Reisetipps USA – Tennessee – Nashville

  • Ich habe 1 1/2 Jahre in Nashville gelebt und mich während dieser Zeit in diese großartige Stadt verliebt.

  • Die Hauptstadt des Bundesstaates Tennessee gilt als die Musik-Hauptstadt der Welt – nirgends wird mehr Musik produziert als hier!

  • Der Broadway, Nashvilles Hauptstraße, ist gesäumt von Restaurant und (Rooftop-)Bars mit sehr viel Live-Musik.

  • Aus dem Grund wird Nashville auch Nashvegas oder „Capitol of the Bachelorette-Parties“ genannt.

  • Die Sportteams Nashville Predators (Eishockey) und Tennessee Titans (Football) haben einen extrem hohen Stellenwert in der Stadt!

Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?

Impressionen aus Nashville – ein kleines „Best-of“

Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps

Als ich das erste Mal nach Nashville gereist bin, hatte ich ehrlich gesagt kaum eine Vorstellung von dieser wunderschönen Südstaaten-Stadt. Klar, ich kannte Tennessee-Whiskey, der aus der Nähe von Nashville kommt, und war schon immer ein geheimer Fan von Country-Musik, aber darüber hinaus wusste ich kaum etwas. Was ich dann erlebt habe, hätte ich so definitiv nicht erwartet. DENN, in diesen traumhaften Sommertagen hat Nashville mein Herz im Sturm erobert… Die Atmosphäre, die (Live-)Musik, die Freundlichkeit der Menschen, das leckere Essen und dieses einzigartige Südstaaten-Flair… Was für eine Stadt!

  • Generell
    Nashville liegt im Bundesstaat Tennessee im Südosten der USA und erstreckt sich entlang des Cumberland River. Die Stadt hat rund 700.000 Einwohner und gehört damit zu den größeren Städten der Region. Nashville gilt als kulturelles Zentrum des Bundesstaates, vor allem durch seine Rolle in der Musikgeschichte, insbesondere im Bereich Country.
    Tatsächlich gilt Nashville als aufstrebende Stadt – so haben unter anderem viele große/internationale Firmen oder Konzerne hier ihre Headquarter oder großen Zentralen, wie zum Beispiel Bridgestone, Nissan (North America) oder Dollar General.
    Der Name Nashville geht auf Francis Nash (1742–1777) zurück, einen Brigadegeneral im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.
  • Welche Spitznamen hat Nashville?
    Music City: Der bekannteste Spitzname, da Nashville das Zentrum der Country-Musik und Musikindustrie ist.
    Athen des Südens: Aufgrund der zahlreichen Bildungseinrichtungen (Universitäten & Colleges) und der Architektur, zum Beispiel der Nachbildung des Parthenon.
    Nashvegas: Eine offensichtlich Anspielung auf Las Vegas, weil es hier ähnlich dem Strip in Vegas mit dem Broadway und seinen vielen Honky-Tonk-Barsdie eine ähnliche lebhafte Partyszene gibt.
    Smashville: Wird oft bei Sportevents verwendet, insbesondere bei der Eishockeymannschaft der Nashville Predators.
  • Wann ist die beste Reisezeit?
    Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, denn in den Monaten April bis Mai, sowie September bis Oktober erwartet euch zwar mildes, angenehmes Wetter und es ist weniger überlaufen als im Hochsommer. Allerdings ist die Stimmung im Sommer absolut fantastisch in der Stadt! In den unzähligen Bars der Stadt gibt es tolle Konzerte und es finden tolle Festivals statt. Dafür ist es allerdings wirklich heiß und die Luftfeuchtigkeit ist durchaus hoch.
    Deshalb würde ich sagen, wer gerne die Stadt besichtigen möchte, sollte im Frühjahr und Herbst nach Nashville kommen. Falls ihr allerdings gerne Live-Musik hört und auch ab und zu (ein bisschen) feiern wollt, dann ist der Sommer (mit seinen warmen Nächten) perfekt geeignet.
  • Wieviel Zeit sollte man einplanen?
    Abhängig davon, ob ihr Nashville besichtigen oder erleben wollt?! Die Besichtigung dauert vielleicht zwei Tage, je nachdem wie tief ihr die Stadt kennen lernen wollt. Falls ihr Nashville allerdings erleben möchtet, empfehle ich euch auf jeden Fall ca. von Donnerstag bis Montag zu bleiben.
  • Haben die beiden Sportmannschaften Einfluss auf den Besuch der Stadt?
    Wir sprechen hier von den Nashville Predators (Eishockey) und den Tennessee Titans (American Football) und JA, es handelt sich um einen sehr wichtigen Punkt. Hierzu schreibe ich weiter unten noch etwas mehr, aber vorab schon mal die Info, dass Nashville aufgrund der vielen Bars eines der beliebtesten Ziele für Auswärtsfans ist! DENN, in Nashville befinden sich beide Sportstätten mitten in der Stadt, so dass vor und nach den Spielen immer sehr viel los ist.
  • Wie komme ich nach Nashville?
    Von Deutschland aus gibt es keine Non-Stop-Flüge zum Nashville International Airport (BNA). Ich bin tatsächlich meist über eines der amerikanischen Drehkreuze (Atlanta, Washington, New York oder Detroit) angereist.
    Oder aber wenn ihr mit einem Mietwagen unterwegs seid, liegt Nashville auf der Strecke zwischen zB Cincinnati nach Atlanta.
  • Wie komme ich vom Flughafen in die Innenstadt?
    Die Buslinie 18 (WeGo Public Transit) fährt stündlich (und sehr günstig) vom Ground Transportation Center (Ebene 1 des Parkhauses) ins Zentrum. Die Fahrzeit beträgt in der Regel etwa 20 Minuten.
    Ansonsten bietet sich auch ein UBER an, da die Fahrtzeit – je nach Verkehr – recht kurz ist.
  • Wie bewege ich mich in Nashville?
    Hier direkt die wichtigste Info: Eine U-Bahn/Metro gibt es nicht! In Nashville ist der öffentliche Nahverkehr hauptsächlich durch WeGo Public Transit (ehemals MTA – Metropolitan Transit Authority) geprägt, das ein Netz aus Bussen betreibt.
    Das Gute ist, dass ihr im Zentrum von Nashville nahezu alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen könnt. Lediglich die Grand Ole Opry und das Parthenon liegen etwas weiter außerhalb.
  • Kann ich mir Fahrräder in Nashville ausleihen?
    Ja, es gibt Fahrradverleihoptionen, wobei besonders Nashville BCycle, ein öffentliches E-Bike-Sharing-System, hervorzuheben ist. Zudem bieten Anbieter wie Lime E-Bikes und E-Scooter über ihre Apps an, die in der ganzen Stadt verteilt sind.
  • Was sind Honky-Tonk-Bars?
    Diesen besonderen Bars werdet ihr in Nashville sehr häufig begegnen, speziell rund um den Broadway! Es handelt sich um traditionelle, recht rustikale Kneipen mit Live-Country-Musik, Tanzflächen (oft aus Holz), Alkohol und einer lockeren Atmosphäre bekannt sind. Sie entstanden Ende des 19. Jahrhunderts als Treffpunkte für die Arbeiterklasse und stehen auch für die Country-Musik. Meistens bezahlt ihr hier auch keinen Eintritt.
  • Was ist die Grand Ole Opry?
    Ich könnte mir vorstellen, dass viele ein Gebäude dahinter vermuten, aber dem ist nicht so, weshalb ich ich diese Frage hier auch eingebaut habe. Die Grand Ole Opry in Nashville ist die weltweit am längsten laufende Radiosendung und gilt als das „Zuhause der Country-Musik“. Seit 1925 wird die Live-Show wöchentlich übertragen und präsentiert eine Mischung aus Country-Legenden, Stars und neuen Talenten. Sie hat Kultstatus und ist eine der prestigeträchtigsten Bühnen für Country-Musiker.
  • Welche Promis leben in Nashville?
    Tatsächlich leben einige bekannte Persönlichkeiten, vor allem aus der Musikszene, aber auch aus anderen Bereichen. Die Stadt ist weniger ein klassischer „Promi-Hotspot“ als Los Angeles, dafür wohnen viele hier vergleichsweise unauffällig. Hier ein paar Namen:
    Taylor Swift (hat hier ihre Karriere gestartet und besitzt noch Immobilien)
    Keith Urban
    Nicole Kidman
    Jack White
    Miley Cyrus (aufgewachsen in der Region)
    Sheryl Crow
    Chris Stapleton
    Carrie Underwood
    Reese Witherspoon
    Justin Timberlake
    Johnny Galecki (Big Bang Theory)
    Was auffällt: Viele Künstler leben nicht direkt im Zentrum, sondern eher in ruhigeren Vierteln oder im Umland (z. B. Franklin oder Brentwood). Gleichzeitig gehört es in Nashville fast ein bisschen zum Alltag, bekannten Musikern einfach so zu begegnen.

