Reisetipps USA – Kalifornien / San Francisco

  • San Francisco ist weltweit eine der spannendsten und touristisch interessanten Städte!

  • Sehenswürdigkeiten wie die Golden Gate Bridge oder Alcatraz sind weltberühmt.

  • Die Cable Cars sind eine ganz besondere Attraktion und während eines Besuchs in San Francisco ein MUSS.

  • San Francisco ist erstaunlich kompakt, sprich man kann sehr viel zu Fuß machen.

  • San Francisco beheimatet einige der legendärsten Sportteams: Die Giants im Baseball, die 49ers im Football oder die Golden State Warriors im Basketball sind allesamt Top-Franchises.

Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?

Impressionen aus San Francisco – ein kleines „Best-of“

Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps

San Francisco ist eine Stadt wie keine andere: ein bisschen verrückt, ein bisschen vintage und dabei total charmant. Zwischen steilen Hügeln, bunten Häusern und ikonischen Sehenswürdigkeiten, wie der Golden Gate Bridge, weht immer eine frische Brise – manchmal mit überraschend kühlem Nebel, auch im Sommer.

Ob man durch Chinatown schlendert, den Seelöwen am Pier 39 beim Sonnen zusieht oder in einem der vielen Cafés einfach nur die Leute beobachtet – San Francisco bleibt unvergesslich. Vor allem Filmfans (wie ich) werden viele großartige Filmlocations wieder erkennen! Und ja: Die Cable Cars sind wirklich so klasse, wie sie aussehen.

  • Generell
    San Francisco ist eine der touristisch bedeutsamsten Städte an der Westküste der USA im Bundesstaat Kalifornien. Sie liegt auf einer Halbinsel zwischen dem Pazifik und der Bucht von San Francisco in der so genannten Bay Area. Mit „nur“ rund 800.000 Einwohner ist San Francisco nicht unter den größten Städten der USA, gilt aber als kulturell vielfältig, technologisch fortschrittlich und landschaftlich einzigartig.
  • Was genau ist die Bay Area?
    Die Bay Area ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die Metropolregion in der San Francisco Bay Area. Sie umfasst insgesamt vier Subregionen mit neun Countys:
    North Bay – Marin, Sonoma, Solano, Napa
    San Francisco Halbinsel – San Francisco, San Mateo
    South Bay – Santa Clara
    East Bay – Alameda, Contra Costa
  • Welche Städte befinden sich in der Bay Area?
    In den jeweiligen Countys befinden sich einige, größere Städte:
    San Francisco Halbinsel – San Francisco
    Alameda – Oakland
    Santa Clara – Santa Clara & San Jose
  • Welche bekannten Spots/Regionen befinden sich in der Bay Area?
    Es gibt immer viele bekannte Orte im Großraum San Francisco, die ich hier kurz aufschlüsseln möchte:
    Silicon Valley – südlich der Stadt San Francisco, inklusive dem Ort Cupertino.
    Berkely – liegt nördlich von Oakland und ist bekannt für die University of California
    Napa – die bekannte Weinregion (Napa Valley) liegt nördlich von San Francisco und Oakland.
    Stanford – die gleichnamige Elite-Uni ist die viertreichste Hochschule der Welt.
  • Was genau ist das Silicon Valley?
    Das Silicon Valley ist bekannt als ein globales Zentrum für Innovation und Hightech-Unternehmen, wie zum Beispiel Apple, Google und Facebook.
    Der Name leitet sich vom englischen Wort „silicon“ (Silizium) ab, das ein wichtiges Material für Computerchips ist.
  • Wann ist die beste Reisezeit für San Francisco?
    Eine sehr gute und wichtige Frage, denn die Antwort ist etwas ungewöhnlich! DENN San Francisco hat zwar das ganze Jahr über ein mildes Klima, aber auch ein paar Überraschungen auf Lager. Der wärmste und sonnigste Monat ist überraschenderweise der September und nicht einer der klassischen Sommermonate!
    Im Juli und August bringt der berühmte Küstennebel („Karl the Fog“) oft kühle Temperaturen und grauen Himmel, während es im Herbst meist klar, sonnig und angenehm warm ist.
    Die besten Reisezeiten sind daher:
    September bis Oktober – warm, trocken, meist ohne Nebel.
    – Auch April bis Juni ist schön, aber etwas wechselhafter.
    – Im Winter kann es regnen, aber selten wird es wirklich kalt.
    Ich selbst war zweimal in San Francisco, einmal davon im August und das Wetter war wirklich maximal wechselhaft. Sonnige Abschnitte haben sich unfassbar schnell mit grauen und nebligen Phasen abgewechselt.
  • Wieviel Zeit sollte ich für San Francisco einplanen?
    Immer mit die schwierigste Frage, denn jeder besucht und besichtigt eine Stadt anders. Zudem finde ich, dass es oftmals Städte gibt, die sich nicht „nur“ durch ihre Sehenswürdigkeiten definieren, sondern die man auch erlebt haben muss. Für mich war San Francisco genau eine solche Stadt. Es gibt einige Stadtteile, die jetzt nicht zwingend einen Top-Spot haben, aber wo man sich einfach mal treiben lassen sollte.
    Zurück zur Frage, ich würde mindestens vier volle Tage einplanen, das wären demnach fünf Nächte. Natürlich kann man die Sehenswürdigkeiten auch in einer kürzeren Zeit „abhaken“, aber ich empfinde fünf Nächte als perfekt.
    Wenn man Ausflüge (wie zum Beispiel nach Silicon Valley) unternimmt, würde diese Zeit noch oben drauf kommen.
  • Wie kann ich meinen San Francisco-Besuch planen?
    Meine gerade erwähnten vier Tage würde ich wie folgt einteilen:
    Tag 1 – Presidio Park, Golden Gate Bridge und Twin Peaaks (abends)
    Tag 2 – Alcatraz, Fisherman’s Wharf, Pier 39, Coit Tower
    Tag 3 – Ferry Building, Chinatown, Union Square, Cable Car, Lombard Street, Painted Ladies
    Tag 4 – Baseball-Spiel, Bay Area-Hafenrundfahrt & Special Interest, wie zB ein besonderes Stadtviertel
    Diese vier vollen Tage wären gut gefüllt, sprich man kann problemlos noch mehr Tage in San Francisco verbringen…
  • Wie bewege ich mich in San Francisco?
    San Francisco ist kompakt, aber hügelig – und hat überraschend viele Möglichkeiten, sich fortzubewegen:
    – Die berühmtesten sind natürlich die Cable Cars, die nostalgisch über die steilen Straßen ruckeln – ideal für Touristen, aber nicht unbedingt schnell.
    – Wer es praktischer mag, nutzt MUNI, das städtische Nahverkehrssystem mit Bussen, Straßenbahnen und einer kleinen U-Bahn (die sogenannte Muni Metro). – – Für weitere Strecken, etwa zum Flughafen oder nach Oakland, ist BART (Bay Area Rapid Transit) die richtige Wahl – eine regionale S-Bahn.
    – Außerdem ist Uber (in seiner Heimatstadt!) extrem beliebt und weit verbreitet. – — Wer lieber selber fährt, kann sich auch E-Bikes oder Scooter per App ausleihen – perfekt bei gutem Wetter.
  • Was genau ist BART?
    BART ist eine Art Mischung aus U-Bahn und S-Bahn, die San Francisco mit umliegenden Städten verbindet – darunter Oakland, Berkeley, Daly City, den Flughafen SFO und viele weitere Orte. Es ist vor allem für längere Strecken gedacht, nicht für die innerstädtische Fortbewegung.
    Für genauere Information zum Transfer ab dem internationalen Flughafen SFO findet ihr konkrete Informationen auf der offiziellen Homepage. 
  • Wie kann ich mir Fahrräder in San Francisco  ausleihen?
    San Francisco lässt sich wunderbar mit dem Fahrrad erkunden – trotz (oder gerade wegen) der vielen Hügel. Besonders beliebt ist eine Tour über die Golden Gate Bridge nach Sausalito, inklusive Fährrückfahrt. Habe ich auch gemacht, mehr dazu weiter unten, und würde das auch jedem empfehlen!
    Fahrräder kann man ganz einfach an vielen Stationen in der Stadt mieten, entweder klassisch im Fahrradverleih oder per App. Anbieter wie Bay Wheels (von Lyft) bieten E-Bikes und normale Räder an, die man flexibel an Dockingstationen ausleihen und zurückgeben kann. E-Bikes sind besonders praktisch für steile Strecken!
    Achtung: In San Francisco gibt’s viel Verkehr – also lieber auf ausgeschilderten Radwegen bleiben, z. B. entlang des Embarcadero oder im Golden Gate Park.
  • Muss ich Tickets für Attraktionen vorab buchen? 
    In der Hochsaison würde ich in jedem Fall die Verfügbarkeiten von Alcatraz im Auge behalten, denn hier bucht man fixe Slots und die Touren sind teilweise bereits Wochen im Voraus ausgebucht!
  • Lohnt sich der San Francisco CityPASS?
    Nein! Anders als in anderen Städten ist der CityPASS in San Francisco total unattraktiv, denn beinhaltet schlichtweg keine Top-Attraktionen. Das Angebot lautet:
    – Eine Fahrt mit der historischen Cable Car & MUNI-Busnutzung (3 Tage)
    – Eintritt zu California Academy of Sciences
    – Eintritt zum Blue & Gold Fleet Bay Cruise
    – Und wahlweise: Aquarium of the Bay, Exploratorium oder San Francisco Zoo
    Das ist mir zu dünn, um mich mit einem vorgebuchten Pass quasi zu committen.
  • Lohnt sich die Hop on Hop off-Bustour in San Francisco?
    Für Besucher, die nicht so viel laufen wollen oder können, ist diese Variante ideal. San Francisco ist sehr hügelig und das Erkunden der Innenstadt wirklich anstrengend, insofern macht die Tour mit dem Bus durchaus Sinn.
    Ich finde die BigBus-Routen immer sehr gut und fantastisch organisiert, weshalb ich diese auch sehr gerne empfehle. Es sind eigentlich alle sehenswerten Locations mit dabei und die 15-minütige Taktung ist dabei sehr kundenfreundlich. Infos und Tickets findet ihr hier.
    Wenn jemand das Prinzip nicht kennen sollte, im Grunde handelt es sich um eine Busrundfahrt durch San Francisco, wobei es eingesamt 17 Stopps gibt. Man kann jederzeit und so oft man will ein- und eben auch wieder aussteigen. Wann und wo man möchte, sprich man kann auch eine Station auslassen und den Zwischenweg laufen. So deckt man in relativ kurzer Zeit sehr viele Topspots ab.

