Reisetipps Griechenland – Zakynthos

  • Es handelt sich um eine der beliebtesten griechischen Inseln der vergangenen Jahre. 

  • Die berühmte Navagio- oder Schmugglerbucht mit dem gestrandeten Schiffswrack ist eines der bekanntesten Fotomotive Griechenlands. 

  • Zakynthos hat eine sehr touristische Seite (Osten) und eine deutlich ruhigere Seite (Westen) mit zahlreichen schönen Buchten. 

  • Die Tauchgebiete rund um die Insel sind mit die besten im Mittelmeer – man hat hier zB gute Chancen Schildkröten zu sehn. 

  • Ich würde nicht sagen, dass Zakynthos keine Top-Badeinsel ist, es ist vielmehr die Mischung aus Stränden, Buchten und Ausflugsmöglichkeiten.

  • Die Anreise ab Deutschland ist sehr gut – es gibt viele Non-Stop-Flüge auf die Insel.   

Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?

Impressionen aus Zakynthos – ein kleines „Best-of“

Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps

Ich war bereits einige Male auf Zakynthos und habe die Insel gefühlt jedes Mal anders entdeckt. Das lag vornehmlich natürlich auch daran, dass ich zu unterschiedlichen Zeiten, sprich anderen Monaten, vor Ort war.

Zakynthos ist unheimlich vielfältig und abwechslungsreich, was mir mit am Besten gefallen hat. Das erste Mal war ich zum Beispiel nur zum Tauchen dort, das zweite Mal wollte ich dann die Insel etwas besser kennen lernen. Aber auch nur zum Baden bietet die Insel sehr gute Möglichkeiten.

Für mich liegt aber wirklich vor allem der Reiz darin, dass man viel unternehmen kann, sich die verschiedenen Küstenbereiche doch teilweise deutlich unterscheiden und es noch dazu einige echte Top-Spots gibt…

  • Generell
    Zakynthos gehört zu den Ionischen Inseln, bestehend aus sieben Hauptinseln, die sich im Westen Griechenlands, unterhalb der albanischen Grenze, befinden. Die beiden weiteren, bekannteren ionischen Inseln sind Korfu und Lefkada. Mit einer Länge von 40 km und einer Breite von 20 km ist Zakynthos die drittgrößte ionische Insel. Die Hauptstadt heißt wie die Insel selbst, und zwar Zakynthos Stadt. 
  • Wie komme ich nach Zakynthos?

    Zakynthos ist in nicht einmal drei Flugstunden von Deutschland aus zu erreichen. Die Flugverbindungen sind generell sehr gut und einfach, sprich, ab vielen deutschen Flughäfen gibt es Non-Stop-Flüge nach Zakynthos.

  • Wann ist die beste Reisezeit für Zakynthos?

    Die idealen Monate sind von Mai bis Oktober. Hier ist es tagsüber schön warm, wobei es zum Baden im Mai noch etwas frischer ist. Im Oktober dagegen ist das Meer immer noch angenehm, allerdings kann es auch schon frischere und auch regnerischere Tage geben. 

    Wer nicht nur Baden, sondern auch die Insel ein wenig erkunden möchte, für den sind die Monate Mai, Juni und Oktober ideal, zum Baden wären es dann eher die Monate Juli und August. 

    ABER: Natürlich ist während der Ferienmonate deutlich mehr los und außerdem steigen die Preise spürbar an. 

    Der September ist ein schöner Übergangsmonat und meine persönlicheLieblingszeit für Zakynthos.

  • Wie sind die Wassertemperaturen im Sommer? 

    Natürlich kann man das nicht ganz genau vorhersagen, aber ich war dreimal auf Zakynthos zu unterschiedlichen Zeiten und ich würde sagen, dass man ab Juni gut baden kann. Dann erreichen die Temperaturen bereits ca. 23 Grad. Bis in den August steigen sie dann auf bis zu 26 Grad an, bevor sie dann ab Mitte September langsam wieder sinken. Meine Erfahrungen sind: 

    • Juni: 23 Grad
    • August/September: 26 bzw. 25 Grad
    • Oktober: 23 Grad  
  • Wie plane ich meine Reise? 

    Wie oben gerade erwähnt, gibt es mehrere Möglichkeiten Zakynthos zu bereisen. 

    • Entweder man plant einen klassischen Badeurlaub, dann würde ich mir lieber eine Unterkunft im Süden und / oder Osten suchen, da man hier die schönsten Sandstrände findet. Im Norden und Westen sind es vor allem eher felsige Buchten.  
    • Wenn man eher etwas unternehmen möchte, würde ich mir auf jeden Fall eine Unterkunft im Westen suchen, tendenziell im südlichen Westen, weil man so flexibel bleibt. Im Norden wird es deutlich untouristischer und die Auswahl an Unterkünften nimmt ab.    
  • Wie lange sollte eine Reise nach Zakynthos dauern? 

    Ich würde sagen sieben Tage sind bereits prima! Die Anreise ist (gefühlt überraschend) kurz und man benötigt vor allem auch auf der Insel kaum lange Transfers. Vom Flughafen bis zu einem Hotel im Süden sind es ungefähr 15-25 Minuten. 

  • Wie bewege ich mich auf Zakynthos? 

    Auch hier kommt es darauf an, was man für eine Reise man plant. 

    • Bei einem reinen Badeurlaub kann man eine Pauschalreise inklusive Transfer buchen. Für Ausflüge bucht man dann einfach Touren inklusive Abholung vom Hotel dazu. Dies wird sehr oft angeboten und wäre in diesem Fall die einfachsten Variante. 
    • Sobald man etwas mehr von der Insel sehen möchte, kann ich auf jeden Fall einen Mietwagen empfehlen. Gerade die vielen Buchten im Westen erkundet man am Besten individuell und auf eigene Faust. Vor allem ohne zeitliche Einschränkung, denn nur so kann man auch mal länger bleiben, wenn eine Bucht oder eine Location überraschend / besonders schön ist. 
    • Oder aber, man bucht eine Pauschalreise (siehe erster Punkt) und nur für ein oder zwei Tage einen Mietwagen, was auch problemlos machbar ist. Gerade im Süden gibt es viele Mietwagenstationen, so dass man hier auch spontan entscheiden kann. Innerhalb eines Tages kann man schon sehr viel besichtigen, wobei ich sagen würde, dass man besser zwei volle Tage einplanen sollte.  
  • Gibt es viele Sehenswürdigkeiten auf Zakynthos?

