Reisetipps Panama – Bocas del Toro
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Die Provinz Bocas del Toro ist eines der absoluten Highlights von Panama.
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Die Inseln Colón und Bastimentos sind die beliebtesten Ziele, wobei es außerdem noch viele weitere großartige Inseln gibt.
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Die Provinzhauptstadt Bocas del Toro (gleichnamig wie die Insel) bildet das Zentrum dieses Urlaubsparadieses.
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Generell sind die Inseln eher ein Backpackerziel und sehr beliebt bei Individualurlaubern.
Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?
- Impressionen aus Bocas del Toro – ein kleines „Best-of“
- Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps zu Bocas del Toro
- Die besten Spots in Bocas del Toro
- Meine besten Spot-Tipps in Bocas del Toro auf einer Karte
- Meine Hoteltipps für Bocas del Toro
- Meine Restaurant-Empfehlungen in Bocas del Toro
- Fototipps, die euch gerne mitgeben möchte
- Fun-Facts zu Bocas del Toro
Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps
Folgend möchte ich euch ein paar wertvolle Hinweise zur Planung und zum Besuch selbst geben:
- Generell
Wenn man sich über dieses wunderschöne Zielgebiet unterhält, spricht man immer von Bocas del Toro. Oder nur Bocas. Wichtig ist hierbei zu wissen, dass sowohl die Provinz (bestehend aus Festland & Inseln), als auch die Hauptstadt der Provinz so heißen. Die Hauptstadt Bocas del Toro befindet sich auf der Insel Colón und wird oft auch Bocas Town genannt. - Lage
Ganz oben im Nordwesten auf der Karibikseite Panamas befindet sich dieses – neben der Region rund um Panama City – beliebteste Urlaubsziel des Landes. - Anreise
Es gibt zwei Varianten:
1) Per Flugzeug – hier kann man problemlos zB mehrfach täglich (ich glaube 5x) von Panama City direkt nach Bocas del Toro (Town) fliegen. Der Flug befindet sich sehr zentral in der Stadt. Pro Flug muss man mit ca. USD 100 rechnen. Buchen kann man ganz leicht auf der Seite von Air Panama, die eigentlich alle Infos sehr gut auf Englisch anbietet.
Ich bin eine Strecke geflogen und es hat alles tadellos geklappt. Flugdauer ca. 1 Stunde.
2) Per Fähre – vom Festland aus gehen Fähren ab dem Ort Almirante. Der Ort Almirante ist nicht sonderlich schön, im Gegenteil, aber es ist einfach der Dreh- und Angelpunkt für die Überfahrt zur Isla Colón nach Bocas del Toro (Town).
Zwischen 6 bis 18 Uhr verkehren hier zeitlich sehr engmaschig (ich denke halbstündig) immer wieder Fährboote. Kosten ca. USD 6 pro Person pro Fahrt.TIPP: Ich hatte einen Bustransfer ab Boquete gebucht und hier war die Fährfahrt bereits inklusive (USD 30 pro Person)! Die Firma Hello Travel Panama bietet generell sehr gute Bustransfers an. Meine ganz klare Empfehlung
- Wieviel Zeit sollte ich einplanen?
Diese Frage finde ich immer extrem knifflig, weil die Wünsche und Pläne bei jedem anders sind. Dennoch will ich hier einen Ansatz liefern, wie man vielleicht planen kann.
1) Für Nichttaucher würde ich mindestens fünf Nächte / 6 Tage plus ansetzen.
2) Für Taucher / Surfer würde ich die fünf Nächte / 6 Tage nehmen, plus die gewünschte Anzahl an Tauch-/Surftagen. - Wie sieht mein perfekter Aufenthalt aus?
Folgend die Aufschlüsselung der oben angegeben Tageszahlen, wobei die verschiedenen Tage natürlich nur in beliebiger Reihenfolge angegeben sind:
1. Tag: Ankommen
2. Tag: Isla Colón – Starfish Beach
3. Tag: Bastimentos – Redfrog Beach
4. Tag: Bastimentos – Tagesausflug Zapatilla
5. Tag: Isla Colón – Bluff Beach & Isla Carenero
6. Tag: Abreise
Darüber gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, weshalb 5 Nächte für mich das absolute Minimum sind. - Wie bewege ich mich auf und zwischen den Inseln?
Auf Colón kann man sich Fahrräder, Mopeds und sogar Quad mieten. Dies macht Sinn für die Ausflüge zB zum Starfish oder zum Bluff Beach.Zwischen den Inseln kann man sehr einfach und günstig per Boot hin- und herfahren. Hier kann man entweder
– Bootsfahrer auf der Straße oder
– auf den diversen Stegen der Hotels/Restaurants fragen oder
– es gibt immer wieder Anbieter, die direkt fragen, ob man einen Transport benötigt.
Hier kann man durchaus (vorsichtig) verhandeln. Die Bootsfahrten sind wirklich nicht teuer (ca. 1-5 USD pro Person), da sollte man schon auch ein passendes Gefühl haben, ob man jetzt handeln muss oder nicht.Auf der Isla Colón gibt es ab Bocas del Toro Town auch öffentlich Busse, die zum Beispiel zum Bluff Beach oder auch zum Playa Estrella (via Playa Boca del Drago – dazu weiter unten mehr) fahren. Diese Fahrten sind mit ca. USD 2 pro Person sehr günstig, aber man muss auch auf einen maximal gefüllten Bus eingestellt sein.
- Wann ist die beste Zeit für Taucher bzw. Surfer?
Tatsächlich sind die idealen Bedingungen genau gegenläufig. Für die Taucher sind die Umstände (theoretisch) in den Monaten August bis November ideal, die Surfer haben dann zwischen Februar bis April Saison.
WICHTIG! In der Surfzeit herrscht logischerweise mehr Wind, so dass es teilweise auch höheren Wellengang gibt, was eventuell die Badebedingungen beeinflussen kann. - Wie bezahle ich am besten?
