Reisetipps Italien – Apulien / Bari

  • Die Basilika des Heiligen Nikolaus (ja, DEM Nikolaus vom 6ten Dezember) ist schlicht, aber sehr beeindruckend.

  • Die Nudelstraße La Via delle Orecchiette ist nicht nur wunderschön, sondern auch Tradition pur.

  • Die beiden Stadtstrände sind eine prima Abwechslung zum Sightseeing.

  • Bari ist ein wunderbarer Ausgangsort für Tagesausflüge (zum Beispiel nach Polignano a Mare).

Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?

Impressionen aus Bari – ein kleines „Best-of“

Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps

Folgend möchte ich euch ein paar wertvolle Hinweise zur Planung und zum Besuch von Bari geben:

  • Generell
    Die Hauptstadt Apuliens und zweitgrößte Stadt von Süditalien (hinter Neapel)  ist eines der „Tore“ in diese wunderschöne Region. DENN, Bari ist (neben Brindisi) der wichtigste Zielflughafen dieser Provinz.
  • Ist Bari ein lohnenswertes Wochenendziel?
    Ganz klare Antwort. JA! Der Flug von zB München nach Bari dauert nur knapp 1 1/2 Stunden und der Flughafen ist nicht weiter außerhalb der Stadt. Will sagen von Haustür (zu Hause) zu Haustür (Hotel in Bari) ist es nicht wirklich ein riesiger Zeitaufwand. Zumeist sind die Flüge auch nicht sonderlich teuer. Und Bari ist kompakt, super leicht und gut zu erkunden. Plus, das Wetter ist im Frühjahr und Herbst wirklich fantastisch.
  • Wieviel Zeit sollte man einplanen?
    Ich habe in Bari drei Nächte verbracht, habe dabei allerdings auch einen Tagesausflug nach Polignao a Mare unternommen (sehr empfehlenswert). Für mich ist Bari aber mehr als nur der Ort mit dem Flughafen und definitiv auch mehr als nur ein Tagesausflug. Ich finde zwei Nächte sind eine prima Sache. Abends ist Bari besonders großartig und das sollte man mit Zeit genießen können.
  • Kann man in Bari baden?
    Ja! Bari hat zwei Stadtstrände und diese sind wirklich schön. Ich habe beide Strände weiter unten ausführlich beschrieben.
  • Kann man Bari zu Fuß besichtigen?
    Und ob. Der touristisch interessante Bereich von Bari ist recht kompakt und man kann alles sehr gut zu Fuß ablaufen. Wenn man möchte, schafft man es auch die Sehenswürdigkeiten von Bari an einem Tag abzulaufen.
  • Welche Stadteile gibt es?
    Natürlich liegt der Fokus meist auf der Altstadt (Bari Vecchia) und diese ist in Bari mehr als großartig. Alleine die Basilica San Nicola (also vom Heiligen Sankt Nikolaus – DEM Nikolaus) ist selbstverständlich ein echtes Highlight, aber die kleinen Gassen und schönen Plätze sind generell ein großer Spaß.
    Und die Neustadt wirkt erstaunlich jung und auf eine besondere Art modern. Nicht durch die Gebäude, sondern der Spirit. Es sind viele junge Menschen auf der Straße, die Stadt wirkt sehr lebendig und überall gibt es neue, innovative und bemerkenswerte Restaurants und Cafés…

Die besten Spots in Bari

Folgend eine Auflistung der verschiedenen Spots mit Erklärungen zu dem jeweiligen Besuch.

Altstadt

Wie schon oben erwähnt ist die Altstadt einer der Gründe, warum ich Bari auf eine besondere Stufe stelle. Ich war insgesamt drei Nächte in Bari und habe es geliebt abends in der Altstadt herumzuschlendern. Irgendwie war das ganze Ambiente dort besonders. Bari ist eben kein klassischer Touristenort, weshalb hier nicht massenhaft Influencer oder Bus-Gruppen durch die Gassen drücken, sondern alles bleibt in einem sehr angenehmen Rahmen (ich war Mitte / Ende Juli vor Ort, also durchaus zur Hochsaison). Die ganze Altstadt wird in ein warmes Licht gehüllt, was ganz sicher auch zu dieser schönen Atmosphäre beiträgt.


