Die USA sind eines der beliebtesten Reiseziele der Welt! Vor allem, wenn man aus deutschsprachiger Sicht nur über Langstreckenziele spricht. Ich selbst habe zweimal in den USA gelebt und war insgesamt sicherlich über 50x dort. Aus dem Grund stelle ich hier sehr gerne ein paar meiner wichtigsten, praktischen Tipps für eine Reise in die USA zusammen:
Was muss ich bei der Einreise beachten?
Deutsche und österreichische Staatsangehörige nehmen am „Visa Waiver“ Programm der USA teil und können normalerweise bis zu einer Dauer von neunzig Tagen ohne Visum in die USA einreisen, wenn sie
- im Besitz eines mindestens für die Dauer des gesamten Aufenthaltes (einschließlich Tag der Ausreise) gültigen, elektronischen deutschen oder österreichischen Reisepasses (e-Pass mit Chip) sind.
Jedoch setzen einige Fluglinien einen bei der Einreise in die USA noch mindestens sechs Monat gültigen Reisepass voraus. - ein Rück- oder Weiterflugticket (welches nicht in Kanada, Mexiko oder der Karibik enden darf) vorweisen können
- ein gültige elektronische Einreisegenehmigung (ESTA) erteilt bekommen haben
- Minderjährige können ebenfalls Visum frei einreisen, vorausgesetzt sie sind im Besitz eines eigenen e-Reisepass und einer gültigen ESTA. Der Kinderreisepass kann nur in Verbindung mit einem Visum genutzt werden.
Was ist das ESTA-Formular?
Seit 2009 muss eine elektronische Reisegenehmigung (Electronic System for Travel Authorization) vor Reiseantritt angefordert werden.
Dies erfolgt über die ESTA-Website https://esta.cbp.dhs.gov und ist gebührenpflichtig (ca. USD 20,– pro Person).
Ich würde empfehlen, den ESTA-Antrag mindestens 72 Stunden vor Reiseantritt zu stellen. Meistens kommt sehr schnell die Benachrichtigung, dass der Antrag genehmigt wurde, aber ein bisschen Puffer sollte man einbauen, für den Fall, dass etwas nicht glatt läuft.
Der Antrag an sich ist nicht sonderlich kompliziert und auch auf Deutsch möglich. Hierfür sollte man seinen Reisepass bereit halten und die Kontaktdaten des ersten Hotels in den USA.
Der ESTA-Antrag vereinfacht übrigens auch das Einreiseprozedere in den USA enorm.
WICHTIG! Eine gültige ESTA-Genehmigung begründet keinen Anspruch auf Einreise in die USA! Die endgültige Entscheidung über die Einreise trifft der zuständige US-Grenzbeamte.
Wie bezahle ich am besten in den USA?
In den USA kann man so gut wie alles mit Kreditkarte bezahlen. Auch eine Kaugummi-Packung im Supermarkt. Ich nutze diese Möglichkeit sehr gerne, weil es deutlich angenehmer ist, als immer Bargeld mit sich herumzuschleppen.
Mein Tipp: Vor der Abreise (speziell bei längeren Reisen) informiere ich immer meinen Bankberater, dass ich in den USA bin und dass durchaus auch mal höhere Umsatz dort generiert werden können. So laufe ich nicht Gefahr, dass die Kreditkartenfirma vermutet, dass die Kreditkarte gestohlen wird.
Wie telefoniere ich in den USA mit meinem Handy?
Zunächst einmal empfehle ich in jedem Fall NICHT ganz normal mit der eigenen, normale SIM-Karte in den USA zu telefonieren oder das Datenroaming zu nutzen (außer man hat einen Tarif bei dem das unbegrenzt inkludiert ist), denn das kann absurd teuer werden.
ABER, man will ja unterwegs auch WhatsApp oder vor allem auch Google Maps nutzen, weshalb man durchaus auf eine gute Internetverbindung – ABSEITS des Wl-Lans in den Hotels – angewiesen ist.
