Reisetipps Deutschland – München

  • München gilt als die Weltstadt mit Herz. Sie ist zwar durchaus groß, aber trotzdem irgendwie erstaunlich klein.

  • Man kann unheimlich viel zu Fuß entdecken, vor allem der Innenstadtbereich ist sehr kompakt.

  • Highlights wie der Marienplatz, die Frauenkirche, der Stachus, der Königsplatz oder der Englische Garten machen München zu einer extrem sehenswerten Stadt.

  • Der Olympiapark ist ein eigenes, besonderes Highlight und ein absolutes MUSS.

  • München ist zudem meine Heimatstadt, insofern kann ich hoffentlich viele gute (Insider-)Tipps geben.

Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?

Impressionen aus München – ein kleines „Best-of“

Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps

Wie oben schon erwähnt bin ich in und um München aufgewachsen. Dementsprechend besitzt München auch mein Herz, aber ganz objektiv gesehen (sofern das möglich ist), ist München tatsächlich eine wunderschöne Stadt.

Es gibt historische, besondere, sowie auffällige Bauwerke, viele Grünflächen und weitläufige Parks, viel Unterhaltung, leckeres Essen, wunderbare Traditionen und ein großartiges Umland. Es gibt viel zu erleben…

  • Generell
    München ist die Landeshauptstadt von Bayern. Mit knapp 1,5 Millionen Einwohnern ist sie die drittgrößte Stadt Deutschlands.
  • Welche „wichtigen“ Stadtteile gibt es in München?
    In München gibt es insgesamt 25 Stadtteile, aber logischerweise nicht alle sind touristisch interessant. Hier wären die meiner Meinung nach schönsten:
    – Altstadt – Lehel -> die Altstadt
    – Ludwigsvorstadt – Isarvorstadt ->  Theresienwiese, Glockenbachviertel
    – Maxvorstadt -> Königsplatz, Siegestor
    – Schwabing – West -> Schwabing
    – Au-Haidhausen ->
    – Sendling -> schönster Isarbereich Flaucher
    – Neuhauen-Nymphenburg -> Schloss Nymphenburg
    – Schwabing-Freimann -> Englischer Garten, Münchner Freiheit
    – Milbertshofen-Am Hart -> Olympiapark
    Muss man sich diese Stadtteile merken? Nein! Aber es wird zum Beispiel fälschlicherweise oft pauschal vom Stadtteil „Schwabing“ gesprochen, wenn man den Norden der Altstadt meint. Das ist allerdings nicht korrekt, denn direkt nördlich von der Altstadt liegt die Maxvorstadt. Und dann kommt Schwabing -West auf der einen und Schwabing-Freimann auf der anderen Seite.
  • Wieviel Zeit sollte man einplanen?
    Sehr sehr schwer, denn das Umland von München ist mindestens genauso attraktiv wie München selbst. Man kann ja zB problemlos Schloss Neuschwanstein per Tagesausflug von München aus besichtigen. Oder aber das wunderschöne „Fünf-Seen-Land“ liegt nur ca. 35 Minuten per S-Bahn entfernt.
    Für München selbst würde ich drei Tage ansetzen. Es geht natürlich auch schneller, aber München hat definitiv viel zu bieten.
  • Wie kann ich meinen München-Besuch planen?
    Meine gerade erwähnten drei Tage würde ich wie folgt einteilen:
    Tag 1 – Altstadt
    Tag 2 – Schloss Nymphenburg, Olympiapark, BMW Museum
    Tag 3 – Theresienwiese (inkl. Bavaria), Englischer Garten, Allianz Arena oder Bavaria Filmstadt, Werksviertel
    Die Programmpunkte an Tag drei sind flexibel, aber diese Sehenswürdigkeiten könnte man hier einbauen.
    Hinzu kommen dann eben noch die Tagesausflüge!
  • Wie bewege ich mich in München?
    Wie bereits erwähnt kann man sehr viel zu Fuß machen. Den kompletten Altstadtbereich kann man problemlos ablaufen, alles ist sehr kompakt und die Sehenswürdigkeiten reihen sich quasi wunderbar aneinander.
    Locations wie das Schloss Nymphenburg, den Olympiapark, die Allianz Arena, das Werksviertel oder die Bavaria Filmstudios sollte man per öffentlichen Verkehrsmitteln anfahren.
  • Wie nutze ich die S- & U-Bahn in München?
    Ganz ehrlich, ich finde das Tarifsystem der MVG (Münchner Verkehrsgesellschaft) nicht gut. Es ist nicht leicht verständlich und die Menüführung an den Automaten ist ebenfalls nicht intuitiv. Ich habe zB schon x-mal Touristen geholfen, weil sie sichtlich nicht weitergekommen sind.
    Zunächst einmal findet man hier die entsprechende Übersicht.  Wie gesagt, für den Altstadtbereich braucht man (eigentlich) keine öffentlichen Verkehrsmittel. Für meine oben angegebenen Tag 2 und Tag 3 würde ich jeweils ein Tagesticket nehmen. Hierbei hat man dann alle Fahrten zu den entsprechenden Locations inklusive und muss sich keine Gedanken mehr machen.
    WICHTIG! Bereits ab zwei Personen lohnt sich das Gruppenticket, denn dann kommt man schon günstiger als bei zwei Einzel-Tagestickets.
  • Gibt es eine besondere Trambahn?
    Ja! Hier habe ich einen besonderen Tipp, denn wer die Innenstadt von München schnell und unkompliziert kennen lernen möchte, der sollte sich einfach die Tramlinie 19 setzen und eine Stadtrundfahrt light genießen. Hier geht es vom Hauptbahnhof vorbei am Justizpalast zum Stachus, von dort weiter über den Promenadeplatz zum Max-Joseph-Platz (Oper & Residenz), um dann entlang der Maximilianstraße zum Wiener Platz zu gelangen. Man kann bei dieser Fahrt auch aussteigen, bummeln und in eine der nächsten Trambahnen wieder einsteigen. Die Einzelfahrkarte kann dabei weiterverwendet werden, solange die Höchstfahrzeit von 2 Stunden noch nicht überschritten ist und es sich nicht um eine Rückfahrt handelt. Von 6 – 22 Uhr kommt die Tram 19 im Zehn-Minuten-Takt.
  • Wie kann ich mir Fahrräder in München ausleihen?
    Ich finde Fahrräder sind vor allem für den Englischen Garten eine fantastische Option, denn der Park ist riesig und extrem weitläufig. Mit dem Fahrrad kann man hier eine richtig schöne, kleine Tour machen. Aber auch sonst, sind Fahrräder eine prima Variante, zB im Olympiapark.
  • Muss ich Tickets für Attraktionen vorab buchen? 
    Nicht wirklich. Außer Tickets für Spiele des FC Bayern München in der Allianz Arena kann man auch alles spontan buchen. Was man eventuell buchen könnte, wenn man möchte, ist eine Tour durch das Rathaus. Aber selbst diese Tickets gab es meistens noch spontan.
  • Lohnt sich eine Hop on/Hop off-Bus-Tour?
    In diesem Fall definitiv! Ich finde diese Tour ist richtig gut aufgebaut und deckt das wichtigste ab. ABER, man sollte auf jeden Fall die orangene UND die grüne Route buchen. Gerade weil die orangene Tour Nymphenburg und den Olympiapark inkludiert ist diese Tour so gut. Tickets und Informationen gibt es hier.
  • Gibt es neben dem Oktoberfest ein weiteres besonderes Event in München?
    Ich finde ja! Und zwar das Sommer-Tollwood, welches zwischen Ende Juni und Ende Juli im Olympiapark stattfindet. Ein großartiges Festival mit viel Musik, Kunst, Handwerk und noch mehr Essen & Trinken. Unter Insidertipps gibt es noch ein paar mehr Informationen.

Die besten Spots in München

Folgend nun die verschiedenen Spots und Sehenswürdigkeiten von München mit Erklärungen und Infos zu dem jeweiligen Besuch.

Von der Reihenfolge der Attraktionen habe ich im Zentrum von München, also der Altstadt, begonnen und bin anschließend langsam immer weiter nach außen gegangen. Ich würde daraus nicht unbedingt eine Wertigkeit ableiten, denn einige der besten Sehenswürdigkeiten befinden sich NICHT mitten in der Stadt.

Ganz am Ende habe ich noch ein einen möglichen Stadtrundgang zusammengebaut, bei dem man die besten Orte der Reihe nach besichtigen kann.

Ein persönlicher Hinweis: Ich bin kein Museum-Fan! Dementsprechend ist dieser Part hier sicherlich (gegenüber der allgemeinen Meinung) etwas unterrepräsentiert.

Marienplatz & Rathaus

Beginnen wir im Zentrum von München und mit einer der meist besuchten Sehenswürdigkeiten: dem Marienplatz mit samt dem (neuen und alten) Rathaus. Auf fast halber Strecke zwischen den beiden Stadttoren Karlstor (Stachus) und dem Isartor befindet sich das Herz von München – ein wunderschöner Platz!

Marienplatz

Den Marienplatz gibt es bereits seit der Gründung Münchens – also seit 1158!

Er wird umrahmt von einigen namhaften Geschäften und Kaufhäusern, sowie dem alten und dem neuen Rathaus und ist ein ausgesprochen lebhafter und beliebter Spot in München. Selbst die Locals – so wie ich – lieben „ihren Marienplatz“. Ich war schon zigmal dort und fotografiere doch fast jedes Mal aufs Neue diese wunderschöne Location.

Voll wird es speziell um 11 Uhr und 12 Uhr, plus von März bis Oktober zusätzlich um 17 Uhr, wenn das Glockenspiel am Neuen Rathaus beginnt. Dann drehen sich für ca. drei Minuten die 32 Figuren und die 43 Glocken klingeln passend dazu.

Um 21 Uhr gibt es mit 2 Minuten noch eine kürzere Version.

Ein schönes Wahrzeichen und ein ausgesprochen gutes Fotomotiv ist noch der Fischbrunnen auf der östlichen Seite.

Das alte Rathaus ist dann noch einen kleinen Schwenk weiter im Osten des Marienplatzes. Der Turm ist heute mittlerweile in Spielzeugmuseum.

Das neue Rathaus

Dieses neugotische, vom Brüsseler Rathaus inspirierte, Bauwerk wurde 1906 fertig gestellt – ich finde ganz ehrlich, dass es sogar noch etwas älter aussieht.

Der Rathausturm ist stolze 85 Meter hoch und kann sogar besichtigt werden! Hierbei bucht man 15-minütige Zeitslots zur Aussichtsplattform, was ich unbedingt empfehlen würde.  Tickets können hier gebucht werden – Kosten ca. € 6,50 pro Person. Unbedingt empfehlenswert!

Ansonsten wird im Rathaus ganz normal gearbeitet. Ca. 600 Angestellte verteilen sich auf erstaunliche 400 Räume.  Und trotzdem kann man das Rathaus richtig gut besichtigen. Die Gewölbegänge und -treppenaufgänge alleine sind schon klasse, aber die Juristische Bibliothek aus dem Jahr 1905 ist ein erstaunlich unbekanntes Highlight. Mit einer Höhe von 10 Metern, den vergoldeten Wendeltreppen und sehr viel Marmor ist das neue Rathaus einfach eine Top-Attraktion in München. Führungen durch das neue Rathaus kann man hier buchen.

St. Peter

Nur wenige Meter vom Marienplatz entfernt, befindet sich die Münchner Antwort auf das Empire State Building, und zwar die Kirche St. Peter oder auch liebevoll der „Alte Peter“ genannt.

Die älteste Pfarrkirche Münchens (daher auch der Spitzname) verfügt nämlich über einen 91 m hohen Glockenturm und eine Besucherplattform auf 56 m mit einer großartigen Aussicht auf den Marienplatz, die Frauenkirche oder auch auf den Viktualienmarkt.

Die Sache hat nur einen kleinen Haken, denn einen Aufzug gibt es nicht, weshalb man sich die tolle Aussicht durch das Bewältigen von 306 Stufen im durchaus engen Treppenhaus verdienen muss.

Für mich als Fotograf besonders schön, es handelt sich um eine offene Plattform, sprich „nur“ mit einem Schutzgitter und eben keiner Verglasung. Dadurch sind richtig tolle Aufnahmen möglich, vor allem bei gutem Wetter. Mit viel Glück kann man von hier sogar die Alpen erkennen.

Der Turm ist ganzjährig jeden Tag geöffnet und der Eintritt kostet ca. € 5 pro Person.

Viktualienmarkt

Wieder nur wenige Schritte weiter, erreicht man das kulinarische Herz Münchens, und zwar den traditionsreichen Viktualienmarkt. Hier gleich eine kurze Info hinsichtlich der Aussprache, damit man nicht gleich als Tourist entlarvt wird, denn das „V“ wird wie ein „F“ ausgesprochen, sprich Fiktualienmarkt.

Warum heißt der Viktualienmarkt wie er heißt?

Das Wort Viktualien leitet sich aus dem lateinischen Victus ab, welches Lebensmittel bedeutet. Und da die festen Stände (es gibt auch wechselnde Standpächter) auf dem Viktualiemarkt alle Lebensmittel anbieten, macht dieser definitiv Sinn.


Ursprünglich handelte es sich um einen echten Bauernmarkt, heute gilt der Viktualienmarkt aber eher als gute Adresse für Feinschmecker und Delikatessen. Nicht gerade günstig, aber wirklich leckeres Essen. Ich würde empfehlen ein bisschen Zeit mitbringen, um dann einfach mal über den Platz zu schlendern und hier und da ein paar Köstlichkeiten probieren.

Das für mich besondere Merkmal ist die Gestaltung des Marktes zum einen mit den kleinen Hütten für die über 100 Händler und zum anderen mit dem wunderbar atmosphärischen Biergarten im Zentrum des Viktualienmarkts. Zwischenzeitlich wurden auch viele Bänke gebaut und zusätzliche Pflanzenkästen angelegt, so dass man hier richtig gut entspannen und genießen kann.

Beachten sollte man unbedingt noch den Maibaum inmitten des Biergartens!

Die Öffnungszeiten des Viktualienmarktes sind von Montag bis Samstag ab 8 Uhr bis 20 Uhr. Gerade früh morgens, wenn noch nicht allzu viel los, ist es herrlich die frischen Waren zu „beschnuppern“.


Sollte man zur Faschingszeit in München sein, ist der Tanz der Marktweiber am Faschingsdienstag ein Pflichttermin.

Frauenkirche

Weiter geht es zu einer Top-Sehenswürdigkeit in München, und zwar zur Frauenkirche oder um genau zu sein, zur Domkirche „Zu Unserer Lieben Frau“, dies ist nämlich ihr offizieller Name. Die beiden Zwiebeltürme sind ein wesentlicher Bestandteil der Münchner Skyline und dementsprechend sprechen wir hier auch von einem echten Münchner Wahrzeichen. 

Für mich ist die Frauenkirche vor allem eines, und zwar „under construction“. So lange ich mich erinnern kann, wird irgendwie immer an der Fassade gearbeitet. Aber seit 2022 soll damit erstmal Schluss sein und vor allem die gefühlt unendlichen Arbeiten am Südturm sind endlich abgeschlossen. 

Apropos Südturm, dieser ist tatsächlich satte 12cm kleiner als der Nordtum (98,45 m gegenüber 98,57 m), dafür ist der Südturm für Besucher zugänglich. Die dortige Turmstube erreicht man in zwei Schritten: Erst über eine Wendeltreppe mit 86 Stufen und von dort geht es dann per Aufzug ganz nach oben. Aus den 16 Fenstern (nicht ganz ideal für Fotografen) hat man auf knapp 90 Metern eine wunderschöne Aussicht mitten in der Altstadt von München. 

