Reisetipps Philippinen – Bohol
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Bohol gehört zu der Inselgruppe der Visayas und ist neben Cebu die touristisch mit interessanteste Insel.
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Die Halbinsel Panglao mit dem legendären Alona Beach ist einer beliebtesten Spots auf den Philippinen.
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Die Chocolate Hills im Herzen von Bohol sind eine Top-Attraktion und definitiv einen Besuch wert.
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Die Conservation Area der Tarsier-Äffchen ist zwar sehr besonders, aber ich sehe den Besuch dort zwiegespalten.
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Für Taucher und Schnorchler gibt es vorgelagert viele tolle Reviere.
Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?
Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps
Bohol ist neben Cebu so etwas wie ein Tor für einen schönen Urlaub auf den Philippinen. Denn, wenn jemand das erste Mal die Philippinen besuchen möchte, wäre die Insel Bohol immer ein Teil meiner empfohlenen Planung!
Was mich immer wieder überrascht, ist Vielfalt auf Bohol. An einem Tag tuckert man mit Mopeds durch Reisfelder, am nächsten schnorchelt oder taucht man an den wunderschönen Riffen rund um die Insel und dann genießt man einfach das Naturphänomen der Chocolate Hills.
Die Insel ist groß genug um nicht überlaufen zu wirken, ist dabei aber dennoch sehr leicht zu erkunden. Die Mischung aus Natur, Stränden und Abenteuer macht sie zu einem perfekten Reiseziel auf den Philippinen.
- Generell
Bohol ist eine Inselprovinz in der Zentral-Visayas-Region der Philippinen, gelegen zwischen Cebu im Westen und Leyte im Osten, und ist die zehntgrößte Insel des Landes. Die Hauptstadt Tagbilaran liegt im Südwesten und verbindet Bohol über Fährverbindungen mit Cebu. - Welche Städte bzw. Inseln gibt es auf und rund um Bohol?
Bohol ist umgeben von mehr als 70 kleineren vorgelagerten Inseln, darunter die bekannte Insel Panglao, die über zwei Brücken mit Bohol verbunden ist. Dort befindet sich auch der beliebte Alona Beach.
Bedeutende Orte sind ruhige Insel Cabilao, die für ihre Tauchreviere bekannt ist, Loboc mit seinem Fluss, Anda im Osten mit traumhaften Stränden und Kalksteinklippen, sowie Jagna an der Südküste, das als Handels- und Fährhafen eine wichtige Rolle spielt. - Wie komme ich per Fähre nach Bohol?
Von Cebu nach Bohol gelangt ihr ganz einfach mit der Fähre, eine der beliebtesten und bequemsten Reisemöglichkeiten zwischen den Inseln der Zentral-Visayas.
Die meisten Fähren starten vom Pier 1 in Cebu City und fahren nach Tagbilaran City. Die Überfahrt nach Tagbilaran dauert etwa 2 Stunden.
Mehrere Reedereien bedienen diese Strecke täglich, darunter OceanJet, Lite Ferries und SuperCat. Ich habe sowohl mit den OceanJet und SuperCat sehr gute Erfahrungen gemacht.
Tickets können online oder am Hafen gebucht werden, und es empfiehlt sich, besonders in der Hauptsaison, im Voraus zu reservieren.
Es gibt ab Cebu auch Fähren nach Tubigon (Dauer rund 1 bis 1,5 Stunden), allerdings ist diese Ecke touristisch weitestgehend uninteressant. - Gibt es auch Fährverbindungen ab Negros nach Bohol?
Von Negros nach Bohol gelangt ihr per Fähre von Dumaguete (Hauptstadt der Insel ganz im Süden) ebenfalls nach Tagbilaran. Die Fähren, betrieben unter anderem von OceanJet oder Weesam Express, benötigen für die Überfahrt etwa 3 bis 4 Stunden. Tickets lassen sich online oder am Hafen buchen. - Gibt es Flüge nach Bohol?
Es gibt Flüge von Manila und Cebu direkt nach Bohol‑Panglao. Der International Airport auf der Insel Panglao wurde im November 2018 eröffnet, um den alten Flughafen bei Tagbilaran zu ersetzen und den steigenden Passagierzahlen gerecht zu werden.
