Reisetipps Spanien – Andalusien / Ronda
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Ronda ist vor allem bekannt wegen der sensationellen Brücke „Puente Nuevo“ – ein Highlight in Andalusien!
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Die meisten Besucher besuchen Ronda im Rahmen eines Tagesausflugs und genau deshalb lohnt es sich hier auch zu übernachten.
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Die Alt- und Innenstadt ist speziell abends, wenn die Tagestouristen weg sind, ausgesprochen schön und atmosphärisch.
Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?
Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps
Folgend möchte ich euch ein paar wertvolle Hinweise zur Planung und zum Besuch selbst geben:
- Generell
Ronda liegt im Nordwesten der Provinz Málaga auf einem rund 740 Meter hohen Felsplateau und zählt mit etwa 34.000 Einwohnern zu den bekanntesten Städten im andalusischen Hinterland.
Besonders prägend ist die tiefe El-Tajo-Schlucht, die der Río Guadalevín über Jahrtausende in den Felsen geschnitten hat und die Altstadt von der Neustadt trennt. Heute gehört Ronda zu den meistbesuchten Ausflugszielen Andalusiens. - Planung
Ich würde euch empfehle hier – wie oben bereits erwähnt – eine Nacht zu verbringen, denn ich spreche hier immer vom Capri-Phänomen – die Insel ist tagsüber voller Touristen und abends um ca. 90% leerer. Erst dann entfaltet die Insel ihre wahre Magie. Genauso ist es in Ronda, denn es kommen unheimlich viele Tagestouristen hier, während abends eine angenehme, ruhige Atmosphäre entsteht…
ABER: Auch als Tagesausflug ist Ronda sehr empfehlenswert. - Entfernungen
Hier sind die ungefähren Entfernungen (Straße) nach Ronda:
Sevilla → Ronda: ca. 130 km
Málaga → Ronda: ca. 100 km
Cádiz → Ronda: ca. 120 km
Je nach gewählter Route und Verkehr liegt die Fahrzeit jeweils bei etwa:
Sevilla: 1.45-2.00 Stunden
Málaga: 1.30-1.45 Stunden
Cádiz: 1.45-2.00 Stunden - Wie bewege ich mich in Ronda?
Der Stadtkern ist sehr kompakt, weshalb ich euch empfehlen möchte Ronda zu Fuß zu erkunden. - Wieviel Zeit sollte man einplanen?
Für Ronda solltet ihr mindestens (!) einen halben Tag einplanen, damit ihr die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ohne Zeitdruck anschauen könnt. Wenn ihr zusätzlich durch die Altstadt bummeln, in einem Restaurant einkehren oder die Aussichtspunkte entlang der Schlucht besuchen möchtet, lohnt sich eine Übernachtung. Gerade am frühen Morgen und am Abend, wenn die meisten Tagesausflügler wieder weg sind, ist Ronda besonders schön.
Die besten Spots in Ronda
Ronda ist seit jeher ein extrem beliebtes Ausflugsziel, was komplett verständlich ist, denn ich fand Ronda absolut umwerfend. Das Besondere ist sicherlich, dass hier eine Stadt auf zwei Seiten einer Schlucht erbaut wurde, was im ersten Moment erstmal komisch klingt. Dazu aber gleich mehr.
Ronda ist eigentlich nicht besonders groß, hat aber in meinen Augen trotzdem das gewisse Etwas.
Folgend eine Auflistung der verschiedenen Spots mit Erklärungen zu dem jeweiligen Besuch.
Puente Nuevo
Die oben angesprochene El Tajo-Schlucht ist bis zu 200 Metern tief und wirkt vor allem deshalb so gewaltig, weil die Wände wirklich dramatisch steil abfallen. Und durch die Schlucht fließt im Übrigen der Fluß Rio Guadalevin.
ABER das wahre Highlight ist natürlich die verbindende Brücke, und zwar die Puente Nuevo. Man könnte anhand des Namens meinen, dass diese Brücke besonders neu ist, aber dem ist nicht so. Gebaut wurde sie ab 1759, allerdings handelt es sich um die neuere Brücke in Ronda. Es gibt ein wenig nach hinten versetzt noch eine weitere, kleinere Brücke, und zwar die Puente Viejo (alte Brücke – siehe weiter unten).