Man kann bei fast allen Geschäften mit Kreditkarte bezahlen, aber ich würde auch immer empfehlen Dollar mit dabei zu haben. Die offizielle Währung ist zwar der „Balboa“, aber man bezahlt überall mit dem US Dollar. Einzig, es gibt eine ein Balboa-Münze, die identisch wie ein USD verwendet wird. Für den ganzen Bootsverkehr braucht man zum Beispiel Bargeld.
Es gibt auch eine große Bank zentral im Ort Bocas del Toro auf der Insel Colón. - Ist der Ort Bocas del Toro ein Party-Spot?
Ein Vorurteil, dem ich vor meiner Anreise sehr häufig begegnet bin und ich muss sagen, dass ich das so nicht zwingend bestätigen kann. Ich will ehrlich sein, ich war nicht einmal feiern, kann also nicht aus erster Hand berichten, aber die Befürchtung, dass die Stadt ein „Saufgelage“ oder ähnliches wäre, war schnell zerstreut. Klar, es wird in einigen Hotels / Bars abends Musik gespielt (mehr dazu unter Hotels), aber ich habe nirgends den Eindruck gehabt, dass hier über die Stränge geschlagen wird. - Ist Bocas del Toro generell und die Isla Colón konkret sehr touristisch?
Ich war was das angeht sehr positiv überrascht und damit kann ich die Frage mit NEIN beantworten. Es sind hauptsächlich Backpacker unterwegs, die meisten Hotels sind klein und oftmals sogar aus Holz, die Straßen sind teilweise richtig schlecht und die Infrastruktur wirkt generell eher nur rudimentär vorhanden. Will sagen, ja, es sind durchaus viele Touristen vor Ort, aber der Tourismus ist NICHT aufdringlich und die Inseln wirken immer noch authentisch. - FAZIT
Ich war anfangs leicht skeptisch, eben weil ich dachte, dass es eventuell zu „viel“ sein könnte, aber dieser Gedanke hat sich schnell in Luft aufgelöst und ich war total positiv überrascht, wie herrlich verschlafen und karibisch sich die Inseln präsentiert haben. Die Strände sind teilweise traumhaft (und komplett ursprünglich), diese ganzen Bootstransfer vermitteln ein prima Flair, die Restaurants sind immer sehr atmosphärisch und bieten eine leckere Küche und die Hotels sind ausgesprochen charmant. Für mich eines er schönsten Ziele in der Karibik.
Die besten Spots in Bocas del Toro
Folgend eine Auflistung der verschiedenen Spots mit Erklärungen zu dem jeweiligen Besuch.
Isla Colón – Bocas del Toro Town
Bocas del Toro Town (oder auch nur Bocas Town genannt) ist das Tor zu den Inseln von Bocas del Toro. Egal ob man per Flug oder per Fähre anreist, man landet erstmal in Bocas Town.
Der Flughafen liegt sehr zentral in Bocas Town, von dort kommt man problemlos zu Fuß zu den Hotels in Bocas Town.
Die Bootsfähren von Almirante kommend legen alle im Hauptteil von Bocas Town an. Sprich, sobald man das Boot verlässt, ist man wirklich mittendrin.
Ich hatte wirklich ein paar Bedenken, dass mir Bocas Town zu touristisch, partylastig und die Art des Tourismus zu aufdringlich ist. Mit all dem lag ich komplett daneben.
Ja, Bocas Town lebt vom Tourismus, aber auf einem wirklich niedrigen Niveau. Natürlich versuchen hier und da ein paar Locals ihre Bootstrips zu vertickern, aber das war es letztlich auch schon.
Ja, es gibt ein paar eindeutige Party-Locations, aber diese (er)kennt man recht schnell und kann sich überlegen, ob man das möchte oder eben nicht. Für mich war das in Sachen Hotelauswahl ein wichtiger Punkt, denn ich hatte keinen Bock im Party-Epizentrum zu wohnen, aber dazu erkläre ich weiter unten bei „Hotels“ etwas mehr.
Tatsächlich ist Bocas Town ein erstaunlich ehrlicher, karibischer und authentischer Inselort in der Karibik. Am Wasser gibt es viele Bars auf dem Wasser, Bootshäuser, stylische Sonnendecks und zahlreiche alte Holzhütten. Alles ist bunt und hemdsärmelig. Man hört Musik. Die Stimmung ist ausgelassen, freundlich und gut. Dabei gibt es aber immer wieder überraschende Varianten! So kann es sein, dass neben einem wirklich stilvoll hergerichteten, alten Holzhaus ein komplette Baracke steht. Aber gerade das macht es aus.
Die Straßen sind auch Zentrum (erstaunlich) schlecht, kaum ein Bereich ist geteert, sondern es handelt sich weitestgehend um Schotterpisten.
Es gibt keinerlei moderne Geschäfte, schon gleich gar nicht von großen Marken. Ein paar Buden, Tante-Emma-Läden, Kramläden, kleinere Supermärkte und Bademode-Shops bestimmen das Bild.
Dazwischen findet man immer wieder Hostels, Hotels, Bars, Restaurants, Bootsanlegestellen, Cafés und Wassersportanbieter. Alles in einem entspannten Rahmen!
Bocas Town wurde im aus den USA bekannten Schachbrettmuster angelegt, sprich es sind parallel angelegte Blocks. Hier kann man GANZ KLAR sagen, dass sich das Leben von Bocas Town an den Straßen C.1ra, C.2da und C.3a abspielt. Dabei handelt es sich um die drei östlichsten Straßen.
Die meisten Hostels, Hotels und Bars findet man an der C.1ra, also der äußersten Straße.
Der Startort für die öffentlichen Busfahrten liegt am Parque Simon Bolivar, und zwar in der Avenida Central.
