Reisetipps Griechenland – Rhodos
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Rhodos ist eine der beliebtesten, griechischen Inseln – vor allem aufgrund der vielen schönen Badestrände.
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Rhodos Stadt ist ein echtes Highlight – hier gibt es viel zu entdecken, besichtigen und zu erleben.
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Das Bilderbuchdorf Lindos mit beeindruckenden Akropolis ist ein MUSS auf Rhodos.
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Für Surfer gibt s auf Rhodos einige Top-Posts! Vor allem Prosinisi im Süden und Theologos im Nordwesten.
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Rhodos ist sehr touristisch. Trotzdem, ähnlich wie auf Mallorca, ist Rhodes eine tolle Urlaubsinsel.
Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?
Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps
Rhodos ist eine der beliebtesten, griechischen Inseln überhaupt! Das liegt natürlich vornehmlich an den schönen, zahlreichen Stränden und dem prima Preis-Leistung-Verhältnis.
Für mich war Rhodos, aber vor allem eins: vielfältig. Jeder Tag war anders und man konnte unendlich viel unternehmen. Von Besichtigungen, Strand & Entspannen, Einkaufen bis hin zu Sightseeing UND Strand war alles dabei.
- Generell
Rhodos ist die flächenmäßig viertgrößte Insel Griechenlands und dabei halb so groß wie Mallorca. Sie gehört zu der Inselgruppe der Dodekanes, was sich von „zwölf Inseln“ ableitetet, weil es früher ein Dutzend Hauptinseln gab. Als bekannteste Insel neben Rhodos, zählt auch Kos zu den Dodekanes.
Die Hauptstadt von Rhodos ist Rhodos Stadt, wo sich auch der Flughafen befindet. - Wie komme ich nach Rhodos?
Rhodos ist in nur drei Flugstunden von Deutschland aus zu erreichen. Die Flugverbindungen sind generell sehr gut und einfach, sprich, ab vielen deutschen Flughäfen gibt es Non-Stop-Flüge nach Rhodos. - Wann ist die beste Reisezeit für Rhodos?
Die idealen Monate sind von Mai bis Oktober. Hier ist es tagsüber schön warm, wobei es zum Baden im Mai noch etwas frischer ist. Im Oktober dagegen ist das Meer immer noch angenehm. Für Besichtigungen sind die Monate Mai, Juni und Oktober ideal, zum Baden sind es die Monate Juli, August und September. ABER: Natürlich ist während der Ferienmonate deutlich mehr los auf Rhodos und außerdem steigen die Preise. - Wie plane ich meinen Urlaub auf Rhodos?
Damit meine ich, dass man sich vorher überlegen sollte, was man von der Reise erwartet:- Reiner Strandurlaub – perfekt. Es gibt viele tolle Strände und man wird auf Rhodos ziemlich sicher eine tolle Zeit haben. Dann sollte man sich irgendwo auf der Nordostseite der Insel ein Hotel suchen. Die Faliraki Bucht ist riesig, breit und es gibt jede Menge Unterkunftsangebote. Zudem kann man von günstigen Pauschalangeboten inklusive Flug, Transfer und Hotel profitieren.
- Aktivurlaub – wunderbar. Wandern, Sightseeing, Kultur, Sport… – Rhodos bietet unendlich viele Möglichkeiten. Für den Fall würde ich mir ein Hotel beim zentral gelegenen Lindos suchen, denn von dort ist man relativ schnell überall. Plus, ein Mietwagen sollte dann auf gar keinen Fall fehlen, denn nur so ist man flexibel und kann die Insel ideal erkunden!
Hierzu sollte man sich auf jeden Fall vorher seine Gedanken machen, denn nur so kann man den idealen Spot für sich finden. Weiter unten erkläre ich meine Top-Spots von Rhodos, vielleicht hilft dies ja ein bisschen herauszufinden, was man auf dieser vielfältigen Insel unternehmen möchte.
- Wie bewege ich mich auf Rhodos?
- Mietwagen
Für mich ist die ideale Variante der Mietwagen – siehe oben. Es macht einfach Spaß über die Insel zu fahren und dort anzuhalten, wo es einem gefällt. Es gibt so viele kleine Orte, die alle ihren eigenen Charme haben. Hier kann man ja überlegen, ob man sich einen Mietwagen für den gesamten Zeitraum nimmt (ab/bis Flughafen) oder aber ob man sich eventuell nur einen Mietwagen für einen Tag ausleiht.