    Dieser Punkt ist mir richtig wichtig, denn ich finde es immer schwierig, wenn es für bestimmte Orte/Inseln zu viele Tipps für besondere Locations gibt. Mich erschlagen die viele Infos dann immer und ich kapituliere. Zakynthos ist eine sehr schöne Insel mit einigen tollen Spots, aber unterm Strich ist es Insel auf der jegliche Wasserunterhaltung im Vordergrund stehen sollte. Es gibt ein paar echte Sehenswürdigkeiten (wie die Navagio-Bucht oder die Blauen Grotten), aber danach fällt es generell schon ab. Klar, es gibt unzählige Kirchen, Klöster und andere Bauwerke, aber hier sollte man sich „keinen Streß machen“. Für die großen „Sightseeing-Knaller“ sollte man sich besser andere Ziele suchen. Wer dagegen eine entspannte Mischung aus Stränden, ein bisschen Land & Leute und kleinen Dörfern sucht, ist auf Zakynthos genau richtig.  

Die besten Spots auf Zakynthos

Folgend nun die verschiedenen Spots und Sehenswürdigkeiten auf Zakynthos mit Erklärungen und Infos zu dem jeweiligen Besuch.

Navagio-Bucht / Schmugglerbucht

Als ich Mitte der 2000er das erste Mal in Zakynthos war, wusste tatsächlich niemand von welcher Insel ich denn da spreche. Wenn ich dagegen heute Zakynthos als Mittelmeerempfehlung weitergebe, höre ich oftmals die Frage „ob das die Insel mit dem Schiffswrack-Strand ist?!“. Genau so ist es! Die Navagio-Bucht auf der Westseite von Zakynthos mit dem rostigen Kahn umgeben von einem traumhaft weißen Sandstrand und glasklarem, blauen Wasser ist eines der berühmtesten Fotomotive Griechenlands. Gefühlt auf einer Stufe mit der Akropolis in Athen und den weißen Häusern an der Steilküste von Santorini. 

Wahlweise heißt die Bucht übrigens auch Shipwreck Bay oder Schmugglerbucht. Die verschiedenen Namen der Bucht und die Geschichte des alten Schiffes liegen hier ganz dicht beieinander. Iim Jahr 1980 wollte nämlich der Frachter Panagiotis, vollbeladen mit geschmuggelten Zigaretten, eigentlich an der Küste anlegen. Er wurde allerdings von der Küstenwache bemerkt und es kam zu einer rasanten Verfolgungsjagd, bei der das Schiff vor der Bucht Agios Georgios – so der damalige Name aufgrund des dort befindlichen, gleichnamigen Klosters – auf Grund lief und an Land gezogen wurde.

Dort liegt das  Wrack nun mittig an dem wirklich lächerlich weißen Sandstrand der Navagio-Bucht, umringt von bis zu 200 Meter hohen Felswänden. Aufgrund dieser unbeschreiblich spektakulären Szenerie handelt es sich ganz klar um DAS Foto der Insel. Eigentlich immer wenn man erstmalig ein Bild von Zakynthos sieht, wird es eine Aufnahme von dieser Bucht sein und das zu Recht. 

 

Wie kann ich die Navagio-Bucht von oben fotografieren?

DAS Bild, das man von der der Schmugglerbucht und dem Wrack kennt und / oder so oft sieht, wurde jeweils von dem Navagio Beach Viewpopint (so die Bezeichnung bei Google Maps) aufgenommen. Dieser befindet sich nordöstlich des Strandes und ist mit dem Auto sehr gut zu erreichen. Was sehr positiv hervorzuheben ist, dass dieser Spot gesichert / eingezäunt ist, was bei den hohen Steilwänden durchaus ein Faktor ist, denn hier gab es früher leider bei der Jagd nach dem besten Selfie auch schon tragische Unfälle.   

Allerdings möchte ich hier ein paar ABERs und Hinweise erwähnen, die man unbedingt beachten sollte:

  • Wenn man ganz ehrlich ist, muss man sagen, dass der Viewpoint nicht ganz ideal gewählt wurde, denn ein vorstehender Fels versperrt ganz klar die Sicht. Das heißt man muss sich schon etwas nach vorne beugen, um ein gutes Foto zu bekommen.
  • Offiziell ist es nicht (mehr) erlaubt den Weg zu verlassen (es stehen sogar Strafen darauf) und sich einen anderen Spot für eine bessere Perspektive zu suchen. In der Praxis passiert dies – gerade in der Nebensaison – allerdings durchaus. Nur so kann man die Felswand auf der linken Seite in seinem Foto vermeiden. ABER, egal was man macht, man muss zuerst immer vorsichtig sein!
  • Wann auch immer man auf Zakynthos ist, die ganz klare Empfehlung ist, außerhalb der Stoßzeiten (sprich mittags) vor Ort zu sein. Gerade in der Hauptsaison kann die Warteschlange für DAS Foto der Insel erheblich sein. Ich habe beispielsweise schon mal von bis zu drei Stunden gehört. Das ist natürlich wild. Vor allem weil in der prallen Sonne anstehen muss! Morgens ist dagegen meist noch nicht so viel los, vor allem weil die Tagesausflugsbusse erst später aufschlagen.
  • Der Haken bei einer frühen Besichtigung ist der Sonnenstand! Da sich die Bucht im Westen befindet kann es morgens noch etwas schattig sein und der Strand und das Wasser strahlen und glitzern noch nicht in der Sonne. Mittags hat man dann – je nach Jahreszeit –  die Sonne auch mal im Gesicht, weshalb es spät abends (ab 17-18 Uhr) dann wieder etwas besser wäre.
  • Alternativ wäre natürlich auch noch eine Drohne möglich. Als ich vor Ort war, ging dies problemlos. Hier findet ihr hilfreiche Informationen zu dem Gebrauch einer Drohne in Griechenland.

Wie kann ich die Navagio-Bucht besuchen?

Vorab die wichtigste Informationen. Die Bucht kann NICHT auf dem Landweg erreicht werden! Durch die gewaltigen Felswände ist jegliche Zufahrt unmöglich. Daher muss man auf Bootstouren ausweichen.

Diese starten von drei unterschiedlichen Spots aus:

  • Skinari Cap oder Old Windmill im Norden (Fahrtzeit mit dem Boot ca. 20-30 Minuten)
  • Porto Vromi im Westen unterhalb der Bucht (Fahrtzeit ca. 20 Minuten).
  • Agios Nikolaos im Osten (Fahrtzeit ca. 40-45 Minuten)

Der größte Hafen ist in Agios Nikolaos, das heißt je nachdem von wo man anreist, ist die Versuchung vielleicht groß hier direkt eine Tour zu buchen, aber ich würde eher empfehlen weiter zum Skinari Cap zu fahren.

WICHTIG! Unbedingt vorher prüfen, ob die Touren stattfinden und idealerweise auch vorab buchen. Bei schlechtem Wetter werden die Ausfahrten nämlich auch mal gecancelt und gerade zur Hochsaison sind die Ausflugsboote sehr gut gebucht.

Vor allem aber sollte man darauf achten, dass die Boote nicht zu groß sind, denn sonst kann es wirklich unangenehm werden.

Die beiden Häfen Porto Vromi und Agios Nikolaos werden unter anderem von großen Ausflugsanbietern ab Zakynthos Stadt angesteuert, weshalb dort tendenziell etwas mehr los los. Aus dem Grund würde ich auch das Skinari Cap ganz im Norden als Startpunkt empfehlen.     

