Reisetipps Griechenland – Mykonos
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Mykonos ist, wie so viele griechische Inseln, ein Traum in Weiß und Blau – es gibt zahlreiche wunderschöne Orte und herrliche Sandstrände.
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Allerdings ist um die Kykladeninsel in den letzten Jahren auch ein regelrechter Hype entstanden, vor allem auch durch Social Media. Dementsprechend stark gebucht ist die Hauptsaison.
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Wer nach Mykonos reist, muss wissen, dass es sich neben Ibiza und der Côte d’Azur vermutlich um DIE Partyinsel unter dem Motto „sehen und gesehen werden“ handelt.
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In der Nebensaison ist Mykonos allerdings wirklich zauberhaft, denn es gibt zahlreiche tolle Spots.
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Speziell die Hauptstadt Mykonos-Stadt (oder Chora) bietet eine Vielzahl von fotogenen Locations und einem Labyrinth aus charmanten Gassen.
Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?
Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps
Mykonos ist international sicherlich eine der bekanntesten Inseln in Griechenland, was spannend ist, denn in den 1960er- und 1970er-Jahren handelte es sich um ein bekanntes Hippie-Paradies und ein unberührtes Ziel für Aussteiger, Künstler und Rucksacktouristen. Später gab es immer mehr Beachclubs, die den extravaganten und teuren Partytourismus nach und nach angekurbelt haben. Mittlerweile ist Mykonos in den Sommermonaten ein touristischer (Instagram-)Hotspot, was das Wesen der Insel selbstverständlich verändert.
Ich schreibe das hier so deutlich, weil man unbedingt mit der richtigen Erwartungshaltung nach Mykonos reisen sollte. Vor allem Kenner des ursprünglichen Griechenlands sollten einen großen Bogen um die Insel machen. Selbstverständlich hat die Insel auch nach wie vor sehr schöne Plätze und die Strände sind ebenfalls wunderschön, aber es ist eben auch alles etwas voller als in vielen anderen Gebieten.
- Generell
Mykonos ist eine griechische Insel in der Ägäis und gehört zur Inselgruppe der Kykladen. Sie liegt zwischen Tinos, Syros, Paros und Naxos und zählt mit einer Fläche von ca. 85 Quadratkilometern bei etwa 10.000 Einwohnern eher zu den kleineren Insel. Die Hauptstadt ist Mykonos-Stadt (auch Chora genannt), die zugleich das touristische Zentrum der Insel bildet.
Aufgrund des starken Windes, des sogenannten Meltemi, ist Mykonos auch dem Namen „Insel der Winde“ bekannt. Die charakteristischen Windmühlen sind das quasi das Wahrzeichen dafür. - Wie komme ich nach Mykonos?
Die Insel verfügt über einen internationalen Flughafen (JMK) und ist in nur knapp drei Flugstunden von Deutschland aus zu erreichen. Die Flugverbindungen sind im Sommer generell sehr gut, sprich, es gibt ab vielen deutschen Flughäfen Non-Stop-Flüge nach Mykonos. - Wann ist die beste Reisezeit für Mykonos?
Für mich ganz klar von Mai bis Ende Juni und ab Mitte September bis Anfang / Mitte Oktober. Auf dem Papier lautet die Antwort natürlich ganz simpel von Mai bis Oktober, weil es in dieser Zeit tagsüber schön warm ist man ab Juni sehr gut Baden kann, aber in den Monaten Juli und August platzt die Insel aus allen Nähten und es wird voll. Und mit voll meine ich richtig voll. Dann lieber Mitte September, wenn es noch sommerlich warm ist, aber der ganz große Touristenschwall vorbei gezogen ist. Ich war zweimal in dieser Zeit und es war beide Male wunderbar. - Wie plane ich meinen Urlaub auf Mykonos?