Die besten Spots in Nashville

Folgend nun die verschiedenen Spots und Sehenswürdigkeiten von Nashville mit Erklärungen und Infos zu dem jeweiligen Besuch.

Bei der Reihenfolge habe ich mit DER bekanntesten Attraktion (der Broadway) angefangen, um dann die Highlights rund um diese außergewöhnliche Straße zu beschreiben. Dabei bin ich grob von West nach Ost gegangen.

Danach habe ich bei den weiteren Sehenswürdigkeiten mich immer weiter im Zentrum entfernt.

Ich würde daraus nicht unbedingt eine Wertung ableiten, denn das Parthenon zB ist wirklich ein prima Spot, aber er liegt eben auch ein wenig außerhalb.

Broadway

Der Broadway in Nashville ist sicherlich die bekannteste Straße der Stadt und gleichzeitig genau das, was viele (speziell in den USA selbst) mit Nashville verbinden. Hier reiht sich eine Honky-Tonk-Bar an die nächste, viele davon mit mehreren Etagen und offenen Fronten zur Straße, so dass aus jeder Tür ein anderer Song schallt. Überall leuchten Neon-Schilder und Livemusik gibt es quasi rund um die Uhr. Dazu kommen die vielen Rooftop-Bars mit einer großartigen Sicht auf den blinkenden Broadway. Summernight-Feeling pur.

Mich hat vor allem die fröhliche und positive Stimmung total begeistert, denn ihr könnt ganz entspannt von Bar zu Bar ziehen, wichtigtuerische Türsteher gibt es nicht, sondern es ist einfach ein großes, lustiges (Country-)Musikfest. In den meisten Bars bezahlt ihr nämlich auch keinen Eintritt.

Die bekannten Spots sind Tootsies Orchid Lounge, Robert’s Western World oder Hong Tonk Central, aber im Grunde unterscheiden sich die verschiedenen Bars kaum. Schaut einfach rein, ob euch die jeweiligen Location gefällt und falls nicht, probiert ihr es einfach bei der nächsten Bar erneut. Falsch machen kann man hier kaum etwas.

Zwischendurch findet ihr immer wieder große und kleine Läden mit Cowboyboots, Hüten und typischem Country-Zubehör, die sich wie selbstverständlich sehr passend in das Gesamtbild vom Boradway einfügen.

