Reisetipps Spanien – Andalusien / Cordoba
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Còrdoba ist für mich nicht nur eine der schönsten Städte Andalusiens, sondern sogar in Spanien!
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Touristisch wird Còrdoba ganz oft nur auf die Moschee-Kathedrale Mezquita reduziert, was der Stadt definitiv nicht gerecht wird.
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Die Mezquita ist aber natürlich ein absolutes Highlight auf jeder Andalusien-Rundreise und rechtfertigt alleine den Besuch von Còrdoba!
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Darüber hinaus findet ihr in Còrdoba eine richtig gemütliche Altstadt, viele schöne Innenhöfe (Patios) und eine gewaltige Palastanlage.
Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?
- Impressionen aus Cordoba – ein kleines „Best-of“
- Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps zu Cordoba
- Die besten Spots in Cordoba
- Meine besten Spot-Tipps in Còrdoba auf einer Karte
- Mein Hoteltipp für Còrdoba
- Meine Restaurant-Empfehlungen in Sevilla
- Fototipps, die euch gerne mitgeben möchte
- Filmtourismus – wo kann ich Drehorte von berühmten Filmen finden?
- Fun-Facts zu Còrdoba
Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps
Folgend möchte ich euch ein paar wertvolle Hinweise zur Planung und zum Besuch selbst geben:
- Generell
Córdoba liegt im Süden Spaniens in der Region Andalusien und befindet sich am Ufer des Flusses Guadalquivir. Die Stadt zählt rund 325.000 Einwohner und gehört damit zu den größten Städten Andalusiens. Dank ihrer zentralen Lage zwischen Sevilla, Málaga und Granada ist Córdoba ein beliebter Zwischenstopp auf Rundreisen durch Südspanien. - UNESCO-Welterbestätten
In Córdoba gibt es sogar mehrere UNESCO-Welterbestätten, und zwar die berühmte Mezquita (Catedral de Córdoba), sowie große Teile der historischen Altstadt mit ihren engen Gassen, Innenhöfen und jahrhundertealten Bauwerken. Zusätzlich wurde 2012 das Festival de los Patios Cordobeses als immaterielles UNESCO-Kulturerbe anerkannt. Dabei geht es nicht um einzelne Gebäude, sondern um die Tradition der Bewohner, ihre Innenhöfe aufwendig mit Blumen und Pflanzen zu gestalten und für Besucher zu öffnen. - Planung
Ich denke mal, dass die wenigsten Urlauber ausschließlich Còrdoba besuchen, sondern immer in eine Andalusien-Rundreise mit einbauen. Ich finde das ehrlich gesagt fair, denn so ehrlich muss man sein, Còrdoba ist wirklich wunderschön, aber die Stadt braucht noch (mindestens) einen Co-Star bei einer Reise nach Andalusien. - Wie bewege ich mich in Còrdoba?
Definitiv zu Fuß. Alle Sehenswürdigkeiten liegen eng beisammen und gefühlt war jede Gasse auf ihre eigene Art besonders oder sehenswert. Genießt es durch die Altstadt zu spazieren, schaut in die Innenhöfe und lasst euch dabei Zeit – ich verspreche euch, ihr werdet eine tolle Zeit dabei haben. - Wieviel Zeit sollte man einplanen?
Ich selbst war zwei Nächte in Còrdoba, wobei ich spät abends angekommen und früh morgens wieder abgereist bin. Meiner Meinung nach kann man in einem Tag alle Sehenswürdigkeiten besichtigen, aber ich würde euch empfehlen ein klein bisschen mehr Zeit einzuplanen. Sprich, bei zwei Nächten nachmittags anreisen und auch bei der Rückreise noch den Vormittag zu haben, wäre schon sehr wertvoll. DENN, in Còrdoba könnt ihr vor allem abends wirklich eine magische Atmosphäre erleben und auch morgens, fand ich es ausgesprochen schön durch die Gassen zu streunen. Bei nur einem Tag ist einfach alles recht eng getaktet. - Was ist das Patio-Festival?
Das oben bereits erwähnte Patio-Festival findet jedes Jahr im Mai statt und dreht sich um die traditionell gestalteten Innenhöfe der Stadt. Während dieser Zeit öffnen viele Bewohner ihre sonst nicht zugänglichen Patios und geben einen Einblick in liebevoll gepflegte Rückzugsorte voller Blumen, Pflanzen und kleiner Brunnen. Ihr könnt dabei durch die historischen Viertel schlendern und die zahlreichen, besonderen Höfe ganz entspannt entdecken.