Erwähnen möchte ich das typische Streetfood in Bari, und zwar die Sgagliozze! Es handelt sich um eine frittierte Polenta, die ein bisschen wie Popcorn schmeckt. Alleine bei der Zubereitung zuzuschauen ist ein kleines Happening!

Basilika San Nicola

Wie oben schon angedeutet ist Bari definitiv die Stadt des Heiligen Nikolaus. Ich meine, eine solche weltweit bekannte, historische Figur hebt jede Stadt natürlich auf ein anderes Level – vor allem touristisch. Jedes Kind kennt den Nikolaus! Und dementsprechend will auch jeder die Kirche (eine Basilika ist nicht anderes als eine Kirche, die eine besondere Anerkennung bekommen oder generell eine besondere Bedeutung hat) dieses Mannes sehen…

Sie befindet sich recht weit nördlich in der Altstadt und gefühlt muss man durch ein Labyrinth an Gassen, bevor man dann auf einmal durch ein Tor schreitet und sich ein weiter Platz mit einem wuchtigen Bau auftut. Ich wusste erst nicht, ob „sie“ es tatsächlich schon ist, aber ein Blick nach links zu seiner Statue lässt jedes Fragezeichen verschwinden.

Von außen wirkt die Basilika beeindruckend, auch wenn sie jetzt nicht außergewöhnlichem Verzierungen glänzt. Mir gefällt das ja sehr gut. Von innen erkennt man dann die Ausmaße und ich muss sagen, dass ich die generelle Gestaltung als sehr geschmackvoll empfunden habe. Nicht zu viel und nicht zu wenig.

Der Höhepunkt ist natürlich die Besichtigung der Krypta mit dem Grab des Sankt Nikolaus. Ich weiß nicht, wie es anderen Besuchern ging, aber ich muss sagen, dass es für mich ein außergewöhnliches Gefühl war diesen Raum zu betreten. Ein kleiner Säulenwald bildet hier den perfekten Rahmen für diesen besonderen Ort.


Warum ist der heilige Nikolaus eigentlich so besonders?

Nun, anscheinend sind von ihm mehrere Wundertaten überliefert und er gilt als der Schutzpatron der Seefahrer, Bäcker, Kaufleute und vor allem der Kinder! Und da sein Todestag der 6te Dezember ist, ist dies ein wichtiger Termin in „unserem“ Kalender.

Kathedrale San Sabino

Noch eine Kathedrale? Genau, Bari hat gleich zwei (wobei die des Heiligen Nikolaus mittlerweile eine Basilika ist) davon. Und auch hier ist Schlichtheit Trumpf, was mir wirklich sehr gut gefällt.

Zum Hintergrund, bis der Heilige Nikolaus kam, war der gute San Sabino der Schutzheilige von Bari, daher diese zweite Kathedrale.

Piazza Mercantile

Der alte Markplatz von Bari ist heute der Treffpunkt überhaupt in der Stadt. Speziell abends erwacht die Piazza so richtig zum Leben und die vielen Cafés und Restaurants füllen sich mehr und mehr.

Dadurch, dass der Platz sehr großflächig und sogar ein wenig verwinkelt ist, wirkt es aber selbst dann nicht wirklich aufdringlich voll. Letztlich ist auch für jeden etwas dabei, weshalb hier auch durchaus mal länger bleiben in den „Abend hinein wachsen“ kann.

Mein Tipp: Die Eisdiele Martinucci ist großartig – wie in ganz Apulien. Nahezu in jedem Ort findet man eine Filiale und ich wurde nirgends enttäuscht, im Gegenteil. 

Fast direkt angrenzend befindet sich die Piazza Ferrarese, allerdings verliert sich hier die Atmosphäre ein wenig. Trotzdem, den Schlenker kann man problemlos einbauen.

Castello Svevo di Bari

Direkt am Rand der Altstadt befindet sich diese mittelalterliche Festungsanlage.

