Reisetipps USA – Massachusetts / Cape Cod
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Cape Cod ist einer DER beliebtesten und schönsten Sommerspots an der Ostküste der USA.
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Rund um Cape Cod gibt es traumhafte Strände und Dünenlandschaften.
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Ein Highlight hier ist das Whale-Watching! In den Sommermonaten sind Sichtungen nahezu garantiert.
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Im Norden ist der kleine Ort Provincetown kein echter Geheimtipp (mehr), wirkt aber wie einer! Absolut empfehlenswert.
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Die beiden Inseln Martha’s Vineyard und Nantucket sind spektakulär schöne Ausflugsziele!
Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?
- Impressionen aus Cape Cod – ein kleines „Best-of“
- Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps zu Cape Cod
- Die besten Spots in Cape Cod
- Meine besten Spot-Tipps in Cape Cod auf einer Karte
- Meine Hoteltipps für Provincetown
- Meine Restaurant-Empfehlungen in Provincetowm
- Fototipps, die euch gerne mitgeben möchte
- Filmtourismus – wo kann ich Drehorte von berühmten Filmen finden?
- Fun-Facts zu Cape Cod
Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps
Folgend möchte ich euch ein paar wertvolle Hinweise zur Planung und zum Besuch selbst geben:
- Generell
Cape Cod ist eine Halbinsel im Osten des Bundesstaates Massachusetts, die ein wenig aussieht wie die gespiegelte Insel Sylt. Nicht nur deshalb, aber generell drängt sich der Vergleich zu der nordfriesischen Insel quasi auf. Was für die Norddeutschen Sylt ist, ist für Neuengländer (Die Einwohner der Bundesstaaten Connecticut, New Hampshire, Maine, Massachusetts, Rhode Island und Vermont) eben Cape Cod. - Planung
Um Cape Cod richtig zu erleben, MUSS man mit einem Mietwagen anreisen. Alles ist für mich Quatsch. Es gibt außer Provincetown im Norden nicht DEN einen Ort, sondern Cape Cod besteht aus mehreren kleinen prima Spots, die zusammengesetzt ein großes Highlight ergeben. - Wieviel Zeit sollte man einplanen?
Schwer abzuschätzen – abhängig davon was man unternehmen will.
– Man kann hier natürlich problemlos und ganz wunderbar zwei Wochen Strandurlaub machen und die lächerlich schöne Szenerie genießen.
– Wenn man Cape Cod „nur“ besichtigen möchte, finde ich vier Nächte (sprich drei volle Tage) ideal:
1ter Tag: Ankunft in Provincetown
2ter Tag: Whalewatching & Provincetown
3ter Tag: Einer der vielen Strände, zB Nauset Beach
4ter Tag: Chatham & Hyannis
5ter Abreise
Ich würde empfehlen den Aufenthalt aufzuteilen, und zwar zwei Nächte im Norden (zB Provincetown) und zwei Nächte im Süden (zB in der Gegend rund um Chatham). - Gibt es gute Kombinationen?
Hier habe zwei tolle Vorschläge:
1) Man kann Cape Cod wunderbar mit Boston kombinieren! Von Boston aus kann man über Plymouth (dort wo die Pilgerväter ankamen) nach Cape Cod fahren (Fahrtzeit nach Hyannis knapp zwei Stunden, nach Provincetown knapp 3 Stunden Stunden) und so einen perfekten Kontrast schaffen.
2) Von Cape Cod aus kann man sehr gut in die Hamptons (auf der Halbinsel Long Island) fahren! Von Hyannis zum Hafenort New London (dort setzen die Fähren nach Long Island über) sind es knapp über zwei Stunden. Das wäre dann ein „Best-of-Beaches an der Ostküste“.
Die besten Spots in Cape Cod
Folgend eine Auflistung der verschiedenen Spots mit Erklärungen zu dem jeweiligen Besuch.