Die besten Spots in Córdoba
Folgend eine Auflistung der verschiedenen Spots mit Erklärungen zu dem jeweiligen Besuch.
Mezquita
Direkt zwischen der Judería und dem Guadalquivir, dem größten Fluss Andalusiens, befindet sich die Mezquita – eines der größten islamischen Gebäude der Welt – sehr zentral in Córdoba. Man kommt gar nicht umhin diese prachtvolle Moschee zu bewundern, so überwältigend ist alleine die Fassade. Mit dem Bau der Mezquita wurde ab 785 begonnen, allerdings wurde sie bis ca. 1236 immer wieder erweitert. Das Resultat ist ein Symbol für die islamische Kultur, aber zeitgleich für das weltoffene Córdoba, schließlich lebten zu damaliger Zeit Moslems, Christen und Jeden Seite an Seite.
Direkt nach dem Eingang erwartet die Besucher erstmal der charakteristische Glockenturm, welcher auf allen Luftaufnahmen der Mezquita sehr gut zu erkennen ist. Diesen kann man auch besichtigen und die großartige Aussicht genießen. Da die Mezquita ja mitten im Zentrum liegt, ist der kurze Aufstieg wirklich lohnenswert. ABER, nur 20 Personen werden pro 30 Minuten zugelassen! Tickets kann man direkt am Eingangstor (Puerto del Perdón) kaufen.
Anschließend folgt ein Innenhof voller Orangenbäume (Patio de los Naranjos), welcher früher einen Waschbereich vor dem Betreten der Moschee darstellte.
Und dann geht es los!
Sicherlich hat jeder der nach Córdoba kommt schon einmal Bilder von der Mezquita gesehen, aber wenn man dann selbst dieser Wunderwerk betritt erwischt es einen doch irgendwie. Der für mich beeindruckendste Teil ist der Säulenwald. Die 856 rot-weißen Gewölbebögen sind das beliebteste Fotomotiv, allerdings muss man ein bisschen mit dem Licht aufpassen, damit die Atmosphäre nicht zu düster daher kommt. DENN, richtig hell ist es hier nicht. Trotzdem, ich habe diese Bereich geliebt und hätte ewig hier herumstreunen können!
Darüber hinaus gibt es noch den größten Schatz der Mezquita, und zwar die Gebetsniesche (Mihrab) und vor allem die Capilla Mayor, die christliche Kathedrale inmitten (!) dieses islamischen Gebäudes!
Die Meqzuita gehört seit 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Alcázar de los Reyes Cristianos
Quasi unmittelbar neben der Mezquita geht es auch schon direkt mit dem nächsten Highlight Córdoba weiter, nämlich der „Burg der christlichen Könige“. Dieses mächtige Festungsgebäude wurde im 14ten Jahrhundert errichtet und diente später den katholischen Königen als Residenz.
Hier empfingen im Übrigen die katholischen Könige auch das erste Mal Christoph Kolumbus!
Die Gärten und die ganzen Anlage sind wirklich wunderschön angelegt. Hier kann man sich auch gerne mal ein bisschen verlieren…
Ich habe die Burg im Rahmen einer ca. 1-stündigen Tour besucht und kann diese nur empfehlen. Der Guide war sehr nett, interessiert und man konnte auch viele Fragen stellen. Zudem fand ich den Preis fair (ca. € 18,–) und den (zeitlichen) Umfang genau richtig.
Puente Romano
Die Puente Romano verbindet die Altstadt von Córdoba mit dem südlichen Ufer des Guadalquivir und gehört zu den bekanntesten Bauwerken der Stadt. Die aus 16 Bögen bestehende Fußgängerbrücke geht ursprünglich auf die Römerzeit zurück und war über viele Jahrhunderte der wichtigste Flussübergang in Córdoba.
Mit dieser römischen Brücke ist dann auch das touristische Dreieck, bestehend aus Mezquita, Alcázar und eben dieser hübschen Brücke, komplett. Alles liegt eng beisammen, was es sehr angenehm zu besichtigen macht.
Patios Cordobeses in San Basilio
Die Patios Cordobeses in San Basilio („cordobeses“ bedeutet auf Deutsch „Einwohner von Córdoba“) gehören zu den bekanntesten Innenhöfen Córdobas und befinden sich im gleichnamigen Viertel südwestlich der Altstadt.
Ihr könnt hier mehrere traditionelle Patios besichtigen, die sich oft hinter unscheinbaren Hausfassaden verbergen und von den Bewohnern liebevoll gepflegt werden. An der Stelle solltet ihr im Hinterkopf haben, dass die Höfe bis heute Bestandteil privater Wohnhäuser sind und nicht eigens für Besucher angelegt wurden!
