Mallorca hat generell viele tolle Spots zu bieten, sei es Strände, Ortschaften oder aber eben klassische Sehenswürdigkeiten. Und das Cap de Formentor mit seinem Leuchtturm zählt hier ganz sicher mit dazu.
Eine schmale Panoramastraße führt an mehreren Aussichtspunkten nördlichsten Punkt Mallorcas bis hin zum Leuchtturm am Ende der Halbinsel und damit dem nördlichsten Punkt Mallorcas.
Für mich einer der schönsten Ausflugsziele der Insel, denn besonders die Kombination aus steilen Felsklippen, dem offenen Mittelmeer und den weiten Ausblicken ist wirklich einmalig.
ABER: Es gibt einige Dinge zu beachten und genau möchte ich euch gerne weiterhelfen.
Folgend habe ich euch basierend auf meinen Erfahrungen meine wichtigsten Tipps und Hinweise zusammengestellt – hier die Übersicht:
#2 Eine Übersichtskarte für den Besuch am Cap de Formentor
#3 Wie komme ich zum Cap de Formentor?
#4 Gibt es besondere Aussichtspunkte auf dem Weg zum Leuchtturm?
#5 Gibt es schöne Strände in dem Gebiet der Halbinsel von Formentor?
#6 Was muss ich bei der Anreise beachten – welche Einschränkungen gibt es?
#7 Wann ist die beste Zeit für einen Besuch des Cap de Formentor?
#8 Was gibt es am Leuchtturm zu erleben?
Wer schreibt hier eigentlich…
Mein Name ist Jan, aber jeder nennt mich Johnny oder Bongo, daher auch der Name meiner Website.
Ich arbeite seit vielen Jahren im Tourismus, größtenteils selbstständig als Reiseveranstalter. In dieser Zeit habe ich viele spannende, interessante und teils sogar lebensverändernde Erfahrungen gesammelt und habe jetzt riesig Spaß daran meine Reiseerlebnisse zu teilen…
#1 Generelle Infos
Das Cap de Formentor ist der nördlichste Punkt Mallorcas und gehört zu den bekanntesten Naturzielen der Insel. Vom Hafen in Port de Pollença bis zum Leuchtturm sind es rund 20 Kilometer über die kurvenreiche Ma-2210, die unterwegs an mehreren Aussichtspunkten vorbeiführt. Am Ende der Straße erreicht ihr den Faro de Formentor (Leuchtturm), der auf einer rund 200 Meter hohen Klippe steht. Er wurde 1863 eröffnet und galt damals als eines der aufwendigsten Bauprojekte Mallorcas, da sämtliche Baumaterialien über unwegsames Gelände transportiert werden mussten.
Was macht den Besuch so besonders?
Nun, ich würde sagen vor allem seine Landschaft. Die Halbinsel besteht aus steilen Kalksteinfelsen, die teilweise mehrere hundert Meter nahezu senkrecht ins Meer abfallen. Dazu gibt es entlang der Strecke tolle Aussichtspunkte, die immer wieder einen freien Blick auf die Küste, das Mittelmeer und die zerklüfteten Felsformationen bieten. Und auch die kurvenreiche Panoramastraße ist eine echte Besonderheit.
Außerdem zählt das Cap de Formentor als Teil der Serra de Tramuntana, dem rund 90 Kilometer langen Gebirgszug im Nordwesten Mallorcas, zum UNESCO-Welterbe.
Was ist das Cap de Formentor eigentlich genau?
Man spricht immer vom Cap de Formentor und meint damit eigentlich die Landspitze am äußersten Nordende der Halbinsel Formentor.
Im Alltag wird der Begriff allerdings oft etwas weiter gefasst. Deshalb kommt es häufig zu Verwechslungen:
- Halbinsel Formentor (Península de Formentor): Die gesamte Halbinsel im Nordosten Mallorcas.
- Cap de Formentor: Das eigentliche Kap, also die nördlichste Landspitze der Halbinsel.
- Faro de Formentor: Der Leuchtturm, der direkt am Cap de Formentor steht.
