Reisetipps Ecuador – Galapagos – Santa Cruz

  • Santa Cruz mit der kleinen Nachbarinsel Baltra ist der „Verkehrsknotenpunkt“ der Galapagosinseln.

  • Hier befindet sich mit Puerto Ayora die wichtigste Stadt der Inselgruppe.

  • In Puerto Ayora liegt die Charles-Darwin-Forschungsstation und widmet sich dem Schutz der Galápagos-Inseln. Der Besuch lohnt sich! Es gibt Riesenschildkröten zu sehen und kann mehr über Naturschutzprojekte erfahren.

  • Für noch mehr Schildkröten lohnt sich das Giant Tortoise Reserve, denn hier erlebt man freilebende Riesenschildkröten in ihrer natürlichen Umgebung.

Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?

Impressionen von der Isla Isabela – ein kleines „Best-of“

Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps

Folgend meine wichtigsten, allgemeinen Infos zu einer Reise nach Isla Isabela:

  • Generell
    Santa Cruz ist die zweitgrößte Galapagos-Insel und vulkanischen Ursprungs. Die Hauptstadt Puerto Ayora ist mit ca. 15.000 Einwohnern die größte Stadt auf den Galapagos-Inseln.
  • Wieviel Zeitverschiebung ist es nach Galapagos?
    Während der europäischen Winterzeit beträgt die Uhrzeit in Ecuador – 6 Stunden, auf den Galapagos-Inseln – 7 Stunden.
    Wenn in Europa Sommerzeit herrscht muss auf dem Festland von Ecuador die Uhrzeit mit – 7 Stunden berechnet werden. Auf den Galapagosinseln beträgt der Zeitunterschied entsprechend – 8 Stunden.
  • Mit welcher Währung bezahlt man auf Galapagos?
    Auf den Galapagos-Inseln bezahlt man mit dem US-Dollar (USD), da dieser die offizielle Währung in ganz Ecuador ist – also auch auf dem Archipel.
    Tatsächlich kann man Vieles nur in Bar bezahlen, weshalb ich empfehlen würde einen guten Vorrat an USD dabei zu haben. Idealerweise solltet ihr darauf achten, dass man so wenig wie möglich USD 50 oder 100 Scheine dabei hat, weil diese oftmals nicht angenommen werden.
  • Was muss ich bei dem Flug vom Festland nach Galapagos beachten (in dem Fall Guayaquil)?
    Als erstes muss man sich am Flughafen die Einreisekarte kaufen. Diese kostet ca. USD 20 pro Person und es gibt einen extra Schalter dafür. Hierfür braucht man seinen Reisepass und seinen Flugticket. Das Rückflugticket muss hierbei ersichtlich sein. Dementsprechend entweder am Handy offline griffbereit haben oder das Ticket bzw. die Flugreservierung vorher ausdrucken.
    Aufpassen! Es wird nur Bargeld akzeptiert.
    Danach wird das Gepäck VOR dem Einchecken überprüft und gescannt. Um das Gepäck einchecken zu können, benötigt man das rote Band dieses Checks, welches auch zugleich der Koffer versiegelt.
    Anschließend muss man sich sein Luggage-Tag selbst an einem Automaten ausdrucken, um dann schließlich ganz normal einchecken zu können.
    Der Flug von Guayaquil nach Galapagos dauert ca eine Stunde und ich würde DRINGEND empfehlen einen Fensterplatz zu reservieren. Die Aussicht ist sowohl beim Abflug, als auch bei der Ankunft fantastisch.
  • Wann ist die beste Reisezeit für Galapagos?
    Die beste Reisezeit für die Galapagos-Inseln hängt davon ab, was du erleben möchtest – denn das Klima ist das ganze Jahr über mild und die Inseln sind ganzjährig gut bereisbar. Dennoch gibt es zwei Hauptjahreszeiten mit jeweils eigenen Vorzügen:
    Warme Saison (Dezember – Mai)
    – Wärmer & feuchter (25–30 °C, kurze Regenschauer)
    – Ruhigere See, klares Wasser – beste Zeit zum Schnorcheln
    – Viele Tiere sind besonders aktiv: z. B. Paarung bei Meeresleguanen und Balztänze der Blaufußtölpel
    – Ideal für Strandbesuche und angenehmes Wetter
    FAZIT: Beste Zeit für Badeurlaub und Tierbeobachtung an Land
    Kühle Saison (Juni – November)
    – Kühler & trockener (20–26 °C), oft bewölkt (Garúa-Nebel)
    – Mehr Plankton im Wasser – zieht Meerestiere wie Haie, Rochen und Wale an
    – Etwas rauere See, aber sehr gute Sichtungen unter Wasser
    FAZIT: Beste Zeit für Taucher und Fans mariner Tierwelt
    Meine Meinung: Ich war im Mai vor Ort und hatte quasi auf allen Ebenen die perfekten Bedingungen. Es war warm, es hat wenig geregnet, das Wasser war sehr angenehm und ich hatte trotzdem sehr viele Tiersichtungen unter Wasser.
  • Wieviel Zeit muss ich für Santa Cruz einplanen?
    Anders als die Isla Isabela habe ich Santa Cruz als ein „bisschen weniger spannend“ empfunden. Das klingt jetzt negativer als ich es meine, aber hier konzentriert sich alles auf Puerto Ayora und Umgebung und außer ein paar Stränden und dem Giant Tortoise Reserve gibt es kaum nennenswerte Ausflüge. Ich würde daher sagen, dass ein bis zwei volle Tag ausreichen, sprich zwei oder drei Übernachtungen. Bitte nicht falsch verstehen, Santa Cruz und Puerto Ayora sind wirklich schön, aber die Isla Isabela bietet doch klar mehr Möglichkeiten. Dies vielleicht auch als Hinweis, wie man die Inseln in Sachen Aufenthalt gewichten sollte.
  • Wie bewegt man sich auf der Santa Cruz?
    1. In der Hauptstadt Puerto Ayora kann man problemlos alles zu Fuß machen.
    2. Vom Hafen (für die Fähre nach Baltra) nach Puerto Ayora gehen Sammelbusse und es warten auch immer Taxis.
    3. Für individuelle Fahrten kann man immer nach Taxis am Fährhafen von Puerto Ayora fragen.
    4. Am Fährhafen von Puerto Ayora gibt es auch Bootsfahrten zu den umliegenden Stränden.

