Reisetipps Kanada / Toronto

  • Toronto ist das perfekte Städtereiseziel, weil es sehr viel zu entdecken und zu erleben gibt.

  • Durch die traumhafte Lage am Lake Ontario kann schöne Bootstouren machen und so die wunderschöne Skyline bewundern.

  • Toronto ist eine Sportstadt! Eishockey, Baseball, Fußball & Basketball stehen hier ganz oben.

  • Ein Tagesausflug zu den Niagarafällen ist ein absolutes MUSS! Spektakulärer geht es kaum… Vor allem, wenn man einen Helikopter-Rundflug macht!

Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?

Impressionen aus Toronto – ein kleines „Best-of“

Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps

Folgend möchte ich euch ein paar wertvolle Hinweise zur Planung und zum Besuch selbst geben:

  • Generell
    Toronto ist mit ca. 2,8 Millionen Einwohnern die größte Stadt Kanadas. Die südliche Lage im Bundesstaat Ontario ist spannend, denn durch die Nähe zu den USA und deren großen Seen ergeben sich in Toronto und Umgebung viele Möglichkeiten. Im Übrigen, wer kennt die Hauptstadt Kanadas? Ottawa! Sie befindet sich fast auf einer Linie zwischen Toronto und Montreal (Bundesstaat Québec).
  • Anreise
    Ein wichtiger Teil, denn die Flüge von Deutschland nach Toronto sind teilweise überraschend günstig (ab ca. € 450 pro Person!). Mit Air Canada und Lufthansa gibt es sogar non-stop-Flüge, die nur ca. 8,5 Stunden dauern.
  • Gibt es von Toronto aus einen besonderen Ausflug ?
    An sich beantworte ich solch eine Frage nicht sofort am Anfang, aber weil es in diesem Fall so besonders ist, macht es hier definitiv Sinn. Und zwar kann man von Toronto aus wunderbar eine der weltweit spannendsten Sehenswürdigkeiten besuchen, und zwar die Niagara Fälle! Das weiß man nicht unbedingt sofort, ist aber natürlich ein Riesenplus für Toronto.
  • Wie entdecke ich Toronto?
    Ich habe alles zu Fuß gemacht, weil das Stadtzentrum nicht wirklich weitläufig ist. Alle Highlights sind recht dicht beisammen. Ja, es gibt ein paar Locations, die etwas weiter entfernt sind, aber für mich sind das nicht DIE Knaller in Toronto.
    Insofern mein Tipp wäre kein Hop-on-Hop-off, kein Mietwagen – Toronto kann man sehr schön zu Fuß entdecken.
  • Gibt es hierzu einen weiteren Tipp?
    Definitiv. Eine Sache, die ich im Laufe der Jahre kennen und lieben gelernt habe. Und zwar kostenlose Walking Tours durch die Innenstadt! Hier kann man Zeiten für diese meist ca. zweistündigen Spaziergänge reservieren und das Ganze basiert auf Trinkgeldbasis. Sprich, die Tour an sich kostet nichts, man gibt dem Guide am Ende einfach ein angemessenes Trinkgeld. Ich habe damit bisher nur die besten Erfahrungen gemacht! Es gibt mittlerweile mehrere Anbieter / Portale, aber ich habe bisher immer auf Guruwalk vertraut.
  • Wieviel Zeit sollte man für Toronto einplanen?
    Oftmals habe ich hier keine so ganz klare zeitliche Vorstellung, aber in dem Fall kann ich eine recht konkrete Empfehlung aussprechen.Und zwar würde ich zwei Tage für das Sightseeing in Toronto ansetzen PLUS einen Tag Niagarafälle. Länger geht immer, denn bei den zwei Tagen rede ich nur vom Sightseeing, wenn man die Stadt erleben möchte, sollte man noch ein zwei Tage länger einplanen.
  • Muss ich bestimmte Jahreszeiten in Toronto beachten?
    Man kann erahnen worauf ich hinaus will! Im Winter wird es irre kalt in Toronto, weshalb generell schon eher der Sommer zu empfehlen ist. Gerade auch wegen der Niagarafälle. Ich war im September in Toronto und es war perfekt. PLUS, jedes Jahr findet Anfang / Mitte September das Toronto International Film Festival (TIFF) statt, was die Stadt nochmal in eine ganz besondere Atmosphäre taucht. Ich war genau zu dieser Zeit vor Ort und es war gefühlt ein bisschen Oscar-Stimmung…
  • Welchen Typ Steckdosen gibt es in Kanada?
    Eine Frage, die mich vorab interessiert hat, denn hier kann man ja auf blöd mal  falsch liegen. Die Steckdosen in Kanada sind tatsächlich identisch mit denen in den USA. Für genauere Infos – hier.
  • Lohnt sich der Toronto City Pass?
    Ich würde sagen NEIN. Wobei, es auf das preisliche Angebot ankommt, denn ich habe gesehen, hier kann es durchaus mal günstige Specials geben. Normal kostet dieser ca. USD 90,– pro Person.
    Es sind folgende Sehenswürdigkeiten inkludiert:
    – CN Tower
    PLUS vier weitere Attraktionen
    – Royal Ontario Museum
    – Casa Loma
    – City Cruises Toronto
    – Toronto Zoo
    – Ontario Science Centre
    Wenn man alle diese Attraktionen besichtigen möchte, dann lohnt sich der City Pass auf jeden Fall. Er lohnt sich mit der vierten Attraktion, aber ganz ehrlich, außer dem CN Tower und den City Cruises ist hier für mich keine weitere, absolute MUST-SEE-Attraktion mehr dabei. Aber das ist sicherlich Geschmacksache.
  • Was genau ist „The Path – Torontos Underground City“?
    The Path ist ein weitestgehend unterirdisches Fußgängernetz in der Innenstadt von Toronto, das auf ca. 30 Kilometern Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Unterhaltungsangebote umfasst.
    Der Fußgängerweg erleichtert die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und wird von mehr als 200.000 Berufspendlern sowie von Touristen und Einwohnern genutzt.
    Ich muss zugeben, ich fand den Gedanken von einer „Stadt“ unter der eigentlichen Stadt irgendwie seltsam, aber an warmen oder besonders an kalten Tagen wird The Path von den Locals und Touristen sehr dankbar angenommen und genutzt. Es gibt dort ungefähr 1.200 Shops und Restaurants, was ja wirklich gewaltig ist.
    Wer sich die genauen Verbindungen ansehen möchte, hier findet ihr den Übersichtsplan.

