Reisetipps Schweiz – Genf

  • Die Lage am Genfer See und am Fluss Rhone ist einfach nur traumhaft! Bei gutem Wetter ist das Flair rund um den See fantastisch.

  • Genf ist durchaus französisch geprägt und trägt deshalb auch den Spitznamen „Klein-Paris“.

  • Die Altstadt, die etwas erhaben über dem Rest der Stadt thront, ist ausgesprochen sehenswert und ein toller Shopping-Spot. 

  • Neben New York befindet sich in Genf der zweite Sitz der UNO. 

  • Das europäische Zentrum für Kernforschung CERN liegt vor den Toren der Stadt.    

Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?

Impressionen aus Genf – ein kleines „Best-of“

Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps

Hier die wichtigsten Informationen rund um eine Reise nach Genf:

  • Generell
    Die Stadt Genf liegt im schweizerischen Kanton Genf, wobei die Stadt bei ca. 200.000 Einwohnern und der Kanton bei ungefähr 500.000 Einwohnern. Nur Zürich ist als Stadt größer. Durch die außergewöhnlichen Lage im südwestlichen Ausläuferzipfel der Schweiz ist Genf sehr französisch geprägt.

    Im Norden begrenzt das Jura-Gebirge die Stadt, im Süden und Osten die Alpen, wodurch es zu einer besonderen Optik rund um die Stadt kommt.

    Ich habe Genf als ausgesprochen charmante Stadt empfunden, zum einen aufgrund der großartigen direkt Lage am Wasser und zum anderen weil Genf schon irgendwie ein kleiner Widerspruch in sich ist. Auf der einen Seite das internationale Flair, auf der anderen Seite das sehr kompakte Stadtzentrum.

  • Wie komme ich nach Genf?
    Man sollte die Entfernung in den Süden der Schweiz nicht unterschätzen, denn ab Zürich sind es beispielsweise mit dem Auto doch noch drei Stunden! Vor allem das Tempolimit auf der Autobahn ist hier ein kleiner Zeitfresser. Aus dem Grund habe ich versucht aus der Not eine Tugend zu machen und habe einen Zwischenstopp in Bern eingelegt, was nahezu genau auf der Hälfte der Strecke liegt.

    Ansonsten gibt es auch gute Flugverbindungen aus Deutschland nach Genf.

  • Wann ist die beste Reisezeit für Genf?
    Genf ist in Sachen Wetter eine knifflige Sache, denn es liegt – obwohl von Bergen umgeben – nur 374 m über dem Meeresspiegel. Sogar im Winter kommt es eher selten zu Schneefällen und die Temperaturen sinken nicht so weit hinuntern wie man meinen möchte (ca. 0- 5 Grad Celsius). Im Sommer würde ich das Klima als mediterran beschreiben, sprich warm aber nicht zu heiß.

    Ich selbst war im April dort und da war es windig und durchaus noch recht frisch.

    Wenn man also eine Städtereise im Sommer unternehmen möchte, es aber nicht so heiß wie in Italien sein soll, dann wäre Genf eine feine Variante.

  • Wieviel Zeit sollte ich einplanen?
    Wenn man möchte kann man Genf tatsächlich auch an einem Tag besichtigen. Dies beinhaltet aber nur die Sehenswürdigkeiten in der Stadt und zB nicht CERN oder ähnliches. Ich würde zwei volle Tage (drei Nächte) empfehlen, dann hat man Zeit, kann bummeln, etwas einkaufen und auch die jeweiligen Seeseiten – bei schönem Wetter – genießen. 
  • Wie bezahlt man in Genf bzw. in der Schweiz?
    Hier kommt ein kleiner Pferdefuß, denn in der Schweiz ist weiterhin der Schweizer Franken die bestimmende Währung. Man kann zwar hier und da in Euro bezahlen, aber nicht so „selbstverständlich“ wie man vielleicht meinen möchte. Ich würde empfehlen weitestgehend mit Kreditkarte zu bezahlen oder ggfs. ein bisschen Bargeld vor Ort am Bankomat abzuheben.   
  • Wie bewege ich mich in Genf?
    Zu Fuß! Oder mit dem Schiff. Beides macht gleichermaßen den ganz besonderen Charme von Genf aus. Zum einen kann man sehr schön und sehr gut die Stadt zu Fuß erkunden, zum anderen sind die Wassertaxis die ideale Ergänzung weil sie beiden Uferseiten angenehm miteinander verbinden.

