Reisetipps USA – Florida Keys
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Die Inselgruppe ganz im Süden Floridas ist für mich einer der schönsten Spots der USA. Gefühlt ist sie eher karibisch, als amerikanisch.
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Die Florida Keys bestehen aus über 200 Inseln, wobei 42 davon durch Brücken des so genannten Overseas Highways verbunden sind.
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Die bekanntesten Inseln sind Key Largo, Islamorada, Marathon und Key West.
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Ein touristisches Highlight ist die Seven-Mile-Bridge, die tatsächlich fast sieben Meilen (11 km) lang ist.
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Um die Florida Keys perfekt zu erkunden, empfiehlt es sich mit einem Mietwagen mehrere Tage unterwegs zu sein.
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Ich war mittlerweile fünf Mal in den Florida Keys und eine Reise davon war mit die schönste meines Lebens.
Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?
- Impressionen von den Florida Keys – ein kleines „Best-of“
- Übersicht, wichtigste Fakten und gute Tipps zu den Florida Keys
- Die besten Spots der Florida Keys
- Meine besten Spot-Tipps der Florida Keys auf einer Karte
- Meine Hoteltipps für die Florida Keys
- Meine Restaurant-Empfehlungen der Florida Keys
- Filmtourismus – wo kann ich Drehorte berühmter Filme finden?
- Mein Fazit zu den Florida Keys
- Fun-Facts zu den Florida Keys
Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps
Gefühlt rutschen die Florida Keys durch die sehr präsenten Touristenzentren Miami und Orlando immer etwas hinten runter – zu Unrecht. Tatsächlich würde ich euch sogar empfehlen, eure Florida-Reise so zusammenzubauen, dass ihr aktiv Zeit für diese besondere Inselkette einplant. Die südlichste Spitze der USA ist nämlich nicht nur traumhaft schön, sondern so auch einzigartig. Schließlich sind hier nicht nur die einzelnen Inseln sehenswert, sondern auch die zahlreichen verbindenden Brücken. Will sagen, auf den Florida Keys sind sowohl der Weg, als auch das Ziel fabelhaft…
- Generell
Die Florida Keys sind eine rund 290 Kilometer lange Inselkette im Süden Floridas, die sich von Key Largo bis nach Key West zwischen Atlantik und Golf von Mexiko erstreckt. Insgesamt gehören etwa 1.700 Inseln dazu, von denen nur wenige bewohnt und rund 40 über den Overseas Highway miteinander verbunden sind. - Was hat es mit dem Wort Keys auf sich?
Das Wort ‚Key‘ kommt in diesem Fall übrigens nicht vom englischen ‚Schlüssel‘, sondern vom spanischen ‚Cayo‘, was so viel wie kleine Insel bedeutet. Im allgemeinen Sprachgebrauch in Florida spricht man auch immer nur von den Keys, sprich das „Florida“ wird einfach weggelassen. - Was sind die größten / wichtigsten Inseln der Florida Keys?
Die Florida Keys bestehen aus vielen Inseln, doch nur ein paar davon spielen letztlich touristisch eine größere Rolle.
– Key Largo ist die nördlichste Insel und bekannt für Tauchen und Schnorcheln im John Pennekamp Coral Reef State Park.
– Islamorada ist ein Top-Spot für Angler und Hochseefischer.
– Weiter südlich folgt Marathon, das vor allem für die Seven Mile Bridge bekannt ist.
– Und schließlich Key West, die südlichste und bekannteste Insel, die für karibisches Flair, Geschichte und atemberaubende Sonnenuntergänge steht. - Wie werden die Florida Keys unterteilt?
Upper Keys – ua. Key Largo, Tavernier & Islamora
Middle Keys – ua. Marathon
Lower Keys – ua. Bahia Honda, Pigeon Key, Summerland Key & Key West - Was genau ist der Overseas Highway?
Der Overseas Highway ist die Hauptverbindung zwischen den Florida Keys und dem Festland Floridas. Die Straße erstreckt sich über etwa 205 Kilometer und verbindet die Inseln über zahlreiche Brücken, darunter die berühmte Seven Mile Bridge. Technisch gesehen ist der Overseas Highway ein Teil des U.S. Highway 1, der von Key West bis nach Fort Kent an der kanadischen Grenze in Maine verläuft. Der Name Overseas Highway ergibt sich dadurch, dass er die Inseln über Brücken und Dämme miteinander verbindet.
Ursprünglich wurde die Route als Florida East Coast Railway gebaut, um die Keys mit einer Eisenbahn zu erschließen, die von Henry Flagler in den 1910er Jahren errichtet wurde. Nach einem Hurrikan in den 1930er Jahren wurde die Bahnstrecke größtenteils zerstört und in eine Straße umgewandelt. Daraus entstand der heutige Overseas Highway. - Was bedeuten die Straßenmarkierungen?
Entlang des Overseas Highway (US 1) findet ihr so genannte Mile Marker, die die Entfernung von Key West (Mile Marker 0) nach Norden anzeigen. Je höher die Zahl, desto näher seid ihr am Festland (und weiter von Key West entfernt).
Diese Markierungen dienen nicht nur der Orientierung, sondern auch als wichtige Adressangabe. Viele Orte, Strände und Unterkünfte werden nämlich nach ihrem Mile Marker benannt. So wisst ihr immer genau, wo ihr euch auf den Keys befindet. - Wann ist die beste Reisezeit für die Florida Keys?
Die beste Reisezeit liegt zwischen Mitte November und April. In diesen Monaten ist das Wetter angenehm warm, die Luftfeuchtigkeit geringer und es gibt deutlich weniger Regen als im Sommer. Die Temperaturen liegen tagsüber meist zwischen 25 und 30 Grad.
