Reisetipps Ecuador – Galapagos – Isla Isabela
-
Die Isla Isabela ist die größte Galapagos-Insel.
-
Die Möglichkeiten für Tierbeobachtunge sind sensationell: Riesenlandschildkröten, Iguanas, Seelöwen, Pinguine und Boobies – all das findet man hier.
-
Die Hauptstadt Puerto Villamil versprüht feinstes Backpacker-Flair. Der schöne Stadtstrand, die Bars am Meer und die zahlreichen Local-Restaurants sind fantastisch…
Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?
- Impressionen von der Isla Isabela – ein kleines „Best-of“
- Übersicht, wichtigste Fakten und gute Tipps zur Isla Isabela
- Die besten Spots auf der Isla Isabela
- Puerto Villamil
- Puerto Villamil Beach (ab hier bis Wall of Tears Ausflug nach Westen)
- La Playita
- Playa del Amor
- El Estero
- Camino de Tortugas Gigantes
- Cerro Orchilla
- Wall of Tears
- Tintoreras
- Concha de la Perla
- Centro de Crianza Tortugas Gigantes
- Poza de los Flamingos
- Mirador el Mango
- Vulkan Sierra Negra
- Los Tuneles
- Meine besten Spot-Tipps auf der Isla Isabela auf einer Karte
- Meine Hoteltipps für die Isla Isabela
- Meine Restaurant-Empfehlungen auf der Isla Isabela
- Fun-Facts zur Isla Isabela
Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps
Folgend meine wichtigsten, allgemeinen Infos zu einer Reise nach Isla Isabela:
- Generell
Die Isla Isabela ist die größte und eine der vielfältigsten Inseln des Galapagos-Archipels. Sie ist eine der vier bewohnten Galapagos-Inseln. Die Hauptstadt und Zielort für Inlandsflüge und Fährverbindungen ist Puerto Villamil. - Wieviel Zeitverschiebung ist es nach Galapagos?
Während der europäischen Winterzeit beträgt die Uhrzeit in Ecuador – 6 Stunden, auf den Galapagos-Inseln – 7 Stunden.
Wenn in Europa Sommerzeit herrscht muss auf dem Festland von Ecuador die Uhrzeit mit – 7 Stunden berechnet werden. Auf den Galapagosinseln beträgt der Zeitunterschied entsprechend – 8 Stunden. - Mit welcher Währung bezahlt man auf der Isla Isabela?
Auf den Galapagos-Inseln bezahlt man mit dem US-Dollar (USD), da dieser die offizielle Währung in ganz Ecuador ist – also auch auf dem Archipel.
Tatsächlich kann man Vieles nur in Bar bezahlen, weshalb ich empfehlen würde einen guten Vorrat an USD dabei zu haben. Idealerweise solltet ihr darauf achten, dass man so wenig wie möglich USD 50 oder 100 Scheine dabei hat, weil diese oftmals nicht angenommen werden. - Was muss ich bei dem Flug vom Festland nach Galapagos beachten (in dem Fall Guayaquil)?
Als erstes muss man sich am Flughafen die Einreisekarte kaufen. Diese kostet ca. USD 20 pro Person und es gibt einen extra Schalter dafür. Hierfür braucht man seinen Reisepass und seinen Flugticket. Das Rückflugticket muss hierbei ersichtlich sein. Dementsprechend entweder am Handy offline griffbereit haben oder das Ticket bzw. die Flugreservierung vorher ausdrucken.
Aufpassen! Es wird nur Bargeld akzeptiert.
Danach wird das Gepäck VOR dem Einchecken überprüft und gescannt. Um das Gepäck einchecken zu können, benötigt man das rote Band dieses Checks, welches auch zugleich der Koffer versiegelt.
Anschließend muss man sich sein Luggage-Tag selbst an einem Automaten ausdrucken, um dann schließlich ganz normal einchecken zu können.
Der Flug von Guayaquil nach Galapagos dauert ca eine Stunde und ich würde DRINGEND empfehlen einen Fensterplatz zu reservieren. Die Aussicht ist sowohl beim Abflug, als auch bei der Ankunft fantastisch. - Wann ist die beste Reisezeit für Galapagos?