Die besten Spots in San Francisco

Folgend nun die verschiedenen Spots und Sehenswürdigkeiten von San Francisco mit Erklärungen und Infos zu dem jeweiligen Besuch.

Von der Reihenfolge der Attraktionen habe ich mit den Top-Attraktionen – unabhängig von der Lage – begonnen, wobei sich diese durchaus eher im Norden befinden. Sprich, die Auflistung geht tatsächlich ein bisschen von Norden nach Süden.

Ein persönlicher Hinweis: Ich bin kein Museum-Fan! Dementsprechend ist dieser Part hier sicherlich (gegenüber der allgemeinen Meinung) etwas unterrepräsentiert.

Golden Gate Bridge

Die Golden Gate Bridge ist eines der bekanntesten Bauwerke der Welt – und ein echtes Symbol von San Francisco. Sie verbindet die Stadt San Francisco mit dem Marin County und überspannt die Golden Gate Strait. Denn der Name hat tatsächlich nichts mit der Farbe zu tun, sondern mit dem „Goldenen Tor“, also der Einfahrt vom Pazifik in die Bucht von San Francisco.

Die Meerenge wurde während des Goldrausches so getauft, weil sie den Entdecker John C. Fremont an das Goldene Horn im heutigen Istanbul erinnerte.

Ein paar Fakten zur Brücke

Eröffnung: 1937

Bauzeit: 4 Jahre

Länge: ca. 2,7 Kilometer

Spannweite: rund 1.280 Meter – damals die längste Hängebrücke der Welt

Farbe: „International Orange“ – extra gewählt für eine bessere Sichtbarkeit im Nebel

Windstabil: Kann Windgeschwindigkeiten bis zu 160 km/h standhalten

Verkehr: Etwa 112.000 Fahrzeuge täglich

Fahrradfahren über die Golden Gate Bridge

Wer San Francisco wirklich fühlen will, sollte sich unbedingt mal ein Fahrrad schnappen und über die Golden Gate Bridge radeln. Der Wind im Gesicht, die Aussicht auf die Skyline, Alcatraz ganz leicht im Dunst – das ist eine Kette von magischen Momenten, die man nie vergisst. Für mich war es immer ein Traum einmal diese Brücke zu erleben und ich kann nur sagen, es war fantastisch.


Wo startet man eine solche Tour?

Ein Tour mit dem (Leih)Fahrrad beginnt meist am Fisherman’s Wharf oder im Golden Gate Park. Rund um das Hafenviertel Fisherman’s Wharf gibt es zahlreiche Verleihanbieter, bei denen man jede Art von Fahrrad mieten kann. Von normalen City-Bikes über E-Bikes bis hin zu Gravel Bikes. Ich habe mich bewusst für den Beginn am Fisherman’s Wharf entschieden, denn der Weg aus dem Zentrum Richtung Golden Gate Bridge am Meer entlang ist wirklich wunderschön und sehr abwechslungsreich.

Wie verläuft die Fahrradtour?

Vom Fisherman’s Wharf aus führt der Weg entlang der Küste, vorbei an Stränden und durch Parks – bis zur Brücke selbst. Nach dem Crissy Field und dem Golden Gate Beach kommt direkt am Strand der Anglersteg Torpedo Wharf. Von hier hat man eine großartige Aussicht auf die Brücke und die perfekte Perspektive für ein tolles Foto!

Danach geht es auf dem extra Radweg über das rote Wahrzeichen – hoch über dem Wasser. Gänsehaut garantiert! Ich konnte mein Glück kaum fassen und musste mehrmals anhalten, um diese sensationellen Momente richtig zu genießen.

Wie geht es auf der anderen Seite der Brücke weiter?

Auf der anderen Seite, im Marin County, führt ein gut ausgeschilderter Fahrradweg in das hübsche Städtchen Sausalito mit Cafés, Galerien und einem entspannten Küstenflair. Perfekt für eine wohl verdiente Pause.

Wie komme ich wieder zurück in die Stadt?

Ganz einfach: Um mit dem Fahrrad von Sausalito nach San Francisco zurückzukehren, kann man ganz entspannt die Fähre von Sausalito nach San Francisco nehmen. Die Fähre erlaubt Fahrräder an Bord (was sehr viele Leute auch dankend annehmen) und man kann zwischen den Terminals Ferry Building oder Pier 41 in San Francisco wählen.

Der Blick auf die Skyline vom Wasser aus ist der perfekte Abschluss.

Welcher Fahrradverleih ist empfehlenswert?

Ich kann folgende Anbieter sehr gut empfehlen:

  1. Bike the Bridge Bike Rental. Ich fand die Betreuung und die Abwicklung (davor und danach) richtig klasse!
  2. Blazing Saddles hat mehrere Filialen in San Francisco und war auch bei einem Problem sehr kulant und hilfsbereit.

Ich habe außerdem eine extra Seite für die Besichtigung der Golden Gate Bridge inklusive einer Karte und den besten Viewpoints erstellt.

Alcatraz

Schon einmal gesiebte Luft geatmet?! Seit dem Gefängnisthriller über die Flucht von Alcatraz mit Clint Eastwood wollte ich unbedingt mal die berühmte Insel mit den lächerlich kleinen Zellen besuchen…

Von 1934 bis 1963 war Alcatraz ein berüchtigtes und gefürchtetes Gefängnis, das aufgrund der exponierten Lage als ausbruchssicher galt. Bis, nun ja, bis zwei Bankräuber es vielleicht doch durch das eisige Pazifikwasser geschafft haben. Gefunden wurden sie jedenfalls nie! Wie sie es (vielleicht) geschafft haben? Ich kann den oben angesprochenen Film aus dem Jahr 1979 nur wärmstens empfehlen!


