Reisetipps Mauritius
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Mauritius gilt als eines der Traumziele weltweit. Zu Recht! Die Insel ist unglaublich vielfältig und ein wunderschönes Fleckchen Erde.
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Die Erwartungshaltung muss allerdings stimmen, denn ich würde Mauritius nicht als den perfekten Strandspot einstufen. Zum einen gibt es kaum Palmen, sondern eher Nadelbäume, und an den Stränden oftmals auch Korallen. Baden kann man natürlich trotzdem, aber tropenparadiesische Bilder gibt es wenn dann nur bei den 5* PLUS Hotels.
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Die Natur-Highlights sind auf Mauritius sensationell! Wasserfälle, Nationalparks, Naturwunder, ursprüngliche Strände und beeindruckende Berge…
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Darüber hinaus gibt es viele tolle Sehenswürdigkeiten. Die Sieben Erden, der Berg Le Morne Brabant, der Grand Bassin Tempel, die Hauptstadt Port Louis… Alles absolute Knaller!
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Selten lohnt sich ein Helikopter-Flug so sehr wie auf Mauritius. Für mich DER beste Tipp überhaupt.
Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?
- Impressionen von Mauritius – ein kleines „Best-of“
- Übersicht, wichtigste Fakten und gute Tipps zu Mauritius
- Die besten Spots auf Mauritius
- Port Louis (inkl. Caudan Waterfront)
- Shri Sockalingum Meenatchee Ammen Tempel
- Botanical Garden
- Trou aux Biches (Strand)
- Mont Choisy Beach
- Grand Baie
- Pereybere
- Cap Malheureux
- Flic en Flac (Strand)
- Chamarel (Wasserfall, die Sieben Erden und Rum Factory)
- Grand Bassin
- Le Morne (Brabant und Strand)
- Tamarind Waterfalls
- Rundflug per Helikopter oder Wasserflugzeug
- Île aux Cerfs (Ostküste)
- Sonstige Spots & Strände (inkl. Rochester Falls und Black River Gorges Nationalpark)
- Meine besten Spot-Tipps auf Mauritius auf einer Karte
- Meine Hoteltipps für Mauritius
- Meine Restaurant-Empfehlungen auf Mauritius
- Filmtourismus – wo kann ich Drehorte berühmter Filme finden?
- Fun-Facts zu Mauritius
Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps
Wohin geht es bei euch in den Flitterwochen? Ganz oft lautet die Antwort Mauritius. Oder die Seychellen. Tatsächlich liegen die beiden Inseln bei Hochzeitsreisen ganz weit vorne und die Gründe liegen auf der Hand: Beides sind Trauminseln und gelten als besondere Reiseziele. Ich habe es genauso empfunden, Mauritius ist eine wunderschöne Insel, die mir unheimlich gut gefallen hat, vor allem weil sie so abwechslungsreich ist, es zahlreiche wunderschöne Spots gibt und man richtig viel unternehmen kann.
Aber genau hier möchte ich auch etwas anmerken, denn ich war zuerst auf den Seychellen und dann auf Mauritius und muss sagen, dass Mauritius deutlich größer und belebter ist, als ich es vermutet hätte! So gibt es auf Mauritius beispielsweise große Malls, viele Fastfood-Restaurants und breite Autobahnen. Sprich, wer ein beschauliches Inselidyll erwartet wird sich erstmal wundern.
Die falsche Erwartungshaltung liegt vermutlich an meinen Erinnerungen an die Seychellen. Oftmals werden die Seychellen und Mauritius ja aufgrund ihrer geographischen „Nähe“ in den gleichen Topf geschmissen, aber das ist nach meiner Erfahrung der falsche Ansatz.
Ganz wichtig für die richtige Erwartungshaltung ist zB, dass es auf Mauritius nicht diese traumhaften von Palmen gesäumten Strände gibt! Diese findet man eher auf den Seychellen. Die meisten Strände auf Mauritius haben Filaoshaine als Schattenspender. Diese sind ähnlich wie Kiefern, obwohl sie eigentlich keine richtigen Nadeln haben. Dementsprechend ist es möglich, dass die Strände anders aussehen, als man es sich vorgestellt hat.
ABER, das soll auf keinen Fall heißen, dass die Strände nicht schön sind, denn tatsächlich sind sie ganz wunderbar. Und es gibt jede Menge davon!
Mir ist nur wichtig herauszustellen, dass Mauritius viel mehr ist als eine Trauminsel, denn man kann sehr viel tolle Ausflüge unternehmen, zahlreiche tolle Spots besichtigen, wandern, die Natur erleben und genießen und definitiv auch staunen! Ich habe hier zwei Naturwunder gesehen, die mich wirklich umgehauen haben…
Insofern Baden, JA, unbedingt. Aber Mauritius hat definitiv noch viiiiiiel mehr zu bieten…
- Generell
Mauritius ist eine Insel im Indischen Ozean ca. 1.800 km östlich von Afrika. Die Hauptstadt ist Port Louis mit einer Einwohnerzahl von 150.000. - Brauche ich ein Visum für Mauritius?
Nein. Als deutscher Staatsbürger kann man ohne Visum einreisen und benötigt nur einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate nach Reiseende gültig sein muss. - Wie komme ich nach Mauritius?
Es gibt zahlreiche Flugverbindungen nach Mauritius, teilweise sogar non-stop ab Deutschland. - Wie ist die Zeitumstellung von Deutschland nach Mauritius?
Immer Sommer sind es (lediglich) + 2 Stunden, im Winter sind es +3 Stunden. - Wann ist die beste Reisezeit für Mauritius?
Mauritius gilt als Ganzjahresziel, denn schön warm ist immer, aber es gibt definitiv bessere und schlechtere Reisezeiten.
Vorab, Mauritius liegt auf der Südhalbkugel, weshalb die Jahreszeiten genau umgekehrt verlaufen. Sprich, wenn bei uns Sommer ist, ist es auf Mauritius Winter! Diese Info finde ich insofern relevant, denn die vermeintlich besten Bedingungen hat man auf Mauritius in der Zeit zwischen September und November/Dezember. Ich war im November dort und es war fantastisch – kein Regen und schön sonnig. Aber, es war eben auch Frühling, was man auf einigen Bildern anhand der fehlenden Blätter erkennen kann.
Als eine weitere gute Reisezeit gelten die Monate April bis Juni, aber hier kann es auch öfter mal ein wenig regnen. Dafür handelt es sich um eine Nebensaison, was sich in den günstigeren Preisen widerspiegelt.
Vermeiden sollte man die Zeit zwischen Januar und März, denn diese gilt als Regensaison. - Gibt es regionale Unterschiede beim Wetter?
Ja! Der Wind kommt meistens aus dem Osten, weshalb es an der Ostküste auch generell etwas windiger und regenanfälliger sein kann, als im Westen. - Wieviel Zeit sollte ich für Mauritius einplanen?
Ich denke hier gibt es keine richtige Antwort. Aufgrund der geringen Zeitverschiebung und den möglichen non-stop-Flügen würde ich sogar für eine Woche nach Mauritius reisen. Ideal sind aber natürlich zwei Wochen (oder länger). - Wie plane ich meinen Urlaub auf Mauritius?
Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, ob man eher einen Hotelurlaub oder einen aktiven Urlaub machen möchte.
Auf Mauritius gibt es nämlich zahlreiche, fantastische Luxusresorts mit lächerlich schönen Hotelstränden. Sprich, wer einfach mal komplett abschalten und entspannen möchte, kann sich einfach eines dieser großartigen Hotels buchen und wird vermutlich nur ein zwei Mal das Hotel für einen Ausflug verlassen.
Die andere Variante ist, die Insel an sich zum Star des Urlaubs zu machen und viel zu besichtigen und zu erleben. Mauritius hat viel zu bieten und man extrem viel unternehmen. In dem Fall sollte man sich einen Mietwagen buchen, um so seine Tage flexibel gestalten zu können. - Welchen Reiseablauf würde ich empfehlen?
Ich persönlich favorisiere den aktiven Urlaub, vor allem hier auf Mauritius, denn die verschiedenen, tollen Spots auf Mauritius sind wirklich teilweise unglaublich.
Aus dem Grund würde ich den Aufenthalt aufteilen und eine Woche im Norden und eine Woche im Süden verbringen. So habe ich es bei meiner Reise gemacht und ich würde es rückblickend GENAU SO wieder machen.
Bei dieser Variante kann man jeweils ganz entspannt und größere Fahrerei die Highlights der jeweiligen Region besichtigen. Ich fand es so perfekt! - Kann ich eine Reiseroute empfehlen?
Mein perfekter Ablauf wäre wie folgt (inkl. Mietwagen):
1.-7. Tag Norden:
Tag 2: Port Louis
Tag 3: Botanical Garden
Tag 4: Grand Baie
Tag 5: Trou aux Biches (Strand)
Tag 6: Mont Choisy Beach
Tag 7: offen
Tag 8: Transfer
8.-14. Tag Süden:
Tag 9: Le Morne Brabant & Beach
Tag 10: Tamarind Waterfalls
Tag 11: Chamarel, Grand Bassin
Tag 12: Flic en Flac (Beach)
Tag 13: offen
Tag 14: offen
Tag 15: Rückflug - Wie bewege ich mich auf Mauritius?
Entweder man bucht direkt einen Mietwagen, holt diesen am Flughafen ab und hat danach jegliche Flexibilität.
Aber auch ohne Mietwagen kommt man auf der Insel sehr gut zu den diversen Top-Spots. Es gibt viele Busverbindungen zwischen den großen Ortschaften und den diversen Stränden. - Was muss ich mit einem Mietwagen beachten?
– Auf Mauritius herrscht Linksverkehr!
– Dementsprechend sollte man darauf achten einen Automatik-Leihwagen zu buchen. Bei einer Gangschaltung muss man diese mit der linken Hand bedienen, was sicherlich erstmal verwirrend ist.
– Es gibt unzählige Blitzer auf Mauritius! Teilweise mehrfach innerhalb einer Ortschaft!
– Es gibt viele zweispurige Kreisverkehre! In Deutschland findet man diese nicht sonderlich häufig, weshalb dies am Anfang etwas komisch sein könnte.
– Erfreulicherweise kosten Parkplätze kosten nichts! Ich habe nur in Port Louis für einen Parkplatz bezahlen müssen.
– Im Süden gibt es quasi keine Tankstelle! Wenn man also im Süden unterwegs ist, sollte man immer etwas vorausschauend planen. - Welche Sprache wird auf Mauritius gesprochen?
