Reisetipps USA – Hamptons
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DAS berühmteste Sommerziel der New Yorker!
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Es handelt sich um mehrere aneinander gereihte Ortschaften auf der südlichen Seite der Halbinsel Long Island.
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Die unzähligen traumhaften und ewig langen Strände sind alleine einen Besuch wert.
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Die vielen Traumhäuser und Villen prägen das Bild der Hamptons.
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Die Hamptons sind sicherlich kein günstiges Zielgebiet, aber es gibt auch erschwingliche Privatunterkünfte.
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Auch wenn es viele Luxusboutiquen gibt, so fand ich doch auch, das die Hamptons durch ein gewisses Understatement geprägt sind.
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Die Saison dauert nur von ca. Mai bis September!
Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?
- Impressionen aus den Hamptons – ein kleines „Best-of“
- Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps zu den Hamptons
- Die besten Spots in den Hamptons
- Meine besten Spot-Tipps in den Hamptons auf einer Karte
- Meine Hoteltipps in den Hamptons
- Meine Restaurant-Empfehlungen in den Hamptons
- Filmtourismus – wo kann ich Drehorte von berühmten Filmen finden?
- Fun-Facts zu den Hamptons
Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps
Folgend möchte ich euch ein paar wertvolle Hinweise zur Planung und zum Besuch selbst geben:
- Generell
Sicherlich hat man irgendwie in Filmen oder in den Medien von den Hamptons gehört…?! Vor allem aufgrund der vielen Celebreties, die dort ein Sommerhaus besitzen, tauchen die Hamptons immer wieder mal in den Schlagzeilen auf.Die Hamptons sind im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel von New York City. In nicht einmal zwei Stunden gelangt man vom hektisch-lauten leben in der Großstadt zu den entspannt-ruhigen Hamptons. Es handelt sich dabei um einen über ca. 50 Kilometer ausgedehnten Landstrich am Ostende der Halbinsel Long Island.
- Warum heißen die Hamptons die Hamptons?
Das ist sehr einfach erklärt, denn die Hamptons bestehen aus den beiden Gemeinden Southampton und East Hampton. Innerhalb dieser beiden Gemeinden gibt es den Orten South Hampton und East Hampton mit West Hampton, Bridgehampton und denHampton Bays noch weitere „Hamptons“. Daher dieser einprägsame Name…ABER, wenn man von den Hamptons spricht wird meist von der ganzen Region auf am östlichen Ende von Long Island gesprochen. Dazu zählen dann auch Orte wie Sag Harbor, Amagansett und Montauk.
- Was macht die Hamptons aus?
Ein Haus in den Hamptons ist das Statussymbol für wohlhabende New Yorker. Wer über das nötige Kleingeld verfügt und den Sommer lieber am Meer als zwischen Wolkenkratzern in Manhattan verbringen möchte, sollte sein Glück mal bei einem der zahlreichen Immobilienmakler probieren. Aufgrund der wunderschönen Landschaft samt zahlreichen Dünen wird der Küstenabschnitt auch gerne als das Sylt der USA bezeichnet.ABER, abgesehen von den Traumhäusern und den Luxusboutiquen finde ich die Hamptons erstaunlich „normal“. Die Häuser zum Beispiel wirken im Vergleich zu anderen Luxusvillen, wie beispielsweise in Los Angeles, geradezu schlicht und bodenständig.
Die puderzuckerfeinen Sandstrände, die malerischen Leuchttürme, die charmanten und atmosphärischen Ortschaften, die zahlreichen, sensationellen Restaurants, die gepflegten Villen mit weißer Holzverkleidung, der entspannte Lebensstil und die frische Luft sind die besten Gründe für die Hamptons…
Abschließend hierzu ein für mich ganz wichtiger Punkt, die Hamptons sind ein Ort an dem einfach nur „sein“ kann. Sprich, es ist so schön hier, dass man sich einfach mal nur treiben lassen kann und dieses zauberhafte Fleckchen Erde genießen sollte.
- Wieviel Zeit sollte man für die Hamptons einplanen?