Im Übrigen sind die Kosten für ein Leihauto überschaubar. Für eine Woche in der Hochsaison bezahlt man für einen Kleinwagen nur ca. € 200 (inkl. jeder Versicherung)! - Bus
Es gibt auch passable Busverbindungen, vor allem zwischen der Faliraki Bucht und Rhodos Stadt ist die Anbindung hervorragend. Wobei generell die ganze Ostküste gut vernetzt ist. Hier geben die Hotels aber gerne entsprechend Auskunft, zumindestens war es bei mir so. Busfahrpläne findet man auch oftmals im Hotel. Wer vorab gerne mal schauen möchte, hier wäre ein Fahrplan.
WICHTIG! Die Busse fahren nur von Nord nach Süd und umgekehrt – NICHT von Ost nach West.
PLUS: Die Fahrten sind wirklich nicht teuer. - Boot
Es gibt rund um Rhodos sehr viele Möglichkeiten sehr schöne Bootstouren zu machen. Ob mit einem Segelboot oder mit einem Katamaran – die Optionen sind unendlich, einfach mal hier unter diesem Link schauen. Das Baden von einem Boot aus ist nochmal etwas ganz anderes als von einem Strand – ich finde solche Ausflüge immer großartig. - Roller
Gerade für Tagesausflüge sicherlich eine ganz spannende Option. Ich habe während meines Aufenthalts sehr viele Touristen mit Rollern gesehen und kann mir auch sehr gut vorstellen.
Mir wurde hier das Rhodes Scooter Center mehrfach empfohlen und ich denke es ist einer etabliertesten Läden, weshalb ich dies hier gerne weitergebe.
- Mietwagen
Die besten Spots auf Rhodos
Folgend nun die verschiedenen Spots und Sehenswürdigkeiten auf Rhodos mit Erklärungen und Infos zu dem jeweiligen Besuch.
Lindos
Für mich ist der schönste Spot auf ganz Rhodos die weiße Stadt Lindos. Ungefähr 50 km südlich von Rhodos liegt dieser außergewöhnliche Ort direkt am Meer und dabei an einem Hang leicht erhöht über dem Wasser.
Die Akropolis (eine zu einer Stadt gehörende, erhöht liegende Burg) thront lächerlich schön, sowohl über dem Stadtstrand, als auch über dem Stadtzentrum und kann wunderbar zu Fuß besichtigt werden.
Lindos ist definitiv ein MUSS bei jeder Rhodos-Reise.
Lindos Stadt
Ich muss den Haken gleich vorab loswerden, um danach nur noch die großartigen Seiten dieser Stadt nach vorne zu stellen. Natürlich ist im Zentrum tagsüber sehr viel los und die zauberhaften Gassen der Stadt verwandeln sich in Touristenströme, aber das tut dem Charme von Lindos keinen Abbruch.
Mein Tipp an der Stelle wäre, früh morgens da zu sein, sein Auto am Strand zu parken, anschließend das Meer genießen, um dann am mittelspäten Nachmittag zu Fuß die Stadt und die Akropolis zu erkunden. Oder aber, gleich erst zum Abendessen nach Lindos zu kommen. Wenn die Lichter abends angehen, entfaltet der Ort eine zauberhafte Magie, die für mich persönlich das Highlight in Rhodos war.
Viele Restaurants verfügen über Dachterrassen, die dieses fabelhafte Setting wunderbar abrunden. Von dort hat man meistens eine herrliche Aussicht auf die – dann auch – hell erleuchtete Akropolis und die Häuser von Lindos. Die Atmosphäre in den Abendstunden ist unbeschreiblich.
Die beliebteste Sehenswürdigkeit ist die Marienkirche, die man in der Stadt kaum verfehlen kann. Zum einen, weil sie sich wirklich mittig im Ort befindet und zum anderen weil der Glockenturm aus dem Meer an Flachdächern herausragt. PLUS, es ist das einzig rote Dach weit und breit! Die wohl bemerkenswerteste Geschichte rund um diese Kirche ist die Schutzheiligen aller Reisenden: Christophorus. Dieser trägt nämlich einen Hundekopf und kann an der rechten Seitenwand bewundert werden.
Ansonsten kann man sich in den Gassen einfach treiben lassen und dabei ruhig auch etwas verlieren. Gerade das macht Lindos auch aus. Ich bin ja ein großer Fan von Innenhöfen und kann nur empfehlen hier immer mal wieder die Augen offen zu halten. Hinter so mancher unscheinbarer Ecke verbirgt sich ein kleines Fotojuwel.
In den unzähligen Geschäfte werden logischerweise auch viele Souvenirs angeboten, von denen einige leider nur die „klassischen“ Artikel anbieten, aber es gibt auch viele kleine, entzückende Läden für Mode, Kunst- und Handwerk. Mir haben besonders die Keramik- und Lederwaren gut gefallen.
Akropolis
Wie oben bereits kurz erklärt, handelt es sich bei einer Akropolis um eine zu einer Stadt gehörende, erhöht liegende Burg und die Beschreibung passt hier wie der Knoblauch in die griechische Küche. Neben der weltberühmten Akropolis in Athen, gibt es vermutlich keine weitere, vergleichbare griechische Festungsanlage.
