Reisetipps Deutschland – Berlin

  • Berlin ist nicht die Hauptstadt Deutschlands – Berlin ist eine echte Weltstadt. Egal wen man fragt, jeder möchte mal nach Berlin!

  • Dieser Ruf ist hart erarbeitet – Berlin ist hipp, Berlin ist anders, Berlin ist eigen. Und das ist gut so.

  • Historisch ist die Stadt natürlich ein Highlight in Europa, denn sehr viele bedeutende Ereignisse sind mit Berlin verbunden: John F. Kennedys Rede, die Olympischen Spiele, die Feier zur Wiedervereinigung –  die Liste ist endlos lang.

  • Falls ihr Sightseeing mögt, dann habt ihr viel vor. Es gibt viel zu entdecken und zu erleben…

  • Die kulinarische Bandbreite ist absurd – ich kenne kaum Städte, die eine solche Vielfalt bieten. Von Currywurst über vegane Küche, bis hin asiatisch oder Fusionküche, alles ist möglich.

Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?

Impressionen aus Berlin – ein kleines „Best-of“

Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps

Ich könnte mir vorstellen, dass viele Menschen irgendeine Geschichte zu oder über Berlin haben. Sei es, dass sie vor Ort waren oder dass sie irgendetwas Besonderes mit der deutschen Hauptstadt verbinden. Für mich sind es zwei Kindheitserinnerungen:

  • Ich habe als Kind Pandabären geliebt, weshalb meine beiden Omas immer per Bus aus Braunschweig mit mir nach Berlin in den Zoo gefahren sind. Inklusive der damaligen Grenzkontrolle war das immer ein spezielles Erlebnis. By the way, die Bilder mit dem Löwen auf dem Arm – weil immer viele Leute danach fragen – stammen von einer dieser Reisen.
  • 1990 saß ich wie gebannt vor dem TV, als David Hasselhoff mit blinkender Lederjacke auf dem Brandenburger Tor „Looking for a freedom“ geschmettert hat.

Ich habe keine Ahnung, wieviele Male ich mittlerweile in Berlin, aber über 20 Besuche waren es locker. Sei es geschäftlich, um Freunde zu besuchen oder um etwas zu unternehmen. Zuletzt habe ich meinen ältesten Freund mit einem Besuch in den TV-Studio Berlin-Adlershof zu einer Aufzeichnung von The Voice of Germany überrascht. Berlin ist immer eine Reise wert und ich denke niemand bildet sich ein, die Stadt wirklich zu kennen. Denn gefühlt entdeckt sie sich selbst immer wieder neu.


Hier nun meine generellen Tipps für eure Reise nach Berlin – einfach, um mal irgendwie zu starten:

  • Generell
    Berlin liegt im Nordosten Deutschlands an der Spree und ist mit rund 3,8 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes. Als Hauptstadt und Regierungssitz ist sie das politische Zentrum Deutschlands und gliedert sich in zwölf Bezirke – mit ganz unterschiedlichen Vierteln und Stadtbildern.
  • Welche „wichtigen“ Stadtteile gibt es in Berlin?
    In Berlin gibt es insgesamt offiziell 12 Bezirke (mit insgesamt 97 Ortsteilen), aber logischerweise nicht alle sind touristisch interessant. Hier wären die touristisch ganz grob vermeintlich wichtigsten für einen schnellen Überblick:
    Mitte – Brandenburger Tor, Reichstag, Berliner Dom, Alexanderplatz und Unter den Linden
    Tiergarten – Großer Tiergarten, Siegessäule, Schloss Bellevue und Regierungsviertel
    Prenzlauer Berg – Gründerzeit-Altbauten, Cafés und Restaurants
    Friedrichshain – East Side Gallery
    Kreuzberg – Checkpoint Charlie, Street Art und multikulturelle Gastronomie
    Charlottenburg – Kurfürstendamm, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Schloss Charlottenburg und elegante Einkaufsstraßen
    Schöneberg – KaDeWe und lebendige Restaurant- und Barszene
    Moabit – Hauptbahnhof, Spreeufer und Nähe zum Regierungsviertel
    Köpenick – historische Altstadt, Schloss Köpenick
    Muss man sich diese merken? Nein! Aber ich habe festgestellt, dass wenn man mit Leuten über Berlin spricht, sehr schnell in Stadtteilen gesprochen wird. So wisst ihr zumindestens grob, was sich wo befindet.
  • Wieviel Zeit sollte man einplanen?
    Sehr sehr schwer, denn die Möglichkeiten sind Berlin natürlich unendlich. Gerade weil es viele Stadtteile gibt, die irgendwie typisch für Berlin sind und die man eher erleben, als besichtigen sollte. 
    Ich würde mal drei Tage ansetzen. In dieser Zeit schafft ihr sehr viel und habt Berlin zumindestens einmal „gesehen“.
  • Wie bewege ich mich in Berlin?
    Das ist natürlich sehr abhängig von der Jahreszeit bzw. dem Wetter. Sofern es geht, würde ich immer versuchen so viel möglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu machen. Ich habe beispielsweise in Berlin zuletzt die Bezirke Mitte, Tiergarten, Prenzlauer Berg und Moabit wunderbar mit dem Fahrrad via Bike-Sharing besichtigt und dabei unheimlich viel gesehen.
    Generell ist das öffentliche Verkehrsnetz mit U- und S-Bahn, Straßenbahnen und Bussen allerdings auch sehr dicht und verbindet die verschiedenen Stadtteile zuverlässig miteinander.
    Für kürzere Strecken stehen euch – wie oben erwähnt – Fahrräder und E-Scooter zur Verfügung, die ihr quasi überall spontan ausleihen könnt.
  • Wie nutze ich die S- & U-Bahn in Berlin?
    Vor eurer Fahrt braucht ihr ein passendes Ticket für die jeweilige Tarifzone – für die meisten Sehenswürdigkeiten innerhalb Berlins reicht normalerweise der Bereich AB. Fahrkarten bekommt ihr an den Automaten in den Bahnhöfen, über die Apps der Berliner Verkehrsbetriebe oder an verschiedenen Verkaufsstellen.
  • Muss ich Tickets für Attraktionen vorab buchen? 
    Jein. Es gibt nur ganz wenige Berliner Attraktionen, bei denen es wichtig wäre, vorab aktiv zu werden:
    Reichstagskuppel: Unbedingt vorher anmelden. Der Besuch ist kostenlos, aber nur mit vorheriger Anmeldung möglich.
    Berliner Fernsehturm: Vor allem bei einem Besuch zu einer bestimmten Uhrzeit (später Nachmittag) solltet ihr vorab buchen. Die Tickets sind zeitgebunden und aktuell bis zu 90 Tage im Voraus erhältlich.
    Bei den anderen Sehenswürdigkeiten könnt ihr spontan bleiben bzw. braucht gar keine Tickets.
  • Lohnt sich eine Hop on/Hop off-Bus-Tour?
    Ganz selten sage ich bei dieser Thematik so entschlossen JA, wie hier! Die rote Tour deckt wirklich die besten und wichtigsten Stationen ab und ermöglicht euch so, in kurzer Zeit sehr viel von Berlin zu sehen. Wer das Konzept noch nicht kennt, hier bucht ihr euch ein Ticket für die Big Bus-Touren und könnt jederzeit ein- und aussteigen – die Busse fahren ca. alle 20-30 Minuten. Tickets und Informationen gibt es hier.
  • Gibt es besondere, jährliche Event in Berlin?
    Berlinale – Februar – eines der bedeutendsten Filmfestivals der Welt
    Christopher Street Day (CSD) – Juli – große Pride-Parade durch Berlin
    Classic Open Air – Juli – Konzerte auf dem Gendarmenmarkt
    Berlin Marathon – September – eines der größten Marathonrennen weltweit mit mehr als 40.000 Teilnehmern

Die besten Spots in Berlin

Folgend nun die verschiedenen Spots und Sehenswürdigkeiten von Berlin mit Erklärungen und Infos zu dem jeweiligen Besuch.

