Es gibt sehr viele tolle Buchten im Osten von Mallorca. Einige davon sind sehr bekannt, wie zum Cala d’Or oder Cala Millor. Andere sind echte Social Media-Stars, wie zum Cala Llombards oder Caló del Moro. Und dann gibt es Strände, die „rutschen so ein bisschen durch“. Und genau um eine solche Bucht, handelt es sich bei der Cala Sa Nau. Vielleicht habt ihr sogar schon mal Bilder oder Videos davon gesehen, aber ich würde trotzdem sagen, dass dieser kleine aber feine Badestrand auf einer Hitliste eher im soliden Mittelfeld landen würde. Was perfekt ist! Denn auf Mallorca gibt es viele beliebte Spots und je weniger über eine Location berichtet wird, desto größer ist die Chance, dass ihr eine wunderbare Zeit haben werdet…
PS: Auf Mallorca ist in der Hauptsaison Juli bis September fast überall gut voll. Bitte habt hier eine faire Erwartungshaltung.
Folgend habe ich euch meine wichtigsten Tipps und Hinweise zusammengestellt – hier die Übersicht:
#2 Eine Übersichtskarte für den Besuch des Strandes Cala Sa Nau
#4 Kann ich Strandliegen und Sonnenschirme mieten?
#6 Kann ich am Strand gut baden?
Wer schreibt hier eigentlich…
Mein Name ist Jan, aber jeder nennt mich Johnny oder Bongo, daher auch der Name meiner Website.
Ich arbeite seit vielen Jahren im Tourismus, größtenteils selbstständig als Reiseveranstalter. In dieser Zeit habe ich viele spannende, interessante und teils sogar lebensverändernde Erfahrungen gesammelt und habe jetzt riesig Spaß daran meine Reiseerlebnisse zu teilen…
#1 Generelle Infos
Die Cala Sa Nau liegt an der Südostküste Mallorcas im Gemeindegebiet von Felanitx, ziemlich genau zwischen Cala d’Or und Portocolom. Von Palma sind es grob 65 Kilometer bzw. rund eine Stunde Fahrt, während Cala d’Or nur etwa 12 Minuten und Portocolom etwa 15 Minuten entfernt liegen.
Mit dem Auto erreicht ihr die Cala Sa Nau über eine schmale Zufahrtsstraße, bei der ihr euch vielleicht zwischendurch fragt, ob ihr überhaupt noch richtig seid. Traut euch – einfach weiterfahren.
Das besondere Merkmal ist, dass die kleine, rund 60 Meter lange und 70 Meter breite Sandbucht am Ende eines etwa 350 Meter tiefen Meereseinschnitts liegt, was eine außergewöhnliche Kulisse bietet.
An der Stelle möchte ich kurz erwähnen, dass Cala bzw. Calo übrigens Bucht bedeutet.
#2 Eine Übersichtskarte für den Besuch des Strandes Cala Sa Nau
Ich habe euch hier eine Karte mit den wichtigsten Spots rund um den Strand von Cala Sa Nau erstellt.
Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil clicken und die Markierungen werden angezeigt.
#3 Wo kann ich parken?
Wie bei so vielen Buchten im Südosten von Mallorca ist das Parken auch hier ein schwieriges Thema. Meistens gibt es nämlich entweder gar keine oder wenn dann nur sehr wenige Parkplätze in direkter Nähe des Strandes. Erfreulicherweise werden Frühaufsteher hier bei der Cala Llombards belohnt, denn es gibt tatsächlich eine kleinen Parkbereich in der Bucht.
Folgende zwei offizielle Optionen habt ihr:
- Aparcament Cala Llombards (am Strand – siehe Bild unten)
Der recht übersichtliche Parkplatz unten am Meer ist natürlich die beste Variante. Von hier sind es nur ein bis zwei Minuten zum Strand. Allerdings müsst ihr beachten, dass dieser in der Hochsaison normalerweise ab 9 Uhr voll besetzt ist. Ich habe jede Menge Autos hoffnungsvoll ankommen sehen, die dann aber in einem kleinen Stau „gefangen“ waren, weil andere Autos gewartet haben, ob nicht vielleicht doch noch irgendwo ein Platz frei wird.