Mehrere Fluggesellschaften wie Philippine Airlines, Cebu Pacific Air und Philippines AirAsia bedien diese Strecke. Die Flugzeit von Manila beträgt etwa 1 Stunde bis Bohol, während Verbindungen von Cebu sehr kurz sind und oft weniger als eine Stunde dauern. - Wieviel Zeit sollte man einplanen?
Man kann problemlos seinen ganzen Urlaub auf Bohol verbringen, sprich bis zu zwei Wochen – vor allem, wenn man viel tauchen möchte. Wer aber Insel-Hopping betreibt und in kurzer Zeit sehr viel sehen möchte, für den sind auch ca. vier Nächte ok. - Was ist die beste Reisezeit?
Die beste Reisezeit für Bohol liegt in der Trockenzeit von Dezember/Januar bis Mai/Juni, wenn die Temperaturen angenehm warm sind, die Luftfeuchtigkeit moderat ist und es nur wenig Regen gibt. Dabei sind meisten Tage sonnig sind und die See ruhig.
Die Regenzeit von Juni bis November bringt häufigere Schauer und vor allem im Herbst stärkere Winde, die sich sogar zu Taifunen entwickeln können. - Wie bewege ich mich auf Bohol?
Für lange Strecken würde ich immer ein Taxi nehmen – idealerweise organisiert durch das Hotel. Ihr werdet sehen, Transfers werden euch überall angeboten und auch wenn ich die Philippinen für extrem sicher halte, würde ich trotzdem dazu raten nicht den Neffen eines Onkels zu nehmen, den ihr gerade auf der Straße kennen gelernt habt.
Für kürzere Strecken – und das beinhaltet ganz ausdrücklich Tagesausflüge – würde ich mir immer ein Moped nehmen. Im Gegensatz zu Bali oder Phuket habe ich mich auf den Philippinen immer deutlich sicherer gefühlt. Auch hier würde ich allerdings im Hotel anfragen, denn selbst wenn die Unterkunft selbst keine Mopeds verleiht, so kennen sie meist dennoch einen zuverlässigen Verleih in der Nachbarschaft. So oder so würde ich euch immer empfehlen einen kurzen, gemeinsam Test durchzuführen.
Die besten Spots auf Bohol
Folgend nun die verschiedenen Spots und Sehenswürdigkeiten der Insel mit Erklärungen und Infos zu dem jeweiligen Besuch.
WICHTIG! Die Reihenfolge zeigt kein Ranking, sondern ich habe mich hier geographisch von West nach Ost bewegt.
Alona Beach (Panglao)
Zu einem Besuch auf den Philippinen gehört natürlich auch ein schöner Strandaufenthalt. Und eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten auf Bohol ist der Alona Beach auf der Insel Panglao.
Ich möchte euch allerdings ein bisschen warnen, denn wer hier einen idyllischen Traumstrand erwartet, wird ziemlich sicher enttäuscht sein. DENN, der Alona Beach ist einfach sehr touristisch und demnach durchaus überlaufen. Dazu ist der Strand nicht sonderlich breit und es gibt dort einfach sehr viele Boote, die auf Tagestouristen und Taucher warten. Dies führt natürlich auch dazu, dass das Badeerlebnis ein wenig eingeschränkt ist.
ABER, bitte nicht zu sehr von dieser Information abschrecken lassen, denn ich möchte nur die richtige Erwartungshaltung schaffen. Denn, ich finde den Alona Beach auf seine eigene Art trotzdem sehens- und erlebenswert. Mir hat zum Beispiel die generelle Atmosphäre sehr gut gefallen. An der Strandpromenade gibt es viele Hotels, Restaurants, Cafés und Buden, wo man sich zu jeder Tageszeit wunderbar hinsetzen und entspannen kann. Und natürlich kann man sich herrlich in die Sonne legen…
Ein weiteres dickes PLUS sind die Sonnenuntergänge. Hierbei färbt sich der Himmel in goldenen Farbtönen – von Rosa bis zu leuchtendem Orange.
Dumaluan Beach (Panglao)
Nicht weit entfernt vom Alona Beach (ca. fünf km), findet ihr mit diesem Strand ein kleines Juwel auf Bohol.