Damit meine ich, dass man sich vorher überlegen sollte, was man von der Reise erwartet:
– Reiner Strandurlaub – alles klar. Es gibt zahlreiche, sehr schöne Strände mit Beachlcubs, allerdings würde ich dann eher nach einem Hotel im Süden und etwas weiter weg von Mykonos Stadt schauen.
– Partyurlaub – yes, totally! In dem Fall würde ich zwingend ein Hotel in der Nähe von Mykonos-Stadt empfehlen, denn ansonsten verliert ihr unter Umstände viel Zeit im Auto bzw. im Bus. gerade in der Hochsaison kann der Verkehr nämlich nervig sein und dann ist es gut dort zu wohnen, wo die meisten Partys stattfinden. - Wie bewege ich mich auf Mykonos?
– Mietwagen
Ganz klar meine favorisierte Variante. So seid ihr flexibel und könnte die Tag spontan planen ohne euch an Busfahrpläne halten zu müssen. Dazu könnt ihr so leichter mal hier und mal dort eure Zeit verbringen. Ich habe es sehr zu schätzen gewusst, dass ich jeden Tag einen anderen Strand aufsuchen und abends dann je nach Lust und Laune noch in das Restaurant meiner Wahl gehen konnte.
Klar, die Kosten für ein Leihauto kürzen die Reisekasse, aber so nutzt ihr eure ideal aus. Für eine Woche in der Nebensaison bezahlt man für einen Kleinwagen nur ca. € 200 (inkl. jeder Versicherung), in der Hochsaison müsst ihr mit dem doppelten rechnen!
Hier kann ich euch sunnycars empfehlen, mit denen ich seit Jahren weltweit gute Erfahrungen mache oder ihr wählt eine lokale Firma, dann wäre CCC Mykonos meine bevorzugte Wahl.
– Bus
Auch eine Variante, denn es gibt ab Mykonos-Stadt einige Verbindungen zu den Stränden im Süden. Allerdings habe ich am späteren Nachmittag oftmals viele Wartende an den Stationen gesehen, sprich es kann auch sein, dass man mehrere Fahrten abwarten muss, bis man in den Bus kommt. Hier kommt zum Bus-Fahrplan.
Abfahrt ist immer bei der Bushaltestelle am alten Hafen – siehe meine Karte.
– Roller
Gerade für kürzere Tagesausflüge oder Fahrten innerhalb von Mykonos-Stadt sicherlich ebenfalls eine schicke Option, bei der ihr euch der lästigen Parkplatz-Problematik entspannt entledigt. Pures Urlaubsfeeling. Auch hier würde ich euch CCC Mykonos empfehlen.
Die besten Spots auf Mykonos
Folgend nun die verschiedenen Spots und Sehenswürdigkeiten auf Mykonos mit Erklärungen und Infos zu dem jeweiligen Besuch.
Ich habe hier keine Hitliste erstellt, sondern ich gehe ganz grob von West nach Ost, einfach zur besseren Orientierung.
Mykonos-Stadt (Chora)
Wenn ihr online und speziell auf Instagram nach Mykonos sucht, werdet ihr vermutlich vornehmlich Bilder aus Mykonos-Stadt finden (und von den unzähligen Beachclubs der Insel). Kein Wunder! Die meisten der echten Sehenswürdigkeiten der Insel befinden sich in der oder rund um die Altstadt, die wiederum selbst ein echter Top-Spot ist! Die vielen labyrinthartigen, sowie verwinkelten Gassen sind kitschig schön und von zahlreichen, kleinen Geschäften, Boutiquen, Cafés und Restaurants gesäumt. Hier macht es Spaß sich auf eine charmante Art zu „verlieren“…
Ano Mera
Tatsächlich habe ich lange gedacht, dass es auf Mykonos neben der Hauptstadt keinen weiteren wirklichen Ort mehr gibt, aber dann habe ich von meinen Hotelgastgebern von Ano Mera erfahren. Dieser kleine Ort liegt etwa 8 Kilometer östlich von der Mykonos-Stadt im Inselinneren und hier geht es wenig überraschend deutlich ruhiger zu. Wenn ihr einen besseren Eindruck vom alltäglichen Leben einer griechischen Insel bekommen wollt, seid ihr hier genau richtig. Ich bin einmal als Zwischenstopp zu den Strände im Osten durch Ana Mera gefahren, was an sich eine schöne Variante ist. So richtig viel zu sehen oder erleben gibt es hier ehrlicherweise nicht, aber genau das macht den Ort auch irgendwie wieder interessant. So als Gegensatz zu Mykonos-Stadt kann genau dies ja auch mal ganz angenehm sein.