Der Aufstieg beginnt direkt am Zentrumsrand der Stadt Lindos und ist vergleichsweise kurz. Tatsächlich dauert es nur ca. 5-10 Minuten, bis man oben am Kassenhäuschen ist.
Leider gibt es auch weiterhin die Möglichkeit per Esel den Weg hinauf zu bewältigen, was ich ehrlich gesagt nicht gut finde und dementsprechend auch an jeden appelliere diese Variante auszuschlagen. Der Weg nach oben ist, wie schon erklärt, wirklich gut machbar.
Kurz nach dem Eingang kann man an der Felswand das Relief eines antiken Kriegsschiffs bestaunen.
Die Akropolis selbst ist einfach zu besichtigen und hier sollte man sich idealerweise auch ein bisschen Zeit lassen. Eigentlich hat man von jeder Ecke aus eine unfassbar tolle Aussicht – entweder auf den Ort selbst, den Strand von Lindos oder die St. Paul’s Bay (zu den beiden letzten Punkten komme ich weiter unten).
Das Highlight ist aber natürlich der Tempel der Athena Linda, der Schutzpatronin der Stadt. Zum Tempel führen einige Stufen, wobei sich davor einige gut erhaltene Säulen befinden, die ein ideales Fotomotiv darstellen.
Meine ganz klare Empfehlung: Gerade in der Hauptsaison sollte man die Besichtigung entweder sehr früh oder eher spät (wie oben beschrieben) einplanen. Die Anlage öffnet um 8 Uhr morgens und schließt um 19.40 Uhr.
Parken
Parkplätze sind in Lindos ein Thema, vor allem weil die Altstadt selbst weitestgehend autofrei ist und es nur zwei echte Zufahrststraßen gibt.
Aus dem Grund sollte man folgendes beachten:
- Ich habe ja oben erklärt, dass man am Lindos Beach parken kann. Dies geht bei Lindos Parking 4 oder Lindos Beach Parking (siehe meine Karte).
!!!!!Das macht aber nur Sinn, wenn man wirklich den ganzen Tag dort verbringt und erst mindestens am späten Nachmittag wieder abreist. Vorher entstehen ansonsten ewige Staus, was nervig und zeitfressend ist. - Man kann auch oberhalb der Stadt sehr gut parken. Dann läuft man leider etwas länger, spart sich aber bei der Abreise viel Zeit. Dies wären die Parkplätze Lindos Central Parking und Lindos Parking 2 (siehe meine Karte).
- Eine weitere Variante ist von der anderen Seite der Stadt zu kommen. Dies wären Lindos Parking 3 oder Lindos St. Paul’s Parking (siehe meine Karte).
FAZIT: Wenn man den ganzen Tag bleibt und eine Kombi aus Strand und Stadt machen möchte, wäre die Variante 1. empfehlenswert. Wenn man nur die Stadt besichtigen möchte, wäre Variante 3 die sicherste. Variante 2 wäre dann die Ausweichlösung.
Rhodos Stadt
Wenn ich VOR meinem Besuch über Rhodos nachgedacht habe, war der Koloss von der Rhodos immer ein Teil davon. Zu faszinierend war der Gedanke, dass da eine 30m hoher Bronzegigant am Hafeneingang über der Stadt wacht, weshalb ich auch sehr enttäuscht war zu erfahren, dass so gar nichts mehr von der Statue übrig ist. Und dennoch, Rhodos Stadt bietet eine extrem gut erhaltene und vor allem auch große Altstadt, die absolut sehenswert ist.
Parken
Wer mit dem Auto anreist, sollte idealerweise früh dran sein. Zum einen wirkt die Stadt morgens, wenn die Tourbusse noch nicht angekommen sind, wirklich komplett anders, als wenn sich die Touristen durch die Straßen schieben, und zum anderen findet man deutlich einfacher einen Parkplatz!
Des Weiteren sollte man generell erstmal am Hafen entlang zu fahren. Dort kommt man als erstes zum Meerestor, wo sich ein großer Parkplatz befindet.
Sollte dieser bereits belegt sein, kann man einfach weiter Richtung Mandraki Hafen fahren, denn dort bietet sich die nächste Gelegenheit.
Sonntags ist das Parken im Übrigen kostenlos!
Altstadt / Meerestor / Hippokratesplatz / Marienkirche / Archäologisches Museum
Rhodos Stadt besteht natürlich nicht nur aus der Altstadt, aber dies ist einfach der interessanteste und schönste Bereich, weshalb der Fokus bei einem Besuch auch dort liegen sollte.