Der Sommer (Juni bis September) dagegen kann sehr heiß und feucht sein und die Hurrikan-Saison geht von Juli bis Oktober, wodurch ein höheres Risiko für starke Regenfälle oder Stürme besteht.
Anmerken möchte ich, dass ich selbst bereits fünf Mal in den Florida Keys war, zweimal davon im Sommer und ich hatte beide Male traumhaftes Wetter. Das Risiko der Wirbelstürme besteht natürlich, aber ich will nur sagen, dass der Sommer keine generell schlechte Reisezeit ist. - Welche amerikanischen Feiertage muss ich beachten?
Die Florida Keys sind für die Amerikaner ein beliebtes Ziel für Kurztrips, wodurch es besonders an amerikanischen Feiertagen bzw. zu Ferienzeiten voll werden kann. Und genau das spiegelt sich auch dramatisch bei den Preisen nieder. Insofern solltet ihr folgende Tage/Zeiten idealerweise meiden:
Spring Break (März/April) – viele College-Studenten reisen in die Keys, besonders nach Key West.
Memorial Day (Ende Mai), Unabhängigkeitstag (4ter Juli) & Labor Day (Anfang September) – lange Wochenenden führen zu deutlich mehr Verkehr und belegten Unterkünften.
Thanksgiving (Ende November) – viele Amerikaner nutzen die langen Wochenenden für Kurztrips. - Wie bewege ich mich auf den Florida Keys?
Ganz klar per Mietwagen. Zum einen seid ihr so flexibel und könnt so viele Stopps einlegen wie ihr möchtet. Und zum anderen ist die Fahrt über die vielen Inseln ein Teil des Erlebnisses.
Dazu zwei Hinweise:
– Wenn es ihr einplanen könnt, fahrt besser nicht am Wochenende über die Keys! Der Wochenendverkehr (Freitag hin / Sonntag zurück) kann etwas nervig sein, vor allem auch, weil der Overseas Highway nur an wenigen Stellen zweispurig ist.
– Vertraut nicht unbedingt auf die Fahrtzeit, die euch Google Maps anzeigt. Wie gerade erklärt, kann es immer mal zu Staus (zB durch einen Unfall) kommen, was zum Beispiel bei der Rückfahrt zum Flughafen ein Problem werden kann. Plant hier lieber etwas mehr Zeit ein. - Lohnt sich ein Tagesausflug von Miami nach Key West?
Ganz ehrlich, ich würde sagen mit dem Auto ist es zu stressig. Vom Miami Airport bis zum Zentrum von Key West sind es ca. 255 km und auch wenn die Strecke bei Google Maps mit „nur“ 3 h 25 min angegeben ist, würde ich realistischerweise mal eher mit 4 h rechnen. Für mich ist frühes Aufstehen im Urlaub kein Problem, aber selbst dann wäre es bei 8 h Stunden Autofahrt ein sehr langer Tag mit zu wenig Zeit in Key West. Dafür gibt es dort schlichtweg zu viel zu sehen.
Was ich mir vorstellen könnte, auch wenn ich es noch nie ausprobiert habe, wären Flüge von Miami nach Key West. Diese dauern ca. 1 h und der Aufwand wäre hier insgesamt deutlich geringer. - Wie kann ich meine Reise auf die Florida Keys aufbauen?
Hier gibt es „leider“ keine ganz generelle Empfehlung, denn wenn ihr zum Beispiel begeisterte Taucher seid, werdet ihr mir Zeit auf Key Largo verbringen, während Hochseeangler ihren Fokus auf Islamorada legen werden.
Was ich euch sagen kann, ist dass die Florida Keys keine Destination sind, wo man Sehenswürdigkeiten „abhakt“, sondern es geht vielmehr ums Erleben und „Fühlen“. Ich fand die Atmosphäre hier immer sagenhaft und habe es sehr genossen, auch einfach mir nur sein zu können.
ABER, wenn ich euch eine Empfehlung aussprechen müsste, würde ich sagen
1. Tag: Miami – Key Largo / Islamorada
2.-3. Tag: Key Largo / Islamorada (2 Nächte)
3. Tag: Eine langsame Fahrt von Key Largo / Islamorada nach Key West
3.-7. Tag: Key West (4 Nächte)
7. Tag: Key West – Miami
Auf Key West kann man auch locker noch mehr Zeit verbringen, aber beispielsweise bei einer Florida-Rundreise hat man ja auch nicht unbegrenzt Zeit.
Die besten Spots der Florida Keys
Folgend nun die verschiedenen Spots, Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten der Florida Keys mit Erklärungen und Infos zu dem jeweiligen Besuch.
Von der Reihenfolge bin ich von Nordosten (Key Largo) nach Südwesten (Key West) gegangen. Sprich, die Reihenfolge ist keine Wertung!
Ein persönlicher Hinweis: Bei den Florida Keys handelt es sich um ein herrliches Inselparadies, bei dem es nicht wirklich um Attraktionen, sondern vielmehr um ein Lebensgefühl geht.
Key Largo
Wenn ihr vom Festland kommt und die Straße auf einmal eine harte 90 Grad Kurve nach rechts macht, seid ihr auf Key Largo angekommen – der mit knapp über 50 km größten Insel der Florida Keys. Zugegebenermaßen spürt man hier noch nichts von dem besonderen Gefühl dieser großartigen Inselgruppe, denn Key Largo kommt erstmal recht städtisch-amerikanisch. Die Hauptstraße wird anfangs flankiert von Shops und Restaurants der großen Marken, allerdings wird dies mit jedem Kilometer etwas weniger aufdringlich. Generell sind die meisten Ortschaften der Florida Keys aufgebaut wie Westernstädte, sprich, es gibt eine große Hauptstraße an der sich fast alle Geschäfte gruppieren und dahinter gibt es nur wenige kleinere Wege oder Gassen.