Von der Reihenfolge der Attraktionen habe ich im Zentrum, also beim Brandenburger Tor, begonnen und bin anschließend in einem Kreis GEGEN den Uhrzeigersinn langsam immer weiter nach außen gegangen. Bitte daraus keine Wertigkeit ableiten, denn einige der besten Sehenswürdigkeiten befinden sich NICHT mitten in der Stadt, aber ich wollte dennoch eine Struktur in meiner Liste habe.

Ganz am Ende habe ich noch ein einen möglichen Ablauf für drei Tage zusammengebaut, einfach nur, damit ihr einen Anhaltspunkt habt.

Ein persönlicher Hinweis: Ich bin kein Museum-Fan! Dementsprechend ist dieser Part hier sicherlich (gegenüber der allgemeinen Meinung) etwas unterrepräsentiert.

Brandenburger Tor

Starten wir mit der vermutlich wichtigsten Sehenswürdigkeit nicht nur in Berlin, sondern vielleicht sogar in ganz Deutschland: Das Brandenburger Tor wurde 1791 fertiggestellt und ist mit seiner markanten Quadriga eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Ich bin gespannt, wie es euch ergeht, aber jedes Mal wenn ich davor stehe, verspüre eine gewisse Aura… Kein Wunder bei so einem ikonischen Bauwerk.

Es befindet sich direkt am Pariser Platz, zwischen der Prachtstraße Unter den Linden auf der östlichen und der Allee Straße des 17. Juni auf der westlichen Seite. Direkt am Pariser Platz liegt auch das berühmte Hotel Adlon, das seit seiner Eröffnung 1907 zu den traditionsreichsten Hotels Berlins gehört.

Da die Berliner Mauer direkt vor dem Brandenburger Tor verlief, wurde es während des Kalten Krieges zum Symbol der deutschen Teilung, wandelte es sich dann nach der Öffnung des Tores am 22. Dezember 1989 aber zu einem Symbol der deutschen Einheit und Freiheit. Ich werde die Bilder dieses Tages, die ja auch um die Welt gingen, niemals vergessen…

In Sachen Besichtigung müsst ihr euch keinen Stress machen, denn es gibt kein Museum, keine Aussichtsplattform oder ähnliches, sprich, ihr müsst euch nicht um Tickets kümmern. Einfach herkommen und dieses beeindruckende Monument bestaunen!

Ein kurioses Detail: Napoleon ließ die Quadriga 1806 als Kriegsbeute nach Paris bringen, von wo sie einige Jahre später wieder nach Berlin zurückkehrte.

Reichstagsgebäude

Fast unmittelbar neben dem Brandenburger Tor befindet sich der zwischen 1884 und 1894 errichtete Reichstag, der heute Sitz des Deutschen Bundestages ist. Er beherbergt den Plenarsaal (hier debattieren die Abgeordneten öffentlich über Gesetze und stimmen gemeinsam darüber ab – die Bilder kennt ihr bestimmt aus dem TV), die Büros der Abgeordneten und weitere Räume für den parlamentarischen Betrieb.

Ein echter Blickfang ist natürlich die gläserne Kuppel, die nach dem Umbau des Reichstags 1999 entstand und über zwei gegenläufige, spiralförmige Rampen bis auf eine Aussichtsplattform in rund 40 Metern Höhe führen (die wird für den Weg nach oben, die andere für den Weg nach unten verwendet). In der Kuppel sorgen 360 Spiegel dafür, dass Tageslicht in den zehn Meter tiefer liegenden Plenarsaal gelenkt wird.


Ihr könnt den Reichstag und die Kuppel tatsächlich kostenlos (!) besuchen. Hierbei könnt ihr zwischen verschiedenen Besuchsangeboten wählen:

Reichtstagskuppel – ohne Führung – kostenlos – Infos & Tickets gibt es hier

Reichtstagskuppel & Reichstagsgebäude – mit Führung – kostenlos – Infos & Tickets gibt es hier

Reichtstagskuppel & Reichstagsgebäude & Regierungsviertel – mit Führung – gegen Gebühr – Infos & Tickets gibt es hier

Reichtstagskuppel & Besuch einer Bundestagssitzung im Plenarsaal – ohne Führung – kostenlos – Infos & Tickets gibt es hier


Die Reichstagskuppel befindet sich auf einer Dachterrasse, wo es auch ein Käfer-Restaurant gibt. Hierfür benötigt ihr allerdings eine Reservierung.

Wie ihr in der Übersicht erkennen könnt, könnt ihr das Reichstagsgebäude NUR mit einer Führung besichtigen. Diese dauert in etwa 90 Minuten. Anschließend folgt der Besuch der Reichstagskuppel .

Praktische Infos:

  • Unbedingt frühzeitig registrieren – vor allem die Führung durch das Reichstagsgebäude!
  • Für den Besuch benötigt ihr einen Ausweis.
  • Es gibt eine ausführliche Taschenkontrolle.
  • Ihr könnt die Kuppel auch spontan besuchen – es gibt es vor Ort einen Ticketschalter im Besucherzentrum in der Scheidemannstraße (schräg gegenüber vom Haupteingang mit der Schrift „Dem Deutschen Volke“).
  • Führungen durch den Reichstag finden nur in den sitzungsfreien Wochen statt.
  • Auf der Dachterrasse bekommt ihr einen Audioguide.
  • Zeitlich würde ich für den Besuch der Reichstagskuppel ca. ein bis zwei Stunden einplanen.

Bundeskanzleramt & Paul-Löbe-Haus

Nur wenige Schritte vom Reichstag entfernt, kommt ihr zum sogenannten Parlaments- und Regierungsviertel – inklusive dem „deutschen Weißen Haus“. Das 2001 eröffnete Kanzleramt ist der Arbeitsplatz des Bundeskanzlers und der Bundesregierung, wobei sich die Büros des Kanzlers ganz oben befinden. Direkt gegenüber seht ihr das Paul-Löbe-Haus, welches zum Bundestag gehört und vor allem die Ausschüsse, Abgeordnetenbüros und Sitzungssäle beherbergt, sprich ein großer Teil der politischen Detailarbeit findet also hier statt.

Beide Gebäude gehören zum „Band des Bundes“, das mit seinen modernen Bauten sogar die Spree überspannt und symbolisch die früher getrennten Teile Berlins miteinander verbinden soll.


Das Kanzleramt könnt ihr leider nicht einfach auf eigene Faust besichtigen, während es im Paul-Löbe-Haus bei bestimmten öffentlichen Sitzungen und Veranstaltungen Besuchsmöglichkeiten gibt.