Die Insel ist aber generell sehr französisch geprägt, sprich fast überall wird vornehmlich französisch gesprochen und auch viele Beschilderungen und Artikelbeschreibungen sind auf französisch. Englisch wird aber ebenfalls überall sehr gut verstanden/gesprochen und in den Restaurants sind auch alle Karten auf Englisch. - Sind Drohnen erlaubt?
Wie ihr an meinen Bildern erkennen werdet, war ich mit einer Drohne unterwegs, sprich Drohnen sind erlaubt (allerdings nicht in der Nacht). Die Motive sind endlos, vor allem die Strände bieten sich hier definitiv an. An besonderen Spots, wie zum Beispiel die Sieben Erden und dem Chamarel-Wasserfall sind Drohnen nicht erlaubt – hier sind allerdings auch entsprechende Schilder angebracht. - Gibt es Besonderheiten?
Auf Mauritius wird generell sehr wenig Plastik verwendet! So gibt es zB keine Plastiktüten in Supermärkten, sondern man sollte während des Einkaufs nach Kartons Ausschau halten, die entweder in den Gängen oder an den Kassen herumliegen.
Die besten Spots auf Mauritius
Folgend nun die verschiedenen Spots und Sehenswürdigkeiten von Mauritius.
Ich habe hier zwei Bereiche gebildet – Nord und Süd. Die Punkte von Port Louis bis Cap Malheureux betreffen den Norden und ab Flic en Flac geht es in den Süden. Innerhalb dieser beiden Regionen gibt es keine echte Reihenfolge, außer, dass ich für sinnvoll hielt die Hauptstadt Port Louis an die erste Stelle zu setzen…
Port Louis
Eine Stadt mit zwei Gesichtern! Selten habe ich – aus touristischer Sicht – zwei so krass unterschiedliche Bereiche innerhalb eines Stadtzentrums gesehen.
Zum einen wäre da die Caudan Waterfront, eine moderne Outdoor-Mall mit allen international bekannten Marken. Sowohl in Sachen Mode, als auch bei Restaurants. Hier gibt es einige mittlerweile recht bekannte Instagram-Spots (wie zB den Umbrella Square), weshalb dieses Einkaufszentrum mehr und mehr in den Fokus gerutscht ist.
Zum anderen beginnt hinter der mehrspurigen Stadtautobahn Trunk Road dann eine andere Welt. Die Verbindung zum alten Teil der Stadt stellt der Caudan Underpass her – eine Unterführung für Fußgänger.
Ich will ehrlich sein, Port Louis war jetzt nicht so meins. Irgendwie war es zu laut, zu viel, zu aufdringlich und zu dreckig. Das klingt sehr harsch, aber ich habe lustigerweise zwei Augsburger Backpacker getroffen, die es genau so empfunden haben wie ich. Ein bisschen wie Bangkok – schon interessant und vielfältig, aber irgendwie hat die Stadt mich nicht erreicht.
Sehenswert ist sie allerdings allemal, denn ich bin mir sicher, dass Port Louis jeder anders erleben und empfinden wird.
Caudan Waterfront
Direkt am Jachthafen von Port Louis befindet sich das moderne Einkaufsviertel Caudan Waterfront. Hier gibt es zahlreiche Boutiquen, Geschäfte, Handwerksläden und Souvenirstände. Ein großer Teil sind zudem Restaurants, die vor allem direkt am Wasser eigene foodcourtähnliche Bereiche einnehmen.
Inmitten dieses trubeligen befindet sich mit dem Umbrella Square einer bekanntesten Fotospots von Mauritius. Hier wurden über einer Gasse knallig bunte und motivfreudige Regenschirme verkehrtherum aufgespannt, was in der ein lustiges Motiv ist.
Mein Tipp wäre hinter der Caudan Waterfront beim Marina Quay Parking zu parken. Dort herrscht eine große Fluktuation, weshalb vermutlich immer irgendwo irgendwie etwas frei ist. So kann man erst kurz durch die Caudan Waterfront hindurch schlendern, dann den alten Teil von Port Louis besichtigen, um dann schließlich ganz in Ruhe nochmal in der Caudan Waterfront etwas zu essen und einzukaufen. Anschließend ist der Weg zum Auto nicht mehr weit.
Zwischen dem Parkplatz und der Caudan Waterfront liegt noch ein echtes Highlight, und zwar das Blue Penny Museum. Hierbei handelt es sich um Kunstmuseum, welches ebenfalls Münzen und Briefmarken ausstellt, inklusive der zwei teuersten Briefmaken der Welt! Die Blaue Mauritius und die Rote Mauritius – beide mit einem Wert von mehreren Millionen Dollar.
„Altstadt“
Warum setze ich Altstadt in Anführungszeichen, nun, weil es keine wirkliche Altstadt gibt, ich nenne den Bereich südöstlich der Stadtautobahn Trunk Road einfach so, weil es für mich im Vergleich zur Caudan Waterfront wie eine Altstadt wirkt. Insofern bitte nicht irritieren lassen, dies ist nur veranschaulichender Name.
Fakt ist, in diesem Bereich von Port Louis wird es deutlich hektischer, was schon alleine daran liegt, dass hier wieder Autos unterwegs sind.
Die zwei Tops-Spots Central Market und Fort Adelaide erkläre ich separat weiter unten.
Für mich die hervorstechendsten Locations waren der Park an der Intendance Street mit der Queen Victoria Statue und dem Government House, Chinatown mit einem durchaus beeindruckenden Tor, sowie die Jummah Moschee.
Central Market
Einer der schönsten Spots in Port Louis ist definitiv der quirlige Central Market – ganz in der Nähe der Caudan Waterfront, allerdings im Altstadt-Bereich. Die Markthallen strahlen Nostalgie pur aus: kopfsteingepflasterte Gassen zwischen den Hallen, viele alte Säulen, schmiedeeiserne Pforten und unzählige, teilweise sehr einfache Stände. Der Markt ist definitiv authentisch, was man daran merkt, dass auch sehr viele Einheimische anzutreffen sind. Es gibt Früchte, Gemüse, Gewürze, sowie in einem extra Bereich auch Fleisch und Fisch (dort war ich allerdings bewusst nicht).
Ganz wichtig, und das hat mich ein wenig genervt, man muss immer handeln und ein bisschen beim Aufpassen, dass man nicht abgezockt wird. Ich habe nur zweimal etwas gekauft und war überrascht, wie einfach man den Preis nach unten drücken konnte. Dies habe ich auch nur gemacht, weil es mir empfohlen wurde. Irgendwie nicht so ganz mein Einkaufsmodell, aber gut, das gehört anscheinend mit dazu.
Zitadelle (Fort Adelaide)
Den schönsten Blick auf Port Louis hat man definitiv von der Militärfestung Fort Adelaide aus dem 19. Jahrhundert.
Das Highlight der 1834 von den Engländern errichten Zitadelle ist der ummauertem Innenhof mit einem sensationellen Panoramablick auf die Stadt. Sogar die benachbarte Pferderennbahn Champ de Mars kann man von hier wunderbar bestaunen.
Dieses aufgrund sehr Ausmaße beeindruckende Bauwerk ist schon schön, aber jetzt auch nicht besonders spektakulär. Was ich gut fand, der Eintritt ist frei.
Wichtig! Das Fort liegt auf einem Berg, zu dem es durchaus steil nach oben geht. Entweder man fährt mit dem Auto hoch oder aber erarbeitet sich die Aussicht in dem man zu Fuß den Berg“erklimmt. In dem Fall würde ich empfehlen den Treppenaufgang links, anstelle der Straße, zu nehmen. Dies ist zwar etwas steiler, aber deutlich kürzer, weil man auf der Straße in Serpentinen läuft.
Shri Sockalingum Meenatchee Ammen Tempel
Der etwas sperrige Name soll bitte auf keinen Fall abschrecken, geläufig sind auch die Namen Kailassam- oder Kaylasson-Tempel.
Es handelt sich um einen wunderschönen, ausgesprochen farbenfrohen Hindu-Tempel im Norden von Port Louis. Für mich ist die eher einfachere Anlage ein Must-See auf Mauritius, schon alleine wegen der aufwendigen und bunten Verzierungen.
Wichtig! Bei Betreten des Tempels muss man die Schuhe ausziehen. Und generell sollte man im Hinterkopf behalten, dass es sich um einen Tempel und keinen klassischen Sightseeing-Spot handelt. Sprich, bitte seid respektvoll bei dem Besuch. Ich hatte den Eindruck, dass die Einheimischen sehr ergriffen bei ihrem Aufenthalt in der Anlage waren, weshalb man sie dementsprechend bitte auch nicht stören sollte.
PRAKTISCHE HINWEISE: Erfreulicherweise bezahlt man keinen Eintritt.
Parken kann man entweder direkt auf der Zufahrtsstraße und falls hier nichts mehr frei ist, bietet sich die belebte Straße unmittelbar vor der Tempelanlage an.
Zeitlich würde ich ca. eine halbe Stunde einplanen.
Botanical Garden
Zunächst einmal möchte ich den Botanischen Garten ausdrücklich empfehlen. Als ich mich informiert und erkundigt habe, bin ich logischerweise auch über die Google-Rezensionen gestolpert und muss ehrlich sagen, ich bin erschrocken, was da teilweise geschrieben wird. Es handelt sich um einen Botanischen Garten, nicht um eine Parkanlage a la Schloss Schönbrunn. Demnach liegen dort Blätter und Äste, aber das Areal an sich ist gepflegt und ausgesprochen schön. Müll oder ähnliches habe ich nicht entdecken können. Auch die Toilettenanlagen sind sauber. Will sagen, bitte lasst euch nicht von den teilweise sehr harschen Bewertungen abschrecken! Der Garten ist wirklich sehr ansprechend angelegt und es gibt richtig viel zu sehen. Angefangen bei dem Highlight überhaupt, nämlich dem Wasserlilien-Teich. Auch dieser Teich ist naturbelassen und ist demnach nicht blitzeblank, sondern eben voller Pflanzen. Dennoch ist es ein wunderbares Fotomotiv und absolut sehenswert.
Darüber hinaus gibt es zwei Teiche mit Lotusblumen, die ebenfalls richtig hübsch sind.
Generell ist es aber die gesamte Anlage, die Spaß macht. Die vielen Mahagoni-Bäume, die Bambusse, die Lianen und zahlreiche weitere, teilweise sogar seltenen Pflanzen machen den Botanischen Garten zu einem prima Ausflugsziel.