Im Übrigen befinden sich im Südturm insgesamt sieben Glocken, während sich im Nordturm nur drei Glocken hängen. Scheint ein ewiger Wettkampf zwischen den beiden zu sein… 

Da in der Münchner Innenstadt im Übrigen nicht über 100 Meter gebaut werden darf, ist die Frauenkirche das höchste Gebäude und damit auch eigentlich überall in München sehr gut sichtbar.  

Der Innenraum ist dann fast überraschend schlicht und unaufgeregt. Mit einer Höhe von 37 Metern, den mächtigen weißen Pfeilern und den bunten Fenstern wirkt die Frauenkirche aber dennoch sehr beeindruckend. Immerhin finden hier bis zu 2.000 Menschen Platz. 

Am westlichen Eingang findet man noch ein sehr auffälliges Denkmal, und zwar handelt es sich dabei um das Grabmal Ludwigs von Bayern (verstorben 1347).

Und abschließend noch eine lustige Geschichte, und zwar findet man in der Eingangshalle einen einzelnen Fußabdruck. Dieser soll der Legende nach dem Teufel gehören, der genau an dieser Stelle stehend mit dem Baumeister gewettet haben soll, dass man in der Frauenkirche keine Fenster sieht. An der besagten Stelle ist das aufgrund der vielen, verdeckenden Säulen tatsächlich auch so, aber sobald man einen Schritt nach vorne geht, ändert sich das. Genau so erging es dem Teufel und als er bemerkte, dass er hineingelegt wurde, verwandelte er sich in den Wind. So sagt man, denn die Frauenkirche umgibt wirklich immer ein spürbares Lüftchen.        

Die Frauenkirche ist täglich von 10 bis 17 Uhr (sonn- und feiertags ab 11:30 Uhr) geöffnet und der Eintritt zum Südturm kostet € 7,50. 

Stachus / Karlsplatz

Der Stachus, oder Karlsplatz wie er eigentlich offiziell heißt, ist gefühlt weniger eine Sehenswürdigkeit als ein beliebter Treffpunkt in München.

Für mich als Kind war der Stachus vor allem immer im Sommer wegen des runden Brunnen ein echtes Highlight. Wenn man von den Eltern (nach einem Eis) die Erlaubnis bekommt durch die Wasserfontänen zu rennen, ist das einfach nur ein großer Spaß. Und genau das ist es, am Stachus sitzt man, schaut und trifft sich.

Generell ist eigentlich immer richtig viel los am Stachus. Zum einen ist es ein Verkehrsknotenpunkt (S- & U-Bahn und Tram haben hier eine Haltestelle und auch die stark befahrene Sonnenstraße führt direkt hier vorbei) und zum anderen ist es Startpunkt für das Einkaufserlebnis München. Hier beginnt nämlich – hinter dem Karlstor – die größte Einkaufsstraße Münchens, und zwar zuerst die Neuhauser Straße, die dann in Kaufinger Straße übergeht. Im Volksmund spricht aber nur von der Kaufinger Straße. 

Direkt am Stachus befinden sich zudem die umsatzstärkste McDonald’s-Filiale Deutschlands und mit dem Hugendubel der beliebteste Buchladen Münchens (zwei weitere Filialen findet man am Marienplatz und an der Leopoldstraße)! 

Das Karlstor ist im Übrigen eines von drei noch verbliebenen Münchner Stadttoren. Die anderen beiden (Sendlinger Tor und Isartor) erkläre ich weiter unten. Früher hieß es außerdem Neuhauser Tor (siehe Neuhauser Straße weiter oben), weil die Straße von hier Richtung Westen nach Neuhausen (jetzt ein Münchner Stadtteil) führt(e). 


Insidertipp: Ganz in der Nähe des Stachus befindet sich leicht nördlich der Wittelsbacher Brunnen, der für mich eines der schönsten Fotomotive in der Altstadt ist. Unbedingt man kurz vorbeischauen! 

   

Sendlinger Tor

Wie oben gerade erwähnt ist das Sendlinger Tor ein weiteres der drei verbliebenen Stadttore Münchens. Nur 500 m trennen das Karlstor vom Sendlinger Tor.

Früher hatte das Sendlinger Tor mit seinem Vorplatz keinen ganz „so guten Ruf“, aber die Zeiten sind erfreulicherweise vorbei. Es wurde zuletzt extrem viel umgebaut, sowohl an der U-Bahn-Station am Sendlinger-Tor-Platz, als auch rund um den Brunnen samt Fontäne auf der anderen Seite der stark befahrenen Sonnenstraße, wodurch das Sendlinger Tor an sich endlich wieder glänzen kann.

Der Brunnen ist im Übrigen im Sommer ein schöner Treffpunkt, denn die Atmosphäre, rund um das mit 18 m Durchmesser wirklich große Becken, ist sehr angenehm. Die Fontänen erreichen sogar eine Höhe von ca. 3,50 m!

Ich mag das aus dem 14te Jahrhundert stammende Sendlinger Tor sehr gerne, vor allem wegen der beiden massiven Türme, die über einen schönen imposanten Torbogen verbunden sind.

Ebenfalls ein prima Tipp ist das Filmtheater am Sendlinger-Tor-Platz, denn hierbei handelt es sich um ein traditionsreiches Münchner Kino aus dem Jahre 1913. Vor allem die großen Filmplakate an der Fassade sind immer ein echter Hingucker.

Isartor

Und schließlich wäre da noch das dritte Stadttor Münchens: das Isartor. Ganz objektiv könnte man sagen, dass es sich hierbei sogar um das schönste der drei Tore handelt, schließlich ist das Isartor viel mehr, als nur ein Eingangsportal. Schon alleine wenn man davor steht, erkennt man, dass die Ausmaße deutlich größer sind, da hier nicht nur die Vortore erhalten sind, sondern sogar auch noch der Hauptturm.

Untereinander sind diese durch mehrere Mauern und Torbögen verbunden, wodurch sich ein geräumiger Innenhof ergibt. Dieser wird gerade zur Adventszeit zu einem geselligen Treffpunkt, denn dann gibt es hier Feuerzangenbowle aus einem riesigen Kessel – eine wirklich großartige Empfehlung!

In den beiden Türmen befindet sich mittlerweile das so genannte Valentin-Karlstadt-Musäum – ein irgendwie seltsamer Name, aber dieses Museum ist dem Münchner Komiker Karl Valentin gewidmet.


Außerdem gibt es noch eine echte Besonderheit am Isartor. Und zwar zieren den Hauptturm jeweils auf beiden Seiten große Zifferblätter. Bei genauerem Hinsehen stellt man fest, dass hier etwas nicht stimmt, ohne vielleicht sofort zu wissen, genau hier seltsam ist. Die Auflösung ist kurios, denn auf der einen Seite laufen die Zeiger ganz normal im Uhrzeigersinn, drehen sich die Zeiger auf der anderen Seite spiegelverkehrt. Zudem ist das Zifferblatt umgekehrt aufgezeichnet.

Hintergrund, man munkelt, dass es sich auf die etwas scherzhafte Aussage bezieht, dass „in Bayern die Uhren etwas anders gehen“.

Königsplatz

Jetzt kommen wir zum ersten griechisch inspirierten Bauwerk, von denen es in München tatsächlich einige gibt. Allerdings muss man sagen, dass es bei kaum einem so offensichtlich ist, wie beim Königsplatz samt den umliegenden Gebäuden.

Für mich war der Königsplatz vor vielen Jahren eine echte Überraschung, denn meine Berufsschule war hier direkt ums Eck und als ich mit 20 Jahren das erste Mal in der Mittagspause dieses wunderschöne Gebäude besucht habe, konnte ich es kaum glauben, dass es in München eine solch faszinierendes, architektonisches Highlight gibt.

Kurzer historischer Exkurs: Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Königsplatz mit seinem imposanten Säulentor nach dem Vorbild der weltbekannten Akropolis in Athen erbaut.

Aber der Königsplatz besteht aus insgesamt drei Gebäuden:

  • das oben angesprochen Tempeltor (genannt Propyläen),
  • der Glyptothek (in diesem Museum gibt es alt-griechische und römische Statuen) und
  • die staatlichen Antikensammlungen (hier kann man römische und griechische Kleinkunst wie Schmuck und Vasen bestaunen).

Diese drei Gebäude sind wie ein großes U angeordnet und dazwischen befindet sich eine riesige Freifläche mit einer sympathischen Pflastersteinstraße und einer gemütlichen Wiese. Und genau dieser Bereich macht den Charme des Königsplatzes  aus, denn gerade abends taucht die untergehende Sonne den Bereich rund um die Glyptothek in ein warmes Licht und lädt zum Entspannen ein. Tagsüber findet man hier auch viele Sonnenanbeter, die dem Trubel aus dem Englischen Garten entfliehen möchten.

Generell ist der Königsplatz für mich einer der schönsten Spots in ganz München und eine oftmals unterschätze Sehenswürdigkeit. Sowohl die Ausmaße, als auch die Architektur finde ich außerordentlich spannend. Dazu können sich Fotografen hier richtig austoben, Motive und besondere Perspektiven gibt es ohne Ende.


Darüber hinaus finden auf dem Königsplatz auch immer Veranstaltungen wie zB  Open-Air-Kino, Demonstrationen, Sportevents oder Konzerte statt. Hier lohnt es sich im Vorfeld mal zu recherchieren.


Für Kunstinteressierte gibt es hinter dem Königsplatz noch  das Lenbachhaus, in dem es viele Kunstwerke, wie zB die größte Sammlung der „Blauen Reiter“, zu entdecken gibt.

Nationaltheater

Auch wenn man vielleicht kein Opernfan ist, so ist das Nationaltheater am Max-Joseph-Platz dennoch ein beeindruckendes, architektonisches Highlight in München. Hier befindet sich nämlich immerhin eine der größten Opernbühnen der Welt (ca. 2.500 qm) und es ist Platz für ungefähr 2.100 Zuschauer!

Als Spielort der bayerischen Staatsoper gibt es hier immer wieder prestigeträchtige Uraufführungen, Premieren oder Konzerte. 

Hinweis: Links neben dem Nationaltheater befindet sich das Residenztheater – diese beiden werden oftmals miteinander verwechselt. 

Odeonsplatz

Wenn man vom Max-Joseph-Platz rechts in die Residenzstraße einbiegt und ihr nur ein paar Meter folgt, gelangt man in den gefühlt italienischen Teil Münchens, und zwar zu einem der schönsten Plätze in ganz München. Jedes Mal wenn ich mit Besuchern zum Odeonsplatz komme, staunen eigentlich alle, denn diese besondere Piazza, mit vielen einzelnen Sehenswürdigkeiten, haben die wenigsten direkt auf dem Schirm.   

Warum wird der Odeonsplatz immer mit Italien in Verbindung gebracht? 

  • Fangen wir mit dem auffälligsten Gebäude an: der Feldherrnhalle. Dieses prachtvolle Denkmal für die Bayerische Armee wurde 1844 errichtet und ist mit seinen drei riesigen Torbögen und den beiden mächtigen, bewachenden Löwen ein echter Blickfang. Die vielen Stufen sind oftmals ein willkommener Ruheort für viele Touristen und Fußgänger, vor allem auch, weil man von hier einen prima Blick auf die Ludwigstraße samt Siegestor (etwas weiter entfernt) hat. Und um auf Italien zurückzukommen, die Feldherrnhalle wurde der Loggia die Lanzi in Florenz nachempfunden.
  • Ebenfalls direkt am Odeonsplatz kann das vielleicht italienischste Café Münchens besuchen, und zwar im Tambosi. Dieses ist vor allem deshalb bekannt, weil die Terrasse, samt allen Tischen, nach Süden ausgerichtet ist und sich hier viele Gäste den ersten Outdoor-Café zu den ersten Sonnenstrahlen des Jahres gönnen. Das Tambosi könnte man so problemlos auch in Mailand finden.
    Side-Fact: Der Gründer des Cafés, Luigi Tambosi pachtete die Location bereits 1810 – man kann also von einem echte Traditionshaus sprechen. 
  • Rechts neben der Feldherrnhalle (wenn man davor steht) sieht man die aufgrund der gelben Farbe ohnehin schon auffällige Theatinerkirche, welche im 17ten Jahrhundert im Stile des italienischen Spätbarocks gebaut wurde. Aber nicht nur die Farbe ist besonders, sondern auch die Fassade ist ausgesprochen beeindruckend.          

   

Befindet sich ein Schloss am Odeonsplatz?

Ja, und zwar das größte Innenstadtschloss Deutschlands – die Residenz. Direkt gegenüber von der Theatinerkirche, sprich links von der Feldherrnhalle. Sie war von 1508 bis 1918 Wohn- und Regierungssitz der bayerischen Könige – das ist schon eine ordentliche Zeitspanne! 

Direkt an die Residenz grenzt der Hofgarten, der aber nicht zum Residenz-Museumskomplex gehört, sondern ein sehr beliebter, öffentlicher Rückzugsort in der Altstadt ist. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten sich entspannt hinzusetzen und die herrliche Anlage zu genießen. Plus der Dianatempel ist ein fantastisches Fotomotiv.  

Ein Klassiker: Boule spielen! 

Warum heißt der Odeonsplatz Odeonsplatz? Was ist ein Odeon?

Zuerst die Antwort auf die zweite Frage, die ich zufällig bei einem Tourguides während einer Stadtführung abgestaubt habe: Ein Odeon ist ein Gebäude für Musikaufführungen oder Ratsversammlungen. Ein solches gab hier zwar früher, dieses wurde aber im Krieg weitestgehend zerstört. Die Fassade konnte gerettet werden und das bayerische Innenministerium hat dort – hinter dem Reiterdenkmal von Ludwig I. – heute sein zu Hause.   

Ludwigsstraße, Siegestor & Leopoldstraße

Direkt am Odeonsplatz beginnt die prachtvolle Ludwigstraße und endet am majestätischen Siegestor. Auf der anderen Seite dieses mahnenden Bauwerks geht es dann mit der lebendigen Leopoldstraße weiter, die sich wie eine Verkehrsader – sogar noch über den mittleren Ring hinaus – durch den Norden Münchens zieht.     

Ludwigstraße

Die Ludwigstraße ist für mich eine sehr stolze Straße. Ich finde die flankierenden Gebäude sind sehr ausdrucksstark und kommen dabei sogar ohne die ganz großen Sehenswürdigkeiten aus. Irgendwann wird es etwas trübseliger, und zwar rund um die Universität und den Geschwister-Scholl-Platz herum. Ich würde definitiv empfehlen, das Teilstück vom Odeonsplatz zum Siegestor zu laufen, denn die verschiedenen Fassaden sollte man in Ruhe auf sich wirken lassen.

Siegestor

Und außerdem ist es irgendwie noch beeindruckender sich dem Siegestor ganz langsam zu nähern, um so die Ausmaße noch etwas mehr zu erkennen. Ich meine, das Siegestor ist wirklich gewaltig und auch wenn ich schon zigmal daran vorbei gefahren bin, so muss ich doch jedes Mal anhalten und ehrfürchtig staunen.     