Auch wenn es hier ebenfalls einige Strandhotels gibt, ist es tatsächlich viel ruhiger als am Alona Beach. Außerdem ist dieser Strandbereich sauberer, etwas weiter und zum Baden ist es hier deutlich angenehmer.
Wer Beachclubs mag, sprich lieber auf Sonnenliegen entspannt, für den ist Bohol Beach Club die perfekte Variante. Mir hat er besser gefallen, als der Bereich des direkt daneben befindlichen Oceanica, aber das mag Geschmacksache sein.
Gegen Sonnenuntergang wird es auch hier etwas belebter, aber ich habe die Atmosphäre immer noch als sehr entspannt empfunden, weshalb dieser Strand einer meiner Lieblingsplätze auf der Insel Bohol ist.
Tauchen / Schnorcheln vor Panglao
Tatsächlich gibt es rund um Panglao über 20 Tauchplätze, die von den Tauchbasen am Alona Beach angefahren werden. Die Entfernung beträgt hierbei nur zwischen 5 und 40 Minuten, wobei ihr bei den vorgelagerten Spots erfreulicherweise sehr gute Chancen habt Schildkröten zu sehen.
An erster Stelle ist sicherlich die Insel Balicasag zu nennen, denn sie gehört mit ihrem wunderschönen Korallenbewuchs und häufig anzutreffenden Fischschwärmen (zB Makrelen, Barrakudas) zweifellos zu den besten Tauchspots der Philippinen! Wenn ihr also einmal Tauchen oder Schnorcheln möchtet, dann bietet sich hier eine großartige Gelegenheit. Für mich war die Tour zur Insel Balicasag insgesamt eine meiner besten Erfahrungen auf den Philippinen. Das Wasser dort ist unglaublich klar und sehr sehr fischreich.
Zum Schnorcheln ist es hier zwar wieder recht trubelig, denn an dem „Hauptschnorchelplatz“ sammeln sich natürlich viele Boote, wodurch es phasenweise schon etwas chaotisch wirkt, aber ich finde, dass sich der Ausflug trotzdem lohnt. Nutzt auf jeden Fall die freie Zeit, um die Insel ein wenig zu erkunden, denn es gibt rundherum verteilt richtig tolle Schnorchelplätze mit weniger Touristen und deutlich besserer Sicht. Für die Taucher ist Balicasag in jedem Fall ein echtes Highlight!
Tauchausfahrten, Tauchkurse und / oder Touren nach Balicasag könnt ihr am Alona Beach buchen. Ich kann euch das Seaquest Dive Center in jedem Fall wärmstens empfehlen.
Auf der Insel Cebu vor Moalboal gab es eine zeitlang einen riesigen Sardinen-Schwarm, der mich damals überwältigt hat. Zwischenzeitlich war er dann auf einmal weg, wobei es sogar sein kann, dass er mittlerweile wieder dort ist. Tatsächlich wusste ich allerdings nicht, dass es in Bohol eine eigene Version davon gibt. Und zwar beim Napaling Reef an der Nordwestküste der Insel Panglao!
Der Vorteil ist, ihr benötigt dafür kein Boot. Um zum Riff zu gelangen, steigt ihr einfach die in die Klippen hineingebaute Treppe hinunter und gelangt von dort über eine Rampe bequem ins Wasser. Wenn ihr Glück habt, seid ihr hier innerhalb von Sekunden von Tausenden von Sardinen umgeben, die sich wie eine riesige, silberne Welle bewegen und durchs Wasser zucken. Der Schwarm war teilweise so dicht, dass ich meine Füße bewegen musste, um das Riff sehen zu können.
Wichtig! Ihr müsst euer eigenes Schnorchelequipment mitbringen!
Tarsier Sanctuary
Hier kommt vielleicht direkt die Frage auf, was sind Tarsiere?
Nun, es handelt sich um stark gefährdete Affen, die nur an wenigen Orten auf der Welt zu finden sind. Um genau zu sein, kann man sie ausschließlich in Südostasien sehen. Und einer der besten Orte dafür, befindet sich hier auf Bohol.
Das wichtigste Merkmal der Koboldmakis ist, dass sie winzig sind. Und wenn ich sage winzig, dann meine ich auch winzig! Ein ausgewachsener Koboldmaki ist lediglich etwa 10 bis 12 cm groß, was in etwa der Größe einer erwachsenen Hand entspricht! Sie wiegen nicht mehr als 150 Gramm und zählen damit zu den kleinsten Primaten der Welt.