Wenn also Urlauber sagen: „Wir fahren zum Cap de Formentor“, meinen sie meistens den gesamten Ausflug über die Panoramastraße bis hin zum Leuchtturm. Streng geografisch ist das Cap aber nur die Spitze der Halbinsel.
#2 Eine Übersichtskarte für den Besuch am Cap de Formentor
Ich habe euch hier eine Karte mit den wichtigsten Spots rund um das Cap de Formentor erstellt.
Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil blicken und die Markierungen werden angezeigt.
#3 Wie komme ich zum Cap Formentor?
Schon die Fahrt zum Cap de Formentor gehört zum Ausflug dazu. Die schmale und vor allem auch kurvige Straße (Ma-2210) führt durch eine sagenhafte Landschaft und verbindet mehrere Aussichtspunkte mit dem Leuchtturm an der Nordspitze Mallorcas. Da es auf der Strecke einige Besonderheiten gibt, solltet ihr eure Anreise allerdings vorab gut planen.
Folgend nun die entsprechenden Möglichkeiten und worauf ihr dabei jeweils achten müsst:
Mit dem Auto
Ich selbst bin mit dem Auto gefahren und kann es definitiv nur empfehlen. Die Strecke ab Port de Pollença ist zwar kurvenreich und führt über zahlreiche Serpentinen, lässt sich allerdings meiner Meinung nach mit „normaler“ Fahrweise problemlos bewältigen. Ich hatte hierzu im Vorfeld einige „reißerische“ Berichte gelesen und fand diese doch etwas überzogen. Ja, einige Abschnitte der Straße sind schmal und unübersichtlich, gefährlich ist die Straße bei angepasster Geschwindigkeit jedoch nicht.
Unterwegs gibt es immer wieder kleinere Parkbuchten (für sehr wenige Autos) und ausgewiesene Aussichtspunkte, an denen ihr auch mal anhalten und die Aussicht genießen könnt.
Plant für die Fahrt etwas mehr Zeit ein, damit ihr ohne Stress fahren könnt. Ich habe für den Hinweg beispielsweise MIT mehreren Stopps unterwegs knapp 45 Minuten gebracht.
Ganz wichtig, es gibt für den Besuch mit dem Auto einige Einschränkungen, welche ich euch weiter unten erkläre.
Mit dem Bus
Alternativ wäre die Buslinie 334 eine gute Möglichkeit für den Besuch des Cap de Formentor.
Der saisonale TIB (Transport de les Illes Balears – die öffentliche regionale Verkehrsgesellschaft der Balearen)-Bus fährt von Alcúdia über Port de Pollença bis zum Leuchtturm.
Unterwegs gibt es Stopps:
- am Mirador Es Colomer,
- an der Platja de Formentor,
- bei Cala Murta/Cala Figuera und am
- Faro de Formentor.
Die einzelnen Spots erkläre ich weiter unten.
In der Hauptsaison verkehren die Busse tagsüber in der Regel etwa alle 30 bis 40 Minuten, so dass ihr unterwegs auch aussteigen und später mit dem nächsten Bus weiterfahren könnt.
Die Fahrpreise sind für mallorquinische Verhältnisse günstig. Aktuelle Fahrpläne und Preise solltet ihr trotzdem vorab prüfen, da sich diese je nach Saison ändern können.
Anmerkung: Ich habe mehrfach gehört, dass die Busfahrten nichts für schwache Gemüter sind. Dies liegt vor allem daran, dass die Busfahrer diese nicht ganz einfache Strecke wohl sehr „offensiv“ bewältigen. Sprich, wo unsereins vielleicht etwas vorsichtiger in die Kurven fahren würde, drückt der Busfahrer nochmal ordentlich drauf. Dies nur als Vorwarnung, denn mir wurde wirklich von abenteuerlichen Geschichte berichtet!
