Die Malediven sind ohne Zweifel eines dieser berühmten Sehnsuchtsziele und das vollkommen zu Recht. Der Inselstaat ist mit seinen wunderschönen Stränden, dem türkisblauen Wasser und den teilweise sensationell angelegten Resorts ein einziges Paradies.
Aber ganz ehrlich, wenn man eine Reise auf die Malediven plant, ist es gar nicht so leicht den richtigen Ansatz zu finden.
Wann ist die beste Reisezeit?
Welches Atoll ist das richtige für mich?
Worauf muss ich bei den Hotels achten?
Und das sind nur einige der vielen Fragen mit denen man sich im Vorfeld beschäftigen muss.
Ich habe euch hier einige Informationen und Tipps zusammengestellt, die euch vielleicht bei eurer Planung helfen werden…
#1 Ein paar generelle Informationen
#2 Wann ist die Reisezeit für die Malediven?
#3 Wie lange sollte eine Reise auf die Malediven sein?
#4 Brauche ich ein Visum für die Einreise auf die Malediven?
#7 Muss ich bei der Reise zwischen den Inseln etwas beachten?
#9 Was hat es mit dem Island Hopping auf sich?
#10 Brauche ich einen Overwater-Bungalow?
#11 Lohnt sich All-Inclusive auf den Malediven?
#12 Soll ich eine Individuell- oder Pauschalreise buchen?
#13 Warum gelten die Malediven als ein so hervorragendes Tauchgebiet?
#1 Ein paar generelle Informationen
Die Malediven sind eine tropische Inselrepublik im Indischen Ozean, südwestlich von Indien und Sri Lanka gelegen.
Die Staatsreligion ist der Islam, was auch das öffentliche Leben und die Gesetze prägt.
Das Land besteht aus rund 1.190 Inseln, die sich auf 26 Atolle verteilen, von denen etwa 200 bewohnt und rund 170 als Resortinseln für Touristen genutzt werden. Die Malediven sind eines der am niedrigsten gelegenen Länder der Erde, mit einer durchschnittlichen Höhe von nur etwa 1 bis 2 Metern über dem Meeresspiegel.
Die Hauptstadt Malé zählt zu den am dichtesten besiedelten Städten der Welt. Dort befindet sich, auf der Nachbarinsel Hulhumalé, auch der Velana International Airport.
Ein Direktflug von Mitteleuropa auf die Malediven dauert etwa 9 bis 10 Stunden, mit Zwischenstopp etwa 11 bis 13 Stunden.
Die beliebtesten Varianten sind direkt mit der Condor ab Deutschland, mit einem Zwischenstopp geht es mit Emirates über Dubai oder Qatar Airways über Doha.
Da die Malediven ein islamisches Land sind, ist der Konsum von Alkohol auf den bewohnten Inseln streng verboten.
Alkoholische Getränke sind ausschließlich auf den Resortinseln erlaubt, wo Bars und Restaurants internationale Auswahl bieten.
Das Mitbringen von Alkohol bei der Einreise ist nicht gestattet und wird am Flughafen beschlagnahmt.
Die Zeitverschiebung beträgt +4 Stunden gegenüber der mitteleuropäischen Winterzeit.
#2 Wann ist die beste Reisezeit für die Malediven?
Die beste Reisezeit für die Malediven liegt zwischen November und April, wenn das Wetter am beständigsten ist und der Nordostmonsun für viel Sonne, wenig Regen und eine angenehme Luftfeuchtigkeit sorgt. In diesen Monaten zeigt sich das Paradies von seiner schönsten Seite: Das Meer ist ruhig und klar, ideal zum Schnorcheln, Tauchen oder einfach zum Entspannen am weißen Sandstrand.
Von Mai bis Oktober bringt der Südwestmonsun häufiger Regen und etwas stärkeren Wind. Dennoch ist auch diese Zeit für viele Reisende attraktiv, da die Inseln grüner sind, die Luft frischer wirkt und es immer wieder sonnige Phasen gibt. Zudem locken viele Resorts in der Nebensaison mit günstigeren Preisen.
Die Temperaturen liegen ganzjährig zwischen 28 und 32 Grad Celsius und auch das Wasser bleibt angenehm warm.
Wer also Sonne und türkisblaues Wasser sucht, reist am besten in den Wintermonaten. Wer hingegen ein gutes Angebot sucht und kurze Tropenschauer nicht scheut, findet auch im Sommer seinen persönlichen Inseltraum.
#3 Wie lange sollte eine Reise auf die Malediven sein?
