Reisetipps Spanien – Palma de Mallorca

  • Palma de Mallorca ist die Hauptstadt von Mallorca und besitzt einen der größten Kreuzfahrthäfen des Mittelmeers, sowie den drittgrößten Flughafen Spaniens.

  • Man darf auf keinen Fall den Fehler machen und Palma de Mallorca mit dem Ballermann gleichzusetzen – es handelt sich um zwei unterschiedliche Orte!

  • Die Kathedrale von Palma ist vermutlich die wichtigste Sehenswürdigkeit der Insel.

  • Die Altstadt ist mit ihren vielen Plätzen und kleinen Gassen perfekt geeignet für einen gemütlichen Stadtbummel.

Wo sind die besten Spots? Was sollte man wissen? Wie plane ich meine Reise?

Impressionen aus Palma de Mallorca – ein kleines „Best-of“

Wer schreibt hier eigentlich…

Mein Name ist Jan, aber jeder nennt mich Johnny oder Bongo, daher auch der Name meiner Website.

Ich arbeite seit vielen Jahren im Tourismus, größtenteils selbstständig als Reiseveranstalter. In dieser Zeit habe ich viele spannende, interessante und teils sogar lebensverändernde Erfahrungen gesammelt und habe jetzt riesig Spaß daran meine Reiseerlebnisse zu teilen…

Wenn ihr noch mehr über mich erfahren wollt, habe ich euch hier ein kleines Frage-Antwort-Spiel zusammengestellt.

Übersicht, wichtigste Fakten & gute Tipps

Folgend möchte ich euch ein paar wertvolle Hinweise zur Planung und zum Besuch selbst geben:

  • Generell
    Palma de Mallorca liegt an der weit geschwungenen Bucht von Palma im Südwesten Mallorcas und ist mit rund 430.000 Einwohnern die größte Stadt der Insel. Die Hauptstadt bietet mit zum Beispiel ihrer historischen Altstadt, dem lebhaften Santa Catalina, sowie La Lonja rund um das historische Seehandelsgebäude viele interessante Viertel.
    Der Flughafen Palma de Mallorca liegt nur etwa 8 Kilometer östlich des Zentrums und ist vom Stadtgebiet schnell erreichbar.
  • Was ist der Unterschied zwischen Palma de Mallorca und dem Ballermann?
    Der Ballermann ist nicht Palma de Mallorca, sondern ein touristisch geprägter Abschnitt östlich der Stadt an der Playa de Palma. Gemeint ist vor allem der Bereich rund um die berühmten „Balnearios“, insbesondere die Strandlokale Ballermann 6 (Balneario 6) und die angrenzenden Abschnitte, die für Party, Nachtleben und den Massentourismus bekannt sind. Der Ballermann liegt zwar im Großraum von Palma, ist aber von der Innenstadt in etwa 10-12 Kilometer entfernt.
  • Wie bewege ich mich in Palma de Mallorca?
    Zu Fuß: Die historische Altstadt, die Kathedrale und viele Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander und lassen sich am besten zu Fuß erkunden.
    Bus: Das Stadtbusnetz ist gut ausgebaut und verbindet die Innenstadt mit den äußeren Stadtteilen, dem Flughafen und der Playa de Palma.
    Fahrrad: Palma ist relativ fahrradfreundlich, besonders entlang der Uferpromenade und in Richtung Portixol und Playa de Palma. Fahrräder und E-Bikes können an vielen Stellen gemietet werden.
    Uber: Für kürzere Strecken oder wenn es schnell gehen soll, könnt ihr problemlos ein Uber bestellen.
    Mietwagen: Für Palma selbst eher nicht empfehlenswert. Parkplätze sind knapp und in der Altstadt sind viele Straßen für den Autoverkehr gesperrt.
    Metro: Palma besitzt auch eine kleine Metro, die für klassische Sightseeing-Touren aber kaum eine Rolle spielt.
  • Wie kann ich mir ein Fahrrad in Palma de Mallorca ausleihen?
    Bicipalma ist das öffentliche Fahrradverleihsystem der Stadt. Über die BiciPalma-App könnt ihr normale Fahrräder und E-Bikes an den jeweiligen Stationen ausleihen. Die App zeigt euch auch in Echtzeit, wo Fahrräder und freie Stellplätze verfügbar sind.
    Wichtig: Anders als bei Line oder anderen Apps in Deutschland müssen die Fahrräder an einer offiziellen BiciPalma-Station zurückgegeben werden.
  • Wie ist das mit der Sperrung der Altstadt für Autos – worauf muss ich achten?
    Wenn ihr mit dem Mietwagen nach Palma kommt, solltet ihr unbedingt beachten, dass in der historischen Altstadt viele Straßen und Gassen für den normalen Autoverkehr gesperrt oder nur sehr eingeschränkt befahrbar sind. Besonders rund um die Kathedrale und Plaça de Cort gibt es Fußgängerzonen und sogenannte ACIRE („Área de Circulación Restringida“)-Bereiche, in denen die Zufahrt durch Kameras kontrolliert wird. Bei Zuwiderhandlung drohen empfindliche Strafen. Verlasst euch deshalb auch nicht ausschließlich auf das Navi (wobei Google Maps hier schon recht gut ist), sondern achtet unbedingt auf die Beschilderung und stellt das Auto am besten in einem Parkhaus am Rand der Altstadt ab. Von dort könnt ihr die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen.
    ABER: Wenn ihr ein Hotel innerhalb der oben angesprochenen Zone in Palma de Mallorca gebucht habt, dürft ihr gegebenenfalls auch mit eurem Auto in diese Zone fahren. Fragt hier unbedingt euer Hotel, denn dieses müsste euer Kennzeichen vorab oder nachträglich melden.
  • Welche touristisch interessanten/wichtigen Stadteile gibt es?
    Casco Antiguo (Altstadt): Das historische Herz Palmas mit Kathedrale, dem Plaça Major, engen Gassen und zahlreichen historischen Gebäuden.
    La Lonja: Rund um die ehemalige Seehandelsbörse – heute ein lebendiges Viertel mit vielen Restaurants, Bars und kleinen Geschäften.
    Santa Catalina: Bekannt für die Markthalle, Restaurants, Cafés und das lebhafte Nachtleben. Besonders am Abend beliebt.
    Portixol: Ehemaliges Fischerviertel östlich der Altstadt mit kleinem Hafen, Strand, Restaurants und schöner Uferpromenade.
    Es Molinar: Schließt östlich an Portixol an und ist vor allem für die lange Promenade, Radwege und die Nähe zum Meer interessant.
    Paseo Marítimo: Die Uferzone entlang des Hafens mit Blick auf die Bucht, Yachten und das Castell de Bellver.

Die besten Spots in Palma de Mallorca

Kurioserweise habe ich die Hauptstadt Mallorcas relativ lange mehr oder weniger ignoriert, was ein großer Fehler war. Palma de Mallorca ist nämlich wirklich sehens- und erlebenswert! Es gibt zahlreiche tolle Locations, interessante Viertel und viele prima Restaurants und Cafés.

Diese möchte ich euch euch nun folgend einmal kurz vorstellen, sowie einige Erklärungen und Infos zu dem jeweiligen Besuch geben.

Kathedrale von Palma

Starten wir mit dem offensichtlichen Highlight: Die Kathedrale von Palma, von den Mallorquinern „La Seu“ genannt, liegt direkt am Meer am Rand der historischen Altstadt und zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen der Insel.

Als ich sie das erste Mal vom Hafen aus gesehen habe, war ich direkt mehr als beeindruckt, denn ich hatte die Kathedrale zwar groß erwartet, aber dieser gewaltige Bau mit seiner imposanten Fassade hat wirklich alles übertroffen.

Für mich ein Highlight im Highlight war der Aufstieg zu den Dachterrassen, von denen ihr einen herrlichen Blick über die Altstadt, den Hafen und die Bucht von Palma habt.

