Die Pyramiden von Gizeh zählen zu den spannendsten, faszinierendsten und meist besuchten Sehenswürdigkeiten der Welt. Bereits seit 1979 zählen sie zum UNESCO Weltkulturerbe und sind das einzige noch existente der Sieben Weltwunder der Antike!
Für mich waren die Pyramiden seit Asterix und Obelix Cleopatra besucht haben sehr sehr weit oben auf meiner Bucketlist und erfreulicherweise konnte ich mir diesen Traum sehr schnell erfüllen. Mittlerweile war ich dreimal in Kairo und habe die Pyramiden dreimal auf sehr unterschiedliche Art und Weise besucht. Einmal auf einem Sattel, einmal mit Guide und einmal ganz alleine.
Folgend habe ich euch basierend auf meinen Erfahrungen meine wichtigsten Tipp und Hinweise zusammengestellt – hier die Übersicht:
#1 Generelle Infos (Fakten, Öffnungszeiten, Tickets)
#2 Befindet sich die Squinx auf dem Areal der Pyramiden?
#3 Benötigt man für den Besuch der Pyramiden einen Guide?
#4 Wie bewege ich mich in der Anlage?
#5 Gibt es bei den Pyramiden Shops oder Restaurants?
#6 Wieviel Zeit sollte ich bei den Pyramiden einplanen?
#7 Wie kann ich den Massen entgehen? Wie plane ich meinen Besuch?
#8 Wo sind die besten (Foto-)Spots? Inklusive Karte des Geländes!
#9 Kann ich auf die Pyramiden klettern?
#10 Lohnt es sich in die Pyramiden hineinzugehen?
#11 Muss ich auf etwas aufpassen? Sollte ich etwas beachten?
#1 Generelle Infos (Fakten, Öffnungszeiten, Tickets)
Die Pyramiden von Gizeh liegen am westlichen Rand der ägyptischen Hauptstadt Kairo, etwa 13 Kilometer südwestlich des Stadtzentrums, auf einem Plateau westlich des Nils. Dieses sogenannte Gizeh-Plateau erhebt sich sichtbaren über das umliegende Gebiet und bietet dadurch eine natürliche Bühne für die monumentalen Bauten. Dies hat unter anderem zur Folge, dass man die Pyramiden von ganz vielen Stellen der Stadt sehen kann.
Insgesamt stehen auf der Anlage neun Pyramiden – drei große Hauptpyramiden und sechs kleinere Nebenpyramiden.
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Die Große Pyramide (Cheops bzw. Khufu) – die älteste und größte.
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Die Pyramide des Chephren (Khafre) – etwas kleiner, aber höher gelegen, mit der gut erhaltenen Kalksteinverkleidung an der Spitze.
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Die Pyramide des Mykerinos (Menkaure) – die kleinste der drei.
Vor Ort könnte man denken, dass die Chephren-Pyramide die größte ist, denn sie liegt leicht höher und durch die zentrale Lage ergeben sich hier häufig optische Täuschungen.
Die Cheops-Pyramide war immerhin fast 4.000 Jahre lang das höchste Gebäude der Welt (früher 146 m, heute nur noch 138,75 m)
Die sechs Nebenpyramiden sind kleinere Königinnenpyramiden. Drei davon befinden sich direkt vor der Großen Pyramide (östlich davon) und drei bei der Pyramide des Mykerinos (südlich davon)
Bei den Einlasszeiten muss man ein bisschen aufpassen, denn diese variieren abhängig von Sommer- und Winterzeit und ob eventuell gerade Ramadan ist. Insofern würde ich für die Planung des Besuchs unbedingt VOR dem Besuch checken, wann die Pyramiden offen und wann sie schließen.
Die Öffnungszeiten sind in der Regel:
Sommerzeit (1. Mai – 31. August): 7.00 – 18.00 Uhr
Winterzeit (1. September – 30. April): 8.00 – 17.00 Uhr
Der letzte Einlass ist etwa eine Stunde vor Schließung.
Ich würde immer empfehlen, die Tickets vorab online zu kaufen. Am Kassenhäuschen bilden sich oftmals lange Schlangen, vor allem wenn Reisegruppen ankommen und die Reiseführer ihre Tickets abholen.
Man kauft Tickets für den generellen Einlass und wenn man eine oder zwei Pyramiden von innen besichtigen möchte, muss man dies entsprechen dazu buchen.