Die besten Spots auf Santa Cruz

Folgend nun die verschiedenen Spots und Sehenswürdigkeiten auf Santa Cruz mit Erklärungen und Infos zu dem jeweiligen Besuch.

Hierbei ist Puerto Ayora der Dreh- und Angelpunkt und alle anderen Attraktionen befinden sich auch in der näheren Umgebung von der Hauptstadt. Sprich, aus der Reihenfolge bitte keine Wertigkeit ableiten, denn ich fand das Giant Tortoise Reserve zum Beispiel richtig toll und es war für mich vielleicht sogar der Top-Spot der Insel! Ich beginne jetzt nur mit Puerto Ayora und entferne mich dann bei den verschiedenen Spots immer weiter davon..

Puerto Ayora

Puerto Ayora ist die größte Stadt der Galapagos-Inseln und liegt an der Südküste der Insel Santa Cruz. Sie ist das touristische und wirtschaftliche Zentrum des Archipels und deshalb auch der Dreh- und Angelpunkt für sämtliche Fährfahrten auf die Nachbarinseln.

In den zahlreichen Ausflugsbüros – vor allem rund um den Hafen – kann man jegliche Art von Touren buchen. Hierbei kann ich nur empfehlen: nicht vorschnell buchen, sondern ruhig ein bisschen schauen und sich inspirieren lassen.

EINZIG die Fähren nach Isla Isabela sollte man frühzeitig reservieren, denn diese füllen sich, gerade in der Hauptsaison durchaus mal etwas schneller. Und wenn sie voll sind, sind sie voll! Was passieren kann…

Für mich hatte der Ort eine schöne Mischung, sprich durchaus touristisch, aber nicht „drüber“. An der Uferpromenade gibt es zwar viele Restaurants und Souvenirläden, allerdings in einem angenehmen Rahmen. Ich bin ja immer ein Fan von Geschäften und auch Lokalen in der „zweiten Reihe“, denn dort verstecken sich viele Perlen, die die meisten Touristen gar nicht entdecken. Tatsächlich lohnt sich auch hier ein kleiner Abstecher – ruhig mal ausprobieren. Ansonsten kann man hier sehr schön umherbummeln und die lockere Atmosphäre genießen. Hier in einem Café sitzen und beispielsweise eine der leckeren, regionalen Köstlichkeiten probieren, ist in jedem Fall ein fester Bestandteil eines Aufenthalts in Puerto Ayora…

Für mich das größte Highlight sind allerdings – wie in den meisten Orten auf Galapagos – die vielen Tiere (vor allem Seelöwen), die sich wie selbstverständlich auf den Straßen, den Parkbänken und allem anderen niederlassen, was irgendwie gerade passend erscheint.

