Reisetipps USA – Florida – Miami & Miami Beach

  • Miami ist für mich eine der spannendsten WELTSTÄDTE.

  • Der South Beach in Miami Beach ist einer der schönsten Stadtstrände überhaupt.

  • Miami selbst verfügt nicht wirklich über klassische Sehenswürdigkeiten, sondern eher über besondere Stadtviertel, wie zB Little Havana.

  • Der Everglades National Park und die Florida Keys sind fantastische Ausflugsziele.

  • Ich war über zehn Mal in Miami und habe so viele unterschiedliche Dinge erlebt, gemacht und gesehen. Für mich ist die Stadt immer wieder eine Reise wert!

Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?

Impressionen aus Miami – ein kleines „Best-of“

Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps

Welcome to Miami!

Miami gilt als internationales Drehkreuz Floridas und empfängt jedes Jahr Millionen Reisende mit Strand, Skyline und tropischem Flair. Neben dem bekannten Miami Beach überrascht die Stadt selbst mit kultureller Vielfalt, lebendigen Vierteln und einer ganz eigenen Atmosphäre. Macht euch auf viel Abwechslung gefasst…

  • Generell
    Miami liegt an der Atlantikküste im Südosten Floridas und ist eine der südlichsten Großstädte der USA. Entgegen einer häufigen Annahme ist Miami nicht die Hauptstadt Floridas, sondern diese Rolle übernimmt Tallahassee im Norden des Bundesstaates.
  • Was ist der Unterschied zwischen Miami und Miami Beach?
    Ein ganz wichtiger Punkt, denn Miami befindet sich auf dem Festland und ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region, während Miami Beach auf einer vorgelagerten Insel östlich der Stadt liegt und vor allem als touristisches Ziel mit Stränden und Hotels bekannt ist. Das sind also eigentlich wirklich zwei Paar Stiefel.
  • Welche Stadtteile gibt es in Miami bzw. Miami Beach?
    South Beach auf Miami Beach ist berühmt für Strände, das Art-Déco-Viertel und das lebhafte Nachtleben am Ocean Drive.
    Downtown in Miami ist bekannt für seine moderne Architektur und Einkaufsmöglichkeiten.
    Wynwood zieht Kunst- und Designliebhaber mit farbenfrohen Street-Art-Murals, Galerien und trendigen Cafés an.
    In Little Havana kommt ihr der cubanische Kultur mit Zigarrenmanufakturen, Musik, Tanz und authentischer Küche näher.
  • Wann ist die beste Reisezeit?
    Zuerst die Theorie: Die offiziell beste Reisezeit für Miami liegt in den Monaten von Dezember bis April, wenn das Wetter warm, sonnig und vergleichsweise trocken ist. In dieser Zeit sind die Temperaturen angenehm, die Luftfeuchtigkeit moderat und Regenfälle selten. Die Sommermonate hingegen bringen eine höhere Luftfeuchtigkeit, Regenschauer und die Gefahr von tropischen Stürmen (Hurricanes).
    Dann zu meinen Erfahrungen: Ich war schon zu jeder Jahreszeit in Miami und hatte eigentlich immer sehr gutes Wetter! Klar, im Sommer drückt die Hitze etwas mehr, aber die Regenschauer sind häufig nur sehr kurz. Die Hurricanes sind für mich die einzig echte Problematik, die wenn dann meistens rund um den Monat September auftreten. Ich selbst war allerdings auch schon zweimal im September in Miami und es war grandios.
  • Wieviel Zeit sollte man für Miami einplanen?
    Wie lange wollt ihr am Strand entspannen? Ich denke, hier muss man differenzieren, ob man Miami
    – als Städtetrip besucht,
    – als Badeurlaub oder
    – beides.
    Um die Stadt „nur“ zu besichtigen würde ich mindestens zwei volle Tage einplanen. Der Badeaufenthalt kommt dann noch on top. Wenn ihr Miami allerdings auch etwas erleben möchtet, plant besser drei bis vier Tage ein.
  • Wie kann ich meinen Miami-Besuch planen?
    Meine gerade erwähnten zwei Tage würde ich wie folgt einteilen:
    Tag 1 – Miami Downtown, Wyndham Art District, Little Havana
    Tag 2 – Miami Beach – Ocean Drive, Art-Decó-District, Lincoln Road
    Hinzu kommen dann eben noch potentiell ein Rundflug, Zeit am Strand und Tagesausflüge!
  • Wie bewege ich mich in Miami?
    Vorab, wer eine Florida-Rundreise unternimmt, wird sicherlich mit einem Mietwagen unterwegs sein. Diesen solltet ihr erst nach eurem Miami-Aufenthalt abholen (oder vor eurem Miami-Aufenthalt am Ende der Reise abgeben), denn das Parken in Miami ist richtig teuer. Vor allem in Miami Beach! Natürlich ist es charmant in Miami mobil zu sein, aber ich würde doch lieber auf andere Verkehrsmittel zurückgreifen:
    Per Uber oder Lyft. Habe ich ein paar Mal gemacht und ganz ehrlich, es ist die bequemste und sicherste Variante. Dazu braucht man allerdings eine amerikanische SIM-Karte. Infos dazu findet ihr hier, bei meinen generellen Tipps für eine Reise in die USA.
    Per Citi Bike. Eine tolle Variante! City Bikes können einfach über die App ausgeliehen werden, um die Stadt flexibel zu erkunden. Ich habe es geliebt in Miami Beach durch die Straßen und am Strand entlang zu cruisen.
    Per Miami Trolley (nur in Miami, nicht Miami Beach)! Es handelt sich um einen kostenlosen Busdienst, der verschiedene Stadtteile wie Downtown, Wynwood und Coconut Grove miteinander verbindet und sich besonders für kurze Strecken eignet. Weitere Informationen findet ihr hier.
    – Per Metromover (nur in Miami, nicht Miami Beach). Ein kostenloses, ticketfreies Hochbahnsystem, das vor allem Downtown und das angrenzende Brickell-Viertel miteinander verbindet. Die Züge fahren auf festgelegten Routen auf erhöhten Schienen und halten an allen Stationen automatisch. Mehr Informationen findet ihr hier.
  • Lohnt sich eine Hop on/Hop off-Bus-Tour?
    Yes! Gerade, wenn man vielleicht Zeit sparen möchte, sind die Touren wirklich klasse. Ich finde nämlich beispielsweise, dass die Red Loop-Route die wichtigsten Spots abdeckt und ihr so nicht nur viel zu sehen bekommt, sondern auch transportiert werdet. Die Busse fahren alle 30 Minuten und ihr könnt überall ein- und aussteigen – so oft ihr möchtet. Es gibt sogar eine Night-Tour (Blue Loop)! Tickets und Informationen gibt es hier.
  • Gibt es einen Shuttle-Transfer vom internationalen Flughafen Miami nach Miami Beach?
    Nein.
  • Ist Miami teuer?
    Leider muss ich diese Frage mit Ja beantworten. Speziell in Miami Beach werden teilweise schon wilde Preise aufgerufen – das bezieht sich vor allem auf die Gastronomie. Bei den Hotels kann man auch mal einen Schnapper landen – dazu aber mehr weiter unten bei Hotels. Plant hier also lieber etwas mehr Geld ein, damit ihr am Ende nicht überrascht/enttäuscht seid.