Ganz ehrlich, ich fand das Regierungsviertel irgendwie ein bisschen seltsam, denn die doch sehr auffälligen Glasbauten passen optisch nur bedingt in die Umgebung voller historisch wertvoller Gebäude. ABER, das ganze Areal bietet im Sommer durchaus ein gewisses Flair, nämlich dann, wenn sich mittags die Regierungsmitarbeiter an der Spree zur Pause treffen…

Berliner Hauptbahnhof

Vielleicht eher ungewöhnlich den Hauptbahnhof unter den Sehenswürdigkeiten zu finden , aber als ich das letzte Mal dort angekommen bin, war ich durchaus beeindruckt! Der spektakuläre Glas- und Stahlbau wurde 2006 nach elf Jahren Bauzeit eröffnet und liegt gegenüber des Bundeskanzleramt sdirekt an der Spree.

Mit 14 Bahnsteiggleisen auf zwei Ebenen (was anfangs als Gast wirklich verwirrend sein kann), satten 78.000 m² Geschossfläche und etwa 300.000 Reisenden und Besuchern täglich ist er heute Europas größter Kreuzungsbahnhof!

Besonders auffällig sind die beiden großen, geschwungenen Glas- und Stahlkonstruktionen, die sich über die Bahnhofshallen ziehen. Dazu findet ihr zahlreiche Geschäfte, Imbissläden und Restaurants, wobei die dortigen Supermärkte leider hoffnungslos überfüllt sind.

Dennoch, gerade auch mit den Dimension handelt es sich schon um ein beeindruckendes Gebäude, das speziell vom Spreebogenpark durchaus fotogen daherkommt.

Schloss Bellevue

Das Schloss Bellevue liegt direkt an der Spree am Rand des Tiergartens und ist seit 1994 der Amtssitz des deutschen Bundespräsidenten. Das klassizistische Schloss wurde 1785 bis 1787 für erbaut und erhielt seinen Namen „Bellevue“ wegen des schönen Blicks über die damalige Parklandschaft. Heute finden hier unter anderem Staatsbesuche, Empfänge, Gespräche und Staatsbankette statt – im größten Saal können bei solchen Anlässen bis zu 200 Gäste Platz nehmen.

Einen kleinen Fun Fact gibt es auch: Nur ein Bundespräsident hat tatsächlich im Schloss gewohnt, und zwar Roman Herzog. Seine ehemalige Wohnung wurde später in Büros und Besprechungsräume umgewandelt.

By the way, die Älteren unter euch werden sich vielleicht erinnern, für mich wird das Schloss Bellevue immer untrennbar mit Hape Kerkeling verbunden sein, der hier 1991 seinen Sketch verkleidet als die niederländische Königin Beatrix winkend in einer Limousine vorfuhr. Ein Klassiker.

Großer Tiergarten

Mit rund 210 Hektar ist der Große Tiergarten so etwas wie die „grüne Mitte Berlins“ und erstreckt sich vom Brandenburger Tor bis zum Zoologischen Garten – mit großen Wiesen, alten Bäumen, kleinen Seen, Brücken und zahlreichen Denkmälern. Im Zentrum steht die Siegessäule am Großen Stern, zu dem ich gleich weiter unten noch etwas mehr erklären werde.

Ursprünglich wurde der Tiergarten übrigens als kurfürstliches Jagdrevier angelegt, später dann zum Landschaftspark umgestellt und ist heute vor allem ein Erholungsgebiet mitten in der Stadt.

In den 1990er- und 2000er-Jahren wurde der Tiergarten außerdem durch die Love Parade weltbekannt, die auf der Straße des 17. Juni entlang des Parks Hunderttausende Menschen anzog. Tatsächlich war ich 1997 an einem heißen Sommertag ebenfalls mit dabei!

Mit seinen 210 Hektar ist der Tiergarten allerdings deutlich kleiner als der Englische Garten in München mit rund 376 Hektar und der Central Park in New York mit etwa 349 Hektar. 

Siegessäule

Die Siegessäule steht auf der Straße des 17ten Juni mitten im Tiergarten auf dem Großen Stern (großer, mehrspuriger Kreisverkehr) und gehört mit ihrer goldenen Viktoria, von den Berlinern liebevoll „Goldelse“ genannt, zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt.

Das 1873 fertiggestellte Denkmal sollte ursprünglich an preußische Siege in mehreren Kriegen erinnern und wurde 1938/39 von ihrem ursprünglichen Standort vor dem Reichstag hierher versetzt.

Heute könnt ihr über 285 Stufen hinauf auf die Aussichtsplattform in rund 51 Metern Höhe und von dort über den Tiergarten und Berlin schauen. Tickets gibt es nur vor Ort (ausschließlich Barzahlung).

Ich kenne die Siegessäule vor allem von der Love Parade, weil rund um die Siegessäule ein Teil der Schlusskundgebung stattfand.

Übrigens: Barack Obama hielt 2008 eine viel beachtete Rede am Fuß der Siegessäule, noch bevor er zum US-Präsidenten gewählt wurde.

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Direkt am Kurfürstendamm (Ku’damm), Berlins bekanntester Einkaufsstraße, befindet sich im Herzen von Charlottenburg die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz.

Leider war ich noch nie in oder bei dieser Kirche, insofern kann ich euch nur ein paar Fakten ohne Erfahrungsbericht liefern – erwähnen wollte und musste ich sie aber auf jeden Fall.

Die ursprüngliche Kirche entstand Ende des 19. Jahrhunderts und wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Der markante Turm blieb als Erinnerung an die Zerstörungen stehen, während in den 1960er-Jahren direkt daneben die moderne Kirche mit ihren berühmten blauen Glasfenstern gebaut wurde. Im Inneren sorgen die vielen kleinen blauen Glasfelder für ein ungewöhnliches und angeblich fast schon mystisches Licht.

Die Kirche könnt ihr kostenlos besichtigen, auch der historische Turm mit einer kleinen Ausstellung zur Geschichte des Gebäudes ist geöffnet.

Tatsächlich gehört die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zu den bekanntesten Wahrzeichen West-Berlins und wird wegen ihres zerstörten Turms von vielen Berliner liebevoll „Hohler Zahn“ genannt.

Potsdamer Platz

Der Potsdamer Platz liegt mitten in Berlin zwischen Tiergarten und Leipziger Platz und hat eine ziemlich spektakuläre Geschichte hinter sich: Anfang des 20. Jahrhunderts galt er als einer der verkehrsreichsten Plätze Europas, bevor er durch Krieg und Mauerbau jahrzehntelang weitgehend unbebaut blieb. Nach dem Mauerfall entstand hier in den 1990er-Jahren innerhalb weniger Jahre ein komplett neues Stadtviertel mit moderner Architektur, Büros, Hotels, Restaurants, Kinos und Shoppingmöglichkeiten.

Heute könnt ihr zwischen markanten Hochhäusern, dem Center am Potsdamer Platz und dem Kollhoff-Tower unterwegs sein, in dessen 24. und 25. Etage ihr den Panoramapunkt mit Aussichtsplattform im Freien findet. Von rund 100 Metern Höhe habt ihr einen tollen 360-Grad-Blick über Berlin! PLUS: Mit dem angeblich schnellsten Aufzug Europas seid ihr in nur 20 Sekunden auf der Aussichtsplattform.