Mein Tipp: Kommt mehrmals zum Broadway – zu unterschiedlichen Tageszeiten. Mittags zum Shoppen und Bummeln, nachmittags um die Atmosphäre zu genießen und abends um selbst (ein bisschen) in die Party einzutauchen. Freut euch vor allem auf tolle Musik, denn fast alle Künstler sind hier richtig gut, und eine herausragende Atmosphäre wie in einem Film…

Ryman Auditorium

Das Ryman Auditorium liegt am Rand des Broadway und gehört zu den geschichtsträchtigsten Konzertlocations der Stadt. Von außen wirkt das Gebäude fast wie eine Kirche, was kein Zufall ist, denn genau als solche wurde es Ende des 19. Jahrhunderts gebaut, bevor es später zur Musikbühne wurde. Was für ein Kontrast – hier die Partymeile und dort diese altehrwürdige Ruhmeshalle der Country-Musik.

Besonders bekannt ist das „Ryman“ nämlich als ehemalige Heimat der Radioshow Grand Ole Opry (siehe meine Übersicht weiter oben – letzter Punkt), die hier jahrzehntelang stattfand und durchaus viele Karrieren geprägt hat. Dementsprechend lang ist auch die Liste der Künstler, die hier aufgetreten sind – von Johnny Cash über Dolly Parton bis hin zu Elvis Presley.

Als ich das erste Mal nach Nashville kam, war diese Country-Welt für mich relativ neu, aber diese spürbare, musikalische Tradition, die heute immer noch „voll da“ ist, hat mich wirklich erwischt. In Nashville wird Country-Musik gelebt und das zeigt sich unter anderem hier im Ryman Auditorium.

Was die Location so besonders macht, ist vor allem die Atmosphäre im Innenraum mit viel Holz, einer extrem engen Bestuhlung (ich habs ausprobiert) und einer Akustik, die als eine der besten in den USA gilt. Wir sprechen hier nicht von einer großen Arena, sondern von einer Konzertlocation, bei der ihr vergleichsweise richtig nah dran seid.

Ihr könnt das Ryman entweder im Rahmen von Führungen tagsüber besichtigen oder abends für Konzerte besuchen. Veranstaltungen finden hier regelmäßig statt, aber die Nachfrage ist sehr hoch, vor allem bei bekannten Acts, daher lohnt es sich, Tickets frühzeitig zu buchen.

Country Music Hall of Fame

Von einem Musik-Highlight zum nächsten: der Country Music Hall of Fame. Dieses beeindruckende Museum liegt ebenfalls zentral in Downtown, nur wenige Gehminuten vom Broadway entfernt. Von außen wirkt das Gebäude überraschend modern und großzügig, innen ist dann aber alles klar aufgebaut, sodass ihr euch gut orientieren und im wahrsten Sinne des Wortes Schritt für Schritt durch die Geschichte der Country-Musik gehen könnt.

In den USA gibt es nur eine weitere vergleichbare Hall of Fame, und zwar die Rock and Roll Hall of Fame in Cleveland. Insofern kann ich euch nur empfehlen, diese gut gemachte Ausstellung, die euch die Musik und ihre Hintergründe näher bringt, zu besuchen.

Ihr seht dort Bühnenoutfits, Instrumente und persönliche Gegenstände, die die Entwicklung des Genres greifbarer machen. Geehrt werden hier unter anderem Johnny Cash, Dolly Parton, Hank Williams, Willie Nelson, Patsy Cline, Garth Brooks oder auch Bob Dylan – also eine ziemlich breite Mischung.

Ihr könnt das Museum ganz entspannt auf eigene Faust erkunden, mit oder ohne Audioguide, und euch die Zeit nehmen, die ihr braucht. Selbstverständlich werden auch geguidedete Touren Angebote. Sofern ihr euch nur ein bisschen für Musik interessiert, bin ich mir gast sicher, dass ihr länger bleibt als zunächst geplant, weil es an vielen Stellen mehr zu entdecken gibt, als man vielleicht zunächst erwartet.

Johnny Cash Museum

Und weiter geht es zu einem der bekanntesten Country-Musiker der USA, der für seine tiefe Stimme, markanten Songs und seinen Spitznamen „The Man in Black“ berühmt war: Johnny Cash. Das ihm gewidmete Museum befindet sich in einer Seitenstraße vom Broadway (119 3rd Ave S) und ein gefühltes MUSS in Nashville.

Ihr könnt hier seine Weltkarriere Schritt für Schritt nachvollziehen, wobei es besonders beeindruckend ist, wie viele persönliche Geschichten eingebunden sind. Ihr bekommt hier nicht nur Einblicke zu seiner Musik, sondern auch in seine Familie, seine TV-Karriere, seine „Kämpfe“ und seine ganz eigene Sicht auf die Welt.

Das Museum ist recht kompakt, aber extrem detailliert – von Bühnenoutfits über Gitarren bis hin zu persönlichen Notizen und Fotos. Ihr solltet ein bis zwei Stunden einplanen, um alles in Ruhe anzuschauen, Fotos zu machen und zwischendurch in kleinen Video- oder Hörstationen zu hören, wie Johnny Cash selbst über seine Songs spricht.

Besuchen könnt ihr das Museum problemlos auf eigene Faust, Tickets gibt es direkt vor Ort oder online.

AT&T-(Batman)Building

Das AT&T Building ist eines der markantesten Gebäude in Nashville und es fällt euch garantiert sofort ins Auge, wenn ihr durch die Innenstadt lauft. Wegen der zwei spitzen Türme und der kantigen Silhouette hat es den Spitznamen „Batman Building“ bekommen, da es ein bisschen an die Ohren des Batman-Kostüms erinnert.

Mit einer Höhe von 188 Meter und 33 Stockwerken ist es das höchste Gebäude der Stadt und prägt die Skyline von Downtown wie kaum ein anderes Bauwerk. Leider kann man das Gebäude nicht regulär besichtigen, weil es ein Bürogebäude ist und auch keine Aussichtsplattform bietet.

