Reisetipps Ägypten – Luxor
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Luxor steht gefühlt ein klein bisschen im Schatten von Kairo, auch wenn es eigentlich sogar mehr Tempel und Ausgrabungsstätten gibt.
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Vom Roten Meer werden täglich Ausflugstouren nach Luxor angeboten.
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Highlights sind der Karnak-Tempel, das Tal der Könige, der Totentempel der Hatschepsut und der Luxor-Tempel
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Die Ballonfahrten, bei denen man über die Stadt und die Wüste schwebt, sind ein ganz besonderes Erlebnis.
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Am Schönsten ist Luxor, wenn man dort ein bis zwei Nächte verbringt.
Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?
- Impressionen aus Luxor – ein kleines „Best-of“
- Übersicht, wichtigste Fakten und gute Tipps zu Luxor
- Die besten Spots und Aktivitäten in Luxor
- Meine besten Spot-Tipps in Luxor auf einer Karte
- Meine Hoteltipps für Luxor
- Fototipps, die euch gerne mitgeben möchte
- Filmtourismus – wo kann ich die Drehorte von berühmten Filmen finden?
- Fun-Facts zu Luxor
Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps
Ich war bereits fünfmal in Luxor, dreimal davon als Tagestour, einmal im Rahmen eines mehrtägigen Aufenthalts und einmal zu einer ägyptischen Hochzeit.
Luxor ist eine sehr faszinierende Stadt mit sehr besonderen Locations, die allesamt extrem sehenswert sind. Ich war auch deshalb schon so oft in Luxor, eben weil die verschiedenen Stätten nie ihre Faszination verlieren.
Allerdings muss man auch wissen, dass sich gefühlt in der ganzen Stadt (zumindestens, der wo sich die Besucher aufhalten) ALLES um den Tourismus dreht. Vor allem die Tagesausflüge spielen hier eine sehr große Rolle.
- Generell
Luxor liegt im Landesinneren direkt am Nil und ist neben Hurghada und Sharm-el-Sheikh die wichtigste, touristische Stadt in Ägypten. Dabei ist sie überraschenderweise relativ klein, zu mindestens was die Einwohnerzahl angeht. Die antiken Stätten von Luxor zählendem Welterbe der UNESCO. - Ist Theben Luxor?
Mehr oder weniger, ja. Über den Ortsnamen Theben wird man im Zusammenhang mit Luxor häufiger stolpern, daher möchte ich dies kurz erklären.
Das heutige Luxor liegt geographisch an der gleichen Stelle, an der sich im Alten Ägypten die Stadt Theben befand. Damals wie heute wurde die Stadt durch den Nil geteilt, weshalb es die beiden Bereiche Theben-Ost- und Theben-West gab. Heute spricht man von Luxor (mehr oder weniger), wenn man Theben-Ost meint. Der Begriff Theben-West wird demnach sogar heute noch verwendet.
Aus touristischer Sicht befinden sich in Luxor unter anderem der Karnak- und der Luxor-Tempel und in Theben-West beispielsweise das Tal der Könige und der Totentempel der Hatschepsut. - Wie weit ist Luxor vom Roten Meer entfernt?
Tagesausflüge nach Luxor sind, während eines Badeaufenthalts am Roten Meer, eine sehr beliebte und lohnenswerte Aktivität. Allerdings nimmt dies tatsächlich zwischen 14 bis 16 Stunden in Anspruch. Hierbei fährt man meistens in Bus-Konvois.
Von Hurghada aus sind es ungefähr 4 1/2 Stunden. Dabei fährt man über die Stadt Safaga, weshalb es von dort „nur“ ungefähr 3 1/2 Stunden Fahrtzeit sind. Von der Soma Bay sind es ca. 4 Stunden und von El Qusier aus muss man mit 4 1/4 Stunden rechnen. - Gibt es Flüge nach Luxor?
Früher gab es regelmäßig Direktflüge ab Deutschland nach Luxor, mittlerweile ist dies saisonal sehr unterschiedlich.
Allerdings lässt sich Luxor sehr gut mit Kairo kombinieren, da es von dort täglich sehr viele und auch günstige Flüge gibt. - Gibt es eine beste Reisezeit für Luxor?
Das ist eine ganz spannende Frage. Sehr viele Badeurlauber reisen in den Pfingst- und Sommerferien ans Rote Meer. Allerdings ist dies mit bis zu 40 Grad (und mehr) die heißeste Phase des Jahres in Luxor. Sprich, bei den Tagesausflügen in dieser Zeit muss man sich auf hohe Temperaturen einstellen. Wenn man sich auf eine Kulturreise (Städtereise oder Nilkreuzfahrt) beschränkt sind die Monate März/April und Oktober/November ideal. In diesen Monaten ist es am Roten Meer immer noch sehr warm, einzig, das Wasser ist speziell im Frühjahr etwas frischer und es wird nach etwas kälter. - Lohnen sich Tagesausflüge nach Luxor?
Definitiv! Ohne Wenn und Aber. Für einen Tag ist es sehr viel, aber wenn man abends im Bus sitzt, ist man zwar sicherlich kaputt, aber ebenso glücklich und begeistert.
Bei diesen Touren besucht man meistens den Karnak-Tempel, den Totentempel der Hatschepsut und das Tal der Könige. Dazu gibt es ein Mittagessen und eine optionale Bootsfahrt. - Lohnen sich mehrere Tage in Luxor?
Nochmal JA! Und wie!!! Wenn man Luxor perfekt erleben möchte, würde ich zwei volle Tage empfehlen. Sprich, entweder man bleibt drei Nächte (wenn man spät anreist und früh abreist) oder zwei Nächte (wenn man mittags anreist und mittags abreist).
Das Besondere bei einem längeren Aufenthalt ist, dass Luxor früh vormittags noch relativ ruhig ist (bis ca. 9-10 Uhr) und sich nachmittags (ab ca. 15-16 Uhr) sehr schnell leert, weil die ganzen Tagestouristen anreisen bzw. wieder zurückfahren. Gerade in dieser Zeit lohnt es sich die Tempelanlagen zu besichtigen!
Außerdem kann man Luxor so auch abends erleben und beispielsweise die Lichtershow im Karnaktempel besuchen. - Sind Hotels in Luxor teuer?
Teuer ist immer relativ, aber ich würde sagen NEIN! Man bekommt sehr gute 4- bis 5*-Hotels teilweise für um die EUR 120 pro Nacht im Doppelzimmer. - Wie bereise ich Luxor?
Ganz wichtiger Punkt! Gehen wir mal die Optionen durch:
– Zu Fuß: NEIN! Die Sehenswürdigkeiten liegen viel zu weit auseinander.
– Mit dem Fahrrad / Moped: NEIN! Die Distanzen sind auch für ein Zweirad zu groß. Es kann Spaß machen so unterwegs zu sein, Luxor ist allerdings hierfür nicht geeignet.
– Mit einem Mietwagen: Habe ich noch nicht ausprobiert, aber der Verkehr ist maximal chaotisch, weshalb ich sagen würde NEIN. Überall flitzen Mopeds herum und ganz ehrlich der Fahrstil der Ägypter unterscheidet sich „signifikant“ von dem deutschen Fahrstil.
– Per UBER: NEIN! Das funktioniert in Kairo ganz wunderbar, in Luxor operiert UBER allerdings nicht.
– Mit einem Guide: Das wäre meine perfekte Variante!! Also JA! Die perfekte Variante, denn so muss man sich nicht weiter um die Logistik und bekommt auch noch wertvolle und interessante Informationen vermittelt. Ich war so in Luxor unterwegs und habe es extrem zu schätzen gewusst.