    Tatsächlich sind die so genannten Genfer Pendelschiffe, die „Mouettes Genevoises“ eine eigene Attraktion, schließlich gibt es diese gelben Wassertaxis bereits seit 1897. Da die Fahrpläne sehr eng getaktet sind, muss man auch nie lange warten, so dass man auch mal spontan  ganz kurzfristig einen Ortswechsel vornehmen kann.
    Mehr Informationen dazu gibt es hier auf der offiziellen Internetseite.

  • Gibt es einen Citypass in Genf?
    Ein guter Übergang, denn eine Variante wäre noch der City-Pass, der wahlweise alle öffentlichen Verkehrsmittel inkludiert.

    Den Pass bucht man für 24, 48 oder 72 Stunden und erhält damit die Möglichkeit über 70 Attraktionen in und rund um Genf kostenlos oder ermäßigt zu nutzen.

    Wenn man das Hardcore-Besichtigungsprogramm durchziehen möchte, ist dieser Pass ganz sicher eine gute Optionen, allerdings finde ich, dass Genf durchaus eine Stadt ist, die davon lebt, dass man auch mal etwas ziellos umher schlendert und die Atmosphäre aufsaugt. So habe ich es gemacht und es sehr genossen…

Die besten Spots in Genf

Folgend nun die verschiedenen Spots und Sehenswürdigkeiten in Genf mit Erklärungen und Infos zu dem jeweiligen Besuch.

Für eine Städtereise nach Genf kann man sagen, dass sich die Stadt in drei Bereiche unterteilt: 

  • Rive Droite (die von oben betrachtet linke Seite des Sees – See auf der rechten Seite)
  • Zentralbereich mit der Altstadt
  • Rive Gauche (die von oben betrachtet rechte Seite des Sees – See auf der linken Seite)

Jetzt kommt eine verwirrende Info, aber wer französisch spricht, wird sich wundern, denn droite bedeutet rechts und gauche bedeutet links, ABER bei der Benennung der Stadtbereiche gilt die Fließrichtung des Flusses Rhone und diese verläuft von Nordosten nach Südwest, sprich genau umgekehrt! Und daher auch die „umgekehrte Betitelung“ der Stadtbereiche.   

Ich werde die Sehenswürdigkeiten in diesem Fall von links, über zentral nach rechts anordnen und nicht nach der vermeintlichen „Wichtigkeit“. Dies bezieht sich aber nur auf die Topspots in der Stadt, sprich CERN oder der Bereich UNO zählen hier nicht dazu. 

Genfer See / Jet d’Eau

Das offensichtlichste Highlight ist zweifelsohne der See. Dadurch, dass sich der Genfer See wie eine große Bucht in die Stadt „hineingräbt“ kann man wunderbar an den diversen Promenaden am See entlang flanieren, sich auf die Bänke setzen und einfach nur das Panorama genießen. Das ist so definitiv außergewöhnlich und verleiht Genf ein ganz besonderes Flair. 

Mitten in der Bucht befindet sich mit der 140 Meter hohen Wasserfontäne so etwas wie das Wahrzeichen der Stadt.  Hier wurde bereits 1891 das ehemalige Sicherheitsventil der Wasserwerke in einen beeindruckenden Springbrunnen umgebaut, bei dem nun ca. 500 Liter Wasser pro Sekunde herausgeschossen werden. Normalerweise läuft die Anlage von 10 Uhr bis 16 Uhr, in den Sommermonaten sogar länger (nur im November erfolgt eine Wartung). 

