Reisetipps England – London

  • London ist ohne Zweifel ein der bedeutendsten, faszinierendsten, vielfältigsten und spannendsten Städte der Welt.
  • Sehenswürdigkeiten wie der Tower, Picadilly Circus, Trafalgar Square, die Tower Bridge, Westminster Abbey und St. Paul’s Cathedral sprechen für sich.
  • Das London Eye ist nicht nur ein echtes Highlight in London, sondern auch das größte Riesenrad Europas. 
  • Mit dem Hochhaus The Shard gibt es einen relativ neuen Stern am Sightseeing Himmel Londons, den sicherlich noch nicht jeder kennt.
  • Für Kulturinteressierte ist London ein Paradies: British Museum, Natural History Museum, Tate Modern, Tate Britain und vielen mehr gibt es viele weltbekannte Museen.
  • England ist generell sportlich immer weit vorne und in London gibt es einige ikonische Sportstätte

Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?

Impressionen aus London – ein kleines „Best-of“

Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps

London ist eine Weltstadt und wer einmal durch diese Metropole gereist ist, kann schnell bestätigen, dass man das vor Ort auch wirklich spürt.

Die Sehenswürdigkeiten Londons kennt jeder. Die Royal Family fasziniert die ganze Welt. London ist eine der bedeutendsten Städte für die Filmindustrie weltweit. Und gibt es viel zu erleben, entdecken und unternehmen… Viel Spaß!

  • Generell
    London ist nicht nur die Hauptstadt England, sondern mit rund 9 Millionen Einwohnern auch eine der drei größten Städte Europas. Mit ungefähr 30 Millionen Besuchern pro Jahr ist London auch eines der Top-Reiseziele weltweit.
  • Gibt es eine Zeitverschiebung nach London?
    Ja. Im Vergleich zu Deutschland ist London immer eine Stunde früher sprich -1 Stunde.
  • Mit welcher Währung bezahlt man in London?
    In England ist das Pfund Sterling. Hier kann man auf die Schnelle in Euro umrechnen.
    GANZ WICHTIG! Mit Euro kann man hier nicht bezahlen.
    Aber man kann auch fast überall problemlos mit Kreditkarte bezahlen.
  • Was muss ich bei der Einreise nach England bzw. London beachten?
    England ist nicht mehr EU, weshalb man NICHT mit dem Personalausweis einreisen kann, sondern man benötigt den Reisepass.
  • Wie nutze ich mein Handy in England bzw. London?
    Siehe oben, dadurch, dass England nicht mehr in der EU ist, sollte man vorher seinen Vertrag checken, ob in England extra Gebühren anfallen. Gegebenenfalls sollte man darauf achten, dass man sein Roaming und seine Mobile Daten ausstellt.
  • Wann ist die beste Reisezeit für London?
    Ich würde sagen von Mai bis September hat man die besten Chancen auf gute Wetterbedingungen. Man sagt ja immer in England regnet es sehr viel, aber das kann ich nicht unbedingt bestätigen. Im Sommer wird es meistens nicht ganz so heiß und die Winter sind oftmals deutlich milder als in Deutschland. Ich war beispielsweise zuletzt im August in London und hatte perfektes Wetter für eine Städtereise.
  • Wieviel Zeit muss ich für London einplanen?
    Ich würde sagen, dass man für die erste Reise nach London mindestens vier volle Tage einplanen sollte. Es gibt einfach irre viel zu sehen und wenn man nicht durch die Stadt hetzen möchte, sind vier bis sechs Tage schon ideal.
    Natürlich kann man auch in weniger Tagen sehr viel von London besichtigen und bekommt einen tollen Eindruck, aber sicherlich wird man dann ein paar Topspots herausstreichen.
  • Wie bewege ich mich in London?
    Man kann wirklich sehr viel zu Fuß machen (ganz anders als in Paris)! Die Wege sind zwar schon irgendwann weit, aber die Sehenswürdigkeiten sind alle relativ dicht beisammen und wenn man sich die Tage gut einteilt, kann man innerhalb einer bestimmten Region fast alles zu Fuß machen.
    Darüber hinaus kann ich nur empfehlen, auch mal mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Gerade im Sommer für mittelweite Strecken (zB nach Notting Hill) ist das für mich die ideale Variante, denn oftmals ist der auch der Weg zum Ziel richtig richtig schön.
    Und ansonsten bietet sich selbstverständlich auch das ausgesprochen dichte Metro-Netz an. Die Metro nennt man auch „Underground“ oder auch „The Tube“. Es handelt sich um eines der ältesten U-Bahn-Systeme der Welt, welches aus elf unterschiedlichen Linien besteht.
  • Wie nutze ich die Londoner Underground? Was ist die Oyster Card?
    Hierbei sollte man die Oyster Card nutzen. Es handelt sich um eine Guthabenkarte, die man mit einem Guthaben aufladen kann, um mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Man kann sie für die Underground, die Busse, DLR und Straßenbahnen nutzen.
    WICHTIG! Es gibt auch die Visitor Oyster Card, die speziell für Touristen gedacht ist und vorab (! also VOR der Reise) online bestellt werden kann LondonKarten.de.
    Man kann die Oyster Card als physische Karte in Scheckkartengröße nutzen, muss diese dann aber immer wieder an Automaten aufladen.
    TIPP: Ich würde aber klar dazu raten, die Oyster-App zu nutzen.
    Die Oyster App, ist die offizielle App von Transport for London (TfL) und dort kann man sein Guthaben aufladen, seine Reisehistorie verfolgen UND Verbindungen abfragen.
    Man verknüpft die App mit seiner Kreditkarte und kann anschließend kontaktlos einfach per Handy bezahlen.
    HINWEIS: Wenn man nur ein Device nutzt, also zum Beispiel nur das Handy, wird automatisch der beste Tarif errechnet. Sprich, ab einer gewissen Anzahl Fahrten wird „nur“ das Tagesticket berechnet.
    Mehr Informationen hierzu findet ihr hier auf der offiziellen Seite.
  • Lohnt es sich einen Mietwagen buchen?
    Meiner Meinung nach NICHT. Das macht wirklich nur Sinn, wenn man auch außerhalb von London unterwegs sein möchte. Ich habe zum Beispiel einmal Stonehenge von London aus besucht und habe mir dafür einen Leihwagen genommen, ansonsten würde ich alles mit der Underground oder einem Zug machen. Wimbledon beispielsweise erreicht man auch noch wunderbar mit per Underground.
    WENN man sich einen Mietwagen nimmt, muss man beachten, dass in England Linksverkehr herrscht.
    Dies ist auch beim Überqueren von Straßen zu Fuß ganz wichtig, denn man schaut automatisch erstmal in die falsche Richtung. 
  • Wie komme ich vom Flughafen Heathrow in die Londoner Innenstadt?
    Ich würde ganz klar zum Heathrow Express raten! Dies geht schnell, ist komfortabel und wirklich bequem. In nur 15 Minuten ist man vom Flughafen am Bahnhof von Paddington. Mit der normalen Underground braucht man ungefähr dreimal so lang.
    Tickets kann man an den Schaltern am Bahnhof oder hier online kaufen.
  • Wie kann ich mir Fahrräder in London ausleihen?
    Für mich der perfekte Weg London zu entdecken. Zu Fuß ist super und man sieht sehr viel von der Stadt, aber per Fahrrad macht bei größeren Strecken einfach Sinn und ist für mich – je nach Wetter natürlich – die beste Option in London „herum zu kommen“.
    Erfreulicherweise ist das öffentliche Leihfahrrad-System in London wirklich richtig gut. Mittlerweile gibt es weit über 10.000 Leihfahrräder, die durch die Londoner Innenstadt cruisen, und darüber stehen jede Menge Andockstationen zur Verfügung, was tatsächlich in der Praxis das größte Plus ist.
    Es gibt zum einen der größten Anbieter Santander Cycles, aber es gibt auch Line-Fahrräder, was sehr praktisch ist, weil es von Lime auch Roller in Deutschland gibt. Sprich, diese App nutzt man sogar eventuell bereits.
    Auch hier muss man beachten, dass in England Linksverkehr herrscht.
  • Muss ich Tickets für Attraktionen vorab buchen? 
    Nicht wirklich. Außer für den Buckingham Palace und das London Eye konnte ich bisher immer alle Attraktionen auch spontan buchen.
    – Im Buckingham Palace sind die Besichtigungen der Staatsräume (ca. Mitte Juli bis Mitte September möglich) oftmals früher ausgebucht, weshalb man hier vielleicht um sicher zu gehen früher buchen sollte.
    – Das London Eye kann an Wochenenden auch oftmals ausgebucht sein. Wenn man nur einen bestimmten Zeitslot zur Verfügung hat, sollte man sicherlich auch hier früh buchen.
  • Lohnt sich eine Hop on/Hop off-Bus-Tour?
    Definitiv! Ich kann die Touren Big Bus Tours nur empfehlen. Hier gibt es drei verschiedene Routen, aber wenn man ein Tagesticket bucht, kann man jede der drei Routen nutzen und so oft ein- und aussteigen wie man möchte. Wenn man schnell viel sehen möche, ist dies sicherlich die beste Variante. Tickets und Informationen gibt es hier.

Die besten Spots in London

Folgend nun die verschiedenen Spots und Sehenswürdigkeiten von London mit Erklärungen und Infos zu dem jeweiligen Besuch.

Von der Reihenfolge der Attraktionen bin ich ganz grob von Ost nach West gegangen. Dementsprechend bitte auch aus der Reihenfolge keine Wertigkeit ableiten.

Ein persönlicher Hinweis: Ich bin kein Museum-Fan! Dementsprechend ist dieser Part hier sicherlich (gegenüber der allgemeinen Meinung) etwas unterrepräsentiert.

St. Paul’s Cathedral

Für mich eine der beeindruckten Sehenswürdigkeiten in London ist ganz klar die St. Paul’s Cathedral. Sie wurde 1711 fertig gestellt und ist damit  Englands älteste protestantische Kathedrale.  1981 fand hier die Hochzeit von Prince Charles und Lady Diana statt, was durchaus etwas besonderes war, da die St. Paul’s Cathedral „grob übersetzt“ als eine Kirche des Volkes gilt, im Gegensatz zum königlichen Westminster Abbey. Zudem wurde hier 2012 das diamantene Jubiläum von Queen Elizabeth II gefeiert. 

Optisch ähnelt sie sehr dem Petersdom in Rom, was nicht nur an der riesigen Kuppel liegt. Diese stellt mit 111 Meter die höchste Stelle der Kathedrale dar und hat an der breitesten Stelle einen Durchmesser von 34 Metern. Dort befindet sich auch die so genannte Flüstergalerie (Whispering Gallery), bei der man nicht nur eine tolle Sicht auf den mittleren Innenbereich der Kathedrale hat, sondern man kann sich auch noch an einem kleinen Experiment versuchen. Wenn man nämlich auf der einen Seite an die Wand flüstert, versteht man die Worte auf der anderen Seite überraschend gut. In der Theorie! Denn leider ist man logischerweise selten alleine… Darüber hinaus gibt es zwei weitere Gallerien (insgesamt gibt es also drei), und zwar die Stone Gallery und die Golden Gallery. Die Whispering Gallery erreicht man nach 257 Stufen, für die Stone Gallery benötigt man 376 Stufen und für Golden Gallery insgesamt 528 Stufen. Die beiden oberen Gallerien bietet jeweils spektakuläre 360 Grad Aussichtsplattformen.  