Die beste Reisezeit für die Galapagos-Inseln hängt davon ab, was du erleben möchtest – denn das Klima ist das ganze Jahr über mild und die Inseln sind ganzjährig gut bereisbar. Dennoch gibt es zwei Hauptjahreszeiten mit jeweils eigenen Vorzügen:
Warme Saison (Dezember – Mai)
– Wärmer & feuchter (25–30 °C, kurze Regenschauer)
– Ruhigere See, klares Wasser – beste Zeit zum Schnorcheln
– Viele Tiere sind besonders aktiv: z. B. Paarung bei Meeresleguanen und Balztänze der Blaufußtölpel
– Ideal für Strandbesuche und angenehmes Wetter
FAZIT: Beste Zeit für Badeurlaub und Tierbeobachtung an Land
Kühle Saison (Juni – November)
– Kühler & trockener (20–26 °C), oft bewölkt (Garúa-Nebel)
– Mehr Plankton im Wasser – zieht Meerestiere wie Haie, Rochen und Wale an
– Etwas rauere See, aber sehr gute Sichtungen unter Wasser
FAZIT: Beste Zeit für Taucher und Fans mariner Tierwelt
Meine Meinung: Ich war im Mai vor Ort und hatte quasi auf allen Ebenen die perfekten Bedingungen. Es war warm, es hat wenig geregnet, das Wasser war sehr angenehm und ich hatte trotzdem sehr viele Tiersichtungen unter Wasser. - Wieviel Zeit muss ich für die Isla Isabela einplanen?
Schwer zu sagen, abhängig davon, wieviel man unternehmen bzw. erleben möchte.
Ich würde mindestens mal drei Nächte, sprich zwei volle Tage, ansetzen, wobei das dann schon wirklich recht knappt ist.
Meine Empfehlung wären vier bis fünf Nächte PLUS Bade-/Relaxtage. - Wie bewegt man sich auf der Isla Isabela?
In der Hauptstadt Puerto Villamil kann man problemlos alles zu Fuß machen. Die Distanzen sind kurz und man kommt auch immer an netten Cafés oder kleineren Geschäften vorbei. Man kann sich aber auch bei einem der vielen Anbieter im Ort ein Fahrrad ausleihen. Dies kann sich gerade für zum Beispiel Ausflüge in den Westen beziehungsweise zu den Stränden durchaus lohnen. Die Fahrräder kann man stundenweise mieten. Allerdings sollte man auf die Qualität der Räder achten. Gerade die Straße in den Westen ist sehr felsig und sehr hügelig, weshalb man sicherstellen sollte, dass zum Beispiel die Bremsen gut funktionieren. - Muss ich Tickets für Attraktionen vorab buchen?
UNBEDINGT! Ich habe leider mehrfach die Erfahrung gemacht, dass Touren nicht buchbar, weil sie ausgebucht waren. Hier sollte man idealerweise frühzeitig anfragen und buchen. Speziell die Touren Tintoreras, Los Tuneles und der Vulkan Sierra Negra sind stark gefragt.
Die besten Spots auf der Isla Isabela
Folgend nun die verschiedenen Spots und Sehenswürdigkeiten auf der Isla Isabela mit Erklärungen und Infos zu dem jeweiligen Besuch.
Von der Reihenfolge der Attraktionen bitte KEINE Wertigkeit ableiten, ich habe einfach chronologische meine Besichtigungen / Ausflüge wiedergegeben, auch weil sich meine Erklärungen so ein bisschen aufeinander aufbauen.
Puerto Villamil
Die Hauptstadt der Insel ist auf jeden Fall bereits eine eigene Attraktion, denn der Vibe und die Atmosphäre in Porto Villamil ist ausgesprochen angenehm und karibisch locker.
Alleine der Hafen ist, speziell am Nachmittag, ein Hotspot für Seelöwen. Diese ruhen sich hier im Schatten aus und dösen vor sich hin, teilweise sogar sehr fotogen auf den Holzbänken des Strandes.
Die Stadt selbst ist flächenmäßig, nicht sonderlich groß und wie ein Schachbrett aufgebaut. Einzig im westlichen Teil befindet sich ein kleiner Teich, dazu aber später mehr. Direkt am Strand gibt es einen kleinen Trampelpfad, an dem man viele, leider etwas überteuerte Restaurants und Cafés findet. Die Parallelstraße daneben ist so etwas wie die Hauptstraße mit zahlreichen Geschäften, Touren,anbietern und weiteren Restaurants. Selbst diese Straße ist sandig und wird sogar jeden Morgen neu planiert. Mittig befindet sich der Hauptplatz mit einem relativ neuen Charles Darwin-Denkmal. In den angrenzenden Straßen und wegen verstecken sich auch noch mal einige charmante Geschäfte und viele, ganz großartige Local-Restaurants. Hier ein bisschen herum zu spazieren macht auf jeden Fall sehr viel Spaß. Man kann entweder in Ruhe eine Tour buchen oder in dem ein oder anderen Handwerksladen ein paar kleine Souvenirs einkaufen.