Für einen Trip in die Hamptons würde ich mindestens drei Nächte (vier Tage), besser aber fünf bis sechs Nächte ansetzen. Hier geht es nicht darum etwas zu besichtigen, sondern diesen wunderschönen Landstreifen zu erleben und zu genießen. Und dafür braucht man einfach Zeit… Außerdem würde ich definitiv empfehlen, auch mal andere Orte und Strände innerhalb der Hamptons zu besuchen. Montauk finde ich zum Beispiel extrem schön. - Wann ist die beste Reisezeit?
Es gibt es eine ganz klare Hauptsaison und diese geht ungefähr von Mai bis September. Außerhalb dieser Zeit haben sehr viele Geschäfte, Restaurants und Hotels geschlossen.WICHTIG! Rund um die Feiertage Memorial Day (letzter Montag im Mai), Independence Day (4ter Juli) und dem Labour Day (erster Montag im September) ist in den Hamptons richtig viel los. Dann wird alles dramatisch teurer, sofern man überhaupt etwas bekommt. Besser wäre es, wenn man außerhalb dieser Feiertage reist.
- Sind die Hamptons teuer?
Ja. Ende. Diesen Punkt kann man nicht wegdrücken. Speziell die Unterkünfte sind preislich wirklich im obersten Regal. Dazu kommt, dass man zB für die Parkerlaubnis an den Stränden gutes Geld einplanen muss/sollte. Bei den Restaurants finde ich sind die Preise im Rahmen, vor allem wenn man Fisch oder Meeresfrüchte isst. Klar, auch hier bezahlt man mehr, als so gedanklich möchte, aber es sind eben die Hamptons. - Kann man in den Hamptons gut baden?
Ja, im Sommer! Wir sprechen hier vom Atlantik, sprich das Wasser wird nie richtig richtig warm werden.Im August beispielsweise kann man mit ca. 24 Grad Wassertemperatur rechnen. Im Mai und Juni dagegen friert man allerdings bei nur maximal 16 Grad durchaus „ein wenig“. Ab Juli geht es dann über die 20 Grad und das bleibt dann auch bis ca. Ende September so.
An allen Stränden, die ich gesehen habe, gab es jeweils auch genaue Angaben was zu beachten ist, zum Beispiel auch ob zu starker Wellengang herrscht.
- Wie komme ich in die Hamptons?
1) Von New York aus:Eine Möglichkeit ist es sich ein Auto, zB in New York zu mieten. An den Flughäfen JFK und LaGuardia gibt es ausreichend Mietstationen.
Oder aber man nimmt den berüchtigten Jitney-Bus (ein kurzer Sammelbus). Das wäre eine der einfachsten Möglichkeiten, denn die Busse halten überall in den Hamptons.
ABER: Diese sollte man deutlich im Voraus buchen!.
Eine weitere Alternative wäre die Long Island Railroad. Der Zug fährt von der Penn Station in Manhattan ab und etwa drei Stunden später ist man in East Hampton. Der Zug ist meistens recht voll, aber im Gegensatz zur Deutschen Bahn ist in der Regel pünktlich und man muss sich nicht mit dem Verkehr herumschlagen. Außerdem hält der Zug überall in den Hamptons – von Southampton bis Montauk.
2)Von Boston aus:
Ich habe eine Autofähre ab New London (Connecticut)nach Orient Point (Long Island) genommen, was tadellos funktioniert hat. Gerade wenn man eine Rundreise an der Ostküste entlang macht, ist diese Variante extrem zeitsparend.
- Wie bewege ich mich in den Hamptons?
Hier kommt nun ein direkter Bezug zu der Frage davor, denn in den Hamptons braucht man eigentlich zwingend einen Mietwagen. Demnach würde ich auch immer empfehlen mit einem Mietwagen anzureisen oder aber sich vor Ort einen Leihwagen zu mieten. Nur an einem Ort zu bleiben, ist zwar natürlich möglich, aber man würde eben definitiv das Erlebnis der Hamptons etwas einschränken.ABER: In der Hauptsaison sind Parkplätze in Strandnähe ziemlich teuer und meist nur mit einer speziellen Parkerlaubnis für Anwohner ( es gibt entsprechende Plaketten) nutzbar.