Die besten Spots in Miami

Folgend nun die verschiedenen Spots und Sehenswürdigkeiten von Miami und Miami Beach mit Erklärungen und Infos zu dem jeweiligen Besuch.

Anmerkung von meiner Seite: Wenn von „Miami“ die Rede ist, meinen die meisten Touristen eigentlich Miami Beach, obwohl es sich um eine eigenständige Stadt auf einer vorgelagerten Insel handelt. Miami selbst liegt auf dem Festland, spielt für Besucher aber oft eine untergeordnete Rolle. Die Insel ist über vier Brücken mit dem Festland verbunden und steht definitiv im Zentrum des touristischen Interesses.

Ich werde folgend die Spots in Miami Beach extra beschriften, damit keine Verwirrung entsteht.

South Beach (Miami Beach)

South Beach ist quasi Miami Beach. Zumindestens aus touristischer Sicht.

Zur Erklärung: Unter South Beach versteht man den südlichen Teil der Insel Miami Beach, der sich etwa von der Südspitze der Insel bis zur 23rd Street erstreckt. Dies beinhaltet auch den Ocean Drive und das Art-Decó-Viertel, die Lincoln Road und den South Pointe Beach, den ich weiter unten separat erklären möchte.


Der insgesamt rund 16 km lange, breite Sandstrand von Miami Beach (4 km davon in South Beach) mit dem türkisfarbenen Wasser des Atlantiks bietet euch ideale Bedingungen für einen entspannten Strandtag. Die farbenfrohen Lifeguard-Tower sind dabei großartige Fotomotive. Ich finde die Atmosphäre rund um den Strand immer wieder sensationell und genau das ist es auch, was einen Besuch von Miami ausmacht. Die Mischung aus Meer, Beach-Vibes, Bars und Musik ist hier wirklich einzigartig.

Direkt hinter dem Strand befindet sich mit dem Lummus-Park eine richtig tolle und sehenswerte Anlage mit zahlreichen Palmen, verschiedenen Sportstationen und einigen tollen Eventlocations. Hier es lohnt es sich morgens und abends einmal hindurch zu spazieren – morgens wird hier viel Sport getrieben und der Park wirkt sehr lebendig. Abends entsteht dann wiederum ein vollkommen anderes Bild, vor allem dann wenn hier Veranstaltungen stattfinden. Bei meinem letzten Besuch wurde zB ein kostenloses Freiluftkino zwischen die Palmen „gebaut“, was ich einfach nur wunderschön fand. Urlaubsfeeling pur.


Wer etwas länger in Miami bleibt, sollte auch mal die Westküste von South Beach, also die Seite zur Biscayne Bay hin, besuchen, denn hier erwartet euch eine ruhigere Version der Stadt, die sich besonders für Spaziergänge und Sonnenuntergänge eignet. Diesen Bereich habe ich jahrelang unbewusst ignoriert und war dann ganz überrascht wie schön es dort, als mich ein Local mal mit hierher genommen hat. Wenn ihr etwas mehr Zeit habt, ist das eine prima Variante.


Und schließlich habe ich noch einen kleinen Insidertipp, und zwar das beeindruckende Street-Art-Werk Miami Mountain im Collins Park im Norden von South Beach. Hier bin ich zufällig einmal gelandet und war nahezu verwundert, dass ich noch nie etwas davon gelesen hatte.

Ocean Drive (Miami Beach)

Für mich DAS Highlight in ganz Miami! Diese außergewöhnliche Strandpromenade ist das Herz und die Seele von South Beach. Der Ocean Drive verläuft parallel zum Strand und ist eine echte Show. Hier erwarten euch die typischen, pastellfarbenen Art-Déco-Gebäude, eingerahmt von hohen Palmen, die das sonnige Flair der Stadt unterstreichen. Ein Highlight sind sicherlich die Oldtimer, die immer wieder am Straßenrand stehen oder sogar ganz langsam an den zahlreichen Restaurants und Hotels „vorbeischleichen“.

Wenn ihr öfters Filme und Serien schaut, wird euch die Szenerie sehr bekannt vorkommen, denn viele Filmszenen aus Hollywood-Blockbustern wie Scarface, Bad Boys oder Miami Vice wurden genau hier gedreht.

Nehmt euch unbedingt Zeit für den Ocean Drive! Zum einen gibt es unheimlich viel zu sehen und zu bestaunen und wenn ihr zB gerne fotografiert, werdet ihr mit den unendlichen Fotomotiven eure wahre Freude haben. Und zum anderen ist der Ocean Drive ein Erlebnis! Teilweise wirkt die weltbekannte Strandpromenade nämlich wirklich wie ein Laufsteg oder eine Filmkulisse. Ihr werdet staunen…

MEIN TIPP! Bei Nacht bietet der Ocean Drive nochmal ein ganz anderes Bild! Dann gehen nämlich die zahlreichen Neon-Lichter der verschiedenen Hotels, Bars und Clubs an und die Straße wird eine einzige Party. Plant deshalb unbedingt einen Besuch am Abend ein, denn ich verspreche euch, so etwas habt ihr vermutlich nur sehr selten gesehen bzw. erlebt…


Ich habe bereits von einigen Freunden gehört, dass es ihnen hier insgesamt „too much“ war, was ich durchaus verstehen kann. Der Ocean Drive ist schrill, exzentrisch und touristisch. Ich würde aber trotzdem sagen, dass er aufgrund seiner Einzigartigkeit ein absolutes Must-See in Miami ist – bei Tag und bei Nacht.