Auch Reste der Berliner Mauer erinnern noch an die Vergangenheit des Ortes – ein Pflastersteinband im Boden markiert den früheren Verlauf der Mauer mitten durch das heutige, ziemlich geschäftige Viertel.

Das Center am Potsdamer Platz

Das Center am Potsdamer Platz, bis 2023 noch als Sony Center bekannt, liegt mitten im modernen Potsdamer-Platz-Viertel und fällt vor allem durch seine spektakuläre 67 Meter hohe Dachkonstruktion auf. Der 2000 eröffnete Komplex besteht aus acht Gebäuden mit Büros, Wohnungen, Gastronomie, Geschäften und Unterhaltung und ist gefühlt viel mehr  ein klassisches Einkaufszentrum, sondern eher so etwas wie eine kleine Stadt in der Stadt.

Besonders spannend wird es während der Berlinale, deren Zentrum seit 2000 am Potsdamer Platz liegt und bei der das nahe gelegene Theater am Marlene-Dietrich-Platz zum Berlinale Palast und damit wichtigsten Premierenkino der Berlinale wird. Hier finden unter anderem die Eröffnungsgala, Wettbewerbs-Premieren und die Preisverleihung statt.

Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz liegt eine der eindrucksvollsten Gedenkstätten Berlins. Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas besteht aus 2.710 grauen Betonblöcken, den sogenannten Stelen, die in einem regelmäßigen Raster auf einer rund 19.000 m² großen Fläche stehen. Die unterschiedlich hohen Stelen wurden 2005 eröffnet und erinnern an die rund sechs Millionen ermordeten Juden Europas. Wenn ihr durch das Feld lauft, wird der Boden immer unebener und die Stelen ragen zunehmend über euch hinaus, wodurch eine beklemmende Atmosphäre entsteht. Unter dem Stelenfeld befindet sich der Ort der Information, der über die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden informiert und kostenlos besucht werden kann. Dort erzählen unter anderem persönliche Briefe, Tagebucheinträge und Familiengeschichten von Menschen, die während des Holocaust verfolgt und ermordet wurden.

Checkpoint Charlie

Kein echtes Highlight, aber dennoch ein sehr beliebter Touristenspot ist der ehemalige 1961 eingerichtete Grenzübergang zwischen Ost- und West-Berlin. Der so genannte Checkpoint Charlie erinnert heute an der Friedrichstraße, zwischen Zimmerstraße und Kochstraße, an die deutsche Teilung und den Kalten Krieg.

Eines der bekanntesten Fotomotive Berlins ist dabei das Wachhäuschen mit US-Flagge, Sandsäcken und Schranke. Wenn ihr möchtet, könnt ihr euch gegen Bezahlung sogar mit Darstellern in historischen US-Uniformen vor dem Wachhäuschen fotografieren lassen – ganz authentisch ist das Ganze allerdings nicht, denn das heutige Häuschen ist (leider)  eine Nachbildung.

Rund um den Checkpoint findet ihr Informationstafeln zur Geschichte der Mauer und das Mauermuseum, in dem unter anderem spektakuläre Fluchtfahrzeuge und andere Fluchthilfen gezeigt werden. Leider konnte ich dieses noch nicht besuchen…


Das „Charlie“ im Namen kommt übrigens vom Buchstaben C im internationalen Buchstabieralphabet und bezeichnete damit den dritten alliierten Kontrollpunkt in Berlin.

Französischer Dom & Gendarmenmarkt

Mitten in Berlin-Mitte liegt der Gendarmenmarkt – ganz sicher einer der schönsten und bekanntesten Plätze der Stadt. Grund dafür sind die drei imposanten Gebäuden: dem Konzerthaus in der Mitte, sowie dem Französischen Dom und dem Deutschen Dom an den beiden Seiten.

Die beiden „Dome“ sind übrigens keine Dome im eigentlichen Sinn, sondern verdanken ihren Namen den großen Kuppeln, während der Deutsche Dom eine Ausstellung zur Geschichte der parlamentarischen Demokratie beherbergt befindet sich im Französischen Dom heute unter anderem eine Aussichtsplattform. Hierfür benötigt ihr ein Ticket, welches ihr vorab online kaufen könnt, bekommt einen Audioguide und müsst über 250 Stufen erklimmen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Platz schwer beschädigt, später aufwendig wieder aufgebaut und während der DDR-Zeit „Platz der Akademie“ genannt.

Im Sommer finden hier Veranstaltungen wie das Classic Open Air statt, und zur Weihnachtszeit verwandelt sich der Gendarmenmarkt in einen beliebten Weihnachtsmarkt. Außerdem werden im Französischen Dom immer wieder Candle Light-Konzerte angeboten.

Unter den Linden

Die oben schon mal erwähnte Straße Unter den Linden ist Berlins berühmtester Prachtboulevard und verbindet auf rund 1,5 Kilometern den Pariser Platz mit der Schlossbrücke (am Berliner Dom) an der Spree.

Ihren Namen verdankt sie wen überraschend den Lindenbäumen, die bereits im 17. Jahrhundert entlang der damaligen Verbindung zum Tiergarten gepflanzt wurden. Heute reiht sich hier ein bedeutendes Gebäude an das nächste, darunter die Humboldt-Universität, die Neue Wache (Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft), das Zeughaus (Berlins ältestes erhaltenes Barockgebäude – heute das Deutsche Historische Museum) und das Kronprinzenpalais (einst als Residenz preußischer Kronprinzen).

Die Straße wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und anschließend weitgehend wieder aufgebaut. Ich kann euch nur empfehlen hier einfach mal entlang zu spazieren… 

Bebelplatz & St. Hedwigs-Kathedrale

Am Bebelplatz in Berlin-Mitte stehen einige der bekanntesten historischen Gebäude der Stadt dicht beieinander, darunter die Staatsoper, die Alte Bibliothek, das Alte Palais und die St.-Hedwigs-Kathedrale.

Die markante Kathedrale mit ihrer großen Kuppel entstand im 18. Jahrhundert und war die erste katholische Kirche, die Friedrich der Große in Berlin bauen ließ.

Das Alte Palais auf der Westseite des Platzes war einst die Berliner Residenz von König Friedrich Wilhelm III. und gehört heute zur Humboldt-Universität.

Traurige Berühmtheit erlangte der Bebelplatz am 10. Mai 1933, als die Nationalsozialisten hier mehr als 20.000 Bücher verbrannten. Daran erinnert heute das Mahnmal „Bibliothek“, bei dem ihr durch eine Glasplatte in einen unterirdischen Raum mit leeren Bücherregalen schauen könnt, die symbolisch Platz für die verbrannten Bücher bieten. 

Berliner Dom

Ein bisschen weiter steht direkt an der Spree und am Park Lustgarten der Berliner Dom, eines der markantesten Bauwerke Berlins und mit seiner rund 98 Meter hohen Kuppel schon von Weitem zu sehen.

