Reisetipps USA – Florida
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Florida ist für mich einer schönsten Bundesstaaten der USA und damit auch ein großartiges Reiseziel.
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Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten, wie man Florida bereisen kann, wie zB: Städtereise, Badeurlaub, Familienurlaub (Orlando!) oder eine Mietwagenrundreise.
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Ich bin ein großer Fan der Golfküste (also der inneren, westlichen Seite) und mag die Atlantikseite (bis Miami) eher nicht so gerne.
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Insgesamt war ich ca. 20x in Florida und hätte dort sogar fast mal ein Haus gekauft – was zeigt, wie sehr, ich diesen Bundesstaat mag.
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Gerade in Sachen Mietwagenrundreise kann ich euch bestimmt sehr gute Tipps und Hinweis geben.
Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?
- Impressionen aus Florida – ein kleines „Best-of“
- Übersicht, wichtigste Fakten und gute Tipps zu Florida
- Die besten Spots in Florida
- Miami
- Florida Keys
- Everglades
- Naples
- Sanibel Island
- Sarasota / Siesta Key
- Bradenton Beach / Anna Maria Island
- Saint Petersburg / St. Pete Beach
- Clearwater / Tampa Bay
- T.H. Stone Memorial St. Joseph Peninsula State Park
- Crystal River
- Panama City
- Seaside
- Fort Walton / Destin
- Orlando
- Kennedy Space Center
- Fort Lauderdale
- Meine besten Spot-Tipps in Florida auf einer Karte
- Meine Hoteltipps für New York
- Filmtourismus – wo kann ich Drehorte berühmter Filme finden?
- Mein Fazit zu Florida
- Fun-Facts zu Florida
Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps
Ich finde, wenn man anfängt sich mit einer Reise nach Florida zu beschäftigen, ist es schwer den Überblick zu behalten. Es gibt einfach unheimlich viele Varianten, wie man seinen Aufenthalt planen kann. Ich selbst habe ganz unterschiedliche Ansätze gewählt (einmal bin ich sogar aus New Orleans nach Florida gefahren) und habe Florida deshalb auch immer wieder neu kennen gelernt.
Deshalb möchte ich euch hier in einer übersichtlichen Form die wichtigsten Hinweise zur Planung und zum Besuch – basierend auf meiner Erfahrung – geben:
- Generell
Florida liegt im Südosten der USA und ist größtenteils eine lange Halbinsel zwischen dem Atlantik und dem Golf von Mexiko. Der Bundesstaat ist flächenmäßig einer der größeren der USA und in etwa halb so groß wie Deutschland.
Die Hauptstadt von Florida ist Tallahassee, auch wenn viele eher Miami oder Orlando als Zentrum des Bundesstaates wahrnehmen. - Was ist das Panhandle?
Das Florida Panhandle ist der schmale, westliche Teil Floridas, der sich entlang des Golfs von Mexiko erstreckt. Er liegt zwischen Alabama und dem restlichen Florida und wird wegen seiner Form oft mit einem Pfannengriff („pan handle“) verglichen. Die Region ist in Deutschland eher nicht so bekannt, obwohl es dort zahlreiche, unfassbar weite und weiße Sandstrände gibt. - Welche touristisch wichtigen Regionen gibt es in Florida?
Florida wird touristisch primär in die lebhafte Atlantikküste (Miami, Fort Lauderdale), die ruhigere Golfküste (Naples, Clearwater), die tropischen Florida Keys im Süden und der nördliche Panhandle unterteilt. Weitere wichtige Regionen sind Orlando mit seinen Freizeitparks, sowie die naturbelassenen Everglades. - Wie reise ich am Besten nach Florida?
Ab Deutschland dauert ein Flug nach Florida ca. 10 Stunden (der Rückflug ist kürzer!). Es gibt viele Non-Stopp-Flüge vor allem nach Miami und Orlando, aber teilweise auch nach Tampa, Fort Lauderdale oder Fort Meyers. Die Flüge sind oftmals überraschend günstig.
- Wieviel Stunden beträgt die Zeitverschiebung nach Florida?
Die Zeitverschiebung nach Florida beträgt in der Regel 6 Stunden zurück gegenüber Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es handelt sich um die so genannte Eastern Standard Time (EST). Wenn es in Deutschland also 15.00 Uhr ist, ist es in Miami erst 9.00 Uhr morgens.