Dazu handelt es sich um nachtaktive Tiere, die tagsüber schlafen und nachts auf Nahrungssuche gehen.
Fun Facts:
- Die Tarsiere können ihren Kopf um 360 Grad drehen, sprich 180 Grad in jede Richtung!
- Die Augen eines Tarsiers sind größer als sein Gehirn und sein Magen; sein Gehirn wiegt etwa 4 Gramm!
GANZ WICHTIG VORAB: Es gibt zwei Locations, wo ihr die kleinen, wunderschönen Äffchen besuchen könnt:
- Philippine Tarsier Sanctuary bei Corella
- Tarsier Conservation Area bei Loboc
Ich möchte euch dringend empfehlen, das Philippine Tarsier Sanctuary auszwählen, denn nur hierbei handelt es sich um ist Teil der Philippine Tarsier Foundation. Diese gemeinnützige Organisation wurde 1996 gegründet und wird von den beiden führenden Ökotourismus-Organisationen der Philippinen, dem Ministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen und dem Ministerium für Tourismus, unterstützt.
Leider ist der Tarsier als ein emotional labiles Tier bekannt, das unter Stress Selbstmord begeht! Daher ist es so wichtig, darauf zu achten, dass Kommerz und Schutz in einem vernünftigen Gleichgewicht stehen. Sprich, die Umgebung, in der die Tarsier leben und sich fortpflanzen, muss seriös geschützt werden. Parallel muss man natürlich auch sagen, dass es wichtig ist, Einnahmen für den weiteren Naturschutz zu generieren, denn leider hat der Tarsier beispielsweise auch viele, natürliche Feinde.
In Corella, beim Philippine Tarsier Sanctuary, besucht man spürbar einen verantwortungsbewussten Tourismusbetrieb, der sich offenkundig um den Schutz der Koboldmakis kümmert.
Wenn man im Schutzgebiet ankommt, wird man in eine kleine Gruppe mit einem Führer eingeteilt (wir waren mit zwei anderen Personen dort). Die Tour beginnt in einem kleinen Raum, wo man sich ein kurzes Video zum Thema Naturschutz anschaut, aber dann geht es mit dem Guide auch schon in den Wald, um die Tarsiere zu suchen. Und bitte glaubt mir: Ihr brauchen den Guide!
Diese kleinen Kerlchen sind schwer zu finden und passen sich ihrer Umgebung perfekt an. Wir haben insgesamt drei gesehen, die sich alle in verschiedenen Bäumen versteckt hatten.
Zur zeitlichen Einordnung: Ich war gleich morgens um 9.00 Uhr morgens dort und habe ungefähr 45 Minuten in dem Areal verbracht.
Die Tarsier Conservation Area ist vermutlich die bekanntere Location, da sie oft Teil eines Ausflugspakets zusammen mit den Chocolate Hills ist. Dies wird viel in Alona Beach angeboten, weshalb dementsprechend viele Gruppen dort aufschlagen.
Das Problem ist, dass es kein offiziell ausgewiesenes Schutzgebiet für die Tarsiere handelt, da es von den beiden Regierungsorganisationen, die das Corella-Schutzgebiet genehmigt haben, nicht anerkannt wurde.
Darüber hinaus wird es von einer „gewinnorientierten“ Organisation betrieben – mit dieser Info kann sich jetzt jeder seinen Teil zusammenreimen.
Wichtig: Beim Fotografieren der Tarsiere, verwendet auf keinen Fall einen Blitz und macht keine lauten Geräusche. Beides kann die Koboldmakis stressen.
Zur Anreise: Entweder ihr bucht tatsächlich eine Tour in Kombination mit den Chocolate Hills, allerdings achtet dann bitte WELCHE der beiden Location angefahren wird oder aber könnt euch auch alternativ ein Moped für einen Tag mieten und selbst losfahren. Sobald ihr Tagbilaran hinter euch gelassen habt, sind die Straßen ruhig und ihr könnt unterwegs entspannt anhalten und euch den Tag selbst einteilen.
