Reisetipps USA – Seattle

  • Seattle ist eine der interessantesten und größten Städte an der Westküste der USA.

  • Mit dem ionischen Space Needle, der Waterfront und dem Pike Place Market gibt es tolle Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

  • Ihr könnt Seattle sehr gut zu Fuß erkunden, denn die schönsten Locations liegen recht kompakt beisammen.

  • Der weltweit erste Starbucks befindet sich hier in Seattle am Pike Place Market!

  • Die Sportstätten der Seahawks (Football), Mariners (Baseball) und Kraken (Eishockey) liegen sehr zentrumsnah.

Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?

Impressionen aus Seattle – ein kleines „Best-of“

Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps

Folgend möchte ich euch ein paar wertvolle Hinweise zur Planung und zum Besuch selbst geben:

  • Generell
    Seattle liegt im Nordwesten der USA im Bundesstaat Washington zwischen dem Puget Sound (Pazifikbucht / Sound = Meeresenge/-bucht) und dem Lake Washington, umgeben von Wäldern, Bergen und Wasserlandschaften. Die Stadt hat rund 750.000 Einwohner, während in der Metropolregion über vier Millionen Menschen leben. 
  • Was macht Seattle aus?
    Seattle ist wirtschaftlich stark geprägt durch große Unternehmen, wobei Namen wie Amazon, Starbucks und Nordstrom direkt in der Stadt sitzen, während Konzerne wie Microsoft, Meta, Google, T-Mobile und Boeing in der weiteren Metropolregion eine große Rolle spielen.
    Dazu ist Seattle die Geburtsstadt von Jimi Hendrix und gilt als die Geburtsstätte der Musikrichtung Grunge, dessen berühmteste Vertreter die Band Nirvana mit Frontman Kurt Cobain war.
  • Wann ist die beste Reisezeit für Seattle?
    Ganz klar die Sommermonate von Juni bis September, da es in dieser Zeit am wärmsten und trockensten ist, mit durchschnittlichen Temperaturen zwischen 20 und 26 Grad. Der Rest des Jahres ist oft feucht, aber teilweise auch überraschend mild.
    Ich war dreimal in Seattle, zweimal im Sommer bei jeweils herrlichem Wetter und einmal an Weihnachten und es war zwar doch recht kalt, aber die fantastische Stimmung hat mich die Temperaturen vergessen lassen.
  • Wie plane ich meinen Besuch in Seattle?
    Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Seattle liegen sehr nah auseinander, so dass ihr eigentlich fast alles zu Fuß besichtigen könnt. Ich mag das ja sehr, weil man so am meisten von der Stadt sieht und sie auch ein wenig erleben kann. Ein zentrales Hotel ist aber in jedem Fall sehr hilfreich
  • Wieviel Zeit sollte man einplanen?
    Für die Stadt selbst würde ich zwei volle Tage einplanen, sprich drei Nächte. In dieser Zeit kann man eigentlich alle besonderen Spots von Seattle besichtigen. Darüber hinaus bieten sich auch noch einige Ausflüge an, die dann aber zeitlich on top kommen würden.
  • Welche öffentlichen Verkehrsmittel gibt es in Seattle?
    Eine Metro gibt es zwar nicht, dafür gibt es ein gut ausgebautes öffentliches Nahverkehrssystem, das primär aus Bussen (King County Metro) und einer Stadtbahn (Link Light Rail) besteht.
    Die Stadtbahn (1 Line) ist zum einen eine der besten Varianten, um vom SeaTac Airport in die Innenstadt von Seattle zu gelangen. Zum anderen bedient sie auch Haltestellen an den beliebtesten Sehenswürdigkeiten.
    Mit der Linie (2 Line) erreicht man den Bereich Bellevue/Redmond.
    Darüber hinaus verbindet eine Einschienenbahn (Monorail) das Stadtzentrum (Westlake Center) mit dem Seattle Center.
  • Lohnt sich der CityPass in Seattle?
    Das hängt vornehmlich davon ab, wie viele große Attraktionen ihr wirklich besuchen wollt und wie ihr euren Aufenthalt plant. Der Pass beinhaltet den Eintritt zur Space Needle und zum Seattle Aquarium, sowie aus folgender Auswahl drei weitere Ziele:
    – Chihuly Garden and Glass,
    – Museum of Pop Culture,
    – einer Hafenrundfahrt mit Argosy Cruises,
    – dem Woodland Park Zoo oder
    – dem Pacific Science Center.
    Rechnet man die Einzeltickets für fünf Orte zusammen, ergibt sich oft ein deutlich höherer Wert als der Passpreis, so dass ihr bei Nutzung aller fünf Attraktionen im Paket häufig 30 % oder mehr gegenüber einem Einzelkauf sparen könnt.
    Wenn ihr jedoch nur ein oder zwei der enthaltenen Sehenswürdigkeiten sehen möchtet, ist ein CityPass nicht lohnenswert, da trotzdem der volle Passpreis bezahlt wird. Entscheidend ist also, wie viele der im Pass enthaltenen Attraktionen ihr tatsächlich vorhabt zu besuchen und ob ihr die Zeit dafür habt. Der Pass ist ab dem ersten Einlass 9 Tage lang gültig.
    Ich finde ehrlich gesagt nur drei Attraktionen wirklich interessant und der Rest ist eher „nice-to-have“, weshalb ich persönlich den CityPass nicht kaufen würde.

