Für mich sind traumhaft weiße Strände in Kombination mit herrlich türkisblauem Wasser DAS Urlaubsmotiv schlechthin. Egal ob am Mittelmeer, wenn es vielleicht sogar etwas kieselig ist, oder in der Karibik, bei weißem, feinen Sand, mit Palmen am Ufer und bunten Hütten dahinter – sobald ich an einem Strand bin, weiß ich: Hier bin richtig! Tatsächlich habe ich beruflich sogar im Tourismus begonnen, eben weil mich ein besonders schönes Bild von einem Traumstrand auf den British Virgin Islands so sehr fasziniert hat, dass ich mir gesagt habe „ in diesem Bereich möchte ich arbeiten“.
Ich möchte euch folgend nun meine zwanzig Lieblingsstrände auf der ganzen Welt vorstellen, wobei es sich fast ausschließlich um Badestrände handelt. Es gibt ja auch einige Strände, die zwar ein tolles Fotomotiv darstellen, zum Baden aber nur bedingt geeignet sind. Diese finde ihr nicht.
Das „Auswahlverfahren“ war tatsächlich ganz schön schwierig, weil auf meiner ersten Liste direkt über dreißig Strände gelandet sind, aber ich habe es dann herunterreduziert auf die absoluten Top-Strände.
Viel Spaß beim Lesen und Träumen…
Folgend nun meine Liste, wobei es sich um kein Ranking handelt, sondern ich beginne geographisch im Westen, sprich in der Karibik, Mittelamerika und in den USA, wechsle danach nach Europa, um dann nach Afrika und schließlich in den Osten nach Asien zu springen:
#2 British Virgin Islands – Virgin Gorda – The Baths
#3 Cayman Islands – Grand Cayman – Seven Mile Beach
#6 Mexiko – Baja California – Balandra Beach
#7 Nicaragua – Little Corn Island
#8 Panama – Coiba Nationalpark
#10 USA – New York – Hamptons – Cooper’s Beach
#11 USA – Florida – Emerald Coast
#12 USA – Oregon – Cannon Beach
#14 Griechenland – Skiathos – Elia Beach
#16 Italien – Apulien – Spaggia di Pescoluse
#17 Seychellen – La Digue – Anse Source d’Argeant
#1 Curacao – Cas Abao
Mit welchem Strand fängt man auf einer solchen Seite an? Nachdem ich mich entschieden hatte (grob) von West nach Ost zu gehen, war klar, es wird ein Strand in der Karibik werden. Anschließend bin ich danach gegangen, welches Zielgebiet ich schon am häufigsten meinen Freunden empfohlen habe. Und da ist Curacao relativ weit vorne! Die Insel ist super von Deutschland erreichbar, es gibt viele tolle Hotels und Appartements und Curacao bietet unheimlich viele Möglichkeiten: schöne Strände, eine Stadt mit Kultur plus Einkaufsmöglichkeiten und zahlreiche klasse Restaurant, Cafés und Strandbars. Insgesamt ein Top-Urlaubsziel!
Nun aber zum Strand selbst. Was mir ebenfalls geholfen hat, sind meine vielen Bilder vom Cas Abao. Zum einen mit der Drohne, zum anderen vom Ufer aus. Ich denke, ihr könnt gut erkennen, warum dieser Strand auf meiner Favoritenliste gelandet ist.
Der Cas Abao Beach liegt an der Nordwestküste von Curaçao, etwa 30 Kilometer (ca. 40 Minuten mit Auto) von der Hauptstadt Willemstad entfernt. Ihr erreicht ihn am Besten per Auto, da die Zufahrtsstraße – wie ihr auch auf dem Drohnenbild erkennen könnt – recht lang und holprig ist. In der Bucht werdet ihr dann aber mit hellem Sand, türkisfarbenen Wasser und und einer prima Infrastruktur belohnt. Es gibt Liegen, ein Restaurant und Sanitäreinrichtungen. Ach ja, und Schnorcheln oder sogar Tauchen kann hier ebenfalls sehr gut. Die perfekte Location für einen großartigen Badetag…
#2 British Virgin Islands – Virgin Gorda – The Baths
Hier komme ich jetzt direkt zu dem oben angesprochen Strand der British Virgin Islands, der mich in die Touristik gebracht hat. The Baths auf der Insel Virgin Gorda ist einfach einer dieser Strände, die man schon auf den ersten Blick wieder erkennt. Und genau das hat mich hier so fasziniert. Die riesigen Granitfelsen, die hier direkt am Meer liegen, werden von einem Puderzuckersand umgeben und von türkisblauen Wasser umspült. Dazu ist der Sand nicht nur herrlich weich, sondern auch wirklich schneeweiß. Ich würde sagen, all das macht den Strand zu einem der bekanntesten Fotomotive der Karibik, schließlich landet er auch immer wieder auf der Liste der schönsten Strände der Welt!
The Baths befinden sich an der Südwestküste der Insel Virgin Gorda auf den Britischen Jungferninseln, sprich den British Virgin Island.
Um zum Strand zu gelangen, gibt es mehrere Option, wobei alle eines gemeinsam haben. Es warten euch große Felsblöcke, die teilweise haushoch sind und durch die ihr teilweise etwas abenteuerlich hindurch kraxeln müsst. Zwischen den Felsen haben sich nämlich kleine Grotten, Tunnel, Pools und schmale Durchgänge gebildet, die The Baths zu einem echten Erlebnis machen.