Ich denke ja beim Siegestor immer an den Arc de Triumphe in Paris, aber es ist wohl dem Konstantinbogen in Rom nachempfunden. Durch die exponierte Lage – auf einer Verkehrsinsel – wirkt der 24 m breite und 21 m hohe Triumphbogen nochmal erhabener. Dieser Effekt wird außerdem durch die 6 m hohe Bavaria-Statue und die aus Löwen bestehende Quadriga auf dem Siegestor verstärkt. 

Hinzu kommt der Schriftzug auf Südseite des Siegestor, der nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges hinzugefügt wurde: „Dem Sieg geweiht, vom Krieg zerstört, zum Frie

Leopoldstraße & Münchner Freiheit

Der Übergang zur Leopoldstraße ist dann etwas seltsam, denn auch wenn die Leopoldstraße durchaus sehr stilvoll angelegt wurde, speziell zu Beginn, so kommt dann – vor allem zwischen Hohenzollernstraße und Münchner Freiheit eine echte Restaurant- und Partymeile.

Vorher finde ich den Walking Man aber extrem lustig. Ich kenne tatsächlich nur sehr wenige ähnliche Skulpturen in dieser Größenordnung und wundere mich oftmals, dass sie nicht mehr Beachtung findet. Die 17 m hohe und 16 Tonnen schwere Stahlkonstruktion ist immerhin die größte Skulptur Münchens! Ach ja, die „Schuhgröße“, der so locker dahin schlendernden Person, ist stattliche 2 m.

Die Münchner Freiheit ist dann quasi das Herz Schwabings. Es handelt sich um einen sehr belebten Platz mit vielen Cafés, Restaurants, Imbissbuden und unzähligen umliegenden Geschäften. Jede Straße, die zur Münchner Freiheit führt, ist gefühlt eine eigene, kleine Vergnügungsmeile (vor allem die Feilitzschstraße). 

Direkt am Hauptplatz gibt es auch ein Café Münchner Freiheit, vor welchem es das sehr sympathische Monaco Franze & Helmut Dietl Monument gibt, in Anlehnung an die Kultserie Monaco Franze aus den 80er Jahren.  

Der Name Münchner Freiheit rührt übrigens von der Widerstandsgruppe Freiheitsaktion Bayern, die 1945 zum Aufstand gegen NS-Diktatur aufgerufen hatte.   

Englischer Garten

Der Englische Garten ist einer der größten innerstädtischen Parks der Welt und sicherlich für viele überraschend sogar größer als der Central Park in New York. Zum Vergleich:

New York – Central Park: 341 Hektar

London – Hyde Park: 142 Hektar

München – Englische Garten: 375 Hektar

Die Münchner lieben ihre zentrale, grüne Oase und dementsprechend ist – speziell im Sommer – meistens richtig was los im Englischen Garten.

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind die einzigartigen Eisbachwelle, der tempelartige Monopteros auf einem Hügel, das Japanische Teehaus und der Kleinhesseloher See.


Im Münchner Jahreskalender gibt es im Englischen Garten auch immer ein paar bekannte und äußerst empfehlenswerte Ereignisse. Vor allem der Kocherlball, der  immer am dritten Sonntag im Juli in den frühen Morgenstunden (6 und 10 Uhr) am Chinesischen Turm stattfindet, ist ein echtes Highlight. Um diese Uhrzeit eine tolle Party zu erleben ist ein besonderer Spaß!
Dieser Trachtenball ist auf eine Tradition der Münchner Hausangestellten zurückzuführen, die sich vor der Arbeit zum Tanz trafen.

Parkanlage

Ich persönlich liebe den Englischen Garten. Zum einen weil er so groß und weitläufig  ist. Und zum anderen weil er vielfältig ist.

Am Schönsten ist es mit dem Fahrrad hier einfach ein wenig herumzufahren und überall man anzuhalten. Nicht unbedingt nur im Englischen Garten selbst, sondern auch am Rand, denn dort gibt es nämlich (siehe meine Karte oben) viele Kioske und Cafés, die den Ausflug wunderbar abrunden.

Vor allem der Biergarten am Chinesischen Turm ist natürlich ein Highlight. Ich meine, die Szenerie ist alleine schon spannend, denn eigentlich passen ein Biergarten und dieser aus dem Jahr 1789 stammende, 25 Meter hohe Pagodenbau nicht wirklich zusammen.

Auf der Schwabinger Seite gibt es mit dem Fräulein Müller Kiosk und dem Milchhäusl zwei Kultstätten, die ich für eine Pause zwischendurch in jedem Fall empfehle kann.

Außerdem ist der Kleinhesseloher See mit seinem Bootsverleih und Seehaus eine Bilderbuch-Kulisse.

Ansonsten ist der Englische Garten ein Freizeittraum. Wie schon gesagt, Fahrradfahren ist hier traumhaft, denn die Wege sind sehr schön angelegt, Jogger sieht man überall, auf den vielen Wiesen wird Fußball und Volleyball gespielt und im Sommer kann man hier selbstverständlich wunderbar Sonnenbaden. Für Abkühlung sorgt dann der erstaunliche frische Schwabinger Bach.

Monopterus

Ein Klassiker und eines der schönsten Fotomotive in München. Zum einen ist die Aussicht von diesem 1836 extra angelegten Hügel überragend und zum anderen ist der griechisch anmutende Rundtempel selbst einfach besonders sehens- und erlebenswert.

Vor allem früh morgens – mit der Sonne im Rücken, wenn noch nicht so viel los ist – ist der Ausblick natürlich phänomenal.

Zum Sonnenuntergang ist dann die Stimmung einfach nur großartig.

Eisbachwelle

Einer der außergewöhnlichsten Spots in München und eine ganz besondere Attraktion sind die Surfer an der Eisbachwelle. Oftmals kündigt sich diese Sehenswürdigkeit schon im Vorfeld an, nämlich dann wenn man einen Surfer mit seinem Surfbrett unterm Arm die Prinzregentenstraße entlang laufen sieht! Ein seltsam bizarres Bild, was aber sofort Sinn ergibt, wenn man einmal an der Eisbachbrücke steht und dieses Spektakel bewundert. Für mich ist es quasi unmöglich hier nicht stehen zu bleiben und mindestens einen kurzen Blick auf das Treiben auf der Flusswelle zu werfen.

Tatsächlich gilt die Eisbachwelle als weltweit konstanteste, größte und beste Flusswelle mitten in einer Großstadt. Genau aus dem Grund lockt sie auch viele Surfer aus den unterschiedlichsten Ecken an, nur um einmal hier – direkt neben dem Haus der Kunst und der bekannten Disko P1 – sein Können zu zeigen.

Wer jetzt aber direkt loslegen möchte: Vorsicht – hier dürfen nur geübte Surfer ran! Weniger Erfahrene können ihr Glück entweder an der Floßlände (nahe dem Tierpark Hellabrunn) oder bei der Dianabadschwelle (ein bisschen weiter den Eisbach hinauf – auch im Englischen Garten) versuchen.

ABER: Das Schwimmen und Baden ist im gesamten Eisbach nicht erlaubt, ebenso an der Floßlände. Dabei erfolgt das Surfen auf eigene Gefahr.

Friedensengel

Ungefähr einen Kilometer vom Eisbach Richtung Osten entfernt thront mit dem Friedensengel eines der bemerkenswertesten Denkmäler Münchens über der Stadt. 

Die 38 m hohe Statue ist nämlich ein Denkmal an die 25 Jahre Frieden nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 und wurde 1899 fertig gestellt. Zum hundertjährigen Jubiläum 1999 gab es eine gründliche Reinigung samt Restaurierung, weshalb der Engel seitdem wieder in frischem Glanz erstrahlt. 

Da sich das Denkmal auf einer Erhöhung befindet, hat man von der Aussichtsterrasse einen wunderbaren Blick auf den darunter liegenden Springbrunnen, die Luitpoldbrücke und die Prachtbauten der Prinzregentenstraße.  Ein wirklich großartiger Spot, vor allem auch abends, wenn die Sonne im Horizont untergeht. 

Fun Fact: Der Friedensengel wurde der Siegesgöttin Nike nachempfunden! 

Deutsches Museum

Früher als Kind war für mich das Deutsche Museum einer der Knaller in München. Auch nahezu jeder Besuch aus Deutschland wollte unbedingt ins Deutsche Museum. Mittlerweile hat sich das sicherlich etwas verändert und es gibt ein paar andere Highlights, die sich im Ranking nach vorne geschoben haben, aber erwähnen möchte ich das Deutsche Museum auf jeden Fall. 

Es gilt als mit seinen 20 Abteilungen als eines der größten naturwissenschaftlichen Museen weltweit. Das Faszinierende ist sicherlich wie praxisnah die verschiedenen Illustrationen gestaltet sind. Überall kann man drücken, drehen, Schalter betätigen oder etwas beobachten, alles wird sehr spielerisch erklärt. Dazu gibt es kostenlose Führungen und zahlreiche Vorführungen an oder mit den verschiedenen Exponaten. Deshalb denke ich auch, dass das Museum speziell für Familien ein extrem guter Ausflug ist. 

Ich muss allerdings gestehen, ich war lange nicht dort, obwohl ich das Museum bestimmt 5x besucht habe. 

BMW Museum & BMW Welt

Eines vorab, hier treffen bei mir eigentlich zwei Interessenslücken aufeinander, denn ich bin weder ein großer Autofan, noch gehe ich ausgesprochen gerne in Museen. Und dennoch hat mich, vor allem die BMW-Welt, sehr fasziniert. Ich meine, wir sprechen hier von der Marke BMW, ein ganz großer Teil des Münchner Stolzes! Sehr viele Freunde und Bekannte von mir arbeiten bei BMW und ich kenne noch mehr Leute, die voller Freude und Euphorie ihren nagelneuen BMW in der BMW-Welt abgeholt haben.

Um direkt vorab die sicherlich häufigste Frage zu klären: 

Was ist der Unterschied zwischen der BMW Welt und dem Museum?

  1. Es handelt sich um zwei verschiedene Gebäude / Bereiche.
  2. Der Eintritt in die BMW Welt ist kostenlos, während ein Ticket für das BMW Museum ca. € 12 kostet. Hier gibt es genauere Informationen.  
  3. Das BMW Museum behandelt vor allem die Marke BMW – von den Anfängen bis zur Gegenwart. Auf einer ca. 5.000 qm großen Ausstellungsfläche gibt es ca. 125 Autos (wie zum Beispiel das Originalauto aus dem James-Bond-Film „Der Morgen stirbt nie“ aus dem Jahre 1997), Motorräder und diverse Motoren zu bestaunen. 
  4. In der BMW Welt geht es ein bisschen mehr um die Gegenwart und die Marken-Familie BMW. Dazu gehören MINI, Rolls-Royce und auch BMW Motorrad.   

Das BMW Museum, welches aufgrund seiner Form auch liebevoll Weißwurstkessel genannt wird, wurde 1973 kurz nach den Olympischen Sommerspielen eröffnet. Von oben betrachtet ist auf dem Dach das BMW Logo zu erkennen.

Direkt daneben befindet sich die Konzernzentrale in dem „vierzylindrigen“ BMW Hochhaus.


In der BMW Welt ist die Architektur innen wie außen absolut bemerkenswert – vor allem der futuristische „Tornado“ direkt am Eingang ist ein kleines Kunstwerk. Dazu gibt es in der BMW Welt einen großen Shop und Spitzengastronomie.

Vor allem aber findet hier auch die Auslieferung von Neufahrzeugen statt. Die Käufer können hier ein besonderes Paket buchen und so ihren neuen Liebling quasi vom Fließband rollen sehen.

Olympiapark

Wer gedacht, dass München in Sachen Parks mit dem Englischen Park schon fertig ist, der hat sich aber mal so richtig getäuscht, denn der Olympiapark ist ein weiteres Münchner Highlight!

Die Auswahl an Möglichkeiten und Freizeitaktivitäten ist quasi unbegrenzt.  Wer zum Beispiel Sport treiben möchte, ist hier genau richtig. Ich kenne viele Münchner, deren sportliches zu Hause der Olympiapark ist. Hier kann man Joggen, Fahrrad fragen, Schwimmen, Tennis oder Fußball spielen und Vieles mehr. So findet zum Beispiel auch jedes Jahr ein Spartan Race (Hindernislauf) im ganzen Park statt, an dem ich schon mehrfach teilgenommen habe. Darüber hinaus gibt es natürlich die diversen Eventhallen und -bereiche, Sehenswürdigkeiten und Münchner Wahrzeichen.

Parkanlage

Entstanden ist der Olympiapark, wie der Name bereits verrät, anlässlich der Olympischen Sommerspiele im Jahre 1972. In ungefähr vier Jahren wurde der 850.000 qm große Park angelegt und mit über 3.000 Bäumen begrünt.

Außerdem ist der Olympiasee mit dem angrenzenden Olympiaberg natürlich ein schönes Highlight.

Eine weitere familienfreundliche Attraktion innerhalb des Olympiaparks ist das Aquarium Sealife. In diesem unterirdischen Areal gibt es einen wirklich interessant gestalten Rundgang mit vielen unterschiedlichen Aquarien.

Im Sommer findet hier im Olympiapark außerdem eines der für mich tollsten und schönsten Events in ganz München statt, und zwar das Sommer-Tollwood. Dieses beginnt immer Ende Juni und läuft dann ca. 4-5 Wochen bis Ende Juli. Wer in dieser Zeit in München ist, sollte auf jeden Fall mal hier vorbeischauen.
Mein Tipp: Unbedingt auch mal den Veranstaltungskalender checken, denn beim Tollwood gibt es auch jeden Tag tolle Konzerte.

Olympiastadion

Das größte und deshalb auch vielleicht wichtigste Element des Olympiaparks ist das Olympiastadion mit der einzigartigen und der weltberühmten Zeltdachkonstruktion. Diese architektonische Meisterwerk findet sich bei zwar bei allen Bauwerken des Olympiageländes wieder, aber nirgends ist es so spektakulär wie hier im Stadion.  

Eröffnet wurde das Stadion am 26ten Mai 1972 – also recht knapp vor den Olympischen Spielen im Sommer des gleichen Jahres – mit einem Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und der UDSSR (super Wer wird Millionär-Frage für den oberen Bereich). Genau drei Monate fand dann die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele mit dem Einlauf der Athleten statt.  

1974 folgte dann direkt die nächste sportliche Großveranstaltung im Olympiastadion statt und zwar die Fußball-WM im eigenen Land. Als dann Deutschland tatsächlich „zu Hause“ mit einem 2:1 gegen Holland vor 80.000 Zuschauern den WM-Titel holen konnte, hatte sich das Stadion einen ganz besonderen Platz in der deutschen Sportgeschichte gesichert. 

In den Jahren danach war das Olympiastadion zuerst die Heimspielstätte des FC Bayern München, aber auch teilweise des TSV 1860 München, bis schließlich 2005 der Umzug in die Allianz Arena erfolge. 


Für mich war das Olympiastadion aber auch vor allem eine sensationelle Konzert-Location. Wenn abends die Sonne hier am Stadion untergeht und dazu die Musikgrößen unserer Welt hier auftreten, ist das schon etwas besonderes. Ich selbst habe Ed Sheeran, Robbie Williams, Take That, Robbie Williams, Rod Stewart und Bon Jovi im Olympiastadion erlebt, mein Vater hat hier sogar noch ein Konzert von Michael Jackson besucht.


Mein Tipp: Es gibt richtig tolle Zeltdachtouren, bei denen man AUF DEM Dach dieses wunderbare Stadion entdecken kann. Ein sensationelles Erlebnis. Hier gibt es mehr Informationen.