Die besten Spots in Seattle und Umgebung

Folgend eine Auflistung der verschiedenen Spots mit Erklärungen zu dem jeweiligen Besuch.

Wichtig, die Reihenfolge stellt keine Rangliste dar, sondern es gibt eigentlich „nur“ zwei richtig klare, touristische Bereiche, und zwar an der Waterfront in Downtown Seattle und rund um die Spaceneedle. Ich habe deshalb im Zentrum angefangen und wechsle dann Richtung Norden zur Spaceneedle.

Waterfront

Eure Stadtbesichtigung in Seattle beginnt am besten an der Waterfront, der Uferpromenade ganz leicht westlich von Downtown, die sich entlang mehrerer historischer Piers erstreckt. Zwischen Pier 54 und Pier 70 lauft ihr direkt am Wasser entlang und habt immer wieder freie Ausblicke auf den Hafen und den Puget Sound. Die Piers hatten früher eine große wirtschaftliche Bedeutung, heute dienen sie vor allem als Freizeit-, Restaurant- und Spazierbereich.

Unterwegs kommt ihr unter anderem am Pier 57 mit dem Seattle Great Wheel vorbei, von wo aus ihr eine gute Aussicht über das Wasser habt. Ich fand die Atmosphäre dort ganz wunderbar – an einem Sommerabend zum Sonnenuntergang hier die Aussicht zu genießen ist wirklich ein herrliches Erlebnis.

Am Pier 59 liegt außerdem das Seattle Aquarium und entlang der Promenade findet ihr mehrere Fischrestaurants und Snackbuden.

Verliert aber nie das Wasser aus den Augen, denn mit etwas Glück könnt ihr vom Ufer aus auch Seelöwen beobachten.

Insgesamt geht es an der Waterfront weniger um eine einzelne Top-Attraktion, sondern um ehrlich zu sein, ist einfach ein Erlebnis hier entlang zu bummeln und den Ausblick genießen.

Pike Place Market

Der Pike Place Market liegt nahe der Waterfront und gehört zu den ältesten und wichtigsten Märkten der Stadt. Er wurde 1907 eröffnet, um Bauern aus der Region einen direkten Verkaufsort zu geben (Farmer’s Market), und ist bis heute ein zentraler Treffpunkt für Einheimische und vor allem Touristen. Die alten Marktstände und die vielen oft familiengeführte Geschäfte zeigen noch viel vom ursprünglichen Charakter des Marktes. Das ikonische Leuchtschild thront dabei sehr fotogen über dem Gebäude.
Fun Fact: Es gibt noch ein zweites Schild bei der Pine Street (ca. 25 Meter entfernt), allerdings handelt es sich um eine kleinere Version ohne Uhr.

Beim Rundgang durch die Markthallen zwischen Pike Street und Virginia Street findet ihr eine große Auswahl an Fisch, Obst, Gemüse, Gewürzen, Honig, Blumen, Kleidung und handgemachten Produkten. Bekannt ist der Markt unter anderem auch für die Fischhändler, die große Fische durch die Luft werfen – ein Ritual, das regelmäßig stattfindet und dementsprechend auch viele Zuschauer anzieht.

Ja, das ganze Areal ist sehr touristisch, aber mir hat es hier trotzdem richtig gut gefallen. Ich kann euch nur empfehlen, nehmt euch Zeit, schlendert durch die Gänge und löst euch von dem Gedanken, dass es ein touristischer Hotspot in Seattle ist. Ich habe ja zum Beispiel in München am Viktualienmarkt auch eine tolle Zeit, obwohl dort vornehmlich Touristen unterwegs sind.

Der erste Starbucks weltweit

Direkt am Pike Place Market befindet sich außerdem eines DER Highlights in Seattle, und zwar der erste Starbucks-Coffeeshop der Welt!

Eine kleine Anmerkung, denn es wir sprechen ja vom Pike Place Market, allerdings handelt es sich gefühlt eher um eine Straße, als um einen Platz. Und die oben angesprochene Starbucks-Filiale befindet sich einfach nur auf der anderen Straßenseite, sprich direkt gegenüber des Farmer’s Market.

Historischer Rückblick: Das erste Kaffeegeschäft eröffnete im März 1971 in der 2000 Western Avenue, sprich nur einen Steinwurf, von der heutigen Location entfernt. Denn erst 1976 zog Starbucks an die heutige Adresse um: 1912 Pike Place. Hier wurden frisch geröstete Kaffeebohnen, Tee und Gewürze (coffee, tea and spices) aus aller Welt angeboten, was auch auf vielen Schildern vor Ort zu sehen ist.

Der Name Starbucks stammt aus Herman Melvilles berühmtem Roman „Moby Dick“ und bezieht sich auf den ersten Steuermann, Starbuck. Die Gründer wählten diesen Namen 1971, um die Seefahrerromantik und die Tradition der frühen Kaffeehändler zu verkörpern, die den Kaffee hierher über die Meere brachten.

Gegründet wurde Starbucks übrigens von Jerry Baldwin, Gordon Bowker und Zev Siegel.

Zurück zu der historischen Filiale, deren ursprüngliches Aussehen, einschließlich des ersten Logos, weitestgehend bewahrt wurde. Rechnet bei dem Besuch besser mit einer längeren Wartezeit, denn bei jedes Mal, wenn ich am Pike Place Market war, gab es eine größere Warteschlange.