DESHALB: Wenn man viel an einem Ort bleibt, macht es Sinn sich (zusätzlich) ein Fahrrad zu mieten oder aber einige Air BnB’s bieten dies teilweise sogar mit an. So umgeht man die Parkthematik und kann immer dort parken, wo man gerade etwas Zeit verbringen möchte.
Die besten Spots in den Hamptons
Folgend eine Auflistung der verschiedenen Spots mit Erklärungen zu dem jeweiligen Besuch.
Southampton
Gefühlt reicht schon ein Spaziergang über die Main Street im Ortszentrum aus, um sich in dieses hübsche Städtchen zu verlieben. Etwas größer und generell etwas „mehr“ als East Hampton, aber immer noch lächerlich schön. Southampton ist vermutlich die lebendigste Stadt in den Hamptons und deshalb auch sicherlich DER Anlaufpunkt für viele Celebreties. Auch hier gibt es ein vielfältiges Einkaufserlebnis mit gehobenen Boutiquen, Antiquitätengeschäften und lokalen Kunsthandwerksläden. Es ist der Traum eines jeden Shopaholics! Wichtig zu erwähnen ist, dass es sich jeweils nicht um gewaltige Bauten handelt, sondern alle Häuser strahlen eher etwas gemütliches und unaufdringliches aus. Und natürlich findet man auch hier köstliche Restaurants.
Die Region rund um Southampton verfügt über Strände der absoluten Extraklasse.
Coopers Beach gilt beispielsweise als einer der zehn schönsten Strände der USA. Es handelt sich um einen sehr breiten Sandstrand und er verfügt über praktische Annehmlichkeiten wie ein Café, Toiletten, Liegestuhlverleih und auch Rettungsschwimmer.
ABER: Das Parken für Nicht-Einheimische ist hier sehr teuer (ca. USD 40 pro Tag).
Der direkt daneben befindliche Cryders Beach ist ein ungeschützter Strand, der spürbar ruhiger und weniger touristisch ist. Aus diesem Grund eignet er sich perfekt für einen entspannten Strandspaziergang oder zum Ausruhen im Sand. Eine Coast Guard gibt es hier allerdings nicht.
East Hampton
Für mich insgesamt der charmanteste Ort, weil er zwar sehr mondän, aber gefühlt nicht „drüber“ ist. Der Stadtkern ist recht klein und übersichtlich, was mich persönlich zuerst etwas überrascht hat, aber insgesamt ein angenehmer Pluspunkt ist, weil der Ort so deutlich atmosphärischer und „dichter“ ist. Eigentlich besteht East Hampton nämlich nur aus einer Hauptstraße (Main Street) und wenigen kleineren Seitenstraßen, an denen man die auffälligen Stores der großen Luxusmarken, aber auch kleinere, sehr schöne Geschäfte findet. Marken wie Ralph Lauren, Gucci und Versace legen hier ganz offensichtlich einen großen Wert auf ein prächtiges Auftreten, was an sich auch irgendwie spannend ist. So kann man hier auch mal ganz wunderbar Schaufenster-Shopping betreiben… Natürlich gibt es zwischen den vielen Läden auch sehr stilvolle Restaurants, die das Gesamtbild auf eine dezente Art mit prägen.
Strände
Die Region rund um East Hampton verfügt ganz sicher über einige der besten Strände der Ostküste.
Der Main Beach ist natürlich der naheliegendste, aber er hat mir persönlich auch extrem gut gefallen. Er ist weit und breit, das Wasser läuft flach hinein und es gibt eine richtige gute Beachbar (Chowder Bowl) mit einem kleinen Shop. Direkt davor gibt es auch einen riesigen Parkplatz, aber hier sollte man sich vorher informieren, wie man dort parken darf – siehe oben unter Generelles (Wie bewege ich in den Hamptons?). Weitere Informationen, vor allem wie man eine Parkerlaubnis kaufen kann, gibt es hier.