Dort habe ich eine Kombi-Tour zur Navagio-Bucht UND den Blue Caves (siehe weiter unten) über den Anbieter Potamitis Boat Trips gebucht. Die Touren starten in relativ kurzen Abständen (bei mir waren es 15 Minuten), so dass man hier zeitlich relativ flexibel ist. Los geht es ab den Piers Old Windmill und am Cap Skinari selbst.

Wer vom Westen anreist, hier kann ich ab Porto Vromi den Anbieter Poseidon Tours empfehlen. Bitte nur Vorsicht, die Bucht Porto Vromi hat ZWEI Zufahrten, die zwar beide in der gleichen Bucht enden, aber nicht miteinander verbunden sind und zwei separate Strände haben. Man muss unbedingt die richtige Zufahrt erwischen und sollte sich das vorher mal bei Google Maps angesehen haben. Nicht falsch verstehen, tatsächlich kann man in beiden Buchten Ausflugstouren buchen, aber um zu Poseidon Tours zu gelangen muss man eben die südliche Zufahrt wählen.     

Natürlich gibt es auch durchorganisierte Ausflüge ab Zakynthos Stadt, bei denen alle Transfers und teilweise sogar die Abholung ab dem Hotel inklusive ist. Eine Übersicht zu den möglichen Touren findet ihr hier bei getyourguide. Eine Buchung bei getyourguide hat immer den Vorteil, dass man diese bis zu 24 h vorher kostenlos stornieren kann.   

Ich fand die Tour zur Navagio Bucht absolut fantastisch! Steuert man mit seinem Boot auf die Schmugglerbucht zu, verstecken die Klippen zunächst den Strand. Kommt man schließlich näher, sieht man als erstes das riesige Wrack der Panagiotis, das wunderschön auf dem langen Strand aufgerichtet steht und das fantastische Panoramabild wunderbar ergänzt. Das Wrack der Panagiotis liegt mittig in einem kupfer-rostigen Farbton am Strand, was irgendwie bizarr aussieht, aber zugleich auch einen besonderen Kontrast darstellt.

Wie ist es am Strand der Navagio Bucht?

Tatsächlich ist der Strand selbst gar nicht soooo besonders, wenn man mal dort ist. Klar, der Strand ist traumschön, aber man sollte berücksichtigen, dass es zum Beispiel Schatten nur durch die Felsen gibt, sprich erst wenn die Sonne etwas tiefer steht. Darüber hinaus gibt es keinerlei sanitäre Anlagen und auch keine Liegen oder ähnliches. Verpflegung muss man auch selbst mitbringen – den Müll dann bitte aber auch wieder mit zurücknehmen. Der Strand läuft dafür schön sandig und flach hinein. Das große ABER ist allerdings, dass es oftmals richtig richtig voll werden kann und genau deshalb sollte man den Ausflug auch nur bedingt als Badetour betrachten.

WICHTIG! Das Betreten des Strandes ist ab und zu wegen Hangrutschgefahr komplett verboten. So zum Beispiel das ganze Jahr 2024.

Blaue Grotten (Blue Caves) & Old Windmill

Im Anschluss an den oder vor dem Besuch der Schmugglerbucht lohnt sich in jedem Fall ein Bootsausflug zu den Blauen Grotten. Bei der oben erklärten Tour mit Potamitis Boat Trip zur Navagio Bucht ab dem Skinari Cap oder Old Windmill kann man wunderbar auch noch die Blauen Grotten dranhängen. Dies wird unter anderem auch als Kombi-Tour angeboten. Aber natürlich kann man die Blauen Grotte auch separat anfahren. 

Diese außergewöhnliche Naturattraktion befindet sich ganz im Norden, fast unmittelbar vor dem Ablegehafen Old Windmill. 

Durch geologische Verformungen sind entlang der Küste zahlreiche Grotten entstanden. Dabei handelt es sich teilweise um mächtige arkadenähnliche Höhlen, in denen man wunderschöne Lichtspiele, die durch die Spiegelung der Sonne auf dem klarem Wasser auftreten, bestaunen kann. Besonders spektakulär sind die drei Torbögen direkt hintereinander – ein super Foto. 

Wie oben schon mal bei der Navagio-Bucht erwähnt, würde ich in jedem Fall Touren mit einem kleinen Boot zu diesen diesen faszinierenden Felsformationen empfehlen, da die wendigen Boote sogar in die Grotten hineinfahren können.

Allerdings, selbst wenn man keine Bootstour bucht, lohnt sich ein Abstecher nach Old Windmill und ans Skinair Cap. Die typisch weiße Windmühle ist  beispielsweise wirklich ein großartiges Fotomotiv. 

Das Skinari Cap ist für eine kleine Erfrischung im Norden ein sehr beliebter Badespot. Hier gibt es Einstiegsleitern oder man kann sich auch aus ca. sieben Metern Höhe ins Wasser stürzen. 

Porto Vromi Beach

Ebenfalls an der Westküste – zwischen Porto Limnionas (siehe unten) und der Navagio Bucht – befindet sich diese doch sehr besondere Bucht, die sich aus Fotografensicht vor keiner anderen Bucht auf Zakynthos verstecken muss. Das Wasser schlängelt sich behutsam ins Landesinnere und endet in zwei kleineren Stränden, die auf getrennten Straßen erreicht werden.

Um keine Verwirrung zu erzeugen, ich hatte die Bucht bereits weiter oben bei der Navagio-Bucht erwähnt, da sie einer der möglichen Ausgangspunkte für Bootstouren zu dem Schiffswrackstrand ist. Dazu gleich mehr. 

Die Anreise zum Porto Vromi Beach ist ein wichtiger Faktor, denn beide Strände sind NICHT miteinander verbunden und werden völlig unterschiedlich erreicht. 

  1. Zu dem westlichen Strand (bei Google Maps Anafonitria Porto Vromi) gelangt man über den Ort Anafonitria. Von dort sind es nochmal ca. 15 Minuten Fahrtzeit. Auf dieser Seite war ich allerdings NICHT.     
  2. Für den östlichen Strand (bei Google Maps Porto Vromi Beach oder Porto Vromi Maries) muss man in dem kleinen Ort Maries Richtung Meer abbiegen und fährt dann nochmal ca. 12-13 Minuten.  

Die Bucht hatte auf mich ehrlicherweise eine ganz besondere Wirkung. Ähnlich wie bei Porto Limnionas ist der Kontrast der weißen Felsen mit den grünen Sträuchern, dem weißen Kieselstrand und dem blauen Meer einfach phänomenal. Gerade wenn die Sonne am frühen Nachmittag die Bucht mit Licht ausfüllt wirkt die Szenerie irgendwie wie gemalt.     