Der wuchtige Bau aus dem 13ten Jahrhundert diente früher als Gefängnis und /oder Militärstützpunkt, während er heute weitestgehend für Ausstellungen verwendet wird.

Ich selbst habe das Schloss nicht besucht, aber für Freunde von Museen und Kultur ist das sicherlich ein wichtiger Tipp in Bari. Zumindestens wird es in jedem Reiseführer klar hervorgehoben.

Was ich aber gemacht habe, ist dass ich einmal (unbewusst) um das Castello herumgelaufen bin und dabei die Ausmaße sehr gut erahnen konnte.

Tipp: Direkt gegenüber kann man die immer gut besuchte Gelateria Gentile (siehe Restauranttipps) kaum übersehen. Hier gibt es sensationell leckeres Eis und ich hier macht sogar das Anstehen Spaß, weil es immer etwas zu „Schauen“ gibt. Man kann sich dann hervorragend auf die Burgmauer setzen und dort sein Eis genießen. 

La Via delle Orecchiette

Direkt gegenüber vom Castello Svevo di Bari findet ihr einen – wie ich finde – recht fotogenen Platz und ganz am Rande verbirgt sich einer der größten Schätze von Bari. Und zwar die so genannte Orecchiette-Straße, in der, wie der Name schon sagt, die für Apulien typischen Nudeln von Hand hergestellt werden.

Aber der Reihe nach. Der eigentlich Name der Straße lautet Strada Arco Basso, wobei Arco übersetzt Torbogen bedeutet und man erreicht die Straße durch einen tunnelartigen Torbogen. Sobald man diesen durchquert hat, tut sich eine ganz neue Welt auf. Eine Welt voller Pasta, wie in einem alten Film. 

Es gibt hier nämlich zahlreiche kleine Stände, an denen die Damen des Hauses ihre Arbeitsfläche auf der Straße aufgebaut haben und dort live die ohrenähnlichen Orecchiettes formen. Mit welcher Geschwindig- und Geschicklichkeit sie das schaffen ist fantastisch anzuschauen. Die frisch zubereiteten, bunten Orecchiettes werden sogar auf der Straße auf Gittern getrocknet.         

Natürlich kann man sich hier auch ein paar Nudeln als Souvenir mitnehmen, aber VORSICHT! Diese müssen natürlich bereits getrocknet sein. 

Generell ist diese Ecke der Altstadt aber bilderbuchschön. Die kleinen Gassen, die bemalten Türen, die Balkons und liebevollen Verzierungen sind einfach großartig. Hier sollte man seine Kamera oder sein Kamera erst gar nicht verstauen, weil es so viele herrliche Motive gibt.   

Corso Vittorio Emanuele II

Hierbei handelt es sich nicht wirklich um eine Sehenswürdigkeit, aber es ist nun mal die für einen Bari-Besuch prägnanteste Straße. DENN der Corso Vittorio Emanuele II trennt die Altstadt von der Neustadt. Und wenn man schon zwischen diesen beiden „Welten“ liegt, dann überquert man diese Prachtstraße auch dementsprechend häufig.

Begrenzt wird diese Hauptstraße auf der einen Seite von der Parkanlage Giardino Garibaldi (ist auch einen kleinen Abstecher wert) und auf der anderen Seite vom Teatro Margherita.

Wie man auf den Fotos gut erkennen kann, gibt es hier jede Menge Restaurants, was schön aussieht, aber ich würde dann doch lieber irgendwie in der Altstadt zum Essen gehen.

Via Sparano da Bari

Neben der Piazza Mercantile sicherlich so etwas wie das „Wohnzimmer“ von Bari – in dieser elegant, stilvollen Fußgängerzone trifft man sich, schaut herum, entspannt und kauft ein. 

Die circa 700 Meter lange Via Sparano de Bari zieht sich wie eine Hauptader durch den Neustadt-Teil Baris. Sie beginnt an der Piazza Aldo Moro (beim Bahnhof) und endet am Corso Vittorio Emanuele II, also am Rand der Altstadt.   

