Als ich das erste Mal vom Caminito del Rey gehört habe, hieß es nur, dieser Weg ist zu gefährlich. Das war allerdings vor einigen Jahren! Damals war diese Aussage wohl sogar gerechtfertigt. Mittlerweile ist das aber alles kalter Kaffee, denn der Weg wurde 2015 saniert, überholt, gesichert und neu angeordnet. Seitdem ist (wohl) nichts von dem spektakulären Erlebnis verloren gegangen, aber es ist eben ein Schuss Sicherheit dazu gekommen.
Ich habe euch hier meine besten Tipps und Informationen für den Besuch des Caminito del Rey zusammengestellt:
#1 Wie sind die Öffnungszeiten?
#2 Woher kommt der Name Caminito del Rey?
#3 Woher kommt die Aussage, dass der Caminito del Rey so gefährlich ist?
#4 Ist der Caminito del Rey jetzt sicher?
#5 Wie lang ist der Caminito del Rey und wie lange dauert die Wanderung? Inklusive Karte!
#6 Wie weit ist der Caminito del Rey von den Städten der Umgebung entfernt?
#7 Wie komme ich an Tickets für den Caminito del Rey?
#1 Wie sind die Öffnungszeiten?
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Geöffnet: Dienstag bis Sonntag
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Geschlossen: Montags, am 1. Januar und 24./25./31. Dezember
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Einlasszeiten: Zwischen 9:00 und 15:30 Uhr (je nach Saison)
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Letzter Einlass ist in der Regel 2,5–3 Stunden vor Schließung, da die Wanderung Zeit braucht.
#2 Woher kommt der Name Caminito del Rey?
Caminito bedeutet auf Spanisch „kleiner Weg“. Und Rey ist der „König“. Sprich der kleine Weg des Königs. Entstanden ist dieser Name nachdem ihn König Alfons (die Zahl erspare ich uns) zur Eröffnung eines Staudamms in der Nähe 1921 begangen hat.
#3 Woher kommt die Aussage, dass der Caminito del Rey so gefährlich ist?
Der Weg wurde viele Jahre schlichtweg vernachlässigt. Im Laufe der Jahre haben Witterungseinflüsse dem Weg und der Konstruktion einfach zugesetzt. Dazu ist der weiche Sandstein ebenfalls durchaus anfällig.
Ende der 90er Jahre gab es tatsächlich einige Todesfälle! Im Laufe der Zeit wurde der Caminito del Rey (sogar fast nur noch) ein Ziel für Extremkletterer. 2001 wurde dann die Reißleine gezogen und der Weg musste geschlossen werden.
#4 Ist der Caminito del Rey jetzt sicher?
Schnelle Antwort: Ja! Aber man muss sich darüber im Klaren sein, dass der Weg durch eine Schlucht in ca. 100 m Höhe führt, sprich schwindelfrei sollte man schon sein.
Der Caminito del Rey wurde sehr aufwendig mit mehreren Millionen Euro durch Spezialkräfte restauriert und gesichert.
In diesem Kontext – es handelt sich um ein One-Way-Weg, sprich man kann nicht umdrehen. Wenn man einmal losgewandert ist, kann man nicht mehr umdrehen!
#5 Wie lang ist der Caminito del Rey und wie lange dauert die Wanderung?
Der Weg ist 2,9 km lang, ABER man muss vom Parkplatz zum Eingang laufen UND vom Ausgang zum Shuttle-Bus. Das wären nochmal ca. 1,5 km und ca. 2 km. Insgesamt würde ich tippen sind es ungefähr 7 km und man sollte vielleicht 2 1/2 Stunden einplanen.
Auf dieser Karte sind die wichtigsten Spots markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.
#6 Wie weit ist der Caminito del Rey von den umliegenden Städten entfernt?
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Málaga: ca. 60 km – etwa 1 Stunde Fahrt
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Ronda: ca. 65 km – etwa 1 Stunde 15 Minuten
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Antequera: ca. 50 km – etwa 50 Minuten
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Granada: ca. 135 km – etwa 2 Stunden
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Sevilla: ca. 160 km – etwa 2 bis 2,5 Stunden
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Marbella: ca. 70 km – etwa 1 Stunde 15 Minuten
#7 Wie komme ich an Tickets??