 

Nicht zu verheimlichen ist, dass hier durchaus auch viele Touristen durchgeschleust werden, und zwar dann wenn Tagesausflügler für ihre Bootstouren zur Navagio-Bucht ankommen. Zum Glück ist das kein Dauerzustand, aber klar es gibt durchaus Stoßzeiten.

Wer individuell eine Tour zur bekanntesten Bucht auf Zakynthos unternehmen möchte, dem kann ich an dem östlichen Strand den Anbieter Poseidon Tours empfehlen. Die Fahrtzeit mit dem Boot beträgt one-way von hier ca. 20-30 Minuten, wobei man insgesamt drei Stunden einplanen sollte. Ich empfehle dringend die Tour vorab zu buchen, da die Anbieter gerade in der Hochsaison wirklich sehr oft ausgebucht sind. 

An dem östlichen Strand gibt es einen Parkplatz, einen kleinen Kiosk mit einigen Sitzgelegenheiten und ein paar Liegestühle. 

MEIN TIPP: Bei dem Anbieter Poseidon Tours kann man sich kleine Boote mieten!  Hierzu ist kein Bootsführerschein notwendig. Man bekommt eine kurze Einweisung und kann danach auf eigene Faust losfahren. Zur Navagio Bucht würde ich jetzt nicht unbedingt selbstständig fahren, aber in nördlicher Richtung gibt es einige tolle, deutlich weniger frequentierte Strände, wie zB der White Beach oder der Sfogio Beach. Das ist ein echter Knaller!

FAZIT: Ein idyllischer Traum ist auch dieser Spot sicherlich insgesamt betracht nicht, aber die pittoreske Bucht ist einfach wunderschön. Und die Variante ein Boot zu mieten finde ich einfach überragend. 

Porto Limnionas

Früher ein kleiner Geheimtipp an der Westküste, heute steht die Bucht von Porto Limnionas auf jeder To-Do-Liste von Zakynthos. Die Anfahrt ist ein bisschen tricky, denn man muss wirklich wissen, wohin man möchte, sprich zufällig vorbeifahren wird man dort sicherlich nicht. In dem Bergdorf Agios Leon gilt es die richtige Abzweigung Richtung Meer zu erwischen. Von dort fährt man nochmal ca. 15 Minuten. 

Vorab zwei wichtige Infos: 

  • Es gibt in der Bucht KEINEN Strand. Es handelt sich um eine wunderschöne Bucht, allerdings kann man sich nur auf den Felsen oder auf einer der angelegten Betonterrassen niederlassen. In der Taverne besteht aber immerhin die Möglichkeit Liegestühle zu buchen. Der Preis ist immer der gleiche, egal ob man einen ganzen Tag oder nur eine Stunde dort bleibt. 
  • Bitte bitte nicht der Vorstellung erliegen, dass man hier alleine ist! Der Sport ist stark frequentiert und für einen Liegestuhl braucht man entweder Glück oder man muss früh dran sein.    

Voll oder nicht, ich finde, dass Porto Limnionas ein klasse Spot und den Ausflug wert ist. Die Bucht ragt extrem weit ins Land hinein und die hellen Felsen sind schön bewachsen, so dass sich vor allem von oben ein sensationelles Bild ergibt. Speziell aufgrund des fehlenden Sandes ist das Wasser kristallklar und funkelt in unzähligen Blau- und Türkistönen. Da die Sicht hier dementsprechend gut ist, handelt es sich auch um einen großartigen Schorchelspot.  

Oben am Parkplatz etwas oberhalb der Bucht gibt es zudem eine Taverne mit schöner Aussicht, die ich fürs Mittagessen sehr gut empfehlen kann. Klar, das Essen und die Liegestühle sind nicht ganz günstig, aber das ist eine Frage der Erwartungshaltung. Wer denkt, er hat hier einen exklusiven Ort entdeckt und demnach Preise wie vor 20 Jahren vermutet, liegt falsch. Ich habe mich im Nachhinein über einige Google-Kommentare sehr gewundert, denn woher der Gedanke kommt, dass ein Restaurantbetreiber, der eine Saison von ca. 4 Monaten hat, lauter Schnapperpreise anbieten soll, erklärt sich mir nicht.   

FAZIT: Auf jeden Fall hinfahren, in der Hauptsaison idealerweise aber früh vor Ort sein.  

Mizithres-Felsen

Ich finde ja, dass Zakynthos so ein bisschen aussieht wie ein Wolfszahn. Und an der vorderen Wurzel, sprich dem südwestlichen Teil der Insel gibt es mit den Mizithres-Felsen, die relativ unvermittelt aus dem Meer herausragen, ein kleines, aber feines Highlight. Es handelt sich um zwei spektakuläre Felsen, wobei ich um ehrlich zu sein nicht genau weiß, ob den Namen nur der große Felsen trägt oder ob beide zusammen so genannt werden. 

Zielpunkt für die Anfahrt ist in jedem Fall das Keri Lighthouse bzw. die gleichnamige Taverne. Dort gibt es zum einen Parkplätze und zum anderen kann man vom Restaurant aus die sagenhafte Aussicht genießen. ABER, das zugegebenermaßen leckere Essen ist nicht ganz günstig und man kann auch nicht ohne etwas zu konsumieren mal eben schnell ein Foto machen. Das sollte man wissen. 

Wer es etwas günstiger und irgendwie auch „ungezwungener“ mag, für den ist der dahinter gelegene, stylische Foodtruck Mizithres Summer Vibes die bessere Wahl. Ja, man sitzt nicht so schön auf dem eingewachsenen Balkon, sondern auf einer betonierten Terrasse, aber ich fand das Ambiente dort lustig. Der Smashburger war lecker und der Smoothie war ebenfalls richtig klasse.   

Direkt neben der Taverne befindet sich an einem beeindruckenden Fahnenmast im Übrigen die größte Griechenland-Flagge der Welt! 

Für das eigentliche Highlight, die Mizithres-Felsen, folgt man dann dem Schotterweg links von der Taverne. Nach ca. 10-12 Minuten erreicht man den Scenic Viewpoint, von dem man mehr oder weniger frontal hinab auf die Felsen blickt. Die Aussicht ist wirklich ausgesprochen schön, aber auch hier sollte man vorsichtig sein, da nichts gesichert ist und es immerhin schlanke 170 Meter abwärts geht. Das Spiel des Wassers um die beiden Felsen herum, PLUS die verschiedenen Farbschattierungen von Tiefblau bis hin zu einem charmanten Türkis, ist wirklich etwas ganz Besonderes. Ich könnte Stunden hier verweilen und einfach nur die Natur beobachten. 

MEIN TIPP: Die Abendstimmung ist hier wirklich außergewöhnlich schön und wenn die Sonne langsam im Meer untergeht kreiert das warme Licht eine ganz wunderbare Stimmung.        