Das Highlight ist aber natürlich der Strand mit dem standardmäßigen Ortsnamensschild. Hier kann man ganz wunderbar den Sonnenuntergang und/oder ein frisches Saftgetränk genießen. Tatsächlich waren die frischen Säfte für mich ein riesengroßer Pluspunkt auf Isla Isabela.
Ein sehr schöner Tagesausflug ist der Bereich westlich von der Hauptstadt Puerto Villamil.
Hierbei besucht man verschiedene Strände und den für die Insel historisch bedeutsamen Ort Wall of Tears. Man kann dies entweder auf mehrere Ausflüge aufteilen oder alles an einem Tag machen und ist dabei ungefähr 6-7 Stunden unterwegs.
Allerdings würde ich dringend empfehlen, sich ein Fahrrad zu mieten, denn zu Fuß ist es zum einen sehr anstrengend und zum anderen auch insgesamt sehr weit. Zudem müsste man entweder den Hin- oder den Rückweg (je nachdem wann man losgeht) in der Mittagshitze absolvieren, was sicherlich nicht so super ist. Zudem gibt es (bis auf die Schildkröten, siehe weiter unten) wenig zu sehen. Ich habe einige Wanderer gesehen, aber ganz ehrlich ich glaube, dass ihre Entscheidung bereut haben. Mit dem Fahrrad kann man wunderbar auf dem befestigten Weg am Strand entlang fahren und sich Zeit sparen. Wenn man unbedingt noch wandern möchte, kann man auch nach circa zwei Drittel der Strecke das Fahrrad abstellen und den Rest zu Fuß gehen. Das würde insofern Sinn machen, als dass der letzte Teil sehr hügelig ist.
Für die jeweiligen Strände und Locations gibt es sehr hilfreiche Beschilderungen am Weg inklusive einer Entfernungsangabe. Außerdem gibt es überall sehr praktische aus holzangefertigte Fahrradständer.
Nach dem Puerto Villamil Beach gibt es eine kleine Rangerstation mit einer Toilette.
Wichtig! Unbedingt Badesachen, genügend zu trinken und Sonnencreme mitnehmen.
Puerto Villamil Beach
Die erste Station ist der Hauptstrand des Ortes Puerto Villamil der passenderweise auch Puerto Villamil Beach heißt. Der Strand ist unheimlich breit und zieht sich beachtlich in die Länge. An sich ein absoluter Traumstrand mit weißem Sand, der flach ins Wasser abfällt. Einzig man muss beim Baden wirklich aufpassen wegen der Gezeiten und der starken Strömung und dem damit verbundenen Wellengang.
La Playita
Fast direkt angrenzend, erreicht man den kleinen Strand La Playita. Dieser ist vor allem bekannt für seine schwarzen Lavafelsen und den hier lebenden Iguanas. Diese kommen vor allem hier her, weil sie die grünen Algen von den Felsen fressen wollen, was ein hervorragendes Fotomotiv darstellt. Der Strandabschnitt an sich ist sehr schön, allerdings abhängig von der Flut kann er auch mal Sehr winzig sein. Es gibt einen kleinen Schattenbereich, in dem man sich auch ein wenig ausruhen kann.
Playa del Amor
Wieder nur ein paar Meter weiter erreicht man den Strand mit dem klangvollen Namen Playa del Amor. Tatsächlich ist der zum Baden eher weniger geeignet, da etwas steiler abfällt und auch nicht so viele liege Möglichkeiten bietet saisonal ist ja auch ein bekannter Brutplatz der Iguanas. Hier kann man ebenfalls sehr gute Bilder der Iguanas machen dadurch den hellen Sand ein sehr schöner Kontrast mit den dunklen Iguanas entsteht.
El Estero
Bei diesem Strand ist der Weg das Ziel denn der circa 200 m lange Weg zum Strand führt durch einen abenteuerlichen Waldabschnitt. Hierbei bilden die Mangroven teilweise dicht bewachsene Tunnels, durch die man hindurch krabbeln muss. Der Strand selbst ist recht klein und führt auch nicht ins offene Meer, sondern vielmehr in einen Mangrovenbereich. Hier ist es schön schattig, aber insgesamt war das nicht unbedingt mein Lieblingsstrand.