Die ideale Aufenthaltsdauer auf den Malediven zu bestimmen, ist gar nicht so einfach, denn natürlich hängt sie stark von den eigenen Bedürfnissen und natürlich auch vom verfügbaren Budget ab. Dennoch möchte ich aus eigener Erfahrung sagen: Wer wirklich abschalten und das Inselleben in vollen Zügen genießen möchte, sollte mindestens zehn Tage einplanen. Der erste Reisetag geht – abhängig von den Flugzeiten – meistens für Anreise verloren, sodass man erst danach wirklich entspannen kann. Ganz ähnlich verhält es sich bei der Abreise.
Meiner Erfahrung nach, buchen die meisten Urlauber zwischen neun und zwölf Tagen auf den Malediven.
Die Dauer hängt aber natürlich auch von der persönlichen Erwartungshaltung an den Aufenthalt ab. Außer Wassersport hat man nämlich auf den Malediven kaum eine Möglichkeit für Aktivitäten. Wenn man wirklich nur in der Sonne liegen und baden möchte, kann man natürlich auch länger bleiben, aber generell lohnt sich eine Reise auch schon für einen kürzeren Aufenthalt.
#4 Brauche ich ein Visum für die Einreise auf die Malediven?
Für deutsche Staatsbürger ist bei touristischer Einreise kein Visum im Voraus erforderlich.
- Bei der Ankunft erhalten Reisende ein kostenloses Touristenvisum für bis zu 30 Tage.
- Voraussetzung dafür ist ein gültiger Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über das geplante Rückreisedatum hinaus gültig ist.
- Zusätzlich muss ein Rück- oder Weiterflugticket vorgelegt werden können.
#5 Was ist ein Atoll?
Ein Atoll ist eine ringförmige Koralleninsel oder eine Gruppe von Koralleninseln, die eine Lagune im Innerenumschließen. Auf den Malediven bestehen die etwa 1.190 Inseln aus rund 26 Atollen, die jeweils aus mehreren kleinen Inseln bestehen. Diese Atolle sind über viele Jahre durch das Wachstum von Korallenriffen um versunkene vulkanische Inseln entstanden. Sie bilden so natürliche Ringe, die die Lagunen schützen und das charakteristische türkisfarbene Wasser und die flachen Sandstrände der Malediven schaffen.
Viele Resorts, Tauchspots und Strände liegen direkt an den Korallenriffen der Atolle, wodurch die einzigartige Unterwasserwelt der Malediven erlebbar wird.
#6 Was ist ein Dhoni?
Ein Dhoni ist ein traditionelles maledivisches Boot, das aus Holz gebaut wird und meist mit Segeln oder einem kleinen Motor ausgestattet ist.
Ursprünglich wurde es von den Einheimischen zum Fischen und Transportieren von Warenverwendet. Heute sind Dhonis vor allem im Tourismus zu sehen: Sie dienen als Bootstransfer zu den Inselresorts, für Ausflüge, Schnorchel- und Tauchtouren.
Mit seiner charakteristischen, schlanken Form und dem offenen Deck ist das Dhoni ein typisches Symbol der Malediven.
#7 Muss ich bei der Reise zwischen den Inseln etwas beachten?
Auf den Malediven ist die Fortbewegung zwischen den einzelnen Inseln ein zentraler Teil des Reiseerlebnisses, da die Resorts meist auf eigenen, abgelegenen Inseln liegen. Es gibt vor allem zwei gängige Möglichkeiten, die Inseln zu erreichen: Wasserflugzeuge und Speedboote.
- Wasserflugzeug-Transfers sind besonders beliebt bei weiter entfernten Inseln, die oft über 100 Kilometer vom Flughafen Malé liegen. Diese Flüge bieten nicht nur eine schnelle Verbindung, sondern auch einen atemberaubenden Ausblick auf die türkisblauen Lagunen, weißen Sandstrände und Korallenriffe. Ein Wasserflugzeug kann direkt auf der Lagune neben dem Resort landen, was den Transfer sehr bequem macht. Allerdings sind Wasserflugzeuge wetterabhängig und starten meist nur bei guten Sichtverhältnissen. Sie sind in der Regel teurer als Bootstransfers, aber für viele Reisende ein Highlight der Maledivenreise.
- Speedboat-Transfers sind die häufigere Wahl bei näher gelegenen Inseln, oft innerhalb von 30 bis 60 Minuten Fahrt von Malé. Die modernen Schnellboote sind sicher, komfortabel und bieten eine direkte Verbindung zwischen Flughafen und Resort. Sie eignen sich besonders für Inseln, die nur wenige Kilometer entfernt liegen, und sind in der Regel kostengünstiger als Wasserflugzeuge. Auf manchen Routen sind die Boote klimatisiert, während kürzere Fahrten oft offen erfolgen, sodass man die warme Meeresbrise genießen kann.