Was ich weniger gut fand, sind die beiden Gehege für Rehe und Schildkröten. Die könnte man sehr gut und sehr gerne streichen, wobei allerdings viele Kinder dort auch ihren Spaß hatten…
WICHTIG! Ich denke, dass ein Guide Sinn macht und würde dies auch empfehlen. Für kleines Geld schließt man sich einer Gruppe an und erfährt so einige wissenswerte Details über die jeweiligen Pflanzen.
ABER, man sollte unbedingt (sofern möglich) auf eine deutsche oder rein englische Gruppe warten. Ich hatte Englisch als Sprache angegeben und wurde in eine französische Gruppe sortiert, wobei der Guide dann immer nur das Gröbste übersetzt hat und ich das gefühlt fünfte Rad am Wagen war. Das war nicht ideal, weshalb ich dann nach wenigen Metern auf eigene Faust los marschiert bin.
Was ich mitbekommen habe, sind die Guides aber wirklich sehr gut und engagiert. Nahezu jeder, den ich gesprochen habe, hat mir einen Guide empfohlen.
Die Tour mit Guide dauert ca eine Stunde. Insgesamt würde ich ca. 1,5 Stunden einplanen.
INFO! Die Karte, die man am Eingang bekommt, ist nicht maßstabsgetreu! Da muss man ein bisschen aufpassen, an sich ist sie aber sehr gut und hilfreich.
PRAKTISCHE HINWEISE: Parkplätze gibt es zahlreich direkt vor dem Eingang.
In der Anlage selbst gibt es keine Essensstände oder ähnliches, sprich, Getränke und Snacks sollte man selbst mitbringen.
Trou aux Biches
Im Nordwesten, ca. 15 Minuten von Grand Baie und 30 Minuten von Port Louis entfernt, befindet einer der bekanntesten und beliebtesten Strände auf Mauritius. Im Norden der Insel ist der Trou aux Biches in jedem Fall einer schönsten Strandbereiche überhaupt!
Es handelt sich generell um einen öffentlichen Strand, allerdings befinden sich auch sehr viele Hotels am Trou aux Biches, wo es dementsprechend viele Liegestühle gibt, die allerdings nur die Hotelgäste nutzbar sind.
Sein Handtuch kann aber natürlich überall ausbreiten, dagegen spricht gar nichts.
Bitte beachten! Auf Bildern werden oftmals idyllische Kokospalmen gezeigt, allerdings findet man diese ausschließlich vor den teuren Hotels, weil sie dort aus optischen Gründen gepflanzt wurden. Überall sonst findet man die auf Mauritius weit vorbereiteten Filaobäume, die mich persönlich an Pinien oder Kiefern erinnern. Hier also unbedingt die richtige Erwartungshaltung mitbringen.
Der Strand an sich ist herrliche 3 km lang und mit puderzuckerweißem Sand ideal zum Baden. Selbst in der Hochsaison war er keinesfalls überlaufen, sondern die Badegäste verteilen sich wunderbar auf die weite Fläche. An einigen Stellen gibt es durch die vielen Bäume auch sehr schöne Schattenplätze.
Einen Haken hat der Strand allerdings, und zwar da sich direkt hinter dem Strand eine langgezogene Ortschaft inklusive belebter Hauptstraße befindet, ist es mit dem Parken nicht ganz so einfach. Es gibt zwar einen öffentlichen, kostenlosen Parkplatz, allerdings kann dieser durchaus auch mal voll sein. Dann heißt es suchen! Wobei, in den Seitenstraßen habe ich immer freie Stellen gesehen…
Eine Variante bzw einen Tipp hätte ich an der Stelle. Es gibt nämlich im südlichen Teil des Strandes den Beachclub La Plage. Dieser bietet auf beiden Seiten der Hauptstraße kostenlose Parkplätze, sofern man Gast des Clubs ist, sprich dort essen oder den Tag verbringen möchte. Wobei, ganz ehrlich, auf der Nicht-Strand-Straßenseite hat kein Mensch irgendwas kontrolliert…
Der Beachclub ist ausgesprochen schön und man kann dort Liegen direkt am Strand mieten oder aber in dem wirklich sehr stilvollen Strandrestaurant etwas essen oder trinken. Die Liegen sind nicht ganz günstig (ca EUR 20 pro Liege inkl Schirm), aber das Ambiente inklusive Getränkeservice ist schon sehr angenehm. Ab 14h halbiert sich die Liegenmiete.
Mitten im Ort (fast direkt gegenüber vom La Plage) gibt es einen Supermarkt (GSR), der sehr gut sortiert ist.
An dem öffentlichen Parkplatz gibt es zudem einige lokale Foodtrucks, die ich sehr empfehlen kann! Genau dieser Bereich ist zum Sonnenuntergang auch ein absoluter Hotspot!
Mont Choisy Beach
Ganz im Norden der Insel – westlich der Touristenhochburg Grand Baie – liegt einer der für mich schönsten Strände von Mauritius. Der gefühlt endlose (in Wirklichkeit sind es ca 3-4 km) Mont Choisy Beach bietet wirklich alles, was einen idealen Badestrand ausmacht.
Zunächst einmal ist der Strand herrlich weiß, ganz weich, bemerkenswert breit und läuft äußerst langsam ins Meer hinein. Dadurch, dass er so flach abfällt, kann man hier wunderbar baden und auch einfach mal im Wasser liegen oder herumplanschen. Auch für Kinder ist der Strand absolut perfekt. Einige Bereiche sind sogar mit Bojen zum Baden markiert, da hier doch auch einige Boote auf dem Wasser umher fahren.
Ich hatte im Vorfeld gelesen, dass es hier auch Liegen gibt, allerdings habe ich nirgends welche gefunden.
Es handelt sich um einen Public Beach, sprich gerade am Wochenende kann es hier such mal ein bisschen voller werden, wobei ich in keiner Phase das Gefühl hatte, dass der Strand „voll“ oder gar überfüllt ist. Eher im Gegenteil! Der Strand ist schlichtweg so lang, dass es sich doch sehr stark verläuft.
Wer nicht direkt in der Sonne liegen möchte, für den ist der Mont Choisy Beach die perfekte Adresse, denn über die gesamte Strecke zieht sich ein Filaowald am Ufer entlang. Über mehrere Reihen bieten die kiefernähnlichen Bäume viel Platz und jede Menge Möglichkeiten zum Entspannen.
Genau in diesem Bereich stehen auch sehr viele Foodtrucks, so dass für Essen gesorgt ist. Es gibt leckere, einheimische Küche, sowie frische Säfte und Eis. Und das alles für recht kleines Geld, so dass es sich kaum lohnt eigene Sachen, außer vielleicht Snacks, mitzubringen. Rund um die Stände gibt es auch zahlreiche Sitzgelegenheiten, so dass man hier wunderbar eine schöne Mittagspause einlegen kann.
Für mich einer der größten Vorteile, vor allem gegenüber den anderen Stränden im Norden, ist die Tatsache, dass es genügend Parkplätze gibt. Man kann problemlos an der Straße parken, wobei sogar auch einige gekennzeichnete Parkbereiche zur Verfügung stehen.
Die öffentlichen Busse halten hier ebenfalls direkt am Strand.
Toiletten und Duschen sind zudem ebenfalls vorhanden.
Insgesamt ein traumhafter Strand! Das türkisfarbene Wasser, die ideale Ausrichtung gen Westen und das ganze Drumherum haben den Mont Choisy Beach schnell zu einem meiner Lieblinge werden lassen.
Grand Baie
Der Ort Grand Baie ist neben Flic en Flac eine der beliebtesten touristischen Regionen auf Mauritius. Wenn man anfängt über Mauritius ein wenig zu recherchieren, wird man sehr schnell über diesen im Norden der Insel befindlichen Bereich rund um Grand Baie stolpern. Hierzu würde ich die Bucht Grand Baie selbst, den Badeort Pereybere und das Cap Malheureux zählen.
Grand Baie
Wie der Name es schon vermuten lässt, handelt sich um eine große Bucht und ich muss sagen, der Name ist vollkommen berechtigt. Tatsächlich ist diese Bucht gefühlt unendlich lang und wenn man sich das ganze mal auf Google Maps anschaut, könnte man sogar fast eher einen Binnensee vermuten.
Der weit auseinander gezogene Ort liegt ca. 30 Minuten nördlich der Inselhauptstadt Port Louis, allerdings möchte ich an der Stelle kurz erwähnen, dass hier oftmals gerne vom Nordwesten gesprochen wird, was ich als leicht irreführend empfinde. Für mich liegt Grand Baie ganz klar im Norden von Mauritius.
Wer plant längere Zeit im Norden zu verbringen, für den ist Grand Baie vor allem dann interessant, wenn man sich keinen Mietwagen buchen, viel am Strand und eigentlich kaum Ausflüge unternehmen möchte. Der Ort an sich bietet nämlich ausgesprochen viele Möglichkeiten, denn die Infrastruktur hier ist ausgezeichnet. Es gibt zum einen viele Hotels, Restaurants, Cafés, Supermärkte und Geschäfte. Und zum anderen befinden sich in dem Bereich von Grand Baie viele richtig schöne Strände (zB Mont Choisy Beach oder in Grand Baie selbst), die sehr leicht zu erreichen sind – entweder zu Fuß oder per Bus. Die Anbindung mit den öffentlichen Bussen ist generell sehr gut, weil sie sehr regelmäßig viele Stationen anfahren.
Strände
WICHTIG! In Sachen Strand ist Grand Baie nicht gleich Grand Baie! Es gibt einmal den Public Beach (laut Google Maps). Westlich davon liegt der Grand Baie Beach NCG! Und nochmal weiter versteckt sich ein kleinerer Strandbereich mit einem schicken Beachclub.
Der Public Beach in Grand Baie ist vielleicht nicht der schönste Strand auf Mauritius, aber ich war tatsächlich sogar positiv überrascht. Der Sand ist richtig angenehm weich, es bieten sich viele Schattenplätze an und baden kann man auch sehr gut. Dazu gibt es viele, sehr gute Foodtrucks direkt am Strand. Das einzige, was schon etwas nervt sind die vielen Boote. Aber gut, das ist eben so, dafür legen hier auch viele Ausflugstouren ab.
Der Gran Baie Beach NCG ist so kaum zugänglich für die Öffentlichkeit, aber dort findet man das sehr beliebte Restaurant Beach House.
Und wenn man einen ganz Tag in einem stilvollen Ambiente oder auf einer Sonnenliege verbringen möchte, dann ist der Eden Beach Club genau die richtige Wahl.