Zentrum des Ortes ist ein kompakter Dorfplatz, an dem sich mehrere Tavernen und Cafés befinden. Direkt an dem Platz liegt auch das Kloster Panagia Tourliani aus dem 16. Jahrhundert, das ihr euch in jedem Fall kurz anschauen solltet. Vor allem der Innenhof samt Glockenturm ist richtig schön.
Für eine Pause bietet sich die Ano Mera Bakery (bei Google Maps heißt sie Koutsothanasis Bakery) direkt am Ortseingang an, wo es guten Kaffee und leckere Teilchen gibt. Ich bin ja ein großer Fan von Kuchen und muss sagen, dass die Auswahl an leckeren süßen (und herzhaften) Speisen hier wirklich herausragend war. Dazu war das Ambiente richtig angenehm.
An sich ist der Ort kein Spot mit echten Highlights, aber als Kontrast zu dem quirligen und hochgradig tourististen Mykonos-Stadt ist es wirklich ein prima Zwischenstopp.
Psarou Beach
Dieser Strand an der Südküste von Mykonos, etwa 4 Kilometer von der Mykonos-Stadt entfernt, ist ein ganz heißes Eisen, denn er ist zwar an sich sehr schön und gehört auch zu den bekanntesten der Insel, aber er ist zum einen relativ klein und zum anderen auch sehr sehr teuer. Wir sind am ersten Tag ohne großen Plan hingesteuert und hatten tatsächlich Glück ohne Reservierung einen guten Platz zu bekommen, aber dem ist wohl nicht immer so. Im Gegenteil, spontane Besuche ohne Reservierung sind in der Hochsaison meistens sehr schwierig.
Synonym für teuer und exklusiv ist der Beach Club Nammos, der einen großen Teil der Fläche einnimmt und ein ganz eigenes Publikum anzieht. Wenn ihr hierher wollt, solltet ihr früh kommen oder vorab reservieren. ABER, bringt eine flüssige Kreditkarte mit, denn die Preise haben es in sich.
Ich würde wohl nicht nochmal hierher fahren, wollte den Strand aber aufgrund seiner Bekanntheit trotzdem erwähnen.
Aufgrund der Nähe zu Mykonos Stadt ist der Strand schnell und gut mit dem Auto oder Taxi erreichbar.
Paraga Beach
Etwas weiter im Osten, aber weiterhin an der Südküste, etwa 6 Kilometer von der Mykonos-Stadt entfernt, liegt der Paraga Beach, der mir sehr häufig empfohlen wurde.
Direkt vorab, mir hat der Strand sehr gut gefallen, denn er ist in mehrere Abschnitte unterteilt, und zwar mit einer Mischung aus Beachclubs mit Liegen und freieren Zonen, sprich, wo man sich auch ohne Liegen seinen Platz suchen kann. Dies könnt ihr sehr gut auf meine ersten Bild erkennen.
Die Preise für Liegen variieren je nach Lage, sind aber in der Regel etwas niedriger als an bekannteren Stränden wie Psarou. Im Beachclub SantAnna geht es deutlich exklusiver zu, allerdings muss ich zugeben, dass dieses Areal wirklich sehr stilvoll angelegt ist.
Wenn ihr flexibel bleiben wollt, lohnt es sich, früh zu kommen, da die besseren Plätze schnell belegt sind. Parkplätze sind zwar vorhanden, allerdings durchaus begrenzt, besonders in der Hochsaison.