Camino de Tortugas Gigantes
Danach kommt ein besonders lustiger Teil des Ausflugs, nämlich ein recht langer Weg, bei dem man die Chance hat, die bekannten Riesenschildkröten zu entdecken. Diese wechseln auf die Straßenseite, verstecken sich im Gebüsch oder baden in den kleinen tümpeln am Straßenrand. Deshalb, wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist, auf jeden Fall ab und zu auch mal nach links und rechts schauen oder aber genau hinhören. Denn wenn diese gemächlichen Riesen durch das Geäst walzen, hört man es teilweise ganz schön laut knacken.
Ich will ehrlich sein. Ich habe die Distanz ein wenig unterschätzt, weshalb ich sehr froh bin, dass ich mit dem Fahrrad unterwegs war und nicht wie viele andere zu Fuß. Natürlich kann die Wanderung auch sehr viel Spaß machen aber ich finde das der Weg an sich nicht so spannend ist und es auch nicht sonderlich viel zu sehen gibt.
Cerro Orchilla
Wenn man fast schon an der Wall of Tears angekommen ist, hat man noch mal die Möglichkeit auf der rechten Seite den Aussichtspunkt Cerro Orchilla zu genießen. Ich finde, es ist kein absolutes Muss, aber die Aussicht war dennoch sehr schön.
Wall of Tears
Die Wall of Tears (übersetz: Mauer der Tränen), oder Muro de las lagrimas auf Spanisch, verbirgt eine irre tragische Geschichte und ist ein trauriges Wahrzeichen von Isla Isabela
Die imposante Lavawand wurde in den 1940er und 1950er Jahren von Gefängnisinsassen durch reine Handarbeit errichtet. Dabei mussten die Häftlinge die massiven schwarzen Lavablöcke aus einem weit entfernten Steinbruch holen und sie dann in der heißen Sonne zurücktragen. Die Arbeitsbedingungen waren naturgemäß schrecklich und man sagt, dass diese unmenschlich harte Arbeit Tausenden der Häftlingen das Leben gekostet hat.
Völlig absurd ist ausserdem, dass die Arbeit völlig sinnlos war. Es war mehr oder weniger klar, dass die Mauer gar keinen echten Zweck erfüllen würde. Tatsächlich muss man festhalten, sie steht mitten im Nirgendwo und trennt ein Gebiet mit trostlosem Buschland von einem anderen. So erhielt die Wall of Tears auch ihren passenden Namen, nämlich von den Tränen und Opfern derer, die gezwungen waren, diese unbegreifliche Mauer zu bauen.
Insgesamt ist die Mauer etwa 100 Meter lang, 7 Meter hoch und etwas über 3 Meter breit.
Man kann die Mauer von beiden Seiten besichtigen, was je nach Sonnenstand ja für die Fotos relevant sein könnte. Auf der einen Seite kann man ein paar Stufen nach oben gehen und hat von dort eine sehr gute Aussicht auf die Mauer von oben. Das ist aber lange noch nicht alles, denn es gibt noch drei weitere Aussichtspunkte. Hierzu geht es durch den Dschungel weiter nach oben, wobei ich ehrlich gesagt, manchmal bereits dachte, dass ich das Ende erreicht hatte und nicht wusste, dass noch weitere Aussichtsplattformen folgen.
Der erste Aussichtspunkt Mirador de las Lágrimas ist nicht sonderlich aufregend dafür dann aber der Mirador de las Lágrimas 2. Von hier hat man das erste Mal einen sehr schönen Rundumblick auf den Küstenabschnitt.
Aber es geht noch weiter nach oben und zwar links neben der kleinen überdachten Sitzbank. Wenn ich später gelangt man zu den direkt nebeneinander befindlichen Spots Mirador el Radar und Mirador de la Bahia. Von hier hat man die beste Aussicht und kann die verschiedenen Strände und buchten wunderbar erkennen.
Von der Wall of Tears bis zum obersten Aussichtspunkt sind es circa 20 Minuten, wobei es durchaus steil bergauf geht.
Tintoreras
Wenn man auf der Isla Isabela ist und sich mit Ausflügen beschäftigt, wird man sehr schnell über die Tintoreras-Tour stolpern. Sie ist eine der beliebtesten und sicherlich auch unterhaltsamsten Touren, die man auf Island Isabela unternehmen kann.
Las Tintoreras, so der komplette Name der Inselgruppe, befindet sich auf der Insel Isabela, nur 10 Minuten Bootsfahrt von Puerto Villamil entfernt. Das gesamte Netz der Tintoreras-Inseln ist nur etwa 900 Meter lang und 100 Meter breit.