Die besten Spots in Toronto und Umgebung

Folgend eine Auflistung der verschiedenen Spots mit Erklärungen zu dem jeweiligen Besuch.

Ein persönlicher Hinweis: Ich bin kein Museum-Fan! Wer also hier nach Tipps für Museen sucht, den muss ich leider enttäuschen. Ich erwähne das deshalb, weil es in Toronto durchaus vermutlich schöne Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das Royal Ontario Museum (ROM) gibt. Diese Spots habe ich leider nicht besucht… Dafür aber jede Menge andere tolle Highlights!

CN Tower

Das Wahrzeichen und Aushängeschild von Toronto! Sehr häufig prägen bestimmte Gebäude die Skyline einer Stadt und in dem Fall ist es ganz klar der CN Tower (Canadian National Tower). Kein Wunder, mit 553 Metern Höhe handelt es sich immerhin um das zehnthöchste Bauwerk der Welt! (Stand 2024).

Bei der Besichtigung kann man zwischen verschiedenen Optionen wählen:

  1. Main Observation Level inklusive Glass Floor
    346 Meter hoch mit bodentiefen Fenstern, so dass man von überall eine großartige Aussicht hat.
    Ein Highlight ist hier der Glass Floor, bei dem der Boden komplett durchsichtig ist. Man sieht tatsächlich von oben ganz nach unten und muss schon schwindelfrei sein, um hier auf dem verglasten Bereich herumzulaufen – für mich war das eine extrem Überwindung!
  2. Edgewalk
    Ein Knaller! Ich hätte es gerne gemacht, leider waren keine Slots mehr verfügbar. Hierbei kann man gesichert, aber ohne jegliches Geländer, auf dem Rand der Kuppel des Main Observation Levels laufen. Wer will, kann sich sogar über den Rand hinauslehnen! Ein dramatischer Kick und ein actiongeladener Unterschied zu vielen anderen hohen Türmen.
    ABER! Wie schon angemerkt, hier sollte man sich rechtzeitig um eine Reservierung bemühen.
  3. Skypod
    Und dann nochmal einen Zacken höher, geht es zum Skypod – der höchsten Plattform der westlichen Hemisphäre. Auf einer Höhe von 447 Metern und weitere 33 Stockwerke über dem Main Observation Level kann man bei starkem Wind sogar die Bewegungen des Towers spüren.

Zu den Tickets – diese kann man hier buchen:

  • Wer den Edgewalk bucht, hat automatisch Zugang zum Skypod.
  • Wenn man das Main Observation Level bucht, kann man beim Buchungsvorgang zum Skypod upgraden (+ USD 10 pro Person).
  • Man kann die Tickets „nur“ 30 Tage im voraus buchen! Klar, man will sicherlich so lange wie möglich abwarten, um sicher zu gehen, dass das Wetter gut ist, aber – gerade bei einem engen Zeitfenster – empfehle ich wirklich rechtzeitig zu buchen, WENN man den Skypod dazu buchen möchte, denn die Kapazitäten sind begrenzt! Für das Main Observation Level kann man normalerweise auch kurzfristig Tickets kaufen.
  • Es gibt im Bereich des Main Observation Levels noch ein 360 Grad Restaurant. Hier gibt es einen Mindestverzehr von USD 75 pro Person. Dann hat man aber gleichzeitig Zugang zum Main Observation Level. An sich kein schlechter Deal…

Alles in allem ist der CN Tower ein MUSS. Wie gesagt, es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein „großes Ding“, das man sich nicht entgehen lassen darf. An schönen Tagen ist die Aussicht gewaltig! Vor allem, weil sich der Fernsehturm auch noch direkt an der Harbourfront des Lake Ontario befindet, so dass man wunderbar auf die vorgelagerten Inselchen hinunterblicken kann.

Ich würde den CN Tower entweder relativ früh oder relativ spät (Öffnungszeiten von 9.30 bis 21 Uhr) besuchen, weil man ansonsten mittags die Sonne vom See aus direkt im Gesicht hat.

Harbourfront & Toronto Islands

Nach dem Wahrzeichen folgt nun das Herz von Toronto. An der so genannten Harbourfront spielt sich – speziell im Sommer – das Leben von Toronto ab. Kein Wunder, die vielen modernen, auffälligen und architektonisch spannenden Bauwerke befinden sich alle in den ersten Reihen am Wasser, so dass die die Skyline von Toronto (aus der Ferne betrachtet) gefühlt aus dem Wasser empor wächst.