Aber: Ich finde, die Geduld lohnt sich! Zum einen gibt es ein paar klasse Souvenirs (zum Beispiel eine spezielle Kaffeetasse für genau diese Location) und zum anderen ist es schon etwas Besonderes an diesem sehr speziellen Ort einen Kaffee zu genießen.

Gum Wall

Jetzt kommt ein harter Cut, denn vom leckeren Kaffee zu gekauten Kaugummi (=Gum) zu wechseln ist nicht ganz einfach. Wenn ihr vor dem großen Pike Place Market-Schild steht, befindet sich am Ende der Rampe auf der linken Seite in einer eher unscheinbaren Gasse ein verstecktes Kunstwerk namens „The Gum Wall“. Sie entstand wohl in den 1990er Jahren, als spontane Tradition von Theaterbesuchern, die in der Post Alley am Theater Unexpected Productions Improv auf den Einlass warteten. Ursprünglich galt es als Protest gegen die Wartezeiten und/oder Zeitvertreib, aber seitdem klebten immer mehr Menschen ihre gekauten Kaugummis an die Wand und so ist dieses „Kunstwerk“ Stück für Stück gewachsen. Mittlerweile ist eine bemerkenswert riesige Fläche an der Backsteinmauer bedeckt.

Es gab immer wieder Reinigungsversuche, wie zum Beispiel 2015, als über eine Tonne Kaugummi entfernt wurde, aber es wurden sofort wieder neue Kaugummis an die Wand geklebt, wodurch die Gum Wall Seattle erhalten blieb.

Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass dieses farbenfrohe Spektakel auf besondere Art und Weise den einzigartigen Charakter Seattles zeigt.

Columbia Center & Skydeck

Hoch ist immer eine Attraktion! Oder? Das Columbia Center ist mit 284 Metern und insgesamt 76 Stockwerken das höchste Gebäude in Seattle und war für mich ein tolles Highlight in Seattle, auch wenn es überraschenderweise in den wenigsten Reiseführern erwähnt wird.

Im 73. Stock befindet sich die öffentliche Aussichtsplattform, das Sky View Observatory (oft auch Skydeck genannt), die ihr mit einem Aufzug in etwa 40 Sekunden erreicht.

Von der Plattform habt ihr einen wunderbaren 360-Grad-Blick über die Stadt und die angrenzende Umgebung. Besonders der Ausblick nach Westen über die Bucht Puget Sound und bei gutem Wetter bis zu den Olympic Mountains, sowie nach Südosten Richtung Mount Rainier ist fantastisch. Aber auch ganz einfach der Blick auf die Skyline und die beiden Sportstätten Lumen Field und T-Mobile-Park ist von hier oben richtig toll.

Falls ihr euch fragt, ob das Columbia Center oder die Space Needle besser ist, nun, hier ist die Aussichtsplattform deutlich höher gelegen und ihr könnt die Space Needle selbst von oben sehen, was für Fotos natürlich schon klasse ist. Außerdem ist es in der Regel weniger überlaufen.

Mein Tipp wäre den Besuch vor allem bei klarem Wetter und möglichst tagsüber oder kurz vor Sonnenuntergang einzuplanen.

Seattle Central Library

Die  2004 eröffnete Seattle Central Library liegt in Downtown Seattle und gehört mit rund 11 Stockwerken und einer Fläche von etwa 34.000 Quadratmetern zu den größten Bibliotheken der Region. Das Gebäude selbst fällt vor allem durch seine moderne Glas- und Stahlkonstruktion mit einer ungewöhnlichen, kantigen Form auf.

Im Inneren könnt ihr mehrere frei zugängliche Bereiche erkunden, darunter große Lesesäle und verschiedene Aussichtspunkte mit Blick auf die Stadt. Besonders auffällig ist die sogenannte „Book Spiral“, eine spiralförmige Rampe über mehrere Etagen, auf der Sachbücher ohne Unterbrechung nach Themen geordnet sind. Auch die farblich gestalteten Bereiche, wie leuchtend rote Flure und der neonfarbene Rolltreppenbereich, sind architektonisch ungewöhnlich und leicht zu erkennen.

Der Eintritt ist kostenlos, was einen spontanen Besuch einfach macht. Für den Besuch solltet ihr etwa 30 bis 60 Minuten einplanen, je nachdem, ob ihr nur die Architektur ansehen oder euch auch in den Lesebereichen umsehen möchtet. Die Bibliothek eignet sich gut als kurzer Zwischenstopp in Downtown, vor allem wenn ihr euch für moderne Architektur interessiert.

Sportstätten

Seattle ist eine Sportstadt mit sehr viel Herz, was sicherlich auch daran liegt, dass sich alle Sportstätten im Stadtzentrum befinden. Ich habe es selbst mehrfach erlebt, welche tolle Stimmung in Seattle herrscht, wenn eines der Sportteams ein Heimspiel hat.

Ihr habt in Seattle die Möglichkeit drei der TOP 4 der amerikanischen Sportarten, also Football, Basketball, Baseball und Eishockey (in den USA nur Hockey genannt!), zu besuchen. Einzig, Basketball fehlt in Seattle, nachdem die Seattle Supersonics nach Oklahoma City verkauft wurden.