Charles Darwin Research Station

Die berühmteste Persönlichkeit der Galapagosinseln ist ohne Zweifel der britische Naturforscher Charles Darwin, der hier im 19ten Jahrhundert seine berühmte Evolutionstheorie aufgestellt hat.

Gleich hinter dem lebhaften Hafen von Puerto Ayora beginnt ein kurzer Spaziergang  (ca. 5-10 Minuten) an der Avenue Charles Darwin entlang und schon steht man vor einem der bedeutendsten Orte im Natur- und Artenschutz: der Charles-Darwin-Forschungsstation.

  • Der Besuch der Forschungsstation selbst ist kostenlos.
  • Nur für den Besuch des Zuchtzentrums der Riesenschildkröten benötigt man einen Naturführer (ohne ist es nicht erlaubt), der euch durch das Areal begleitet. Die Kosten dafür betragen ca. USD 10. Ich habe meinen Guide am Art Coffee Galápagos gebucht und bin mit ihm dann ca. 10 Minuten zum eigentlichen Eingang der Station spaziert. Währenddessen hat er mir bereits sehr interessante und spannende Geschichten rund um Galapagos und Charles Darwin erzählt.

An einer Gabelung geht es links über einen kleinen Pfad zur Aufzuchtstation der Schildkröten und rechts zum Forschungszentrum. Mit dem Guide biegt man hier zuerst links ab (denn nach der Schildkrötenstation verabschiedet er sich).

Ich kann euch die Tour mit einem Guide nur wärmstens empfehlen, denn auch wenn man vorher sicherlich einiges über die Inseln gelesen hat, so ist doch großartig alles nochmal etwas anschaulicher (es gibt auch einige Bildtafeln) erklärt zu bekommen. Zudem kann man Fragen stellen, was ich sehr gerne in Anspruch genommen habe…

Wenn man sich den Gehegen nähert, hört man schon das Scharren der vielen hier gepflegten Riesenschildkröten, die allesamt sehr gemächlich durch ihre Bereiche stapfen. Einige liegen wie kleine Felsen in der Mittagshitze, andere knabbern entspannt an Kakteen. Wer Schildkröten mag, wird hier sehr viel Freude haben!


Direkt danach kommt man schließlich zur Forschungsstation, die viel mehr als nur ein Museum ist. Man trifft auf junge Wissenschaftler aus aller Welt, die sich über Schildkröten-DNA oder Meerechsenverhalten austauschen. Tafeln erklären die Bedrohungen der Inselwelt und wie kluge Köpfe ihnen trotzen.

Besonders bewegend ist das Andenken an Lonesome George, die wohl berühmteste Schildkröte der Welt. Sein ausgestopfter Körper steht heute mahnend und ehrwürdig in einem klimatisierten Raum – Sinnbild für das, was verloren ging, und das, was es noch zu retten gilt.

Für mich ebenfalls sehr beeindruckend sind die riesige Skelette eines Brydewals, sowie eines Zwergpottwals in der Ausstellungshalle.

Wer hier war, verlässt die Station nicht nur mit beeindruckenden Fotos, sondern auch mit einem neuen Verständnis dafür, wie zerbrechlich – und schützenswert – unsere Natur ist.


Ganz in der Nähe gibt es auch noch zwei Strände: Playa de la Estacion und La Ratonera Beach.

Beide sind etwas felsig und jetzt keine richtig tollen Badesandstrände, aber es waren jeweils nicht sonderlich viele Leute dort, daher lohnt sich durchaus ein kleiner Abstecher. DENN, hier gibt es durchaus viele Iguanas zu sehen, die sich auf den Felsen sonnen und beim Schnorcheln kann man auch Glück haben und Seelöwen oder sogar kleine Haie sehen.