Dementsprechend ist es mittlerweile eine richtig gute Option sich eine eigene SIM extra für die USA zu besorgen. Dabei gibt es zwei Varianten:
- eSIM
Mobiles Internet auf Reisen bekommst du zum Beispiel ganz einfach mit einer sogenannten E-SIM, die rein digital existiert und komplett online aktiviert und genutzt werden kann. Dabei brauchst du keine physische SIM-Karte mehr, was einige organisatorische Dinge wie zum Beispiel den Versand hinfällig werden lässt.Deine eigene SIM-Karte kann dabei im Smartphone verbleiben und weiterhin (falls du das möchtest) für Anrufe genutzt werden, während die E-SIM dir die mobilen Daten zum Surfen liefert. Beste Konditionen bieten dir beispielsweise die USA E-SIM Tarife von SimlyStore. Die beliebtesten dabei sind der M-Tarif (5 GB für 19,90 Euro) und der XL-Tarif (20 GB für 49,90 Euro).
- Prepaid SIM-Karte
Alternativ gibt es natürlich auch weiterhin die klassische, physische Prepaid SIM-Karte. Hier gibt es unterschiedliche Tarife, abhängig von Dauer und Datenvolumen. Die SIM-Karte sollte man in Deutschland noch aktivieren und kann dann direkt bei der Ankunft in den USA online gehen kannst.Unterschiedlich große Datenpakete – oder auch unbegrenztes Datenvolumen – mit Hotspot-Funktion in 4G oder 5G Geschwindigkeit bieten dir die verschiedenen Tarife. Alle USA SIM-Karten von SimlyStore nutzen dabei das sehr gute amerikanische T-Mobile Netz. Bei den E-SIM Tarifen wird – je nach besserer Verfügbarkeit – auch das Netz von AT&T genutzt. Beide zählen zu den besten Mobilfunknetzen der USA.
Falls benötigt, kannst du dir sogar eine Telefonflat nach Deutschland, Österreich oder in andere europäische Länder mit dazubuchen. Für die USA ist eine Telefonflat ganz automatisch inkludiert.
Der Aktivierungsservice ist einfach und sehr komfortabel: Bei der Bestellung gibst du ein Aktivierungsdatum an, was normalerweise dein Einreisedatum ist. Einen Tag vorher wird deine Karte ganz automatisch aktiviert und du bekommst die Rufnummer per Mail zugesendet. Jetzt einfach nur noch die Karte in das Smartphone einlegen und schon ist alles erledigt.
Warum empfehle ich SimlyStore?
Ganz einfach: eigene, positive Erfahrung. Mittlerweile habe ich SimlyStore zweimal genutzt und war beide Male sehr zufrieden. Auch eine Nachbestellung für zusätzliches Datenvolumen hat wunderbar geklappt.
Generell ist SimlyStore einer der renommiertesten und etabliertesten SIM-Karten Anbieter in Deutschland. Entsprechend erfahren ist auch der Support, den ich auch schon einmal in Anspruch genommen habe.
Welche Steckdosen gibt es in den USA?
Ganz wichtig ist Adapter für die Steckdosen in den USA, denn die deutschen Stecker passen leider nicht.
PLUS: In den USA hat es eine andere Stromspannung als bei uns in Deutschland, nämlich anstelle der gewohnten 230 Volt, sind es in den USA nur 120 Volt
Meistens hat man damit keine Probleme, aber es lohnt sich sicherheitshalber definitiv mal einen Blick auf das Etikett des jeweiligen Geräts zu werfen, um zu checken, dass dieses „Dual Voltage” unterstützt. Falls nicht, benötigt man einen Spannungswandler.
Gibt es bei Restaurantbesuchen etwas zu beachten?
- Der wichtigste Aspekt ist definitiv das Trinkgeld. Weil dies so ein besonderer Aspekt ist, habe ich weiter unten hierzu einen extra Punkt angelegt.
- Darüber hinaus gibt es nämlich noch eine weitere Besonderheit, die sich von Restaurantbesuchen in Deutschland stark unterscheidet. Und zwar ist es in den USA komplett üblich, dass man für seinen Tisch „ansitzt“. Sprich, man geht zum Empfang, nennt seinen Namen und Gästeanzahl und wartet dann auf seinen Tisch. Gerade beim Frühstück ist dies ein wichtiger Faktor, denn die Wartezeit kann auch locker mal 30 Minuten und mehr betragen. Dabei zuckt aber kein Amerikaner, dies ist völlig normal. Darauf sollte man sich einstellen, wenn man nicht reserviert hat! Die meisten Restaurants bieten dafür auch extra eine Wartebereich oder man kommt einfach in der vereinbarten Zeit zurück (idealerweise etwas vorher). Einfach fragen, was gewünscht oder praktikabel ist.