Wenn man Boostausflüge buchen möchte, kann man dies sehr einfach an der C.1ra machen. Dort gibt es ca. 3-4 Anbieter, die die klassischen vier Touren rund um die Bocas del Toro verkaufen. Die Touren sind überall gleich, eventuell gibt es kleinere Unterschiede. Ich habe aber keine signifikanten Vorteile bei irgendeinem Anbieter feststellen können – WOHLGEMERKT bei den Inseltouren. Ich kann nicht über Transfer nach San José oder so sprechen.
In Bocas Town gibt es KEINE Strände!
Ich habe mich letztlich für ein Hotel in Bocas Town entschieden, weil ich mir die größtmögliche Flexibilität behalten wollte. Von Bocas Town aus gibt es quasi sternförmig Fahrten und Ausflüge zu allen Inseln der Umgebung, was ich schon sehr gut und praktisch fand. So kann man auch bei wechselhaftem Wetter schnell reagieren, was man ja auch immer einplanen sollte. Man muss nichts vorbuchen, sondern kann spontan entscheiden.
Isla Colón – Starfish Beach ( Playa Estrella) & Playa Boca del Drago
Eine der größten Attraktionen und einer der beliebtesten Ausflüge von Bocas Town aus ist der Starfish Beach (Playa Estrella). Zur Erklärung, Starfish bedeutet Seesterne, sprich dort gibt es viel Seesterne. Nebenbei ist der Strand absolut traumhaft und mehr als perfekt zum Baden!
WICHTIG! Es gibt keine Möglichkeit von Land aus DIREKT zum Starfish Beach zu gelangen. Hier muss man zum Playa del Drago fahren und von dort kann man am Strand entlang zum Starfish Beach laufen. Dauer ca. 20-25 Minuten.
Anfahrt
- Per Boot kann man problemlos von Bocas Town zum Starfish Beach gelangen. Dauer ca. 30 Minuten.
Entweder mit anderen Touristen (USD 5-10 pro Person, abhängig davon wie viele Gäste an Bord sind) oder per exklusiver Fahrt (USD 20 pro Person, bei 2 Personen) - Per öffentlichem Bus kann man von Bocas Town zum Playa Boca del Drago fahren.
Abfahrt am Parque Simon Bolivar, in der Avenida Central.
Kosten ca. USD 2,50 pro Person.
Dauer ca. 35-40 Minuten.
Die Fahrt war sehr sehr rumpelig, weil die Straße eine Katastrophe war. Diese wird wohl neu gebaut, aber mal abwarten wie schnell diese fertig wird. und der Bus war richtig voll, aber das war irgendwie ein lustiges Erlebnis.Am Playa Boca del Drago gibt es zwar auch einen recht schönen „Beachclub“ und ein kleines Restaurant, aber man will ja schon zum Starfish Beach. Deshalb läuft man am Strand entlang dann noch ca. 20-25 Minuten zum Starfish Beach. Der Weg ist relativ easy, auch wenn er hier und da durch den Dschungel geht.
- Per eigener Anreise (Fahrrad, Moped, Quad) kann man natürlich auch zum Playa Boca del Drago fahren und dort sein Vehikel abstellen, aber ganz ehrlich, das würde ich nicht machen.
Meine bevorzugte Variante wäre in jedem Fall eine Bootsfahrt direkt zum Starfish Beach.
Am Strand
Der Strand selbst ist traumhaft und perfekt zum Baden geeignet. Der Sand ist schneeweiß und bietet den perfekten Kontrast zum türkisfarbenen Wasser. Anfangs ist es flach, später wird es leicht tiefer.
Doch woher der Name „Seestern-Strand“? Nun, hier gibt es einige Seesterne im flachen Wasser zu bestaunen, doch früher waren es wohl noch mehr. Wie es immer ist, leider verstehen einige Touristen nicht, dass Seesterne Lebewesen und keine Souvenirs sind und nehmen sie aus dem Wasser – das wurde mir zu mindestens berichtet. Nichts desto trotz, es sind nach wie vor einige vorhanden, so dass man sich durchaus mal auf die Suche begeben kann.
Erfreulich ist, dass es einige wirklich sehr schöne Bretterbuden-Restaurants gibt, die einfache, aber leckere Gerichte anbieten. Die Fische sind hier (meistens) frisch und die Lobster sind sogar noch im Käfig im Wasser.
Die jeweiligen Restaurants bieten auch kostenlose Sonnenliegen und frische Säfte und Smoothies. So sitzt man dann direkt am Strand und kann entspannt die begeisternde Umgebung genießen.
Zum Glück gibt es keine Sonnenbrillenverkäufer, aber was mich etwas genervt hat, waren die vielen Transferboote, die durch ihre teilweise sehr laute Musik auf ihre Dienste hinweisen wollen.
Ach ja, einen Bananenboot-Anbieter gibt es auch, dieser war während meines Besuchs aber weitestgehend beschäftigungslos.
Im Übrigen gibt es weder am Playa Boca del Drago noch hier am Starfish Beach Hotels!
Info: Die schöneren Restaurants sind im vorderen Bereich, im hinteren Bereich befinden sich die Restaurants für Gäste, die per organisierter Tour „anreisen“.
Ich war im Restaurante Ana, welches sofort durch das bunte Haus auffällt, und der Service und das Essen war große Klasse!
Playa Boca del Drago
Playa Estrella (Starfish Beach)
Isla Colón – Bluff Beach
Bei jeder Recherche zur Isla Colón stößt man zwangsläufig irgendwann auf den Bluff Beach. Vor allem nachdem es rund um Bocas Town selbst ja keine Strände gibt.
Teilweise ist der Bluff Beach so etwas wie der erste Tipp in Sachen Strand auf der Isla Colón, vor allem weil er endlos lang ist, oder aber es werden einem Hotels am Bluff Beach empfohlen. Eines der beliebtesten Hotels in der ganzen Provinz befindet sich zum Beispiel am Bluff Beach, und zwar das „The Hummingbird“ (auf Deutsch „Kolibri“).