Playa Los Alemanes

Bevor es mit einer Fähre nach Santa Isabela ging, hatte ich noch etwas mehr als einen halben Tag Zeit und wollte demnach einen kleinen Ausflug unternehmen. Im Hafen wurde mir dafür mehrfach der Playa Los Alemenas empfohlen und irgendwie klang das recht charmant…

Um zu dem Strand zu gelangen fährt man erst mit einem kleinen Wassertaxi ca. fünf Minuten vom Hafen Puerto Ayora zu einem kleinen Dock (USD 1 pro Person – man sollte also immer ein bisschen Cash in der Tasche haben), wo sich das sehr ansprechende Restaurant The Point By Midori befindet! Gerade nachmittags ein wirklich toller Spot, so direkt am Wasser.

Vom Anlegesteg führt ein idyllischer Pfad durch Mangrovensümpfe und über Lavapfade zum Playa Los Alemanes. Unterwegs sollte man die Augen offen halten und auch mal vorsichtig ins Gebüsch schauen, denn hier verstecken sich immer mal wieder schattensuchende Tiere. Vor allem Iguanas überqueren immer wieder den Weg oder sonnen sich fotogen am Wegesrand.

Am Ziel erwartet euch eine kleine Bucht mit türkisblauem Wasser und feinem, hellen Sand. Hier kann man wunderbar Schnorcheln, Schwimmen oder Sonnenbaden. Tatsächlich lohnt sich das Schnorcheln hier – ich habe sogar einige Rochen erspähen können.

Las Grietas

Nur ein wenig weiter hinter dem Playa Los Alemanes befindet sich eines der absoluten Highlights der Insel Santa Cruz. Und zwar das Naturwunder Las Grietas: Eine Gletscherspalte mit drei smaragdgrünen Wasserbecken, eingekeilt zwischen steilen, dunklen Basaltwänden. Das Wasser ist eine Mischung aus Süß- und Meerwasser – klar, ruhig und perfekt zum Schwimmen. Vom Einstiegspunkt führen Holzstufen hinab zu den Becken, wobei die Tiefe etwa 10 Meter und die Breite rund 7 Meter betragen.

Hier kann man erstaunlich viele bunte Fischarten, wie Papageienfische, Kaiserfische und Trompetenfische entdecken. Sogar Rochen oder gelegentlich kleine Weißspitzenriffhaie sind ab und zu anzutreffen. Aber keine Sorge, sie sind harmlos.


Die Anreise erfolgt identisch wie für den Playa Los Alemanes und der Besuch an sich ist einfach. DENN seit 2021 ist ein einheimischer Guide vorgeschrieben, der den kleinen Ausflug begleitet und auch ein bisschen etwas über die Natur und Inseln erzählt.

Eintritt und Guide kosten ca. USD 10 pro Person. Die Touren starten grob alle 30 Minuten.

Dauer: Ca. 1 1/2 Stunden ab dem Eingang, wobei man ca. 45 Minuten schnorchelt.

INFO: Tatsächlich ist der Ausflug bei prallem Sonnenschein angenehm, denn in die knappe Felsspalte gelangt kaum Sonnenlicht. Das Wasser ist kühl, aber nicht kalt und daher eine angenehme Erfrischung.


Fazit: Die Las Grietas sind ein geologisches Schauspiel mit kristallklarem Wasser, eingebettet in uralte Lavawände. Die perfekte Erfrischung und für alle, die Natur, Ruhe und ein kleines Abenteuer suchen.

Tortuga Bay Beach

Direkt zur „Aufklärung“, denn ich kann mir vorstellen, dass es einigen so geht wie mir, und zwar dass nicht ganz klar ist, was der Unterschied zwischen Tortuga Bay und Playa Brava, sowie Playa Mansa ist. Ganz knapp, die Tortuga Bay ist ein Nationalpark und beinhaltet die beiden Strände Playa Brava und Playa Mansa. Am Playa Brava ist schwimmen verboten, am geschützten Playa Mansa dagegen darf man schwimmen.

UND: Man kann NICHT mit dem Auto/Taxi zu den Stränden fahren, sondern nur bis zum Eingang des Nationalparks – am Ende der Avenue Charles Binford!

Strecke/Dauer: Vom Eingang bis zum (ersten) Strand Playa Brava sind es ca. 2,3 km und man läuft ca. eine halbe Stunde.

Der Eintritt in den Nationalpark ist kostenlos, aber man muss (besser: kann bzw. sollte) sich in einem kleinen Buch beim Betreten und Verlassen eintragen.