Ein Besuch von Alcatraz in San Francisco ist Pflicht –  es handelt sich um eine der faszinierendsten Sehenswürdigkeiten Kaliforniens.

Schon die Fahrt dorthin ist etwas Besonderes: Vom Pier 33 in San Francisco legt das Boot Richtung Alcatraz Island ab – vorbei an kreischenden Möwen, der Golden Gate Bridge am Horizont und dem Nebel, der manchmal wie ein Schleier über der Bucht liegt. Nach etwa 15 Minuten kommt dann die Gefängnisinsel endlich in Sicht. Beim Anlegen spürt man sofort die besondere Atmosphäre. Rau, windig, ein bisschen unheimlich und gleichzeitig sogar spannend.

Wie läuft die Tour auf Alcatraz ab?

Der Rundgang beginnt mit einem kurzen Einführungsvideo und dann geht es hinauf zum Gefängnistrakt.

Dort wartet das Herzstück der Tour: die Audioführung durch das Zellenhaus – gesprochen von ehemaligen Wärtern und Insassen. Die Tour ist wirklich herausragend gestaltet, denn man hört, während man durch die verschiedenen Räume geleitet wird, Geschichten von Fluchtversuchen, Isolationshaft und dem berühmten Gefangenen Al Capone.

ABER: Es gibt keinerlei Zeitdruck! Sprich man kann sich die Tour und auch die gesamte Aufenthaltsdauer komplett selbst einteilen. Was fantastisch ist, denn so kann man die Räumlichkeiten und die Geschichte ganz individuell auf sich wirken lassen. Ich würde hierfür grob eine Stunden einplanen.

Kann man auf der Insel noch etwas unternehmen?

Ja! Alcatraz ist heute mehr als nur ein Knast. Die Insel hat mich generell überrascht, wobei ich durch den oben angesprochenen Film doch schon ein recht gutes Bild von den Möglichkeiten hatte. Gerade der große Innenhof, der Leuchtturm und der Wasserturm sind wirklich sehr sehenswert.

Dazu kommt bei gutem Wetter die tolle Aussicht auf San Francisco, die teilweise überraschend wilde Natur und sogar eine Kolonie nistender Vögel.

Für die Erkundung der Insel sollte man grob 45-60 Minuten ansetzen.

Wie verläuft die Rückfahrt?

Wie oben schon erwähnt, man ist nicht eine bestimmte Zeit festgelegt, sondern man nimmt einfach die nächste, verfügbare Fähre. Ich hatte mir bei der Ankunft den Zeitplan fotografiert, um eine grobe Idee für die Rückfahrt zu haben. Generell kann man sagen, dass etwa alle 30 Minuten Fähren zurück zum Pier 33 ablegen.

Im Sommer kann es sein, dass der Andrang so groß ist, dass man nicht sofort die erste „Wunschfähre“ erwischt!

Gibt es besondere Empfehlungen?

Wie so oft: Je früher desto besser! Gerade morgens, wenn die Anlage noch nicht so voll ist, ist die Atmosphäre des Gefängnisses noch dichter und spürbarer. Es gibt sogar ausgewiesene Early-Bird-Touren, allerdings muss man diese weit im voraus buchen.


Praktische Tipps:

  • Unbedingt vorab Tickets buchen – die Touren sind oft Wochen im Voraus ausgebucht! Aber Vorsicht, die Preise variieren – dies hier ist die offizielle Seite.
  • Wer Lust auf Gänsehaut hat: Es gibt sogar eine Nacht-Tour.
  • Für die Abfahrt sollte man ungefähr eine halbe Stunde vorher am Hafen sein, da man auch noch durch die Sicherheitskontrolle muss.
  • In Sachen Kleidung empfehle ich mehrere Lagen mitzunehmen. Auf der Insel selbst ist sehr windig!
  • Essen und Trinken (und Rauchen) ist nur an der Anlegestelle erlaubt! Außerhalb der Anlegestelle darf nur Wasser in Flaschen getrunken werden.
    In der Buchhandlung auf der Insel und auf den Fähren gibt es während der An- und Rückfahrt kleinere Snacks. Trinkbrunnen und eine Station zum Auffüllen von Wasserflaschen befinden sich bei beiden Toiletten – am Dock und in der Nähe des Leuchtturms.

Ich habe außerdem eine extra Seite für den Besuch von Alcatraz zusammengestellt, auf der ihr vor allem noch mehr Hintergrundinformationen über die Insel erfahrt.

Fisherman’s Wharf & Pier 39

Fisherman’s Wharf liegt im Nordosten San Franciscos, direkt am Wasser und ist eines der beliebtesten Viertel San Franciscos – lebendig, maritim und voll von Streetfood, Souvenirs und Straßenkünstlern. Am Pier 39 tummeln sich die berühmten Seelöwen und es gibt zahlreiche Shops, die diesem an sich recht ansprechend gestalteten Hafenbereich etwas von einem kleinen Vergnügungspark verleihen.

Fisherman’s Wharf

Als Fisherman’s Wharf wird der gesamte Hafenbezirk (inklusive Pier 39) bezeichnet. Hier kann man gemütlich am Wasser entlang schlendern, die frische Meeresbrise einatmen und bei einem der vielen Stände eine dampfende Clam Chowder im knusprigen Brotteig probieren. Das Zeug ist Geschmacksache, wenn ich ehrlich bin, aber es ist tatsächlich ein amerikanischer Klassiker, insofern, wenn man Muscheln mag, sollte man es tatsächlich mal probieren.

Wer Lust auf Meerestiere hat, besucht das Aquarium of the Bay, wer mehr über historische Schiffe erfahren will, steigt zum Beispiel in ein altes U-Boot (siehe weiter unten) oder besucht das Maritime Museum.

Insgesamt ist die Ecke sehr angenehm zum Herumschlendern, Schauen und und hier und da eine Kleinigkeit zu essen. Man sollte sich allerdings darauf einstellen, dass es hier wirklich sehr touristisch zu geht.

Pier 39

Der beliebteste Spot innerhalb des Areals ist definitiv das Pier 39 – das zu Hause einer riesigen Seelöwenkolonie. Verfehlen kann man diesen Bereich auf keinen Fall, denn entweder hört man die vorlauten Hafenbesetzer oder aber man riecht sie.

Die Seelöwen tauchten 1989 nach dem Erdbeben in San Francisco ganz plötzlich auf und „übernahmen“ die bequemen Pontons (Flosse). Seitdem sind sie eine massive Touristenattraktion und lassen sich auch von den vielen Besuchern überhaupt nicht irritieren.

In der Hochsaison (meist Winter) wurden tatsächlich schon über 1.700 Seelöwen gezählt!

Wichtig zu wissen, manchmal verschwinden die Tiere plötzlich für Wochen und begeben sich meist auf Nahrungssuche weiter nördlich. Aber keine Sorge: Sie kommen fast immer zurück.

Übrigens: Kalifornische Seelöwen haben im Gegensatz zu Robben kleine äußere Ohren – ein gutes Erkennungsmerkmal.

Mein Tipp: Entweder früh morgens oder spät abends kommen, dann sind sie meist am aktivsten.

Pier 45

Hier kann man zwei ausgemusterte Kriegsschiffe besichtigen, was ja durchaus interessant sein kann. Eine solche Gelegenheit bietet sich ja nicht allzu oft. Es handelt sich um das U-Boot US Pampanito, das im Zweiten Weltkrieg im Pazifik im Einsatz war und sechs japanische Schiffe versenkte, und die SS Jeremiah O’Brien, welches das einzig verbliebene Schiff ist, das an der Landung der Alliierten in der Normandie beteiligt war.

Cable Cars

Die Cable Cars sind das rollende Wahrzeichen San Franciscos. Seit über 150 Jahren ruckeln die historischen Wägen klappernd und quietschend die steilen Hügel der Stadt hinauf und hinunter. An sich könnte man sich fragen, warum man sich eine solche Fahrt überhaupt antun sollte, aber die Antwort ist einfach, denn es gehört einfach zu einem San Francisco-Besuch mit dazu! Plus, wo sonst werden die Gäste zum „Surfen“ auf den Trittbrettern animiert…?!?!