Der Charme von Key Largo erschließt sich sicherlich erst auf den zweiten Blick, vor allem jeder weiter ihr nach Süden kommt. Speziell rund um die Hafengegend gibt es einige richtig schöne „Spots“, wie zum Beispiel Restaurants und Bars direkt am Wasser, wo man beim Sonnenuntergang mit einem Cocktail in der Hand nahezu karibische Gefühle haben kann…
Wenn ihr tauchen oder schnorcheln möchtet, ist Key Largo ein super Anlaufpunkt für euch, denn der John Pennekamp Corel Reef State Park, der sich rund um die Insel Key Largo befindet, bietet eine vielfältige Unterwasserwelt.
Das Tauchen ist hier sehr leicht und angenehm, da hier kaum Strömungen herrschen und die Riffe recht nah an die Oberfläche kommen. Der Fischreichtum ist teilweise wirklich gewaltig und der Bewuchs ist wunderschön, so dass ihr alles sehen könnt, was das Karibiktaucherherz begehrt. Am Tauchplatz Molasses Reef, direkt vor Key Largo, sieht man beispielsweise oft große Fischschwärme! Es kann aber auch gut sein, dass man schon im flachen Wasser Delfine zu sehen bekommt…
Das taucherische Highlight der Region sind aber zweifelsohne die spektakulären Wracks, wie zum Beispiel die Spiegel Grove, Duane oder Bibb.
Solltet ihr daran Interesse haben, kann ich euch die deutsche Tauchbasis Scuba Fun empfehlen, die sich mitten in Key Largo befindet. Sie bieten sowohl Tauchausfahrten, als auch Schnorchelausflüge an.
Außerdem möchte ich euch gerne noch eine Sunset-Cruise ans Herz legen. Dabei fahrt ihr erst gemütlich durch die Wasserkanäle von Key Largo, um dann entspannt dem Sonnenuntergang entgegen zu fahren. Urlaubsfeeling pur.
Es gab vor Ort zahlreiche Anbieter mit unterschiedlichen Booten, aber falls ihr etwas verbuchen möchtet, habe ich gute Erfahrung mit Pirates Cove Watefsports gemacht.
Tavernier
Tavernier ist die direkte Nachbarinsel von Key Largo, weshalb viele Besucher einfach nur durchrauschen, aber für mich ist eine Art kleiner Insidertipp. Die Insel ist recht klein, aber es ist eben einer jener Orte auf den Florida Keys, der sich seinen lokalen, kleinstädtischen Charme bewahrt hat.
So steht Tavernier für mich vor allem für hübsche Restaurants:
Sicherlich habt ihr schon dem gefühlten Nationalgericht der Florida Keys gehört, und zwar dem Key Time Pie. Und einen solchen müsst ihr auf eurer Reise unbedingt einmal probieren! Zum Glück zählt die Blond Giraffe Key Lime Pie Factory zu den besten Adressen im gesamten Bundesstaat. Wenn ihr Lust auf eine besondere Variante des Klassikers habt, solltet ihr unbedingt das gefrorene, schokoladenüberzogene Stück probieren – die ideale Erfrischung nach einem heißen Tag.
Das direkt am Overseas Highway befindliche Captain Craig’s Restaurant ist dann der perfekte Ort für ein entspanntes Mittagessen. Berühmt ist das Lokal vor allem für sein Fischsandwich mit frittiertem Mahi-Mahi, Tomaten und Remoulade. Außerdem bereitet das Restaurant euren selbst gefangenen Fisch gerne für euch zu….
Und schließlich wäre da noch das Lido 73 bei dem ihr mit eurem Boot oder Kajak direkt am Restaurant anlegen und anschließend frische italienische Fischgerichte in maritimer Atmosphäre genießen könnt.
Seid ihr schon einmal Kajak gefahren? Falls nicht, bietet sich hier die perfekte Gelegenheit. Unter der Leitung erfahrener Guides könnt ihr durch gewundene Mangrovenkanäle paddeln und erfahrt dabei, warum diese Küstenwälder so wichtig für das Ökosystem sind.
Wenn ihr Glück habt, begegnet ihr sogar sanften Seekühen, den so genannten Manatees, in ihrem natürlichen Lebensraum. Außerdem könnt ihr während der Tour Delfine, Meeresschildkröten oder verschiedene Vogelarten beobachten.
Mir ist es bei solchen Touren immer wichtig, dass die die Gruppen (normalerweise) klein sind und die Betreuung individuell ist, was hier bei Paddle The Florida Keys der Fall ist. Ihr könnt die Touren bei getyourguide oder beim Veranstalter direkt buchen.
Islamorada
Weiter geht es nach Islamorada! Ab hier seht ihr nun von der Straße aus immer mehr Wasser und immer weniger Land bzw. Häuser! Sprich, das Inselgefühl mit Palmen, Sonne und entspannter Stimmung steigt…
Ein perfekter Anlaufpunkt (vor allem mit Kindern) ist Robbie’s. Hier könnt ihr die für die Keys typische Tarpone füttern, die direkt am Steg auf euch warten. Diese massigen Fische sind wirklich beeindruckend und es ist ein Erlebnis für sich, sie aus nächster Nähe zu beobachten. Hier könnt ihr auch entspannt etwas essen und das herrliche Ambiente genießen.