Bitte beachten, ich habe hier ein paar Ausflugsziele mit dazu genommen, weil sie einfach perfekt zu einer Reise nach Cape Cod passen.
Provincetown
Ganz im Norden befindet sich der überaus charmante und atmosphärische Küstenort Provicentown. Früher einer der bedeutendsten Walfängerhafen, handelt es sich heute um einen der liberalsten Orte der USA.
Die vielen Holzhäuser in Pastellfarben, davon viele Restaurants und Cafés, versprühen Urlaubsfeeling pur! Wenn man in den Ort hineinfährt werden die Straßen schnell kleiner und die (Sommer-)Häuser etwas größer. Man kann das Meer riechen und wird von den kleinen, hübschen Geschäften förmlich angezogen.
Die Hauptstraße, sofern man das so sagen kann, denn es ist viel mehr eine befahrbare Fußgängerzone, Commercial Street verläuft parallel zum Ufer und hat jede Menge zu bieten. Hier einfach mal auf und ab zu schlendern ist herrlich! Idealerweise sollte man einmal tagsüber und einmal abends hier entlang laufen, denn abends ändert sich das Bild, wenn die Restaurants voller und die Geschäfte leerer werden, doch deutlich…
Für mich ist ein Besuch in Cape Cod ohne in Provincetown gewesen zu sein nicht vollständig. Auch wenn man etwas länger fahren muss, ich finde diesen kleinen Aufwand ist definitiv wert!
Direkt hinter dem Hafen und der Commercial Street thront das knapp 80 m hohe Pilgrim Monument auf dem Monument Hill über dem malerischen Ort Provincetown. Es soll an die Pilgerväter erinnern, die 1620 hier erstmals amerikanischen Boden betraten (bevor sie später in Plymouth eine Siedlung gründeten). Von der Aussichtsplattform hat man, aufgrund der Nähe zur Innenstadt und zum Meer, eine großartige Aussicht.
Der Besuch beinhaltet den Besuch des Museums. Tickets und weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Website.
Neben der Commercial Street ist der Hafen mit der großen Marina das gefühlte Zentrum von Provincetown. Hier legen jede Menge Fischkutter, Segelboote und vor allem Ausflugsschiffe zu Walbeobachtungen an und ab, weshalb es hier durchaus auch mal recht trubelig zugehen kann. Dazwischen gibt es viele kleine Souvenirstände und Imbissbuden.
Whalewatching
Für mich ein absolutes MUSS an der nördlichen Ostküste der USA: Whale watching! Es gibt ein paar Ecken dieser Erde, an denen man eine sehr gute Chance hat, Wale zu beobachten und die vielleicht mit beste ist hier rund um Cape Cod.
Ich selbst habe eine Whalewatching-Tour von Provincetown aus gemacht und es war sagenhaft. Dazu muss man sagen, dass es in vielen Orten an der Ostküste die Möglichkeit gibt Whale Watching-Ausflüge zu machen, speziell in Massachusetts. Aber der ideale Spot ist Cape Cod, weil die beste Region für Sichtungen hier nur ca. 10 km entfernt liegt! Von allen anderen Häfen hat man eine deutlich längere Ausfahrt!
Wale zu beobachten ist einfach etwas Außergewöhnliches. Die Vorfreude, wenn man auf das Boot geht, die Neugier, wenn das erste Briefing erfolgt, die Spannung, wenn man auf der Wasseroberfläche nach einer Bewegung sucht und dann das pure Glück, wenn man ein Wal sich blicken lässt. Einmalig! Ein sensationelles Erlebnis…
Zwischen Mai und Oktober hat man sehr sehr gute Chancen auf Wale und ich habe von niemanden gehört, der kein Glück hatte (ich war im September vor Ort).
Ich habe meine Tour bei Dolphin Fleet Whale Watch direkt am Hafen gebucht und es war ein absoluter Volltreffer. Es handelt sich dabei auf keinen Fall nur um reine Walbeobachtungstour, sondern man lernt auch auf anschauliche Art und Weise sehr viel über Wale selbst.