Mit dem Fahrrad
Auch wenn die Strecke zum Cap de Formentor für mein laienhaftes Auge extrem anstrengend bis „unmöglich zu bewältigen“ aussieht, so gehört sie dennoch zu den bekanntesten und beliebtesten Rennradstrecken auf Mallorca. Erstaunlich wie viele Fahrradfahrer sich hier die Serpentinen hoch quälen und dann bergab die Luft förmlich durchschneiden.
Dank des meist guten Straßenbelags ist die Tour wohl tatsächlich auch für geübte Hobbyradfahrer halbwegs gut machbar. Allerdings solltet ihr unbedingt ausreichend Wasser mit dabei haben und ihr dürft euch nicht an den zahlreichen Autos, Bussen und vielen weiteren Radfahrern stören.
Ich habe zudem einige Touristen mit einem E-Bike gesehen, was irgendwie ein bizarres Bild abgegeben hat. Auf der einen Seite die Sportler, die wirklich alles aus sich herausholen und dann auf der anderen Seite die gemütlichen E-Bike-Fahrer, die die Berge ganz entspannt hinauffliegen…
#4 Gibt es besondere Aussichtspunkte auf dem Weg zum Leuchtturm?
Wie weiter oben bereits erklärt, ist die Fahrt ein wesentlicher Teil des Erlebnisses, denn es warten gleich mehrere großartige Aussichtspunkte auf euch, an denen sich ein (kurzer) Stopp definitiv lohnt. Einige davon liegen direkt an der Straße, andere erreicht ihr nach wenigen Minuten zu Fuß. Hier sind meine Favoriten:
Mirador des Colomer
Das Highlight kommt direkt am Anfang! Der bekannteste Aussichtspunkt auf dem Weg zum Cap de Formentor liegt nämlich nur etwa vier Kilometer hinter Port de Pollença direkt an der Ma-2210.
Von dem auf rund 230 Metern Höhe gelegenen Aussichtspunkt blickt ihr auf die steilen Felsklippen der Halbinsel, das Mittelmeer und die markante Felsinsel Es Colomer, nach der der Mirador (=Aussichtspunkt) benannt ist. Ich will ehrlich sein, mich hat dieser Spot komplett umgehauen und ich habe hier viel mehr Zeit verbracht als geplant. Warum diese einzigartige Location noch nie als Filmkulisse verwendet wurde, ist mir ein absolutes Rätsel…
Vom überraschend kleinen Parkplatz sind es auf einem gut ausgebauten Weg nur wenige Minuten zu Fuß bis zur Aussichtsplattform, so dass sich ein Stopp problemlos einplanen lässt. Rund um die Wege könnt ihr auch immer Bergziegen antreffen.
Gut zu wissen: Die Busse halten hier ebenfalls an.
Der Aussichtspunkt wurde bereits in den 1960er-Jahren im Zuge des Ausbaus der Panoramastraße angelegt und zählt heute zu den meistbesuchten Fotospots auf Mallorca.
Albercutx Wachturm
(Talaia d’Albercutx)
Direkt auf der anderen Straßenseite des Weges zum Mirador des Colomer geht ein kleiner Wanderweg den Berg hinauf, welcher zum Turm Talaia d Álbercuix führt.
Ich habe die Tour leider nicht gemacht, und zwar weil ich schlichtweg nichts von diesem Spot wusste. Rückblickend sehr schade, aber so läuft es eben manchmal. Die Bilder von dort oben sehr großartig aus, wenngleich ich auch gelesen habe, dass die Zeit für den Aufstieg wohl häufiger dafür genutzt wird, die parkenden Autos auszurauben. Passt hier also bitte auf!
Viewpoint to Cap Formentor
(Panoràmica cap al de Cap Formentor)
Der etwas seltsame, weil einfache Name (so steht es bei Google Maps) soll euch bitte nicht davon abhalten, hier kurz anzuhalten, denn die Aussicht ist wirklich fantastisch. Da sich dieser Spot schon sehr am Ende, sprich am Leuchtturm, befindet, ist die Perspektive ausgesprochen beeindruckend.