Es gibt drei Linien:

  1. Die bekannteste ist die 3,4 km lange Powell-Hyde Line (Linie 60). Sie beginnt am Powell & Market Street Turnaround, wo die Wagen noch von Hand gewendet werden – das Zuschauen allein ist schon ein Erlebnis! Danach geht es direkt zu Highlights wie dem Union Square und der Lombard Street bis hin zum Fisherman’s Wharf.
  2. Die zweite Linie, Powell-Mason (Linie 59), startet ebenfalls an der Powell & Market Street, nimmt jedoch eine andere Route durch die Stadt und endet an der Taylor Street, ganz in der Nähe von Pier 45.
  3. Etwas weniger bekannt, dafür oft ruhiger, ist die California Street Line (Linie 61). Sie verläuft quer durch das Finanzviertel – von der Market Street bis zur Van Ness Avenue – und ist vor allem bei Einheimischen beliebt. Hier könnt ihr meistens entspannt einsteigen und das historische Rattern der Bahn genießen, während man zwischen hohen Bürogebäuden und alten Hotels hindurchfährt.

Der erste Impuls ist vermutlich an einer der Endstationen einzusteigen, zum Beispiel an der Ecke Powell und Market Street. Dies würde ich allerdings NICHT empfehlen, denn dort kann die Warteschlange auch mal so lange sein, dass man Gefahr läuft seinen Heimflug zu verpassen. Ich würde es lieber ein zwei Stationen später probieren, denn dann hat man auch bessere Chance auf einem Trittbrett mitfahren zu können.

Und dann geht’s los: Während ihr euch an den Haltestangen festhältst oder ganz mutig außen auf einem Trittbrett steht, zieht San Francisco in Zeitlupe an euch vorbei. Die Aussicht auf die Hügel, die viktorianischen Häuser und die Bucht ist einfach einmalig.

Die Fahrer – oft mit einem trockenen Spruch auf den Lippen – sind echte Originale und kleine Entertainer.

Einzeltickets gibt’s direkt beim Fahrer (Bar oder digital), aber wer öfter fahren will, sollte einen Day Pass nehmen.

Lombard Street

Die berühmte Lombard Street – auch bekannt als “die kurvigste Straße der Welt” – ist ein echtes, weil in der Form einzigartiges, Highlight in San Francisco.

WICHTIG! Oftmals wird angenommen, dass die Lombard Street nur dieser kleine Serpentinen-Teil ist, aber dem ist NICHT so. Die Lombard Street zieht sich vom Count Tower bis hin zum Presidio!

Der spannende Abschnitt sind die acht gepflasterten Haarnadelkurven zwischen Hyde und Leavenworth Street im Stadtteil Russian Hill. Das Besondere ist, dass dieser Bereich nicht nur kurvig, sondern auch noch extrem steil ist.

Aus dem Grund ist auch die beste Variante die Lombard Street zu besichtigen zu laufen! Dafür gibt es extra an der Seite einen Fußweg. Nur so kann man die Szenerie, die viktorianischen Häuser und die Serpentinen aus nächster Nähe bestaunen. Ob von unten nach oben oder umgekehrt ist dabei eigentlich egal.

FOTOTIPPS: Die besten Fotos gelingen vom unteren Ende der Straße, mit Blick hinauf auf die Kurven – am besten früh morgens oder am späteren Nachmittag, wenn das Licht weicher ist. Morgens kann die Sonne eventuell ein wenig stören.

Vom oberen Ende an der Hyde Street hat man einen tollen Blick abwärts Richtung Alcatraz! Ebenfalls ein prima Fotomotiv.

Wer die Lombard Street mit de Auto abfahren möchte, dies ist möglich, denn die Straße ist öffentlich zugänglich und kostenlos. Allerdings handelt es sich um eine Einbahnstraße von oben nach unten (von Hyde Richtung Leavenworth Street).

Coit Tower

Der Coit Tower thront auf dem Telegraph Hill im Stadtteil North Beach. Er steht mitten in Pioneer Park, der seit 1876 botanisch gestaltet ist und auch für seine Papageien bekannt ist.

Um zum Coit Tower zu gelangen sollte man unbedingt die anstrengenden, aber irgendwie auch legendären Filbert Stairs bezwingen. Die 400-500 Stufen sind nicht nur ein sensationelles Fotomotiv, sondern gehören zum Erlebnis Coit Tower bzw. San Francisco mit dazu. Alternativ, wenn man vom Fisherman’s Wharf kommt gibt es auf der anderen Seite die Greenwich Stairs.

Auf die Aussichtsplattform gelangt man mit einem recht alten Fahrstuhl, der manchmal sogar ausfällt. In dem Fall kann man die 13 Stockwerke auch zu Fuß erklimmen.

Belohnt wird am schließlich mit einem 360°-Blick auf San Francisco, der wirklich unschlagbar ist. Auf der einen Seite sieht man Alcatraz und auf der anderen Seite das Financial District.

WICHTIG! Der Besuch des Coit Towers macht nur bei klarer Sicht Sinn! Demnach sollte man idealerweise vormittags hier aufschlagen, da es dann zumeist weniger neblig ist.


Direkt vor dem Coit Tower befand sich jahrelang eine Statue von Christopher Kolumbus, allerdings wurde diese 2020 entfernt.

Ferry Building

Direkt an der Bucht, am Ende der Market Street, wartet mit dem Ferry Building ein kleines Juwel San Franciscos, das oftmals ein bisschen unter dem touristischen Radar fliegt. Früher handelte es sich um einen bedeutenden Verkehrsknotenpunkt für Fährverbindungen, heute ist ein stilvoller Treffpunkt alle, die gutes Essen mit schönem Ausblick verbinden möchten. Genau deshalb war ich dort! Das Restaurant Hog Island Oyster Co. war sensationell – inklusive überragendem Blick auf die Bay Bridge.

Draußen wartet die Uferpromenade, die sich perfekt für einen Spaziergang mit einem Kaffee in der Hand oder einen Fotostopp bei Sonnenuntergang eignet.

Und wer am Samstag kommt, kann den beliebten Farmers Market erleben.


Direkt am Ferry Building befindet sich auch noch der markante Glockenturm, der mit seinen 75 Metern Höhe nicht nur ein echter Blickfang, sondern auch ein Stück Stadtgeschichte ist.

Der Turm wurde zusammen mit dem Ferry Building im Jahr 1898 erbaut und ist vom berühmten Giralda-Turm in Sevilla inspiriert. Jede volle Stunde erklingt hier ein Glockenspiel – nicht laut, aber charmant nostalgisch.

Heute ist er ein beliebtes Fotomotiv, vor allem bei Sonnenaufgang, wenn sein Zifferblatt im goldenen Licht erstrahlt. Er ist zwar leider nicht begehbar sein, doch seine Präsenz über dem Ferry Building verleiht dem Ort einen Hauch Grandezza.

Union Square & City Hall

Eine wichtige Info vorab: Diese beiden Spots liegen NICHT nebeneinander, sondern zu Fuß ca. 20 Minuten voneinander entfernt. Ich habe sie hier aber zusammen gepackt, weil ich vermute, dass man, wenn man die eine Location besucht, man auch die andere mit dazu nimmt. Beides sind für mich jetzt keine absoluten Top-Spots, allerdings sind sie durchaus sehenswert.


Im Herzen von San Francisco liegt der Union Square und er wird auch oftmals als idealer Ausgangspunkt für jegliche Besichtigungen genannt. Umgeben von schicken Boutiquen, Kaufhäusern, Galerien und Theatern kann man hier wunderbar ein bisschen Bummeln, Schauen und einfach nur die beeindruckende Kulisse genießen. Zwischen Palmen, Straßenkünstlern und der imposanten Siegesstatue in der Mitte trifft sich hier nämlich gefühlt die ganze Stadt.

Zur Weihnachtszeit verwandelt sich der Platz in ein Winterwunderland mit Eislaufbahn und Lichterglanz.


Mit ihrer imposanten Kuppel – sogar höher als die des Kapitols in Washington – wirkt die San Francisco City Hall wie ein Stück Europa mitten in Kalifornien. Das prachtvolle Gebäude von 1915 erinnert an Pariser Glanzzeiten und ist nicht nur politisches Zentrum, sondern auch ein beliebter Ort für Hochzeiten, Fotoshootings und Filmkulissen.