Was mir ebenfalls gut gefallen hat, dass es am Strand einige Restaurants und einfache Bars, losgelöst von irgendwelchen Beachclubs gibt.
Direkt angrenzend liegt etwas nördlicher der Strand Agia Anna (nicht zu verwechseln mit dem Agia Anna Beach weiter im Osten), der sehr ruhig und nahezu komplett ohne organisierten Bereich einen doch sehr heftigen Kontrast darstellt. Die dortige Nikolas Tavern ist eines meiner Lieblingsrestaurants auf Mykonos.
Beachclub Scorpios
Direkt neben dem Paraga Beach liegt mit dem Scorpios die vermutlich bekannteste Beachlocation der Insel Mykonos. Ich habe mich zuerst geweigert hierher zu gehen, weil ich die Befürchtung hatte, dass es mir zu schnicksig wird, aber nachdem wir spontan einen schönen Nachmittag im Scorpios verbracht haben, musste ich meine Meinung etwas „anpassen“. Ja, auch hier ist es, wie fast überall auf Mykonos, sehr hip, szenig und eher exklusiv, aber dann irgendwie doch auch sehr stilvoll und sogar recht unaufdringlich gestaltet. Es handelt sich nämlich nicht um einen klassischen Beach Club, sondern hier werden Restaurant, Bar und „Eventfläche“ in einem weitläufigen Areal mit direktem Zugang zum Meer kombiniert. Vor allem die Hanglage mit den herrlichen Terrassen und entspannten Sitzbereichen schafft viel Raum. Dazu werden die vielen unterschiedlichen Bereiche und offenen Flächen je nach Tages- und Abendzeit ganz verschieden genutzt.
Tagsüber läuft nämlich beispielsweise alles ruhiger und entspannter ab, während sich das ganze Areal am späten Nachmittag und Abend stärker in Richtung loungiges Musikevent entwickelt. ABER, hier geht es nicht um eine ausschweifende Party, sondern die besondere Atmosphäre steht hier im Vordergrund.
Ganz wichtig! Ihr solltet unbedingt vorab reservieren, vor allem für Tische oder Liegen. Die Preise liegen – wie sollte es anders sein – im oberen Bereich, aber ich muss sagen, dass die Location und das Setting wirklich absolut einzigartig sind.
Super Paradise Beach
Und direkt zum nächsten über die Inselgrenzen hinaus bekannten Strand, und zwar dem Super Paradise Beach – nicht zu verwechseln mit dem Paradise Beach! Der Strandbereich ist richtig schön weitläufig, mit feinem Sand und klarem Wasser, also erstmal alles, was man sich grundsätzlich wünscht.
Was den Super Paradise Beach aber so besonders macht, ist die Mischung aus klassischem Badestrand und Partylocation! Es gibt mehrere Strandabschnitte mit Liegen und Beachbars, wobei es vormittags und am frühen Nachmittag noch recht entspannt ist, während es später zunehmend voller und auch lauter wird. Genau das gehört hier einfach mit dazu, allerdings ist der Strand so breit, dass es nicht überall gleich intensiv ist – ihr könnt euch also ein Stück weit aussuchen, wie viel Trubel ihr wollt.
Außerdem gilt der Super Paradise Beach seit vielen Jahren als einer der LGBTQ+-freundlichsten Strände der Insel. Das sorgt spürbar für eine lockere, tolerante Atmosphäre, die wirklich lustig war.
Am rechten/westlichen Ende des Strandes liegt der Jackie O’ Beach Club und das ist tatsächlich nochmal eine eigene kleine Welt. Es handelt sich um einen Beach Club mit Restaurant, Poolbereich und Bar, der vor allem für seine Drag Shows bekannt ist. Diese finden meist am späten Nachmittag statt und ziehen entsprechend viele Leute an.