Olympiaturm

Jetzt habe ich ausführlich beschrieben, was der Olympiapark alles zu bieten hat, und was gibt es da Besseres, als sich das Ganze mal von oben anzusehen…?!?!? 

Und da der Olympiaturm mit 291,28 Metern das höchste Gebäude Münchens ist, sollte man sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen – die Aussicht ist wirklich gigantisch.  

Ursprünglich war der Turm nur als Fernsehturm geplant (1964), um die Radio- und TV-Sendeleistung zu verbessern, aber als München 1966 den Zuschlag für die Olympischen Spiele 1972 bekam, wurde der Turm in die Olympiapark-Planung mit einbezogen. Eröffnet wurde der Olympiaturm letztlich 1968 und ist seitdem ein markanter Bestandteil der Münchner Skyline.  

Für den Besuch der Aussichtsplattformen auf 180 bis 190 Metern führen zwei Aufzüge nach oben, jeweils mit einer Geschwindigkeit von sieben Metern pro Sekunde. 

Insgesamt gibt es 4 unterschiedliche Bereiche: 

  • Ein verglaster Rundgang mit Caféteria,
  • das Drehrestaurant, 
  • die erste Outdoor-Plattform, die mit einem Gitter gesichert ist und
  • die zweite Outdoor-Plattform direkt über er ersten.      

Egal wo man sich aufhält, die Aussicht ist auf allen Ebenen großartig, was auch an der recht zentralen Lage des Turms liegt. Vor allem kann man natürlich das Olympiagelände, inklusive des Olympiadorfes und des Olympiastadions, und dazu auch das direkt an dem Olympiapark befindliche BMW Museum wunderbar überblicken. 

Olympiaschwimmhalle

Dass die Schwimmhalle für die Olympischen Spiele 1972 gebaut wurde, kommt heute allen Münchnern zugute, denn es gibt sicherlich nicht so häufig öffentliche Bäder mit derart tollen Möglichkeiten und Bedingungen. Da wäre zum einen das breite 50 m Wettkampfbecken und zum anderen der 10 m hohe Sprungturm inklusive Wärmebecken. Das TV-Turmspringen mit Stefan Raab fand fast immer hier statt.  

Außerdem gibt es im tiefen Inneren der Schwimmhalle einen großen Sauna- und Fitnessbereich. 

Ich habe mich hier auf mein Sport-Abitur vorbereitet und viele viele Kacheln bei den unzähligen, absolvierten Bahnen gezählt. Hat sich aber gelohnt.

Olympiahalle

Die Olympiahalle ist für mich heute vor allem eines, und zwar eine Event-Location! Ab und zu werden hier große Sportevents ausgerichtet, aber vor allem finden hier immer wieder großartige Konzerte statt. Für mich ist die Olympiahalle wirklich die perfekte Location dafür, denn rings um die Besucherplätze ist ausreichend Platz für die Gastro und die ganze Halle ist wirklich sehr stimmungsvoll. Wenn dann die internationalen Top-Stars hier aufschlagen, ist es einfach eine herrliche Atmosphäre. Ich habe hier bereits George Michael, Jennifer Lopez, Britney Spears, Justin Bieber, Michael Bublé, Ricky Gervais und viele andere erlebt!     

Die Zuschauerkapazität liegt – je nach Event – zwischen 12.500 und 15.500!

SAP Garden

Der Olympiapark hat Zuwachs bekommen! Anstelle des bisherigen Olympia-Radstadions wurde an gleicher Stelle die Multifunktionsarena SAP Garden von 2020 bis 2024 errichtet. Damit bekommt München neben der Olympiahalle eine weitere Eventhelle. 

Bei einer Kapazität von 11.500 Zuschauern ist der SAP Garden nun die Heimspielsttätte des Eishockey-Vereins Red Bull München und der Basketballer des FC Bayern München.

Architektonisch hat sich der SAP Garden doch recht deutlich von der Zeltdachkonstruktion des Olympiaparks entfernt, aber was hier ebenso umgesetzt wurde, ist dass die Arena – genauso wie das Olympiastadion –  in den Boden eingelassen wurde. Tatsächlich ragt die Halle nur 20 m aus dem Boden heraus. 

Auffällig sind die Lamellenfassade und die begrünte Dachterrasse, weshalb der SAP Garden optisch definitiv reizvoll ist, und dennoch hätte ich mir irgendwie einen Bezug zum Rest des Olmypiaparks gewünscht.    


Spannend: Auch der Münchner Breitensport wird Möglichkeiten bekommen diese Hightecharena zu nutzen! Der Stadt München wurde eine nicht unerhebliche Stundenzahl pro Jahr für öffentliche Events, wie zB Eislauf, zugesichert.

Theresienwiese & Bavaria

Die Theresienwiese in Kombination mit dem weltberühmten Oktoberfest ist vermutlich (bereits) relativ bekannt. Vielleicht war der/die eine oder andere sogar schon einmal zur Wiesn in München und hat hier die eine oder andere Maß Bier getrunken?! Erstaunlicherweise rutscht die Statue der Bavaria hier oftmals ein wenig „hinten runter“, obwohl sie für mich einer der Lieblingsspots in ganz München ist. Schieben wir es einfach mal auf das überwältigende Erlebnis der Wiesn, denn natürlich ist ein Besuch des Oktoberfestes etwas sehr einnehmendes und besonderes.

Zum Oktoberfest habe ich weiter unten noch einen Extra-Punkt, insofern klammere ich diesen Teil hier nun vorerst noch aus.


Wer ist eigentlich die Bavaria?

Ganz einfach, sie ist Patronin Bayerns!

Und genau deshalb ist es auch nur gut und richtig, dass ihre aus Bronze gegossene, 18,5 m hohe Statue (plus der 10 m hohe Sockel) sehr prominent auf einem Hügel über der Theresienwiese thront. Sie wurde 1850 anlässlich des damaligen Oktoberfests errichtet und hat ihre ganz besondere Aura. Ähnlich wie die Freiheitsstatue finde ich, dass sie elegant ist und dabei ein ganz natürliches Selbstbewusstsein ausstrahlt.

Das Beste ist allerdings, dass man die Bavaria-Statue sogar von innen besichtigen kann – tatsächlich wissen das sogar viele Münchner nicht.

Über eine sehr schmale Wendeltreppe gelangt man in der hohlen Bavaria bis in den Kopf, wo es eine wirklich sehr kleine „Sitzecke“ mit Aussichtslöchern gibt. Wer Platzangst hat, ist hier demnach eher nicht richtig. Dennoch, das Erlebnis ist fantastisch und die Aussicht ebenso. Wenngleich man keinen Rundblick erwarten darf, die Luken sind schlicht viel zu klein dafür.

Weil alles so schmal und eng ist, dürfen auch immer nur eine sehr begrenzte Anzahl Leute gleichzeitig hinein. Und man muss jedes Mal warten bis diese Gruppe wieder herauskommt, sprich es handelt sich jeweils um eine Einbahnstraße.

Aus dem Grund braucht man während dem Oktoberfest auch reichlich Geduld, wenn man die Wiesn mal von oben beobachten möchte.

Der Eintritt kostet € 5 pro Person und die Statue ist immer grob von Ende März bis Oktober geöffnet.


Hinter der Bavaria gibt es zudem noch die griechisch wirkende Ruhmeshalle. In dieser u-förmigen Säulenhalle zieren Büsten bedeutender bayrischer Persönlichkeiten aus den letzten Jahrhunderten die Wände. Es sind tatsächlich sehr viele, weshalb die Suche etwas mühsam ist, aber man kann beispielweise den Schriftsteller Ludwig Thoma, den Braumeister  Joseph Pschorr, den Komponisten Carl Orff oder den Malers Albrecht Dürer entdecken.


Generell ist auf der Theresienwiese sehr häufig (nicht immer) etwas los. Da wären natürlich die Wiesn (Oktoberfest), das Frühlingsfest, das Winter-Tollwood oder auch diverse Flohmärkte. Zuletzt fand hier das Fan-Festival zur EM 2024 mit Ed Sheeran statt

Und wenn die Theresienwiese mal etwas verwaister ist, dann ist es trotzdem irgendwie lustig über diese riesige Freifläche zu spazieren, radeln oder zu bladen. Vor allem hat man dann einen freien Blick auf die Bavaria und kann sie dementsprechend würdigen…

Schloss Nymphenburg

Das Nymphenburger Schloss und der dazugehörige Park waren für mich jahrelang die Sehenswürdigkeit, die jeder besuchen möchte, während ich sie nicht wirklich schätzen konnte, weil ich direkt ums Eck gewohnt habe. Lediglich zum Joggen war ich immer wieder mal in der wunderschönen Parkanlage. Schon komisch manchmal. 

Fakt ist, die Schlossanlage ist märchenhaft und bereits von Weitem beeindruckend. Von der Ludwig-Ferdinand-Brücke (guter Fotospot!) folgt man, über eine der beiden Alleen, dem Schlossgartenkanal und kann so bereits einen herrlichen Blick auf das imposante Gebäude werfen. Die Teichanlage direkt vor dem Eingang (samt den vielen Gänsen und Enten) bietet ein herrliches Fotomotiv – vor allem morgens, wenn die Sonne wunderbar auf das Schloss scheint. 

Bei einem Besuch von Schloss Nymphenburg muss man unterscheiden, denn es gibt letztlich drei verschiedene Bereiche: 

  • Das Schloss selbst,
  • die Parkanlage und
  • die umliegenden Gebäude samt Marstallmuseum mit seinem Kutschenfuhrpark und dem Museum Nymphenburger Porzellan.

Zu dem dritten Bereich kann ich nicht viel sagen, außer dass man Marstallmuseum Prunkschlitten, Pferdewägen und Sattelzeug aus der Zeit der bayerischen Kurfürsten und Könige bewundern kann. Highlight sind hier sicherlich die Fahrzeuge von Ludwig II. 

Was kostet der Eintritt? 

Hier wird eben genau nach den drei gerade erklären Bereichen differenziert: 

  • Der Eintritt in den Schlosspark ist kostenlos! 
  • Man kann ein eigenes Ticket nur für das Schloss (ca. € 8 pro Person) oder nur für die äußeren Gebäude (ca. € 6 pro Person) kaufen. 
  • Und es gibt eine Gesamtkarte (ca. € 15 pro Person) , bei der alle Attraktionen enthalten sind.  

Was macht Schloss Nymphenburg so besonders? 

Zum einen war es nicht nur eine Sommerresidenz, sondern vielmehr ein Lieblingsschloss der Könige von Bayern. 

Zum anderen wurde hier der spätere König Ludwig II. (25. August 1845) geboren. 

Was sieht man im Schloss?

Um gleich beim Thema zu bleiben, während des Schlossrundgangs sieht man unter anderem das Geburtszimmer von Ludwig II., welches komplett in grüner Seide dekoriert wurde. 

Ein weiteres Highlight ist der Steinerne Saal, der zentrale Raum im Schloss, der sich über drei Etagen erstreckt, wunderschön verziert ist und über einen sagenhaftes Deckenfresko verfügt. Ich war schon mehrfach im Schloss und es ist immer spannend die sichtlich beeindruckten Gesichter der Besucher zu beobachten. 

Generell bekommt man einen sehr spannenden Einblick in das Leben der Könige und dabei gibt es ausgesprochen viele opulente Säle und Räume zu bewundern. 

Insidertipp: Den Steinernen Saal kann man sich auch ohne Eintrittskarte von außen durch die Glasfenster im ersten Stock anschauen, in dem man einfach die Treppe über dem Eingang hinauf zur Terrasse benutzt. 

Was macht den Schlosspark so besonders? 

Da gibt es sehr sehr viel Gründe. Vor allem kann hier hervorragend joggen gehen… Nein, natürlich bietet die 180 Hektar große Anlage sehr viel mehr, als gute Laufwege! 

In erster Linie fällt einem selbstverständlich die wunderschöne Gartenanlage direkt hinter dem Schloss ins Auge. Hier gibt es zahlreiche Statuen, Seen, Springbrunnen, Fontänen und wunderschöne gestaltete Blumenbeete. Als Fotograf findet man hier die unterschiedlichsten Winkel, um großartige Bilder zu machen.  

Dahinter öffnet sich dann nochmal eine andere Welt, mit vielen kleinen Wegen am Rand, Wäldern, wiederum bilderbuchähnliche Seen und sogar auch tollen Bauwerken. Da wären beispielsweise 

  • die Amalienburg relativ weit vorne auf der rechten Seite (ein Jagdschloss), 
  • die Badenburg an dem großen Badenburger  Seen,
  • die Pagodenburg im nördlichen Teil des Park am kleinen See,
  • die Magdalenenklause, 
  • der Apollotempel (mein Favorit) – ein Monopteros mit zehn Säulen wiederum am Badenburger See und schließlich
  • die große Kaskade ganz am Ende am Schlossgartenkanal. 

Es lohnt sich wirklich hier etwas Zeit zu investieren und diesen zauberhaften Park zu genießen. 

Wer möchte, im Sommer werden sogar Gondelfahrten auf dem Kanal angeboten – ist jetzt eher nicht so mein Ding, aber viele Touristen lieben es.  

GANZ WICHTIG! Fahrradfahren ist nicht erlaubt! 

Wieviel Zeit sollte ich für Schloss Nymphenburg einplanen?

Ganz ehrlich, wenn man möchte, kann man hier den ganzen tag verbringen, ganz einfach weil der Schlosspark so groß ist und so viel zu bieten hat. 

Aber für den normalen Besucher würde ich ca. eine Stunde für das Schloss und ein bis zwei Stunden für den Park ansetzen. 

FAZIT: Über 300.000 Besucher pro Jahr können nicht irren! Das imposante Schlossgebäude wird oftmals mit Versailles verglichen, wenngleich das sicherlich etwas hinkt. Dennoch die Parkanlage und die prunkvollen Zimmer im Schloss sind schon große Klasse. Ich betrachte Nymphenburg immer als Gesamtkunstwerk, denn es lässt sich eigentlich nicht auf ein Highlight reduzieren. 

Wenn man dann noch bedenkt, dass sich das Schloss nur ca. 15 Minuten (5 km) vom Hauptbahnhof entfernt befindet, ist es für mich ein klares MUSS in München. 

Allianz Arena

Das Stadion des FC Bayern München, die Allianz Arena, ist sicherlich hauptsächlich für Fußball-Fans interessant. Dennoch möchte ich anmerken, dass es schon auch als eine generelle Sehenswürdigkeit in München gesehen werden kann, denn die Größe, Bauweise und Optik sind durchaus so herausragend, dass sich der Besuch so oder so lohnt.

Die Arena wurde 2005 – genau richtig für die WM 2006 mit einem Jahr Vorlaufzeit – fertig gestellt und ist seitdem mit 75.024 Plätzen eines der größte Stadien in Deutschland. Seit der Eröffnung der Allianz Arena war jedes Bundesliga-Heimspiel des FC Bayern München ausverkauft! Wenn man überlegt, dass die Spiele des FC Bayern München davor im Olympiastadion oftmals bei Weitem nicht ausverkauft waren, muss man schon sagen, dass der Neubau ein Riesenerfolg für den Verein war und ist.

Besonders spektakulär ist natürlich die Außenhülle dieses Fußball-Tempels, die dem Stadion eine gewisse Luftkissenboot-Optik verleiht. Hierbei handelt es sich um eine bloß 0,2 Millimeter dicke ETFE-Folie, die nicht altert und sich durch Regen selbst reinigt. Das Highlight ist die Möglichkeit die einzelnen Elemente farbig zu beleuchten!