Im Süden nahtlos angrenzend befindet sich der Georgica Beach, einer der unberührten Strände, für die East Hampton bekannt ist. Er bietet alles, was man sich von einem Strand in den Hamptons nur wünschen kann: eine tolle Brandung und herrlich weißen Sand.
Old Hook Mill
Eigentlich kann man diesen Ort kaum nicht „besuchen“, denn sicherlich wird man irgendwann sowieso zufällig an dieser historischen Windmühle dran vorbei fahren. Sie befindet sich nämlich im nördlichen Bereich der Main Street, die man beispielsweise Richtung Montag entlang fährt.
Mir wurde gesagt, dass es in East Hampton vielleicht kein ikonischeres Bauwerk als die rustikale, hölzerne Windmühle gibt. Hier kann man also ein Stück Geschichte von East Hampton bestaunen! Sie wurde 1806 erbaut und ist die bekannteste, der nur noch wenigen, erhaltenen, Windmühlen auf Long Island aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
Amagansett
Hier muss ich anmerken, dass ich während meines Aufenthalts gar nicht wusste, dass Amagansett ein eigener Ort ist, sondern ich dachte, es handelt sich um einen Stadtteil von East Hampton – so fließend ist der Übergang. Amagansett liegt in jedem Fall östlich von East Hampton und ist gefühlt so etwas wie der kleine Bruder. Denn auch wenn es den recht schönen Amagansett Square mit ein paar sympathischen Geschäften gibt, so wäre dieser Hauptplatz für mich keinen separaten Ausflug wert.
Wenn man nach Amagansett fährt, dann um dort auf einer der Farmen oder Farmläden einzukaufen. Hier hat mir vor allem die Balsam Farms gefallen, für die man nur kurz von der Hauptstraße abbiegen muss.
Was mir mehrfach empfohlen wurde, wo ich aber nicht selber war, ist der Pub The Stephen Talkhouse, in dem während der Hauptsaison viel Livemusik gibt.
Erwähnenswert ist noch Atlantic Avenue Beach, direkt in Amagansett. Er verfügt über einen wunderschönen weißen Sand vor einer atemberaubenden Dünenkulisse und bietet mit de Beach Hut über eine feine Snackbar!
Montauk
Für New Yorker das Ende der Welt! Montauk stellt das östliche Ende des Staates New York dar und wird nach und nach ähnlich beliebt und teuer wie der Rest der Hamptons. Auch wenn es mittlerweile vielleicht nicht mehr das komplett verschlafene Fischerdorf ist, das es einmal war, ist es immer noch ein richtig toller Ausflugstipp (oder mehr). Was hier (bisher noch) fehlt sind die ganz teuren Boutiquen und die Dichte an luxuriösen Geschäften, denn Montauk ist ein sehr beliebter Surferort und genau das das merkt man an den Hauptstraßen. Wo anderswo Ralph Lauren & Co präsent sind, findet man hier Surf-Stores und T-Shirt-Läden. Zudem sind die Hotels hier signifikant günstiger. Hier haben mir beim Vorbeifahren zum Beispiel das Breakers und das Surfside Inn sehr gut gefallen.
Und schließlich, ein weiterer Unterschied, Montauk kann mit einer echten Sehenswürdigkeit aufwarten…
Montauk Lighthouse
Der Leuchtturm wurde 1796 fertig gestellt und ist damit der älteste im ganzen Bundesstaat New York PLUS der viertälteste, noch aktive Leuchtturm in den USA. Dazu ist er ein National Historic Landmark – ein Muss, wenn man etwas Spaß an Geschichte und besonderen Locations hat. Den Leuchtturm kann man nämlich auch von innen besichtigen und sogar ganz nach oben klettern. Die Aussicht von dort ist sagenhaft und ein lustiges Erlebnis.
Informationen zum Parken, dem State Park und den Eintrittspreisen findet ihr hier.