Wie gesagt, die Grand Baie ist riesig, weshalb ich noch einen weiteren Strand, quasi am östlichen Buchteingang, erwähnen möchte, und zwar den La Cuvette Public Beach. Dieser läuft etwas unter dem Radar und ist vielleicht gerade deshalb ein guter Tipp. Parken kann man dort sich sehr gut und Foodtrucks gibt es ebenfalls.
Zum Shoppen bietet sich vor allem der Bereich rund um den Public Beach an. Dadurch dass sich die Hauptstraße hier direkt am Ufer entlang durch die Stadt schlängelt, findet man dort viele Geschäfte und Souvenirläden.
An der Hauptkreuzung mit der La Salette Rd befindet der so genannte Sunset Boulevard, quasi nochmal eine ausgewiesene, separate Shoppingmeile, an der sich mehrere stilvollere Läden gruppieren.
Wer von außerhalb einen Ausflug nach Grand Baie macht, kann wunderbar an der La Salette Rd auf dem riesigen Parkplatz des Super U Supermarktes parken.
Pereybere
Wenn man von der Grand Baie weiter Richtung Osten föhrt, gelangt man – ohne dass man es aktiv bemerken würde – in den Ort Pereybere. Auf dem Weg dorthin passiert man das LUX Grand Baie Resort, das vielleicht bekannteste und angesagteste Hotel der Insel. Die Rooftop-Bar ist einer DER Instagram-Hotspots auf ganz Mauritius.
Warum ich Pereybere erwähne?
Vor allem, weil es dort mit dem Hibiscus Boutique Hotel und der dort ansässigen ORCA-Tauchbasis eine prima Möglichkeit zum Tauchen gibt. Aber auch weil der Pereybere Public Beach oftmals diversen Blogs oder Reiseführern erwähnt wird. Ich fand den Strand OK, aber mehr auch nicht. Da gibt es Mauritius definitiv schönere Bademöglichkeiten.
Cap Malheureux
Außerdem liegt Pereybere zwischen Grand Baie und einem der beliebtesten Fotomotive auf Mauritius liegt. Direkt nach Pereybere erreicht man nämlich das Cap Malheureux, was so viel wie Unglückskap bedeutet. Mehr oder weniger also das Gegenteil vom Kap der guten Hoffnung!
Hierbei handelt es sich um den nördlichsten Punkt der Hauptinsel Mauritius und hier befindet sich die Kirche Notre-Dame Auxiliatrice de Cap Malheureux. Man kann sie unmöglich verpassen!! Diese kleine Kapelle ist mit ihrem roten Dach so direkt am Meer einfach ein echter Blickfang!
Flic en Flac
Schon alleine aufgrund des besonderen Namens ist dieser Strand samt gleichnamigen Ort einer der bekanntesten Spots auf Mauritius. Viele Touristen buchen ihr Hotel direkt in Flic en Flac oder aber sie steuern den kilometerlangen Strand im Westen der Insel mindestens einmal als Tagesausflug an. Ähnlich wie in Grand Baie im Norden handelt es sich um eine sehr touristische Region, denn es gibt an der Hauptstraße durch den Ort zahlreiche Geschäfte und Restaurants.
Auch wenn es sich bei Flic en Flac nicht um eine Halbinsel handelt, so erreicht man den Strandabschnitt allerdings wie eine. Man muss nämlich wissen, dass es nur eine Zufahrt (aus dem Norden) gibt und diese ist (im Süden) eine Sackgasse!
Die Frage, die ich mir gestellt habe war, bei einem so langen Strand, wo ist es am Schönsten? Lustigerweise haben mir zwei Touristen während meines Besuchs genau die gleiche Frage gestellt…
Meine Antwort lautet am Public Beach gegenüber des Friedhofs von Flic en Flac. Dort läuft der Strand schön flach ins Wasser, es gibt Duschen und Toiletten, man sogar Sonnenliegen mieten (nicht allzu viele!) und dort ist DER Topspot für den Sonnenuntergang. Im Norden befindet sich ein kleiner Waldabschnitt, wo es einige Foodtrucks gibt und dahinter ist der Strand ebenfalls sehr schön. Den Sonnenuntergang beobachtet man aber am Besten gegenüber des Friedhofs.
Deutlich weiter im Süden gibt es noch den Wolmar Public Beach, wo es deutlich ruhiger zugeht.
Dazwischen gibt es immer wieder Abschnitte, die zu Hotels gehören, die man immer daran erkennt, dass dort am Strand Palmen gepflanzt wurden.
Sein Handtuch ausbreiten kann man aber im Übrigen generell überall!
Parkplätze gibt es in allen Bereichen mehr als genug.
WICHTIG!! Dieser Punkt kommt mir generell etwas zu kurz, wenn vom Paradiesstrand Flic en Flac gesprochen wird, und zwar ist der Strand am Ufer nicht überall feinsandig, sondern man hat dort überall tote Korallen, die wirklich unangenehm sein können. Hier sollte man generell aufpassen, Badeschuhe dabei haben oder sich vorher bewusst einen guten Einstiegsbereich aussuchen.
Chamarel
Chamarel ist ein kleiner Ort im Südwesten der Insel, der gleich drei beliebte Sehenswürdigkeit bietet.
Da wären zum einen der Wasserfall und das Naturphänomen der Siebenfarbigen Erden und die Rum Factory. Die ersten beiden Spots gehören dabei zusammen, sprich sie werden gemeinsam besucht. Demnach bezahlt man auch den Eintritt für den Wasserfall und die Sieben Erde zusammen (außer man wandert zum Wasserfall)!
Es handelt sich hierbei um einen sauber angelegten Park, mit guten Straßen und gekennzeichneten Parkplätzen. Neben dem Wasserfall und den Sieben Erden gibt es noch einen Adventure-Bereich.
WICHTIG! Man kann die Sehenswürdigkeiten Wasserfall und die Sieben Erden NUR in dieser Reihenfolge abfahren. Es handelt sich nämlich teilweise um Einbahnstraßen! Ich hatte kurz überlegt erst die Sieben Erden und dann den Wasserfall zu machen, aber das geht eben nicht.
Die Rum Factory liegt etwas abseits, gehört aber immer noch zu Chamarel und alle drei Spots lassen sich wunderbar kombinieren.
Chamarel Wasserfall
Bei dem Wasserfall ist die erste Plattform nicht wirklich interessant.
Nachmittags ist hier die beste Zeit, weil man vormittags voll gegen die Sonnen fotografiert.
Weil mir die Frage ein paar Mal gestellt wurde, der Parkplatz liegt direkt neben der Aussichtsplattform.
Die Sieben Erden
Bei den Sieben Erden sollte man idealerweise zwischen 8.30 und 9.15 Uhr sein. Ab 9.30 fallen die meisten Busse ein und dann ist das Areal voll und die Atmosphäre sowie das ganze Wesen der Anlage verändert sich.
Die Tageszeit bzw der Sonnenstand ist hier egal, weil man fast einmal komplett um die Zone der Sieben Erden herumlaufen kann. Einzig, es sollte unbedingt sonnig sein, denn nur dann schimmern die Farben so richtig und der Kontrast kommt verstärkt zur Geltung.
Die Anlage ist wirklich sehr ansprechend gestaltet, es gibt zwei größere Aussichtsplattformen, einen sauberen und parkähnlichen Garten, ein schönes Café (sehr guter Kaffee, Snacks und frisch gepresster Zuckerrohrsaft) und ein Gehege für Riesenschildkröten. Im Gegensatz zu dem im Botanischen Garten, ist dieses aber liebevoll hergerichtet, bietet viel Schatten, Bäume, Wasserstellen und ausreichend Platz.
Auch hier befindet sich der Parkplatz direkt neben dem Eingang.
Zeitlich würde ich für den Wasserfall zehn Minuten und für die Sieben Erde eine halbe bis volle Stunde einplanen. Bei den Sieben Erden kann aber entspannt auch noch etwas essen oder einen Kaffee trinken und dabei die wirklich beeindruckende Szenerie genießen.
Für mich waren die Sieben Erden ein dickes Highlight auf Mauritius!
Rum Factory
Es geht nur Führung und Tasting – die Touren sind auf Englisch oder Französisch und dauern ca 30-40 Minuten. Inklusive der Verköstigung.
Man probiert sieben verschiedene Rumarten, von Classic über Gold bis hin zu Vanilla oder Spicy. Ich will ehrlich sein, mein Geschmack war es nicht, aber alle anderen Teilnehmer der Gruppe hatten danach Souvenirtüten in der Hand, insofern scheint es ein sehr subjektives Ding zu sein.
Insgesamt würde ich ca eine Stunde einplanen. Man muss sagen, dass die gesamte Anlage ausgesprochen stilvoll und charmant wirkt. Man fühlt sich eher wie einer Museums-Finca mit parkähnlichem Garten.
Grand Bassin
Eine der heiligsten Attraktionen auf Mauritius ist der Ganga Talao, auch bekannt als der heilige See Grand Bassin.
Der Ganga Talao liegt im tiefen Süden von Mauritius, nahe des Dorfes Bois Cheri (dort kann man eine Teeplantage besichtigen), und beherbergt zahlreiche hinduistische Tempel.
Ich hatte im Vorfeld nur sehr grobe Informationen gefunden (sogar in meinem Reiseführer), weshalb ich mir nicht ganz sicher war, was mich erwartet. Was ich allerdings wusste war, dass es dort eine riesige Shiva-Statue zu bestaunen gibt! Und was soll ich sagen, diese begrüßt einen förmlich schon aus der Ferne, wenn man die gefühlt sechsspurige Straße auf den Eingangsbereich zurollt.
An der Stelle ein Einschub, denn die gesamte Infrastruktur hier ist gigantisch! Nicht nur die Straße wirkt völlig überdimensioniert, sondern auch der Parkplatz. ABER jedes Jahr findet hier Ende Februar/Anfang März die „Great Night of Lord Shiva“ statt, zu welcher ca. 400.000 Hindus pilgern. Und genau dann, ist der riesige Parkplatz definitiv von Nöten… Das Fest ist übrigens ausdrücklich für JEDEN, sprich jeder ist willkommen!
Für mich komplett überraschend war, dass sich neben der Shiva-Statue, die mit 33m Höhe die drittgrößte Statue der Hindu-Gottheit weltweit ist, noch eine weitere Statue mit der exakt gleichen Höhe befindet! Hierbei handelt es sich um Durga Maa – die Ehefrau von Shiva.
