Paris = Eiffelturm. So war es für mich als Kind und so geht es mir immer noch nach vielen Besuchen in Frankreichs Hauptstadt. Es gab mal von Disney ein Lustiges Taschenbuch, in dem Dagobert Duck den Eiffelturm auseinanderbaut, um an einen versteckten Schatz zu gelangen. Diese Geschichte habe ich als Kind verschlungen und seitdem hat dieses außergewöhnliche Bauwerk eine besondere Faszination auf mich ausgeübt.
Bei meinem ersten Mal in Paris war ich dementsprechend überwältigt, als ich schließlich vor dem Eiffelturm stand. Wenn man so ein ikonisches Gebäude tatsächlich live sieht, ist es für mich immer wieder ein ganz tiefes Gefühl. Ähnlich ging es mir wohl nur bei der Freiheitsstatue in New York, dem Colosseum in Rom und den Pyramiden in Kairo.
Als ich dann während meines zweiten Besuch in Paris endlich auch auf den Eiffelturm konnte, war mein Glück perfekt. Aus dem Grund wollte ich auch unbedingt die Treppen hochlaufen und nicht den Fahrstuhl nehmen, um das Erlebnis richtig zu fühlen.
Ich wünsche jedem einzelnen von euch einen ähnlich magischen Moment mit dem Eiffelturm in Paris…
Folgend habe ich euch nach einigen Besuchen vor Ort meine wichtigsten Tipps und Hinweise zusammengestellt – hier die Übersicht:
#2 Wo genau befindet sich der Eiffelturm?
#3 Wie komme ich zum Eiffelturm?
#4 Eine Übersichtskarte zum Eiffelturm
#5 Wo sind die Eingänge für den Eiffelturm?
#6 Kann ich den Eiffelturm kostenlos besuchen?
#7 Wieviele Plattformen gibt es?
#8 Wie komme ich zu den verschiedenen Plattformen?
#9 Welche Tickets gibt es für den Eiffelturm?
#10 Wo gibt es Restaurants auf dem Eiffelturm?
#1 Generelle Infos
Der Eiffelturm wurde 1889 zur Weltausstellung errichtet und ist heute zweifelsohne das bekannteste Wahrzeichen von Paris. Er ist nach seinem Konstrukteur Gustave Eiffel benannt und besteht größtenteils aus Eisen, genauer gesagt aus rund 18.000 einzelnen Metallteilen, die miteinander vernietet wurden.
Mit einer Höhe von etwa 330 Metern (inklusive Antenne) war er lange Zeit (bis 1930) das höchste Bauwerk der Welt. Interessanterweise war der Turm ursprünglich nur als temporäres Bauwerk geplant, wurde jedoch wegen seiner technischen Bedeutung erhalten. Durch die Installation einer Funkantenne im Jahr 1903 wurde der Turm als Sendemast für die drahtlose Telegrafie essenziell, plus seine Funktion für Wetterbeobachtungen retteten das Bauwerk.
Heute ist der Eiffelturm eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten weltweit und kann über Aufzüge oder Treppen bis zu mehreren Plattformen bestiegen werden.
Besonders bekannt ist die nächtliche Beleuchtung: Nach Einbruch der Dunkelheit beginnt stündlich eine kurze Lichtshow, bei der tausende Lichter den Turm zum Funkeln bringen.
Die Öffnungszeiten variieren je nach Saison und welche Art des Aufstiegs ihr wählt. Hier ganz grob eine Übersicht, wobei ihr die genauen Zeiten auf folgender Seite erfahrt.
Januar bis Mitte Juni: täglich von 9:00 Uhr bis 23:00 Uhr
Mitte Juni bis Anfang: September täglich von 8:45 Uhr bis 0:45 Uhr
Anfang September bis Dezember: täglich von 9:00 Uhr bis 23:00 Uhr
Die letzte Fahrt mit dem Aufzug zum Gipfel ist in der Regel 1 Stunde vor Schließung des Turms (die genauen Zeiten können täglich variieren).
Die Treppe ist die meiste Zeit des Jahres von 9:00 Uhr bis 18:30 Uhr geöffnet, wobei der letzte Zugang um 18:30 Uhr erfolgt. In der Hochsaison (Mitte Juni bis Anfang September) bleibt die Treppe jedoch bis 0:30 Uhr geöffnet, wobei der letzte Zugang um Mitternacht erfolgt.