Wichtig zu wissen, dieser Strand verfügt ist naturbelassen und es gibt keinerlei Angebote vor Ort.
Besonders am Vormittag ist es meist etwas ruhiger, bevor die Ausflugsboote und Kreuzfahrtgäste eintreffen. Ich hatte tatsächlich das absurde Glück diesen Traumstrand für ein paar Stunden ganz alleine für mich zu haben – keine Ahnung wieso.
Im Übrigen sind auch die umliegenden Strände traumschön, wie zum Beispiel die der Buchten Devil’s Bay, Little Trunk Bay und Spring Bay Beach. Speziell der letzte Strand „gehört“ zu meinem Lieblingshotel auf Virgin Gorda, und zwar den Guavaberry Spring Bay Vacation Homes.
#3 Cayman Islands – Grand Cayman – Seven Mile Beach
Wenn man an die Cayman Islands denkt, landet man fast automatisch beim Seven Mile Beach. So ging es mir zumindestens viele Jahre. Kein Wunder, der Strand ist vermutlich auch die bekannteste Sehenswürdigkeit der Hauptinsel Grand Cayman und taucht regelmäßig in Listen der schönsten Strände der Karibik auf. Wer vor Ort ist, versteht sicherlich ganz schnell, warum.
Der Seven Mile Beach erstreckt sich entlang der Westküste von Grand Cayman nördlich der Inselhauptstadt George Town. Tatsächlich ist der Strand heute etwas kürzer als die namensgebenden sieben Meilen, dennoch zieht sich der blendend helle Sand über knapp elf Kilometer an der Küste entlang. Das Schöne ist, dass das Wasser meist ruhig und klar ist und außerdem nur langsam abfällt, wodurch sich der Strand sehr gut zum Schwimmen eignet.
Der kleine, atmosphärische Haken ist, dass sich entlang entlang des Strandes zahlreiche Hotels, Restaurants, Bars und Wassersportanbieter befinden. ABER, und das macht den Strand für mich trotzdem zu einem der schönsten weltweit, ist die Tatsache, dass es keine nervige Uferpromenade mit zig geschmacklosen Souvenirgeschäften oder Ähnlichem gibt. Zudem ist der Zugang zum Strand zu ganz großen Teilen öffentlich. Die Bars und Restaurants sind insofern dann teilweise sogar wieder positiv.
Besonders angenehm ist, dass es am Seven Mile Beach kaum Steine oder Korallen im Wasser gibt.
An Tagen mit Kreuzfahrtschiffen kann es rund um George Town und die südlichen Strandabschnitte allerdings deutlich voller werden als im Norden. Das ist auch der Bereich, der mir ganz klar am Besten gefallen hat.
Wenn ihr mal eine der stylischsten Karibikbars sehen und erleben möchtet, kann ich euch nur die Beachlocation Tillies empfehlen. Nicht ganz günstig, aber schöner geht es kaum…
#4 Grenada – Grand Anse Beach
Die Insel Grenada hat mich bei meinem Besuch ehrlich gesagt voll erwischt. Abwechslungsreich, eine unglaubliche Natur und sehr freundliche Menschen. Plus, sie gilt als die „Gewürzinsel“ der Karibik. Aber Muskatnuss, Kakao oder Zimt hat Grenada noch einen der schönsten Strände der Welt: den Grand Anse Beach.
Er liegt an der Südwestküste Grenadas, nur wenige Kilometer von der Hauptstadt St. George’s entfernt. Der Strand erstreckt sich über rund drei Kilometer entlang einer geschwungenen Bucht und bietet euch feinen, hellen Sand sowie meist ruhiges, klares Wasser. Durch die geschützte Lage eignet sich die Bucht demnach auch hervorragend zum Baden.
Rund um den Grand Anse Beach bietet sich euch eine gut, aber nicht übertrieben ausgebaute Infrastruktur mit Hotels, Restaurants, Strandbars und Einkaufsmöglichkeiten. Für mich wirkte das alles aber sehr vernünftig, denn – genau am Seven Mile Beach – nerven auch hier keine blöden Shops mit billigen Souvenirs.
Was ich wirklich auffällig fand ist, dass der Strand aufgrund seiner Länge selten überfüllt wirkt. Beachclubs oder Reihen voller Sonnenliegen sucht ihr hier vergebens.
Die Insel Grenada ist vor allem für naturbegeisterte Karibikfans geeignet, denn die Ausflüge ins Inselinnere sind echte Highlights. Dazu gibt es einige, atmosphärische Ortschaften mit karibischem Flair. Ein echter Insidertipp!
#5 Cuba – Maria la Gorda
Dieser Strand im Westen von Cuba ist ein ganz besonderer Fall. DENN, in Cuba gibt es viele andere Traumstrände – weiß, feinsandig, langgezogen… Auf den ersten Blick vermutlich werbetauglicher. Aber sie haben für mich leider keinen Charakter, denn meistens befindet sich dahinter eine riesige Hotelanlage. In Maria la Gorda ist das anders. Hier seid ihr – bis auf ein kleines, einfaches 3*-Hotel – inmitten eines Naturschutzgebietes. Keine Jetskis, keine Sonnenbrillenverkäufer und keine wilden Fahrten auf einer Schlauchbootbanane. Nichts von alledem. Nur Palmen, weißer Korallensand, ein paar halbkaputte Sonnenliegen und ein blaues Wasser, wie es schöner nicht sein könnte. Unter den Palmen müsst ihr übrigens aufpassen, dass euch keine herabfallende Kokosnuss trifft!