Für diese wunderschöne Perspektive und die wichtigsten Fotos aus Toronto, empfehle ich auf jeden Fall eine Bootstour zu den Toronto Islands machen. Die zwei bekanntesten Inseln sind Centre Island oder Ward’s Island und die direkt daneben befindliche Algonquin Island. Untereinander sind die vielen kleinen Inseln mit Brücke verbunden.

Hier kann man gut und gerne einen ganzen Tag verbringen, denn es besteht die Möglichkeit zu baden (es gibt vier Strände: Centre Island Beach, Gibraltar Point Beach, Hanlan’s Point Beach und Ward’s Island Beach), in Cafés die wunderbare Aussicht zu genießen, Fahrrad zu fahren (es gibt vor Ort einen Verleih – wirklich sehr zu empfehlen) oder einfach nur ein bisschen zu spazieren.

Die Fähren zu den Toronto Islands starten am Jack Layton Ferry Terminal. Diese gehen zur Hauptsaison fast halbstündlich – den Fahrplan der Fähren findet ihr hier.
Ein Ticket kostet hin und zurück kostet ungefähr USD 10,– pro Person und kann entweder online hier oder auch direkt am Schalter des Terminals gekauft werden.


Zurück zur Harbourfront selbst, denn dieser mittlerweile sehr ansprechende Teil Torontos ist ein echtes Highlight. Wie so oft, dieser Stadtteil war früher eher heruntergekommen, bis es aufwendige Neubau- und Renovierungsprojekte gab und aus dem hässlichen Entlein ein hipper Schwan wurde.

Heute stehen hier wunderschöne Bauten, außergewöhnliche Wohnkomplexe (wie zum Beispiel das Pier 27 an der Waterfront Promenade), es gibt großzügige Plätze und viele Restaurants und Geschäfte. Hervorheben möchte ich hierbei

  • den Ontario Place mit dem ersten IMAX  Theatre der Welt,
  • das Harbourfront Centre (hier ums Eck befindet sich einer meiner Restaurant-Tipps, und zwar das Amsterdam Brewhouse) mit der Harbourfront Centre Concert Stage und
  • den kleinen, botanischen Garten Toronto Music Garden

Einfach mal entlang schlendern, herum schauen, flanieren und die tolle Umgebung genießen. Städte direkt am Wasser haben einfach immer etwas Besonderes.


Ein bisschen „ums Eck“ befindet sich der Polson Pier – von wo man eine großartige Aussicht von Land aus auf die Skyline von Toronto hat.

Rogers Centre

Ich bin ja ein großer Sportfan, insofern besuche ich traditionelle oder besondere Sportstätten der jeweiligen Heimteams einer Stadt immer sehr gerne. Und der Rogers Dome in Toronto ist schon alleine aufgrund der Lage und der Konstruktion eine echte Sehenswürdigkeit. Er befindet sich nämlich direkt am Fuße des CN Towers und sieht auf den ersten Blick aus wie ein weißer Käfer.

Baseball ist neben Eishockey in Toronto eine der beliebtesten Sportarten und der 1989 eröffnete Rogers Dome ist die Heimat der Blue Jays (eine Vogelart – Blauhäher). Damals war es das erste Stadion mit einem beweglichen Dach, welches sich in ungefähr 20 Minuten öffnen lässt. Mit knapp 50.000 Zuschauern eine echte Attraktion.

Leider gab es bei meinem Besuch in Toronto kein Heimspiel der Blue Jays, denn ich hätte sehr gerne diese besondere Atmosphäre genossen. Baseball-Spiele finden normalerweise mehrfach wöchentlich statt, insofern hat man eigentlich gute Chancen ein Spiel zu erwischen. Tickets bekommt man hier. Die Saison geht grob immer von April bis September.

Im Übrigen gibt es nicht nur Baseball-Spiele im Rogers Dome, sondern auch viele Konzerte, Rodeos oder Auto-Shows. Ein Blick ins Programm lohnt sich in jedem Fall!

Scotiabank Arena

Und wo wir gerade schon dabei sind, liegt in direkter Nachbarschaft auch noch die Scotiabank Arena (bis 2018 Air Canada Centre) – die Heimstätte des Basketballteams der Toronto Raptors und des Eishockeyteams der Toronto Maple Leafs.

Die beeindruckende Mehrzweckhalle liegt ebenfalls in unmittelbarer Nähe des CN Towers und bietet bis zu 21.000 Zuschauern Platz. Wie schon gesagt, Toronto ist eine sportverrückte Stadt, weshalb Heimspiele immer ein Erlebnis sind. Die Bilder aus der Stadt, als die Toronto Raptors 2019 nordamerikanischer Basketballchampion geworden sind, waren unglaublich!

Tickets für Heimspiele der beiden Teams und Konzerte gibt es hier.

Besonders gut hat mir gefallen, dass es vor der Scotiabank Arena einen großen Platz mit Bars & Restaurants gibt, auf dem die Spiele auf riesigen Leinwänden übertragen werden und wo dementsprechend viel los ist.

Eishockey Hall of Fame

Kanada und Eishockey gehören untrennbar zusammen. Hier kann man mal den vielleicht größten Eishockeyspieler aller Zeiten ansprechen: Wayne Gretzky – ein Kanadier. Und dementsprechend ist es nur folgerichtig, dass sich Eishockey Hall of Fame in Kanada befindet, nämlich hier in Toronto.

By the way, in Nordamerika heißt Eishockey nur Hockey! Deshalb heißt die Hall of Fame auch Hockey Hall of Fame (HHOF) – hier nicht irritieren lassen.

Für Eishockey oder generell Sportinteressierte ist der Besuch der HHOF eine klare Empfehlung. Auf 5.100 qm erfährt man alles über Kanadas Nationalsport!