Loboc River
Die gängigste Art, den Loboc River – eine der beliebteste, lokalen Attraktionen – mitten auf der Insel Bohol zu erleben, ist eine Fahrt mit einem der (sehr lauten und aufdringlichen) Buffet-Boote. Diese sind meistens Teil einer Tagestour und schipppern den Fluss hoch und runter, allerdings teilweise mit einer sehr aufdringlichen Musikkulisse. Für mich war schnell klar, dass ich das so nicht mache möchte und habe mich daher für eine ruhigere Variante entschieden. Tief im Dschungel und abseits der Hauptstraße befindet sich mit dem Nuts Huts ein umweltfreundliches Holzrestaurant und -resort, das herrlich über dem Fluss gebaut wurde. Ich war dort zum Mittagessen und das Essen war köstlich, die Atmosphäre war sehr angenehm und ich habe es sehr genossen in einer der Hängematten ein wenig zu entspannen.
Alternativ kann man sich ein Boot mit Mittagsbuffet bei einem der zahlreichen privaten Anbieter mieten und so seine eigene Bootsfahrt unternehmen. Dies wäre für mich wenn dann die besser Variante, denn die organisierten Touren haben wirklich etwas von einer Kaffeefahrt.
Der Loboc River ist nämlich wunderschön und auf einem Boot kann man ihn durchaus schön erkunden.
Eine weitere Variante am Loboc River ist der Loboc Eco Adventure Park, denn hier kann man den Fluss per Zipline in beide Richtungen überqueren. Es gibt nämlich zwei separate Seilrutschen, wobei die erste Zipline sich in atemberaubenden 120 Metern Höhe über dem Fluss befindet und 500 Meter lang ist. Die Rückfahrt ist dann mit 100 Metern etwas kürzer.
Zur Info: Man kann die Zipline in die eine Richtung nehmen und dann mit dem Sessellift zurückfahren oder umgekehrt. Ihr könnt auch in beide Richtungen mit der Zipline oder dem Sessellift fahren.
Sevilla Twin Hanging Bridge
Wenn ihr mit dem Moped unterwegs seid, lohnt sich definitiv ein Besuch der Sevilla Twin Hanging Bridges, die sich leicht außerhalb von Loboc und nur ca. 15 Minuten vom Nut Huts entfernt befinden.
Die beiden Bambus-Fußgängerbrücken hängen ca. 25 Meter über dem Loboc River und zählen sicherlich zu der Kategorie Mutprobe. Ich liebe das ja, auch wenn ich mit Höhe durchaus ein Thema habe, aber das Knarren und ständige Schwanken habe ich irgendwie als lustiges Erlebnis empfunden!
Zur Info: Auf der anderen Seite der Brücke gibt es so genannte Sari-Sari-Läden (Gemischtwarenläden), die lokale philippinische Snacks verkaufen. Für eine kleine Stärkung waren die gebratene Bananen, Kokosmilch und Maniok-Chips genau das richtige.
Chocolate Hills
Zweifellos die berühmteste Sehenswürdigkeit der Insel Bohol und möglicherweise sogar der gesamten Philippinen! Die schätzungsweise 1.300 Hügel erstrecken sich im Zentrum Bohols so weit das Auge reicht und sind mit in dieser ungewöhnlichen Formation wirklich einzigartig.
Warum heißen sie Chocolate Hills?
Die Antwort ist vergleichsweise simpel, denn in der Trockenzeit färbt sich schlichtweg das Gras braun. Das Ganze wirkt vor allem dann nicht besonders originell, wenn die Chocolate Hills beim Besuch vor Ort grün sind… Was passieren kann! Ich war bereits mehrfach vor Ort und die Färbung war jedes Mal leicht unterschiedlich.
Die vielen Kuppeln sind eigentlich mit Gras bewachsener Kalkstein, aber Geologen diskutieren bis heute, wie sie entstanden sind. Die am weitesten verbreitete Theorie ist, dass sie vor Tausenden von Jahren durch die Anhebung von Korallenablagerungen entstanden sind. Alternativ könnten die Chocolate Hills bei einer massiven geologischen Verschiebung aus dem Meer aufgetaucht sein.
Zum Besuch selbst, die Chocolate Hills sind so oder so ein echt besonderer Anblick. Ich habe ein paar Rezensionen gelesen, die etwas enttäuscht waren, aber ganz ehrlich, es ist ein Naturphänomen, dass man sich anschaut. Ich weiß nicht wirklich, was hier die Erwartungshaltung war.