Um es ganz klar zu sagen: Die Puente Nuevo ist für mich eine der schönsten Brücken überhaupt, denn sie wirkt auf mich wie eine atemberaubende, nahezu unwirkliche Filmkulisse. Genau so würde eine Brücke in Herr der Ringe aussehen. Vor allem der große, mittige Torbogen, der sogar noch einen weiteren Torbogen darunter hat, ist für mich besonders beeindruckend. Wie bitte sehr hat man das gebaut…?!
Weiter unten folgende die Aussichtspunkte, wobei ich beide Wege auf meiner Karte zu Ronda entsprechend markiert habe.
WICHTIG! Um gutes Licht für die Brücke zu haben, empfehle ich die beiden nun folgenden Spots so zwischen 16-17 Uhr anzusteuern, denn dann hat man die Sonne ideal im Rücken und die Brücke im vollen Licht. Morgens kommt die Sonne sogar von vorne, sprich diese Bilder werden leider nicht wirklich gut. Die beste Zeit hängt natürlich auch von der Jahreszeit ab, aber ich war beispielsweise genau in dem angegeben Zeitfenster dort und hatte wirklich ideale Bedingungen.
Aussichtspunkt Puente Nuevo – Arco del Cristo
Wir beginnen mit dem am weitesten entfernten Mirador, den ihr NICHT von der Altstadt aus erreicht.
Ihr parkt beim Parkplatz Aparcamiento Miradores und läuft von hier relativ steil bergauf – achtet auf gute, stabile Schuhe!
Von dort gelangt ihr zum Arco del Cristo – von dort habt ihr eine ausgesprochen gute Sicht und vor allem den richtigen Winkel. Ihr müsst durch das Tor hindurchklettert und habt dann freie Sicht auf die Puente Nuevo. Ein wirklich toller Spot!
Aussichtspunkt Puente Nuevo – Mirador Puente Nuevo
Die andere Variante ist, dass ihr „von oben“ kommt, sprich ihr lauft von der Altstadt hinunter.
Ihr startet am Mirador de María Auxiliadora und geht von dort den kleinen, nicht wirklich gut ausgeschilderten Weg hinunter zum Puente Nuevo Viewpoint. Hier seid ihr noch ein bisschen näher dran und habt ebenfalls den idealen Winkel auf die Brücke.
Aussichtspunkt Puente Nuevo – Mirador de Aves
Einen der bekanntesten Ausblicke auf die El-Tajo-Schlucht, die umliegende Landschaft und „so halb“ auf die Puente Nuevo habt ihr vom Mirador de Aves, der direkt neben dem Hotel Parador de Ronda liegt. Der Blick ist wie gesagt nicht ideal, aber tatsächlich ist dieser Spot nur wenige Schritte von der Puente Nuevo entfernt, insofern könnt ihr hier durchaus mal vorbeischauen.
Plaza de Toros
Ein MUSS ist aber vor allem der Plaza del Torros – eine der ältesten Stierkampfarenen Spaniens. Bei einem Besuch des Museums erfahrt ihr mehr über diese tief verwurzelte spanische Tradition OHNE selbst einen Stierkampf zu besuchen.
Die Arena selbst ist mit 66 Meter Durchmesser eine der größten und deshalb auch gefährlichsten. Hier in Ronda wurde der moderne Stierkampf im 18ten Jahrhundert quasi erfunden.
Unmittelbar vor der Arena erstreckt sich ein Park (Alameda del Tajo) inklusive einer beeindruckenden Aussichtsplattform (Mirador de Ronda) – von hier seht ihr allerdings die Brücke nicht!
Ein schöner Aussichtspunkt auf die Stierkampfarena befindet sich auf der Dachterrasse des Hotels Catalonia Ronda. Von hier blickt ihr direkt auf die Plaza de Toros und könnt die besondere Lage der Arena gut erkennen. Wenn ihr ohnehin in der Nähe seid, lohnt es sich, für einen Kaffee oder eine kleine Pause vorbeizuschauen.
Plaza del Soccoro
Wenn ihr zwischen Altstadt und Puente Nuevo unterwegs seid, kommt ihr an diesem ausgesprochen schönen Platz fast automatisch vorbei und hier bietet es sich wunderbar an, eine kurze Pause einzulegen. Rund um den Platz findet ihr nämlich zahlreiche Cafés, Restaurants und kleine Geschäfte, weshalb hier auch fast immer etwas los ist.