DENN: Bei allen Sehenswürdigkeiten gibt es große Souvenir-Hallen (!) durch die man hindurch geleitet wird. Das kann sehr anstrengend und nervig sein, weil man wirklich ständig recht offensiv angequatscht wird. Mit einem Guide ist das ganz anders! Ich hatte vorher mit ihm besprochen, dass ich KEIN Interesse an den Souvenirs hatte und dementsprechend hat er alle Anfrage deutlich abgewehrt. - Wie buche ich einen Guide?
Entweder über das Portal von Getyourguide oder man bucht einen Local Guide direkt. Ich hatte meinen Guide direkt gebucht und war sehr zufrieden. klar, das kostet ein bisschen mehr, aber das Erlebnis ist so deutlich besser. - Wie teile ich meine Zeit in Luxor ein?
Ich war mit meinem Reiseablauf sehr zufrieden, weshalb ich diesen einfach mal direkt weitergebe:
1ter Tag: Ankunft mittags, Tal der Könige, Memnon-Kolosse und Totentempel der Hateschepsut
2ter Tag: Ballonfahrt (früh morgens), Karnak-Tempel, Luxor-Tempel, abends Lichtershoe Karnak-Tempel
3ter Tag: Ramesseum, Mèdinet Habou, Abreise mittags - Brauche ich eine ägyptische SIM-Karte in Luxor?
Brauchen ist zu viel gesagt, aber praktisch es schon. Man kann die SIM-Karten direkt am Airport für kleines Geld (ca. EUR 15) kaufen und hat dann nahezu unbegrenztes Datenvolumen. Die Karte wird auch direkt vor Ort eingesetzt. - Was hat es mit dem so genannten Bakschisch auf sich?
Bakschisch bedeutet Trinkgeld oder Bestechung und ist ein wesentlicher Teil der ägyptischen Kultur. Man sollte es vielleicht positiv als Trinkgeld auslegen und sich nicht damit befassen, dass es als Bestechung aufgefasst werden könnte. Die Verwendung von Bakschisch gilt für ganz Ägypten und bitte glaubt mir, wenn ich sage, dass es die Besuche von diversen Sehenswürdigkeiten in vielen Bereichen sehr viel besser machen wird. Manchmal sind beispielsweise Zugänge versperrt, die sich auf wundersamer Weise doch öffnen, wenn ein wenig Bakschisch verteilt wird. Von daher kann ich empfehlen immer ein wenig Kleingeld in der Tasche zu haben…
Die besten Spots in Luxor
Folgend nun die verschiedenen Spots und Sehenswürdigkeiten von Luxor mit Erklärungen und Hinweisen zu dem jeweiligen Besuch.
Vorab ein paar generelle Informationen zu den Bauwerken des Alten Ägyptens:
- Pylonen sind riesige, doppeltürmige Bauwerke, die einer gewaltigen Wand ähneln und den Eingang zu einem Tempel oder zu einem Grab darstellen.
- Tempel und Gräber wurden aus Stein angefertigt, weil der Stein für die Ewigkeit steht. Im Gegensatz zu Lehm, welcher für Wohnhäuser verwendet wurde. Die alten Ägypter glaubten nämlich an ein Leben nach dem Tod, wobei das Leben vergleichsweise kurz ist – danach, sprich mit dem Tod, beginnt erst die „richtig gute Zeit“…
- Gräber wurden immer im Westen gebaut, denn dort geht die Sonne unter, während Tempel bei der aufgehenden Sonne im Osten erreichtet wurden.
- Bei dem Bau von Gräbern gab es eine Entwicklung:
1. Gräber
2. Steinbauten (rechteckig und flach – Vorläufer der Pyramiden)
3. Stufen (wie bei dem Totentempel der Hatschepsut)
4. Pyramiden
5. Tiefer Stollen (wie im Tal der Könige)
Dies einfach als Hilfestellung, denn zum Beispiel der begriff Pylon wird hier häufiger auftauchen. Ich konnte damit in den Reiseführern ehrlich gesagt nichts anfangen, weshalb ich dies und andere Dinge hier vorab noch kurz erläutern wollte.
Karnak-Tempel
Für mich DAS Highlight in Luxor! Der Karnak-Tempel ist ein sensationeller Spot, der viele typische Elemente des Alten Ägyptens vereint und eine Fülle an beeindruckenden Bauwerken beherbergt. Das Herzstück der Anlage ist der Säulensaal, weshalb auch die geläufige Bezeichnung Säulentempel entstanden ist.
Ein paar kurze, generelle Infos vorab:
- Das gesamte Areal des Karnak-Tempels ist die größte Tempelanlage Ägyptens. Hierbei handelt es sich eben nicht nur um einen Tempel, sondern um eine Anlage mit mehreren Tempeln.
- Erbaut wurde der Tempel für Amon-Re, den König der Götter.
- Mit dem eigentlichen Bau wurde bereits 2100 vC begonnen, allerdings haben die jeweiligen Pharaonen über 2000 Jahre immer wieder angebaut, um so die Gunst von Amun Re zu bekommen – für ein besseres Leben nach dem Tod.
- Der Karnak-Tempel ist unter anderem berühmt für seine neun Pylonen.
By the way, ich habe den Karnak-Tempel und den Säulensaal das erste Mal in dem James Bond-Film „Der Spion der mich liebte“ gesehen und zwar verfolgt Roger Moore alias James Bond in der Szene den berühmten „Beißer“.
Tempelanlage
Der Besuch der Anlage macht wirklich Spaß, denn es gibt viel Unterschiedliches zu sehen und zu entdecken. Die historischen Details lasse ich hier weg, sondern möchte nur ein paar Hinweise für den Besuch geben:
- Am Eingang sollte man sich unbedingt das 6x6m große Miniatur-Modell anschauen. Die Anlage ist riesig, aber so bekommt man eigentlich einen recht guten Überblick.
- Nach der Widder-Allee kommt man zum ersten mächtigen Pylon, wobei man auf der Rückseite einen „Sandhaufen“ entdecken wird. Dies ist ein Überbleibsel des „Baugerüsts“ dieser Eingangswand.
- Auf der rechten Seite findet man in einer Art Bucht den Tempel von Ramses III. mit zwei kolossalen Statuen, die wirklich sehr beeindruckend sind.
- In dem gleichen Bereich folgt auf der linken Seite eine Statue von Ramses II. mit seiner Tochter Meritamun – ein sehr beliebtes Fotomotiv.
- Hinter dem zweiten Pylon verbirgt sich der weltbekannte Säulensaal. Hier ist bereits James Bond auf Jagd nach dem Beißer gegangen. Insgesamt stehen hier 134 Säulen, wobei die beiden mittleren Reihen leicht höher sind (bis zu 22.5 m).
MEIN FOTOTIPP: Im ersten Gang auf der linken Seite kann man wunderbar die Säulen mit dem Obelisk (siehe unten) im Hintergrund ins Visier nehmen.
- Jener Obelisk ist der mit 23m der höchste und aus bestem Rosengranit schönste in der gesamten Anlage. Er stammt von der Pharaonen Hatschepsut, deren Totentempel eines der Highlights in Luxor ist.
- Nach dem Obelisk sollte man sich rechts halten, denn dort geht es zu dem Heiligen See mit einer großen Skarabäus-Statue. Von der gegenüberliegen Seite hat man einen herrlichen Blick und ein fantastisches Panorama-Foto. Am Ende des Sees befindet sich die Tribüne für die abendliche Sound & Light-Show, von der man ebenfalls prima Bilder machen kann.
- Unterhalb des Sees kann man dann zurück zum Eingang gehen, passiert dabei aber den achten Pylon, vor dem sich zwei imposante Statuen befinden.
Sound & Light-Show
Die Sound & Light-Show gibt es bereits seit vielen Jahren und ist definitiv etwas sehr Besonderes. Solch eine antike Tempelanlage nachts besuchen zu können ist schon alleine wegen der besonderen Stimmung absolut einzigartig.