Beim Kauf der Tickets und vor allem auch beim Besuch selbst, gibt es einige Dinge zu beachten, weshalb ich euch eine extra Seite mit allen meinen Tipps zur Kathedrale erstellt habe. Darüber hinaus findet ihr dort eine detaillierte Karte, praktische Hinweise und natürlich viele, weitere Bilder.

Königspalast La Almudaina & L’Hort del Rei

Direkt neben der Kathedrale von Palma liegt der Königspalast La Almudaina, eine ehemalige arabische Festung, die später zu einer königlichen Residenz umgebaut wurde. Der Palast dient unter anderem bei Aufenthalten der königlichen Familie auf Mallorca für offizielle Anlässe und Empfänge.

Darüber hinaus könnt ihr bei eurem Rundgang historische Säle und Innenhöfe entdecken und den Blick auf die Bucht genießen.

Leider war die Anlage während meines Besuchs nicht geöffnet, so dass ich euch hier keine detaillierte Tipps geben kann. Tickets könnt ihr auf jeden Fall sehr gut auf der offiziellen Seite buchen, denn ich finde die Übersicht dort deutlich besser, vor allem auch wann es geführte Touren gibt, als zB bei getyourguide.


Direkt unterhalb des Palastes liegt L’Hort del Rei, der Garten des Königs, mit Palmen, Orangenbäumen, Brunnen und schattigen Wegen. Dieser Bereich hat mir sehr gut gefallen, weshalb ich ihn hier unbedingt mal erwähnen wollte.

UND den Garten könnt ihr erfreulicherweise kostenlos besuchen.

Puerto de Palma

Der Hafen von Palma  ist ausgesprochen weitläufig und gehört mit seinen Yachten, Segelbooten und teilweise auch massiven Kreuzfahrtschiffen zu den markantesten Bereichen der Hauptstadt.

Ein Spaziergang entlang der Uferpromenade lohnt sich vor allem am späten Nachmittag bzw. abends, wenn das Licht ein bisschen wärmer wird und die Stimmung am schönsten ist. Dann könnt ihr den Hafen, die Boote und den Blick auf die Bucht genießen, während ihr sogar teilweise die Kathedrale und/oder die Burg Castell de Bellver im Blick habt.


Fall ihr ein besonderes Lokal sucht, würde sich das Mar de Nudos direkt am Hafen anbieten, das nicht nur spannende mediterran-japanische Küche anbietet, sondern sich auch hervorragend für einen Drink mit Blick aufs Wasser eignet. Leider nicht ganz günstig, aber die Atmosphäre ist wirklich herrlich…

Llotja de Palma

Die Llotja de Palma, auch La Lonja genannt, ist eine ehemalige Seiden- und Seehandelbörse und eines der bedeutendsten gotischen Bauwerke Mallorcas. Sie liegt direkt am Hafen im gleichnamigen Viertel, nur wenige Gehminuten von der Kathedrale entfernt, und ist durchaus ein echter Blickfang.

Besonders sehenswert sind die hohen Gewölbe im Inneren, sowie die kunstvoll gestalteten Fassaden und Portale.

Der Eintritt ist frei.

Passeig des Born

Der Passeig des Born ist eine der bekanntesten Flaniermeilen Palmas und verläuft zwischen der Plaça de la Reina und der Plaça del Mercat mitten durch die historische Altstadt. Zur Orientierung, der Plaça de la Reina ist zugleich das Nordende des Parks L’Hort del Rei.

Die breite, von großen Platanen gesäumte Promenade wird von eleganten Stadthäusern, schicken Geschäften, sowie Cafés und Restaurants gesäumt. Besonders auffällig ist vor allem die schattige Baumallee und die beiden monumentalen Sphingen, direkt bei der Plaça de la Reina.