Das Erdgeschoss ist voller faszinierender Highlights, wie zum Beispiel das massive Wellington Denkmal, der Hochaltar aus italienischem Marmor und der aufwendig geschnitzte Chorraum samt Orgel. 

Der Ausgang befindet sich dann im Kellergeschoss, wo man vorher aber unbedingt noch Wellingtons Grab, das Florence Nightingale Denkmal, das Grab des berühmtem Admirals Nelson (das Nelson’s Column kann man auf de Trafalgar Square bestaunen) und das Winston Churchill Gedenktor besichtigen. 

Wichtige Info! Im Eintrittspreis ist der Besuch der Kuppel mit enthalten – ganz im Gegensatz zu einigen anderen, großen Kathedralen in Europa (zB in Florenz). Infos zu den Preisen und Öffnungszeiten findet ihr hier. Ich kann die selbst durchgeführte Tour mit einem Auidoguide sehr empfehlen, da diese sehr logisch aufgebaut ist, die verschiedenen Stationen gut erklärt werden und es auf dem Display auch immer wieder Bilder und Videos gibt. 

Zeitlich würde ich 1 1/2 bis 2 Stunden einplanen.

Für tolle Fotos von außen gibt es drei sehr gute Spots: 

  • Abend von der Straße Ludgate Hill aus – dann hat man die Sonne im Rücken.
  • Mittags von der Millennium Bridge ebenfalls mit der Sonne im Rücken. Gerade auch von weiter weg, kann man die beiden Motive sehr gut kombinieren.
  • Morges vom Park Festival Gardens. Die Blumen im Vordergrund und die Kathedrale im Hintergrund wirken auf Bildern einfach großartig.   

Millennium Bridge 

Diese Fußgängerbrücke ist ein heimlicher Filmstar! Im sechsten Teil der Harry Potter Filmreihe (Harry Potter und der Halbblutprinz) wird sie nämlich sehr effektvoll in die Luft gesprengt und seitdem auch inoffiziell Harry Potter-Brücke genannt. 

Dabei ist die Millennium Bridge noch relativ jung, denn sie wurde erst im Juni 2000 – nach zwei Jahren Bauzeit – fertig gestellt. Bemerkenswert ist, dass die Brücke zu Beginn spürbar zu sehr (seitlich) schwankte, weshalb sie bereits nach zwei Tagen wieder geschlossen werden musste. Nach weiteren eineinhalb Jahren „Korrektur“zeit wurde sie schließlich ein weiteres Mal eröffnet. Wer die Hintergründe, warum die Brücke so gewackelt hat, erfahren möchte, hier gibt es einen recht guten Artikel dazu. 

 

Das Besondere ist, dass die Brücke zwei der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Londons an den beiden Ufern der Themse direkt miteinander verbindet, und zwar die St. Paul’s Cathedral auf der einen Seite und das Museum Tate Modern auf der anderen Seite. Tatsächlich bieten sich hier für Fotografen viele tolle Motive an. 

 

Ein durchaus sehr verstecktes Highlight findet man auf der südlichen Seite der Millennium Bridge. Hier liegen den Passanten kleine Kunstwerke im wahrsten Sinne des Wortes zu den Füßen. DENN, der in London sehr bekannte Künstler Ben Wilson, mittlerweile auch als Chewing Gum Man bekannt, hat hier arglos weggeworfene und festgetretene Kaugummis in kleine Gemälden umgewandelt. Kaum zu glauben, aber wenn man genauer hinsieht, kann man sie wirklich erkennen. Unbedingt mal darauf achten! 

ABER! Wie lange diese bemerkenswerten Bilder noch verbleiben dürfen ist ungewiss.  

Tower Bridge

Für mich DAS Wahrzeichen Londons ist die doppeltürmige Tower Bridge. Themse und Tower Bridge waren zwei der ersten Dinge, die ich im Englischunterricht über London gelernt habe. Umso spannender ist es dann auch wirklich mal vor Ort zu sein und diese besondere Brücke mit ihrer eigenwilligen Konstruktion zu besichtigen. 

Erfreulicherweise kann man die Tower Bridge nämlich tatsächlich besuchen und das sogar in einem richtig tollen Rahmen. Hierbei startet man im Nordwestturm (auf der Seite des Towers), klettert 200 Stufen nach oben (alternativ gibt es auch einen Aufzug) und dann kommt DER Knaller! Die Verbindungskorridore der beiden Türme verfügen nämlich über einen Glasboden, wodurch man von oben auf die Brücke nach unten blicken kann. Da ist nicht nur ein wenig mulmig, sondern wirklich spektakulär. Dazu gibt es in einem der beiden Walkways einen Spiegel an der Decke, der besonders ausgefallene Fotos ermöglicht! Auf der anderen Seite geht es dann wieder über den Maschinenraum mit originalen Dampfmotoren wieder nach unten. Eine großartige Tour.  

 

Tickets kann man auf der offiziellen Website der Tower Bridge kaufen,  wobei man einen bestimmten Zeitslot bucht. Vor dem Westturm findet man auch schnell den Wartebereich, denn es gibt ein ca. 15-minütiges Wartezeitfenster. Wer ganz vorne steht, darf auch als Erster rein. 

Unbedingt beachten – Taschen werden durchsucht und dürfen nicht größer sein als 45cm x 35cm x 20cm. 

Zeitlich würde ich sagen benötigt man maximal eine Stunde. 

Sehr schöne Fotos kann man morgens von südöstlichen Seite machen, denn dann hat man die Sonne im Rücken, die Brücke erstrahlt im Sonnenlicht und man hat die Gebäude des Finanzviertels im Hintergrund. Nachmittags bietet sich dann dagegen die Nordwestseite an. Mit etwas Glück erwischt man auch noch die Durchfahrt eines Schiffes, so dass sich die beiden Brückenelemente nach oben hochklappen.   

Tower of London

Unmittelbar neben der Tower Bridge befindet sich eine weitere Top-Sehenswürdigkeit in London, und zwar der berühmt-berüchtigte Tower of London. Flächenmäßig ist der Tower durchaus beeindruckend, aber in Sachen Größe und Höhe wirkt das Gebäude von außen, wie ich finde, erstmal erstaunlich klein. Fast schon ein wenig unauffällig. Trotzdem, die wechselhafte Geschichte verleiht dieser massiven Festung durchaus eine gewisse Aura. Von Königlicher Residenz über Gefängnis bis hin zum Waffenlager durchlebte der Tower of London durchaus viele unterschiedliche Phasen. 

Der Eingang befindet sich an der Seite und nicht in der langgezogenen Außenmauer direkt am Ufer der Themse, auch wenn man das meinen könnte. Bei dem Torbogen, der fälschlicherweise oft als Eingang vermutet wird,  handelt es sich um das so genannte Traitor’s Gate, durch das viele der Gefangenen in ihr Verlies gebracht wurden. Traitor bedeutet übersetzt Verräter. 

Zentral inmitten der Mauern befindet sich der White Tower – eine 30m hohe Festung in der Festung und gleichzeitig das älteste Element des Towers of London (erbaut 1097).

Das absolute Highlight sind aber natürliche die Kronjuwelen, die hier im Tower sicher aufbewahrt werden. Die Besichtigung ist allerdings ein wenig „eigenwillig“, denn man fährt auf einem Rollband an den mit Juwelen besetzten Insignien vorbei. Das bekannteste Schmuckstück ist sicherlich die mit 2.868 Diamanten, 17 Saphiren, elf Smaragden, fünf Rubinen und 273 Perlen besetzt Imperial State Crown. Elisabeth II. trug sie am 2.6.1953 an ihrem Krönungstag. 

Wer sich vielleicht wundert, warum auf der Rasenfläche Raben zu sehen sind, der Tradition nach müssen immer mindestens sechs Raben im Tower sind, weil ansonsten das Königreich fällt. Heute gibt es sicherheitshalber mehr als nur sechs Tiere – man weiß ja nie. Dazu sagen sollte man, dass den Raben die Flügel gestutzt wurden. 

Ich würde empfehlen Tickets vor allem in der Hochsaison im Sommer vorab online zu kaufen, denn die Anzahl ist begrenzt! Hierbei bucht man einen Zeitslot im 30 Minuten-Takt und sollte auch unbedingt pünktlich sein. Wer zu spät kommt, wird – sofern möglich – zwar auf einen späteren Zeitpunkt umgebucht, garantiert is dies aber eben nicht. 

Bei getyourguide gibt es unterschiedliche Touren, wobei ich die Unterschiede nicht wirklich verstehe, denn es gibt bei einem Besuch des Towers eigentlich keine Zeitvorgabe – zumindestens nicht bei den regulären Tickets! 

Eine Besonderheit der Touren ist, dass einige Bereiche von den so genannten Yeoman Warders, den Tower-Wächtern, geguided werden. Umgangssprachlich werden sie Beefeater (Rindfleischesser) genannt, was angeblich daher kommt, dass sie, obwohl Rindfleisch früher sehr teuer und besonders war, teilweise mit eben jedem entlohnt wurden. Sie sind sehr gut an ihren traditionellen Uniformen zu erkennen.            

Ich würde mindestens zwei Stunden für den Besuch des Towers of London einplanen, besser sind zweieinhalb bis drei Stunden.

The Shard

Aussichtsplattformen sind in Großstädten immer etwas besonderes. Das Empire State Building in New York, der Eiffelturm in Paris, das Burj Khalifa in Dubai und eben das The Shard in London.

The Shard heißt übersetzt Scherbe oder Splitter und dieser Titel beschreibt dieses außergewöhnliche Gebäude sehr treffend. Es wurde nämlich pyramidenförmig gebaut und wird zur Spitze immer schmaler. Dazu ist die Fassade komplett verglast. Mit 310 Metern Höhe war The Shard nach der Fertigstellung im Jahre 2012 sogar kurzfristig der höchste Wolkenkratzer Europas!  

In dem Gebäude befinden sich das Luxushotel Shangri-La, Büros, Geschäfte, sieben Bars und Restaurants, sowie mehrere Aussichtsplattformen. Und genau diese sind ein echtes Highlight in London, denn unter anderem aufgrund der tollen Lage fast direkt an der Themse kann man hier ein sagenhaftes Panorama genießen. Vor allem auf die Tower Bridge hat man die perfekte Sicht! Die Sehenswürdigkeiten auf der anderen Seite, wie zB Big Ben oder Westminster Abbey, sind leider etwas zu weit entfernt, aber immerhin kann man das London Eye (bei gutem Wetter)noch sehr gut erkennen. 

Tickets kann man entweder bei Getyourguide oder auf der offiziellen Seite kaufen. Bei getyourguide hat man den Vorteil, dass man 24h vor Beginn noch kostenlos stornieren kann. Auf der offiziellen Website gibt es diese Option auch, allerdings nur gegen Aufpreis. Fast-Passes ohne Anstellen oder ähnliches gibt es hier nicht. Große Taschen und große Stative sind NICHT erlaubt. 

Für Fotografen ist vielleicht der Hinweis wichtig, dass man immer durch eine Scheibe fotografieren muss. Sprich, es kann zu unschönen Spiegelungen kommen! 

