unbekannter Spot, an dem viele einfach vorbeilaufen – ich finde ihn underrated.

Aussichtspunkt Piazza Duomo

Direkt an der Kathedrale hat man vom Vorplatz eine sensationelle Aussicht – quasi das genaue Gegenstück zum Aussichtspunkt Luigi Guerricchio. Speziell morgens, wenn man die Sonne im Rücken hat, ist das Licht phänomenal.

Filmtourismus – wo kann ich Drehorte von berühmten Filmen finden?

Ich bin tatsächlich durch einen Film (wieder) auf Apulien und die Region aufmerksam geworden! Und zwar durch den James Bond – Keine Zeit zu sterben. Die Anfangssequenz wurde nämlich in Matera (Basilikata) und Gravina (Apulien) gedreht.

Ich liebe es ja generell, Locations eines Film zu sehen, sprich wo „es“ passiert ist bzw. wo der Film gedreht wurde. Und die Anfangssequenz des James Bond war definitiv mehr als eindrucksvoll!

James Bond – Keine Zeit zu sterben (No Time to Die)

Der letzte 007-Film von Daniel Craig beginnt mit einem Kracher. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Eröffnungssequenz hat nämlich extrem viel zu bieten: Action, eine besondere Location und das gewisse Etwas. Genau deshalb wollte ich unbedingt auf den Spuren von James Bond wandeln…

Hier die verschiedenen Locations:

1) Matera

Piazza San Giovanni

Die vielleicht prägnanteste Szene ist, wenn der Aston Martin DB5 unter Beschuss gerät und dies passiert auf dem Piazza San Giovanni. Tatsächlich kann man den Platz sehr gut wieder erkennen.

Via Murro

James Bond und Madeleine gehen abends zu ihrem Hotel. Eine schöne Szene, vor allem weil sie im Abendlicht gedreht wurde.

Der Spot ist etwas schwer zu finden, weil er deutlich weiter oben ist, als man bei der ersten Suche meinen möchte. Also einfach immer weiter nach oben gehen und der Via Murro gehen, bis man den Spot findet.

Chiesa di San Pietro Caveoso (Kirche)

Hier startet die Auto-Verfolgungsjagd.

Ein phänomenaler Spot, der im Film und in Wirklichkeit großartig ist.

Kathedrale

Eine der für mich besten Bond-Szenen ever, und zwar wie 007 mit einem Motorrad von einer Straße (Via Gradoni Duomo) eine Rampe hinauf rast und anschließend auf dem Vorplatz der Kathedrale landet. Sensationell!

ABER: Die Rampe wurde installiert, diese gibt es tatsächlich nicht!

Zusätzliche Informationen:

  • Das Hotelzimmer gibt es so leider (auch) nicht. Es wurde auf einer speziellen Plattform nur für die Dreharbeiten am Belvedere di Piazza Giovanni Pascoli gebaut (ein Aussichtspunkt mit Blick auf die Stadt).
  • Im Film fährt der Aston Martin DB5 in einen Tunnel. Dies wurde auf einer Straße zwischen Sapri und Acquafredda gedreht, wobei der Tunnel allerdings mit CGI erstellt wurde.
  • Szenen des Friedhofs in Matera wurden in Gravina gedreht. Im Parco Archeologico Madonna Della Stella wurden dafür künstliche Gräber errichtet. Hier wurden auch Gebäude durch CGI er- und eingesetzt, damit es wie ein Panorama von Matera aussieht.
    Eine Szene ist auch noch besonders, und zwar als James Bond zum Grab von Vesper geht. Ein Teil des Friedhofs mit dem Grabmal wurde in der Nähe der Kirche Chiesa Rupestre della Madonna delle Vergini auf einer Hochebene mit Blick auf Matera extra angelegt.
    Unterm Strich, den Friedhof kann man so leider nicht besuchen / besichtigen.
  • Folgend noch einige weitere Spots in Matera, die im Film in ganz kurzen Schnitten vorkommen:
    – Via Fiorentini
    – Via D’Addozio
    – Via S. Potito
    – Via Bruno Buozzi

Fun Facts zu Matera

  • Matera ist eine der ältesten kontinuierlich bewohnten Städte der Welt. Die Sassi di Matera gelten als die ersten menschlichen Siedlungen in Italien, da diese antike Stadt auf das Paläolithikum zurückgeht.
  • Matera liegt in einer wunderschönen Schlucht, die durch den Fluss Gravina entstanden ist.
  • In den 1950er Jahren war Matera so arm und die Lebensbedingungen so unhygienisch, dass Matera als die Schande Italiens galt. Die Regierung beschloss daraufhin, jeden einzelnen Bewohner der Sassi in die neue Stadt umzusiedeln.
  • Als die Sassi di Matera in den 1950er Jahren vollständig geräumt wurden, wagten sich nur noch Diebe und Drogendealer hinein. Und so verrückt es jetzt auch klingen mag, es gab sogar den Vorschlag, die Sassi zuzumauern und sie für immer zu vergessen.