Flussufer Cumberland River mit John Seigenthaler Pedestrian Bridge & Amphitheater

Das Ufer des Cumberland River direkt beim Broadway ist einer meiner Lieblings-Spots in Nashville, denn hier gibt es ein paar spannende Spots, die ihr gut zu Fuß miteinander verbinden könnt.

Auf der Broadway-Seite findet ihr beim West Bank Commercial Dock einige Rasenterrassen, die gerade im Sommer immer wieder für Pausen genutzt werden. Von hier sieht man zwar leider nicht den Sonnenuntergang, aber trotzdem fand ich die Atmosphäre immer sehr angenehm. Von dort habt ihr einen prima Blick auf das Nissan-Stadium, also das Football-Stadion der Tennessee Titans.

Einer der schönen Fotospots ist die John Seigenthaler Pedestrian Bridge, die den Fluss überspannt und – wie der Name schon sagt – ausschließlich Fußgängern vorbehalten ist. Die Brücke stammt ursprünglich aus den frühen 1900er-Jahren und wurde später umgebaut, wobei ihre Stahlbogen-Konstruktion sofort auffällt und sie zu einem der markantesten Bauwerke der Stadt macht. Von hier habt ihr einen freien Blick auf die Skyline, den Fluss und sogar Teile des Broadways, was vor allem abends viele Menschen anlockt.

Auf der anderen Seite des Flusses liegt das Ascend Amphitheater – ein offenes Amphitheater direkt am Wasser. Hier finden regelmäßig Konzerte, Tourstopps großer Künstler und auch kleinere Events statt. Die Lage direkt am Fluss mit Blick auf die Stadt verleiht der Location eine ganz besondere Atmosphäre. Solltet ihr im Frühjahr oder Sommer in Nashville sein, checkt auf jeden Fall mal die Veranstaltungen.
Nur einen Steinwurf entfernt liegt dann das oben bereits angesprochene Nissan-Stadium. Bei einem Heimspiel der Tennessee Titans ist hier dementsprechend viel los und die Besucher strömen zum Spiel oder zurück zum Broadway.

Printers Alley

Zurück zu Bars & Pubs! Die Printers Alley liegt etwas versteckt, nur ein paar Gehminuten vom Broadway entfernt. Früher saßen hier nämlich tatsächlich Druckereien und Verlage, daher auch der Name (englisch: „print“ = drucken), heute besteht die Gasse vor allem aus Bars, kleinen Clubs und Livemusik-Locations. Auch hier könnt ihr einfach von Tür zu Tür gehen, Livemusik hören oder euch in eine der Bars setzen, allerdings wirkt diese Gasse ein bisschen ursprünglicher und etwas „traditioneller“.

Mein Tipp: Gerade abends, wenn die Lichter angehen und sich die Gasse langsam füllt, bekommt die Printers Alley eine ganz eigene Stimmung – hier mal entlang zu schlendern ist wirklich herrlich.

Auffällig ist auch das bekannte Neon-Schild am Eingang der Gasse, das sofort ins Auge fällt und zu den typischen Nashville-Fotomotiven gehört.

Tennessee State Capitol

Das Tennessee State Capitol liegt leicht erhöht im Zentrum, nur wenige Minuten von Downtown entfernt. Schon durch die Lage auf dem Hügel wirkt das Gebäude etwas abgesetzt vom restlichen Stadtbild.

Das Kapitol stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und gehört zu den älteren Regierungsgebäuden in den USA. Ich fand es aus architektonisch Sicht auffällig, dass hier eher schlicht gebaut wurde und eben nicht mit einer großen Kuppel, wie man es von anderen Kapitolen kennt.

Ihr könnt das Gebäude kostenlos besichtigen, entweder auf eigene Faust oder im Rahmen einer Führung.

Eine Besonderheit ist, dass sich auf dem Gelände auch das Grab von James K. Polk befindet, einem ehemaligen US-Präsidenten aus Tennessee. Außerdem lohnt es sich, rund um das Gebäude auf die kleineren Denkmäler und Aussichtspunkte zu achten, die oft etwas übersehen werden. Die wichtigste Statue kommt gleich in einem extra Punkt…

Andrew Jackson Statue

Die Statue von Andrew Jackson steht direkt im Victory Park, unmittelbar vor dem Tennessee State Capitol. Sie zeigt Jackson hoch zu Pferd und wirkt entsprechend präsent.

Andrew Jackson war der siebte Präsident der USA und spielte eine wichtige Rolle in der frühen Geschichte des Landes, unter anderem als General im Krieg von 1812. Gleichzeitig ist seine Person heute nicht unumstritten, vor allem wegen seiner Politik gegenüber indigenen Bevölkerungsgruppen. Wenn ihr euch näher mit ihm beschäftigen wollt, könnt ihr außerhalb der Stadt auch The Hermitage besuchen, sein ehemaliges Anwesen, das heute als Museum zugänglich ist (ich war dort noch nicht).

Rundherum ist der Victory Park eher offen gestaltet, mit Wegen, kleinen Grünflächen und einigen weiteren Denkmälern, die sich mit der Geschichte Tennessees beschäftigen.

Bicentennial Carillon

Das Bicentennial Carillon (übersetzt: Zweihundertjahr-Glockenspiel) befindet sich ebenfalls auf dem Gelände des Tennessee State Capitol. Es handelt sich um ein modernes Glockenspiel bestehend aus mehreren vertikalen Säulen, das anlässlich des 200-jährigen Bestehens von Tennessee errichtet wurde.

Etwas weiter Richtung Kapitol befindet sich noch ein Amphitheater, welches ein tolles Fotomotiv – mit dem Kapitol im Hintergrund – darstellt.

Insgesamt ist das Bicentennial Carillon kein Ort, an dem ihr lange bleibt, aber ein kurzer Stopp lohnt sich, gerade wenn ihr euch ohnehin rund um das Kapitol bewegt.

