Wer nach Las Vegas möchte entweder in die Casinos, die sagenhaften Hotels sehen oder auf die legendären Partys. Manche wollen sogar das gesamte Paket. So wie ich! Ich war bisher dreimal in Las Vegas: Das erste Mal mit zwei Freunden, um uns einen Lebenstraum zu erfüllen. Das zweite Mal zum Junggesellenabschied eines Grundschulfreundes und ich durfte mich als Organisator um die ganze Rutsche kümmern. Und schließlich noch zu einer Hochzeit einer meiner besten Freunde, der zu dem Zeitpunkt in den USA gelebt hat. Jede Reise war vollgepackt mit vielen erinnerungswürdigen Partys.
ABER, in den USA, und ganz speziell in Las Vegas, „funktionieren“ Clubs anders als in Deutschland. PLUS, es gibt ja sogar auch noch die Pool-Partys im Sommer! Hier gibt es jeweils einiges zu beachten, ansonsten lauft ihr Gefahr nur halb so viel Spaß zu haben.
Folgend habe ich euch basierend auf meinen Erfahrungen meine wichtigsten Tipp und Hinweise zusammengestellt – hier die Übersicht:
#1 Was sind die besten Clubs in Las Vegas?
#2 Wo gibt es die besten Pool-Partys?
#3 Wie komme ich in die Clubs?
#4 Was bedeutet Bootle-Service?
#6 Wie komme ich auf eine Guestlist?
#8 Wie ist die Kleiderordnung in den Nightclubs?
#1 Was sind die besten Clubs in Las Vegas
Fangen wir direkt mit der offensichtlichsten Frage an. Zumindestens war das für mich beim ersten Besuch die interessanteste Info.
Hier findet ihr eine Übersucht der vermeintlich bekanntesten, beliebtesten und besten Clubs in Las Vegas mit dem jeweiligen Hotel in dem sich der Club befindet. Bei der Reihenfolge hangle ich mich von Süd nach Nord am Las Vegas Strip entlang.
Hakkasan Nightclub – im MGM Grand
Einer der bekanntesten Clubs in Las Vegas, vor allem wegen seiner Größe und der regelmäßigen Auftritte internationaler Top-DJs. Der Club erstreckt sich über mehrere Ebenen mit unterschiedlichen Bereichen, wobei vor allem der große Mainfloor der Signature-Bereich ist. Besonders bekannt wurde das Hakkasan vor allem durch seine aufwendige Licht- und Soundtechnik.
JEWEL – ARIA Resort & Casino
Im Vergleich zu einigen anderen Mega-Clubs in Las Vegas ist das JEWEL etwas kompakter aufgebaut. Der Fokus liegt stärker auf dem eigentlichen Clubraum und weniger auf riesigen Außenbereichen oder extrem großen Bühnenkonstruktionen.
Für mich überraschenderweise ein wenig unterschätzt, denn ich fand es dort wirklich sensationell! Vor allem, weil der Aufbau wirklich sehr clever gestaltet ist: Die einzelnen Lounges / Tische gruppieren sich nämlich im Halbkreis, wie eine Art Amphitheater, auf unterschiedlichen Ebenen um die Tanzfläche herum. Dadurch entsteht eine super Stimmung und der ganze Saal kann dem DJ „zujubeln“.
Marquee Nightclub – im The Cosmopolitan
Der Marquee Nightclub ist vor allem für seine Kombination aus klassischem Nightclub, Rooftop-Bereichen und Dayclub bekannt. Für mich war hier die Stimmung mit am Besten, weil es gefühlt ein bisschen lockerer war und weniger die Location oder der Top-DJ die Stars waren, sondern vielmehr sich das Publikum selbst gefeiert hat.
Drai’s Nightclub – The Cromwell
Kombination aus Nightclub und offenem Rooftop-Konzept mit Poolbereich und Blick über den Strip (direkt auf die Fountains of Bellagio).
Im Gegensatz zu vielen EDM-lastigen Clubs setzt Drai’s musikalisch stärker auf Hip-Hop und Live-Auftritte bekannter Künstler.
Ich war tatsächlich „nur“ auf einer Poolparty tagsüber im Drai’s, was aber auch absolute Weltklasse war. Mittlerweile gibt es meines Wissens allerdings nur noch den Nightclub, wobei die Location an sich aber gleich geblieben ist.