Chinatown

Ein Besuch in San Franciscos Chinatown ist wie ein kurzer Sprung nach Asien – Amerika scheint hier meilenweit entfernt zu sein. Schon das Durchschreiten des prachtvollen Dragon Gate an der Grant Avenue fühlt sich an wie der Eintritt in eine andere Welt.

Hier reihen sich rote Lampions über den Straßen aneinander, alte Apotheken duften nach Heilkräutern, es klappert aus Teehäusern und aus kleinen Küchen strömt der Duft von Dim Sum, frischem Ingwer und gebratenen Nudeln. Es gibt ja viele Chinatowns in Nordamerika, aber so habe ich es ansonsten nur in New York erlebt! Das Gesamtbild verändert sich wirklich von einer Straße zur nächsten komplett: Alle Schilder sind voller chinesischer Schriftzeichen, gesprochen wird eigentlich nur noch chinesisch und die Farben und Gerüche sind gänzlich anders. Im ersten Moment ist das durchaus ein bisschen surreal, aber spannend ist es allemal.

Wenn man Chinatown besichtigt, sollte man auf jeden Fall auch mal abseits der Hauptader Gran Avenue umher schlendern. Alleine schon die Parallelstraße Stockton Street bietet nämlich ein ganz anderes, wesentlich umtouristischeres Bild. San Franciscos Chinatown wurde nämlich bereits 1848 gegründet – und ist damit die älteste ihrer Art auf dem gesamten amerikanischen Kontinent. Hier existiert eine tief verwurzelte Kultur und eine lebendige Community.

Ob ihr durch enge Gassen wie die Waverly Place schlendert, in exotischen Läden stöbert oder angelockt von einem süßlichen Duft die Golden Gate Fortune Cookie Factory besucht (56 Ross Alley) um mal zu sehen wie ein Glückskeks gemacht wird – Chinatown ist ein Erlebnis für alle Sinne. Unbedingt mit einplanen!

Painted Ladies & Alamo Square

Der Alamo Square ist einer der schönsten Parks in San Francisco und vor allem bekannt für seine berühmten Nachbarn: die Painted Ladies.

Diese ikonischen, bunt gestrichenen viktorianischen Häuserzeilen sind ein Paradebeispiel für die viktorianische Architektur, die San Francisco so unverwechselbar macht.

Vor der Kulisse der modernen Skyline von San Francisco entsteht hier ein faszinierender Kontrast zwischen Alt und Neu und ein beliebtes Fotomotiv, das in vielen Filmen und Serien zu sehen ist. Gleichzeitig sind die Painted Ladies auch ein Wahrzeichen von San Francisco.

Mission District

Der Mission District ist San Francisco von seiner kreativsten Seite, denn gefühlt handelt es sich um eine grob Open-Air-Galerie – hier findet ihr an nahezu jeder Ecke Street Art und bunte Wandbilder (Murals). Vor allem die Clarion Alley sticht hier heraus! Seit den 1990ern gestalten Künstler:innen hier Wandbilder zu Themen wie Gerechtigkeit, Kultur und Gesellschaft. Die Kunst wechselt allerdings regelmäßig, sprich jeder Besuch ist anders.

Aber auch Foodies finden im Mission District ihr Paradies. Hier duftet es an jeder Ecke – nach frisch gebackenen Empanadas, würzigen Tacos, dampfenden Burritos und kreativem Soul Food.

Besondere Empfehlung: Die Mission Burrito ist hier geboren – riesig, gefüllt mit allem, was das Herz begehrt, und ein Muss für jeden Besucher.

Besonders beliebt: die Taquerías entlang der Mission Street, wo hausgemachte Salsas und fluffige Tortillas den Takt angeben.

Doch nicht nur lateinamerikanische Küche hat hier ein Zuhause. Hippe Cafés, trendige Eiscreme-Läden und kreative Fusion-Restaurants sorgen für eine köstliche Vielfalt.


Die Mission Dolores ist die älteste noch erhaltene Kirche San Franciscos – erbaut im Jahr 1791, steckt sie voller Geschichte und Geschichten. Inmitten dieses hippen, lateinamerikanisch geprägten Viertels, erinnert sie an die spanischen Wurzeln der Stadt.


Gleich nebenan liegt der lebendige Mission Dolores Park – ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Besucher. Hier trifft man sich zum Picknick mit Aussicht, spielt Volleyball, hört Musik oder genießt einfach den weiten Blick über San Francisco bis zur Bay.

Twin Peaks

Eine Info vorab, denn für mich war es sehr verwirrend, dass es einen Ort in San Francisco wie die gleichnamigen Mystery-Serie aus den 90er Jahren gibt. Nur kurz für alle, denen es vielleicht ähnlich geht:
Die Serie spielt in einer fiktiven Kleinstadt namens Twin Peaks im US-Bundesstaat Washington. Der Name bezieht sich auf zwei auffällige Berggipfel in der Landschaft des Serienortes – also „Zwillingsgipfel“.
Die realen Twin Peaks sind zwei Hügel mitten in San Francisco mit Panoramablick über die Stadt. Der Name bedeutet hier ebenfalls „Zwillingsgipfel“, aber es gibt keine inhaltliche Verbindung zur Serie.


So oder so, ein Besuch auf den Twin Peaks gehört zu den unvergesslichsten Momenten in San Francisco!

Die beiden rund 280 Meter hohen Hügel mitten in der Stadt bieten einen spektakulären 360-Grad-Blick: vom Stadtzentrum über die Bay Bridge, die Golden Gate Bridge bis hin zum Pazifik.

Der Weg nach oben lohnt sich in jeder Hinsicht. Wer mag, fährt mit dem Auto oder Bus – was ich empfehlen würde – man kann den Aufstieg allerdings auch zu Fuß oder mit dem Rad in Angriff nehmen.

Oben weht übrigens meistens ein frischer Wind, insofern solltet ihr lieber eine Jacke einpacken, selbst im Sommer!


Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?
Ganz klar, die Stimmung kurz vor dem Sonnenuntergang ist magisch: Das warme Licht der Sonne bis die Lichter der Stadt langsam angehen, verwandelt San Francisco hier in einen romantischsten Hollywood-Spot. Einziger Haken, abends sind hier wirklich sehr viele Leute!

Wer den Touristenmassen also entgehen will, sollte am besten früh morgens kommen – mit etwas „Glück“ liegt dann sogar noch ein mystischer Nebel über den Hügeln.


Wo kann man am Besten parken?

  • Hauptparkplatz (Christmas Tree Point)
    Direkt an der Aussichtsstelle gelegen, gibt es dort ca. 30–50 kostenlose Stellplätze – aber die sind schnell voll. Eine Zufahrt ins Rondell ist über Portola Drive und dann den Twin Peaks Blvd möglich.

  • Kleiner Parkplatz zwischen den beiden Hügeln
    Oft übersehen, bietet er etwa 8 zusätzliche Plätze. Ideal, wenn der Hauptparkplatz voll ist – einfach weiterfahren und links nach freien Spots suchen

  • Straßenparken an Crestline Drive
    Hier gibt es mehr freie Plätze. Von dort führt ein Fußweg oder die Buslinie #37 Richtung Gipfel.

Sportstätten

San Francisco ist vielleicht nicht ganz eine solch verrückte Sportstadt wie Chicago, New York oder Los Angeles, aber die Teams, die sie in San Francisco haben, sind extrem, beliebt.

Man hat hier die Möglichkeit drei der vier großen, amerikanischen Sportarten, also Football, Basketball und Baseball, zu besuchen (Eishockey fehlt). Einzig, man muss beachten, dass jede Sportart ihre Jahreszeit hat:

Football (NFL): September bis ca. Januar / Februar

Basketball (NBA): Oktober / November bis ca. April / Mai

Baseball (MLB): April bis ca. Oktober

Warum diese vagen Angaben? Nun, es hängt davon ob, ob es das jeweilige Team in die Playoffs (sprich so etwas wie eine Meisterschafts-KO-Runde) schafft. In dem Fall dauert die Saison dann entsprechend länger.