Tennessee House of Representatives

Das Tennessee House of Representatives ist Teil des Tennessee State Capitol in Nashville. Entsprechend spielt sich alles, was mit dem Repräsentantenhaus zu tun hat, innerhalb dieses historischen Bauwerks ab.

Ich wollte es deshalb als Sehenswürdigkeit erwähnen, weil es sich für mich einen super Foto-Spot handelt. Die vielen Skulpturen, die griechisch anmutende Architektur und der gewaltige William R. Snodgrass Tennessee Tower im Hintergrund ermöglichen viele schöne Aufnahmen – je nachdem wie man mit den Winkeln und Perspektiven spielt.

The Gulch inklusive Wings Mural

Bei The Gulch handelt es sich um Viertel, welches südwestlich von Downtown liegt und sich in den letzten Jahren stark verändert hat. Wo früher vor allem Industrie und Bahntrassen waren, findet ihr heute ein modernes Stadtviertel mit vielen neuen Gebäuden, breiten Straßen, Cafés, Boutiquen, sowie Restaurants und einer doch recht aufgeräumten Struktur.

Was The Gulch besonders macht, ist genau diese Mischung aus alt und neu. Zwischen den Hotels, Restaurants und Apartmenthäusern tauchen immer wieder Relikte der Vergangenheit auf, wie etwa alte Gleise oder Backsteinbauten.

Gleichzeitig ist es hier deutlich ruhiger und weniger „dicht“ als rund um den Broadway, was das Viertel ganz angenehm macht.


Ein fester Anlaufpunkt ist das Wings Mural, eines der bekanntesten Fotomotive der Stadt. Die großen, gemalten Flügel an einer Hauswand sind inzwischen fast schon ein kleines Wahrzeichen geworden und dementsprechend müsst ihr hier oftmals mit einer kurzen Wartezeit rechnen, wenn ihr ein Foto machen wollt.

Historic RCA Studio B

Kommen wir zurück zur Musik! Und zwar zum RCA Studio B – einem der wichtigsten Aufnahmeorte für Country- und Popmusik in den USA in den 1950er- bis 1970er-Jahren. Es liegt etwas südwestlich von Downtown, im Bereich der sogenannten Music Row. Von außen wirkt das Gebäude eher unscheinbar, fast wie ein normales Bürohaus, was im ersten Moment gar nicht zu seiner Bedeutung passt. Tatsächlich sind hier nämlich unzählige bekannte Songs entstanden, unter anderem von Elvis Presley, Dolly Parton oder Roy Orbison. Gerade Elvis hat hier einen großen Teil seiner Nashville-Aufnahmen gemacht, was dem Studio logischerweise zusätzlich Bekanntheit verschafft hat.

Besichtigen könnt ihr das RCA Studio B in der Regel nur im Rahmen geführter Touren, die meist über die Country Music Hall of Fame and Museum organisiert werden. Vor Ort steht ihr dann tatsächlich in DEM Raum, in dem die Aufnahmen entstanden sind, mit originaler Einrichtung, Instrumenten und Technik aus der Zeit.

Für mich war das Studio so besonders, weil vieles so belassen wurde, wie es früher war, sodass ihr euch tatsächlich gut vorstellen könnt, wie hier damals  gearbeitet wurde. Ein schöner Ausflug in die musikalische Geschichte von Nashville…

Parthenon

Das Parthenon steht im Centennial Park und war für mich ehrlich gesagt eine komplett überraschende Sehenswürdigkeit – ein originalgetreuer Nachbau des antiken Tempels aus Athen mitten in Tennessee. Drumherum eine offene Parkanlage mit viel Platz, so dass ihr diese beeindruckende Monument auch wirklich und aus verschiedenen Perspektiven genießen könnt. Als ich hier das erste Mal war, war ich komplett überrumpelt, allerdings auf eine sehr positive Art.

Als Hintergrundinfo, gebaut wurde das Parthenon Ende des 19. Jahrhunderts für eine große Ausstellung zum 100-jährigen Bestehen von Tennessee. Nashville hatte damals den Beinamen „Athen des Südens“, unter anderem wegen seiner ausgezeichneten Bildungseinrichtungen, und der Tempel sollte genau diesen Bezug zur antiken griechischen Kultur symbolisieren.

Ihr könnt das Gebäude sowohl von außen anschauen als auch von innen besichtigen. Im Inneren findet ihr unter anderem eine große Statue der Göttin Athena, sowie eine kleine Ausstellung, die sich mit Kunst und der Geschichte des Bauwerks beschäftigt.

Nachdem ich bereits in Athen war und das Original kenne, kann ich nur sagen, dass es wirklich außergewöhnlich ist, wie sehr nah diese Kopie am Original dran ist bzw. wie der Tempel in Griechenland einmal ausgesehen hat.

Auch wenn diese Anlage nicht ganz zentral liegt, wäre sie für mich ein MUSS in Nashville. Solche Bauwerke sind in den USA ja eher ungewöhnlich, weshalb ich euch den Besuch dringend ans Herz legen möchte…


Im Übrigen könnt ihr das Partenon sehr gut mit dem Historic RCA Studio B kombinieren.

Grand Ole Opry

Die Grand Ole Opry (was das genau ist, lest ihr weiter oben – es handelt sich nämlich NICHT um ein Gebäude) gehört zu den bekanntesten Institutionen in Nashville und ist bis heute fester Bestandteil der Musikszene. Die Show gibt es bereits seit 1925 und sie läuft bis heute regelmäßig – damit ist sie eine der am längsten bestehenden Radioshows der USA.

Veranstaltungsort ist das Grand Ole Opry House etwas außerhalb des Zentrums, allerdings befindet sich die beliebteste Shopping-Mall von Nashville direkt daneben, so dass sich der Ausflug lohnt.