By the way, ich würde mir auf jeden Fall auf dem Oberdeck einen Platz suchen. Klar, vorne am Bug hat auch seinen Charme, aber den Überblick von oben würde ich doch jederzeit vorziehen. Wo man dann sitzt, ist übrigens fast egal, denn man rennt sowieso von links nach rechts, abhängig davon wo ein Wal gesehen wird.
Nauset Beach & Coast Guard Beach
Ein ganz entscheidender Teil eines Aufenthalt in Cape Cod sind natürlich die endlosen Strände mit ihren lächerlich schönen Dünenlandschaften. Ganz ehrlich, ich konnte kaum glauben WIE fantastisch die Strände hier sind, weil ich dachte solche Bilderbuchstrände gibt es am Atlantik nur in Florida. Weit gefehlt!
Um es klar zu sagen, Cape Cod ist voller Strände und eigentlich kann man überall anhalten und wird eine traumhafte vorfinden. Ich habe mir hier bewusst zwei Strände herausgesucht, die zum einen sehr gut zum Baden sind, zum anderen aber auch die entsprechende Infrastruktur bieten.
Beide befinden sich mittig an der Ostküste von Cape Cod.
Zum einen wäre da der vermutlich bekannteste Strand von Cape Cod, nämlich der Nauset Beach, und zum anderen der deutlich ruhigere Nachbarstrand Coast Guard Beach.
- Der Nauset Beach ist ein öffentlicher, weitläufiger Strand, der sich 16 km lang vom Coast Guard Beach bis zur Mündung des Chatham Harbor erstreckt. Es handelt sich um DEN idealen Badestrand, denn zu den Einrichtungen gehören Toiletten, Duschen, Foodtrucks, Fahrradständer und ein Picknickplatz. Außerdem ist es ein hervorragender Ort, um die Sonnenaufgänge zu beobachten.
- Der Coast Guard Beach grenzt direkt im Norden an den Nauset Beach und ist demnach vom Strand selbst sehr ähnlich, allerdings deutlich ruhiger. Hier gibt es keine Imbissstände oder ähnliches, sondern nur Parkplätze und den Strand selbst.
Hyannis
Alleine schon durch die verkehrsgünstige Lage ist Hyannis so etwas wie das gefühlte Herz von Cape Cod. Vor allem durch die An- und Ablegestelle für Überfahrten nach Martha’s Vineyard und Nantucket hat sich der Ort zu einem beliebten Ferienzentrum entwickelt.
Ich fand Hyannis schon interessant, aber es stellt durchaus einen starken Kontrast zu den sonst eher beschaulichen Dörfern der restlichen Halbinsel dar. Hier findet man moderne Malls und viele bekannte (Marken-)Geschäfte, so dass Shoppingfans hier definitiv auf ihre Kosten kommen werden.
Nicht versäumen möchte ich zu erwähnen dass auch die Strände von Hyannis, wie zum Beispiel den westlichen Craigville Beach, absolut fabelhaft sind. Einzig, im Sommer wird es hier auch mal richtig voll.
Die Familie Kennedy, und vor allem John F. Kennedy, hatte hier in Hyannis eine Sommerresidenz und hat dementsprechend auch viel Zeit hier verbracht. Das als Kennedy Compound bekannte Haus gibt es im Übrigen immer noch! Die Adresse lautet: 50 Marchant Ave, Hyannis, MA 02601.
Als Erinnerung an JFK wurde für ihn ein eigenes Museum in Hyannis gegründet. Weitere Informationen gibt es hier auf der offiziellen Website.
Chatham
Am rechten unteren Eck der Halbinsel von Cape Cod schlummert mit dem kleinen Küstendorf Chatham eine echte Wohlfühlperle.
Trotz zahlreicher Boutiquen und schicker Galerien ist Chatham erstaunlich authentisch geblieben. Alleine die sich durch den Ort schlängelnde Main Street entlang zu spazieren ist traumhaft. Hier wechseln sich entzückende Holzhäuser mit historischen Gebäuden und atmosphärischen Restaurants ab.