Allerdings sind immer nur zwei Pyramiden pro Tag geöffnet. Eine davon ist immer die Große Pyramide (Cheops-Pyramide), und dann abwechselnd die Chephren-Pyramide (die zweitgrößte) und die Pyramide des Mykerinos (die drittgrößte).
WICHTIG! Es gibt zwei Eingänge.
- Der Haupteingang liegt zwischen dem Marriott-Hotel und der Cheops-Pyramide. Hier kommen die ganzen Busse an, weshalb hier deutlich mehr los ist.
- Der zweite Eingang befindet sich direkt vor der Squinx – mehr oder weniger beim Ticketoffice für die Sound & Light-Show. Ich würde immer diesen Eingang empfehlen!
#2 Befindet sich die Squinx auf dem Areal der Pyramiden?
JA! Die Squinx befindet sich unterhalb (östlich) der Chephren-Pyramide. Wenn man ein Ticket für die Pyramiden kauft, kann man automatisch auch die Squinx besichtigen.
Ich habe es einen Punkt weiter oben schon anklingen lassen, es gibt sogar einen Eingang direkt bei der Squinx, der speziell morgens definitiv Sinn macht, weil viel mehr Besucher über den Haupteingang das Gelände betreten.
Um richtig nah an die Squinx heranzukommen, muss man durch den Taltempel der Chephren-Pyramide hindurch. Gefühlt wirkt dieser geschlossen, ist aber nicht. So zumindest war es bei mir. Danach kommt man an den Spot an der Seite, von dem man wunderschöne Bilder von der Squinx mit der Cheops-Pyramide im Hintergrund machen kann.
Fun Fact: Die ägyptische Sphinx wird in der archäologischen und ägyptologischen Fachsprache meist als männlich, also „der Sphinx“, bezeichnet. Im Gegensatz dazu wird die griechische Sphinx in der griechischen Mythologie oft als weiblich dargestellt.
#3 Benötigt man für den Besuch der Pyramiden einen Guide?
Nein. Zumindestens nicht zwingend.
Klar, wenn man einen guten, historisch bewanderten Fremdenführer hat, der Geschichte super spannend erklären kann, mag das eine prima Sache sein, aber für den Besuch an sich, benötigt man niemanden. Man kann alles selbst organisieren.
Was hilfreich ist, wäre entweder eine Online-Karte via einer ägyptischen SIM-Karte oder falls man dies nicht hat, eine Offlinekarte. Denn das Areal ist doch sehr groß! Ich habe alles zu Fuß gemacht und fand das auch spannend, aber gerade auf der Suche nach den Viewpoints kann man sich auch mal vertun.
Wenn ihr einen Guide engagiert, solltet ihr vorab die Schwerpunkte bzw. eure Interessen abklären. Viele Fremdenführer gehen nämlich weniger auf die Geschichte der Pyramiden ein, sondern verbringen stattdessen die meiste Zeit damit kitschige Fotos von euch zu machen. Außerdem solltet ihr darauf achten, dass sich das Engagement auf den Besuch der Pyramiden beschränkt und ihr nicht danach noch in irgendwelche Geschäfte geführt werdet. Die Guides kassieren für diese Besuche eine satte Provision, insofern wird immer wieder versucht die Touristen in solche Shops zu schleifen.
#4 Wie bewege ich mich in der Anlage?
Es gibt mehrere Varianten:
- Mit dem Auto
Tatsächlich kann man mit dem Auto in dem Areal herumfahren. Das war für mich eine Überraschung!. Sprich, wenn man mit einem Guide unterwegs ist, könnte man mit diesem im Auto hineinfahren (das Auto kostet extra). Dies geht allerdings nur am Haupteingang. Parkplätze gibt es immer an den großen Spots, allerdings erreicht man nicht alle Top-Fotospots im Süden der Anlage mit dem Auto. Sprich, wenn man diese besuchen möchte, müsste man ein bisschen durch den Sand stapfen. - Zu Fuß!
Die für mich generell beste Variante. Denn auch wenn das Areal groß ist, es ist durchaus machbar und nur so entdeckt, fühlt und erlebt man die Pyramiden richtig. Dabei muss man allerdings auch oftmals abseits der Wege durch den Sand/die Wüste laufen.