Statt eines klassischen Country-Konzerts erlebt ihr hier eine Mischung aus mehreren kurzen Live-Auftritten unterschiedlicher Künstler an einem Abend. Dabei stehen sowohl bekannte Namen als auch Nachwuchsmusiker auf der Bühne, was die Show abwechslungsreich macht.

Ein Detail, auf das oft hingewiesen wird, ist das Stück Holz im Bühnenboden, das noch aus dem Ryman Auditorium stammt, der ursprünglichen Spielstätte der „Opry“. Es ist eher ein symbolisches Element, zeigt aber ganz gut, wie stark hier mit Geschichte gearbeitet wird.


Tickets bekommt ihr ganz normal online im Voraus oder vor Ort, wobei sich früh buchen lohnt, gerade bei bekannten Acts oder Wochenendterminen.

Nashville = Country-Music. Insofern kann ich euch nur empfehlen auch mal solch ein Country-Event mitzuerleben. Entweder im Ryman Auditorium oder hier im Grand Ole Opry House…

Opryland Mills

Die Mall Opry Mills liegt etwas außerhalb des Zentrums in direkter Nähe zum Grand Ole Opry House. Ihr erreicht das Einkaufszentrum in ca. 15-20 Minuten mit dem Auto bzw. per UBER oder mit dem Bus (WeGo Public Transit – Linie 34)

Opry Mills ist die größte Shopping Mall in Nashville und entsprechend weitläufig aufgebaut. Innen bewegt ihr euch durch lange, überdachte Gänge mit einer Mischung aus bekannten Marken, Outlet-Stores, Restaurants und ein paar größeren Unterhaltungseinrichtungen wie zu Beispiel einem Kino.

Sportstätten

Auch wenn Nashville nur zwei der TOP 4 der amerikanischen Sportarten, bestehend aus Football, Basketball, Baseball und Eishockey (in den USA nur Hockey genannt!), zu bieten hat, ist es trotzdem eine große Sportstadt! Die Tennessee Titans und die Nashville Predators werden leidenschaftlich unterstützt und bei den Heimspielen herrscht regelmäßig eine tolle Stimmung in der Stadt.

Bitte beachtet, dass jede Sportart ihre Jahreszeit hat:

Football (NFL): September bis ca. Januar / Februar

Eishockey (NHL): Oktober / November bis ca. April / Mai

Warum diese vagen Angaben? Nun, es hängt davon ob, ob es das jeweilige Team in die Playoffs (sprich so etwas wie eine Meisterschafts-KO-Runde) schafft. In dem Fall dauert die Saison dann entsprechend länger.

WICHTIG! Tickets für amerikanische Sportevents sind teuer! Ohne Wenn und Aber. Wer mit deutschen Preisen, wie zum Beispiel für ein Fußballspiel, rechnet, wird schnell vom Stuhl rutschen, wenn er sieht, was dort aufgerufen wird. Hier greift man preislich schnell in ein ganz anderes Regal. USD 200 pro Ticket sind hier keine Seltenheit – darauf sollte man sich einstellen.

Nissan Stadium (Football – Tennessee Titans)

Das größte Stadion in Nashville ist das Nissan Stadium, in welchem die Spiele der Tennessee Titans ausgetragen werden. Es hat eine Kapazität von knapp 70.000 Zuschauern, gilt allerdings nicht mehr als ganz „frisch“. Aus dem Grund wird direkt nebenan auch bereits ein komplettes neues und hochmodernes Indoor-Stadion gebaut. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2027 angesetzt.

Wie oben bereits erwähnt beginnt die NFL-Saison Mitte September und geht (mindestens) bis Anfang Januar. Gespielt wird in der NFL donnerstags (ein Spiel), sonntags (die meisten Spiele) und am montags (ein Spiel). Donnerstag und Montag jeweils am Abend, am Sonntag gibt es verschiedene Startzeiten. Auch hier bitte keine falschen Erwartungen haben, NFL-Spiele sind generell kein günstiges Vergnügen. Mit zwischen USD 150 und 300 pro Ticket sollte man schon rechnen. ABER, ein NFL-Spiel ist ein Ganztages-Event, denn das Spiel alleine dauert schon ungefähr 4 Stunden.

Tickets gibt es auf der offiziellen Seite der Tennesseee Titans oder bei Ticketmaster.

Bridgestone Arena (Eishockey – Nashville Predators)

Mitten in Downtown direkt am Broadway befindet sich die Bridgestone Arena, Heimspielstätte der Nashville Predators. Eishockey genießt in Nashville eine sehr hohe Beliebt- und Aufmerksamkeit, weshalb die Heimspiele der Predators immer ein großes Fest sind.

Die zentrale Lage der Arena hilft natürlich, denn so können die Fans vor und nach den Spielen feiern und Party machen. Ich habe mir mehrere Spiele angesehen und obwohl ich eigentlich Recht wenig mit Eishockey am Hut habe, fand ich die Besuche in der Bridgestone Arena jedes Mal fantastisch. Der Fun Factor ist einfach enorm hoch. Legendär für mich das Video von Taylor Lewan (ein Spieler der Tennessee Titans), der während eines Spiels auf dem Jumbo-Screen gezeigt wird und danach völlig abdreht – ein großer Spaß

Tickets für die Nashville Predators gibt es auf Ticketmaster.

Meine besten Spot-Tipps in Nashville auf einer Karte

Auf dieser Karte sind Sehenswürdigkeiten, Filmlocations, Sportlocations, Restaurants, Hotels und Ausflugsziele markiert.

Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil clicken und die Markierungen werden angezeigt.

