Reisetipps USA – Washington D.C.

  • Washington D.C. ist Washington D.C. – die Hauptstadt der USA und zugleich eine Stadt voller weltbekannter Sehenswürdigkeiten.

  • Das Capitol, das Weiße Haus, das Washington Monument, das Lincoln Memorial und noch viele mehr – es gibt viel zu sehen!

  • Auch bei schlechtem Wetter hat man tolle Optionen, denn es gibt zahlreiche KOSTENLOSE Museen und Attraktionen.

  • Fans der US-Sportarten können sich in Washington D.C. Football, Baseball, Basketball und Eishockey anschauen.

  • Die Top-Spots sind alle recht nah beisammen, weshalb man Washington D.C. wirklich großartig zu Fuß besichtigen kann.

Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?

Impressionen aus Washington D.C. – ein kleines „Best-of“

Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps

Washington D.C. übt von der ersten Sekunde eine ganz besondere Magie aus, denn jeder hat die vielen Sehenswürdigkeiten und die besonderen Spots der Hauptstadt der USA schon einmal irgendwo irgendwie gesehen. Und wenn man dann tatsächlich da ist, fühlt es sich fast unwirklich an…

  • Generell
    Washington D.C. ist die Hauptstadt, sowie der Regierungssitz der USA und hat ca.  750.000 Einwohner. Aufpassen muss man, wenn man nur Washington sagt, denn es gibt in den USA ja auch noch einen Bundesstaat mit dem gleichen Namen. Allerdings befindet sich dieser an der Westküste der USA (die bekannteste Stadt ist Seattle).
    Der Fluss, der sich Washington D.C. schlängelt, ist der Potomac River, wobei dieser auch von dem kleineren, unbekannteren Fluss Anacostia River gespeist wird.
    Benannt wurde die Stadt Washington übrigens nach dem ersten Präsidenten George Washington.
  • Was bedeutet Washington D.C.?
    Das D.C. steht für District of Columbia. Das Columbia leitet sich vom Entdecker Christoph Kolumbus ab.
    Ursprünglich gehörte die Fläche des District of Columbia den umliegenden Bundesstaaten Maryland und Virginia, aber um die neue Hauptstadt zu planen und zu bauen, wurde diesen beiden Staaten der Zugriff entzogen.
  • Welche Stadtteile gibt es in Washington D.C.?
    Tatsächlich ist die Stadt sehr klar in vier, gradlinig abgegrenzte Bereiche eingeteilt:
    – Northwest (NW)
    – Southwest (SW)
    – Northeast (NE)
    – Southeast (SE)
    Das besondere ist, dass die vier Stadtteile genau im Kapitol aufeinandertreffen.
    Demnach sind bei einer Adressangabe, aber immer die in den Klammern angegebenen Kürzel mit dabei, so dass man immer sofort weiß, in welchem Stadtviertel sich die jeweilige Location befindet.
  • Wann ist die beste Reisezeit?
    Hierzu vorab eine Info, und zwar Washington D.C. liegt auf dem gleichen Breitengrad wie Palermo auf der Insel Sizilien! Daraus kann man schon mal ableiten, dass es im Sommer sehr heiß und noch dazu dampfig werden kann. Als die beste Reisezeit gilt generell der Frühling. Es ist noch nicht zu heiß, sondern angenehm und mild. April und Mai wären hier sicherlich die besten Monate. Ich war zuletzt im September vor Ort und es hat leider sehr viel geregnet, wobei das natürlich überall vorkommen kann.
  • Wieviel Zeit sollte man einplanen?
    Sehr sehr schwer, denn es gibt so viel zu sehen und zu entdecken, vor allem, wenn man ein Fan von Museen ist. Wenn ich mal grob eine Mischung ansetze, würde ich sagen vier volle Tage sind fein, sprich das wären fünf Übernachtungen.
  • Wie kann ich meinen Washington D.C.-Besuch planen?
    Meine gerade erwähnten vier Tage würde ich wie folgt einteilen:
    Tag 1 – National Mall Osten, Pennsylvania Avenue, Union Station
    Tag 2 – National Mall Westen, White House
    Tag 3 – Diverse Museen
    Tag 4 – Arlington Cemetary & Georgetown
    Hinzu kommen dann eben noch die Tagesausflüge!
  • Lohnt sich eine Hop on/Hop off-Bus-Tour?
    Auf jeden Fall! Gerade, wenn man vielleicht keine vier Tage Zeit hat, kann man Washington D.C. so wunderbar besuchen, weil die Tour ganz grob „nur“ um die National Mall herumfährt und viele Stationen zwischendurch anbietet. Ich finde diese Tour ist richtig gut aufgebaut und deckt das wichtigste ab. Empfehlen würde ich Old Town Trolley Tours, weil sie der einzige Anbieter sind, die auch den Arlington Cemetary als Teil der Tour haben. Die Busse fahren alle 30 Minuten. Tickets und Informationen gibt es hier.
  • Wie komme ich vom Flughafen Washington (Dulles International) in die Innenstadt?
    Die beste Variante ist mit der Metro, und zwar der Silver Line. Die Station ist mit dem Hauptterminal durch einen überdachten Fußgängertunnel verbunden. Infos dazu gibt es hier. Die Kosten liegen One-Way zwischen USD 2 und 6 – je nach Tag und Zeit.
  • Wie bewege ich mich in Washington D.C.?
    Ich kann vier Varianten empfehlen:
    – Zu Fuß. Der Bereich rund um die National Mall ist zwar weitläufiger als man auf der Karte meinen möchte, aber das Gute ist, dass die nächste Attraktion meistens ganz in der Nähe liegt. Manchmal kann man sie beim Verlassen der vorigen Sehenswürdigkeit sogar bereits sehen  – das macht es leichter.
    – Per Uber. Habe ich ein paar Mal gemacht, ganz einfach weil schlechtes Wetter oder ich müde war. Dazu braucht man allerdings eine amerikanische SIM-Karte. Infos dazu findet ihr hier, bei meinen generellen Tipps für eine Reise in die USA.
    – Mit der Metro. Eigentlich muss man kaum auf die öffentlichen Verkehrsmittel ausweichen, außer es regnet oder man kann sich kein Uber bestellen. Dennoch habe ich ein paar Informationen weiter unten zusammengestellt.
    – Mit dem Fahrrad. Eine tolle Variante! Neben zu Fuß mein Favorit. Weiter unten etwas mehr dazu.
  • Wie nutze ich die Metro in Washington D.C.?
    Die einfachste Variante ist via Smartphone. Hier gibt es die SmarTrip-App, bei der man die Fahrten via Apple- oder Google-Wallet abrechnen kann. Nähere Informationen gibt es hier.
    Ansonsten kann man auch Chipkarten kaufen, auf die man dann eine bestimmte Anzahl Fahrten bucht. Die Kosten pro Fahrt liegen zwischen USD 2.50 und 6.50. Tageskarten kosten ca. USD 14. Weitere Infos dazu findet ihr hier.
  • Wie kann ich mir Fahrräder in Washington D.C. ausleihen?
    Auch hier gibt es eine App, des einzigen Anbieters Capital Bikeshare für Citybikes, mit der man sich die Leihfahrräder buchen kann. Mehr Informationen gibt es hier.
  • Muss ich Tickets für Attraktionen vorab buchen? 
    Eigentlich gibt es nur zwei Sehenswürdigkeiten bei denen Tickets „ein Thema“ sind, und zwar das Washington Monument und das Capitol. Dafür gibt es zwei Gründe:
    1) Fast alle Sehenswürdigkeiten sind kostenlos und damit frei zugänglich. Dazu gleich mehr.
    2) Die Verfügbarkeit ist ansonsten kein Problem.
    Beim Washington Monument ist die Ticketsituation heikel, hier sollte man sich auf jeden Fall entsprechend kümmern, dazu aber weiter unten beim Spot selbst mehr.
    Beim Capitol bekommt man eigentlich fast immer Tickets, aber ich würde kein Risiko eingehen und ein zwei Tage vorher meinen Zeitslot buchen. Auch dazu gibt es weiter unten noch mehr Informationen.
  • Welche Sehenswürdigkeiten in Washington D.C. sind kostenlos?
    Dieser Punkt ist ein echter Kracher in Washington D.C., denn viele Spots gehören dem National Park Service an. Diese sind nicht nur immer kostenlos, sondern man findet dort auch eigentlich immer Ranger, die einem Auskunft geben (können). Ich finde das sensationell und sollte auch mehr herausgestellt werden. Folgende Attraktionen fallen darunter:
    – Washington Monument
    – Lincoln Memorial
    – Franklin D. Roosevelt Memorial
    – Korean Veterans War Memorial
    – Ford’s Theatre
    – Martin Luther King Jr Memorial
    – National Mall
    – Thomas Jefferson Memorial
    – Vietnam Veterans Memorial
    – World War II Memorial
    – Visitor Centre White House
    Und viele mehr! Eine Liste der weiteren Sehenswürdigkeiten findet ihr hier.
    Dazu ist der Eintritt zum Capitol, sowie dessen Touren, PLUS, sämtliche Smithsonian Museen kostenlos!