Da wäre zum Beispiel die Chatham Windmill (ca. 10 Minuten zu Fuß von der Main Street entfernt), die 1797 erbaut und beinahe ein Jahr restauriert wurde, um heute wieder Korn mahlen zu können.
Das touristische und fotografische Aushängeschild ist aber natürlich der am Ende der Main Street befindliche Leuchtturm Chatham Light, der den malerischen Lighthouse Beach überblickt.
Einen weiteren Leuchtturm findet man auf der anderen Seite der Bucht, und zwar das Stage Harbor Lighthouse am Hardings Beach.
Ich finde man muss in diesem romantischen Örtchen nicht zwingend eine Übernachtung einbauen, aber wenn man in Cape Cod ist, sollte man Chatham zumindestens einen Besuch abstatten. Es lohnt sich!
Martha’s Vineyard
Tagesausflug gesucht? Mein persönlicher Favorit: die Insel Martha’s Vineyard!
Vom Hafen in Woods Hole dauert die Überfahrt mit der Fähre ca. eine Stunde. Alternativ gehen auch Fähren ab Hyannis.
Die Ortschaften Vineyard Haven, Oak Bluffs und Edgartown sind alle wie aus dem Bilderbuch. Absolut bezaubernd. In Oak Bluffs gibt es sogar einen Häuserbereich der sich Gingerbread Village (Lebkuchenhäuser-Dorf) nennt – diesen Bereich könnte man problemlos in jedem kitschigen Weihnachtsfilm verwenden.
Man kann sehr gut und günstig mit einem Bus über die Insel fahren und die diversen Orte abklappern. Tatsächlich würde ich das auch empfehlen.
Im Übrigen wurde der Film Der weiße Hai hier gedreht! Plus Martha’s Vineyard ist immer wieder mal in den Schlagzeilen, weil es als „der Ort an dem Präsidenten Urlaub machen“ gilt. So ist zB Barack Obama ein oft gesehener Gast und gefühlt hat jeder Einwohner eine Geschichte mit den Obamas zu erzählen.
Kulinarisch ist Martha’s Vineyard ebenfalls ein absolutes Highlight! Hier hatte ich eines meiner besten Lobster-Gerichte in ganz Massachusetts!
Für mehr Details findet ihr hier meine detaillierten Informationen zu Martha’s Vineyard.
Nantucket
Der Name Nantucket bedeutet aus der indigenen Sprache übersetzt „weit abgelegene Insel“, was eine sehr gute Beschreibung ist, denn die Insel liegt ca. 48 km vom Festland von Cape Cod entfernt.
Vorsicht! Der Hauptort heißt genau wie die Insel, nämlich Nantucket.
Früher war Nantucket eines der berühmtesten Walfangzentren der USA, heute is Nantucket ein beliebtes Sommer-Touristenziel. Aufgrund der saisonalen Bewohner steigt die Einwohnerzahl der Insel in den Sommermonaten von grob 14.000 auf etwa 80.000 an. Allerdings muss man sagen, dass Nantucket in Europa kaum bekannt ist!
Der Grund für die vielen Besucher sind natürlich die wunderschönen Strände. Im Norden ist es etwas windstiller, weshalb hier die besten Badestrände sind, während im Süden eher die Surfer eher Glück finden.
Im Norden ist vor allem der an den Ort Nantucket angrenzende Strand Jettis Beach mit seiner Strandbar extrem beliebt. Hier gibt es auch Umkleiden und weitere Sportangebote wie zB Tennis. Der direkt angrenzende Strand Dionis Beach versteckt sich malerisch hinter Dünen und ist für Groß und Klein ideal zum Baden geeignet.
Im Süden sind die direkt nebeneinander liegenden Strände Miacomet Beach, Cisco Beach und Surfside Beach sehr beliebt. Für einen Mittagssnack bietet sich hier das The Surf an – die Burger sind große Klasse.