In diesen äußerst abgelegenen Winkel Cubas verschlägt es nur Taucher und Individualreisende, die ihren Lonely Planet sehr detailliert gelesen haben. Das Essen: mittelmäßig. Die Zimmer: Standard. Die Preise: niedrig (ca. EUR 90 das Doppelzimmer inklusive Halbpension für zwei Personen!). Aber all das interessiert nicht, sobald ihr euch dieser Ruhe, dieser Atmosphäre und dem endlos langen Strand hingebt. PLUS, die unglaublich herzlichen Cubaner, die aus den bescheidenen, vorhandenen Mitteln versuchen so viel wie möglich herauszuholen. Wenn ihr mal einen frisch gemixten Cuba Libre an der Bar zum Sonnenuntergang getrunken, dazu Musik gehört und in Ruhe aufs Meer geschaut habt, wisst ihr was ich meine. Maria la Gorda ist – mit der richtigen Einstellung und Erwartungshaltung – ein Ort für die Seele und fürs Herz. Ich war ca. 15x hier und habe es immer wieder geliebt…
#6 Mexiko – Baja California – Balandra Beach
Einer der außergewöhnlichsten Strände, den ich je gesehen habe! Denn Balandra ist weniger ein einzelner Strand, als vielmehr eine geschützte Bucht mit mehreren kleinen Sandstränden! Das Wasser ist dabei außergewöhnlich flach und bleibt oft über viele Meter hinweg knietief. Dadurch entstehen auch die typischen hellblauen und türkisen Farbtöne, für die der Strand so bekannt ist.
Dieser außergewöhnliche Strand liegt auf der Halbinsel Baja California im Westen von Mexiko (unterhalb von Kalifornien), nur etwa 30 Minuten nordöstlich von La Paz entfernt. Vor allem die Kombination aus der für diese Region typische Wüstenlandschaft, dazu die Bergen und das türkisfarbene Wasser machen den Balandra Beach so spektakulär.
Die Bucht ist meist sehr ruhig und eignet sich hervorragend zum Baden, Stand-up-Paddling oder Kajakfahren. Rund um die Bucht führen außerdem einige kurze Wanderwege zu Aussichtspunkten mit Blick auf das Meer und die umliegenden Hügel.
Ein Wahrzeichen von Balandra ist der sogenannte „El Hongo“, ein pilzförmiger Felsen, der zu den bekanntesten Fotomotiven der Region gehört.
Wichtig zu wissen ist, dass die Bucht sehr gezeitenanfällig ist. Bei Flut könnt ihr demnach wunderbar baden und schwimmen, bei Ebbe ergeben sich dagegen die besten Fotomotive. UND Balandra ist ein Naturschutzgebiet, weshalb die Besucherzahlen begrenzt sind und die Infrastruktur bewusst sehr einfach gehalten ist. In der Hauptsaison solltet ihr deshalb möglichst früh anreisen.
#7 Nicaragua – Little Corn Island
Vielleicht habt ihr es bemerkt, ich habe hier lediglich den Namen der Insel angegeben und keinen spezifischen Strand. Das liegt daran, dass die Insel, wie der Name es schon ankündigt, recht klein ist und ihr alle Strände unkompliziert zu Fuß erreichen könnt. Auf Little Corn Island gibt es nämlich tatsächlich keinerlei motorisierte Fortbewegungsmittel, sondern nur ein paar Trampelpfade. Und genau das macht auch den Charme dieser Backpackerinsel aus.
Die meisten von euch werden bei Nicaragua vermutlich eher an die Pazifikküste oder die Kolonialstädte im Landesinneren denken, aber die schönsten Strände des Landes liegen jedoch weit entfernt vom Festland, und zwar in der Karibik auf den Corn Islands. Diese bestehen aus zwei Inseln, wobei Big Corn Island so etwas wie der „Türsteher“ für Little Corn Island ist, denn von hier müsst ihr mit einer leicht abenteuerlichen Fähre übersetzen. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Während die klassischen Badeurlauber lieber auf Big Corn Island bleiben, „wagen“ nur die Touristen diese Bootsfahrt, die das gewisse Extra suchen. Little Corn Island ist ein echter Insidertipp ohne echte, touristische Infrastruktur. Statt großer Resorts findet ihr hier kleine, charmante Unterkünfte, lokale Restaurants und herrliche Beachbars.
Die vielen Strände verteilen sich rund um die Insel und sind naturbelassen, sowie gesäumt von fotogenen Palmen. Einige Abschnitte eignen sich gut zum Schwimmen, andere bieten hervorragende Möglichkeiten zum Schnorcheln oder Tauchen. Direkt vor der Küste befinden sich nämlich tolle Korallenriffe, an denen ihr häufig bunte Fische, Rochen und Meeresschildkröten beobachten könnt.
Für mich ist Little Corn Island einer DER Insidertipps weltweit, allerdings ist das ganze Setting sicherlich auch nicht für jeden geeignet.
#8 Panama – Coiba Nationalpark
Einer meiner ganz besonderen Tipps, denn ich war von Panama wirklich extrem begeistert. Und zwar generell, sprich vom ganzen Land. Panama City, die Karibikseite mit der Inselgruppe Bocas del Toro, das Hochland mit den Kaffeeplantagen und eben die Pazifikküste… In Sachen Strände hätte ich hier gut und gerne drei oder vier andere benennen können, bin jetzt aber bei der Inselgruppe des Coiba-Nationalpark gelandet.