Omnia Nightclub – im Caesars Palace
Für mich vermutlich DER Club am Las Vegas Strip! Einmal im Omnia einen Top-DJ erleben ist ein absolutes Highlight. Das Omnia besteht aus mehreren Bereichen, darunter ein überragend aufgebauter Mainroom mit mehreren Etagen und Balkons, sowie eine Terrasse mit Blick auf den Strip. Das DJ-Pult ist fast mittig in der Tanzfläche und drumherum tobt die Party. Regelmäßig treten hier internationale Superstar-DJs auf, was dem Omnia auch seinen prestigeträchtigen Ruf eingebracht hat.
Das auffälligste Element ist der riesige bewegliche Kronleuchter (Chandelier) über der Haupttanzfläche, der mit Licht- und Soundeffekten kombiniert wird. Aber Vorsicht, dieses spektakuläre, computergesteuertes Lichtkunstwerk fährt üblicherweise nur dienstags, freitags und samstags in der Woche herunter – der so genannte Chandelier Drop! Donnerstag und Sonntag hat der Club zwar geöffnet, die Party findet dann jedoch in den kleineren Räumen oder auf der Außenterrasse statt. Der Hauptraum inklusive des Kronleuchters bleibt an diesen Tagen geschlossen. Montag und Mittwoch hat das Omnia komplett geschlossen.
Ich war dort zu Calvin Harris und muss sagen, dass die Stimmung in dem Laden mehrfach vollkommen explodiert ist. Eine meiner krassesten Nightlife-Erfahrungen! Einfach ein ikonischer Club.
Ghostbar – im Palms Casino Resort
Die Ghostbar befindet sich im Palms Casino Resort und liegt als Rooftop-Bar in großer Höhe mit Blick über den Las Vegas Strip und die Stadt. Bekannt ist sie vor allem für die offene Terrasse mit Glasboden-Elementen und die eher ruhige Lounge-Atmosphäre im Vergleich zu klassischen Nightclubs.
TAO Nightclub – im The Venetian
Einer der älteren großen Clubs am Strip, kombiniert Restaurant, Lounge und Club in asiatisch inspiriertem Stil.
XS Nightclub – im Encore at Wynn
Bekannt für den eleganteren Stil, den Außenbereich am Pool und viele große EDM-Events.
EBC at Night – im Ecnore at Wynn
Besonders ist hier das Konzept: Tagsüber ist die Location ein klassischer Dayclub mit Poolpartys, abends wird derselbe Bereich zu einem Open-Air-Nightclub umgebaut. Dadurch wirkt die Atmosphäre etwas lockerer und weniger wie ein typischer Indoor-Club.
Musikalisch liegt der Fokus ähnlich wie beim XS Nightclub stark auf EDM und bekannten DJs. Gerade in den wärmeren Monaten ist EBC at Night beliebt, weil ihr die Kombination aus Nachtclub, Poolkulisse und Außenbereich habt.
Zouk Nightclub – im Resorts World Las Vegas
Relativ neuer Club mit moderner Technik, großen LED-Flächen und Fokus auf internationale DJs.
#2 Wo gibt es die besten Pool-Partys?
Im Sommer wird es zuverlässig extrem heiß, oft deutlich über 40 Grad, was perfekt die berühmten Pool-Partys in Las Vegas passt. Ich könnte mir vorstellen, dass dies nicht unbedingt etwas für jeden ist, aber ganz ehrlich, das Ganze macht schon Spaß. Es ist wild, nass und laut…
Hier findet ihr meine Favoriten:
Daylight Beach Club – im Mandalay Bay
Große Open-Air-Location mit Festival-Charakter, vielen Liegeflächen und regelmäßig bekannten DJs. Durch den weitläufigen Aufbau wirkt der Club etwas offener als manche kompakteren Poolpartys am Strip.
Palm Tree Beach Club (früher Wet Republic) – im MGM Grand
Einer der bekanntesten Dayclubs der Stadt mit großem Poolbereich, viel EDM und oft sehr voller Atmosphäre an Wochenenden. Besonders beliebt bei Gruppen und jüngeren Besuchern.
