Reisetipps USA – Arizona / Monument Valley Nationalpark

  • Das Monument Valley ist einer Wahrzeichen Amerikas! Die Weite, die Felsformationen und die Farben sind definitiv sehr beeindruckend.

  • Viele bekannte Western wurden hier gedreht.

  • In der Umgebung gibt es mit dem Mexican Hat und dem Forrest Gump-Point zwei kleinere, schöne Sehenswürdigkeit.

Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?

Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps für den Monument Valley

Folgend möchte ich euch ein paar wertvolle Hinweise zur Planung und Vorbereitung geben:

(diese gelten für die Zeit im Sommer)

  • Generell
    Es gibt drei Optionen den Park zu besichtigen:
    1) Man besucht nur das Visitor Center und macht von dort seine Bilder. Das BESTE und bekannteste  Bild, macht man direkt von der Terrasse des Visitor Center. Sprich, theoretisch kann das reichen.
    2) Man fährt selbstständig mit dem Auto durch den Monument Valley National Park und fährt so die einzelnen Stationen ab. Das habe ich gemacht.
    3) Man bucht eine geführte Tour bei der man in einem (offenen) Jeep durch den Park fährt. Ich habe mit Leuten gesprochen, die diese Variante gebucht haben und ich würde sagen, dass diese Variante Vor- und Nachteile hat.
    Vorteile: Es handelt sich um eine geführte Tour mit vielen Details und ein paar Stops, die man selbstständig eher nicht macht.
    Nachteil: Man wird komplett eingestaubt, da es ein seitlich offener Jeep ist!
    Hintergrund: Die Leute, von denen ich oben gesprochen habe, hatten ein Cabrio und wollten mit diesem nicht durch den Park fahren. Deshalb haben sie die Tour gebucht.
    Der Park selbst ist sehr leicht zu erkunden, denn es gibt nur eine Rundfahrt mit einer Zufahrtsstraße. Sprich verfahren kann man sich nicht. Wieviel Zeit für man diesen Loop verwendet, ist jedem selbst überlassen.
    WICHTIG! Der erste Teil der Tour ist etwas hügelig und hier ist ein Jeep definitiv hilfreich, wenn nicht sogar vorgeschrieben. Die Reifen drehen hier und da mal durch und das ist am Berg schon auch mal etwas kitzelig. Generell ist die Fahrt sehr ruckelig. 
  • Planung
    Tickets kann man im Vorfeld online zu kaufen.
    Dieser Park ist nicht wirklich überlaufen und es gibt keine zeitlichen Slots, sprich, hier kann man die Planung also locker angehen.
  • Wieviel Zeit sollte man einplanen?
    Ich würde zwei Stunden plus einplanen. Ich war im Besucherzentrum, bin dann den Loop abgefahren, habe hier und da für ein Foto angehalten und habe 2,25 Stunden gebraucht.
  • Anfahrt
    Die Anfahrt erfolgt über den Highway 163. Sollte man von Süden kommen und nach dem Monument Valley wieder umdrehen, sprich zurückfahren, kann ich noch empfehlen ein kleines bisschen weiter Richtung Norden zu fahren, denn dort gibt es noch den Forrest Gump Point und den Mexican Hat. Zwei Spots, die ich persönlich sehr lustig fand. Mehr Infos dazu weiter unten.
  • Tickets
    Die Tickets kann man im Vorfeld online kaufen, und zwar auf der folgenden Seite: Navaja Nation Parks
    Online ist das Ticket ganz minimal teurer, weil eine Online-Fee berechnet wird.
    Hier kauft man nur den Eintritt pro Person pro Tag (ca. USD 8,–).
    Lustig: Bei mir wurden die Tickets nicht mal kontrolliert, sondern es wurde gefragt wieviel sie gekostet haben. Dadurch, dass sie online teurer sind, wusste der Kontrolleur so, dass wir online gekauft haben…
    Info: Sollte man eine geführte Tour buchen wollen, würde ich dies in dem Fall über Getyourguide buchen, denn online gibt es hierzu auf der offiziellen Seite wenig hilfreiche Infos. So haben es alle gemacht, die ich vor Ort getroffen habe.
  • Visitor Center
    Das Visitor Center selbst fand ich ganz ok, mehr nicht. Karten des Parks gab es nur sehr spärlich, ich habe tatsächlich nur eine fotokopierte Karte erhalten.
    ABER: das Beste am Visitor Center ist der Aussichtspunkt, denn von dort kann man das bekannte Bild machen, wegen dem jeder hier ist.
  • Verpflegung
    Es gibt ein kleines Restaurant, aber wirklich gut essen kann man dort nicht.
  • Wandern
    Wirklich wandern (auf eigene Faust) kann man hier nicht. Man darf den Auto-Loop und die diversen Spots nicht verlassen.
    Was es gibt sind organisierte Wandertouren. Diese sollte man im Vorfeld buchen.
  • Wie plane ich den Besuch im Park?
    Mein perfekter Ablauf wäre wie folgt:
    – Mexican Hat (ab mittags)
    – Forrest Gump Point  (unbedingt vor 15 Uhr, weil man sonst die Sonne im Gesicht hat)
    – Monument Valley  (nachmittags ist die Sonne am besten)

Impressionen vom Monument Valley + Forrest Gump Place + Mexican Hat – ein kleines „Best-of“

Die besten Spots im Monument Valley

Folgend eine Auflistung der verschiedenen Spots mit Erklärungen zu dem Besuch:

West Mitten Butte – East Mitten Butte – Merrick Butte

Diese drei Felsen sind das „Signature-Bild“ des Monument Valley. Wenn man irgendwo ein Foto aus dem Monument Valley Navajo Tribal Park (wie der Park komplett heißt) sieht, dann ist diese Anordnung.