WICHTIG! Hier gilt es natürlich auch die Jahreszeiten zu unterscheiden. Von Oktober bis März ist es tagsüber immer noch warm, aber insgesamt deutlich kühler als im Sommer.Generelle Info: Es ist es problemlos machbar, alle drei Pyramiden und die Sphinx zu Fuß zu besichtigen. Wenn man nur diese vier Punkte „sehen“ möchte, entspricht das in etwa 3 km Fußweg, es ist relativ flach (nur zur Suqinx geht es kurz bergab) und man läuft hauptsächlich auf einer befestigten Straße oder einem Weg.
Wenn man allerdings die äußeren Aussichtspunkte besuchen möchte, verdoppelt sich die Strecke plus man muss zwischenzeitlich auch durch den Sand laufen. Die besten Aussichtspunkte befinden sich nämlich im Süden der Anlage, abseits der befestigten Straßen. Gerade weil es quasi gar keinen Schatten gibt, sollte man bei 40 Grad und mehr darauf vorbereitet sein.
Der Vorteil des Fußmarsches ist die totale Freiheit und ein ganz anderes Gefühl, als wenn man mit dem Auto zwischen den Sehenswürdigkeiten hin- und herfährt. Ich fand es zu Fuß fantastisch (im Mai) und würde es immer wieder so machen – alleine schon wegen dem Erlebnis.
- Per Kamel/Pferd
Nahezu überall werden Kamelritte angeboten. Gerade im südlichen Sektor (bei den Fotospots 1, 2 und 3 auf meiner Karte) kann das eine sinnvolle Variante sein, falls man sich nicht durch den Sand „kämpfen“ möchte. Hier werden ca. € 6-10 pro Stunde verlangt.
Ich habe öfters gelesen, dass man diese Touren nicht buchen sollte, weil die Tiere so schlecht (gepflegt) aussehen, sprich man sollte dieses schlechte Business nicht noch zusätzlich unterstützen. Meine vielleicht unpopuläre Meinung ist, nach vielen Gesprächen mit Ägyptern, wenn man eine solche Tour machen möchte, sollte man sie machen. In Ägypten werden die Kamele als Lasttiere angesehen und dies ist ein wesentlicher Bestandteil ihrer Kultur. So nimmt der Guide wenigstens Geld ein und kann idealerweise die Tiere gut füttern. Das Ding ist, es werden nicht weniger Guides mit Tieren werden, nur weil man sie ignoriert. Dafür sind es viel zu viele Touristen, die das immer machen werden.
#5 Gibt es bei den Pyramiden Shops oder Restaurants?
Ja, es gibt mittlerweile mehrere Restaurants, Cafés, Coffee-Shops und kleine Geschäfte:
- Khufu’s Restaurant – großes, „besseres“ Restaurant mit schöner Sicht
- Mulliri The Coffee Company
- Coffee Roasters – direkt beim Aussichtspunkt Panoramic View of the Pyramids
- 9 Pyramids Lounge – ansprechendes Restaurant mit dem besten Blick auf alle neun Pyramiden
#6 Wieviel Zeit sollte ich bei den Pyramiden einplanen?
Die Antwort auf die Frage ist natürlich abhängig davon
- wie man auf dem Gelände unterwegs ist,
- ob man in die Pyramiden hinein möchte,
- was man sehen möchte (zB auch die Nebenpyramiden),
- ob man zwischendurch etwas essen will und
- wie weit südlich man innerhalb des Areals kommen möchte.
Als grobe Richtlinie: Ich war zu Fuß unterwegs, in einer Pyramide drin, habe keine Nebenpyramide besichtigt, nichts gegessen, aber dafür den kompletten Süden mitgenommen und war insgesamt 4 1/2 Stunden unterwegs.
Mit einem Guide und ohne den Besuch des Inneren einer Pyramide kann man auch gut nach ca. 2 1/“ Stunden fertig sein.
Ich denke allerdings, dass die Pyramiden so ein außergewöhnlicher Ort sind, dass man – trotz der eventuellen Hitze – diesen Spot nicht nur sehen, sondern auch ein bisschen erleben sollte. Sprich, ich würde mindestens 3-4 Stunden ansetzen.
#7 Wie kann ich den Massen entgehen? Wie plane ich meinen Besuch?