Die 1522 erbaute und knapp 4 km lange Stadtmauer galt damals als quasi unerstürmbar, weshalb eine Belagerung die einzige Möglichkeit war, um Rhodos Stadt zu besiegen, wobei selbst das nicht gelungen ist. Heute lohnt sich ein Rundgang AUF der Stadtmauer und man kann von oben einen guten Blick auf den Hafen genießen.
Insgesamt gibt es acht Stadttore, wobei das recht weit nördliche Freiheitstor (beim Parkplatz am Mandraki Hafen), sehr markant und sehenswert ist.
Etwas weiter südlich gelangt man zum Meerestor (direkt bei einem der oben erklärten Parkplätze), welches mit seinen beiden gewaltigen Türmen vielleicht der beeindruckendste Eingang zur Altstadt ist.
Direkt hinter dem Meerestor erreicht man den vielleicht schönsten Platz von Rhodos Stadt, und zwar den Hippokratesplatz samt Eulenbrunnen.
Richtung Norden gelangt man zu der imponierenden Marienkirche, samt einem sehr hübschen Vorplatz.
WICHTIG! Der Eintritt ist bei einem Kombiticket mit dem Großmeisterpalast enthalten! Ich fand die Kirche durchaus bemerkenswert, weil sie sehr schlicht, aber trotzdem eindrucksvoll ist. Ein Ticket NUR für die Kirche würde ich aber eher nicht kaufen.
Gegenüber befindet sich mit dem archäologischen Museum eine weitere Attraktion, denn es handelt sich um das vermutlich wichtigste Museum von Rhodos und außerdem um ein besonderes Gebäude, war dies schließlich früher ein Krankenhaus für Ritter. Die vielen Ausstellungsstücke sind hier mindestens genauso imposant wie der Innenhof samt Garten. Ich bin ja kein großer Museumsfan, aber ich muss sagen, dass sich der Besuch wirklich gelohnt hat.
Rittergasse
Anschließend muss man einfach nur ums Eck gehen und erlebt eine spannende Zeitreise. In der so genannten Rittergasse (Ippoton) kann man nämlich die einzige vollständig erhaltene, mittelalterliche Wohnstraße Europas bewundern. Hier waren die verschiedenen Ritterorden untergebracht – ein absolutes MUSS in Rhodos Stadt.
Großmeisterpalast
Die rumpelige, schnurgerade Rittergasse führt direkt zur bekanntesten Sehenswürdigkeit von Rhodos Stadt, dem Großmeisterpalast. In diesem monumentalen, burgähnlichen Gebäude wohnten damals die Großmeister des ritterlichen Johanniterordens.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich das Eingangstor und den Innenhof fantastisch fand, der Rest der Ausstellung war für mich eher durchschnittlich. Gefühlt sollte man den Großmeisterpalast durchaus besichtigen, aber mich hat er nicht wirklich überzeugt. Einzig, die Tickets sind erfreulicherweise nicht allzu teuer.
ABER, wie bereits weiter oben erklärt, es gibt ein Kombiticket, in welchem die Marienkirche und das archäologische Museum bereits inkludiert ist und das ist wiederum ein fairer Deal. Mehr Informationen findet ihr hier auf der offiziellen Seite.
Fish-Spa
Wer Lust auf einen kleinen und lustigen Spaß hat, der kann sich eine ganz besondere Spaß-Behandlung gönnen. Und zwar gibt es zwischen dem Großmeisterpalast und der Sokratesstraße die Möglichkeit, sich die Füße von kleinen Putzerfischen säubern zu lassen. Eine wirklich besondere Erfahrung und bei einer Stadttour eine wohltuende Abwechslung.
Sokratesstraße
Folgend kann man fast im Rechteck wieder zurück zum Meerestor gelangen, in dem man entlang der inoffiziellen Hauptstraße der Altstadt wieder bergab zum Hippokratesplatz flaniert. Hier gibt es zahlreiche Cafés, Restaurants, Supermärkte und Geschäfte. Zu den Topzeiten geht es hier zu wie auf einem Bazar, aber das macht auch irgendwie das Flair dieser Shoppingmeile aus. Egal ob Lederwaren, Keramik, Gewürze oder Kleidung – hier gibt es alles.
Eine Empfehlung von meiner Seite ist der Harris Cotton Laden auf ungefähr halber Strecke – hier gibt es ausgesprochen stilvolle und geschmackvolle Mode und Accessoires.
Mein persönlicher Tipp
Bei meiner Beschreibung handelt es sich ja mehr oder weniger um einen kleinen Rundgang entlang der wichtigsten Sehenswürdigkeit in der Altstadt. Ich habe bei meinem Besuch am späteren Nachmittag noch einen kleineren Abstecher südlich der oben erklärten Sokratesstraße und des Hippokratesplatzes. Hier gibt es keine klassischen Top-Spots mehr und dementsprechend weniger Touristen verirren sich dorthin. Die kleinen Gassen und teilweise von Bäumen durchzogenen Plätze habe ich als ausgesprochen atmosphärisch und angenehm empfunden.