Leider ist es – wie oben bereits angerissen – sehr schwer an Tickets für Spiele des FC Bayern zu kommen. Die Hälfte der Tickets geht für Dauerkarteninhaber weg, weitere 10.000 bekommen die Gäste, wodurch prozentual schon mal nur recht wenige in den freien Verkauf gehen.

Die beste Chance hat man vermutlich über E-Bay oder den mittlerweile etablierten Zweitmarkt. Hier können Dauerkarteninhaber ihre Karten in den Einzelplatzverkauf zu geben, was dankbar angenommen wird, denn klar, nicht jeder Fan kann zu jedem Spiel gehen! Dies läuft offiziell über den FC Bayern und ist somit eine sichere Sache.

Hier der Link zu der Seite des FC Bayern Zweitmarktes.


Sollte man keine Tickets für ein Spiel bekommen oder sollten schlichtweg keine Spiele während des Besuchs in München stattfinden, kann man die Arena auch „einfach so“ besuchen. Hier gibt es mehrere Varianten:

  • Arena Tour
  • FC Bayern Museum
  • Kombi aus Arena Tour und FC Bayern Museum

Für mich wäre die Arena Tour immer Pflicht – hier bekommt man Zutritt in die Mannschaftskabinen und den Spielertunnel und kann natürlich auch das Stadion von innen sehen.

Das FC Bayern Museum ist allerdings auch richtig klasse, schließlich handelt es sich um Deutschlands größtes Vereinsmuseum mitten in der Allianz ArenaHier erfährt man sehr viel über den Verein, von der Gründung im Jahr 1900 bis in die Gegenwart des erfolgreichsten Verein Deutschlands. Dazu gibt es natürlich die vielen Pokalen, eine Hall of Fame, zahlreiche Original-Spieler-Artikel zu bestaunen, sowie einen kleinen Kinofilm.

Hier gibt es weitere Informationen zu den verschiedenen Stadion-Touren.


Für die Stadiontouren würde ich den Parkplatz N empfehlen – von München kommend HINTER der Arena.

Am Spieltag selbst ist die Anreise echt ein Thema. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind sehr voll (U6), was aber bei einem Fußballspiel überall so ist. Per PKW ist das Parken im Parkhaus nicht ideal. Ich würde hier versuchen in P1 zu parken und zwar in der Ebene, in der auch eine Ausfahrt ist. Dieser Hinweis ist wichtig, denn es kommt bei der Ausfahrt immer zu extremen Staus.

Werksviertel

Dass München auch seine außergewöhnlichen Ecken hat, zeige ich euch vor allem weiter unten bei Bahnwärter Thiel, aber auch das Werksviertel sticht definitiv heraus.   

Im Münchner Osten wurde auf dem ehemaligen Pfanni-Gelände nämlich ab 1996 zuerst der Kunstpark Ost, ein alternatives Spaß-Partyviertel, geschaffen, mittlerweile ist hier allerdings das so genannte Werksviertel entstanden.  

Dieser recht neue Bereich in München ist hierbei eine wildbunte Mischung: Man erkennt durchaus noch den (früheren) Industrie- und Fabrikteil, es gibt moderne, hippe Büros, außergewöhnliche Gastronomie, Werks- und Kulturhallen, schicke Hotels, Pflastersteinstraßen, Fitnesscenter, Graffiti, (Rooftop-)Bars und Clubs und es wurden begrünte Flächen angelegt… Alles auf einem relativ engen Raum und genau diese Dichte macht es auch irgendwie aus. Wenn man das Werksviertel erkundet, kommt man an alten, umfunktionierten Containern, ausrangierten Gleisen, urbaner Architektur, Häuser mit mächtigen Glasfronten und Sitzmöbeln aus Holz vorbei.   

Das Herz des Viertels bildet in jedem Fall der Knödelplatz. Ein kurioser Name, für solch einen trendigen Stadtteil, aber der Bezug zu Pfanne ist natürlich irgendwie naheliegend. Tatsächlich sind hier Knödel auf den Boden gemalt, welche man aber leider nur aus größerer Entfernung von oben erkennen kann. Ein spaßiges Detail. Rund um den Knödelpatz findet man viele Restaurants, Cafés oder einfach nur Sitzgelegenheiten, um sich auszuruhen oder das Treiben zu beobachten.  

Von hier kann man auch sehr den AAHH, OH, PUH-Schriftzug erkennen, der vor allem abends, wenn er beleuchtet ist, zur Geltung kommt. Eine von vielen Comic-Anspielungen hier im Werksviertel. 


Ein weiteres Element, welches sehr gut unterstreicht wie außergewöhnlich das Werksviertel ist, ist das größte mobile Riesenrad der Welt Umadum. Hier wurde der Münchner Skyline eine neue Sehenswürdigkeit hinzugefügt, denn mit einer Höhe von 78 m und einem Durchmesser von 74 m bietet das Umadum eine großartige Aussicht auf München. Damit man diese großartige Perspektive von oben auch wirklich genießen kann, bewegen sich die 28 Gondeln nur sehr langsam und eine Fahrt dauert auch stattliche 30 Minuten (ungefähr).


Mein Tipp: Es gibt zahlreiche spannende Restaurants und Bars im Werksviertel, zwei davon sind das Fitzroy (im Adina Appartement Hotel Munich) und das Hoch5. Beide bieten einen sensationellen Ausblick, wobei das Fitzroy ein asiatisch-europäisches Restaurant mit spektakulärer Bar PLUS Rooftopbar und das Hoch5 eine Veranstaltungslocation mit überragender Outdoor-Bar ist. Im Hoch5 sollte man also den Veranstaltungskalender (idealerweise auf Instagram) checken.


Das Werksviertel dürfte für die meisten eine echte Überraschung sein, weil man solch ein vielfältiges und irgendwie lockeres Viertel in München vielleicht eher nicht erwartet.

Bavaria Filmstudios

Wer einmal sehen möchte, wie es an einem Filmset aussieht, wie ein Filmstudio aufgebaut ist und wie bei der Produktion (im positiven Sinne) getrickst wird, der sollte unbedingt die Bavaria Filmstadt besichtigen! Hier werden immerhin seit über 100 Jahren Filme & Musikvideos gedreht und TV-Sendungen aufgezeichnet…

Zu den bekanntesten Produktionen in den Bavaria Filmstudios gehören:

  • Die unendliche Geschichte 1 & 2
  • Die Zauberflöte
  • Stowaway
  • Fack you Goethe 3
  • Das Parfum
  • Wickie
  • Der Untergang
  • Asterix & Obelix
  • Snowden
  • (T)Raumschiff Surprise
  • Bullyparade – der Film
  • diverse Tatorte
  • Joko & Klaas-Sendungen
  • diverse Musikvideo, zB von Queen, Falco, Modern Talking

Im Rahmen einer 90-minütigen Tour durch die Filmstadt kann man diverse Filmsets besichtigen, sich an kleineren Filmsequenzen beteiligen, um zu sehen, wie mit modernster Technik gearbeitet wird und viele Requisiten bestaunen.

Zudem gibt es ein 4-D-Kino und einen Virtual Reality-Spielebereich.

Tierpark Hellabrunn

Wie vermutlich jedes Kind fand ich es immer ungeheuer aufregend in den Zoo zu gehen – in meinem Fall war es meistens der Tierpark Hellabrunn und ich denke heute nach wie vor, dass es sich um einen außergewöhnlich schönen Zoo handelt.

Er gilt vor allem als erster Geozoo, bei dem die Tiere nach Kontinenten sortiert werden und dabei teilweise mehrere Arten gemeinsam in großzügigen Anlagen leben.

Mich haben immer die verschiedenen Häuser besonders fasziniert, denn zB das berühmte Elefantenhaus, die Dschungelwelt, die Grossvoliere (im Olympia-Zeltdach-Style), die Welt der Affen und der Polarbereich sind ausgesprochen stilvoll angelegt. Auf über 40 Hektar gibt es viele sehr schöne Bereiche zu entdecken und vor allem für Kinder ist extrem viel geboten, wie zB jede Menge sensationelle Spielplätze und Streichelgehege.

Ticket für den Zoo kann man über diesen Link kaufen.


Was mir persönlich auch gut gefällt ist, wie der Zoo mit der moralischen Frage der Berechtigung von Zoos umgeht. Wer sich hierzu informieren will, kann dies hier tun.

FC Bayern München – Säbener Straße

Für Fußballfans ist eventuell noch die Vereinszentrale des FC Bayern München in der Säbener Straße ein interessanter Anlaufpunkt. Man kennt vielleicht die bekannte Glasfront des Hauptgebäudes, welches immer wieder bei Interviews oder Bildern vom Training gezeigt wird.  

2008 wurde das Hauptgebäude entscheidend umgebaut, wodurch sich hier nun ein Service-Center (Mitgliederbetreuung und Ticketverkauf), ein großflächiger Fanshop und ein vereinseigenes Reisebüro befindet. 

Das entscheidende ist aber natürlich die Chance auf ein öffentliches Training der Profimannschaft. Tatsächlich gibt es nicht mehr viele europäische Topclubs, die ein solches Training für die Fans anbieten, aber beim FC Bayern finden solche Einheiten immer wieder – vor allem in den Ferienzeiten – statt. Die Termine kann man im Kalender des Vereins überprüfen.

 

Insidertipps

Die besten Tipps für kleine, besondere oder „andere“ Locations kommen ja oft von Locals. Nun ist München meine Heimatstadt, weshalb ich mich besonders freue, folgend ein paar meiner speziellen Tipps preiszugeben.

Ganz ehrlich, viele davon habe ich auch erst in den letzten Jahren kennen, aber schnell lieben gelernt.

Viel Spaß bei meinen Insidertipps!

Sommer-Tollwood

Dieser Tipp ist keine Location, sondern ein Festival! Aber in meinen Augen in echter Insidertipp, weil die wenigsten Touristen von diesem großartigen Event wissen. Das Tollwood findet jedes Jahr von Ende Juni bis Ende Juli auf dem Gelände des Olympiaparks statt und ist für alle Münchner ein klares Sommer-Highlight.

Inmitten dieser wunderschönen Parkanlage mit vielen Bäumen gibt es zahlreiche Zelte, Stände, Buden, Beachbars und Manegen für jede Art von Künstler. Es gibt an jeder Ecke etwas zu schauen oder zu bestaunen, man kann stöbern und sich an der besonderen Handwerkskunst erfreuen oder aber man genießt einfach das überragend leckere Essen und fantastisch kreativen Bars.

Ein Sommernacht auf dem Tollwood zu verbringen ist eine besondere Erfahrung – vor allem wenn man danach noch durch den Olympiapark spazieren geht. Der pure Sommer in der Stadt. Für mich geht es nicht schöner…

Bahnwärter Thiel

Darf es ein bisschen Endzeit-Stimmung sein? Auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofs im Schlachthofviertel kommt man sich vor wie in einer Filmkulisse von Mad Max. Hier wurden alte Container, Gitter, ausrangierte Zugwagons und Baustellenfahrzeuge usw. zu einem Gesamtkunstwerk zusammengebaut und mit viel Graffiti dekoriert.

In diesem Kulturprojekt finden immer wieder Party und Veranstaltungen wie Vorlesungen, Vorführungen, Theater, Tanzkurse, Flohmärkte und Vieles mehr statt.

Meine Bilder sind bei einem morgendlichen Besuch entstanden, insofern bitte nicht wundern, denn an sommerlichen Nachmittagen herrscht hier eine ganze besondere Stimmung.

By the way, der Bahnwärter Thiel ist einer DER Instagram-Hotspots in München!

Tumblingerstraße 45, 80337 München

Hackerbrücke

Lange Zeit war die Hackerbrücke einfach nur die S-Bahn-Haltestelle für das Oktoberfest, mittlerweile ist sie aber einer der besten Sonnenuntergangsspots in ganz München.

Die Hackerbrücke ist die letzte Station vor dem Hauptbahnhof, weshalb hier extrem viele Gleise zusammenlaufen und man so einen komplett freien und unverbauten Blick Richtung Westen genießen kann. Auf ca. 2 Meter Höhe gibt es zudem ideale Sitzmöglichkeiten, wodurch teilweise die ganze Brücke voller Leute ist – wie die Vögel auf der Stromleitung. Perfekt, um abends die sensationelle Atmosphäre zu genießen!

Kurze Randinfo, der Name der Brücke hängt mit der Bierbrauerei Hacker-Pschorr zusammen, deren Hauptsitz über viele Jahre auf der einen Seite der Brücke war.

Klein Venedig

Ein sehr plakativer Name, der seine Wirkung nicht verfehlt. Zu mindestens bei mir. Ich will die Erwartungen allerdings nicht zu hoch schrauben, weshalb ich das gleich etwas relativieren möchte. Die Betonung liegt in diesem Fall auf „Klein“ und nicht auf „Venedig“.

Wir sprechen hier über den Auer Mühlbach, ein kleiner, westlicher Seitenarm der Isar, der weitestgehend unterirdisch verläuft und in dem Bereich von Klein Venedig zwischen vielen Häusern etwas überraschend ans Tageslicht kommt. Am Besten kann man den Auer Mühlbach zwischen dem Candidplatz und Kolumbusplatz entdecken, genauer gesagt rund um die Voßstraße und die Mondstraße. Es handelt sich um keinen absoluten Knaller, aber es ist definitiv ein Insidertipp, den die wenigsten kennen.

Ganz in der Nähe, in der Hebenstreitstraße beim Halt 58 am Kunsttreff, findet man außerdem einige gute Street-Art-Spots.

Mein Tipp: Direkt ums Eck befindet sich das Gans Woanders, ein Waldfeen-Hexenhaus-Café. Die (gefühlt) schiefen, kleinen Häuschen zaubern eine lockerreichte Atmosphäre in jeden Nachmittag, wenn die untergehende Sonne sie in ein warmes Licht taucht. Hier kann man ganz wunderbar einen guten Kaffee und frischen Kuchen genießen.

Die endlose Treppe

Diesen Tipp habe ich mal im Lokalradio bekommen und ich muss sagen, das war ein Glücksfall, denn diese unendliche Treppe ist wirklich besonderer Spot!

Im Hof eines Bürogebäudes, direkt ums Eck von der Bavariastatue, befindet sich dieses außergewöhnliche und fotogene „Treppenhaus“.  Ein Besuch lohnt sich, selbst wenn die Treppe an sich auch mal gesperrt ist. Ein gutes Foto bekommt man in jedem Fall!

Ganghoferstraße 29A, 80339 München

Isar / Flaucher & diverse Brücken

Die Isar an sich ist selbstverständlich kein Geheimtipp, schließlich fließt sie auf 14 km von Süden nach Norden mitten durch München.

Aber das Leben der Isar verleiht München schon ein spezielles Flair, denn sobald die Sonne sich blicken lässt, verschlägt es die Münchner an „ihren Fluss“. Vor allem natürlich im Sommer, wenn die Kiesstrände, Wiesen und Auen rund um die Isar zum Grill- und Erholungszentrum mutieren, aber auch im Winter, um hier ausgedehnte Spaziergänge zu unternehmen.

Einer der beliebtesten Parks an der Isar, ist der Flaucher – eine großflächige Kiesbank mit Wiese, südlich des mittleren Rings bzw. der Brudermühlbrücke.