Zentral im Ort Nantucket, direkt am Fährhafen, erinnert das Whaling Museum an die früheren Zeiten. Hier erfährt man mehr über die Waljagd und kann verschiedene Ausrüstungsgegenstände, ein Walfängerboot und das Skelett eine 13 m großen Finnwals bestaunen.
Ausflugsziel Plymouth
Wenn man noch einen kleineren Ausflug machen möchte und ein wenig geschichtlich interessiert ist, sollte Plymouth auf der Liste relativ weit oben stehen.
Auch wenn ich im Vorfeld gar nicht so viel über Massachusetts wusste, eine Sache wusste ich sehr wohl, und zwar, dass die Mayflower – das Schiff mit dem einige Pilgerväter 1620 in Neuengland landeten – in Plymouth liegt. Ich wusste nicht wo Plymouth ist und wie die Mayflower genau aussieht, aber interessiert hat es mich definitiv.
Also:
- Plymouth liegt ca. 40 Minuten nördlich von Hyannis.
- Die Mayflower ist ein knapp 30 Meter langes Zwei-Mast-Segelschiff, ABER in Plymouth besichtigt man die Mayflower II, sprich eine Nachbildung des Originals.
- Die Mayflower II wurde in England gebaut und überquerte 1957 den Atlantik.
- Die Besichtigung ist durchaus spannend, denn es gibt vor dem Schiff eine anschauliche Ausstellung über die Geschichte des Schiffes und man kann dann an Bord alle Räume gut besuchen. In jedem Bereich gibt es einen Guide, der Hintergrunde zu der jeweiligen Station erklärt.
- Der Besuch dauert ca. 45 Minuten.
Ein weiteres Highlight in Plymouth ist der Plymouth Rock. Er wird als der Ort betrachtet, an dem die Pilgerväter an Land gingen. An sich, nichts spektakuläres, denn es handelt sich wirklich nur um einen eingerahmten Felsen, aber es ist eben ein besonders, geschichtsträchtiger Ort.
Ich fand den Ort als Ganzes aber durchaus besuchenswert, weil es eine schöne Uferpromenade mit vielen Cafés, Restaurant und kleinen Boutiquen gibt.
Mit dem Carmen Café Nicole habe ich zudem einen tollen Frühstückstipp!
Meine besten Spot-Tipps rund um Cape Cod auf einer Karte
Ich habe auf der Karte die wichtigsten Spots markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.
Mein Hoteltipp in Provincetown
Ich habe in Cape Cod nur in Provincetown übernachtet, weil ich einfach nicht zu viel herumreisen wollte. Rückblickend hätte ich vielleicht den Aufenthalt splitten und ein bis zwei Nächte in Provincetown und ein bis zwei Nächte in zB Chatham verbringen sollen.
WICHTIG! In Chatham würde ich nicht unbedingt nur im Ortszentrum suchen, sondern generell „rund um Chatham“. Man ist ja idealerweise sowieso mit dem Mietwagen unterwegs und so kann man definitiv viel Geld sparen. Mir hat zB das Surfside Inn von außen recht gut gefallen.
Provincetown Inn
In diesem leicht außerhalb von Provincetown gelegenen Traditionshaus kann man die Historie förmlich sehen und riechen. Mit dem Auto sind es nur ca. 2-3 Minuten vom Zentrum, zu Fuß sind es entlang der Hauptstraße Comercial Street ca. 25 Minuten.
Ganz selten findet man noch solch bezaubernde Hotels, in denen man eine kleine Zeitreise unternehmen kann. Ich bin sehr gerne in Hotels, die dabei waren als der Ort groß geworden ist. Im Gegensatz zu Hotels, die gekommen sind, als der Ort schon bekannt war.
Wenn man hier nachmittags auf dem Balkon aufs Meer schaut und die Nachmittagssonne genießt, ist die Welt definitiv noch in Ordnung.