Manchmal kann man von diesem östlichen Punkt aus auch Wale beobachten!
INSIDERTIPP: Anmerken möchte ich noch, dass ich den Giftshop des Leuchtturms bemerkenswert stilvoll fand.
Hither Hills Statepark
Für mich ein echtes Highlight ist der kurz vor dem Ort Montauk befindliche Hither Hills Statepark. Hier kann man sehr gut wandern, es gibt breite Sandstrände, Camping- und Picknickplätze, sowie einen Campingplatz mit ca. 200 Stellplätzen direkt am Atlantik. In diesem Bereich kann man auch Fahrräder und Kajaks ausleihen.
Generell muss man allerdings anmerken, dass die Strände in den Hamptons etwas windberuhigter sind.
Old Montauk Highway
Wer etwas mehr Zeit hat, sollte zu Beginn des Hither Hills Statepark auf den Old Montauk Highway abbiegen, anstatt auf dem Highway 27 zu bleiben. Dieser ist kurvig, es geht auf und ab, aber fährt man traumhaft schön am Meer entlang und kann immer wieder die zauberhaften Häuser bestaunen.
Sag Harbour
Ich habe nur einen kurzen Abstecher hierher gemacht, aber Sag Harbor ist eine der schönsten Städte in den Hamptons und bietet eine Vielzahl von Kunstgalerien und Geschäften für die ganze Familie.
Die Main Street ist hier tatsächlich sehr belebt und man findet hier unzählige Restaurants, Cafés und Saftbars. Ein Ausflug nach Shelter Island wird hier öfters mal empfehlen.
Meine besten Spot-Tipps in den Hamptons auf einer Karte
Ich habe auf der Karte die wichtigsten Spots markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.
Mein Hoteltipp in den Hamptons
Es gibt viele charmante Hotels in den Hamptons, die allerdings auch recht teuer sind. Wobei, in den Hamptons ist nichts richtig günstig. Hier muss man ein wenig suchen, damit die perfekte Mischung aus Preis und Leistung erwischt.
Durchaus wichtig kann die Dauer des Aufenthalts sein. Mietobjekte sind nämlich für eine Woche in den Hamptons etwas schwieriger zu finden als an anderen Orten, da viele Leute ihre Häuser für einen Monat (oder länger) vermieten.
Wenn ihr also ein Haus oder ein Appartement mieten möchtet, findet ihr bei Airbnb oder der amerikanischen Seite VRBO vermutlich die beste Auswahl.
Meine Privat-Unterkunft (gebucht bei Air BnB) kann ich tatsächlich nur sehr bedingt weiterempfehlen, weil sie schon sehr einfach war und auch ein paar „spezielle Eigenheiten“ hatte.
Die Suche an sich fand ich allerdings wirklich nicht einfach, weil wenn man nicht langfristig bucht, wird es – gerade in der Hauptsaison – definitiv etwas kniffliger.
Wer in den Hamptons herumreisen möchte, sollte in den Orten Southampton und East Hampton bleiben, da man von dort einfach am Schnellsten überall ist. Wer aber seinen Schwerpunkt auf einen Ort setzen möchte, dem kann ich zusätzlich Montauk sehr empfehlen.
Da die meisten Hamptons-Touristen mit einem Mietwagen unterwegs sind, würde ich auch NICHT davon abschrecken eine Unterkunft außerhalb des Zentrums der Städte auszuwählen, denn zu Fuß macht man hier meistens sowieso nichts.
Hier ein paar Hotels, die ich gesehen habe und nett aussahen oder die mir von Leuten vor Ort empfohlen wurden:
East Hampton – East Hampton House: Eine etwas einfachere, aber dadurch auch gut bezahlbare Unterkunft am Rande von East Hampton. Der ganz große Trumpf ist, dass sich mit dem Bostwick’s Chowder House direkt gegenüber eines der besten Restaurants der Hamptons befindet. Plus, ein Bäcker und ein Bagelladen sind ebenfalls fußläufig in der Nähe.