Der einzige Haken ist, dass es nur ca. drei bis fünf Parkplätze gibt – abhängig davon wie gut die anderen Autos parken, die vor euch angekommen sind.
Mirador del Puat
Und nochmal ein kleines Stückchen weiter vorne kommt dann schließlich dieser Fotospot, der sich allerdings nicht direkt an der Straße befindet. Hier müsst hier ein paar Serpentinen bergauf wandern, um von der Kuppe ein sagenhaftes Panorama genießen zu können.
Von der Straße aus
Die vielleicht bekannteste Perspektive bietet leider kein richtiger Aussichtspunkt, sondern hierbei werden die Bilder einfach von der Straße aus gemacht. Genauer gesagt beim letzten, abschüssigen Teilstück vor dem Leuchtturm. Je nachdem wann ihr wie vor Ort seid, wird nicht jeder begeistert sein, wenn ihr mitten auf der Straße anhaltet, um ein Foto zu machen, allerdings passiert dies in der Praxis sehr häufig.
#5 Gibt es schöne Strände in der Nähe des Cap Formentor?
Auf dem Weg ans Cap de Formentor bzw. zum Leuchtturm kommt ihr an einigen schönen Strände im Norden Mallorcas vorbei. Wenn ihr genügend Zeit mitbringt, könnte es sich lohnen, die Fahrt für einen Badestopp oder eine kurze Pause am Meer zu unterbrechen.
Platja de Formentor
Etwa 12 Kilometer hinter Port de Pollença erreicht ihr mit dem Platja de Formentor den letzten größeren Stopp, bevor die Straße dann Richtung Leuchtturm abbiegt.
Ich hatte im Vorfeld sehr viel über diesen Strand gelesen und dementsprechend waren meine Erwartungen durchaus etwas weiter oben. Parken könnt ihr direkt an dem oben erwähnten zweiten Checkpoint ( kostenpflichtig), wobei dieser Parkplatz in den Sommermonaten durchaus schnell belegt ist.
Positiv ist, dass der rund einen Kilometer lange Sandstrand schön flach ins Wasser abfällt und von Pinien gesäumt wird, wodurch es an vielen Stellen natürlichen Schatten gibt. Außerdem könnt ihr einige wenige Sonnenliegen und Sonnenschirme mieten. Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat ist, dass es an vielen Stellen doch eher steinig und kieselig war. Zudem ist der Strand nicht sonderlich breit, wodurch es doch recht eng war. Tatsächlich bin ich nicht hier geblieben.
Trotzdem, der Vollständigkeit halber gibt es hier mehrere (teure) Restaurants und eine Beachbar.
Cala Figuera
Zunächst die wichtigste Info – diesen Strand bitte nicht verwechseln mit der Bucht im Südosten von Mallorca!
Diese kleine Bucht liegt kurz hinter der Platja de Formentor auf dem weiteren Weg zum Leuchtturm und zählt sicherlich zu den ruhigeren Buchten der Halbinsel. Einen klassischen Sandstrand findet ihr hier allerdings nicht – stattdessen erwartet euch eine naturbelassene, felsige Bucht mit glasklarem Wasser.
Vom Parkplatz an der Ma-2210 führt ein etwa 15- bis 20-minütiger Fußweg bergab zur Bucht, was ihr bei Wahl eurer Schuhe berücksichtigen solltet.
Ich selbst war nicht dort, sondern habe ich den Strand nur von der Straße aus gesehen, allerdings hatte ich oftmals gelesen, dass es viele „wilde“ Ziegen gibt, die wohl alles andere als scheu sind und sogar die Rucksäcke auf der Suche nach Fressen durchschnüffeln. Zudem gilt der Strand nicht als „sehr sauber“.
Strand Port de Pollença
Als Alternative zu den beiden oben beschriebenen Stränden, kann ich euch den Stadtstrand von Port de Pollença empfehlen. Genau hier habe ich dann nämlich meine Stunden nach dem Besuch des Cap de Formentor verbracht und war wirklich sehr positiv überrascht. Parken kann man relativ unkompliziert in den Straßen rund um den Strand – ich war im Juli, also zur Hochsaison, dort und habe sofort einen Parkplatz gefunden. Es gibt Liegen samt Schirmen zu mieten, ihr habt viel Platz, es nicht laut und ihr habt eine große Auswahl an Restaurants.