Das Hotel liegt direkt an einem sehr schönen Strandabschnitt und einen großen Pool gibt ebenfalls. Plus, Parkplätze gibt es genügend.
Preislich sind alle Hotels gefühlt leicht zu teuer, aber das muss man leider in dieser besonderen Ecke des Landes akzeptieren. Ich fand das Hotel klasse und habe mich von der erste Sekunde an extrem wohl gefühlt!
Buchen kann man das Hotel hier bei booking.com.
1 Commercial St, Provincetown, MA 02657
Meine Restaurant-Empfehlungen in Provincetown
Lobster Pot
Nur einen Steinwurf vom Hafen entfernt und mit Blick auf das Meer befindet sich eine DER Institutionen von Provincetown: The Lobster Pot.
Das schlanke, weiße Häuschen mit dem ikonische Neonlicht-Schild fällt einem sofort ins Auge und mittags und abends kann es durchaus sein, dass sich vor dem Eingang eine längere Warteschlange bildet.
Im Lobster Pot gibt es frische Meeresfrüchte und einen herrlichen Blick auf den Hafen von Provincetown. Ich kann die Lobster Roll (eine Art Lobster-Sandwich) nur empfehlen – gefühlt habe ich in Cape Cod kaum etwas anderes gegessen!
Vorsicht! Es gibt nicht weit auseinander zwei Lobster Pot Filialen, wobei sich die „richtige“ in der Comercial Street und die Express-Variante gegenüber des Hafenparkplatzes befindet.
321 Commercial St, Provincetown
Post Office Café
Ein sehr lustiges und ausgefallenes Café! Ich war hier zum Frühstück, aber das Mittag- und Abendessen sah auch fantastisch aus (konkret die Burger und Fish Tacos).
Hier sitzt man zentral und direkt an der Commercial Street, was ich klasse fand, denn so kann man das muntere Treiben rund um die vielen Geschäfte beobachten.
Der French Toast mit Früchten und Bacon war himmlisch, genauso wie die fluffigen Pancakes.
Der Service war extrem gut und freundlich.
Wenn man nicht lange suchen und zentral essen möchte – this is the place!
303 Commercial St, Provincetown
Mac’s Fish House
Ganz leicht außerhalb des Zentrums befindet sich diese ÜBERRAGENDE Empfehlung! Ich kann mir kein besseres Fischrestaurant vorstellen, als dieses hier. Das Abendessen war von Anfang bis Ende einfach nur vorzüglich bis sensationell. Es ist immer knifflig, wenn man eine Location so hoch lobt, weil dann die Erwartungshaltung schwierig ist, aber ganz ehrlich, es war phänomenal.
Mein dringender Hinweis wäre, dass man reserviert, denn obwohl es abseits des Stadtkerns liegt, war es komplett voll.
ANMERKUNG: Hier gibt es nur Abendessen!
Von Austern, über Sushi bis Fisch und Meeresfrüchte gibt es hier alles – frisch und lecker.
Vor allem die Hauptgerichte – Thunfisch mit würziger Kruste und Sesamnudeln und die Jakobsmuscheln – waren ausgezeichnet. Aber ich hätte tatsächlich die ganze Karte rauf und runter essen können, jeder Teller der an mir vorbeiserviert wurde, sah fantastisch aus…
Ohne Wenn und Aber – ein Topspot!
85 Shank Painter Rd, Provincetown
Liz’s Cafe Anybody’s Bar
Oftmals findet man ja in den Straßen hinter der Hauptstraße verstecke Insidertipps. So auch hier. Eine Parallelstraße hinter der Commercial Street versteckt sich dieser kleine Frühstückstipp! Man kann hier auch mittags und abends essen, aber ich glaube am besten ist hier das Frühstück.
Idealerweise sollte man reservieren, denn der Laden ist nicht allzu groß, dafür aber umso mehr gefragt.
Das Lachs- & das California (Avocado, Tomate, Ziegenkäse)-Omelett und das Müsli waren richtig gut.