Hierbei handelt es sich um das abgelegenste Schutzgebiet Panamas, direkt vor der Pazifikküste. Angefahren werden die traumhaften Insel vom kleinen Dorf Santa Catalina aus.
Der Nationalpark umfasst die große Insel Coiba, sowie zahlreiche kleinere Inseln und Meeresgebiete. Ich bin vornehmlich hierher gekommen, um rund die wunderschönen Riffe zu behauchen, wurde dann aber von den beeindruckenden Stränden mit hellem Sand und üppigen Palmen auf den verschiedenen Inseln überrascht.
Die Hauptinsel Coiba war bis 2004 Standort einer Strafkolonie und blieb dadurch über Jahrzehnte weitgehend von größerer Bebauung verschont. Heute gehört der Nationalpark zum UNESCO-Welterbe und schützt sowohl tropischen Regenwald als auch eines der artenreichsten Meeresgebiete Mittelamerikas. Vor Ort gibt es auch eine kleine Rangerstation, wo ihr euch genau darüber informieren könnt.
Ihr erreicht Coiba normalerweise im Rahmen eines Tagesausflugs per Boot – wie oben angegeben – meist von Santa Catalina aus. Die Tauch- und Schnorchelgebiete sind atemberaubend! Ich hatte hier ganz klar meine beste Begegnung mit einem Walhai – ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde.
#9 Kolumbien – Providencia
Die Insel Providencia in Kolumbien. Bei meiner Reise dorthin musste ich viele Male die Frage beantworten, ob das nicht gefährlich sei. War es nicht. Es gab allerdings Orte, an denen ich auf keinen Fall meinen Urlaub verbringen wollen würde, wie zum Beispiel die Nachbarinsel San Andres. Quasi der Ballermann für ganz Südamerika – mit noch mehr Alkohol. Das Gute daran ist, dass die Insel Providencia das warnende Beispiel, was passiert, wenn der Tourismus eine Insel nachhaltig verändert (bzw. sogar zerstört), direkt vor der Haustür hat und demnach alles daran setzt, sich die Ursprünglichkeit zu bewahren. Denn genau das ist es, was Providencia zu einer herrlichen Perle in der Karibik macht. Und zu einem meiner absoluten Herzensziele!
Geographisch würde man Providencia niemals zu Kolumbien sortieren, sondern vielmehr nach Nicaragua. Das macht die Anreise zeitlich etwas aufwendiger, aber erfreulicherweise gibt es mittlerweile sehr zuverlässige Inlandsflüge sowohl vom Festland nach San Andres, als auch von San Andres weiter nach Providencia. Aus dem Grund müsst ihr auch in San Andres nicht mehr Zeit verbringen als notwendig.
Sobald ihr dann endlich angekommen seid, öffnet sich euch eine ganz andere Welt. Die Insel versprüht ein ganz besonderes Flair, gepaart mit der wirklich bemerkenswerten Ursprünglichkeit. Karibik pur. Ich bin geneigt euch zu versprechen, dass ihr so etwas noch nicht erlebt habt. Bei mir war es auf jeden Fall so. Little Corn Island ist einer der ganz wenigen Orte, den ich ähnlich empfunden habe.
Der bekannteste und beliebteste Strand der Insel ist der Southwest Bay Beach an der Südwestküste. Er erstreckt sich über mehrere hundert Meter entlang einer geschwungenen Bucht und bietet euch hellen Sand, sowie das für Providencia typische türkisblaue Wasser. Hier könnt ihr wunderbar Schwimmen, denn der Strand fällt nur ganz sanft ab, plus es gibt viele kleinere Unterkünfte, meistens Appartements, Restaurants und Beachbars. Zudem ist es der perfekte Spot um sagenhafte Sonnenuntergänge zu beobachten. Die entspannte Atmosphäre hier wird euch recht schnell einfangen.
#10 USA – New York – Hamptons – Cooper’s Beach
Wer an die Hamptons denkt, hat oft Bilder von großen Strandhäusern, Dünen und langen Sandstränden vor Augen. Oder? Genau dieses Bild findet ihr am Cooper’s Beach in Southampton. Der Strand gehört zu den bekanntesten an der Ostküste der USA und wird regelmäßig in Rankings der besten Strände des Landes genannt.
Cooper’s Beach liegt am südlichen Rand von Southampton auf Long Island, etwa zwei Stunden östlich von New York City. Ich habe die Hamptons auf einem Roadtrip von Boston nach New York eingebaut und kann diese Route nur wärmstens empfehlen.
Der unfassbar breite Strand erstreckt sich entlang des Atlantiks und bietet euch einen unglaublich feinen, hellen Sand, sowie fotogene mit Strandgras bewachsene Dünen. Im Hintergrund stehen dazu einige der berühmten Anwesen, für die die Hamptons bekannt sind.