Schon der Eingang mit der NHL-Zone ist ein echtes Highlight. Hier gibt es Infos zu stärksten Liga der Welt, deren Teams und die Stars.

Das Aushängeschild der HHOF ist aber der Stanley Cup – das begehrte Ziel einer jeden Mannschaft – der Championship-Pokal.

Old Town & St. Lawrence Market

Eines der ältesten Bauwerke in Toronto am Rand des ältesten Stadtteils von Toronto. Denn auch wenn Toronto nicht wirklich eine klassische Altstadt hat, es gibt tatsächlich die so genannte Old Town. Damit man weiß wo sich Old Town befindet habe ich das extra mal in einer Karte markiert:

Der St. Lawrence Market ist tatsächlich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Toronto, denn diese historische Markthalle hat tatsächlich einiges zu bieten. Vor allem überraschend viel Abwechslung.

Zum einen gibt es hier natürlich zahlreiche Stände mit Obst, Gemüse, Fisch, Bäckereien und und weitere zahlreiche regionale Spezialitäten. Darüber hinaus findet man hier aber auch viele Snackstände und Cafés, sprich für den schnellen Hunger ist gesorgt.

Am Samstag ist der Farmer’s Market sehr beliebt, bei dem die Bauern der Region ihre Produkte anbieten und es sogar Kochvorführungen gibt.

ABER, damit nicht genug, denn vor allem jeden Sonntag bietet der St. Lawrence Market nochmal ein ganz andere Facette, denn dann findet hier ein Antikmarkt statt! Ein sehr beliebtes und wirklich lustiges Event. Ich hätte gerne mehr Freigepäck gehabt, um hier ein paar Raritäten mitzunehmen.

Außerdem gibt es immer wieder auch Handwerksstände – ein Bereich den ich ja generell sehr sehr gerne mag.

Gooderham Building

Nur einen Steinwurf vom St. Lawrence Market entfernt, findet man ein architektonisches und optisches Highlight in Toronto, und zwar das Gooderham Building. Aufgrund seiner Bügeleisen-Form wird es auch als Flatiron Building bezeichnet – genau wie in New York (weiter unten kommt übrigens noch ein Verweis auf eine Sehenswürdigkeit in New York!).

Ich fand ja besonders rotbraune Farbe sehr auffällig, vor allem im Kontrast der sehr hohen, modernen Gebäude im Hintergrund.

Unbedingt beachten: Auf der Rückseite befindet sich ein außergewöhnliches Gemälde! Hier wird ein besondererer 3-D-Effekt benutzt um es so aussehen zu lassen, dass mehr Fenster vorhanden, als es tatsächlich der Fall ist.


Der Name des Gebäudes geht auf die Brennerei-Familien Gooderham and Worts zurück. Das Gebäude diente bis 1952 als Büro der Brennerei Gooderham and Worts und wurde 1957 von der Familie Gooderham verkauft.


Für die Fotografen, ich würde fast sagen, dass es sich lohnt, das Gebäude zweimal zu besuchen, denn morgens ist der Sonnenstand dahingehend ideal, dass die Sonne von vorne kommt und man so ein wunderbares Bild mit den Hochhäusern im Hintergrund machen kann. Nachmittags / abends verstärkt das warme Sonnenlicht die besondere Farbe des Gooderham Building nochmals mehr, was ebenfalls ein herrliches Foto ist.

Old and New City Hall & Nathan Phillips Square

Wenn es um das Signatur-Bild (also DAS eine Bild von Toronto) geht, dann muss man sich meistens zwischen der Skyline von den Toronto Islands und dem Nathan Phillips Square mit dem alten und oder dem neuen Rathaus im Hintergrund entscheiden. Zu Recht!

Der Platz wurde nach dem Bürgermeister benannt, der den Neubau des Rathauses angestoßen hat: Nathan Phillips.

Das Highlight sind die fast drei Meter hohen Buchstaben des TORONTO-Schriftzuges und das (reflektierende) Wasserbecken mit den darüber befindlichen Bögen (Freedom Arches). Ganz ehrlich, das ist schon klasse angelegt, ich musste mich aktiv davon zurückhalten hier ewig Fotos zu machen.

DENN, je nachdem wie man sich platziert hat man im Hintergrund entweder das neue oder das alte Rathaus (Englisch: City Hall). Speziell beim alten Rathaus ist der Kontrast aus modernem Design gegenüber dem Romanischen Stil schon außergewöhnlich. Hier fällt auch der markante 104m hohe Uhrturm besonders ins Auge.

Das neue Rathaus entstand 1965 und besteht aus zweier sich gegenüberstehenden, sichelförmigen Hochhäuser mit einem deutlich kleineren Kuppelbau in der Mitte.

Ich fand es klasse, mich auf dem Platz einfach mal mit einem Kaffee hinzusetzen und das Treiben zu beobachten – die Szenerie ist einfach zu schön.


Für alle Fotofans, der Platz ist eigentlich immer eine Attraktion, denn das Licht verändert sich ständig und wie gesagt, es gibt unzählige, spannende Blickwinkel. Auch abends ergeben sich mit dem TORONTO-Schriftzug teilweise prima Bilder.


Im Winter ist der Nathan Phillips Square übrigens einer DER Treffpunkte in Toronto, denn dann dient das Wasserbecken als Eislaufbahn (inklusive Schlittschuhverleih)! Ich selbst habe das nicht erlebt, denn ich war im September in Toronto, aber ich habe viele klasse Bilder gesehen.

