Ich bin riesiger Filmfan. Ich denke mit Momo (die Version aus dem Jahr 1986) hat alles angefangen und James Bond hat mich dann endgültig in den Bann großer Filme gezogen. Tatsächlich weiß ich noch genau, wie ich mit meiner Mutter Roger Moore in der Rolle des MI6-Agenten in Ägypten (Der Spion, der mich liebte) bestaunt und von da an jeden Film aus dieser Reihe aufgesaugt habe. Ägypten hat mich spätestens seit den Asterix-Comics eine große Faszination auf mich ausgeübt und die Szenen in dem oben erwähnten James Bond-Film haben dann ihr Übrigens getan. Diese exotischen und besonderen Filmlocations schienen mir damals unendlich weit weg und nahezu „unerreichbar“. Als ich dann angefangen habe, „richtig“ zu verreisen habe, speziell meine erste Reise in die USA nach Miami fällt mir hier ein, war ich fasziniert davon echte Drehorte zu besuchen. Sprich, da wo berühmte Filme tatsächlich entstanden sind. Kurioserweise war dies der Säulentempel in Luxor, der in meinem ersten James Bond eine wichtige Rolle spielt.
Seitdem habe ich große Freude daran ganz bewusst zu besonderen Filmlocations zu reisen, um die Magie gewisser Filme noch etwas intensiver zu spüren.
Ich habe euch hier eine Liste von Filmlocations erstellt, die mir ganz besonders gut gefallen haben.
Ganz wichtig, mir geht es nicht unbedingt darum die bekanntesten Spots anzugeben, wie zum Beispiel das Empire State Building, das in Schlaflos in Seattle eine wichtige Rolle spielt, denn das wäre mir zu einfach. Ich meine, es handelt sich um eine DER Sehenswürdigkeiten in New York, insofern ist mir das ein bisschen zu billig. Es geht darum Locations zu finden, die man vermutlich so nicht besichtigen würde und / oder die in den jeweiligen Film genau so zu sehen sind, wie sie auch jetzt noch aussehen. Denn nur dann ist das Erlebnis vor Ort natürlich auch entsprechend aufregend…
Folgend nun meine Liste, wobei es sich um kein Ranking handelt, sondern ich gehe geographisch von Europa in die USA und dann weiter nach weltweit. Vorne gebe ich immer die Stadt / den Bundesstaat und dahinter den entsprechenden Film an:
#1 Karlsbad (Tschechien) – James Bond, Casino Royal
#2 London (England) – Notting Hill
#3 Skiathos / Skopelos (Griechenland) – Mamma Mia! (ABBA)
#4 Florenz (Italien) – Inferno
#5 Matera (Italien) – James Bond, Keine Zeit zu sterben
#7 New York (USA) – Sex and the City
#8 Boston (USA) – Good Will Hunting
#9 Miami (USA) – Bad Boys & Scarface
#10 Chicago (USA) – Die Hochzeit meines besten Freundes
#11 Chicago (USA) – Und täglich grüßt das Murmeltier
#12 Chicago (USA) – Kevin – Allein zu Haus
#15 Los Angeles (USA) – Universal Studios
#16 Oregon (USA) – Der große Trip & Shining
#17 Ko Phi Phi (Thailand) – James Bond, Der Mann mit dem goldenen Colt
#1 Karlsbad (Tschechien) – James Bond, Casino Royal
Mein erster Spot ist einer meiner absoluten Lieblinge! Warum, weil man die Filmlocations ganz fantastisch besuchen und erleben kann.
Sicherlich handelt es sich um einen der bekanntesten und beliebtesten James Bond-Filme und wie der Name schon sagt, wird im ersten Daniel Craig-007-Abenteuer „gespielt“. Und der Teil des Films, in dem tatsächlich Poker gespielt wird, wurde in Karlsbad gedreht.
Hier sind die verschiedenen Locations:
Grandhotel Pupp
Tatsächlich weiß ich leider nicht – obwohl ich viel recherchiert habe – wo die Pokalrunde gedreht wurde, aber viele einzelne Sequenzen wurden im Grandhotel Pupp gedreht.
- Als James Bond und Vesper Lynd in Montenegro ankommen (wie gesagt, im Film spielt die Handlung nicht in Tschechien), checken sie hier. Man kann die Fassade und die Auffahrt des Hotels sehr gut erkennen.
- In einer Szene (ich will nicht spoilern) sitzen James Bond und Vesper Lynd abends zusammen im Restaurant des Hotels – eine besondere Szene. Tatsächlich hatte ich das Glück beim Frühstück an genau jenem Platz zu sitzen!
- Eine weitere Außenszene, als James Bond auf den Parkplatz stürmt, wurde genau hier vor dem Hotel gedreht.
Mühlbrunnenkolonnade
Als James Bond und Vesper Lynd in Karlsbad (bzw. in Montenegro) ankommen, wurde die Mühlbrunnenkolonnade kurzerhand zu einem Bahnhof „umfunktioniert“. Die Säulen und die Uhr sind im Film sehr gut zu erkennen.
Loket
Im nur wenige Kilometer von Karlsbad entfernten Loket treffen sich James Bond und Vesper Lynd mit ihrem Kontaktmann Rene Mathis und die beiden tauschen Informationen aus.
Hierfür wurde der Marktplatz von Loket verwendet, an dem es ohnehin einige Restaurants gibt, aber hier wurde extra mitten auf dem Platz eine Café-Terrasse gebaut. Im Film kann man auch sehr gut die Säule der Heiligen Dreifaltigkeit erkennen, die sich zentral auf dem Marktplatz befindet.
James Bond parkt seinen Aston Martin DBS vor einem Gebäude mit heller Fassade, welches man auch sehr gut erkennen kann.