Der Plaza del Socorro gehört zu den zentralen Spots in Ronda und mit der Iglesia del Socorro befindet sich dort außerdem eine der bekanntesten Kirchen der Stadt.
Die Carrera Espinel, von den Einheimischen meist einfach La Bola genannt, ist die wichtigste Einkaufsstraße Rondas und „streift“ den Plaza del Socorro auf dem Weg von der Stierkampfarena in Richtung Norden. Hier findet ihr einige charmante Läden, Cafés und Bäckereien.
Puente Viejo
Die Puente Viejo ist die dritttälteste Brücke Rondas und verbindet die Altstadt mit dem ehemaligen arabischen Viertel. Sie rutscht im Gegensatz zur berühmten Puente Nuevo natürlich immer ein wenig in den Hintergrund, unter anderem weil sie deutlich schlichter ist. ABER auch sie bietet schöne Ausblicke in die El-Tajo-Schlucht und auf die umliegenden Felswände.
Ich kann euch nur empfehlen eine kleine „Wanderung“ zu den Aussichtspunkten unterhalb der Brücke, wie zum Beispiel der Puente de las Curtidurías (oder Puente San Miguel genannt) zu machen.
Ein weiterer Tipp sind die Jardines de Cuenca, welche leicht oberhalb der Puente de las Curtidurías entlang des Schluchtrands verlaufen. Besonders vom Mirador de Cuenca habt ihr einen guten Blick auf die Felswände der El-Tajo-Schlucht und einen etwas anderen, seitlichen Blick (von der anderen Seite) auf die Puente Nuevo.
Hier sind meist deutlich weniger Besucher unterwegs sind als an der Puente Nuevo, was mir besonders gut gefallen hat.
Puerto de Almocábar & Iglesia de Santa María la Mayor
Ich habe bei meinem Besuch von Ronda ganz bewusst im Süden geparkt und bin so durch das gewaltige Stadttor Puerto de Almocábar in die Altstadt (La Ciudad) von Ronda gekommen. Direkt daneben befinden sich der charmante Plaza Duquesa de Parcent und die Iglesia de Santa María la Mayor, die auf den Fundamenten einer ehemaligen Moschee erbaut wurde.
Mir hat dieser Bereich insgesamt sehr gut gefallen, da er noch etwas ruhiger ist, als rund um die Puente Nuevo, und ihr hier einen ausgesprochen angenehmen Spaziergang durch die Altstadt mit ihren schmalen Gassen, den weißen Häusern und weiteren historischen Gebäuden machen könnt.
Meine besten Spot-Tipps in Ronda auf einer Karte
Ich habe auf der Karte die wichtigsten Spots markiert.
Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil clicken und die Markierungen werden angezeigt.
Meine Routen-Empfehlung für eine Besichtigung zu Fuß
Ausgehend vom Puerto de Almocábar, wo ich geparkt habe, möchte ich euch gerne eine Route durch Ronda zu Fuß empfehlen:
- Puerto de Almocábar – Iglesia de Santa María la Mayor
Entfernung: ca. 600 m
Dauer: ca. 6 min - Iglesia de Santa María la Mayor – Puente Viejo
Entfernung: ca. 450 m
Dauer: ca. 7 min - Puente Viejo – Jardines De Cuenca
Entfernung: ca. 150 m
Dauer: ca. 5 min - Jardines De Cuenca – Plaza del Socorro
Entfernung: ca. 350 m
Dauer: ca. 7 min - Plaza del Socorro – Plaza de Toros
Entfernung: ca. 160 m
Dauer: ca. 3 min - Plaza de Toros – Mirador de Aves
Entfernung: ca. 300 m
Dauer: ca. 5 min - Mirador de Aves – Mirador Puente Nuevo (über die Brücke Puente Nuevo)
Entfernung: ca. 1 km (über einen unbefestigten Weg bergab)
Dauer: ca. 16-20 min - Mirador Puente Nuevo – Arco del Cristo
Entfernung: ca. 300 m
Dauer: 6 min - Arco del Cristo – Puerto de Almocábar
Entfernung: 800m
Dauer: ca. 16 min
Den Arco del Cristo könntet ihr zu Fuß auch weglassen und separat mit dem Auto hinfahren.