WICHTIG! Tickets für amerikanische Sportevents sind teuer! Ohne Wenn und Aber. Wer mit deutschen Preisen, wie zum Beispiel für ein Fußballspiel, rechnet, wird schnell vom Stuhl rutschen, wenn er sieht, was dort aufgerufen wird. Hier greift man preislich schnell in ein ganz anderes Regal. USD 200 pro Ticket sind hier keine Seltenheit – darauf sollte man sich einstellen. Einzig Baseball ist deutlich günstiger…

Oracle Park (Baseball – San Francisco Giants)

Ein Spiel der San Francisco Giants im Oracle Park (früher AT&T Park) zu erleben, ist nicht nur ein Sportevent – es ist pures San Francisco-Feeling. Direkt an der Bay gelegen, bietet das Stadion einen atemberaubenden Blick aufs Wasser und mit etwas Glück fliegt sogar ein Homerun in die McCovey Cove (Cove = Bucht), wo Fans in Kajaks auf Baseballjagd gehen.

Schon vor dem ersten Pitch liegt gute Laune in der Luft: Die Fans in Orange und Schwarz, der Duft von Knoblauch-Pommes – und dann dieses Panorama! Selbst wenn du kein Baseballprofi bist: Die entspannte Stimmung, die singenden Fans und die Sonnenuntergänge über der Tribüne machen ein Spiel bei den Giants unvergesslich.

Im Übrigen wird ein Baseball-Spiel ganz anders „erlebt“ als zum Beispiel ein Fußball-Spiel in Deutschland. Keiner sitzt das ganze Spiel auf seinem Platz, sondern es ist Teil des Ganzen, dass man auch mal „herum läuft“, hier und da etwas isst und immer wieder auf seine Plätze zurückkehrt. Das Ganze soll ein entspanntes Event sein und genau deshalb lieben die Amis auch Baseball so…


Anreise: Am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Die Muni T-Linie hält direkt am Stadion oder ihr macht einen Spaziergang entlang der Waterfront.


Das gute am Baseball ist, dass fast jeden Tag gespielt wird, so dass man sehr gute Chancen hat, wenigstens ein Spiel während seines Aufenthalts zu erwischen (außer die Giants spielen gerade auswärts).

Bei Tickets würde ich empfehlen zu versuchen so nah wie möglich am Feld zu sitzen. Tickets für Baseball-Spiele sind nicht ganz so teuer, wie bei anderen Sportarten, weshalb es vielleicht etwas leichter fällt, etwas mehr Geld auszugeben. Und wenn man schon so weit unten sitzt, dann entweder hinter dem Heimteam oder hinter der 1ten Base, denn hier passiert ganz klar am meisten!

Ich fände zB Plätze in den Sektoren 122-124 sehr gut.

Financial District

Wie zu jeder amerikanischen Großstadt, gehören auch in San Francisco einige stattliche Hochhäuser mit dazu. Und dementsprechend ragen mitten in San Francisco im Financial District glänzende Wolkenkratzer in den Himmel, was einen faszinierenden Mix aus moderner Geschäftswelt und historischer Eleganz kreiert.

Die Transamerica Pyramid, das ikonische, spitze Hochhaus, ist hierbei das bekannteste Wahrzeichen dieses Viertels.

Steile Straßen / Tolle Fotospots

San Franciscos steile Straßen sind legendär (und perfekt für Actionfilme) – sie gehören zum Stadtbild wie die Cable Cars. Besonders bekannt sind die Filbert Street mit bis zu 31,5 % Steigung und natürlich die weiter oben bereits vorgestellte, kurvige Lombard Street.

In San Francisco herum zu laufen (oder zu fahren) ist fast ein kleines Abenteuer mit immer wieder sensationellem Panorama. Von vielen Hügeln aus bietet sich ein herrlicher Blick über die Stadt und/oder die Bucht.

Sogar das Parken ist hier eine Kunst – schräg oder quer zur Bordsteinkante ist Pflicht!

Hier einige recht schöne Spots:

Ecke Green Street & Kearny Street – das ist im Russian Hill / North Beach-Gebiet. Diese Gegend ist bekannt für ihre Hügel und historischen Wohnhäuser:

Ecke Union Street & Montgomery Street im Stadtteil Telegraph Hill, ganz in der Nähe von North Beach und dem Coit Tower.

Die steile Straße, die hübschen viktorianischen Häuser und die quer geparkten Autos sind typisch für diesen charmanten Teil von San Francisco. Die Gegend ist ruhig, fast schon dörflich, und gleichzeitig nur wenige Gehminuten vom Trubel an der Columbus Avenue oder dem Embarcadero entfernt.

Hier blick man die Lombard Street hinunter in Richtung Osten, mit einem fantastischen Blick auf den Coit Tower, der auf dem Telegraph Hill thront.

Von hier aus hat man einen der klassischen Ausblicke über die Stadt bis zur Bucht – und auf die charakteristischen Wohnhäuser, die sich dicht an den Hügel schmiegen.

Eine fantastische Perspektive die Taylor Street – ebenfalls auf dem Russian Hill – hinab!

Ganz am Ende der Straße kann man sowohl Fisherman’s Wharf, als auch dahinter sehr fotogen die Insel Alcatraz erkennen.

Presidio & Golden Gate Park

Und schließlich möchte ich noch kurz etwas zu den Parks Presidio und dem Golden Gate Park sagen – zwei grüne Oasen mitten in San Francisco und doch ganz verschieden.

Der Presidio (direkt vor der Golden Gate Bridge) war einst eine Militärbasis und ist heute ein weitläufiger Nationalpark mit vielen Wanderwegen, versteckten Stränden und herrlichem Blick auf die Golden Gate Bridge.

Der Golden Gate Park dagegen ist San Franciscos Antwort auf den Central Park in New York: riesig, lebendig und mit einigen Highlights wie zum Beispiel dem Japanese Tea Garden, einigen Museen, Seen und Wiesen.

Ich bin zwar durch beide hindurchgeradelt, habe aber irgendwie keine echte, positive Erinnerung daran. Das mag entweder am bedeckten Wetter gelegen haben oder weil es nicht allzu viel zu sehen gab. Für mich hat San Francisco so viele tolle Highlights, dass ich die beiden Parks eher weiter hinten in der Hitliste einsortieren würde…

Meine besten Spot-Tipps in San Francisco auf einer Karte

Auf dieser Karte sind Sehenswürdigkeiten, Filmlocations, Sportlocations, Restaurants, Hotels und Ausflugsziele markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.

Mein Hotel-Tipps für San Francisco

Die Frage nach einem passenden Hotel in San Francisco ist wirklich knifflig zu beantworten. Hierbei stellen sich für mich wichtige Fragen:

  • Wo liegt das Hotel, sprich ist die Umgebung interessant?
  • Ist es preislich fair?
  • Was erwarte ich von meinem Hotel?

Gehen wir es mal der Reihe nach durch:

  • Was kostet es?
    Die Stadt liegt auf einer Halbinsel und bietet damit nur begrenzt Platz.Das ist gut, weil man nicht so weit laufen muss, aber auch schlecht, weil sich sehr viel auf einem sehr engen Raum ballt. Hinzu kommt die Tech-Industrie im Silicon Valley direkt vor der Haustür. Unternehmen wie Google, Apple und viele Start-ups zahlen Spitzengehälter und die vielen gutverdienenden Mitarbeiter wollen in San Francisco leben. Das lässt die Mietpreise steigen – und mit ihnen die Hotelkosten. Was ich sagen will, wer in San Francisco wohnen möchte, sollte mit deutlich höheren Übernachtungspreisen rechnen. Ich habe mir angewöhnt, bei so etwas den Preis nicht im Detail zu hinterfragen, denn damit wird man nicht glücklich. San Francisco ist in der Kategorie mit das teuerste, was ich je erlebt habe und darauf sollte man sich einstellen.
    Insidertipp: Die Übernachtungspreise können am Wochenende günstiger sein, als unter der Woche, weil die vielen geschäftlichen Übernachtungen wegfallen! Hier kann unter Umständen auch mal einen Schnapper landen.
  • Wo?
    San Francisco ist im Vergleich zu den anderen US-Großstädten eher klein und kompakt. Sprich, man kann alles sehr gut Fuß oder mit dem Fahrrad machen. Die Lage des Hotels ist also nicht so entscheidend, wie beispielsweise in New York. Deshalb würde ich zuerst versuchen im nordöstlichen Bereich der Stadt zu bleiben. Siehe meine Karte unten.
  • Was erwarte ich von meinem Hotel?
    Ein ganz entscheidender Aspekt, denn bei einer Städtereise in die USA, ist definitiv die Stadt der Star und NICHT das Hotel. Will sagen, man soll sich natürlich in seinem Zimmer wohl fühlen, aber normalerweise verbringt man sehr wenig Zeit in seinem Zimmer. Entsprechend sollte man seine Erwartungen auf das Wesentliche reduzieren, um sich preislich nicht in absurde Unkosten zu stürzen.