Auch am Super Paradise Beach solltet ihr, wenn ihr Liegen oder einen bestimmten Bereich wollt, möglichst früh da sein oder vorab reservieren – vor allem in der Hochsaison. Die Preise bewegen sich im mittleren bis oberen Bereich, wenngleich ich den Eindruck hatte, dass das generelle preisliche Niveau hier etwas „fairer“ war.
Agia Anna Beach
Der Agia Anna Beach liegt etwas abseits der bekannteren Hotspots auf Mykonos und genau deshalb bin ich hier auch einmal hingefahren. Im Vergleich zu vielen anderen Stränden der Insel geht es hier deutlich ruhiger und unaufgeregter zu.
Der Strand selbst ist eher schmal, sandig, aber teils auch mit kleinen Steinen durchsetzt, und wirkt insgesamt etwas „normaler“. Das Agia Anna Beach Bar & Restaurant ist kein typischer Beachclub im Mykonos-Stil ist, sondern eher eine Kombination aus Taverne und Strandbetrieb. Leider sind die Liegen auch hier richtig teuer, aber dafür liegen die Speisen in einem erträglichen Rahmen. Ich muss sagen, dass mir die Atmosphäre sehr gefallen hat, denn alles wirkt deutlich zurückhaltender und ist weniger auf Inszenierung / Party ausgelegt. Musik spielt hier eher eine untergeordnete Rolle, stattdessen geht es eher ruhig zu und sogar am Nachmittag bleibt es hier entspannt.
Wichtig zu wissen: Reservierungssysteme wie bei anderen Stränden gibt es hier nicht. Trotzdem lohnt es sich, gerade in der Hochsaison, etwas früher zu kommen, wenn ihr eine der wenigen Liegen wollt.
Wenn ihr noch ein Stück weitergeht, kommt ihr zum Divounia Beach. Dieser Abschnitt ist nochmal reduzierter, mit kaum Infrastruktur und nahezu komplett naturbelassen.
Kalafati Beach
Und schließlich kommt nochmal etwas weiter östlich der Kalafati Beach, der sich ziemlich deutlich von vielen anderen Stränden der Insel abhebt. Schon bei der Anfahrt merkt ihr, dass es hier nochmal entspannter zugeht, was sicherlich auch daran liegt, dass ihr von Mykonos-Stadt je nach Verkehr ungefähr 20 bis 25 Minuten mit dem Auto oder Roller braucht. Hier bietet es sich an einen Stopp in Ano Mera einzulegen.
Der Strand selbst ist herrlich weitläufig, naturbelassen und sehr unaufdringlich. Statt enger Reihen mit Liegen habt ihr hier deutlich mehr Platz! Trotzdem gibt es organisierte Bereiche mit Liegen und Restaurants, allerdings in einem sehr entspannten Rahmen. Vor allem das Preisniveau ist auf einem ganz anderen Niveau, weshalb mir der Kalafati Beach ganz schnell sehr sympathisch geworden ist.
Ich bin bei der Ankunft am Strand ganz unbedarft am westlichen, äußersten Rand in die Taverne Petrino Aquarius hineingestolpert, habe erstmal wunderbar gegessen und bin dann regelrecht erschrocken, als ich erfahren habe, dass die Liegen für Restaurantbesucher sogar kostenlos sind…?!?!
Was den Kalafati Beach besonders macht, ist vor allem der Wind. Durch die offene Lage handelt es sich um einen beliebten Spot für Windsurfer. Durch den Wind kann es je nach Tag auch mal unruhiger im Wasser werden, was nicht für jeden ideal ist.
Agios Sostis Beach
Abschließend springe ich nochmal in den Norden, und zwar zum Agios Sostis Beach, der vermutlich einzige Strand auf Mykonos, der noch relativ ursprünglich und dementsprechend auch recht ruhig ist. Er liegt in Richtung Panormos Beach, der ja durch den Beachclub Principote (war ich nicht) berühmt geworden ist. Von Mykonos-Stadt braucht ihr mit dem Auto oder Roller ungefähr 20 bis 25 Minuten.