Wenn ihr Lust auf Action habt, ist Sportfischen bzw. Hochseeangeln ein Muss in Islamorada. Die Gegend gilt als DIE Metropole der Sportfischer. Ob ihr auf Marlin, Thunfisch oder Mahi-Mahi aus seid – selbst wenn ihr nichts fangt, ist die Zeit auf dem offenen Meer ein Highlight. Ich selbst bin kein Angler, sprich ich kann hier nicht mitreden, aber ich mochte immer die Atmosphäre in den Restaurants, wenn die Fischer ihren frischen Fang mitbringen und sich direkt dort zubereiten lassen.
Für ein bisschen Kultur und spannende Geschichten könnt ihr das Museum für die Geschichte des Tauchens besuchen. Dort erfahrt ihr, wie sich das Tauchen über die Jahre entwickelt hat, seht historische Ausrüstungen und bekommt Einblicke in die Welt unter Wasser. Für mich als Taucher ein Pflichtspot.
Wenn ihr danach ein bisschen entspannen wollt, führt euch euer Weg zum immer wieder hochgelobten Strand Anne’s Beach. Und ja, der Sand ist weiß, das Wasser flach und die Palmen flüstern so ein bisschen im Wind, aber für einen reinen Badetag ist mir der Strandbereich zu klein. Trotzdem, um die Beine ins Wasser zu hängen, ein Buch zu lesen oder einfach den Sonnenuntergang zu genießen ist es eine prima Location.
Und noch ein Tipp: Hier auf Islamorada befindet sich ein riesiger Bass Pro Shop, ein fantastischer Outdoor-Laden, der wirklich einfach nur Spaß macht. Schaut unbedingt mal rein – ihr könnt ihn unmöglich verfehlen.
Marathon
Marathon ist kein Ort, den man für besondere Top-Locations besucht, aber dafür liegt die Insel fast genau in der Mitte der Florida Keys.
Dominiert wird Marathon vor allem von dem Flughafengelände, was sich direkt an der Hauptstraße, dem Overseas Highway, befindet. Und wer mich kennt, weiß, dass ich Erlebnisse in der Luft liebe! Insofern konnte ich gar nicht anders, als hier einen Helikopter-Rundflug einzubauen… Sobald man hier abhebt, liegen die Keys plötzlich wie kleine grüne Tupfer im türkisfarbenen Wasser unter euch. Das Highlight ist aber natürlich die Seven Mile Bridge, die von oben einen Zacken spektakulärer aussieht, als wenn man „nur“ drüber fährt. Buchen könnt ihr meines Wissens nach nur beim Veranstalter direkt. Beachtet nur, dass ihr die Seven-Mile-Bridge in eurer Tour unbedingt mit dabei habt.
Seven Mile Bridge
Bamm! Hier kommt er – DER Knaller der Florida Keys! Denn bei einer Reise durch die Florida Keys kommt ihr im wahrsten Sinne des Wortes nicht an der Seven Mile Bridge vorbei. Spätestens hier merkt ihr, dass die Fahrt selbst ein Teil des Erlebnisses ist. Macht zum Beispiel mal ein Foto vom Navi, wenn ihr auf der Brücke seid, eine solche Anzeige bekommt ihr so vermutlich sonst nirgends. Wasser, soweit das Auge reicht! Und eine Straße, die scheinbar direkt darüber schwebt.
Die heutige Brücke verbindet Marathon mit den „Lower Keys“. Die Überquerung dauert in etwa 10 bis 15 Minuten, abhängig vom Verkehr und euren Fotopausen im Kopf. Anhalten könnt ihr auf der Brücke nämlich nicht, aber der Blick aus dem Auto ist auch so beeindruckend genug.
Parallel zur modernen Brücke verläuft die alte Seven Mile Bridge, ein Überbleibsel der ursprünglichen Eisenbahn- und Straßenverbindung. Komplett überqueren darf man sie heute nicht mehr, aber ein Teil ist zugänglich. Von Marathon aus könnt ihr zu Fuß oder mit dem Fahrrad bis nach Pigeon Key gelangen. Der Weg ist gut ausgebaut und bietet eine ganz andere Perspektive auf das offene Meer und die neuere Autobrücke.
Bei solch einem Setting ist es natürlich kein Wunder, dass die Seven Mile Bridge auch immer wieder als Filmkulisse dient. Sie war unter anderem in James Bond – Lizenz zu töten, True Lies mit Arnold Schwarzenegger und 2 Fast 2 Furious zu sehen. Mir ist speziell True Lies in Erinnerung, denn dort wird die Brücke selbst zum Star des Films!
Übrigens: Die Brücke ist etwas kürzer als ihr Name vermuten lässt: sie ist nämlich in etwa 10 931 Meter lang, also rund 6,79 Meilen.
Bahia State Honda Park
Der Bahia Honda State Park liegt direkt am Meilenstein 35 (ca. 56 km nördlich von Key West) am Overseas Highway bei Big Pine Key.
Das Besondere an Bahia Honda ist, dass es in diesem State Park mehrere Strände gibt, die sich je nach Lage und Wasserbedingungen unterscheiden.
- Calusa Beach liegt auf der „inneren Seite“. Das Wasser ist hier meist sehr ruhig und flach, weshalb sich dieser Strand besonders für Familien mit kleinen Kindern, entspanntes Baden und Kajakfahren eignet. Der Strand ist der touristischste Bereich des Parks.
- Loggerhead Beach befindet sich auf der Atlantikseite und ist „offener“ und größer als der Calusa Beach.