Der erste und wichtigste Hinweis wäre: Seid sofort zu Eröffnung am Eingang! DENN, die einzige Zeit, in der es nicht so voll ist, ist ungefähr bis zu 90 Minuten nachdem die Tore geöffnet wurden. Man könnte meinen, dass sich das Areal zum Nachmittag hin wieder etwas leert, aber das ist nicht der Fall!
Der zweite Schritt wäre, dass man sich generell überlegt, was einem am Wichtigsten ist:
- Will ich ein Foto mit Squinx ohne langes Warten und ohne unzählige Menschen drumherum?
- Oder will ich einer der ersten in einer der Pyramiden sein?
Das Gute ist, beides schließt sich nicht unbedingt komplett aus. Dazu gleich mehr…
Ich habe oftmals gelesen, dass empfohlen wird am Haupteingang zu beginnen, danach die drei (oder neun) Pyramiden zu besichtigen, um dann am Ende die Squinx zu besichtigen. Hierbei würde man das Gelände auch am Squinx-Eingang verlassen. Das ist der quasi klassische Ablauf.
ABER, ich würde es anders machen. Meine Empfehlung ist, beim Squinx-Eingang zu starten, die Squinx besichtigen (das dauert nämlich nicht wirklich lange und wirklich fast ALLE anderen laufen zuerst zu den Pyramiden), um dann anschließend direkt zu den Pyramiden gehen. Wenn man tatsächlich in eine Pyramide hinein möchte, kann man dies nun machen. Zeitlich sollte man an dieser Stelle bei ca. 45 Minuten nach Öffnung liegen und normalerweise sollte es jetzt immer noch nicht allzu voll sein.
Das wäre mein Tipp für den „etwas anderen Ablauf“, um möglichst viele Spots vor dem großen Ansturm zu erleben.
Aber natürlich ist Pyramidenkomplex im Allgemeinen ein sehr belebter Ort, vor allem in den kühleren Monaten des Jahres. Das heißt allerdings nicht, dass man den Menschenmassen gar nicht entkommen kann:
Im Allgemeinen konzentrieren sich die Besucher sehr klar rund um einige wenige Bereichen, wie zum Beispiel:
- die Eingänge der Pyramiden,
- an dem Kreisverkehr samt Parkplatz zwischen den beiden größeren Pyramiden,
- der Sphinx und
- auf den Hauptstraßen zwischen den drei Pyramiden.
Sobald man ein bisschen abseits dieser Punkte läuft, lichten sich die Menschenmassen oftmals. Selbst wenn man „nur“ um die Pyramiden herumgeht, findet man immer wieder Bereiche an denen so gut wie niemand zu sehen ist.
#8 Wo sind die besten Fotospots?
Hier gibt es große Unterschiede, vor allem auch abhängig davon wie weit man ins Areal vordringen möchte. Die besten Fotospots sind definitiv im südlichen Bereich, allerdings ist dieser Teil auch schwierigsten zu erreichen.
Ich liste die Fotospots mal in der Reihenfolge auf, wie ich das Areal – Start / Ziel Eingang Squinx – ablaufen würde.
Auf der Karte sind die verschiedenen Spots markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.
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Fotospot Squinx 1
Nach dem Eingang muss man LINKS gehen – und nicht rechts den Berg hinauf, wie die meisten Besucher es machen. Auf der rechten Seite kommt man ganz ok an die Squinx herab, aber das ist nicht das Bild, das man haben möchte!
Auf der leicht erhöhten Fläche vor der Squinx bekommt man eine wunderbare Perspektive, um Bilder frontal von der Squinx und den Pyramiden im Hintergrund zu machen.
Die leicht erhöhte Sandfläche direkt vor der Sphinx bietet (vor allem morgens) einen fantastische Perspektive auf die Sphinx mit der Chephrenpyramide (die zweitgrößte der Pyramiden) im Hintergrund. Es ist ein wunderbarer Ort für tolle Bilder und deshalb auch ein klassisches Instagram-Foto.
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Fotospot Squinx 2
Nun benötigen wir noch das Bild von der Seite!
Dazu muss man durch die Tempelanlage Valley Temple of Khafre (wirkt komisch, aber nur Mut) hindurch und kommt schließlich direkt auf der linken Seite der Squinx heraus – die perfekte Perspektive um auch noch die Cheops-Pyramide im Hintergrund zu erwischen.
Nachmittags sind hier lange Warteschlangen, während man morgens noch ganz alleine ist.