In diesem Gebiet kann man auf einer relativ kurzen und trotzdem unterhaltsamen Tour sehr gut verschiedene Tierarten beobachten – über und Unterwasser. Insgesamt dauert dieser Ausflug ungefähr 3 Stunden und er findet morgens und nachmittags statt.
Mein wichtigster Ratschlag an dieser Stelle wäre die Tour frühzeitig zu buchen, denn es kann durchaus vorkommen, dass sie auf Tage hin ausgebucht ist.
Bei dieser Tour wird man am Hotel abgeholt und fährt gemeinsam zum Hafen. Dort wartet an einem separaten Pier links neben dem Hauptanlegebereich ein kleines Boot, mit dem man nach Tintoreras übersetzt. Anschließend fährt man zu einem Spot, an dem man normalerweise die berühmten Galapagos Pinguine beobachten kann. Danach versucht man an einer weiteren Insel, den für diese Region bekannten, blaufüßigen Boobie-Vogel zu entdecken. Als Nächstes legt man an der nächsten Insel an und geht dort auch an Land. Hier gibt es einen so genannten Hai Tunnel, den man sehr gut von Riffhaie entdecken kann.
Das Highlight Tour ist aber das Schnorcheln. Hierbei geht man mit einem Guide ins Wasser und erkunde circa 45 Minuten lang die Würfe dieser Inselgruppe. Dabei kann man Pinguine, Haie, Schildkröten, Rochen, Seelöwen und noch vieles anderes sehen. Dieser Teil des Ausfluges ist wirklich spektakulär, und ich hatte bei meiner Tour tatsächlich das Glück, sowohl Pinguine als auch Seelöwen Unterwasser zu sehen. Danach geht es wieder zurück in den Hafen und man wird wieder ins Hotel gebracht.
Das Schöne bei der Tour ist, dass sie wirklich sehr kurzweilig ist und man kurzer Zeit einen sehr guten Eindruck von der Tierwelt rund um Isla Isabela bekommt. Für mich ein absolutes Highlight auf dieser Insel.
Concha de la Perla
Immer wenn eine Tour, die ich gerne buchen wollte voll war, war das natürliche Becken Concha de la Perla meine erste Alternative. Hier hat man nämlich (je nach Tageszeit) eine sehr gute Chance beim Schnorcheln, Seelöwen, Schildkröten, Rochen und Iguanas zu sehen. Das Schöne hierbei ist nämlich, dass man sich diesen Ausflug ganz alleine organisieren kann. Einzig man muss sich seine Schnorchel Ausrüstung selbst mitbringen. Sofern man keine eigene dabei hat, kann man sich diese in einem der zahlreichen Shops problemlos ausleihen.
Zu finden ist dieser kleine Insidertipp ganz einfach. Man muss einfach am Hafen von Puerto Villamil (aufs Meer schauend) noch vor dem Pier, ab dem die Touren nach Tintoreras starten, links abbiegen. Dort führt ein solider Holzsteg durch den Mangrovenwald, bis man schließlich an einer kleinen Plattform ankommt. Hier kann man ganz einfach ins Wasser gehen und innerhalb dieses von Lavastein begrenzten Pools schnorcheln.
Das ganze kostet keinen Eintritt und man kann dort unbegrenzt Zeit verbringen.
Mein persönlicher Tipp: früh morgens da sein! Denn um diese Zeit sind die Seelöwen deutlich aktiver und häufiger anzutreffen.
Centro de Crianza Tortugas Gigantes
Wer auf seiner Fahrradtour in den Westen von Isla Isabella kein Erfolg bei der Sichtung von Riesenschildkröten hatte oder einfach noch mal gerne in Ruhe ein paar dieser wunderschönen Exemplare bewundern möchte, für den ist diese durch eine private Stiftung finanzierte Aufzuchtstation genau das richtige.
Wichtig hierbei ist, es handelt sich nicht um einen Zoo, sondern um eine beeindruckende Initiative, die das Ziel hat die Population der Landschildkröten aufzubauen und zu stabilisieren. Denn, auch wenn man das vielleicht nicht vermuten möchte, sind die Landschildkröten nach wie vor gefährdet. Dies liegt in letzter Konsequenz auch daran, dass die Eier der Schildkröten von zum Beispiel Ratten gefressen oder von anderen wilden Tieren zertrampelt werden. Und um dem vorzubeugen werden die Eier teilweise eingesammelt und die und die aufgegezüchteten Schildkröten werden nach einigen Jahren wieder ausgesetzt. Hierbei liegt die Überlebensrate bei 100 %.