Tagsüber könnt ihr hier prima bummeln und shoppen, denn neben einige exklusiveren Läden, findet ihr auch größere Filialen von zum Beispiel Marken wie H&M oder Zara. Abends ist die Atmosphäre mit den beleuchteten Fassaden und zahlreichen Restaurants dagegen sehr stimmungsvoll und vielleicht wollt ihr euch einfach eine der vielen Bänke setzen und das Ambiente genießen…

Altstadt (inklusive Placa de Cort)

Der Grund warum Palma de Mallorca aber so erlebenswert ist, ist ganz klar die wunderschöne Altstadt. Mit den verwinkelten Gassen, zahlreichen Treppen und den vielen alten Sandsteinhäusern besitzt sie einen ganz eigenen Charakter, den vielleicht sogar jeder anders empfindet. Ich kann euch nur empfehlen, einfach mal – leicht ziellos – durch die schmalen Straßen zu spazieren und dabei auch mal hinter die oft unscheinbaren Fassaden zu schauen, denn oftmals verbergen sich dort prachtvolle Innenhöfe oder kleine Plätze. Dazwischen findet ihr kleine Cafés, Geschäfte jeder Art und natürlich auch tolle Restaurants. Die Mischung aus jahrhundertealter Architektur und dem lebendigen (und touristischen) Stadtalltag fand ich irre spannend.

Gesondert erwähnen möchte ich die Plaça de Cort, denn dieser Platz im Herzen der Altstadt hat mir ganz besonders gut gefallen.

Im Mittelpunkt steht das historische Rathaus von Palma, während die umliegenden Gebäude diesem gar nicht mal so großen Platz einen wunderschönen Rahmen geben. Besonders auffällig ist natürlich auch der große Olivenbaum, um den sich zahlreiche, kleine Cafés und Restaurants gruppieren.

Ich bin war  ganz bewusst einige Male hier, ganz einfach weil ich den Eindruck hatte, dass sich das Ambiente je nach Tageszeit verändert hat und ich so auch viele tolle Bilder machen konnte.

Kirche Sant Francesc

Für mich neben der Kathedrale ist die Basilika Sant Francesc die zweite ganz große Sehenswürdigkeit Palmas. Sie liegt etwas abseits der anderen bekannteren Spots der Altstadt, gehört aber zu den bedeutendsten gotischen Kirchen der Stadt.

Auf den ersten Blick kommt die hohe Sandsteinfassade eher etwas schlicht daher, aber sobald ihr den inneren Bereich betretet, eröffnet sich euch eine ganz andere Welt. Zunächst einmal wäre da der Kreuzgang mit seinen schlanken Säulen und dem ruhigen Innenhof, samt seinen Orangenbäumen – alleine das ist schon ein angenehmer Kontrast zu den belebten Gassen der Altstadt bildet. In der Kathedrale könnt ihr unter anderem das aufwendig gestaltete –  und leicht versteckte – Grabmal von Ramon Llull, einem der bedeutendsten Denker Mallorcas, sowie zahlreiche Seitenkapellen und kunstvolle Altäre sehen.

Mir hat die Basilika Sant Francesc ausgesprochen gut gefallen, vor allem weil sie bei weitem nicht so stark besucht ist, wie die Kathedrale von Palma – im Gegenteil. Ich war mittags im Juli hier und teilweise fast ganz alleine!

Ja, der Eintritt „stört“ ein wenig, dafür bekommt ihr aber auch eine hilfreiche Karte und könnt den Spot wirklich ganz in Ruhe besichtigen. Für mich eine klare Empfehlung.

Plaça Major

Die fotogene Plaça Major liegt mitten in der Altstadt von Palma und gehört ganz sicher zu den bekanntesten Plätzen der Stadt. Besonders charakteristisch sind die Arkaden – finde ich immer klasse – rund um den Platz, unter denen sich Geschäfte, Cafés und Restaurants befinden. PLUS an heißen Tagen findet ihr hier angenehme Schattenplätze für eine kurze Pause.

In der Mitte des weitläufigen Platzes finden regelmäßig Veranstaltungen und Märkte statt, während die angrenzenden Fußgängerstraßen direkt in das historische Gassengewirr Palmas führen.