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Fotospot Cheops-Pyramide 1
Ich habe mir diesen Fotospot herausgesucht, weil hier meistens sehr viele Kamele stehen / liegen, was ein hervorragendes Motiv darstellt.
Aber Vorsicht! Wenn man zu auffällig Bilder macht, kann es tatsächlich sein, dass die Besitzer der Kamele ein bisschen Bakschisch abgreifen wollen.
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Fotospot Cheops-Pyramide 2
Diese Ecke direkt vor der größten Pyramide ist besonders fotogen, weil man hier – mit ein bisschen Bakschisch an den Wärter – wunderbar auf dem vordersten Felsblock posieren kann.
Wenn man die Perspektive leicht verändert, bekommt man im Hintergrund auch noch die Chephren-Pyramide mit aufs Bild.
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Fotospot Cheops-Pyramide 3
Zwischen der Cheops- und Chephren-Pyramide verläuft eine der größten Straßen der Anlage. Auf der einen Seite befindet sich eine kleine Anhöhe mit der man herrlich fotografisch spielen kann. Von hier hat man in jedem Fall einen wunderbaren Blick auf die Cheops-Pyramide.
Dadurch, dass hier viel los ist, kann man auch immer mal Glück mit vorbeilaufenden Kamelen haben…
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Fotospot Chephren-Pyramide
Die Südseite der Chephren-Pyramide ist oftmals erstaunlich verwaist – keine Ahnung wieso. Ich war hier sowohl direkt nach der Eröffnung und auch später noch zwei mal und konnte immer tolle Bilder machen. Vor allem kann man hier sehr gut die schier unglaublich Bauweise und die unendlich vielen Felsen perfekt in Szene setzen…
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Fotospot Mykerinos-Pyramide
Vor dem Eingang der kleinsten Hauptpyramide kann man mit den vielen Händlern und Kamelen im Vordergrund nochmal sehr schön die Chephren-Pyramide in Szene setzen.
Danach lohnt sich ein Abstecher an das rechte Eck, denn von hier hat man wieder eine sehr schöne Perspektive – ohne viele andere Touristen – auf die Kante der Pyramide. Zudem liegen einige Felsblöcke herum, die man sehr schön mit in die Bilder einbauen kann.
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Fotospot Panoramic View of the Pyramids
Quasi DER offizielle Panorama-Spot, der auf Google Maps auch genauso bezeichnet wird. ABER, dieser Spot ist nicht wirklich herausragend.
Zum einen gibt es hier einen riesigen Parkplatz, weshalb auch alle Autos und vor allem Busse hierher fahren, sprich, zu bestimmten Zeiten sammeln sich hier dramatisch viele Touristen. Es gibt deshalb auch extra eine runde Betonterrasse, damit sich jeder Besucher gut platzieren kann.
Man sieht von hier die drei großen Pyramiden, allerdings ist die Perspektive nicht ganz ideal. Wer aber nur mit dem Auto unterwegs ist, sollte in jedem Fall hierher kommen, um wenigstens ein Panorama-Bild zu bekommen.
Zeitlich wäre meine Empfehlung eher nachmittags zu kommen, damit man so die Sonne im Rücken hat.
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Fotospot 1 (29.967929, 31.125179)
Bitte anhand der groben Position auf der Karte nicht verwechseln mit dem gerade erklärten, berühmten Panorama Point! Dieser Spot befindet sich ganz in der Nähe, bietet aber meiner Meinung nach eine bessere Aussicht. Ich habe den Spot selbst gewählt und deshalb auch die Koordination mit angegeben. Als ich dort war, haben sich hier viele Touristen mit Kamelen gesammelt.
Von hier kann man die drei Hauptpyramiden fast genau hintereinander aufgereiht sehen, was besonders dramatisch wirkt.
Insgesamt sieht man von hier sechs Pyramiden (die drei Hauptpyramiden und drei Nebenpyramiden)
WICHTIG! Diesen Spot erreicht man nur zu Fuß!!!
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Fotospot 2 (29.96843, 31.12786)
Ein weiterer inoffizieller Spot, den man ebenfalls nur zur Fuß erreicht. Im Endeffekt liegen Fotospot 1 und Fotospot 2 auf einer kleinen Wanderroute Richtung Osten durch die sandigen Dünen der Pyramiden von Gizeh…
ABER, der Spot ist absolut sagenhaft! Von hier hat man die perfekte Perspektive, um alle neun Pyramiden sichtbar zu haben. Ich fand das Setting hier perfekt, denn gefühlt ist es etwas anderes, ob man in einem Restaurant sitzt oder eben nach einer Wanderung durch den Sand an diesem Spot angekommen ist.