Für mich war klar, dass ich den Bluff Beach besuchen wollte, wobei ich vor Ort schnell festgestellt habe, dass ein paar Fragezeichen rund um diesen wunderschönen Strand gibt. Besonders die Tatsache, dass der Wellengang mitunter sehr stark ist, schränkt die Bademöglichkeiten sehr ein, was ich für ein Hotel am Strand als durchaus „kritisch“ beurteilen würde. Da es hier gefährliche Strömungen gibt, ist das auch wirklich ein Thema und nicht nur eine lose Empfehlung.
Das klingt leicht negativ, soll es allerdings nicht sein, ich will nur eine faire Erwartungshaltung schaffen.
Fakt ist nämlich auch, der Strand ist traumhaft schön, lang, feinsandig, von Palmen umgeben, in den Bäumen sitzen Faultiere und es gibt ein paar wunderschöne Hotels samt Restaurants in dieser Ecke.
Anfahrt
Per Boot hat man keine Möglichkeit, weil eben die Wellen zu hoch sind. Aus dem Grund kann man nur per Bus oder per Taxi anreisen.
Die öffentlichen Busse starten in Bocas Town am Parque Simon Bolivar, in der Avenida Centra. Dauer ca. 35 Minuten.
Ich habe mir in dem Fall ein Taxi bestellt, ganz einfach weil meine Planung nicht zum Busfahrplan gepasst hat. Dauer ca. 20-25 Minuten. Kosten USD 15 pro Strecke.
Hier würde ich immer empfehlen, die Nummern mit dem Taxifahrer auszutauschen, denn dann kann man ihn ggfs. für die Rückfahrt direkt anrufen und etwas vereinbaren. Hat bei mir wunderbar geklappt.
Bastimentos – Old Bank
Der einzig echte Ort auf der Insel Bastimentos heißt Old Bank. Hier geht es sehr beschaulich zu – kein Wunder, gibt es auf Bastimentos insgesamt nur 1.800 Einwohner. Anders als in Bocas Town gibt es hier nur sehr wenige Restaurants und Geschäfte und echte Straßen oder Autos sucht man vergeblich.
Mit dem Boot von Bocas Town nach Old Bank sind es nur wenige Minuten und es kostet ca. USD 5 pro Person.
Ich habe mich bewusst dafür entschieden Old Bank mal zu besuchen, weil ich genau solche Dörfer immer sehr interessant finde. Zudem ist Old Bank die Anlaufstelle, wenn man zum Wizard Beach möchte.
Bastimentos – Red Frog Beach
Der Red Frog Beach auf der Insel Bastimentos war für mich eigentlich die erste Anlaufstelle bei der Hotelsuche. Überall wird dieser Strand ganz besonders gelobt und als einer der Musst-see-Orte in Bocas del Toro angepriesen. Und klar, der Impuls ein Hotel am Strand auszuwählen ist natürlich direkt vorhanden!
Am Ende habe ich mich gegen den Red Frog Beach entschieden, aber ich muss sagen, dass der Strand wirklich hält, was die verschiedenen Berichte versprechen.
Er ist gefühlt unendlich lang, feinsandig, von Palmen gesäumt und das Flair dort ist wirklich fantastisch. Die wenigen Hotels, die es dort gibt, sehen alle sehr schön aus, aber dazu weiter unten bei den Hotels mehr. Und trotzdem, es dauert halt schon eine zeitlang bis man hier ist. Sprich, schnell mal irgendwo hinfahren, ist von hier aus nicht möglich.
Zurück zum Strand, für einen Tagestrip ist der Strand ein perfektes Ziel. Es gibt richtig gute Bars und Restaurants am Meer, hier und da kann man sich sogar in eine Hängematte legen und das Ambiente ist einfach nur einladend. Hier will man sein! Ich habe mich sehr wohl hier gefühlt und wäre auch problemlos einen zweiten Tag hierher gefahren.
Kann man hier gut baden?
Jein. Die Wellen sind zwar auch hoch und man soll nicht weit ins Wasser gehen, aber man konnte auf jeden Fall komplett im Wasser sein. Einige Leute sind sogar etwas weiter rausgeschwommen, aber das würde ich wiederum aufgrund der Strömungen nicht empfehlen.
Positiv erwähnen möchte ich, dass hier einen Bademeister gab.
Wichtig! Ich war im März vor Ort und diese Zeit gilt als Surfersaison. Sprich, es kann sein, dass im Winter welliger ist als im Sommer / Herbst.
Warum heißt der Strand Red Frog Beach?
Ganz einfach, weil es hier in dem Bereich rund um den Strand die roten Pfeilgiftfrösche gibt. Ich bezweifle, dass man diese jemals irgendwo am Strand sieht, aber wenn man zum Beispiel eine Wanderung durch den Dschungel macht, hat man vielleicht Glück. Die Frösche sind winzig klein und man kann sie eigentlich nur mit viel Glück anhand des farblichen Kontrastes irgendwo auf einem braunen Laubhaufen entdecken. Ich war tatsächlich erfolgreich und konnte sogar zwei Exemplare entdecken.
Übrigens keine Sorge, mir wurde gesagt, dass sie für Menschen nicht gefährlich sind.
Anfahrt
Hierbei muss man wissen, dass sich der Red Frog Beach im Norden von Bastimentos befindet, dort aber aufgrund des starken Wellenganges keine Boote anlegen können. Aus dem Grund gibt es im Süden der Insel einen kleinen Anlegebereich, wo sich die ganzen Transferboote sammeln.
WICHTIG! Wenn man von Bocas Town kommt, wird man gefragt, ob man nach „Old Town“ oder zur „Red Frog Pier“ möchte. Zweiteres!
Die Überfahrt kostet. ca. USD 5-8 pro Person.
PLUS: Für die Nutzung des schön angelegten Weges vom Süden nach Norden zum Red Frog Beach kommen nochmal USD 5 pro Person hinzu. Ganz ehrlich, klingt erstmal blöd, aber das ist aber ok. Der Weg ist prima und man kann sogar Tiere am Rand entdecken. Ich habe zum Beispiel ein Faultier gesehen.