Limni Keri

Für mich als Taucher wird dieser Ort immer einen ganz besonderen Stellenwert genießen, denn in diesem (ehemaligen) Fischerdorf ganz im Süden der Insel befindet sich die Tauchbasis Nero Sport, die für mich zu den besten Tauchbasen im Mittelmeer zählt. Wer also auf Zakynthos tauchen gehen möchte oder es zumindestens in Erwägung zieht, der sollte Limni Keri auf seine Favoritenliste setzen. 

Zur Info, der Ort wird machmal auch Lemni Keri oder Linie Keriou geschrieben – davon sollte man sich nicht Irrtieren lassen. 

ABER Limni Keri darf man nicht verwechseln mit dem Bergdorf Keri, welches leicht nördlich des Keri Lighthouses und der Mizithres-Felsen liegt. 

Der Ort Limni Keri hat einen etwas komischen „Aufbau“, denn in der Mitte der Ortschaft befindet sich ein kleiner See, der aber keinesfalls zum Baden oder ähnliches geeignet ist, sondern vielmehr eher ein Sumpfgebiet darstellt. 

Vorne am Ufer gibt es einen steinigen Strand, der sicherlich kein Top-Badestrand ist, aber fürs Baden zwischendurch passt das auf jeden Fall.  

Direkt dahinter findet man zahlreiche Geschäfte, Appartements, Tavernen und Cafés, woran man sehr gut merken kann, dass es sich um einen etablierten Ferienort handelt. 

Wer es nicht allzu trubelig mag, aber trotzdem auch nicht Ab vom Schuss sein mag, bekommt in Limni Keri einen guten Mittelweg. 

Tauchen auf Zakynthos

Die Insel Zakynthos ist auf dem deutschen Tauchermarkt sehr bekannt und beliebt, was definitiv (auch) an Peter Mohr und seinem Team der Nero Sport-Tauchbasis liegt, die im kleinen Hafenort Lemni Keriou (oft auch Limni Keriou genannt) eine außergewöhnlich atmosphärische Tauchbasis „leben“. Man merkt hier immer wieder aufs Neue wie viel Herzblut und Engagement in dieser Tauchbasis steckt. Wenn man also auf Zakynthos tauchen möchte, dann sollte man dies auf jeden Fall bei Nero Sport tun. Die Google-Bewertungen sprechen für sich. Weitere Informationen findet ihr hier.  

Das Tauchen rund um Zakynthos ist vor allem durch die Caretta Caretta, die Karettschildkröte, bekannt geworden. Schildkröten sind auch für erfahrene Taucher immer wieder ein prima Highlight und da gerade im Mittelmeer solche Begegnungen nicht sonderlich häufig der Fall sind, ist es umso schöner, dass man hier häufiger die Chance darauf hat. Tatsächlich sind die niedlichen und entspannten Meeresbewohner so etwas wie das Maskottchen der Insel geworden.  

Ansonsten bietet das Tauchen auf Zakynthos sehr viele Grotten, Höhlen, Canyons und Steilwände. Generell gilt das Tauchgebiet rund um Zakynthos zu einem der besten im gesamten Mittelmeer. Neben den Schildkröten darf man sich unter Wasser auf Zackenbarsche, Muräne, Tintenfische, Langusten, Bärenkrebse, Garnelen und Vieles mehr freuen. 

Zurück zu Nero Sport, denn ich finde diese Informationen sehr wichtig: Das Team von Nero Sport bietet täglich zwischen zwei und vier Ausfahrten, wobei hierfür drei unterschiedlich große Tauchboote zur Verfügung stehen. Das große Plus der Tauchbasis ist aber vor allem, dass sie zusätzlich auch noch einfache Appartements direkt daneben und eine Kinderbetreuung während der Tauchgänge anbieten. Sollten die Kinder sogar auch das Tauchen lernen wollen, so ist Nero Sport sogar auf das Kindertauchausbildung spezialisiert. 

Alles in allem ist das Tauchen auf Zakynthos ein echtes Highlight der Insel, das ich nur wärmstens empfehlen kann.   

   

Schildkröten auf Zakynthos

Gerade bei Nichttauchern ist dies ein sehr gefragter Punkt, denn ich kann komplett verstehen, dass man gerade dann gerne auch mal diese zauberhaften Tiere zu Gesicht bekommen möchte. 

Tatsächlich ist Zakynthos einer der besten Spots für Schildkröten im gesamten Mittelmeer, weil hier die „Unechte Karettschildkröte“ (Caretta-Caretta) bevorzugt ihre Eier ablegt. Sprich an sehr vielen Stränden im Süden vom Zakynthos findet man Brutstätten der Schildkröten. Die Hauptzeit dafür ist von Mai bis August.

Dies klingt für den Urlauber erstmal fantastisch, weil man demnach zur beliebtesten Reisezeit die vermeintlich besten Chancen auf Schildkröten hat. ABER vor allem als Taucher ist es mir ein wichtiges Anliegen darauf hinzuweisen, dass man die Tiere auch schützen muss und nicht als touristische Attraktion ausbeuten sollte. Genau dies passiert aber leider recht häufig, und zwar dann wenn per Motorboot „Jagd“ auf die Schildkröten gemacht wird und diese für ein gutes Foto wirklich verfolgt werden. Diesem Stress sollten sie idealerweise nicht ausgesetzt werden. Genauso sollten die Nistplätze geschützt und respektiert werden, was in der Praxis leider auch nicht immer passiert. 

Aus diesem Grund hier ein paar Hinweise von meiner Seite, um hier vielleicht einen kleinen aber hilfreichen Beitrag zum Schutz der Schildkröten beizutragen: 

  • An folgenden Stränden legen die Schildkröten vermehrt ihre Eier ab, weshalb man sehr bewusst auf die Schildkröten achten (oder die Strände sogar meiden) sollte:
    1. Laganas Ost
    2. Kalamaki
    3. Dafni
    4. Gerakas
  • Es gibt Bootsausfahrten zur vorgelagerten Insel Marathonisi – hier sollte man sehr bewusst Anbieter auswählen, die auf den Schutz der Schildkröten achten. 
  • Generell, aber speziell an diesen Stränden sollte man Plastikmüll sorgfältig entsorgen, da diese für jegliches Plastik für Schildkröten zu tödlichen Fallen werden kann.  . 
  • Keine reinen Schildkröten-Spotting-Touren buchen, denn diese gehen wirklich ziemlich „aggressiv“ bei ihren Ausfahrten vor.
  • Wenn man Touren bucht, die irgendwie das Beobachten von Schildkröten beinhalten, bitte darauf achten, dass diese Abstände zu den Tieren einhalten, nicht zu lange bei einem Tier verweilen und entsprechend auf Do’s und Dont’s hinweisen. Anfassen darf man die Schoildkröten nämlich keinesfalls.      

MEIN TIPP: Ihr solltet die Schildkröten-Touren idealerweise bei „bewussten“ Anbietern buchen, wie zum Beispiel einer Tauchbasis. Diese bieten auch oft Schnorchelausflüge an, achten aber sehr einen fairen Umgang mit den Tieren. 