James Bond, Vesper Lynd und Rene Mathis sitze im Filmzwischen dem Hotel Goethe und dem Hotel Bily Kun. In einer der Szenen kann man sogar die Fassade des Hotels mit dem Namen hinter Matthis sehen. Es war die einzige Fassade, die für den Film nicht verändert wurde.
#2 London (England) – Notting Hill
Was für ein großartiger Film! Julia Roberts und Hugh Grant verzaubern das Publikum in einem der besten Filme im Jahre 1999. Und natürlich spielt sich alles in dem hippen Stadtviertel Notting Hill ab.
Dort findet ihr auch heute noch die beiden bekanntesten Spots des Films:
Die blaue Tür
Ein heimlicher Star des Films ist die Haustür von Hugh Grant und seinem liebenswert, schusseligen Mitbewohner Spike. Einige der besten Szenen spielen sich direkt vor dieser blauen Tür ab, weshalb man sie auch sofort wieder erkennen wird.
Erfreulicherweise befindet sie sich fast direkt an der „Hauptstraße“ Notting Hills, und zwar der Portobello Road. Es handelt sich mehr oder weniger um das Eckhaus an der Westbourne Park Road und ist aufgrund der immer wieder wartenden Touristen tatsächlich kaum zu verfehlen.
280 Westbourne Park Rd
Der Bookshop
Den Arbeitsplatz von Hugh Grant, einen im Film relativ unscheinbaren Reisebuchladen, könnt ihr nur wenige Meter entfernt besichtigen – er befindet sich in der 142 Portobello Road.
Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten war das Geschäft allerdings ein Antiquitätengeschäft, aus der später ein Möbelgeschäft hervorging. Heute ist es ein Souvenirladen, der ganz sicher bewusst sogar die Farben des Notting Hill-Plakats einsetzt. Irreführenderweise haben die heutigen Inhaber sogar auch noch ein Schild mit der Aufschrift „The Travel Book Shop“ angebracht, damit auch ja kein Besucher diese Filmlocation verfehlen kann.
Notting Hill, 142 Portobello Road
„Ain’t no sunshine“
In der dramatischen Szene, als es so aussieht, als ob die beiden sich „nicht bekommen“, schlendert Hugh Grant durch die Jahreszeiten an der Portobello Road entlang. Wenn man nach Notting Hill fährt, ist diese Straße sowieso eine der Hauptattraktionen, so dass es Hugh Grant gleichtun kann – nur vielleicht mit guter Laune…
#3 Skiathos / Skopelos (Griechenland) – Mamma Mia! (ABBA)
Diese beiden griechischen Inseln sind absolut traumhaft und definitiv eine Reise wert. Das dachten sich offensichtlich auch die Produzenten des Abba-Films Mamma Mia! aus dem Jahr 2008 mit Glenn Close, Pierce Brosnan, Amanda Seyfried und Collin Firth. Der Film wurde nämlich hier auf den beiden Insel gedreht und teilweise handelt es sich wirklich um wirklich spektakuläre Locations:
Skiathos – Skiathos Stadt Hafen
Die Szene in der Pierce Brosnan, Colin Firth und Stellan Skarsgard in Griechenland ankommen, wurde am Hafen von Skiathos gedreht.
Wenn man den Film ansieht, nachdem man dort gewesen ist, erkennt man die Location sehr schnell wieder.
Skopelos – Kastani Beach
Die meisten prägnanten Szenen wurden auf Skopelos gedreht und hier ist der Kastani Beach einer DER Topspots! Kein Wunder, dieser Traumstrand bietet die perfekte Kulisse…
Da Mamma Mia! ein Musical wird viel gesunden und hier an diesem Strand wurden gleich drei, großartige Titel von Abba ganz wunderbar interpretiert:
- Lay all your love on me – Amanda Seyfried und ihr Verlobter legen hier eine besten Performances des ganzen Films hin.
- Does your mother know – Eine großartige Beachparty mit der fantastischen Christine Baranski
- I. have a dream – Noch so eine besondere Szene, denn hier singt Amanda Seyfried bei nächtlichem Mondschein
Im Übrigen wurden der Steg und die Beachbar leider nur für den Dreh dort errichtet und danach auch wieder abgebaut. Und dennoch ist dieser Strand definitiv den Ausflug wert – eine wunderschöne Location.
Skopelos – Agios Ioannis
Und dann natürlich das Highlight und gleichzeitig große Finale des Films! Dass man hier einen solch besonderen Spot gefunden und verwendet hat, nämlich die Kirche Agios Ioannis, passt perfekt zu diesem Film voller fantastischer Sequenzen.
Die Hochzeit von Amanda Seyfried soll in einer kleine Kirche auf dem 100 m hohen Felsen fast mitten im Meer stattfinden. Dass der Weg dorthin durchaus beschwerlich ist, wird im Film ganz charmant gezeigt. Doch schließlich lohnen sich die Mühen, denn oben angekommen ist einfach alles nur wunderschön.
ABER, hier wurde tief in die Trickkiste gegriffen, denn Kirche ist winzig! So klein, dass wirklich nur zwei Handvoll Leute hinein passen. Im Film sind es allerdings deutlich mehr, sprich diese Szenen wurden nicht hier gedreht. Das macht aber nichts, denn diese Location hat definitiv etwas Magisches…
Ein absolutes MUSS auf Skopelos!
Zusatzinfo
Vielleicht ist euch aufgefallen, dass eine wichtige Filmlocation hier in der Liste fehlt, und zwar das Hotel von Meryl Streep. Leider gibt es diese kleine Pension nicht wirklich, sondern wurde nur extra für den Film gestaltet und hergerichtet. Sehr schade natürlich, ich bin mir sicher, die Buchungszahlen könnten sich sehen lassen…
#4 Florenz (Italien) – Inferno
Der dritte Teil der Robert Langdon-Serie (nach Sakrileg und Illuminati) mit Tom Hanks spielt über eine Stunde in Florenz. Hierbei entstehen ganz besondere Szenen in großartigen Spots (ich versuche nicht zu spoilern):
1) Die Eröffnungsszene mit dem Milliardär Bertrand Zobrist (gespielt von Ben Foster) einen Kirchturm hinausstürmt spielt im Glockenturm des Klosters Badia Fiorentina.