Mein Tipp: Kommt möglichst am Vormittag, wenn es ruhiger ist, denn wenn es voll wird, lassen sich die Patios mit vielen Besuchern nicht mehr so schön fotografieren.
Viele der Höfe sind nur während des jährlichen Patio-Festivals im Mai für die Öffentlichkeit zugänglich, einige können aber das ganze Jahr über besichtigt werden.
Judería (Jüdisches Viertel)
Die Judería ist das historische jüdische Viertel von Córdoba und liegt direkt nordwestlich der berühmten Mezquita. Wenn ihr die Hauptgassen verlasst, gelangt ihr schnell in ein Netz aus schmalen Straßen und kleinen Plätzen, das sich deutlich vom restlichen Stadtbild unterscheidet. Besonders interessant ist, dass sich hier viele Spuren der jüdischen Geschichte Córdobas erhalten haben, darunter die Synagoge von Córdoba, eine der wenigen mittelalterlichen Synagogen Spaniens.
Mein Tipp: Plant am besten etwas Zeit zum Umherlaufen ein, denn viele der reizvollsten Ecken entdeckt ihr eher zufällig abseits der Hauptwege rund um die Mezquita. Viele Besucher bleiben nur an den bekannten Fotospots, dabei liegt der Reiz der Judería eher im gesamten Viertel als in einzelnen Sehenswürdigkeiten. In der Judería findet ihr nämlich zahlreiche Innenhöfe, kleine Handwerksläden und traditionelle Gebäude, die einen guten Eindruck von der historischen Entwicklung des Viertels vermitteln.
Für euren Rundgang solltet ihr mindestens ein bis zwei Stunden einplanen und die Synagoge möglichst früh am Tag besuchen, wenn noch weniger los ist.
Calleja de las Flores
Ein kleiner, aber feiner Tipp! Die Blumengasse (das bedeutet Calleja de las Flores übersetzt) gehört zu den bekanntesten Gassen in Córdoba und liegt nur wenige Schritte von der Mezquita entfernt. Berühmt ist sie vor allem für ihre weiß getünchten Häuser und die zahlreichen Blumentöpfe, die die schmale Straße säumen. Viel Zeit müsst ihr allerdings nicht einplanen, denn es handelt sich eher um einen kurzen Fotostopp als eine „echte“ Sehenswürdigkeit.
Calle Ángel de Saavedra
Der Weg von der Mezquita zum Plaza de las Tendillas führt euch durch einige der belebtesten Straßen bzw. Gassen der Altstadt, darunter die Calle Ángel de Saavedra. Hier wechseln sich historische Gebäude, kleine Geschäfte, Cafés und Wohnhäuser ab, wobei ich das Flair einfach sehr angenehm fand.
Ein kurzer Stopp lohnt sich an der Iglesia de Santa Victoria, deren markante Fassade doch sehr auffällig ist.
Die Strecke ist nicht besonders lang und an sich nicht besonders spektakulär, aber ich fand es ausgesprochen schön hier morgens und abends entlang zu schlendern.
Plaza de las Tendillas
Ich habe diesen Platz tatsächlich in keinem Reiseführer gefunden, obwohl ich ihn – speziell abends – richtig toll fand. Die Atmosphäre hier war bei dämmrigen Licht schon fast magisch. Der ideale Ort um einen ereignisreichen Tag in einer stimmungsvollen Sommernacht ausklingen zu lassen…
Plaza de la Corredera
Der Plaza de la Corredera ist der größte Platz in Córdoba und unterscheidet sich deutlich von den anderen historischen Plätzen der Stadt. Mit seinen einheitlichen Fassaden und den Arkaden erinnert er für mich an die großen Plaza Mayor-Plätze, die ihr vielleicht aus anderen spanischen Städten kennt.
Heute findet ihr hier zahlreiche Cafés und Restaurants, weshalb es weniger um eine klassische Sehenswürdigkeit handelt, als vielmehr um einen angenehmen Spot für eine kurze Pause während eures Stadtrundgangs . Einzig, der Platz liegt doch ein wenig abseits.
Mein Tipp: Schaut nicht nur tagsüber vorbei, sondern vielleicht eher am Abend, wenn auch viele Einheimische auf dem Platz unterwegs sind. Tagsüber wirkt dieser weitläufige Platz gefühlt fast seltsam verwaist.
Meine besten Spot-Tipps in Còrdoba auf einer Karte
Ich habe auf der Karte die wichtigsten Spots markiert.
Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil clicken und die Markierungen werden angezeigt.