Xigia Sulfur Beaches

Auf Nordostseite von Zakynthos gibt es mit den Xigia Beaches zwei ganz einzigartige Strände. Zum einen den etwas nördlicheren Xigia Sulfur Beach und zum anderen den leicht südlicheren Xigia Beach oder Little Xigia Beach. Das Besondere bei den beiden Stränden ist, dass das Wasser in diesem Bereich von einer Sulfurquelle, die sich ganz in der Nähe befindet, angereichert wird. 

Der positive Effekt ist, dass Schwefel dem Wasser eine gewisse, heilende Wirkung bei Hautproblemen, Muskel- oder Knochenschmerzen nachgesagt wird. Ob das stimmt weiß ich leider nicht genau, aber die Information habe ich so oft erhalten, dass vermutlich irgendwas dran sein wird. UND das Wasser schimmert durch den Schwefel nochmal mehr strahlend türkisblau! 

Der Haken an der Sache ist allerdings, dass man den Schwefel auch ein bisschen riecht. Tatsächlich habe ich mich beim Aussteigen aus dem Auto direkt gewundert und erst im Nachhinein erfahren, was das für ein Geruch genau war, aber nach einer gewissen Zeit hat man sich (eigentlich)schnell daran gewöhnt. Oder auch nicht… So oder so, anhalten und ein Foto machen würde ich in jedem Fall. 

Als reine Badestrände sind sie zwar sehr gut geeignet (weißer Kies), aber sie sind beide eben auch nicht sehr groß. 

Der deutlich überlaufenere Strand ist der nördliche Xigia Sulfur Beach, der auf der rechten Seite (auf das Meer blickend) durch eine große Felswand begrenzt wird. Hier gibt es einen kleinen Parkplatz, allerdings müsste man für diesen doch recht früh vor Ort sein. 

Der für einen entspannten Badetag meiner Meinung nach geeignetere Strand ist der südliche Xigia Beach. Diesen felsig zerklüfteten Uferbereich habe ich als ein wenig charmanter empfunden. Über ein Treppe erreicht man den Strand und kann dort wunderbar in dem glasklaren Wasser baden und schnorcheln. Hier gibt es ebenfalls einen Parkplatz und eine kleine Taverne mit prima Sitzmöglichkeiten. 

Zakynthos Stadt

Ausnahmsweise ist die Hauptstadt (10.000 Einwohner) zwar mal nicht die Top-Sehenswürdigkeit und dennoch ist sie allemal sehenswert. Als besten Zeitpunkt würde ich einen (späteren) Nachmittag einplanen.

Parken kann man recht gut in der Hafengegend, auch wenn das in der Hochsaison auch mal etwas tricky sein kann. 

Für mich waren folgende Spots sehenswert, wobei ich hier jeweils gar nicht zu sehr ins Detail gehen möchte. Ganz ehrlich die einzelnen Stationen sind schön und fein, aber überbewerten sollte man sie jetzt auch nicht.

Beginnend vom Hafenparkplatz kann ich folgende Route empfehlen: 

  1. Kirche des Heiligen Dionysios von Zakynthos mit dem leicht abseits stehenden Glockenturm
    Jener Dionysios ist der Schutzpatron der Insel und ihm zu Ehren wird hier in der Stadt am 24.08. jedes Jahres ein großes Fest veranstaltet. Wenn man also zu dieser Zeit vor Ort ist, wäre das sicherlich ein prima Fest (ich war nie dort). In jedem Fall findet man die Gebeine des heiligen Dionysios in dieser Kirche. 
  2. Hafenpromenade Strada Marina
    Hier gibt es einige Restaurants, Cafés und man kann entspannt zwischen den beiden Hafenpiers umher schlendern. 
  3. Platia Solomou und Kirche Agios Nikolaos
    Auf dem bedeutendsten Platz der Stadt, dem Platía Solomoú oder Solomos Square (so der Name bei Google Maps), fallen sofort die die Freiheitsstatue und die Statue des griechischen Dichters Dionysios Solomos, der hier ja auch offensichtlich namensgebendend ist, auf. Am Auffälligsten ist aber die etwas klotzige, aber recht einfach gehaltene Nikolauskirche.      
  4. Platia Agiou Markou
    Der dreieckige, sehr schön gepflasterte Markusplatz samt Markuskirche und Glockenturm ist mit seinen Cafés und Restaurant ein guter Ort für eine kurze Pause.     
  5. Einkaufsmeile Odós 21. Maioú
    Nicht verwirren lassen, zuerst heißt die Straße 21. Maioú und geht dann in die AI Roma (oder Odós Alexándrou Róma) über. Vor allem die Arkadengänge fand ich hier sehr schön.  

Über den Platia Agios Pavlos kann man dann zurück zum Hafenparkplatz gelangen. 

Insgesamt würde ich ca. 2-3 Stunden für diese Tour einplanen – je nachdem ob man zwischendurch etwas trinken oder essen bzw. einkaufen geht. 

Für die beste Aussicht und auch eines der beliebtesten Fotos empfiehlt es sich auch noch und die Kastro-Ruinen auf dem Hügel des Stadtteils Bochali zu besichtigen. Man kann entweder über Panagia Pikridiotissa Kirche zu Fuß nach oben wandern oder aber mit dem Auto außen herum fahren. 

Die Ruinen der Burg sind wie eine Art Freilichtmuseum mit einem großen Park.

Für mich als Fotograf war aber der nicht weit entfernte Viewpoint der beste Ansporn den Weg nach oben auf mich zu nehmen. 

Wie oben erwähnt, Zakynthos Stadt ist sicherlich einen Ausflug wert, aber jetzt kein echtes Highlight. Idealerweise bummelt man ein bisschen durch die Stadt, trinkt hier etwas, kehrt hier in eine Taverne ein und genießt ein bisschen die angenehme Atmosphäre.  

Cameo Island

Wenn man sich bei seiner Onlinerecherche zu Zakynthos wundert, wieso einem eine über das Wasser gespannte Wäscheleine samt Bettlaken angezeigt wird, dann weil es sich hierbei – neben der Navagio-Bucht – um einen der bekanntesten Foto- und Instagramspots der Insel handelt.

Im Süden Inseln (zwischen den beiden Zahnwurzeln – um bei meinem Bild von weiter oben zu bleiben) findet man vor der Küste des Ortes Agios Sostis die kleine, private Insel Cameo Island, die man gegen eine kleine Gebühr besichtigen kann. Der kleine, teilweise sehr gut besuchte Strand ist meiner Meinung nach nicht der Rede wert, auch wenn man sich dort natürlich durchaus zwischendurch ein wenig abkühlen kann. 