Vor beiden Statuen bekommt man auf Wunsch bzw. sehr freundlich eine Segnung angeboten, die ich gerne angenommen habe. Dabei bekommt man eine Markierung auf der Stirn und ein Armband umgebunden. Wer mag, kann hier gerne eine kleine Spende loswerden. In Anbetracht dessen, dass hier nichts irgendwas kostet, finde ich das sehr fair.
Nachdem diese beiden im wahrsten Sinne des Wortes großen Highlights schon am Parkplatz zu bewundern sind, muss die Frage erlaubt sein, was kommt jetzt noch?
Ich kann nur sagen, der Besuch lohnt sich und ich war von der ersten bis zur letzten Sekunde (und noch deutlich darüber hinaus) von einem besonderen, spirituellen Gefühl ergriffen.
Der Grand Bassin ist heute eine der wichtigsten wichtigsten hinduistischen Pilgerstätten außerhalb Indiens!
Zur Erklärung: Grand Bassin wurde von einem Hindupriester 1897 „entdeckt“! Dieser sah in seinem Traum einen heiligen See, der mit dem heiligen Fluss Ganges in Indien verbunden war. Der Priester suchte anschließend nach dem heiligen See und kam schließlich nach Grand Bassin, wo er auf den See stieß, den er aus seinem Traum wiedererkannte. Die Nachricht von dem göttlichen See verbreitete sich schnell, und im folgenden Jahr begannen Pilger aus der ganzen Insel nach Grand Bassin zu wandern.
Im Jahr 1972 brachte ein indischer Priester heiliges Wasser aus dem Ganges und goss es während einer großen Zeremonie in den See. Von da an war der See als Ganga Talao bekannt. „Ganga“ steht für den Ganges und „Talao“ bedeutet Teich.
Der See liegt kurz hinter den beiden Statuen und ich denke man kann nicht verleugnen, dass dort eine ganz besondere Atmosphäre herrscht und diesem Ort irgendwie eine eigene Kraft innewohnt.
Wenn man an dem See entlang geht, sieht man immer wieder Familien, Paare oder einzelne Menschen, die beten oder eine spezielle Zeremonie vollführen. Mit mir hat das unheimlich viel gemacht…
Am anderen Ende des Sees findet man einen von mehreren Tempeln, vor dem mehrere, schön geschmückte Statuen verschiedener Gottheiten aufgestellt sind.
Wer mag, direkt daneben kann man noch einen kleinen Berg besteigen, von dem man eine fantastische Sicht auf den See und das ganze Areal bekommt.
Ich finde den Besuch vom Grand Bassin absolut empfehlenswert, weil es wirklich eine beeindruckende, einnehmende und beruhigende Stätte ist.
Zeitlich würde ich ca. 1 1/2 Stunden ansetzen.
Unbedingt zu beachten ist, dass man „angemessen“ gekleidet sein sollte. Dies bedeutet, die Frauen sollten die Schultern bedecken und vor den Tempeln muss man die Schuhe ausziehen.
Le Morne
Den Namen Le Morne schnappt man auf Mauritius sehr schnell auf und hierbei muss man zwischen dem Strand und dem Berg unterscheiden. Beide befinden sich auf einer Halbinsel ganz im westlichen Süden von Mauritius und beide sind absolute Highlights!
Le Morne Brabant (Berg)
Auf Mauritius befinden sich viele Berge, aber der Le Morne Brabant ist sicherlich der wichtigste Berg der Insel.
Die Besteigung des Le Morne Brabant ist ganz sicher eine der spannendsten Aktivitäten und eines der Highlights auf Mauritius. Die Aussicht ist wirklich von allen View Points sagenhaft! ABER es gibt zwei Varianten:
- Bis zur ersten „Station“ benötigt man ca eine 3/4 Stunde. Der Weg ist klar und gut erkennbar, wobei die Wanderung auch steilere Passagen hat, dabei aber immer „einfach“ bleibt, vor allem auch, weil es eben keine lange Wanderung ist. Bis dorthin passiert man einen ersten Aussichtspunkt (sehr schön) und gelangt dann an der finalen Station zu einem zweiten View Point, von dem man auf beide Seite des Bergkamms blicken kann.
- Der zweite Teil bis zum Gipfel (man kommt zwar nicht ganz nach oben, aber immerhin bis zum offiziellen Gipfelkreuz) ist eine sehr anspruchsvolle, anstrengende, nicht ungefährliche und außergewöhnliche Passage. Wer diesen Teil nicht machen möchte, muss sich nicht schämen! Auf keinen Fall. Für mich, als sehr aktiver Mensch, war das die extremste Bergerfahrung, die ich je gemacht habe. Bis zum Gipfel dauert dieser Teil ca. 1 1/4 Stunden und man muss hier wirklich richtig dauerhaft klettern. Ich rede hier nicht von ein paar großen Stufen über störende Wurzeln, sondern von steilen Wänden, die man sich nach oben hangeln muss. Wer Höhenangst hat, ist hier falsch.
Man sollte gutes Schuhwerk dabei, wobei es keine Wanderschuhe sein müssen, sondern das wichtigste ist, das man auf Kieselsteinen nicht ausrutscht und etwas Grip hat.
Außerdem sollte man Kleidung tragen, die dreckig werden kann. Denn das wird sie ziemlich sicher.
WICHTIG! Eine Information, die ich wahnsinnig gerne vorher gehabt hätte ist, dass der Rückweg erstaunlicherweise deutlich einfacher ist, als man es vielleicht beim Hinaufklettern vermuten würde. Ich habe darüber vorher und währenddessen sehr viel nachgedacht und war wie gesagt überrascht, dass man auf dem Hintern nach unten rutschend bemerkenswert gut voran kommt. Auf dem Gipfel meinte eine erfahrene, österreichische Bergsteigerin, dass es eigentlich andersherum sicherer und besser ist und ich war anfangs klar geneigt ihr zuzustimmen, aber tatsächlich ist die Variante auf dem Popo die bessere. Dazu weiter unten gleich noch mehr.
Die Aussicht von oben ist dann aber wirklich den Aufwand wert und man kann traumhaft schön auf den Süden von Mauritius und damit auch auf den Underwater-Waterfall schauen. Ein phänomenales Gefühl!!!
Egal wie man sich nach unten bewegt, das wichtigste ist, dass man keine Steine lostritt. Und Zeit darf kein Faktor sein!
Ich hatte im Vorfeld oft gehört und gelesen, dass man den Le Morne Brabant nur mit Guide besteigen sollte. Diese Aussage ist so falsch. Der Guide hilft einem nicht den Weg zu finden, dieser ist klar und eindeutig. Ein Guide hilft vor allem unsicheren Besuchern auf dem zweiten Teilstück. Das ist der entscheidende Punkt. Ich habe auf dem Weg viele Guides gesehen und muss sagen, dass sie das wirklich super gemacht haben. Sie gehen vorweg, wissen wo man bei welchen Schritten aufpassen muss und geben hilfreiche, praktische Tipps! Alle Gäste MIT Guide sind zB auch auf dem Hintern nach unten geklettert. Für mich ein klarer Hinweis, dass diese Variante die bessere ist.
PLUS – Auf dem ersten Teilstück gibt es viele Abkürzungen, die die Guides alle kennen. Es war bei einigen Gruppen so, dass sie definitiv hinter mir waren, mich nicht überholt haben und trotzdem irgendwann vor mir waren. Also, da scheint es einige besondere Wege zu geben. Wer das möchte.
Anfahrt & Parken – Der Eingang für die Wanderung auf den Le Morne Brabant ist auf der südlichen Seite des Berges. Man gelangt letztlich von beiden Seiten zu diesem Eingang, sprich man kann
- am Strand entlang um den Berg herum fahren oder
- man fährt (von Norden kommend auf der B9) ganz in den Süden und biegt dann beim Mangrove Eco Forrest ab Richtung Halbinsel Le Morne.
Bei der ersten Variante gibt es wiederum zwei Optionen, und zwar kann man am RIU Hotel vorbeifahren, um dann NACH dem Strand der Kiter dort zu parken oder man fährt am Wasser entlang noch weiter bis man zum Eingang kommt. Das letzte Teilstück ist dann etwas „schaukelig“. Wenn man vorne am Strand parkt, geht man auch genau den Weg am Wasser entlang, hat aber den Vorteil, dass es von diesem Parkplatz weg eine gewaltige Abkürzung gibt.
Der andere Weg ist auch rumpelig, aber die schnellere Variante.
Wenn man danach an den Strand von Le Morne möchte, bietet sich natürlich die erste Variante an.
Das Parken ist kostenlos und einfach – es gibt sogar viele Schattenplätze.
Am Eingang muss man sich in einem Buch eintragen (eine Person pro Gruppe) und idealerweise sollte man sich beim Verlassen wieder austragen. Das machen aber viele nicht, eben weil sie irgendwelche Abkürzungen nehmen. Letztlich passiert dann (leider) auch nichts.
Wie eigentlich immer bei solchen Touren in den Tropen empfehle ich dringend so früh wie möglich loszulaufen. Der Park öffnet um 7 Uhr und um diese Zeit starten auch sehr viele. Die Tour dauert alles zusammen ca 4 1/2 Stunden und zum einen wird es irgendwann verdammt heiß und zum anderen gibt es wie gesagt einige knifflige Passagen bei denen man nicht allzu lange warten möchte. DENN man muss hier wirklich Rücksicht nehmen, sprich niemanden drängen oder sonst irgendwas ähnliches.
Le Morne Strand
Dem Berg von Le Morne liegt ein wunderschöner Strand zu Füßen, der die Halbinsel auch halb umrundet.
Insgesamt definitiv einer der schönsten Strände auf Mauritius, vor allem weil der Sand sehr fein und weiß ist, allerdings muss man beachten, dass es auch hier viele Bereiche mit Korallenblöcken gibt. Sprich, man nimmt entweder Badeschuhe mit oder sucht sich eine Zone, an der man problemlos ins Wasser gehen kann.
Ein Großteil des Strandes ist durch teure Luxushotels belegt, wobei man hier auch ohne Hemmungen mit seinem Handtuch aufschlagen kann.
Der Public Beach-Bereich ist an sich aber wirklich richtig toll. Man kann einfach und entspannt auf dem großen Parkplatz sein Auto abstellen, es gibt Toiletten und Duschen und auch kleinere Essenstände.