Von der großzügigen Aussichtsplattform aus habt ihr einen prima Panoramablick und es gibt dazu einen kleinen Informationsbereich, falls man sich für die Geologie dahinter interessiert.
Zeitlich wird man hier ca. eine bis eineinhalb Stunden verbringen.
Die Fahrt von Panglao dauert mit einem Moped etwa eineinhalb Stunden pro Strecke.
Dam-agan Falls
Eine Autostunde von Panglao entfernt befinden sich in östlicher Richtung die beeindruckenden Dam-agan Wasserfälle.
Das Schöne ist, der Weg dorthin ist Teil des Erlebnisses, was ich ja besonders gerne mag. Er schlängelt sich durch Reisterrassen inklusive echtem Bali-Feeling (ohne die Menschenmassen), mit unterschiedlich grünen Farbebenen, die so auch ein perfektes Postkartenmotiv sein könnten. Die Strecke selbst ist recht einfach, wobei ihr einen Hang hinunter durch eine kleine Gemeinde wandert.
Und plötzlich steht ihr dann vor diesem traumhaften kleinen Wasserfall, der in ein strahlend blaues Becken mündet. Der Wasserfall selbst ist nicht wirklich riesig, aber dafür ist auch ein kein überlaufender Touristenspot. Mit ein wenig Glück ist man dort sogar manchmal ganz alleine…
Es gibt einen tiefen Wasserpool und – was für mich besonders wichtig ist – viele Möglichkeiten zum Springen.
Zur Info: Der Eintritt kostet einen kleinen Betrag in Bar, was aber ehrlich gesagt ein Schnäppchen solch einen schönen Spot ist.
Pahangog Falls
Direkt ums Eck befinden sich die Pahangog-Wasserfälle, auch bekannt als Dimiao Twin Falls. Der Name kommt von den beiden Wasserläufen, die in zwei tollen Wasserfällen enden.
Der Spot selbst ist wunderschön! Er hat das schönste blaugrüne Wasser und ein paar richtig tolle Sprungstellen. Wer genau dies etwas ausführlicher machen möchte, sollte am Eingang einen Guide engagieren, der genau weiß, wo man sicher springen kann.
Anda
Wer etwas mehr Zeit hat, dem würde ich in jedem Fall den kleinen Ort Anda empfehlen. Der Ort liegt versteckt in der nordöstlichen Ecke der Insel Bohol, weit weg von den Menschenmassen und dem Trubel von Panglao. Ich bin ein Riesenfan von Anda, denn genau solche Dörfer „sind für mich die Philippinen“. Weit weg vom großen Tourismus ist es einfach nur herrlich hier mit einem Moped umher zu cruisen und die Landschaften zu genießen. Ich war bereits zweimal dort und hatte jedes Mal das Gefühl auf einer ganz anderen Insel zu sein.
ABER, wenn man ganz ehrlich ist, kommt man Anda, um zu tauchen oder zu schnorcheln. Die Unterwasserwelt ist einfach unglaublich, und das Beste ist, dass die Riffe bereits direkt am Ufer beginne, sprich es gibt sogar herrliche Hausriffe direkt vor den Hotels. Generell ist das Wasser hier kristallklar, ruhig und ein echtes Naturparadies.
Tipp: Einer meiner besten Tipps für eine Philippinen-Reise ist eine Kombination aus Anda und der im Süden befindlichen Insel Camiguin. Nicht weit entfernt von Anda befindet sich der Hafenort Jagna und von dort starten Fähren direkt nach Camiguin.
Meine besten Spot-Tipps auf Bohol auf einer Karte
Auf dieser Karte sind Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Hotels und Ausflugsziele markiert.
Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.
Meine Hotel-Tipps für die Insel Bohol
Natürlich gibt es auf einer beliebten Insel wie Bohol samt Panglao eine Vielzahl von Hotels, weshalb hier sicherlich jeder seine bevorzugte Unterkunft finden wird. Ich habe hier mir hier zwei Resorts herausgesucht, die mir nicht nur einmal, sondern sogar zweimal richtig gut gefallen haben:
Oasis Resort
Obwohl sich die Anlage direkt am Alona Beach befindet, liegt der Hauptbereich des Oasis Resort erstaunlich ruhig, leicht zurückversetzt mit einem schönen Pool und landestypischen Bungalows. Es steht unter holländischer Leitung und wurde in einem tropischen Garten voller Palmen, Blumen und weiteren Pflanzen angelegt. Der typisch philippinische Stil mit viel Holz und Bambus wurde bewusst umgesetzt, so dass man auch zur Mittagszeit immer ein schattiges Plätzchen findet.