- Anders als in Deutschland wartet man am Eingang darauf zu seinem Platz gebracht zu werden. Hier würde ich immer empfehlen dies auch zu respektieren.
Wieviel Trinkgeld gibt man in den USA?
Ich habe mir mal den Tipp „double the tax“ gemerkt (gilt nur für New York!) und das sollte man durchaus immer als Ansatz verwenden, DENN in den USA unterscheidet sich das System grundlegend von dem in Deutschland. Das Trinkgeld ist nämlich aufgrund des niedrigeren Grundgehalts ein wichtiger Bestandteil des Gehalts! Dies spiegelt sich normalerweise auch in der Qualität des Services wieder, der in den USA meistens sehr gut ist. Daher wäre meine Empfehlung bei einem guten Service immer zwischen 15-20% Trinkgeld zu geben.
Was bedeutet Tapwater?
Tapwater bedeutet übersetzt Leitungswasser. Sprich, es handelt sich um das Wasser aus einem Wasserhahn in einem Gebäude.
Leitungswasser wird ja in Deutschland nach und nach etwas gängiger, aber in den USA ist es wirklich komplett normal, sich ein Glas Leitungswasser / Tapwater zu bestellen. Hier keine Hemmungen haben, einfach machen. Keiner wird komisch schauen…
Ab wie vielen Jahren darf ich Alkohol trinken?
Ab 21 Jahren! Das gilt es zu beachten und es wird auch streng kontrolliert.
UND das Trinken auf offener Straße ist NICHT erlaubt! Deshalb sieht man auch oftmals Menschen mit diesen ominösen, braunen Verpackungen um ihre Getränke.
Brauche in den USA eine Auslandskrankenversicherung?
Für mich die klare Antwort: JA!
Bei einer Erkrankung oder einem Unfall können die Kosten für einen Arztbesuch schnell richtig hoch sein und wenn man hier keine Absicherung hat, rutscht man schnell in eine Kostenfalle. Mit einer Auslandskrankenversicherung hat man dieses Risiko sinnvoll gedeckelt.
Bitte unbedingt vergleichen! Es gibt viele Anbieter mit vielen unterschiedlichen Leistungen. Wer beim ADAC Mitglied ist, sollte dort auf jeden Fall auch mal anfragen.
Ein Punkt, der bei Auslandskrankenversicherung immer ein Thema ist, ist neben den Behandlungskosten vor Ort, ein Rücktransport nach Deutschland bei schwerwiegenden Fällen. Diese Thematik sollte man in jedem Fall auch checken.
Wann und wie kann ich Sportevents in den USA besuchen?
Wer das erste Mal in den USA ist, hat die Möglichkeit die TOP 4 der amerikanischen Sportarten, also Football, Basketball, Baseball und Eishockey (in den USA nur Hockey genannt!), zu besuchen. Einzig, man muss beachten, dass jede Sportart ihre Jahreszeit hat:
Football (NFL): September bis ca. Januar / Februar
Basketball (NBA): Oktober / November bis ca. April / Mai
Baseball (MLB): April bis ca. Oktober
Eishockey (NHL): Oktober / November bis ca. April / Mai
Warum diese vagen Angaben? Nun, es hängt davon ob, ob es das jeweilige Team in die Playoffs (sprich so etwas wie eine Meisterschafts-KO-Runde) schafft. In dem Fall dauert die Saison dann entsprechend länger.
WICHTIG! Tickets für amerikanische Sportevents sind teuer! Ohne Wenn und Aber. Wer mit deutschen Preisen, wie zum Beispiel für ein Fußballspiel, rechnet, wird schnell vom Stuhl rutschen, wenn er sieht, was dort aufgerufen wird. Hier greift man preislich schnell in ein ganz anderes Regal. USD 200 pro Ticket sind hier keine Seltenheit – darauf sollte man sich einstellen.