Insidertipp
Es gibt einen Verbindungsweg (oder besser Trampelpfad) zwischen Wizard Beach und Red Frog Beach. Dazu mehr Hinweise unter dem Abschnitt zum Red Frog Beach.
Wenn man also zum Red Frog Beach über den Wizard Beach kommt, spart man sich die USD 5 pro Person für den oben erklärten Weg vom Pier… Allerdings muss man dafür aber auch ordentlich wandern!
Bastimentos – Wizard Beach
Ähnlich wie der Red Frog Beach ist der Wizard Beach unendlich lang und noch dazu unfassbar breit. Ein naturbelassener Bilderbuchstrand!
Wer schon immer mal an einem Strand im Umkreis von 100 Metern niemanden um sich herum haben wollte, bekommt hier (s)eine Gelegenheit. Kaum jemand verirrt sich zum Wizard Beach, weil alle „normalen“ Touristen den etwas erschlosseneren Red Frog Beach bevorzugen. Hier gibt es nämlich keinerlei Restaurants oder ähnliches. Trotzdem, es ist schon ein besonderes Gefühl, wenn man sich einen solchen Weltklassestrand mit nur zehn anderen Menschen teilt.
Anfahrt
Die Punkte zur Bootsfahrt sind identisch wie die beim Red Frog Beach. Nur, dass man hier bei „Old Bank“ aussteigt.
Anschließend läuft man entspannt (vom Meer aus gesehen) nach rechts durch den Ort und biegt schließlich am Ortende nach links ab Richtung Wizard Beach. Es gibt mehrere eindeutige Wegweiser, so dass man sich eigentlich unmöglich verlaufen kann. Die Wanderung von Old Bank zum Wizard Beach dauert ca. 30 Minuten, wobei der Weg wirklich ein Erlebnis ist. Die Natur ist gewaltig und es gibt jede Menge Tiere zu bestaunen. Ich interessiere mich eigentlich nicht für Vögel, aber was hier teilweise geträllert ist wirklich spannend. Zudem konnte ich zwei Faultiere entdecken!
Kann man hier baden?
Gleiche Antwort wie beim Red Frog Beach. Man kann, die Wellen sind aber durchaus hoch und die Strömung ist nicht unterschätzen. Es stehen deshalb auch überall Schilder als Warnung. Plus man muss natürlich beachten, dass hier niemand aufpasst und Hilfe teilweise weit entfernt ist.
Der Weg zwischen Wizard Beach und Red Frog Beach
Eines der größten und besten, aber zeitlich auch unangenehmsten Abenteuer meiner Reise durch Panama.
Am Wizard Beach gibt es ein vielversprechendes Schild, welches auf den Weg zum Red Frog Beach hinweist. Die Dauer ist mit einer Stunde angewiesen. Das Dumme ist, es handelt sich um das einzige Schild. Mir wurde in Bocas Town von einem Einheimische gesagt, dass es diesen Weg gibt, auch wenn ich diverse Blogeinträge gefunden haben, die drastisch von dieser Wanderung abraten.
Nun, ich kann sagen, es gibt diesen Weg und theoretisch ist er auch ok. ABER, er ist nicht immer ganz klar, weil es ist ein Trampelpfad und unter Umständen kann auch mal eine falsche Abzweigung aussehen wie ein Trampelpfad.
Meine wichtigsten Hinweise für diesen Weg:
- So lange wie möglich am Wizard Beach entlang gehen. Nämlich fast bis zum Ende!
- Wenn man es sich auf der Karte ansieht, muss man nur recht kurz wirklich durch den Dschungel, nämlich, wenn man diese Landzunge passieren möchte.
- Wenn man abseits des Strandes läuft, muss einem klar sein, dass man sich in der Wildnis befindet. Hier könnte auch problemlos ein Velociraptor um die Ecke biegen. Spaß! Nein, es geht alles, aber mit FlipFlops kann es hier und da auch mal etwas hakeliger werden. Ich bin aber mit FlipFlops passabel durchgekommen.
- Sobald man das Gefühl hat, der Weg ist NICHT mehr klar, UMDREHEN! Der Weg ist eigentlich die ganze Weg eindeutig, außer man biegt falsch ab. Ich bin einmal falsch abgebogen und war dann zwischenzeitlich knietief im Matsch.
- Die Wanderung dauert grob eine Stunde.
- An sich eine super Sache, denn man sieht die beiden schönsten Strände der Insel und bewältigt zudem ein kleines Abenteuer.
- Ich würde immer erst den Wizard Beach und dann den Red Frog Beach machen, denn so kann man sich nach der Wanderung wenigsten mit einem kühlen Smoothie an der Beachbar belohnen.
Zapatilla
Ein Ausflug zu den Zapatilla-Inseln steht sicherlich auf jeder To-do-Liste in Bocas del Toro. Die Strände dort sind sicherlich mit die besten aller Inseln und noch dazu kann man dort entspannt und bedenkenlos baden.
Zur Info, es gibt Zapatilla und Zapatilla #2 (die Insel heißt wirklich so), wobei man fast immer Zapatilla #2 besucht.
Der einzige Haken, diese beiden Inseln kann man nicht „mal eben so“ besuchen, denn dafür sind sie schlichtweg zu weit entfernt. Dies geht eigentlich nur über eine organisierte Tour, wobei dies an sich kein Problem ist, denn diese werden überall in Bocas Town (und sicherlich auch auf den anderen Inseln) angeboten. Einzig, man muss einen der lokalen Anbieter finden, bei dem man ein gutes Gefühl hat, und wenn man den Google-Rezensionen glauben darf, schneiden ehrlich gesagt alle nicht so richtig super ab.
Ich habe bei meine Tour bei Ngabe Tours für USD 30 pro Person gebucht. Das lief ganz leicht chaotisch ab, aber alles im karibischen Rahmen. Wir sind pünktlich gestartet, es hat alles geklappt und alles war organisatorisch völlig ok. Die Guides können nicht sooo gut Englisch, aber das Bemühen war da.