- Sandspur Beach liegt ebenfalls auf der Atlantikseite und ist der größte Strand des Parks. Er eignet sich besonders, wenn ihr spazieren gehen, sonnenbaden und schwimmen möchtet. Durch die offene Lage kann es hier häufiger Wind, stärkere Wellen und angespültes Seegras geben.
Hinweis: Schatten gibt es hier nicht!
Wichtige Hinweise:
- Der Zugang zu dem Park kostet Eintritt. Mehr Infos findet ihr auf der Website des Parks.
- Parkplätze sind an den Strandbereichen vorhanden, die Anzahl ist jedoch begrenzt. Bei hohem Besucheraufkommen kann der Park zeitweise geschlossen werden.
- Der Park ist täglich von 8 Uhr bis Sonnenuntergang geöffnet.
- Es gibt Toiletten, Duschen und Picknickplätze.
Fototipp: Ihr solltet unbedingt auch ein Bild von der Bahia Honda Railroad Bridge machen!
Summerland Key
An sich ist diese Insel nicht wirklich besonders, aber ich konnte bisher nie vorbeifahren, ohne eine Runde Minigolf bei Boondocks zu spielen. Hier könnt ihr eure Putt-Fähigkeiten auf 18 verrückten Löchern testen, wobei es sich eben nicht um die klassischen Bahnen, sondern vielmehr Adventure-Bahnen handelt. Hier geht es über Brücken, Wasserläufe und vorbei an Palmen und Sandbunkern.
Nach dem Spiel könnt ihr direkt noch eine Kleinigkeit essen und trinken, falls ihr euch von einer tragischen Niederlage erholen müsst….
Key West
You made it! Key West markiert nicht nur den westlichsten Ort der Florida Keys, sondern auch den südlichsten Punkt des amerikanischen Festlandes. Eine Reise durch die Florida Keys ohne Key West wäre in etwa wie Paris ohne einen Besuch des Eifelturms. Und wie hat es Ernest Hemingway, der Literatur-Nobel- und Pulitzer-Preis-Gewinner (angeblich) so schön gesagt: „I have found heaven on earth. It’s called Key West.“ Lasst euch Key West also in keinem Fall entgehen.
Das Besondere an Key West ist für mich, dass es sich viel mehr karibisch als amerikanisch anfühlt. Das Flair, der Vibe, die Stimmung…
WICHTIG! Key West ist unterteilt in New Town und Old Town (Altstadt). Wenn ihr aus Key Largo kommt, fahrt ihr zunächst durch New Town, was jetzt nicht der Knaller ist. Dieser Bereich ist eher noch städtisch, wenngleich ihr auch hier sehr schön mit dem Fahrrad umher fahren oder joggen könnt. Das was Key West so besonders macht, ist – ihr könnt es euch denken – Old Town!
Ganz selten habe ich gehört, dass Besuchern Key West zu touristisch ist, was sicherlich nicht ganz falsch ist, aber hier kommt es auf die Erwartungshaltung an. Ihr befindet euch an einem der beliebtesten Spots der USA, insofern ist es relativ unwahrscheinlich, dass man hier ein idyllisches Dorf vorfindet.
Key West verfügt über zahlreiche fabelhafte Plätze, weiße Strände, charmante, alte Häuschen, fantastische Restaurants und geschichtsträchtige Locations. Daraus kann man schon ein tolles Urlaubsziel basteln…
Das touristische Herz von Key West liegt rund um die Duvall Street in der Altstadt. Hier findet ihr bunte Häuser mit Restaurants, Cafés, Galerien und kleinen Läden. Gleichzeitig gibt es jede Menge Souvenirs, touristische Angebote und eine lebhafte Kneipenszene.
Am Ende der Duval Street befindet sich der Mallory Square, welcher zum Sonnenuntergang zum Star wird. Dann versammeln sich hier nämlich unzählige Urlauber hier, es gib viel Gaukler und Künstler und der eine oder andere Cocktail wird auch gemixt.
Interessant ist auch das Hemingway-Haus, in dem der oben erwähnte, berühmte Schriftsteller Ende der 1920er Jahre lebte. Heute ist das Haus ein Museum und definitiv einen Besuch wert. Fun Fact: Im James Bond – Lizenz zu töten trifft Bond (Timothy Dalton) im Innenhof des Hauses seinen Vorgesetzten M und es wird ihm offiziell seine Lizenz zu Töten entzogen, da er eigenmächtig gehandelt hat.
Gegenüber liegt der fotogene Leuchtturm von Key West, der seit 1848 mit seiner historischen Architektur beeindruckt.
Ein beliebtes Fotomotiv ist zudem der Southernmost Point, der südlichste Punkt der USA.
Meine Lieblingsstrände auf Key West sind der ewig lange Smathers Beach, der gemütliche Clarence S.Higgs Memorial Beach und kleine Simonton Beach Key West.
Dry Tortugas State Park
Die Dry Tortugas liegen etwa 110 Kilometer westlich von Key West und bilden einen der abgelegensten Nationalparks der USA. Ihr erreicht die Inseln ausschließlich mit dem Boot oder per Wasserflugzeug, was den Ausflug zu einem besonderen Erlebnis macht.
Das bekannteste Ziel ist die Fort Jefferson, eine massive Festungsanlage aus dem 19. Jahrhundert, die auf einer der Inseln errichtet wurde. Ihr könnt dort das historische Gebäude besichtigen und die gut erhaltenen Mauern bewundern. Das Fort bietet außerdem einen interessanten Einblick in die militärische Geschichte der Region.