Der heutige Dom wurde 1905 eingeweiht und der prachtvolle Innenraum mit Mosaiken, Marmorsäulen und der großen Orgel ist ist wirklich beedruckend. Bei eurem Besuch könnt ihr das Dommuseum besichtigen und anschließend über 270 Stufen zur Kuppel hinaufsteigen, wo euch in rund 50 Metern Höhe ein toller Blick über Berlin erwartet. Der Eintritt kostet aktuell 15 Euro, ein Audioguide ist bereits inklusive und für den Rundgang solltet ihr etwa 1,5 Stunden einplanen.

Seit März 2026 ist nach umfangreicher Sanierung auch die Hohenzollerngruft wieder zugänglich, in der 91 Mitglieder des Hauses Hohenzollern bestattet sind.

Alte Nationalgalerie

Auf der Museumsinsel erwartet euch direkt neben dem Berliner Dom mit der Alten Nationalgalerie eines der bekanntesten Kunstmuseen Berlins und zugleich das Stammhaus der Nationalgalerie. Das 1876 eröffnete Gebäude erinnert mit seiner großen Freitreppe und den Säulen eher an einen antiken Tempel und beherbergt vor allem Gemälde und Skulpturen des 19. Jahrhunderts, darunter Werke von Caspar David Friedrich, Claude Monet und Auguste Renoir.

Tickets bekommt ihr online oder direkt vor Ort. 

Besonders praktisch: Mit dem Museumsinsel-Ticket könnt ihr am selben Tag auch die anderen Museen der Museumsinsel besuchen. 

Alexanderplatz & Berliner Fernsehturm

Wenn ich persönlich an Berlin denke, lande ich immer ganz schnell beim „Alex“. Der Alexanderplatz ist einer der bekanntesten und lebhaftesten Orte Berlins, der irgendwie auch immer so ein bisschen die „besondere Seite“ von Berlin zeigt. Mit rund 36 Hektar ist diese riesige Freifläche tatsächlich deutlich größer, als sie auf den ersten Blick wirken mag.

Umgeben wird der Alexanderplatz unter anderem von der Weltzeituhr, dem Brunnen der Völkerfreundschaft, der St. Marienkirche, dem Kaufhaus Galeria, dem markten Park Inn Hotel, sowie zahlreichen Geschäften und Restaurants.


Außerdem prägt natürlich der Berliner Fernsehturm das Bild des Alexanderplatz. Mit seinen imposanten 368 Metern handelt es sich immerhin um das höchste Bauwerk Deutschlands!

In rund 40 Sekunden geht es mit dem Aufzug zur Aussichtsplattform in 203 Metern Höhe, von der ihr einen herrlichen 360-Grad-Blick über Berlin habt.
ABER: Leider könnt ihr hier „nur“ durch die großen Panoramafenster fotografieren, weshalb ihr aufpassen müsst, dass ihr keine unschönen Spiegelungen auf euren Bildern habt. Für mich als jemand der gerne Fotos macht, ist dies schon ein mittelkleiner Haken. Zudem vermittelt dies natürlich auch etwas weniger Aussichtsplattform-Flair.


Oben könnt ihr außerdem in der Sphere Bar etwas trinken oder im Restaurant Sphere Tim Raue essen, das sich einmal pro Stunde um die eigene Achse dreht.


Für den Besuch solltet ihr euch möglichst früh um eure Tickets mit festem Zeitfenster kümmern. Besonders an Wochenenden, in den Ferien und bei schönem Wetter sind beliebte Uhrzeiten schnell ausgebucht.

Zwar könnt ihr Tickets auch vor Ort an der Tageskasse oder an Automaten kaufen, dann müsst ihr euch allerdings darauf einstellen, dass euer gewünschter Zeitpunkt bereits vergeben ist und der nächste verfügbare Slot möglicherweise erst einige Stunden später liegt. Online sind die Tickets bis zu 90 Tage im Voraus buchbar.

Rotes Rathaus

Oft übersehen, befindet sich nur wenige Schritte vom Alexanderplatz entfernt, das Rote Rathaus – der Amtssitz des Regierenden Bürgermeisters von Berlin.

Das wirklich imposante Gebäude wurde zwischen 1861 und 1869 erbaut und schwankt mit seiner roten Backsteinfassade und dem 94 Meter hohen Turm zwischen auffällig und kurios. Die Farbe hat übrigens nichts mit Politik zu tun, sondern kommt ganz schlicht von den roten Ziegelsteinen, aus denen das Rathaus gebaut wurde.

Wenn man schon mal in der Ecke ist, solltet ihr – finde ich – diesen kleinen Abstecher auf jeden Fall einbauen.

East Side Gallery

Ein bisschen weiter die Spree entlang Richtung Osten, kommt ihr zur weltbekannten East Side Gallery, die sich auf 1,3 Kilometern erstreckt und damit der längste erhaltene Abschnitt der Berliner Mauer ist. Kurz nach dem Mauerfall wurde die ehemalige Mauer von 118 Künstlern aus 21 Ländern bemalt und 1990 als Open-Air-Galerie eröffnet. Zu den bekanntesten Bildern gehört natürlich der „Bruderkuss“ von Dmitri Vrubel, der den sowjetischen Staatschef Leonid Breschnew und DDR-Staatschef Erich Honecker zeigt und heute zu den meistfotografierten Motiven Berlins gehört.

Die Bilder sind allerdings leider nicht mehr überall im Originalzustand, da Wind, Wetter und Vandalismus den Kunstwerken stark zugesetzt haben. Aus dem Grund wurde die East Side Gallery auch bereits mehrfach restauriert.

Wenn ihr mehr über die Geschichte und die einzelnen Bilder erfahren möchtet, werden regelmäßig öffentliche Führungen angeboten. 


Praktisch für euren Besuch: Die S- und U-Bahn-Station Warschauer Straße ist ein guter Ausgangspunkt, von dort sind es nur rund 500 Meter bis zur East Side Gallery. Anschließend könnt ihr gemütlich in Richtung Ostbahnhof laufen.

Gedenkstätte Berliner Mauer

Für mich war dieser Spot eine echte Überraschung, denn ich bin hier tatsächlich per Zufall vorbei gefahren und musste sofort anhalten, um hier mal genauer „hinzuschauen“. Kurioserweise hatte ich vorher noch nie davon gehört oder gelesen und das obwohl ich sogar einige Bilder dieses Denkmals kannte!

Denn hier an der Bernauer Straße könnt ihr wirklich sehr eindrucksvoll nachvollziehen, wie die Berliner Mauer den Alltag der Menschen verändert hat. Die Gedenkstätte erstreckt sich über einen Kilometer und zeigt dabei noch erhaltene Teile der Grenzanlagen, einen Wachturm, die Kapelle der Versöhnung, sowie die Fundamente ehemaliger Grenzhäuser. Dazu kommen einige durchaus bekannte Mauerbilder PLUS Fototafeln entlang der Bernauer Straße, die von Fluchtversuchen, der Teilung von Familien und dem Leben direkt an der Grenze erzählen. Wie gesagt, ich war hier komplett unvorbereitet und mich hat es wirklich emotional „erwischt“.

Von der Plattform des Dokumentationszentrums habt ihr dann noch eine eindrucksvolle Aussicht auf den ehemaligen Grenzstreifen und werdet dabei sehen, wie die verschiedenen Elemente der Grenzanlage aufgebaut waren. 