Die Tickets für die Sound & Light-Show kauft man an einem separaten Schalter! Das ist anfangs etwas verwirrend, weil man durch die reguläre Tickethalle hindurch läuft, um dann auf einem größeren Vorplatz auf der rechten Seite einen eigenen Schalter zu finden.
Für Kopfhörer muss man Deposit hinterlegen. Allerdings braucht man die Kopfhörer nur, wenn man eine deutsche Übersetzung benötigt. Die Show an sich nämlich auf Englisch und der Ton kommt aus riesigen Lautsprechern.
Bei der Show wird man in Etappen durch das Areal geführt. Sprich auf verschiedenen Stationen steht man hinter einem Absperrseil und hört der jeweiligen Geschichte zu, während sich ständig die Beleuchtung ändert.
Ganz vorne zu stehen macht also insofern Sinn, als dass man so die besten Fotos und Videos machen kann. Während also alle anderen am Eingang irgendwie herumsitzen und auf den Beginn warten, solltet ihr idealerweise bereits direkt am Seil stehen. Nach jeder Stationen beeilen sich dann immer mehr Leute, um ganz vorne zu stehen, was ganz lustig zu beobachten ist.
Aus fotografischer Sicht ist die Veranstaltung hervorragend!!! Während der Tour kann man im leicht begrenzten Bereich nämlich auch zum Beispiel durch den Säulensaal gehen und so überragende Bilder mit außergewöhnlichen Lichtverhältnissen machen.
Nach drei Stationen erreicht man schließlich den Heiligen See und wird zu den erhöhten Sitzplätzen am Ende des Sees geleitet. Wie es immer ist, die meisten Leute setzen sich direkt auf die ersten Plätze, nachdem sie die Stufen erklommen haben, aber eigentlich macht es mehr Sinn in der Mitte zu sitzen. Tatsächlich bleiben fast alle direkt auf der rechten Seite sitzen, was blöd für sie ist, denn von dort haben sie einige Palmen in ihrer Sicht.
Auf den Plätzen sitzt man erstaunlich bequem, da dicke Kissen zur Verfügung gestellt werden.
FAZIT: Ganz ehrlich, die Show an sich ist nicht wirklich super, denn gefühlt ist sie in den 70er Jahren stehen geblieben. Die gesprochenen Inhalte fand ich deutlich zu lang und nicht sonderlich spannend, ABER die Atmosphäre, das Licht und die Chance auf sensationelle Bilder fand ich große Klasse.
Dauer der ganzen Veranstaltung vom ersten Warteseil bis zum Verlassen des Geländes war ca. 1 Stunde 15 Minuten.
Luxor-Tempel
Dieser Tempel ist normalerweise NICHT Teil der Tagesausflüge, weshalb er so ein klein bisschen unter dem Radar läuft. Zu Unrecht! Die gesamte Anlage ist nämlich herausragend und einer der Gründe warum man mehr Zeit in Luxor verbringen sollte.
Mitten im Herzen der Stadt gelegen ist der Luxor-Tempel über eine 2,5 km lange Squingen (Mehrzahl von Squinx)-Allee mit dem Karnak-Tempel verbunden. Diese kann man direkt nach dem Eingang rechts bestaunen.
Ebenfalls auf der rechten Seite befindet sich ein recht schönes Panorama-Café, von dem einen prima Blick auf den den ersten, wuchtigen Pylon hat. Dieser wird verziert von einem beeindruckenden Obelisk und zwei gewaltigen Statuen von Ramses II. – der Erbauers des Tempels.
Nach dem Pylon folgt der erste Hof, in den sich von der linken Seite – etwas überraschend – die Abu Haggag-Moschee fräst. Diese wurde in den 60er Jahren nämlich erst erweitert und sogar in den vorhandenen Säulenwald hinein gebaut.
Danach kommt ein weiterer massiver Pylon mit einer gewaltigen, sitzenden Ramses II. Statue direkt davor. Die anschließende Allee besteht aus beidseitig sieben ca. 16 m hohen Säulen, die in den riesigen Sonnenhof münden. Diese gesamte Passage ist insgesamt unglaublich beeindruckend und bietet eine Vielzahl von wunderbaren Fotomotiven.
Der hintere Bereich mit vielen Wandbildern ist dann für die historisch tiefer Interessierten, denn an diesem hat sogar Alexander der Große mitgestaltet.
MEINE FOTOTIPPS: Eigentlich müsste man den Tempel zweimal besuchen. Vormittags hat man nämlich für die beiden ersten Pylonen die Sonne im Rücken.
Am späten Nachmittag ergeben sich mit dem warmen Licht der untergehenden Sonne und der dann einsetzenden Beleuchtung wunderbare Farbenspiele.
Falls man nur einmal dort ist / sein kann, kann ich empfehlen abends nochmal vorbeizulaufen! Auch von außen kann man wunderbare Bilder von der beleuchteten Tempelanlage machen.
INFO: Der Luxor-Tempel hat bis 22 Uhr geöffnet! Genau deshalb lohnt sich eben auch ein Besuch kurz vor Sonnenuntergang.
Zeitlich würde ich ungefähr 1 1/2 bis 2 Stunden einplanen.
Memnonkolosse
Auch wenn diese beiden 18m hohen ehemaligen Torwächter auf der Hitliste der Sehenswürdigkeiten von Luxor immer etwas weiter hinten landen, so finde ich die Memnonkolosse wirklich klasse. Sie befinden sich auf der westlichen Seite des Nils und „bewachen“ die spärlichen Überreste des heute nicht mehr zu besichtigenden Totentempels von Amenophis III.. Dadurch, dass sie so komplett frei in der Landschaft stehen wirken sie auf den ersten Blick gar nicht so gewaltig, aber wenn man erstmal neben ihnen steht, erkennt man, um was für imposante Statuen es sich tatsächlich handelt.
Aber woher haben die Memnonkolosse ihren Namen? Die Geschichte ist lustig und bemerkenswert, denn in Ägypten sind die Namensgeber der verschiedenen Bauwerke ja eigentlich immer Pharaonen. Und zwar ertönte nach einem Erdbeben erstaunlicherweise morgens rund um die nördliche Statue immer ein singender Ton – vermutlich ausgelöst durch die wärmende Morgensonne, die irgendwelche Spannungen erzeugte. Hier kommt der äthiopische König Memnon, Sohn der Göttin der Morgenröte Eos, aus der griechischen Mythologie ins Spiel, denn das mystische Geräusch wurde nach seinem tragischen Tod als weinender Klagelaut als Gruß an seine Mutter interpretiert.
Viele Jahre später wurde der nördliche Koloss übrigens restauriert und seitdem schweigt er.
Zeitlich reichen 30 Minuten vor Ort tatsächlich locker aus.
WICHTIGE INFO: Man bezahlt hier keinen Eintritt.
FOTOTIPP: Morgens scheint die Sonne den Kolossen wunderbar ins Gesicht, weshalb dies ganz klar die beste Zeit ist. Falls man nachmittags kommt, kann man vielleicht ein bisschen mit dem Winkel spielen und seitlich auf die Erhöhung steigen, um so die Lichtverhältnisse ideal auszunutzen. Oder aber man versteckt die Sonne hinter den Statuen, wodurch auch sehr spannende Bilder entstehen können.
Tal der Könige
Das Tal der Könige ist nicht nur eine der TOP-Sehenswürdigkeiten in Luxor, sondern sogar eine der bedeutendsten, historischen Stätten der Welt. Soweit kann man glaube ich gehen. Hinter einer Gebirgskette versteckt, liegt dieses vollkommen unscheinbare Tal, in dem unfassbare 64 Pharaonen-Gräber entdeckt wurden. Damit das Tal nicht gefunden wird, wurden beim Bau sogar diverse – „leider“ erfolglose – Vorkehrungen getroffen. So wurden den Arbeitern beispielsweise auf dem Weg zu diesem Friedhof immer die Augen verbunden, damit sie unter keinen Umständen wussten, wo sich diese außergewöhnlichen Ruhestätten der Pharaonen mit den vielen Schätzen in den Grabkammern befindet.