#2 Wo genau befindet sich der Eiffelturm?
Der Eiffelturm befindet sich im 7. Arrondissement im Westen von Paris, direkt am Ufer der Seine. Er steht am Rand des großen Parks Champ de Mars, der sich südlich des Turms als weitläufige Grünfläche erstreckt. Ich fand die Anlage für Fotos mit dem Eiffelturm im Hintergrund sehr spannend.
Nördlich des Eiffelturms führt die Brücke Pont d’Iéna über die Seine zum beeindruckenden Platz Trocadéro, von dem ihr einen der bekanntesten Ausblicke auf den Turm habt. Ich fand gerade die davor befindliche Esplanade und den angeschlossenen Park sehr schön, da man sich hier wunderbar ausruhen oder die verschiedenen Künstler, Rollerbladefahrer und vorbei eilenden Touristen beobachten kann.
Insgesamt liegt der Eiffelturm in einem erfreulich offenen und parkähnlichen Bereich, der von Wasser, Grünflächen und breiten Straßen geprägt ist.
#3 Wie komme ich zum Eiffelturm?
Zum Eiffelturm kommt ihr in Paris problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad.
Die nächstgelegenen Metrostationen:
- Bir-Hakeim (Linie 6), etwa 10 Minuten zu Fuß entfernt.
- Trocadéro (Linien 6 und 9), auf der anderen Seite der Seine, von wo ihr über die Pont d’Iéna kommt.
- École Militaire (Linie 8), ca. 15 Minuten zu Fuß, aber habt ihr den Eiffelturm schon auf dem Weg dorthin die ganze Zeit vor euch.
Die nächstgelegene RER-Station:
- Champ de Mars – Tour Eiffel (Linie C – gelb), die besonders praktisch ist, wenn ihr aus anderen Teilen der Stadt oder vom Stadtrand kommt.
Die nächstgelegenen Bushaltestellen:
- Tour Eiffel (Linien 82, 30, 42) &
- Champ de Mars (Linien 69, 86)
die nur ca. 5-7 Gehminuten entfernt liegen.
Wenn ihr mit dem Fahrrad unterwegs seid, findet ihr zahlreiche Stationen des Vélib’ Métropole rund um den Eiffelturm, vor allem entlang der Seine und an den angrenzenden Straßen.
#4 Übersichtskarte zum Eiffelturm
Ich habe auf der Karte die wichtigsten Spots rund um den Eiffelturm markiert.
Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.
#5 Wo sind die Eingänge zum Eiffelturm?
Um auf das Gelände des Eiffelturm zu gelangen, müsst ihr zunächst durch eine Sicherheitskontrolle – das war früher nicht so. Das gesamte Areal unter dem Turm ist mittlerweile eingezäunt, so dass der Zugang daher nur über festgelegte Eingänge erfolgt. Diese befinden sich auf der Süd- und Ostseite des Turms, jeweils in Richtung Champ de Mars und den angrenzenden Straßen. Die Ausgänge sind auf den jeweils gegenüberliegenden Seiten.
An den Eingängen werden Taschenkontrollen durchgeführt, ähnlich wie an Flughäfen. Erst danach gelangt ihr in den inneren Bereich direkt unter dem Turm. Von dort aus verteilen sich die Wege zu den vier Pfeilern, an denen sich die Zugänge zu den Aufzügen und Treppen befinden.
Je nach Andrang kann es an den Eingängen zu Wartezeiten kommen, besonders in der Hauptsaison. Dies solltet ihr bei euren gebuchten Zugangszeiten berücksichtigen.
#6 Kann ich den Eiffelturm kostenlos besuchen?
Jein, der Besuch des Vorplatzes (Esplanade) und der Gärten unter dem Eiffelturm ist tatsächlich kostenlos
ABER, auch wenn ihr nur unter den Turm möchtet und kein Ticket habt, müsst ihr die oben erwähnte Sicherheitskontrollen passieren.
#7 Wieviele Plattformen gibt es?