Die besten Spots in Washington D.C.

Folgend nun die verschiedenen Spots und Sehenswürdigkeiten von Washington D.C. mit Erklärungen und Infos zu dem jeweiligen Besuch.

Von der Reihenfolge her finde ich es sinnvoll mit DER bekanntesten Attraktion (das Weiße Haus) zu beginnen, um dann die Highlights rund um die prachtvolle Promenade National Mall zu beschreiben.

Man könnte hier sicherlich auch von Ost nach West gehen, denn Washington hat außerordentlich viele Highlights zu bieten, aber selten hat eine Weltstadt ein solch offensichtliches, touristisches Zentrum, weshalb ich mich eben für diese Variante entschieden habe.

Das weiße Haus

Es ist definitiv keine Option in Washington gewesen zu sein und NICHT das Weiße Haus gesehen zu haben! Das eine gehört zum anderen wie der Gin zum Tonic.

Das wichtigste vorab: Man das White House leider nicht mehr besuchen! Früher ging das über die Botschaft, mittlerweile ist auch das nicht mehr möglich. Insofern bleibt „nur“ die Außenansicht, was das fantastische Gefühl, dieses besondere und weltweit bekannte Gebäude „live“ zu sehen aber in kleinster Weise schmälert. Unendlich oft hat man den vergleichsweise genügsamen Wohnsitz des jeweiligen Präsidenten schon in Filmen oder in den Nachrichten gesehen, so dass es fast ein bisschen unwirklich erscheint, wenn man selbst vor den Gittertoren steht.

Was man sich allerdings durchaus ansehen sollte, ist das Visitor Centre des Weißen Hauses! Es befindet sich an der Pennsylvania Avenue, schräg gegenüber des des Präsident’s Parks. Die Adresse lautet:

1450 Pennsylvania Avenue NW, Washington, DC 20004

Der Eintritt ist kostenlos! Mehr Informationen gibt es hier.

Den Namen White House erhielt der Regierungssitz im Übrigen 1901 von Theodore Roosevelt, und zwar ganz einfach aufgrund seines weißen Außenanstrichs. So einfach war das damals.

Heute verfügt das Weiße Haus über sechs Stockwerke, 132 Räume, 35 Badezimmer, einen Swimmingpool, Tennisplatz und Kinosaal. Bemerkenswerterweise wurde unter Präsident Nixon eine Bowlingbahn und unter Präsident Obama ein Basketballfeld eingebaut.

National Mall

Trotz der Tatsache, dass die National Mall touristisch gesehen das absolute Herz von Washington D.C. ist, ist diese Promenade erstaunlicherweise namentlich kaum bekannt. Sicherlich haben viele schon mal den berühmten Reflection Pool direkt vor dem Lincoln Memorial oder die Grünflächen vor dem Capitol gesehen, aber ich habe diese Parkanlage bewusst hier fast ganz nach vorne gesetzt, weil sie sich perfekt als Anhaltspunkts für die Besichtigung von Washington D.C. eignet.

Zunächst einmal kann man festhalten, dass die National Mall sich knapp 5 km erstreckt, und zwar vom Lincoln Memorial im Westen bis hin zum Capitol im Osten. Hier sollte man sich nicht verschätzen, auf der Karte sieht die Anlage kleiner aus, als sie es in Wirklichkeit ist.

An der National Mall befinden sich sehr viel der besten Sehenswürdigkeiten von Washington D.C.. Zum Beispiel:

  • Washington Monument
  • World War II Memorial
  • Lincoln Memorial
  • Martin Luther King Memorial
  • Korean Veterans War Memorial
  • Franklin D. Roosevelt Memorial
  • Thomas Jefferson Memorial
  • Smithsonian Museen
  • Capitol
  • Vietnam Veterans Memorial

Sprich, wenn man die National Mall einmal umrundet, kommt an vielen der Top-Spots vorbei. ABER, zeitlich ist das einem Tag nicht zu schaffen – hier also bitte keine falschen Planungen anstellen.


Die National Mall war außerdem schon mehrfach Schauplatz denkwürdiger Ereignisse oder Versammlungen:

  • Beispielsweise hielt Martin Luther King Jr 1963 hier seine berühmte „I have a dream“ Rede.
  • Oder ab 1969 gab es hier die mit einer halben Million Teilnehmer größte Demonstration gegen den Vietnam-Krieg.
  • Und zur Amtseinführung von Barack Obama fanden sich insgesamt 2 Millionen Menschen an und rum die National Mall ein.

Generell wird die National Mall selbst kaum als Sehenswürdigkeit aufgeführt, eben weil sie umgeben ist von den wichtigen Attraktionen in Washington D.C.. Zum leichteren Verständnis wollte ich dies hier aber kurz erklären.

Kapitol

Neben dem Weißen Haus ist sicherlich das Capitol das zweite Wahrzeichen von Washington D.C. Es befindet sich auf dem so genannten Capitol Hill und thront deshalb majestätisch über dem Zentrum der Stadt.


Hinter dem Gebäudekomplex des Capitols befindet sich noch der Supreme Court und die Library of Congress (dazu weiter unten mehr).

Direkt vor dem Capitol steht zudem eine beeindruckende Statue von Ulysses S. Grant, dem erfolgreichen Nordstaaten-General während des Bürgerkriegs und späteren US-Präsidenten.

United States Capitol

Den Grundstein für diesen mächtigen Kuppelbau hat – wie könnte es anders sein – George Washington selbst 1793 gelegt. Damit handelt es sich um eines der ältesten Gebäude der Stadt!

Heute ist es DAS Symbol der amerikanischen Demokratie, das politische Herz der Vereinigten Staaten und die Heimat des Kongresses, der aus dem Senat und dem Repräsentantenhaus besteht. Umso beunruhigender war es für mich die ganzen Räume wiederzukennen, die ich aus viele Reportagen, vom Sturm auf das Kapitol 2021, nahezu erschreckenderweise noch ganz deutlich vor Augen hatte.

Auf den Stufen des Kapitols (Richtung National Mall) gibt der neu gewählte Präsident außerdem seinen Amtseid ab! Ich möchte euch gerne den Tipp geben, BEVOR ihr das Capitol besucht, nochmal eine solche Inauguration auf YouTube anzusehen, denn es macht ein bisschen demütiger, wenn man dann genau dort steht, wo solch geschichtsträchtige Ereignisse stattfinden.