Bitte beachtet allerdings, dass jede Sportart ihre Jahreszeit hat:

Football (NFL): September bis ca. Januar / Februar

Baseball (MLB): April bis ca. Oktober

Eishockey (NHL): Oktober / November bis ca. April / Mai

Warum diese vagen Angaben? Nun, es hängt davon ob, ob es das jeweilige Team in die Playoffs (sprich so etwas wie eine Meisterschafts-KO-Runde) schafft. In dem Fall dauert die Saison dann entsprechend länger.

WICHTIG! Tickets für amerikanische Sportevents sind teuer! Ohne Wenn und Aber. Wer mit deutschen Preisen, wie zum Beispiel für ein Fußballspiel, rechnet, wird schnell vom Stuhl rutschen, wenn er sieht, was dort aufgerufen wird. Hier greift man preislich schnell in ein ganz anderes Regal. USD 200 pro Ticket sind hier keine Seltenheit – darauf solltet ihr euch einstellen.

Lumen Field (Football – Seattle Seahawks)

Das Lumen Field liegt zu Fuß nur 30 Minuten von der Waterfront entfernt und gilt als mit seinen 67.000 Sitzplätzen als eines der besten Football-Stadien der NFL. So wurde es auch bereits mehrfach (u.a. 2025) als bestes NFL-Stadion ausgezeichnet, was sicherlich auch daran liegt, dass hier eine extrem dichte Atmosphäre (die Zuschauer heißen hier „12th Man“) herrscht. Das Stadion wurde tatsächlich extra so gebaut, dass das Dach den Schall reflektiert und dadurch eine ohrenbetäubende Akustik entsteht, wodurch der Heimvorteil noch verstärkt wird. Hinzu kommen noch besonders steile Ränge, die sehr dicht am Feld liegen, was ein Stadionbesuch zu einem echten Erlebnis macht.

Wie oben bereits erwähnt beginnt die NFL-Saison Mitte September und geht (mindestens) bis Anfang Januar. Gespielt wird in der NFL donnerstags (ein Spiel), sonntags (die meisten Spiele) und am montags (ein Spiel). Donnerstag und Montag jeweils am Abend, am Sonntag gibt es verschiedene Startzeiten. Wenn ihr einen Aufenthalt in Miami plant, würde ich parallel auch schon mal nach Tickets für ein Football-Spiel schauen. Diese sind nämlich oftmals ausverkauft und dann auch dementsprechend teuer. Auch hier bitte keine falschen Erwartungen haben, NFL-Spiele sind generell kein günstiges Vergnügen. Mit zwischen USD 150 und 300 pro Ticket sollte man schon rechnen. ABER, ein NFL-Spiel ist ein Ganztages-Event, denn das Spiel alleine dauert schon ungefähr 4 Stunden.

Tickets gibt es auf der offiziellen Seite der Seattle Seahawks oder bei Ticketmaster.

T-Mobile Park (Baseball – Seattle Mariners)

Baseball gehört zu den USA wie Hotdogs und Burger. Dementsprechend ist es wirklich eine lustige Sache einmal ein Baseball-Spiel live zu erleben, auch wenn der Unterhaltungsfaktor generell durchaus höher sein könnte.

Die Seattle Mariners spielen im T-Mobile Park, der sich direkt neben dem Lumen Field befindet. Es bietet knapp 48.000 Sitzplätze und die Spiele sind speziell im Sommer immer eine große Party. Allerdings sind die Mariners erst in den letzten Jahren wieder etwas besser geworden.

Bei Tickets würde ich empfehlen zu versuchen so nah wie möglich am Feld zu sitzen. Tickets für Baseball-Spiele sind nicht ganz so teuer, wie bei anderen Sportarten, weshalb es vielleicht etwas leichter fällt, etwas mehr Geld auszugeben. Und wenn man schon so weit unten sitzt, dann idealerweise hinter der 1ten Base, denn hier passiert ganz klar am meisten! Ich fände zB Plätze in den Sektoren 122 und 123 sehr gut.

Climate Pledge Arena (Eishockey – Seattle Kraken)

Das Stadion der Seattle Kraken befindet sich fast direkt neben der Space Needle und ist dadurch auch sehr leicht vom Zentrum aus erreichbar. Hier spielten früher auch die Seattle Supersonics in der NBA (Basketball).

Amazon kaufte die Namensrechte an der zwischenzeitlich für 930 Millionen Dollar umgebauten Arena und entschied sich dafür, sie nach seinen Umweltzielen zu benennen, woraus der Name Climate Pledge Arena hervorgegangen ist.

Es ist das Heimstadion des NHL-Teams und wird für Eishockeyspiele, Konzerte und andere Großveranstaltungen genutzt. Hier habe ich leider noch keinerlei Erfahrungen gemacht.

Space Needle

Die Space Needle (auf Deutsch: Weltraumnadel) ist ein 184 Meter hoher Aussichtsturm in Seattle, der zur Weltausstellung 1962 eröffnet wurde, und so etwas wie DAS Wahrzeichen von Seattle. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung war sie das höchste Bauwerk im Westen der USA! Ich war leider nur einmal oben und zwar im Jahr 2017. Im Jahr 2018 wurden die Aussichtsbereiche umfangreich modernisiert.

Ich finde den Namen übrigens sehr passend, denn das Design erinnert mich sofort an eine fliegende Untertasse, die auf drei Stahlbeinen thront.
Fun Fact: Inspiriert wurde das Design vom Stuttgarter Fernsehturm.