Für den Besuch eignet sich das Besucherzentrum an der Bernauer Straße 119 als Startpunkt, um von dort dann Richtung Nordosten das Freilichtmuseum entlang der Straße zu erkunden. Endpunkt wäre dann die U-Bahn-Haltestelle Bernauer Straße.

Regelmäßig werden auch Führungen angeboten, bei denen ihr mehr über die Geschichte und die Fluchtversuche an diesem besonderen Abschnitt der Mauer erfahrt. 

Viertel Prenzlauer Berg

Ich muss zugeben, dass ich bei den verschiedenen Vierteln in Berlin immer wieder durcheinander komme, denn was früher „nicht so toll“ war, ist jetzt auf einmal hipp. Auch wenn das sicherlich bei vielen Städten so ist, finde ich trotzdem, dass Berlin hier eine Sonderstellung hat.

Prenzlauer Berg gehört in jedem Fall heute zu den beliebtesten und lebendigsten Wohnvierteln Berlins. Tatsächlich war es lange Zeit ein eher einfacher (Vorsicht: Berliner Sprech!) Arbeiterkiez (Kiez = ein kleineres Stadtviertel), wurde allerdings nach der Wende umfassend saniert. Typisch sind hier die vielen Altbauten aus der Gründerzeit, ruhige Innenhöfe und von Bäumen gesäumten Straßen. Dazwischen findet ihr  zahlreiche Restaurants, kleine Läden, Boutiquen und Cafés – anhand meiner Restaurantempfehlungen könnt ihr schnell erkennen, dass ich hier sehr gerne frühstücken gehe.

Besonders kann ich euch die Spots Kollwitzplatz, Helmholtzplatz, Wasserturm und Kastanienallee empfehlen – hier geht es recht lebendig zu oder aber ihr könnt euch durch die diversen Cafés schlemmen…

Viertel Kreuzberg

Kommen wir zu Kreuzberg – eines der vielseitigsten Viertel Berlins und bekannt für seine bunte Mischung aus alten Mietshäusern, kleinen Läden, Bars, internationaler Küche, Street Art und alternativer Kultur. Wenn ihr durch Kreuzberg lauft, erlebt ihr deshalb auf engem Raum ganz unterschiedliche Seiten Berlins – vom türkischen Imbiss, über die Currywurstbude über die klassische Berliner Szenekneipe bis zum modernen Café.

Der östliche Teil rund um das Kottbusser Tor und die Oranienstraße, der früher unter der Postleitzahl SO 36 bekannt war, entwickelte sich nach dem Mauerbau zum Randgebiet West-Berlins und in den 1970er- und 1980er-Jahren zum Zentrum der Hausbesetzer-, Punk- und Alternativszene. Auch heute ist dies nach wie vor eine der lebendigsten, aber auch widersprüchlichsten Ecken der Stadt.

Orankesee

Ich war einmal an einem unfassbar heißen Sommerwochenende in Berlin, weshalb an Sightseeing nicht zu denken war. Erfreulicherweise hatte ich von einer ehemaligen Klassenkameradin, die mittlerweile in Berlin lebt, den Tipp Orankesee bekommen, um so der Hitze zu entkommen…

Das Strandbar liegt im Berliner Osten und ist tatsächlich eine gute Adresse, wenn ihr dem Großstadttrubel für ein paar Stunden entkommen möchtet. Der rund vier Hektar große See liegt in einer geschützten Grünanlage, wobei das 1929 (!) eröffnete Strandbad einen etwa 300 Meter langen Sandstrand, mit einer großen Liegewiese und einer 52 Meter langen Wasserrutsche bietet. Schatten gibt es durch die vielen Bäume auch reichlich, wobei ich sagen muss, dass es sich leider nicht um einen Insidertipp handelt, sprich am Nachmittag wurde es schon gut voll. Trotzdem, für einen städtischen Badesee fand ich es wirklich klasse!


Die Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt mit der Straßenbahn: Die Linie 27 bringt euch bis zur Haltestelle Orankestrand und von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß.


Bringt Bargeld mit! Per Karte könnt ihr vor Ort NICHT bezahlen.

Meine besten Spot-Tipps in Berlin auf einer Karte

Auf dieser Karte sind Sehenswürdigkeiten, Filmlocations, Sportlocations, Restaurants, Hotels und Ausflugsziele markiert.

Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil clicken und die Markierungen werden angezeigt.

Meine Hotel-Tipps für Berlin

Die Wahl des vermeintlich richtigen Hotels ist in Großstädten immer eine knifflige Aufgabe. Wo? Wie viel kostet es? Was ist mir wichtiger: Komfort oder Lage?

Mein Ansatz wäre folgender:

  1. Wenn ihr Berlin zum ersten Mal besucht und möglichst viele Sehenswürdigkeiten bequem erreichen möchtet, ist Mitte eine gute Wahl. Brandenburger Tor, Museumsinsel, Berliner Dom, Alexanderplatz und viele weitere Ziele liegen hier relativ nah beieinander, sodass ihr einiges zu Fuß unternehmen könnt.
  2. Etwas lebendiger geht es in Prenzlauer Berg, Kreuzberg und Friedrichshain zu – dort gibt es jede Menge Restaurants, Bars und Cafés, dafür müsst ihr zu den klassischen Sehenswürdigkeiten meist ein Stück mit U- oder S-Bahn fahren.
  3. Charlottenburg bietet sich dagegen an, wenn ihr gerne shoppen geht und Wert auf gute Restaurants, sowie die Sehenswürdigkeiten rund um Kurfürstendamm legt.

Hotel Motel One Berlin-Hauptbahnhof

Gerade für einen Städtetrip sind die Motel-One-Hotels in Berlin praktisch, weil sie meist zentral liegen und einen verlässlichen Standard bieten, ohne dass ihr gleich ein teures Hotel buchen müsst. Ich habe in Berlin tatsächlich schon dreimal in Motel One-Hotels übernachtet und kann sie wirklich sehr gut empfehlen.

Die Zimmer sind eher kompakt, dafür modern und funktional ausgestattet – dazu gibt es in den Hotels meistens eine Lounge mit Bar und Frühstück.

Ein gutes Beispiel ist das Hotel Motel One Berlin-Hauptbahnhof, das direkt am Hauptbahnhof liegt und damit für Sightseeing mit S- und U-Bahn sowie für die An- und Abreise besonders praktisch ist.

Invalidenstraße 54, 10557 Berlin

Auch die anderen Berliner Häuser, etwa Hotel Motel One Berlin-Alexanderplatz, Hotel Motel One Berlin-Spittelmarkt oder Hotel Motel One Berlin-Hackescher Markt, liegen mitten in Gegenden, von denen aus ihr viele Sehenswürdigkeiten, Restaurants und das Berliner Nachtleben gut erreicht.

Beim Preis-Leistungs-Verhältnis liegt die Stärke vor allem darin, dass ihr keinen Luxus bucht, sondern ein modernes und unkompliziertes Stadthotel, bei dem der Fokus auf Lage und dem Wesentlichen liegt. 

WICHTIG! Dies ist keine Werbung für Motel One – ich bekomme hier kein Geld oder ähnliches. Was ich hier berichte, sind schlichtweg meine Erfahrungen.