#6 Was muss ich bei der Anreise beachten – welche Einschränkungen gibt es?
Um den Verkehr auf der schmalen Panoramastraße zu reduzieren, ist die Straße zwischen der Platja (Strand) de Formentor und dem Leuchtturm in den Monaten von Juni bis Oktober von 10 bis 22 Uhr für private Fahrzeuge gesperrt. Außerhalb dieser Sperrzeiten, sowie in der Nebensaison, könnt ihr den Leuchtturm normalerweise problemlos direkt mit dem Auto erreichen.
Wie läuft das mit der Sperrung in der Hochsaison in der Praxis ab?
Hierzu müsst ihr wissen, dass es zwei Checkpoints auf der Strecke gibt.
Der erste befindet sich am Ortsausgang von Port de Pollença direkt an einem Kreisverkehr. Sofern auf dem Parkplatz bei der Platja de Formentor noch freie Plätze vorhanden sind, könnt ihr bis dorthin weiterhin mit dem Auto fahren. Für den letzten Abschnitt nutzt ihr dann den Shuttlebus der TIB. Die Haltestelle findet ihr direkt am Parkplatz.
Beachtet bitte allerdings, dass der Parkplatz „nur“ über rund 300 Stellplätze verfügt, die im Sommer durchaus schnell belegt sein können.
Der zweite Checkpoint liegt direkt ebenfalls direkt neben dem Parkplatz an der Platja de Formentor. Während der Sperrzeiten ist dieser Checkpoint konstant geschlossen.
#7 Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?
Diese Antwort ist für mich ganz leicht, aber sie wird vielleicht nicht jedem von euch gefallen. Und zwar bin ich tatsächlich zum Sonnenaufgang zum Cap de Formentor gefahren!
Dieser war Mitte Juli grob um 6.30 Uhr, so dass ich vorher genau planen musste, wie lange ich von meinem Startpunkt (Platja de Muro) bis zum Leuchtturm benötige. DENN, die Sonne geht wirklich genau an der richtigen Stelle, sprich hinter dem Leuchtturm, auf und diesen Moment will man natürlich eigentlich nicht verpassen. Wenn man schon so früh aufsteht… Aber was soll ich sagen, trotz intensiver Recherche, habe ich mir leider an den diversen Aussichtspunkten auf dem Weg zu viel Zeit gelassen, so dass ich den Sonnenaufgang an sich verdaddelt habe.
ABER, unterm Strich war es gar nicht so schlimm, denn kurioserweise sind ALLE anderen Touristen, die pünktlich am Leuchtturm zum Sonnenaufgang waren, kurz danach wieder zurückgefahren, so dass ich genau so angekommen bin, dass ich den Leuchtturm für kurze Zeit ganz für mich alleine hatte! Wenn man bedenkt, dass hier zeitweise mehrere Busse parken und sich dadurch endlos viele Touristen durch die Gegend schieben, ist das schon etwas besonderes.
Fakt ist: Es gibt keine bessere Zeit als früh morgens. Die Atmosphäre ist magisch, und zwar an jedem einzelnen Spot auf dem Weg zum Leuchtturm. Zudem könnt ihr mit dem „eigenen“ Auto anreisen und so eurem eigenen Zeitplan folgen – was ich persönlich als sehr sehr wertvoll empfunden habe. Hier mal anhalten, dort mal für ein Foto stehen bleiben und dann vor allem die Ruhe am Leuchtturm genießen… Ich kann es mir nicht schöner vorstellen!
In der Nebensaison mag das alles ganz anders sein, aber ich finde die Anreise mit dem Bus raubt diesem wirklich besonderen Ort viel von seiner Einzigartigkeit. Von daher, rafft euch auf, stellt den Wecker früh, holt euch auf dem Weg ein warmes Croissant und genießt dieses wirklich atemberaubende Ambiente…
#8 Was gibt es am Leuchtturm zu erleben?