Hier mal eine grobe Übersicht:

Wer zentral wohnen möchte, ist rund um den Union Square bestens aufgehoben: Hier reihen sich elegante Hotels aneinander – perfekt für ShoppSing und Sightseeing.

Wer es lieber etwas ruhiger, aber mit Charakter mag, checkt in Nob Hill oder Pacific Heights ein. Hier warten edle Stadthäuser, viktorianischer Charme und grandiose Ausblicke.

Im hippen Mission District oder rund um Hayes Valley (beim Alamo Square) findest du kreative Boutiquehotels und coole Airbnb-Alternativen – perfekt für Foodies und Nachtschwärmer.

Und wer direkt am Wasser aufwachen will, gönnt sich ein Zimmer am Fisherman’s Wharf.

Hier mal eine Liste an Hotels, die mir gefallen haben (bezogen auf Online-Recherche, Tipps von Freunden oder beim Vorbeilaufen):

Tipp: Früh buchen lohnt sich – besonders in der Hochsaison zwischen Mai und Oktober.

Meine Restaurant-Empfehlungen in San Francisco

Restaurants gehören zu San Francisco wie die Freiheitsstatue zu New York. Die kulinarischen Highlights sind schlichtweg ein wichtiger Teil eines Besuchs in San Francisco!

Ich habe hier ein paar Empfehlungen zusammengestellt, die mir sehr gut gefallen (haben):

Mo’s Grill

Was? Burger

Sensationeller Burgerladen. Hier lohnt sich der Besuch als Freund von guten Burgern! Es gibt eine spannende Auswahl, z.B. den California Burger mit Avocado, die Portionen sind groß und der Service ist sehr nett und zuvorkommend. Plus, das Flair ist klasse!

1322 Grant Ave, San Francisco

Pier 23 Cafe Restaurant & Bar

Was? Mittagessen

Hier ist die Lage und die Aussicht aufs Meer der große Trumpf. Das Pier 23 Cafe Restaurant & Bar liegt nämlich direkt am Wasser und bietet eine entspannte, unkomplizierte Atmosphäre.

Die Speisekarte bietet eine gute Auswahl an frischen Meeresfrüchten und saisonalen Gerichten. Für mittags Zwischendurch der perfekte Spot, um sich auszuruhen und die Szenerie zu genießen.

23 The Embarcadero, San Francisco

Hog Island Oyster Co.

Was? Abends

Ein sehr schönes, stylisches und atmosphärisches Restaurant direkt im Ferry Building Richtung Meerseite gelegen. Ich mag vor allem auch immer den Blick in eine offene Küche – irgendwie meistens ein gutes Zeichen.

Ganz wichtig! Eine Reservierung vorab ist nicht möglich! Wenn man allerdings früh da ist, muss man auch nicht lange auf einen Tisch warten.

Wir hatten eine Auswahl an verschiedenen Austern, teilweise mit spezieller asiatischer Zubereitung, und alle waren absolut köstlich.

Definitiv eine besondere Location – vielleicht für einen besonderen Abend…

Ferry Building, #11, San Francisco

The Grind Café

Was? Frühstück & Nachmittags

Ein großartiger Spot für fantastischen Kaffee und abwechslungsreiches Frühstück.

Der Avocado-Bagel war großartig, ebenso der Lachs-Avocado-Toast. Auch die anderen Gerichte, wie zum Beispiel die Rösti, waren reichhaltig und das alles zu einem angemessenen Preisen.

Neben dem klasse Essen und dem großartigen Kaffee ist für mich das Personal ein Highlight: Super freundlich, sympathisch und immer mit einem Lächeln.

783 Haight St, San Francisco

Capo’s by Tony Gemignani

Was? Pizza

Wer sich einmal von einem echten World Champion im Pizzabacken eine echte Old Chicago zubereiten lassen möchte, ist hier goldrichtig. Sicherlich eine der besten Pizzas in San Francisco. Kein Insidertipp, aber man muss es trotzdem wissen. Wenn man Bock auf eine sauleckere Pizza hat: there you go!

641 Vallejo St., San Francisco

Four Barrel Coffee

Was? Kaffee & Frühstück

Die Auswahl fürs Frühstück ist zwar überschaubar (eigentlich gibt es nur ein paar süße Teilchen), aber das Knaller hier ist der Kaffee! Frisch geröstet, kann man das Aroma im ganzen laden riechen und wird so quasi schon verführt. Einfach nur himmlisch…

375 Valencia St, San Francisco

Fototipps, die ich euch gerne mitgeben möchte

  1. Golden Gate Bridge
    Der Top-Spot in San Francisco und mit Abstand das beste Fotomotiv. Ich habe hier eine extra Seite für die Besichtigung der Golden Gate Bridge erstellt, inklusive der besten Foto-Spots (sieben Stück!).
  2. Lombard Street
    Die besten Fotos gelingen vom unteren Ende der Straße, mit Blick hinauf auf die Kurven – am besten früh morgens oder am späteren Nachmittag, wenn das Licht weicher ist. Morgens kann die Sonne eventuell ein wenig stören.
    Vom oberen Ende an der Hyde Street hat man einen tollen Blick abwärts Richtung Alcatraz! Ebenfalls ein prima Fotomotiv.
  3. Painted Ladies
    Diese schnucklige Häuserzeile liegt am östlichen Ende des Alamo Square. Aus dem Grund ist es morgens hier besonders schön, denn dann kommen Pastellfarben im Sonnenlicht besonders schön zur Geltung.
  4. Cable Cars 
    Auch hier habe ich eine separate Seite mit den besten Hinweisen zum Erlebnis Cable Cars – inklusive der besten Tipps für tolle Fotos!
  5. Chinatown
    Diese kleine Seitenstraße Waverly Place ist gesäumt von rosafarbenen Häusern mit schmiedeeisernen Balkonen – ein echter Geheimtipp fürs perfekte Foto.

Filmtourismus – wo kann ich Drehorte von berühmten Filmen finden?

Für meinen Besuch habe ich mir ein paar, für mich persönlich, besondere Highlights herausgesucht. Filme oder Serien, die mag, die für mich eine Bedeutung haben oder die ganz einfach „Geschichte geschrieben“ haben. Ich liebe es ja, genau diese Location eines Film zu sehen, wo „es“ passiert ist, sprich wo der Film gedreht wurde.

Die Flucht von Alcatraz

1979 wurde Alcatraz noch einmal zum Hochsicherheitsgefängnis – zumindest für Hollywood: In dem Klassiker „Die Flucht von Alcatraz schlüpft Clint Eastwood in die Rolle von Frank Morris, dem berüchtigten Häftling, dem tatsächlich 1962 die spektakulärste Ausbruchsgeschichte der Insel zugeschrieben wird.

Gedreht wurde direkt auf Alcatraz, was dem Film seine ganz besondere, düstere Atmosphäre verleiht. Wochenlang verwandelte sich die stillgelegte Gefängnisinsel in ein lebendiges Filmset – mit Zellen, Fluchttunneln und viel Gänsehautgefühl.

Der Film brachte nicht nur Spannung auf die Leinwand, sondern weckte auch neues Interesse an der Insel, die kurz darauf für die Öffentlichkeit zugänglich wurde. Heute gehört die „Flucht von Alcatraz“ fast schon zum Pflichtprogramm vor oder nach einem Besuch…

The Rock – Fels der Entscheidung

Als 1996 der Actionthriller The Rock in die Kinos kam, brachte er nicht nur Stars wie Sean Connery und Nicolas Cage auf die Leinwand, sondern auch einen Hauptdarsteller aus Stein: Alcatraz Island. Der Film erzählt von einem fiktiven Terroranschlag, bei dem eine Gruppe Ex-Soldaten die ehemalige Gefängnisinsel besetzt – samt Geiseln und biologischer Waffen.