Am Ocean Drive sticht besonders ein prachtvolles Anwesen hervor: die Villa Casa Casuarina, die vielen unter dem Namen Versace Mansion geläufig ist. Vor diesem historischen Gebäude verlor der Modedesigner Gianni Versace im Jahr 1997 sein Leben, als er in den frühen Morgenstunden auf den Stufen seines Hauses erschossen wurde.

Art Decó District (Miami Beach)

Das Art-Déco-Viertel in South Beach wird quer von der 5th und 23rd Street, sowie längs von Washington Avenue und dem Ocean Drive begrenzt. Ihr könnt diesen Bereich sehr gut zu Fuß erkunden, was ich euch auch wärmstens empfehlen möchte. Es gibt hier über 800 historische Gebäude zu bestaunen, die durch ihre pastellfarbenen Fassaden, geschwungenen Linien und eleganten geometrischen Formen irgendwie einen ganz eigenen Charme haben. Dieses Viertel IST Miami Beach.

Wenn ihr wollt, könnt ihr euch im Art Déco Welcome Center (die Adresse lautet 1001 Ocean Drive – ist im Lummus Park aber kaum zu verfehlen) informieren oder an einer geführten Tour teilnehmen, um noch mehr über die Geschichte und Architektur dieses Viertels zu erfahren.

Española Way (Miami Beach)

Beim Española Way handelt es sich um eine charmante Straße im historischen Stil. Sie liegt unweit des Ocean Drive zwischen der 14th und 15th Street. Hier findet ihr bunte Gebäude, kleine Cafés, Restaurants und Boutiquen, die zum Flanieren und Verweilen einladen.

Mittig stoßt ihr auf den Plaza de España, wo ihr euch auf Bänken ausruhen, die Umgebung beobachten (liebe ich!) oder das lebendige Flair der Straße auf euch wirken lassen könnt.

South Pointe Beach (Miami Beach)

Am südlichsten Ende von Miami Beach liegt der South Pointe Park & Pier, eine kleine Perle, von der ihr sowohl den Atlantik, als auch die Skyline von Miami überblicken könnt. Auf dem Pier und entlang der Wege findet ihr viele gemütliche Plätze, um zu entspannen oder die Aussicht zu genießen – ohne direkt am Strand zu sein.

Besonders schön fand ich es, die Promenade bis hin zur Marina (oder sogar bis zum Ocean Drive) zum Sonnenuntergang entlang zu laufen. Dann beginnt die Stadt nämlich langsam zu leuchten und das Ambiente ist einfach nur herrlich.

Nachmittags fahren hier oftmals einige Kreuzfahrtschiffe durch den so genannten Government Cut (die Meeresstraße zwischen Fisher Island und South Beach) und ich kann euch sagen, dass es wirklich ein Spektakel ist, wenn diese Riesen des Ozeans durchs Wasser pflügen.

Downtown

Downtown Miami liegt direkt an der Biscayne Bay und wird vor allem durch die Hochhäuser rund um die mehrspurige Brickell Avenue, wo sich das Finanzzentrum der Stadt befindet, geprägt. Neben Banken und Bürotürmen findet ihr hier aber auch Kulturangebote, wie zB das Adrienne Arsht Center for the Performing Arts, in dem regelmäßig Konzerte, Theater und Shows stattfinden.

Direkt am Wasser laden der Bayfront Park und das Einkaufszentrum Bayside Marketplace zum Spazieren, Essen oder Shoppen ein. Außerdem starten von hier Bootstouren durch die Bucht.

Gleich daneben liegt die imposante FTX-Arena des Basketballteams der Miami Heatich kann euch nur empfehlen hier mal ein Spiel zu besuchen, die Stimmung in dieser riesigen Halle ist gewaltig.


Am südlichen Rand von Miami Downtown befindet sich dann mit der Villa Vizcaya noch ein starker Kontrast zur modernen Skyline: Das historische Anwesen mit seiner Villa im europäischen Stil, kunstvoll eingerichteten Innenräumen und weitläufigen Gärten gibt euch einen Einblick in das Leben der frühen Oberschicht Miamis.
Im Übrigen wurde hier ein Teil des Film Bad Boys II mit Will Smith gedreht – es handelt sich um die Villa des Bösewichts Johnny Tapia.

Little Havana

Little Havana liegt westlich von Downtown Miami und entstand in den 1960er-Jahren, als viele Cubaner nach der Revolution ihre Heimat verließen und sich hier niederließen. Bis heute prägt diese Geschichte das Viertel deutlich! Rund um die Calle Ocho (SW 8th Street) begegnet ihr cubanischer Kultur auf Schritt und Tritt – in Form von Restaurants, Zigarrenläden, Musikbars und Straßenkunst mit lateinamerikanischen Motiven.

Im Domino Park könnt ihr Locals beim Domino-Spielen beobachten, während nur wenige Schritte weiter karibische Musik aus Bars und Clubs erklingt.