La Rambla

Noch eine Flaniermeile! Die La Rambla von Palma ist eine breite, von Bäumen gesäumte Promenade, die – beginnend am Plaça Major – nach Westen aus der Altstadt hinaus führt. Bitte allerdings nicht verwechseln mit dem großen Vorbild in Barcelona, denn diese hier ist deutlich kleiner und ruhiger.

Ein besonderes Merkmal ist die Blumenmeile mit ihren zahlreichen Ständen, an denen ihr Blumen, Pflanzen und kleine Souvenirs findet. Dazwischen mischen sich auch immer wieder kleine Cafés.


Für mich war die Straße vor allem relevant, weil sich hier das Parkhaus Aparcamiento Plaza Mayor befindet. Lasst euch hier nicht von den diversen Schildern in Sachen Sperrzone verwirren, denn ihr könnt noch ganz regulär bis zum Parkhaus fahren.

Plaça d’Espanya

Am nördlichen Rand der Altstadt befindet sich dann an einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Palmas noch die Plaça d’Espanya, von dem aus unter anderem Züge und Busse in viele Teile der Insel starten.

Im Mittelpunkt des Platzes steht das Reiterdenkmal von König Jaume I., der Mallorca im 13. Jahrhundert eroberte.

Achtet außerdem auf das Barómetro Histórico, ein historisches Barometer, das verschiedene Wetterdaten, wie Luftdruck, Temperatur und Feuchtigkeit, anzeigt.

Durch die vielen Bus- und Bahnverbindungen ist der Platz – vor allem tagsüber – natürlich sehr quirlig.

An sich ist der Platz kein echtes Highlight, aber ich fand ihn dennoch irgendwie recht schön, vor allem weil ich bei der Santagloria Coffee & Bakery ganz hervorragendes Gebäck  eingekauft habe.

Viertel Santa Catalina

Wenn ihr bereit seid, euch noch ein bisschen weiter von der Altstadt zu entfernen und einen ganz anderen Stadtteil zu entdecken, dann möchte ich euch das Viertel Santa Catalina, westlich von der Altstadt, empfehlen. Ich konnte leider nur leider ganz kurz und schnell durchlaufen, aber ich hatte den Eindruck, dass ihr dort Palma de Mallorca nochmal von einer sehr lebendigen und modernen Seite erleben könnt.

Früher wurde die Gegend von Fischern bewohnt und ist heute vor allem geprägt von bunten, niedrigen Häusern, kleinen Gassen und einer wirklich beeindruckend hohen Dichte an Restaurants, Cafés und Bars – von mallorquinischer Küche bis hin zu internationalen Konzepten.

Herzstück ist der Mercat de Santa Catalina, wo ihr zwischen Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch und Gewürzen stöbern und an kleinen Bars auch direkt etwas essen könnt.

Meine besten Spot-Tipps in Palma de Mallorca auf einer Karte

Auf dieser Karte sind Sehenswürdigkeiten, Hotels und Strände markiert.

Einfach links oben auf das Rechteck mit Pfeil clicken und die Markierungen werden angezeigt.

Mein Hotel-Tipp für Palma de Mallorca

In Palma de Mallorca zu übernachten kann durchaus eine Herausforderung zu sein – vor allem, wenn ihr mit einem Mietwagen unterwegs seid. DENN, wie oben bereits erklärt, ist die Altstadt eine Sperrzone, sprich bei einem Hotel in diesem Bereich, müsst ihr bedenken, dass ihr euer Gepäck ziemlich sicher irgendwie ein bisschen tragen bzw. schieben müsst. Idealerweise schaut ihr mal bei den Hotelinformation, ob es hier irgendeine Art von Hilfestellung gibt. Oder ihr sucht bewusst nach einem Hotel am Rand oder außerhalb der Altstadt.

Ich habe mich für die zweite Variante entschieden und war damit auch sehr zufrieden:

Brondo Architect Hotel

Tatsächlich war es so, dass ich bei meiner Suche schnell wusste, dass ich genau dieses Hotel buchen möchte. Irgendwie hat es sofort geklickt.