Zudem hat mir die Atmosphäre sehr gefallen.
31 Bradford St, Provincetown
Fototipps, die ich euch gerne mitgeben möchte
- In Provincetown sollte man das Pilgrim Monument so spät wie möglich besichtigen, denn morgen und vor allem mittags hat man die Sonne im Gesicht. Je später es wird, desto mehr hat man die Sonne von der Seite oder sogar im Rücken. So kann man wunderbare Bilder von Provincetown machen.
- Wenn man nur einen Tag auf Martha’s Vineyard ist, sollte man versuchen die Lichtverhältnisse ideal zu nutzen. Aus dem Grund würde ich mich auch von Ost nach West bewegen. Genau so habe ich es gemacht.
Ich bin in Vineyard Haven angekommen, habe direkt einen Bus nach Edgartown genommen und hatte so wirklich perfektes Licht morgens und mittags.
In Oak Bluffs war ich dann mittags, in Vineyard Haven nochmal kurz am frühen Nachmittag, in Aquinnah nachmittags und abends dann wieder in Oak Bluffs. - Der Nauset Beach ist herrlich morgens um den Sonnenaufgang zu beobachten. Dementsprechend schöne Fotos kann man morgens machen.
Filmtourismus – wo kann ich Drehorte von berühmten Filmen finden?
Es gibt einige größere Produktionen, die hier in Cape Cod gedreht wurden, allerdings kenne ich die jeweiligen Filme bedauerlicherweise nicht. Da wären zB:
- That’s my Boy mit Adam Sandler und Andy Samberg
- The finest Hours mit Chris Pine, Casey Affleck, Ben Foster und Erik Bana
- Sabrina mit Harrison Ford
- Stuck on you mit Matt Damon und Greg Kinnear
Welchen Film aber vermutlich jeder kennt, ist Der Weiße Hai. Dieser Blockbuster von Steven Spielberg wurde in Martha’s Vineyard gedreht. Die verschiedenen Spots habe ich bei meinen Tipps rund um Martha’s Vineyard detailliert beschrieben.
Und die erfolgreiche Netflix-Serie Ein neuer Sommer (Perfect Couple im Original) mit Nicole Kidman wurde im Frühjahr 2023 auf Cape Cod gedreht. Eine sehr gute Krimiserie mit einem tollen Cast, die vollgepackt ist mit wunderschönen Aufnahmen dieser herrlichen Region! Die Geschichte spielt eigentlich auf Nantucket, aber die Dreharbeiten fanden in Chatham statt. Der große Familienhaus befindet sich auf einem Privatgrundstück in der Küstengegend Eastward Point.
Fun Facts zu Cape Cod
- Die Pilgerväter gingen im Jahr 1620 im Hafen von Provincetown an Land, bevor sie zum heute deutlich berühmteren Ort Plymouth weiterzogen. Wer weiß, wie sich die Dinge verändert hätten, wenn sie geblieben wären?
- Den Tag der US-Präsidentschaftswahl 1960 verbrachte die Familie Kennedy in Hyannis. Nachdem John F. Kennedy erfahren hatte, dass er zum 35. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt worden war, hielt John F. Kennedy eine kurze Rede in Hyannis, wodurch Cape Cod plötzlich ins internationale Rampenlicht gerückt wurde..
- Auf Cape Cod gibt es mehr als 14 Leuchttürme!
- Im Jahr 1627 der erste (dokumentierte) kommerzielle Handelsplatz des Landes gegründet, was zu einem erheblichen Schiffsverkehr in diesem Gebiet führte. Tatsächlich waren es so viele Boote, dass es vor Cape Cod ca. 3.000 Schiffswracks gab! Dies brachte dem Küstenstreifen den Spitznamen „Friedhof des Atlantiks“ ein.
- Das Auftreten von Nebel ist in Nantucket so wahrscheinlich wie sonst nirgends in Nordamerika.