Der Eiffelturm verfügt über drei öffentlich zugängliche Plattformen, die ihr auf den diversen Bildern auch sehr gut erkennen könnt:
Die erste Plattform liegt in etwa 57 Metern Höhe und ist über die Treppen oder Aufzüge erreichbar. Hier findet ihr unter anderem einen Glasboden und eine interaktive Ausstellung zur Geschichte des Turms.
Die zweite Plattform auf rund 115 Metern war mein persönliches Highlight. Sie ist ebenfalls per Aufzug oder über die Treppe erreichbar. Von hier habt ihr eine tolle Sicht auf die Stadtstruktur von Paris, die umliegenden Sports und viele bekannte Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel den Invalidendom.
Die dritte Plattform ist die Spitze des Turms auf etwa 276 Metern Höhe und kann nur mit dem Aufzug erreicht werden. Sie ist deutlich kleiner, bietet dafür aber die höchste Aussicht über Paris. Hier gibt es zusätzlich einen kleinen Innenbereich, sowie eine nachgebildete Arbeitsstube von Gustave Eiffel.
#8 Wie komme ich zu den verschiedenen Plattformen?
Die Plattformen des Eiffelturms erreicht ihr entweder über Treppen oder Aufzüge.
Die Aufzüge befinden sich an den Pfeilern Nord, Ost und West.
Der Zugang für die Treppe liegt am Pfeiler Süd.
Dei erste und zweite Etage könnt ihr über die Treppe und/oder den Aufzug erreichen.
Bis zur ersten Plattform sind es 347 bis 364 Stufen, bis zur zweiten Plattform wären es 674 Stufen. Pro Etage solltet ihr mit ca. 15 Minuten rechnen.
Der Gipfel ist nur per Aufzug, entweder ab dem Erdgeschoss oder der 2. Etage, erreichbar.
#9 Welche Tickets gibt es für den Eiffelturm?
Es stehen euch vier Ticketoptionen zur Verfügung.
Zweite Plattform
Es gibt zunächst Tickets für die zweite Etage. Diese könnt ihr
- entweder für den Aufstieg über die Treppe
- oder für die Nutzung des Aufzugs
buchen.
Spitze
Zusätzlich gibt es Tickets bis ganz nach oben zur Spitze. Hier habt ihr die Auswahl zwischen
- einer Fahrt mit dem Aufzug bis zur zweiten Etage und anschließend einen weiteren Aufzug bis ganz nach oben
- oder ihr geht zu Fuß über die Treppe bis zur zweiten Etage und fahrt von dort mit dem Aufzug weiter zur Spitze.
Solltet ihr euch für eine Variante mit dem Aufzug entscheiden besucht ihr die erste Etage jeweils auf dem Rückweg, sprich als letzte Station.
WICHTIG! Wenig überraschend ist die Nachfrage für Tickets Eiffelturm absurd hoch. Deshalb empfehle ich euch DRINGEND eure Tickets möglichst frühzeitig online über die offizielle Website buchen.
Das Portal ist an sich sehr übersichtlich, ihr dürft euch nur nicht wundern, denn es wird immer nur das angezeigt, was für den jeweiligen Tag noch verfügbar ist.
ABER: Es kann sich dennoch lohnen, regelmäßig kurzfristig nachzusehen, da gelegentlich zusätzliche Kontingente freigegeben werden.
Als weitere Option könnt ihr Tickets über Plattformen wie GetYourGuide buchen. Dort gibt es zum einen verschiedene Ticketoptionen mit teilweise interessanten Paketen, PLUS teilweise sind hier auch noch Kontingente zusätzliche verfügbar. Der Vorteil bei getyourguide ist, dass ihr die Tickets bis zu 24h vorher kostenlos stornieren könnt.
ABER NOCHMAL: Spekuliert lieber nicht auf gutes Wetter, sondern bucht euch so schnell wie möglich Tickets für den Eiffelturm, wenn ihr nach Paris reisen wollt. Es wäre super ärgerlich, wenn ihr vor Ort seid und keinen Zugang mehr buchen könnt.
#10 Wo gibt es Restaurants auf dem Eiffelturm?
Auf der ersten Etage befindet sich das Restaurant Madame Brasserie. Dabei handelt es sich um ein klassisches, französisches Restaurant mit Bedienung. Es ist die „zugänglichste“ Option des Eiffelturms.