Per Express-Fahrstuhl geht es in weniger als einer Minute nach oben. In den Stockwerken 69 bis 72 befinden sich die Aussichtsplattformen, wobei die 72te Etage „halboffen“ ist. Sprich, es handelt sich um einen überdachten Outdoor-Bereich. In der 69ten Etage gibt es bodentiefe Fenster und eine Art animiertes Fernrohr. Über einen Bildschirm kann man dabei Gebäude anvisieren, diese werden dann gescannt und anschließend erscheinen diverse Informationen über das entsprechende Bauwerk. Das ist schon sehr gut gemacht.  

Der wichtigste Vorteil ist, dass man unbegrenzt Zeit hat. Sprich, selbst wenn mal mehr los ist und man auf einen guten Spot am Fenster warten muss, hat man immer noch genügend Zeit. Vor allem abends ist genau das sehr wertvoll, denn die beste Zeit ist sicherlich, wenn man ca. eine Stunde vor Sonnenuntergang bucht. So kann man dann die Stadt noch bei Helligkeit bestaunen, erlebt dann das Farbspiel der untergehenden Sonne und kann schließlich London bei Nacht bewundern. 

Bei dieser Variante würde ich ca. drei Stunden einplanen! 

Graffiti Tunnel

Jetzt komme ich zu einem Spot, den ich tatsächlich mehr oder weniger zufällig entdeckt habe und der sicherlich nicht auf den Listen der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Londons auftaucht. Wer Streetart mag ist hier genau richtig!

Ausgangspunkt war für mich die Straße Lower Marsh, die an sich schon eine eigene Attraktion ist. Viele Bars, Restaurants, Cafés und diverse kleine Stores reihen sich in dieser wirklich charmant angelegten Fußgängerzone aneinander. 

Irgendwann geht es dann Richtung Westen in den Leake Street Tunnel, der unterhalb des Bahnhofs Waterloo Station verläuft. Die ersten Meter wirken eher düsterer und etwas befremdlich, aber dann tut sich auf einmal diese inoffizielle Kunstgalerie auf. 

Der Stern des mittlerweile als Graffiti-Tunnel bekannte Durchgang  ging im Mai 2008 auf, als der weltbekannte Künstler Banksy ihn als Schauplatz für das „Cans“-Festival auswählte, bei dem Straßenkünstler inklusive Banksy selbst innerhalb weniger Tage das dunkle Mauerwerk in ein farbenprächtiges Kunstwerk verwandelten. Banksy  wollte hier einen (halb)legalen Ort schaffen, an dem jeder ohne Angst vor Geldstrafen sprayen und malen konnte. So richtig legal ist weiterhin wohl nicht, aber es wird an diesem besonderen Platz geduldet.

Seitdem pilgern Straßenkünstler aus aller Welt in dem Graffiti-Tunnel um sich hier (leider) nicht zu verewigen, denn es werden immer wieder neue Kunstwerke über die bestehenden gesprüht, was das Mauerwerk des Tunnels zu einer sich ständig verändernden Leinwand macht. 

Ich war wirklich regelrecht gefesselt von der Fülle und Energie des gesamten Werkes und muss sagen, dass hier wirklich alles zu finden ist. Manche Sachen sind sehr düster, einige wild, manche tiefgründig und wieder andere sind einfach nur knallig. 

London Eye

Zum Jahrtausendwechsel hat sich London eine ganz besondere Attraktion gegönnt und zwar das so genannte London Eye. Dieses Riesenrad war ab dem Jahr 2000 mit 135 Metern tatsächlich sogar das höchste in Europa, bis dann 2022 das „Sun of Moscow“ doch noch weitere fünf Meter drauf packte. Aufgrund seines Gründungsjahres wird das London Eye auch gerne das Millennium Wheel genannt. 

So ein Riesenrad mitten in einer Großstadt ist immer beeindruckend, aber hier in London, direkt an der Themse, mit perfekter Sicht auf den Elisabeth Tower (Big Ben), die Houses of Parliament und das Westminster Abbey ist es schon wirklich ein echter Kracher. Anfangs sollte das London Eye übrigens nur eine temporäre Sache sein, da es sich aber schnell zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Englands Hauptstadt entwickelt hat, bleibt es (vorerst) fix aufgebaut. 

Auffällig ist die Konstruktion, denn die 32 überwiegend aus Glas angefertigten Gondeln haben rundherum fast bodentiefe Fenster, so dass man wirklich einen sensationellen 360 Grad Ausblick genießen kann. Eine Fahrt dauert 30 Minuten, wobei sich das Rad ausgesprochen langsam dreht. Sprich, man hat genügend Zeit jede Seite wunderbar zu erkunden und zu fotografieren. 

LUSTIG! Tatsächlich bleibt das London Eye niemals stehen, sprich auch beim Einsteigen gibt es keine Pause! Aber keine Sorge, man mehr als genügend Zeit um entspannt einzusteigen. 

Ich finde, das London Eye ist die perfekte Ergänzung zu der Aussichtsplattform im The Shard, da man jeweils völlig unterschiedliche Perspektiven hat. Klar, das alles kostet gutes Geld, aber ganz ehrlich, das ist es wert. 

Für Fotografen möchte ich anmerken, dass man leider nur durch die Scheiben fotografieren kann. Sprich, es gibt keine Möglichkeit eine Scheibe zu öffnen. Demnach sollte man sich unbedingt eine Gegenlichtblende besorgen, um so die störenden Spiegelungen zu verhindern.

Die Frage nach der besten Zeit stellt sich natürlich auch sehr spannend und ich muss sagen, dass ich die Morgenstunden empfehlen würde. Eigentlich ist das Licht abends natürlich am besten, aber leider geht die Sonne (ganz grob) hinter dem Westminster Abbey unter, sprich man schaut dann voll in die Sonne, wodurch schöne Fotos sehr schwierig sind. Morgens kommt die Sonne dagegen von hinten und wirft ein herrlich warmes Licht auf die Attraktionen im Westen. Ich hatte meine Fahrt mittags, weil ich dachte, dass dann die Sonne so weit oben steht (im August), dass ich nirgends einen Schatten habe, aber das Licht war schon sehr grell. Bei eher nicht so gutem Wetter kann man natürlich auch problemlos abends die Tour buchen.  

Zu den Tickets möchte ich anmerken, dass ich auf jeden Fall das Fast Track Ticket empfehlen möchte. Man steht wirklich unheimlich lange an und selbst beim Fast Track Ticket ist eine gewisse Wartezeit einzuplanen, aber in der regulären Schlange dauert es tatsächlich ewig. 

Informationen zu den Preisen findet ihr bei diesem Link. 

Covent Garden

Zunächst einmal ist es wichtig zu erwähnen, dass Covent Garden nicht nur der Name einer sehr charmanten Sehenswürdigkeit ist, sondern gleichzeitig auch eines lebhaftesten Viertel in London. Ich möchte hier eigentlich sehr gerne auf beides aufmerksam machen. 

Zum einen ist nämlich der alte Obst-, Gemüse- und Blumenmarkt (Central Market) mit seinen schönen Dächern aus Eisen und Glas optisch etwas ganz Besonderes. Oftmals gibt es sogar Verzierungen oder die Hallen werden nach einem bestimmten Motto geschmückt. Dabei macht es irre viel Spaß durch die verschiedenen Bereiche zu schlendern und in den kleinen Läden umher zu bummeln. 

Zum anderen ist sowohl die Piazza direkt davor, als auch das umliegende Viertel unheimlich unterhaltsam. Nicht nur, weil  hier zahlreiche Straßenkünstler unterwegs sind, sondern weil dort generell richtig viel passiert. Die kleinen Gassen um den Market herum sind sehr trubelig, es gibt kleine Cafés und es ist einfach ein tolles Shoppingviertel.  

Big Ben, Palace of Westminster & Houses of Parliament

Zunächst die wichtigste hierzu gleich vorweg, damit bei den weiteren Ausführungen keine Missverständnisse entstehen. Im Volksmund wird mit dem Big Ben der Glockenturm des direkt daneben befindlichen Palace of Westminster bezeichnet, was allerdings falsch ist. Bei dem Big Ben handelt es sich nämlich in Wirklichkeit um die mit 13.5 t schwerste der insgesamt fünf Glocken des berühmten Uhrturms. Der Turm selbst hieß viele Jahre Clock Tower, wurde aber 2012 zum Anlass des 60ten Thronjubiläums von Königin Elisabeth II. in Elisabeth Tower unbenannt.

Der Elisabeth Tower mit dem Big Ben ist eines der bekanntesten Wahrzeichens Londons und eines der hervorstechendsten Gebäude, wenn man Bilder von der Londoner Skyline sieht. Der Turm ist 96 m hoch und hat überraschenderweise einen Schiefstand von 0,26 °, was einen Überhang von immerhin 46 cm bedeutet.        

Die vier Zifferblätter haben einen Durchmesser von je sieben Meter. Die Minutenzeiger haben eine beeindruckende Länge von 4,3 Metern, die Stundenzeiger dagegen „nur“ 2,74 Meter.

Das Glockenspiel des Elisabeth Towers ertönt alle 15 Minuten mit seiner charakteristische Melodie, während zu jeder vollen Stunde die Glocken entsprechend der Uhrzeit läutet. 

Tatsächlich kann man dieses besondere Bauwerk mittlerweile auch von innen besichtigen – dies war eine lange Zeit nicht möglich. Tickets und Informationen zu den verschiedenen Touren findet ihr auf dieser Seite. ABER, diese Touren sind höchstgefragt, weshalb man sich so früh wie möglich darum kümmern und ggfs. auch den Newsletter abonnieren sollte. Die Touren dauern 90 Minuten und man muss dabei 334 Stufen überwinden. Hinzu kommen die Geräusche des Glockenturms – auf der Homepage steht extra „The Big Ben tour is not suitable for everyone.“ (Die Big-Ben-Tour ist nicht für jeden geeignet.).

Direkt neben dem Elisabeth Tower befinden sich der mittelalterliche Palace of Westminster samt der Westminster Hall und ihrem imposanten Eichenholz-Dach, sowie das Parlamentsgebäude Houses of Parliament. Auch diesen Bereich kann man mit Touren besichtigen. Weitere Informationen dazu findet ihr hier. Die Führungen finden das ganze Jahr über NUR samstags, in den Ferien von montags oder dienstags bis samstags statt.  

Insgesamt gibt es hier 1100 Räume, die sich um elf Höfe gruppieren. Der bekanntesten sind die Commons Chamber, hier tagen die Mitglieder des Unterhauses, und die Lords Chamber, hier findet sich das Oberhaus ein. 

Westminster Abbey

Direkt hinter dem Elisabeth Tower, dem Palace of Westminster und den Houses of Parliament kommt man zu der vielleicht noch größeren Sehenswürdigkeit, nämlich dem Westminster Abbey. Der Elisabeth Tower mit der Glücke Big Ben mag geläufiger sein, aber das Westminster Abbey ist – speziell für Briten – einer der bedeutsamsten Orte in ganz London. DENN, im Westminster Abbey wurden bisher nicht nur fast alle royalen Krönungszeremonien abgehalten, sondern es ist zugleich eine Grabkirche der High Society Englands. 

1953 wurde beispielsweise Königin Elisabeth II. hier gekrönt, 2011 feierten Kate und William ihre Hochzeit im Westminster Abbey und 2022 fand auch die Trauerfeier der Queen hier statt. 

Hinzu kommt, dass es sich bei dem Westminster Abbey um eine der vier Londoner UNESCO-Welterbestätten handelt. 