Bemerkenswert ist der Aufbau des Kapitols, denn es gibt soviel auf der Vorder- (Osten) als auch auf der Rückseite (Westen) einen Säulengang bzw. eine Säulenhalle! Zentral befindet sich Rotunde mit der spektakulären Kuppel, die über einen Durchmesser von 29 m und eine Höhe von 55 m verfügt. Zum Vergleich, ein anderes Wahrzeichen der USA, die Freiheitsstatue, ist ohne Sockel „nur“ 46 m hoch!

Ein künstlerisches Highlight ist das 433 qm große Fresko Apotheose von Washington in der Kuppel über der Rotunde. Hier wird George Washington gottähnlich ins Zentrum des Geschehens gerückt. Dieses großartige Kunstwerk wurde 1865 von dem italienischen Maler Constantino Brumidi angefertigt.

Was ich noch spannend fand, unter dem Deckenfresko wird die amerikanische Geschichte rund um die Kuppel herum durch Figuren und Szenen dargestellt – von Christoph Kolumbus bis hin zum Flug der Gebrüder Wright.

Auf der Rotunde steht die 6 m hohe Bronzestatue Statue of Freedom.

Unter der Rotunde befindet sich die Krypta, die für zeremonielle Anlässe, wie zum Beispiel die Aufbahrung einer verdienten Personen, genutzt wird.


Was mich persönlich fast ein bisschen überrascht hat, ist die Möglichkeit das Capitol von innen zu besichtigen. Es gibt nämlich geführte Touren durch die heiligen Hallen und ich war wirklich beeindruckt, wie spannend und informativ diese sind.

Hierbei empfehle ich dringend eine Reservierung, auch wenn es immer noch Karten an der Kasse gibt, aber der Andrang ist riesig! Um eine Tour buchen zu können, muss man sich auf der Seite des Kapitals registrieren – mehr dazu findet hier. Die Touren gehen sehr eng getaktet, deshalb sollte man unbedingt pünktlich sein bzw. klar vor Beginn der Führung vor Ort sein.

Bei den ca. einstündigen Führungen sieht man die Krypta, die Rotunde und die National Statuary Hall. Kein Teil der Tour sind die Senats- und Repräsentantenhaus-Galerien.

Library of Congress

Library bedeutet Bücherei und wer jetzt normalerweise direkt weiterspringt, sollte nochmal kurz abwarten. DENN, zum einen ist dieser Teil des Thomas Jefferson Building ausgesprochen eindrucksvoll und zum anderen handelt es sich um die größte Bibliothek der Welt.

Insgesamt gibt es mehr 170 Millionen Bücher, wobei eine Gutenberg-Bibel und die Lincoln-Bibel die mit herausragendsten Exponate sind.

Das Ganze mag jetzt insgesamt nicht sonderlich spannend klingen, aber das ist es!


Es gibt kostenlose geführte Touren durch die Bücherei, wobei man hier Tickets online reservieren muss. Mehr Informationen gibt es hier. 

WICHTIG! Die Bücherei hat sonntags geschlossen.

Washington Monument

Fast jede Großstadt hat dieses eine besondere Bauwerk mit einer fantastischen Aussicht. Chicago hat den Willis Tower, New York das Empire State Building (und viele andere Wolkenkratzer), Paris hat den Eiffelturm und Washington D.C. hat das Washington Monument. Durch die zentrale Lage ist das Panorama wirklich sagenhaft.

Der 169 m hohe Obelisk wurde von 1848 bis 1884 zu Ehren des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten George Washington gebaut. Er befindet sich zwischen Lincoln Memorial und dem Capitol fast mittig in der National Mall.

Um dieses imposante Wahrzeichen aus weißem Marmor, Granit und Sandstein herum bilden 50 USA-Flaggen (eine für jeden Bundesstaat) einen Kreis.

Vor allem auch die Bauweise macht das Washington Monument so außergewöhnlich, denn das tragende Element sind die 36.000 Steine. Tatsächlich gibt es wurde kein Stahl zur Fixierung verwendet.

Ich finde besonders in der Nacht entfaltet diese eindrucksvolle Steinsäule eine ganz eigene Magie. Dann wird sie nämlich angestrahlt und durch die exponierte Lage wirken die weißen Steine besonders hell.


Einen Besuch des Washington Monuments sollte man unbedingt bei seinem Aufenthalt in Washington D.C. einplanen. ABER, hier muss man wirklich darauf achten, dass man Tickets rechtzeitig reserviert – idealerweise weit im voraus.

Hierzu gibt es mehrere Optionen:

  1. 30 Tage im voraus online. Hier bezahlt man eine Service Charge von USD 1,–.
  2. Am Tag vorher ab 10 Uhr morgens online. Hier bezahlt man eine Service Charge von USD 1,–.
  3. Am gleichen Tag ab 8.45 Uhr am Schalter.   

Zur Erklärung: 

Das Washington Monument gehört zum National Park Service, weshalb die Tickets kostenlos sind! PLUS, es sind Ranger vor Ort, die bei Fragen oder Auskünften gerne helfen.

Alle 30 Minuten werden ca. 70 Leute hineingelassen. Sprich es gibt Slots zu jeder vollen und halben Stunde zwischen 9 Uhr und 17 Uhr.

Zu 1. und 2.

Tickets online gibt es auf dieser Seite hier.

Zu 3.

Der Schalter für die Tickets am gleichen Tag befindet sich direkt vor dem Monument. Dieser öffnet um  8.45 Uhr und natürlich bildet sich bereits vorher eine entsprechende Schlange. Diese war bei mir lang, aber machbar. Um 8.30 Uhr ging sie zwar bereits um das Schalterhäuschen herum, aber die Abwicklung erfolgt erstaunlich schnell (klar, die Tickets kosten ja nichts und dementsprechend gibt es auch keinen Zahlungsvorgang). Hierbei liegen physisch Tickets für jeden Zeitslot bereit und wenn für einen Slot keine Tickets mehr verfügbar sind, wird dies angezeigt. Pro Person können maximal sechs Tickets angefragt werden.

Weitere Informationen zu den Tickets findet ihr hier.


Der Fahrstuhl braucht ca. 70 Sekunden zur Aussichtsplattform, wobei er 2x deutlich langsamer wird, wodurch man die geschichteten Steine auf zwei Seiten sehr gut  bestaunen kann.

Der Ausblick von oben ist in alle Himmelsrichtungen herausragend. Gerade auch das Weiße Haus, welches man ja nicht aus der Nähe besichtigen kann, kann man von hier oben sehr gut erkennen. Ebenso das Lincoln Memorial und das Jefferson Memorial.

National World War II Memorial

Bei diesem 2004 eingeweihten Kriegsdenkmal handelt es sich um wirklich bemerkenswerte Gedenkstätte für die Opfer des zweiten Weltkrieges. Es befindet sich in der National Mall, direkt neben dem Washington Monument, auf der Seite Richtung Lincoln Memorial.

Das Zentrum bildet ein ovaler Springbrunnen, der von zwei Halbkreisen mit je 28 mächtigen Säulen, umrandet wird. Jeweils nach 14 dieser Säulen kommen mittig  mächtige Triumphbogen, die die Aufschriften „Atlantik“ und „Pazifik“ tragen und damit an die beiden Hauptkriegsorte erinnern sollen.

Darüber hinaus gehört zu dem Denkmal auch noch eine Mauer, die Freedom Wall, mit 4048 goldenen Sternen. Die Sterne haben einen tragischen Hintergrund, denn jeder Stern steht für 100 US-Amerikaner, die nicht überlebt haben oder (immer noch) vermisst werden.

Vietnam Veterans Memorial

Das Vietnam Veterans Memorial zu besuchen war für mich ein besonders bewegender Moment, denn ich habe dort sehr viele, trauernde und sichtlich bewegte Familien oder Gruppen gesehen, die unter den mehr als 58.000 Namen offensichtlich Angehörige, Freunde oder Familie entdeckt haben.