Im Gegensatz zu vielen Karibikstränden steht hier weniger das türkisfarbene Wasser im Vordergrund als vielmehr die schier unendliche Weitläufigkeit der Küste. Hier habt ihr viel Platz für klassische Strandtage im Sommer und ausgedehnte Spaziergänge im Frühjahr und Herbst. Das Wasser wird zwar im Sommer mit ca. 20-23 Grad nicht irre warm, aber für eine Abkühlung reicht es allemal. Achten solltet ihr auf Rettungsschwimmer, denn der Wellengang und die Strömungen sind nicht zu unterschätzen. In Sachen Infrastruktur ist (natürlich) alles top, sprich es gibt sowohl Sanitäreinrichtungen, als auch stilvolle Strandrestaurants.
Bitte beachtet: Besonders an Wochenenden im Sommer kann es recht voll werden, da viele New Yorker die Hamptons als Ausflugsziel nutzen. Außerdem gilt es die teils hohen Parkgebühren für Tagesgäste zu berücksichtigen. Ich war im September hier (nach dem Labor Day) und es war herrlich…
#11 USA – Florida – Emerald Coast
Ich gebe zu, dass ich hier etwas schummle, denn die Emerald Coast ist kein einzelner Strand, sondern ein 160 km langer Küstenabschnitt im so genannten Panhandle – dem „Pfannengriff“ Floridas. ABER, Florida wird meist mit Miami, den Florida Keys oder den Stränden an der Atlantikküste (Daytona Beach) verbunden und dabei liegen viele der schönsten Strände Floridas auf der weniger bekannten Golfseite im Nordwesten Floridas. Die sogenannte Emerald Coast verdankt ihren Namen übrigens dem oft smaragdgrün schimmernden Wasser des Golfs von Mexiko, wobei sich viele teils endlos lange, weiße Sandstrände aneinanderreihen.
Ich möchte dann aber doch noch konkret werden und zwei Strandbereiche herausheben:
Zum einen wäre da der Küstenort Seaside. Dieser lächerlich schöne Ferienort ist so schön, dass als Kulisse für den Film „The Truman Show“ diente. Rund um den Ortskern findet ihr Restaurants, kleine Geschäfte und viele Zugänge zu dem breiten Sandstrand der Region.
Weiter westlich liegt dann noch Fort Walton Beach. Hier hat es mir ebenfalls sehr gut gefallen, denn der Ort wirkt deutlich weniger exklusiv als so manche Nachbarn entlang der Küste. Auch hier findet ihr lange Strände und eine familienfreundliche Atmosphäre.
Was die Emerald Coast insgesamt auszeichnet, ist die Kombination aus außergewöhnlich hellem Quarzsand und dem klaren Wasser des Golfs von Mexiko. Die Strände fallen meist flach ab und eignen sich gut zum Baden. PLUS viele Abschnitte sind deutlich entspannter als die bekannten Ecken im Süden Floridas.
#12 USA – Oregon – Cannon Beach
Portland, die größte Stadt des Bundesstaates Oregon, war für einige Zeit meine Heimat und ich habe mich an der Westküste der USA ausgesprochen wohl gefühlt. Sowohl die Stadt ist ausgesprochen spannend, als auch die Region generell. Gerade für Freunde der Natur gibt es hier von Bergen bis hin zu Wasserfällen jede Menge zu entdecken. Plus natürlich die Pazifikküste!
Hier prägen weite Sandflächen, kitschig schöne Ortschaften und markante Felsformationen das Bild. Einer davon ist Cannon Beach, eines der bekanntesten Küstenziele im Nordwesten der USA.
Das Wahrzeichen von Cannon Beach ist der Haystack Rock. Der rund 72 Meter hohe Monolith ragt direkt vor der Küste aus dem Pazifik und gehört zu den meistfotografierten Naturmotiven Oregons. Bei Ebbe könnt ihr bis dicht an den Felsen heranlaufen und dabei kleine Gezeitentümpel mit Seesternen, Muscheln und anderen Meeresbewohnern entdecken.
Der eigentliche Strand erstreckt sich über mehrere Kilometer und bietet viel Platz für (windige) Spaziergänge. Baden spielt hier aufgrund der Wassertemperaturen des Pazifiks meist eine deutlich geringere Rolle als an den Stränden Kaliforniens oder Floridas. Stattdessen bin ich immer wegen der Landschaft, der entspannten Zeit am Meer und der besonderen Atmosphäre zum Cannon Beach.
Solltet ihr eine Reise an die Westküste der USA planen, überlegt ruhig mal Oregon mit einzubauen.
#13 Deutschland – Sylt
Sylt mag für viele von euch vielleicht eine (kleine) Überraschung auf dieser Liste sein, denn wenn von Traumstränden die Rede ist, denken die meisten sicherlich an tropische Inseln, aber für mich zeigt Sylt, dass das Schönste oft viel näher ist, als man glaubt.
Über mehr als 40 Kilometer (!) zieht sich ein nahezu ununterbrochenes Band aus Sand entlang der Westküste. Das alleine ist schon ein fantastisches Bild, aber zusätzlich erheben sich hinter dem Strand diese typischen Dünenlandschaften für die Sylt so bekannt ist.
Für mich war vor allem die Kombination aus Weite und Natur besonders eindrucksvoll. Einige meiner Spaziergänge gingen hoch und runter, über Treppen und Wege, durch Strandgras und endlosen Sand. Oft besteht die Aussicht nur aus Dünen, Himmel und Nordsee.
Natürlich spielt auch die Nordsee eine wichtige Rolle. Sie verändert den Strand ständig. Ebbe und Flut, Wind und Wetter sorgen dafür, dass die Küste nie ganz gleich aussieht. An einem Tag präsentiert sich das Meer ruhig und beinahe glatt, am nächsten rollen kräftige Wellen an den Strand.