Alona Beach, Panglao
Sunset Dive Resort
Das Sunset Dive Resort ist – weitab vom Massentourismus – ein echter Geheimtipp in Bohol, denn kaum woanders herrscht eine solch familiäre Atmosphäre wie hier. Dies liegt vor allem an der herzlichen Betreuung und dem individuellen Service. Dazu die außergewöhnliche Lage, wodurch jeder Bungalow mit Meerblick versehen ist. Und wie der Name Sunset Dive Resort schon sagt, kann man hier abends auf seiner Terrasse einen atemberaubenden Sonnenuntergang genießen.
Ein echtes Highlight ist das Hausriff, welches tagsüber sowie nachts zu Tauchgängen einlädt. Hier können auch Schnorchler ideal die Unterwasserwelt kennenlernen.
Guindulman
Ein weiteres Hotel, dass ich nicht persönlich kenne, aber ein guter Freund von mir hat dort übernachtet und es mir wärmstens empfohlen. Wenn ich nochmal nach Bohol reise – und das wird passieren – dann werde ich dieses Hotel ziemlich sicher mit einbauen.
Loboc River Resort
Wer seinen Aufenthalt auf Bohol aufsplitten und vielleicht neben einem Hotel am Meer noch etwas Zeit im Dschungel verbringen möchte, für den ist das Loboc River Resort sicherlich eine sehr gute Wahl. Hier tauscht man Menschenmassen gegen die friedliche Energie der Natur.
Es gibt hier Zimmer mit Flussblick und genau das macht dieses Resort so besonders. Die kleinen Terrasse mit Blick auf das Wasser sind sowohl morgens mit einem Kaffee in der Hand, als auch am späten Nachmittag zur „goldenen Stunde“ mit einem Cocktail ein herrliches Erlebnis.
Tagsüber kann man im Gegensatz zu den Tagestouristen den Fluss und die Umgebung genießen und erleben, zum Beispiel durch Stand-Up-Padelling. Dazu gibt es ein prima Restaurant, Massagen und man kann am schönen Pool faulenzen.
PLUS: Der Name verrät es schon, diese Ecke ist natürlich ein hervorragender Ausgangspunkt für einen Besuch der Sehenswürdigkeiten der Region, wie zum Beispiel den Loboc River UND die Chocolate Hills.
Camayaan Road, Loboc
Meine Restaurant-Empfehlungen auf Bohol
Wenn man an Asien denkt, kommt einem sicherlich sofort die fantastische Küche in den Sinn. Nur leider gehören die Philippinen nicht wirklich zu den Ländern mit besonders leckeren, lokalen Speisen… Die philippinische Küche genießt nämlich durch das viele Frittieren, den Einsatz von Fischsauce oder durch den oft geringen Schärfegrad (im Vergleich zu anderen südostasiatischen Ländern) eher einen niedrigeren Bekanntheitsgrad. Hinzu kommt, dass – so ehrlich muss man sein – Fastfood auf den Philippinen eine größere Rolle spielt.
Und dennoch, auf Bohol gibt es viele, leckere Restaurants und folgend möchte ich euch dazu gerne ein paar Tipps geben:
Overgrown Cafè
Versteckt zwischen Palmen und tropischem Grün ist das Overgrown Café der perfekte Ort, für ein Urlaubsfrühstück. Oder von mir aus auch für einen Brunch oder eine kleine Pause nach dem Strand.
Auf der Karte stehen leckere Cappuccinos (sogar mit alternativer Milch), hausgemachte Bowls, fruchtige Smoothies und liebevoll angerichtete Gerichte. Auf den Philippinen sind die Mangos überall großartig, aber gefühlt waren hier alle Speisen mit Mango besonders gut.
Einfach ein hübscher Laden – ich habe mich hier jedes Mal total wohl gefühlt.