Ich habe mich damals für einen Transfer mit dem Wasserflugzeug entschieden und war sehr froh, dass ich das Geld investiert habe. Da die Flüge nicht sonderlich hoch gehen, hat man die meiste Zeit des Fluges eine sagenhafte Aussicht.
PLUS, das ganze Prozedere ist sowohl bei dem Abflug, als auch beim Anflug wirklich sehr lustig. Am Wasserflugzeug-Flughafen fahren die Wasserflugzeuge auf den Wasserstraßen umher wie bei uns Busse – ein spaßiges Schauspiel. Und die Landung auf dem Wasser ist ebenfalls ein ganz besonderes Erlebnis.
#8 Was sind Local Islands?
Local Islands werden von Einheimischen bewohnt und gehören demnach nicht zu den privaten Resort-Inseln. Sie sind das Herz der maledivischen Kultur, wo man das tägliche Leben der Einheimischen kennenlernen kann – von traditionellen Häusern und Moscheen bis hin zu lokalen Märkten und Handwerksbetrieben. Anders als auf den exklusiven Resort-Inseln gilt hier ein strengeres islamisches Regelwerk, zum Beispiel hinsichtlich Kleidung und Alkoholkonsum.
In den letzten Jahren haben Local Islands für den Tourismus zunehmend an Bedeutung gewonnen. Viele Resorts und Gastunterkünfte auf den Malediven bieten heute Tagesausflüge zu diesen Inseln an oder ermöglichen sogar komplette Aufenthalte in Guesthouses, die von Einheimischen betrieben werden. Dadurch können Reisende authentische Einblicke in die Kultur, Traditionen und Lebensweise der Malediver gewinnen und parallel einen etwas abwechslungsreichen Urlaub verbringen.
#9 Was hat es mit dem Island Hopping auf sich?
Übersetzt bedeutet Island Hopping Inselhüpfen.
Viele Reisende entscheiden sich dafür, während ihres Maledivenaufenthalts mehrere Resort-Inseln zu kombinieren, um vielleicht unterschiedliche Inselcharaktere und Aktivitäten kennenzulernen. DENN, jede Resort-Insel hat ihren eigenen Stil. Während eine Insel beispielsweise eher luxuriöse Wasservillen oder besondere Spa- und Gourmetangebote bietet, punktet eine andere vielleicht mit ruhigeren Stränden oder hervorragenden Tauchplätzen.
Die Kombination mehrerer Inseln ermöglicht es, Abwechslung im Urlaub zu erleben, verschiedene Lagunen und Riffe zu erkunden und unterschiedliche Resortkonzepte auszuprobieren.
Transfers zwischen den Inseln erfolgen meist per Wasserflugzeug oder Speedboat, die von den Resorts organisiert werden, sodass der Wechsel bequem und nahtlos abläuft.
#10 Brauche ich einen Overwater-Bungalow?
Für viele Reisende stehen die Overwater-Bungalow für die typische Maledivenerfahrung. Meiner Meinung nach zu Unrecht! Demnach würde ich sagen NEIN.
Diese luxuriösen Unterkünfte stehen auf Stelzen direkt über der Lagune und bieten über eine eigene Treppe oder Plattform einen direkten Zugang zum türkisblauen Wasser. Von hier aus lassen sich Fische beim Schwimmen beobachten, Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge genießen oder einfach die Ruhe und Abgeschiedenheit der Insel erleben. Natürlich tragen sie stark dazu bei, dass die Malediven als Traumziel für romantische Flitterwochen, Hochzeitsreisen oder Luxusurlaub weltweit bekannt sind. Zugegeben die Drohnen-Bilder der Overwater-Bungalows sehen wirklich fantastisch aus!
ABER!
Selbstredend ist die Zimmerkategorie meistens die mit Abstand teuerste! Die preisliche Differenz zu den Bungalows auf der Insel ist tatsächlich häufig so signifikant, dass sie den Unterschied ausmachen kann, ob man sich den Urlaub leisten kann oder eben nicht.
Ich habe damals einen alleinstehenden Bungalow mit Meerblick gebucht und war mehr als zufrieden mit meiner Unterkunft. Ich gehe sogar noch weiter und sage, dass ich froh bin, dass ich keinen Overwater-Bungalow gebucht habe.
Zum einen konnte ich so länger bleiben, in dem ich in die Dauer des Aufenthalts und nicht in die Zimmerkategorie investiert habe. Dabei möchte ich anmerken, dass mein Bungalow richtig klasse ausgestattet war.