Nachdem Cuba so etwas wie meine karibische Heimat ist (hier gelangt zu einem kleinen Bericht von mir über Cuba), war ich sehr gespannt auf Little Havanna – das ich zugegebenermaßen erst erstaunlich spät das erste Mal besucht habe. Das lebendige und stimmungsvolle Viertel lässt sich gut zu Fuß erkunden und vermittelt euch tatsächlich einen authentischen Einblick in den kulturellen Alltag vieler in Miami lebender Cubaner. Mit der Hauptstadt Cubas selbst hat Little Havana aber nur sehr wenig gemein…

Wynwood Art District

Und weiter geht ins Wynwood Art District, welches sich nördlich von Downtown Miami, unweit des Design Districts (dort war ich nicht), befindet. Wo früher Lagerhallen und Industriegebäude standen, findet ihr heute eines der kreativsten Viertel der Stadt – geprägt von Streetart, Galerien, kleinen Shops, Bars und Craft-Beer-Brauereien. Beim Spaziergang zwischen der 2nd und 5th Avenue sowie der 22nd und 28th Street stoßt ihr an fast jeder Ecke auf großflächige Murals international bekannter Künstler, viele davon frei zugänglich und ohne Eintritt. Gefühlt gleich dieser Bereich einem Museum unter freiem Himmel.

Im Zentrum liegen die Wynwood Walls, ein abgegrenztes Areal mit Wandgemälden, für das Eintritt verlangt wird. Ob sich das lohnt, muss jeder selbst entscheiden, denn auch außerhalb gibt es mehr als genug Kunst zu sehen.

Wynwood lässt sich gut zu Fuß erkunden, allerdings solltet ihr beachten, dass montags viele Bars und Restaurants geschlossen sind!

Rundflug über Miami

Sicherlich hat jeder schon Mal von einem Helikopter-Flug über eine Weltmetropole geträumt…?! Ok, außer vielleicht Menschen mit Flug- oder Höhenangst. New York ist hier ein Klassiker. ABER, normalerweise sind diese leider nahezu unerschwinglich teuer. Nicht so hier in Miami! Die privaten Touren kosten „nur“ ca. USD 100 pro Person und führen in einem ca. 45-minütigen – also relativ lange – über Miami und Miami Beach. Buchen könnt ihr das Ganze beispielsweise bei getyourguide und ich kann euch die Tour nur dringend empfehlen! Die Perspektive ist einfach unschlagbar und auf den ewig langen Strand von Miami hinunterzuschauen ist mehr als herrlich.

Der einzige Haken ist, dass sich der private Flughafen relativ weit außerhalb befindet. Ich habe mir tatsächlich extra einen Mietwagen für einen Tag genommen und vormittags den Hubschrauberflug gebucht PLUS nachmittags das Hardrock-Stadium besichtigt. So hat sich der Mietwagen wenigstens gelohnt und ich konnte zwei Dinge außerhalb von Miami und Miami Beach besuchen.

Sportstätten

Miami ist eine Sportstadt mit sehr viel Leidenschaft, allerdings wird auch oft gesagt, dass es hier nur Erfolgsfans gibt…

Wer das erste Mal in den USA ist, hat hier die Möglichkeit die TOP 4 der amerikanischen Sportarten, also Football, Basketball, Baseball und Eishockey (in den USA nur Hockey genannt!), zu besuchen. Einzig, man muss beachten, dass jede Sportart ihre Jahreszeit hat:

Football (NFL): September bis ca. Januar / Februar

Basketball (NBA): Oktober / November bis ca. April / Mai

Baseball (MLB): April bis ca. Oktober

Eishockey (NHL): Oktober / November bis ca. April / Mai

Warum diese vagen Angaben? Nun, es hängt davon ob, ob es das jeweilige Team in die Playoffs (sprich so etwas wie eine Meisterschafts-KO-Runde) schafft. In dem Fall dauert die Saison dann entsprechend länger.

WICHTIG! Tickets für amerikanische Sportevents sind teuer! Ohne Wenn und Aber. Wer mit deutschen Preisen, wie zum Beispiel für ein Fußballspiel, rechnet, wird schnell vom Stuhl rutschen, wenn er sieht, was dort aufgerufen wird. Hier greift man preislich schnell in ein ganz anderes Regal. USD 200 pro Ticket sind hier keine Seltenheit – darauf solltet ihr euch einstellen.

Hardrock Stadium (Football – Miami Dolphins)

Das Hard Rock Stadium liegt in Miami Gardens, nördlich von Miami, und ist das Heimstadion des NFL-Teams Miami Dolphins, sowie Austragungsort von College-Football-Spielen, Konzerten und anderen Großveranstaltungen. Das 1987 eröffnete Stadion wurde mehrfach modernisiert und bietet heute rund 65.000 Sitzplätze, die je nach Veranstaltung variieren können.

Wie oben bereits erwähnt beginnt die NFL-Saison Mitte September und geht (mindestens) bis Anfang Januar. Gespielt wird in der NFL donnerstags (ein Spiel), sonntags (die meisten Spiele) und am montags (ein Spiel). Donnerstag und Montag jeweils am Abend, am Sonntag gibt es verschiedene Startzeiten. Wenn ihr einen Aufenthalt in Miami plant, würde ich parallel auch schon mal nach Tickets für ein Football-Spiel schauen. Diese sind nämlich oftmals ausverkauft und dann auch dementsprechend teuer. Auch hier bitte keine falschen Erwartungen haben, NFL-Spiele sind generell kein günstiges Vergnügen. Mit zwischen USD 150 und 300 pro Ticket sollte man schon rechnen. ABER, ein NFL-Spiel ist ein Ganztages-Event, denn das Spiel alleine dauert schon ungefähr 4 Stunden.

Tickets gibt es auf der offiziellen Seite der Miami Dolphins oder bei Ticketmaster.

loanDepot park (Baseball – Miami Marlins)

Baseball gehört zu den USA wie Hotdogs und Burger. Dementsprechend ist es wirklich eine lustige Sache einmal ein Baseball-Spiel live zu erleben, auch wenn der Unterhaltungsfaktor generell durchaus höher sein könnte.

Die Miami Marlins spielen im loanDepot park, einem Baseballstadion in Little Havana / Miami, direkt am Ufer der Biscayne Bay. Es bietet rund 36.000 Sitzplätze, allerdings sind die Marlins traditionell kein sonderlich gutes Team.