Mandraki Hafen / Koloss von Rhodos / Windmühlen / Nea Agora
Direkt vor den Toren der Altstadt befindet sich nördlich des Touristik-Hafens der stattliche Mandraki-Hafen und damit wären wir bei meinem Ausgangsgedanken zu Rhodos. Denn wo stand denn eigentlich der Koloss von Rhodos? Genau hier. Vermutet man. So ganz genau weiß man es nicht, aber dort wo sich jetzt zwei Säulen der beiden Wappentiere (Hirsch und Reh) befinden, soll die 30m hohe Statue breitbeinig die Einfahrt des Hafens „bewacht“ haben. Ungefähr 225 v. Chr. stürzte der Koloss angeblich bei einem Erdbeben ein.
Begrenzt wird der Hafen durch eine Mole auf der rechten Seite auf der sich drei der für Griechenland so typischen Windmühlen befinden. Auch wenn sie leider nicht strahlend weiß, sondern in einem mauergrau gehalten sind, so stellen sie trotzdem ein schönes Fotomotiv darf.
Wer sich den Mandraki-Hafen ansieht, sollte einen kurzen Abstecher zum Nea Agora, was übersetzt Neuer Markt bedeutet, unternehmen. Es ist fast unmöglich das Gebäude zu verpassen, denn es ist sehr großflächig, dabei allerdings nicht sonderlich hoch, aber es verfügt über sieben Ecken und damit eine auffällige Fassade. Hier findet man unter den Arkaden auf der Innenseite viele Cafés, kleinere Läden, Grill- und Imbissbuden. Für einen kurzen Stopp zwischendurch eigentlich der ideale Spot.
Anthony Quinn-Bay
Der Name alleine ist schon anziehend und dadurch eine echte Attraktion! Zu Recht, die nach dem bekannten und beliebten Schauspieler (Alexis Sorbas, La Strada und Lawrence von Arabien), der vor allem in 50er und 60er Jahren einer großen Filmstars weltweit war, benannte Bucht ist wirklich absolut traumhaft und ein sensationelles Fotomotiv.
Der Hintergrund zur Namensgebung ist recht lustig, denn diese malerische, nur 15 km südlich von Rhodos Stadt gelegene Bucht wurde Anthony Quinn zum Dank als Geschenk dafür gemacht, dass er seinen Film „Die Kanonen von Navarone“ hier auf Rhodos gedreht hat. Auf diesem Wege geriet die Insel nämlich sehr schnell in den Fokus vieler Filmfans – die bestmögliche Werbung. Der Haken ist nur, dass die Schenkung unter der neu gewählten Regierung rückgängig gemacht wurde! Der Name ist allerdings (natürlich) geblieben.
VORSICHT! Wer hier einen traumhaft, sandigen Badestrand vermutet, der liegt nur halb richtig. DENN, es handelt sich um Kiesstrand, sprich man sollte unbedingt Badeschuhe mitbringen.
Durch die Steine ist allerdings das Wasser viel klarer (daher auch die tollen Fotos), die Sicht unter Wasser besser und deshalb kann man hier auch ganz fantastisch schnorcheln gehen.
Am Strand selbst gibt es ein für mich überraschend gutes Restaurant samt Bar und einen Liegestuhlverleih. Diverse Sportaktivitäten, wie Tauchen oder SUPs, werden ebenfalls angeboten.
WICHTIG! Das Areal ist relativ kompakt, sprich es gibt nur wenige Parkplätze und auch nur wenige Sonnenliegen. Sprich, wer hier einen vollen Tag verbringen möchte, sollte idealerweise zeitig anreisen.
Es gibt im Übrigen auch eine ca. 5 Minuten entfernte Haltestelle für Busse aus Rhodos Stadt und Faliraki.
Sollte die Anthony Quinn-Bay bereits „voll“ sein, kann man im Übrigen immer noch zu dem gegenüberliegenden Plaka Beach ausweichen.
FOTOTIPP! Leider kein Geheimtipp mehr, aber die schönsten Bilder von dieser wirklich außergewöhnlichen Bucht kann man der Profitis Ilias Kirche aus machen, die sich ideal oberhalb der Bucht befindet. Die beste Zeit für Fotos nachmittags, weil die Sonne dann von der Seite kommt und das kristallklare und in allen Blautönen schimmernde Wasser dann noch mehr zur Geltung kommt. Morgens fotografiert man dagegen voll gegen die Sonne.