2) Wenig später flüchten Robert Langdon (Tom Hanks) und Dr. Siena Brooks (Felicity Jones) durch den Garten Boboli.
3) Kurz darauf folgen sie einer Spur über die Uffizien in den Palazzo Vecchio, und zwar in den imposanten Saal der 500. Dort suchen sie die berühmte Maske von Dante.
4) Und schließlich geht die Jagd weiter in das Baptisterium des Doms. Danach entscheiden sie letztendlich die Stadt zu verlassen…
Die Dreharbeiten waren alles andere als einfach, eben weil Florenz so touristisch ist und für einige Szenen extra die Sehenswürdigkeiten geschlossen werden mussten.
Wenn man aber vor Ort und dann die Szenen sieht, ist es in diesem Fall wirklich ganz besonders aufregend, weil man die Location so gut wieder erkennen kann.
#5 Matera (Italien) – James Bond, Keine Zeit zu sterben
Der letzte 007-Film von Daniel Craig beginnt mit einem Kracher. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Eröffnungssequenz hat nämlich extrem viel zu bieten: Action, eine besondere Location und das gewisse Etwas. Genau deshalb wollte ich unbedingt auf den Spuren von James Bond wandeln…
Piazza San Giovanni
Die vielleicht prägnanteste Szene ist, wenn der Aston Martin DB5 unter Beschuss gerät und dies passiert auf dem Piazza San Giovanni. Tatsächlich kann man den Platz sehr gut wieder erkennen.
Via Murro
James Bond und Madeleine gehen abends zu ihrem Hotel. Eine schöne Szene, vor allem weil sie im Abendlicht gedreht wurde.
Der Spot ist etwas schwer zu finden, weil er deutlich weiter oben ist, als man bei der ersten Suche meinen möchte. Also einfach immer weiter nach oben gehen und der Via Murro gehen, bis man den Spot findet.
Chiesa di San Pietro Caveoso (Kirche)
Hier startet die Auto-Verfolgungsjagd.
Ein phänomenaler Spot, der im Film und in Wirklichkeit großartig ist.
Kathedrale
Eine der für mich besten Bond-Szenen ever, und zwar wie 007 mit einem Motorrad von einer Straße (Via Gradoni Duomo) eine Rampe hinauf rast und anschließend auf dem Vorplatz der Kathedrale landet. Sensationell!
ABER: Die Rampe wurde installiert, diese gibt es tatsächlich nicht!
Zusätzliche Informationen:
- Das Hotelzimmer gibt es so leider (auch) nicht. Es wurde auf einer speziellen Plattform nur für die Dreharbeiten am Belvedere di Piazza Giovanni Pascoli gebaut (ein Aussichtspunkt mit Blick auf die Stadt).
- Im Film fährt der Aston Martin DB5 in einen Tunnel. Dies wurde auf einer Straße zwischen Sapri und Acquafredda gedreht, wobei der Tunnel allerdings mit CGI erstellt wurde.
- Szenen des Friedhofs in Matera wurden in Gravina gedreht. Im Parco Archeologico Madonna Della Stella wurden dafür künstliche Gräber errichtet. Hier wurden auch Gebäude durch CGI er- und eingesetzt, damit es wie ein Panorama von Matera aussieht.
Eine Szene ist auch noch besonders, und zwar als James Bond zum Grab von Vesper geht. Ein Teil des Friedhofs mit dem Grabmal wurde in der Nähe der Kirche Chiesa Rupestre della Madonna delle Vergini auf einer Hochebene mit Blick auf Matera extra angelegt.
Unterm Strich, den Friedhof kann man so leider nicht besuchen / besichtigen. - Folgend noch einige weitere Spots in Matera, die im Film in ganz kurzen Schnitten vorkommen:
– Via Fiorentini
– Via D’Addozio
– Via S. Potito
– Via Bruno Buozzi
#6 Philadelphia (USA) – Rocky
Einer meiner absoluten Lieblingsfilme und Helden ist Rocky. Ganz klar. Silvester Stallone hat sich mit der Studie über den liebenswerten Boxer, der sich als Außenseiter entgegen aller Widerstände nach oben kämpft, sein eigenes Denkmal gesetzt. Die Geschichte ist unzählige Male kopiert worden, aber keine erreicht auch annähernd das Original. Der Film wurde 1976 verdientermaßen dreimal mit dem Oscar (Bester Film, Beste Regie, Bester Schnitt) ausgezeichnet, wobei er sogar noch sieben weitere Male nominiert war. Unter anderem für das Beste Drehbuch, das Silvester Stallone selbst geschrieben hat. Der Film erreicht mich einfach auf ganz vielen Ebenen und ist für mich als Sportler ganz besonders prägend gewesen…
Die Rocky-Treppe
Die vermutlich berühmteste Szene wurde vor dem Philadelphia Museum of Art gedreht. Hier schleppt sich Rocky zunächst, während seines eher amateurhaften Trainings, die erstaunlich lange Treppe hinauf bis er dann nach mehreren sensationell inszenierten Trainingseinheiten schließlich förmlich nach oben sprintet. Oben angekommen reckt er triumphierend die Arme nach oben und feiert sich selbst: eine ikonische Pose.