Gedreht wurde mit Sondergenehmigung des National Park Service zu großen Teilen auf der echten Insel. Viele der engen Gänge, Zellen und der berühmte Speisesaal sind im Film originalgetreu zu sehen. Für einige Actionszenen wurden allerdings Nachbauten genutzt, um das historische Bauwerk zu schonen.

Auch San Francisco selbst spielt eine große Rolle: Die berühmt-berüchtigte Autoverfolgung mit einem gelben Ferrari vorbei an der Lombard Street, ist einer der rasantesten Momente des Films.

Gedreht wurde außerdem im Fairmont Hotel, am Palace of Fine Arts (liegt auf dem Weg zur Golden Gate Bridge) und auf dem Marin Headlands, von wo aus man Alcatraz spektakulär im Blick hat.

The Rock wurde nicht nur ein Kassenschlager, sondern auch eine Art inoffizieller Werbespot für die Stadt und die Bucht.

Indiana Jones und der Tempel des Todes

Bevor Indiana Jones im Tempel des Todes durch den Dschungel hetzt, startet sein Abenteuer ganz elegant in einem schicken Nachtclub namens Club Obi-Wan. Und genau diese Anfangsszene wurde nicht irgendwo, sondern in San Francisco gedreht!

Im Film beginnt alles mit einer wilden Verfolgungsjagd durch die Straßen von Shanghai – doch hinter den Kulissen war es tatsächlich Chinatown in San Francisco, das für den exotischen Look herhielt. Genauer gesagt war es die Ross Alley in der sich auch die Golden Gate Fortune Cookie Factory befindet. Enge Gassen, authentische Kulisse, perfekte Filmillusion.

Die rasante Fahrt mit dem Fluchtwagen führte zwar nur kurz durch die Stadt, aber die Atmosphäre passte perfekt – und machte San Francisco (mal wieder) zum heimlichen Star in einem Hollywood-Blockbuster.

Basic Instinct

Kaum ein Film hat Anfang der 90er so polarisiert – und fasziniert – wie Basic Instinct. Mit Sharon Stone als eiskalter Schriftstellerin und Michael Douglas als Ermittler zwischen Verlangen und Verdacht wurde San Francisco zur Bühne eines psychologischen Katz-und-Maus-Spiels.

Gedreht wurde an vielen unterschiedlichen Orten der Stadt, wobei nicht mehr alle ideal zu besichtigen sind.

Am Besten kann man noch die Wohnung von Detective Nick Curran (gespielt von Michael Douglas) in der 1158 Montgomery Street an der Green Street, nördlich des Finanzdistrikts im Stadtzentrum, erkennen. Von dort hat man einen fabelhaften Blick auf die Transamerica-Pyramide in Montgomery (bei mir leider im Nebel)!

Ebenfalls noch besuchen kann man das Restaurant/die Bar Tosca in der 242 Columbus Avenue. Dort gönnt sich Michael Douglas einen Double Black Jack, nachdem Catherine Tramell (Sharon Stone) verhört hat.

Fast verheiratet

In der romantischen Komödie Fast verheiratet begleiten wir Emily Blunt und Jason Segel als verlobtes Paar, das in der lebendigen Stadt San Francisco mit den Höhen und Tiefen ihrer Beziehung kämpft. Die charmante Stadt zeigt sich im Film von ihrer besten Seite: bunte Häuser, die berühmte Golden Gate Bridge und gemütliche Cafés prägen die Kulisse für das turbulente Liebesabenteuer.

Gedreht wurde an echten Orten wie dem eleganten Pacific Heights, am Alamo Square und dem bunten Mission District.

Mrs. Doubtfire

Wer an Mrs. Doubtfire denkt, hat sofort Robin Williams vor Augen – als liebevoll-chaotische Nanny im Blümchenkleid. Der warmherzige Kultfilm aus den 90ern spielt mitten in San Francisco, und die Stadt verleiht der Geschichte ihren ganz besonderen Charme.

Das berühmte Haus der Familie Hillard steht tatsächlich in der 2640 Steiner Street im Stadtteil Pacific Heights – ein hübsches viktorianisches Stadthaus, das bis heute regelmäßig von Fans besucht wird.

Auch der restliche Film zeigt viele typische Ecken San Franciscos: Von der hügeligen Straßenbahnfahrt bis zum Park mit Golden-Gate-Blick – die Stadt ist nicht nur Kulisse, sondern fühlbarer Teil der Geschichte.

Full House

Kaum eine Serie hat das Herz der 90er so geprägt wie Full House – mit viel Lachen, Tränen und ganz viel Liebe. Und natürlich mit einer der berühmtesten Kulissen der Fernsehgeschichte: San Francisco!

Das ikonische Haus der Familie Tanner befindet sich in Wirklichkeit nicht direkt bei den Painted Ladies, wie das Intro vermuten lässt, sondern in der 1709 Broderick Street im Stadtteil Lower Pacific Heights. Die bunten viktorianischen Häuser im Alamo Square – bekannt als die Painted Ladies – tauchen aber in der Titelmelodie auf und sind seitdem fest mit der Serie verbunden.

Gibt es saisonale Events? Was kann ich wann erwarten?

San Francisco hat im Laufe eines Jahres einige besondere Events, Traditionen und Feste, die man vielleicht bei einer geplanten Reise beachten kann:

  • Chinese New Year Parade (Februar)
    Eine der größten chinesischen Neujahrsparaden außerhalb Asiens – mit Drachen, Tänzen und jeder Menge Feuerwerk. Bunt, laut, magisch!

  • Bay to Breakers (Mai)
    Halb Stadtlauf, halb Karneval: Tausende Menschen laufen (oder feiern sich) in Kostümen quer durch San Francisco – ein einziges, verrücktes Spektakel.

  • Pride Parade (Juni)
    Eine der größten LGBTQ+ Paraden weltweit! Zwei Tage lang wird rund um den Civic Center für Gleichheit, Liebe und Vielfalt getanzt und gefeiert.

  • Stern Grove Festival (Juni–August)
    Freiluftkonzerte in einem idyllischen Park – kostenlos und musikalisch querbeet. Picknickdecke einpacken und los geht’s!

  • Outside Lands (August)
    Das große Musik-, Food- und Kunstfestival im Golden Gate Park: Internationale Top-Acts, lokale Köstlichkeiten und ein Hauch kalifornischer Ekstase.

  • Fleet Week (Oktober)
    San Francisco feiert das Militär mit Flugshows über der Bay – inklusive der berühmten Blue Angels, die mit Überschall über die Golden Gate Bridge donnern.

Fun Facts zu San Francisco

  • Bis 1964 war die Golden Gate Bridge die längste Hängebrücke der Welt. Dann allerdings übertrumpfte die Verrazano Barrows Brücke in New York sie um 18 m übertrumpfte.
  • Die Seelöwen am Pier 39 tauchten plötzlich 1989 nach dem Erdbeben in San Francisco auf. Eigentlich sollten dort Boote liegen – doch die Tiere fanden die Pontons so bequem, dass sie sie „übernahmen“. In der Hochsaison (meist Winter) wurden schon über 1.700 Seelöwen gezählt – ein lautes, wildes Schauspiel.
  • San Franciscos Cable Car System ist das älteste noch funktionierende der Welt – in Betrieb seit 1873! Die Wagen fahren nicht mit Motor, sondern werden von einem unterirdischen Stahlseil gezogen, das ständig mit ca. 15 km/h läuft – wie ein riesiges Laufband unter der Straße.
  • Trotz ihres Rufs ist die Lombard Street nicht offiziell die kurvigste Straße der Welt – aber mit 8 Haarnadelkurven auf nur 145 Metern definitiv die bekannteste. im Übrigen wurden die Kurven 1922 angelegt, weil der Hang mit seiner extremen Steigung von 27 % für Autos zu gefährlich war.
  • Der Union Square hat seinen Namen aus der Zeit vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg. Der Platz war damals ein Versammlungsort für Unterstützer der Nordstaaten (Union) im Konflikt gegen die Südstaaten (Konföderation). Die Bezeichnung „Union Square“ wurde daher ein politisches Statement – und blieb bis heute.