Die Lage ist sehr praktisch – im Zentrum, aber eben auch sehr nah an einem Parkhaus. Bei der Zimmerauswahl schaue ich immer, ob es Kategorien mit einem Balkon gibt und genau das habe ich hier gefunden. Ich hatte sogar ein Daybed auf einer kleinen Dachterrasse zu einem sehr fairen Preis. Sich abends nochmal in Ruhe an die frische Luft setzen zu können, finde ich immer großartig.

Und schließlich war der Service top, sprich mir wurde sehr gut in Sachen Parken geholfen, weil ich aus Versehen doch in die Sperrzone gefahren bin.

Rundum ein prima Boutique-Hotel mit dem gewissen Etwas…

Carrer de Can Brondo, 4, Centre, 07001 Palma

Ein anderes Hotel, das mir noch sehr gut gefallen hat, ist das Hotel Fil Suites. Das Preis-Leistungs-Verhältnis sah für mich hervorragend aus, vor allem, weil die sensationellen Bewertungen eine für mich klare Sprache sprechen…

Meine Restaurant-Empfehlungen in Palma de Mallorca

Ihr werdet bei eurem Besuch sehr schnell feststellen, dass es jede Menge prima Tapasbars, gemütliche Cafés und hippe Restaurants gibt.  Am Besten ihr lasst euch einfach treiben und inspirieren, statt euren Plan nach einer Empfehlung auszurichten, aber falls ich dennoch ein paar Anhaltspunkte sucht, wäre dies hier meine Top-Auswahl:

Full Proof Bakery

Um die Ecke meines oben angegeben Hotels findet ihr diesen kleinen Schatz. Die deutschen Inhaber Sarah & Jo sind wohl beide als Auswanderer sehr bekannt auf Social Media und ziehen deshalb viele Follower an, aber ich bin vor allem ein großer Fan ihrer Backkunst! Die Pistaziencroissants und Franzbrötchen waren schlichtweg sensationell. Dazu leckerer Kaffee und noch ein paar kleinere Teilchen to-go. Herrlich. Unbedingt vorbeischauen…

C. del Carme, 16A, Centre, 07003 Palma

S’Olivera

Oftmals sucht man einfach „nur“ ein Restaurant für zwischendruch. Ihr seid hungrig, aber nicht zu fancy angezogen, möchtet aber gerne schön sitzen und entspannt etwas essen. Bitte sehr! Direkt am fabelhaften Plaça de Cort versteckt sich dieses kleine Lokal unter einem der Olivenbäume mit einigen Tischen drinnen wie draußen. Die Gyozas als Vorspeise waren frisch und lecker und der Lachs und die Pasta schmackhaft und gut gewürzt.

Plaça de Cort, 5, Centre, 07001 Palma

Sa Gelateria

Direkt neben dem S’Olivera könnt ihr euch als Nachtisch noch ein hervorragendes Eis für den Heimweg holen! Ja, nicht ganz günstig, aber dafür richtig gut…

Plaça de Cort, 9, Centre, 07001 Palma

Botanico

Der Name ist Programm! Am Rand der Altstadt, in der Nähe der Llotja de Palma, findet ihr hier hinter einem unscheinbaren Eingang einen begrünten Innenhof, der angenehm ruhig und abgeschirmt vom Trubel der Stadt liegt.

Hier könnt ihr bei einem Drink oder leichten Essen eine entspannte Auszeit genießen.

Carrer del Forn de la Glòria, 14, Centre, 07012 Palma

Shopping

Diesen Punkt wollte ich unbedingt noch einbauen, denn in Palma lässt es sich wirklich ausgesprochen gut shoppen. Gerade die Mischung aus internationalen Marken, spanischen Labels, kleinen Boutiquen und individuellen Geschäften hat mir richtig gut gefallen. Neben klassischen Modegeschäften findet ihr in den diverse Läden auch Schmuck, Schuhe, Kunsthandwerk, Deko und regionale Produkte.