Ein wichtiger Bestandteil von Sylt sind natürlich auch die vielen, rustikalen Strandbars („Buden“), die ich besonders atmosphärisch fand. Wobei ich hier Locations wie die schicke Sansibar explizit ausnehme. Und auch die Strandkörbe gehören selbstverständlich zum Bild von Sylt dazu.
Ich möchte noch anmerken, dass ich 2014 das letzte Mal auf Sylt war, wobei ich insgesamt bestimmt sechs oder sieben Urlaube hier verbracht habe.
Zusammenfassend sind die Strände auf Sylt vielleicht nicht unbedingt spektakulär im klassischen Sinne. Ihr werdet hier keine tropischen Farben oder exotischen Kulissen finden, aber erwartet euch eine Landschaft mit Weite und Natürlichkeit.
#14 Griechenland – Skiathos – Elia Beach
Ich vermute mal, dass die wenigsten von euch bisher die Insel Skiathos kannten? Gut so! Gerade in Griechenland sind besondere Tipps ja durchaus selten, aber ich denke Skiathos ist durchaus noch so einer. Und zwar liegt diese wunderschöne Insel vor der Ostküste des griechischen Festlands in der nordwestlichen Ägäis und gehört zur Inselgruppe der Nördlichen Sporaden.
Zur Klarstellung: Skiathos wurde mittlerweile durchaus vom Tourismus entdeckt, ABER erfreulicherweise nur teilweise! DENN, die Insel ist wirklich zweigeteilt. Viele Besucher verbringen ihren Urlaub nämlich an den bekannten Stränden der Südküste. Dort verlaufen die Hauptstraße der Insel, die meisten Hotels und die sehr beliebte Buslinie. Dies hat zur Folge, dass es dort voll, laut und eng ist.
Der Elia Beach liegt dagegen auf der ruhigeren Nordwestseite von Skiathos und damit in einer ganz anderen Welt. Schon die Anfahrt gehört ein wenig zum Erlebnis! Ich weiß noch genau, wie der Mann bei der Mietwagenstation am Ende des Urlaubs mein Auto inspiziert hat und meinte „Das Auto sieht dreckig aus, was bedeutet, ihr habt die schönsten Stellen von Skiathos besucht“. Und genau so ist es. Sobald ihr den touristischen Süden verlasst in Richtung Norden verlasst, gibt es nämlich kaum noch befestigte Straßen, sondern nur noch (huggelige) Sandpisten. Und so geht es eine zeitlang durch Pinienwälder, gefolgt von einem kurzen Fußweg bis zur Bucht. Dort erwartet euch dann schließlich ein langer Sandstrand mit klarem Wasser, umgeben von dichter Vegetation und zahlreichen Hügeln.
Die Bucht ist sehr weitläufig und bietet euch selbst in der Hauptsaison ausreichend Platz. Das Wasser fällt relativ flach ab, weshalb hier wunderbar baden könnt. Es gibt einige Liegen, Sonnenschirme, sowie eine rustikale Taverne, die wirklich leckere Snacks zubereitet.
Gleichzeitig ist die Nordseite von Skiathos etwas stärker dem Wind ausgesetzt, weshalb das Meer hier gelegentlich unruhiger sein kann – hier solltet ihr vorher eure Apps mal checken.
#15 Griechenland – Kalamitsi
Und noch so ein besonderer Ort in Griechenland, der immer noch ganz leicht unter dem touristischen Radar fliegt. Kalamitsi befindet sich auf der mittleren Halbinsel Sithonia der Dreifinger-Halbinsel Chalkidiki und auch wenn der kleine Ort vielleicht kein Geheimtipp mehr ist, ist es hier definitiv deutlich ruhiger, als bei vielen der bekannteren Strände der Region.
Die Anreise erfolgt über Thessaloniki und dann geht es in ca. zwei Stunden Richtung Süden. Ich empfehle euch dringend einen Mietwagen, damit ihr die Möglichkeit habt auch die benachbarten Dörfer erkunden könnt.
Der Strand von Kalamitsi erstreckt sich entlang einer geschützten Bucht, wobei er blendend hell und der Sand karibisch fein ist. Hinzu kommt das, dass Wasser außergewöhnlich klar ist und die Bucht relativ flach abfällt, was ideal zum Baden und für Familien mit Kindern ist.
Erfreulicherweise wird Kalamitsi nicht von großen Hotelanlagen geprägt, sondern stattdessen findet ihr hier kleinere Unterkünfte, familiäre Tavernen und einen Campingplatz direkt am Meer. Dadurch bleibt die Atmosphäre spürbar entspannt, auch wenn es in der Hauptsaison (Juli und August) durchaus voll werden kann. Mein Tipp ist der September, wenn die Bedingungen noch ideal sind, aber schon deutlich weniger los ist.
#16 Italien – Apulien – Spaggia di Pescoluse
Kommen wir nach Bella Italia! Und Apulien ist hier einer meiner liebsten Tipps, denn gefühlt hat den Stiefelabsatz Italiens kaum jemand auf seiner Hitliste. Zu Unrecht! Bari, Alberobello oder Lecce sind top Highlights, PLUS natürlich will man hier im Süden Europas auch baden. Und wenn ihr nach den schönsten Stränden Apuliens sucht, stoßt ihr früher oder später fast zwangsläufig auf die sogenannten „Malediven Apuliens“. Der Name weckt große Erwartungen, sorgt aber gleichzeitig für einige Missverständnisse. Zunächst einmal handelt es sich dabei nicht um einen Strand, sondern um einen Beachclub – einen von vielen entlang des Spiaggia di Pescoluse. Dieser weitläufige Sandstrand ist der eigentliche Ort, um den es geht!