East Hampton – The Baker House 1650: Wer sich in den Hamptons mal etwas gönnen mag und ein zentrumsnahes, wunderschönes Hotel sucht, der ist hier genau richtig. Es handelt sich um ein altes, Bilderbuchhaus mit Bed & Breakfast-Charme und das Haus ist mehrmals beim Vorbeifahren ins Auge gestochen.
East Hampton – LDV at The Maidstone: Fast direkt neben dem The Baker House 1650 findet man dieses deutlich günstigere Haus, welches mir aber optisch ähnlich gut gefallen hat. Es wird auch offiziell eine Kategorie darunter gelistet (4*-Sterne) und ist dadurch deutlich günstiger. Auch hier ist die Lage an der Main Street von East Hampton natürlich etwas Besonderes.
Montauk – Surfside Inn: Kleines, gemütliches Hotel mit einem sehr guten Restaurant direkt am Old Montauk Highway.
Montauk – Breakers: Motelähnliches Hotel ebenfalls direkt am Old Montauk Highway, welches mir einige Leute empfohlen haben. Die Lage ist natürlich das ganz große Plus.
Meine Restaurant-Empfehlungen in den Hamptons
East Hampton – Bostwick‘s Chowder House
Zweifellos mein Lieblingsort für zwanglose, köstliche Meeresfrüchte. Da dieses Restaurant ganz in der Nähe meines Appartements war, war ich am Ende sogar dreimal hier. Dieses Restaurant spiegelt sehr gut das wieder, was ich oben meinte, als ich erklärt habe, dass die Hamptons nicht drüber sind. Wein und Cocktails werden hier nämlich Wegwerfbechern serviert. Insgesamt ist der Laden sehr hemdsärmelig und man muss auf gar keinen Fall in seinem beste Ralph Lauren Poloshirt auflaufen – T-Shirt und Baseballcap sind vollkommen ok. Zum Essen, die Hot Lobster Roll war zum Niederknien, einfach nur himmlisch.
Wichtig! Es gibt keine Reservierungen, also sollte man entweder früh kommen oder sich auf etwas Wartezeit einstellen
277 Pantigo Rd, East Hampton
East Hampton Beach – Chowder Bowl
Angenehme, unprätentiöse Beachbar mit einigen Sitzplätzen auf der Terrasse direkt davor. Ich fand das Essen klasse – nice and easy. Dazu eine prima Auswahl an Smoothies, Shakes und Getränken.
104 Ocean Ave, East Hampton
John Papas Café
Ein eher außergewöhnlicher Tipp, denn dieses Restaurant könnte man so auch in einer Seitenstraße in Baltimore finden. Aber gerade das macht auch irgendwie den Charme aus. Ein bodenständiges, für Hamptons-Verhältnisse günstiges Frühstücks-Restaurant, in dem vor allem herzhaft voll zuschlagen kann.
18 Park Pl, East Hampton
Blue Parrot
Wer leckere, gut zubereitete mexikanische Küche mag, der ist hier genau richtig. Auch ein Tipp, der für Hamptons-Verhältnisse eher günstig ist, dafür aber auch tendenziell eine Sportsbar ist. Mir hat es gut gefallen, vor allem weil das Essen eben sehr gut war.
33A Main St, East Hampton
Bird on the Roof
Seit über 50 Jahren ist dieses kleine Café und Restaurant ein fester Bestandteil von Montauk. Die warme Gemütlichkeit, hat mich sofort erwischt und ich hatte ein fantastisches Frühstück hier. Draußen gibt es nicht allzu viele Sitzplätze und es ist ein wenig enger, aber das Essen war überragend. Ich kann das Shakshuka, das Avocado-Toast und die Pancakes sehr empfehlen.