Ester A. Lim Drive, Panglao
Kamaya
Das Kamaya liegt ein klein wenig außerhalb vom Alona Beach, aber ich würde sagen, die Fahrt lohnt sich. Es handelt sich um ein sehr stylisches Restaurant, das sich eigentlich für jede Mahlzeit eignet. Ich war einmal zum Brunch und einmal zum Abendessen dort und beide Male war es wunderbar.
Darauf gekommen bin ich, weil es den gleichen Besitzern wie das Overgrown gehört, allerdings ist es leicht „gehobener“. Der Laden befindet sich im zweiten Stock eines Tauchresorts und hat so seine ganz eigene, angenehme Atmosphäre.
Besonders die Mischung aus lokalen Aromen und kreativer Kochkunst fand ich große Klasse. Der Kamaya Salad mit den Dynamite Lumpia war sehr empfehlenswert!
Aber auch das Frühstück, inklusive der Kaffee, war hier richtig toll. Urlaubsfeeling pur.
Daorong, Panglao
Toto e Peppino
Direkt an einer der großen Kreuzungen auf Panglao findet ihr ein kleines Stück Italien unter Palmen. Das Restaurant verströmt mit den einfachen Holztischen und dem Duft von frisch gebackener Pizza einen ganz besonderen Charme – auch wenn das Lokal von außen nicht sofort einladend wirkt.
Aber manchmal hat man einfach Bock auf italienisches Essen und ich muss sagen, dass die knusprige Pizza aus dem Steinofen genauso klasse war, wie die hausgemachte Pasta.
Anos Fonacier Circumferential Rd, Panglao
Aftertaste
Natürlich probiere ich auch immer gerne Local Food und das Aftertaste war die Empfehlung eines Freundes, der schon seit längerer Zeit am Alona Beach lebt.
Es liegt etwas abseits des Alona Beach, allerdings an der gleichen Hauptstraße wie das Toto e Peppino, nur noch weiter außerhalb.
Die Speisekarte ist riesig! Ich habe mich damals für einen Klassiker entschieden und zwar gebratenen Reis mit Hühnchen. Die Portionen sind riesig und an sich super lecker, aber typisch philippinisch auch recht fettig. Das Gute ist, das Essen hier ist nicht teuer…
Anos Fonacier Circumferential Rd, Panglao
The Old Plantation
Ganz im Osten von Bohol versteckt sich eines der für mich besten Restaurants der Insel. Das Gebäude selbst erinnert ein wenig an eine Strandvilla, mit großen offenen Räumen und einem tollen Blick auf das Meer.
Wir hatten Ceviche, Calamari und Hähnchenspieße und alles war super frisch. Ich muss dazu sagen, dass ich ein riesiger Ceviche-Fan und dieses Gericht sehr gerne und oft bestelle, aber ich war wirklich begeistert!
Dieser Ort sprüht nur so vor Charme und eignet sich perfekt für ein gemütliches Mittagessen oder ein stilvolles Abendessen.
Beachfront Road, Barangay, Anda
Fun Facts zu Bohol
- Bohol besteht nicht nur aus einer Hauptinsel – zur Provinz gehören über 70 kleinere Inseln, darunter Panglao, Cabilao und Balicasag.
- Der Philippine Tarsier, eines der kleinsten Primaten der Welt, hat auf Bohol sein Zuhause – seine Augen sind größer als sein Gehirn!
- Die berühmten Chocolate Hills verdanken ihren Namen nicht etwa Kakao, sondern der braunen Farbe des Grases in der Trockenzeit.
- Auf Bohol befindet sich eine der ältesten Kirchen der Philippinen – die Baclayon Church, erbaut im Jahr 1727.
- In Bohol gibt es ein eigenes Schmetterlingsschutzgebiet, das auch als Bildungszentrum für ökologische Projekte dient.
- In der Höhle Hinagdanan Cave auf Panglao befindet sich ein unterirdischer See, in dem man sogar baden darf.
- Die Insel wird manchmal das „Herz der Visayas“ genannt, weil sie geografisch fast genau im Zentrum der Philippinen liegt.
- Meeresschildkröten kommen regelmäßig an den Stränden von Anda und Balicasag zur Eiablage – ein seltenes, stilles Naturerlebnis.