Die berühmtesten Grabstätten im Westminster Abbey sind: 

  • Charles Darwin
  • Isaac Newton 
  • Georg Friedrich Händel
  • Charles Dickens
  • Stephen Hawking

Für den Besuch ist es wichtig zu wissen, dass Einlass nur bis 15.30 Uhr möglich ist. An Sonntagen ist die Kirche sogar komplett geschlossen. Unter der Woche kann man kostenlos verschiedenen Abendgottesdiensten, an Sonntagen regulären Gottesdiensten beiwohnen. Ich würde für die Planung  unbedingt empfehlen hier die Öffnungszeiten zu checken.  

Bei der Besichtigung sollte man unbedingt darauf achten auch Tickets für die Queen’s Diamond Jubilee Galleries mitzubuchen. Es handelt sich um ein Museum mit historischen Schätzen des Westminster Abbey. Vor allem hat man von der 16m über dem Erdgeschoss befindlichen Gallery einen großartigen Blick in die Kirche.   

Tickets (inklusive Audioguide) buchen kann man auf der offiziellen Seite oder bei getyourguide, wobei ich bei getyourguide keine Option für die Queen’s Diamond Jubilee Galleries gefunden habe, dafür kann man allerdings bis 24h vor dem Besuch wieder kostenlos stornieren. Ich habe öfters etwas von Fast-Lane-Tickets gelesen, aber auch davon habe ich nichts weiter gefunden. 

Wichtige Information: Fotografieren ist (mittlerweile) erlaubt, Videoaufnahmen hingegen nicht! 

Mein Fototipp: Am späten Nachmittag fällt ein herrlich warmes Licht auf die Frontseite des Westminster Abbey. Zu dieser Zeit lassen sich die besten Bilder machen, denn so hat man die Sonne im Rücken. Dazu kann man so den Elisabeth Tower (Big Ben) noch wunderbar im Hintergrund mit dazu fotografieren. 

Downing Street

Nicht wirklich eine Top-Attraktion, aber „gesehen haben“ kann man die Residenz des britischen Premierministers auf jeden Fall mal. Logischerweise ist diese Seitenstraße komplett abgesperrt, aber durch die Gitter hindurch kann man einen kurzen Blick auf die berühmte Haustür werfen. 

Trafalgar Square

Für mich der aufregendste Platz Londons, vor allem weil er von der ersten Sekunde an absolut überwältigend ist. Klar, hier ist es immer trubelig, vor allem weil fünf große Straßen aufeinandertreffen, aber der Aufbau des Platzes ist einfach genial. Hier passiert unheimlich viel auf ganz vielen Ebenen.  

Im Norden befindet sich deutlich erhöht die imposante National Gallery, die als eine der bedeutendsten Gemäldeausstellungen der Welt gilt und würdevoll über dem Trafalgar Square thront.

Im Westen geht das Canada House (die kanadische Botschaft) fast ein bisschen unter, auch wenn es sich in den Rahmen des Platzes wunderbar einfügt. 

Im Osten versteckt sich so ein klein bisschen das Grand Building, dessen Front das perfekte Fotomotiv ist.   

Im Süden stoßen die oben angesprochen fünf Straßen aufeinander und werden von einer kleinen Verkehrsinsel mit einer Reiterstatue von König Charles I.  getrennt.  

Und mittig steht die namensgebenden Säule von Admiral Nelson – auf Englisch. Nelson’s Column. Dieser ist ein britischer Volksheld, da er 1805 die Flotte Napoleons in der Schlacht von Trafalgar (im Süden von Spanien) nachhaltig besiegte. Diesen Triumph bezahlte er allerdings mit seinem Leben, weshalb er nach London gebracht und in der St. Paul’s Cathedral beigesetzt wurde. Die ihm gewidmete Säule wurde 1842 erbaut und ist mit 51 Meter genauso hoch wie sein Flaggschiff Victory. 

Am Fuße der Säule scheinen vier mächtige Wache zu halten, die – so besagt es die Legende – zu Leben erwachen und das Königreich verteidigen, sobald die Big Ben-Glocke 13 x schlägt.     

Durchaus bemerkenswert sind die beiden südlichen Straßen: 

  • Die Whitehalll führt nämlich direkt zum Palace of Westminster. 
  • Und The Mall stößt erst auf den Admiralty Arch, einen gewaltigen Torbogen, und verwandelt sich danach in eine wunderschön angelegte Prachtstraße, die direkt schnurgerade zum Buckingham Palace führt.   

Picadilly Circus

Das Londoner Pendant zum Times Square in New York! Der Picadilly Circus ist nämlich vor allem bekannt für seine großflächigen Leuchtreklamen, die auch Picadilly Lights genannt werden. 

Der Name kommt zum einen von der auf den Platz zulaufenden Straße Picadilly und  der Tatsache, dass der Platz früher rund war. Im Englischen wird der Begriff Circus nämlich für einen runden Platz mit Straßenkreuzung verwendet. Mittlerweile hat sich der Picadilly Circus nach mehreren, größeren Umbauarbeiten allerdings stark verändert. 

Zurück zu den riesigen Videoflächen, die vor allem abends fantastisch zur Geltung kommen. Rund um den Picadilly Circus ist immer sehr quirlig, aber speziell abends herrscht hier eine besondere Atmosphäre. 

MEIN TIPP (vor allem für Fotografen): Ich habe genau das auch schon in New York gemacht und es hat sich definitiv gelohnt, und zwar kann ich nur empfehlen einmal während dem London-Besuch früh aufzustehen und dann als erstes zum Picadilly Circus zu fahren. Wenn so ein Platz, denn man immer voller Menschenmassen kennt auf einmal leer ist, ist das ein großartiges Bild und ebenfalls ein besonderer Moment. 

Was oftmals ein bisschen hinten runter fällt, ist dass der Platz auch neben Werbeleinwänden sehr interessant ist und auch eine schöne Geschichte zu bieten hat. 

  1. In der Mitte des Platzes findet man zum Beispiel einen Brunnen aus dem Jahre 1893, der aufgrund seiner geflügelten Engelsfigur oftmals fälschlicherweise als Eros-Brunnen bezeichnet wird. Dabei soll hier der Engel der Nächstenliebe dargestellt werden! DENN, der korrekte Name lautet Earl of Shaftesbury-Denkmal, der in vielen Bereichen ein Wohltäter war und dem dieser Statue gewidmet ist.    
  2. Tatsächlich wurde der Picadilly Circus bereits im Jahre 1819 fertig gestellt! 
  3. Die umliegenden Gebäude sind teilweise auch sehr schön und beachtenswert. Da wäre zum Beispiel die direkt neben den Leuchtreklamen befindliche, ehemalige Musikhalle London Pavilion. Oder aber das Criterion Theatre aus dem Jahre 1874 (wobei hier nur er Eingang an der Oberfläche sichtbar ist, das Theater selbst ist unterirdisch).

Buckingham Palace

Der königliche Wohnsitz ist sicherlich eine der aufregendsten Sehenswürdigkeiten in London, denn zum einen hat sicherlich jeder schon mal irgendwelche Bilder vom Buckingham Palace gesehen und außerdem bringt vermutlich kein anderes europäisches Königshaus so viel Glamour mit sich, wie das englische… So hat ja beispielsweise die ganze Weltöffentlichkeit bei beiden royalen Hochzeiten von William & Kate und Megan & Harry gespannt auf den Kuss auf dem Balkon des Palastes gewartet – vor allem aber die wartenden Menschenmassen unmittelbar davor. 

Seit 1837 ist der Buckingham Palace die offizielle Residenz der Royals. Ob der König zu Hause ist, kann man übrigens ganz einfach an der über dem Palast wehenden Flagge erkennen. Weht nämlich die Königsflagge (Rot-Gold-Blau), ist der König zugegen, falls nicht wird der Union Jack (Nationalfalle des Vereinten Königreiches) gehisst. Von den 775 Zimmern sind alleine 52 Schlafzimmer für die königliche Familie. 

Unmittelbar vor dem Palast gilt es unbedingt das Victoria Memorial, welches die Ur-Ur-Ur-Großmutter von Charles III. ehrt, zu besichtigen. Sie war 1837 die erste Bewohnerin des Stadtpalastes.  

Besichtigen kann man den Buckingham Palace auf unterschiedliche Art und Weise:
 

  1. Die beste Möglichkeit bietet sich ganz klar im Sommer, wenn der König Urlaub macht. Dies ist ca. zwischen Mitte Juli und Mitte September der Fall. NUR in diesem Zeitraum kann man die gesamte Tour durch die Staatsräume erleben. Mit Staatsräumen sind die Säle und Räumlichkeiten gemeint, in denen der König Würdenträger oder auch Untertanen (zB zu Auszeichnungen) empfängt. Zudem werden hier diverse Staatsempfänge abgehalten.Ich muss sagen, die Tour lohnt sich wirklich! Wer sich für die royale Familie interessiert, sollte seinen Urlaub versuchen danach zu planen, um die Chance, den Buckingham Palace zu besichtigen, zu nutzen.

    Man sieht hierbei
    – die prächtige Kutsche (die man immer wieder bei den offiziellen Anlässen zu sehen bekommt),
    – den Thronsaal (rote Wand – kennt man von vielen Bildern),
    – den State Ballroom (hier finden Staatsbankette statt),
    – die Picture Gallery (hier werden die „besten“ Meisterwerke aus der königlichen Sammlung ausgestellt),
    – die Grand Staircase (Prunktreppe),
    – Teile des königlichen Parks (inklusive einem Café und einem Souvenirshop)
    – und viele weitere, prunkvolle und beeindruckende Räume. 

    Genaue Information zu den Terminen, Preisen und der Buchung von Tickets findet ihr hier über diesen Link auf der offiziellen Website. Man kann die Tickets auch bei Getyourguide buchen, da man hier die Möglichkeit hat 24h vorher kostenlos zu stornieren.

    WICHTIG! Man muss diese Tickets UNBEDINGT vorab buchen. Die Anzahl der Tickets ist streng limitiert und auch entsprechend schnell vergriffen. 

    Die Abholung der Tickets erfolgt an einem eigenen Schalter auf der Südseite des Palastes. Sprich, wenn von dem Victoria Denkmal auf den Palast blickt, auf der linken Seite. Man sollte unbedingt pünktlich sein!

    Die Tour endet nach einem kleinen Spaziergang durch den Park relativ weit westlich Richtung Hyde Park. 

    Für Fotografen: Fotos und Videos sind leide nicht erlaubt. Dies wird auch streng kontrolliert.
     

  2. Man kann die King’s Gallery (früher Queen’s Gallery) und The Royal Mews separat das ganze Jahr über (!) besichtigen.
    In der „King’s Gallery“ finden wechselnde Kunstausstellungen aus der königlichen Sammlungen statt. Dabei gibt es Kunstwerke von Leonardo da Vinci, Jan Vermeer oder Rembrandt van Rijn zu bestaunen.
    Bei den Royal Mews handelt es sich um Stallungen, in denen sich die Pferde befinden, die bei den diversen Anlässen die königliche Kutsche ziehen. Außerdem kann man die königliche Autoflotte, inklusive Royal Rolls, Bentley und Aston Martin bewundern.

    Informationen zu den Tickets für die King’s Gallery findet ihr hier über diesen Link und für die Royal Mews hier über diesen Link.  

Darüber hinaus gibt es ja auch noch ein weiteres, sehr besonderes Event rund um den Buckingham Palace, und zwar die berühmte Wachablösung oder auch „The Changing of the Guard“. Hierbei wird der „Old Guard“ von dem „New Guard“ ersetzt. 