Im Boot waren wir insgesamt zehn Personen, wobei zwölf wohl das Maximum ist.
Man muss wissen, die Tour ist überall die gleiche! Sprich, egal welchen Anbieter man wählt, das was man an dem Tag sieht / erlebt ist bei allen das selbe:
- Delfin-Bucht
- Hollywood
- Cayo Coral
- Zapatilla
Die Reihenfolge kann variieren, aber so irgendwie sieht letztlich der Ausflug aus. Abfahrt ca. 9 Uhr / Rückkehr ca. 16 Uhr
Zur Erklärung:
- In der Delfin-Bucht sieht man anscheinend recht zuverlässig Delfine. Keine Ahnung wieso, aber wir haben welche gesehen. Teilweise sogar recht nah am Boot. Als Taucher war das für mich jetzt kein Riesen-Highlight, aber die meisten Gäste an Bord fanden es klasse.
- Der Spot Hollywood heißt so, weil man hier im Flachwasser Seesterne sehen kann – a la am Walk of Fame in Hollywood.
- Am Cayo Coral kann man Schnorcheln (überraschend schön – ein buntes, lebhaftes Riff, Equipment wird gestellt) und hier hat man auch Mittagspause (Essen nicht inklusive).
- Das Highlight ist die Insel Zapatilla #2! Eine wunderschöne, karibische Insel mit traumhaft weißen Stränden… Besser geht es nicht.
Hier hat man ungefähr zwei Stunden zur freie Verfügung. Ein Restaurant oder ähnliches gibt es hier NICHT.
Zusammenfassung:
Die Tour ist schön, aber ich will ehrlich sein, ich würde sie nicht nochmal machen. Am Ende des Tages ist ein schöner Strand und eventuell Delfine. Wenn man einen schönen Strand möchte, kann man dies leichter am Starfish Beach oder am Red Frog Beach bekommen. Dafür dann ca. 1 1/2 Stunden hin und auch nochmal zurück in einem kleinen Boot sitzen… Ja, Cayo Zapatilla #2 ist wunderschön, aber alles in allem ist mir der Zeitaufwand zu groß. Der Preis mit USD 30 ist fair, das Mittagessen war lecker, allerdings auch recht teuer. Man sollte unbedingt ein Strandtuch und auch etwas zu trinken mitbringen. Es gibt zwar Wasserflaschen an Bord, aber über den Tag verteilt wäre mir das zu wenig.
Carenero
So nah und doch eine andere Insel! Gefühlt ist Carenero nur einen Steinwurf von Bocas Town entfernt und mit dem Boot sind es auch wirklich nur ca. zwei Minuten zu dieser kleinen Insel direkt gegenüber von der Isla Colón. Die Überfahrt zum Hauptort von Carenero kostet auch nur einen USD.
Was man vor allem von Bocas Town aus sieht ist die bekannte Bar Aqua und nachts den leuchtenden Schriftzug des Hotels Comic Crab.
Abgesehen von diesen beiden Party-Locations ist Carenero ein gemütlicher Spot. Man tatsächlich einmal um die Insel wandern, aber was ich gehört habe, ist das nicht außergewöhnlich spannend. Was ich aber sehr schön fand, ist der Weg vom Hafen in Richtung des Surfspots der Insel im Nordosten. Das ganze dauert nur ca. 15 Minuten und man erreicht dann die außergewöhnliche Location Bibi’s on the Beach. Hier kann man ganz wunderbar einen karibischen Nachmittag / Abend bei frischen Drinks und leckerem Essen verbringen. Das ganze Restaurant befindet sich direkt über dem Wasser und ist – vor allem mit Live-Musik – einfach nur ein großartiger Tipp.
Das Gute ist, man kann von hier per Boot direkt zurück nach Bocas Town fahren. Kosten USD 2 und es dauert ebenfalls nur ein paar Minuten.
Meine besten Spot-Tipps in Bocas del Toro auf einer Karte
Ich habe auf der Karte die wichtigsten Spots markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.
Meine Hoteltipps in Bocas del Toro
Wie bereits weiter oben angedeutet, waren mir folgende Punkte für die Wahl meiner Unterkunft besonders wichtig:
- Ruhe – ich hatte keine Lust in irgendeinem Partyhotel zu übernachten oder in der Nähe einer Bar zu sein, in der es abends eventuell laut wird. Schwer vorher genau zu wissen, wo es laut sein könnte, aber nach einiger Recherche hatte ich eine klare Vermutung.
- Ich wollte zentral wohnen, um flexibel zu sein. Meine Idealvorstellung war, dass ich von einem Ort sternförmig die Inseln von Bocas del Toro erkunden kann. Ich wollte nicht die ganze Zeit an einem Spot sein und nur ganz gelegentlich Ausflüge machen, nein, ich wollte flexibel sein und schnell überall hinfahren können.
- Das Hotel / die Region musste nicht unbedingt der Star sein. Ein Beispiel, wenn man sich ein Hotel am Bluff Beach auf der Isla Colón nimmt, weiß man, dass man sehr viel Zeit dort verbringen wird. Ganz einfach deshalb, weil es schwer/zeitintensiv ist, von dort „weg zu kommen“. Genauso auf der Isla Solarte oder Isla Cristóbal.
Deshalb ist meine Wahl ganz klar auf die Region rund um Bocas Town gefallen, dort aber im Speziellen auf den Norden und tendenziell den Westen. Der touristische Teil ist ganz im Osten.
Rückblickend war ich sehr sehr zufrieden mit meiner Wahl und denke, ich hätte keine bessere Wahl treffen können. Alle anderen Alternativen wären nicht so gut gewesen, wie meine erste Empfehlung:
Bambuda Bocas Town (Isla Colón)
Wenn man das Hotel von der Straße aus sieht, ahnt man nicht, welche Perle sich hier versteckt. Getarnt als Hostel handelt es sich nämlich um eines meiner Alltime-Favoriten weltweit!