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9 Pyramids Lounge
Der Aussichtspunkt bei der 9 Pyramids Lounge bietet einen der spektakulärsten und vollständigsten Blicke auf das gesamte Gizeh-Plateau. Von hier sieht man wieder – wie der Name schon sagt – alle neun Pyramiden in einer einzigen Panoramaansicht: die drei großen Hauptpyramiden, sowie die sechs kleineren Nebenpyramiden.
Die 9 Pyramids Lounge ist eigentlich ein leicht schickeres Restaurant, aber der Beduinen-Sitzbereich vor dem Hauptrestaurant ist deutlich zwangloser. Hier kann man sich einfach hinsetzen, einen Kaffee trinken und den wirklich unvergesslichen Ausblick genießen.
Wenn man mit den Auto anreist, kann es sein, dass einer der Wärter die Zufahrt zunächst verwehrt, nach ein wenig Bakschisch aber durchaus bereit ist die Weiterfahrt zu erlauben.
VORSICHT! Das Restaurant schließt sehr zeitig – meistens gegen 15.30 Uhr!
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Fotospot 3 (29.969630, 31.128285)
Dies war mein letzter Stopp auf dem Weg zum Ausgang. Nochmal quer durch die Wüste zurück zu den Hauptpyramiden. Dabei hat sich diese, wie ich finde, nochmal sehr spezielle Perspektive ergeben. Dadurch, dass man hier nicht mehr von einer Anhöhe hinab blickt, ist der Winkel ein ganz anderer…
#9 Kann ich auf die Pyramiden klettern?
Wahrscheinlich hat jeder schon einmal tolle Fotos von Menschen gesehen, die auf einer der Pyramiden sitzen.
Bei Geldstrafen von 500.000 USD, bis zu zehn Jahren Gefängnis und einem lebenslangen Verbot Ägypten zu besuchen, ist es das Risiko allerdings nicht wirklich wert!
Aber auf ein paar Felsen klettern, um ein Foto zu machen? Ihr habt es erraten. Mit ein bisschen Bakschisch an den entsprechenden Wärter ist plötzlich sehr viel möglich.
ABER ich würde immer darauf achten, dass man auch wirklich die Erlaubnis des Wärters bekommen hat.
#10 Lohnt es sich in die Pyramiden hineinzugehen?
Ich denke, das ist eine Frage der Erwartungshaltung. DENN, was man hier nicht sieht, sind bunt Wandmalereien, opulente Designs und dekorierte Grabkammern. Alles ist sehr karg und einfach gehalten. Wenn man in eine Pyramide hineingeht, dann für das Erlebnis und um in einem der bedeutendsten Monumente der Weltgeschichte gewesen zu sein! Über steile Treppen und niedrige Gänge geht es tief hinein in ein uraltes Grabmal. An manchen Stellen ist es heiß und eng, aber man verliert nie die Tatsache aus den Augen, dass man sich im Inneren EINER DER Pyramiden befindet und das ist ein sehr besonderes Gefühl…
Zwei generelle Hinweise:
- In Gizeh gibt es immer nur zwei Pyramiden, die man betreten kann. Eine davon ist immer die Große Pyramide (Cheops-Pyramide) und dann abwechselnd die Chephren-Pyramide und die Pyramide des Mykerinos.
- Wer unter Klaustrophobie leidet, wird in allen Pyramiden Schwierigkeiten haben. Jede Pyramide hat enge Passagen, obwohl einige viel enger sind als andere. Beispielsweise zu Beginn der Cheops-Pyramide geht es einen engen Gang hinauf, der gerade zu Stoßzeiten bei viel „Gegenverkehr“ heftig sein kann.
Cheops-Pyramide
Natürlich will jeder in die „große Pyramide, die Cheops-Pyramide. Aus diesem Grund ist sie bei weitem die teuerste Option und teurer als die Eintrittskarte für den gesamten Pyramidenkomplex.
- Man steigt zunächst außerhalb der Pyramide einige große Steinstufen hinauf, um den (Räuber-)Eingang an der Nordwand zu erreichen. Der Originaleingang wird nicht genutzt. Danach durchquert man einen langen Gang (ca. 50 m) mit einer relativ angenehmen Deckenhöhe.