Hier werden nämlich auf zwei 75 m langen Mauern die Namen der Vermissten oder Verstorbenen aus dem Vietnam-Krieg aufgeführt. Die Auflistung erfolgt zuerst chronologisch nach dem Zeitpunkt des Unfalls/Todes und danach in alphabetischer Reihenfolge. Hier habe ich wirklich herzzerreißende Szenen erlebt.

Lincoln Memorial

Washington D.C. hat (ganz offensichtlich) viele Denkmäler, aber das bekannteste ist definitiv das Lincoln Memorial. Schon alleine der Standort ist aussagekräftig, denn es befindet sich auf einem Hügel am westlichen Ende der National Mall, direkt vor dem 619 m x 51 m großen Reflectig Pool. Von den oberen Stufen hat man einen wunderbaren Blick Richtung Osten bis hin zum Washington Monument oder auch sogar bis zum Kapitol.

Die Bauarbeiten zu diesem Denkmal begannen 1915, genau 60 Jahre nach dem Tod des damaligen US-Präsidenten. Die Fertigstellung erfolgte 1922.

Umringt wird dieses prächtige Bauwerk von 36 Säulen, die 36 Bundesstaaten zu Lincolns Amtszeit symbolisieren. Die 14 weiteren Bundesstaaten wurden nachträglich teils in das Dach gemeißelt, teils im Boden durch Schilder dargestellt.


Abraham Lincoln war von 1861 bis 1865 der 16te Präsident der USA, wobei er 1860 erstmal gewählt und 1864 für eine zweite Amtszeit bestätigt wurde. Seine Wahl zum Präsidenten war allerdings der Auslöser für den Bürgerkrieg, da Abraham Lincoln ein bekennender Sklaverei-Gegner war. Daraufhin lösten sich elf Staaten und bildeten die Konföderierten Staaten. Während des folgenden Bürgerkriegs 1861 bis 1865 blieb Lincoln Präsident der Nordstaaten, welchen er gewann, danach erfolgreich die Wiedereingliederung der Südstaaten gestaltete und parallel die Sklaverei abschaffte. 1865 wurde er in Washington D.C. im Ford Theatre Opfer eines Attentats.


In der Haupthalle des Monuments sitzt ein fast 6 m hoher Abraham Lincoln aus weißem Marmor, der fokussiert in Richtung Reflecting Pool blickt. Ich musste hier zugegebenermaßen ein wenig innehalten, weil die Statue wirklich Ehrfurcht einflößend ist.

In der linken Seitenhalle findet man seine berühmte Rede von Gettysburg in die Mauer gemeißelt. Bei Gettysburg fand nämlich die größte und mutmaßlich entscheidende Schlacht des Bürgerkriegs statt, wobei Lincoln nach Ende dieses Gefechst zur Einweihung des Soldatenfriedhofs eine der wichtigsten Reden seiner Amtszeit hielt. Sie gilt heute als rhetorisches Meisterwerk, auch wenn sie nur zweieinhalb Minuten dauerte.

Wenn man vor den Stufen auf der linken Seite den kleinen Eingang benutzt (dort ist außerdem ein WC), gelangt man in ein übersichtliches Museum zu dem Lincoln Memorial. Von dort kann man mit einem Aufzug nach oben, direkt in die Haupthalle, fahren.

Wie bereits weiter oben bei der National Mall erwähnt, war dieses Denkmal Schauplatz einer der berühmtesten Reden der amerikanischen Geschichte. Und zwar hielt Martin Luther King Jr. 1863 hier vor tausenden Menschen seine bewegende „I have a dream“-Rede. Diese vier Wörter findet man auch am oberen Ende der Treppe in den Boden eingestanzt.


Fototipp: Morgens scheint die Sonne perfekt auf die Frontseite des Memorials, so dass man hier bei warmem Licht vielleicht sogar die Statue – auch aus größerer Entfernung – erkennen kann.

Martin Luther King Memorial

Fast direkt neben dem Lincoln Memorial befindet sich – sehr passend – ein weiteres, eindrucksvolles Denkmal, und zwar das Martin Luther King Jr Memorial. Zwischen diesen beiden besonderen Locations liegt noch das Korean War Veterans Memorial, wobei man sich dabei weg vom Reflecting Pool hin zum künstlich angelegten See Tidal Basin bewegt.

Auch hier war ich wirklich ergriffen von der Szenerie, denn die 2011 fertig gestellte Anlage, zu Ehren des Bürgerrechtlers und Friedensnobelpreisträgers, ist – wie ich finde – ausgesprochen gelungen gestaltet.

Den Eingang bildet – in Anlehnung an seine „I have a dream“-Rede – der Berg der Verzweiflung, der durch zwei gigantische Marmorblöcke, in die ein glatter Durchgang geschlagen wurde, dargestellt wird.

Direkt danach gelangt man zum Herz des Memorials, und zwar zu dem fast zehn Meter hohen Stein der Hoffnung. Hier wurde aus einem kantigen Block eine in Richtung Tidal Basin blickende, beeindruckende Martin Luther King Jr-Statue gemeißelt, wobei man an der rechte Seite auch sein berühmtes Zitat wiederfindet: „Aus dem Berg der Verzweiflung ein Stein der Hoffnung.“

Umgeben wird das gesamte Areal von der fast 70 m langen, halbkreisförmigen Wand der Zitate, auf der 14 berühmte Zitate von Martin Luther King Jr nachzulesen sind.


Fototipp: Entlang des Weges am Tidal Basin wurden 182 Yoshino-Kirschbäume gepflanzt, die jedes Jahr (grob) im März / April für zwei Wochen blühen! Hier ergeben sich sensationelle Fotomotive.

Franklin D. Roosevelt Memorial

Weiter entlang des Tidal Basins kommt man zu einem Denkmal, das ganz bescheiden und unaufgeregt daher kommt. Es fällt nämlich definitiv nicht durch gigantische Größe, sondern eher durch ein vielschichtiges Design auf.

Die Rede ist vom Franklin D. Roosevelt Memorial, das viel mehr ein außergewöhnlich angelegter Park mit unterschiedlichen Themen, als ein wuchtiges Monument, ist.

An der Stelle möchte ich kurz ein paar Infos zu FDR, wie er abgekürzt genannt wurde, wobei das D für Delano steht, einschieben, denn nur so kann das Denkmal angemessen erklären. Franklin D. Roosevelt war von 1932 bis 1945 der 32te Präsident der USA und damit der einzige (!) Präsident der USA, der mehr als zwei Wahlperioden im Amt war. Seine Präsidentschaft war zunächst von innenpolitischen Reformen (Einführung von Sozialversicherung und Mindestlohn) geprägt, bis er schließlich 1941, nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbour, mit den USA in den 2ten Weltkrieg eingriff.

FDR erkrankte mit 39 Jahren (mutmaßlich) an Kinderlähmung und war danach ab der Hüfte weitestgehend gelähmt.

Nun zurück zum Memorial, welches nämlich aus vier Räumen besteht, die jeweils für seine vier Amtszeiten stehen. Hierbei werden zum Beispiel die Wasserfälle von „Raum zu Raum“ aufwendiger und komplexer, was symbolisch für immer schwieriger und komplexer werdende Amtszeiten steht.


Teil des Memorials sind außerdem weitere Skulpturen, wie zum Beispiel seiner Frau Eleanor Roosevelt, die zu Zeiten des 2ten Weltkriegs sehr aktiv in der UNO war.


Mein Tipp: Speziell abends ist die Stimmung an dem Memorial, durch die vielen (direkten und indirekten) Lichtspiele, einzigartig.

Jefferson Memorial

Und schließlich zum letzten Memorial am Tidal Basin, welches zugleich eines der stilvollsten und beeindruckendsten ist. Das dem römischen Pantheon nachempfundene Jefferson Memorial ist dem dritten US-Präsident und Verfasser der Unabhängigkeitserklärung gewidmet.