Im Sommer gibt es hier immer wieder kostenlose Konzerte, so zum Beispiel während meines Besuchs.

Yonge-Dundas Square

Lustigerweise bin ich an diesem Platz mehr oder weniger zufällig vorbeigelaufen, denn nach dem Nathan Phillips Square bin ich einfach weiter den vielen Menschen nachgelaufen. Und wenn man dann mal am Yonge-Dundas Square ankommt, weiß man auch wieso. Mein erster Gedanke war ganz ehrlich “ das sieht hier aber aus wie am Times Square“ – so bunt, so groß, so leuchtend und so voller Leben ist dieser Platz. Wenig überraschend wird dieser Platz auch als „Time Square von Toronto“ oder „der kleine Bruder des Times Square“ genannt.

Besonderer Anlaufpunkt ist auf jeden das Eaton Centre – ein riesiges Einkaufszentrum, in das man gefühlt einfach mal reinschauen muss! Alleine das spektakuläre Glasdach ist schon sehr sehenswert. Sofern die 230 Geschäfte als Argument alleine noch nicht reichen…

Ansonsten gibt es hier große Kinos und im Sommer finden auf dem Platz selbst auch immer wieder Veranstaltungen statt, wie zum Beispiel auch Freiluftkino oder kulinarische oder sonstige Festivals. Ein klarer Unterschied zum Times Square in New York!


Woher kommt der Name, nun der Platz liegt an der Kreuzung der Yonge Street und der Dundas Street.

Sonstige Sehenswürdigkeiten & Stadtteile

Diese Kategorie gefällt mir eigentlich gar nicht, aber in dem Fall hielt ich es für sehr passend. Denn wie überall sonst auch, gibt es die klaren Sehenswürdigkeiten und dann nach „nice-to-see“ Locations. Sprich, muss man nicht sehen, aber irgendwie doch ganz fein. Hier in Toronto kam mir das Gefälle nur recht groß vor, weshalb ich mich auf die oberen Top-Spots beschränken und hier einfach noch ein paar Orte erwähnen wollte. Denn ich liebe es ja durch eine Stadt zu streunen und diese so noch mehr zu erleben. Dabei entdeckt man oftmals für sich selbst ein paar ganz besondere Locations…

  1. Unmittelbare neben dem CN Tower kann man unmöglich nicht über das Ripley’s Aquarium stolpern. Als Taucher bin ich nicht der allergrößte Aquariumsfan, kann es aber komplett verstehen, wenn viele Leute das sehr gerne mögen. Ich habe es nicht besucht, aber es wird immer wieder als Tipp aufgelistet und es gibt sogar Kombi-Tickets mit dem CN-Tower.
  2. In eine ähnliche Kategorie fällt der Toronto Zoo. Auch immer ein oft gesehener Tipp, allerdings recht weit außerhalb. Allerdings handelt es sich um den größten Zoo Kanadas, insofern ist das schon eine Hausnummer.
  3. Ich hatte oben bereits das Royal Ontario Museum (ROM) mal kurz erwähnt, was anscheinend eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Toronto ist. Mich hätte tatsächlich die große Sammlung an Dinosaurier-Knochen interessiert, aber bei meinem Besuch war das Wetter für einen Museumsbesuch irgendwie zu schön.
  4. Die Universität von Toronto zählt zu den größten Unis der Welt und ist zudem (auf Fotos) ausgesprochen schön. Da sie nicht weit entfernt vom ROM liegt, könnte man diese beiden Spots also zusammen besichtigen.
  5. Noch ein bisschen weiter im Norden von Toronto befindet sich die Casa Loma, das Schloss des kanadischen Millionärs Sir Henry Pellatt, der durch sein Wasserkraftwerk an den Niagarafällen und als Chef der Toronto Electric Light Company reich geworden ist. Die Bilder sehen ganz lustig aus, aber mir war der Besuch zu aufwendig.
  6. Tatsächlich hätte es mich interessiert das Distillery District zu erleben und nicht nur zu besichtigen, aber zu mehr als einem kurzen Besuch hat es leider nicht gereicht. Dieser ehemalige Industriebezirk wurde in ein schickes Viertel voller Leben umfunktioniert und ist jetzt ein beliebter Treffpunkt – vor allem im Sommer. Kleine, lokale Geschäfte, Cafés, Restaurants und Bühnen bestimmen hier das Bild. Hier kann bestimmt mal einen wunderbaren Abend verbringen.
  7. In das relativ kleine China-Town bin ich irgendwie zufällig hineingestolpert und habe mich dann spontan zu einer Bein&Fuss-Massage überreden lassen. Die Auswahl an Restaurants fand ich hier wirklich beeindruckend.
  8. Und dann abschließend noch das direkt an China Town angrenzende Kensington Market Viertel! Jede größere Stadt hat solch ein Viertel, voller Graffiti, Hipster- & Vintage-Läden den wildesten Restaurants und Kneipen und irgendwie einer ganz besonderen Atmosphäre. Ich mag das ja, sich einfach mal treiben lassen ohne „auf der Jagd“ nach dem EINEN Highlight zu sein. Das geht hier perfekt! Hingehen, schauen, staunen und genießen…

Tagesausflug Niagarafälle

Und dann abschließend noch zu einem der absoluten Knaller von Toronto, auch wenn sich dieser Knaller eigentlich gar nicht in Toronto befindet, sondern rund 140 km entfernt: die Niagarafälle!