Wichtig! Man muss sich vorher online registrieren und einen Guide buchen um Zugang zu der Aufzuchtstation zu bekommen. Das ganze kostet auch etwas Eintritt allerdings wird mit diesem Geld auch die Stiftung finanziert.
Poza de los Flamingos
Flamingos gehen irgendwie immer, oder? Rund um Puerto Villamil gibt es einige Spots, wo man gute Chancen hat, Flamingos zu entdecken. Der Beste davon ist der Teich Poza de los Flamingos im Westen des Dorfes. Hier wurde eine kleine Holzstegkonstruktion gebaut, so dass man mehrere Spots hat, um die Flamingos zu beobachten.
Darüber hinaus gibt es allerdings noch einige andere Orte mit guten Chancen auf Flamingos. Beispielsweise ganz im Westen von Puerto Villamil, hinter dem Hotel Iguana Crossing, startet ein Holzstegweg, der durch ein Mangrovengebiet bis hin zur Schildkrötenaufzuchtstation führt. Hier kommt man an einigen kleineren Teichen und Tümpeln vorbei, wo immer mal wieder Flamingos zu sehen sind.
Mirador del Mango
Für diejenigen, die es ganz wild mögen und gerne eine etwas längere Fahrradtour unternehmen möchten, wäre vielleicht der Aussichtspunkt Mirador el Mango noch etwas. Dieser befindet sich circa 12 km außerhalb von Porto Villamil, ist aber mit dem Fahrrad sehr gut über eine feste Straße zu erreichen.
Anmerkung: der Hinweg ist deutlich schwerer, weil es vornehmlich leicht und kriechend bergauf geht. Die Rückfahrt ist deutlich einfacher und geht entscheidend schneller.
Das letzte Teilstück ist deutlich steiler und geht über ein Feldweg, weshalb man hier vermutlich vom Fahrrad absteigt und schiebt. Wenn man den langen Weg auf sich genommen hat, wird man hier allerdings mit einem tollen Rundumblick auf den gesamten Südteil der Insel belohnt.
Mir wurde der Spot von einem Local empfohlen und ich muss sagen, ich fand den Aussichtspunkt sehr schön, allerdings ist es auch nicht wirklich ein Muss.
Vulkan Sierra Negra
Ein Besuch des Vulkans Sierra Negra auf der Isla Isabela ist eines der beeindruckendsten Naturerlebnisse auf den Galápagos-Inseln. Schon die Anfahrt durch das grüne Hochland von Isabela wirkt wie eine Reise in eine andere Welt – feuchter Nebelwald, Farnpflanzen und Vögel begleiten den Weg zum Ausgangspunkt der Wanderung.
Die Tour beginnt meist am Morgen und führt zu Fuß hinauf zum Krater des Sierra Negra, dem zweitgrößten Vulkankrater der Welt mit über 10 Kilometern Durchmesser. Wenn das Wetter klar ist, steht man am Rand einer riesigen schwarzen Lavafläche, die sich bis zum Horizont erstreckt – ein gewaltiger, stiller Zeuge vulkanischer Kraft. Die Dimensionen wirken beinahe außerirdisch.
Wer weiterwandert, erreicht den Vulkan Chico, eine Nebenkraterzone mit bizarrem Lavafeld, dampfenden Spalten und einer Landschaft, die noch nach Schwefel riecht. Hier kann man auf ganz frischer, oft noch dampfender Erde gehen – ein seltener Einblick in aktiven Vulkanismus.
Die gesamte Wanderung dauert etwa 4 bis 6 Stunden und ist zwar lang, aber technisch leicht zu bewältigen. Ein Guide begleitet die Tour, wie auf den Galápagos üblich, und erklärt die Geologie, Geschichte und Bedeutung der Region. Besonders spannend: Der letzte Ausbruch war erst 2018 – und man sieht noch deutlich die Spuren davon.
Los Tunelos
Unmittelbar vor dem Buckingham Palace auf der rechten Seite der Prachtstraße The Mall befindet sich dieser königliche Park voller malerisch angelegter Blumenbeete und einem herrlich atmosphärischen See. UND es gibt sogar sechs standorttreue Pelikane, die jeden zwischen 14.30 und 15 Uhr am Duck Island Cottage (die ganz östliche Insel) gefüttert werden – immer ein sehr beliebter Treffpunkt. Pelikane in London? Tatsächlich geht diese etwas eigenartige Gegebenheit auf das Jahr 1664 zurück, als der russische Botschafter damals Pelikane als Geschenk mitbrachte.