Meine Hoteltipps in Còrdoba
In Sachen Hotel in Còrdoba gibt es zum Glück nicht allzu viel zu beachten bzw. man kann ich wirklich etwas falsch machen, da das Stadtzentrum sehr kompakt ist und ihr normalerweise alle Spots zu Fuß erreicht. Deshalb solltet ihr eben nur schauen, dass ihr euch nicht zu weit davon entfernt. Preislich sind die Hotels eigentlich überraschend fair, so dass ihr auch immer mal wieder gute Schnapper landen könnt.
El Mirador Altos de Santa Ana
Ich bin letztlich in diesem Appartement gelandet und war alles in allem sehr happy. Der Kontakt war von Anfang an sehr freundlich und hilfsbereit und die Ankunftszeit konnte sehr individuell angepasst werden, was mir sehr geholfen hat.
Der einzige, kleinere Haken ist, dass ihr vom Parkhaus (sofern ihr mit einem Auto unterwegs seid) zum Appartement durch die Altstadt laufen müsst. ABER, damit kommen wir gleich zum größten Vorteil, denn die Lage ist fantastisch. Mitten in der Stadt! Man fällt aus dem Haus hinaus und ist direkt dort, wo man sein möchte. Dazu war das Appartement sehr gut ausgestattet!
Calle Ángel de Saavedra 9 Zona A 1 B, 14001 Córdoba
Hotel Cetina Casa de Aguilar
Ein weiteres, sehr zentral gelegenes Hotel, über das ich bei meiner Recherche gestolpert bin, ist das Cetina Casa de Aguilar. Es befindet sich in einem renovierten historischen Gebäude mitten in der Altstadt, so dass ihr auch hier die Mezquita, Restaurants und viele andere der wichtigsten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen könnt.
Die komfortablen Zimmer fallen hier sicherlich sofort auf.
C. Barroso, 4, Centro, 14003 Córdoba
La Casas de la Juderia de Còrdoba
Und dann noch eine Alternative und zwar das Hotel Casas de la Judería de Córdoba, welches mitten im historischen Viertel Judería liegt und damit ebenfalls nur wenige Gehminuten von der Mezquita entfernt.
Besonders ist, dass das Hotel nicht aus einem einzelnen Gebäude besteht, sondern mehrere miteinander verbundene historische Stadthäuser umfasst, die durch Innenhöfe und Gänge verbunden sind. Zur Ausstattung gehört unter anderem ein kleiner Außenpool.
Mir hat das historische Design der Zimmer mit dem etwas traditionelleren Stil sehr gut gefallen und dass oft angegeben wurde, dass diese sehr ruhig und komfortabel sein sollen. Ebenso hätte mir das Frühstück auf der Terrasse sicherlich gut gefallen.
C. Tomás Conde, 10, Centro, Centro, 14004 Córdoba
Meine Restaurant-Empfehlungen in Còrdoba
Die Küche Córdobas ist geprägt von einfachen, traditionellen Gerichten – besonders typisch ist beispielsweise Flamenquín, eine panierte und frittierte Schweinerolle mit Schinkenfüllung, die oft mit Pommes oder Salat serviert wird.
Ebenfalls sehr beliebt sind Berenjenas con Miel, frittierte Auberginenscheiben mit Honig oder Zuckerrohrsirup, die ihr als Vorspeise auf den Speisekarten finden werdet.
Für den kleinen Hunger zwischendurch findet ihr in Córdoba an fast jeder Ecke Bocadillos con Jamón, also belegte Baguettes mit luftgetrocknetem Schinken.
Und wenn ihr etwas Süßes ausprobieren möchtet, sollte nach einem Pastel Cordobés Ausschau halten. Das traditionelle Gebäck besteht aus Blätterteig und wird klassischerweise mit Kürbiskonfitüre gefüllt.
Folgend noch zwei kleine Tipps von mir:
Bodegas Mezquita
Die Bodegas Mezquita ist gefühlt ein Klassiker und dementsprechend werden hier viele der typischen Spezialitäten Córdobas angeboten. Unter anderem bekommt ihr hier den oben erklärten Flamenquín oder auch hochwertigen Jamón Ibérico.
Dazu kommt die Lage direkt neben der Mezquita, was gefühlt erstmal Touristenfalle schreit, aber ich war tatsächlich sehr zufrieden hier. Wenn ihr die traditionelle Küche Córdobas kennenlernen möchtet, seid ihr hier auf jeden Fall richtig.
Wenn ihr daran denkt, solltet ihr idealerweise einen Tisch reservieren, denn es kann durchaus auch mal richtig viel los sein!