Meine Hotel-Tipps für Nashville

Die Frage nach einem passenden Hotel ist in Nashville eigentlich sehr leicht zu beantworten. DENN alles andere als in Downtown wäre für mich ein Fehler. Ihr MÜSST – vollkommen unabhängig davon ob ihr feiern/etwas trinken wollt oder nicht – zwingend einen Abend in Downtown am Broadway erleben und bei einem zentrumsnahen Hotel könnt ihr so entspannt nach Hause laufen. Ich kann euch nur sagen, dass die Magie dieser tollen Bars, der großartigen Musik und der einmaligen Atmosphäre wirklich sehr einnehmend ist. Das auch mal zu genießen ist genau der richtige Ansatzfür einen Besuch in Nashville…

Ich habe zweimal direkt in Nashville übernachtet (gewohnt habe ich im Vorort Franklin) und bin beide Male in folgendem Hotel gelandet:

Hilton Nashville Downtown

Warum war ich zweimal hier? Ganz einfach, weil die Lage mitten in Downtown exzellent ist, nur wenige Schritte vom Broadway und der Country Music Hall of Fame and Museum entfernt.

Das Hotel selbst ist stilvoll, modern und mit seinem großen Indoor-Innenhof wirklich sehr ansprechend. Es gehört sicherlich zu den größeren Häusern in Downtown und bietet vor allem Suiten, wodurch ihr in den Zimmer deutlich mehr Platz habt.

Trotz der Nähe zum Broadway bekommt ihr übrigens vom Trubel im Hotel eigentlich gar nichts mit.

Ich fand das Preis-Leistungs-Verhältnis außergewöhnlich gut, denn es gibt durchaus einige Hotels in ähnlicher Preisklasse, die allerdings meines Erachtens insgesamt deutlich weniger zu bieten haben.

Wichtig zu wissen: Die Preise variieren – abhängig von Tag und Zimmerkategorie – sehr stark!

121 4th Ave S, Nashville

Meine Restaurant-Empfehlungen in Nashville

Das Essen in Nashville ist stark von der Südstaaten-Küche geprägt, mit einem klaren Fokus auf einfache, herzhafte Gerichte und traditionelle Zubereitung.

Am bekanntesten ist das sogenannte Hot Chicken, also frittiertes Hähnchen, das nach dem Braten mit einer sehr scharfen Gewürzpaste bestrichen wird. Der Schärfegrad variiert stark, und gerade die Kombination aus knuspriger Panade und intensiver Würze macht das Gericht besonders.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist BBQ, vor allem in Form von Pulled Pork oder Ribs. Das Fleisch wird dabei über viele Stunden langsam gegart, häufig in speziellen Smokern, wodurch es sehr zart wird und einen typischen Rauchgeschmack bekommt.

Freut euch auf viele unaufgeregte, aber großartige Lokale, denn in den letzten Jahren hat sich eine moderne Restaurantszene entwickelt, die traditionelle Gerichte neu interpretiert. Trotzdem bleibt der Kern der Küche in Nashville relativ klar: viel Fleisch, viel Geschmack und Zubereitungen, die Zeit brauchen.

Folgend habe ich euch einige Restaurant-Empfehlungen zusammengestellt:

Martin’s Bar-B-Que Joint

DER BBQ-Klassiker in Nashville! Das Martin’s Bar-B-Que Joint liegt relativ zentral, sodass ihr zu Fuß ab dem Broadway erreichen könnt. Von außen wirkt der Laden zunächst eher unscheinbar, innen ist es dann aber mit viel Holz gemütlich rustikal, die Stimmung ist locker und es gibt viele offene Bereiche in einer insgesamt entspannten Atmosphäre.

Was das Restaurant besonders macht, ist die Art der Zubereitung: Hier wird das Fleisch traditionell über viele Stunden langsam gegart, vor allem das Pulled Pork gehört zu den Klassikern. Dazu kommen typische BBQ-Gerichte wie Ribs, Brisket (Rinderbrust), Wings oder Smoked Chicken, ergänzt durch einfache Beilagen wie Cole Slaw, Fresh Cut Fries, Cornbread oder Mac & Cheese. Alles unfassbar lecker – versprochen.

Die Stimmung ist meist lebhaft, abends oftmals mit Love-Musik, viele Besucher kommen in Gruppen, weshalb das doch recht große Restaurant meistens sehr gut gefüllt ist. Serviert wird das Essen meistens ganz unkompliziert auf Platten mit Pappgeschirr, was ehrlicherweise perfekt zum fröhlichen Ambiente passt, und dafür geht es normalerweise auch sehr schnell.

Gefühlt ist das Martin’s Bar-B-Que Joint eher eine Sehenswürdigkeit als ein Restaurant, weshalb ich euch einen Besuch sehr ans Herz lege.

410 4th Ave S, Nashville

Oak Steakhouse

Dieses Restaurant wird auf ewig ein einzigartiger Spot in Nashville für mich sein, weil ich hier einen sehr emotionalen Moment erlebt habe, und deshalb muss es selbstverständlich auch Teil meiner Liste hier sein.

Zum einen handelt es sich um eine ausgesprochen stilvolle Location mit sehr geschmackvollem Interieur. Zum anderen ist das Service außergewöhnlich grandios.

ABER, natürlich geht es in erster Linie um das Essen und das ist eine 1 mit *. Ich war insgesamt dreimal hier und wirklich ALLES war exzellent. Ja, die Preise sind stattlich, aber wenn ihr mal einen besonderen Abend verbringen möchtet, ist das Oak Steakhouse die perfekte Wahl.

Ihr solltet allerdings unbedingt reservieren, denn das Restaurant ist quasi immer ausgebucht.