Der südliche Teil des kilometerlangen Strandes ist besonders bei Surfern und Kitern, aufgrund der guten Windbedingungen, sehr beliebt. Gerade am späten Nachmittag ist die Stimmung in diesem Bereich richtig richtig klasse…
Tamarin Waterfalls
Wenn man alles zusammen nimmt, waren diese Wasserfälle die für mich größte, abwechslungsreichste und beeindruckendste Attraktion auf Mauritius!
Man kann sicherlich sagen, Wasserfälle kennt man, kann man überall sehen und man hat sich dann auch zackig satt gesehen, aber all das trifft nicht auf die Tamarin Waterfalls zu. Diese bestehen nämlich aus sieben, einzelnen Wasserfällen und die Tour entlang dem Verlauf des Wassers ist wie ein eigener Abenteuerpark. Hier kann man (nicht alles muss man machen) wandern, klettern, baden, von Felsen springen und super Fotos machen…
ABER für mich waren die Tamarin Falls im Vorfeld so schwierig zu recherchieren wie keine andere Sehenswürdigkeit, weil es teils widersprüchliche Aussagen gab oder aber Infos gefehlt haben, die mir wichtig gewesen wäre. Hoffentlich kann ich hier eventuelle Fragezeichen auflösen…
Anlaufstelle ist der Ort Henrietta, der sich im Südwesten von Mauritius, hier allerdings deutlich im Landesinneren, befindet.
In Henrietta fährt man als erstes die Bushaltestelle an, DENN hier befindet sich der beste Viewpoint für die Tamarin Waterfalls. Vom Parkplatz direkt hinter der Bushaltestelle zum Aussichtspunkt sind es ca 3-5 Minuten. Wer nun denkt, dass es sich um eine hölzerne Plattform mit Geländer handelt, der irrt. Gefühlt steht man im Vorgarten der Anwohner und muss eventuell sogar auf den Zaun steigen, um kein Gestrüpp vor sichzu haben. Aber, es lohnt sich, von hier schaut man frontal auf alle sieben Wasserfälle drauf.
Danach sollte man sich selbst die Frage stellen, ob man die Tour mit Guide machen möchte oder ohne. Hierzu ein paar Details:
- Man muss die Tour nicht zwingend mit Guide machen. Dies hat ich im Vorfeld ein paar Mal gelesen, aber das ist nicht richtig. Es geht auch ohne Guide.
- Wenn man einen Guide nehmen möchte, wird preislich unterschieden, ob man „nur“ die Wasserfälle 1 bis 5 oder die ganze Rutsche von 1 bis 7 machen möchte. Hier bezahlt man ca EUR 20 (MUR 1000) pro Person für 1 bis 5 und EUR 30 (MUR) pro Person für 1 bis 7. Diese Preise variieren (leicht) von Guide zu Guide!!!
- Warum diese zwei Kategorien?
Nun die Tour 1 bis 5 würde ich als anspruchsvoll, aber gut machbar einstufen. Es geht über Stock und Stein, hoch und runter, durchaus auch mal steil, und es kann durchaus mal nass (nicht schlimm) werden. Die Tour endet in dem Fall an der Kante zu Wasserfall 6.
Für die Wasserfälle 6 und 7 muss man zuerst weit nach oben, dann geht es noch weiter nach unten und am Ende wieder extrem steil nach oben. Wasserfall 6 ist der größte der sieben Wasserfälle. Diese Tour ist sehr herausfordernd. Vor allem der letzte Anstieg ist ein anstrengendes Workout, man arbeitet mit Händen und Füßen und der Weg führt durchs dickste Dickicht. Die wenigsten Touristen machen diesen Teil. - Ich habe die komplette Tour gemacht und fand die Wasserfälle 6 und 7 am besten.
- Baden kann man in den Wasserbecken der Wasserfälle 2, 5 und 7. Ich war bei Nummer 7 eine zeitlang ganz alleine, was sensationell war.
- Es gibt auf der ganzen Tour KEINE Schilder. Hier und da war mal Farbe am Baum, aber das war das Maximum. Einmal hing noch eine Wasserflasche als Markierung in einem Busch.
- Zu Hauptzeiten (Start zwischen 8 und 10 Uhr) denke ich, dass man aufgrund der vielen Touristen den Weg der Wasserfälle 1 bis 5 findet. Oder per GPS auf dem Handy. Die Wege sind allerdings nicht überall besonders ausgetreten, so dass ich nicht denke, dass man immer klar weiß, wo der Weg entlang geht.
- Bei den Wasserfällen 6 und 7 halte ich es für sehr schwierig, dass man ohne gute Wanderapp eine Chance hat, den Weg zu finden. Es geht durch das tiefste Unterholz!
- Soweit ich weiß, gibt es kein Zeitlimit.
FAZIT: Ich würde einen Guide empfehlen. Klar, das kostet Geld, aber man bezahlt keinen Parkplatz und keinen Eintritt. Der Guide war super nett, hat viel über die Pflanzen erzählt, konnte tolle Bilder und Videos machen (zum einen weil schwindelfrei ist unf zum anderen weil er die besten Winkel kennt) und hat eben den Weg gewusst. Ich wollte zB auch einmal von einer Felskante springen, da hat er mir sensationell geholfen.
Je nachdem wie man sich entscheidet, kann man entweder vom Busparkplatz loswandern oder aber man fährt nach dem Viewpoint weiter zum Henrietta Friedhof. Beim Friedhof stellt man das Auto an den Straßenrand. Guides gibt es an beiden Stellen (so war es bei mir).
Ausgangspunkt ist in der Nähe des obersten Wasserfalls, sprich Nummer 1.
Die Tour selbst kann man in beide Richtungen machen. Also, entweder man startet bei Wasserfall 1 und geht dann Schritt für Schritt nach unten bis hin zu Wasserfall 5 bz 7. Oder aber man geht erst an allen Wasserfällen vorbei (ohne sie zu sehen, denn dazwischen liegt ein Waldstück), startet dann bei 5 bzw 7 und geht anschließend nach und nach in umgekehrter Reihenfolge nach oben, bis man bei Wasserfall 1 ankommt.
Ich würde die erste Variante empfehlen und demnach bei 1 anfangen, um dann nach und nach bis 5 oder 7 hinabzusteigen.
Warum? Der beste Wasserfall ist Nummer 7, der zweitbeste Nummer 5. So beendet man die Tour mit dem Highlight und fängt nicht mit dem besten Teil an.
Praktische Tipps:
Parken sollte überall gut machbar sein. Ich war um ca 9.15 Uhr in der Hauptsaison dort und konnte problemlos an beiden Stellen parken.
Badesachen sollte man auf jeden Fall mitnehmen, denn die Abkühlung zwischendurch ist herrlich!
Schuhe – Treckingschuhe oder Schuhe mit Profil sind definitiv sinnvoll. FlipFlops gehen auf keinen Fall.
Zeitloch habe ich von der Bushaltestelle Henrietta (und dem Viewpoint) bis zum Ende von Wasserfall 5 (inklusive Baden und Klippensprung bei Becken 5) drei Stunden gebraucht – OHNE Rückweg.
Für die Wasserfälle 6 und 7 habe ich INKLUSIVE Rückweg und Baden in Becken 7 weitere 1 3/4 Stunden gebraucht. Insgesamt war ich also 4 3/4 Stunden unterwegs.
Ich kann die Tamarin Waterfalls nur dringend empfehlen. Die Tour ist klasse, sprich hier ist der Weg kein Mittel zum Zweck, sondern ein Teil des Abenteuers, und die Wasserfälle sind absolut sehenswert. Ich habe nur lachende und beeindruckte Leute unterwegs getroffen – irgendwie sieht man dann ja doch immer wieder die gleichen Leute während der Tour – und alle hatten eine super Zeit. Ja, die Tour ist durchaus anspruchsvoll, aber wer hier Sorge hat, nimmt einfach einen Guide und bekommt eine tolle Hilfe! Machen.
Rundflug mit einem Helikopter oder Wasserflugzeug
Wie ich es ganz oben in meinen ersten Übersichtspunkten bereits erwähnt habe, ist eine Helikopter-Tour für mich DAS Highlight auf Mauritius. Solche „Besichtigungen von oben“ sind eigentlich immer wunderschön und ein sensationelles Erlebnis, aber hier habe ich diesen Ausflug ganz besonders genossen.
Warum? Weil man einfach alle Top-Spots der Insel aus dieser genialen Perspektive bewundern kann, allen voran natürlich den Underwater-Waterfall ganz im Süden der Insel. Dies ist sicherlich die Sehenswürdigkeit, für die sich solch ein durchaus teures Vergnügen am meisten lohnt, denn nur von oben kann man die Ausmaße und die unglaubliche Besonderheit dieses Naturwunders richtig gut erkennen.
Wer NUR den Underwater-Waterfall aus der Luft sehen möchte, für den reicht auch eine kurze Tour mit einem Wasserflugzeug. Dies wird von der Firma LagoonFLIGHT ganz im Süden der Insel, am La Prairie Beach, angeboten. Vor Ort mag man sich wundern, welch kleine Hütte dort am Strand steht, aber meine DRINGENDE Empfehlung ist, die Flüge WEIT im Voraus zu buchen. Ich war im November vor Ort und habe die Verfügbarkeit Ende Oktober geprüft, allerdings gab es die ersten freien Plätze erst wieder im Dezember.
Dennoch, meine Empfehlung wäre eine Inseltour mit dem Helikopter, denn es gibt neben dem Underwater Waterfall so viele weitere, fantastische Spots, die von oben einfach nochmal spektakulärer aussehen. Mir haben besonders die Sieben Erden, die Tamarind Waterfalls, die Strände an der Westküste, Port Louis und der Berg Le Morne Brabant gefallen.
MEIN TIPP: Am Besten ist es, wenn man den Helikopter-Flug ganz ans Ende der Reise legt, denn dann wirken die Sehenswürdigkeiten noch beeindruckender. Sprich, man weiß noch, wo man wie entlang gelaufen ist, was den Spaß wirklich deutlich erhöht.
Die Firma Corail Hélicoptères bietet verschiedene Touren an. Es gibt zwei Filialen, eine im Süden und eine im Norden. Beide bieten unterschiedliche Varianten an, wobei ich die Tour Magic of the North (inkl. dem Underwater Waterfall) nur wärmstens empfehlen kann. Ja, dieses Vergnügen ist nicht billig, aber es lohnt sich! Definitiv!
Île aux Cerfs
Die Ostküste generell der beste Spot für Hotelurlauber, die einfach gerne nur einen entspannten Badeurlaub erleben möchten. Hier gibt es etliche, fantastische Hotels, wie beispielsweise das C Mauritius.