Alternativ kann man sich auch per Boot vom Hafen in Puerto Ayora zum Strand fahren lassen – allerdings sollte man dann auch direkt eine Abholzeit vereinbaren. Dieser Transfer kostet in etwa USD 10 pro Person pro Strecke.

Öffnungszeiten: Von 6 Uhr bis 18 Uhr.

Es gibt keinerlei sanitäre Einrichtungen und auch keinen Kiosk oder Ähnliches.


Der Weg zum Strand ist ein kleiner Naturspaziergang, denn der schnurgerade Trail ab dem Eingang führt durch alten Palo Santo‑Wald, Kakteengestrüpp und vorbei an den bunten Darwinfinken.

Am Ende erwartet euch der berühmte Playa Brava – ein schimmernder, weißer Sandstrand, der mit kraftvollen Wellen begeistert. ABER, wie gesagt, baden ist hier nicht erlaubt, die Strömungen sind zu stark.

Aus dem Grund sollte man auch den Strand entlang spazieren, denn hinter einer Landzunge versteckt liegt der deutlich ruhigere Playa Mansa. Hier findet ihr kristallklares, geschütztes Wasser mit Mangroven-Lagune – perfekt zum Schwimmen oder Schnorcheln. Hier gleiten Rochen, kleine Riffhaie und Meeresschildkröten fast lautlos neben euch vorbei.

Am Strand sonnen sich übrigens viele Iguanas und zwischen den schwarzen Lavafelsen huschen kleine Krabben umher, während Pelikane und Blaufußtölpel über dem Wasser kreisen.


Fazit: Ein super Ausflugsziel, gerade wenn man auch Tiere beobachten möchte – wobei man den Fußweg nicht unterschätzen sollte. Allerdings ist genau dies der Grund, dass dieser Ort erfreulicherweise nicht wirklich überlaufen ist…

Giant Tortoise Reservoir

Eine der größten Attraktionen der Galapagos-Inseln – im wahrsten Sinne des Wortes – sind zweifelsohne die Galapagos-Schildkröten. Nirgendwo sonst in Amerika findet man solch riesige und alte Schildkröten wie hier! Die sanften Riesen scheinen wirklich direkt aus der Urzeit zu stammen.

Die meisten Besucher der Galapagos-Inseln sehen ihre erste Schildkröte in der Charles-Darwin-Station, aber es gibt einen Ort auf Santa Cruz, in dem man sie komplett frei herumlaufen sehen kann, wie sie ungestört Gras fressen und sicherlich auch für das eine oder andere Foto posieren. Es handelt sich dabei um das El Chato Giant Tortoise Reserve (Rancho Primicias).

Dieses liegt nur etwa 30-45 Minuten mit dem Taxi von Puerto Ayora entfernt, und zwar im grünen Hochland von Santa Cruz. Dieses idyllische Rückzugsgebiet für die majestätischen Galapagos‑Riesenschildkröten ist allerdings kein Zoo, sondern freies Leben mitten in der Natur! Das 12 Hektar große Areal steht nämlich unter Privatbesitz und kostet auch Eintritt. 

Die grasreichen Weiden, der Wald und die schlammigen Teiche bieten perfekte Bedingungen und die Schildkröten wissen das auch zu schätzen (so sieht es zumindestens aus): Sie suhlen sich, fressen genüsslich oder wandern langsam durch ihr Revier. 

Ich fand den Besuch ganz fantastisch und habe es wirklich genossen diese besonderen Wesen in Ruhe zu beobachten. Insgesamt hat das Gelände schon etwas von einem kleinen Jurassic Park…


Ein weiteres Highlight: ein begehbarer Lavatunnel, den ich aber aus Zeitgründen leider auslassen musste.

Baltra Photo Point

Kaum ist man auf der kleinen Insel Baltra gelandet – meist per Flugzeug vom ecuadorianischen Festland – wartet quasi die offizielle, touristische Begrüßung: der Baltra Photo Point.

Direkt am Dock, an welchem man zur Hauptinsel Santa Cruz übersetzt, steht ein markanter Schriftzug mit einer herrlichen Aussicht im Hintergrund. Ein fotografisches Muss!