Ihr erreicht die Aussichtsplattform mit einem außen verlaufenden Aufzug, was ziemlich lustig ist. Dieser fährt nämlich an der Außenseite des Turms nach oben und bietet während der Fahrt bereits freie Sicht auf die Stadt. 2025 eröffnete der Skyliner 1 – der erste vollständig verglaste, doppelstöckige Außenaufzug in Nordamerika und der erste auf einem Turm weltweit. Die Hauptplattform befindet sich in etwa 160 Metern Höhe, also rund 24 Meter unter der Spitze.

Oben angekommen bewegt ihr euch auf einem offenen 360-Grad-Panoramadeck. Bei mir war es ganz schön kalt da oben, seid also vorbereitet – je nachdem wann ihr dort seid. Durch die Glaswände habt ihr einen prima Ausblick in alle Richtungen, theoretisch, denn ich hatte leider miserables Wetter. Bei klarer Sicht erkennt ihr die verzweigte Wasserlandschaft des Puget Sound, die Bergkette der Olympic Mountains und den schneebedeckten Mount Rainier in der Ferne.

Ein Stockwerk darunter gibt es auf 152 m Höhe einen rotierenden Glasboden, der auch als Loupe bezeichnet wird. Dieser ist tatsächlich der einzige weltweit, der sich dreht.


Für den Besuch benötigt ihr ein Ticket mit fest reservierter Uhrzeit. Der Einlass erfolgt in Zeitfenstern von jeweils 30 Minuten und pro Zeitfenster wird nur eine begrenzte Anzahl an Besucherinnen und Besuchern eingelassen. Tickets könnt ihr online direkt auf der Website kaufen oder bei getyourguide. Der Vorteil bei getyourguide ist, dass ihr bis zu 24 Stunden kostenlos stornieren könnt, was beispielsweise bei schlechtem Wetter durchaus Sinn machen kann. Generell ist es aber so oder so sehr empfehlenswert, die Tickets im Voraus zu buchen, da viele Zeitfenster schnell ausgebucht sind.

Museum of Pop Culture (MoPop)

Direkt neben der Space Needle findet ihr ein tolles Highlight, das ganz wunderbar zu Seattle passt: das Museum of Pop Culture. Es widmet sich Musik, Film, Science-Fiction und Videospielen und zeigt vor allem originale Exponate aus der Popkultur.

Ihr seht dort unter anderem Instrumente, Bühnenkleidung und persönliche Gegenstände von Künstlern wie Jimi Hendrix (die ikonische E-Gitarre vom Woodstock Festival) und der Band Nirvana sowie Filmkostüme, Requisiten und Objekte aus bekannten Science-Fiction- und Fantasy-Produktionen (wie zB aus Terminator, Star Wars, Alien oder Blade Runner). Ein zentrales Objekt ist eine mehrstöckige Installation aus hunderten echten Instrumenten.

Besonders ist der interaktive Bereich „Sound Lab“, in dem ihr selbst Instrumente spielen, Gesang aufnehmen oder einfache Musikproduktionen ausprobieren könnt.

Die Ausstellungen verteilen sich auf mehrere Etagen, und ihr solltet etwa zwei bis drei Stunden für den Besuch einplanen. Neben festen Ausstellungen gibt es regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen, sodass sich der Inhalt teilweise verändert.

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Chihuly Garden and Glass

Und hier kommt sogar noch eine weitere tolle Attraktion in dem gleichen Areal rund um die Space Needle und das MoPop. Das Chihuly Garden and Glass zeigt Glasarbeiten des Künstlers Dale Chihuly und besteht aus mehreren Innenräumen, einem großen Glashaus und einem Außengarten.

In den Ausstellungsräumen seht ihr farbige Glasskulpturen, große Deckeninstallationen, Glasgefäße und detailreiche Formen, die teilweise mehrere Meter groß sind. Das Glashaus ist etwa 12 Meter hoch und enthält eine lange, hängende Glasinstallation, die ihr von verschiedenen Positionen aus betrachten könnt. Im Außengarten sind die Glasobjekte zwischen Pflanzen, Wasserflächen und Wegen platziert, sodass ihr sie aus nächster Nähe ansehen könnt.

Der Besuch erfolgt als Rundgang durch alle Bereiche und ihr solltet etwa ein bis zwei Stunden einplanen.

Fotografieren ist erfreulicherweise erlaubt, wobei sich die Wirkung der Glasobjekte je nach Licht und Tageszeit ständig verändert.

Bei getyourguide gibt es lohnenswerte Kombi-Tickets mit der Space Needle.

Ich will ehrlich sein, für mich klang diese 2012 eröffnete Ausstellung zuerst etwas „sperrig“, denn ich bin nicht wirklich ein Museumsfreund (außer wenn es sich um Musik und Filme handelt), aber das Chihuly Garden and Glass ist wirklich eine der besten Sehenswürdigkeiten in Seattle! Ein Besuch ist ausgesprochen lohnenswert.

Kerry Park

Der Kerry Park liegt auf einem Hügel im nördlichen Stadtteil Queen Anne und bietet einen klaren Blick auf die Skyline von Seattle, den Puget Sound und bei guter Sicht auf den schneebedeckten Mount Rainier.

Vom Space Needle dauert es zu Fuß ca. 30 Minuten, wobei es dabei durchaus spürbar bergauf geht. Der Park selbst ist klein, bietet aber mehrere Plattformen für Fotos, Bänke zum Entspannen und Wege, die zu unterschiedlichen Perspektiven auf die Stadt und die Bucht führen.