Rund um die Inseln findet ihr klares, türkisfarbenes Wasser und schneeweiße Strände. Die Gegend eignet sich mit bunten Korallenriffen und viel Leben unter Wasser hervorragend zum Schnorcheln. Auch für Vogelbeobachtungen sind die Dry Tortugas bekannt – ihr könnt unter anderem Seevögel und seltene Arten entdecken.
Da es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, solltet ihr gut vorbereitet sein: Bringt ausreichend Getränke, Sonnenschutz und Verpflegung mit, denn auf den Inseln gibt es nur begrenzte Einrichtungen. Außerdem ist es ratsam, frühzeitig Tickets für die Anreise zu reservieren, da die Kapazitäten für die Boote begrenzt sind. Buchen könnt ihr die Touren auf der Seite des Nationalparks.
Ausflugsziele Everglades National Park
Und dann noch ein besonderer Tipp, der sich aufgrund der regionalen Nähe einfach anbietet. Nachdem ich bisher ja von Nordosten nach Südwesten gegangen bin, rutsche ich nun wieder ganz nach oben in den Norden. Aber da es eben ein Tagesausflug ist und thematisch nicht zu den Florida Keys gehört, wollte ich diesen Punkt lieber ganz nach unten schieben.
Wenn ihr die Florida Keys besucht, bietet es sich an, gleich die Everglades mit dazu zu nehmen. Diese einzigartige Sumpflandschaft Floridas haben mir richtig gut gefallen, aber ich denke es kommt sehr darauf an WIE man diese Tour plant. Ich hatte einen Tagesausflug ab Key Largo gebucht bei dem die Teilnehmer der Gruppe jeweils mit ihrem eigenen Mietwagen unterwegs waren und dem Guide gefolgt sind. So war die Gruppe zwar etwas größer, aber es hat sich nicht so angefühlt. Unser Guide Garl ist ein Ranger aus Leidenschaft und hat uns unheimlich viele, tolle Geschichten erzählt und Informationen vermittelt. Teil der Tour waren Walking-Safaris, zwei Kajaktouren und mehrere Stopps bei interessanten Spots. Gerade der Teil per Kajak war fantastisch. Es ist nicht anstrengend, ihr seid leise unterwegs und könnt so Alligatoren und andere Tiere in ihrem natürlichen Umfeld beobachten. Diese Art von Tour würde ich euch dringend empfehlen – hier der Link zu den Touren von Garl.
Was ihr dagegen unbedingt vermeiden solltet, sind die typischen Airboat-Touren. Ihr kennt bestimmt die Werbebilder oder Videos, aber unterm Strich sind diese Boote absurd laut, stören die Tiere und die Erfahrung ist deshalb wenig naturnah. Wir haben einmal eine solche Gruppe gesehen und ich fand es echt verstörend. Schwer vorstellbar, dass man so viele Tiere aus der Nähe zu sehen bekommt.
Plant genug Zeit ein, um die Ruhe der Everglades zu genießen und die Natur bewusst wahrzunehmen. Ihr werdet merken, wie viel entspannter und spannender der Aufenthalt sein kann, wenn ihr keine Hardcore-Touri-Tour macht!
Meine besten Spot-Tipps der Florida Keys auf einer Karte
Auf dieser Karte sind Sehenswürdigkeiten, Filmlocations, Sportlocations, Restaurants, Hotels und Ausflugsziele markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.
Mein Hotel-Tipps für die Florida Keys
Die Frage nach einem passenden Hotel in den Florida Keys ist sehr eng mit der Frage nach dem richtigen Reiseablauf verknüpft. Ich hatte ja weiter oben erklärt, dass ich zwei Nächte in nördlichen Region (Upper Keys) und mindestens vier Nächte in Key West einplanen würde. So habe ich (fast) jedes Mal meine Reisen aufgebaut und war jeweils sehr happy damit.
Aus dem Grund möchte ich euch nun jeweils ein Hotel für die jeweilige Region vorstellen:
Tavernier – Island Bay Resort
Der Name Island Bay Resort ist, obwohl das Resort nicht auf einer eigenen Insel liegt, gar nicht mal so falsch, denn wenn man sich in der Anlage aufhält, könnte es einem fast so vorkommen, als ob… Bester Beweis ist der schöne hoteleigene Strand!
Das Hotel befindet sich ca. 10 km südlich des Hauptkerns von Key Largo entfernt.
Jedes Cottage ist liebevoll und individuell eingerichtet und die Anlage wird akribisch sauber gehalten. Der ganze Stolz des Hotels ist der eigene Sandstrand, der zu größten der Insel zählt. Darüber hinaus gibt es kostenlose Kajaks und Paddelboote.
Die Top-Bewertungen bei booking.com sprechen auch eine deutliche Sprache!
92530 Overseas Hwy, Tavernier
Key West – The Inn on Fleming
Das The Inn on Fleming-Hotel hat die perfekte Lage, um Unternehmungen zu starten. Gerade einmal 1.6 km ist das Hotel von dem südlichsten Punkt der USA und nur drei Gehminuten von der Duval Street, der bekanntesten Straße Key Wests mit vielen Bars und Einkaufsmöglichkeiten, entfernt. Dabei liegt das „The Inn on Fleming“ in einer ruhigen Straße. Außerdem befinden sich das Key West Museum of Art and History sowie das Ernest Hemingway Home and Museum nur einen kurzen Fußmarsch entfernt.
Das komplette Hotel ist sehr klassisch, romantisch eingerichtet, mit vielen eleganten Holzmöbeln wie Tischen und Himmelbetten. Zudem gibt es einige bequeme Lesesessel und Couches im Haus, sowie einen Pool und schöne Sitzgelegenheiten im Freien.