Warum die Tour so? Auf diese Weise geht ihr quasi keine Strecke doppelt, kommt an allen wichtigen Spots vorbei und habt das Highlight imit der Puente Nuevo ganz am Ende. Hinzu kommt, je später ihr zum Mirador Puente Nuevo kommt, desto besser sind die Lichtverhältnisse!
Meine Hoteltipps in Ronda
Ich habe in Ronda leider nicht übernachtet, bin allerdings ganz bewusst sehr lange geblieben und erst nachts abgereist, um diese wunderschöne Stadt auch noch ohne die zahlreichen Tagestouristen zu erleben. Und wie ich es weiter oben bereits beschrieben habe, entfaltet sich abends ein wunderbarer Zauber in Ronda. Insofern, wenn ihr die Zeit habt, plant gerne ganz bewusst ein und freut euch, wenn ihr dabei zuschaut, wie sich die ganzen Busse füllen und ihr noch bleiben könnt…
Catalonia Ronda
Meine Empfehlung ist alles andere als ein Insidertipp, denn in jedem Reiseführer, in jedem Reiseblog und auf jeder Buchungs-Website steht das Catalonia Ronda immer ganz oben.
Zum einen liegt es direkt gegenüber der Plaza de Toros und nur wenige Gehminuten von der Puente Nuevo entfernt, was schon mal ein prima Trumpf ist. Zum anderen bekommt ihr hier mit der Dachterrasse mit Blick auf die Stierkampfarena auch noch das gewisse Extra. Ihr könnt von hier aus alles ganz bequem zu Fuß erreichen und seid bei einem sehr fairen Preis-Leistungs-Verhältnis im besten Hotel am Platz….
C. Virgen de la Paz, 16, 29400 Ronda
Catalonia Reina Victoria
Als kleinen Kontrast möchte ich euch allerdings noch eine zweite Variante mit auf den Weg geben, die mir VOR ORT empfohlen wurde. Und zwar das Hotel Catalonia Reina Victoria Wellness & Spa, welches ganz leicht außerhalb der Altstadt liegt, dafür aber ruhig oberhalb der El-Tajo-Schlucht und mit schönem Ausblick ins Tal.
Das Hotel bietet einen großen Garten, einen Außenpool und einen Spa-Bereich und eignet sich besonders, wenn ihr nach einem Tag in der Stadt etwas entspannen möchtet.
C. Jerez, 25, 29400 Ronda
Fun Facts zu Ronda
- Ronda wird von vier historischen Brücken über den Río Guadalevín geprägt. Die älteste ist die Puente Árabe aus der maurischen Zeit, gefolgt von der Puente de San Miguel (auch Puente de las Curtidurías). Die heutige Puente Viejoentstand erst im 17. Jahrhundert als Nachfolger einer älteren Brücke, während die monumentale Puente Nuevo Ende des 18. Jahrhunderts fertiggestellt wurde und heute das Wahrzeichen der Stadt ist.
- Die Puente Nuevo ist rund 98 Meter hoch und gehört zu den höchsten historischen Steinbrücken Spaniens.
- Der Bau der Puente Nuevo dauerte über 40 Jahre (1751–1793). Ein erster Brückenentwurf stürzte bereits wenige Jahre nach der Fertigstellung ein.
- Die El-Tajo-Schlucht ist stellenweise über 100 Meter tief.
- Unter der Puente Nuevo befindet sich eine Kammer, die im 19. Jahrhundert als Gefängnis genutzt wurde. Während des Spanischer Bürgerkrieg sollen dort ebenfalls Gefangene festgehalten worden sein.
- Die Plaza de Toros de Ronda zählt zu den ältesten erhaltenen Stierkampfarenen Spaniens (1785) und gilt als Geburtsort der modernen Form des Stierkampfs.
- Ernest Hemingway und Orson Welles verbrachten viel Zeit in Ronda und trugen dazu bei, die Stadt international bekannt zu machen. Orson Welles ließ sich sogar einen Teil seiner Asche in der Nähe von Ronda beisetzen.
- Der Name Ronda geht auf die römische Stadt Arunda zurück, deren Überreste sich wenige Kilometer außerhalb der heutigen Altstadt befinden.
- Von vielen Aussichtspunkten wirkt es so, als stünde die Altstadt direkt auf den Felsen der Schlucht – tatsächlich wurde sie auf einem rund 740 Meter hoch gelegenen Plateau erbaut.