Leider hatte ich an dem Tag schlechtes Wetter, aber der Strand wirkte ausgesprochen schön, mit feinem Sand und glasklarem Wasser. Wenn ihr also einen entspannten Badetag ohne Musik, Party und Unterhaltung haben möchtet, wäre dies hier der Spot für euch.
Am oberen Ende gibt es mit Kiki’s Tavern nur ein kleines, lokales Restaurant direkt am Strand, das sehr solide, griechische Gerichte serviert. Auf mich wirkte alles sehr bodenständig und damit irgendwie ein bisschen „surreal“ im Rahmen dessen, was man in Mykonos sonst so für Strände vorfindet. Schade, dass ich den Strand nicht wirklich genießen konnte, ich glaube, dass man hier einen schönen Beachtag verbringen kann…
Meine besten Spot-Tipps auf Mykonos auf einer Karte
Auf dieser Karte sind Sehenswürdigkeiten, Strände, Restaurants, Hotels und Ausflugsziele markiert.
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Mein Hotel-Tipp für Mykonos
Die Hotelauswahl auf Mykonos ist ganz klar abhängig davon welche Art von Urlaub ihr verbringen möchtet. Reine Badeurlauber suchen sich sicherlich Strandhotels, während sich Individualreisende vermutlich eher ein gemütliches Hotels etwas abseits der großen Touristenbereiche suchen.
In dem folgend empfohlenen Hotel habe ich selbst gewohnt und war komplett begeistert:
Aether Boutique Stay
Als ich mich bei meiner letzten Reise nach Mykonos auf die Suche nach einem Hotel gemacht habe, war mir klar, dass ich weder direkt in oder noch am Rand der Altstadt wohnen möchte. Hintergrund war der, dass ich auch gerne flexibel Richtung Süden sein wollte, um schneller bei den Stränden der Insel zu sein. Und dabei bin ich auf diese zauberhafte, familiäre Boutique-Unterkunft gestoßen, die sich als absoluter Volltreffer erwiesen hat.
Vorab: Wenn ihr keinen Mietwagen für euren Aufenthalt buchen möchtet, ist das Aether Boutique Stay definitiv nicht das richtige für euch, denn dafür liegt es zu weit ab vom Schuss. Mit einem Mietwagen seid ihr aber flexibel und habt so die Möglichkeit jederzeit nach Mykonos-Stadt bzw. in Richtung der Strände zu fahren.
Leider habe ich damals keine besonders guten Bilder gemacht, aber ich versichere euch, die Anlage ist einfach nur herrlich! Alles ist sauber und ausgesprochen liebevoll gestaltet. Die Familie, die das Hotel leitet, kümmert sich sehr herzlich um die Gäste und hilft auch immer bei jeglichen Fragen. Ich meine, die exzellenten Bewertungen bei booking.com (zuletzt waren es 9,7 von 10) und bei Google (zuletzt waren es 4,8) sprechen ja auch eine deutliche Sprache. Während unseres Aufenthalts – ich war mit meinem besten Kumpel unterwegs – wurden wir sogar zu einer privaten Feier eingeladen und haben dort einen zauberhaften Abend inmitten der sehr herzlichen Gastgeberfamilie verbracht.
Besonders möchte ich das Frühstück hervorheben, denn auch hier hat die Chefin immer wieder nach unseren Wünschen gefragt und diese dann auch sehr gerne erfüllt. Alles wird frisch zubereitet, schön angerichtet und es war immer richtig lecker. Ein kleines Highlight direkt am Morgen…
Unterm Strich hätten wir es damals nicht schöner erwischen können. Die gute Lage, die familiäre Atmosphäre und die stilvoll gestalteten Zimmer sind prima Argumente für diese sehr charmante Unterkunft. Von mir eine klare 10/10.
Glastros
Meine Restaurant-Empfehlungen auf Mykonos
Der kulinarische Teil ist egal wo man in Griechenland ist natürlich immer ein wesentlicher. Die griechische Küche ist einfach fantastisch und auch sehr bestimmend auf Rhodos, sprich, man wird sicherlich sehr oft in eine der wunderbaren Tavernen einkehren.