Neben den vielen namhaften Shops, gibt es immer wieder Sitzgelegenheiten, wodurch speziell abends ein reges Treiben herrscht.  

Erwähnen möchte ich, dass auch die Parallelstraßen durchaus interessant sind und speziell dieser Bereich sogar das neue und hippe Bari ausmacht. Hier wurden im Laufe der letzten Jahre viele Cafés und Restaurants eröffnet, weshalb es wirklich Spaß macht, einfach mal die Straßen zu erkunden…  

Uferpromenade & Molo San Nicola

Die für mich klare Empfehlung ist der Damm (Molo) San Nicola, zum einen weil er sich nahe direkt am Rande Altstadt befindet und man von hier einen wunderschönen Blick auf die langgezogene Uferpromenade hat. Hier man in Ruhe zu sitzen, aufs Meer und Bari zu blicken, ist wirklich großartig.

Zudem gibt es hier auch den Fischmarkt der Stadt und mit der Bar El Chiringuito einen weiteren Hotspot der Stadt. Ein lässiger Ort und ein lustiger Treffpunkt.

Die Uferpromenade beginnt am Teatro Margherita und geht über 3 km Länge bis hin zum Stadtstrand Pane e Pomodoro (siehe unten Strände).

Teatro Margherita

Ohne genau zu wissen, worum es sich bei diesem wirklich auffälligen Bau genau handelt, ist er mir sofort aufgefallen – und das nicht nur einmal. 

Zum einen befindet sich das Teatro Margherita genau an der Grenze zwischen Neustadt und Altstadt, und zum anderen kann man die rosarote Fassade vom Piazza Ferrarese, vom Corso Vittorio Emanuele II und sogar vom Hafenbereich San Nicola sehen. Selbst wenn man von der Einkaufsstraße Via Sparano da Bari kommt, stößt man schnell auf diese beeindruckende Bauwerk. 

Doch was verbirgt sich dahinter? 

In den 2000er Jahren wurde eine größere Restaurierung angestoßen und seit der Eröffnung 2010 handelt es sich um ein Kulturzentrum mit einem international sehr guten Ruf. 

Dies war lange nicht so, denn das 1914 errichtete Teatro war einst ein echter Prachtbau Baris, wurde dann aber im Krieg teilweise zerstört und schließlich in ein „Gran Cinema“ umgewandelt. Ein Jammer für solch ein beeindruckendes Gebäude in bester Lage. Zum Glück wurde der Wert dann aber doch wieder erkannt, wodurch es schließlich einen „neuen Anstrich“ bekam…  

Strände

Bari ist eine klasse Stadt. Aber in Italien, gerade im Sommer, tut ein bisschen Abkühlung hier und da schon mal gut. Insofern ist ein Stadtstrand wirklich ein dickes Plus! Und in Bari gibt es davon gleich zwei.

1) Lido San Francisco

Ein Lido ist ein Strandbad, sprich es gibt am Strand auch Liegen, eventuell ein Restaurant und Umkleiden mit Toiletten und Duschen.

So auch hier, die Ausstattung ist klasse und das ganze Ambiente ist sehr angenehm. Klar, am Wochenende ist es hier voll, aber man hat immer genügend Platz. Unter der Woche dagegen ist es komplett entspannt. An der Stelle sei erwähnt, dass ich Mitte Juli vor Ort war, also zur Ferienzeit in Italien!

Die Preise variieren je nach Wochentag. Von Montag bis Freitag kosten zwei Liegen und ein Sonnenschirm EUR 25, am Wochenende dagegen EUR 30. Kein Schnapper, aber ich finde es angemessen.

Es gibt schöne Duschen (wirklich angenehm, wenn man zB danach direkt etwas essen möchte) und sogar einen guten Eisverkauf.

Ein Tipp für die Suche nach einem Parkplatz: Ich würde es in der Via Pietro Mascagni oder Viale Saverio Mercadante an der Seite probieren. Idealerweise sollte der Parkplatz eine weiße Markierung haben!