Der beliebteste Tagesausflug an der Ostküste ist sicherlich die paradiesische Insel Île aux Cerfs. Die ca. 87 Hektar große (1,2 km lang und 600 m breit) Insel heißt übersetzt „Hirschinsel“, was noch aus der Zeit einiger holländischer Siedler kommt. Damals gab es einen gewissen Bestand an Rotwild von der indonesischen Insel Java, um auf Île aux Cerfs jagen zu können. Dies fand jedoch mit der touristischen Erschließung der Insel im Jahre 1985 ein Ende.
Heutzutage ist die Île aux Cerfs – hier bitte keine falsche Erwartungshaltung haben – definitiv kein Geheimtipp mehr! Im Gegenteil, für mich war die Menge der Menschen mehr als grenzwertig, speziell im westlichen Teil der Insel, wo sich der Hauptanlegesteg befindet. Hier kann man Liegen mit Sonnenschirmen mieten und es gibt auch Toiletten, sowie Duschen.
Meine Empfehlung wäre, dass ihr euch in Richtung Osten aufmacht, wo es deutlich ruhigere Strände und Buchten gibt.
Für aktive Besucher ist auf der Île aux Cerfs generell einiges geboten. Neben den Stränden und Bademöglichkeiten werden diverse Wassersportarten wie Stand-Up-Paddling, Wasserski, Kayak fahren und Parasailing. Die Top-Location ist allerdings der Golfplatz, der schon alleine aufgrund seiner Lage sicherlich ein spannendes Highlights für alle ist, die dem „weißen Teufel nachjagen“.
Trotzdem, in erster Linie wird diese beeindruckende Insel im Osten von Mauritius geprägt von paradiesischen, feinsandigen Stränden, dem türkis schimmernden Wasserprägen und den sattgrünen Pinienwäldern.
ANREISE:
Die Anreise auf die Île aux Cerfs erfolgt per Boot, wobei sich die Anlegestelle im äußersten Zipfel des Ortes Trou d’Eau Douce befindet. Hier gibt es auch einen großen Parkplatz, der mit Kameras überwacht wird, und die Ticketstelle.
Auf der Île aux Cerfs gibt es zwei Anlegestellen:
- Ile aux Cerfs Masala – Shuttles gehen alle 30 Minuten zwischen 9.30 bis 18.00 Uhr
- Ile aux Cerfs Golf Club – Shuttles gehen alle 20 Minuten zwischen 6.40 und circa 20.00 Uhr
Die Überfahrt dauert circa 15 Minuten und kostet ca. EURO 10.
PRAKTISCHE HINWEISE: Eine komplette Umrundung der Insel ist zu Fuß möglich. Dafür sollte man ungefähr drei Stunden einplanen.
Sonstige Spots & Strände
Hier habe ich nochmal drei weitere, für mich nennenswerte Spots aufgeführt, die man vielleicht nicht separat ansteuern muss, aber mir haben sie einfach irgendwie gut gefallen.
Rochester Falls
Ich habe mal den Satz gehört „Wasserfälle sind eigentlich immer gleich“. Nun, das mag teilweise sogar stimmen, aber weder die Tamarind Waterfalls noch die Rochester Falls passen in diese Kategorie.
Ich würde die Rochester Falls nicht als MUSS einstufen, aber wenn man in der Gegend ist (zB auf dem Rückweg vom Grand Bassin), dann ist ein Stopp auf alle lohnenswert. Und vielleicht ja auch erfrischend.
Das besondere bei den Rochester Falls ist nicht etwas die Höhe, sondern vielmehr die Breite. Hier wurden die dramatischen Felsen, über die das Wasser zehn Meter nach unten stürzt, im Laufe der vielen Jahre in rechteckige Blöcke verwandelt. Genau diese spektakuläre Felsformation macht die Rochester Falls so einzigartig.
Für mich ebenfalls außergewöhnlich war, dass sich die Wasserfälle mitten im Wald befinden. Sprich, man hört sie zwar aus einiger Entfernung, aber man sieht sie erst relativ spät. Dadurch wird allerdings auch viel Schatten gespendet, was ja durchaus angenehm sein kann.
Ich habe bei den Google Bewertungen gelesen, dass einem ein Local bereitwillig über die glitschigen Steine hilft, um dann „offensiv“ ein Trinkgeld zu kassieren. Ich kann das nicht bestätigen. Der hilfsbereite Herr war zwar dort und hat mir auch über den Bach geholfen, allerdings hat er mir „dafür“ Kokosnüsse angeboten, die ich freundlich abgelehnt habe, weil ich schlichtweg kein Geld dabei hatte. Das hat er sofort mit einem Lächeln akzeptiert und alles war gut.
Bei meinem Besuch sind auch einige Kids und Jugendliche von den Steinen gesprungen, was ich allerdings nicht empfehlen würde. Ich liebe es normalerweise irgendwo runterzuspringen, aber in dem Fall habe ich erst das Becken getestet und ich mir war die Tiefe zu gering bzw. der tiefe Bereich zu klein. Hier muss man wirklich wissen, wo man hinspringt.
PRAKTISCHE HINWEISE: Die Anfahrt ist etwas tricky, bei waren einige Straßen gesperrt, weshalb ich mich etwas durchfragen musste. Es gibt mehrere Varianten, einmal über Souillac und einmal über Surinam. So oder so, es geht durch kleine Gassen. Aber man kann immer Locals fragen, mein Gefühl war, dass sie die Fragen nach dem Weg gewohnt sind.
Anscheinend sollte man die Rochester Falls NICHT während starker Regenfälle (normalerweise zu Beginn des Jahres) besuchen, da der Wasserstand dann gefährlich hoch ist und die Umgebung ziemlich schlammig und rutschig wird.
GriGri Beach
Gris Gris ist ein besonders schöner Strand im äußersten Süden der Insel. Allerdings möchte ich gleich zu Beginn erwähnen, dass es sich zwar um einen fantastischen Strand für ein Foto handelt, zum Baden ist er allerdings nicht geeignet. Hier brechen teilweise sehr große Wellen an der Küste und bieten so einen atemberaubenden Anblick, die dadurch entstehenden starken Strömungen sind dann aber doch ein wenig zu gefährlich.
Dennoch, einen kurze Stopp kann man hier locker mal einlegen, um diesen goldenen Strand mit dem tiefblauen Wasser davor zu bestaunen.
Whale & Dolphins Watching
Ganz schwieriges Thema – vor allem für mich als Taucher. Massentouren, die unverantwortlich durchgeführt werden, würde ich tatsächlich nicht gut heißen. Mir wurde aber von meinem Vermieter versichert, dass der Kapitän genau darauf achtet, wie sich die Gäste verhalten bzw. klare Anweisung gibt, wie man sich verhalten muss. aus dem Grund habe ich die Tour gemacht und ich muss sagen, dass es erfreulicherweise sehr gut war. Sprich, die Tiere wurden in Ruhe beobachtet, es wurde ihnen nicht der Weg abgeschnitten und jeder wusste, was man darf und was man nicht darf.
Außerdem freue ich mich, wenn auch Nichttaucher mal zu dem Vergnügen kommen die Unterwasserwelt zu genießen…
Ich kann insofern die Touren zu den Delfinen in der Bucht von Tamarind oder die Whale Watching-Ausfahrten empfehlen. Fragt aber bitte vorsichtshalber nochmal nach, wie die Begegnungen mit den Tieren durchgeführt werden.
Beim Whale Watching war es für mich sehr faszinierend die Pottwale tatsächlich mal live und aus nächster Nähe zu erleben. Wir hatten in unserer kleinen Gruppe von sieben Leuten einen sehr respektvollen Umgang mit den Tieren, was zur allgemeinen Freude einen großen Anteil beigesteuert hat.
Black River Gorges Nationalpark
Dieser Spot steht in ganz vielen Reiseführern sehr weit oben in den Hotliste der Top-Locations auf Mauritius. Innerhalb des Nationalparks gibt es unter anderem den Black River Peak, den mit ca. 800 Metern Höhe höchsten Berg von Mauritius, abwechslungsreiche Hiking-Trails und prima Aussichtspunkte. Ich habe mich allerdings gegen einen Besuch entschieden, weil mir irgendwie „das Highlight“, also dieser eine Wow-Spot, gefehlt hat. Für Naturliebhaber und Wanderfreunde ist der Black River Borges Nationalpark aber sicherlich ein toller Tagesausflug.
PRAKTISCHE HINWEISE: Für den einzigen Nationalpark von Mauritius muss man keinen Eintritt bezahlen, ebenso wenig für die Parkplätze.
Meine besten Spot-Tipps auf Mauritius auf einer Karte
Auf dieser Karte sind Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Hotels und Ausflugsziele markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.
Mein Hotel-Tipp für Mauritius
Generell sollte man sich bei einer Mauritius-Reise die Frage stellen, was man für diesen Urlaub in den Vordergrund stellen möchte: Soll es ein Hotelurlaub oder eher ein aktiver Urlaub werden?
Mauritius ist nämlich bekannt für seine besondere, stilvolle und luxuriöse Hotelerie und ich habe auf der Insel wirklich einige beeindruckende Hotels an den schönsten Stränden gesehen!! Sprich, in dem Fall wäre das Hotel der Star dieser Reise und nicht die Insel. Was komplett fein ist, denn natürlich könnte man so einen großartigen Urlaub verbringen.
Der andere Weg wäre, dass man die Insel in den Vordergrund stellt und dafür dann etwas Geld beim Hotel spart, um zB in einen Mietwagen und dadurch in Flexibilität zu investieren. Plus, man kann wirklich sehr viel auf Mauritius unternehmen, sich verschiedene Strände ansehen und so die Insel etwas mehr kennenlernen.
Wovon ich dringend abraten würde, ist ein Hotel im Landesinneren zu nehmen OHNE Mietwagen. Die Insel ist extrem groß und jeder Ort ist sehr weitläufig. Dadurch würde man sich definitiv einschränken unf spart am falschen Ende.
Villa Sandpiper
Diese Anlage war einer meiner besten Hoteltreffer JEMALS. Die alleinstehenden Villen im Norden der Insel sind einfach nur sensationell. Gerade wenn man zu dritt oder mit mehr Personen reist. Meine Villa hatte drei Schlafzimmer mit jeweils drei eigenen Badezimmern. Dazu gibt es eine große Küche, ein gemütliches Wohnzimmer, eine Waschküche und das ganz große Highlight ist natürlich die Outdoor-Anlage mit einem großartigen Pool, einem riesigen Esstisch und einer stilvollen Sitzecke.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis fand ich fantastisch und habe jede Sekunde genossen. Für mich ein absoluter Top-Tipp!