Diese traditionelle Zeremonie findet mehrmals wöchentlich statt und zieht immer eine unglaubliche Anzahl Zuschauer an. Früh da sein ist demnach die Devise! Gerade im Sommer sollte man mindestens (!) eine bis zwei Stunde(n) vorher am Palast sein, um einen guten Platz für dieses Spektakel zu ergattern. 

Idealerweise versucht man sich am Victoria Memorial, am Zaun des Palastes oder an der Spur Road zu positionieren (siehe meine Karte). DENN, die Wachen in roter Uniformjacke und Bärenfellmütze marschieren von den Wellington Barracks (Barrack bedeutet Kaserne) in Richtung Buckingham Palace. Da sich diese Kaserne auf der südöstlichen Seite des Palastes (zwischen den Straßen Birdcage Walk und French Petty) befindet, ist die Spur Road eine gute Variante. 

Das Tolle ist, dass die Wachen von den State Ceremonial Musicians, einer Musikkapelle, begleitet werden, die während der Zeremonie eine Mischung aus traditioneller und aktuell populärer Musik spielt. 

Genaue Information zu den entsprechenden Wochentagen und zum Programm findet hier auf der Homepage der British Army. 

St. James Park

Unmittelbar vor dem Buckingham Palace auf der rechten Seite der Prachtstraße The Mall befindet sich dieser königliche Park voller malerisch angelegter Blumenbeete und einem herrlich atmosphärischen See. UND es gibt sogar sechs standorttreue Pelikane, die jeden zwischen 14.30 und 15 Uhr am Duck Island Cottage (die ganz östliche Insel) gefüttert werden – immer ein sehr beliebter Treffpunkt. Pelikane in London? Tatsächlich geht diese etwas eigenartige Gegebenheit auf das Jahr 1664 zurück, als der russische Botschafter damals Pelikane als Geschenk mitbrachte. 

Die den See in der Mitte teilende Brücke The Blue Bridge ist ein hervorragender Fotospot! 

Hyde Park, Kensington Gardens &  Kensington Palace

Ich persönlich finde, dass Parkanlagen einer Großstadt irgendwie das gewisse Etwas verleihen. Hochhäuser kann jeder, aber wenn es dazwischen eine schöne Grünfläche gibt, verändert dies das Bild einer Stadt komplett. Genau das finde ich ist in New York zum Beispiel exzellent gelöst. Hier in London gibt es in erster Linie den Hyde Park, der sich oftmals in die Listen der Top-Attraktionen in London „mogelt“. Mit 1,4 km² ist der Park zwar vergleichsweise eher kleiner (Central Park 3,4 km², Englischer Garten 3,75 km²), aber insgesamt richtig klasse angelegt. Wenn man noch die direkt angrenzenden Kensington Gardens mit dazu nimmt, landet man immerhin schon bei 2,5 km². In der öffentlichen Wahrnehmung beinhaltet der Hyde Park aber ohnehin die Kensington Gardens.  

Durch die Mitte schlängelt sich der See The Serpentine auf dem man im Sommer wunderbar Boot fahren und herrlich an der langgezogenen Uferpromenade entspannen kann. Im Westen der Anlage gibt es mit dem deutlich kleineren Round Pond sogar noch einen zweiten Teich, an dem man sich in einem der vielen Liegestühle wunderbar ausruhen kann.

Im Nordöstlichen Eck befindet sich an dem Ausläufer der Oxford Street mit dem Marble Arch ein beeindruckender Triumphbogen aus weißem Marmor. Nur unweit entfernt gibt es dann etwas Unterhaltsames, und zwar den Speaker’s Corner. Hier darf seit 1872 (!) jeder seine Meinung kundtun. 

Etwas weiter im Süden, auf der anderen Seite von The Serpentine, kann man den ausgesprochen stilvoll gestalteten, kreisrunden Prinzessin-Diana-Gedenkbrunnen besuchen. 

Ganz im Westen, in den Kensington Gardens, verstecken sich mit der Queen Victoria Statue und dem Kensington Palace noch zwei echte Highlights. Vor allem der Kensington Palace ist untrennbar mit Prinzessin Diana verbunden, die hier nach der Trennung von Prince Charles lebte. Ein Teilbereich des Palastes kann heute sogar besichtigt werden. Weitere Information und Buchungsmöglichkeiten findet ihr hier.   

Auch ohne Ticket kann man den vor dem Palast befindlichen Diana Princess of Wales Sunken Garden besuchen – ein sehr besonderer Ort, denn hier verkündete Prince Harry seine Verlobung mit Meghan Markle. 

Albert Memorial & Royal Albert Hall

Hierbei handelt es sich um zwei besondere Locations in London, die untrennbar miteinander verbunden sind. Nur nur thematisch, sondern auch räumlich, denn sie befinde sich unmittelbar nebeneinander. Die Royal Albert Hall kennt der eine oder andere vielleicht sogar bereits, und zwar als ganz außergewöhnliche Konzerthalle. Das Albert Memorial hingegen ist relativ unbekannt – ich hatte zumindestens davor noch nie davon gehört und zwar extrem überrascht, als ich auf einmal vor diesem riesigen Denkmal stand. 

Albert Memorial

An der Stelle möchte ich ganz kurz erklären, wer denn der hier bedachte Albert war. Es handelt sich um Prince Albert, den über alles geliebten Ehemann von Königin Victoria, die auch die Auftraggeberin dieses 1875 fertig gestellten Memorials war. Albert verstarb 1861 an Typhus und war zuvor als großer Förderer der ersten Weltausstellung (Great Exhibition), die 1851 im benachbarten Hyde Park abgehalten wurde. Aus dem Grund hält er auch den Katalog eben jener Weltausstellung in der Hand. 

Das Denkmal ist wirklich gewaltig, denn das 60m hohe, von vier Säulen getragene Zierdach (Baldachin) hat auf mich eher wie eine Tempelanlage gewirkt.   

Royal Albert Hall

Direkt auf der anderen Straßenseite befindet sich dann die aufgrund seiner roten Backsteine sehr auffällige Royal Albert Hall. Dieser traditionsreiche Konzertsaal wurde 1871 ebenfalls zum Gedenken an Prince Albert gebaut. Berühmt ist er unter anderem wegen seinem kreisrunden Innenbereich, der einem römischen Amphitheater nachempfunden wurde.  

Viele weltbekannte Künstler sind hier bereits aufgetreten und hierbei wird trotz der Größe vor allem immer die intime Atmosphäre hervorgehoben. Insgesamt bietet die Royal Albert Hall Platz für ca. 8.400 Gäste, wobei sich die Kapazität auf ca. 5.900  Sitzplätze und ca. 2.500 Stehplätze aufteilt. 

Es gibt neben den Konzerten (hier geht es zum Veranstaltungskalender) auch Führungen durch diese besondere Konzerthalle. Weitere Informationen dazu findet ihr hier.

Notting Hill

Wer kennt ihn nicht, den wunderschönen Film mit Julia Roberts und Hugh Gran? Das namensgebende Viertel wurde schlagartig berühmt und touristischer Hotspot. Zu Recht! Das traumhaft schöne Wohnviertel versprüht einen ganz einzigartigen Charme, den man so in einer Großstadt nicht vermuten würde. Wenn man Notting Hill bei Google Maps sucht, sieht das Straßenbild schon irgendwie besonders aus – finde ich. 

Neben all den Townhäusern gibt es zahlreiche Cafés, kleine Läden, Antiquitäten, Galerien und Künstlerwerkstätten. Die berühmteste Straße ist natürlich die Portobello Road, die sich mitten durch das Viertel schlängelt. Hier ist alles „ein bisschen mehr“, vor allem gibt es deutlich mehr Touristen. Die Straße sollte man definitiv einmal entlang gehen, dabei kann man aber sehr gut auch mal ein bisschen links und rechts abweichen und die „Seitenstraßen“ erkunden – es lohnt sich! 

Natürlich kann man auch die beiden Top Spots des Film (die blaue Tür und den Bookshop von Hugh Grant) besuchen – die Infos dazu findet ihr weiter unten bei den Filmlocations. 

Ein terminlicher Hinweis, und zwar findet immer am letzten Sonntag und Montag im August der beliebte Notting Hill Carnival mit bunten Umzügen, Kostümen und karibischer Musik statt. Mehr Informationen dazu findet ihr hier.     

Wimbledon

Es gibt weltweit ein paar Sportstätten, die mehr sind „nur“ als ein Sportplatz. Das Wembley Stadion hier in London zum Beispiel – nirgends schmeckt Fußball mehr nach Geschichte als dort. Gerne auch das Camp Nou in Barcelona oder das Maracana Stadion in Rio de Janeiro – beides Fußballtempel. Dann wäre da noch der Augusta Golfclub in den USA, wo das prestigeträchtige Masters ausgetragen wird. Oder der Straßenpass Col du Tourmalet, der bei der Tour de France immer wieder für ein Drama gut ist. Jeder kennt den Madison Square Garden in New York, eine Halle für die Ewigkeit. Und schließlich vielleicht noch die Baseball-Arenen der New York Yankees und der Boston Red Sox (Fenway-Park). Aber egal in welche Richtung man denkt, kaum eine Sportart ist so sehr mit einer Anlage verbunden, wie Tennis mit dem Turnier in Wimbledon. Dieses wird jedes Jahr Ende Juni ausgetragen und ist der heilige Rasen von Wimbledon ist DIE Sportstätte schlechthin. 

Wimbledon ist ein Vorort im Süden Londons, den man per Metro (die grüne District Line) sehr gut erreichen kann. Tatsächlich ist der Ort an sich auch sehr sehenswert, weil er sehr charmant ist und irgendwie etwas „von früher „ausstrahlt“. 

 

Den All England Lawn Tennis and Croquet Club – so der komplette Name – gibt es seit 1877. Zuerst wurde hier nur Croquet gespielt, dann wollte man Tennis mit dazu nehmen, aber es fehlte das Geld für eine Walze. Also wurde ein Turnier mit 22 Spielern vor 200 Zuschauern durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass genügend finanzielle Mittel eingesammelt wurden. Was Spaß macht das gefällt und so wurde tatsächlich in Wimbledon weiter Tennis gespielt.  

Wichtig zu wissen ist, dass es sich um einen rein privaten, non-profit Tennisclub handelt. Es gibt keine Shareholder, erwirtschaftetes Geld wird in die Jugendarbeit und die Verbesserung des Tennissports in England investiert. So werden zum Beispiel auch die Zierpflanzen des Turniers anschließend  verschenkt.  

Wichtigste Regel in Wimbledon ist, dass man ausschließlich in weiß spielen darf. Aufgenommen werden kann man allerdings nur, wenn man von einem Mitglied vorgeschlagen wird, wobei es insgesamt nur 500 Mitglieder gibt. 

Man kann die Anlage außerhalb des Turnier ganz wunderbar besuchen und im Rahmen einer geführten Tour sehr lebendig erleben. Ich muss sagen, ich haben selten einen so intensiven Rundgang in einer Sportanlage erlebt. Die Tourguides sind alle (was ich gesehen habe) mit voller Leidenschaft dabei und extrem stolz in diesem altehrwürdigen Club arbeiten zu dürfen.  