Kamiros
Sollte man an irgendeiner Stelle mal einen Ausflug in den Westen von Rhodos unternehmen wollen, dann wäre meine erste Wahl Kamiros. Hier kann man Kultur und Baden wunderbar verbinden und obendrein abends einen fantastischen Sonnenuntergang genießen…
Zunächst sollte man die Ausgrabungsstätte des „Pompeji von Rhodos“ besuchen. Tatsächlich wurde die kleine Stadt, die immerhin im 6ten Jahrhundert eine der ersten drei der Insel war, zweimal (!) von einem Erdbeben zerstört. Das erste Mal (226 v. Chr.) wurde die Stadt neu aufgebaut, aber 142 n. Chr. kam ein zweites verheerendes Unglück und danach wurde der Ort verlassen. Mittlerweile sind die Ruinen eine echte Attraktion, vor allem weil man hier sehr gut erkennen kann, wie die Menschen in der damaligen Zeit lebten und hausten.
Die weitläufige Anlage ist extrem eindrucksvoll. Vor allem der Marktplatz (Agora), der Apollo-Tempel und der Festplatz samt Tribüne sind sehr sehenswert. Hobby-Archäologen werden hier ihre wahre Freude haben!
Direkt danach kann man einfach den Berg hinab zum Kamiros Beach fahren, wo es Strandliegen und sogar gleich zwei Tavernen gibt. Die traditionelle ist die – wie der Name schon verrät – Old Kamiros Taverna, wo der familiäre Service im Vordergrund steht. Die Beachbar Porto Antico hat etwas mehr Flair und wirkt optisch etwas einladender.
ABER, ich muss sagen, ich fand beide Restaurants großartig! In der Beachbar habe ich mittags eine Kleinigkeit gegessen, während ich in der alten Taverne dann das Abendessen genoßen habe. DENN, der Sonnenuntergang ist auf dieser Seite der Insel natürlich ein Traum! Diese Zeit sollte man unbedingt einplanen.
Tsambika
Ein weiterer Spot, der ebenfalls einen wunderschönen Strand mit einer Sehenswürdigkeit kombiniert, ist Tsambika. Hier sind wir wieder auf der Ostseite von Rhodos, fast auf halber Strecke zwischen Rhodos Stadt und Lindos.
Der Strand selbst ist der perfekte Badestrand. Weit, breit und sandig. Er läuft noch dazu flach ins Wasser hinein, so dass man hier wirklich einen wunderschönen Beachtag verbringen kann.
Es gibt zudem zwei Restaurants, die generell recht ähnlich sind, wobei mir das hintere (Tsambika Restaurant) besser gefallen hat als die Beachbar.
Der Parkplatz ist nicht nur erfreulich groß, sondern auch kostenlos.
Vom Meer aus gesehen ganz links befindet sich ein FKK-Abschnitt. Die Griechen sind keine großen FKK-Fans, aber anscheinend ist es touristisch gefragt und deshalb wird es in dem Fall auch akzeptiert.
Die Attraktion findet man etwas weiter oberhalb, und zwar auf dem an den Strand angrenzenden Berg. Hier befindet sich eine ganz besondere Kirche, denn es handelt sich um einen beliebten Wallfahrtsort. Die schneeweiße Gipfelkirche ist nämlich der Jungfrau Maria geweiht und wird vor allem von Frauen aufgesucht, die Probleme haben schwanger zu werden. Wenn es dann anschließend erfreulicherweise mit einem Kind klappt, wird dieses meistens Tsambiko (m) oder Tsambika (w) genannt. Solltet ihr also mal jemanden mit diesem Namen kennen lernen, wisst ihr sofort, dass es sich um ein absolutes Wunschkind handelt.
WICHTIG! Zum Kirche muss man eine andere Ausfahrt als für den Strand nehmen (von Rhodos Stadt aus kommend, eine Ausfahrt vorher). Es gibt zwar einen Parkplatz (direkt neben dem Panorama Restaurant), allerdings muss man anschließend trotzdem noch über 300 Stufen bewältigen um sich mit einer überwältigenden Aussicht zu belohnen.
Kiotari Beach
Das hier ist mein ganz persönlicher Lieblingstipp, denn ich habe kurioserweise in keinem Reiseführer etwas dazu gefunden, sondern ihn durch Zufall (für mich) entdeckt. Auch in diversen Blogs wird dieser Strand höflich ignoriert, was mich fast schon freut, denn so bleibt es vielleicht noch länger ein kleiner Insider…
Der Strand an sich ist relativ lang, aber ich meine ganz speziell den Bereich rund um den Leuchtturm. Dort befinden sich ein wunderschönes Restaurant, eingebettet in einen traumhaften Garten, und einige Liegen am Strand. Der Strand ist nicht feinster Sand, sondern durchsetzt mit Kiesel, was vielleicht der Grund ist, dass er nicht voller Touristen ist, aber dadurch ist das Wasser klar und die Atmosphäre ist absolut fantastisch.