Natürlich kann man auf dem See auch eine Bootsfahrt buchen (Dauer knapp eine Stunde), allerdings finde ich nicht, dass diese zwingend notwendig ist. Klar, wenn man mal entspannt über den Genfer See schippern möchte, lohnt sich die Tour schon, aber nur wegen der Aussicht müsste man die Fahrt nicht machen.  Hier gibt es genauere Informationen dazu.    

Bains des Pâquis (Rive Droite)

Für mich eines der absoluten Highlights in Genf ist dieses besondere Freibad am nordwestlichen Uferbereich. 

Die Bezeichnung Freibad habe hierbei als leicht irreführend empfinden, aber als solches wird es nun mal offiziell bezeichnet. Für mich handelt es sich vielmehr um eine promenadenähnliche Hafenmole, die zusätzlich über einen Kiesstrand verfügt – aber das mag auch saisonal unterschiedlich sein. Ich war nämlich im Frühjahr dort, sprich deutlich zu früh fürs Baden, aber ich fand speziell die Stimmung dort einfach herrlich.  Auf der einen Seite befinden sich zwei Cafés / Restaurants, die so ein bisschen das Flair einer Badeanstalt aus den 50er / 60er Jahren versprüht. Hier kann man herrlich frühstücken, einen Café schlürfen und einfach nur die wunderbare Aussicht genießen. 

Ganz am Ende der Mole findet man noch einen kleinen, romantischen Leuchtturm (Phare des Pâquis) aus dem Jahr 18974 der die Hafeneinfahrt „bewacht“ und ein fantastisches Fotomotiv darstellt.  

Weitere Informationen zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen zum Bains des Pâquis gibt es hier.

Rotonde du Mont-Blanc / Denkmal Kaiserin Elisabeth (Rive Droite)

Wenn man weiter entlang des Genfer Sees Richtung Innenstadt spaziert, gelangt man zu dem kleinen, besonders schön bepflanzten Park Rotonde du Mont-Blanc. Von hier ist der Aussicht auf die Wasserfontäne Jet d’Eau – mit dem Berg Mont Blanc im Hintergrund – grandios! 

In dem Park befindet sich auch ein Denkmal der beliebten Kaiserin Sissi, die tragischerweise in dem gegenüberliegenden, legendären 5*-Hotel Beau-Rivage Genève, nach einem Attentat mit einer Feile, gestorben ist. Im Übrigen genauso wie der damals gerade zurückgetretene Ministerpräsident  Schleswig Holsteins Uwe Barschel.  

Monument Brunswick (Rive Droite)

Schräg gegenüber der Rotonde du Mont-Blanc kann man gar nicht anders, als das sehr auffällige Monument Brunswick zu entdecken. Es handelt sich um ein Grabmal für den Herzog Karl II aus Braunschweig (auf Englisch: Brunswick), der 1873 leider ebenfalls im Hotel Beau-Rivage Genève gestorben ist. Als Alleinerben hatte er damals die Stadt Genf bestimmt, allerdings mit der Auflage, dass er Mausoleum an einem prominenten Ort erhalten müsse. 

L’Île / Île Rousseau 

Direkt am Übergang vom Bereich Rive Droite (also der von oben betrachtet linken Seite der Stadt am See) zum zentralen Teil der Stadt, nämlich mitten im Fluss Rhone, befinden sich die beiden Inseln L’Île und Île Rousseau.

Die L’Île ist die deutlich kleinere Insel und ein idealer, romantischer Zwischenstopp. Speziell das Café Lake House lädt zu einem Frühstück oder einem Snack ein. 

Auf der Île Rousseau befindet sich ein ehemaliges Wasserwerk, das ein prima Fotomotiv darstellt.  

Jardin Anglais / L’Horloge Fleurie (Zentralbereich) 

Dass eines der meistfotografierten Motive in Genf eine Uhr ist, dürfte bei den Schweizerischen Uhrmacherküsten vielleicht nicht überraschen, aber wenn man berücksichtigt, dass es sich um eine Blumenuhr (L’Horloge Fleurie) handelt, ist es vielleicht doch etwas außergewöhnlich. Diese befindet sich im 1854 angelegten Jardin Anglais (englischen Garten), der sich wiederum mit einer Traumlage zwischen Genfer See und der Altstadt auszeichnen kann.