ABER: Wer am späteren Nachmittag ankommt, sollte es auf jeden Fall mal probieren, denn natürlich reisen nach und nach einige Badegäste ab, wodurch sich Parklücken ergeben. Ich bin beispielsweise um ca. 17 Uhr gefahren und konnte meinen Parkplatz nahtlos übergeben. - Parking Calo des Moro/ S’Almunia/ Cala Llombards
So etwas wie der offizielle Parkplatz des Dorfes für die drei Strände. Problem, von dort sind es nochmal 1,2 km (hin bergab/zurück bergauf) zum Strand. Platz gibt es dort allerdings genug.
Beide Parkplätze sind kostenlos.
Es gibt noch eine dritte, allerdings wie ich vermute mitteloffizielle Variante, und zwar nördlich oberhalb der Bucht. Ich habe euch den Spot auf der Google Maps-Karte markiert. Dort standen einige Autos am Straßenrand und ich habe tatsächlich auch keine Parkverbotsschilder gesehen. Gegebenenfalls wäre das einen Versuch wert…
#4 Kann ich Strandliegen und Sonnenschirme mieten?
Ja! Tatsächlich sind es sogar außergewöhnlich viele Sonnenliegen, die hier angeboten werden.
Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass diese in der Hochsaison bereits um ca. 9.30 Uhr belegt sind. So war es zu mindestens bei mir Mitte Juli.
#5 Gibt es eine Gastronomie?
Ja, es gibt eine Beachbar, die auch eine gute Auswahl an Essen anbietet. Allerdings sind überraschend wenige Sitzplätze vorhanden, was in der Praxis wirklich schade ist. Der Strand ist definitiv zu groß für diesen sehr übersichtlichen Restaurantbereich.
Das Gute ist, dass ihr euch auch einige Snacks to-go bestellen und an eurer Liege essen könnt. Genau das habe ich gemacht und die Fish & Chips waren tatsächlich sehr lecker. Dazu gibt es Smoothies, Kaffee und Aperitivo.
Im Übrigen könnt ihr dort auch prima Frühstücken! Es gibt zum Beispiel Eierspeisen, Müsli und Lachsbagel.. Das wäre doch vielleicht eine ganz gute Variante, um ein bisschen früher hier zu sein (und so noch einen Parkplatz zu bekommen)…
Direkt neben der Beachbar befinden sich auch noch zwei Toiletten, Duschen gibt es allerdings nicht. Für diesen Fall habe ich immer ein paar aufgefüllte Wasserflaschen im Auto, um sich noch ein klein bisschen abzuwaschen.
#6 Kann ich am Strand gut baden?
Für mich ist der Cala Llombards an sich einer der schönsten Badestrände der Ostseite Mallorcas. Der Sand ist fein, der Strand fällt flach ab, das Wasser war sehr klar und auch nachmittags nicht milchig und die Kulisse mit den steilen Felswänden ist einfach großartig. Für Familien ist der Strand wunderbar, weil der Flachwasserbereich wirklich recht groß ist, so dass die Kinder wunderbar herumplanschen können.
ABER, leider gibt es auch ein paar Haken und der größte ist, dass der Strand irre beliebt und deshalb auch sehr voll ist. Das zeigen die Social Media-Clips in den seltensten Fällen, aber hier liegt ihr wirklich Handtuch an Handtuch. Viel Platz bleibt da nicht.
Und dennoch, die meisten Strände auf Mallorca sind in der Hauptsaison voll, wer etwas anderes erwartet, wird insgesamt Spaß haben.
#7 Was kann ich sonst noch rund um den Strand unternehmen?