Für mich hat hat das Denkmal eine gewisse Ruhe ausgestrahlt, die ich so nicht erwartet hätte. Zum einen weil ich bewusst abends hier war, aber es war generell deutlich weniger los und es herrschte generell eine angenehme, wirkungsvolle Atmosphäre. Einige Besucher saßen am Rand und bewunderten still das Monument. Andere waren in die Zitate aus verschiedenen Reden und Schriften von Thomas Jefferson vertieft. 

Das Memorial selbst ist gewaltig. Die Bauarbeiten zu dem Denkmal begannen 1939, es wurde 1943 eröffnet und die Statue von Thomas Jefferson ist ungefähr 6,5 m hoch. Der weiße Marmor des Monuments strahlt vor allem abends besonders hell.


Auf der Südwestwand, sprich der linken Seite der Jefferson-Statue, findet man seine bedeutsamen Worte aus der Unabhängigkeitserklärung: „Wir halten diese Wahrheiten für selbstverständlich: dass alle Menschen geschaffen sind gleich, dass sie von ihrem Schöpfer mit bestimmten unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind, darunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glück.“

In dem Kontext wirkt es wie ein schwerer Schatten, dass Thomas Jefferson als Südstaaten-Grundbesitzer (leider auch) ein Sklavenhalter war. Das „auch“ bezieht sich darauf, dass er nicht der einzige der Gründerväter war, der Sklaven hielt. In diese Liste reihen sich (bedauerlicherweise) auch Benjamin Franklin und George Washington ein, wobei sich bei allen die generelle Haltung dazu deutlich veränderte, will sagen verbesserte.


Fun Fact: Bei einem Trip nach Frankreich verliebte sich Thomas Jefferson in die französische Küche und bat um die Rezepte für seinen amerikanischen Koch. Danach ließ er bereits 1802 Pommes Frites im Weißen Haus servieren! 

Smithsonian Institution

Ein riesiger Pluspunkt in Washington D.C. sind die vielen klangvollen Museen, die sich recht praktisch rund um die National Mall gruppieren.

Aber das Beste ist: Der Eintritt zu den Museen ist kostenlos!

Warum?

Es handelt sich um einen Komplex der Smithsonian Institution, zu der insgesamt 19 Museen, Galerien und sogar der Zoo gehören.

Was hat es damit auf sich? 

Der Engländer James Smithson hinterließ 1829 nach sein Tod sein ganzes Vermögen „den USA“. Klingt komisch, war aber so. Noch kurioser wird es, wenn man weiß, dass Mr. Smithson nie einen Fuß in die USA gesetzt hat! Warum er so gehandelt hat, weiß man bis heute nicht wirklich, außer dass er „der Menschheit in Erinnerung bleiben“ wollte. Was man dagegen sicher weiß ist, dass er ein sehr interessierter und studierter Mensch war. Daher wurde auch die Smithsonian Institution gegründet, um eine bedeutende Bildungseinrichtung zu schaffen. Heute ist sie der größte Forschungs- und Museumskomplex der Welt. Über 150 Millionen Exponate gibt es hier zu bestaunen!


Einige Museen bzw. Gebäude wären:

  • Smithsonian Castle (offiziell Smithsonian Institution Building) – Hier befindet sich das Visitor Center und ist damit der perfekte Ausgangspunkt für den Besuch der verschiedenen Einrichtungen.
  • National Museum of American History – Dieses Museum bildet einen breiten und unterhaltsamen Streifzug durch die amerikanische Geschichte. Vom 200 Jahre alten „Star-Spangled Banner“, der die Inspiration für die Nationalhymne darstellte, über den Zylinder, den Abraham Lincoln trug, als er ermordet wurde, bis hin zu einer Rettungsweste der Titanic oder einem Abendkleid von Michelle Obama ist alles dabei.
  • National Air & Space Museum – Hier dreht sich alles „ums Fliegen“ und die Ausstellungsstücke haben es in sich:
    – Das erste Flugzeug der Gebrüder Wright,
    – die Spirit of St Louis mit der Charles Lindbergh 1927 erfolgreich den Atlantik überquerte,
    – der Astronautenanzug von Neil Armstrong und
    – eine Probe Mondgestein
  • National Museum of Natural History – Ein weiteres, echtes Highlight ist dieses Naturkundemuseum, in welchem man einen T-Rex, ein 4 m hohes Elefantenmodell und den 45,5 Karat schweren, weltbekannten Hope-Diamanten bewundern kann.
  • National Gallery of Art – Hier gibt es eine umfangreiche Sammlung an Gemälden und Skulpturen weltbekannter Künstler, wie zum Beispiel von Dürer, Rubens, Vermeer, Rembrandt, van Gogh und Monet.
    PLUS: das einzige Bild von Leonardo da Vinci in den USA!

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Museen, so dass ganz sicher für jeden Geschmack etwas dabei ist!

International Spy Museum

Ein Museum der ganz anderen Art ist das International Spy Museum. Ich selbst habe es nicht besucht, aber ein Tourguide hat es mir so dringend empfohlen, dass ich es hier unbedingt erwähnen wollte.

Anscheinend ist die Mischung aus Ausstellungstücken und Interaktionen so spannend und unterhaltsam, dass sich der Besuch lohnt.

Natürlich fällt sofort das James Bond-Auto Aston Martin DB 5 ins Auge, aber dabei bleibt es wohl nicht, denn auch zB die Jason Bourne-Reihe kommt zur Geltung.

Darüber hinaus gibt es berühmte Filmausschnitte, Spionage-Souvenirs, Erfahrungsberichte echter Spione und Spionageutensilien (wie zB für Überwachungen, Verkleidungen oder Artikel a la  James Bonds Waffenmeister Q kommen könnten).

Arlington Cemetary

Der vermutliche berühmteste und zugleich zweitgrößte Friedhof der USA befindet sich hier nahe von Washington D.C. – jedes Jahr besuchen mehr als drei Millionen Menschen den Arlington Cemetery. Der größte Militärfriedhof in den USA dient seit dem Sezessionskrieg 1864 für mehr als 400.000 Kriegsveteranen als letzte Ruhestätte.

Warum sollte man aber einen Friedhof besichtigen? 

Auf dem Arlington Cemetery befinden sich mehrere Grabstätten historisch bedeutsamer Persönlichkeiten, wie zum Beispiel die des 35ten Präsidenten der USA John F. Kennedy. An seinem Grab leuchtet die Ewige Flamme, die auf Wunsch der Witwe Jaqueline Kennedy spontan installiert wurde. Für den ermordeten Präsidenten gab es eines von drei Staatsbegräbnissen hier in Arlington. Direkt bei John F. Kennedy liegen auch seine Frau, sein Brüder Bobby und Ted Kennedy und zwei seiner Kinder.

Ein weiterer besonderer und sehenswerter Ort ist das Grab des unbekannten Soldaten. Hierbei werden nicht identifizierte Soldaten, die im Ersten, Zweiten Weltkrieg, Korea oder Vietnam gefallen sind, geehrt. Bei dem Grab selbst handelt es sich um einen massiven, weißen Sarkophag, der ständig bewacht wird. Das Ritual der Wachablösung findet von Oktober bis März stündlich und von April bis September halbstündlich statt.

Direkt neben dieser Grabstätte befindet sich das Arlington Memorial Amphitheater, welches vor allem für bestimmte Gedenkzeremonien, zB am Veterans oder Memorial Day, verwendet wird.

Insgesamt ist der Besuch wirklich etwas Besonderes. Die ganze Anlage ist extrem beeindruckend und besonders still gestaltet. Dazu habe ich es als außergewöhnlichen Moment empfunden an der Grabstelle von John F. Kennedy zu stehen. Dieser Ort strahlt definitiv etwas Einzigartiges aus.