Heute kann man das Tal der Könige sehr gut besichtigen, wobei nicht alle Gräber für die Besucher zugänglich sind. Zudem wird bei der Öffnung der Gräber immer durchrotiert, denn natürlich bringen die unzähligen Touristen viel Feuchtigkeit mit in die Stollen, was den Erhalt der beeindruckenden Wandmalereien stark gefährdet.
Folgend meine praktischen Tipps und Hinweise für den Besuch des Tal der Könige:
- Generell
– Abhängig davon wann man da ist, fällt dieser Punkt mal mehr mal weniger ins Gewicht, aber dennoch: Es kaum Schattenplätze, außer in den Gräbern. Draußen brennt die Sonne erbarmungslos und darauf sollte man eingestellt sein. Wasser darf man beispielsweise mitnehmen.
– Es gibt seit geraumer Zeit einen Shop innerhalb des Areals (früher war dem nicht so), in dem man gefühlt ALLES kaufen kann. Sprich, Getränke, Sonnencreme, etc. bekommt im Fall der Fälle auch dort. Allerdings ist alles dort unfassbar teuer!
– In den Gräbern stehen „Wachen“. Warum die Anführungszeichen? Nun, um ehrlich zu sein, sind sie fast das genaue Gegenteil, denn mit ein bisschen Trinkgeld hebelt man quasi die Regeln aus und man darf auch in abgesperrte Bereiche PLUS sie bieten sich als Fotografen an. Ich finde das System eher mittelgut, aber tatsächlich nehmen es viele Besucher in Anspruch. Sollte man an diesen Extra-Leistungen Interesse haben (für Alleinreisende kann es angenehm sein, dass sie auch mal auf den Bildern drauf sind), sollte man immer ein bisschen Kleingeld dabei haben (USD oder ägyptische Pfund). - Eingang
– Zuerst geht es durch die übliche Souvenirstraße, bei der man die Verkäufer leider komplett ignorieren muss, denn ansonsten wird man quasi überrannt und jeder hält einem seine Ware ins Gesicht. Besser nichts anfassen und einfach stoisch durchgehen.
– Beim Ticketoffice gibt es ein sehr anschauliches und 3D-Modell der Anlage. Das solltet ihr euch auf jeden Fall mal von ALLEN Seiten anschauen, denn es gibt in der Tat einen tollen Überblick. Vor allem kann man erkennen, welche Gräber weiter in den Boden hinein gehen als andere.
- Ticket
– Im Eintrittspreis ist Besichtigung von drei Gräbern (eurer Wahl) inklusive. Beim Betreten eines Grabes, wird die Karte entsprechend markiert.
– Meistens sind ca. 12-14 Gräber geöffnet, ABER, davon kosten vier Gräber einen extra Aufpreis. Die kostenpflichtigen Gräber sind:
Tutanchamun (oder Tut Ank Amun) (ca. USD 12)
Ramses V./VI. (ca. USD 5)
Sethos I. (oder Sety oder Seti) (ca. USD 45)
Ay (ca. USD 3)
– Idealerweise entscheidet sich beim Kauf des Tickets, ob und wenn welche Gräber man zusätzlich besuchen möchte. Es gibt bei dem Shop zwar auch einen Automaten, um zusätzliche Tickets zu kaufen, allerdings war dieser bei mir außer Betrieb.
– Eine andere Variante wäre, dass man die Tickets vorher oder falls man sich auf dem Areal für ein weiteres Grab entscheidet online unter https://egymonuments.com/locations mit einer Kreditkarte kauft. Vor Ort geht es nur wenn man eine ägyptische SIM-Karte hat, denn WIFI gibt es nicht. - Meine Empfehlungen
– Ich würde dazu raten, die drei regulären Gräber PLUS das Ramses V./VI. (kostenpflichtig) zu buchen. Bei den drei Gräbern würde ich auf zwei der größeren, bekannteren Gräber und ein eher unbekanntes Grab gehen. Meine Wahl bei dem „Außenseitergrab“ fiel auf Tausert and Setnakht und ich denke das war genau die richtige Entscheidung.
– Die Gräber kurz nach dem Eingang / rund um den Shop sind die am meisten frequentierten. Dort tummeln sich die Leute und gute Fotos wird man dort kaum bekommen.
– Für Tut Ank Amun bezahlt man vornehmlich aufgrund des bekannten Namens. Das Grab an sich ist eher klein und nicht so bunt wie andere Gräber. Dazu aber gleich mehr. Ich kann es komplett verstehen, wenn man sich dafür entscheidet, diesen ikonischen Spot zu besichtigen, aber wenn dann ich würde definitiv dazu raten dieses Grab zusätzlich zu buchen, nicht anstelle eines anderen.
- Welche Gräber sind die besten?
Ich habe nicht ALLE Gräber besucht, aber ich war viermal im Tal der Könige und habe dabei einige Gräber besichtigt.
– Das für mich schönste Grab ist zweifellos Ramses V./VI.. Aus mehreren Gründen: Zum einen stellt die kleine Extragebühr eine ausreichende Hemmschwelle für nahezu alle Besucher dar, was bedeutet, dass sich normalerweise nicht viele andere Touristen in diesem Grab aufhalten. Zum anderen ist es generell sehr bunt, gut erhalten und mit über 100 m Länge riesig. Der beste Part ist die schöne Säulenhalle in der Mitte, die in der beeindruckenden Grabkammer mit zwei großen Sarkophagen gipfelt.
– Ramses III. fand ich ebenfalls richtig klasse. Die langen Wege sind mit schönen Kunstwerken verziert und die Größe der Kammer mit zwei Säulenhallen und einer Grabkammer ist generell bemerkenswert. Dieses Grab gehört zu den besten, die man im Rahmen des allgemeinen Eintrittspreises besichtigen kann. Es handelt sich sich um das drittgrößte Grab des Tals.
Fun Fact: Die Erbauer des Grabes mussten improvisieren und eine plötzliche Kurve einbauen, da sie beinahe in ein benachbartes Grab gegraben hätten.
– Mein Tipp für ein unbekannteres Grab ist ganz klar Tausert and Setnakht. Selbst zur Hauptsaison war ich fast ganz alleine in dieser Kammer! Der Hintergrund ist natürlich, dass das Grab etwas weiter hinten im Areal und auf einem kleinen Berg zu finden ist. Gerade wenn es heiß ist, quälen sich die wenigsten Besucher so weit. Es handelt sich um ein weiteres großes Grab, mit mehreren Gängen und zwei großen Säulenkammern.
– Das Grab von Ramses IV. liegt dem Eingang am nächsten und ist daher natürlich eines der beliebtesten. Es ist als langer Korridor angelegt, der in der beeindruckenden Grabkammer mit einem riesigen Sarkophag, der einer der größten im Tal sein soll, endet. Auch hier sind die Kunstwerke und Inschriften am Anfang etwas verblasst, aber auf dem Weg hinunter zur Grabkammer werden sie immer bunter. Speziell die gelb-blauen Kunstwerke an der Decke in Verbindung mit den schönen Farbtönen des Wandgemäldes haben mir sehr gut gefallen. Und genau deshalb wäre dies auch eine Empfehlung von mir.
- Lohnt sich das Grab des Tut Ank Amun (oder Tutanchamun)?
Ganz nüchtern betrachtet würde ich sagen eher NEIN, aber mir ist klar, dass der Name und der Bekanntheitsgrad ziehen.