Marquee Dayclub – im The Cosmopolitan
Etwas kompakter als andere Poolpartys, dafür sehr zentral gelegen. Die Mischung aus Pool, Tanzfläche und Dachterrassen-Atmosphäre macht den Club vor allem am Nachmittag interessant.
Liquid Pool Lounge – im ARIA Resort & Casino
Kleiner und etwas ruhiger als die großen Mega-Dayclubs. Die Stimmung ist meist entspannter, mit Fokus auf Lounge-Atmosphäre statt kompletter Festival-Inszenierung.
TAO Beach Dayclub – im The Venetian
Modernisierte Anlage mit asiatisch inspiriertem Design, vielen Cabanas und regelmäßig bekannten DJs. Insgesamt etwas stylischer und ruhiger als die ganz großen Partyspots.
Encore Beach Club – im Encore at Wynn
Für viele einer der bekanntesten Dayclubs in Las Vegas. Große DJ-Namen, hochwertige Anlage und die Kombination aus Pool, Dayclub und späterem Nightlife machen den Spot besonders beliebt.
Ayu Dayclub – im Resorts World Las Vegas
Relativ neuer Dayclub mit viel Holz, Palmen und offenem Design. Musikalisch ähnlich EDM-lastig wie andere große Poolpartys, optisch aber etwas moderner und reduzierter gestaltet.
#3 Wie komme ich in die Clubs?
Hier gibt es vier gängige Varianten:
- Bottle Service
Reservierung eines eigenen Tisches inklusive Mindestumsatz für Flaschen und Service. Oft verbunden mit schnellerem Einlass und festen Sitzplätzen. - Table Share
Geteilter Tisch mit anderen Gästen. Ihr zahlt nur einen Teil der Kosten und teilt euch Platz und Getränke. - Guestlist
Kostenloser oder vergünstigter Eintritt über Promoter oder den Club selbst. Meist mit festen Uhrzeiten und ohne garantierten Einlass. - Ticket / General Admission
Regulärer Eintritt mit gekauftem Ticket. Damit steht ihr normalerweise in der normalen Besucherschlange ohne Tischreservierung.
#4 Was bedeutet Bottle-Service?
In Las Vegas bedeutet „Bottle Service“, dass ihr in einem Club oder bei einer Poolparty einen festen Tisch beziehungsweise eine Lounge reserviert und dazu ganze Flaschen Alkohol kauft. Gefühlt geht es allerdings weniger um die Flasche Alkohol, sondern es handelt sich eher um eine Reservierung mit Mindestumsatz – dazu gleich noch mehr. Entscheidend ist, dass ihr anstatt einzelne Drinks an der Bar zu bestellen, die Flaschen und sonstigen Getränke direkt an euren Tisch gebracht bekommt – inklusive Mixer, Eis, Servicepersonal und oftmals auch noch Security.
Die größten Vorteile sind meist der schnellere Einlass und ein fester Platz im Club, was gerade an vollen Wochenenden wirklich relevant sein kann. Dazu kommt, dass ihr nicht ständig an die Bar müsst. An der Stelle möchte ich erwähnen, dass der Service, den ihr an einem Tisch genießt, meist wirklich exzellent ist. Ihr werdet immer wieder gefragt, ob alles ok ist oder ob ihr etwas braucht, frische Gläser werden geliefert, benutzte Gläser und leere Flaschen werden abgeräumt und es gibt ständig frisches Eis.
Wichtig zu wissen: Der oben angegebene Mindestumsatz („Minimum Spend“) ist oft nicht nur der reine Flaschenpreis. Dazu kommen in der Regel Steuern, Servicegebühren und/oder Trinkgeld. Ein Tisch für mehrere Personen kann deshalb schnell deutlich teurer werden als zunächst gedacht. Ich habe oftmals den Mindestumsatz nicht erreicht und dann hinten raus noch eine Cap oder ein T-Shirt aus dem Merchandise-Store des Clubs gekauft. Bei Pool-Partys könnt ihr logischerweise auch noch Essen bestellen, um kein Geld zu verschenken.
Die Preise hängen stark von Lage des Tisches, Event und DJ ab. Ein Tisch weiter weg von der Tanzfläche ist logischerweise günstiger als ein Platz direkt am DJ-Pult. An Abenden mit bekannten Künstlern steigen die Mindestumsätze meist deutlich an.
Wo oder wie kann ich Bottle-Service bestellen?