- Am Ende des Ganges beginnt der Aufstieg. Man geht paar Stufen hinauf zu einem schmalen Durchgang mit einer steilen Holzrampe. Idealerweise ist nicht allzu viel los, denn ansonsten ist es an der Stelle etwas heikel, weil durchaus Staugefahr herrscht.
- Es gibt Handläufe auf beiden Seiten und der Boden ist aufgrund von Latten auf der Rampe auch nicht rutschig. Der Verkehr läuft in beide Richtungen und es ist nicht ganz einfach, an den entgegen kommenden Leuten vorbeizukommen. Hier fängt es an, heiß zu werden, vor allem die zurückkommenden Besucher sehen von der Wärme und Luftfeuchtigkeit durchaus gezeichnet aus! Der schmale Durchgang endet aber erfreulicherweise bald und man erreicht die Große Galerie.
- Nach einer kleinen Pause geht weiter bergauf. Zunächst kommen ein paar Metallsprossen, gefolgt von einer kurzen, hölzernen Rampe.
Oben angekommen, durchquert man gebückt einen weiteren, niedrigen Durchgang. - Es dauert erfreulicherweise aber nur grob eine Minute und schließlich steht man in der Gruft selbst.
Zu diesem Zeitpunkt ist es heiß und der Schweiß tropft, aber natürlich ist es irre aufregend. - Das Grab selbst ist eine relativ große Kammer mit einer sehr hohen Decke. Es gibt einen großen Steinsarkophag, der nicht groß verziert ist.
Hier wartet auch ein Grabwächter, der darauf achtet, dass Blödsinn macht. Die Kammer ist schwach beleuchtet, aber man braucht keine zusätzliche Lichtquelle, denn um ehrlich zu sein, gibt es auch nichts weiter zu sehen. - Danach geht man einfach den gleichen Weg wieder zurück.
Ansonsten war ich noch in der Pyramide des Mykerinos kann mich aber kaum noch erinnern. Ich fand den Besuch relativ unspektakulär. Was ich gehört habe, sind die Zugänge bei allen Pyramiden deutlich einfacher und kürzer als in der Großen Pyramide.
In Chephren-Pyramide geht es vor allem nie richtig steil bergauf – im Gegenteil, man geht sogar zuerst bergab.
#11 Muss ich auf etwas aufpassen? Sollte ich etwas beachten?
Hier nochmal ein paar Do’s and Don’t für den Besuch der Pyramiden:
- Ich habe es weiter oben schon angesprochen, dass man keinen Guide braucht. Aber hier möchte nochmal einen Schritt weitergehen und nochmal klar sagen: Man braucht definitiv niemanden für seinen Aufenthalt auf dem Gelände der Pyramiden! In keiner Phase. Es gibt tatsächlich Leute, die mit einem offiziell aussehenden Lanyard / Namensschild um den Hals herumlaufen. Einige haben sogar Trillerpfeifen dabei. Die meisten dieser Leute hoffen jedoch nur darauf, etwas Geld von euch zu bekommen. Sie bieten freundlich ihre Hilfe an oder wolle euch etwas zu zeigen, wobei sie sagen, dass sie für ihre Dienstleistung kein Geld verlangen. Glaubt mir, es wird irgendwann Geld verlangt.
Mein Tipp: Überall höflich nein sagen. Zu jedem, der Hilfe anbietet, auch zu denen, die offiziell aussehen. Das klingt etwas traurig, da man freundlich und nicht abweisend sein möchte, aber ich habe hier die wildesten Sachen mitbekommen.. - Kauft die Tickets bitte idealerweise online, das geht am schnellsten und sichersten! Selbst am Ticketschalter versuchen findige Typen noch ihr Glück und erzählen, dass es andere/bessere Tickets, ohne Wartezeit oder was auch immer. Sie geben sich als Kumpel aus und wollen teilweise vor anderen Abzockern warnen. Auf keinen Fall mitgehen oder auch nur darüber reden. Nicht reinlegen lassen!!! Es gibt NUR die offiziellen Ticketschalter und nichts anderes.