Die Touren dauern ziemlich genau 1 1/2 Stunden und kann hierbei wirklich einen tollen Blick hinter die Kulissen und auf die heiligen Plätze werfen. Während der Tour sieht man:

  • Court No. 1 (12.345 Zuschauer)
  • Courts No. 14-17
  • Court No. 18
  • Hermann Hill oder Murray Mountain
  • Pressezentrum
  • Centre Court (14.799 Zuschauer)

Nach der Tour hat man dann auch noch Zutritt zum Wimbledon-Museum mit vielen spannend aufbereiteten Information, Equipment der Spielerlegenden und den beiden Pokalen. Und natürlich darf ein gut bestückter Souvenirshop nicht fehlen! 

Informationen zu den Tickets und den Zeiten findet ihr hier.

Ein großes Geheimnis bleibt natürlich der Grassamen. Allerdings so viel wird verraten, der Boden besteht aus 18% Sand, der Rasen hat eine Höhe von 8mm und er ist insgesamt erstaunlich hart. 

Während eines Turniers werden insgesamt ca. 54.000 Bälle verbraucht! 

Wer Wimbledon einmal live erleben möchte, kann dies definitiv „einfach machen“. Bei keinem anderem Grand Slam Turnier ist es so „einfach“ an Karten zu kommen wie hier. Dazu sollte ich erwähnen, dass es tatsächlich keine Boxen im Zuschauerbereich gibt! Sprich, es nicht so wie bei anderen Turnieren, dass in den ersten Reihen Geschäftsleute, Kunden oder irgendwelche teuer eingekauften Zuschauer sitzen, sondern auf dem Centre Court kann ganz vorne Jens Jedermann neben dem Scheich von Katar sitzen. Ein Viertelfinaltag auf dem Centre Court kostet vergleichsweise bescheidene 90 Englische Pfund!  Ein Groundticket, also ohne die vier größten Plätze, kostet günstige 30 Englische Pfund – inklusive Practice Courts. 

Der Haken ist: Man muss sich für diese Tickets anstellen! Und das ist ein eigener Sport. Jeden Tag gehen jeweils 500 Tickets für den Centre Court, Court No.1 und Court No. 2 an der Tageskasse in den Verkauf.  Der Rest sind Groundtickets oder für Court No. 3. Sprich, man hat wirklich eine sehr realistische Chance auf Karten, wenn man denn nur morgens früh genug dort ist. 

Wer aber denkt, dass es dort morgens ein wildes Durcheinander gibt, dem sei gesagt, dass es in England ein sehr geordnetes „Queuing“ gibt. Sprich, es gibt klare Regeln beim Astehen, die auch von Offiziellen überwacht werden. Jeder bekommt eine Nummer und einen Platz in der Warteschlange zugewiesen. Dort wartet man dann bis die Tore geöffnet werden. Meine Empfehlung ist um 4 Uhr Morgen dort zu sein. 

ODER! Es gibt es noch die Möglichkeit auf einen Re-Sell zu hoffen, sprich, wenn jemand früher nach Hause geht, wird sein Ticket nochmals neu vergeben. Dabei kann man durchaus auch nochmal den einen oder anderen Glückstreffer landen. 

Ob per Tour oder Live-Besuch während des Turniers, Wimbledon lohnt sich in jedem Fall. Ganz ehrlich, ich war komplett begeistert!

Wembley Stadion

Ich hatte es ja oben in Wimbledon bereits angesprochen, was für den Tennissport der Centre Court in Wimbledon ist, ist das Wembley Stadion für den Fußball. Ein Tempel des Sports. Eine ikonische Sportstätte.

Zuerst möchte ich erwähnen, dass man hier differenzieren muss, es gibt das alte Wembley-Stadion, das 1923 fertig gestellt wurde und 2000 abgerissen wurde und das neue Wembley-Stadion, dass 2007 eröffnet wurde. 

Das alte Wembley-Stadion war der Austragungsort vieler besonderer und geschichtsträchtiger Ereignisse. Da wäre zum Beispiel das Fußball-WM-Endspiel 1966 mit dem vermeintlichen 3:2 Siegtreffer für England gegen Deutschland. Oder das faszinierende Live-Aid-Konzert 1986 mit den Auftritten des Who is Who der britischen Popmusik. Und schließlich hat Deutschland sich doch noch revanchiert und im Mutterland de Fußballs 1996 im Wembley-Stadion den EM-Titel gewonnen. Die Zuschauerzahl lag anfangs bei unglaublichen 127.000, wurde dann aber später auf immer noch stattliche 82.000 reduziert. 

Das neue Wembley-Stadion wurde nach vierjähriger Bauzeit 2007 eingeweiht und ist bekannt für seinen 133 m Bogen über das Spielfeld. Mit 90.000 Zuschauerplätzen zählt es zu den größten Stadien der Welt, wobei es hinter dem Camp Nou in Barcelona sogar das zweitgrößte in Europa ist. Deutschen Fußballfans ist vielleicht noch das feindeutsche Champions-League-Finale 2013 zwischen Bayern München und Borussia Dortmund im Gedächtnis. 

Traditionell wird das Endspiel des englischen Fußball-Pokals (FA-Cup) im Wembley-Stadion ausgetragen. UND es dient als Nationalstadion der Englischen Nationalmannschaft.   

Fun Fact: Das letzte Tor im alten Wembley-Stadion erzielte der deutsche Nationalspieler Didi Hamann im Rahmen eines Qualifikationsspiels für die WM 2022.    

Wer sich für dieses Stadion interessiert kann sehr interessante Touren buchen und dabei hinter die Kulissen blicken. Weitere Informationen dazu findet ihr hier. 

The O2 Arena (früher Millennium Dome)

Dieses Multifunktionsarena kenne ich nicht persönlich, aber ich möchte sie dennoch erwähnen, weil vielleicht der eine oder andere für ein Konzert oder ein anderes Event nach London kommt. Oder anders herum, wer plant nach London zu reisen, sollte vielleicht mal einen Blick auf den Veranstaltungskalender werfen und eventuell hat man ja Glück und es ist gerade ein Top-Star in der Stadt, so dass man noch ein Highlight dazu packen kann.   

Die O2 Arena hieß bis 2005 Millennium Dome und war eine wichtige Stätte für die Olympischen Sommerspiele 2012 in London. Eröffnet wurde sie am 1.1.2000 und daher auch dieser zuerst verwendete, sehr prägnante Name. 

Mit einer Kapazität von bis zu 20.000 Zuschauern ist die O2 Arena eine der größten Arenen dieser Art in Europa. 

Ab dem Juli 2009 hätte hier Michael Jackson 50 (!) Konzerte spielen sollen, allerdings verstarb er ja tragischerweise nur wenige Tage vor Beginn des ersten Konzerts. 

Alexandra Palace

Ganz ähnlich wie der O2 Arena verhält es sich auch mit dem Alexandra Palace, der seit vielen Jahren den Spitznamen Ally Pally trägt. Bekannt wurde er der breiten Öffentlichkeit vor allem als Austragungsort der jedes Jahr im Dezember (und Anfang Januar) stattfindenden PDC Darts-Weltmeisterschaft. Diese findet im Westflügel der Halle statt. 

Der Vorverkauf der Tickets für dieses Event startet immer bereits im Juni / Juli. Hier sollte man auf jeden Fall die Website im Blick haben und sich vielleicht einen Termin im Kalender setzen, denn die Tickets sind ruckzuck weg. Informationen dazu findet ihr hier.

Ich war tatsächlich einmal vor Ort und zwar an zwei Tagen – jeweils zum Viertelfinale. Ich habe damals leider keine „regulären“ Tickets mehr bekommen und musste sie dann schließlich über viagogo kaufen. 

Eine wichtige Info, der Ally Pally befindet irre weit außerhalb des Stadtzentrums, genauer gesagt im Norden Londons. Sprich die Abreise kann wirklich heikel werden, denn ab einer gewissen Uhrzeit gibt es nicht mehr so viele Möglichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das hat sich wohl zwischenzeitlich ein wenig verbessert, aber ich empfehle DRINGEND sich vorab zu informieren, denn wenn man dort zu spät ist, steht man dort wirklich fast ohne jede Variante. Selbst ein Taxi ist dann nicht ganz so einfach zu bekommen. So war es zu mindestens bei mir.   

 

Museen – British Museum, National Gallery,
National History Museum, Madame Tussaud’s London &
Tate Gallery of Modern Art

Natürlich gibt es auch in London jede Menge sehr sehenswerte Museen, die ich euch folgend nun kurz vorstellen möchte:

British Museum

Eine TOP-Attraktion, die immer ein wenig im Schatten der berühmten Londoner Bauwerke steht und dennoch extrem sehenswert ist. Zum einen handelt es sich um das älteste, öffentliche Museum und zum anderen dokumentieren hier acht Millionen Exponate die gesamte Kulturgeschichte der Menschheit. 

Alleine die Eingangshalle Great Hall ist eine Sehenswürdigkeit für sich, denn das gläserne Zeltdach (3312 unterschiedliche Glasscheiben) ist der größte überdachte, öffentliche Platz Europas. In der Mitte dieses Innenhofs befindet sich mit der bekannte Lesesaal aus dem Jahre 1857. Karl Marx schrieb hier mit „Das Kapital“ einen seiner größten Bestseller.

Danach geht es die thematischen unterteilten Bereiche des Museums, wobei man sich davon lösen sollte, dass man alles sehen wird, sondern es gibt vorgeschlagene Highlight-Routen (eine bzw. drei Stunden), die für den nicht tiefen Kulturexperten definitiv Sinn machen.

Highlights sind hier unter anderem die ägyptische Statue von Ramses II., die aus Elfenbein gefertigten Schachfiguren aus dem 12ten Jahrhundert oder die griechischen Parthenon-Skulpturen zu Ehren der Göttin Athene.    

     

WICHTIG! Der Eintritt ist kostenlos (man bezahlt lediglich eine kleine Spende). Aber man sollte unbedingt vorher eine Einlasszeit online reservieren. Dies erfolgt am Besten auf der offiziellen Homepage. 

National Gallery

Direkt oberhalb des Trafalgar Square befindet sich dieser 1838 fertig gestellte, mächtige Bau. Die umfangreiche, erstklassige Sammlung europäischer Kunstwerke  der National Gallery zählt zu den bedeutendsten weltweit. 

Sogar Kunst-Nichtkenner wie ich kennen Gemälde wie die Sonnenblumen von Vincent van Gogh, die Felsgrottenmadonna von Leonardo da Vinci und das Selbstporträt von Rembrandt. Dazu gibt es auch noch weitere Highlights wie die Arnolfini Hochzeit oder die Venus im Spiegel. 

WiCHTIG! Der Eintritt ist kostenlos, lediglich der Audio-Guide kostet etwas. Dennoch sollte man sein General Admission Ticket vorher online buchen.    

Natural History Museum

Ich fand ja alleine schon das Bauwerk samt Vorplatz extrem sehenswert, denn dort gibt es bereits einige Dinosaurier-Skelett zu bestaunen und das gewaltige Mauer-Gebäude ist einfach nur wunderschön. 

In der Eingangshalle (Hintze Hall) werden die Besucher von einem schwebenden, gewaltigen Blauwal-Skelett, sowie dem Skelett eines Mammuts (oder Mastodon) empfangen, was die Messlatte direkt mal sehr hoch ansetzt. Aber genauso geht es in allen Bereichen weiter.  