Aber der Reihe nach:
Zum einen ist die Ecke im Norden der Isla Colón deutlich ruhiger als im Osten oder Süden. Tatsächlich habe ich keinen einzigen Abend irgendwas gehört. Insofern war das Hotel in Sachen Lärm die perfekte Wahl.
Dann läuft man ins Zentrum von Bocas Town ca. nur 10 Minuten. Wenn überhaupt. Denn die ersten Geschäfte und Cafés befinden sich eigentlich schon in direkter Umgebung. Zwei Supermärkte erreicht man in 2-3 Minuten.
Die Zimmer sind eigentlich alle ausgesprochen schön – ansprechend gestaltet, stylisch, hell und mit einem prima Balkon ausgestattet. Mir ist in dem Fall ein super Angebot förmlich entgegen gesprungen, weshalb ich mich für die beste Kategorie des Hauses entschieden habe: eine Suite mit Kingsize-Bett und Meerblick. Ein überragendes Hotelzimmer! Ich meine, die Bilder sprechen für sich, aber die kleinen Extras wie eine die sich per Fernbedienung öffneten Gardinen sind schon Weltklasse. Ich meine, im Bett zu liegen, aufzuwachen und dann per Knopfdruck auf einmal Meerblick zu haben ist ein besonderes Gefühl. Hinzu kommt der Balkon mit Hängematte, der gefühlt wie ein weiterer Raum ist. Für € 150 Normalpreis (!) ist das ein super Deal.
Aber auch die Kategorie Premium Unterkunft mit Queensize-Bett und Meerblick (Bezeichnung bei booking.com) ist sehr sehr schön – auch da habe ich Bilder angefügt.
Das nächste Plus ist das großartige Restaurant – und das zu allen Tageszeiten. Das Frühstück ist sehr gut und abwechslungsreich, die Snacks am Nachmittag sind lecker und die Hauptgerichte mittags und abends waren allesamt richtig klasse.
Einer der aber vielleicht wichtigsten Punkte für einen wunderbaren Urlaub in der Karibik ist das Sonnendeck direkt am Meer. Das ganze Deck ist ein absoluter Hotspot und dabei eigentlich nie wirklich überfüllt. Es gibt genügend Sitzecken, Liegen, Sitzsäcke oder Bänke, so dass man es sich gemütlich machen und entspannen kann. An einigen Abend gab es Live-Musik und gefühlt kam ich mir vor wie in einem Videodreh, so schön war es in diesen Momenten.
FAZIT: Für mich die perfekte Wahl. Auf allen Ebenen. Besser kann man in meinen Augen auf der Isla Colón nicht wohnen.
Palmar Beach Lodge (Bastimentos)
Nach diesem Loblied auf das Hotel Bambudas Bocas Town fragt man sich vielleicht wieso ich überhaupt noch ein anderes Hotel empfehle. Nun, aus einem einfachen Grund, und zwar gegebenenfalls möchte man ja direkt an einem Strand wohnen und misst der Lage keine allzu große Bedeutung bei. Auch ein legitimer Punkt und dem möchte ich hier Raum geben.
Nach allem was ich gesehen habe, würde ich für Strandurlauber in jedem Fall dieses Hotel empfehlen!
Der Red Frog Beach ist für mich einer der schönsten Strände von Bocas del Toro und da es weder am Starfish Beach noch auf der Insel Zapatilla #2 Hotels gibt, ist das hier die Top-Wahl!
Ich habe hier nicht gewohnt, mir aber das Hotel angesehen und es hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die ganzen Zimmer, Zelte und Bungalows sind in einen tropischen, dicht bewachsenen Garten eingebettet. Das Restaurant vorne am Wasser ist sehr atmosphärisch und man befindet sich eben direkt am Strand.
Einzig man büsst eben Flexibilität ein, aber jeder setzt seine Prioritäten im Urlaub anders…
Für mich eine prima Empfehlung auf der Insel Bastimentos.
Meine Restaurant-Empfehlungen in Bocas del Toro
El Ultimo Refugio
Fast direkt neben dem Hotel Bambuda Bocas Town befindet sich dieser ganz klare Top-Tipp. Als ich am ersten Tag ein paar Locals nach Empfehlungen gefragt habe, kam das Ultimo Refugio bei JEDEM Gespräch. Ein umtrügerisches Zeichen.
Man sitzt wunderschön in einem Haus über den Wasser (ok, das ist bei sehr vielen Locations hier so) und kann dabei richtig lecker essen. Ich hatte Thunfisch und es war köstlich.
Manchmal gibt es sogar Live-Musik!
Trattoria Pane e Vino
Ab und zu hat man einfach Bock auf italienisches Essen und das hier ist für mich DER Spot in Bocas Town. Man sitzt im ersten Stock (!) NICHT am Meer, isst dafür aber umso besser. Die Pasta, die Vorspeise und die Nachspeise waren durchgehend hervorragend!!!
Plus, der Service war super lieb und herzlich!
Restaurant Bambudas Bocas Town
Wie oben unter Hotels bereits erwähnt ist das Restaurant im Hotel Bambuda Bocas Town alleine schon ein klarer Tipp. Ob
- zum Frühstück (zB Mango Smoothie Bowl, Lachsbagel, Turkish Eggs oder Ananas Paradise Pancakes),
- Mittagessen (Burger oder Coconut Pasta),
- Snack am Nachmittag (Krispy Coconut Zucchini Fries oder Tropical Calamari) oder
- am Abend (karibische Themenabende)
es war immer richtig gut! Noch dazu sitzt man unglaublich schön und kann die entspannt die Atmosphäre genießen.