Ein gutes Beispiel ist: Es gibt KEINE Sonnenuntergangstouren IN DEM Areal!!! Alles was angeboten wird ist außerhalb des Areals und weit weg!!!!! Bei dem Angebot habe ich kurz gezuckt, habe mich aber kurz informiert und wusste, dass auch das ein cleverer Plan mich reinzulegen. - Bakschisch (auch als Trinkgeld oder Bestechung bekannt) ist Teil der ägyptischen Kultur, und wenn man es versteht und sich daran beteiligt, kommt man sehr weit.
Ich kenne Geschichten, dass Sicherheitskräfte (an den Scannern vor dem Betreten des Geländes) gesagt haben, dass Zoom-Objektive in der Anlage nicht erlaubt sind und abgegeben werden müssen. Ohne Bakschisch, hätte das Objektiv nicht mitgenommen werden können! Es macht auch nichts, wenn man weiß, dass die Aussagen nicht stimmen, sondern man muss zielorientiert denken und sich das Leben dadurch leichter machen. Sprich, man gibt ein kleines Trinkgeld und auf wundersame Weise sind Zoomobjektive auf einmal doch sehr willkommen.
Genauso verhält es sich mit der Straße zur 9 Pyramids Lounge. Der Wachmann an der Straße will oftmals niemanden durchlassen, sondern blockiert die Straße. Ein wenig Bakschisch später und schon ist man auf dem Weg zur Lounge! - Daran anschließend meine Empfehlung, immer ein wenig Kleingeld parat zu haben. Es hilft, wenn man schnell und unauffällig ein paar Scheine herausziehen kann.
#12 Gibt es ein gutes Hotel in der Nähe der Pyramiden?
Ich habe ganz in der Nähe der Pyramiden ein ideal passendes Hotel gefunden, welches ich sehr gerne weiterempfehlen möchte.
Und zwar handelt es sich um das Hotel PANORAMA view pyramids (genauso steht es bei booking.com).
Wie bin ich auf das Hotel gekommen und warum halte ich es für das ideale Hotel in Kairo?
- Ich wollte ein Hotel DIREKT bei den Pyramiden. Aus zwei Gründen:
– Es ist einfach praktisch, denn für mich war klar, dass ich zu den Pyramiden möchte und es macht Sinn dann irgendwie in der Nähe zu sein, um so die Möglichkeit zu haben früh morgens am Eingang zu sein ohne auf Stau oder andere Faktoren achten zu müssen.
– Es gibt keinen Bereich in Kairo, der für mich besonders schön wäre, so dass ich sagen GENAU DORT möchte ich sein. - Man muss höllisch aufpassen bei der Auswahl eines Hotel bei den Pyramiden. Es wird überall suggeriert, dass man die perfekte Sicht auf die Pyramiden hat, aber dem ist oft gar nicht so. Es lohnt sich bei Google Maps zu checken, WO GENAU das Hotel liegt, um eine böse Überraschung zu vermeiden.
- Der Teil der Abou al Hool Street ist der einzige, der verkehrsberuhigt ist!!! Super wichtiger Punkt, denn überall sonst ist es durch die vielen Autos, Mopeds und das dazugehörige Gehupe unfassbar laut. Beim PANORAMA view pyramids war es tatsächlich sehr angenehm ruhig!!!
- Die Dachterrasse ist perfekt. Es geht nicht besser. Man hat die perfekte Sicht auf die Pyramiden, so dass ich jeden Nachmittag und Abend hier verbracht habe, um die sensationelle Aussicht zu genießen.
- Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist überragend! Ich habe für drei Nächte in der mitbesten Kategorie „Suite mit Kingsize-Bett, Blick auf die Pyramiden und Balkon“ mit einem eigenen Balkon in einem oberen Stockwerk nur knapp EUR 300 bezahlt! Das ist ehrlich gesagt ein Schnapper.
- Der Service und das Essen waren sensationell gut. Jeder Mitarbeiter war irre freundlich und sowohl Frühstück als auch Abendessen waren sehr sehr lecker.
- Das Hotel befindet sich fast direkt gegenüber des Squinx-Eingangs.
- Von den Zimmern sollte man nicht zu viel erwarten. Sie sehen fancy aus, sind aber bei eine genaueren Blick doch eher einfach. Aber egal. Hier ist die Dachterrasse und die Lage der Star.
Alles in allem ist das Hotel eine glasklare Empfehlung! Ich würde jederzeit wieder in dieses Hotel gehen. Zu 100%.