PS: Mein „Star“ des Restaurants war die marokkanische Hühnertagine.
C. Céspedes, 12, Centro, 14003 Córdoba
Gelateria Da Vinci
Gerade im Sommer, ist ein Eis doch immer eine prima Erfrischung. Und ich habe hier eine für mich richtig tolle Eisdiele entdeckt, wo ich vermutlich das beste Eis meiner Andalusienreise genießen durfte. Klar, durch die zentrale Lage nicht ganz günstig, aber das müsst ihr in dem Fall einfach hinnehmen. Sehr auffällig, hier reicht die Auswahl von klassischen Geschmacksrichtungen bis hin zu regional inspirierten Kreationen – mir hat zum Beispiel „Marrakesh“ besonders gut geschmeckt.
C. Deanes, 1, Centro, 14003 Córdoba
Fototipps, die ich euch gerne mitgeben möchte
Für die Fotografen unter euch, hätte ich hier noch einige vielleicht hilfreiche Tipps:
- Kümmert euch rechtzeitig um Tickets für den Glockenturm der Mezquita!
- Solltet ihr die Mezquita früh morgens besuchen, geht am Besten direkt in den hinteren Bereich durch, denn dann erlebt ihr den Säulenwald vielleicht noch ganz alleine.
- Nachmittags habt ihr von der Puente Romano das beste Licht, um auf die Altstadt bzw. die Meqzuita zu fotografieren.
- Die vielen, wunderschönen Innenhöfe rund um die Mezquita könnt ihr morgens ohne die vielen Tagestouristen erleben. Diese strömen meist am frühen Nachmittag in die kleinen Gassen…
- Der große Plaza de la Corredera ist vormittags teilweise menschenleer, was irgendwie komisch wirkt, aber als Motiv durchaus spannend ist.
Filmtourismus – wo kann ich Drehorte von berühmten Filmen finden?
Für meinen Besuch habe ich mir ein paar, für mich persönlich, besondere Highlights herausgesucht. Filme oder Serien, die mag, die für mich eine Bedeutung haben oder die ganz einfach „Geschichte geschrieben“ haben. Ich liebe es ja, genau diese Location eines Film zu sehen, wo „es“ passiert ist, sprich wo der Film gedreht wurde.
Games of Thrones
Für Fans von der weltweit Hitserie lohnt sich die Provinz Córdoba gleich ein Blick auf zwei bekannte Drehorte.
Die Puente Romano (Römische Brücke) von Córdoba dient in der Serie als die Lange Brücke von Volantis. Für die Szenen wurde sie zwar digital erweitert, die historische Grundlage stammt jedoch tatsächlich aus der Römerzeit und ist bis heute eines der bekanntesten Bauwerke der Stadt.
Ein weiteres bekanntes Set befindet sich rund 30 Kilometer westlich von Córdoba: die Burg von Almodóvar del Río. Die mittelalterliche Festung liegt auf einem Hügel oberhalb des Guadalquivir-Tals und wurde für mehrere Szenen in Highgarden genutzt. Wer die Serie gesehen hat, erinnert sich vielleicht an die Begegnung zwischen Jaime Lannister und Olenna Tyrell, die hier gedreht wurde. Ich war hier zwar nicht, wollte diesen Spot aber trotzdem erwähnt haben.
Fun Facts zu Còrdoba
- Im 10. Jahrhundert war Córdoba eine der größten und wohlhabendsten Städte der Welt – Schätzungen gehen von bis zu 500.000 Einwohnern aus. Damit war die Stadt größer als die meisten europäischen Metropolen ihrer Zeit.
- Córdoba galt als Wissenszentrum Europas. Während viele Regionen des Kontinents noch im frühen Mittelalter steckten, verfügte die Stadt bereits über Bibliotheken mit Hunderttausenden von Büchern.
- Die Stadt ist berühmt für ihre Innenhöfe, die sogenannten Patios. Jedes Jahr findet das Festival de los Patios Cordobesesstatt, bei dem Einwohner ihre blumengeschmückten Höfe für Besucher öffnen.
- Die Region rund um Córdoba gehört zu den wichtigsten Olivenöl-Anbaugebieten der Welt. In der Provinz wachsen Millionen von Olivenbäumen – teilweise soweit das Auge reicht.
- Córdoba hält regelmäßig Temperaturrekorde für Spanien. Im Hochsommer sind über 40 Grad keine Seltenheit, weshalb viele Einheimische ihre Aktivitäten traditionell auf die frühen Morgen- und Abendstunden verlegen.