Auf der zweiten Etage liegt das gehobene 2*-Restaurant Le Jules Verne. Dieses ist deutlich exklusiver und gehört zur Fine-Dining-Kategorie. Es hat einen eigenen Zugang per Aufzug! Hier solltet ihr unbedingt reservieren!
Ganz oben in der Spitze gibt es eine Champagner-Bar, die aber gefühlt mehr das besondere Erlebnis unterstreichen soll und weniger den Champagner in den Vordergrund rückt.
Zudem gibt es Essens- und Getränkestände auf der Esplanade, sowie auf der ersten und zweiten Etage.
#11 Welche Fototipps gibt es für den Eiffelturm?
Paris bietet zahllose Möglichkeiten, den Eiffelturm aus ungewöhnlichen Perspektiven zu fotografieren. Wer den perfekten Shot sucht, sollte sowohl die Lage als auch die Tageszeit im Blick haben.
DAS Postkartenmotiv
Ein Muss für jeden Fotografen ist der Blick vom Trocadéro. Praktischerweise befindet sich hier eine Metro-Station, so dass ihr diese perfekt als Startpunkt wählen könnt.
Die Plattform vor dem Palais de Chaillot bietet einen freien Blick über die Jardins du Trocadéro und den Warschauer Brunnen direkt auf den Turm. Hier entstehen die typischen Postkartenbilder – besonders beeindruckend kurz vor Sonnenuntergang, wenn die Sonne im Rücken steht und der Turm langsam zu leuchten beginnt.
Eine Spielerei
Wenn ihr vom Trocadéro kommt überquert ihr die Seine auf der Brücke Pont d’Iéna. Ich finde hier kann man fotografisch wunderbar mit den Laternen und den diversen Statuen „spielen“.
Ein Geheimtipp
Die Avenue de Camoens, südlich vom Trocadéro, entwickelt sich zu einem besonderen Tipp, weil ihr auch hier die Häuser und Bäume der Umgebung in eure Bilder mit einbauen könnt. Dadurch entstehen Bilder, die fast schon „zufällig“ wirken.
Ein Klassiker
Ein weiterer bekannter Standort liegt am Ende der Rue de l’Université. Hier wird der Eiffelturm symmetrisch zwischen den Häuserfronten eingerahmt, was besonders für Architektur- und Street-Fotografie spannend ist.
Vorsicht am späten Nachmittag, denn da kann die Sonne eventuell direkt hinter dem Eiffelturm stehen. Wer Gegenlicht-Fotografie mag, für den ist es perfekt, ansonsten lieber morgens kommen!
Der Eiffelturm und die Seine
Falls ihr nochmal eine ganz andere Perspektive gewinnen wollt, eignet sich die Brücke Bir-Hakeim sehr gut für Aufnahmen mit dem Fluss im Vordergrund. Morgens geht hier die Sonne hinter dem Eiffelturm auf, was ein wunderbares Lichtspiel ermöglicht. Abends habt ihr hier die Sonne herrlich im Rücken.
Oder aber ihr macht nochmal „einen Schritt zurück“ und verwendet die zweistöckige Brücke mit ihren eisernen Bögen als Vordergrund.
#12 Fun Facts zum Eiffelturm
- Mehr als 2,5 Millionen Nieten halten die 18.038 Einzelteile zusammen.
- Der Turm wird alle sieben Jahre neu gestrichen. Dazu werden etwa 60 Tonnen Farbe benötigt.
- Die Farbe „Eiffel-Tower-Brown“ wurde speziell für das Bauwerk entwickelt. Sie ist so abgestimmt, dass der Turm sich harmonisch in den Pariser Himmel einfügt.
- Jährlich kommen über 6 Millionen Menschen, damit ist der Eiffelturm das meistbesuchte kostenpflichtige Denkmal der Welt.
- Seit 1985 wird der Turm nachts mit tausenden Lichtern erleuchtet. Die Lichtshow blinkt jede volle Stunde für fünf Minuten.
- Gustave Eiffel selbst hatte eine kleine Wohnung an der Spitze des Turms eingerichtet. Hier empfing er sogar prominente Gäste wie Thomas Edison.
- Es gibt weltweit zahlreiche Mini-Nachbildungen des Turms, z. B. in Las Vegas, Tokio und sogar in Paris selbst am Mini-Eiffelturm im Stadtteil Montmartre.