WG3G+HQ8, Balaclava
Bellevue Tamarin
Diese unglaublich charmante Appartementanlage im Süden war ebenfalls absolut traumhaft und ich möchte an der Stelle vor allem die großartige Betreuung durch die Inhaber erwähnen. Ganz ganz selten habe ich so viele wertvolle Tipps bekommen und dann auch in einer super sympathischen Art und Weise. Ich habe mich hier komplett wohl und zu Hause gefühlt.
Ich kann das Penthouse mit der sensationellen Dachterrasse nur empfehlen. Die Aussicht und die Atmosphäre waren außergewöhnlich.
Der Pool ist zudem ein wirklich schönes Plus, denn nach einem aktiven Tag, nachmittags nochmal schnell ins Wasser zu springen, ist eine wunderbare Möglichkeit.
Eine ganz tolle Anlage! Eine ganz klare Empfehlung.
Avenue Jacarandas Tamarin
Meine Restaurant-Empfehlungen auf Mauritius
Die Kulinarik ist auf Mauritius ein ganz wichtiger Teil, denn das Essen ist aufgrund seiner vielen, unterschiedlichen Einflüsse einfach etwas Besonderes. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Foodtruck (von denen es vor allem sehr viele an den Stränden gibt), ein Stadtrestaurant oder eine Beachbar handelt.
Beachclub La Plage
Für mich einer der schönsten Spots auf ganz Mauritius. Wenn man mal einen entspannten, atmosphärisch wunderbaren und rundum gelungenen Beachtag einlegen möchte, dann ist der Beachclub La Plage am Strand Troy-aux-Biches genau die richtige Adresse.
Der Strandbereich an sich ist richtig schön, man kann wunderbar baden, es gibt Strandliegen zu mieten und das dazugehörige Restaurant ist absolut hervorragend.
Vor allem kann man hier abends herrlich sitzen, einen Cocktail schlürfen und den traumhaften Sonnenuntergang genießen…
Trou-aux-Biches
Beach Hut
Ganz im Süden des Strandes Troy aux Biches (eigentlich schon nicht mehr ganz am Strand) versteckt sich am Straßenrand diese kleine Restaurant-Hütte. So unscheinbar wie sie auf den ersten Blick wirkt, so lecker war das Essen. Die Crew war ganz besonders bemüht und herzlich und hatte auch ein paar prima Getränketipps auf Lager.
Gerade abends, nach einem Strandtag, wenn man es unkompliziert und trotzdem gut mag, dann ist das Beach Hut eine tolle Empfehlung.
Trou aux Biches
Osaka Sushi
Sushi gehört jetzt nicht wirklich zu der oben angesprochenen, landestypischen Küche, aber manchmal hat man einfach Lust auf Sushi. Vielleicht ja gerade mittags, wenn es mal schnell und unkompliziert gehen muss.
Es gibt insgesamt drei Osaka Sushi Filialen auf Mauritius und ich habe zwei davon ausprobiert – beide Male war das Sushi fantastisch. Wirklich sehr sehr gut.
Grand Baie/Pereybere, Flic en Flac, Tamarin/Black River
Bloom
Vielleicht das beste Frühstücks-Restaurant auf Mauritius…?!?! Meiner Meinung nach ja. Wer im Norden ist, sollte hier unbedingt mal vorbeischauen. Man sitzt nicht nur klasse, das Essen ist auch wirklich herausragend gut und abwechslungsreich.
Die Bowls waren sehr fruchtig und frisch, der French Toast war richtig lecker und der Avocado Toast war himmlisch…
Pereybere
Kind Coffee
Auf dem Weg nach Le Morne sollte man auf jeden Fall mal an diesem kleinen, unauffälligen Café am Straßenrand des Vororts La Gaulette anhalten.
Der Kaffee (wahlweise mit Hafermilch) waren richtig klasse und die Kuchen extrem schmackhaft (weil selbstgemacht)…
La Gaulette (vor Le Morne)
Wapalapam
Kurz vor dem Strand von Le Morne befindet sich an der großen Kreuzung dieses Restaurant, das gefühlt „Touristenfalle“ ruft. Irgendwie hat es dann auf dem abendlichen Rückweg aber doch so gut gepasst, dass ich dieses atmosphärische Restaurant doch mal ausprobiert habe. Und was soll ich sagen, das Essen war wirklich richtig gut. Vor allem der Tina Sashimi Salad war große Klasse.
Le Morne
Le Kiosk
Ein sehr beliebter Spot fürs Mittag- und Abendessen. Immer wenn ich vorbei gefahren bin, war die Terrasse knackevoll. Die Wraps waren aber auch wirklich fantastisch, genauso wie das Curry…
Black River (bei Tamarin)
Il Padrino Black Falls
Und wenn man mal vielleicht keinen Appetit auf Sushi hat, wie wäre es dann mit einer Pizza?!?! Meine Güte, war die Pizza in diesem etwas schicker daherkommenden Restaurant am Yachthafen sensationell… Wirklich unfassbar lecker. Ein absoluter Volltreffer. Dazu war der Service wirklich exzellent und man sitzt zudem sehr schön.
Black River (bei Tamarin)
Bois Cheri Tea Factory
Die Tea Factory ist oftmals auch ein Reisetipp, allerdings muss ich sagen, dass mir der Tee überraschenderweise NICHT geschmeckt hat, weshalb ich diesen Spot nicht bei meinen Tipps inkludiert habe.
ABER, das Restaurant dort war wirklich herausragend. Einfache, aber umso bessere Küche. Außerdem sitzt man sehr schön und hat einen wunderschönen Ausblick…
Bois Cheri
Filmtourismus – wo kann ich Drehorte von berühmten Filmen finden?
Für meinen Besuch habe ich mir ein paar, für mich persönlich, besondere Highlights herausgesucht. Filme oder Serien, die mag, die für mich eine Bedeutung haben oder die ganz einfach „Geschichte geschrieben“ haben. Ich liebe es ja, genau diese Location eines Film zu sehen, wo „es“ passiert ist, sprich wo der Film gedreht wurde.
Serenity – Im Netz der Versuchung
Dieser Film aus dem Jahr 2019 mit Matthew McConaughey und Anne Hathaway spielt auf der Insel Plymouth Island, allerdings handelt es sich in Wirklichkeit um Mauritius. Die Insel wirbt immer mehr für sich als Drehort und bietet internationalen Produktionen ein großzügiges Steueranreizprogramm.
Der Plot dieses Thrillers ist die Geschichte eines Fischerkapitäns, der auf einer isolierten Insel mitten im Nirgendwo mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird.
In einer der ersten Szenen auf der Insel hat der Succession-Star Jeremy Strong seinen ersten Auftritt am Tamarin Beach an der Westküste. Die ikonische Silhouette des Piton de la Petite Rivière Noire, des höchsten Berges der Insel, ist im Hintergrund zu sehen.
Der größte Teil des Films wurde in einem kleinen, eigens für diesen Anlass gebauten Hafen in der nördlichen Stadt Trou-aux-Biches gedreht. Die Rope & Anchor Bar wurde in einem Restaurant direkt am Meer gefilmt, das jetzt Le Pescatore heißt und einen Blick auf den kleinen Steg bietet, der im Film zu sehen ist.
Die malerische Straße, die als zentraler Schauplatz auf der Insel Plymouth dient, wurde ebenfalls hier gefilmt.
Die farbenfrohe Kirche von Duke – dargestellt von Djimon Honsou – in Cap Malheureux ist eines der meistfotografierten Wahrzeichen der Insel.
Dill (Matthew McConaughey) lebt in der Nähe des prächtigen Leuchtturms von Albion aus dem Jahr 1910 (auch bekannt als Leuchtturm von Pointe aux Caves), der auf einer Klippe an der Nordwestküste der Insel thront.
Das American Hotel ist eigentlich das Royal Palm Beachcomber Luxury, ein Fünf-Sterne-Resort in Grand Baie.
Der Film hat mich nicht komplett überzeugt, wenngleich das traumhafte Setting sehr wohl die klasse Stimmung von Mauritius transportiert. Speziell nach einem Aufenthalt vor Ort ist es spannend, die verschiedenen Locations nochmal zu sehen.
Fun Facts zu Mauritius
- Der längst ausgestorbene Dodo-Vogel war auf Mauritius endemisch. Die Hauptinsel Mauritius ist der einzige bekannte Lebensraum des flugunfähigen Vogels, der noch immer als Nationalvogel von Mauritius gilt (er ist auch im Staatswappen vertreten). Es heißt, der Dodo habe sich aus Tauben entwickelt, die sich verirrt hatten.
- Der ikonische Berg Le Morne Brabant spielte eine überraschende und bedeutende Rolle in einem Teil der wechselvollen Vergangenheit des Landes. Im 18. und 19. Jahrhundert war der Berg eigentlich ein Zufluchtsort für entflohene Sklaven, die die Höhlen im Berg nutzten, um sich niederzulassen. Die Sklaven lebten hier jahrelang, bis Soldaten eintrafen – die eigentlich kamen, um ihnen ihre Befreiung mitzuteilen, von denen die Sklaven aber dachten, sie würden sie zu den Plantagen zurückbringen, von denen sie geflohen waren. Infolgedessen sprangen viele Sklaven in den Tod, da der Gedanke an eine Rückkehr in ihre schlimmen Verhältnisse als schlimmer angesehen wurde, als ihr Leben zu beenden.
- Zwei der wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Mauritius sind auch die beiden UNESCO-Welterbestätten Aapravasi Ghat (Ehemaliges Lager für indische Arbeitseinwanderer) und Le Morne Brabant, die heute noch an die Vergangenheit des Landes erinnern.
- Die Menschen auf Mauritius können ihre Religion frei ausüben. Die Mehrheit der Bevölkerung (48,5 %) bekennt sich zum Hinduismus (es ist das einzige afrikanische Land mit einer hinduistischen Mehrheit), aber es gibt auch viele römisch-katholische Gläubige (etwa 26,3 % der Bevölkerung) und Muslime (17,3 %) sowie eine Reihe anderer Religionen im Land.
- In dem kleinen Inselstaat leben über 1,2 Millionen Menschen, was bedeutet, dass er nicht nur die höchste Bevölkerungsdichte Afrikas, sondern auch eine der höchsten weltweit aufweist.