1016 Fleming St, Key West
Meine Restaurant-Empfehlungen entlang der Florida Keys
Die vielen tollen und atmosphärischen Restaurants und Bars direkt am Wasser sind ein gewichtiger Teil der Florida Keys.
Deshalb habe ich euch hier ein paar Empfehlungen zusammengestellt, die mir sehr gut gefallen (haben):
Key Largo Conch House
Sicherlich eine der besten Adressen in Key Largo in Sachen Frühstück – vor allem gibt es nicht nur die Klassiker des amerikanischen Frühstücks! Die „Key Lime Macadamia-Pancakes“ waren himmlisch. Man sitzt herrlich auf der Terrasse des viktorianischen Hauses und merkt inmitten des Gartens gar nicht, dass sich das Restaurant fast direkt an der Hauptstraße befindet. Dazu gibt es den vielleicht besten Kaffee auf Key Largo – ich habe Leute sagen hören, dass er schmeckt wie in Italien…
Auch Mittag- und Abendessen sind sehr empfehlenswert.
100211 Overseas Hwy, Key Largo
Sharkey’s Sharkbite Grill
Quasi DER Treffpunkt der Einheimischen (Kapitäne)! Im unteren Teil befindet sich eine Bar mit Terrasse, oben sitzt ihr auf dem Balkon mit Blick auf die vorbeifahrenden Schiffe. Das Frühstück ist sehr lecker und auch verhältnismäßig günstig. Abends gibt es unten oft Live-Musik und man kann entspannt und prima essen. Ich habe hier immer besonders die Atmosphäre genossen…
522 Caribbean Dr, Key Largo
Harriette’s Restaurant
Ein süßes kleines Restaurant mit sehr gutem, reichhaltigem, typisch amerikanischem Frühstück. Schon alleine die herrlich, kitschige Einrichtung ist definitiv ein Foto wert…
95710 Overseas Hwy, Key Largo
Snappers Oceanfront Restaurant & Bar
Ich liebe ja Bars bzw. Restaurant über dem Wasser. Und das hier ist wieder so ein Spot. Auch wenn die Küche jetzt nicht super besonders oder ausgefallen ist, hatte ich hier immer wunderschöne Abende. Das Ambiente zum Sonnenuntergang bei Live-Musik ist einfach nur traumhaft…
139 Seaside Ave, Key Largo
Hog Heaven Sports Bar and Grill
Tut mir wirklich leid, aber ich habe hier noch eine Holzbar direkt am Wasser, die mir richtig gefallen hat. Super Stimmung, leckeres Essen, tolle Aussicht und eine großartige Atmosphäre…
85361 Overseas Hwy, Islamorada
Keys Fisheries
Sehr traditioneller und schön gelegener Fischladen mit Restaurant direkt am Fischerhafen. Das Ganze funktioniert mit Selbstbedienung und man sollte sich schon vorher auf eine „ungewöhnliche Frage“ einstellen, denn die Antwort ist dann quasi die Abholnummer (Frage nach einer Sportmannschaft: „Chicago Bulls are ready“! Oder aber Frage nach einem Song: „Jailhouse Rock, please“)! Besonders lecker ist das „Lobster Reuben-Sandwich“!
Man sitzt direkt am Wasser und kann entspannt die Fische im Hafenbecken und die neugierigen Pelikane beobachten.
3502 Gulfview Ave, Marathon
Hogfish Bar & Grill
Dieses leicht versteckte Restaurant ist ein echter Insidertipp – und dementsprechend liegt er auch in einer eher abgelegenen Gegend. Hier gehen die einheimischen Fischer essen und die Fischgerichte sind wirklich extrem lecker!
6810 Front St, Stock Island
Lagerheads Beach Bar & Watersports
Hierbei handelt es sich eher um ein „Ereignis“, als um eine Bar. Dieser kleine, versteckte Strandabschnitt ist, obwohl mittendrin, ein kleiner Geheimtipp. Wobei, vermutlich nicht mehr, aber ich war zweimal dort und der Bereich war NICHT komplett voll.
Es gibt Snack, wie Tacos, Burger oder Wraps, und dazu leckere Dinks. Hier mit den Füßen im Sand zu sitzen, ist einfach Urlaub pur…
0 Simonton St, Key West
Filmtourismus – wo kann ich Drehorte von berühmten Filmen finden?
Wie schon bei den verschiedenen Spots oben erwähnt, wurden einige berühmte Filme mit ikonischen Szenen in den Florida Keys gedreht. Ich habe euch hier einige Informationen dazu zusammengestellt:
True Lies
In diesem Film aus dem Jahr 1994 mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle spielt die Seven Mile Bridge eine zentrale Rolle des Films. In dieser Szene verfolgt Arnold Schwarzenegger in der Rolle von Harry Tasker einen Terroristen, der mit einem gestohlenen Kampfflugzeug über die Brücke flieht.
Die Seven Mile Bridge dient dabei als spektakuläre Kulisse für eine Verfolgungsjagd, bei der Autos, Lastwagen und schließlich sogar ein Jet beteiligt sind.
Die Szene machte die Seven Mile Bridge international bekannt und gilt bis heute als eine der eindrucksvollsten Actionsequenzen der 1990er-Jahre.
James Bond – Lizenz zu töten
Im zweiten James-Bond-Film mit Timothy Dalton aus dem Jahr 1989 wurden mehrere Szenen auf den Florida Keys gedreht.
Auch hier sind besonders die Aufnahmen auf der Seven Mile Bridge bekannt. Hier wurden Fahr- und Verfolgungsszenen gedreht, bei denen James Bond in seinem Einsatz gegen den Drogenbaron Franz Sanchez unterwegs ist.