Zudem solltet ihr wissen, dass der Beachclub „Malediven Apuliens“ (Maldive del Salento) keineswegs den schönsten Abschnitt des Strandes belegt und deshalb definitiv nicht als bester Beachclub der Region gilt. Der schmissige Name hat vor allem dazu beigetragen, dass sich die Bezeichnung auf den gesamten Strand übertragen hat, obwohl sie ursprünglich nur für einen einzelnen Betrieb gedacht war.
Der Lido Elite liegt am westlichen Ende des Spiaggia di Pescoluse und befindet sich für mich zugleich am schönsten Abschnitt des gesamten Strandes. Empfohlen wurde mir der Beachclub von meiner Vermieterin vor Ort – ein Tipp, der sich als Volltreffer herausgestellt hat. Schon die Anreise ist unkompliziert, da ausreichend Parkplätze vorhanden sind. Vor Ort erwartet euch ein stilvoll gestaltetes Restaurant mit einer großzügigen, luftigen Terrasse.
Besonders positiv aufgefallen ist mir die entspannte Gestaltung des Strandbereichs. Die Liegen stehen mit ausreichend Abstand zueinander, und statt dicht gedrängter Reihen gibt es lediglich zwei Reihen direkt am Wasser. Dadurch wirkt alles deutlich ruhiger und angenehmer als an vielen anderen Strandclubs der Region.
Der Strand selbst besteht aus feinem Sand und fällt sehr flach ins Meer ab, was das Baden besonders angenehm macht. Zwar befinden sich an einigen Stellen kleinere Felsen im Wasser, diese lassen sich jedoch problemlos umschwimmen und beeinträchtigen das Badeerlebnis kaum.
#17 Seychellen – La Digue – Anse Source d’Argeant
Dieser Strand musste einfach mit auf diese Liste, schließlich war er für mich durch die Bacardi- und Raffaelo-Werbung in den 90er Jahren einer der ersten echten Top-Strände! Die riesigen Granitfelsen, die sich zwischen weißen Sandbuchten und Palmen erheben, sind ein echtes Markenzeichen und haben den Strand deshalb auch weltweit bekannt gemacht. Ich meine, die Seychellen gelten ohnehin als Traumziel, aber die Insel La Digue sticht hier nochmal ein wenig heraus. Unter anderem eben wegen dem Anse Source d’Argent.
Schon die Lage macht den Strand besonders, denn er befindet sich auf dem Gelände des L’Union Estate, einer ehemaligen Plantage, wo unter anderem Kokosnüsse verarbeitet und Vanille angebaut wurden. Einige der historischen Anlagen sind bis heute erhalten. Dazu kommen die Aldabra-Riesenschildkröten, die Granitformation Giant Union Rock, sowie die weitläufigen Kokos- und Vanillefelder.
Sobald ihr am Strand angekommen, wird euch sofort auffallen, dass der Anse Source d’Argent eigentlich aus mehreren kleinen Buchten besteht. Die berühmten Granitfelsen trennen die einzelnen Abschnitte voneinander und sorgen dafür, dass hinter jeder Biegung eine etwas andere Perspektive wartet. Die Kulisse mit dem türkisblauen Wasser als Kontrast ist wirklich phänomenal.
Wichtig! Das Meer wird zwar durch ein vorgelagertes Riff geschützt, weshalb das Wasser hier meist sehr ruhig ist, aber zum ausgedehnten Schwimmen eignet sich der Strand jedoch nur bedingt. Bei Ebbe ist das Wasser in vielen Bereichen recht flach, während bei Flut einzelne Abschnitte teilweise deutlich kleiner werden. Aus dem Grund ist der Anse Source d’Argent auch eher ein Erlebnis und ein großartiges Fotomotiv, als ein richtig toller Badestrand. Wenn ihr euch abkühlen möchtet, kann ich euch auf La Digue dagegen die Strände Grand Anse und vor allem den Petit Anse sehr empfehlen.
#18 Mauritius – Trou aux Biches
Mauritius hat sicherlich keinen Mangel an schönen Stränden. Wer sich ein wenig mit der Insel beschäftigt, wird schnell auf Namen wie Le Morne oder Flic en Flac stoßen. Mein Favorit liegt jedoch im Nordwesten der Insel: der Trou aux Biches.
Statt dramatischer Landschaften oder markanter Berge im Hintergrund erwartet euch hier ein recht klassischer Tropenstrand mit hellem, feinen Sand, herrlich blauem Wasser und einer schönen Vegetation. Die Küste fällt flach ab und das vorgelagerte Riff hält die meisten Wellen fern, wodurch sich der Strand hervorragend zum Baden eignet.
Anders als an vielen Hotelstränden auf Mauritius bleibt der Trou aux Biches in sehr großen Teilen öffentlich zugänglich, weshalb der Strand auch von vielen Einheimischen genutzt wird. Besonders an Wochenenden kommen viele Familien zum Picknicken oder verbringen den Tag am Meer, was ich als besonders atmosphärisch empfunden habe.