In der Dinosaurier-Sektion gibt es das mit sechs Metern große besterhaltene Stegosaurus-Skelett und man kann sich stilvoll von einem animierten, lebensechten T-Rex anbrüllen lassen. 

Im „Inneren der Erde“ kann man das Erdbeben im japanischen Kobe „miterleben“ oder es gibt diverse interaktive Möglichkeiten mehr über den Weltraum   zu erfahren.  

Darüber hinaus gibt es das Darwin Centre, in dem man verschiedene zoologische Besonderheiten bestaunen kann. 

Insgesamt bietet das Natural History Museum einen sehr spielerischen und unterhaltsamen Besuch und ist deshalb auch eine sehr beliebte Attraktion Londons. 

WICHTIG! Der Eintritt ist kostenlos, allerdings muss man unbedingt vorher eine Eintrittszeit reservieren. Dies erfolgt am Besten auf der Homepage des Museums.  

Madame Tussaud’s London

Bei meinem ersten Besuch als Jugendlicher in London, was Anfang der 90er gewesen sein muss, war Madame Tussaud’s ein absolutes Highlight. Etwas für mich Unvorstellbares. Und genau fasziniert war ich damals auch. Mittlerweile gibt es mehrere Niederlassungen weltweit, weshalb für mich persönlich das „Einzigartige“ ein wenig verloren gegangen ist, aber nichts desto trotz sind der Ansatz, die Idee und auch die Umsetzung absolut fantastisch. 

Wer also schon immer mal ein Foto mi Stars a la Brad Pitt, George Clooney oder Daniel Radcliffe machen wollte, hat in MadameTussaud’s Wachsfigurenkabinett die Gelegenheit dazu. Natürlich dürfen auch die britischen Royals nicht fehlen! 

Natürlich ändert sich die Ausstellung ständig, weil immer wieder neue Celebrities, Sportler oder Politiker dazu kommen oder es gewisse, aktuelle Themenbereiche gibt. 

Diese teilweise erschreckend guten Nachbildungen sind wirklich phänomenal und ich bin mir sicher, dass speziell der erste Besuch etwas ganz Tolles ist. Das Original befindet sich hier in London und ist seit vielen Jahren eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in London. 

Informationen zu Preisen, sowie  die Möglichkeit zur Online-Buchung eines Tickets findet ihr hier.      

Tate Gallery of Modern Art

Direkt an der Millennium Bridge auf der Südseite der Themse befindet sich in einem ehemaligen Ölkraftwerk eines der weltweit größte Museen für zeitgenössische Kunst. Der Backsteinbau samt Eingangshalle ist schon etwas Besonderes, aber die Exponate im Tate Modern (so wird es ebenfalls genannt) sind herausragend. Hier kann man Werke von Pablo Picasso, Salvador Dalí oder Jackson Pollock plus diverse Installationen bestaunen.    

Neben den Kunstwerken empfiehlt sich ein Abstecher auf die Aussichtsplattform! Von dort hat man im zehnten Stock einen wunderschönen Blick auf die Skyline von London!

WICHTIG! Der Eintritt ist kostenlos, nur für Sonderausstellungen muss man bezahlen (allerdings erst vor dem entsprechenden Bereich).

Informationen zum Ticketing bekommt ihr hier auf der Homepage des Museums.    

Einkaufsmöglichkeiten

Die besten Tipps für kleine, besondere oder „andere“ Locations kommen ja oft von Locals. Nun ist München meine Heimatstadt, weshalb ich mich besonders freue, folgend ein paar meiner speziellen Tipps preiszugeben.

Ganz ehrlich, viele davon habe ich auch erst in den letzten Jahren kennen, aber schnell lieben gelernt.

Viel Spaß bei meinen Insidertipps!

Harrods

Das bekannteste Kaufhaus in London ist – wenig überwachsend – gleichzeitig eines der exklusivsten. Über sieben Etagen erstreckt sich ein Shopping-Wonderland mit einer besonders herausragenden Spielzeugabteilung, sowie Mode, Schmuck und natürlich auch einer exquisiten Delikatessenabteilung. Hier steht fast das Erlebnis über dem Einkaufen…

Oxford Street

Eine gigantische Shoppingmeile mit vielen bekannten Marken, die durch ihr opulenteS Erscheinungsbild wirklich beeindruckend ist. Ich muss sogar gestehen, dass ich immer wieder auch kleinere, sehr interessante Geschäfte inmitten der großen Flagstores entdeckt habe. 

Carnaby Street

Eine für mich besondere Straße, denn als ich in den 90ern das erste Mal dort war, handelte es sich um eine ganz andere Straße als es heute der Fall ist. Damals waren die Geschäfte eher etwas „schmuddelig“, ramschig oder „in der Zeit stehen geblieben“. In den diversen Klamottenläden gab es zum Beispiel T-Shirts mit provokanten Aufdrucken oder die Souvenirs waren eher etwas vom üblichen Mainstream entfernt. Heute ist alles etwas glatter und die Geschäfte sind „normaler“, aber der Charme ist dennoch irgendwie geblieben. Ich kann den Besuch dieser Einkaufsstraße in dem Stadtteil Soho nur empfehlen! 

By the way, Chinatown ist ganz in der Nähe!   

Vauxhall Park

Ein wie ich finde sehr schöner, kleiner und atmosphärischer Park, den man so vielleicht nicht unbedingt auf dem Schirm hat. Ich bin auf den Park gekommen, weil ich zwei Filmlocations besucht habe. Mehr

Meine besten Spot-Tipps in London auf einer Karte

Auf dieser Karte sind Sehenswürdigkeiten, Filmlocations, Sportlocations, Restaurants, Hotels und Ausflugsziele markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.

Meine Hotel-Tipps für London

Die Frage nach einem passenden Hotel in London ist genauso beliebt wie schwer zu beantworten. London ist riesig und es gibt leider kein Stadtviertel, das alle wichtigen Kriterien vereint. Daher stellen sich für mich wichtige Fragen:

  • Wo?
  • Was kostet es?
  • Was erwarte ich von meinem Hotel?
  • Gibt es auch gute Appartements?

Gehen wir es mal der Reihe nach durch:

  • Wo?
    Nun, hier gibt es mehrere Philosophien:
    a) Entweder mittig, um in alle Richtungen flexibel zu sein. Macht Sinn.
    b) Oder in einem Viertel, in dem man gerne ist, sprich wo man in der Umgebung viel unternimmt.
    Wenn ich danach gehen würde, würde ich vermutlich ein Hotel in den Stadtteilen
    City of London (nördliche der Themse, Highlight St. Paul’s Cathedral)
    Covent Garden (nördlich der Themse, direkt westlich neben City of London)
    Westminster (südwestliche der Themse, Highlights Westminster Abbey) suchen. Dies wären für mich die idealen Ausgangspunkte um London zu erkunden.
    Man liest immer viel von Soho, nun, das ist ein Ultra trubeliger, voller, lauter und vor allem TEURER Stadtteil. Das kann man gerne mal checken, aber für mich wäre es nichts.
    Notting Hill hat vielleicht auch jeder im Kopf, allerdings ist da man da wirklich recht weit ab vom Schuss, das würde ich also auch nicht unbedingt empfehlen.
  • Was kostet es?
    Wenn man eine immer noch gute Lage möchte, aber vielleicht nicht ganz so viel Geld ausgeben möchte, dann würde ich die Stadtteile
    Southbank & Southwark (südlich der Themse, Highlight The Shard)
    Paddington (nördlich des Hyde Parks)
    empfehlen. Nicht ganz mittendrin, aber sehr nah dran, nicht zu fancy und trotzdem interessant. Ich habe genau in diesen beiden Stadtvierteln zuletzt übernachtet und muss sagen, dass ich sehr zufrieden war.
  • Was erwarte ich von meinem Hotel?
    Ganz wichtiger Aspekt.Denn ich finde, bei einer Reise nach London ist meistens die Stadt der Star und NICHT das Hotel.
    Will sagen, man soll sich natürlich in seinem Zimmer wohl fühlen, aber normalerweise verbringt man sehr wenig Zeit in seinem Zimmer. Entsprechend sollte man seine Erwartungen auf das Wesentliche reduzieren, um sich preislich nicht in absurde Unkosten zu stürzen. Wer ein Hotel mit fancy Dachterrassen-Pool möchte, der muss preislich gleich in ein ganz anderes Regal greifen.
  • Gibt es auch gute Appartements?
    Schwierig. Die Suche danach lohnt sich definitiv, vor allem in Stadtteilen ganz leicht außerhalb des Zentrums. Da gibt es sehr viele, recht interessante Angebote. Im Zentrum sind die Appartements meist genauso teuer wie die Hotels.
    ABER, bei Appartements auf jeden Fall aufpassen, ich habe hier ganz oft erst auf den zweiten Blick die Haken wie laute Umgebung, hellhörige Wände oder durchgelegene Matratze erkannt. Insofern, gerne ausprobieren, aber unbedingt GENAU hinschauen.

Basierend auf all diesen Punkten habe ich zwei Hotels, die ich richtig gut fand:

The Mad Hatter Hotel, Southwark

Dieses charmante 3-Sterne-Traditionshotel besticht durch ein hübsches Interior und die ausgesprochen praktische Lage.

So ist man in

  • 10 Minuten ist man zu Fuß bei der Millennium Bridge und dem Museum Tate Modern,
  • 15 Minuten bei der St. Paul’s Cathedral und
  • 20 Minten bei The Shard.

Direkt ums Eck befindet sich zudem eine Underground-Station, so dass man gut angebunden ist.

Zudem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis ausgesprochen fair (siehe hier bei booking.com) und im Hotel befindet sich ein prima Pub – falls es abends mal schnell und unkompliziert sein soll.

3-7 Stamford St

The Westbourne Hyde Park Hotel

Ein sehr modernes und ruhiges (!) Hotel nahe dem Bahnhof Paddington Station.

Es ist ausgesprochen modern und stilvoll eingerichtet, alles ist sauber und das Personal war freundlich und zuvorkommend.

Die Zimmer sind nicht wirklich groß, das ist vielleicht der einzige Haken, aber es ist alles da, was man braucht – inklusive Nespresso-Kaffeemaschine.

Die Lage fast direkt am Hyde Park und nahe der Paddington Station (sehr praktisch, wenn man mit dem Zug vom Flughafen Heathrow ankommt) ist natürlich großartig.

Am Abreisetag kann man zudem sein Gepäck kostenlos aufbewahren.

Für mich das perfekte Hotel für eine aktive Städtereise (siehe hier bei booking.com).

51 Gloucester Terrace

Meine Restaurant-Empfehlungen in London

Ich bin kein richtiger Foodie und mache diesen Teil daher auch nicht größer als notwendig. Dafür gibt es sicherlich andere Seiten, die besser sind. ABER ich habe hier doch ein paar Tipps, die es vielleicht nicht auf jede Foodblog-Seite schaffen, dabei aber

  • sehr praktisch,
  • preislich interessant und
  • gut

waren. Manchmal sucht man zu viel und ignoriert prima Restaurants, die sich direkt in der näheren Umgebung befinden.

Frühstück / Cafés

Treelogy Speciality Coffee

Was? Frühstück & Kaffee

Ein Coffeeshop fast unmittelbar neben einem der größten Bahnhöfe Londons – kann das gut sein?!? Ja, und wie!!! Ich habe diesen Laden geliebt und regelmäßig viel mehr bestellt, als ich direkt vor Ort essen konnte.