Tutanchamun ist zweifellos einer der berühmtesten Pharaonen des alten Ägyptens, allerdings ist sein Grab eines der unauffälligsten. Das Grab ist nämlich kleiner als fast alle anderen Gräber im Tal der Könige, was vor allem auf seinen frühen Tod zurückzuführen ist. Man vermutet, dass das Grab in großer Eile vorbereitetet werden musste und eigentlich gar nicht für Tutanchamun vorgesehen war. Die Wandmalereien sind fein (vor allem die Paviane fand ich klasse) und der Sarkophag aus rotem Granit ist ebenfalls sehenswert, ABER man kann – im Gegensatz zu allen anderen Gräbern – nicht um ihn herumgehen, was auch bedeutet, dass man die Kunstwerke nicht aus der Nähe betrachten kann. Die Gemälde sind zwar fantastisch und sehr gut erhalten, aber es gibt leider viel weniger davon als in anderen Gräbern.Was allerdings sehr wohl außergewöhnlich ist, ist dass sich die Mumie noch in der Grabkammer befindet! Sie ist damit die einzige Königsmumie, die seit einer Grabentdeckung bis heute in ihrem eigenen Grab verblieben ist. Das ist natürlich durchaus einzigartig und kann der ausschlaggebende Grund sein zu sagen „das möchte ich sehen“.
Der entscheidende Hauptgrund für den Bekanntheitsgrad von Tutanchamun ist übrigens die relativ späte Entdeckung seines Grabes. Es war durch das darüber liegende Grab von Ramses V./VI. Und dessen Bauschutt verborgen geblieben. Als dann 1922 schließlich Howard Carter das Grab entdeckte, war der Schatz des Tutanchamun sogar immer noch da – anders als bei allen anderen königlichen Gräbern zuvor!
Das was man von Tutanchamun am ehesten kennt, ist seine goldene Totenmaske, die sich allerdings nicht im Tal der Könige, sondern im neuen Grand Egyptian Museum in Kairo befindet. Sie war jahrelang DAS wertvollste Ausstellungsstück des alten Ägyptischen Museums Kairo. Generell sind die Schätze aus dieser Grabkammer wirklich beeindruckend und Ehrfurcht einflößend.
Wie gesagt, für dieses Grab ist eine Extra-Gebühr, aber das wäre für mich nicht entscheidend. Wenn man die Zeit und die Muße für fünf Gräber hat, würde ich es machen. Aber oftmals sinkt das Energielevel nach dem vierten Grab und Ramses V./VI. ist für mich eben ein MUSS.
- Welche Gräber kann ich mir sparen?
Natürlich ist das total subjektiv, aber wenn ich die Punkte Wandgemälde, Farben, Grabkammer, Sarkophag, wie voll ist es dort und das besondere Etwas zusammen nehme haben mir Seti II., Siptah und Ramses IX. am wenigsten gefallen.
Ramses I. hat zwar sehr schöne, hellblaue und gut erhaltene Wandgemälde, aber das Grab ist relativ klein, was bedeutet, dass es sehr schnell sehr voll wird. Zudem geht es ausgesprochen viele Stufen bergab. Daher wäre es insgesamt auch eines der Gräber, die man vielleicht auslassen kann. - Wieviel Zeit sollte man für das Tal der Könige einplanen?
Abhängig davon wie viele Gräber man sich ansehen möchte, würde ich bei vier Gräbern ca. 2 1/2 bis 3 Stunden ansetzen. Klar, das variiert, je nachdem wie lange man in den Gräbern verbringt, aber das erscheint realistisch. Wenn man etwas trinkt oder isst würde diese Zeit noch hinzu kommen.
Totentempel der Hatschepsut
Für mich ist der Hatschepsut-Tempel der optisch beeindruckendste aller Tempel in Luxor. Er wird oft als Stufentempel bezeichnet, was das Design sehr gut beschreibt. Und zwar wurde der Tempel sehr spektakulär, terrassenförmig in das steil aufsteigende Gebirge gebaut, wobei es sich dabei um die Rückseite des Tals der Könige handelt. Es gibt insgesamt drei Ebenen, die über eine große Rampe miteinander verbunden sind. Gerade aus der Ferne ist die Kulisse mit der hohen Felswand und einem idealerweise blauen Himmel dahinter wirklich außergewöhnlich.
An der Stelle möchte und muss ich etwas zu der Namensgeberin sagen, denn es handelte sich um die vermutlich mächtigste Frau, die jemals Pharao war. Insgesamt gab es ohnehin nur sechs Frauen, die auf den Pharaonenthron gekommen sind. Ich versuche es so einfach wie möglich zu machen, aber die Geschichte ist wirklich faszinierend.
Sie war die Tochter von Thutmosis I. und Ahmose und heiratete mit 13 Jahren ihren Halbbruder (Sohn von Thutmosis I. mit einer anderen Frau) Thutmosis II..
Sie hatten zwei Töchter, allerdings hatte Thutmosis II. noch einen Sohn mit einer anderen Frau, und zwar Thutmosis III..
Als der Vater Thutmosis I. starb wurde Thutmosis II. Pharao. Nach dessen Tod sollte Thutmosis III. Pharao werden, aber er war noch ein Kind. Auch wenn er offiziell zunächst Pharao war, übernahm Hatschepsut bald diese Position.
Die Legitimation dafür wurde so abgeleitet, dass sie zum einen Erstgeborene von Thutmosis I. war und viel Zeit mit ihrem Vater verbracht hatte, vor allem aber, weil sie göttliche Abstimmung besitze, weil sie die Tochter von Amun sei. Diese Art von Mythos und Legendenbildung war bei der Bestimmungen der Pharaonen durchaus normal und sogar eine Art Vorraussetzung.
Warum ich das erklären, weil diese Geschichte der göttlichen Geburt ein wesentlicher Teil des Tempel ist. Auf der mittleren Ebene gibt es auf der rechten Seite viele sehr besondere Gemälde und Reliefs zu genau diesem Thema. Allerdings sind sie heute leider nicht mehr klar zu erkennen. Anfangs vermutete man, dass der Sohn, der sich um den Thron betrogen gefühlt hat, diese weggekratzt hat, allerdings geht man mittlerweile davon aus, dass dies viel später erfolgte. Vermutlich von jemandem, der eine Frau als Pharao nicht akzeptieren konnte.
Wichtig erwähnen ist aber, dass Hatschepsut eine sehr gute Herrscherin war und es unter ihr durchaus eine echte Blütezeit gab.
Zum Besuch – hier meine Tipps und Hinweise:
- Zu Beginn muss man – wie bei fast allen Sehenswürdigkeiten – durch eine Souvenirstraße, wo es mitunter wirklich aufdringlich zugeht. Meine Empfehlung nichts anfassen und mit niemandem sprechen. Sollte man mal Mitbringsel einkaufen wollen, gibt es definitiv andere Orte dafür.
- Danach kann man wählen, zum Eingang des Tempels führt eine ca. 500m lange Straße. Entweder man läuft diese Strecke oder man springt auf einen der vielen Transportzüge auf. Hier sollte man allerdings ein wenig Kleingeld (pro Gruppe ca. USD 1) in der Tasche haben, denn dieses wird mehr oder weniger erwartet.
- Auf den jeweiligen Stufen solltet ihr unbedingt auch mal die äußeren Bereiche besuchen, denn gerade im mittleren Bereich gibt es rechts und links zwei sehr interessante Seitentempel bzw. -kapellen. Bedauerlicherweise braucht man auch hier ab und zu ein wenig Bakschisch, um das OK des jeweiligen Wärters zu bekommen. ABER, das sollte man nicht weiter hinterfragen, sondern einfach machen. Es lohnt sich in den meisten Fällen.