47 S Elmwood Ave, Montauk
Lobster Roll Restaurant
In der Adresse heißt es, dass das Restaurant zum Ort Amagansett zählt, tatsächlich liegt es aber auf halber Strecke zwischen Amagansett und Montauk. Für mich ist das Restaurant, auch wenn es eventuell von außen etwas zu „groß“ erscheint, ein absolutes MUSS. Hier habe ich die vielleicht beste Lobster Roll meiner ganzen Reisen gegessen und das Ambiente fand ich großartig. Die Austern als Vorspeise waren ebenfalls ein Volltreffer. Ganz ehrlich, eigentlich sah jedes Gericht was serviert wurde, absolut fantastisch aus, weshalb ich das Restaurant sogar als kleine Sehenswürdigkeit einstufen würde.
1980 Montauk Hwy, Amagansett
Billys by the Bay
Etwas abgelegen kommt hier wohl nur vorbei, wenn man – wie ich – von der Fähre ab Newport kommt oder vielleicht einen Abstecher ab Sag Harbour unternimmt. Ich fand die atmosphärische Holzhütte am Hafen von Greenport aber klasse, die Stimmung war großartig, der Service sehr freundlich und zuvorkommend und schließlich das Essen war ausgezeichnet. Fisch und Seafood vom Allerfeinsten.
2530 Manhanset Ave, Greenport
Filmtourismus – wo kann ich Drehorte von berühmten Filmen finden?
Die Hamptons sind Teil vieler Hollywood-Produktionen, aber gedreht wird tatsächlich eher selten direkt vor Ort. Zwei Filme sind mir allerdings im Gedächtnis geblieben, deren Handlung in den Hamptons spielt und bei denen auch einige Aufnahmen hier entstanden sind:
No Hard Feelings
Eine nette Rom-Com aus dem Jahr 2023 mit Jennifer Lawrence in der Hauptrolle. Locker entspannt anzusehen, vor allem auch aufgrund der schönen Locations. Viele Drehorte befinden sich in Nassau County, sprich von New York kommend VOR den Hamptons, aber das sind in meinen Augen nicht die Top-Spots des Films:
- Direkt am Eingang des Lighthouse in Montauk spielt eine wichtige Szene und der Leuchtturm und das schöne Areal sind auch sehr gut zu erkennen.
- Im Clam and Chowder House at Salivar’s Dock arbeitet Jennifer Lawrence als Kellnerin/Barkeeperin. Direkt daneben am Gosman’s Dock wurden weitere Szenen gedreht.
Im Film wird sehr schön die besondere Atmosphäre der Hamptons transportiert, weshalb sich die Figur, die Jennifer Lawrence spielt, auch so für ihre Heimat einsetzt.
Was das Herz begehrt
Dieser sehr gute Film aus dem Jahr 2003 mit Jack Nicholson, Diane Keaton und Keanu Reeves schafft genau das Gleiche, nämlich die Hamptons als traumhafte Strandregion darzustellen. Tatsächlich gibt es hier leider keine signifikanten Locations, ABER man kann von der Straße einen Seitenblick auf das imposante Strandhaus des Films werfen. Die Adresse lautet
576 Meadow Ln, Southampton
und liegt ganz in der Nähe des Strandes Cooper’s Beach. Es handelt sich allerdings um ein Privathaus, weshalb man hier respektvoll sein sollte. Dieser Straßenabschnitt wird im Übrigen „Billionaire Lane“ genannt, weil hier so viele Milliarde ein Sommerhaus besitzen. Dieses hier gehört dem Milliardär James Tisch, CEO der milliardenschweren Loews Corporation.
Fun Facts zu den Hamptons
- Der östlichste Ort Montauk ist nach den Ureinwohnern der Montaukett, die den südöstlichen Teil von Long Island besiedelten, benannt.
- Der Künstler Andy Warhol erwarb 1972 eine Ferienhaussiedlung am Ortseingang von Montauk. Dort hielten sich 1975 die Rolling Stones für ihre Tour of the Americas ’75 auf. Das Gelände findet man bei Google Maps unter Warhol Estate.
- Jacqueline Kennedy Onassis wurde im Southampton Hospital geboren. Eigentlich wäre sie in New York City geboren worden, aber sie kam sechs Wochen zu spät und ihre Eltern verließen die Stadt, um den Sommer im East End zu verbringen.