Mojito Beach
Noch etwas weiter südlich kommt man zu diesem weiteren, kleinen Insidertipp. Der Name Mojito Beach an sich ist ja schon vielversprechend, aber ich darf vorab sagen, dass man hier nicht nur als Fan des frischen Rumgetränks eine gute Zeit haben wird. Alleine das bunte Schild am Straßenrand samt Traktor wirkt sehr einladend – genau deshalb habe ich auch angehalten, denn hier musste einfach etwas Besonderes sein. Und genau so war es auch. Sobald man das Eingangsschild passiert hat, erwartet die Besucher eine Art Pippi-Langstrumpf-Takatuka-Land voller bunter Tische, Stühle, Cabanas und einer großen Bar. Hier gibt es zahlreiche frische und ausgesprochen leckere Getränke (super leckere Säfte!) plus die namensgebenden Mojitos. Mein Tipp wäre der Mango Mojito!
Das ganze Ambiente hier ist einfach herrlich und der Badestrand ist auch richtig schön. Außerdem gibt es regelmäßig Abende mit Musik, die hier auf Rhodos einen großartigen Ruf genießen.
Prasonisi Beach
Und schließlich sind wir an der Südspitze von Rhodos angelangt. Hier ist allerdings nicht der Strand der Star, sondern der Wind! Bereits wenn man die sandige Straße hinab zum Strand fährt wird schnell klar, dass dies ein Hotspot für Surfer und Kiter ist. Überall flattern bunte Segel durch die Luft und es wimmelt an Leuten, die gerade ihr Equipment auf- oder abbauen. Ich fand dieses Areal schon alleine deshalb extrem sehenswert, weil es so überraschend weitläufig ist. Eigentlich handelt es sich nämlich eher um eine riesige Sandbank, die Rhodos mit einer vorgelagerten Insel verbindet. Das Besondere ist, dass auf der einen Seite ausschließlich die Surfer und auf der anderen nur die Kiter zu Hause sind. Alleine hier einen kleinen Spaziergang zu machen, sich die Haare durch den Wind ordentlich verwuscheln zu lassen und den Wassersportlern ein wenig zuzusehen ist den Besuch wert. Außerdem gibt es eine gemütliche und stylische Taverne, in der man wunderbar eine (Mittags-)Pause einlegen kann.
Für mich ein ganz klarer Tipp und die lange Fahrt auch definitiv wert.
Meine besten Spot-Tipps auf Rhodos auf einer Karte
Auf dieser Karte sind Sehenswürdigkeiten, Strände, Restaurants, Hotels und Ausflugsziele markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.
Mein Hotel-Tipp für Rhodos
Wie oben unter den generellen Infos bereits erwähnt, ist die Hotelauswahl durchaus davon abhängig welche Art von Urlaub man auf Rhodos verbringen möchte. Reine Badeurlauber suchen sich Strandhotels, während sich Individualreisende vermutlich eher ein gemütliches Hotels etwas abseits der großen Touristenbereiche suchen.
In dem folgend empfohlenen Hotel habe ich selbst gewohnt und erkläre auch gleich, warum ich es für Urlauber, die ein bisschen was von allem wollen, als sehr gut empfunden habe.
Alia Luxury Suites & Spa
Zunächst einmal muss man generell sagen, dass das Dorf Charaki fast genau in der Mitte der Ostseite der Insel liegt, wodurch man relativ gut jeden Spot erreichen kann. Genau das war mein Kriterium in dieser Ecke zu schauen. Lindos schien mir mit der interessanteste Ort zu sein, weshalb ich dort in der näheren Umgebung gesucht habe und in Charaki gelandet bin. Der Strand in Charaki ist jetzt keine Schönheit, aber zum „mal baden gehen“ ist es definitiv völlig fein dort.
Die Alia Luxury Suites and Spa haben mich direkt optisch angesprochen und der Preis schien mir auch sehr fair. Bei den Bewertungen gibt es immer mal wieder mal ein paar kritische Anmerkungen, aber es scheint mir, dass hier auch immer wieder Dinge verbessert werden, denn ich habe die Entwicklung im Laufe der Jahre verfolgt.
Ich hatte eine Suite im Erdgeschoss mit Pool und war damit sehr zufrieden. Dass man von seiner Terrasse in den Pool springen kann, fand ich morgens und abends richtig angenehmen und sehr komfortabel.
Tagsüber ist das Hotel recht voll und sehr „belebt“, was mir allerdings egal war, weil ich die ganze Zeit unterwegs war. Das Frühstück war gut und umfangreich und der Service war ebenfalls richtig klasse.
Ich hatte zwischendurch ein kleineres Problem und das Management hat sich sofort dazum gekümmert, was ich sehr positiv fand.