Grab von Bruce Lee

Vielleicht keine klassische Sehenswürdigkeit, aber seit dem Film Karate Tiger mit Jean-Claude van Damme, wusste ich, dass sich das Grab von Bruce Lee in Seattle befindet – genauer gesagt auf dem Lake View Cemetery. Vom Stadtzentrum aus benötigt ihr mit dem Auto etwa 15 bis 20 Minuten, je nach Verkehr, zu Fuß ist der Zugang schwieriger, da der Friedhof weiter entfernt auf einem Hügel liegt.

Am Grab selbst könnt ihr die Gedenkstelle besichtigen und dem Schauspieler und Kampfkünstler Tribut zollen. Meistens wird die Grabstätte mit Fotos und Blumen der Besucher verziert.

Meine besten Spot-Tipps in Seattle auf einer Karte

Ich habe auf der Karte die wichtigsten Spots markiert.

Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.

Meine Hoteltipps in Seattle

Oftmals ist es relativ schwer generelle Hoteltipps bei Großstädten zu geben, weil jeder etwas anderes sucht. Manchen ist es wichtig einen Pool oder ein Fitnessstudio zu haben, andere suchen Hotels in der Nähe von bestimmten Sehenswürdigkeiten und manchmal wollen die Besucher das Hotel zum Star des Aufenthalts machen, sprich es muss ein Top-Hotel sein, um möglichst komfortabel zu wohnen.

Hier in Seattle ist es allerdings so, dass alle Punkte generell gut zusammengefasst werden können: Meine Empfehlung ist, sucht euch ein Hotel in zentraler Lage

  • westlich der Bell Street,
  • südlich der 5th Avenue und
  • östlich der Cherry Street.

In diesem Bereich findet jeder ein Hotel – egal welche Anspruch an das Hotel gestellt wird.

Das wichtigste hierbei ist, dass ihr eigentlich alle Top-Spots zu Fuß erreichen könnt, keinen allzu massiven Lärm um euch herum, sprich keine große Straße, und ihr zudem viele Restaurants und Cafés zur Auswahl habt.

Ich habe zweimal privat gewohnt und einmal habe ich in folgendem Hotel gewohnt, was klasse war:

The Sound Hotel Seattle Belltown (by Hilton)

Dieses ansprechende 3*-Hotel liegt im zentralen Stadtteil Belltown (zählt zu Downtown) und eignet sich deshalb sehr gut als Ausgangspunkt, um die Stadt zu Fuß zu erkunden. Zur Space Needle benötigt ihr nur etwa 15 bis 20 Minuten und zum Pike Place Market sind es ca. 10 Minuten. Alle anderen oben angegebenen Sehenswürdigkeiten (bis auf das Grab von Bruce Lee) sind ebenfalls fußläufig erreichbar, so dass ihr eigentlich nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen seid.

Die Zimmer sind modern und zweckmäßig eingerichtet und ich würde sagen, dass das Hotel für die ausgewiesenen 3* sehr gut ausgestattet ist. Mir hat vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis für die sehr gute Lage besonders gefallen,

2120 4th Ave, Seattle

Was sind die besten Tagesausflüge rund um Seattle?

Mount Rainier National Park (ca. 2 Stunden)

Der Park liegt etwa zwei Stunden von Seattle entfernt und bietet Berglandschaften, Seen, Aussichtspunkte und Wanderwege rund um den über 4.400 m hohen Vulkan Mount Rainier.
Ihr könnt Aussichtspunkte wie Reflection Lakes besuchen, kurze Wanderungen machen oder einfach die Panoramastraßen fahren. Für einen Tagesausflug solltet ihr früh starten, da die Fahrt relativ lang ist.

Bainbridge Island

Die Insel erreicht ihr mit der Fähre direkt vom Zentrum aus in etwa 35 Minuten.
Dort könnt ihr durch den kleinen Ort laufen, am Wasser spazieren und die Aussicht auf Seattle genießen. Der Ausflug eignet sich gut, wenn ihr keinen Mietwagen habt.

Snoqualmie Falls

Der Wasserfall ist etwa 30–45 Minuten von Seattle entfernt und fällt rund 82 Meter in die Tiefe.

Ihr könnt ihn von einer Aussichtsplattform sehen oder über einen kurzen Weg näher herangehen. Der Besuch dauert meist 1–2 Stunden und kann bei getyourguide gebucht werden.

Ich habe weiter unten bei den Film-Locations auch etwas hierzu geschrieben, da dieser Spot bei der Serie Twin Peaks eine große Rolle spielt.

Gig Harbour (Mietwagen benötigt)

Gig Harbor ist ein ruhiger Tagesausflug etwa 1 bis 1,5 Stunden südlich von Seattle, je nach Verkehr und Route über die Tacoma Narrows Bridge. Der Ort liegt direkt am Wasser und ist bekannt für seinen kleinen Hafen mit Blick auf Boote, den Puget Sound und bei klarem Wetter auf den Mount Rainier.

Ihr könnt entlang des Harborview Drive spazieren, der direkt am Wasser verläuft und mehrere Aussichtspunkte, Sitzbänke und kleine Parks bietet.

Whalewatching

Whale Watching ist einer der besten Tagesausflüge von Seattle, allerdings starten die meisten Touren nicht direkt im Zentrum, sondern in Orten wie Edmonds (ca. 30 Minuten), Everett (ca. 45 Minuten) oder vor allem Anacortes (ca. 1,5 Stunden).