Natürlich ist der Strand an sich das absolute Highlight dieser Bucht, aber wenn ihr euch zwischendurch auch mal ein bisschen bewegen möchtet, habt ihr hier durchaus ein paar Möglichkeiten:
- Vom Strand aus gesehen rechts, gibt es einen kleinen Weg an den Felsen entlang, wobei ihr zwischen auch immer wieder Möglichkeit habt, ins Wasser zu gehen. Wenn ihr gerne Fotos macht, könnt ihr hier die Bootshäuser auf der gegenüberliegenden Seite sehr gut in Szene setzen.
- Vom Strand aus gesehen links, gibt es einen etwas bereiten Weg, wobei ihr hier deutlich weiter nach vorne gehen könnt, als auf der anderen Seite. Einzig, zwischendurch müsst ihr auch ein kleines bisschen klettern. Auf dieser Seite kommen Klippenspringer auf ihre Kosten, denn hier gibt es eine prima Sprungkante. Aber bitte aufpassen, nicht überall kann man bedenkenlos eintauchen.
- Ebenfalls auf der linken Seite geht es noch ganz am Anfang eine recht steile Treppe nach oben. Wenn ihr dieser folgt, kommt ihr zu den oben angesprochenen, „geheimen“ Parkplätzen. Von hier habt ihr eine tolle Aussicht über die Bucht und speziell morgens steht die Sonne perfekt, um schöne Fotos zu machen.
Wer Lust auf einen kleinen Hike hat, kann noch bis zum Felsentor Es Pontàs laufen bzw. bis zu dem Viewpoint. Ich wusste davon leider nichts und habe erst im Nachhinein erfahren, aber die Bilder sehen ehrlich gesagt fantastisch aus, insofern würde ich diesen kleinen Ausflug nächstes Mal ganz sicher auf mich nehmen.
- Sollte es euch an der Strandbar zu lange dauern – was ich durchaus verstehen könnte – gibt es auch die Möglichkeit kurz in den Ort zu laufen und dort im Restaurant La Torre zu essen oder im Supermarkt ein paar Snacks und Erfrischungen (günstig) einzukaufen. Laufzeit sind ca. 10-15 Minuten, wobei es eine kleine Abkürzung, und zwar vom Strand aus kommend geht es einmal rechts eine Treppe hoch, die euch sicherlich ein paar Minuten spart.
Beide Spots habe ich euch in der Karte markiert.
#8 Fazit
Leider habe ich keine ganz klare Meinung zum Strand in der Cala Llombards, denn es gibt klare Pro- und Contra-Punkte. Der Strand selbst ist traumhaft schön – als ich morgens dort angekommen bin, war quasi noch alles frei und ich hatte die Hoffnung, dass es nicht allzu voll wird. Weit gefehlt, zwei Stunden später, hat sich eine Familie so dicht an mein Handtuch herumgelegt, dass sich unsere Schirme fast in die Quere gekommen sind.
Zudem fand ich es irre schade, dass die Gastronomie gnadenlos überlaufen ist, wodurch man an der Bar durchaus 30 Minuten und länger anstehen muss. Das raubt schon ein bisschen Spaß. Zur Not könnt ihr vielleicht auf den Obstverkäufer ausweichen, der hier immer lauthals seine Waren aus der Schubkarre anbietet…
Ich war allerdings früh dran und konnte angenehm nah parken. Wer zu spät kommt, muss einen unangenehmen Fußmarsch antreten.
Meine Empfehlung wäre entweder Sonnenliegen zu mieten oder wenn ihr dies nicht möchtet, sucht euch lieber einen Platz etwas weiter hinten und/oder am Rand, denn ansonsten liegt ihr am Ende auf einem der „Strandwege“, bei denen jeder, der zum Wasser möchte, über euer Handtuch steigt. Das kann wirklich nerven.
Baden könnt ihr hier ganz fantastisch, sobald ihr euch durch die vielen Gäste geschlängelt habt.
Alles in allem ist es nicht meine Lieblingsbucht, aber gefühlt ist sie einfach zu schön, um sie komplett zu ignorieren…