Nochmal zur Lage, von hier ist man in 20 Minuten in Lindos und in 45 Minuten in Rhodos Stadt, was für mich der beste Kompromiss war.
Alles in allem, ein schönes, stylisches Hotel mit ansprechenden Zimmern und eben einigen sehr praktischen und komfortablen Kategorien direkt am Pool.
Charaki
Meine Restaurant-Empfehlungen auf Rhodos
Der kulinarische Teil ist egal wo man in Griechenland ist natürlich immer ein wesentlicher. Die griechische Küche ist einfach fantastisch und auch sehr bestimmend auf Rhodos, sprich, man wird sicherlich sehr oft in eine der wunderbaren Tavernen einkehren.
Ich habe hier ein paar Empfehlungen zusammengestellt, die mir persönlich sehr gut gefallen haben:
Mama Sofia
Unweit des Großmeisterpalasst befindet sich ein fantastisches Restaurant, das mich vor allem durch seinen außergewöhnlich guten Service beeindruckt hat. Wenn man bedenkt, dass man sich mitten im touristischsten Bereich von Rhodos Stadt befindet, ist es durchaus bemerkenswert, dass es hier so familiär und persönlich zugeht. Hier arbeitet die ganze Familie, inklusive Mama Sofia, und serviert exzellente Fischgerichte, Steaks und Meeresfrüchte.
28 Orfeos Street, Old Town Rhodos
Auvergne Café
Am östlichen Ende der Rittergasse findet man dieses wunderbare Juwel. Es handelt sich allerdings nicht nur um ein Café, sondern auch um ein Restaurant, dass ich sowohl mittags als auch abends empfehlen kann. Mittags spenden die vielen, großen Bäume nämlich angenehm Schatten und abends bietet die warme, stilvolle Beleuchtung perfektes Sommernachtsflair. Auch hier sind wir mitten im Zentrum und man merkt es eigentlich gar nicht! Ein wirklich besonderer Ort. Das Essen ist zudem auch richtig klasse. Ich war zweimal hier und einmal gab es abends noch stimmungsvolle Musik, was perfekt in die Kulisse gepasst hat. Eine ganz klare Empfehlung!
Great Alexander Square, Rhodos
Zorbas Tavern
Einer meiner Lieblings-Tipps auf Rhodos. Ich bin hier eher durch zu Fall gelandet und es war ein absoluter Volltreffer.
Zunächst einmal war das gesamte Team dort außergewöhnlich freundlich, lustig und zuvorkommend. Man hat sich direkt von der ersten Sekunde an wohl gefühlt.
Dann sitzt man dort auf der Terrasse richtig schön bei einem angenehmen Ambiente und kann wunderbar, traditionelle, griechische Küche genießen.
Jederzeit wieder. Wirklich, eine ganz klare Empfehlung…
Gennadi
Dionysos
Mitten in Lindos Stadt ist das ein richtig Tipp, denn die Fülle an Restaurants dort ist groß und dementsprechend kann man auch mal auf ein sehr touristisches, weniger tolles Restaurant hereinfallen.
Hierbei sitzt man auf einer lauschigen Dachterrasse mit Blick auf die Akropolis von Lindos, was für mich alleine schon ein Highlight war.
Das Essen ist etwas teurer, aber klar, bei der Aussicht es ist den Preis wert.
Der Service ist ebenfalls sehr zuvorkommend und es gibt großzügige Portionen.
Lindos
Delight Restaurant
Ein weiterer Tipp zentral in Lindos mit einer tollen Dachterrasse. Ein wenig preiswerter, aber nicht minder hervorragend.
Hier hatte ich Seafood und war echt begeistert. Zudem war der Service besonders aufmerksam.
Lindos
Palestra
Restaurants direkt am Strand sind immer eine knifflige Sache, vor allem weil es hier am Strand von Lindos mehrere davon gibt. Diese kleinere Taverne am Ende des Strandes war überraschend gut.
Hier muss man nichts Überdenken – man sitzt schön am Bergrand, die Ziegen klettern auf den Felsen herum, man hat einen herrlichen Ausblick auf den Strand und das Essen war tatsächlich sehr gut.
Lindos Beach
Fun Facts zu Rhodos
- Größer als Rhodos sind in die Griechenland die Inseln Kreta, Euböa und Lesbos.
- Der Name Rhodos leitet sich eher nicht vom griechischen Wort für Rose, sondern vom phönizischen Wort für Granatapfel ab.
- Genau genommen ist der Großmeisterpalast ein Fake, denn er ist weitestgehend nicht mehr im Originalzustand. Einzig das Tor ist noch Teil der ursprünglichen Version, der Rest wurde von den Italienern wieder neu aufgebaut.
- Der Koloss von Rhodos gehört(e) zu den sieben Weltwundern.