La Buguita
Die Tauchbasis La Buga teilt sich mit dem Restaurant La Buguita einen Laden, weshalb ich hier (auf Empfehlung) einmal Mittag gegessen habe. Und ich muss sagen, ich war extrem positiv überrascht wie vielfältig die Karte, wie fantastisch das Essen angerichtet und wie ausgesprochen lecker alles war.
Der Thunfishburger und die Bowle waren komplett überzeugend.
OM
Anfangs dachte ich, dass ich nicht wirklich indisch in der Karibik essen möchte/muss, aber nachdem mir das OM dann doch zweimal empfehlen wurde, habe ich mich doch „überreden“ lassen. Und ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil! Das Essen war richtig gut, der Service war außergewöhnlich und die Atmosphäre war ebenfalls sehr angenehm.
Hier waren auch viele Locals – immer ein sehr gutes Zeichen.
La Taqueria
Das hier ist kein echter Ausreißer nach oben, aber weil der Laden so zentral liegt und ein bisschen nach „Touristenfalle“ aussieht, dachte ich mir, dass ich hier doch etwas dazu schreibe. DENN, wer mal etwas auf die Schnelle sucht, der kann hier in der Taqueria voll zuschlagen. Die Tacos war extrem gut und vor allem sensationell gewürzt. Noch dazu fand ich auch hier den Service sehr zuvorkommend.
Café Del Mar
Für mich – neben dem Bambuda Restaurant – DER Frühstücks-Hotspot in Bocas Town. Relativ klein, aber dafür zentral gelegen muss man fast ein bisschen aufpassen, dass man nicht an dem kleinen Café vorbeiläuft. ABER, die Tische waren meistens gut belegt, so dass man eigentlich automatisch zumindestens einmal hinschaut.
Die Karte ist klasse, der Kaffee ist klasse (für mich mit Hafermilch) und das Team hier war überragend.
Eine Top-Empfehlung, unbedingt ausprobieren!
Oasis at Bluff Beach
Wer einen Ausflug an den Bluff Beach unternimmt, sollte eigentlich auch gleich ein Abendessen mit einplanen. Denn mit dem Restaurant im Hotel Oasis findet man hier nochmal einen kleinen Geheimtipp.
Man sitzt wunderschön auf einer Terrasse im ersten Stock und überblickt den tropischen Garten des Hotels und sieht sogar noch das Meer. Es gibt eine prima Fisch- und Fleischkarte und die Nachspeise war ebenfalls verboten lecker!
Carenero / Bibi’s on the Beach
Eigentlich ist das Bibi’s der beste Grund warum man nach Carenero mit dem Boot fahren sollte! Gefühlt eine Institution, denn hier kommt keiner zufällig vorbei, sondern hier kommt jeder Gast ganz bewusst.
Eigentlich liegt das Restaurant auf der falschen Inselseite, denn Sonnenuntergänge sieht man hier nicht, dafür besticht das Bibi’s mit einem sensationellen Ambiente. Direkt am Strand über dem Wasser sitzt man hier in einem recht einfachen Holzhaus, genießt dafür aber exzellentes Essen und ausgefallen Cocktails. Dass hier sehr oft Live-Musik gespielt wird, rundet das Erlebnis ab!
TIPP: Man kann von Bocas Town direkt mit dem Boot zu Bibi’s fahren und muss so nicht über die halbe Insel laufen.
Bastimentos / Red Frog Beach – Nachyo Momma’s Taco Bar
Eine Top-Strand braucht auch eine Top-Beachbar und diese hat der Red Frog Beach in der Nachyvo Momma’s Tach Bar bekommen…
Hier sitzt man gemütlich im Sand oder chillt in den Hängematten bei leichtem Essen und lockeren Drinks. Ceviche, Coconut Shrimps oder Saté Chicken – alles war prima und klasse zubereitet.
Ganz ehrlich, hier wäre ich auch gerne noch ein zweites Mal vorbeigekommen…
Fototipps, die ich euch gerne mitgeben möchte
Natürlich möchte man unbedingt schöne Fotos von den vielen Holzhäusern über dem Wasser machen, aber hierbei muss man letztlich unbedingt auf den Sonnenstand achten. Denn mit der Sonne von vorne bekommt man überhaupt keinen Kontrast in die Bilder und die Häuser werden nur dunkel. Daher hier meine Tipps und die besten Fotozeiten:
- Die Bootstransfer sind die perfekten Steigbügel für wunderschöne Bilder von Bocas Town. Meist fährt man relativ nah an den Häusern vorbei und hat so die perfekte Perspektive auf die vielen Restaurants und Hotels.
- Die Häuser von Bocas Town fotografiert am Besten morgens! Wenn man also auf einem Boot sitzt, hat man dann die Sonne im Rücken und die Häuser bekommen ein richtig schönes Licht und dadurch nochmal mehr Farbe.
- Die Häuser auf der Insel Carenero sind tatsächlich sehr fotogen und dafür eignet sich die Abendsonne. Wenn das warme Licht auf die verschiedenen Locations fällt (zB das Aqua), dann ist das das perfekte Karibikbild. Blaues Wasser, Sonne, Palmen, eine stylische Location über dem Meer…
Fun Facts zu Bocas del Toro
- Bei der Insel Bastimentos samt den nahe gelegenen Inseln handelt es sich um einen Nationalpark – vor allem aufgrund der faszinierenden Natur mit vielen Lagunen, Dschungel oder Mangroven. ABER, man findet hier auch sehr viele Tiere, weshalb die Insel auch von Kolumbus „Proviant-Insel“ getauft wurde. El Bastimento bedeutet nämlich auf Spanisch das Proviant.
- Der Name der Insel Carenero hat ebenfalls eine besondere Bedeutung, denn Carenero leitet sich vom nautischen Begriff careening ab. Dies bedeutet so etwas wie „kiel-holen“. Dabei wird das Schiff zu Wartungs- und Reinigungszwecken auf die Seite gelegt. Und auch hier kommt Kolumbus ins Spiel, denn auf der Insel Carenero wurde seine Flotte quasi wieder in Schuss gebracht.