Ausnahme: Im Nordwesten Floridas (dem oben erklärten Panhandle) sind es minus 7 Stunden. - Gibt es zwei Zeitzonen in Florida?
Ja.
Der Zeitzonenwechsel findet im Gulf County statt, genauer gesagt zwischen Mexico Beach/St. Joe Beach und Port St. Joe. Die Grenze verläuft grob entlang des Apalachicola River, wobei Port St. Joe und die östlich gelegenen Gebiete zur Eastern Standard Time (EST) gehören.
Demnach „gewinnt“ man bei einer Fahrt in Richtung Osten (zum Beispiel von New Orleans kommend eine Stunde (Wechsel von Central Time zu Eastern Standard Time).
Anders herum verliert man eine Stunde (Wechsel von Eastern Standard Time zu Central Time).
Ein lustiges Gefühl, wenn man im Auto sitzt und sich auf einmal die Uhr umstellt! - Wann ist die beste Reisezeit für Florida?
Hier muss man die Theorie und die Praxis trennen.
Auf dem Papier ist die beste Reisezeit für Florida generell der Winter und das Frühjahr (November bis Mai), da es dann sonnig, trocken, weniger schwül und damit ideal für Rundreisen und Strandurlaube ist, auch wenn und dieser Saison teurer. Mai und November bieten einen guten Kompromiss mit warmem Wetter und weniger Touristen, während die Sommermonate (Juni-September) heiß und feucht sind und deshalb in dieser Zeit auch öfter mal Hurricanes auftreten.
In der Praxis möchte ich erwähnen, dass ich es im Dezember teilweise schon überraschend kühl fand, sprich es war zu kalt zum Baden. Dagegen hatte ich im September bereits einige großartige Urlaube. ABER, natürlich sind die potentiellen Hurricanes ein Faktor, den man nicht außer acht lassen sollte. Preislich sind Unterschiede beispielsweise zwischen März und September allerdings wirklich eklatant. - Wieviel Zeit sollte man einplanen?
Ganz klar abhängig davon, was man machen möchte. Ich empfehle immer sehr gerne eine Mietwagenrundreise und dafür würde ich grob zwei bis drei Wochen einplanen. Darauf gehe ich weiter unten aber nochmal genauer ein.
Wer eine Kombi machen möchte (beispielsweise Florida und eine Insel in der Karibik), kann auch in einer Woche schon sehr viel in Florida unternehmen. - Wie bewege ich mich in Florida?
Hier gibt es für mich nur eine Antwort, und zwar mit dem Mietwagen. Alle anderen Varianten sind für mich schwache Kompromisse, bei denen sehr viel verloren geht, sprich man sich selbst um tolle Erlebnisse beraubt.
Außer in Miami würde ich sagen, braucht man überall einen Mietwagen, weil die Wege einfach sehr weit sind. Selbst bei einem Aufenthalt NUR in Orlando würde ich immer zu einem Mietwagen raten.
In Florida war für mich schon immer der Weg ein Teil des Ziels. Wenn ihr also von A nach B reist, gibt es meistens unterwegs so viele tolle, weitere Stationen, die ihr unbedingt erleben solltet. Und das geht eben nur mit einem Mietwagen.
Die besten Spots in Florida
Folgend eine Auflistung der verschiedenen Spots mit Erklärungen und Infos zu dem jeweiligen Besuch.
Um hier eine gewisse Struktur reinzubringen, führe ich die Sehenswürdigkeiten ab Miami im Uhrzeigersinn auf. Will sagen, die Reihenfolge hat keine Bedeutung in Sachen „Wertigkeit“.
Miami
Die einen lieben Miami, für die anderen ist Miami „too much“. Ich kann beides verstehen, bin aber prinzipiell ein großer Fan dieser besonderen Stadt. Der Hauptgrund ist (natürlich) die Insel Miami Beach mit einem der schönsten Stadtstrände weltweit. Deshalb meinen auch fast alle Miami Beach, wenn sie von Miami sprechen (auch wenn es zwei unterschiedliche Städte sind), denn der Bereich auf dem Festland ist touristisch tatsächlich weniger interessant. Klar, es gibt die Stadtteile Downtown, Little Havana und Wynwood, die durchaus sehenswert sind, aber die meisten Urlauber reisen nach Miami Beach, um den Ocean Drive, das Art-déco-Viertel und natürlich den Strand zu erleben.