In meiner Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann habe ich gelernt, dass der „beste“ Ort für die Besichtigung der Niagarafälle Buffalo (USA) sei. Und wenn die Niagarafälle in Filmen gezeigt werden, ist auch meist von Buffalo die Rede. Nun, das ist insofern richtig, als das Buffalo – im Gegensatz zu Toronto – sehr nah an den Wasserfällen liegt. Aber man kann die Niagarafälle von zwei Seiten besichtigen, und zwar von der amerikanischen und von der kanadischen. Aber jetzt kommt es, ohne die amerikanische Seit zu kennen, wage ich mal zu behaupten, dass die kanadische Seite die BESSERE ist! Von hier hat man nämlich die vermeintlich schönere Perspektive, aber dazu später mehr.

So oder so, auch wenn Toronto nicht direkt mit den Niagarafällen assoziiert wird, sie sind eine der spektakulärsten Attraktionen rund um Toronto. Ich meine, Schloss Neuschwanstein besichtigt man auch von München aus, obwohl es in etwa genauso weit entfernt ist, wie die Niagarafälle von Toronto.


Egal wie man den Ausflug nun angeht, es handelt sich (mindestens) immer um einen Tagesausflug.

Wer es flexibel mag, kann sich problemlos einen Mietwagen nehmen und sich die Tour selbst gestalten. Ich habe viele Leute getroffen, die genau das gemacht haben und happy damit waren.

Ich habe mich in dem Fall für eine organisierte Tour entschieden und einen kompletten Tagesausflug bei King Tours gebucht. Wenn man das ganze Paket bei Getyourguide bucht, handelt es sich vermutlich auch um eine Tour bei King Tours – dies nur als Referenz. Teilweise können die Stornobedingungen bei Getyourguide besser sein, ansonsten spricht auch nichts gegen eine direkte Buchung, denn King Tours ist glaube ich so etwas wie der Platzhirsch.

In der Tour sind inkludiert:

  • Abholung im Hotel
  • Fahrt zu den Niagarafällen
  • Englischsprachiger Guide
  • Stopp in der Ortschaft Niagara-on-the-Lake
  • Ein weiterer Stopp, abhängig von der Jahreszeit
  • Fahrt auf der Hornblower Fähre direkt an die Niagarafälle

Gekostet hat der ganze Spaß ungefähr USD 130 plus Tax pro Person. Fand ich fair und  wie gesagt ich wollte es in dem Fall stressfrei haben.

Hier schon mal eine Übersichtskarte, damit man sich den Bereich um die Niagarafälle besser vorstellen kann:

Helikopterflug

Eine Sache, über die man sich schon vor dem Besuch Gedanken machen sollte, ist die Frage, ob man die Niagarafälle gerne auch mit einem Helikopter besichtigen möchte? Ich meine, es bietet sich an, wie bei wenig anderen Sehenswürdigkeiten.

Bei mir wurde genau diese Frage im Bus auf der Fahrt gestellt und für mich stand die Entscheidung schnell fest. Das hier ist eine once-in-a-lifetime-experience (einmal im Leben Erfahrung) und insofern MUSSte ich einen solchen Überflug mit dem Helikopter unbedingt machen.

Kosten für einen 12-minütigen Flug ca. USD 130-140 pro Person. Buchen kann man einen solchen Flug hier, wobei mir dies bei dem Ausflug wie gesagt spontan angeboten wurde. Vermutlich werden hier immer ein paar Slots für Gäste von King Tours geblockt, weil erfahrungsgemäß immer zwei drei Leute dabei sind, die diese Rundflug buchen.

Hört sich kurz an, ist es auch, aber ich würde immer und immer wieder dazu raten diese Special in diesem Fall einzubauen. Es sind die Niagarafälle und von oben ist die Perspektive so viel anders als vom Rand aus. Ohne Wenn und Aber.


Wenn ich hier eine Empfehlung geben kann, dann würde ich sagen, es ist (emotional) schöner den Helikopter-Flug NACH dem eigentlich Besuch einzuplanen. Dann hat man die Umgebung schon mal gesehen und kann den Flug vielleicht ein bisschen besser genießen. Anders herum ist man so überwältigt von den Eindrücken aus der Luft (ich meine ein Helikopter-Flug an sich ist ja schon etwas Besonderes), dass die 12 Minuten noch schneller verstreichen.

Aber das ist kein Muss und wäre für mich kein KO-Kriterium. Nur wenn man wählen kann, würde ich den Flug ans Ende setzen.

Niagarafälle

An den Niagarafällen angekommen, wird man erstmal feststellen, dass hier sehr sehr viel los ist. Kein Wunder, es handelt sich um eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten weltweit!!!!

Wer mit dem Auto anreist, es gibt zahlreiche Parkmöglichkeiten, die allesamt gut ausgeschildert sind. Die Kosten sind nicht ganz unerheblich, denn diese liegen pro Tag ca. bei USD 30,–.

Letztlich gibt es dann zwei Optionen:

  • Die Bootstour mit der Hornblower Cruise
  • Ein Spaziergang am Ufer des Niagara River entlang zu den Wasserfällen

Wenn man das Ganze bei King Tours gebucht hat, ist das Ticket für die Hornblower  Cruise mit dabei und man kann eine der ausgeschriebenen Abfahrtszeiten wählen. Welche ist einem selbst überlassen. Ansonsten bucht man das Ticket einfach vor Ort am Schalter – Kosten ca. EUR 23,– pro Person.

Die 20 minütigenTouren starten in einem Rhythmus von 40 Minuten, ganz einfach weil es immer Ausfahrten im Wechseln mit den Fähren von der amerikanischen Seite gibt (Maid of the Mist).