Von dort fahren Boote in die Gewässer rund um die San Juan Islands, wo ihr Orcas, Buckelwale, Grauwale und andere Meerestiere sehen könnt. Die Touren dauern meist 3 bis 5 Stunden und die Chancen, Orcas zu sehen, sind besonders zwischen Mai und Oktober hoch.

Wenn ihr keinen Mietwagen habt, gibt es auch Touren mit Bustransfer ab Seattle, diese dauern dann meist einen ganzen Tag.

Es gibt aber auch Touren ab Seattle, die ihr hier bei getyourguide buchen könnt.

Ihr solltet warme Kleidung mitnehmen, da es auf dem Wasser auch im Sommer kühl und windig sein kann.

Filmtourismus – wo kann ich Drehorte von berühmten Filmen finden?

Für meinen Besuch habe ich mir ein paar, für mich persönlich, besondere Highlights herausgesucht. Filme oder Serien, die mag, die für mich eine Bedeutung haben oder die ganz einfach „Geschichte geschrieben“ haben. Ich liebe es ja, genau diese Location eines Film zu sehen, wo „es“ passiert ist, sprich wo der Film gedreht wurde.

Fifty Shades of Grey

Der Film Fifty Shades of Grey basiert auf dem gleichnamigen Roman von E. L. James und spielt größtenteils in Seattle. Im Mittelpunkt steht die Studentin Anastasia Steele (Dakota Johnson), die den wohlhabenden Unternehmer Christian Grey (Jamie Dornan) kennenlernt und ihn im Laufe der Handlung auch in seinem Apartment besucht. Dieses Penthouse wird im Film als modernes Luxusapartment mit großen Glasflächen und weitem Blick über die Stadt dargestellt. Die Innenräume, die ihr im Film seht, wurden jedoch nicht in einem echten Apartment in Seattle gedreht, sondern als Studiokulisse gebaut.

Als reale Vorlage für Greys Apartment gilt das Hochhaus Escala in der 1920 4th Avenue im Stadtteil Belltown. Dieses Wohngebäude existiert tatsächlich und wird auch im Buch als Wohnort der Figur genannt.

Das echte Penthouse im Gebäude wurde für rund 6,2 Millionen US-Dollar verkauft und gehört zu den hochpreisigen Eigentumswohnungen der Stadt. Die Autorin bestätigte jedoch, dass sie das reale Penthouse nie selbst betreten hat und viele Details der Wohnung für die Geschichte frei erfunden wurden.

Wenn ihr Drehorte aus dem Film sucht, solltet ihr wissen, dass ein großer Teil der Szenen nicht in Seattle, sondern in Vancouver gedreht wurde. Die Stadt dient häufig als Ersatzkulisse für Seattle und andere US-Städte, da sie ähnliche Gebäude und Straßenzüge bietet. Das Escala-Gebäude ist dennoch einer der wenigen realen Orte in Seattle, die direkt mit der Film- und Buchvorlage in Verbindung gebracht werden.

Schlaflos in Seattle

Der Film Schlaflos in Seattle wurde teilweise an echten Orten in Seattle gedreht, auch wenn nicht alle Szenen dort entstanden sind. Die Geschichte handelt von Sam Baldwin, gespielt von Tom Hanks, der nach dem Tod seiner Frau mit seinem Sohn nach Seattle zieht. Durch eine Radiosendung wird Annie Reed, gespielt von Meg Ryan, auf ihn aufmerksam. Einige der bekanntesten Szenen zeigen reale Orte in der Stadt, die ihr auch heute noch besuchen könnt.

Eine der Filmszenen wurde im The Athenian Seafood Restaurant and Bar gedreht, das sich im Gebäude des Pike Place Market befindet. In dieser Szene sitzt Sam mit seinem Freund und spricht über Beziehungen und Dating. Das Restaurant existiert weiterhin und ihr könnt den Innenbereich betreten und die ungefähre Position erkennen, an der die Szene gefilmt wurde. Eine kleine Gedenktafel weist darauf hin, dass hier Dreharbeiten mit Tom Hanks stattgefunden haben.

Das Restaurant wurde bereits 1909 eröffnet und gehört zu den älteren durchgehend betriebenen Lokalen im Pike Place Market. Es liegt im oberen Bereich des Marktgebäudes und bietet Fensterplätze mit Blick auf den Puget Sound.

Twin Peaks

Die Serie Twin Peaks wurde im Bundesstaat Washington gedreht und spielt in der fiktiven Kleinstadt Twin Peaks. Viele Außenaufnahmen entstanden in echten Orten außerhalb von Seattle, vor allem in kleineren Städten und ländlichen Regionen.

Hierbei untersucht FBI-Agent Dale Cooper, gespielt von Kyle MacLachlan, den Mord an der Schülerin Laura Palmer. Dabei besucht er regelmäßig ein Café – das Double R Diner – um dort seinen geliebten Kirschkuchen zu essen und über den Fall zu nachzudenken.

Das echte Drehort-Café ist das Twede’s Cafe in der Stadt North Bend. Es liegt etwa 50 Kilometer östlich von Seattle, und ihr benötigt mit dem Auto ungefähr 40 bis 50 Minuten für die Anfahrt.