- Auf der mittleren Stufe auf der rechten Seite findet ihr an der Rückwand die Geschichte der göttlichen Geburt. Hier lohnt sich ein genauerer Blick bzw. ein Guide kann die entsprechenden Details erklären.
- Auf der mittleren Stufe auf der linken Seite versteckt sich so ein bisschen das so genannte Hathor-Heiligtum. Mir hat der Säulenwald dort sehr gut gefallen und zudem ergibt sich hier mit dem Berg im Hintergrund ein prima Fotomotiv.
- Auf der oberen Ebene ist die vordere Säulen- und Statuenfront sehr schön und gut erhalten. Mittig geht es durch ein großes Tor in einen Hinterhof, vom dem aus man auch nochmal in kleinere Altarräume gelangt. Auch hier fällt leider wieder ein wenig Bakschisch an.
Zeitlich würde ich ca. eine Stunde einplanen. Wer etwas genauer hinschauen möchte benötigt vielleicht 1 1/2 Stunden.
MEINE FOTOTIPPS: Zunächst einmal befindet sich die Rückwand auf der Westseite, sprich für das perfekte Foto der gesamten Anlage empfiehlt sich der morgendliche Besuch. Nur dann werden die Säulenbereiche perfekt durch die im Rücken stehende Sonne ausgeleuchtet. Am späten Nachmittag hingegen fotografiert man dementsprechend voll in die Sonne hinein.
Und dann gibt es auf der unteren und mittleren Ebene am Rand der Rampen jeweils sehr fotogene Statuen, mit denen man recht gut „spielen“ kann.
FUN FACT: Direkt vor dem Totentempel der Hatschepsut findet man die (ehemaligen) Wohnhäuser und Grabstellen der Arbeiter vom Tal der Könige.
HINTERGRUND: Leider erlangte der Tempel im November 1997 traurige Berühmtheit, weil er der Schauplatz eines gemeinen und furchtbaren Anschlags wurde. Bei dem Massaker von Luxor wurden insgesamt 62 Menschen getötet. Seitdem werden alle Sehenswürdigkeiten von teils schwer bewaffneten Polizisten bewacht.
Medinat Habu (Totentempel Ramses III.)
Ein kleiner Insidertipp ist der Totentempel von Ramses III. in Medinet Habu. Aufmerksam darauf geworden bin ich während der Ballonfahrt, bei der man wirklich wunderbar über diese extrem gut erhaltene Anlage schwebt.
Ganz in der Nähe der Memnonkolosse und des Ramesseums befindet sich hinter einer mächtigen Umfassungsmauer einer der besterhaltenen Tempel in West-Theben. Der Aufbau ist ein wenig anders als bei den Anlagen in Luxor, denn hier betrifft man den Tempel durch ein dreistöckiges so genanntes Hohes Tor wie bei alten Festungen. Dahinter folgt ein großer, offener Platz, wobei der Blick direkt auf den mächtigen, 63m breiten Hauptpylon gerichtet wird. Nach zwei Innenhöfen – mit teils sehr martialischen Wandgemälden diverser Siege von Ramses III. – folgt mit dem labyrinthartigen Säulensaal der für mich schönste Teil des Tempels. Die noch erstaunlich gut erhaltenen Bemalungen und Reliefs sind für mich ein absolutes Highlight. Ganz am Ende wurden noch weitere Nebentempel errichtet.
Insgesamt würde ich für diesen Tempel ungefähr eine Stunde einplanen.
Ramesseum (Totentempel Ramses II.)
Einer der bekanntesten, ägyptischen Pharaonen ist ganz klar Ramses II.. Während seiner langen Regierungszeit von 66 Jahren errichtete er zahlreiche bekannte und heute noch erhaltene Monumente, wie zum Beispiel den Tempel von Abu Simbel.
Von seinem Totentempel auf der Westseite des Nils ist leider nicht viel mehr als eine Ruine übrig. Er ähnelt im Übrigen sehr dem Totentempel von Ramses III., der sich nicht weit entfernt befindet, weshalb es sinnvoll wäre, das Ramesseum als zweiten Tempel zu besichtigen. So bekommt man eine bessere Vorstellung davon, wie diese Anlage mal ausgesehen hat.
Auf dem ersten Innenhof liegt eine gewaltige, zerstörte Statue des Pharaos, die in etwa 17m hoch gewesen sein muss. Außerdem sind die kopflosen Statuen vor dem zweiten Pylon und der dahinter liegende Säulensaal sehr sehenswert. Auch wenn leider nicht mehr allzu viel zu sehen ist, fand ich das Ramesseum dennoch interessant. Hier ist generell nicht allzu viel los ist, was dieser Anlage irgendwie ein besonderes Flair verleiht..
Zeitlich würde ich ca. 30 bis 45 Minuten einplanen.
Ballonfahrt
Wie bereits ganz oben bei den Übersichtspunkten erwähnt, ist eine Ballonfahrt für mich eines DER Highlights in Luxor überhaupt. Das Besondere ist neben der sensationellen Wüstenkulisse vor allem die Tatsache, dass immer eine Vielzahl an Ballons zeitgleich starten, was einfach nur fantastisch aussieht.
Wie ist der Ablauf?
Die Abholung erfolgt vom Anbieter per Bus direkt am Hotel. Je nach Lage ein wenig früher oder später, in jedem Fall aber DEUTLICH vor dem Sonnenaufgang. Bei mir war es 4.15 Uhr, beim letzten Hotel unserer Gruppe war es 4.45 Uhr.
Da fast alle Hotels auf der Luxor-Seite (sprich im Osten) liegen, der Abflug aber auf der anderen Nilseite im Westen (Theben-West) erfolgt, wird mit einem Boot übergesetzt. Anschließend geht es per Minibus weiter und ich muss sagen, das war ein etwas wilder Teil, denn die Busse liefern sich wirklich ein kleines Rennen. Auf dem Weg passiert man die Memnon-Kolosse, sprich auf dem Hinweg solltet ihr versuchen auf der rechten Seite zu sitzen, denn gerade wenn die Statuen beleuchtet werden, sieht das schon klasse aus. An der Wiese angekommen wird es etwas hektisch, denn nun müssen sich alle fast zeitgleich angereisten Gäste auf die richtigen Ballons verteilen. Mein TIPP daher, merkt euch die Namen der „Betreuer“ bzw. bleibt bei der Gruppe mit der ihr im Bus gewesen seid. Sprich, widersteht der Versuchung herumzulaufen, um Fotos zu machen, sondern wartet lieber ab. Wobei es wirklich spannend zu sehen ist, wie die ganzen Ballons vorbereitet und mit Heißluft gefüllt werden. Schließlich wird man abgeholt und zu seinem Ballon begleitet.
Die Ballonfahrt selbst dauert dann ca. eine 3/4 bis eine ganze Stunde. Dazu gleich noch mehr.
Nach der Landung folgt der gleiche Ablauf nur in umgekehrter Reihenfolge.
Alles in allem ging es bei mir um 4.15 Uhr los und ich war um 7 Uhr zurück im Hotel.
Sind die Ballonfahrten sicher?
Meiner Meinung nach JA. Ganz klar. Mir wurde tatsächlich von einem Ägypter von den Fahrten wegen Sicherheitsbedenken abgeraten, aber ich froh, dass ich dem keinen Glauben geschenkt habe. Folgende Gründe, warum ich mich sehr sicher gefühlt habe:
- Zunächst einmal werden diese Touren jeden Tag durchgeführt. Pro Ballon arbeiten ca. 15 Leute beim Start und bei der Landung mit. Nach einem Eindruck hat jeder Handgriff gesessen und alle wussten was sie tun. Beim Start ist es wirklich hektisch, denn offensichtlich hat jeder Ballon einen gewissen Zeitplan, dem er zu folgen hat, und selbst in dieser Phase verlief alles komplett reibungslos.