Dieser Spot ist nicht nur ein beliebtes Fotomotiv für Reisende aus aller Welt, sondern gefühlt vielmehr ein symbolischer Startpunkt für das Inselabenteuer. Wer hier ein Foto macht, hat offiziell den Fuß auf eine der faszinierendsten Inselgruppen der Welt gesetzt.

Playa El Garrapatero

Die Playa El Garrapatero wirkt wie ein echtes Inselversteck: Der ca. 1,5 km lange, hellsandige Strand, umgeben von türkisblauem Wasser, Mangroven und faszinierender Vulkanlandschaft, bietet vor allem Ruhe abseits der üblichen Ausflüge.

Hier könnt ihr mit etwas Glück Meeresschildkröten, Seelöwen und bunte Krabben beim Schnorcheln beobachten. Und Flamingos gibt es in der kleinen Salzwasserlagune hinter der Düne zu entdecken…

Mit dem Taxi ist der ca. 21 km entfernte Strand in ungefähr 30 bis 40 Minuten von Puerto Ayora aus erreichbar, plus etwa 15 Minuten Fußweg. Alternativ kann man sich auch mit einem Wassertaxi (ca. 20 Minuten) von Puerto Ayora hinbringen lassen – aber unbedingt auch direkt eine Rückfahrt vereinbaren!

In jedem Fall ist dieser Naturstrand ein echter Geheimtipp auf Santa Cruz.

Los Gemelos

Die eindrucksvollen „Zwillingskrater“ im grünen Hochland von Santa Cruz sind faszinierende 280 Meter tiefe Senkkrater, die durch den Einsturz ehemaliger Lava-Hohlkammern entstanden sind.

Dies ist ein idealer Ausflug, wenn man sich für eine Lodge im Hochland entschieden hat oder aber einen kurzen Zwischenstopp auf dem Weg zwischen Puerto Ayora und Baltra (oder umgekehrt) einlegen möchte. 

Von einem leichten Wanderweg entlang des Kraterrandes bietet sich hier ein atemberaubender Blick über dichten Nebelwald, begleitet von zwitschernden Darwin-Finken, Galapagos-Tauben und bunten Vogelarten. In dieser mystischen Umgebung mit moosbewachsenen Bäumen, Farnen und hoher Luftfeuchtigkeit merkt man sofort, dass man sich einen anderen Ökosystem befindet, als noch auf dem Meeresspiegel-Niveau. 

Meine besten Spot-Tipps auf Santa Cruz auf einer Karte

Auf dieser Karte sind Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Hotels und Ausflugsziele markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.

Meine Hotel-Tipps für Santa Cruz

Die Suche nach einem Hotel auf Santa Cruz ist relativ einfach, denn man hat eigentlich nur zwei Möglichkeiten:

  1. In Puerto Ayora direkt
    oder
  2. außerhalb von Puerto Ayora = im Hochland

In Puerto Ayora gibt es jede Menge Hotels unterschiedlicher Kategorien. Von Hostels in großer Anzahl über zahlreiche Mittelklassehotels bis hin zu einigen wenigen gehobeneren Hotels. die Vorteile liegen auf der Hand: Es gibt jede Menge Restaurants, Geschäfte und Tourenanbieter in unmittelbarer Umgebung. Zudem erreicht man mit der Charles-Darwin-Station eine der Top-Attraktion der Insel fußläufig.

Im Hochland wird es deutlich dünner in der Hotelauswahl, aber mir wurden zwei Anlagen wärmstens an Herz gelegt. Hier stehen Atmosphäre, Natur und Ruhe im Vordergrund. Und soooo weit ist Puerto Ayora auch nicht entfernt.

Folgend nun meine Empfehlungen:

Hotel Silberstein

Ein Klassiker auf Santa Cruz! Mitten im quirligen Herz von Puerto Ayora, nur wenige Gehminuten von der Charles-Darwin-Station entfernt, liegt dieses liebenswerte, familiär geführte Haus, das Tradition und Atmosphäre harmonisch verbindet.

Ursprünglich im frühen 20. Jahrhundert als historische „Residencia Angermeyer“ erbaut und in den 1990er Jahren von einem deutschen Paar renoviert, versprüht es noch heute koloniale Eleganz mit einem Hauch lokalem Charme. Lustigerweise hat mich einmal der Sohn der Inhaberfamilie Silberstein wegen einer möglichen Zusammenarbeit angesprochen, und zwar mit dem Intro „Ich heiße auch Jan, wir Jans müssen zusammenhalten“.