Der Faro (Leuchtturm) de Formentor ist nicht nur das Ziel der Fahrt, sondern auch ein großartiger Platz, um noch einmal die Aussicht über die Nordküste Mallorcas zu genießen. Der Leuchtturm selbst ist 22 Meter hoch, steht auf einem rund 188 Meter hohen Felsplateau und von den Felsen rund um den Leuchtturm habt ihr einen wunderbar weiten Blick auf die Steilküste und das Mittelmeer. Einzig, was ich etwas komisch fand, an der Spitze, also der vermeintlich beste Spot, befinden sich irgendwelche Gebäude / Lagerräume, weshalb dieser Bereich erstaunlicherweise nicht zugänglich ist.
Direkt am Leuchtturm gibt es keinen großen Parkplatz, sondern nur sehr begrenzte Stellmöglichkeiten, weshalb es eben die oben erklärten Einschränkungen überhaupt erst gibt.
Und abschließend, in den ehemaligen Gebäuden der Leuchtturmwärter befindet sich heute eine Cafeteria bzw. ein Restaurant, sodass ihr vor der Rückfahrt noch etwas trinken oder essen könnt. Morgens war hier allerdings noch alles geschlossen, weshalb ich euch leider nicht sagen kann, ob sich der Besuch lohnt. Einzig, ich habe mehrfach gehört, dass es recht teuer sein soll…
#9 Was sollte ich generell beim Besuch beachten?
Abschließend noch ein paar praktische Tipps für euren Besuch des Cap de Formentor:
- Wie jetzt mehrfach erwähnt, checkt genau die Beschränkungen zur Anreise, sprich wann und wie ihr zum Leuchtturm kommt.
- Solltet ihr mit einem Mietwagen unterwegs sein, checkt vorher unbedingt euren Tank! DENN ab Port de Pollença gibt es keine Tankstelle mehr und ich kann euch sagen dort irgendwie liegen bleiben will definitiv niemand.
- Nehmt euch Proviant mit. Es gibt zwar am Leuchtturm und am Platja de Formentor Bars und Restaurants, allerdings sind diese wirklich bekannt teuer. Ich fand die Beachbar am Strand jetzt auch nur bedingt einladend.
- Solltet ihr am Strand Platja de Formentor bleiben wollen, reist zum einen früh an, denn der Strand bietet nicht unendlich Platz und zum anderen nehmt vielleicht besser Badeschuhe mit.
- Auf der Rückreise lohnt sich ein Stopp bei dem wirklich sehr guten Café Holibikes in Port de Pollença. Hier bekommt ihr großartigen Kaffee und leckeren Kuchen! Den genauen Ort habe ich euch in der Karte markiert oder aber ihr checkt ihn hier via Google Maps.
#10 Fazit
Selbstverständlich ist das Cap de Formentor ein absolutes Highlight auf Mallorca und eine der Top-Sehenswürdigkeiten. Solltet ihr euch irgendwo im Westen aufhalten, kann ich euch nur dringend empfehlen, einmal früh aufzustehen, um diese sagenhaften Location nicht nur zu sehen, sondern auch zu erleben.
Macht euch wegen der Fahrt keine Gedanken, die Strecke ist absolut ok und durch die zeitlichen Beschränkungen in der Hochsaison gibt es auch die ewigen Staus und Wartezeiten nicht mehr. Ob ich mit dem Bus dorthin fahren würde, weiß ich ehrlich gesagt nicht, denn die Magie dieses Ortes kommt von der Atmosphäre und Ruhe am morgen. Mit vier Bussen voller Leuten bin ich mir sicher wirkt der Leuchtturm zum Beispiel ganz anders und die Stimmung wird sich garantiert dramatisch verändern.
Der Aussichtspunkt Mirador des Colomer ist natürlich ein Knaller, den ihr auf jeden Fall einbauen solltet.