801 Clark Pl, Nashville

Mattheessen’s – Ice Cream, Cookies, Fudge

Jetzt mal etwas Süßes! Ein absoluter Glücksvolltreffer, denn dieses familiengeführte Geschäft ist einfach nur gut für die Seele. Schon alleine beim Betreten steigt der leckere Geruch in die Nase und von da an gibt es kein zurück. Es gibt hausgemachte, sensationelle Cookies (Kekse) und Fudge in den besten Variationen. Chocolate Chip, Oatmeal Raisin, Peanut Butter, Snickerdoodle und vieles mehr. Ein echter Genuss…

123 2nd Ave N fl 1, Nashville

Legendairy Milkshake Bar

Der Name ist Programm, denn die Milchshakes sind wahrhaftig legendär! Jeder einzelne ist ein kleines Kunstwerk für sich und die Variationen kennen keine Grenzen. Die Gestaltung samt Deko ist offensichtlich sehr aufwendig, weshalb die Preise auch eher im „oberen Regal“ einzusortieren sind. Aber ganz ehrlich, die Shakes sind ein echtes Erlebnis und ein Besuch in dieser tollen Bar ein kleines Event…

171 3rd Ave N, Nashville

Bar Louie

Ein prima Restaurant im Viertel The Gulch mit super Essen (Burger in vielen Varianten, Cajun Lachs, Shrimp Pasta,  diverse Grilled Sandwiches und noch mehr), großen Portionen und sehr freundlichem Service.

314 11th Ave S, Nashville

Fototipps, die ich euch gerne mitgeben möchte

  1. John Seigenthaler Pedestrian Bridge
    Generell schon ein sehr beliebter Fotospot, aber nachmittags entstehen hier mit den warmen Sonnenstrahlen wunderschöne Lichtspiele, so dass ihr tolle Bilder auf der Brücke machen könnt. Zudem habt ihr von hier eine tolle Perspektive auf das Nissan Stadium.

  2. Tennessee House of Representatives
    Auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt das spannendste Motiv, aber wenn ihr hier mit den Winkeln und Perspektiven spielt ergeben sich tolle Möglichkeiten.  Gerade mit dem riesigen William R. Snodgrass Tennessee Tower im Hintergrund könnt ihr richtig schöne Aufnahmen machen.

  3. Lucky Bastard Salon
    Wenn ihr tolle Bilder vom Broadway – besonders bei Nacht – machen wollt, besucht das oberste Stockwerk vom Lucky Bastard Salon. Von hier habt ihr eine wunderbare Perspektive und könnt nahezu den gesamten Lower Broadway überblicken.
  4. WhatLiftsYou Wings Mural
    Eines der schönsten Murals in Nashville findet ihr im Stadtteil The Gulch. Hier steht die Sonne am früheren Nachmittag sehr gut. Nachmittags kommt die Sonne etwas mehr von der Seite.

Ausflugstipp Franklin

Der Ort Franklin liegt etwa 30 Minuten südlich von Nashville und eignet sich hervorragend für einen entspannten Halbtages- oder Tagesausflug. Nicht nur, weil ich hier gelebt habe und mich hier extrem wohl gefühlt habe, sondern auch weil es hier deutlich ruhiger zugeht, mit einem klar erkennbaren historischen Ortskern und dem typischen Südstaaten-Charme.

Franklin spielte vor allem im American Civil War eine wichtige Rolle, insbesondere durch die Schlacht von 1864, die hier stattfand. Heute könnt ihr verschiedene Stätten, wie historische Gebäude und kleine Museen besichtigen.

Die Main Street ist das Zentrum des Ortes, mit vielen kleineren Läden, Boutiquen, Cafés und Restaurants – alles recht überschaubar und wunderbar zu Fuß zu erkunden. Es geht hier weniger um einzelne Highlights, sondern eher um das Gesamtbild: Ganz ehrlich, ihr könnt hier wunderbar shoppen, fantastisch essen und die herrliche Atmosphäre dieser Kleinstadt genießen.


Ein kurzer Abstecher lohnt sich auch zur Natchez Trace Parkway Bridge, einer gigantischen Bogenbrücke etwas außerhalb, die vor allem durch ihre geschwungene Bauweise und die Lage inmitten im Grünen auffällt.

Der kleine Ort Leiper’s Fork liegt nur wenige Minuten entfernt und ist noch einmal deutlich ländlicher geprägt, mit Galerien, kleinen Shops und einer sehr ruhigen, fast schon abgeschiedenen Stimmung. Dieses kleine Dorf hat durch viele Filmproduktionen kleinere Berühmtheit erlangt.

Und abschließend, das Loveless Cafe (in der Nähe der Natchez Trace Parkway) ist vor allem für klassische Südstaaten-Küche bekannt und ein beliebter Stopp, wenn ihr in der Gegend unterwegs seid. Das Frühstück hier großartig!

Fun Facts zu Nashville

  • Der Spitzname Music City stammt schon aus dem 19. Jahrhundert, als ein Journalist die musikalische Qualität der Stadt so bezeichnete.
  • In Nashville gibt es an einem normalen Abend oft über 100 Live-Auftritte gleichzeitig, vor allem rund um den Broadway.
  • Viele Bars verlangen keinen Eintritt für Livemusik, stattdessen verdienen die Musiker vor allem über Trinkgeld.
  • Das AT&T Building wird wegen seiner Form fast nur „Batman Building“ genannt.
  • In Nashville steht ein originalgetreuer Nachbau des Parthenons aus Athen – inklusive einer großen Statue der Göttin Athena.
  • Die Radioshow Grand Ole Opry läuft seit 1925 und ist eine der langlebigsten Shows der Welt.
  • Viele Künstler sagen, dass ein Auftritt im Ryman Auditorium mehr bedeutet als große Hallen, weil die Akustik und Geschichte eine besondere Rolle spielen.
  • Nashville gehört zu den am schnellsten wachsenden Städten der USA, sowohl wirtschaftlich als auch bevölkerungstechnisch.
  • Mit mehreren großen Hochschulen, darunter die Vanderbilt University, hat Nashville einen starken akademischen Einfluss.
  • Die Printers Alley war früher das Zentrum der Druckindustrie, bevor sie zum Ausgehviertel wurde.
  • Während der Prohibition war die Printers Alley einer der Orte, an denen trotzdem heimlich gefeiert wurde.