Die 1955 errichtete Blumenuhr ist schon alleine aufgrund ihrer Größe besonders, denn die Zeiger haben immerhin eine Länge von 2,5 m! Das Zifferblatt besteht aus unzähligen Blumen, wobei das gesamte Arrangement sogar ungefähr 12.000 Blumen umfasst. 

Rue Basses / Altstadt (Zentralbereich / Altstadt) 

Wenn man anfängt sich mit der Altstadt von Genf zu beschäftigen wird man vermutlich viele französische Namen und Straßenbezeichnungen lesen. Das kann durchaus verwirrend sein, weshalb ich das direkt mal am Anfang ein wenig erklären bzw. vereinfachen möchte. 

Rue Basses – Hierbei handelt es sich (grob) um die Straßen zwischen dem Jardin Anglais und der beginnenden Altstadt. Dies ist also eine Art Sammelbegriff. 

Rue de Rhone – Eine der Straßen der Rue Basses, die parallel zum Jardin Anglais verläuft. Es handelt sich um DIE luxuriöse Einkaufsstraße in Genf.

Rue de Rive – Eine Parallelstraße weiter Richtung Altstadt und ebenfalls eine der beliebtesten Shoppingmeilen.  

Rue de la Madeleine – Die Straße an sich finde ich gar nicht so spannend (noch eine weitere Parallelstraße), aber der Platz am Ende am Rand der Altstadt, nämlich der Place de la Madeleine, ist richtig schön.  

Grand Rue – Eine generell „wichtige“ Straße für Genf, da sich diese quer durch die Altstadt zieht und hoch oben in der Stadt direkt am Rathaus (Hôtel de ville de Genève) endet.   

Place du Bourg-de-Four – Ähnlich wie der Place de la Madeleine ein richtig atmosphärischer Platz in der Altstadt. 

Cathédrale Saint-Pierre de Genève (Zentralbereich / Altstadt) 

Das Highlight in der Altstadt von Genf ist aber natürlich die Kathedrale St. Pierre. Dieses imposante Bauwerk aus dem 12ten Jahrhundert ist insofern interessant, als dass es zuerst im romanischen Baustil begonnen wurde, aber im 13ten Jahrhundert im gotischen Stil beendet wurde. 

Gleichzeitig bietet die Kathedrale die beste Aussicht in Genf, denn von dem niedrigeren Nordturm hat man einen sagenhaften Blick auf den Genfer See. Für die besten Bilder, würde ich die Mittagszeit empfehlen, denn dann hat man die Sonne im Rücken. 

Promenade de la Treille (Zentralbereich)

Direkt hinter dem Rathaus Richtung Süden geht es deutlich bergab, wobei im oberen Bereich die Promenade de la Treille verläuft, von wo man eine großartige Sicht auf den südwestlichen Teil der Stadt, den Parc des Bastions, sowie die Universität von Genf hat. Hinzu kommt, dass sich dort – mit einer Länge von 121,30 Metern – die längste Holzbank der Welt befindet. 

Reformationsdenkmal

Unmittelbar unter der Promenade de la Treille versteckt sich im Parc des Bastions das für mich etwas unterschätzte Reformationsdenkmal, welches man in jedem Fall besuchen sollte. Hierbei handelt es sich um eine ca. 100m lange Wand, die sich mit der über 450 Jahre langen Geschichte des Protestantismus befasst. Auch wenn man mit der Thematik an sich vielleicht nicht sonderlich anfangen kann, so sind doch vor allem die vier gewaltigen Büsten der wichtigsten Personen der Reformation sehr sehenswert. 

Generell fand ich, dass dieses Areal sehr ansprechend und stilvoll angelegt wurde, weshalb ich alleine schon einen Abstecher empfehlen würde.