Super Kaffee PLUS  Teilchen und Kuchen zum Niederknien. Jederzeit wieder!

50 Eastbourne Terrace

Gail’s Bakery Blackfriars

Was? Frühstück

Der Laden wirkt mit seiner großen Glasfront und der großen Theke irgendwie direkt einladend, aber die frischen Zimtschnecken sind DER Knaller. Dazu war der Porridge ebenfalls richtig gut!

Wenn man bereits früh morgens dort ist, kann man sogar zuschauen wie die Bleche voller, dampfendem Gebäck aus Backstube nach oben gebracht werden.

3 Blackfriars Rd

Mittag & Abend

Market Place Food Hall Vauxhall

Was? Mittags und Abends

Eine der besten Foodcourts, den ich je gesehen habe.

Es gibt viele kleine Stände in einer fröhlichen Atmosphäre mit unterschiedlichen, regionalen Ausrichtungen und alles war außergewöhnlich lecker. Was für ein Glückstreffer!

Unscheinbar von außen, aber wenn man hineingeht, möchte man am Liebsten an vier Ständen gleichzeitig bestellen…

7 S Lambeth Pl

The Glean Restaurant & Bar

Wer in der Nähe der St. Paul’s Cathedral einen gemütlichen Ort für ein Mittag- oder Abendessen sucht, ist hier im The Glean genau richtig. Unaufgeregt, stilvoll, gut.

Ich habe hier klassisch Fish & Chips gegessen, die Burger waren großartig und der Lachs von der Tageskarte war ebenfalls frisch und fantastisch.

15 Black Friars Ln

Honest Burgers Brewer St

Tatsächlich gibt es mehrere Honest Burgers in London, aber ich habe in Soho ein bezahlbares und entspanntes Restaurant gesucht, in dem ich abends ohne große Wartezeit nach einem langen Sightseeing-Tag „reinhauen“ konnte. Und siehe da, ich bin über diesen kleinen Laden gestolpert, in dem unaufgeregt extrem schmackhafte Burger serviert werden.

Was war ich an dem Abend froh, dass ich zufällig dieses Restaurant gefunden habe…

84 Brewer St

Portobello Garden Arcade

Die Hauptattraktion in Notting Hill ist die hippe Portobello Road mit seinen vielen Geschäften, Handwerks- und Second-Hand-Läden, Cafés und Restaurants. Wenn man genau auf dieser Straße eine Empfehlung ausspricht, ist die Gefahr groß, dass man sofort an „Touristenfalle“ denkt.

ABER, das Portobello Garden Arcade hat mich aus mehreren Gründen extrem positiv überrascht. Zum einen sitzt an sehr schön in einem kleinen atmosphärischen Wintergarten und zum anderen war das Essen frisch, lecker und aromatisch. Die Pasta war wirklich außergewöhnlich gut.

269b Portobello Road

Filmtourismus – wo kann ich Drehorte von berühmten Filmen finden?

Dass Filme eine häufige Inspirationsquelle für Reisen sind, ist sicherlich kein Geheimnis mehr. Und London steht hier exemplarisch für diesen Trend, denn kaum ein Film dient als besseres Beispiel dafür als die romantische Komödie Notting Hill mit Julia Roberts und Hugh Grant aus dem Jahre 1999. Vor dem Film konnte man Notting Hill kaum in irgendwelchen Reiseführern finden, aber seit dem William Thacker alias Hugh Grant dort „seinen“ Buchladen betrieben und auch noch um die Ecke gewohnt hat, strömen die Touristen in die Portobello Road.

Ich habe mir ganz bewusst ein paar schöne Spots herausgesucht, die ich euch folgend gerne beschreiben möchte. Natürlich ist dies nur eine kleine Auswahl, denn London ist eine Metropole der Filmindustrie und war schon unzählige Male Drehort für berühmte Filme oder Serien…

Harry Potter

Ich beginne mit DER Filmreihe, die in London sogar ein eigenes, zu besichtigendes Studio bekommen hat. Harry Potter! Ich denke mal der globale Bekanntheitsgrad liegt ähnlich wie der des britischen Königs. Natürlich gibt es in London einige ganz tolle Spots, die man während seines Aufenthalts sehr gut besuchen kann.

1. Gleis 9 3/4
Der Hogwarts Express und das berühmte Gleis 9 3/4, an dem Harry und seine Freunde durch die Wand hindurch laufen, sind ein ganz wichtiger Bestandteil der Harry Potter Filme. Dieses kann man in der Bahnhofsstation King’s Cross im Norden Londons besuchen. Allerdings befindet sich der Drehort in Wirklichkeit zwischen den Gleisen 3 und 4, zu denen man nur mit einem gültigen Ticket gelangt.
ABER, hier wurde etwas sehr Schönes geschaffen, und zwar gibt es in der Haupthalle einen extra angelegten Bereich für alle Harry Potter-Fans. Zum einen kann man sich in dem Harry Potter-Store mit zahlreichen Souvenirs eindecken und zum anderen mit einem in der Wand verschwindenden Gepäckwagen posieren. Ein tolle Sache!

2. Millenium Bridge
Diese ikonische Brücke hat zu Beginn des Films Harry Potter und der Halbblutprinz seinen großen Auftritt und wird spektakulär zerstört.
Tatsächlich wurde die Brücke im März 2008 für zwei Tage für die Dreharbeiten gesperrt.

3. Harry Potter Statue

Hierbei handelt es sich nicht wirklich um eine Filmlocation, aber trotzdem ist ein schöner Ort und ein prima Foto. Und zwar gibt es am Leicester Square, unweit vom Trafalgar Square diesen parkähnlichen Platz einige Statuen berühmter fiktiver Persönlichkeiten, wie eben zum Beispiel Harry Potter und der Paddington-Bär.

4. UND, dann gibt es natürlich noch DAS Highlight überhaupt und zwar die Warner Bros. Studio Tour in Watford, nördlich von London.

Notting Hill

Was für ein großartiger Film! Julia Roberts und Hugh Grant verzaubern das Publikum in einem der besten Filme im Jahre 1999. Und natürlich spielt sich alles in dem hippen Stadtviertel Notting Hill ab. Dort findet man auch heute noch die beiden bekanntesten Spots…

1. Die blaue Tür
Ein heimlicher Star des Films ist die Haustür von Hugh Grant und seinem liebenswert, schusseligen Mitbewohner. Einige der besten Szenen spielen sich direkt davor ab, weshalb man sie auch sofort wiedererkennen wird.
Erfreulicherweise befindet sie sich fast direkt an der „Hauptstraße“ Notting Hills, und zwar der Portobello Road. Es handelt sich mehr oder weniger um das Eckhaus an der Westbourne Park Road. Es ist tatsächlich kaum zu verfehlen.
280 Westbourne Park Rd

2. Der Bookshop
Den Arbeitsplatz von Hugh Grant, einen Buchladen, kann man nur wenige Meter entfernt besichtigen – er befindet sich in der 13, Blenheim Crescent.
13 Blenheim Cres

3. „Ain’t no sunshine“
In der dramatischen Szene, als es so aussieht, als ob die beiden sich „nicht bekommen“, schlendert Hugh Grant durch die Jahreszeiten an der Portobello Road entlang. Wenn man nach Notting Hill fährt, ist diese Straße sowieso eine der Hauptattraktionen, so dass es Hugh Grant gleichtun kann – nur vielleicht mit guter Laune…

James Bond

Und natürlich gehört auch der berühmteste Spion der Welt nach London! Das Kuriose, in dem Fall ist die Filmlocation genau das, was es auch in der Realität ist! Das Hauptgebäude des MI6, welches in dem James Bond-Film „Spectre“ in die Luft gejagt wird, ist tatsächlich das Hauptquartier des britischen Secret Intelligence Service!

Selbstredend kann man es nicht besichtigen, aber man bekommt einen sehr schönen Blick auf dieses markante Hochhaus von der die Themse überquerende Vauxhall Bridge.

85 Albert Embankment bzw. Vauxhall Bridge

Tatsächlich… Liebe

Neben Notting Hill ein weiterer zauberhafter Film aus London, ebenfalls mit Hugh Grant. Allerdings ist dieser Episodenfilm ganz anders aufgebaut, weshalb er auch quer durch die London springt. Die vielleicht schönste Szene des Film spielt erneut im Herzen von Notting Hill, und zwar vor der Haustür des frisch verheirateten Ehepaars Peter und Julia (Keira Knightley).  Hier gesteht der unglücklich verliebte Mark Julia stillschweigend seine Liebe in dem er Kartonkarten der Reihe nach umblättert. Eine sehr berührende Geste. Das Haus in der charmante Seitenstraße befindet sich in der  27 St Luke’s Mews, W11.

Fun Facts zu London

  • Die Kuppel der St. Paul’s Cathedral ist 111 Meter hoch, was 365 Fuß entspricht – einem Fuß für jeden Tag des Jahres. 
  • Für Szene in dem Film Harry Potter und der Halbblutprinz wurde die Millennium Bridge im März 2008 für zwei Tage gesperrt.  
  • Wenn am Buckingham Palace die britische Flagge am Dachgiebel des Palastes weht, ist der König zuhause!
  • London hat vier UNESCO-Welterbestätten: Westminster Palast und Westminster Abtei, Tower von London, Maritimes Greenwich und die Königlichen Botanischen Gärten von Kew.
  • The Shard war von Juli bis Oktober 2012 mit 310 Metern der höchste Wolkenkratzer Europas. Danach wurde er von einige Gebäuden in Russland übertrumpft.  
  • Bei dem Big Ben handelt es sich NICHT um den Glockenturm, sondern um die schwerste der insgesamt fünf Glocken des Elisabeth Tower. So heißt der Turm korrekterweise, allerdings wird im Volksmund mit Big Ben fälschlicherweise der ganze Turm bezeichnet.   
  • Der Elisabeth Tower ist 96 m hoch und hat überraschenderweise einen Schiefstand von 0,26 °, was einen Überhang von immerhin 46 cm bedeutet. 
  • Der Buckingham Palace verfügt über 775 Zimmer! Dazu zählen 52 Schlafzimmer für die königliche Familie, 188 Schlafzimmer für Bedienstete, 78 Badezimmer und 92 Büros. 
  • Die Wellington Barracks (Kaserne), von der die Wachen bei der „Changing of the Guard“-Zeremonie in Richtung Buckingham Palace marschieren, befindet sich ca. 270 m vom Palast entfernt.
  • Die berühmte Seeschlacht von Trafalgar, nach der der zentrale Platz in London benannt wurde, weil Admiral Horatio Nelson dort die Flotte Napoleons besiegte, befindet sich im Süden von Spanien. Genauer westliche vor der Straße von Gibraltar.          
  • Wenn Prince William und seine Kate nicht in Schloss Windsor sind, haben sie für ihre Londonaufenthalte eine Wohnung im Kensington Palace. 
  • Das letzte Tor im alten Wembley-Stadion erzielte der deutsche Nationalspieler Didi Hamann im Rahmen eines Qualifikationsspiels für die WM 2022. Für das neue Wembley-Stadion wurde nahe des Bahnhofs Wembley Stadion eine Fußgängerbrücke errichtet und es wurde damals eine Umfrage für den Namen dieser Brücke gestartet. Hier stimmte ein Großteil der Teilnehmer (überwiegend aus Deutschland) für Dietmar Hamann Bridge! Dieser Name ist es letztlich aber nicht geworden, sondern man entschied sich für The White Horse Bridge.