Dafür gibt es sogenannte Hosts, direkt über die Clubs oder über Hotel- und Eventseiten – dazu weiter unten noch mehr. Eine andere Option ist, den Concierge eures Hotels um Hilfe zu bitten.
Dazu müsst ihr wissen, dass die Hosts oder ggfs. der Concierge Provisionen in den Clubs bekommen! Sprich, ihr könnt sicher sein, dass euch wirklich bestmöglich geholfen wird, denn nur wenn ihr wirklich reserviert, verdienen sie auch etwas.
Lohnt sich der Bottle-Service?
Ehrliche Meinung: Ja! Ich meine, wir sprechen hier von einer Menge Geld, sicherlich deutlich mehr, als ihr jemals in Deutschland in einem Club ausgeben würdet. Denn mit USD 1.500 plus Trinkgeld solltet ihr in jedem Fall rechnen.
ABER: Clubs in Las Vegas funktionieren ganz anders als Clubs in Deutschland. Während Reservierungen (bzw. Bottle-Service) in Deutschland eher selten sind, ist das in Las Vegas absoluter Standard. Sprich, ganz normal ohne Reservierung in den Club zu gehen ist meist nervig, weil ihr ewig anstehen müsst, und es gibt viel weniger „reguläre“ Bars, was bedeutet Getränke zu holen kann ebenfalls dauern. Wenn ihr das Maximum aus eurem Las Vegas-Aufenthalt machen wollt, prüft zumindestens mal die Möglichkeit des Bottle-Services.
#5 Was bedeutet Table Share?
„Table Share“ bedeutet, dass ihr euch einen reservierten Tisch in einem Club oder bei einer Poolparty mit fremden Gästen teilt. Das Konzept ist vor allem in größeren und damit teureren Clubs wie dem Omnia, dem Hakkasan oder dem Encore Beach Club verbreitet.
Im Unterschied zum klassischen Bottle Service reserviert ihr also keinen eigenen Tisch exklusiv für eure Gruppe. Stattdessen zahlt ihr nur einen Teil der Kosten und teilt euch Sitzplätze und Service mit anderen Personen.
Das Modell ist dann interessant, wenn ihr die Vorteile des regulären Bottle-Services wollt, aber keinen kompletten Mindestumsatz zahlen möchtet oder könnt. Gerade für zwei Personen ist das eine absolut sinnvolle Variante.
Beachtet: Die Qualität des Erlebnisses hängt natürlich stark davon ab, mit wem ihr den Tisch teilt.
Ein Tipp: Achtet darauf, ob ihr tatsächlich einen Sitzplatz garantiert bekommt. Manche Angebote werben mit „Table Share“, obwohl es eher um den allgemeinen Zugang zu einem VIP-Bereich geht.
#6 Wie komme ich auf eine Guestlist?
Viele Clubs arbeiten mit „Guestlists“ und wenn ihr darauf steht, bekommt ihr meist kostenlosen oder vergünstigten Eintritt. PLUS ihr nutzt oft eine schnellere Warteschlange als reguläre Gäste. Die großen, bekannten Clubs (siehe oben) bieten solche Listen fast täglich an.
Auf die Guestlist kommt ihr über sogenannte Promoter.
Wichtig zu wissen: Guestlist bedeutet nicht automatisch garantierten Einlass. Gerade an Wochenenden, bei Feiertagen oder bekannten DJs kann es trotzdem Wartezeiten geben oder die Liste wird früher geschlossen, wenn der Club voll ist.
Außerdem gelten oft unterschiedliche Regeln:
– Frauen bekommen häufiger kostenlosen Eintritt
– Männer müssen oft früher erscheinen
– Gruppenverhältnisse können eine Rolle spielen
Fast immer gibt es eine feste Uhrzeit, bis zu der ihr eintreffen müsst. Wer zu spät kommt, verliert meist den Guestlist-Vorteil und ihr zahlt den regulären Eintritt. Insofern solltet ihr die Zeit unbedingt doppelt checken, meistens liegt diese bei spätestens 10.30 pm.
Mein Tipp: Lasst euch auf mehrere Gästelisten setzen – ggfs. auch bei unterschiedlichen Promotern.