Bei Tickets würde ich empfehlen zu versuchen so nah wie möglich am Feld zu sitzen. Tickets für Baseball-Spiele sind nicht ganz so teuer, wie bei anderen Sportarten, weshalb es vielleicht etwas leichter fällt, etwas mehr Geld auszugeben. Und wenn man schon so weit unten sitzt, dann idealerweise hinter der 1ten Base, denn hier passiert ganz klar am meisten! Ich fände zB Plätze in den Sektoren 8, 9 und 10 sehr gut.

FTX Arena (Basketball – Miami Heat)

Das sehr beliebte und bekannte Team der Miami Heat spielt in der FTX Arena (früher American Airlines Arena) in Downtown Miami direkt an der Biscayne Bay.

Die Arena wurde 1999 eröffnet, bietet rund 19.600 Sitzplätze für Basketballspiele und wird auch für Konzerte und andere Großveranstaltungen genutzt. Ihr erreicht die Arena von Miami Beach am Besten per Uber (genau so habe ich es einmal gemacht) oder ab Miami (Festland) über die Metromover-Station „Freedom Tower“.

Mein Tipp: Bestellt euch die UBER-Fahrt rechtzeitig, denn nach Spielende ist die Nachfrage sehr sehr groß (ich habe da meine Erfahrungen mit laaaanger Wartezeit gemacht).

Tickets für die Miami Heat gibt es auf Ticketmaster.

Amerant Bank Arena (Eishockey – Florida Panthers)

Das Stadion der Florida Panthers, das Amerant Bank Arena, befindet sich in Sunrise, einem Vorort westlich von Fort Lauderdale, etwa 40 Kilometer nördlich von Miami.

Es ist das Heimstadion des NHL-Teams und wird für Eishockeyspiele, Konzerte und andere Großveranstaltungen genutzt. Hier habe ich leider noch keinerlei Erfahrungen gemacht.

Shoppen in Miami

Wer in die USA reist wird sicherlich an irgendeiner Stelle auch mal zum Shoppen gehen, oder?! Zu gut ist das Angebot (vor allem bei den Klamotten) und wenn der US-Dollar auch noch günstig steht, sind außerdem die Preise oftmals extrem verlockend. ABER Vorsicht! Nicht übertreiben, es gilt natürlich die Zollbeschränkungen zu beachten…

In Miami bietet es sich an ganz am Anfang einkaufen zu gehen (dann kann man die neuen Sachen direkt mal „ausprobieren“) oder falls man es da nicht schafft, wäre ganz am Ende auch eine Option. DENN, eine der besten Shopping-Malls in Florida befindet sich direkt neben dem Internationalen Flughafen, und zwar die Dolphin Mall. Hier wartet ein riesiges Einkaufsparadies auf euch…

Wichtiger Hinweis: Ihr könnt dort sogar euer Gepäck verstauen, sprich wenn ihr mögt, könnt ihr kurz vor Abflug hier aufschlagen, eure sieben Sachen abgeben und dann zum Abschluss der Reise nochmal ordentlich zuschlagen…

Weitere Information, wie zum Beispiel welche Geschäfte es in der Dolphin Mall gibt, findet ihr hier.

Ausflug Everglades National Park

Zum Schluss noch ein besonderer Tipp, der sich wegen der Nähe zu Miami perfekt anbietet: die Everglades. Diese einzigartige Sumpflandschaft hat mir richtig gut gefallen, allerdings steht und fällt das Erlebnis mit der Art der Tour.

Ich habe zweimal einen Tagesausflug gemacht – einmal ab Miami und einmal ab Key Largo, wobei wir jeweils mit dem eigenen Mietwagen dem Guide gefolgt sind. So war die Gruppe zwar etwas größer, fühlte sich aber sehr entspannt an.

Unser Guide Garl, ein Ranger mit echter Leidenschaft, hat unglaublich viel Wissen geteilt. Auf dem Programm standen Walking-Safaris, zwei Kajaktouren und mehrere Stopps und besonders das Kajakfahren war ein Highlight: perfekt, um Alligatoren und andere Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten.

Was ich dagegen nicht empfehlen kann, sind die klassischen Airboat-Touren. Sie sind extrem laut, stören die Tiere und wirken alles andere als naturnah.

Nehmt euch Zeit, genießt die Ruhe der Everglades und setzt auf eine naturnahe Tour. So wird der Besuch deutlich entspannter und um einiges beeindruckender.

Meine besten Spot-Tipps in Miami auf einer Karte

Auf dieser Karte sind Sehenswürdigkeiten, Filmlocations, Sportlocations, Restaurants, Hotels und Ausflugsziele markiert.

Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.

Meine Hotel-Tipps für Miami

Die Frage nach einem passenden Hotel ist in diesem Fall relativ leicht zu beantworten, denn normalerweise sollte man schon versuchen in South Beach, sprich in Miami Beach, ein passendes Hotel zu finden. Dort befinden sich die meisten Attraktionen, zudem seid ihr dann auch schnell am Strand.

Hierbei stellen sich für mich folgende Fragen:

  • Wo liegt das Hotel genau?
  • Ist es preislich fair?
  • Was erwarte ich von meinem Hotel?

Gehen wir es mal der Reihe nach durch:

  • Wo?
    Hier gibt es für mich drei Varianten:
    Am Ocean Drive. Es ist sicherlich lustig an DER Straße der Stadt zu wohnen, wobei man beachten muss, dass es abends auch mal laut werden kann. Die Hotels sind übrigens (manchmal) gar nicht mal sooo teuer, wie man meinen möchte.
    In einer Straße hinter dem Ocean Drive. Bei dieser Variante wohnt ihr immer noch sehr zentral, aber günstiger und ruhiger.
    Oberhalb des Lummus Parks. Hier befinden sich große und stylische Hotels direkt am Strand, die leider auch recht teuer sind.
  • Was kostet es?
    Stadthotels in South Beach sind nie richtig günstig, wenn man beim Anspruch nicht ins unterste Regal greift. In den USA ist es ja auch meist so, dass Doppel- und Einzelzimmer gleich viel kosten, das sollte man ebenfalls berücksichtigen. Ich würde hier mal mit ca. USD 250 bis 350 pro Nacht planen.
  • Was erwarte ich von meinem Hotel?
    Und damit sind wir beim vielleicht wichtigsten Aspekt. Denn natürlich sind die Ansprüche unterschiedlich. Soll das Hotel einen Pool haben? Muss es stylisch sein? Brauche ich große Zimmer?
    Ich habe in diversen Hotels in Miami Beach gewohnt und eben die drei oben vorgestellten Varianten für mich als ideal herausgefiltert. Es lohnt sich mal die Preise der Hotels oberhalb des Lummus Parks zu checken, denn vielleicht ist dort auch mal ein Schnapper dabei. So war es einmal bei mir und der Aufenthalt dort war absolut großartig! Diese Hotels verfügen meist über tolle Pools und bieten auch oftmals Liegen und Schirme am Strand an, was schon klasse ist.
    Viele Hotels rund um den Ocean Drive haben durchaus auch mal einen (Rooftop-)Pool, allerdings sind diese meist eher funktional, sprich nicht ganz so ansprechend.