Anmerkung: Man kann sich am Strand selbst auch ohne Liegestühle und dementsprechend ohne Kosten auf sein Handtuch legen! ABER, dieser Teil ist zum Beispiel am Wochenende immer ziemlich voll.

Via Giuseppe Verdi, 59, 70123 Bari 

2) Pane e Pomodoro

Ein zugegeben etwas seltsamer Name (Brot und Tomaten), aber der Strand an sich ist wirklich sehr schön. Es handelt sich um einen öffentlichen Strand, sprich er kostet nichts. Dementsprechend fehlen die oben erwähnten Einrichtungen.

Wenn es um das Baden und den Strand an sich geht, ist Pane e Pomodoro aber wirklich eine schöne Alternative zu einem Lido.

Corso Trieste, 70126 Bari

Meine besten Spot-Tipps in Bari auf einer Karte

Ich habe auf der Karte die wichtigsten Spots markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.

Mein Hoteltipp in Bari

Selbstverständlich gibt es in Bari zig verschiedene Varianten und Möglichkeiten. Alleine schon die Überlegung, ob man in der Neustadt oder in der Altstadt bleiben möchte?

Ich habe mich für die Neustadt entschieden und einen Volltreffer gelandet!

KiBari B&B

Natürlich versucht man immer möglichst zentral zu wohnen, aber in dem Fall war ich direkt von dieser Unterkunft begeistert, und zwar weil ich es einfach liebe, morgens und abends die Möglichkeit zu haben, mich auf eine Terrasse oder einen Balkon zu setzen. Und der Balkon ist hier definitiv einer der massiv dicken Pluspunkte! Er ist groß, stilvoll gestaltet und das Beste ist, dass man hier auch noch morgens frühstücken kann (das Essen wird serviert!). Man muss natürlich schauen, dass man auch das Zimmer mit diesem Balkon bekommt (es gibt glaube ich insgesamt zwei oder drei Zimmer)!

Das Frühstück war klasse, denn es wurde jeder Wunsch berücksichtig und da waren wirklich tolle Sachen dabei. So gab es immer Croissants, süße Teilchen, Joghurt, Mandeln, Früchte, Müsli, etc. Alles lecker und ansprechend zubereitet.

Plus, es gibt im Hinterhof einen Parkplatz, der, wenn man mit einem Mietwagen unterwegs ist, natürlich ein klarer Trumpf ist. Kein Gesuche, kein Stress, einfach nur abstellen.

Hinzu kommt, dass die Inhaberin überragend lieb und hilfsbereit war. Bei der Ankunft hat sie sich mit uns hingesetzt, ist die verschiedenen Bereiche von Bari durchgegangen, hat Empfehlungen für zB Restaurants gegeben und uns auch prima Tipps gegeben.

Ja, man ist nicht mitten im Zentrum, aber die 10 Minuten zu Fuß waren es mir allemal wert, so gut und klasse zu wohnen.

Via Garruba 118, 70122 Bari

Meine Restaurant-Empfehlungen in Bari

Mamapulia

Ein Tipp von meiner Vermieterin – und was für einer. Ich war insgesamt sogar dreimal dort (einmal extra noch kurz vor dem Heimflug), weil es so gut ist. Aber Stichwort Erwartungshaltung, es handelt sich um ein kleines Restaurant mit einer schöne Terrasse an einem gemütlichen Platz. Man kann also vor allem schön draußen sitzen. Meine Empfehlung: Puccia Tonno.

Eigentlich ist Puccia quasi ein italienischer Döner, nur dass der Inhalt komplett variabel ist. Meistens sind Mozzarella und Tomaten Teile davon, plus wahlweise Meeresfrüchte, Schinken, Salami, Gemüse, Hühnchen und / oder Gemüse. Extrem lecker.

Anmerkung: Es handelt sich um frischen Thunfisch!

Via Roberto da Bari, 150, 70122 Bari 

Santa Lucia dal 1950

Ein Streetfood-Restaurant! Ich war dort im Rahmen meines Badetages am Lido San Francisco. Dieser kleine Insidertipp liegt dort ganz in der Nähe und war für mich der perfekte Abschluss eines großartigen Strandtages. Ich hatte nämlich schon Hunger, wollte aber nicht extra nach Hause, um mich nochmal frisch zu machen und da kam mir dieser tolle Laden gerade Recht.