- Der Kapitän wirkte sehr souverän und seriös.
- Es gab gute Informationen und klare Instruktionen, was wann (zB bei der Landung) zu tun ist.
- Nachdem viele Ballons zeitgleich starten, kann eigentlich kaum ein einzelner Ballon abgetrieben werden.
- Bereits während der Fahrt konnte man sehen, wie die Crew den Ballon per Bus verfolgt. Sprich, sie sind ständig in der Nähe. Bei der Landung dann wartet die gesamte Crew bereits und „justiert“ den Korb ein wenig bei der Landung. Wir sind zB ganz leicht schräg in einer Sanddüne aufgekommen und es wurde dann schnell eingegriffen, damit wir auf einer ebenen Fläche landen.
- Auch beim Abbau lief alles so schnell und professionell, woran man sehr gut erkennen kann, dass hier jeder weiß was er macht.
Gibt es bessere und schlechte Plätze im Korb des Ballons?
Eigentlich nicht. Das hat mich etwas überrascht, denn eigentlich müssten die Plätze am Rand besser sein, aber faktisch sieht jeder gleich viel. DENN, der Kapitän rotiert den Korb ständig herum, so dass jeder Bereich jedes Motiv gleichermaßen sehen kann.
Zur Erklärung, der Korb besteht auf jeder Seite aus vier Abteilen, während in der Mitte der Kapitän steht. In jedes Abteil passen vier Personen, sprich es sind 16 Personen auf jeder Seite und insgesamt sind maximal 32 Passagiere mit an Bord. Ich hatte einen der inneren beiden Abteile und trotzdem hatte ich nie den Eindruck, dass ich etwas nicht gut oder nicht ausreichend gesehen habe.
Sind die Ballonfahrten teuer?
Um ehrlich zu sein, ich fand sie überraschend günstig. Ich habe die Tour bei getyourguide gebucht und diese war im Vergleich zu einer Fahrt in Deutschland weitaus preiswerter. Aber klar, pro Ballon sind es sehr viele Personen UND vor allem ist ein Teil der Tour, dass es zeitgleich auch Starts anderer Ballons gibt. Demzufolge müssen diese Fahrten auch erschwinglich bleiben, denn ansonsten würde ein wichtiger Teil des Erlebnisses verloren gehen.
Was kann ich während der Ballonfahrt erwarten?
Der Start erfolgt von einer großen Wiese aus und alleine das ist schon unfassbar beeindruckend. Das Geräusch, wenn die Ballons mit Heißluft gefüllt werden ist Respekt einflößend und faszinierend zugleich. Normalerweise treiben nach dem erstaunlich sanften Start alle Ballons langsam Richtung Westen, weshalb nach relativ kurzer Zeit mit dem Totentempel der Hatschepsut bereits das erste dicke Highlight auf der Nordwest-Seite zu sehen ist. Bei mir war es so, dass zu diesem Zeitpunkt die Sonne noch nicht aufgegangen war, weshalb diese matte Licht irgendwie eine besondere Atmosphäre kreiert. Hinzu kommt, sobald man in der Luft ist, ist es eigentlich komplett still! Außer den anderen Passagieren hört man quasi nichts, was auch zu einem ganz besonderen Gefühl beiträgt.
Wenig später überquert man (grob – je nachdem wo der Ballon positioniert ist) das Ramesseum, das Tal der Königinnen und den Madinat Habu-Tempel. Überall hat man ausreichend Zeit und kann ggfs. auch dem Kapitän nochmal Bescheid sagen, wenn man etwas verpasst hat. Bei uns hat er mehrmals nachgefragt, ob jeder alles gesehen hat.
Irgendwann geht dann schließlich die Sonne auf, was nochmal ein weiteres Highlight ist. Die Kamera (oder das Smartphone) ist eigentlich dauerhaft im Einsatz.
Was mich unter anderem am meisten fasziniert hat, ist dass man entlang der Kontraste fährt – auf der einen Seite die sandige Wüste und auf der anderen das satte Grün des Nilufers.
Carter House
Zuerst klang das alte Haus des Ägyptologen Howard Carter für mich irgendwie nicht sonderlich reizvoll, aber ich wurde ehrlich gesagt positiv überrascht. Carter entdeckte das Grab von Tutanchamun 1922, was damals als der „Fun des Jahrhunderts“ betitelt wurde. Es war das bis dahin einzige, nahezu intakte Pharaonengrab. Für mich sehr positiv war, dass man in dem Haus gefühlt eine kleine Zeitreise in die 20er Jahre unternimmt. Seine Arbeit und sein Wirken werden durch viele Fotos dokumentiert. PLUS, und das ist vielleicht der interessanteste Teil, es werden viele Details rund um die Entdeckung des Grabes von Tutanchamun und das akribische Katalogisieren anschaulich dargestellt.
Das Haus wurde übrigens 2022 anlässlich des 100-Jährigen Jubiläums der Entdeckung des Grabes von Tutanchamun restauriert.
Ein interessanter Bonus ist die Nachbildung des Grabes von Tutanchamun, die Teil des Besuchs des Carter House ist.
Anmerkung: Diese Kopie soll anscheinend auch an das Grand Egyptian Museum in Kairo übergeben werden.
Die Kopie des Grabens an sich ist aber in Wirklichkeit durchaus beeindruckend. Wie ich oben schon geschrieben habe, das Grab ist recht klein und man kann es (im Tal der Könige) nur bedingt gut besichtigen, weil ein Teil abgegrenzt ist, aber ich finde es durchaus faszinierend, dass man diese Kopie tatsächlich nicht vom Original unterscheiden kann. Es ist tatsächlich eine Kopie bis hin zu den kleinsten Flecken!
PLUS: Hier kann man tatsächlich hinter den Sarkophag gehen und alle Kunstwerke aus der Nähe betrachten kann.
Weitere Sehenswürdigkeiten
Es gibt darüber hinaus noch einige weitere Sehenswürdigkeiten, die immer wieder rund um Luxor empfohlen werden, allerdings denke ich, dass man mit den oben ausführlich beschriebenen Spots wirklich das Beste von Luxor gesehen hat.
Wer allerdings noch mehr Zeit hat und gerne noch etwas tiefer in das Alte Ägypten eintauchen möchte, hier wären meine Empfehlungen:
- Tal der Königinnen (bekanntestes Grab ist das von Nefertiti, der Frau von Ramses II.)
- Mumifizierungsmuseum Luxor
- Tombs of the Nobles (Gräber der Noblen)
- Luxor Museum
Meine besten Spot-Tipps in Luxor auf einer Karte
Auf dieser Karte sind Sehenswürdigkeiten, Filmlocations, Restaurants, Hotels und Ausflugsziele markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.
Mein Hotel-Tipps für Luxor
Die Suche nach einem passenden Hotel ist in jeder Stadt knifflig, weil es logischerweise unterschiedliche Erwartungshaltungen gibt.
In meinem Fall ging es jetzt in Luxor darum ein Hotel zu finden, welches
- über einen schönen Blick auf den Nil verfügt – idealerweise zum Sonnenuntergang,
- ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und
- halbwegs zentral liegt.
Die Sache mit dem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis möchte ich noch kurz erklären, und zwar kann man einer sehr kurzen Recherche feststellen, dass die Hotels in Luxor generell nicht sonderlich teuer sind. Dementsprechend kann oder sollte man vielleicht sogar auch mal in ein „etwas höheres Regal greifen“, denn 3*-Hotels in Luxor sind in der Regel nicht vergleichbar Hotels der gleichen Kategorie in Deutschland. Als Beispiel, das 5*-Hotel Hilton Luxor Resort & Spa liegt für eine Nacht in der Hochsaison bei grob USD 180 pro Nacht im Doppelzimmer. Das ist nicht super günstig, aber für ein Hotel dieser Kategorie durchaus ein sehr fairer Preis.