Plage des Eaux-Vives (Rive Gauche)

Nun wechsle ich auf die südwestliche Seite des Genfer Sees, sprich die Rive Gauche. Hier gibt es zwar nicht die klassischen Sehenswürdigkeiten, aber dieser ganze Bereiche versprüht – speziell am Seeufer – unheimlich viel Charme.  

Schon alleine die Uferpromenade Quai Gustave-Ador lädt zu einem entspannten Spaziergang ein. Hier reihen sich viele, kleine Cafés aneinander und speziell nachmittags herrscht hier in der tief stehenden Sonne ein wunderbares Ambiente. 

Eines der schönsten Piers ist das Plage des Eaux-Vives, welches alleine schon durch die große, vorgelagerte Grünfläche samt Kiesstrand auffällt. Dahinter tut sich dann ein großer Hafenbereich auf.  Mir hat hier speziell das Restaurant de la Plage mit einer überraschend guten Küche und einer herrlichen Aussicht sehr gut gefallen. 

Parc La Grange & Parc Eaux-Vives (Rive Gauche)  

Auf der anderen Straßenseite des Quai Gustave-Ador direkt gegenüber des Plage des Eaux-Vives befindet sich die weitläufige Parkanlage Parc la Grange mit einer großartigen Rosensammlung (ideal im Mai/Juni) und einer beeindruckenden, herrenhausähnlichen Villa, die auf einem Hang über dem Genfer See thront. 

Direkt im Osten angrenzend befindet sich der genauso schöne Parc Eaux-Vives mit dem stilvollen Hôtel du Parc des Eaux-Vives, welches über eine sagenhafte Restaurant-Terrasse mit einer wunderbaren Aussicht verfügt. Ein kleiner Tipp für Tennisfans, direkt dahinter kann man die Tennisanlage des ATP Turniers besuchen, welches jedes Jahr ca. Mitte Mai hier stattfindet. 

UNO 

Leicht außerhalb des Stadtzentrums (dabei aber näher als man meinen möchte – ca. 35 Minuten zu Fuß, 15 Minuten mit der Bahn) findet man einen ganz besonderen Ort, nämlich den europäischen Sitz der UNO. 

Schon alleine der Place des Nations (gleichzeitig die Tramstation) mit dem imposanten Broken Chair, der als Mahnmal gegen den Gebrauch von Landminen steht, ist äußerst sehenswert. Direkt auf der anderen Straßenseite fällt die Fahnenallee ins Auge, die man allerdings nur durch einen Zaun fotografieren kann. 

Besichtigen kann man dagegen den Völkerbundpalast, dem international  zweitwichtigsten Gebäude der UNO nach dem Hauptsitz in New York, wobei man die Eintrittskarten nur vorab auf der Homepage des Genfer Tourismusbüros buchen kann.

Meine besten Spot-Tipps in Genf auf einer Karte

Auf dieser Karte sind Sehenswürdigkeiten, Filmlocations, Sportlocations, Restaurants, Hotels und Ausflugsziele markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.

Mein Hotel-Tipp für Genf

Zunächst einen generellen Hinweis für die Hotelsauswahl in Genf. Hinsichtlich der Lage würde ich nämlich immer empfehlen nach Hotels im Bereich Rive Droite zu suchen. Die Gründe sind folgende:

  • Die Hotels in der Altstadt sind zumeist unfassbar teuer. Klar, die Lage ist dort ideal, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis ist dort nicht ideal. 
  • In diesem Bereich kann man generell ein bisschen mehr erleben / sehen und es ist ein wenig „bodenständiger“. Sprich, es gibt auch Restaurants, die nicht direkt den Geldbeutel sprengen.  

Hotel N’vY

Meine Wahl ist auf das Hotel N’vY gefallen, weil ich den Preis außerordentlich attraktiv fand, es gute Parkmöglichkeiten gibt und die Zimmer besonders schön und ansprechend sind. Ich hatte ein Superior Doppelzimmer und die Badewanne alleine war schon DER Knaller. Dazu war die Sitzecke gemütlich und das Bett extrem angenehm. 