Im Inneren findet ihr typische Sitzecken, eine Theke und Fensterplätze, die im Stil eines klassischen amerikanischen Diners gestaltet sind. Einige Bereiche erinnern immer noch (stolz) an die Serie und so gibt es auch einige Fotos der Dreharbeiten und der Serie Twin Peaks.

Aber das Schöne ist, dass es weiterhin ein reales Restaurant und kein Museum ist, sodass ihr dort ganz normal einkehren könnt.


Nur zehn Minuten mit dem Auto entfernt befindet sich der zweite, ganz große Spot der Serie, und zwar das Great Northern Hotel, in dem Agent Cooper während seiner Zeit in Twin Peaks wohnt. In Wirklichkeit handelt es sich um die Salish Lodge & Spa in dem kleinen Ort Snoqualmie. Der Wasserfall, der immer wieder eingeblendet wird, die Snoqualmie Falls könnt ihr tatsächlich direkt neben dem Hotel besichtigen. Erfreulicherweise gibt es zahlreiche Parkplätze und auch Aussichtspunkte.


Wenn ihr auf dem Weg zwischen den beiden Locations einen kleinen Umweg in Kauf nehmt und über die SE Reinig Road fahrt, könnt ihr sogar immer noch das „Welcome to Twin Peaks“-Schild, welches im endlos langen Vorspann gezeigt wird, sehen. Lustigerweise ist es sogar bei Google Maps als eigener Spot markiert.

Mein Fazit zu Seattle

Ich wollte tatsächlich schon immer mal nach Seattle, vornehmlich weil ich ein genereller Fan der Westküste der USA bin, aber auch weil die Stadt gefühlt immer so eine besondere Aura umgibt. Ich persönlich kann mit der Musikrichtung Grunge nicht wirklich etwas anfangen, aber dennoch fand ich die Bilder damals aus Seattle irgendwie faszinierend. Wenn eine Musikrichtung so klar mit einer Stadt in Verbindung gebracht,  finde ich das sowieso immer spannend – siehe Nashville oder New Orleans. Für mich war Seattle aber immer etwas rotzig und irgendwie einzigartig. Dazu ist die Space Needle einfach ein ikonisches Wahrzeichen. Und die Seattle Seahawks sind vermutlich eines der beliebtesten Football-Teams in den USA. Ich war einmal im Dezember in Seattle und zu erleben, wie die ganze Stadt in grün-blau getaucht wird, war mehr als außergewöhnlich und die Stimmung hat mich komplett mitgerissen. Im Sommer ist dagegen die Waterfront einfach nur wunderschön und eine echte Filmkulisse.

Negativ ist mir aufgefallen, dass ich Seattle als nicht wirklich sauber empfunden habe, es bedauerlicherweise viele Homeless-People (also Obdachlose) gab und die Stadt so ein bisschen in der Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Mittlerweile wurde die Space Needle immerhin modernisiert.

Was dagegen sehr positiv ist, dass sich der touristisch interessante Teil sehr stark auf die Waterfront, die Sportarenen und den Bereich um die Space Needle beschränkt. Die Wege sind relativ kurz und dazwischen gibt es unzählige tolle Restaurants und noch mehr Cafés.

Ich hatte jedes Mal eine tolle Zeit in Seattle und mag es ja generell sehr gerne, wenn man eine Stadt nicht nur besichtigen, sondern auch erleben kann. Und genau das ist hier in Seattle der Fall…

Fun Facts zu Seattle

  • Die Space Needle ist „nur“ das achthöchste Bauwerk der Stadt
  • Seattle gilt als Kaffeehauptstadt der USA und hat mehr Cafés pro Einwohner als jede andere amerikanische Stadt.
  • Der erste Starbucks wurde 1971 im Pike Place Market eröffnet.
  • Die erste Starbucks-Filiale außerhalb Nordamerikas eröffnete 1996 in Japan.
  • Der Name Starbucks stammt aus dem Roman „Moby-Dick“, benannt nach dem Steuermann Starbuck.
  • Amazon wurde 1995 in Seattle gegründet.
  • Seattle ist einer der wichtigsten Technologiestandorte der Welt und Heimat von Firmen wie Amazon und Microsoft.
  • Auch der Flugzeughersteller Boeing wurde 1916 in Seattle gegründet und prägte die Luftfahrtindustrie.
  • Seattle ist die Geburtsstadt der Grunge-Musik, die in den 1990er-Jahren weltweit populär wurde. Die Band Nirvana machte den Musikstil international bekannt und machte Seattle zum Zentrum dieser Bewegung. Auch andere bekannte Künstler wie Pearl Jam, Soundgarden und Jimi Hendrix stammen aus Seattle oder der Region.
  • Seattle hat durchschnittlich über 200 bewölkte Tage pro Jahr, mehr als viele andere Großstädte in den USA. Es regnet häufig, aber meist nur leicht – insgesamt fällt weniger Regen als in Städten wie New York oder Miami.
  • Seattle spielte eine wichtige Rolle in der US-Craft-Beer-Bewegung, unter anderem durch die Gründung der Redhook Brewing Company in den 1980er-Jahren. Heute gibt es in Seattle und Umgebung eine sehr große Anzahl an Mikrobrauereien und lokalen Biermarken.
  • Seattle wird Emerald City genannt, wegen der vielen immergrünen Wälder in und um die Stadt.
  • Die Region ist seit mindestens 4.000 Jahren besiedelt.
  • Seattle gilt als eine der gebildetsten Städte der USA mit sehr vielen Hochschulabsolventen.