Zum anderen unterschätzt man glaube ich, wie weit die Wege auf den Stegkonstruktionen sein können! Wenn man einen Bungalow ganz am Ende des Steges hat (was ja generell sehr schön ist), kann man gut und gerne mal 10-15 Minuten unterwegs sein, bis man am Restaurant, der Tauchschule oder am Pool ankommt!
FAZIT: Natürlich sind die Overwater-Bungalows fantastisch und eine außergewöhnliche Erfahrung, aber ich finde nicht, dass sie zwingend erforderlich für eine tolle Malediven-Reise sind. Für mich stehen die Malediven für puderzuckerfeine Sandstrände, ins Wasser hineinragende Palmen und herrliches Wasser. All das kann man ebenso ganz hervorragend von einem Strandbungalow erleben und spart dabei sogar eine ganze Menge Geld.
#11 Lohnt sich All-Inclusive auf den Malediven?
Auf den Malediven sind die Resorts oft abseits der lokalen Infrastruktur, sodass Restaurants, Aktivitäten und Getränke meist nur innerhalb des Resorts verfügbar sind und Preise relativ hoch sein können.
Mit einem All-Inclusive-Paket sind Mahlzeiten, Snacks, Getränke, teilweise Aktivitäten und Transfers bereits abgedeckt, sodass die Reise mit der Buchung preislich bereits fast gedeckelt ist. Sprich, man muss sich um nichts mehr kümmern und kann den Urlaub maximal genießen.
ABER, die Aufpreise für All-Inclusive sind oftmals sehr hoch. Dies liegt vor allem daran, dass alkoholische Getränke teuer importiert und angeliefert werden müssen. Softdrinks dagegen liegen preislich zwar immer noch höher als in Deutschland, aber in Relation sind sie nicht so teuer wie Alkohol.
Aus dem Grund würde ich sagen, dass sich All-Inclusive nur dann lohnt, wenn man im Urlaub auch häufiger gerne Cocktails, Wein oder Bier trinken möchte.
Ich hatte kein All-Inclusive-Paket, weil ich tatsächlich kaum Alkohol trinke und die Rechnung ist voll und ganz aufgegangen.
#12 Soll ich eine Individual- oder Pauschalreise buchen?
Ob man auf den Malediven eine Individual- oder Pauschalreise wählen sollte, hängt vor allem von den eigenen Prioritäten ab.
Eine Pauschalreise bietet den Komfort, dass Flug, Hotel und oft auch der Transfer zum Resort bereits organisiert sind. Man muss sich vor Ort um nichts mehr kümmern, wird am Flughafen durch einen Vertreter des Veranstalters empfangen und erhält Hilfe bei allen Transferverbindungen. Für Urlauber, die wenig Zeit oder Lust auf aufwändige Planung haben, ist das die einfache Lösung.
Ein weiteres Plus ist, dass Veranstalter sich auch bei Problemen, wie zum Beispiel Flugverspätungen um Alternative bzw. Lösungen kümmern müssen. Dies ist ein oft unterschätzter, aber in der Praxis extrem wertvoller Vorteil.
Eine Individualreise hingegen erlaubt maximale Flexibilität. Man kann gezielt Inseln, Resorts, Aufenthaltsdauer und Aktivitäten nach eigenen Vorstellungen kombinieren, was besonders für erfahrene Reisende interessant ist. Allerdings muss man sich hier um Transfers, Unterkunft und Verpflegung selbst kümmern, was mehr Planung und Organisation erfordert.
Wenn man beispielsweise einen Zwischenstopp in Dubai oder eine Kombination mit Sri Lanka machen möchte, bietet sich eine Individualreise an.
#13 Warum gelten die Malediven als ein so hervorragendes Tauchgebiet?
Die Atolle auf den Malediven bilden vielfältige Korallenriffe, die einen idealen Lebensraum für unzählige Meeresbewohner bieten. Hier findet man farbenfrohe Rifffische, Mantarochen, Walhaie, Schildkröten und Haie, was sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Taucher spannende Begegnungen garantiert.
Zudem bieten die Strömungen der Malediven faszinierende Drift-Tauchgänge, bei denen Taucher entlang der Riffkanten gleiten und die vielen Fische beobachten können.
Und schließlich verfügen viele der Inseln über großartige Hausriffe, so dass man direkt vom Ufer aus ins Wasser gehen und tauchen oder schnorcheln kann.
Einziger Wermutstropfen sind die leider immer bleicher werdenden Korallen, hervorgerufen durch die immer mehr steigenden Wassertemperaturen.
Zusammengefasst: Die Kombination aus bunten Korallenriffen, reicher Artenvielfalt, hervorragender Sicht und fantastischen Bedingungen machen die Malediven zu einem der begehrtesten Tauchziele der Welt.