Für mich war ein großer Pluspunkt, dass man in dieser grünen Oase mit einem gepflegten Garten, Pool und subtropischer Bepflanzung – trotz der zentralen Lage – wunderbar entspannen kann.

Infos zur Buchung findet ihr hier.

Ave Charles Darwin, Puerto Ayora

Hotel Posada Del Mar

Vielleicht der Preis-Leistugs-Gewinner!

Das familiengeführte Gästehaus vereint eine gute Lage, einladenden Komfort und persönliche Betreuung: Das ausgesprochen freundlich Personal hilft bei jeder Frage – vom Gepäcktragen bis hin zu Tipps für Ausflüge.

Die Zimmer sind hell, geräumig und gut ausgestattet: Klimaanlage, eigene Dusche und ein Balkon mit Meer- oder Stadtblick.

Den Preis fand ich extrem gut, vor allem weil das Hotel ja wirklich auf allen Foren extrem gut bewertet ist.

Tomás De Berlanga 217 y, Puerto Ayora

Hotel Cucuve

Das familiengeführte Boutique‑Hotel mit Schweizer Wurzeln verbindet schweizerische Präzision und ecuadorianische Herzlichkeit.

Nur einen Steinwurf vom Malecon (der Uferpromenade) entfernt überzeugt das Hotel vor allem mit seiner idealen Lage – mittendrin, aber trotzdem recht ruhig gelegen.

Das Frühstück war außerordentlich gut und schmackhaft mit einem abwechslungsreichen Buffet mit frischen Früchten, Rührei oder Omelette und einem vielfältigen Müsli.

Die Zimmer sind sehr groß, sauber und stilvoll eingerichtet.

Und ein weiteres Plus ist, dass Flaschen gratis mit Wasser befüllt werden können – gerade bei Tagesausflügen ist das sehr praktisch.

Preislich liegt das Hotel im Vergleich etwas höher, aber ich finde alles in allem dennoch im Rahmen.

Charles Binford 083, Puerto Ayora

Semilla Verde Boutique Hotel

Im Hochland – leicht außerhalb von Porto Ayora – wurde mir dieses Hotel mehrfach empfohlen.

Hier findet man ein kleines, ruhiges Paradies inmitten von fünfzehn Hektar privatem Wald, wo tagsüber riesige Galapagos-Schildkröten durch die Kaffeeplantage wandern.

Mit nur neun liebevoll gestalteten Zimmern, einem Pool, Yoga-Studio und Open-Air-Lounges vermittelt das Hotel eine prima Atmosphäre und familiären Service.

Preislich nicht super günstig, aber für die Ausstattung, die Lage und das Ambiente liegt das Hotel immer noch fair.

via a Baltra Km 12, Puerto Ayora

Meine Restaurant-Empfehlungen auf Santa Cruz

In Puerto Ayora ist die Auswahl an Restaurants, Cafés und kleinen Snackbuden überwältigend. Ich wäre bei meinem ersten Bummel am liebsten direkt bei drei oder vier verschiedenen Lokalen eingekehrt.

Egal welche Küche man bevorzugt, hier ist für jeden etwas dabei. Wie weiter oben schon mal erwähnt würde ich empfehlen auch mal in eine Seitenstraße zu schauen, denn gerade vorne am Hafen hatte ich beispielsweise im Vergleich zu Restaurants ein paar Blocks weiter kein allzu gutes Gefühl. Gerade weil es so viele tolle Möglichkeiten gibt, kann ich nur raten nicht beim erstbesten Restaurant anzuhalten…

Hier sind meine Empfehlungen:

Cevicheria

Das perfekte Beispiel, für klein aber fein. Von außen relativ unscheinbar, erkennt man erst beim Blick auf die Speisekarte, was hier geboten wird. Wer eine frische Ceviche mag, ist hier genau richtig. Man kann sich selbst etwas zusammenbauen oder vorgeschlagene Varianten auswählen und mein Eindruck war, dass alles sensationell lecker ist. Jeder Teller, der serviert wurde, sah überragend aus und dabei inkludiere ich ausdrücklich die Beilagen. Wirklich ein richtig toller Spot mit frischem, sehr guten Essen zu fairen Preisen.