Die den See in der Mitte teilende Brücke The Blue Bridge ist ein hervorragender Fotospot!
Meine besten Spot-Tipps auf der Isla Isabela auf einer Karte
Auf dieser Karte sind Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Hotels und Ausflugsziele markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.
Meine Hotel-Tipps für die Isla Isabela
Wenn man nach Hotels auf der Isla Isabela sucht, sucht man nach Hotels in der Hauptstadt Puerto Villamil. Außerhalb gibt es nämlich keine weiteren Hotels!
Was aber definitiv positiv ist, denn Puerto Villamil ist so ein charmantes und atmosphärisches Dorf, dass es in meinen Augen der perfekte Urlaubsort ist.
In Sachen Lage des Hotels kann man vermutlich nichts so richtig falsch machen. Generell würde ich dennoch sagen, je näher am Strand, desto besser. Dort spielt sich eigentlich der Alltag ab und so ist man einfach jederzeit schnell überall. Und es kann zudem angenehm sein, wenn man zwischendurch mal eben schnell zurück ins Hotel kann. Allerdings sind die Wege generell nicht sonderlich weit, sprich, wenn man ein Hotel etwas weiter nördlich findet, ist das auch kein Beinbruch.
Preislich gibt es durchaus eine (überraschend) breite Range, allerdings liegen sehr viele Hotels im fairen, mittleren Segment. Die Hotels direkt am Strand rufen logischerweise sehr hohe Preise auf, wobei ich hier lieber die Urlaubskasse schonen und ein Hotel in der zweiten Reihe nehmen würde. Man ist dann ja trotzdem in zwei Minuten am Strand, spart aber viel Geld.
Ich habe letztlich drei Hotels gefunden, die mir gut gefallen haben und die mir auch von anderen Urlaubern empfohlen wurden:
Hotel Coral Blanco
Für mich die perfekte Wahl, wenn man aufs Budget achtet und trotzdem ein Hotel in guter Lage sucht. Ich habe hier gewohnt und war insgesamt sehr zufrieden.
Die Vorteile:
- Preislich fair, wenngleich auch nicht super günstig.
- Das Hotel ist gleichzeitig als Tourenveranstalter tätig. Sprich, man kann hier Inselausflüge buchen, was ich sehr angenehm und praktisch finde.
- Die Betreuung war sehr familiär und herzlich.
- Die Lage in zweiter Reihe hinterm Strand war fantastisch.
- In näherer Umgebung sind viele Cafés und Restaurants.
- Sehr gutes Internet.
Kleinere Nachteile:
- Das Frühstück war jetzt nicht üppig, aber trotzdem ok.
- Die Einzelzimmer sind recht klein, steht allerdings auch so in der Beschreibung.
Cormorant Beach House
Preislich befindet sich dieses Hotel im obersten Regal, aber ich habe mit zwei Pärchen gesprochen, die dort sehr happy waren.
Die Lage direkt am Strand ist hier natürlich der ganz große Trumpf PLUS die Zimmer sind ausgesprochen schick.
Wer die Premium-Lösung in Puerto Villamil sucht, ist hier genau richtig.
Hotel La Laguna Galapagos
Hier haben wir den Preis-Leistungs-Sieger!
Eine weitere Reihe hinter dem Hotel Corel Blanco liegt das La Laguna preislich etwas günstiger, wobei die Zimmer auch richtig gut aussahen. Hier hat ein amerikanisches Pärchen gewohnt und ich konnte mir die Anlage kurz ansehen.
Das Zimmer war durchaus groß, überraschend modern eingerichtet und es war in der Anlage schön ruhig. Nicht, dass es in Puerto Villamil irgendwo richtig laut wäre, aber natürlich gibt es am Strand mehrere Bars und Restaurants und demnach auch ein bisschen mehr Trubel…
Zum Strand sind es von hier zu Fuß auch nur drei Minuten, Die Entfernung ist also auch kein richtiger Faktor.
Meine Restaurant-Empfehlungen auf der Isla Isabela
Ähnlich wie bei den Hotels ist die Bandbreite an Restaurants gewaltig. Von günstig und authentisch bis hin zu stilvoll und edel ist alles vorhanden. Mir hat das sehr gut gefallen, denn ich finde die Mischung macht’s!