Ich habe hier ein paar Empfehlungen zusammengestellt, die mir persönlich sehr gut gefallen haben:
Tasos Taverna
Ein Zufallstreffer! Direkt am Paraga Beach ist diese stilvolle Taverne eine prima Anlaufstelle, wenn ihr Lust auf klassisch griechische Küche während eines Strandtags habt.
Ich habe gegrillte Meeresfrüchte gegessen und es war on-point. Frisch, lecker und gut gewürzt. Dazu ist das Ambiente unkompliziert, locker und authentisch – perfekt, wenn ihr ohne großen Aufwand gutes Essen direkt am Wasser sucht.
Paraga Beach
Nicolas Tavern
Direkt neben dem Paraga Beach findet ihr mit dieser herrlich unaufgeregten Taverne eine prima Kombi aus Restaurantbetrieb mit Liegen und einer Strandbar.
Die Spezialitäten sind hier vor allem frischer Fisch und Meeresfrüchte und ich war echt begeistert. Die Atmosphäre ist mit den Füßen im Sand zwischen einigen Bäumen locker und entspannt.
Am Paraga Beach
Baboulas Ouzeri
Diese Taverne am Stadtrand von Mykonos-Stadt in der Nähe des großen Parkplatzes „Parking Lot“ (Name auf Google Maps) möchte ich euch sehr gerne empfehlen, weil ich dort mit das schönste Abendessen in Mykonos hatte!
Die Lage direkt am Wasser ist fantastisch, es ist nicht zu laut und/oder voll, der Service war zuvorkommend und das Essen war schlichtweg große Klasse. Wir hatten hier eine großen Vorspeisenplatte für vier Personen und danach Fisch bzw. Meeresfrüchte und es war einfach nur hervorragend. Ein wirklich toller Tipp etwas abseits des Zentrums!
Mykonos-Stadt
Masa Hapsa
Diese kleine, familiengeführte Taverne liegt komplett abseits der Massen und ich wäre hierher gekommen, wäre es nicht eine ausdrückliche Empfehlung meiner Hotelfamilie gewesen. Und wie sie Recht hatten!
Das kleine Restaurant wird sehr herzlich geführt, nichts ist aufdringlich oder gekünstelt und das Essen ist bodenständig lecker. Ich würde sagen, ich hatte hier das beste Gyros auf Mykonos. Falls ihr also „einfach mal nur“ großartig griechisch essen wollt, seid ihr genau richtig.
Mykonos-Stadt
Fun Facts zu Mykonos
- Mykonos ist nur rund 85 km² groß, hat aber in der Hochsaison Zehntausende Besucher gleichzeitig auf der Insel.
- Viele verbinden Mykonos vor allem mit Clubs und Beachbars – tatsächlich gibt es hier über 30 offizielle Strandbars.
- Mykonos ist seit Jahrzehnten ein beliebtes Ziel für internationale Stars. Schon in den 1960ern wurde die Insel von Hollywood-Größen besucht, heute sieht man hier regelmäßig bekannte Gesichter.
- Ein echter Star auf der Insel war Petros, der Pelikan, der jahrzehntelang im Hafen von Mykonos lebte und zu einem Symbol der Insel wurde.
- Die typischen weißen Häuser mit blauen Türen und Fenstern dienten ursprünglich dem Schutz vor Sonne und Salz, gleichzeitig reflektieren sie das Licht und halten die Innenräume kühl.
- Wenige wissen, dass die Insel eine kleine Weinbautradition hat. Die Böden sind karg, aber einige Weingüter produzieren interessante lokale Weißweine.
- Auf der kleinen Insel Delos, nur eine kurze Bootsfahrt entfernt, liegen die antiken Ruinen einer der bedeutendsten Kultstätten des antiken Griechenlands.