Und zur Lage, ich würde schon empfehlen, dass man sich ein Hotel in der Nähe des Stadtkerns von Luxor (also auf der Ostseite des Nils) idealerweise direkt am Nil sucht, denn dann kann man wunderschöne Sonnenuntergänge genießen und so eine ganz eigene Attraktion und ein echtes Highlight innerhalb seiner Unterkunft schaffen.
Ein weiterer Vorteil bei einer Lage am Nil ist, dass man direkt vom Hotel aus mit einem Boot oder sogar einer Feluke einen kleinen Ausflug unternehmen kann.
Nachdem ich alle Punkte berücksichtigt habe, bin ich bei folgendem Hotel gelandet:
Steigenberger Achti
Das Hotel ist zwar optisch das genaue Gegenteil von dem, was ich eigentlich bei Hotels bevorzuge, sprich, es ist ein echter „Kasten“, aber
- das Hotel hatte sehr gute Bewertungen,
- verfügt über einen schönen Poolbereich,
- liegt direkt am Nil mit Blickrichtung Westen und
- war preislich extrem attraktiv.
Ich kann die Zimmerkategorie Deluxe Zimmer mit Kingsize-Bett und Blick auf den Nil sehr gut empfehlen, denn so hat man seinen eignen Balkonbereich und kann abends herrlich den Sonnenuntergang genießen.
Anfangs war ich mir nicht sicher, ob ich einen Pool wirklich brauche, aber nach einem Besichtigungstag in der Sonne ist es schon schön, wenn man sich abends nochmal ein bisschen ans Wasser legen kann.
UND, ich war ausgesprochen positiv vom Frühstück überrascht! Das Buffet war außergewöhnlich gut, vielfältig und der Service war exzellent. Es war tatsächlich auch der einzige Ort während meiner Reise, an dem ich einen Kaffee mit Hafermilch bekommen konnte.
Preislich liegt das Hotel in der Zimmerkategorie ungefähr wie das Hilton Luxor Resort & Spa.
Hilton Luxor Resort & Spa
Tatsächlich wurde mir das Hilton während meines Aufenthalts in Luxor zweimal unabhängig voneinander empfohlen, weshalb ich es hier gerne noch mit aufführen möchte. Zunächst hat ein junges, amerikanisches Pärchen davon geschwärmt und dann war ein Bestager-Pärchen aus Deutschland wenig später mindestens genauso begeistert.
Erstens ist das Hotel aufgrund seiner Lage eine kleine Oase der Ruhe – es liegt nämlich etwas nördlich überhalb des Karnak-Tempels. Die Betten sind wohl sehr bequem, die Zimmer geräumig und die Anlage ist sehr ansprechend.
Das Frühstück war ebenfalls ausgesprochen gut und am Nilufer einen Kaffee zu trinken ist wirklich herrlich… Soweit die Meinungen, die ich hier sehr gerne weitergeben möchte.
Fototipps, die ich euch gerne mitgeben möchte
- Karnak-Tempel:
– Im Säulensaal kann man im ersten Gang auf der linken Seite wunderbar die Säulen mit dem Obelisk (siehe unten) im Hintergrund ins Visier nehmen.
– Aus fotografischer Sicht ist die Light & Sound-Veranstaltung hervorragend!!! Während der Tour kann man im leicht begrenzten Bereich nämlich auch zum Beispiel durch den Säulensaal gehen und so überragende Bilder mit außergewöhnlichen Lichtverhältnissen machen. - Luxor-Tempel
Eigentlich müsste man den Tempel zweimal besuchen.
– Vormittags hat man nämlich für die beiden ersten Pylonen die Sonne im Rücken.
– Am späten Nachmittag ergeben sich mit dem warmen Licht der untergehenden Sonne und der dann einsetzenden Beleuchtung wunderbare Farbenspiele.
– Falls man nur einmal dort ist / sein kann, kann ich empfehlen abends nochmal vorbeizulaufen! Auch von außen kann man wunderbare Bilder von der beleuchteten Tempelanlage machen. - Memnonkolosse
Morgens scheint die Sonne den Kolossen wunderbar ins Gesicht, weshalb dies ganz klar die beste Zeit ist. Falls man nachmittags kommt, kann man vielleicht ein bisschen mit dem Winkel spielen und seitlich auf die Erhöhung steigen, um so die Lichtverhältnisse ideal auszunutzen. Oder aber man versteckt die Sonne hinter den Statuen, wodurch auch sehr spannende Bilder entstehen können. - Totentempel der Hatschepsut
Zunächst einmal befindet sich die Rückwand auf der Westseite, sprich für das perfekte Foto der gesamten Anlage empfiehlt sich der morgendliche Besuch. Nur dann werden die Säulenbereiche perfekt durch die im Rücken stehende Sonne ausgeleuchtet. Am späten Nachmittag hingegen fotografiert man dementsprechend voll in die Sonne hinein.
Und dann gibt es auf der unteren und mittleren Ebene am Rand der Rampen jeweils sehr fotogene Statuen, mit denen man recht gut „spielen“ kann.
Filmtourismus – wo kann ich Drehorte von berühmten Filmen finden?
Für meinen Besuch habe ich mir ein paar, für mich persönlich, besondere Highlights herausgesucht. Filme oder Serien, die mag, die für mich eine Bedeutung haben oder die ganz einfach „Geschichte geschrieben“ haben. Ich liebe es ja, genau diese Location eines Film zu sehen, wo „es“ passiert ist, sprich wo der Film gedreht wurde.
James Bond – der Spion der mich liebte
Diesen Film habe ich als kleiner Junge im TV gesehen und war dabei sofort von Ägypten und ganz im Speziellen von dem Säulensaal des Karnak-Tempels fasziniert. In der entsprechenden Szene jagen James Bond (Roger Moore) und seine russische Spion-Kollegin Anya Amasova (Barbara Bach) den mit einem Metallgebiss ausgestatteten Beißer. Bei der folgenden Kampfszene geht es ordentlich zur Sache. Dennoch, die Verfolgung inmitten dieser gigantischen Säulen ist extrem spannend und sensationell inszeniert. Wer einmal in diesem Areal war, wird ganz sicher ebenfalls von diesem faszinierenden Tempel überwältigt sein.
Fun Facts zu Luxor
- Luxor wird wegen seiner zahlreichen gut erhaltenen Tempel und Gräber oft als das größte Freilichtmuseum der Welt bezeichnet.
- Hinsichtlich des Grabes von Tutanchamun stellte der Entdecker Howard Carter fest, dass das Grab bereits mindestens zweimal geöffnet und wieder versiegelt worden war.
- Nach der Öffnung des Sarkophags von Tutacnhamun erhob die Regierung Einwände gegen die Anwesenheit der Frauen der Archäologen im Grab. Carter akzeptierte diese Entscheidung nicht und reagierte mit einem Streik seiner Arbeiter und der Schließung des Grabes.
- Als seltsamer Zufall wird ebenfalls die Entdeckung des Grabes von Tutanchamun nur drei Tage nach Beginn der Grabungen angesehen. Carter müsse die Lage des Grabes bereits vor der Entdeckung gekannt haben, da die errichtete Schutzmauer zum Grab Ramses VI. (KV9) vor Auffindung des Grabes von Tutanchamun errichtet worden war und exakt abschließt, ohne den Eingang von KV62 zu behindern.
- Howard Carter vermachte sein Haus dem Metropolitan Museum of Art in New York als Dank für die Unterstützung des Museums bei der Ausgrabung des Grabes von Tutanchamun. Danach ging das Haus in den Besitz der ägyptischen Altertumsbehörde über.