Meistens war ich in Local-Restaurants, aber zum Beispiel am letzten Abend fand ich es auch klasse einmal richtig schick lecker Fisch zu essen…
Ich kann euch nur empfehlen, einfach mal im Ort herumlaufen, vor allem auch in den Straßen hinter der Hauptstraße, und dann auch mal etwas anderes ausprobieren.
Beginnen möchte ich deshalb auch mit den Local-Spots:
Empanadas Don Pippo
Direkt neben meinem Hotel Coral Blanco befindet sich dieser unscheinbare, aber sehr gute Imbiss. Die Karte ist übersichtlich, aber anhand des Restaurant-Namens weiß man ja schon ungefähr, was man erwarten darf.
Die Empanadas waren absurd günstig (ca. USD 2 pro Stück), hausgemacht und super lecker. Dazu ein frischer Saft-Smoothie und das perfekte Zwischendurch-Mittagessen ist komplett.
Ich war mehrfach dort und kann sagen, es lohnt sich!
Tania bajo el Puente
Dieses Restaurant kann man am nördlichen Ende des Hauptplatzes, aufgrund der dicken Rauchschwaden, kaum verfehlen. Hier wird gegrillt, aber man so richtig!
Der riesige Barbecue-Grill ist voller Fisch, Fleisch und Meeresfrüchte und an den Tischen sammeln sich viele einheimische Familien. Hier ist es laut und lustig!
Die Preise sind ebenfalls lächerlich günstig und das Essen ist komplett authentisch. Schon alleine aufgrund des rauchigen Flairs musste ich dieses Restaurant unbedingt mal ausprobieren…
Warum der Laden „Tania unter der Brücke heißt“, weiß ich nicht, denn für mich wäre „Tania grillt groß auf“ der bessere Name…
Mi Reina
Direkt neben Tanias Grillrestaurant befindet sich diese kleinere (Straßen-)Bäckerei. Gerade morgens, wenn es vor den Ausflügen auch mal schnell gehen muss, kann man sich hier noch schnell mit Proviant eindecken.
Die Pain au chocolats sind ganz klar die besten der Insel!
Pan e Vino
Nach einem Empfinden ist das Pan e Vino das beliebteste Frühstücksrestaurant in Puerto Villamil. Es liegt direkt gegenüber des Hotel Coral Blanco, weshalb ich morgens immer sehen konnte, wieviel Betrieb dort herrscht.
Das mag an dem vermutlich besten Kaffee der Insel oder an den wirklich sehr gut zubereiteten und leckeren Gerichten liegen.
WICHTIG, auch mittags, nachmittags und abends ist das Pan e Vino eine prima Location – die Sandwiches und Wraps sind fantastisch!
Gracias Madre Galapagos
Für mich gab es hier die besten Tacos/Burritos der Insel. Alles ist hier merklich frisch und großartig zubereitet. Preislich nicht ganz günstig, aber ich „musste“ hier zweimal mittags essen, weil ich mich beim ersten Mal nicht entscheiden konnte.
Beide Male war das Essen große Klasse! Plus, mitten im Ort, finde ich, dass die Einrichtung sehr schön, das W-LAN sehr gut und der Service aufmerksam ist.
Mangrove Restaurant
In Sachen Stil und Ambiente die klare Nummer eins! Hier hatte ich den oben angesprochenen sehr guten Fisch, und zwar Sesam-Thunfisch. Absolut sensationell…
Nirgends in Puerto Villamil sitzt man schöner als hier.
Für einen besonderen Abend mit sehr guter Küche ist das genau der richtige Ort.
Pink Iguana Bar
Und schließlich noch DIE Kult-Beach-Bar in Puerto Villamil. Während eines Aufenthalts auf Isabela MUSS man einmal hier gewesen sein!
Die Stimmung zum Sonnenuntergang (und danach) ist einfach filmreif. Die Atmosphäre, die Drinks, die Lage direkt am Meer…
Fun Facts zur Isla Isabela
- Isabela ist die größte Insel des Galapagos-Archipels – sie macht fast die Hälfte der gesamten Landfläche der Inselgruppe aus!
- Die Insel liegt genau auf dem Äquator – also kann man auf Isabela quasi gleichzeitig in der nördlichen und südlichen Hemisphäre stehen.
- Die Insel besteht aus sechs Vulkanen (u. a. Sierra Negra und Wolf Volcano), von denen einige noch aktiv sind. Der Sierra Negra hat einen der größten Vulkankrater der Welt!
- Obwohl Isabela die größte Insel ist, leben hier nur etwa 2.000 Menschen – hauptsächlich im kleinen Ort Puerto Villamil.