Genau genommen befindet sich der Arlington Cemetery übrigens NICHT in Washington D.C., sondern im Bundesstaat Virginia. Auch wenn die Anlage gefühlt direkt hinter dem Lincoln Memorial auf der anderen Seite des Flusses Potomac liegt, ist es tatsächlich schon der Bundesstaat Virginia.

Im Südosten grenzt der Friedhof übrigens an das Pentagon.


Innerhalb des Friedhofs kann man entweder zu Fuß gehen, allerdings ist das gesamte Areal extrem weitläufig. Deshalb gehen auch alle 15 Minuten Shuttle innerhalb des Geländes. Am Eingang erhält man sehr gute und detaillierte Karten der gesamten Anlage, so dass man sich ausgesprochen gut zurecht findet.


Anreise

Am einfachsten gelangt man zum Arlington National Cemetery mit der Metro (Blue Line). Die Haltestelle hießt Arlington Cemetery.

Alternativ gehen auch Metrobus-Linien.

Solltet ihr mit den Hop on/Hop off Bussen von Old Town Trolley Tours unterwegs sein, diese gehen ab dem Lincoln Memorial alle 20 Minuten Richtung Arlington Cemetery.

Union Station

Die Union Station ist viel mehr als nur Bahnhof – es handelt sich eher um ein architektonisches Highlight mit zahlreichen Geschäften und Restaurants, das jedes Jahr mal als 40 Millionen Besucher verzeichnen kann!

Wenn man schon beim Kapitol ist, sollte man den kurzen Abstecher in den Norden über den Lower Senate Park machen und sich vor allem die prunkvolle Haupthalle ansehen.

Pennsylvania Avenue

Ich persönlich mag es ja sehr, wenn Straßen touristische Attraktionen sind, denn das bedeutet, dass es viel Abwechslung gibt!

In diesem Fall handelt es sich mit der Pennsylvania Avenue nicht nur um eine der bekanntesten Straßen der Stadt, sondern der gesamten USA.

Oftmals hört man von dieser Prachtstraße im Zusammenhang mit dem Weißen Haus, denn dessen offizielle Adresse lautet 1600 Pennsylvania Avenue. Damit aber nicht genug, denn von hier aus, stellt sie ist außerdem die direkte Verbindung zum Kapitol dar.

Und auf diesem Zwischenstück befinden sich eine ganze Reihe von interessanten Gebäuden, Bauwerken und Plätzen.

Als da wären:

  • National Gallery of Art (siehe oben unter Smithsonian Institution)
  • Kanadische Botschaft – ein sehr seltsam gebautes Haus
  • National Archives Building – hier kann man die Unabhängigkeitserklärung, US-Verfassung und Bill of Rights bestaunen
  • J. Edgar Hoover Building – Sitz des FBI
  • United States Navy Memorial – ein beeindruckendes Denkmal
  • Robert F. Kennedy Building – das Justizministerium
  • Freedom Plaza – ein belebter, schöner Platz

Insgesamt ist die Pennsylvania Avenue elf Kilometer lang, aber speziell der Bereich zwischen Weißem Haus und Kapitol ist sehr sehenswert.

Seit 1966 ist die Pennsylvania Avenue außerdem ein National Historic Site.

Georgetown

Im Westen der Stadt befindet sich eines der spannendsten und unterhaltsamsten Viertel von Washington D.C.. Eines das sogar älter als Washington D.C. selbst ist! Klingt erstmal seltsam, aber tatsächlich wurde der Stadtteil Georgetown 40 Jahre vor Washington D.C. selbst gegründet, und zwar 1751. Erst 1871 wurde dieser Bereich in den neu geschaffenen District of Columbia integriert.

Auf der linken Seite wird Georgetown durch den großen Potomac-Fluss und auf der rechten Seite vom kleineren, unbekannteren Rock Creek begrenzt. Auch das macht Georgetown aus, denn gerade der Washington Harbour ist Flaniermeile und Anlegestelle für die vielen Boote, wodurch eine herrliche Atmosphäre entsteht.

Außerdem ist Georgetown ein Shopping-Paradies. Speziell die beiden Einkaufsstraßen Wisconsin Avenue und M-Street sind ausgesprochen lebhaft und haben unheimlich viel zu bieten. Hier gibt es zahlreiche Restaurants, Bars, Cafés und Geschäfte. Speziell abends herrscht hier immer eine angenehme Stimmung.

Eigentlich ist Georgetown aber bekannt für die gepflegten Straßen, markanten Wohnhäuser und die historische Architektur. Bei einem Besuch sollte man unbedingt mal abseits der beiden Hauptstraßen durch die sehr stimmungsvolle Gegend spazieren.

Ganz in der Nähe der Kreuzung von M-Street und Wisconsin Avenue befindet sich mit dem Old Stone House das älteste Haus der amerikanischen Hauptstadt.

Apropos altes Gebäude: Georgetown könnte man auch mit der gleichnamigen Universität verbinden, die als eine renommiertesten des ganzen Landes gilt.

Sportstätten

Natürlich ist die Hauptstadt eine große Sportstadt!

Wer das erste Mal in den USA ist, hat hier die Möglichkeit die TOP 4 der amerikanischen Sportarten, also Football, Basketball, Baseball und Eishockey (in den USA nur Hockey genannt!), zu besuchen. Einzig, man muss beachten, dass jede Sportart ihre Jahreszeit hat:

Football (NFL): September bis ca. Januar / Februar

Basketball (NBA): Oktober / November bis ca. April / Mai

Baseball (MLB): April bis ca. Oktober

Eishockey (NHL): Oktober / November bis ca. April / Mai

Warum diese vagen Angaben? Nun, es hängt davon ob, ob es das jeweilige Team in die Playoffs (sprich so etwas wie eine Meisterschafts-KO-Runde) schafft. In dem Fall dauert die Saison dann entsprechend länger.

WICHTIG! Tickets für amerikanische Sportevents sind teuer! Ohne Wenn und Aber. Wer mit deutschen Preisen, wie zum Beispiel für ein Fußballspiel, rechnet, wird schnell vom Stuhl rutschen, wenn er sieht, was dort aufgerufen wird. Hier greift man preislich schnell in ein ganz anderes Regal. USD 200 pro Ticket sind hier keine Seltenheit – darauf sollte man sich einstellen.

Northwest Stadium (Football – Washington Commanders)

Das größte Stadion in Washington D.C. ist das Northwest Stadium (früher FedEx Field), in welchem die Spiele der Washington Commander ausgetragen werden. Mittlerweile hat es „nur noch“ eine Kapazität von 58.000 Zuschauern, bis 2010 waren es aber sogar bis zu 92.000! Damit war es zwischenzeitlich die zweitgrößte Sportstätte in den USA.

Die Metro-Station für das Stadion lautet Morgan Boulevard (Blue Line oder Silver Line). Von dort läuft man nochmal ca. 20 Minuten.

Wie oben bereits erwähnt beginnt die NFL-Saison Mitte September und geht (mindestens) bis Anfang Januar. Gespielt wird in der NFL donnerstags (ein Spiel), sonntags (die meisten Spiele) und am montags (ein Spiel). Donnerstag und Montag jeweils am Abend, am Sonntag gibt es verschiedene Startzeiten. Wenn ihr einen Aufenthalt in Washington D.C. plant, würde ich parallel auch schon mal nach Tickets für ein Football-Spiel schauen. Diese sind nämlich oftmals ausverkauft und dann auch dementsprechend teuer. Auch hier bitte keine falschen Erwartungen haben, NFL-Spiele sind generell kein günstiges Vergnügen. Mit zwischen USD 150 und 300 pro Ticket sollte man schon rechnen. ABER, ein NFL-Spiel ist ein Ganztages-Event, denn das Spiel alleine dauert schon ungefähr 4 Stunden.

Tickets gibt es auf der offiziellen Seite der Washington Commanders oder bei Ticketmaster.