Die Fahrt an sich ist aber ein klares MUSS und ein absolutes Highlight. Nochmal, wir sprechen hier von den Niagarafällen! Jeder Gast bekommt einen Poncho zur Verfügung gestellt, den man auch in jedem Fall tragen sollte, denn eines ist sicher: Man wird nass! DENN man fährt so wie möglich an die Horseshoe Falls heran und kann so die Wucht dieser Fälle nochmal etwas mehr erleben und auch fühlen.

Lustig ist, dass das alle Gäste der Hornblower einen roten und alle Gäste der Maid of the Mist einen blauen Poncho bekommen. So kann man die beiden Fähren immer sehr gut auseinanderhalten.

Alles in allem ist die Fahrt ein Riesenspaß!!!


Ein paar Infos zu den Niagarafällen:

  • Die Niagarafälle sind Teil des Niagara River, der den Eriesee mit dem Ontariosee verbindet.
  • Wie oben bereits angesprochen, liegen die Niagarafälle genau auf der Grenze zwischen Kanada und den USA.
  • Man spricht zwar immer von den Niagarafällen, genau genommen sind es aber drei Wasserfälle: die Horseshoe Falls, die American Falls und die Bridal Veil Falls.
  • Der bekannteste und größte Teil sind die auf der kanadischen Seite befindlichen Horseshoe Falls. Der Name Horseshoe Falls kommt daher, dass die Wasserfälle die Form eines Hufeisens haben.
  • Die maximale Höhe der Horseshoe Falls beträgt 57 Meter bei einer Kantenlänge von 670 Meter.
  • Die American Falls haben eine maximale Höhe von 34 Meter bei einer Kantenlänge von 260 Meter.
  • Die Bridal Veil Falls sind dagegen nur 17 Meter breit und 24 Meter breit.

Die Horseshoe Falls:

Die American Falls:

Der Ort Niagara Falls

Der Ort Niagara Falls selbst ist nicht wirklich sehenswert, allerdings ein sehr schön angelegter Panoramaweg am Niagara River entlang, so dass man die Niagarafälle permanent im Blick hat. Es gibt auch zahlreiche Bänke, so dass man auch wirklich mal die Aussicht genießen kann.

Dazu kommen die mittlerweile auch schon fast legendären (weil eher hässlichen) Hochbauten am Rand der Niagarafälle, wie zum Beispiel der Skylon Tower oder die diversen Hotels der (amerikanischen Traditionsketten).


Auf meinen Helikopter-Bildern kann man ganz gut erkennen, dass es zwischen den USA und Kanada eine Verbindungsbrücke über dem Niagara River gibt, die so genannte Rainbow Bridge. Diese kann man als Fußgänger überraschend unkompliziert überqueren. Tatsächlich reicht hier der normale Reisepass, einen ESTA-Antrag muss man nicht ausfüllen, dafür aber das I-94 Formular und man muss  außerdem sechs USD bezahlen.

Auf der US-Seite gibt es noch den Niagara Falls Observation Tower, eine Aussichtsplattform. Ich habe ihn nicht besucht, insofern kann ich dazu nichts sagen, aber von hier hat man natürlich eine prima Aussicht auf die American Falls, die man ja ansonsten von der US-Seite selbst nicht wirklich bestaunen kann.

Niagara-on-the-Lake

Teil meiner Tour mit King Tours war dann auch noch der Ort Niagara-on-the-Lake direkt an der Mündung des Niagara River in den Lake Ontario.

Ich kann einen kleinen Schlenker zu diesem malerischen Städtchen nur empfehlen, denn das Flair hier ist fast lächerlich schön. Hier kann man wunderbar nochmal einen Kaffee trinken, in den zahlreichen, kleinen Läden ein bisschen shoppen oder einfach nur ein bisschen durch die Gassen bummeln.

Im Übrigen kommen es in dieser Ecke auch hervorragende Weine! Ich selbst trinke keinen Wein, kann das also nicht beurteilen, aber zum einen war eine Weinprobe auch noch Teil unserer Tour und zum anderen wurde mir oftmals Wein aus dieser Region empfohlen.

Meine besten Spot-Tipps in Toronto auf einer Karte

Ich habe auf der Karte die wichtigsten Spots markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.

Meine Hoteltipps in Toronto

Toronto ist leider nicht das günstigste Pflaster in Sachen Hotels – das muss man so deutlich sagen. Ich war schon etwas erschrocken, als ich die ersten Preisangebote durchgesehen habe und dachte zuerst ich hätte eine höhere Tagesanzahl eingegeben. Aber am Ende des Tages ist es wie es ist und ab und zu muss man eben auch mal ein weniger mehr Budget einplanen.

Wenn ich nach einer Unterkunft suche, versuche ich immer zentrumsnah zu bleiben, wobei klar ist, je weiter man sich davon entfernt, desto günstiger ist. Insofern muss man hier einen Kompromiss finden. Dies war bei meiner Unterkunft dann auch der Fall und ich konnte alles zu Fuß machen, auch wenn der Heimweg mit ca. 20 Minuten aus Downtown etwas länger war.

Appartement – Lovely 1 bed in Central Toronto

Dieses Privatappartement kann man bei booking.com buchen und es ist preislich halbwegs im Rahmen. Das Zimmer war groß und geräumig, sehr modern eingerichtet und das W-LAN war top. Das ist vermutlich nicht der Tipp aller Tipps, aber für mich war es fein, preislich ok und die Lage war ebenfalls gut

832 Bay Street 1809, M5S 1Z6 Toronto

Meine Restaurant-Empfehlungen in Toronto

e11even

Nicht ganz günstig, aber die zentrale Lage und die wunderschöne Terrasse haben mich beim Vorbeigehen einfach überzeugt. Das Essen war dazu extrem lecker. Wir hatte Austern als Vorspeise und Burger bzw. einen Thunfisch-Salat als Hauptgericht und alles war absolut köstlich. Für mich ein klarer Volltreffer!