Vor allem kommt wegen der malerischen Kulisse hierher, denn alleine schon die überführende Holzbrücke ist eine eigene Attraktion. Dieser mag etwas schmal und rumpelig aussehen, ist aber ein fantastisches Fotomotiv. Auf der anderen Seite der Insel findet man dann die kleine Bucht mit den oben erwähnten Bettlaken, die fast schon lächerlich schön im Wind wehen. Zu beobachten wie hier die Handkameras glühen ist auch ein lustiger Zeitvertreib…       

Aber auch hier sollte man keine falschen Erwartungen von einer idyllischen Location haben, denn Cameo Island ist kein Insidertipp, sondern tagsüber  durchaus (je nach Jahreszeit) ein Touristenmagnet. Abends wird es ab und zu sogar ein kleiner Party-Hotspot. Nicht desto trotz sind zum Beispiel die Sonnenuntergänge wirklich ausgesprochen schön hier…

   

Strände

Folgend noch einige der beliebtesten Strände auf Zakynthos, wobei leider viele Strände wichtige Nistplätze für die bedrohten Caretta-Caretta-Schildkröten sind. Natürlich ist es schwierig auf einer touristischen Ferieninsel ganze Strände zu sperren, aber es wäre in jedem Fall wünschenswert/ideal, wenn jeder Besucher auf diese Problematik bewusst achtet bzw. hier ein wenig sensibilisiert ist.

Gerakas Beach

Auf der südlichen Halbinsel Skopos (der östliche Zacken der Insel Zakynthos) findet man auf dem südlichsten Zipfel mit dem Gerakas Beach einen der bekanntesten Strände der Insel. Zugegeben der Strand läuft flach in das wunderbar schimmernde Wasser hinein, allerdings handelt es sich eben um ein wichtiges Nistgebiet der Schildkröten. Aus diesem Grund findet man am Strand auch immer wieder kleine Schutzvorrichtungen für die Nistplätze.

Vor dem Strand gibt es aus diesem Grund auch das Gerakas Information Center – Research Station, in welchem man sich umfangreich über die  Schildkröten informieren kann. Ich kann den Besuch sehr empfehlen! 

Wenn man den langen Holzsteg zum Strand hinab gewandert ist, gelangt man auf der rechten Seite (wenn man aufs Meer blickt) zu einer skurrilen  Sandsteinformation White Sandstone Mountains. Gerade abends kommt die Sonne von vorne wodurch die Steine tatsächlich weiß strahlen. Hier nisten im übrigen keine Schildkröten. 

Ganz am anderen Ende des Gerakas Beach findet man noch die markante Felsformation Jason‘s Bite.

Laganas Beach

Mit einer Länge von ca. neun Kilometern ist es der längste und zugleich bestbesuchte Strand auf Zakynthos. Hier gibt es viele Anbieter für Sonnenliegen mit Schirmen und Wasseraktivitäten. Dazu ist der Uferbereich voller Bars, Cafés und Tavernen. An sich ein toller Badestrand mit wunderschönem Sand, wäre da nicht wieder das Schildkröten-Aber. Auch hier gibt es zahlreiche über den Strand verteilte Schutzkäfige für die Nester der Schildkröten.

Dafni Beach

Ein weiterer Strand auf der Halbinsel Skopos im Süden von Zakynthos ist der Dani Beach. Dieser liegt aufgrund der Schildkröten tatsächlich in einem Naturschutzgebiet. Leider werden die Auflage nicht immer eingehalten, aber da er ohnehin nur über eine kurvige und enge Straße erreicht werden kann ist er tendenziell nicht ganz so überlaufen. 

Insgesamt ist er mit einer Länge von ca. einem Kilometer Länge deutlich kleiner, wobei es dort trotzdem mehrere Tavernen gibt. 

Insel Marathonisi

Die vorgelagerte Insel befindet sich ca. 2,5km südlich vor Zakynthos und ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Aufgrund seiner wunderbar weißen, flach abfallenden Sandstrände und dem türkisfarbenen Wasser wirkt es fast schon maledivesque. 

Allerdings nistet auch hier die Caretta Caretta-Schildkröte.

Tagesboote nach Marathonisi kann man vom Laganas Beach oder dem Ort Agios Softies buchen. 

WICHTIG! Auf der unbewohnten Insel gibt es keine Geschäfte oder Restaurants, weshalb man sich selbst vorher mit Getränken und Snacks eindecken sollte.   

Meine besten Spot-Tipps auf Zakynthos auf einer Karte

Auf dieser Karte sind Sehenswürdigkeiten, Strände, Restaurants, Hotels und Ausflugsziele markiert.

Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.

Mein Hotel-Tipp für Zakynthos

Wie oben unter den generellen Infos bereits erwähnt, ist die Hotelauswahl durchaus davon abhängig welche Art von Urlaub man auf Zakynthos verbringen möchte. Reine Badeurlauber suchen sich Strandhotels, während sich Individualreisende vermutlich eher ein gemütliches Hotels etwas abseits der großen Touristenbereiche suchen. Folgend ein paar Hotelempfehlungen, die ich entweder selbst erlebt / gebucht habe oder mir von erfahrenen Zakynthosurlaubern weitergegeben wurden: 

Gunelli & Delfini Appartements

Limni Keri – für Taucher
Die beiden Appartement-Anlagen Gunelli und Delfini liegen nur ca. 3-4 Minuten vom Zentrum des Ortes Limni Keri im Süden der Insel entfernt. Die Gunelli-Appartements befinden sich direkt hinter der Nero-Sport-Tauchbasis, zu den Delfini-Appartements sind es zu Fuß ca. 2 Minuten Richtung Ortsmitte.
Hierbei handelt es sich um recht einfache, dabei aber auch sehr günstige Appartementanlagen, die speziell für Taucher ideal sind. 
Keri 290 92

Koalas Studios

Agios Sostis im Süden – für Individualurlauber in Strandnähe
Diesen Tipp habe ich sehr häufig bekommen und wäre selbst fast dort gelandet, wenn nicht Corona dazwischen gekommen wäre. Mich hat die Lage, das Preis-Leistungs-Verhältnis und die familiäre Betreuung sofort überzeugt. Alle Studios haben einen Balkon mit Mehrblick und die Cameo-Island ist fußläufig erreichbar. Mietwagen- und Fahrradverleih sind in der Nähe.  
Agios Sostis 290 92

Pelagaki Sunrise Apartments

Nahe Xigia Beaches im Nordosten – für Individualurlauber
Direkt bei den Xigia Beaches, einer wie ich finde sehr schönen Ecke der Insel, sind diese Appartements sehr gut für Urlauber, die mit einem Mietwagen unterwegs sind und sich die Insel ansehen wollen. Es gibt kostenlose Parkplätze, ein Strand ist in der Nähe und die Preise sind sehr fair.
Orthonies 290 91

Armonia Boutique Hotel

Nahe Zakynthos Stadt – für Individualfamilien
Die Anlage kenne ich nicht persönlich, wurde mir aber von einer befreundeten Familie empfohlen. Voraussetzung ist ein Mietwagen, denn einen Strand gibt es NICHT vor der Haustür. Die Zimmer sind aber sehr schön und für eine 3*-Anlage sehr hochwertig. Zudem ist der Preis erstaunlich günstig. PLUS, die vielen sehr guten Bewertungen auf allen Portalen sprechen auch eine deutliche Sprache! 
Meso Gerakari – Psarou

Ionian Hill Hotel

Südlich von Zakynthos Stadt – für Strandurlauber mit Mietwagen
Abseits des Trubels und doch ganz in der Nähe von den schönsten Stränden. Hier braucht man zwar einen Mietwagen, kann dann von dort aber sehr gut und schnell in alle Richtungen Ausflüge unternehmen. Parkplätze sind vorhanden, die Aussicht ist sehr gut und es gibt in der näheren Umgebung zahlreiche Tavernen. Ich finde auch hier ist das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut.
Argassi 291 00

Meine Restaurant-Empfehlungen auf Zakynthos

Ich habe hier ein paar Empfehlungen – über die ganze Insel verstreut – zusammengestellt, die vielleicht helfen, einige tolle, kulinarische Highlights während eurer Reise zu erleben.