Eigentlich sieht das Restaurant recht stylisch aus, aber man bestellt eben Essen zum Mitnehmen oder man setzt sich in den zugegebener dann etwas weniger stylischen Bereich am Rand zum Essen. Wobei, es war wirklich eine lustige Stimmung dort, denn die meisten Besucher kamen vom Strand und ein paar Locals wussten anscheinend auch, dass es hier ganz gutes Essen gibt.

Von den Köchen konnte kaum einer Englisch, aber mit viel Spaß, viel Lachen und ein wenig Mühe konnten wir uns doch irgendwie verständigen. Alleine das war schon großartig, denn gefühlt haben sie mir in der Küche danach extra große Portionen gemacht.

Mein Tipp: Polpette Classiche – italienische Hackfleischbällchen. Und Bombette di capocollo – kleine Fleischröllchen.

Natürlich gibt es auch Pizza, die extrem gut aussah.

Lungomare Starita, 9b, 70132 Bari 

Antica Gelateria Gentile

Ganz offensichtlich ist diese Eisdiele ein absoluter Hotspot, denn jedes Mal, wenn ich hier vorbei gelaufen bin, war die Hölle los. Zu Recht! Das Eis war absolut sensationell und extrem lecker. Alleine schon das Aussuchen ist ein Erlebnis, weil alles so klasse aussieht. Ganz spontan – vermutlich weil ich so überwältigt war – habe ich dann sogar noch ein kleines Gebäckteilchen mitgenommen. Das Anstehen lohnt sich also!

Tipp: Danach kann man sich entspannt mit seinem Eis gegenüber auf die Mauer des Castello Svevo di Bari setzen und das Treiben beobachten.

Piazza Federico II di Svevia, 33, 70122 Bari

Pizzeria Bella Via

Letztlich „nur“ ein simpler Lieferdienst mit kleinem Bistro, aber die Pizza war einfach lächerlich lecker. Nach einem anstrengenden Sightseeing-Tag einfach nur mal eine Pizza holen, auf den Balkon setzen und entspannen…?!?! Perfekt, die Pizzeria Bella Via wäre dann die ideale Wahl. Wie gesagt, nichts besonders, aber die Tatsache, dass das Telefon während meiner Wartezeit nicht einmal ruhig war und ständig Leute rein und raus gelaufen sind, war ein klares Signal: Dieser Laden ist richtig gut!

Via Dante Alighieri, 216, 70122 Bari 

Eisdielen Martinucci

Wie oben bereits erwähnt gibt es an der Piazza Mercantile eine Eisdiele Martinucci. Eine weitere gibt es in der Neustadt.

Generell, das Eis bei Martinucci ist einfach sensationell gut und immer eine glatte Empfehlung. Unbedingt ausprobieren! Wenn nicht hier in Bari, dann irgendwo anders in Apulien…

Neustadt – Via Sparano da Bari, 160, 70122 Bari

Altstadt – Piazza Mercantile, 80, 70122 Bari

Fun Facts zu Bari

  • Als bedeutender Hafen an der Südostküste Italiens war Bari ein wichtiger Ausgangspunkt für die Millionen italienischer Einwanderer, die Ende des 18. bis Anfang des 20.
  • Mit seinem eleganten Opernhaus Teatro Petruzzelli hat sich Bari zu einem wichtigen Zentrum für Oper und Ballett in Italien entwickelt. Das 1903 erbaute und nach einem Brand 1991 renovierte Theater beherbergt namhafte Opern- und Ballettensembles. Die Spielzeit des Theaters dauert von Oktober bis Juni.
  • Die Provinz Bari, die mit fruchtbaren Böden und einem sonnigen Klima gesegnet ist, gehört zu den führenden Erzeugern von Oliven und Olivenöl in Italien.
  • Die Einwohner von Bari sind als Baresi bekannt und haben ihren Namen von der Stadt selbst.