15 York Street Corner of York and, Bremner Blvd

Amsterdam Brewhouse

Zuerst denkt man so ein bisschen „Touristenfalle“, weil es einfach zu perfekt direkt am Wasser liegt, aber ich war echt begeistert. Man sitzt wunderschön am Lake Ontario, hat eine überragende Aussicht und kann dabei klasse Essen genießen. Die Fish Tacos als Vorspeise und das Lemon Checke Schnitzel sowie der Magic Mushroom Malt Burger als Hauptgericht waren extrem lecker. Dazu ist die Atmosphäre einfach unschlagbar – vor allem am späten Nachmittag…

245 Queens Quay W

1 Kitchen

Ausgesprochen schöner Frühstücks-Spot! Sehr gut besucht, aber die Gärtnerei-Atmosphäre mit den vielen Pflanzen fand ich trotzdem klasse. Das Avocado-Toast mit Lachs und Ei war fantastisch und auch optisch grandios. French Toast mit Früchten und die Berry Bowl waren ebenfalls richtig lecker. Dazu waren die frischen Säfte extrem gut zubereitet. Alles in allem nicht ganz günstig, aber eine Top-Lage und wie gesagt ein außergewöhnlich schön gestaltetes Restaurant.

550 Wellington St W

Fototipps, die ich euch gerne mitgeben möchte

  • Ich würde den CN Tower entweder relativ früh oder relativ spät (Öffnungszeiten von 9.30 bis 21 Uhr) besuchen, weil man ansonsten mittags die Sonne vom See aus direkt im Gesicht hat.
  • Ein bisschen „ums Eck“ von der Harbourfront befindet sich der Polson Pier – von hier aus hat man eine großartige Aussicht auf die Skyline von Toronto (von Land aus).
  • Das Gooderham Building würde ich empfehlen zweimal zu besuchen, denn morgens ist der Sonnenstand dahingehend ideal, dass die Sonne von vorne kommt und man so ein wunderbares Bild mit den Hochhäusern im Hintergrund machen kann. Nachmittags / abends verstärkt das warme Sonnenlicht die besondere Farbe des Gooderham Building nochmals etwas mehr, was ebenfalls ein herrliches Foto ist.
  • Der Nathan Phillips Square ist eigentlich immer eine fotografische Attraktion, denn das Licht verändert sich ständig und es gibt unzählige, spannende Blickwinkel. Auch abends ergeben sich mit dem TORONTO-Schriftzug teilweise prima Bilder.

Filmtourismus – wo kann ich Drehorte von berühmten Filmen finden?

Ich liebe es ja, Locations eines Films zu sehen, wo „es“ passiert ist, sprich wo der Film gedreht wurde. In den USA hat man in den Großstädten ja durchaus immer wieder die Chance auf besondere Filmlocations, weshalb ich in Toronto ebenfalls dachte ein paar gute Spots zu finden. Leider war dem nicht wirklich so bzw. die Filme und deren Szene hier gedreht wurden, waren für mich jetzt keine Highlights.

Folgende Filme wurden teilweise in Toronto gedreht:

  • Good Will Hunting (1997) – Toronto University
  • X-Men (2000) – Casa Loma, Metro Hall & Distillery District
  • Chicago (2002) – Queen’s Park, Casa Loma & Distillery District
  • The Incredible Hulk (2008) – King’s College, Yonge Street
  • Resident Evil: Afterlife (2010) – City Hall
  • Total Recall (2012) – zB Roy Thomson Hall, Metro Convention Centre (beim CN Tower)
  • Robocop (2014) – College Street
  • Suicide Squad (2016) – Adelaide St. E, Union Station & Yonge-Dundas Square
  • Shape of Water (2017) – zB Toronto University, Elgin Theatre & Massey Hall

Eine Filmszene, die mir aber in Erinnerung geblieben ist, ist aus dem folgenden Film:

Bruce Allmächtig

Einer etwas älterer Film mit Jim Carrey, der damals durchaus ein Hit war. Die für mich beste Stelle des Films, ist wenn Jim Carrey alias Bruce einen kompletten Nervenzusammenbruch live im TV auf einer Maid of the Mist-Fähre an den Niagarafällen hat.

Wer die Szene nicht kennt, hier ist ein Link (auf Englisch).

Fun Facts zu Toronto

  • Im Ausstellungsbereich der Hockey all of Fame befindet sich nicht das Original des Stanley Cups, sondern nur eine Kopie. Das Original wird in einem Tresor in einem Nebenraum aufbewahrt.
  • Bis 1959 lag das Ufer von Toronto in etwa auf Höhe der Front Street, also deutlich weiter hinten!
  • Auf dem Nathan Phillips Square wurde an der südlichen Basis des mittleren Bogens ein Stück der Berliner Mauer angebracht.
  • Das unterirdische Verbindungsnetz „The Path“ hat es als größtes, unterirdisches Einkaufszentrum sogar ins Guinness Buch der Rekorde geschafft.
  • Das IMAX-Kino am Ontario Place (Harbourfront) war 1971 das erste Kino weltweit dieser Art!
  • Die Gooderham Schnappsbrennerei im Distillery Historic District war einmal die größte der Welt.