Folgende drei Hotels möchte ich euch gerne vorstellen, die mir auf die eine oder andere Art besonders gut gefallen haben:

Leslie Hotel Ocean Drive

Auf dieses Hotel bin ich komplett zufällig gestoßen, weil es wohl irgendwie ein Special gab und die Übernachtungen dementsprechend erstaunlich günstig waren. Eines der Klassiker-Hotels direkt am Ocean Drive mit stylischem Design und einem prima Terrassen-Restaurant. Hier kann man sich direkt beim Frühstück entspannt zurücklehnen und das Treiben auf Miamis bekanntester Straße beobachten.

Die Zimmer waren ebenfalls richtig schön und stilvoll. PLUS, es gibt einen Dachterrassenpool – wobei dieser wohl ab und zu nicht in Betrieb ist (so zumindestens liest es sich bei einigen Bewertungen). Ich fand es klasse hier und habe es zum Beispiel sehr genossen, abends auch nochmal spontan am Strand spazieren zu können…

Gerade außerhalb der Hochsaison lohnt es sich unbedingt mal die Preise zu checken, denn da kann man immer mal wieder einen Schnapper landen.

1244 Ocean Dr, Miami Beach

President Hotel South Beach

Für mich bisher mein Preis-Leistungs-Sieger! Sicherlich ist in dem Hotel nicht alles perfekt und einige Bereiche „glänzen nur auf den ersten Blick“, aber ich fand die Übernachtungskosten für diese fantastische Lage absolut herausragend!

Die Collins Avenue ist die erste Parallelstraße hinter dem Ocean Drive, sprich ihr seid hier immer noch mittendrin, allerdings ohne jegliche Lärmprobleme.

Ich hatte ein Penthouse-Zimmer mit Kingsize-Bett (klingt exklusiver als es ist – es handelt sich nämlich um eine der mittleren Kategorien), was wirklich richtig klasse war. Die Ausstattung war fein, es war sauber und mir hat es gut gefallen.

Wenn ihr ein Hotel mit tropischer Poolanlage sucht, solltet ihr euch besser etwas anderes suchen, aber wenn ihr die Stadt und den Strand erleben wollt, ist das President South Beach eine Top-Wahl.

PS: Einige Bewertungen bei booking.com finde ich wirklich teilweise lächerlich. Was erwarten die Leute für den Preis? Es ist ein Mittelklasse-Hotel, dessen größter Vorteil die Lage ist. Und ja, das Parken ist in South Beach irre teuer, aber dafür kann das Hotel nichts…?!?

1423 Collins Ave, Miami Beach

National Hotel

So, hier sind wir dann in der Top-Klasse angekommen. Von dem Hotel hatte ich mal etwas in einem Reise-Magazin gelesen und es mir danach ganz bewusst gemerkt. Beim nächsten Miami-Aufenthalt habe ich dann sogar den höheren Preis geschluckt, um auch mal diese Kategorie zu erleben.

Und was soll ich sagen, das Hotel hat meine Erwartungen bei Weitem übertroffen! Zum einen waren die Zimmer sehr komfortabel, der Pool ist fantastisch und am Strand gab es sogar einen eigenen Hotelbereich. So kann man es sich in Miami Beach gut gehen lassen…

Am letzten Tag gab es dazu noch eine VIP-Party mit Spielern der Miami Heat (Basketball) und dem Schauspieler Jamie Foxx, was unterstreicht, was für ein besonderes Hotel dies hier ist.

Preislich liegen wir hier etwas höher, aber hier bucht ihr wirklich großartige Qualität.

1677 Collins Ave, Miami Beach

Gibt es besondere Events in Miami?

Wie es sich für eine Weltstadt gehört, gibt es in Miami einige Events, von denen ihr zumindestens einmal gehört haben solltet, weil sich in diesem Zeitraum entweder der Besuch der Stadt komplett ändert und/oder sich die Zimmerpreise dramatisch erhöhen. Ich selbst habe nämlich einmal genau wegen einer solchen Veranstaltung durchaus Probleme gehabt ein Hotelzimmer zu finden und wusste anfangs gar nicht wieso. An jenem Wochenende fand nämlich der Super Bowl in Miami statt – daran muss man erstmal denken, wenn man im Juni ein Zimmer bucht!

Hier also einige Events, auf die ihr vielleicht achten solltet:

  • Der Spring Break findet in den USA meist zwischen Anfang März und Mitte April statt, wobei der genaue Zeitraum von den jeweiligen College- und Uni-Ferien abhängt, weshalb sich der Andrang über mehrere Wochen verteilt. In Miami Beach ist die Hochphase in der Regel Mitte bis Ende März, wenn besonders viele Partytouristen anreisen und es spürbar (!!!) voller und lauter wird.
  • Das Ultra Music Festival (UMF) ist eines der bekanntesten Electronic-Dance-Music-Festivals (EDM) der Welt und findet jedes Jahr im März im Bayfront Park in Miami Downtown statt.
  • Der Formel-1-Grand Prix in Miami (offiziell Miami Grand Prix) findet jährlich im Frühjahr, meist Anfang Mai, statt und ist seit seiner Premiere im Jahr 2022 ein fester Bestandteil des Formel-1-Rennkalenders.
  • Die Miami Swim Week ist eine jährliche Modeveranstaltung, die sich auf Bademode (Swimwear) konzentriert – vergleichbar mit einer Fashion Week. Die Termine können variieren, aber aktuell liegen die Haupt-Veranstaltungen typischerweise im späten Mai bis Anfang Juni.
  • Die Miami Open sind eines der größten Tennisturniere der Welt – es gilt als größtes Turnier nach den vier Grand-Slam-Turnieren. Gespielt wird auf Hartplätzen im Hard Rock Stadium in Miami Gardens. Normalerweise findet das Turnier Ende März bis Anfang April statt und läuft über rund zwei Wochen.
  • Miami Beach Pride ist DAS große jährliche LGBTQ+-Festival in Miami Beach. Das Event zieht viele Tausende Menschen aus aller Welt an und bietet bunte Paraden, Open-Air-Partys, Konzerte, Drag-Shows und Strand-Events. Normalerweise findet Miami Beach Pride im April oder Mai statt, meist an einem Wochenende mit allerlei Programmen über mehrere Tage.
  • Die Miami International Auto Show ist ein jährliches Auto-Highlight, bei dem alles glänzt, was vier Räder hat – von schicken Sportwagen über brandneue SUVs bis hin zu den neuesten Elektroautos. Normalerweise findet die Show im Herbst, meistens Ende Oktober oder Anfang November, statt und dauert etwa eine Woche. Es gibt öffentliche Tage für Besucher und oft auch spezielle Events für die Autoindustrie.
  • Art Basel Miami Beach ist das große Kunst-Highlight in Miami. Das Event findet meist Anfang Dezember statt und geht über ein Wochenende von Donnerstag bis Sonntag.

Filmtourismus – wo kann ich Drehorte berühmter Filme finden?

Wenn ich an Filme aus meiner Kindheit in den 80er- und meiner Jugend in den 90er-Jahren denke, spielt Miami definitiv eine ganz große Rolle! Einer meiner ersten Lieblingsfilme war beispielsweise die Filmkomödie Zwei bärenstarke Typen aus dem Jahr 1983 mit Terence Hill und Bud Spencer, in der die beiden Miami sich durch Miami prügeln und dabei viele, für die damalige Zeit, besondere Locations besuchen. Dadurch wurde Miami für mich so etwas wie das erste Sehnsuchtsziel…

Selbstverständlich kamen danach noch weitere Filme dazu, die ich für immer mit Miami verbinden werde. Zwei davon haben für mich sogar auf einer ganz besonderen Ebene eine große Bedeutung…

Here wo go:

Bad Boys

Dieser Actionknaller aus dem Jahr 1995 mit Will Smith wird meinen besten Freund und mich auf ewig verbinden. Ich war gerade 18 und er 28 Jahre jung, als wir uns diesen Film gemeinsam im Kino angesehen haben.

In einer besonders prägnanten Szene stehen Will Smith und Martin Lawrence in Zeitlupe auf und posieren ikonisch vor dem Tropics Hotel, welches im Hintergrund hervorragend zu erkennen ist. Ich habe die Szene mit einem wunderbaren Freund aus Cuba 2023 nachgestellt, wie ihr unten auf dem Foto erkennen könnt (wir mussten in die verkehrte Richtung fotografieren, weil auf der anderen Seite ein fetter Kran stand). Das Hotel findet ihr in der 1550 Collins Ave, Miami Beach.

Leider kann ich euch das Bild aus dem Film aus lizenzrechtlichen Gründen nicht zeigen, aber ihr findet die Szene hier bei YouTube – ganz am Ende des Videos. Für mich eine legendäre Sequenz.

Die Polizeistation aus dem Film befindet sich im Dade County Courthouse, 73 West Flagler Street an der Ecke zur NW 1st Avenue in Miami Downtown.

Bad Boys 2

Und auch die Fortsetzung spielt teilweise in Miami, wobei das pompöse Haus des Bösewichts Johnny Tania in Wirklichkeit ein Museum ist. Es handelt sich um die Villa Vizcaya in 3251 S. Miami Avenue, die ihr heute sehr gut besichtigen könnt.

Bad Boys for life

Und wie sollte es anders sein, auch im dritten Teil spielt eine ganz wichtige Szene in Miami Beach. Und zwar als sich Marcus (Martin Lawrence) und Mike Lowry (Will Smith) ein Rennen am Ocean Drive liefern, endet das Ganze in einer folgenschweren Szene (ich will nicht spoilern). Diese Sequenz findet im Bereich zwischen dem Starlite Café und dem Beacon South Beach Hotel statt.

Weiter unten werdet ihr erfahren, dass genau hier bereits eine andere, weltberühmte Szene gedreht wurde…

Zwei bärenstarke Typen

Der eingangs erwähnte Filmklassiker mit Terence Hill und Bud Spencer ist einer DER Filme meiner Kindheit. Aufgrund einer wirren Verkettung von lustigen Umständen werden die beiden Gauner für Spione gehalten und als reiche Texaner verkleidet nach Miami geschickt, um dort einen Fall zu lösen. So weit so sinnvoll.

So checken die beiden im imposanten Fontainebleau Hotel ganz im Norden von Miami Beach ein. Die genaue Adresse lautet  4441 Collins Ave, Miami Beach. Das Hotel hat sich (leider) mittlerweile in einigen Bereich spürbar verändert, aber erfreulicherweise kann man die verschiedenen Schauplätze immer noch erkennen.

Das legendäre Seaaquarium in Key Biscayne, in dem einige weitere Szenen gedreht wurden, musste Ende 2025 schließen.

Bodyguard

Und wir bleiben direkt im Fontainebleau Hotel! Der Film Bodyguard aus dem Jahr 1992 ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme und zeigt Kevin Costner in der Rolle des Personenschützers Frank Farmer, der die berühmte Sängerin Rachel Marron, gespielt von Whitney Houston, beschützen soll. Eine zentrale Szene spielt in eben jenem Fontainebleau Hotel, das im Film als Schauplatz einer glamourösen Wohltätigkeitsveranstaltung dient und damit zu den bekanntesten Drehorten des Films zählt.