Apropos Brücke, hier gibt es entlang der Isar einige, die selbst eine kleine Sehenswürdigkeit sind. Meine Favoriten sind die

  • Wittelsbacherbrücke,
  • Reichenbachbrücke und die
  • Corneliusbrücke.

Die Wittelsbacherbrücke ziert mittig eine erhabene Reiterstatue und auf der Stadtinnenseite ist der lebhafte Baldeplatz, zusammen mit dem Restaurant Fugazi, eine prima Empfehlung.

An der Reichenbachbrücke befinden sich die Isartreppen, wo man herrlich direkt am Wasser sitzen und entspannen kann. Zudem gibt es dort mit dem Wagners ein großartiges Frühstücks- und Smoothies-Café (ein kleiner Promi-Hotspot ist es auch noch).

Und von der Corneliusbrücke hat man eine super Aussicht auf die eben erwähnten Isartreppen! Plus, ab und zu gibt es auf dem vorgelagerten Anbau der Brücke den Kulturstrand, wo es speziell im Sommer immer mal wieder tolle Partys gibt.

Wiener Platz

Einige Münchner würden sicherlich sagen, dass der Wiener Platz kein Insidertipp ist, aber tatsächlich konnte ich ihn selten in den einschlägigen Reiseführern finden.

Ganz leicht abseits vom Zentrum findet man diesen historischen Marktplatz in der Nähe des Max-Weber-Platzes (U-Bahn-Station).

Der Wiener Platz ist vor allem wegen dem legendären Hofbräuhaus-Biergarten bekannt. Hier kann man sehr gemütlich unter uralten Kastanienbäumen sitzen und ein echtes Münchner Bier genießen.

Ich mag den Wiener Platz aber vor allem, weil er eine Nummer kleiner und gefühlt „einheimischer“ ist. Vor allem das Café Little Rabbit’s Room ist ein schöner Tipp!

Glockenbachviertel (inkl. Gärtnerplatz)

Das bunteste Viertel in München! Die Dichte an Bars, Clubs, Geschäften, Second-Hand-Läden und kulturellen Möglichkeiten ist hier sehr hoch. Auch wenn er „nur“ am Rand des Glockenbachviertels liegt, so ist der Gärtnerplatz doch so etwas wie der ideale Ausgangspunkt für eine Entdeckungstour durch die vielen, einladenden Straßen. Ich persönlich mag die Reichenbach– und die Fraunhoferstraße sehr gerne, vor allem wegen den zahlreichen, kleinen Geschäften, die immer wieder absolute Fundstücke zu bieten haben. Hier fallen mir zuerst der heißeliebe-Store und der Trachtenladen Heimatglück ein.

Zurück zum Gärtnerplatz! Es handelt sich um einen Kreisverkehr mit einem schönen Brunnen, üppigen Blumenbeeten und gemütlichen Sitzgelegenheiten in der Mitte. Gerade an Sommerabenden ist dies ein sehr beliebter Treffpunkt, aber auch tagsüber kann man sich hier wunderbar mit einem Kaffee oder einem kleinen Snack ausruhen und das Treiben der sechs aufeinandertreffenden Straßen beobachten.

Wer hoch hinaus möchte, sollte mal die Bar des Hotels Flushing Meadows ausprobieren. Sie wirkt zwar eher wie ein gepimptes Wohnzimmer, aber die Atmosphäre und die Aussicht sind fantastisch.

Mein Tipp: Eine richtig gute Currywurst gibt es im Bergwolf (Fraunhoferstraße 17)!

Bordeauxplatz

Für mich früher der perfekte Startpunkt fürs Feiern im Kunstpark Ost (heute Werksviertel) ist der Bordeauxplatz bzw. die umringende Wörthstraße inmitten des Franzosenviertels immer noch ein prima Spot mit vielen Bars und Restaurants. Wer von hier ins Werkviertel weiterziehen möchte, muss – um die Gleisen zu „unterqueren“ durch den Ostbahnhof hindurch.

Was macht den Bordeauxplatz so besonders?

Mit der rundherum laufenden, doppelreihigen Linden-Allee, der halbhohen Hecke, dem mittigen Brunnen und dem Blumenbeet finde ich einfach, dass es ein besonderer Platz ist, den man so wirklich in Paris finden könnte. Gerade die Bäume inmitten dieses hochpreisigen Wohngebiets setzen einen angenehmen Kontrast.

Mein Tipp: Das Restaurant Café Voila ist seit vielen Jahren eine Institution und sowohl fürs Frühstück, als auch fürs Abendessen samt Cocktails eine prima Location.

Promenadeplatz (inkl. Michael Jackson Denkmal)

Es gibt ja Sehenswürdigkeiten bei denen man gar nicht weiß, dass man soeben daran vorbei gelaufen ist. Der Promenadeplatz könnte solch ein Spot sein. Definitiv ein stilvoll angelegter und ansprechender Platz, aber dadurch, dass er wortwörtlich im  Schatten der Frauenkirche liegt, „rutscht der Promenadeplatz bestimmt hin und wieder hinten runter“.

Das 5*-Hotel Bayerischer Hof ist hier ganz sicher das dominanteste Element, vor allem dann wenn gerade mal wieder ein Promi in der Stadt ist.

Für mich aber ein emotional besonderer Ort ist die Orlando-di-Lasso Statue, die seit 2009 mehr oder weniger zum Michael Jackson-Denkmal umfunktioniert wurde, weil der Sänger in München immer im Bayerischen Hof übernachtet hat. Nicht alle sind mit der Dekoration zufrieden/einverstanden, aber mir gefällt es. Erstaunlich wie lange sich diese Deko bereits hält bzw. wie sehr sie sich etabliert hat. Jeder Michael Jackson Fan, sollte diesem Denkmal einen Besuch abstatten – vor allem weil der Promenadeplatz von der Frauenkirche und vom Stachus wirklich nur einen Katzensprung entfernt ist.

Open-Air-Kino – Kino, Mond & Sterne

Als Filmfan muss ich natürlich auch noch unbedingt eine Kino-Empfehlung geben und diese fällt mir außerordentlich leicht, denn das Open-Air Kino an der Seebühne vom Westpark ist etwas ganz Besonderes. Das Amphitheater aus Naturstein direkt am Westsee ist sowieso schon die schönstmögliche Kulisse, aber dazu gibt es auch noch prima Essenstände und die Atmosphäre in einer lauen Sommernacht ist hier unvergleichlich.

WICHTIG: Es herrscht freie Sitzplatzwahl, sprich es gilt das Motto „first come first serve“. Zur Auswahl stehen der bestuhlte Innenbereich oder die Stufen des Amphitheaters. Diese sind recht breit, so dass man es sich hier mit einer Picknick-Decke auch wirklich gemütlich machen kann.

UND: Es gilt das Biergartenprinzip, Essen mitbringen JA, Getränke NEIN.

Anreise: Von der U-Bahn-Station Westpark (mit der U6 erreichbar) sind es ca. 8-10 Minuten zu Fuß. Parkplätze gibt es relativ dicht am Kino.

Westendstraße 300, 81377 München

Viscardigasse

Leider hat München ja durchaus eine recht unschöne NS-Vergangenheit, was ich hier bisher bewusst ausgespart habe, aber die so genannte „Drückebergergasse“ finde ich so faszinierend, dass ich sie gerne erwähnen möchte.

Den Odeonsplatz habe ich weiter oben bereits vorgestellt, aber tatsächlich verbirgt sich direkt hinter der Feldherrnhalle mit der Viscardigasse, welche die Residenz- und Theatinerstraße verbindet, ein besonderes Denkmal für den zivilen Ungehorsam.

DENN, zur NS-Zeit gab es ein direkt neben der Feldherrnhalle auf der Residenzstraße eine ewige SS-Mahnwache, die an Hitlers gescheiterten Putschversuch 1923 erinnern sollte. Von den Passanten wurde hier erwartet, dass sie den Hitlergruß zeigen und den rechten Arm heben. Wer das allerdings umgehen wollte – im wahrste Sinne des Wortes – der bog vorher in die Viscardigasse ab, nahm so den kleinen Umweg über die Theatinerstraße in Kauf und entging damit der SS-Ehrenwache.

Heute erinnert im Straßenpflaster eine 18 m lange, s-förmige Bronzespur an diesen besonderen Umweg.

Viscardigasse, 80333 München-Altstadt-Lehel

Pfarrkirche St. Ursula

Der Spitzname „Dom von Schwabing“ klingt schon recht mal recht gut, allerdings ist nicht die Kirche an sich für mich ein Insidertipp, sondern vielmehr der Vorplatz. Dieser liegt nämlich am dem späten Vormittag in der Sonne, weshalb die Stufen jahrelang ein beliebter Spot für eine Mittagspause oder auch nur einen kurzen Plausch bei einem Eis waren. Mittlerweile wurden hier mit einigen Paletten noch weitere Sitzgelegenheiten geschaffen, so dass hier nachmittags manchmal sogar ein kleiner Hotspot entsteht…

Kaiserplatz 1, 80803 München

(Tages-)Ausflugsziele

München als Stadt ist schon traumhaft, aber was München dann nochmal auf eine ganz andere Ebene hebt, ist das Umland. Es gibt so viel zu unternehmen, zu sehen und zu erleben!!! Ich picke mir hier mal drei Top-Spots aus, wobei es noch unzählige mehr geben würde…

Schloss Neuschwanstein

Eine der beliebtesten Attraktionen und Sehenswürdigkeiten in ganz Deutschland! Und deshalb auch eigentlich in MUSS in Münchens Umgebung.

Bereits aus der Ferne sticht das weltberühmte Schloss Neuschwanstein ins Auge, denn die exponierte Lage auf einem Felsplateau lässt dieses ohnehin schon beeindruckende Bauwerk noch mehr strahlen. 

Gebaut wurde Schloss Neuschwanstein als Rückzugsort für König Ludwig II., allerdings starb dieser 1886 noch vor der Fertigstellung. Da die Baukosten immens waren, wurde das Schloss anschließend für öffentliche Besichtigung freigegeben. 

Ludwig II. wurde und wird ja immer als Märchenkönig betitelt, was insofern wunderbar passt, als dass Schloss Neuschwanstein Walt Disney für sein Logo inspirierte.     

WICHTIG! Schloss Neuschwanstein kann nur im Rahmen einer Tour besichtigt werden. Dementsprechend muss man Zeitslots buchen und die Tickets vorab kaufen. Dies geht entweder online oder im Ticketcenter im Ort Hohenschwangau. Sprich man muss die Tickets VOR DEM Aufstieg zum Schloss gekauft haben!!!!    


Von Hohenschwangau hinauf zum Schloss Neuschwanstein kann man entweder laufen, was ca. 30-45 Minuten dauert, oder aber man fährt standesgemäß zum Anlass mit einer Pferdekutsche hinauf zum Königsschloss.

Alternativ fährt auch ein Bus zum Schloss Neuschwanstein, aber dieser ist hochfrequentiert, will sagen, sehr sehr voll!!! Hier sollte man mit einkalkulieren, dass man ggfs. auch mal etwas warten muss.


Mein Tipp: Schloss Neuschwanstein ist natürlich von innen unbeschreiblich spektakulär, aber von außen mindestens genauso. Und einen wunderbaren Blick auf das Schloss hat man von der Marienbrücke. Diese befindet sich leicht überhalb des Schlosses und ist DER Fotospot schlechthin. Hier muss man einen kleinen Fussmarsch investieren, aber das ist definitiv wert!


Wenn man von München aus einen Ausflug buchen möchte, ist das hier eine sehr gute Variante.

Ammersee

Nachdem ich am Ammersee aufgewachsen bin, ist das hier mein absoluter Herzenstipp! Der Ammersee ist ein absoluter Traum, wenn man weiß wo.

DENN, ich würde den Ort, der mit der S-Bahn aus München zu erreichen ist, nämlich Herrsching, meiden und mich auf die Westseite bzw. Nordspitze konzentrieren. Bitte nicht falsch verstehen, Herrsching ist auch sehr ansprechend und hat sogar eine der längsten Uferpromenaden in Deutschland, aber durch die S-Bahn und das Kloster Andechs ist der Ort teilweise einfach gnadenlos überlaufen.

Deshalb würde ich empfehlen:

  • entweder mit der S-Bahn nach Herrsching zu fahren und dann mit dem Dampfer (in 7 Minuten zu Fuß von der S-Bahn zu erreichen) Richtung Dießen, Utting oder Stegen aufzubrechen oder
  • mit dem Auto direkt nach Stegen (Nordspitze), welches direkt an der A96 liegt, zu fahren. Dort gibt es auch einen Dampfersteg, so dass man von hier auch über den ganzen Ammersee fahren kann.

Meine zwei Top-Tipps sind ganz klar die beiden Orte Stegen und Utting:

  1. Stegen
    Hier gibt es einen riesigen Parkplatz, wer also mit dem Auto anreist, hier ist jede Menge Platz.
    Das Restaurant Fischer am See mit der dazugehörigen Strandbar ist einer meiner Lieblingsorte weltweit! Ich wüsste nicht, wie man einen Restaurantbereich schöner anlegen kann, als es dort gemacht wurde…. Direkt am Wasser, Traumsicht und genau die richtige Mischung aus stilvoll (Restaurant) und leger (Strandbar). Vor allem das Frühstück dort ist fantastisch!
    Und als Zuckerl oben drauf, gibt es direkt gegenüber noch die Eismacherei, eine der besten Eisdielen, die ich kenne. Ohne Übertreibung!
    Alles in allem, ein Traumspot!
    Wer einen kleinen Spaziergang unternehmen möchte, Richtung Osten gibt es einen wunderschönen kleinen Weg, bei dem man auch an den fotogenen Bootshäusern vorbei kommt.
    Neben dem Fischer am See gibt es in Stegen zudem noch den Gasthof Schreyegg, der überall sonst ebenfalls eine exzellente Empfehlung wäre. Dass es auf so kleinem Raum zwei  so großartige Spots gibt, spricht ganz klar für Stegen,
  2. Utting
    Utting liegt auf der Westseite des Ammersees und ist für mich der beste Spot für Einheimische – hier fahren viele Ammerseer am Wochenende hin!
    Direkt am See befindet sich das Strandbad mit einem der charmantesten Sprungtürme, den ich kenne. Wenn sich einige wagemutige Springer auf die 10 m hohe Plattform wagen, gibt es immer kollektives Raunen.
    Nur wenige Minuten Richtung Norden zu Fuß liegt mit der Alten Villa ein echter Insidertipp halb im Wald, halb am See.

Dießen und Riederau sind ebenfalls zwei ausgesprochen schöne Orte, die man bei einer Dampferfahrt wunderbar besuchen kann.

Wörthsee

Der Ammersee und der Wörthsee zählen neben dem Weßlinger See, dem Pilsensee und dem Starnberger See zum Fünf-Seen-Land und der Wörthsee ist hier vielleicht der beste Badesee. Es wird nämlich relativ schnell tief und die Ufer sind eher steinig, wodurch das Wasser recht klar ist.

Wer mit den öffentlichen Verkehrsmittel anreist, kann mit der S-Bahn bis nach Steinbach fahren und von dort 15 Minuten zum Wörthsee laufen. Und ehrlich gesagt, genau dort befinden sich auch meine beiden Top-Spots. Zum einen der Augustiner am Wörthsee und zum anderen der Insidertipp Il Kiosko. Beides bezaubernde Locations, die nahezu lächerlich schön sind. An beiden Orten kann man wunderbar essen, etwas trinken und natürlich baden.