Vor vielen Jahren hat sich dann für mich auf dem Rückweg aus der Karibik ganz überraschend mal die Chance für einen Zwischenstopp in Philadelphia ergeben und natürlich musste ich nicht lange überlegen. Gedacht, getan. Als ich dann schließlich ehrfürchtig vor dem Museum stand, bin ich selbstverständlich auch die Treppe nach oben gelaufen, um mich dann heroisch mit in die Luft gestreckten Fäusten jubelnd fotografieren zu lassen. Was sich unter Umständen etwas unangenehm bis peinlich anhört, ist vor Ort allerdings komplett normal, denn genau diese Pose wird tatsächlich von unzähligen Touristen genauso andauernd nachgestellt.
Auf dem oberen Plateau findet ihr sogar zwei bronzene Fußabdrücke als Erinnerung an diese einzigartige Filmszene.
Direkt am unteren Ende der Treppe (auf das Museum schauend rechts) steht zudem eine imposante Rocky Statue aus dem dritten Teil der Rocky-Saga. Dort könnt ihr ein großartiges Erinnerungsfoto machen, müsst allerdings gegebenenfalls ein bisschen Geduld mitbringen, denn dort bildet sich häufiger mal eine längere Schlange von Besuchern. ABER, das Warten lohnt sich!
Rocky’s Haus
Ein weiterer Drehort in Philadelphia ist das Wohnhaus von Rocky in der 1818 E Tusculum Street. Ich bin dort extra vorbei gefahren, aber ihr solltet wissen, dass sich das Gebäude in einem SEHR einfachen Wohnviertel befindet.
Italian Market
In Rocky II führt Rockys Trainingslauf außerdem quer durch verschiedene Teile der Stadt. Die Route verläuft unter anderem über den Italian Market in der 9th Street, den ich ebenfalls besucht habe, um dort ein weiteres, Filmfoto zu ergattern. Hierfür habe ich eine autofreie Phase abgewartet, um dann die Straße entlang zu joggen und – genau wie Rocky – dabei während des Laufens Bekannte am Straßenrand zu grüßen. Ich kann mir vorstellen, dass die Szene für Außenstehende ziemlich lustig war, denn natürlich standen bei mir keine Freunde am Straßenrand, weshalb ich einfach wahllos irgendwelche Passanten gegrüßt habe. Ich finde, aber dass das entstandene Foto sogar ganz gut gelungen und erstaunlich „nah“ am Original dran ist.
Rocky’s Restaurant
Das Restaurant, das Rocky im sechsten Film betreibt und nach seiner verstorbenen Frau Adrian benannt hat, existiert ebenfalls in Wirklichkeit. Die Szenen wurden im Victor’s Cafe in der 1303 Dickinson Street gedreht.
#7 New York (USA) – Sex and the City
Ich gebe zu, dass Sex and the City (SATC) für New York fast schon ZU naheliegend ist, aber nachdem die Besichtigungstouren zu den Spots von Carrie (Sarah Jessica Parker), Charlotte (Kristin Davis), Samantha (Kim Cattrall) und Miranda (Cynthia Nixon) immer noch sehr erfolgreich laufen bzw. gebucht werden, habe ich mich dann eben doch für diese weltweit sehr beliebte Serie entschieden.
Das Erfolgsrezept der Serie besteht aus so vielen Zutaten, aber die Stadt New York ist definitiv eine davon. Und dementsprechend gibt es auch einige, tolle Location, die durch die Serie echte Hotspots geworden sind:
Carries Appartement
Eine der wichtigsten Locations der ganzen Serie! Vor Carries Appartement haben viele Dates begonnen, eine Wendung genommen oder besondere Momente durchgemacht. Der Treppenaufgang und die auch die ganze Straße sind sehr häufig zu sehen. Wenn man einmal davor steht, erkennt man die Szenerie sehr schnell wieder.
UPDATE: Es gab zuletzt immer mal wieder Videos, in denen der „nicht erfreute“ Inhaber des Appartements Touristen anspricht. Es hängt mittlerweile sogar eine Kette am Aufgang. Dies nur als Hinweis für die richtige Erwartungshaltung.
60 Perry St, New York
Magnolia Bakery
Ganz in der Nähe von Carrie’s Appartement findet man die Magnolie Bakery, welche in der Serie selbst (Staffel 3, Folge 5) insgesamt eher eine kleinere Rolle spielt, dafür aber seitdem in der kulinarischen Welt New Yorks eine umso größere!
Tatsächlich essen Carrie und Miranda nur einmal hier Cupcakes, seitdem entwickelte sich aber ein kleiner Hype um diese zugegebenermaßen hübsche und charmante Bäckerei. Die Cupcakes sollte man unbedingt mal probieren – schräg gegenüber kann man sich in dem kleinen Park wunderbar hinsetzen und diese Leckerei genießen.
401 Bleecker St, New York
Scout’s
Aidan und Steve eröffnen später eine Bar, und zwar das Scout, welche in Wirklichkeit O’Neals heißt. Diese Lower-East-Side-Bar ist ein durchaus beliebter Hotspot und definitiv einen Besuch wert. In der Serie, sagt Carrie als sie die Bar alleine betritt: „There was no sign of him, but he was everywhere. In the mahogany bar, wood floors, carved ceiling. The whole place looked and felt just like Aidan“. Tatsächlich ist das schwere Holz unverkennbar und passt sehr gut zum Möbeldesigner Aidan.
174 Grand St, New York
Weitere Spots
Neben diesen besonderen Spots, gibt es noch drei echte New Yorker Sehenswürdigkeiten, die in der Serie eine prominente Rollen einnehmen „durften“.
Zum einen wäre da die New York Public Library auf der 5th Avenue, in welcher Carrie ihren Mr. Big im ersten Film heiraten soll… Wer den Film kennt, weiß, was hier für eine „tiefe“ Szene hier stattfindet.
Zum anderen spielt direkt vor dem berühmten Plaza Hotel am Central Park eine ebenfalls recht wichtige Szene, und zwar treffen in Folge 18, der zweiten Staffel, Carrie & Mr. Big hier aufeinander – kurz nach dessen Verlobung mit Natasha. Ein großer Moment!