Meine wichtigsten Tipps:
- Sucht euch ein Hotel in Miami Beach hinter dem Ocean Drive und macht den Strand zum Star eures Urlaubs – nicht das Hotel. Wer ein tolles Hotel möchte, bezahlt direkt ca. das doppelte.
- Den Ocean Drive und das angrenzende Art-déco-Viertel solltet ihr erleben und nicht nur besichtigen. Lasst euch ein bisschen darauf ein und besucht diese großartige Promenadestraße sowohl tagsüber, als auch abends.
- Nehmt euch einen Mietwagen erst nach eurem Aufenthalt in Miami (oder gebt ihn vor eurem Aufenthalt ab), denn das Parken in Miami und Miami Beach ist teuer und ihr braucht eigentlich kein Auto, sondern könnt auf Uber & Co zurückgreifen.
Florida Keys
Einer meiner Lieblingsspots weltweit! Ich liebe die Florida Keys aus ganz unterschiedlichen Gründen:
- Diese fantastische Inselkette ist von der Szenerie einfach sagenhaft. Ich meine so viele Insel hintereinander, verbunden durch teilweise endlos lange Brücken, ist vom Setting her einfach spektakulär.
- Die erste Insel nach dem Festland ist Key Largo und bietet großartiges Schnorcheln und Tauchen im vorgelagerten Pennekamp Nationalkamp. Dazu kann man hier tolle Segelausflüge – zum Beispiel zum Sonnenuntergang – machen.
- Die unzähligen Restaurants, Bars und Cafés sind einfach nur großartig! Teilweise sind es simple Holzhäuser über dem Wasser, die leckere Gerichte auf die Teller zaubern. Wer Fisch & Meeresfrüchte mag, wird hier sehr happy sein.
- Key West fühlt sich sehr karibisch an und ich mag den Vibe dort unheimlich gerne. Touristisch ja, aber trotzdem fröhlich, locker, spaßig und mit zahlreichen tollen Spots und Stränden.
Mein bester Tipp: Macht die Florida Keys NICHT als Tagestrip von Miami aus, sondern nehmt euch einen Mietwagen und plant ein paar Tage ein. Diese Ecke der USA ist einfach zu schön, um sie nur um vorbeigehen zu besichtigen.
Für Key West habe ich sogar nochmal separate Tipps & Hinweise erstellt.
Everglades
Naples
Naples liegt an der Westküste Floridas am Golf von Mexiko und wirkt auf den ersten Blick deutlich „aufgeräumter“ als viele andere Orte im Sunshine State. Alles ist spürbar gepflegt und auch schicker.
Der Strand von Naples gehört für mich zu den schönsten in Florida. Der Sand ist hell und fein, das Wasser meist ruhig und besonders zum Sonnenuntergang ist es hier herrlich.
Rund um den Naples Pier ist es am lebendigsten, weiter nördlich oder südlich wird es schnell sehr ruhig.
Der Stadtkern konzentriert sich vor allem auf die 5th Avenue South und die 3rd Street South. Dort findet ihr Restaurants, Cafés und kleinere Läden – alles sehr stylisch mit einem europäisch, mondänen Hauch. Naples gilt nicht umsonst als eher gehoben: Essen, Unterkünfte und Shopping sind meist teurer als im Florida-Durchschnitt. Will sagen, günstig ist es hier eher nicht.
Was die Aufenthaltsdauer angeht, für einen ersten Eindruck reicht ein Tag mit Strand, kurzem Stadtbummel und Sonnenuntergang absolut aus. Wenn ihr es ruhiger angehen lassen wollt oder den Strand wirklich genießen möchtet, ist eine Übernachtung durchaus schön. Ich fand die Atmosphäre morgens und zum Frühstück nämlich sehr angenehm. Mehrere Tage braucht es aus meiner Sicht allerdings nicht.
Sanibel Island
Sanibel Island liegt nördlich von Naples und westlich von Fort Myers und fliegt so ein klein bisschen unter dem touristischen Radar. Warum ist klar, denn die Strände sind hier keine klassischen Badestrände, sondern vielmehr bekannt für ihr Muschelvorkommen. Hier geht man demnach auch eher spazieren und genießt das ruhige Ambiente. Früh morgens oder kurz vor Sonnenuntergang ist es am schönsten, denn dann ist das Licht weich und der Strand oft fast leer.
