Mit dem Parque Natural Metropolitano liegt mitten in Panama City ein echter, tropischer Regenwald.
Für mich tatsächlich ein echter Top-Spot, denn wo sonst hat man die Gelegenheit mehr oder weniger direkt in der Stadt ein solches Naturjuwel zu besuchen…?!
Sobald man den Eingang passiert, verschwindet der Lärm der Stadt, man vergisst, dass man sich in einer Metropole befindet und hört nur noch das Rascheln von Blättern, Vogellaute und diese ganz eigenen „Dschungelgeräusche“. Ich wollte ja unbedingt ein Faultier, wobei ich nur eines relativ weit entfernt eines entdecken konnte. (Ich hatte später in Panama noch mehr Erfolg!)
Einige der Touren führen zum Aussichtspunkt Cerro Cedro, von dem aus man einen atemberaubenden Blick auf Panama-Stadt hat: über das Blättermeer hinweg bis zur Skyline von Panama City – ein Kontrast, der schöner kaum sein könnte.
Folgend habe ich euch basierend auf meinen Erfahrungen meine wichtigsten Tipp und Hinweise zusammengestellt – hier die Übersicht:
#2 Wann ist die beste Zeit für den Besuch des Parks?
#3 Wie komme ich zum Metropolitan Natural Park?
#1 Generelle Infos
Der Metropolitan Natural Park (auf Spanisch: Parque Natural Metropolitano) ist ein einzigartiges Naturschutzgebiet mitten in Panama-Stadt und gilt als eine der letzten verbliebenen städtischen Regenwaldflächen in Mittelamerika. Der Park wurde 1985 gegründet und umfasst etwa 232 Hektar geschützten tropischen Trockenwald.
Trotz seiner Nähe zum Stadtzentrum ist der Park ein bedeutendes ökologisches Rückzugsgebiet für viele Tier- und Pflanzenarten. Über 280 Vogelarten, darunter Tukane, Falken und Kolibris, wurden hier gesichtet. Auch Säugetiere wie Faultiere, Affen (z. B. Kapuziner- und Brüllaffen), Ameisenbären sowie viele Reptilien und Insekten leben in diesem Naturraum. Die Pflanzenwelt ist ebenso vielfältig – von tropischen Bäumen und Lianen bis hin zu Heilpflanzen und Orchideen.
#2 Wann ist die beste Zeit für den Besuch des Parks?
Die beste Zeit für einen Besuch ist definitiv morgens, wenn es noch nicht zu heiß ist und die Tiere aktiver sind.
Der Park öffnet um 7 Uhr morgens und schließt um 16.30 Uhr. Wer den Sonnenaufgang sehen möchte, kann das Ticket auch beim Verlassen des Parks bezahlen.
WICHTIG! Es gibt keine Shops am Park, sprich man muss Getränke und Essen selbst mitbringen.
#3 Wie komme ich zum Metropolitan Natural Park?
Ich habe mir einen Uber genommen, was wunderbar funktioniert hat und vom Stadtzentrum nur ca. 10-15 Minuten gedauert hat. DENN, der öffentliche Bus hält nicht direkt am Park, sondern ca. 600 m entfernt an der Haltestelle Domo!
Je nachdem, welche Tour man machen möchte (siehe unten), kann es Sinn machen, den Fahrer zu bitten mit euch zuerst an am Tickethaus anzuhalten, um die Eintrittskarten zu kaufen und dann weiterzufahren, denn zwei Wanderwegen (Mono Titi & La Cienaguita) starten etwa 15 Minuten Fußweg vom Haupteingang entfernt.
#4 Gibt es Guides am Park?
Im Park werden wohl auch Guides angeboten, ich habe allerdings keine gesehen.
#5 Welche Wanderwege gibt es im Metropolitan Natural Park?
Es gibt fünf Wanderwege mit unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit (zwei weitere Pfade sind so kurz, dass ich sie hier nicht näher beschreibe):
- Sendero La Cienaguita – Beginn ca. 850 Meter vom Eingang des Parks entfernt.
Beschreibung: Ca. 1,1 km lang – leicht, etwas sumpfig („Cienaga“ bedeutet Sumpf), Übergang zum Sender Mono Titi.
Dauer: Ca. 50-60 Minuten.
Was man sieht: Frösche, Eidechsen, Schildkröten, Tukane. Mit etwas Glück Faultiere. - Sendero Los Momótides – Der Eingang befindet sich direkt vor dem Hauptbüro.
Beschreibung: Nur 0,9 km lang, auf einem einfachen Rundweg. Auch für Familien geeignet.
Dauer: Ca. 40-50 Minuten.
Was man sieht: Eventuell Faultiere und Brüllaffen. Ansonsten viele hellblaue Schmetterlinge. - Sendero Mono Titi – Beginn an der gleichen Stelle wie der Sendero La Cienaguita. „Mono Titi“ ist die Bezeichnung für das Panama-Perückenäffchen (weiße Halskrause, schwarzes Gesicht).
Beschreibung: Ein kurzer und einfacher Weg mit nur 1,1 km Länge.
Dauer: Ca. 1 Stunde.
Was man sieht: Beste Chancen auf Brüllaffen, denn dieser Teil des Parks ist so etwas wie ihr Zuhause. Außerdem eventuell Faultiere, Tukane und Wasserschweine.
Highlight: Am Ende des Weges kommt man zu dem Aussichtspunkt Cerro Cedro. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick auf Panama-Stadt. - Sendero El Roble – Beginn direkt am Hauptbüro.
Beschreibung: 0,7 km lang – ein kurzer Spaziergang, man kann am Ende des Weges direkt auf den La Cienaguita wechseln.
Dauer: Ca. 30 Minuten.
Was man sieht: „El Roble“ bedeutet auf Spanisch „Eiche“ und diese Bäume säumen hier den Weg. Außerdem gibt es kleine Teiche mit Schildkröten. Und wer gerne Vögel beobachtet, ist hier genau richtig. Eventuell Faultiere, Brüllaffen oder Wasserschweine. - Sendero Los Caobos – Beginn in der Nähe des Hauptbüros
Beschreibung: 0,9 km, wird als „mittelschwer“ eingestuft, ist aber nicht überlaufen.
Dauer: Ca. 60 Minuten.
Was man sieht: Verschiedene Pflanzenarten, Faultiere, Tukane, Kolibris und Brüllaffen
Sonstiges: Auf halber Strecke befindet sich ein schöner Aussichtspunkt mit einem Blick über die Stadt.
#6 Welche Tour ist empfehlenswert?
Ich habe La Cienaguita und Sendero Mono Titi kombiniert, ganz einfach weil ich zum Aussichtspunkt Cerro Cedro wollte. Ich fand die Tour sehr gut und bis auf die fehlenden Faultiere war die Tour sehr unterhaltsam.