Und schließlich möchte ich die Brooklyn Bridge noch erwähnen, denn ich finde die Szene, in der sich Miranda & Steve in der Mitte der Brücke treffen wollen, um zu sehen, ob sie beide eine Zukunft haben, ganz besonders schön.
#8 Boston (USA) – Good Will Hunting
Ein toller Film! Eine besondere Szene spielt auf einer Park Bank und genau diese Bank kann man besuchen. Den Spot habe ich oben in meiner Boston-Karte markiert. Wenn man vom Boston Common kommt und die Suspension Bridge überquert kommt die Brücke auf der rechten Seite.
Public Garden
#9 Miami (USA) – Bad Boys & Scarface
Dass ich Miami hier irgendwie mit einbauen muss und auch möchte, war mir sehr schnell klar, denn in Miami habe ich das erste Mal amerikanischen Boden betreten und war sehr aufgeregt, dort zu sein, wo so viele Serien und Filme gedreht wurden.
Bad Boys
Dieser Actionknaller aus dem Jahr 1995 mit Will Smith wird meinen besten Freund und mich auf ewig verbinden. Ich war gerade 18 und er 28 Jahre jung, als wir uns diesen Film gemeinsam im Kino angesehen haben.
In einer besonders prägnanten Szene stehen Will Smith und Martin Lawrence in Zeitlupe auf und posieren ikonisch vor dem Tropics Hotel, welches im Hintergrund hervorragend zu erkennen ist. Ich habe die Szene mit einem wunderbaren Freund aus Cuba 2023 nachgestellt, wie ihr unten auf dem Foto erkennen könnt (wir mussten in die verkehrte Richtung fotografieren, weil auf der anderen Seite ein fetter Kran stand). Das Hotel findet ihr in der 1550 Collins Ave, Miami Beach.
Leider kann ich euch das Bild aus dem Film aus lizenzrechtlichen Gründen nicht zeigen, aber ihr findet die Szene hier bei YouTube – ganz am Ende des Videos. Für mich eine legendäre Sequenz.
Bad Boys 2
Und auch die Fortsetzung spielt teilweise in Miami, wobei das pompöse Haus des Bösewichts Johnny Tania in Wirklichkeit ein Museum ist. Es handelt sich um die Villa Vizcaya in 3251 S. Miami Avenue, die ihr heute sehr gut besichtigen könnt.
Bad Boys for life
Und wie sollte es anders sein, auch im dritten Teil spielt eine ganz wichtige Szene in Miami Beach. Und zwar als sich Marcus (Martin Lawrence) und Mike Lowry (Will Smith) ein Rennen am Ocean Drive liefern, endet das Ganze in einer folgenschweren Szene (ich will nicht spoilern). Diese Sequenz findet im Bereich zwischen dem Starlite Café und dem Beacon South Beach Hotel statt.
Im Übrigen wurde genau hier bereits eine andere, weltberühmte Szene gedreht…
Scarface
Dieser Kultfilm aus dem Jahr 1983 von Brian De Palma machte Al Pacino in der Rolle des skrupellosen Tony Montana wohl endgültig zur Filmikone.
Auch wenn einige Szenen in Kalifornien entstanden, wurden die bekanntesten Schauplätze bewusst in Miami und Miami Beach ausgewählt. Die berüchtigte Kettensägen-Szene spielt beispielsweise direkt am Ocean Drive, unweit des heutigen Beacon Hotels – siehe oben Bad Boys for life. Das Gebäude mit der Hausnummer 728 Ocean Drive, in dem ein Drogengeschäft eskaliert, wird heute ganz unspektakulär von einer CVS-Filiale genutzt. Die Stufen des Gebäudes sind mittlerweile abgesperrt – vermutlich weil zu viele Fans dort hinauf gelaufen sind. ABER, direkt neben den Stufen gibt es eine Plakette, die an den Film Scarface erinnert. Die Szene im Inneren des Hauses wurde allerdings in einem Studio gedreht.
#10 Chicago (USA) – Die Hochzeit meines besten Freundes
Diese wunderbare, romantische Komödie mit Julia Roberts und Cameron Diaz war ein riesiger Kassenerfolg im Jahr 1997. Viele Szenen wurden hierbei in Chicago gedreht, wobei ich speziell die zweite, hier angegebene Filmlocations absolut fantastisch finde.
Fourth Presbyterian Church
Auch wenn die Kirche nur zweimal kurz im Film zu sehen ist, so ist sie doch irgendwie eine besondere Filmlocation. Ich will hier nichts spoilern, aber ich habe die Front tatsächlich auch ohne Hinweis sofort wiedererkannt.
126 E Chestnut St, Chicago, IL 60611
Union Station
Zum Ende des Films haben Julia Roberts und „ihr bester Freund“ ein denkwürdiges und entscheidendes Gespräch. Dieses findet im Hauptbahnhof Chicagos, und zwar der Union Station, statt. Wenn man die Eingangshalle betrifft, erkennt man die Location ganz sicher sofort wieder!
Ich habe es sehr genossen mich auch mal auf die Holzbänke zu setzen und mir diese Szene in Erinnerung zu rufen…
225 S Canal St – Union Station, Chicago, IL 60606
#11 Chicago (USA) – Und täglich grüßt das Murmeltier
Diese Filmkomödie aus dem Jahr 1993 spielt in Punxsutawney, Pennsylvania, einer Gemeinde in Jefferson County. ABER keine der Szenen des Films wurde dort gedreht! Stattdessen fanden die Dreharbeiten zum Murmeltiertag an verschiedenen Orten rund um Woodstock, Illinois, etwa 61 Meilen nordwestlich von Chicago, statt.