Auf die Insel kommt ihr ganz unkompliziert über einen Damm (Sanibel Causeway), der Sanibel mit dem Festland verbindet. Die Überfahrt ist kurz, aber ihr werdet schnell merken, dass hinter der Brücke die Uhren anders ticken. Große Hotelanlagen, Neonreklame oder aufdringliche Souvenirshops sucht ihr hier fast komplett vergeblich. Ich habe mich sofort wohl gefühlt, denn alles fühlt sich deutlich entschleunigter an als in viele anderen Orten in Florida.
Die Insel selbst ist grün, flach und stark auf Naturschutz ausgerichtet. Viele Wege lassen sich gut mit dem Fahrrad erkunden, es gibt kleine Läden, Cafés und Restaurants, aber alles bleibt angenehm überschaubar. Genau das macht den Reiz aus.
Aber ich möchte auch sagen, dass ein Tagesausflug ausreicht, um einen guten Eindruck zu bekommen.
Ein kleiner Insider-Tipp: Statt nur an den bekannten Strandzugängen zu bleiben, lohnt sich ein Abstecher in das J.N. „Ding“ Darling National Wildlife Refuge.
Sarasota / Siesta Key
Einer der schönsten Strandbereiche an östlichen Golfküste!
Lido Key liegt direkt vor Downtown Sarasota und ist über die Ringling Bridge schnell erreichbar. Von dort habt ihr einen guten Blick auf die Skyline der Stadt und die Sarasota Bay.
Auf dem Weg kommt ihr an Bird Key vorbei, einer künstlich angelegten Wohninsel mit meist großen und beeindruckenden Anwesen am Wasser. Auch der modern gebaut Sarasota Yacht Club liegt direkt an der Strecke, allerdings haben hier ausschließlich Mitglieder Zutritt.
Das klare Zentrum von Lido Key bildet der St. Armands Circle. Rund um den Kreisel findet ihr jede Menge Geschäfte, Boutiquen, Galerien, Cafés und Restaurants, was eine tolle Atmosphäre kreiert. Ich habe mich hier einfach mal mit einem Eis hingesetzt und nur das Treiben beobachtet, was fantastisch war!
Kurzer Exkurs, weil ich die Geschichte irgendwie klasse finde: Historisch geht der Circle auf John Ringling zurück, der aus einer Zirkusfamilie stammt, und hier Anfang des 20. Jahrhunderts eine kreisförmig angelegte Einkaufszone plante. Zur Orientierung ist das Areal in vier farblich benannte Viertel gegliedert, wobei Statuen noch auf die Zirkusgeschichte der Familie Ringling verweisen.
Lido Key selbst punktet vor allem mit Strand! Der Sand ist sensationell hell, ausgesprochen fein und das Wasser meist ruhig. Das Praktische ist, dass ihr vom Circle aus in nur wenigen Minuten am Meer seid. Besonders abends lohnt sich – wie fast überall an dieser Küste – der Weg zum Sonnenuntergang.
Im Süden der Insel liegt dann och der South Lido Park, wo ihr durch Mangroven paddeln oder auf kurzen Wegen spazieren könnt.
Bradenton Beach / Anna Maria Island
Vorab zur Erklärung, weil das etwas verwirrend sein kann: Auf der schmalen Insel Anna Maria Island befinden sich die drei Städte Anna Maria im Norden, Holmes Beach in der Mitte und Bradenton Beach im Süden. Sprich, die Insel und die nördliche Stadt haben quasi den gleichen Namen.
Egal für welchen der Orte ihr euch auf Anna Maria Island entscheidet, überall spürt ihr ein entspanntes Urlaubsgefühl und wunderschöne Beachvibes. Denn, die Strände sind ein echtes Highlight! Der feine, helle Sand, das flach abfallende Wasser und die meist ruhigen Bedingungen machen Anna Maria Island zu einem sehr guten Badeort.
Bradenton Beach selbst ist etwas lebendiger, während es Richtung Holmes Beach spürbar ruhiger wird. Gerade am frühen Morgen oder zum Sonnenuntergang ist die Stimmung besonders schön. Ich habe es geliebt, hier abends mit einem Donut am Strand zu sitzen….