Rue de Richemont 18, 1202 Genève

Meine Restaurant-Empfehlungen in Genf

Ich habe hier ein paar Empfehlungen zusammengestellt, die vielleicht helfen im Stadtzentrum gute Restaurants zu finden.

White Rabbit

(Rive Droite)

Der perfekte Frühstücks-/Brunch-Tipp! Die Deko ist maximal ausgeflippt (Stichwort: Alice im Wunderland), aber das Essen war ein Gedicht. Die Avocado Toasts waren außergewöhnlich gut, die Früchte-Bowl war sehr lecker und die Smoothies waren richtig frisch. Generell wurde alles sensationell zubereitet. Eine klare Empfehlung!  

Rue du Cendrier 12, 1201 Genève

Pasta People

Ein klasse Restaurant mitten in der Altstadt. Manchmal hat man nach einem anstrengen Städtetag Lust auf gehaltvolles Essen. Was gibt es da besseres als eine prima Pasta…?! Wenn man noch dazu ein Filmfan ist, wird man hier seine wahre Freude haben, denn viele Gerichte haben einen Kinobezug. Wie wäre es demnach mit einer Forrest Gump- oder eine James Bond-Pasta? Das Essen war überraschend großartig – ich meine, wie besonders kann eine Pasta sein? Sehr. 

Rue de la Fontaine 13, 1204 Genève

Restaurant de la Plage

Hier muss unterscheiden, es gibt einmal das „echte“ Restaurant und dann gibt es die „Seebar“ (so nenne ich sie jetzt einfach mal). Ich habe die Seebar besucht, und zwar zu einem späten Mittagessen an einem sonnigen Nachmittag. Man kann hier herrlich eine Kleinigkeit in sehr angenehmer Atmosphäre essen und ich fand meine Fish & Chips ausgesprochen lecker. So gut hatte ich sie gar nicht erwartet… Wer es mal unkompliziert mag und dabei gerne am See sitzen möchte, ist hier genau richtig.   

Quai Gustave-Ador 75, 1207 Genève

Fun Facts zu Genf

  • Der ikonische Jet d’Eau war eigentlich nicht als Springbrunnen gedacht. Als die hydraulische Pumpstation eingeweiht wurde, um die Fabrikmaschinen mit Strom zu versorgen, musste der Wasserdruck in die Luft entweichen. Als der Brunnen zum ersten Mal in Betrieb genommen wurde, schoss das Wasser unerwartet in den Himmel. Alle Beteiligten fanden das so toll, dass das Ventil bald zu einem wichtigen Wahrzeichen der Stadt wurde.
  • Im Süden der Altstadt findet man an der Promenade de la Treille die längste Holzbank der Welt. Sie wurde 1767 aus 180 Holzbrettern errichtet und hat eine Länge von 121,30 Metern.
  • Im Jahr 1989: hatte ein Wissenschaftler am CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung, die Idee einer neuen Methode, Informationen im Internet zu teilen – der Ausgangspunkt der Webseitenentwicklung.
  • 1868 kreierte Patek Philippe mit einer sehr feinen Damenuhr die erste Schweizer Armbanduhr. Auftraggeberin war eine ungarische Gräfin. Es scheint also, dass Frauen lange vor den Männern Armbanduhren trugen.
  • Zwei Flüsse, die sich in Farbe, Ursprung, Geschwindigkeit und Verhalten unterscheiden, treffen sich direkt in Genf, bevor sie durch Südostfrankreich fließen. Es handelt sich um einen Fluss, der dem Rhône-Gletscher in den Schweizer Alpen entspringt und in Genf in die Arve mündet – ein einzigartiges und wunderschönes Naturphänomen.
  • Der Genfer See erstreckt sich über zwei Länder. Dieser wunderschöne See liegt zu 60 % in der Schweiz und gehört zu 40 % zu Frankreich.