Auf Key West wurden dann noch Szenen vor der Basilica of St. Mary Star of the Sea (die Hochzeit von Felix Leiter), am heutigen Restaurant Conch Republic (Lagerhaus inklusive Haifischbecken) und dem mittlerweile geschlossen Restaurant Thai Island (Barrelhead Bar im Film) gedreht. Außerdem sieht man James Bond über den bekannten Mallory Square (direkt vor dem Shell Warehouse) laufen.
Alle Orte lassen sich leicht besuchen und man kann die Locations sehr gut im Film wieder erkennen.
2 Fast 2 Furios
Und auch der zweite Teil der Fast & Furios-Serie aus dem Jahr 2003 machte Halt an der weltberühmten Seven Mile Bridge. Hier werden die schwelenden Differenzen zwischen Roman (Tyrese Gibson) und Brian (Paul Walker) stillschweigend beigelegt – vor einem leuchtenden Sonnenuntergang auf Pigeon Key, einer kleinen Insel am Florida Keys Overseas Heritage Trail westlich von Marathon. Bei dem Overseas Heritage Trail handelt es sich um die alte Seven Mile Bridge, die parallel zu dem neuen Highway verläuft.
Gangster in Key Largo
Und jetzt springen zeitlich nochmal ein großes Stück nach vorne, und zwar ins Jahr 1948! Damals wurde nämlich der Humphrey Bogart Filmklassiker Gangster in Key Largo (Originaltitel: Key Largo) am Caribbean Club in Key Largo gedreht. Der Film entstand größtenteils im Studio, doch der Caribbean Club wurde für die Außenaufnahmen verwendet. Der Club existierte bereits in den 1930er-Jahren und war zur damaligen Zeit ein bekannter Treffpunkt in den Upper Keys. Durch den Film wurde er dann aber international bekannt und ist bis heute ein fester Bestandteil der Film- und Inselgeschichte von Key Largo.
African Queen
Dieser Klassiker aus dem Jahr 1951, für den Humphrey Bogart einen Oscar als bester Hauptdarsteller erhielt, wurde zwar nicht in den Florida Keys gedreht, dafür liegt eines der titelgebenden Boote mittlerweile in Key Largo und kann dort am Pier des Hotels Holiday Inn besichtigt werden.
Mein Fazit zu den Florida Keys
Ich habe es ja ganz am Anfang bereits anklingen lassen, dass ich ein großer Fan der Florida Keys bin. Für mich ist die Inselgruppe eine ausgesprochen schöne Urlaubsdestination, denn es bieten sich unheimlich viele Möglichkeiten und ich bin mir sicher, hier dass ist für jeden etwas dabei. Zudem ist touristische Infrastruktur komplett vorhanden, aber ich finde nicht, dass der Tourismus irgendwie „aufdringlich“ ist. Klar, am Mallory Square und in der Duval Street auf Key West ist abends sehr viel los, aber trotzdem habe ich immer einen Spot für mich gefunden, an dem ich eine gute Zeit hatte.
Es gibt zwar außergewöhnliche Spots und besondere Locations, aber es gibt eben nicht die klassischen Sehenswürdigkeiten, so dass man nie Gefahr läuft in „Sightseeing-Stress“ zu geraten. Ein großer Teil eines Urlaubs auf den Florida Keys ist es einfach nur den Moment zu genießen. Sei es in einem Restaurant am Meer, auf einem Segelschiff auf dem Weg zum Sonnenuntergang oder einfach „nur“ am Strand. Für mich waren es oftmals genau diese Momente, die geblieben sind, sprich an die ich mich immer wieder gerne erinnere. Ihr habt natürlich die Möglichkeit Highlights zu setzen, wie zum Beispiel mit einem Hubschrauberflug oder einem Tagesausflug, aber generell ist die Atmosphäre auf allen Inseln so angenehm und nahezu schon karibisch, dass ich immer dieses herrliche Urlaubsgefühl in mir trage. Und genau das macht es doch aus…
Wichtig ist, dass man mit einem Mietwagen unterwegs sein muss. Wer das nicht mag, für den sind die Florida Keys sicherlich nicht der ideale Ort.
Wer sich aber darauf einlässt und auch mal Spaß daran hat ohne Plan mit dem Auto loszufahren, um hier und da und überall mal anzuhalten, eine Kleinigkeit zu essen oder eine Beachbar zu genießen, der wird auf dieser bezaubernden Inselkette jede Menge Spaß haben…
Fun Facts zu den Florida Keys
- Die Florida Keys bestehen aus über 1.700 Inseln, die sich wie eine Perlenkette über etwa 200 Kilometer vom Festland Floridas bis zur Insel Key West erstrecken.
- Die Hauptstraße, der US Highway 1, verbindet die Inseln über 42 Brücken. Die längste davon ist die Seven Mile Bridge, die trotz des Namens etwas weniger als sieben Meilen lang ist.
- Key West liegt nur etwa 90 Meilen von Kuba entfernt, während es fast 160 Meilen bis nach Miami sind.
- Der Schriftsteller Ernest Hemingway lebte in Key West, und im heutigen Museum leben immer noch sechszackige Katzen, die als seine Nachfahren gelten.
- Die Florida Keys haben eines der größten Korallenriffe nördlich des Äquators – das Florida Reef. Es zieht Schnorchler und Taucher aus der ganzen Welt an.
- 1970 erklärte Key West symbolisch seine Unabhängigkeit als „Conch Republic“, nachdem ein Grenzkontroll-Checkpoint Probleme für den Tourismus verursachte. Heute ist es ein humorvolles Regional-Branding.