Scarface

Dieser Kultfilm aus dem Jahr 1983 von Brian De Palma machte Al Pacino in der Rolle des skrupellosen Tony Montana wohl endgültig zur Filmikone.

Auch wenn einige Szenen in Kalifornien entstanden, wurden die bekanntesten Schauplätze bewusst in Miami und Miami Beach ausgewählt. Die berüchtigte Kettensägen-Szene spielt beispielsweise direkt am Ocean Drive, unweit des heutigen Beacon Hotels – siehe oben Bad Boys for life. Das Gebäude mit der Hausnummer 728 Ocean Drive, in dem ein Drogengeschäft eskaliert, wird heute ganz unspektakulär von einer CVS-Filiale genutzt. Die Stufen des Gebäudes sind mittlerweile abgesperrt – vermutlich weil zu viele Fans dort hinauf gelaufen sind. ABER, direkt neben den Stufen gibt es eine Plakette, die an den Film Scarface erinnert. Die Szene im Inneren des Hauses wurde allerdings in einem Studio gedreht.

Einen weiteren prominenten Auftritt hat erneut das Fontainebleau Hotel. In einer Szene sind Tony Montana und sein Freund Manny Ray am schicken Pool des Resorts zu sehen.

Dexter

Und abschließend noch eine für mich sehr komische Geschichte, denn auch die Krimiserie Dexter spielt(e) im sonnigen Miami.

In der Hauptrolle verkörpert Michael C. Hall den Forensiker Dexter Morgan, der tagsüber im Morddezernat arbeitet und nachts ein geheimes Doppelleben als Serienmörder führt.

Leider wurde nur die erste Staffel „so richtig“ in Miami gedreht. Danach entschied sich die Produktion, das auffällige Apartment aus Kostengründen detailgetreu in den Sunset Gower Studios in Hollywood nachzubauen.

ABER in den ersten Episoden wurde Dexters Wohnung tatsächlich im Bay Harbor Club auf Bay Harbor Island gedreht (1155 103rd Street, Apartment 10B). Und da ich ein großer Fan der Serie war, wollte ich mir diese Location unbedingt besichtigen. Vor Ort habe ich leider festgestellt, dass das Gebäude abgesperrt ist. Meine Idee war dann, dass ich warte, bis vielleicht mal für einen Gast der Türsummer betätigt wird und ich so in den Innenhof gelange (ich weiß, keine super tolle Idee). Während ich also möglich unauffällig warte, kommt ein Besucher des Hauses die Treppe herunter und spricht mich direkt darauf an, ob ich hier als Dexter-Fan warte, weil die Eigentümer sehr allergisch auf das Eindringen von Fans reagieren. Meine spontane Notlüge („Ich warte auf einen Freund“) hat er mir spürbar nicht abgekauft, weshalb ich mich unverrichteter Dinge wieder verzogen habe… Nicht mein stolzester Moment.

Mein Fazit zu Miami

In Miami habe ich 2001 das erste Mal die USA betreten, weshalb die Stadt immer etwas Besonderes für mich sein wird. Bei meinen vielen Reisen in die Karibik, bin ich sehr oft und sehr gerne über Miami angereist, weshalb ich insgesamt ungefähr bereits zwanzig Mal in dieser außergewöhnlichen Metropole war. Und jeder Besuch hat mir immer eine neue Facette gezeigt. Miami ist nämlich ganz anders als die meisten Großstädte.

Zum Beispiel gibt es keinen klassischen Stadtkern. Miami besteht aus vielen Stadtvierteln, die jeweils wie eigene kleine Städte wirken. So gibt es immer viel zu entdecken.
Miami verändert sich ständig. Alleine Downtown hat in den letzten zehn Jahren gefühlt schon zweimal einen komplett neuen Anstrich bekommen und so ist beispielsweise der Bayfront Park mittlerweile ein herrlicher Stadtpark geworden.
Der Ocean Drive war bei meinem ersten Besuch zwar bereits eine bunte, aber dennoch irgendwie gewöhnliche Strandpromenade, während er sich heute als schillernder Party-Boulevard präsentiert.

Wer nach Miami reist, sollte darauf eingestellt sein, dass es sich um kleine klassische Städte-, sondern vielmehr um eine Erlebnisreise handelt.

Miami ist ein Tor zur Karibik und der lateinamerikanische Rhythmus ist nahezu überall zu spüren. Die Atmosphäre ist sehr dicht und intensiv, was mir besonders gut gefällt, aber sicherlich auch nicht für jeden das Richtige ist.

Der Strand in Miami Beach ist natürlich ein ganz besonderer Trumpf, denn wo sonst kann man alle Vorteile einer Weltstadt mit einem traumhaften Badeurlaub verbinden?! Ich könnte hier alleine einen ganzen Urlaub verbringen – auch wenn in Miami Beach leider alles etwas teurer ist.

Ich denke mal, Miami ist nicht für jeden geeignet, aber wenn man sich drauf einlässt und die verschiedenen Bereiche der Stadt „versteht“, wird man eine tolle Zeit haben und dann auch immer wieder gerne hierher zurückkehren…

Fun Facts zu Miami

  • Miami ist die einzige große US-Stadt, die von zwei Nationalparks umgeben ist: den Everglades und dem Biscayne National Park.
  • Über 70 % der Einwohner sprechen Spanisch, was Miami zur spanischsprachigsten Großstadt der USA macht.
  • Der Port of Miami gilt als „Cruise Capital of the World“ und ist der größte Kreuzfahrthafen der Welt.
  • In Miami gibt es keinen klassischen Stadtkern wie in vielen US-Städten, sondern mehrere Zentren mit unterschiedlichen Funktionen.
  • Die Stadt hat die größte zusammenhängende Art-Déco-Architektur-Sammlung der Welt.
  • Der Ocean Drive in Miami Beach ist überwiegend eine Einbahnstraße und verläuft in der Regel in südlicher Richtung. Die Verkehrsführung kann je nach Abschnitt und temporären Sperrungen leicht variieren, grundsätzlich ist der Ocean Drive jedoch nicht in beide Richtungen befahrbar.