Butte heißt übersetzt Monolith oder Spitzkuppe. Dieses Wort kommt hier im Monument Valley häufiger vor.

Mitten beutetet übersetzt Fäustling und wenn man sich den linken und mittleren Felsen anschaut, könnte man auch denken, es handelt sich um Fäustlinge, wobei der Daumen jeweils innen ist.

Sentinel Mesa

Der Sentinel Mesa ist der größte Felsblock ganz am Rand der Einfahrt, sprich aus Sicht des Besucherzentrum links neben West Mitten Butte, und wirkt wie ein gewaltiges Denkmal.

Elephant Butte

Der Name ist Programm. Der Elephant Butte ist die erste Station auf dem Loop auf der linken Seite. Man fährt quasi auf ihn zu und kann ihn nicht übersehen.

John Ford Point

Der John Ford’s Point ist der einzige Spot innerhalb des Parks außerhalb des Visitor Center an dem etwas verkauft – nämlich Kunst- und Handwerk, sowie Schmuck der Navajos. Bekannt geworden ist dieser Bereich durch den Regisseur von John Ford, der hier viele seiner Filme und Western (wie zB Ringo) drehte. Nicht ohne Grund, denn hier kann man auch sehr gute Bilder – mit dem Elephant Butte im Hintergrund – machen.

South Loop

Im südlichen Teil gibt es einige weitere schöne Stopps mit prima Fotomotiven, wie zB The Hub Point oder The Cube.

Artist’s Point & Navajo Cementary

Wenn man quasi schon auf dem Weg zurück ist, kommt auf der rechten Seite nochmal eine kleiner Seitenweg, der allerdings eine Sackgasse ist. Dieser befindet sich beim Navajo Cementary und führt zum Artist’s Point. Dort ist man ganz leicht erhöht und hat nochmal eine tolle Aussicht.

Forrest Gump Point

Der Forrest Gump Point ist letztlich „nur“ eine Markierung auf der Straße, aber wer den Film gesehen hat, wird sich vielleicht erinnern, dass hier eine durchaus besondere und lustige Szene spielt. Am Straßenrand findet man ein eigenes Schild, denn hier hat der liebe Forrest beschlossen nach ca. 2 Jahren laufen aufzuhören und umzudrehen…

Natürlich ist der Punkt clever gewählt, denn die Kulisse ist wunderschön. So sieht man im Hintergrund sehr schön einige der bekannten Felsen des Monument Valley.

Mexican Hat

Wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine Art Gesteins-Sombrero mit einer Höhe von 65 Meter und einer Breite von 30 Meter. Der rote Sandsteinfelsen ist ein schneller (Foto-)Stopp.

Meine besten Spot-Tipps aus dem Monument Valley auf einer Karte

Auf dieser Karte sind wichtigen Locations markiert. Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.

Meine Fototipps für das Monument Valley, den Forrest Gump Point und Mexican Hat

  1. Mein Fototipp fürs Monument Valley ist den Park am Nachmittag zu besuchen. Letztlich ist das Bild von der Terrasse des Visitor Centers das Bild wegen dem man ins Monument Valley kommt. Und hier hat man am Nachmittag die Sonne im Rücken.
    Ich war im September von 14.30 bis 16.45 Uhr  im Park und war sehr zufrieden mit den Lichtverhältnissen. Natürlich kommen am späteren Nachmittag die rötlichen Färbungen noch mehr zur Geltung.
    Letztlich ist es dann eine Frage, ob man rund um den Monument Valley Park übernachten oder nicht.
  2. Beim Forrest Gump Point ist es wichtig, dass man vor 15 Uhr dort ist, idealerweise noch früher, denn ansonsten hat man die Sonne im Gesicht und kann das beste Bild nicht machen.
  3. Der Mexican lässt sich am besten ab der Mittagszeit fotografieren.

Filmtourismus – wo kann ich Drehorte von berühmten Filmen finden?

Rund um den Monument Valley wurden einige berühmte Filmszene gedreht.

  1. Forrest Gump – Nicht direkt IM Park, aber direkt davor. Siehe oben Forrest Gump Point.
  2. Zurück in die Zukunft III – Als Marty McFly zurück ins Jahr 1885 geschickt wird, landet er mitten in einer Verfolgungsjagd von Indianern und Kavallerie. Diese Szene wurde im Monument Valley Navajo Tribal Park gedreht.
  3. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Filme, bei denen größere und kleinere Szene hier gedreht wurden:
    – Indiana Jones 3
    – Thelma & Louise
    – Once upon a time in the west
    – A Million ways to die in the west
    – Transformers

Fun Facts zum Monument Valley Navajo Tribal Park

  • Das Monument Valley ist KEIN offizieller Nationalpark, sondern es gehört  der Navajo Nation, so dass die Verantwortung alleine bei den Navajos liegt.
  • Trotz seines Namens ist das Monument Valley eher ein Plateau mit markanten Tafelbergen (Mesas) und Felsnadeln, die durch Erosion entstanden sind.
  • Das Monument Valley liegt an der Grenze zwischen Utah und Arizona, aber der berühmteste Teil befindet sich in Arizona.
  • Die markanten Felsformationen ragen bis zu 300 Meter über den Talboden hinaus.
  • Die Navajo nennen das Tal „Tsé Biiʼ Ndzisgaii“, was so viel bedeutet wie „Tal der Felsen“.
  • Das berühmte Bild mit den „Mittens“ wurde in zahllosen Windows-Desktop-Hintergründen verwendet.