Meine Restaurant-Empfehlungen in Berlin

Berlin ist kulinarisch ziemlich schwer in eine Schublade zu stecken, denn neben Currywurst und Döner bekommt ihr hier praktisch Essen aus aller Welt – von einfachen Imbissen bis zur Sterneküche. Auch bei den Cafés ist die Auswahl riesig, egal ob ihr morgens gemütlich frühstücken, einen richtig guten Kaffee trinken oder nach dem Sightseeing ein Stück Kuchen essen möchtet.

Dabei muss gutes Essen in Berlin nicht automatisch teuer sein: Gerade bei Streetfood, kleinen Restaurants und internationalen Küchen findet ihr viele gute und unkomplizierte Möglichkeiten.

Hier sind einige meiner Tipps, wobei die Auswahl wirklich gigantisch ist:

Frühstück / Cafés

Love at first bite

Der Name ist Programm, denn das Frühstück war einfach nur fantastisch. Die Auswahl ist großartig, ihr könnt hier richtig schön sitzen (neben der Terrasse auf der Straßenseite, gibt es noch einen gemütlichen Innenhof) und das Ambiente ist klasse. Wir haben sogar zwei „Gänge“ bestellt, weil das Essen so lecker war. Unbedingt reservieren!

Kollwitzstraße 42, 10405 Berlin-Bezirk Pankow

Ewig Freunde

Was für ein tolles Lokal – zum Frühstück bekommt ihr sogar noch ein bisschen Sonne ab! Die Avocado-Toasts waren richtig gut, die Pistazien-Croissants schön schmackhaft und das Granola mit frischen Früchten. Dazu ein prima Service und toller Kaffee… Auch hier habe ich gesehen, wie viele Leute angestanden haben, insofern besser reservieren!

Raumerstraße 9, 10437 Berlin

House of Small Wonder

Hier sitzt ihr in einem schattigen Innenhof und könnt mal etwas anders mit einem japanischen Einschlag brunchen. Die Karte liest sich wirklich toll, wobei ich halbwegs „klassisch“ geblieben bin – der French Toast war großartig, ebenso die herzhafte Waffel mit Hühnchen.

Hervorheben möchte ich noch das Interieur, denn mit der geschwungenen Wendeltreppe und den vielen grünen Pflanzen wirkt das House of Small Wonder eher wie eine stylische Wohnung als wie ein klassisches Restaurant.

Auguststraße 11-13, 10117 Berlin

Early Bird Gelato

Ein perfekter Spot für den Kaffee zwischendurch oder das Eis am Nachmittag. Beides war herausragend, dazu leckere Kuchenteilchen.

Winsstraße 68, 10405 Berlin-Bezirk Pankow

Mittags & Abends

Zollpackhof

Vom Motel One Berlin-Hauptbahnhof ein Katzensprung, aber auch sonst ist diese Mischung aus Biergarten und stilvollem Restaurant eine klare Empfehlung für mich. Direkt an der Spree findet ihr hier viele Schattenplätze, der Service ist trotz der Größe des Lokals wirklich richtig gut und das Essen (deutsche Küche) war ausgesprochen lecker.

Egal ob zum Essen oder abends noch etwas in Ruhe trinken – hier sitzt ihr richtig schön.

Elisabeth-Abegg-Straße 1, 10557 Berlin

Trio

Kennt ihr das, Heißhunger auf ein bestimmtes Gericht? Ich hatte mir Backhendl eingebildet und habe deshalb online jegliche Empfehlung durchforstet bis ich schließlich beim Trio gelandet bin.

Die Interior fand ich jetzt nicht besonders einladend, aber das Essen… Puh, ganz ehrlich, eines der besten Backhendl, das ich je gegessen habe. Da hat alles gepasst: schön filetiert, das Fleisch saftig, die Panade kross, aber nicht zu viel, und die Beilagen (Kartoffel- und Gurkensalat) haben das Ganze perfekt abgerundet. Wirklich sensationell schmackhaft!

Linienstraße 13, 10178 Berlin

Borchardt

Wahrscheinlich hat jeder schon mal irgendwie von dieser Brasserie gehört, sei es weil hier jedes Jahr zur Berlinale die Stars und Sternchen ein und aus gehen oder weil das Essen vermeintlich hervorragend ist. Da ich ein ausgewiesener Wiener Schnitzel-Fan bin und dies eines der Signature-Gerichte des Borchardt ist, konnte ich nicht anders und wollte mal ausprobieren, wie Brad Pitt und George Clooney so speisen. Erstmal war ich überrascht wie unaufgeregt der Laden generell ist, denn an sich ist es wirklich ein ganz normales Restaurant. Und das Essen wurde dem Ruf wirklich gerecht – die Portion war üppig und das Schnitzel verdient sich eine Top-Note!

Französische Str. 47, 10117 Berlin

Abends

Holzmarkt

Und schließlich wollte ich noch einen „typisch berlinerischen“ Spot einbauen und da passt der Holzmarkt ganz hervorragend. Hierbei handelt es sich allerdings weniger um eine einzelne Location als ein kleines, alternatives Stadtquartier direkt an der Spree. Auf rund 12.000 Quadratmetern gibt es Restaurants, Biergarten, Café, Kultur- und Veranstaltungsorte, kleine Läden und viel Grün…

In einer Sommernacht gibt es für mich in Berlin wenig stimmungsvollere Orte als den Holzmarkt. Ihr könnt am Spreeufer sitzen, bei den diversen Buden etwas essen oder trinken, durch das Gelände schlendern und je nach Termin einen Markt, ein Konzert oder eine Veranstaltung mitnehmen.

Holzmarktstraße 25, 10243 Berlin-Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg

Ein 3-Tages-Plan für einen Berlin-Besuch

Um euch mal eine grobe Idee mit an die Hand zu geben, wie ihr euren Aufenthalt in Berlin planen könnt, habe ich hier einen Plan für drei Tage zusammengestellt:

Tag 1 – Historisches Zentrum & Regierungsviertel

Vormittag

  • Brandenburger Tor
  • Reichstag
  • Holocaust-Mahnmal
  • Unter den Linden
  • Gendarmenmarkt

Nachmittag

  • Bebelplatz
  • Berliner Dom
  • Museumsinsel von außen
  • Hackesche Höfe
  • Alexanderplatz
  • Fernsehturm von außen

Abend

  • Spreeufer

Tag 2 – Berliner Mauer & Kreuzberg

Vormittag

  • Gedenkstätte Berliner Mauer
  • East Side Gallery

Nachmittag

  • Kreuzberg
  • Checkpoint Charlie
  • Potsdamer Platz

Abend

  • Kreuzberg / Oranienstraße

Tag 3 – West-Berlin & Schloss Charlottenburg

Vormittag

  • Schloss Charlottenburg
  • Kurfürstendamm
  • Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
  • KaDeWe

Nachmittag

  • Tiergarten
  • Siegessäule
  • Straße des 17. Juni
  • Bellevue
  • Spreeufer / Regierungsviertel

Abend

  • Brandenburger Tor bei Dunkelheit
  • Unter den Linden bei Dunkelheit

Shoppen in Berlin

Berlin ist zum Shoppen fast so vielseitig wie beim Essen: Neben großen Einkaufsstraßen und Kaufhäusern gibt es kleine Boutiquen, Secondhandläden, Concept Stores und jede Menge ungewöhnliche Geschäfte.