Dies ist mit der wichtigste Punkte, denn die Zahl der Besucher ist limitiert. UND die Tickets sind oftmals schon relativ weit im Voraus weg.
-> Deshalb unbedingt frühzeitig online buchen! Dies ist offizielle Seite des Caminito del Rey – auf Englisch und Spanisch. Der Buchungsprozess ist etwas aufwendiger, aber gut, das ist halt so.
Wer lieber auf Deutsch buchen möchte, kann dies hier tun.
Generell gibt es zwei Varianten:
a) Auf eigene Faust
Kosten € 10
b) Mit Guide im Rahmen einer (Gruppen)Tour
Kosten € 18 – hier läuft ein erfahrener Guide mit einer Gruppe von maximal 30 Personen. Es wird nach Sprachen sortiert!
Ich würde immer die Tour auf eigene Faust wählen, aber wenn man irgendwie Bedenken oder Angst hat, kann die Variante mit einem Guide durchaus sinnvoll sein.
!!! Man muss bestimmte Zeitslot buchen und diese sind auch einzuhalten!!!
#8 Wie und wo parke ich?
Ein weiterer extrem wichtiger Punkt, denn man muss ja pünktlich zu seiner Startzeit am Eingang sein. Und da ich eher der karibische Typ bin, sprich, ich tendiere dazu zu spät zu kommen, war ich froh genau das hier vorher gelesen zu haben. DENN, die Parkplätze sind NICHT am Eingang.
Es gibt zwei Möglichkeiten zu parken:
a) Parking El Caminito del Rey
b) Restaurante El Kiosko
Und jetzt kommt es: Danach muss man zum Eingang laufen – das sind die oben angesprochenen 1,5 km. Hier geht es ca. 250 Meter entfernt vom Restaurant durch einen Tunnel.
Es gibt auch noch einen anderen Weg, dies wären ca. 2,7 km. Der Beginn ist hier beim Sillón del Rey.
Unterm Strich, man muss diese Gehzeit mit einkalkulieren, um seinen Startzeitpunkt zu schaffen. PLUS, man sollte auch noch etwas Zeit am Tickethäuschen einplanen!
#9 Was ist erlaubt? Was ist nicht erlaubt? Was muss ich beachten?
- Wie schon erwähnt, handelt es sich um einen Einbahnweg, sprich, man geht NUR in eine Richtung und kann nicht umdrehen.
- Es gibt keine Toilette auf dem Weg!!! Deshalb entweder nochmal die Toilette am Restaurant oder am Eingang verwenden.
- Am Kassenhäuschen bekommt man einen Helm, den man die ganze Zeit tragen muss.
- Selfiesticks oder Drohnen sind verboten.
- Ebenso sind GROSSE Rücksäcke nicht erlaubt. Kleine Rucksäcke sind ok.
#10 Wie komme ich wieder zurück zum Parkplatz?
Da Start- und Endpunkt unterschiedlich sind muss man ja irgendwie wieder zurück zum Parkplatz kommen.
Dies erfolgt relativ gut organisiert und zwar gibt es ab der Busstation El Chorro alle 30 Minuten einen Shuttle-Transfer. Dieser kostet aber nicht viel (unter € 5,-).
Vom Endpunkt des Caminito del Rey zur Busstation sind es die oben erwähnten ca. 2 km.
Das wären meine wichtigsten Hinweise! Über das Erlebnis schreibe ich hier an der Stelle mal nicht allzu viel, denn ganz ehrlich, das ist ein Spot, bei dem man sich überraschen lassen darf. Wenn man sich entscheidet diese Tour zu machen, dann sieht man traumhafte Natur, sensationelle Felsformationen und immer wieder großartige Highlights, wie zum Beispiel die Hängebrücke am Ende, einen hundertjährigen Wacholderbaum und einen Glasbalkon.
Ich sage: UNBEDINGT MACHEN!