Ein weiterer Vorteil ist, dass es ganz in der Nähe Restaurants, kleine Geschäfte und Unterkünfte in nahezu jeder Preisklasse gibt. Und wer gerne auf Sonnenliegen entspannt, für den ist der Beachclub La Plage genau das richtige.
Erwähnen möchte ich an der Stelle, dass Mauritius zwar über sehr viele Strände verfügt, aber oftmals haben diese auch immer einen kleinen Haken. Entweder ist der Sand kieselig, die Korallenriffe reichen bis zum Ufer oder das Meer ist zu unruhig. All diese Probleme hat der Trou aux Biches nicht, weshalb er auch mein Lieblingsstrand auf Mauritius war…
#19 Malediven
Wenn irgendwo auf der Welt ein Strand als „wie auf den Malediven“ beschrieben wird (siehe Apulien – drei Punkte weiter oben), dann sagt das eigentlich schon alles über den Ruf aus, den die Inselgruppe im Indischen Ozean genießt. Was ich in dem Kontext übrigens spannend finde ist, dass es auf den Malediven gar nicht diesen einen berühmten Strand gibt! Stattdessen verteilen sich mehrere hundert Trauminseln mit ihren eigenen Stränden über diverse Atolle, wobei gefühlt jeder einzelne eine Fototapete sein könnte.
Wenn ihr das erste Mal auf den Malediven ankommt, bemerkt ihr ganz schnell, wie anders die Inseln wirken. Es gibt keine Berge, keine spektakulären Klippen und kaum Bebauung, die den Blick aufs Meer stören könnten. Stattdessen reihen sich einfach viele kleine Inseln mit feinem, schneeweißen Sand aneinander, umgeben von flachen Lagunen und kristallklarem Wasser.
Besonders beeindruckend sind zudem die Farben. Je nach Sonnenstand wechselt das Meer zwischen hellen Türkistönen und tiefem Blau. Dazu kommt, dass die Korallenriffe die Inseln schützen und das Wasser in den Lagunen meist außergewöhnlich ruhig bleibt. Oft könnt ihr hunderte Meter weit ins Meer blicken und den Grund trotzdem noch erkennen.
PLUS, die Malediven vermitteln auch ein ganz besonderes Gefühl. Viele Inseln sind so klein, dass man sie in wenigen Minuten umrunden kann. Der Strand ist immer in Sichtweite, das Meer allgegenwärtig. Genau dieses Setting schafft eine Ruhe, die ich nur ganz selten bisher in der Form erlebt habe. Es gibt keinen „Sightseeing-Druck“, keine echte To-Do-Liste, sondern einfach nur den Strand, das Meer und euch…
Aus dem Grund habe ich auch nur „die Malediven“ angegeben, denn hier wirkt nicht nur ein einzelner Strand besonders schön, sondern auf fast jeder Insel die gesamte Kulisse. Und genau deshalb gelten die Malediven für viele bis heute als Maßstab, wenn es um tropische Traumstrände geht.
PS: Ich war nur einmal auf den Malediven (Vilamendhoo im Ari-Atoll), aber dadurch, dass ich im Tauchtourismus arbeite, habe ich mich bisher sehr viel mit diesem Inselparadies beschäftigt…
#20 Philippinen – Camiguin – White Island
Abschließend kommen wir noch zu einem absoluten Herzensspot von mir. Als ich 2005 das erste Mal auf den Philippinen mit dem Rucksack von Insel zu Insel gereist bin, hatte ich noch nie von der Insel Camiguin gehört. Erst als ich vor Ort war, habe ich diesen großartigen Tipp erhalten und bin auch prompt mit einer Übernachtfähre angereist. Danach folgten einige der schönsten Tage meines Reiselebens. Die Insel, die Menschen, die Natur – alles war traumhaft. By the way, genau während dieses Aufenthalts habe ich auch meinen Spitznamen Johnny Bongo erhalten (wenn ihr mehr dazu erfahren wollt, findet ihr hier die komplette Geschichte dazu)! Erfreulicherweise ist Camiguin bis heute ein besonderer Tipp geblieben, wenngleich Insidertipps meist nicht lange geheim bleiben…
Die White Island ist einer der Spots auf bzw. vor Camiguin, der bleibt. Und damit ich unvergesslich ist. Die Sandbank liegt nur wenige Bootsminuten vor der Küste, fühlt sich aber wie eine eigene kleine Welt an. Je nach Gezeiten verändert sie sogar ihre Form, so dass kein Besuch ganz genau wie der andere aussieht. Mal ist sie breiter, mal schmaler, manchmal ragt deutlich mehr Sand aus dem Wasser heraus. Ich würde sogar sagen auf Fotos sieht diese sichelförmige Insel so mitten im Meer etwas unwirklich aus. Es gibt keine Palmen, keine Gebäude und keinen Schatten. Nur weißen Sand, das Meer und die Silhouette der Insel Camiguin inklusive des markanten Vulkans im Hintergrund. Genau das macht den Reiz der White Island aus.
Ihr müsst hier keinen einen ganzen Tag verbringen, sondern ein oder zwei Stunden reichen vollkommen aus. Ein wenig im klaren Wasser schwimmen, ein bisschen die Aussicht genießen und vielleicht den Moment ganz bewusst aufsaugen.
Ich könnte mir keinen schöneren Abschluss meiner Liste als diese Trauminsel vorstellen…





