Warum? Wie gerade geschrieben, kann es sein, dass ihr auf einer Gästeliste steht, aber trotzdem nicht in den Club hinein kommt. Oder aber, der angekündigte DJ ist „krank“ und die Veranstaltung ist dadurch uninteressant. Oder die Warteschlange der Gästeliste ist absurd lang. Alles durchaus realistische Szenarien.
Vergesst dabei aber bitte nicht: Gästelisten sind ein Privileg, kein Recht.
#7 Muss ich Trinkgeld geben?
In Las Vegas ist Trinkgeld in Clubs grundsätzlich üblich bzw. eigentlich sogar inoffizielle Pflicht – besonders beim Bottle Service.
Oft ist ein Teil davon allerdings bereits automatisch auf der Rechnung enthalten. Beim XS Nightclub, Omnia Nightclub oder ähnlichen Clubs besteht die Rechnung meist aus mehreren Punkten:
– Mindestumsatz bzw. Flaschenpreis
– Steuer
– Service Charge
– teilweise zusätzliches Trinkgeld
Die „Service Charge“ liegt häufig schon bei etwa 1-–20 %. Technisch ist das nicht immer identisch mit klassischem Trinkgeld, wird aber praktisch oft ähnlich behandelt. Viele Gäste geben trotzdem noch etwas extra, wenn der Service gut war – zum Beispiel:
– ein kleiner zusätzlicher Betrag in bar
– oder insgesamt etwa 20–25 % der ursprünglichen Rechnung inklusive aller Gebühren.
Mein Tipp: Fragt! Fragt eure Kellnerin bzw. euren Kellner, indem ihr sagt, dass ihr sehr zufrieden gewesen seid und nun ein entsprechendes Trinkgeld geben möchtet bzw. inwiefern das Trinkgeld bereits mit der Service Charge abgegolten ist. Ich habe damit nur gute Erfahrungen gemacht.
Wichtig zu wissen: In den USA unterscheidet sich das System grundlegend von dem in Deutschland. Das Trinkgeld ist nämlich aufgrund des niedrigeren Grundgehalts ein wichtiger Bestandteil des Gehalts! Deshalb geht diese Thematik also nicht mit der deutschen Brille an, sondern handhabt das Trinkgeld fair und bei gutem Service auch großzügig nach amerikanischem Maßstab.
#8 Wie ist die Kleiderordnung in den Nightclubs?
Eine wichtiger Punkt, denn auch hier gibt es deutliche Unterschiede in den USA und vor allem in Las Vegas. No-Gos sind:
- Sportkleidung,
- T-Shirts,
- Tanktops,
- kurze Hosen,
- Jeans,
- Caps,
- Baggy-Hosen,
- Flip-Flops,
- oftmals sogar Sneakers.
Informiert euch hier unbedingt entsprechend vorab.
Männer tragen meistens ein Hemd ggfs. sogar mit einem Sakko.
Frauen sind mit einem Kleid oder auch einen Jumpsuit sehr gut beraten. Sportlich lässige Outfits können problematisch sein. Achtet bei den Schuhen unbedingt darauf, dass ihr es bequem habt. Ggfs. Wechselschuhe mitnehmen.
Wichtig! Auch mit Reservierung / Bottle-Service oder Guestlist kann euch der Zutritt verweigert werden, wenn der Dresscode nicht passt!
#9 Wie läuft das mit den Hosts bzw. Promotern ab?
Wie oben bereits erwähnt, bringen euch Promoter auf die Gästelisten (Guestlists) und Hosts können euch Bottle-Services organisieren. Welche Variante ihr in Anspruch nehmen möchtet, hängt einzig allein von eurem Budget ab. Wenn ihr euch für einen Bottle-Service interessiert, versichere ich euch, dass sich die Hosts sehr um euch bemühen werden.
Wie komme ich vorher an die Kontakte von Promotern?
Schaut auf Social Media! Wenn ihr bei Instagram ein paar Las Vegas-Reels schaut oder speichert, werden euch sehr schnell Reels von Promotern vorgeschlagen. Logisch, die Promoter bezahlen genau dafür. Kontaktiert auf jeden Fall mehrere Promoter, die Angebote vergleichen zu können. DENN, einige Promotor sind teilweise auch auf bestimmte Clubs beschränkt. Die TAO Group ist zum Beispiel sehr prominent und wenn Promoter für die TAO Group tätig sind, bekommt ihr nur Specials für die Hotels dieser Kette angeboten (OMNIA, Hakkasan, Marquee, TAO).