Hier ein paar Tipps:

Fashion Outlet

Das Fashion Outlet Mallorca liegt etwas außerhalb von Palma, aber falls ihr ein paar Schnäppchen landen möchtet, seid ihr hier genau richtig. Es gibt eine große Auswahl an Mode, Schuhen, Sportartikeln und Accessoires verschiedener Marken und ich muss sagen, dass das gesamte Areal wirklich sehr ansprechend angelegt ist – so macht ein Einkaufsausflug wirklich Spaß.

Ma-13, Km 7’1, salida 8, 07141 Es Caülls

Carrer de Sant Miquel

In der Altstadt von Palma gibt es viele schöne Einkaufsstraßen, aber ich wollte diese hier gerne erwähnen, weil sie mir besonders gut gefallen hat. Direkt an den Plaça Major angrenzend, beginnt diese Fußgängerzone und ihr findet hier viele unterschiedliche Geschäfte, unter anderem meinen Lieblings-Espadrilles-Laden (Toni Pons).

Mercado del Olivar

Die vielleicht bekannteste Markthalle liegt mitten in der Altstadt von Palma – von außen eher unscheinbar, erwartet euch im Inneren dafür ein wirklich lebhaftes Treiben mit (fang-)frischen Produkten, bunten Auslagen und dem typischen Trubel einer solchen Halle.

Hier könnt ihr an zahlreichen Ständen frisches Obst, Gemüse, Fleisch, Gewürze und natürlich jede Menge Fisch, Schalentiere, Austern und Meeresfrüchte einkaufen. Dazu kommen kleine Bars und Imbissstände, an denen Tapas, Sushi und andere Gerichte frisch zubereitet werden.

Besonders zur Mittagszeit herrscht hier natürlich eine lebendige und irgendwie auch typisch spanische Atmosphäre.

Fun Facts zu Palma de Mallorca

  • In der Schatzkammer von La Seu befindet sich ein kleines Krokodil, das im Volksmund „Drac de na Coca“ genannt wird. Der Legende nach soll es einst die Bewohner Palmas in Angst und Schrecken versetzt haben.
  • Das berühmte Rosettenfenster der Kathedrale von Palma hat einen Durchmesser von rund 13 Metern und besteht aus mehr als 1.200 farbigen Glasstücken.
  • Zweimal im Jahr, rund um den 11. November und den 2. Februar, fällt das Licht der aufgehenden Sonne durch die Rosette der Kathedrale und projiziert ihr farbiges Muster unterhalb der gegenüberliegenden Rosette – ein beeindruckendes Lichtspiel.
  • Die heutige Kathedrale wurde an der Stelle einer ehemaligen Moschee errichtet, nachdem Mallorca im 13. Jahrhundert von den Christen erobert worden war.
  • Auf der Plaça de Cort steht ein riesiger Olivenbaum, der als „Olivera de Cort“ bekannt ist. Sein genaues Alter ist nicht eindeutig belegt, er gilt aber als Wahrzeichen des Platzes.
  • Der Parc de la Mar mit seinem großen Wasserbecken sieht auf den ersten Blick wie eine natürliche Lagune aus. Tatsächlich wurde die Anlage erst im 20. Jahrhundert geschaffen und sollte unter anderem die Wirkung der Kathedrale vor dem Meer verstärken.
  • Antoni Gaudí arbeitete Anfang des 20. Jahrhunderts mehrere Jahre an der Innenausstattung von La Seu. Er veränderte unter anderem die Beleuchtung und den Bereich um den Hauptaltar – für seine Zeit durchaus ein radikaler Eingriff.
  • Die heutige elegante Flaniermeile entstand auf dem ehemaligen Bett des Torrent de Sa Riera. Der Fluss wurde nach einer schweren Überschwemmung im 15. Jahrhundert umgeleitet – eine Veränderung, die das Stadtbild Palmas bis heute prägt.