Generell ist die Atmosphäre auf der Insel super locker und fast schon ein bisschen dörflich. Alles fühlt sich nah an, viele Gäste bewegen sich mit dem Fahrrad oder dem kostenlosen Inselbus. Abends sammelt sich alles in den diversen Beachbars und -restaurants, was mir ausgesprochen gut gefallen hat, denn genau diese Stimmung macht den Charme aus.
Ich würde euch empfehlen hier zwei Übernachtungen einzuplanen. Dann erlebt ihr die Insel auch so richtig und könnt die wunderschönen Strände genießen.
Ein echter Insider-Tipp: Fahrt unbedingt auch mal bis ganz in den Norden zum Bean Point in Anna Maria. Der Strand ist weit, ruhig und bietet einen tollen Blick Richtung Tampa Bay. Ganz ehrlich, der Spot ist unfassbar schön.
Saint Petersburg / St. Pete Beach
St. Pete Beach war für mich eine richtig positive Überraschung. Irgendwie hatte ich diesen Ort bzw. diese Insel gar nicht auf meiner Liste und dann muss ich wirklich sagen, war ich wirklich begeistert!
Der wunderschöne Strandbereich zieht sich entlang der schmalen Insel an der Golfküste Floridas, südlich von Clearwater und westlich von St. Petersburg. DAs Wasser ist hier meist ruhig und der Sand läuft flach ins Meer hinein, so dass Baden hier problemlos möglich. Gerade für ein paar Strandtage oder auch nur einen entspannten Badestopp eignet sich St. Pete Beach richtig gut. DENN, alles unkompliziert. Richtig voll habe ich es bei drei Besuchen nicht einmal erlebt. Und je weiter ihr euch von den größeren Hotelabschnitten entfernt, desto ruhiger wird es.
Die Insel ist touristisch durchaus gut erschlossen, wirkt aber weniger künstlich als man es vielleicht von einem solchen Badeparadies erwartet. Es gibt kleine Läden, Bars und Restaurants, allerdings verteilt sich alles angenehm entlang der Küste.
Besonders schön sind die Abende: viele Restaurants liegen nah am Wasser und Sonnenuntergänge (mit Blickrichtung Westen) gehören hier fast zum festen Tagesprogramm.
Eine besondere Empfehlung ist ein Abstecher nach Pass-a-Grille am südlichen Ende der Insel. Dort ist es deutlich ruhiger, fast schon kleinstädtisch, mit schönen Strandabschnitten und wenig Verkehr.
Und noch dann noch ein Wort zur Sunshine Skyway Bridge, welche St. Petersburg mit Bradenton verbindet, denn ich habe sie als ein ausgesprochen eindrucksvolles Bauwerk empfunden. Wenn ihr sie überquert, habt ihr einen weiten Blick über Wasser und Himmel und aufgrund ihrer Länge ist die Überfahrt ein echtes Erlebnis. Ein kleines, unerwartetes Highlight unterwegs.
Clearwater / Tampa Bay
Clearwater steht für mich zuerst einmal für Scientology. Aber, ich wurde „enttäuscht“, denn tatsächlich habe ich nichts dazu entdecken können. Dafür waren es auch hier die unfassbar breiten Stränden, die mich echt begeistert haben. Die Region wirkt insgesamt deutlich gelassener als es auf der Ostseite der Fall ist. Die Strände von Clearwater Beach gehören zu den bekanntesten in Florida. Rund um den Pier ist es zwar lebhafter, aber ein paar Minuten weiter zu Fuß und es wird schnell ruhiger.
Die Tampa Bay selbst ist weniger ein klassischer Urlaubsort als vielmehr ein großes, vielseitiges Ballungsgebiet. Tampa, St. Petersburg und Clearwater gehen fast ineinander über. Tampa ist dabei die urbanste Ecke mit Restaurants, vielen Shops und einem echten Stadtgefühl, allerdings bin ich hier nur einmal durchgefahren, kann also keine nennenswerten Tipps geben.
ABER: Für Football-Fans ist die Region durchaus interessant, denn die Tampa Bay Buccaneers haben hier im Raymond James Stadium ihre Heimstätte. Die „Bucs“ sind vor allem dafür bekannt, dass Tom Brady hier seine Karriere beendet hat.