Andernfalls bietet sich die Website lasvegasnightclubs.com an – hier werden sehr gute Informationen angeboten.
Worauf muss ich bei Promotern achten – positiv wie negativ?
Natürlich gibt es auch Schwarze Schafe, insofern solltet ihr auf folgende Punkte achten:
- Promoter fragen nicht direkt nach einer Anzahlung über irgendeine App wie zB Venmo. Ich habe immer erst direkt am Club selbst bezahlt.
- Wenn euch ein Promoter den Eintritt „garantiert“. Das kann er nicht, das ist komplett unseriös.
ABER: Ich habe nur gute Erfahrungen mit Promotern gemacht. Insofern, seid nett zu den Promotern, denn sie können der entscheidende Unterschied für eure Party sein! Kommuniziert klar und fair, seid pünktlich und haltet euch an die Vereinbarungen.
Wie komme ich in Kontakt mit Hosts?
Eine Möglichkeit ist, dass ihr euch bereits im Vorfeld per Email darum kümmert. Auch hier hilft die Website lasvegasnightclubs.com. Ich würde immer lieber eine Email schreiben, als via DM on Social Media – das wirkt ernsthafter, sprich interessierter. Hierbei solltet ihr unbedingt klar und ehrlich sein, hinsichtlich eurem Budget und was ihr erwartet. Mein Tipp: Trefft euch vor Ort mit eurem Host und tippt ihn gut – ihr werdet es nicht bereuen. Ein euch gut gesonnener Host öffnet viele Türen.
Oder aber ihr fragt vor Ort bei eurem Concierge im Hotel, denn auch der ist immer froh, wenn er ein paar USD nebenher verdienen kann.
Eine andere, kurzfristige Variante ist, früh abends am Club zu sein und die Augen und Ohren offen zu halten. Sehr viele Reservierungen werden erst am Veranstaltungstag selbst vergeben. Ich habe einmal einen sensationellen Tisch im Palm Tree Beachlcub für Steve Aoki ganz kurz vor Beginn organisiert – am Eingang und über einen Host.
Vergesst nicht: Die Hosts haben schon alles gesehen. Hier geht es nicht darum, mit den Geldscheinen zu wedeln, sondern geht respektvoll und fair miteinander um. Die Hosts erkennen schnell, wer es ehrlich meint und wer denkt, er kann mit Geld alles kaufen. Ich habe einem Host bei unserem ersten Besuch erklärt, dass wir uns hier einen Traum erfüllen, Geld ausgeben wollen, aber durchaus ein begrenztes Budget haben. Wir haben faires Trinkgeld gegeben und uns immer höflich behandelt. Dafür haben wir einen 1A-Service bekommen, der weit über den Standard hinaus ging. Wir haben tolle Hinweise bekommen, Restaurants wurden für uns reserviert und wir haben mehrfach die Warteschlange übersprungen. Das Verhältnis war so gut, dass ich ihn für den Junggesellenabschied wieder kontaktiert habe und er konnte sich noch voll und ganz an mich und meine Reise erinnern. Dementsprechend war auch die zweite Reise WELTKLASSE durch ihn organisiert. Alles hat reibungslos geklappt. Was ich sagen will, ein gutes Verhältnis mit einem Host kann euer Las Vegas-Erlebnis auf eine ganz andere Ebene heben…
#10 Meine besten und wichtigsten Tipps für euch
Soweit die Infos, aber folgend möchte ich euch noch gerne meine persönlichen Tipps basierend auf meinen Erfahrungen geben:
- Der Wichtigste Tipp in Las Vegas ist: Hinterfragt keine Preise! Las Vegas ist lächerlich teuer und das müsst ihr vorher wissen. Wenn ihr vor anfangt, jeden Euro umzudrehen, werdet ihr wenig bis keinen Spaß haben. Genau das habe ich von Freunden berichtet bekommen und ich habe es oft genug vor Ort gesehen.
- Plant Las Vegas als Once-in-a-lifetime-Event ein und erhöht dementsprechend euer Budget. Geht lieber nur zweimal feiern, aber dafür die beiden Male richtig, als viermal mit einem knappen Budget.