Phil’s Unterkunft
Ein wichtiger Ort des Film ist das kleine Bed&Breakfast-Hotel Cherry Street Inn. Dort wacht er jeden Tag auf und stellt fest, dass er den 2. Februar, den Murmeltiertag, immer wieder erlebt. Während die Gastgeberin Mrs. Lancaster versucht Smalltalk mit ihm zu betreiben, reagiert er anfangs sarkastisch, dann verwirrt und schließlich resignierend. So oder so, die Szenen sind absolut fantastisch!
Bei dem Cherry Street Inn handelt es sich um ein charmantes Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert, das als historisches und entspannendes Ziel in der Stadt bekannt ist.
Wenn ihr dort wohnen möchtet, wo Phil Connors lebte, solltet ihr eines der Zimmer des Cherry Tree Inn B&B in Betracht ziehen.
344 Fremont St, Woodstock, IL 60098
Phil trifft auf Ned
Auf dem Weg zur Berichterstattung über das Murmeltiertag-Festival in der Stadt trifft Phil einen alten Schulfreund, der so begeistert ist, dass er sich freut, ihn zu sehen. Er stellt sich als Ned Ryerson von der Case Western High vor, der einmal mit seiner Schwester zusammen war. Doch Phil ist nicht sehr erpicht darauf, sich mit diesem Mann zu unterhalten, der ihm unbedingt eine Lebensversicherung verkaufen will. Bei dem Versuch, vor Ned zu fliehen, tritt er an einem Randstein in eine Pfütze, wo sich heute sogar eine kleine „Gedenktafel“ befindet.
Diese sich im Film immer wiederholende Situation, an der Phil wiederholt auf Ned trifft, befindet sich an der nordöstlichen Ecke des Town Square in Woodstock. Genauer gesagt an der Cass Street mit ihren zahlreichen Geschäften, Boutiquen und Cafés.
100 Cass St, Woodstock, IL 60098
Gobbler’s Knob
Direkt nach der Flucht vor New kommt Phil am Festgelände, auf dem das Murmeltier in Erscheinung tritt, an: dem Gobbler’s Knob. Hier spielen zahlreiche Szenen, vor allem natürlich alles rund um das Festival, aber auch die romantische Annäherung, in der Rita und Phil in einer winterlichen Nacht tanzen, während im Hintergrund das gefühlvolle Lied „You Don’t Know Me“ läuft.
Der Musikpavillon auf dem historischen Victorian Town Square bietet die perfekte Kulisse für diese Szene. Dieser Hauptplatz ist immer wieder im Films zu sehen, weshalb es rund um den Platz viele, kleinere Schilder gibt, die auf Drehorte aus diesem wunderschönen Film hinweisen… Einfach mal ein bisschen suchen!
Direkt an dem Platz befindet sich auch das Woodstock Opera House, samt Glockenturm. Filmfans werden auch diese Location sofort wieder erkennen. Ich will hier keine Szene Spoilern…
121 W Van Buren St, Woodstock, IL 60098
Darüber hinaus gibt es noch eine kleine Seitenstraße, die sich separat dem Film widmet, der diese kleine, liebenswerte Stadt auf die Karte der Filmlocations gezaubert hat.
229 Main St, Woodstock, IL 60098
#12 Chicago (USA) – Kevin – Allein zu Haus
Einer DER Weihnachtsklassiker, aber generell ein klasse Film. Bzw. eigentlich sind es ja zwei Filme, denn Kevin – Allein in New York gibt es ja auch noch!
Die Szenen des Hauses der Familie McAllister wurden in einem Privathaus in Winnetka, 15 Meilen nördlich der Innenstadt von Chicago, gedreht. Das Haus war dank seines vorstädtischen Äußeren und seiner altmodischen Inneneinrichtung die ideale Kulisse für diesen Film.
Auch wenn sich der Einfahrtsbereich leicht verändert hat, so kann man immer noch erkennen, dass es sich um DAS Kevin – Allein zu Haus-Haus handelt…
671 Lincoln Ave, Winnetka, IL 60093
#13 Utah (USA) – Forrest Gump
Einer der besten Filme aller Zeiten – für mich. Hier reist Tom Hanks als Forrest Gump durch die amerikanische Geschichte und erlebt dabei die wildesten Abenteuer.
In einer der vielen Episoden fängt Forrest Gump aus Liebeskummer an zu Laufen. Um genau zu sein rennt er drei Jahre, zwei Monate, 14 Tage und 16 Stunden quer durch die USA bis er schließlich plötzlich anhält und umkehrt. Eine ganz besondere Szene, vor allem weil sich eine Schar von Mitläufern hinter ihm versammelt hat und sehnlich auf seine „Botschaft“ – die es nicht gibt, weil er einfach nur müde ist.
Genau an der Stelle findet ihr heute am Straßenrand ein eigenes Schild und bei Google Maps ist hier sogar der „Forrest Gump Point“ markiert.
Natürlich ist der Punkt clever gewählt, denn die Kulisse ist wunderschön. So sieht man im Hintergrund sehr schön einige der bekannten Felsen des Monument Valley.
#14 San Diego (USA) – Top Gun
Top Gun – einer der besten und erfolgreichsten Filme der 80er Jahre! Die US-Marine verzeichnete danach nicht nur die meisten neuen Rekruten seit Jahren, sondern nebenbei wurde auch noch der Superstar-Status von Tom Cruise zementiert.
Eine der schönsten Szenen des Films wurde in einem Restaurant mitten im Zentrum von San Diego gedreht. Und zwar die Szene, in der die ganze Gruppe aus der Flugschule Top Gun erst herumalbert, sich dann rund um ein Klavier versammeln und singen – inklusive Tom Cruise und Meg Ryan. Für Filmfans ein absolutes MUSS!
Es wurde sogar noch eine weitere Szene hier gedreht, und zwar die Schlussszene mit Tom Cruise und Kelly McGillis.