Nur wenige Meter entfernt, gelangt man zu Fuß zum Seehaus Raabe, dass den beiden oben erwähnten Empfehlungen eigentlich in nichts nachsteht. Die Terrasse über dem Wasser ist einer besten Spots für einen traumhaften Sonnenuntergang. Besser geht es nicht! Das Frühstück ist allerdings ebenfalls absolut fantastisch.

Wer möchte, direkt neben dem Augustiner am See gibt es noch eine Segelschule, die auch Boote verleiht. So kann man für ein paar Stunden ganz ungestört auch mal mitten auf dem See verweilen.

Für mich ist der Wörthsee der absolut perfekte Tagesausflug an einem heißen Sommertag!

Meine besten Spot-Tipps in München auf einer Karte

Auf dieser Karte sind Sehenswürdigkeiten, Filmlocations, Sportlocations, Restaurants, Hotels und Ausflugsziele markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil clicken und die Markierungen werden angezeigt.

Meine Hotel-Tipps für München

Die Frage nach einem passenden Hotel in München ist für mich natürlich nicht ganz so einfach zu beantworten, denn schließlich wohne ich in München. Tatsächlich habe ich schon in München in Hotels übernachtet, aber ich würde euch gerne auf den folgenden Kriterien basierend ein paar Empfehlungen geben:

  • Wo liegt das Hotel, sprich ist die Umgebung interessant?
  • Ist es preislich fair?
  • Hat das Hotel eventuell irgendwie etwas Besonderes?

Gehen wir es mal der Reihe nach durch:

  • Wo?
    Nun, hier gibt es mehrere Philosophien:
    a) Entweder mittig, um in alle Richtungen flexibel zu sein. Macht Sinn. Das würde für das Glockenbachviertel oder die Altstadt sprechen.
    b) Oder in einem Viertel, in dem man gerne ist, sprich wo man in der Umgebung viel unternimmt.
    Wenn ich danach gehen würde, würde ich mir sicherlich ein Hotel in Schwabing suchen, weil es für mich dort am meisten zu erleben gibt. Zu den Sehenswürdigkeiten kann man teilweise laufen oder die öffentliche Anbindung ist wunderbar.
  • Was kostet es?
    München ist nirgends so richtig günstig. Trotzdem kann man hier und da einen Schnapper landen.
  • Was erwarte ich von meinem Hotel?
    Soll es ein fancy Hotel mit Wellness und Dachterrasse sein oder reicht auch ein feines, gutes Haus?

Hier nun also meine Empfehlungen mit kurzen Erläuterungen:

  1. Hotel Bold München Zentrum
    Nicht die schickste Ecke von München, aber das Hotel ist sehr gut bezahlbar, viele Zimmer haben einen Balkon, es liegt direkt in der Nähe der Theresienwiese und angrenzend ans Glockenbachviertel und eine U-Bahn ist vor der Haustür. Ehrlich gesagt ist, das bei Freunden bei meine erste Empfehlung.
    Lindwurmstraße 70A, 80337 München
  2. The Flushing Meadows
    Hier habe ich schon mal selbst übernachtet, deshalb kommt die Empfehlung aus erster Hand. Schicke Zimmer, sehr stylisch, wie eigentlich das ganze Haus. Die Rezeption ist quasi eine Bar in einem oberen Stockwerk mit toller Aussicht. Wenn man also abends gerne mal noch einen Drink in einer Szene-Location zu sich nimmt, wäre das hier ein prima Spot. In der Umgebung gibt es zudem überragende Frühstücks-Spots wie zB das Wagners.
    Fraunhoferstraße 32, 80469 München
  3. Motel One Westend
    OK, für die Empfehlung eines Motel One Hotels muss man kein erfahrener Local sein, aber ich empfehle dieses Hotel sehr gerne, weil es direkt an der S-Bahn liegt und eine Straßenbahn direkt ins Zentrum vor der Haustür hat. Zudem liegt der Augustiner Biergarten, einer der schönsten der Stadt, nur ca. 10 Minuten zu Fuß entfernt. Wer also mag, kann gerne das vermeintlich beste Münchner Bier genießen und danach entspannt nach Hause laufen.
    Landsberger Str. 79, 80339 München
  4. Louis Hotel
    Hier ist die Lage der ganz große Trump! Direkt am Viktualienmarkt befindet sich dieses prima Boutique Hotel. Ansprechende Zimmer, hell und gutes Frühstück.
    Viktualienmarkt 6, 80331 München
  5. Bayerischer Hof
    Tradition meets Luxus and place to be. Warum ich den Bayerischen Hof empfehle? Weil ich überrascht war, was die Zimmer manchmal (bloß) kosten! Ja, das Hotel ist teuer, aber nicht sooo teuer! Ich habe Zimmer für € 350 die Nacht gesehen, was ich für eines der besten Hotels in München völlig ok finde. Vor allem, zentraler geht es nicht, die Restaurants im Hotel sind legendär, der Spa ist fantastisch, die Dachterrasse ist überragend und man nächtigt dort wo die Stars der Welt auch sehr gerne übernachten. Alles in allem, finde ich das eine Überlegung wert, wenn man nicht nur aufs Geld schaut.
    Promenadepl. 2-6, 80333 München

Meine Restaurant-Empfehlungen in München

Restaurants gehören zu München wie das Blau zum Wasser. Die kulinarischen Highlights sind ein wichtiger Teil eines Münchenbesuchs, weshalb man einige Restaurants ruhig aktiv in seinen Zeitplan mit einbauen sollte. Ein Biergartenbesuch ist im Sommer zum Beispiel quasi Pflicht!

Ich habe hier ein paar Empfehlungen zusammengestellt, auch abseits des Mainstreams, die ich einfach klasse finde. Man merkt ja schnell, ob man ein Restaurant auch ein zweites oder drittes Mal gerne besucht und genau auf diese Vorschläge hier trifft das zu 100% zu. PLUS das Hofbräuhaus, das einfach zu München dazu gehört…

Frühstück / Cafés

Notting Hill Café

Was? Frühstück

Der Name ist an sich schon einladend, aber das Frühstück und der Kaffee waren außerordentlich gut. Ganz in der Nähe der Bavaria ist das Notting Hill Café der perfekte Ort für ein unkompliziertes Frühstück. Die Terrasse ist bei schönem Wetter dazu ausgesprochen schön.

Theresienhöhe 12, 80339 München

Café Sommer

Was? Frühstück

Ein absoluter Zufallstreffer! Ich bin hier mal mit dem Fahrrad vorbeigekommen und hatte hier den maximalen Morgen-Glücksmoment. Super Kaffee, frischer Kuchen, leicht warmes Gebäck… Die Franzbrötchen waren mehr als köstlich!

Einer meiner Lieblingstipps in München!

PLUS: Bereits ab 7 Uhr geöffnet – auch an Wochenenden!

Sommerstraße 33, 81543 München

Little Rabitt Hole

Was? Frühstück & Nachmittags

Für mich einer der besten Kuchenspots in München. Ehrlich. Direkt am Wiener Platz kann man wunderbar in der Sonne sitzen und das Treiben beobachten.

Die Kuchenauswahl ist sensationell und bisher alles was ich hier probiert habe war fantastisch. Inklusive dem Kaffee! By the way, die Kuchen sind vegan, glutenfrei und/oder zuckerreduziert.

Wiener Platz 6, 81667 München

Poppi Farmer – Specialty Coffee & Organic Food

Was? Frühstück & Nachmittags

Ein echter Hotspot mit einer wirklich großartigen Karte und extrem leckeren Sachen. Der Avocado-Toast war himmlich und auch das Toast mit pochiertem Ei plus Avodaco war ausgesprochen gut. Dazu gibt es tolle Säfte und prima Kaffee. Eine klasse Laden, allerdings nicht ganz günstig. Trotzdem, ich gehe sehr gerne hierher!

St.-Bonifatius-Straße 1, 81541 München

Morso Café

Was? Frühstück & Nachmittags

Ich liebe ja alles was mit Pistazien zu tun hat und ein Pistazien-Croissant ist die Champions League! Erstaunlicherweise ist es gar nicht so leicht ein solches in München zu finden, sprich zum einen nicht zu teigig und zum anderen mit einer cremigen Pistazien-Füllung. Im Morso war ich aber erfolgreich, wobei alle Gebäckteilchen extrem vielversprechendes aussahen. Als zusätzliches Special ist der Kaffee zudem auch noch richtig gut!

Elisabethstraße 7, 80796 München

Café Frischhut

Was? Frühstück & Nachmittags

Ich kenne das Café tatsächlich nicht unter diesem Namen, sondern vielmehr unter dem gefühlt allgemeinen Rufnamen, nämlich Schmalznudel. Wegen jenem Gebäck kennt eigentlich jeder diese Traditionsbäckerei und genau deshalb heißt sie inoffiziell auch so. Dabei handelt es sich um Auszogne, sprich eine besondere Form des Krapfen. Ein Klassiker und ein wirklich toller Tipp.

Prälat-Zistl-Straße 8, 80331 München (am Viktualienmarkt)

Frühstück, Mittag & Abend

Café Neuhausen

Was? Vor allem Frühstück – Mittags und Abends geht aber auch.

Einer meiner Lieblings-Spots in München, was das Frühstück betrifft. Die Auswahl ist riesig, die Kombinationen teilweise recht abwechslungsreich (zB French Toast mit Speck und Rührei) und das Essen ist einfach immer klasse.

Eine weiterer Pluspunkt ist der Außenbereich, der bei schönem Wetter richtig gemütlich ist.

Blutenburgstraße 106, 80636 München

Wirtshaus in der Au

Noch ein sehr beliebtes und etabliertes Gasthaus im bayerischen Stil. Das Essen hier ist sehr authentisch und wirklich ausgesprochen gut. Knödel sind hier eine Spezialität, aber der Backhendlsalat und auch das Frühstück waren hier klasse.

Lilienstraße 51, 81669 München

Mittags & Nachmittags

Gans woanders

Was? Mittags & Nachmittags

Ein Waldfeen-Hexenhaus-Café. Die (gefühlt) schiefen, kleinen Häuschen zaubern eine lockerreichte Atmosphäre in jeden Nachmittag, wenn die untergehende Sonne sie in ein warmes Licht taucht. Hier kann man ganz wunderbar einen guten Kaffee und frischen Kuchen genießen.

Aber es gibt auch richtig leckere Pizza hier!

Pilgersheimer Str. 13, 81543 München

Mittags & Abends

Hofbräuhaus

Was? Mittags und Abends

Eines der berühmtesten Restaurants der Welt und eine der Top-Attraktionen in München. Fast alle Touristen weltweit wollen mal ins Hofbräuhaus!

Bis ins 16ten Jahrhundert gab es für die bayerischen Könige importiertes Bier, bis irgendwann entschieden wurde, dass es ein lokales „Hofbräu“ geben soll und so kam 1608 die Brauerei hier an den Platzl.
Im 19ten Jahrhundert wurde dann das Wirtshaus für die Öffentlichkeit zugänglich und die Brauerei wechselte an den Wiener Platz (siehe oben unter Insidertipps).

Definitiv eine Institution in München!

Das Hofbräuhaus hat viele verschiedene Räume und Bereiche mit Platz für insgesamt bis zu 3.000 Besucher, aber die Schwemme im Erdgeschoss mit Platz für bis zu 1.3000 ist das Kernstück dieses weltbekannten Restaurants.

Platzl 9, 80331 München

QYU

Wo? Schwabing

Was? Mittags und Abends

Ein etwas neuerer und außergewöhnlicher Asiate, leider ein klein wenig abseits, wobei ich die Fahrt dorthin IMMER in Kauf nehmen würde. Für mich eines der besten asiatischen Restaurants in München und ein echter Geheimtipp dazu!

Die Vorspeisen sind schon großartig (Mangosalat), aber das Crunchy-Sushi ist für mich Weltklasse! Unfassbar, wie lecker das ist.

Im Übrigen ist die Mittagskarte überraschend fair – in Sachen Preis-Leistung!

Wilhelm-Hertz-Straße 8, 80805 München

Villa Dante 

Was? Mittags und Abends

Noch ein Tipp leicht entfernt vom Zentrum, aber mit die beste Pizza der Stadt MUSS einfach mit auf diese Liste. In Sachen Pizza könnte man sicherlich viele Restaurants empfehlen, vor allem die diversen Schicki-Spots, aber ich möchte hier bewusst einen Italiener erwähnen, der sich den Platz hier durch tolles Essen verdient hat.

Wie gesagt, die Pizza ist Weltklasse und immer wenn ich dort bin, esse ich Pizza, weil ich kaum eine bessere kenne. Der Laden ist immer voll, insofern unbedingt reservieren!

Dantestraße 22, 80637 München

Hanoi

Wo? Schwabing

Was? Mittags und Abends

Der Inbegriff eines Insidertipps. Von außen unscheinbar, von innen nichts besonderes, aber das Essen ist einfach fantastisch. Sehr authentische vietnamesische Küche im Herzen von Schwabing. Auch als Take-Away richtig gut.

Schellingstraße 104, 80798 München

Brenner Grill 

Was? Mittags & Abends

Ein Klassiker in München. Aber wie wird ein Restaurant  zum Klassiker? In dem es irgendwie besonders oder idealerweise besonders gut ist. Der Brenner Grill bietet eine tolle Karte, eine stilvolle Atmosphäre und (fast) alle Gerichte kommen frisch vom Grill, der sich offen und für jeden sichtbar mitten im Restaurant befindet.

Der Brenner Grill ist ein etwas schickeres Restaurant, aber für mich nicht „drüber“. Sprich, hier kann man in einem angenehmen Umfeld richtig lecker und gut essen.

Maximilianstraße 15, 80539 München

Mozzamo

Super leckerer Italiener mit überragender Pizza, aber generell toller Küche. Sehr stylische Einrichtung! Meine Empfehlung hier ist am Romanplatz in der Nähe des Nymphenburger Schlosses, aber es gibt mehrere Filialen in München.

Romanplatz / Gaßnerstraße 1, 80639 München

Augustiner Keller & Biergarten

Einer DER Klassiker in München. Ein Traditionshaus mit einem der schönsten Biergärten in München. Nahe der Hackerbrücke. Für mich ein MUSS, wenn man im Sommer ein gutes Bier trinken möchte – das Augustiner gilt unter Münchnern durchaus als das beste Bier…

Arnulfstraße 52, 80335 München

Abends

Fitzroy

Wann? Abends

Jetzt wird es deutlich schicker! Das Fitzroy ist ein Restaurant für einen besonderen Abend…

Es befindet sich im Adina Hotel im Werksviertel von München, und zwar in einem der oberen Stockwerke. Dementsprechend ist die Aussicht durch die Rundum-Bodenfenster sensationell und es gibt auch einen Dachterrassen-Außenbereich.

Die Bar ist schon alleine eine Empfehlung, vor allem auch für den Sonnenuntergang, denn von dort schaut man direkt Richtung Westen.

Das Essen ist dann aber die Krönung. Küche läuft unter „Modern Australian Cuisine“, aber gefühlt ist da von allem etwas dabei. Die Speisekarte liest sich in jedem Fall überragend. Ich hatte Lachs-Sashimi als Vorspeise und Smok BBQ Beef und beides war fantastisch.

Nicht günstig, aber wenn man alles zusammennimmt sind die Preise angemessen.