Hier sind einige Tipps für Läden und Einkaufsstraßen, bei denen sich ein Einkaufsbummel in Berlin besonders lohnt:

KaDeWe – Kaufhaus des Westens

Das KaDeWe, kurz für Kaufhaus des Westens, liegt an der Tauentzienstraße direkt am Wittenbergplatz und gehört seit mehr als 100 Jahren zu den bekanntesten Kaufhäusern Berlins! Auf rund 60.000 Quadratmetern und acht Etagen bekommt ihr von Mode und Beauty über Wohnen bis hin zu internationalen Luxusmarken so ziemlich alles, was man in einem großen Warenhaus erwarten kann.

Besonders lohnenswert ist die Sechste, die legendäre Feinkost- und Gastronomieetage mit zahlreichen Restaurants, Bars und Food Countern – von Austern und Champagner bis zu internationalen Gerichten.


Am einfachsten erreicht ihr das KaDeWe mit der U-Bahn bis Wittenbergplatz, von dort sind es nur wenige Schritte. 

Die Hackesche Höfe

Mitten in Berlin-Mitte liegen die Hackeschen Höfe und bilden mit ihren acht Innenhöfen das größte geschlossene Hofareal Deutschlands. Die 1906 eröffneten Höfe wurden nach dem Zweiten Weltkrieg und während der DDR-Zeit zunehmend vernachlässigt, nach der Wende aufwendig restauriert und sind heute eine Mischung aus Geschäften, Cafés, Restaurants, Kultur und Wohnungen.

Beim Shopping findet ihr hier vor allem kleinere, individuelle Läden mit Mode, Schmuck, Accessoires, Design und Berliner Labels – also einiges abseits der üblichen Einkaufsstraßen.


Mit der S-Bahn bis Hackescher Markt seid ihr praktisch direkt vor Ort. Auch die U-Bahn-Station Weinmeisterstraße ist nur wenige Gehminuten entfernt. 

Gibt es saisonale Events? Was kann ich wann erwarten?

In Berlin gibt es im Laufe des Jahres einige besondere Events und Feste, die ihr vielleicht bei einer geplanten Reise beachten einbauen könnt bzw. beachten solltet:

Berlinale – Internationale Filmfestspiele Berlin – Februar

Rund elf Tage lang dreht sich in Berlin alles um Kino: Internationale Filme feiern Premiere, bekannte Schauspieler und Regisseure kommen in die Stadt und zahlreiche Filme werden in verschiedenen Kinos gezeigt. Das Zentrum des Festivals liegt rund um den Potsdamer Platz, wo sich auch der Berlinale Palast mit dem berühmten roten Teppich befindet. Auch als normaler Besucher könnt ihr Tickets für viele Vorführungen kaufen.

DFB-Pokalfinale – Mai

Das große Endspiel um den deutschen Fußball-Pokal findet jedes Jahr im Berliner Olympiastadion statt und verwandelt Berlin für ein Wochenende in eine Fußballstadt.

Fête de la Musique – 21. Juni

Zum Sommeranfang wird ganz Berlin zur Bühne: Auf Straßen, Plätzen, in Parks, Bars und Kneipen gibt es Konzerte, die meisten davon kostenlos.

Classic Open Air – Juli

Mehrere Abende lang gibt es klassische Musik unter freiem Himmel auf dem Gendarmenmarkt – mit Orchester, Solisten und aufwendiger Lichtinszenierung.

Christopher Street Day (CSD) – Juli

Große Demonstration und Straßenfest für die Rechte und Sichtbarkeit der queeren Community mit Musik, Trucks, DJs und hunderttausenden Teilnehmern.

Lange Nacht der Museen – August

Zahlreiche Museen öffnen bis weit nach Mitternacht und bieten neben Ausstellungen auch Sonderführungen, Konzerte und andere Veranstaltungen.

Berlin-Marathon – September

Einer der größten Marathonläufe der Welt mit einer Strecke durch die Berliner Innenstadt und hunderttausenden Zuschauern entlang der Strecke.

Fun Facts zu Berlin

  • Berlin hat tatsächlich Bären im Stadtbild – allerdings natürlich als Wappenfigur. Woher der Name Berlin genau kommt, ist dagegen nicht eindeutig geklärt. Die oft erzählte Geschichte, der Name stamme vom Bären, gilt als volkstümliche Erklärung.
  • In Berlin gibt es rund 1.100 Brücken, während Venedig auf ungefähr 400 kommt. Viele davon führen über die Spree, Kanäle oder Bahnanlagen.
  • Herta Heuwer soll die Currywurst 1949 an ihrem Imbiss in Charlottenburg erfunden haben. Heute werden in Berlin jedes Jahr ungefähr 70 Millionen Portionen gegessen.
  • Der moderne Döner kommt ebenfalls aus Berlin: In den 1970er-Jahren wurde hier die Variante mit Fleisch, Salat und Soße im Fladenbrot populär, wie wir sie heute kennen. Berlin hat inzwischen mehr als 1.600 Dönerläden.
  • Nach der Wiedervereinigung sollte das ostdeutsche Ampelmännchen durch das westdeutsche ersetzt werden. Proteste verhinderten das – heute steht der kleine Mann sogar für ein Stück Berliner Stadtgeschichte.
  • Entlang der Chausseestraße in Mitte findet ihr rund 50 kleine Messing-Kaninchenplatten im Gehweg. Die „Mauerhasen“ erinnern an die Kaninchen, die früher auf dem Todesstreifen zwischen den beiden Mauern lebten.
  • Auf dem Tempelhofer Feld könntet ihr eigentlich mitten auf einer Startbahn spazieren: Das ehemalige Flughafengelände ist heute eine riesige öffentliche Freifläche. Die alten Start- und Landebahnen werden inzwischen zum Radfahren, Skaten, Joggen und Spazieren genutzt.
  • Der rund 120 Meter hohe Teufelsberg besteht aus etwa 26 Millionen Kubikmetern Trümmerschutt des Zweiten Weltkriegs. Zwischen 1964 und 1972 gab es dort sogar einen Skihang mit Skilift und Sprungschanze.
  • Mit rund 892 km² ist die Stadt fast neunmal so groß wie Paris. Von Ost nach West sind es bis zu 45 Kilometer, von Nord nach Süd etwa 38 Kilometer.
  • In Berlin bestellt ihr keine Berliner: Das, was in anderen Teilen Deutschlands „Berliner“ heißt, nennt man hier Pfannkuchen. Ein Brötchen wird zur Schrippe, und beim Berliner Dialekt wird aus „G“ gerne einmal ein „J“.
  • Die Stadt ist polyzentrisch, also auf mehrere Zentren verteilt. Deshalb fühlen sich Gegenden wie Mitte, Charlottenburg, Kreuzberg oder Köpenick teilweise wie eigene kleine Städte an.
  • Die Berliner Technokultur wurde inzwischen sogar in das immaterielle Kulturerbe der UNESCO aufgenommen.
  • Berlin hat drei Opernhäuser: Staatsoper Unter den Linden, Deutsche Oper und Komische Oper machen Berlin zu einer der wenigen Städte weltweit mit gleich drei großen Opernhäusern.