Der ganze Dreh wird in dem Restaurant ausführlich dokumentiert und das macht einfach nur Spaß! Ein fantastischer Spot in San Diego…
Kansas City Barbecue – 600 W Harbor Dr, San Diego
Zusatzinfos
Die wichtigsten Szenen aus Top Gun und Maverick wurden auf den Marine Stationen auf Coronado und im Norden von San Diego gedreht. Beide sind nicht zugänglich für die Öffentlichkeit.
Das kleine Häuschen in Oceanside in dem Kelly McGillis Figur Charlie wohnt, ist einer der Top-Spots des Films – bedauerlicherweise wurde die Szene, in der Maverick und Charlie auf der Terrasse sitzen, auf dem Gelände der Paramount Studios gedreht. Das mittlerweile sanierungsbedürftige Haus liegt in einem Gebiet, in dem wohl einer größerer Gebäudekomplex entstehen soll.
102 N Pacific St, Oceanside
#15 Los Angeles (USA) – Universal Studios
Los Angeles steht wie keine andere Stadt der Welt für die Filmindustrie. Aus diesem Grund sind die Filmstudios, mit ihren Attraktionen und der Möglichkeit verschiedene Filmsets zu besuchen, natürlich auch echte Highlights. Hierzu sei gesagt, dass es vier große Studiotouren gibt:
- Paramount Pictures
- Sony Pictures
- Warner Bros.
- Universal Studios
Für mich bieten die Universal Studios das beste Paket aus Unterhaltung und der Möglichkeit Filmkulissen zu besichtigen.
Hier muss man wissen, dass die Studiotour Teil des Vergnügungsparks ist, sprich wenn man die Tour durch die Universal Studio machen möchte, muss man den Themenpark besuchen. Dadurch liegt man preislich höher als bei den anderen Touren, hat aber letztlich auch einen ganzen Tag in einem der besten und spannendsten Vergnügungsparks der Welt.
Die Tour selbst dauert ca. eine Stunde man sitzt in einem Zugwagen, während man durch die Setlandschaft gefahren wird. Moderiert bzw. kommentiert wird diese Tour zum einem von einem Guide und via Monitor von Jimmy Fallon.
Was man zu sehen bekommt ist Unterhaltung pur. Zum einen sieht man tolle Sets, wie zum Beispiel von Kampf der Welten (mit Tom Cruise), Psycho, Waterworld, Zurück in die Zukunft und Der weiße Hai. Zum anderen gibt es animierte Unterhaltungsbereiche zu den Filmen von King Kong, Transformers oder The Fast and the Furios.
Ich hätte tatsächlich sogar gerne noch mehr echte Sets gesehen, aber den meisten Teilnehmern hat der animierte Teil sehr gut gefallen, von daher ist das sicherlich Geschmacksache. Die Tour dauert ca. eine Stunde und ist insgesamt ganz klar ein Knaller.
Der Park selbst bietet darüber hinaus jede Menge toller und abwechlungsreiche Fahrgeschäfte. Bevor man überhaupt in die Universal Studios hineinkommt, kann man bereits über eine riesige Plaza mit vielen Geschäften und Restaurants bummeln. Alleine das ist schon großer Spaß!
In den Universal Studios selbst ist soviel geboten, dass es schwierig ist, sich zu entscheiden, womit man anfangen möchte.
Mein bester Tipp! Kommt direkt morgens zu Beginn der Öffnungszeiten, denn wenn der Park einmal voll ist, dann gibt es teilweise Wartezeiten pro Fahrgeschäft von bis zu zwei Stunden. Das war aber noch nicht der eigentliche Tipp, denn der wäre, dass man direkt morgens die vermeintlich beliebtesten Attraktionen besucht, um diese schon einmal gesehen haben. Dies wären Jurassic Park und Harry Potter.
Wenn ihr also früh dort seid, versucht gleich zu diesen beiden Bereichen zu gelangen, dann könnt ihr sie vielleicht sogar direkt zweimal fahren, ohne lange zu Warten. DENN, die meisten Besucher kommen in den Park, schauen sich erstmal im Eingangsbereich um und nutzen dort die ersten Fahrgeschäfte. Somit bleibt etwas Zeit Jurassic Park und Harry Potter ohne größere Verzögerung mehrmals zu nutzen. Genauso habe ich es gemacht und es hat top funktioniert!
Beliebt ist auch der Simpson Ride, wobei hier das Anstehen etwas verkürzt wird, in dem auf einem Monitor Best-of-Szenen der Serie gezeigt werden.
Mittags wird es dann kurzzeitig etwas weniger in Sachen Wartezeit, so dass man idealerweise antizyklisch essen sollte, sprich nicht direkt zwischen 12 bis 14 Uhr, um auch hier weniger anstehen zu müssen.
Es gibt auch so etwas wie eine Fast-Pass, allerdings bringt dieser ehrlich gesagt nicht sonderlich viel. Hier gibt es einfach eine zweite Warteschlange und es nutzen SO viele Gäste den Fast-Pass, dass sich die Mehrkosten im Verhältnis nicht lohnen – meiner Erfahrung nach.
Die Studiotour hat nachmittags immer deutlich weniger Besucher, sprich diese kann man sehr gut etwas später einplanen.
Ich war mittlerweile dreimal in den Universal Studios und bei allen Besuchen hat die oben beschriebene Herangehensweise prima funktioniert.