Atelierstraße 22 WERK4 / 14. Stockwerk, 81671 München

Fototipps, die ich euch gerne mitgeben möchte

  1. St. Peter:
    Die Kirche samt Glockenturm befindet sich direkt am Marienplatz und bietet deshalb eine wunderbare Aussicht im Zentrum Münchens. Besonders für Fotografen ist es hier von Vorteil, dass es sich um eine offene Plattform handelt, sprich „nur“ mit einem Schutzgitter und eben keiner Verglasung. Dadurch sind richtig tolle Aufnahmen möglich, vor allem bei gutem Wetter. Mit viel Glück kann man von hier sogar die Alpen erkennen.
  2. Monopterus
    Ein Klassiker und eines der schönsten Fotomotive in München liegt im Englischen Garten. Zum einen ist die Aussicht von diesem 1836 extra angelegten Hügel überragend und zum anderen ist der griechisch anmutende Rundtempel selbst einfach besonders sehens- und erlebenswert.
    Vor allem früh morgens – mit der Sonne im Rücken, wenn noch nicht so viel los ist – ist der Ausblick auf Münchens größten Park natürlich phänomenal. Abends scheint die Sonne dann wunderschön auf den Tempel.
  3. Olympiapark
    Zum einen gibt es richtig tolle Zeltdachtouren, bei denen man AUF DEM Dach des Olmypiastadions eine wunderbare Möglichkeit für großartige Fotos bekommt.
    Zum anderen ist der Olympiaberg zum Sonnenuntergang im Sommer ein super Spot um die Sonne hinter dem Olympiastadion untergehen zu sehen. Dabei kann auch klasse Bilder machen. 
  4. Hackerbrücke
    Die Hackerbrücke ist die letzte Station vor dem Hauptbahnhof, weshalb hier extrem viele Gleise zusammenlaufen und man so einen komplett freien und unverbauten Blick Richtung Westen genießen kann. Perfekt, um abends die sensationelle Atmosphäre zu genießen und großartige Fotos zu machen!

Oktoberfest – die fünfte Jahreszeit in München

Wenn man Leuten egal wo in der Welt spricht, erntet man bei dem Wort Oktoberfest fast immer ein „Aaah“ in Kombination mit einem lachenden Strahlen. Das größte Volksfest der Welt ist überall bekannt und sicherlich bei ganz vielen Menschen auf der Bucketlist. Und das völlig zu Recht, das Oktoberfest ist etwas ganz Besonderes und jeder der mal dort war, versteht genau, was damit gemeint ist.

Ich gehe seit ich ein kleiner Junge bin auf das Oktoberfest und freue mich wie alle Münchner immer wieder darauf, wenn es Mitte September aufs Neue los geht…


Hier sind meine besten Tipps für das Oktoberfest:

1) Allgemeines

  • Zur Hochzeit von Prinzessin Therese und Ludwig von Bayern am 12.10.1810 gab es in München diverse Feste, darunter auch ein Pferderennen am 17.10., auf welches das Oktoberfest (vermutlich) zurückzuführen ist.
  • Da das Oktoberfest auf der Theresienwiese stattfindet, heißt bei den Münchnern auch nur liebevoll „die Wiesn“.
  • Im Gegensatz zum ersten Oktoberfest beginnt die Wiesn nicht im Oktober, sondern im September. Es endet aber am ersten Wochenende im Oktober! Hintergrund ist ganz einfach das Wetter. Im September gibt es in München (meistens) den beliebten „Altweibersommer“, bei dem es nochmal richtig schön sonnig und mild wird. Deshalb wurde 1904 beschlossen das Oktoberfest nach vorne zu verlegen.

2) Anreise / Abreise

  • Ein Teil der Wiesn ist selbstverständlich das Bier. Selbst wenn man normalerweise kaum Bier trinkt (so wie ich zum Beispiel), sollte man doch mal eine Maß Bier probieren. Dementsprechend empfiehlt es sich auch per öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Die besten Stationen sind hier die S-Bahn-Station Hackerbrücke und die U-Bahn-Stationen Theresienwiese (U4, U5), Goetheplatz (U3, U6) oder Poccistraße (U3, U6). Speziell abends, wenn die Bierzelte schließen, ist die Stationen Theresienwiese meist hoffnungslos überfüllt – genau dann empfehlen sich die beiden anderen U-Bahn-Stationen oder die Hackerbrücke.
  • Rund um die Theresienwiese ist es abends nahezu aussichtslos Taxis zu begonnen.  Darauf sollte man eingestellt sein.

3) Besuch

  • Der für mich wichtigste Ratschlag ist, NICHT Freitag Abend oder an einem Samstag auf die Wiesn zu gehen. Es wird absurd voll und es werden extrem viele Touristen dort sein. An allen anderen Tagen sind meistens die Münchner  auf dem Oktoberfest, man sieht mehr Menschen in Tracht und die Stimmung ist weniger HalliGalliDrecksau, sondern mehr lustige Party.
  • Zum Oktoberfest gehört eine schöne Tracht. Wer nur einmal dort ist, möchte vermutlich nicht viel Geld für die passende Kleidung ausgeben, aber für die echte Wiesn-Erfahrung wäre eine Überlegung wert. Ich kann sehr gerne und gut Trachten Angermaier an der Donnersberger Brücke oder am Viktualienmarkt empfehlen – dort gibt es rund um die Wiesn auch immer wieder preiswerte Sets.

4) Die Bierzelte

  • Ich würde das Hofbräuzelt meiden – hier versammeln sich Engländer, Australier und alle weiteren trinkfreudigen Gäste, weshalb der „bayerische Faktor“ ganz weit nach hinten rutscht.
  • Wer es ruhiger mag und in Ruhe etwas essen möchte, kann sehr gut in die Fischer Vroni, die Ochsenbraterei und oder das Augustiner Bierzelt gehen. Alles Traditionszelte ohne den ganz großen Partyfaktor.
  • Eine lustige Party findet man im Hackerzelt, Winzerer Fahndl, Bräurosl, Schottenhammel, Löwenbräu und Schützenzelt.
  • Schick ist es im Käferzelt und im Weinzelt. Diese beiden Zelte schließen nicht wie alle anderen Zelte um 22.30 Uhr, sondern erst um 0.30 Uhr. Das heißt wer länger feiern möchte, sollte hier sein Glück versuchen.
    ABER: Es macht keinen Sinn wie alle anderen auch um 22.30 Uhr aufzuschlagen, denn da wollen alle rein und die Tür schließt recht schnell. Lieber um 22 Uhr das Zelt wechseln, dann sollte alles glatt gehen.
    TIPP: Im Weinzelt gibt es einen Hintereingang, der deutlich länger geöffnet hat, als der Vordereingang.

5) Praktische Hinweise 

  • Wenn man weiß, dass man länger in einem Zelt bleiben möchte und man Jacken etc dabei hat, würde ich einen Plastiksack mitnehmen. Dort kann man alle Jacken reinpacken und diesen dann im Zelt unter der Bank irgendwie befestigen. So bleibt alles sauber, normalerweise geht nichts verloren und man muss danach nicht frieren.
  • Bei allen Zelten schließen als erstes die Haupteingänge. Wenn diese also zu sind, kann man sein Glück gut und gerne mal an dein Seiteneingängen probieren.
  • Wenn man einen Tisch hat, würde ich der Bedienung am Anfang immer ein gutes Trinkgeld geben. Schon alleine, weil sich alle Kellner/innen dies verdienen, aber auch weil man dann sicherlich in den nächsten Stunden schneller und besser bedient wird.

Mein Stadtrundgang durch die Altstadt von München

Es ist ja oftmals nicht ganz leicht die ganzen Sehenswürdigkeiten in eine gute Reihenfolge zu packen, so dass man auf schönen Wegen die meisten Attraktionen besuchen kann.

Ich habe hier einen Stadtrundgang zusammengebaut, den ich selbst auch so schon mehrfach mit Freunden und Gästen ausprobiert habe.

1. Startpunkt: Stachus

-> 1,0 km – 14 Minuten

2. Königsplatz

-> 1,1 km – 17 Minuten (via Karolinenplatz)

3. Odeonsplatz

-> 1,2 km – 18 Minuten (via Ludwigstraße)

4. Siegestor

-> 1,3 km – 19 Minuten (via Englischer Garten)

5. Eisbachwelle

-> 1,4 km – 20 Minuten (via Hofbräuhaus)

6. Isartor

-> 450 m – 6 Minuten

7. Viktualienmarkt

-> 300 m – 4 Minuten (via Alter Peter)

8. Marienplatz

-> 350 m – 5 Minuten

9. Max-Jospeh-Platz (Bayerische Oper)

-> 450 m – 6 Minuten

10. Promenadeplatz

-> 250 m – 3 Minuten

11. Frauenkirche

-> 800 m – 11 Minuten (via Kaufinger Straße)

12. Sendlinger Tor

-> 500 m – 8 Minuten

13. Stachus / Karlsplatz

Insgesamt läuft man hier ca. 9,1 km, wobei man auch gegebenenfalls den Schlenker zum Siegestor herauslassen könnte. Das würde ca. 2,5 km sparen.

Gibt es saisonale Events? Was kann ich wann erwarten?

München hat im Laufe eines Jahres einige besondere Events, Traditionen und Feste, die man vielleicht bei einer geplanten Reise beachten kann:

Fasching

Los geht es mit dem Karneval, der in München allerdings Fasching heißt. Den Anfang macht rund um das Faschingswochenende der „lumpige Donnerstag“, bei dem traditionell die Frauen „die Hauptpersonen sind“ und symbolisch dafür den Männern die Krawatten abschneiden dürfen. Der Höhepunkt ist allerdings der Faschingsdienstag, bei dem die Altstadt in München zu einer großen Partyzone wird. Auf dem Viktualienmarkt findet vormittags immer der beliebte „Tanz der Marktweiber“ statt, bei dem die Standbetreiberinnen mit auffälligen Kostümen traditionsgemäß gute Stimmung verbreiten.

Frühlingsfest

Die Mini-Wiesn! Von Ende April bis Anfang Mai findet das erste große Münchner Volksfest des Jahres – genau wie beim Oktoberfest – auf der Theresienwiese statt. Es gibt dabei auch zwei Bierzelte, zahlreiche Fahrgeschäfte, Schaustellerbuden und weitere Attraktionen. Alles ist deutlich entspannter als bei der Wiesn und ich finde das Frühlingsfest ist (auch deshalb) wirklich ein schönes Event.

Tollwood

Ganz ehrlich, das Tollwood ist mein Lieblings-Festival in München. Speziell, das Sommer-Tollwood! DENN, es gibt das Tollwood 2 x im Jahr. Einmal das Sommer-Tollwood im Olympiapark (Ende Juni bis Ende Juli) und einmal das Winter-Tollwood auf der Theresienwiese (Ende November bis Ende Dezember). Hierbei gibt es jeweils viel Kunst & Handwerk, Musik, zahlreiche Foodtrucks und Essenstände und eine Musik-Arena mit vielen prominenten Live-Konzerten. Im Sommer versprüht dieses kleine Alternativdorf eine ganz besondere Wohlfühlen-Atmosphäre, die ich nur jedem ans Herz legen kann…

Wiesn

Das Oktoberfest ist natürlich DAS Highlight im Münchner Eventkalender. Ausführliche Informationen habe ich weiter oben bereits zusammengestellt.

Weihnachten – Christkindlmarkt

Vor Weihnachten gibt es in der Münchner Innenstadt viele Christkindlmärkte, die eigentlich allesamt ausgesprochen schön gestaltet und einen Besuch wert sind. Der bekannteste davon ist aber selbstverständlich der Christkindlmarkt auf dem Marienplatz samt dem riesigen Weihnachtsbaum direkt vor dem Rathaus. Dieser findet immer von Ende November bis zum 24ten Dezember statt.

Fun Facts zu München

  • Münchens wurde 1158 durch Heinrich den Löwen (geboren in Braunschweig – dort komme ich her) gegründet.
  • Die Grundsteinlegung des neuen Rathauses am Marienplatz erfolgte am 25. August 1867, dem Geburts- und Namenstag von König Ludwig II..
  • Ursprünglich hieß der Viktualienmarkt „grüner Markt“, oder einfach Marktplatz. Die Bezeichnung Viktualienmarkt kam im 19. Jahrhundert auf, als es im Bildungsbürgertum modern war, deutsche Begriffe zu latinisieren.
  • Der Südturm der Frauenkirche ist um 12 cm kleiner als Nordturm (98,45 m gegenüber 98,57 m).
  • Die erste deutsche McDonald’s-Filiale eröffnete am 4.12.1971 in München, und zwar in der Martin-Luther-Straße (fast direkt neben dem Grünwalder Stadion) im Stadtteil Obergiesing. Sie ist auch heute noch in Betrieb.
  • Nach dem Platz Münchener Freiheit in Schwabing wurde sogar eine Band benannt. Ihre größten Hits waren Ohne Dich (schlaf ich heut Nacht nicht ein) und So lange man Träume noch leben kann.
  • Der Friedensengel wurde der Siegesgöttin Nike nachempfunden! 
  • Den Olympiaturm im Olympiapark könnte man theoretisch auch zu Fuß erklimmen. Im Inneren führen 1.230 Stufen nach oben, allerdings ist dieser Teil nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Einkaufen in München

Selbstverständlich kann man in München auch hervorragend shoppen gehen! Hierbei gibt es Klassiker und ein paar besondere Tipps:

Kaufinger Straße

Deutschlands umsatzstärkste Einkaufsstraße! Zwischen Stachus und Marienplatz verlaufen die Neuhauser und die Kaufinger Straße, allerdings spricht man meistens immer nur von der Kaufinger Straße. Hier gibt es große, bekannte und lokale Geschäfte PLUS das Traditionshaus Oberpollinger, welches zur KaDeWe-Gruppe gehört. Ich mag zu dem die Kaufingertor Passage noch sehr gerne.

Theatiner Straße 

Links neben dem Rathaus führt die Weinstraße weg vom Marienplatz und geht später in die Theatiner Straße über. Dort findet man ebenfalls viele Geschäfte und vor allem auch die Einkaufspassage „Fünf Höfe“.

Hohenzollernstraße 

Wer eher auf der Suche nach kleineren Läden ist, ist in Schwabing-West genau richtig. Hier würde ich auf jeden Fall die Hohenzollernstraße empfehlen.

Rund um den Gärtnerplatz

Wie schon weiter oben bei meinen Insidertipps erklärt, ist das Glockenbachviertel, und hier speziell rund um den Gärtnerplatz, ein besonders schöner Teil von München. Ich mag vor allem die Reichenbach- und die Fraunhoferstraße sehr gerne, denn hier findet man etwas ausgefallenere und auch regionale Läden.

Pasing Arkaden

Natürlich darf bei meinen Einkaufstipps auch eine echte Mall nicht fehlen und ich habe mich hier für die Pasing Arkaden entschieden. Es gibt auch zwei drei andere Malls in München, aber die Pasing Arkaden gefallen mir ganz klar am Besten. Das ganze Areal rund um die Arkaden ist recht neu und die Auswahl an Geschäften und auch Restaurants und Cafés ist hier großartig.

Zur Anreise, die Arkaden befinden sich direkt an der S-Bahn-Station Pasing.

Maximilianstraße

Abschließend noch DER Klassiker, und zwar die Nobel-Einkaufsmeile Maximilianstraße. Hier kann man bei Gucci, Louis Vuitton, Valentino, Dior, usw. richtig viel Geld loswerden, aber auch einfach mal nur staunend entlang der Schaufenster schlendern.