- Wenn ihr zu den Top-DJs geht, seht die Events als Konzerte und nicht als normale Clubabende an. Ich finde den Ansatz wichtig, denn bei einem Konzert kostet der Eintritt ja auch mehr als bei einem Clubabend.
- Plant, wenn möglich, einmal in einem Nightclub und einmal auf einer Poolparty den Bottle-Service mit ein. Die Erfahrung eines solchen Abends ist eine komplett andere, als wenn ihr keinen eigenen Tisch habt. In Las Vegas bedeutet eine Reservierung (bzw. der Bottle-Service) wirkliche VIP-Behandlung. Der Service wird euch (normalerweise) umhauen, ich war jedes Mal wieder begeistert, wie sensationell gut die Bedienungen und auch die Security arbeiten.
- Wenn ihr eine kleinere Gruppe in Las Vegas kennenlernt, überlegt euch, ob ihr vielleicht zusammen mal einen Bottle-Service in Anspruch nehmen wollt, sprich einen Table Share. DENN, zu zweit oder zu dritt ist der Preis dafür wirklich krass, zu fünft oder sechst ist es dann schon wieder eine ganze andere Nummer, sprich leichter finanzierbar.
- Oder aber, ganz eventuell steht ihr in der Warteschlange für die Gästeliste vor dem Club und könnt euch dort mit zwei anderen Leuten zusammentun. Der Sprung von der Gästeliste zum Bottle-Service in Sachen Erlebnis ist einfach gigantisch!!!
- Wenn ihr euch tatsächlich mal den Bottle-Service gönnt, macht nicht den Fehler vorher schon viel zu trinken, denn ihr werdet eure „Kapazitäten“ benötigen, um auch nur annähernd euren Mindestumsatz zu erreichen.
- Ich finde die Option „Ticket kaufen“ wird unterschätzt. In Las Vegas versucht jeder wie wild auf die Gästelisten zu kommen um sich den Eintrittspreis zu sparen. ABER, meine Erfahrung war, dass es sich lohnt ein Ticket zu kaufen – gerade bei den Top-DJs. Dort sind die Warteschlangen beim Gästelisten-Einlass mittlerweile nämlich teilweise sehr lang, während in der Ticketschlange kaum jemand ansteht. Klar, das Ticket kostet zwischen USD 50-100, aber ganz ehrlich, ewig in der Schlange anstehen kann echt nerven. Am Ende seid ihr schon KO, bevor ihr überhaupt im Club seid.
- Bei Pool-Partys könnt ihr währenddessen immer wieder sehr gut auch Essen bestellen, was ein Life-Saver ist. Plus, das Essen ist meist richtig klasse.
- Ihr werdet schnell feststellen, dass Frauen immer wieder an die Tische von Männergruppen eingeladen werden.
- Wenn ihr einen Promoter „engagiert“ habt, klärt normal um 18 Uhr ab, ob sich an der Vereinbarung irgendwas verändert hat. Ein Double-Check schadet nicht, glaubt mir, in Las Vegas ändern sich Dinge sehr schnell. Gleiches gilt bei einem Host.
- Für die Gästeliste müsst ihr früh vor Ort, aber wenn ihr auf keiner Gästeliste seid, kommt lieber erst gegen halb zwölf. Dann ist die erste große Rutsche durch und wenn ihr Glück habt, ist das genau die Phase, in der weniger los ist.
- Die Main Acts in den Clubs, also die Top-DJs legen meist nie vor 1 Uhr morgens auf!
- Genau deshalb ist dann auch ca. ab 24 Uhr wieder sehr viel am Eingang los!
- Unter der Woche sind alle Partys deutlich günstiger. Dort sind auch immer wieder Locals anzutreffen, im Gegensatz zum Wochenende, wenn die Stadt richtig knallt.
- Nehmt IMMER euren Ausweis mit! Auch wenn ihr Mitte vierzig seid, ist die Chance sehr hoch, dass ihr trotzdem danach gefragt werdet.
- Falls ihr doch schon etwas „vorglühen“ möchtet, wenn ihr den Casinos gambled, sind die Getränke während ihr spielt kostenlos! Einzig, ihr müsst die Bedienung unbedingt tippen, sprich Trinkgeld geben.












