Die Cable Cars sind das rollende Wahrzeichen San Franciscos. Seit über 150 Jahren ruckeln die historischen Wägen klappernd und quietschend die steilen Hügel der Stadt hinauf und hinunter. An sich könnte man sich fragen, warum man sich eine solche Fahrt überhaupt antun sollte, aber die Antwort ist einfach, denn es gehört einfach zu einem San Francisco-Besuch mit dazu! Plus, wo sonst werden die Gäste zum „Surfen“ auf den Trittbrettern animiert…?!?!
Ich habe euch hier meine besten Tipps und Informationen für die Cable Cars zusammengestellt:
#2 Wohin fahren die drei Cable Car-Linien?
#3 Wo sind die Top-Foto-Spots für die Cable Cars?
#4 Gibt es besondere Tipps für gute Fotos von den Cable Cars?
#1 Ein paar Fakten
- San Franciscos Cable Cars sind das einzige bewegliche nationale historische Denkmal in den USA – also Geschichte zum Mitfahren!
- Die erste Fahrt fand 1873 statt – und die Wagen rattern seitdem (mit Unterbrechungen) tapfer durch die Hügel der Stadt.
- Cable Cars fahren nicht aus eigener Kraft! Sie hängen an einem unterirdischen Stahlseil, das in der Zentrale permanent läuft – wie ein riesiges Laufband unter der Straße.
- Der Fahrer heißt Gripman – er bedient den berühmten „Grip“, der das Seil packt oder loslässt. Es braucht viel Kraft und Können, um einen Wagen zu steuern!
- Es gibt drei Linien – und nur die Powell-Hyde-Linie bringt euch mit spektakulärem Blick direkt zur Lombard Street.
- Am Ende jeder Linie wird der Wagen von Hand auf einer Drehscheibe gewendet – ein kleines Spektakel für sich!
- In den 1940ern wollte die Stadt die Cable Cars abschaffen – doch Bürgerproteste retteten sie. Zum Glück, denn heute sind sie Kult!
#2 Wohin fahren die drei Cable Car-Linien?
- Die bekannteste ist die 3,4 km lange Powell-Hyde Line (Linie 60). Sie beginnt am Powell & Market Street Turnaround, wo die Wagen noch von Hand gewendet werden – das Zuschauen allein ist schon ein Erlebnis! Danach geht es direkt zu Highlights wie dem Union Square und der Lombard Street bis hin zum Fisherman’s Wharf.
- Die zweite Linie, Powell-Mason (Linie 59), startet ebenfalls an der Powell & Market Street, nimmt jedoch eine andere Route durch die Stadt und endet an der Taylor Street, ganz in der Nähe von Pier 45.
- Etwas weniger bekannt, dafür oft ruhiger, ist die California Street Line (Linie 61). Sie verläuft quer durch das Finanzviertel – von der Market Street bis zur Van Ness Avenue – und ist vor allem bei Einheimischen beliebt. Hier könnt ihr meistens entspannt einsteigen und das historische Rattern der Bahn genießen, während man zwischen hohen Bürogebäuden und alten Hotels hindurchfährt.
#3 Wo sind die Top-Foto-Spots für die Cable Cars?
1. Hyde & Lombard Street (Powell-Hyde Line)
- Der wohl berühmteste Spot: Ein Cable Car fährt bergab – im Hintergrund Alcatraz und die Bucht.
- Tipp: Zur goldenen Stunde (kurz vor Sonnenuntergang) leuchtet alles besonders schön.
2. Powell & Market Street (Turntable)
- Der Startpunkt der beiden Powell-Linien.
- Hier drehen die Fahrer die Cable Cars per Hand – ein tolles Motiv mit viel Bewegung und Nostalgie.
3. California Street mit Blick Richtung Financial District
- Das perfekte Bild: Ein Cable Car in der Mitte der Straße, eingerahmt von Hochhäusern.
- Am besten früh morgens, wenn die Straßen noch leer sind.
4. Mason Street bergab Richtung North Beach
- Ideal für Action-Shots mit starkem Gefälle und Cable Cars in Bewegung.
- Besonders eindrucksvoll mit einem leichten Weitwinkelobjektiv.
5. Bush Street oder Powell Street Kreuzungen
- Hier kann man die Cable Cars im Stadtverkehr fotografieren – oft mit Fußgängern und Cable-Car-Fahrern im Bild.
- Perfekt für Street Photography mit historischem Flair.
6. Von einem fahrenden Cable Car aus
- Gut festhalten (sicher!) und beim Fahren knipsen – besonders schön, wenn man vorne oder seitlich steht.
- Motive: Schienen, Straßen, vorbeiziehende Gebäude oder andere Cable Cars.
#4 Gibt es besondere Tipps für gute Fotos von den Cable Cars?
Wenn ihr ein Cable Car mit möglichst wenig Menschen (oder sogar ganz ohne Touristen) fotografieren möchtet, sind hier ein paar erprobte Tipps und Orte, wo ihr die besten Chancen habt:
1. Früh aufstehen lohnt sich
- Beste Zeit: Zwischen 6:30 und 8:30 Uhr morgens
- Die ersten Cable Cars fahren bereits sehr früh – und die Stadt schläft noch. Die Straßen sind leer, das Licht ist weich, und ihr habt fast freie Bahn fürs perfekte Bild.
2. California Street Line – weniger touristisch
- Diese Linie wird weniger von Touristen genutzt und fährt durch das Finanzviertel.
- Ideal ist der Blick ostwärts Richtung Market Street, wo sich die Schienen zwischen den Hochhäusern verlieren – fast wie in einer Filmszene.
- Besonders leer: Wochenenden am frühen Morgen, wenn die Geschäftsviertel ruhen.
3. Mason Street (oberer Abschnitt)
- Weniger Trubel als an Hyde Street – hier könnt ihr Cable Cars auf ruhigen Hügeln erwischen, besonders am Vormittag.
- Gute Spots: Kreuzung Mason & Washington oder Mason & Pacific
4. Powell Street abseits der Endstation
- Rund um die Endstation ist oft viel los – aber ein, zwei Blocks weiter bergauf (Richtung Nob Hill) wird es deutlich ruhiger.
- Schön mit Cable Car vor viktorianischen Häusern im sanften Morgenlicht.
Fototipps für menschenleere Shots:
Nutzt lange Belichtungszeiten bei wenig Licht: Bewegte Menschen verschwinden, das Cable Car bleibt im Fokus.
Noch mehr Ruhe?
Wenn ihr das perfekte Cable-Car-Foto ohne Fahrgäste wollt, könnt ihr auch beim Cable Car Museum vorbeischauen – dort steht ein historisches Exemplar stationär und ohne Menschenmengen.
#5 Wo kauft man die Tickets?
Einzeltickets gibt’s direkt beim Fahrer (Bar oder digital), aber wer öfter fahren will, sollte einen Day Pass nehmen.