Av. Charles Binford, Puerto Ayora

1835 Restaurant & Coffee

Ein Top-Tipp unmittelbar neben dem Hotel Silberstein!

Das 1835 Restaurant & Coffee ist ein ausgesprochen einladender Treffpunkt im Herzen von Puerto Ayora. Tatsächlich habe ich mir direkt beim ersten Vorbeifahren gedacht, dass mir der Spot sehr gut gefällt und wirklich gemütlich aussieht.

Bekannt ist das Café für seinen fair gerösteten Galapagos-Kaffee, trendige Bowls und kreative Frühstücksoptionen – alles stets mit regionalen Zutaten und nachhaltigem Anspruch zubereitet. Unbedingt mal ausprobieren.

Avenida Charles Darwin, Puerto Ayora

The Point By Midori

Ich habe dieses Restaurant bereits weiter oben unter dem Punkt Playa Los Alemanes angesprochen, und zwar wegen der spektakulären Lage direkt an der Anlagestelle und damit auch am Wasser. Mit etwas Glück tauchen hier beim Abendessen Haie, Rochen oder Seelöwen auf.

Die Gerichte bieten feinste japanisch-fusionierte Küche, wie zum Beispiel Crispy‑Rice mit Thunfisch – richtig lecker. Generell fand ich das Essen wegen der kreativen Aromen aus lokalen Zutaten mit viel Liebe zum Detail wirklich großartig.

Der Service ist herzlich, das Ambiente (vor allem abends) stilvoll und die Aussicht, sowie die Stimmung sind schlicht unvergesslich.

Punta Estrada, Puerto Ayora

Midori

Vielleicht das beste Sushi auf Santa Cruz! Das Midori ist ein stilvoll‑modernes Sushi‑Restaurant direkt neben dem Hotel Silberstein an der Charles Darwin Avenue mit angenehmer Atmosphäre, einer einladenden Terrasse und Blick auf die lebendige Hafenpromenade.

Die Speisekarte hat mich komplett mit überraschenden Fusion‑Kreationen überrascht. Das Tuna‑Tatar und die flambierten Gerichte wie Lobster und Rinderfilet waren überragend. Alles ist frisch, nachhaltig und mit Liebe zum Detail zubereitet.

Ave Charles Darwin 854, Puerto Ayora

Art Coffee Galápagos

Ich war in erster Linie hier, weil ich nebenan meinen Guide für die Schildkröten-Zuchtstation gebucht habe und hier gewartet habe, aber ich muss sagen, dass es sich um ein überraschend schönes Café handelt. Da es sich im 1ten Stock befindet, nicht abschrecken lassen von den Touristenshops im Erdgeschoss!

Gefühlt war es so etwas wie das Starbucks von Santa Cruz, denn anscheinend ist die Internetverbindung hier sehr stabil, weshalb viele Besucher mit Laptop und einem Kaffee am Tisch saßen. Ich fand die Cookies großartig und der Kaffee war tatsächlich richtig gut.

Ave Charles Darwin 997, Puerto Ayora

Fun Facts zu Santa Cruz

  • Auf Santa Cruz kann man innerhalb weniger Stunden vom heißen, trockenen Küstenklima ins neblige Hochlandwechseln – perfekter Ort für ein Mini-Klima-Abenteuer.
  • Es gibt auf Santa Cruz mehrere begehbare Lavatunnel, manche davon sind Hunderte Meter lang – ein echtes Erlebnis unter der Erde.
  • Die Tiere auf Santa Cruz (z. B. Meerechsen, Seelöwen oder Pelikane) zeigen kaum Angst vor Menschen – man muss eher selbst Abstand halten!
  • Die Zwillingskrater Los Gemelos sind eingestürzte Lavatunnel – sie sehen aus wie zwei riesige, grüne Natur-Arenen im Dschungel.
  • In Puerto Ayora gibt es Läden, die Kunstwerke aus recyceltem Plastik und Treibholz verkaufen – eine kreative Art, auf Umweltschutz aufmerksam zu machen.
  • Eine kurze Zusammenfassung der Evolutionstheorie von Darwin: Sie besagt, dass alle Arten durch einen langen Prozess der natürlichen Selektion aus gemeinsamen Vorfahren entstanden sind. Individuen mit vorteilhaften Merkmalen haben eine höhere Überlebens- und Fortpflanzungschance, wodurch sich diese Merkmale in der Population durchsetzen.