Nationals Park (Baseball – Washington Nationals)

Baseball gehört zu den USA wie Hotdogs und Hollywood. Dementsprechend ist es wirklich eine lustige Sache mal ein Baseball-Spiel live zu erleben, auch wenn der Unterhaltungsfaktor generell durchaus höher sein könnte.

Die Washington Nationals spielen im National Park, der erfreulicherweise halbwegs zentrumsnah ist. Zu Fuß läuft man vom Capitol ungefähr 20 Minuten (Metro Station Capital South), aber die Metro-Station Navy Yard (Green Line) befindet sich nur einen Block vom Stadion entfernt.

Bei Tickets würde ich empfehlen zu versuchen so nah wie möglich am Feld zu sitzen. Tickets für Baseball-Spiele sind nicht ganz so teuer, wie bei anderen Sportarten, weshalb es vielleicht etwas leichter fällt, etwas mehr Geld auszugeben. Und wenn man schon so weit unten sitzt, dann idealerweise hinter der 1ten Base, denn hier passiert ganz klar am meisten! Ich fände zB Plätze in den Sektoren 128 und 129 sehr gut.

Capitol One Arena (Basketball – Washington Wizards & Eishockey – Washington Capitals)

Ebenfalls recht zentral gelegen ist die Capital One Arena, Heimspielstätte der Washington Wizards und Washington Capitals. Von der National Gallery of Art (Pennsylvania Avenue) sind es beispielsweise nur knapp 10 Minuten zu Fuß.

Die nächstgelegene Metro-Station heißt Gallery Place / Chinatown und ist mit den Red, Green und Yellow Lines zu erreichen.

Da Basketball und Eishockey einen recht ähnlichen Spielkalender (siehe oben) haben, hat man also sehr gute Chancen, während eines Aufenthalts in Washington D.C. eine der beiden Sportarten zu erwischen.

Tickets für die Washington Wizards und die Washington Capitals gibt es jeweils auf Ticketmaster.

Meine besten Spot-Tipps in Washington D.C. auf einer Karte

Auf dieser Karte sind Sehenswürdigkeiten, Filmlocations, Sportlocations, Restaurants, Hotels und Ausflugsziele markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.

Meine Hotel-Tipps für Washington D.C.

Die Frage nach einem passenden Hotel ist genauso beliebt wie schwer zu beantworten. Hierbei stellen sich für mich meistens folgende Fragen:

  • Wo liegt das Hotel, sprich ist die Umgebung interessant?
  • Ist es preislich fair?
  • Was erwarte ich von meinem Hotel?

Gehen wir es mal der Reihe nach durch:

  • Wo?
    Hier hat man alle Möglichkeiten, denn Washington D.C. ist ein Hotel mit sehr vielen Hotels, nicht nur für die vielen Touristen, sondern auch die vielen politischen und geschäftlichen Besucher. Selten hatte ich so sehr das Gefühl, dass ganze Blöcke nur aus Hotels bestehen.
    Ich habe für mich so gesucht, dass ich fußläufig in der Nähe der National Mall bin. Fußläufig bedeutet innerhalb von 20-30 Minuten. Mich stört es nicht morgens ein bisschen zu laufen, denn meistens kann man so immer einen Stopp bei einem Coffeeshop einlegen.
    Als beste Option hat sich für mich hier der Bereich rund um Downtown, zwischen Dupont und Logan Circle ergeben. Hier gibt es die beste Auswahl und auch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Was kostet es?
    Stadthotels im Zentrum sind nie richtig günstig, wenn man beim Anspruch nicht ins unterste Regal greift. In den USA ist es ja auch meist so, dass Doppel- und Einzelzimmer gleich viel kosten, das sollte man ebenfalls berücksichtigen. Ich habe hier für mich grob USD 200- 250 pro Nacht angesetzt, wollte aber auch gerne ein schönes Hotel haben.
  • Was erwarte ich von meinem Hotel?
    Und damit sind wir bei einem wichtigen Aspekt. Denn natürlich sind die Ansprüche unterschiedlich. Ich war jetzt dreimal in Washington, zweimal davon in nicht so besonders tollen Hotels, weshalb ich beim letzten Mal in ein schönes Hotel wollte. Und mit schön meine ich geräumige, ansprechende und moderne Zimmer. PLUS eben eine gute Lage.

Am Ende des Tages bin ich in folgendem Hotel gelandet:

Viceroy Washington DC

Die Lage war für mich wunderbar, weil es zahlreiche Frühstücksgelegenheiten UND einen Whole Foods-Supermarkt (liebe ich!) in der näheren Umgebung gibt. Zum Weißen Haus läuft man ca. 20 Minuten und die Gegend generell war auch wunderbar.

Das Zimmer war mit das beste, das ich auf der gesamten Reise die Ostküste entlang hatte. Es war riesig groß, das Bad war fantastisch (und groß), das Bett war gemütlich und ich habe mich von der ersten Sekunde an Wohl gefühlt.

Der Service war zudem exzellent, in der Lobby gab es Wasser und Früchte und es gibt sogar einen wirklich sehr stilvollen Rooftop-Pool. Es hätte tatsächlich kaum besser sein können.

Einen Abend habe ich mir Essen liefern lassen (grausiges Wetter), was wunderbar funktioniert hat.

Online ist es auch hervorragend bewertet. Bei booking.com wird oftmals kritisiert, dass es kein Frühstück im Hotel gibt, nun, das weiß ich vorher und ist für mich auch kein Problem. Ich liebe es im Urlaub frühstücken zu gehen, weshalb das für mich kein Problem war.

Meine Restaurant-Empfehlungen in Washington D.C.

Restaurants gehören zu München wie das Blau zum Wasser. Die kulinarischen Highlights sind ein wichtiger Teil eines Münchenbesuchs, weshalb man einige Restaurants ruhig aktiv in seinen Zeitplan mit einbauen sollte. Ein Biergartenbesuch ist im Sommer zum Beispiel quasi Pflicht!

Ich habe hier ein paar Empfehlungen zusammengestellt, auch abseits des Mainstreams, die ich einfach klasse finde. Man merkt ja schnell, ob man ein Restaurant auch ein zweites oder drittes Mal gerne besucht und genau auf diese Vorschläge hier trifft das zu 100% zu. PLUS das Hofbräuhaus, das einfach zu München dazu gehört…

Slipstream

Was? Frühstück

Direkt ums Eck vom Hotel Viceroy Washington D.C. befindet sich dieser kleine, aber sehr feine Coffee-Shop, der ausgezeichnetes Frühstück und fantastischen Kaffee zu bieten hat.

Das Avocado-Toast und der Lachs-Toast waren beide ausgezeichnet.

1333 14th St NW, Washington, DC 

Lincoln Waffle Shop

Was? Frühstück

Sicherlich hat jeder schon mal in einem Film diese besonderen Frühstücksrestaurants für Cops gesehen. Genau so eines ist der Lincoln Waffel Shop – nämlich ein echter Polizei-Frühstücks-Spot!

Das Essen war grundsolide, schnell und lecker. Rührei, Bacon, Waffeln, French Toast und Ahornsirup. Ein klassisches amerikanisches Frühstück.

Mir hat aber das Flair echt gut gefallen, weshalb dieses unscheinbare Restaurant für mich ein klasse Tipp ist.

504 10th St NW, Washington, DC 

Pizzeria Paradiso

Was? Mittags & Abends

Der Name ist Programm. Eine gute Pizza ist immer eine feine Sache. Hier gibt es leckere Pizza aus dem Holzofen – ohne Wenn und Aber.

2003 P St NW, Washington, DC

Le Diplomate

Was? Frühstück, Mittags & Abends

Einer der besten Burger, den ich in den USA je hatte. Die Küche hat – wie der Name es schon vermuten lässt – einen französischen Touch, aber Zb auch das Steak war irre gut zubereitet. Etwas quirlig, aber der klasse Service und leckere Essen gleich das vollkommen aus.