Taverna Stavros Kampi

Was? Abends

Aussicht! Aussicht! Aussicht! Unfassbar, wie schön man hier sitzt. Zwischen zahlreichen Bäumen schaut von einer weiten Terrasse ganz traumhaft aufs Mittelmeer hinab. Alleine schon wegen der Fotos lohnt sich ein Besuch hier.

Ach ja, das Essen ist köstlich, hausgemacht und von höchster Qualität. Die Besitzer des Restaurants sind irre freundlich, nett und hilfsbereit.

Für mich einer der besten Tipps auf Zakynthos. Die Atmosphäre hier ist einfach fantastisch…

Kampi

Paolos Corner

Was? Mittags und Abends

Das kleine, einfache Restaurant Paolos Corner ist eher unscheinbar an der Straße, aber die Herzlichkeit des Teams und das irre gute Essen sind für mich dicke Pluspunkte. Gefühlt ist das so ein bisschen Mutti’s Küche – traditionelle Gerichte werden frisch zubereitet und einfach nur großartig. Der Gyros-Teller, das Souvlaki, das Pita-Brot, Oktopuss… Ich war hier insgesamt schon dreimal und es war immer herausragend.

Katastari 

Estia Restaurant

Was? Mittags und Abends

Wer auf der Suche nach authentischer, griechischer Küche ist, für den ist das Estia ein wunderbarer Ort. Dieses offene, freundliche Lokal bietet großzügige Portionen traditioneller Gerichte für sehr faire Preise.

By the way, für die Speisekarten und Servietten werden recycelte Materialien verwendet.

Planos 

Taverna Akrotiri

Was? Mittags

Die Taverne Akrotiri ist ein familiengeführtes, traditionelles Restaurant mit ausgezeichnetem Essen. Die eingewachsene, offene Gartenterrasse ist sehr schön angelegt und das Besondere hier ist vor allem die Mezze-Auswahl.

Die Mezze (kleine Gerichte, ein bisschen wie Tapas) werden auf einem großen Tablett serviert, was super viel Spaß macht und abwechslungsreich ist.

Das Dessert Zakynthia Frygania war unglaublich!!

Akrotiri

Porto Azurro

Was? Mittags

Das Porto Azzurro ist eine ideale Wahl für ein angenehmes Mittagessen am Meer. Die Aussicht ist bezaubernd und die Küche fand ich richtig gut.

Es handelt sich um einen Strandbereich, ein Hotel, eine Beachbar und Restaurant, weshalb man hier wunderbar einen ganzen Tag verbringen kann.

Vasilikos

Porto Mela Restaurant Dafni Beach

Was? Mittags

Einer meiner Lieblingsplätze auf Zakynthos.

Super schöner, idyllischer und ruhiger Ort mit leckerem Essen direkt am Strand. Sehr leckeres, griechisches Essen mit zuvorkommendem Service und guter Musik. Vor allem der Blick aufs Meer ist ein Highlight…

Aber Vorsicht: Es gibt am Strand mehrere Tavernen, weshalb man unbedingt genau hinschauen sollte, wo gerade reinstolpert.

Die Liegen sind für die Kunden kostenlos und die Besitzer sind sehr locker und freundlich.

Vassilikos

Zakanthi

Was? Abends

Ganz in der Nähe einer der beliebtesten Strände auf Zakynthos, findet man dieses wunderschöne Restaurant, das kreative Gerichte der griechischen Küche serviert.

Vor allem das Ambiente fand ich großartig. Abends gibt es oft Live-Musik, mir hat das Design generell gefallen und die Seafood-Gerichte waren richtig lecker.

Kalamaki 

Taverna Keri

Was? Mittags und Abends

Der Klassiker im Ort Keri! Die prominente Lage direkt an der Uferstraße mitten im Ort hilft natürlich…

Die Taverna Keri ist deshalb auch ein beliebtes Lokal im Ort – unaufgeregt, aber sehr gut. Hier bekommt man ein entspanntes Essen am Meer mit Blick auf die Insel Marathonisi. Von der oberen Etage aus hat man nämlich einen herrlichen Blick auf die Bucht, auch wenn es dort recht voll werden kann.

Keri 

Fototipps, die ich euch gerne mitgeben möchte

  1. Schmugglerbucht:
    Gar nicht so leicht dieses großartige Motiv richtig zu erwischen. Da sich die Bucht nämlich im Westen befindet kann es morgens noch etwas schattig sein und der Strand und das Wasser strahlen und glitzern noch nicht so schön in der Sonne. Mittags hat man dann – je nach Jahreszeit –  die Sonne auch mal im Gesicht, weshalb es spät abends (ab 17-18 Uhr) dann wieder etwas besser wäre.
    Tipps zum Besten Spot habe ich weiter oben unter dem Punkt Navagio-Bucht.
  2. Blaue Grotten
    Hier sollte man bei der Bootstour speziell darauf warten, dass alle drei Torbögen direkt hintereinander sind – ein super Foto. 
  3. Porto Limnionas
    Da dieser Spot auf der Westseite der Insel liegt, kann man hier abends sehr schöne Bilder von der Bucht machen. Gerade vom Restaurant aus, bietet sich ein sehr schöner Winkel.
  4. Mizithres Felsen
    Die Abendstimmung ist hier wirklich außergewöhnlich schön und wenn die Sonne langsam im Meer untergeht, kreiert das warme Licht eine ganz wunderbare Stimmung.  

Fun Facts zu Zakynthos

  • Die Insel Cameo Island war bis vor einigen Jahrzehnten noch mit dem Festland verbunden, wurde dann durch ein Erdbeben abgetrennt.
  • Dionysios Solomos ist ein zakynthischer Dichter aus dem 19. Jahrhundert, der die Hymne an die Freiheit schrieb, deren Text die Grundlage der griechischen Nationalhymne bildet.
  • An der felsigen und steilen Westküste lebt unter anderem auch die Mönchsrobbe, die von der örtlichen Regierung geschützt wird.