Weitere Highlights
Natürlich gibt es in Los Angeles noch viele weitere sehr schöne Filmlocations:
- Zurück in die Zukunft – Doc’s Haus
- Californication – Hank’s Haus
- Venice Canals
- Wunderbare Jahre – Das Haus der Familie Arnold
- Vater der Braut – Das Haus der Familie Banks
- Beverly Hills 90210 – Das Haus der Familie Walsh
- Beverly Hills 90210 – Dylan’s Haus
- Beverly Hills 90210 – Strandhaus
- A Star is born – Der „Shallow“-Supermarkt
- Dolby Theatre – Hier findet die Oscar-Verleihung statt
- Dolby Theatre
- Dolby Theatre
- Chinese Theatre
- Chinese Theatre
- Walk of Fame
- Pretty Woman – Vivian’s Appartement
- Griffith Observatory – LaLa Land
- Griffith Observatory – LaLa Land
#16 Oregon (USA) – Der große Trip – Wild
Das Drama Der große Trip – Wild erzählt die Geschichte einer außergewöhnlichen Selbstfindungsreise auf dem Pacific Crest Trail entlang der US-Westküste. Ich habe den Film ehrlich gesagt ohne große Erwartungen angesehen, war aber schnell dahingehend überrascht, wie intensiv sich die Story entwickelt. Hierbei kommen immer wieder Anfangstakte des legendären Liedes El cóndor pasa von Simon & Garfunkel zum Einsatz, die mich komplett in den Film hineingezogen haben.
Die literarische Vorlage stammt von Cheryl Strayed, die ihre eigene Wanderung in einem autobiografischen Buch verarbeitet hat. Was mich fasziniert ist, dass sich Reese Witherspoon sehr früh die Filmrechte an dem Buch sichert, das Projekt als Produzentin weiterentwickelte und darauf bestand die Hauptrolle selbst zu spielen. Für ihre Darstellung wurde sie später für einen Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert, ebenso wie Laura Dern als Nebendarstellerin für die Rolle von Cheryls Mutter. Das alleine zeigt schon die Qualität des Films.
Zur Story, es geht hier um eine junge Frau, die nach mehreren persönlichen Rückschlägen und Verlusten einen radikalen Neuanfang sucht. Ohne große Vorbereitung entscheidet sie sich für eine mehrmonatige Solo-Wanderung auf einem der längsten Fernwanderwege Nordamerikas! Der Pacific Crest Trail verläuft nämlich von der mexikanischen bis zur kanadischen Grenze und führt durch zahlreiche Gebirgsregionen, Wälder und Wüsten! Insgesamt legte Cheryl auf ihrer Reise rund 1.700 Kilometer zurück, beginnend in Südkalifornien und endend weit im Norden von Oregon.
Um die Dimension dieser Tour glaubwürdig darzustellen, entstanden viele Szenen direkt entlang des echten Trails. Der Fernwanderweg selbst führt durch rund 25 National Forests und sieben Nationalparks und gehört zu den bekanntesten Langstreckenwegen der USA.
Am Ende der filmischen Reise erreicht Cheryl die Bridge of the Gods, womit ihre lange Wanderung schließlich endet. Kurioserweise habe ich mir den Film angesehen, als ich gerade ein Portland (Oregon) war und wollte danach unbedingt diese auffällige, 500 Meter lange Stahlbrücke besuchen. Sie überspannt den Columbia River bei Cascade Locks und verbindet Oregon mit dem Bundesstaat Washington. Und ich muss sagen, die Brücke ist wirklich großartig, ebenso wie die gesamte Umgebung.
Falls ihr längere Zeit in Oregon verbringt, möchte ich euch gerne noch zwei weitere Tipps geben.
Zum einen wäre da die Timberline Lodge am Mount Hood, die 1980 eine gewisse Berühmtheit erlangen konnte, weil dieses tolle Hotel als Kulisse für die Außenaufnahmen des Films Shining mit Jack Nicholson diente. Für den Innenbereich wurde Stephen King im Übrigen vom Stanley Hotel in Colorado inspiriert. Genau würdet ihr vor Ort auch schnell feststellen, denn die Timberline Lodge ist mit viel Holz extrem gemütlich gestaltet.
Zum anderen wären da noch die Multnomah Falls – die eines der Highlights überhaupt in Oregon darstellen. Der zweistufige (165 m und 21 m) Wasserfall mit einer Gesamthöhe von 189 Metern ist ein großartiges Fotomotiv und liegt nur ca. 15 Minuten von der Bridge of the Gods entfernt.
#17 Ko Phi Phi (Thailand) – James Bond, Der Mann mit dem goldenen Colt
Nachdem ich ganz oben bereits erzählt habe, welchen Stellenwert die exotischen Filmlocations der verschiedenen James Bond-Filme für mich haben und ich ja auch bereits zwei tolle Spots aufgelistet habe, möchte ich euch hier unbedingt noch von dem vielleicht bekanntesten und ikonischsten Schauplatz berichten. Es handelt sich um die Phang-Nga-Bucht bei Phuket, die in dem neunten 007-Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“ eine ganz besondere Rolle einnimmt.
Hier befand sich nämlich eine geheime Solaranlage, die in einer der für diese Region prägnanten Felsnadeln versteckt war, und die James Bond zerstören muss, bevor sein Gegenspieler, der Bösewicht Francisco Scaramanga (gespielt von Christopher Lee), den integrierten Laser verwenden kann. Leichter gesagt als getan, denn auf der Insel warten diverse Fallen und Illusionen auf den damaligen Bond-Darsteller Roger Moore. Für mich eines der besten Finales der Agentenreihe.
Ab Phuket gibt es zahlreiche Touren, die euch in diese wirklich magische Region bringen, allerdings solltet ihr dringend darauf achten, dass auch wirklich der ca. 30 Meter hohe James-Bond-Felsen (Ko Tapu) Teil des Programms ist. Viele Anbieter werben nämlich mit ähnlichen Felsen, aber es gibt eben nur das eine Original. Die dazugehörige Insel heißt Ko-Phing-Kan.
Seid allerdings bitte darauf eingestellt, dass es sich bei den Touren um hochgradig touristische Touren handelt.
