1601 14th St NW, Washington, DC 

Fototipps, die ich euch gerne mitgeben möchte

  1. Lincoln Memorial
    Morgens scheint die Sonne perfekt auf die Frontseite des Memorials, so dass man hier bei warmem Licht vielleicht sogar die Statue – auch aus größerer Entfernung – erkennen kann.
  2. Martin Luther King Jr Memorial
    Entlang des Weges des Tidal Basin wurden 182 Yoshino-Kirschbäume gepflanzt, die jedes Jahr grob im März / April für zwei Wochen blühen. Hier ergeben sich sensationelle Fotomotive.

Filmtourismus – wo kann ich Drehorte berühmter Filme finden?

Washington D.C. ist der Schauplatz vieler Filme und Serien, was keine ganz große Überraschung sein dürfte. ABER, meistens sind es die bekannten Touristen-Spots, weshalb es gar nicht so einfach ist, DIESE besonderen, ikonischen Spots herauszufiltern (wie zB das Haus von Carrie Bradshaw aus Sex and the City in New York).

Hier sind dennoch meine Top-Spots aus bekannten Filmen:

Forrest Gump

Die National Mall ist selbstverständlich in unzähligen Filmen zu sehen und einer davon ist Forrest Gump. Die wunderbare Geschichte mit Tom Hanks in der Hauptrolle ist bereits jetzt ein Klassiker.

Eine der bekanntesten Szenen ist, als als Jenny und Forrest sich gegenseitig ihre Namen zurufen, während sie im Reflecting Pool aufeinander zu laufen. Kurz davor hält Forrest seine (größtenteils stille, aber denkwürdige) Rede übrigens auf den Stufen des Lincoln Memorials.

Nachts im Museum 2

In der Fortsetzung des Kassenerfolgs mit Ben Stiller, der einen Nachtwächter in einem Museum spielt, erwacht die Smithsonian Institution auf magische Weise zum Leben. Das Air and Space Museum, die National Gallery of Art und einige andere Smithsonian-Museen dienen hierbei als großartige Filmlocation.

Hannibal

Auch hier sprechen wir von einer Fortsetzung, denn Hannibal ist ja der Nachfolger des Sensationshits Das Schweigen der Lämmer mit Anthony Hopkins.

Ein Großteil des Films spielt in Florenz, aber eine wichtige Sequenz trägt sich in Washington zu, genauer gesagt am zentralen Verkehrsknotenpunkt der Hauptstadt: der Union Station. Im Film sieht Haupthalle des Bahnhofs eher wie eine Mall als wie ein Bahnhof aus, aber die Location ist trotzdem unverkennbar – auch wenn es das im Film gezeigte Karussell leider nicht gibt. Trotzdem handelt es sich um eine wichtige und prägnante Szene, wenn Clarice Sterling versucht Hannibal, während sie mit ihm telefoniert, zu erwischen.

Die Firma

Die hervorragende Verfilmung des Buches von John Grisham mit Tom Cruise „kommt“ auch für eine entscheidende Szene nach Washington D.C..

Zuerst nimmt Mitch (Tom Cruise) an einem Seminar im W Washington DC Hotel teil (direkt neben dem Weißen Haus) und trifft sich später heimlich am Reflecting Pool mit dem FBI.

Das W Washington DC Hotel war im Übrigen auch in den Filmen No Way Out mit Kevin Costner, Contact mit Jodie Foster und Der Pate Teil II zu sehen.

Das Vermächtnis der Tempelritter

Der Überraschungsfilm mit Nicolas Cage quer durch die amerikanische Geschichte führt ihn auf (s)einer ganz eigenen Schnitzeljagd auch nach Washington D.C.. Eine der Schlüsselszenen wurde in den National Archives gedreht, wo die Unabhängigkeitserklärung aufbewahrt wird.

Später besprechen sich Nicolas Cage und sein Freund / Assistent Justin Bartha (kennt man aus Hangover) auf den Stufen des Lincoln Memorials, direkt vor dem Reflecting Pool.

Die Hochzeitscrasher 

Die Sensationskomödie mit Vince Vaughn und Owen Wilson in den Hauptrollen handelt von zwei Scheidungsanwälten aus Washington D.C., die sich auf Hochzeiten einschleichen, um dort „bei Frauen zu landen“. Eine der Szenen spielt am – dreimal dürft ihr raten – Lincoln Memorial.

Fun Facts zu Washington D.C.

  • Bevor George Washington die neue Hauptstadt planen und bauen (lassen) konnte, war das leicht nördlich gelegene Philadelphia für 10 Jahre (1790-1800) die Hauptstadt der USA.
  • Das Weiße Haus verfügt heute über sechs Stockwerke, 132 Räume, 35 Badezimmer, einen Swimmingpool, Tennisplatz und Kinosaal. Bemerkenswerterweise wurde unter Präsident Nixon eine Bowlingbahn und unter Präsident Obama ein Basketballfeld eingebaut.
  • Auf der Rückseite des amerikanischen 20-Dollar-Scheins ist das Weiße Haus abgebildet.
  • Das Washington Monument war von der Fertigstellung 1884 (Eröffnung 1888) bis zur Eröffnung des Eiffelturms 1889 das höchste Bauwerk der Erde. Der Vorgänger war der Kölner Dom! ABER, es ist weiterhin bis heute das höchste Bauwerk, dessen tragende Elemente aus Stein bestehen.
  • George Washington ist nicht Washington D.C. begraben, auch wenn es dazu Pläne gab bzw. man dies vermuten könnte. So war wohl mal angedacht, dass er im Kapitol in der Krypta beerdigt werden könnte. ABER tatsächlich ist er auf seinem Landsitz Mount Vernon begraben. Im Washington Monument findet man allerdings eine sehr „lebensechte“ Statue.
  • Abraham Lincoln war der erste republikanische Präsident der USA.
  • Franklin D. Roosevelt war von 1932 bis 1945 der 32te Präsident der USA und damit der einzige Präsident der USA, der mehr als zwei Wahlperioden im Amt war.
  • Wie fast alle amerikanische Städte hat auch Washington D.C. ein „Schachbrett-Straßensystem“, sprich viele geradlinig verlaufende Straßen (hoch und quer). Hin und wieder gibt es Diagonalstraßen und diese sind hier fast ausschließlich nach Bundesstaaten der USA benannt. Die bekannteste wäre die Pennsylvania Avenue.
  • Das Hauptgebäude des FBI wurde nach dem ersten Leiter benannt, und zwar J. Edgar Hoover Building, allerdings hat dieser nie dort gearbeitet! Er sagte sogar „das ist das hässlichste Gebäude, das ich je gesehen habe“. Zwei Tage nach seinem Tod wurde es dann dennoch nach ihm benannt. 
  • 1881 gab es in der National Gallery of Art (damals war es noch der Bahnhof Baltimore and Potomac Station) ein Attentat auf den 20ten Präsident der USA James A. Garfield, der wenig später verstarb, wodurch er die bislang kürzeste Amtszeit aller Präsidenten hatte.
  • Eine ganz spannende Sache finde ich, woher die Worte Lobbying bzw. Lobbyisten kommen.
    Zunächst zur Bedeutung: Ganz grob Lobbyisten überzeugen Abgeordnete (oder Firmen) von den Interessen ihrer Auftraggeber. Wo geht das besonders gut? In Washington D.C.! Denn schließlich gibt es dort viele politische Events und dementsprechend treffen sich auch viele Abgeordnete.
    Zum Hintergrund: Welches Wort steckt in Lobbyisten? Genau, Lobby, sprich der Empfangsbereich eines Hotels. Der 18te Präsident der Vereinigten Staaten, Ulysses S. Grant schimpfte stetig über die Bittsteller, die ihn in seinem Hotel auf ihn warteten und irgendwelche Finde von ihm forderten. Und genau daraus entstand der Begriff Lobbyisten.